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E-Book zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?
 

E-Book zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?

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Am 12. September 2011 wurde die Blog-Parade "Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft" auf netmedia.de ins Leben gerufen. In dieser wurden Selbständige, Angestellte, Freelancer, Schüler und Studenten ...

Am 12. September 2011 wurde die Blog-Parade "Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft" auf netmedia.de ins Leben gerufen. In dieser wurden Selbständige, Angestellte, Freelancer, Schüler und Studenten aus allen unterschiedlichen Branchen, Berufen und Bereichen gebeten zu beschreiben, wie sie sich ihren Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen.

Die Beiträge waren mal positiv, mal kritisch und immer informativ, persönlich und mit Leidenschaft verfasst. Über die positive Resonanz sind wir sehr glücklich und danken allen 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre wundervollen Beiträge, die nun alle in diesem E-Book nachzulesen sind.

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    E-Book zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? E-Book zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? Document Transcript

    • E-Book zur Blog-Parade:Wie ist Dein Arbeitsplatz der Zukunft?netmedianer GmbH, Neugrabenweg 5-7, 66123 Saarbrücken 7. Oktober 2011
    • InhaltBen Bencivinni | "Arbeiten in der Zukunft" = "Arbeiten in der Gegenwart" 3Uwe Hauk | Blogparade: Wie ist mein Arbeitsplatz der Zukunft? 5Michael Bauer | Suntne Angeli? 7Peer Wandinger | Mein Wunsch-Arbeitsplatz der Zukunft 9Oliver Gassner | Blog-Parade: "Wie sieht dein Arbeitsplatz der Zukunft aus?" 12Tina Krogull | Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? 14Stefan Pfeiffer | Mein immer mehr sozialer Arbeitsplatz von heute 15Bianca Gade | Mein Arbeitsplatz der Zukunft - heute gibt´s Ostwind 19Carolin Else | Mein Arbeitsplatz der Zukunft 21Kai-Eric Fitzner | "Wo arbeitet der denn heute?" - "In Gedanken, Chef, ganz in Gedanken!" 23Wolfgang Schwerdt | Mein Beitrag zur Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? 25Tobias Mitter | "Lernt gerade neue Sachen und hat gerade kreative Phase" - Warum der Social Workplace denSocial Status braucht 27Thomas Klauder | Social Enterprise - Wie ist Dein Arbeitsplatz der Zukunft 29Thomas Halbritter | Wie arbeiten wir in Zukunft? 31Lore Reß | Blogparade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? 33Dr. Hansjörg Leichsenring | Banken und der Arbeitsplatz der Zukunft 34Alexander J. Renner | Blogparade: Wie sieht mein Arbeitsplatz der Zukunft aus? 37Cornelie Picht | 3 Trends für den Arbeitsplatz der Zukunft 39Dominik Mauritz | Der Arbeitsplatz der Zukunft 42Matthias Tausendpfund, Klaus Röhlig, Marc Parczian, Thomas Hantke | Die Matrix lebt! Virtuell wirdRealität 44Falk Hedemann | "Arbeitsplatz der Zukunft " - so sieht er bei mir aus! 48Daniel Rehn | Blogparade: Der Arbeitsplatz der Zukunft 50Daniel Kraft | Arbeitsplatz der Zukunft 53 netmedianer GmbH Neugrabenweg 5 - 7 66123 Saarbrücken Blog: www.netmedia.de/blog Twitter: @netmedianer Facebook: facebook.com/netmedianer 1
    • VorwortAm 12. September 2011 wurde die Blog-Parade "Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft" auf netmedia.deins Leben gerufen. In dieser wurden Selbständige, Angestellte, Freelancer, Schüler und Studenten aus allenunterschiedlichen Branchen, Berufen und Bereichen gebeten zu beschreiben, wie sie sich ihren Arbeitsplatzder Zukunft vorstellen. Es kamen in den Beiträgen viele Aspekte zum Tragen: Die einen bevorzugen einHome Office, um konzentriert arbeiten zu können; anderen ist es wichtiger, ein Büro zu haben, um denpersönlichen Kontakt zu den Kollegen nicht zu verlieren. Dieser steht bei allen Teilnehmern übrigenshoch im Kurs, genauso wie der Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern. Auch die digitale Arbeitsweltvon heute und morgen sehen viele im Wandel: Tablets, Smartphones und Notebooks sind stete Begleiterauf Reisen und aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Verändert wird sich auch dieinterne Kommunikation und Zusammenarbeit in Teams: Vieles wird schneller und ortsungebundener.Das schafft neue Herausforderungen an die Unternehmenskultur, an ihre Kommunikationsstrategie undan die technische Lösungen.Die Beiträge waren mal positiv, mal kritisch und immer informativ, persönlich und mit Leidenschaftverfasst. Über die positive Resonanz sind wir sehr glücklich und danken allen 23 Teilnehmerinnen undTeilnehmern für ihre wundervollen Beiträge, die nun alle in diesem E-Book nachzulesen sind.Herzliche Grüße aus dem schönen SaarlandBianca Gade@ChiliConCharme 2
    • Autor: Ben Bencivinni alias Komma | nicht | Punkt Freelancer http://kommanichtpunkt.wordpress.com„Arbeiten in der Zukunft“ = „Arbeiten in derGegenwart“Liebe Freunde, angemessen?“, und „Gibt es die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln?“ standen für mich im Vordergrund.bevor ich mich freiberuflich selbständig gemacht Gelernt habe ich aus diesem Arbeit-wechsel-Dich-Spielhabe, habe ich (wie einige von Euch wissen) sehr einige grundlegende Dinge, die sicherlich nicht nur fürunterschiedliche Jobsituationen kennen und mich essentiell waren und heute noch sind: Ich möchtelieben/hassen gelernt. Und wer viel gesehen hat, als Arbeitnehmer, Mitarbeiter und Mensch immer ernstkann viel erzählen. Immerhin habe ich jetzt gerade genommen, ehrlich und fair behandelt werden, möchtedie Möglichkeit, die richtigen Weichen für meinen mich gut aufgehoben fühlen und möchte gemäßArbeitsplatz der Zukunft zu stellen. Im Kontext meiner Fähigkeiten und Ideen gefördert werden, damiteiner frisch gestarteten Blogparade von ich für das Unternehmen nicht nur im Sinne der@ChiliConCharme möchte ich also an dieser Stelle fakturierbaren, sondern auch emotionalen Arbeit einendie Gelegenheit nutzen, mich ein wenig mit der Mehrwert darstelle.Frage „Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?“auseinander zu setzen und meine persönliche Sicht Nehme ich diese Erkenntnis in meine aktuelleauf das Thema schildern. Selbständigkeit (ich arbeite als Projektmanager für kreative Freiberufler und Agenturen) und somit inWer wissen will, wie die Zukunft aussehen soll, meine zukünftige Arbeit mit auf, bedeutet das also, dassmuss zuerst mal analysieren, wie die Vergangenheit ich mich an Werten orientiere, die wahrscheinlich garausgesehen hat. Meine eigene Vergangenheit im nicht so weit weg von den Grundbedürfnissen einesBezug auf Arbeit und Karriere war sehr jeden Menschen liegen. Also richte ich mich jetzt undunterschiedlich: vom Azubi zum Werbekaufmann, auch in Zukunft genau nach diesen Bedürfnissen undAngestellter bei einem Musikproduzenten über bleibe flexibel genug, auf Änderungen meinerDeutschlandweit ausgestrahlte TV-Moderationen in Lebensumstände reagieren zu können. Der fachlicheeinem täglichen Live-Format bis hin zum Inhalt dieser Bedürfnisse wird somit der sein, überallGabelstaplerfahrer(!), Vertriebsmitarbeiter und dort arbeiten zu wollen, wo integere, zuverlässige undLogistikleiter war da einiges dabei. Von einer vor allem kreative Menschen sind, die meine Arbeit alszielgerichteten, geradlinigen Karrierevorstellung solche nicht nur anerkennen, sondern auch denkann man da freilich nicht reden, zumal nicht jeder kreativen, emotionalen Mehrwert für sich selbst sehen.Karrieresprung aus Eigenmotivation gemacht „Wohlfühlen“ ist da sicherlich das wichtigste Stichwort:wurde. Und doch konnte ich jedem Arbeitsplatz, Fühlt man sich in einer Zusammenarbeit wohl und istjedem Chef und jedem Arbeitsinhalt etwas positives bereit, seine eigenen Talente für das gemeinsame Zielabgewinnen – und wenn es nur die Erfahrung war, (welches auch immer das sein mag – in meinem Fall diedass ich diese oder jene Arbeit nie wieder tun will . Zufriedenheit von Kunden und Kundeskunden im Bezug auf die Qualität der beauftragten Arbeit) sinnvoll undNeben der persönlichen Arbeitseinstellung (das, effektiv einzusetzen, wird man etwas abliefern, was inwas ich tue, so gut erledigen, wie ich es kann – höchstem Maße zufrieden macht, für weitere Projekteganz gleich, um was es sich handelt) spielte mein motiviert und sich monetär lohnen wird. Kurz gesagt:Arbeitsumfeld immer eine dem Arbeitsinhalt das Schaffen einer „Winwin-Situation“. Selbiges istübergeordnete Rolle. Fragen wie: „Wie sind die übrigens gar nicht so schwer, wenn die richtigen LeuteKollegen?“, „Ist mein Chef fair und die Bezahlung zusammenarbeiten und die allseits angestrebten 3
    • „Synergien“ bilden. Wichtig ist, dass eben im Unabhängigkeit im Spiel gegen die (finanzielle undwahrsten Sinne des Wortes „respektvoll und zeitweise nur kurzfristige) Sicherheit.zusammen gearbeitet“ wird. Ein Exkurs in die Vergangenheit als Arbeitnehmer undReden wir über das Trennen von Arbeit und einer kritischer Punkt im Bezug auf die Arbeitsplätze derPrivatem, ist das klischeehafte „arbeite selbst und Zukunft darf mir an dieser Stelle noch erlaubt sein:ständig“ für einen Freiberufler recht Viele Arbeiter und Angestellte arbeiten unter ihrenstigmatisierend, weil es impliziert, dass man neben Möglichkeiten, weil sich ja „eh nix ändert“ und sie sichder Arbeit kaum mehr Zeit zum Leben hat. Dabei von Vorgesetzten und Firmen/Konzernenmuss es das gar nicht sein. Nicht nur (aber gerade (nachvollziehbarer weise) nicht wertgeschätzt fühlen.auch) als Freiberufler hat man selbst die Wahl, ob Andere hingegen arbeiten aufgrund diesesman arbeiten muss oder arbeiten will. Ich für Leistungsdrucks immer härter und werden deshalbmeinen Teil liebe das, was ich tue, weil es mich schwer krank. Beides ist nie im Sinne einesmenschlich weiterbringt und mir dazu einen funktionierenden Unternehmens, bzw. sollte es nichtLebensunterhalt finanziert und finanzieren wird, sein. Dabei ist dieses Wertschätzen gar nicht so schwerder mich mit allem versorgt, was ich brauche und und hat erst recht nicht primär mit monetäremmöchte. Das Trennen der beiden Lebensfaktoren ist Ausgleich, sondern mit persönlicher Hingabe undeigentlich nur dann nötig, wenn die Arbeitsinhalte Fürsorge zu tun, die insbesondere in großen,und -aufgaben nicht der eigenen Persönlichkeit unpersönlichen Konzernen kaum gegeben ist, oder erstund den eigenen Talenten entsprechen, bzw. das gar nicht gefördert wird (Leseempfehlung: ein vielUmfeld die Arbeit wirklich zur Arbeit und damit beachteter Blog von @manomama, der sich mit den(physisch und psychisch) anstrengend macht. Folgen ausbeuterischer UnternehmensführungDieses Bewusstsein über die eigene Arbeitssituation beschäftigt). Nachhaltig funktionierende Unternehmenmit allen einhergehenden Pflichten und Privilegien sind jedoch gerade deshalb erfolgreich, weil sie überhat man schon, bevor man sich selbständig macht. Gewerkschaften und ArbeitnehmerversammlungenIch für meinen Teil bevorzuge es allerdings, mich hinaus Wert darauf legen, dass ihre Angestellten undselbst mit meiner Arbeit identifizieren zu können, Mitarbeiter gehört und respektiert werden und alleweil es eben das ist, was ich machen WILL. Und Beteiligten eben nicht nur zum Wohle desviele meiner Kunden und Auftraggeber sehen das Unternehmens, sondern auch zum Wohle des Einzelnengenau so und arbeiten gerade deswegen gerne mit „zusammen arbeiten“.mir zusammen. Sie schätzen den persönlichenKontakt (der im Gegensatz zur geschriebenen Mail Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich sehr aufinhaltlich deutlich wertiger und deshalb wie ich die alle Beiträge und die hoffentlich rege stattfindendefinde auch effektiver ist) und sprechen auch Diskussion zum Thema „Wie ist dein Arbeitsplatz dernegative Aspekte offen und mit genügend Abstand Zukunft?“ freue. Ich bin sehr gespannt, ob das Themazum persönlichen Verhältnis an – einfach, weil es unisono oder doch eher kontrovers diskutiert wird. Jeder Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Ziel mehr wir nämlich derselben Meinung sind, um sozuträglich ist. Sollte ein Auftraggeber anders leichter wird es uns fallen, unsere Arbeitsplätze in der„ticken“, bin ich dank meiner Erfahrung als Zukunft nicht nur für uns, sondern auch für alleArbeitnehmer feinfühlig genug, das zu erkennen, Nachfolger so angenehm, so individuell angepasst undihn darauf hinzuweisen und ihm freizustellen, ob er trotzdem so effektiv wie möglich zu gestalten.mit mir zusammenarbeiten möchte oder nicht.Womöglich bin ich dann vielleicht einfach auch Danke für’s Lesen und viel Spaß bei der Diskussion!nicht der Richtige für den Job. Letztlich soll ebenjeder bekommen, was für ihn / sie das Richtige ist – Benauch wenn das bedeutet, dass man einen Auftrag Komma | nicht | Punktund damit zugesichertes Geld absagen muss. InPunkten bedeutet das 1:0 für die Freiheit und 4
    • Autor: Uwe Hauk alias bicyclist Sencior Software Engineer bei VR Kreditwerk AG http://www.livingthefuture.deBlogparade: Wie ist mein Arbeitsplatz der Zukunft?Bianca Gade plant ein Buch. Das an sich klingt Verfügung stellen und diese auch für meineschon spannend, denn es soll in dem Buch um die Auftraggeber einsehbar machen. Ein gemeinsamerArbeitswelt der Zukunft gehen. Was aber noch viel beruflicher Kalender, der sich mit dem Kalender desspannender ist: Ein Teil des Inhaltes soll von den Auftraggebers synchronisiert macht meinetatsächlichen Arbeitnehmern kommen, die darüber Verfügbarkeit transparent.innerhalb einer Blogparadeschreiben sollen. Meine Daten sind verschüsselt in der Cloud abgelegt, dank Online StorageNun denn, da das eines meiner kann ich von überall darauf zugreifen.Hauptthemen für meinen Blog ist Der Zugriff kann dabei abhängig vonhier einmal meine Vision. Aufgabe und Ort über Tablets wie IPad oder Galaxy Tab erfolgen, über einenIn der Zukunft passt alles, was ich Notebook oder Smartphone. Da wir inzum Arbeiten als Wissensarbeiter Zukunft vermutlich sehr vielbrauche in einen Rucksack (gut, schnellere und überall verfügbarebei mir eigentlich rein aus mobile Internet Zugänge verfügentechnischer Sicht schon heute) werden, wird der feste Anschluss zu hause in weiten Teilen verschwinden.Zunächst ist mein Arbeitsplatznicht mehr ortsgebunden. Dank Eventuell arbeite ich in Zukunft nichtmobilem schnellen Zugang zum mehr 100 Prozent für einenNetz, dank Videotelefonie (Skype Arbeitgeber sondern in einerzeigt, dass es geht) und mobiler Zwischenform zwischen Freiberuf undEndgeräte arbeite ich, wo immer In der Zukunft passt alles, was ich zum Halbtagsstelle für mehrereich bin und ich mich wohl fühle. Arbeiten als Wissen-sarbeiter brauche Arbeitgeber, da ich stets am ErgebnisUnd das ist es auch, was mich in einen Rucksack (gut, bei mir gemessen werde. Damit wird esmotiviert. Ich organisiere meine eigentlich rein aus technischer Sicht meinem Arbeitgeber möglich, zuArbeit weitestgehend selbst, schon heute) atmen, dass heißt in Zeiten hoher Lastwerde an der Erreichung der Mitarbeiter intensiver inzuvor vereinbarten Ziele gemessen, und nicht an Arbeitsprozesse einzubinden und in Zeiten von Flautendem Zeitaufwand dafür. Gleichzeitig verwischt oder Projektübergängen flexibler zu reagieren. DaPrivat- und Beruf, auch in ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht mehr nach Anwesenheitszeit, sondernTätigkeiten finde ich Erfüllung ebenso wie ich auch nach Arbeitsergebnis bezahlt werden, sind solchezu Zeiten für die Firma erreichbar bin, die es früher Flautezeiten weniger dramatisch als heute und bietenso nicht gab. Deshalb ist es für mich wichtig, klare gleichzeitig die Chance, dass auch gemeinnützigeVereinbarungen zu treffen, klare Auszeiten zu Institutionen und das soziale Umfeld desplanen. Unternehmens davon profitieren, dass es immer wieder Mitarbeiter gibt, die auch mal Zeit für sozialesDas wird realisiert über Cloud Dienste, die mir Engagement finden.meine Daten und meine Planung online zur 5
    • Zugleich gibt es in Zukunft Plattformen, auf denen Performern gehört, der möglichst lange arbeitet,ich meine Skills für sogenannte Microjobs anbieten sondern der, der die besten Ergebnisse erzielt.kann, unabhängig von dem, was inirgendwelchen Urkunden steht. Denn Ich erlebe oftin Zukunft wird sich die Technologie Situationen, innoch schneller weiterentwickeln, so denen mandass die Weiterbildung in einzelnen einfach blockiertThemengebieten dynamischer und ist und nichtsautomatischer geschieht. gelingen will. Hier werde ichMein "mobile Office", wie ich es heute in Zukunftin der Rolle als Blogger nutze und einfach sagenmorgen vielleicht als Arbeitnehmer? können, lass es für heute, hörIch werde noch ein Büro haben, an Mein "mobile Office", wie ich es heute in der Rolle als auf. Dafür gibtdem ich mich gelegentlich mit Blogger nutze und morgen vielleicht als Arbeitnehmer? es dann anderemeinem Autraggeber treffe, aber das Tage, an denenwird nur noch als Coworking Space gehandhabt. ich einfach weil ich will, weil ich im “Flow” bin mal 12Dieses Konzept wird sich in Zukunft auch bei Stunden arbeite. Andererseits wird es in ZukunftFestangestellten durchsetzen, da wir immer mehr weniger wichtige Momente geben, an denen Elternin Richtung einer Wissensarbeiterökonomie nicht bei ihren Kindern sein können, weil es leichter seinrutschen, und dort ist es nicht mehr nötig, wird, mal für ein paar Stunden frei zu nehmen, um z.B.permanent visuell präsent zu sein. bei der Einschulung oder einem wichtigen Sportereignis dabei zu sein, oder einfach an einem schönenSchon heute kann ich Arbeit und Privatleben nicht Sommertag was mit den Kindern zu unternehmen. Wirmehr streng trennen und möchte es eigentlich leben in Zukunft nicht, um zu arbeiten und arbeitenauch nicht. Ich bin Informatiker, auch wenn ich das nicht um zu leben, wir werden leben und arbeiten, oderBüro verlasse und koordiniere schon heute dank wie ich es gerne nenne: Wir werden Work LifeCloud Services Privatleben und Beruf elektronisch. Integration erleben.Und meine Lust am Schreiben und an neuen So, das ist meine Vision des Arbeitsplatzes der Zukunft,Technologien realisiere ich auch heute schon als wie ich ihn mir vorstelle und ja, auch wünsche. KlingtBlogger “nach Feierabend” und kooperiere hier mit vielleicht sehr optimistisch futuristisch, aber nur soanderen Blogs, mit Unternehmen, die für mich entsteht Wandel zum Positiven, in dem man an seineinteressante Technologien anbieten oder blogge für Vision einer besseren Zukunft glaubt. In diesem Sinne,Verlage, die mein Themenportfolio interessant und lets rock and roll.als Mehrwert für ihren Auftritt empfinden. Fürmich ist insofern durchaus denkbar auch imBerufsfeld als Autor/Journalist Fuß zu fassen, abereben nur in einem visionären und flexiblen Umfeld.Ich denke, wenn man sich vom gewohnten Bildverabschiedet, dass Leistung = Sichtbarkeit ist undendlich in der Formel Leistung = Ergebnis denkt,wird bald klar, dass auch Familien und Privatlebengewinnen können. Dafür braucht es aber einenCultural Change hin zu dem Bewußtsein, dass eineBalance wichtig ist, dass nicht der zu den High 6
    • Autor: Michael Bauer alias kurzdielyrik Autor und Schichtarbeiter http://mikelbower.deSuntne Angeli?Bianca Gade plant ein eBook. Bianca ist Ich bin Schichtarbeiter in der Produktion, mit dem Blickregelmäßigen Besuchern dieses Blogs als zur doch schon nahen Rente, es wird einem vieles egal,Veranstalterin des Adventspodcast bekannt. Sie es trifft nur noch für ein paar Jährchen zu, wennveranstaltet jetzt eine Blogparade über den überhaupt. Und doch. Das regte mich auf.Arbeitsplatz der Zukunft für Wissensarbeiter. Hatteich gelesen, bin ich nicht, abgehakt, bis Bianca den Und da gibt es Menschen, gewiss symphatische, dieLink zu Uwes Blogpost twitterte und ich erschrak. Solches freiwillig tun wollen, sich möglichereise in dieZutiefst. Ich las (Zitat) "Damit wird es meinem Spirale der Selbstausbeutung bewegen wollen, ohneArbeitgeber möglich, zu atmen". Und ich schluckte. Tarifverträge, ohne einen Hauch von SolidaritätUnd dann wurde ich von Bianca und Uwe auf gemeinsam Handelnder? Der totale Verzicht aufTwitter aufgefordert doch etwas zu schreiben und irgendwelche organisierte Kollegialität? Alles alleinealso beschloss ich zu paradieren. aushandeln, ohne zu bedenken vielleicht über den Tisch gezogen zu werden? Für mich läuft das alles auf eineVor fast einem Jahr postete ich dieses Gedicht negative Versteigerung hinaus, wie sie in den frühkapitalistischen englischen Bergwerken üblich war. Atme Fabrik, atme, Der Patron versteigerte die Berechtigung zur Arbeit im atme mich ein Schacht, Flöz für Flöz an konkurrierende atme mich aus Steigergruppen, die sich unterbieten mussten, damit aus aus aus das Unternehmen atmen konnte. Nein, so schlimm will und noch mal das niemand mehr, ich weiß, obwohl wenn man so ein ein ein manche US-republikanische Stimmen hört...... was gibt es mehr als dein Ich denke es wird einige Kämpfe geben, Fabrikchen zu sein HERR! bis das alles in Tarifverträge gegossen ist, Rückzugskämpfe aus paradiesischen Zeiten von heute, freudenberg als man noch halbwegs sein Privatleben planen konnte, jenseits des Zwangs Geld verdienen zu müssen. RedenEin lyrischer Kommentar zur Zumutung einer wir nicht von den Sklaven mancher Zeitarbeitsfirmen,totalen, nicht selbst verantwortlichten den Menschen, für die es eigentlich MindestlöhneVerfügbarkeit. geben müsste. Dem unteren Rand der Gesellschaft, der Schattenwirtschaft, dort wo die ach so gepriesenenSag nicht human zu Resources! Mini-Jobs ... und dann lese ich da, wieder bei Uwe, "Zugleich gibt es in Zukunft Plattformen, auf denen ich(Der Einfachheit halber noch einmal hier eingestellt) meine Skills für sogenannte Microjobs anbieten kann"... und es schüttelte mich.Einer der wenigen Male, da ich meinen Job ins Blogbrachte. Die Sache ist auch noch nicht Ich denke auch an viele Texter, Künstler, Musiker, die ichausgestanden, das mit der atmenden Fabrik, kenne, immer an der Armutsgrenze, immer alleine vorvielleicht ist es die Zukunft, ich befürchte es sogar. sich hinwurschtelnd, Galeristen ausgeliefert, Sponsoren, 7
    • Ich bin Schichtarbeiter in der Produktion, mit dem kann zu arbeiten, rentenlos, nach Herzinfarkt..Blick zur doch schon nahen Rente, es wird einemvieles egal, es trifft nur noch für ein paar Jährchen Nein, ich will jetzt mit keinem sozialistisch-zu, wenn überhaupt. Und doch. Das regte mich auf. gewerkschaftlichen Zeigefinger wackeln, nur Nachdenklichkeit einfordern, wenn es denn beliebt.Und da gibt es Menschen, gewiss symphatische, die nachdenken über die Geschichte der Arbeit, dieSolches freiwillig tun wollen, sich möglichereise in Geschichte der Arbeitenden. Und nicht nur derdie Spirale der Selbstausbeutung bewegen wollen, Wissensarbeiter. Die Zusammenhänge größer sehen,ohne Tarifverträge, ohne einen Hauch von weiter...Solidarität gemeinsam Handelnder? Der totaleVerzicht auf irgendwelche organisierte Vielleicht gilt das ja aber alles in derKollegialität? Alles alleine aushandeln, ohne zu "Wissensarbeiterökonomie" nicht und doch mir kam derbedenken vielleicht über den Tisch gezogen zu Satz "Suntne Angeli?" in den Sinn, aus einem uraltenwerden? Für mich läuft das alles auf eine negative Theologenwitz. (Sunte Angeli? Sind es Engel? , standVersteigerung hinaus, wie sie in den lapidar auf einem eingereichten Bauplan eines neuenfrühkapitalistischen englischen Bergwerken üblich Priesterseminars. Man hatte die Toiletten vergessen...)war. Der Patron versteigerte die Berechtigung zurArbeit im Schacht, Flöz für Flöz an konkurrierende Bei all diesem solistischen Arbeiten der Cloud-Steigergruppen, die sich unterbieten mussten, Gläubigen, den fröhlich wechselnden Co-Workern (damit das Unternehmen atmen konnte. Nein, so "Coworkern" ließt sich immer so nach Cow ;-)) derschlimm will das niemand mehr, ich weiß, obwohl Leistungsfanatiker jenseits der Anwesenheit... sind daswenn man so manche US-republikanische Stimmen Engel, Geistwesen, die keine menschliche Interaktionhört...... brauchen? Blicke? Gesten? Gerüche? Vertrauen durch langjährige Arbeitsbeziehungen? Was passiert mit allIch denke es wird einige Kämpfe geben, dem Social Media, wenn ein solches Wesen krank wird, nicht mehr so kann, wenn die Micro-Jobs ausbleiben,bis das alles in Tarifverträge gegossen ist, wenn das erworbene Wissen wegen neuerRückzugskämpfe aus paradiesischen Zeiten von Entwicklungen nichts mehr Wert ist, nicht mehrheute, als man noch halbwegs sein Privatleben gebraucht wird?planen konnte, jenseits des Zwangs Geld verdienenzu müssen. Reden wir nicht von den Sklaven Wie gesagt, ich bewege mich sanft auf das Ende meinesmancher Zeitarbeitsfirmen, den Menschen, für die Berufslebens zu, ich denke nicht mehr über "meinen"es eigentlich Mindestlöhne geben müsste. Dem zukünftigen Arbeitsplatz nach, der wird irgendwann aufunteren Rand der Gesellschaft, der der Wiese mit einem Netbook auf der Decke sein, ganzSchattenwirtschaft, dort wo die ach so gepriesenen wie beschrieben, Gedichte schreiben, aber eben alsMini-Jobs ... und dann lese ich da, wieder bei Uwe, Rentner ;-)"Zugleich gibt es in Zukunft Plattformen, auf denenich meine Skills für sogenannte Microjobs anbieten Ich möchte nur Anstöße geben in dieser Parade,kann"... und es schüttelte mich. Gedankenwinden von mir geben.... nachzudenken, nicht alles begierig aufzusaugen, ja gesellschaftspolitischeIch denke auch an viele Texter, Künstler, Musiker, Naivität nicht aufkommen zu lassen und erdverbundendie ich kenne, immer an der Armutsgrenze, immer zu denken, den Kopf nicht in der Cloud zualleine vor sich hinwurschtelnd, Galeristen verlieren...und nach den "Sunte Angeli?" auch zu fragenausgeliefert, Sponsoren, öffentlichen "Cui bono?" "Wem nutzt das?" Wirklich mir, meinerAuftraggebern. Bohème ist selten lustig, auch wenn Familie, meinem Umfeld, uns allen, oder doch nur densie digital daherkommt, vor allem im Alter, wenn Wenigen, wie immer?die Kraft nachlässt. Ich denke da an den 78jährigen Designer um die Ecke, der nicht aufhören 8
    • Autor: Peer Wandinger selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger http://www.selbstaendig-im-netz.deMein Wunsch-Arbeitsplatz der ZukunftEin spannendes Thema hat Bianca von netmedia.dein den Raum geworfen. Das macht teilweise natürlich auch heute noch Sinn. Allerdings hat sich die Arbeitswelt doch deutlichDie Blogparade “Arbeitsplatz der Zukunft” spricht verändert.vor allem Büro-Angestellte an, aber auch fürSelbständige im Netz ist das Thema natürlich Zum einen hat die Globalisierung dafür gesorgt, dassinteressant. feste Arbeitszeiten nicht unbedingt mehr eine direkte Zusammenarbeit garantieren, da der Kollege in NewDeshalb habe ich mir mal selber darüber Gedanken York gerade noch friedlich in seinem Bett schlummert,gemacht und ein paar Ideen und Visionen über während eine Kollegin aus Sydney schon in denmeinen Wunsch-Arbeitsplatz der Zukunft Feierabend verschwunden ist.niedergeschrieben. Die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinaus mussFirmen und Selbständige also flexibel gestaltet werden.Es gibt im Internet natürlich schon eine ganze Zum anderen hat sich die Arbeitsweise selbst natürlichReihe an Artikeln zum Arbeitsplatz der Zukunft. Das auch verändert. Während früher direkt miteinanderThema beschäftigt die Menschen schon seit langer gearbeitet wurde, ermöglicht heute die Technik andereZeit. Arbeitsweisen. Da muss man sich nicht unbedingt im Büro gegenüber sitzen, um zusammen zu arbeiten.Oft wird Google als Paradebeispiel für denArbeitsplatz der Zukunft genannt. Wie arbeite ich heute?Bei größeren Firmen kommt es natürlich auch Wie sicher viele Leser schon wissen, bin ich selbständigdarauf an, die Mitarbeiter bei Laune zu halten und und arbeite seit mehr als 5 Jahren im Heimbüro indie Motivation über lange Zeiträume hoch zu meinem Haus.halten. Doch es gibt auch Kritik an einer zu buntenund flexiblen Arbeitswelt9to5 ein Auslaufmodell?Es ist sicher so, dass das typische Arbeitszeitmodellein Relikt aus alten Zeiten ist.Nirgends steht geschrieben, dass dies das besteModell ist. Es war einfach so, dass es in derfrüheren Massenfertigung und in großenUnternehmen eine gewisse Struktur von Nöten Für einen Einzelunternehmer ist das eine gute undwar, damit die Mitarbeiter zusammen arbeiten flexible Lösung, da ich damit natürlich von festenkonnten. Also führte man feste Arbeitszeiten ein. Arbeitszeiten unabhängig bin. 9
    • den Arbeitsplatz der Zukunft geschildert.So kann ich problemlos auch Abends oder am Wie man hört sind die Erwartungen teilweise rechtWochenende ins Büro. unterschiedlich. Das ist allerdings nicht überraschend, sind doch die jeweilige Anforderungen unterschiedlich.Allerdings ist man ja selber keine Insel und so Und natürlich auch die individuellen Vorstellungenorientiert sich mein Tagesablauf vor allem am darüber, was angenehm und auf Dauer befriedigend ist.Leben meiner Frau und meiner Kinder. Und das wird meiner Meinung nach das MerkmalDeshalb geht es normalerweise 7:45 Uhr ins Büro zukünftiger Arbeitsplätze sein. Diese werden sichund gegen 15:30 Uhr sammle ich Frau und Kinder stärker an den Bedürfnissen und individuellenwieder ein und der (vorläufige) Feierabend beginnt. Wünschen der Arbeitnehmer ausrichten. So kann man nicht nur zufriedener, sondern auch produktiverIch muss dazu aber sagen, dass mir diese festen arbeiten.Arbeitszeiten persönlich sehr helfen. Für anderemag es besser sein, erst einmal auszuschlafen und Gerade die moderne Technik macht das möglich, sodann je nach Lust und Laune mit der Arbeit zu dass man nicht mehr zwangsweise an einen festenbeginnen. Arbeitsplatz gebunden ist. Zumindest, wenn man vor allem mit Informationen und Bildschirm arbeitet.Abgesehen von den “Familienzwängen” hilft mirdagegen die feste Arbeitszeit dabei, auch an Tagen, Der klassische Begriff vom Arbeitsplatz wird in vielen,an denen ich nicht so motiviert bin, produktiv zu aber natürlich nicht allen, Bereichen sich mehr odersein. weniger stark auflösen.Bei zu lockerer Zeiteinteilung hätte ich Das bedeutet zwar nicht, dass es keine klassischenwahrscheinlich Probleme, meine Arbeit zu erledigen Arbeitsplätze mehr gibt, aber viele werden flexibler undund eine örtlich flexible Arbeitsweise könnte doch durch die Technik kann man auch losgelöst davonfür mehr Ablenkung sorgen als gut ist. arbeiten, z.B. von unterwegs.Mein heutiger Arbeitsplatz ist also recht klassisch, Hier kommt es eher auf die Bereitschaft der Arbeitgebersowohl von der Zeiteinteilung, als auch von der an, eine solche Auflösung klassischer Arbeitsstrukturenräumlichen Ausrichtung. zu akzeptieren und trotzdem sicher zu stellen, dass die Arbeitnehmer ihrer Arbeit nachkommen.Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Mein Wunsch-Arbeitsplatz der ZukunftEs gibt natürlich viele Visionen des Arbeitsplatzesder Zukunft. Auch bei mir ist die Flexibilität schon heute recht hoch. Dank Laptop, iPad und WLAN kann ich nicht nur im ganzen Haus, sondern auch im Garten arbeiten. Hinzu kommt, dass die Software immer weiter vom Desktop ins Web wandert. Die Cloud ist ja eines der großen Schlagwörter im Moment und auch wenn da wieder ein wenig Hype dabei ist, so ist das schon Realität. Ich habe bereits viele Daten bei Online-Services, so dassIm folgenden Video haben eine ganze Reihe von ich z.B. im Urlaub auf fast alles zugreifen kann, was ichMenschen ihre Wünsche und Vorstellungen über benötige. 10
    • Ebenso ist dies bei mir natürlich bei meiner Arbeit seinen Arbeitsplatz nach den eigenen Wünschen zuals Webentwickler und Blogger der Fall. So nutze gestalten.ich zwar noch Desktop-Tools, aber eigentlich liegtalles was ich benötige auf Servern im Netz und ich Insofern fühle ich mich auch jetzt an meinemkann auch von anderen Arbeitsplätzen darauf Arbeitsplatz sehr wohl und sehe ganz entspannt aufzugreifen. zukünftige Entwicklungen.Ich denke jedoch, dass ich auch in Zukunft Eine Sache, die bei mir grundsätzlich gegen die mobilegrundsätzlich einen festen Arbeitsplatz haben Arbeit spricht sind meine beiden PC-Monitore. Daranwerde. In wie weit dieser dann etwas cooler und habe ich mich mittlerweile so stark gewöhnt, dass esstylischer aussieht, wie z.B. im folgenden Video, sei schwer fällt auf Dauer an nur einem Bildschirm zumal dahin gestellt. arbeiten. Insofern bin ich da natürlich auch etwas stärker an meinen festen Arbeitsplatz gebunden. Fazit Wie ihr schon gemerkt habt, finde ich das Thema sehr spannend, es ist aber auch recht schwammig. Natürlich sieht man die aktuellen Entwicklungen bei den mobilen Endgeräten und die Cloud wird vieles flexibler machen.Ich erwarte, dass sich mein Business in Zukunft Auf der anderen Seite hat ein klassischer Arbeitsplatzstärker auf den organisierenden Aspekt auch viele Vorteile und als Selbständiger ist man jakonzentrieren wird. sowieso jeden Tag der “Schmied des eigenen Glücks”. Man hat es also sowieso schon täglich in der Hand, denWährend ich heute meine Arbeitstage mit eigenen Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissendesignen, programmieren und schreiben verbringe anzupassen und muss nicht auf eine bestimmteund dazu absichtlich in einem ruhigen Büro ohne Zukunft warten.Ablenkung sitze, wird es in Zukunft wohl eher sosein, dass ich mit diesen Tätigkeiten weniger Zeit Deshalb sehe ich das alles recht entspannt und lasse esverbringe und stärker organisiere und z.B. auf mich zukommen.regelmäßige Autoren koordiniere. Euer Wunsch-Arbeitsplatz der ZukunftUnd für solche organisatorischen Tätigkeiten seheich wiederum deutlich eher die Möglichkeit diese Egal ob ihr Selbständig oder Angestellt seid, wie siehtmit dem Laptop oder dem iPad von Eure Vision des Arbeitsplatzes der Zukunft aus?unterschiedlichen “Arbeitsplätzen” aus zu erledigen. Was erwartet ihr und was wünscht ihr euch?Zu wünschen wäre es auf jeden Fall, dass dieNutzung von Daten und Tools unabhängiger voneinzelnen Geräten wird.In wie weit mein Arbeitsplatz dann wirklich anderesaussieht, bleibt abzuwarten. Es ist ja nicht so, dassich meinen aktuellen Arbeitsplatz nicht mag. ImGegenteil. Als Selbständiger hat man die Freiheit 11
    • Autor: Oliver Gassner Offizieller XING-Trainer http://blog.oliver-gassner.deBlog-Parade: "Wie sieht dein Arbeitsplatz derZukunft aus?"Die Netmedianer machen eine Blogparade, da mach diese Tendenz abnimmt, eher wird sie zunehmen, daich doch mit: immer mehr experten und immer mehr "Handarbeit"Blog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft? von einer immer schmaleren Mittelschicht (die ja am teuersten unterhalten werden muss) gemanagt werden.Ich hab mir schon mal gestattet, das Thema etwas Der Arbeitsplatz der Zukunft ist also temporär und oftanzupassen (grammatikalisch) und werde es wohl auch ein Telearbeitsplatz, denn auch der Coach oderauch inhaltlich etwas drehen und ein paar Thesen Trainer macht einen Großteil der eigentlichen Arbeitzur Arbeit(sweise) der Zukunft loswerden. nicht, wenn er vor Ort ist sondern davor oder danach. Zu Hause oder unterwegs eben, siehe 1)Die erste:1) Der Arbeitsplatz der Zukunft ist kein Ort 3) Der Arbeitsplatz der Zukunft hat keinenmehr. Arbeitgeber mehr.SUN hat festgestellt, dass nur ein kleiner Bruchteil Gut, das ist jetzt etwas spitz formuliert, gemeint istseiner angestellten sich zu einem gegebenen etwas leicht anderes: menschen arbeiten schon heute inZeitpunkt am Arbeitsplatz - dem konkreten Netzwerken zusammen, die nicht oder nur sehr lose vonSchreibtisch im Firmenbürogebäude - aufhält. Den klassischen Firmenstrukturen getragen werden.Rest der Zeit ist der Arbeitnehmer auf Dienstreise, Investition und Unterhalt solcehr Strukturen istbeim Kunden, im Meeting, auf Messe oder sonstwo. wesentlich günstiger als der von Bürohochhäusern aufIm Idealfall ist er sogar zu hause und arbetet vom grünen Wiesen. Wissensarbeit wird nicht an FließbandHome Office aus oder hat - so er nicht bei SUN und Hochofen geleistet sondern ist eben "örtlichsondern bei HP(?) arbeitet einen zielorientierten freischwebend" (1) leistbar von menschen, dei nicht festArbeitsvertrag, der lediglich Vorgabe zu Zielen und an einen Auftraggeber gebunden (2) sind, sondern sichProjekten macht aber nicht spezifiziert, wie viel Zeit in Kooperationen oder Kooperativenan welchem Ort dafür abzusitzen ist. zusammenschließen.Arbeit wird also lokal und zeitlich flexibler und imIdealfall ist die Viertagewoche durchaus möglich 4) Der Arbeitsplatz der Zukunft liegt im Grünenund sogar profitabel, weil die Leute langsamer oder Gibt es noch einen verlag, der kein Landlust-Magazingar nicht ausbrennen und gesünder und hat? Und kaufen das die, die schon im Grünen wohnen?entspannter sind. Wie weit skaliert der verkehr in den BallungsräumenWill sagen: Der Arbeitsplatz der Zukunft liegt noch? (Mir erzählte kürzlich jemand, dass er für eineunterwegs oder zu Hause, in Coworkingstrukturen Wohnung, die 45 Minuten näher an Zürich liegt, dasoder am Strand. Mehrfache der täglichen Fahrtkosten an Miete bezahlen würde. Um den Preis, die Familie wochentags GAR nicht2) Der Arbeitsplatz der Zukunft ist keine zu sehen.)Festanstellung mehr.Schon heute greifen Firmen auf Experten oder Wenn sich Telearbeit und freiberufliche ModelleLeiharbeiter zurück, um zwei Enden des durchsetzen, spricht auch nichts dagegen, da zuLeistungsspektrums von Arbeitnehmern wohnen, wo man Wohnen möchte. Das kann bis 35abzudecken: Routinetätgkeiten und durchaus die Stadt sein, aber nicht wenige ziehen ihreExpertenwissen. es ist schwer einzusehen, dass Kinder lieber in der Frischluft groß. OB jetzt ein 12
    • Stadtleben ressourcenschonender ist oder eins aufdem lande, weiß ich nicht. welche Variante mirgesünder für Psyche und Körper vorkommt, dürfteoffensichtlich sein.5) Der Arbeitsplatz der Zukunft ist anders.Also zusammenfassend: Weil immer mehrAufgaben von Menschen übernommen werden, dieauf Ziet in projekten arbeiten, nicht einmal vor Ortsein müssen und in und für Strukturen arbeiten, dieauf neuartige Weise "gestaltet" sind, wird sich diearbeit und damit der Arbeitsplatz der Zukunftmassiv diesen Tendenzen anpassen müssen. 13
    • Autorin: Tina Krogull Katzenverhaltenstherapeutin http://www.mis-cel-la-ne-ous.deBlog-Parade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?Durch Bianca Gade von netmedia habe ich von der gemacht werden, aber ich kann auch mal nach 20 UhrBlog-Parade gehört. kreativ sein oder morgens vor dem Frühstück schonMein erster Gedanke bzw. die erste Frage, die sich was erledigen, weil ich nachts DIE Idee hatte bzw. mitmir stellte, was ist eine Blog-Parade? Im Beitrag dieser Idee aufgewacht bin.von Bianca gibt es netterweise einen Link zurErklärung. Jetzt bin ich schlauer ;) und kann mich Flexibiltät ist jetzt wichtig und wird sicher in Zukunftdem eigentlichen Thema Wie ist dein Arbeitsplatz noch wichtiger sein, aber trotzdem dürfen wir nichtder Zukunft? widmen. vergessen, dass wir auch ein Privatleben haben. Mein Wunsch für meinen Arbeitsplatz der Zukunft ist heuteWie ist mein Arbeitsplatz der Zukunft? Gute Frage! schon fast umgesetzt, denn neben den technischenMal sehen, ob eine auch eine gute Antwort liefern Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen und diekann :) ich nutzen kann, kann ich auch entscheiden, wann ich mal Pause mache, um neue Kraft und Motivation zuIch nutze gern technische Möglichkeiten. Skype schöpfen.und Pidgin sind mir nicht fremd, sondern sehrvertraut. E-Mails kann ich auf dem Smartphoneempfangen und auch von dort beantworten. Dabeiist es (fast) egal wo ich gerade bin. Einige meinerwichtigsten Programme, die mich produktiv seinlassen, kann ich auf einem USB-Stick dabei haben.Ich find dabei das Angebot von Portable Apps sehrgut. Ich brauche dann nur einen Computer mit USBund schon kann ich mein OpenOffice oder meinenBrowser mit allen gewohnten Einstellungen nutzen,ganz wie an meinem Arbeitscompi.Das Smartphone ermöglicht es mir auch (fast)überall wo ich unterwegs bin, schnell mal insInternet zu gehen und etwas nachzugucken oderdas nächstgelegene Restaurant zu finden. Natürlichkann ich auch telefonieren und bin erreichbar.Die Cloud ist auch nicht zu verachten. Durchmeinen Mann, der bei einer IT-Firma arbeitet, kenneich auch das Innere der Cloud ein wenig und weißund verstehe, was dahinter steckt. Mir gefällt dieCloud.Heute bin ich vom HomeOffice aus tätig. Die festenArbeitszeiten, zu denen man im Büro sein muss,sind verwischt. Die Arbeit muss nach wie vor 14
    • Autor: Stefan Pfeiffer Marketing Lead Social Business & Collaboration Solutions Norheast Europe @IBM DE http://digitalnaiv.wordpress.comMein immer mehr sozialer Arbeitsplatz von heuteBianca Gade von netmedia – nebenberuflich auch dankbar, denn ich bin in meinem Job einMitfahrerin des IBM Social Business JamCamp Vieltelefonierer. Im Großraumbüro ist es einfach zu lautBusses – hat zu einer Blogparade zum Thema und unruhig, die „Quiet Rooms“ oder„Arbeitsplatz der Zukunft“ aufgerufen. Anlass Besprechungsräume sind latent besetzt, so dass eingenug, nochmals einige Beiträge rauszukramen, konzentriertes Telefonieren schwer möglich ist. Dazusammenzufassen und zu aktualisieren, die ich im geniesse ich bewusst die Ruhe und meinen drahtlosenLauf der letzten Monate geschrieben habe. Kopfhörer am Heimarbeitsplatz, der es mir auch mal erlaubt, auf dem Balkon oder an der Kaffeemaschine zuMeine Art zu arbeiten, hat sich in den vergangenen sprechen.Jahren dramatisch verändert. Vor 5 Jahren fuhr ichmorgens normal im Büro der FileNet GmbH nach Und natürlich benutze ich auch meine anderenBad Homburg. Jeden Morgen ging es per Auto rund Werkzeuge, um einerseits effizient kommunizieren zu30 – 40 Minuten ins Büro beziehungsweise abends können, andererseits mich auch sozial wohl zu fühlen.zurück. Seit ich bei der IBM bin, arbeite ich Ich möchte Instant Messaging nicht mehr missen, umweitgehend im Home Office. Vom Frühstückstisch schnell und unkompliziert Sachverhalte nachzufragengeht es – so ich nicht unterwegs bin – direkt an und zu bearbeiten. Chatten ist seitdem ich bei der IBMmeinen Heimarbeitsplatz. Das herkömmliche Büro bin ein ganz normales berufliches Arbeitswerkzeugin meiner Heimlokation Frankfurt besuche ich nur, geworden. Es ist ganz selbstverständlich, dass alle IBMwenn ich mich dort mit Kolleginnen und Kollegen Kollegen – so sie online sind – im Instant Messagingzum Bürotag mit gemeinsamen Mittagessen eingeloggt sind und ich dort auch deren Statusverabrede. In der Frankfurter Niederlassung der („Verfügbar“, „In Besprechung“, „Weg vom Computer“,IBM habe ich auch wie all die anderen keinen „Bitte nicht stören“) sehe. Auch mit immer mehrfesten Arbeitsplatz mehr. Wir arbeiten im Geschäftspartnern und Kunden, die Plattformen wieGroßraumbüro und suchen uns einen freien Greenhouse, LotusLive oder EULUC nutzen, chatte ichSchreibtisch. Der Container mit Bürounterlagen unterdessen direkt.wird dorthin gerollt, Notebook und Telefoneingestöpselt und los geht es. Abends ist der Inzwischen ist unser Instant Messaging durch „UnifiedArbeitsplatz sauber zu hinterlassen. Clean Office Telephony“ angereichert worden. Darüber steuere ichnennt man das. Mischt sich nun im Büro die meine telefonische Erreichbarkeit. Ich habe nur nochPopulation jeden Tag dynamisch durch? Nein, es eine „virtuelle“ Telefonnummer, über die Anrufe an dasbilden sich natürlich Gruppierungen heraus und Gerät weitergeleitet werden, über das man mich gerademanch einer, der regelmässig im Büro ist, hat erwischen kann: im Home Office meine dortigenatürlich qua Gewohnheit seinen wiederum festen Festnetznummer, unterwegs meine Mobilnummer, imSchreibtisch. Büro meine Büronummer, im Urlaub meine Vertretung und so weiter. Natürlich gehört ein „Soft Phone“-Warum fahre ich nun nicht regelmässig ins Büro? Funktionalität (Telefonieren über den Computer) ebensoZuerst einmal vermisse ich die Kolleginnen und zum Funktionsumfang wie die Integration in die geradeKollegen. Der Schwatz zwischendurch, das beschrieben Präsenzanzeige des Instant Messaging.gemeinsame Kaffee oder Mittagessen fehlen mir.Auf der anderen Seite bin ich für mein Home Office Auf soziales Netzwerken kann ich ebensowenig 15
    • verzichten wie auf Instant Messaging. Intern nutze wodurch Ideenaustausch und Innovation getriebenich unser IBM-internes soziales Netzwerk, um werden. Die Projektarbeit wird durch RealtimeDateien, Lesezeichen, generell Kommunikation, durch Onlinebesprechungen undMarketinginformationen zur Verfügung zu stellen Instant Messaging weiter optimiert. Die Lösung stehtund so die Flut an E-Mail-Anfragen einzudämmen. außerhalb des IBM Firewalls für externe PartnerImmer mehr Kolleginnen und Kollegen wissen, dass zugreifbar in der Cloud zur Verfügung. Auf derich alle beruflich relevanten Informationen in Plattform kann ich mich mit beliebig vielen Partner undmeinen Dateien, im Wiki oder meinen Blogs „Externen“ vernetzen, mit ihnen geschütztedokumentiere. Und diejenigen, die weiter per E- Communities aufbauen und Aktivitäten aufsetzen.Mail nachfragen, versuche ich zu den Vorteilen desInformation Sharings per sozialem Netzwerk zu Sozialen Medien und Technologien haben also für michbekehren. Mein Kollege Luis Suarez hat dies zur in der täglichen Projektarbeit, aber auch in der externenPerfektion getrieben und kommt mit 10 – 20 E- Kommunikation privat und beruflich enormeMails pro Tag aus. So weit habe ich es nicht Beduetung erlangt. Ich informiere über soziale Kanäle,geschafft, aber ich arbeite sehr konsequent an der die EULUC-Kundenplattform, Facebook und Twitter,Minimierung meiner persönlichen E-Mail Flut. Kunden und Interessenten und nutze diese intensiv zum Dialog mit diesen Zielgruppen. Soziale Medien sindDas tue ich auch in meiner Aufgabe als Marketier dabei für mich wirklich sozial, auch privat: Ichin der Zusammenarbeit mit externen Lieferanten, kommuniziere – meist über Facebook – regelmäßig mitmit PR- und Werbeagenturen oder Textern. Die Freunden weltweit. Im Gegensatz zur Kommunikationkonventionelle Arbeitsweise ist, dass Texte oder per E-Mail schalten sich dann auch Bekannte in dieGrafiken per E-Mail verschick und grosse Dateien Kommentare auf der Facebook Wall ein, was durchausper FTP transferiert werden. Gerade der Austausch zu anregenden Gruppendiskussionen führt.von Dateien per E-Mail führt zu Inkonsistenzen. Unzweifelhaft empfinde ich das als eine BereicherungWas ist die aktuelle Version? Wer hat sie? Ebenso meines sozialen Lebens.suboptimal ist ein Projekt-, Aufgaben- undTerminmanagement per E-Mail oder in Form von Daneben habe ich über Facebook, Twitter & Co. in denTabellen. Der Status eines Projekts ist schwer vergangenen 2 Jahren viele neue Friends und Followernachvollziehbar. Neue Mitarbeitern wird es gewonnen, mit denen ich mich austausche. Gleich undschwerig gemacht, in ein Projekt auf den aktuellen gleich gesellt sich und desöfteren finde ich neueStand zu kommen. Bekannte, mit denen ich sofort eine Wellenlänge und ein gemeinsames Verständnis habe. Das Web-Du istDiese Arbeitsweise löse ich mehr und mehr durch nicht erzwungen, sondern ganz natürlich. Dabeieine effizientere „Social Business“ Arbeitsweise ab. verschwimmen im sozialen Netz die Grenzen zwischenImmer mehr Marketingprojekte mit Agenturen beruflicher und privater Identität.werden unterdessen online abgewickelt. Dateien,Grafiken oder Protokolle werden in eine Zurück zum Home Office: Selbstverständlich gibt esgeschlossene Community gestellt. Dadurch stehen auch vielerorts Skeptiker, die dem Heimarbeitsplatzimmer die aktuellsten Versionen online allen skeptisch gegenüber stehen. Mähst Du nicht die ganzeProjektbeteiligten zur Verfügung. Außerdem wird Zeit den Rasen oder liegst auf dem Sofa? Derdas Projekt mit allen Meilensteinen, Aufgaben und erfolgreiche Heimarbeitsplatz ist eine Kombination vonTerminen ebenfalls online gemanagt. Hierdurch Selbstdisziplin und Vertrauen seitens des Arbeitgebers.kommt es zu einer größeren Übersichtlichkeit und Ja, man muss sich selbst organisieren. Man kann aberklaren Zuweisung von Aufgaben. Neue auch die Flexibilität geniessen und sich die ArbeitszeitTeammitglieder haben sofort alle notwendigen so einteilen, wie es der persönlichen Work Life BalanceProjektinformationen zur Verfügung. Darüber entspricht. Und dies muß sicher nicht zum Nachteil deshinaus ermöglicht die Community eine Arbeitgebers sein. Leistung hat nichts mit Präsenz imtransparente Diskussion und Kommentierung, Büro zu tun. 16
    • Mein Arbeitsplatzrechner ist übrigens seit einiger Doch darüber hinaus hat sich meine mobileZeit ein MacBook. IBM erlaubt es, neben Windows Arbeitsweise im vergangenen Jahr deutlich verändert.auch Linux und andere Betriebssysteme sowie Schuld daran ist das iPad, das ich vor rund einem Jahreigene Geräte – Stichwort Bring Your Own Device – in Betrieb genommen habe. Noch heute ist meinam Arbeitsplatz zu verwenden. Jedoch unterstützen iPhone, das unterdessen runde 3 Jahre im Einsatz ist,IT und Support nicht den Mac. Es wird lediglich die primär Telefon, Terminkalender und Adressbuch. Ich warInfrastruktur zur Verfügung gestellt, so daß ich nie der E-Mail Junkie und Vieltipper auf dem Telefon.mich über VPN ins IBM Netzwerk einwählen und Die vielfältigen Apps, die auf dem iPhone installiertvon unterwegs oder zuhause arbeiten kann. In der sind, nutze ich – vollkommen losgelöst von potentiellenIBM hat sich daraufhin eine weltweite Community Telekommunikationskosten – nur bei sehr drängendemmehrerer Tausend Mac-Anwender gebildet, die Bedarf, denn mir ist der Bildschirm des iPhone nochgenau die Support- und Hilfefunktion selber immer zu klein, um darauf vernünftig lesen oder garübernehmen. Die IBM’er weltweit helfen sich so arbeiten zu können.gegenseitig und erklären, wie welche technischeHerausforderung gelöst wird, wie VPN oder W-LAN Das iPad hat meinen Nutzungsverhalten deutlichZugriffs ins IBM Netz zu konfigurieren sind und verändert. Wenn ich jetzt unterwegs bin, nehme ich esvieles mehr. oft zur Hand, auf dem Sofa, auf dem Flugplatz, im Zug, im Bad, beim Frühstück, im Bett und sogar auch derÜber diese Community und Sub-Communities, die Badewanne, um meine E-Mails zu lesen und in Kürze zusich mit Themen wie Notes unter Mac-OS befassen, beantworten, meine RSS Feeds, also die von mirhabe ich alle Fragen und Probleme rund um den selektierten Nachrichtenkanäle, und Web Sites zuberuflichen Einsatz meines Macs lösen können. In durchstöbern oder um „sozial“ zu netzwerken. Beider gesamten Zeit, in der ich nun mit dem Mac einigen Reisen ist oft nur noch das iPad dabei und meinarbeite, war ich nur zweimal lahmgelegt und das MacBook bleibt zuhause. Zwar ist für mich das iPaddurch einen Zusammenbruch der Leitungen (noch) kein Arbeitstier, kein Werkzeug zumunseres Providers in den USA aufgrund eines komfortablen Texten, Tabellen zu bearbeiten oderSchneesturms. Die Mac-Community ist meiner Präsentationen zu erstellen. Trotzdem hat das iPadMeinung nach ein weiteres hervorragendes Beispiel radikal verändert, wie ich arbeite, lese und netzwerke.für die Vorteile von sozialen Netzwerken: SpecialInterest Communities können sich bilden und sich Es ist mein primäres Lesegerät. Es hat dazu geführt, wasgegenseitig höchst effizient helfen. Für mich ich an vielen Kollegen und Bekannten in denselbstverständlich, aber unbedingt erwähnenswert vergangenen Jahren belächelt habe: Ich prüfe morgensist noch, dass meine gesamte Bürosoftware auch beim Frühstück oder auch spät abends nochmal meinefür und auf dem Mac verfügbar ist: Lotus Notes, E-Mails. Noch nicht ist es gottseidank nicht so weit,Office-Paket, Instant Messaging, Telefonie und dass ich nachts aufwache und E-Mails checken muss,vieles mehr. aber mein Verhalten hat sich durchaus geändert und die Grenzen von Arbeitszeit und Freizeit verschwimmenNeben dem Heimarbeitsplatz spielt für mich das stärker.mobile Arbeiten eine immer größere Rolle.Eigentlich müsste man vom mobilen Office denn Und diese Entwicklung muss man durchaus kritischvom Home Office sprechen, wobei es sicher betrachten. Ich muss lächeln, wenn Arbeitgeber ausUnterschiede in Büro- und Kostengründen ihren Mitarbeitern keine mobilenTelekommunikationsausstattung (Schreibtisch und - Endgeräte und Flatrates bezahlen wollen. Meinerstuhl, großer Monitor, Telefonanlage u.v.a.) gibt. Ansicht viel zu kurz gedacht, denn der Nutzen derDoch auch wenn der Monitor unterwegs kleiner ist, Unternehmen, den sie daraus generieren, dass ihrestehen die meisten der beschriebenen Funktionen Mitarbeiter mobil sind, ist wahrscheinlich höher als dieauch mobil zur Verfügung. damit verbundenen Kosten. Andererseits muss sich jeder Nutzer von Smart Phones und Tablets fragen, 17
    • wann man beruflich auch einmal „off“ sein und willund welche quasi Erwartungshaltung auch dieVorgesetzten unterdessen schon haben. Es gibtsicher zu denken, wenn eine Telekom eine Richtliniezum “Umgang mit mobilen Arbeitsmittelnaußerhalb der Arbeitszeit” erlässt und damit dieMitarbeiter explizit auffordert, die Geräte in derFreizeit auszuschalten.Ich habe bewusst hier einmal meine derzeitgeArbeitsweise beschrieben, den ich glaube, dassvieles von dem, wie ich arbeite, zum Arbeitsplatzder Zukunft gehört. IBM ist sicher sehrfortschrittlich und ein Vorbild, vomHeimarbeitsplatz über Bring Your Own Device biszum mobilen Arbeiten und dem Einsatz modernsterKollaborationstechnologien. Ich bemerke, wie derEinsatz sozialer Technologien intern in der IBM,extern in der Zusammenarbeit mitGeschäftspartnern und in der Kommunikation mitKunden, Interessenten und der „Öffentlichkeit“meine Arbeit und meinen Arbeitsplatz wandelt.Soziale Technologien ergänzen, integrieren undmodifizieren dabei bisherigeKommunikationskanäle wie E-Mail oder Telefon.Damit einher geht auch im beruflichen Umfeld eineneue Kultur des Netzwerkens, der höherenBereitschaft zum Teilen von Informationen undTransparenz und Beweglichkeit. Wir sind allerWiderstände trotzend auf dem Weg aus demInformationssilo-behafteten, E-Mail zentrischenZeitalter in ein Zeitalter des Social Business, dasauch und gerade unsere Geschäftsleben verändert. 18
    • Autorin: Bianca Gade Corporate Communications Manager @netmedianer http://www.ChiliConCharme.deMein Arbeitsplatz der Zukunft - heute gibt´sOstwindEs ist 6:30 Uhr und der Wecker klingelt. Auf dem Und so soll er sein:Bauch liegend und mit einem halb offenen Auge,taste ich auf dem Nachttisch nach meinem Android Mein ganz persönlicher Arbeitsplatz der Zukunft ist dieum es mit einem Handgriff ruhig zu stellen. Ich totale Symbiose von Berufs- und Privatleben – mit allenschließe das Auge gleich wieder und drehe mich Vor- und vielleicht Nachteilen. Als Angestellte in derlangsam, sehr langsam auf den Rücken. Meine Zukunft bin ich mehr Unternehmerin als 9-5-Jobber.Lungen nehmen einen tiefen Atemzug in Form Das bedeutet, rund um die Uhr für die Firma da zu seineines Gähnens zu sich wonach sich mein Kopf dem aber sich selbst auch Auszeiten zu nehmen, wo ich sieFenster zuwendet und ich die Augen langsam nehmen möchte. Vertrauen unter den Kollegen und zuöffne. Die Sonne scheint durch die Rollläden und den Vorgesetzten wird groß geschrieben,ihr Licht wirkt im Zimmer dadurch wie weiche, Selbständigkeit, Engagement und Begeisterung für dasweiß-gelbe Laserstrahlen. Schönes Wetter was man tut. Natürlich auch Offenheit underleichtert mir das Aufstehen und so komme ich Transparenz, denn das kann eine Vertrauensbasis nurbald auf die Füße, schlürfe ins Bad, in die Dusche, fördern. Darum möchte ich für die Beantwortung deran die Kaffeemaschine und an den Kleiderschrank. Frage, wie mein Arbeitsplatz der Zukunft aussieht einFertig angezogen geht´s erstmal zurück ins paar Jahre in die Zukunft blicken und erörtern: WieWohnzimmer, wo meine bessere Hälfte plötzlich sieht mein Arbeitsplatz im Jahre 2023 aus?vor mir mit einem riesigen Rucksack auf denSchultern auftaucht: “Heute gibt´s Ostwind und ich Es ist 6:30 Uhr und mein Wecker klingelt nicht. Bei mirgeh´ in Reinhardsmunster fliegen. Kommst Du mit? liegt kein Smartphone mehr auf dem Nachttisch, dasAm Wochenende soll´s wieder grütze werden”. mich aus dem Tiefschlaf schreckt. Stattdessen ertönt“Sehr witzig”, raunze ich ihm mit einem Anflug von Vogelgezwitscher um mich herum und das ZimmerMorgenmuffeligkeit entgegen. “Ich muss ins Büro, taucht sich langsam in ein warmes Licht. Ich streckeschon vergessen?” mich ausgiebigst, stehe auf und schau aus dem Fenster: Es ist noch finster draußen und Nachts hat der SchneeVor ein paar Tagen habe ich auf unserem netmedia die Landschaft in weiche, weiße Watte gehüllt. Um dasCorporate Blog eine Blog-Parade zu “Wie ist dein gelbliche Licht der Straßenlaterne sehe ich noch kleineArbeitsplatz der Zukunft?” gestartet und länger Flocken herum tanzen. Der Bewegungsmelder in derdarüber nachgedacht, ob es angebracht ist, sich Wohnung registriert, dass ich aufgestanden bin undselbst zu beteiligen oder nicht. Ist es gewollt und informierte die Kaffeemaschiene, die die Wohnung nunüberhaupt authentisch? Könnte der Eindruck mit frischem Kaffeeduft belebt. Beim Gang zumentstehen, die bereits geschriebenen Beiträge Waschbecken und unter die Dusche, werde ich vonwären nicht gut genug oder zu wenige? Dann meinem elektronischen Assistenten in Form einerentschied ich mich aber doch etwas zu schreiben, Stimme begleitet, die mich über meine anstehendendenn erstens scheinen sich meine Befürchtungen Aufgaben und Termine des heutigen Tages informiert:nicht zu bewahrheiten und zweitens platze ich, Wer hat angerufen? Wer hat welches Dokumentwenn ich meine Gedanken nicht aufschreiben darf. geändert und stehen hierzu weitere Aufgaben an? WerWürdet Ihr die Schweinerei wegmachen wollen? hat welchen Kommentar unter meine StatusupdatesSeht Ihr. gepostet und möchte ich darauf gleich antworten oder für später eine Liste erhalten, die ich manuell 19
    • durchgehe? Natürlich gibt es auch Infos zu den werde ich noch checken müssen, an welchenaktuellen Nachrichten über Politik und Wirtschaft Gelegenheiten ich mal wieder ins schöne Saarlandaber auch spezielle Themen, passend zu meinen reisen kann. Denn der Kontakt vor Ort, darf für michganz persönlichen Interessen – Meinungen darüber auch 2023 nicht fehlen. Zwar dient er weniger demauf Blogs und auf sozialen Netzwerken inklusive. Austausch von Informationen (im Zeitalter von SocialAch ja, und die Flugwetternachrichten natürlich. Software funktioniert das mittlerweile reibungslos), alsDenn wie sich herausstellt sollte ich um 13:30 Uhr, mehr für den sehr geschätzten Kontakt aufin warmen Funktionsklamotten gehüllt und mit menschlicher Ebene. Dieser stärkt das Vertrauenmeinem Gleitschirm auf dem Berg sein… untereinander und macht sehr viel Spaß, was die Zusammenarbeit sehr erleichtert.Bis dahin widme ich mich aber meinem neuestenProjekt: In Gemeinschaftsarbeit schreibe ich mit Für die Telko selbst sitze ich außnahmsweise ganz oldeinigen anderen an einem Buch, das nie fertig wird. School an meinem Schreibtisch, denn von hier aus kannDenn 2023 aktualisiert sich unser Wissen ich den Ausblick auf den Lac d´Annecy und dermittlerweile so schnell, dass herkömmliche beginnenden Dämmerung genießen. Mit dem seriellenFachbücher schon veraltet sind, sobald sie Aufleuchten der Straßenlaternen und denerscheinen. So haben sich einige Experten überlegt, einhergehenden Lichtspiegelungen auf dem Wasser,ein sich ständig aktualisierendes E-Book läutet sie langsam die blaue Stunde ein. Morgen istherauszugeben, dessen monatliche Einnahmen Samstag und der Wetterbericht meldet Schneefall fürdurch Sponsoren und Leser, zum einen Teil den ganzen Tag. Ich entscheide die Gunst der Stundezwischen den Autoren geteilt (in meinem Fall an nutzen und das ungünstige Wetter für die Vorbereitungdie Firma gehen), zum anderen in meines Vortrages nutzen. Denn wer weiß, wann esWohltätigkeitsprojekte fließen. Eins davon ist ein unter der Woche wieder mal zum Fliegen geht…Projekt zur alternativen Energiegewinnung – dennschließlich braucht auch 2023 ein E-Book Stromdamit es gelesen werden kann. Zudem lassen sichmittlerweile keine Geschäfte mehr machen, ohnesich Gedanken zur Nachhaltigkeit für Mensch undUmwelt gemacht zu haben - was ich persönlichnur unterstützen kann.Nach ein paar Stunden kreativen Schreibens ist esendlich soweit: Ich ziehe ich mich warm an, packealle anderen nötigen Sachen zum Fliegen ein undzu zweit machen wir uns gemeinsam auf den Wegzum Startplatz. Wir haben es mittlerweile nichtmehr weit, denn seit sich auch meine bessereHälfte entschieden hat, beruflich Zeit- undOrtsunabhängig zu arbeiten, leben wir im schönenAnnecy, direkt am See und unweit des Mont Blancs.Die Stunden vergingen wie im Fluge…:Durchgefroren und -geschüttelt (ja, auch im Winterkann´s thermisch werden) sind wir gegen 16 Uhrwieder zu Hause. Ich ziehe warmeWohlfühlklamotten an und mache mir heißesTeewasser. Um fünf steht die wöchentliche Telkomit meinen Teamkollegen an und kurz vorher 20
    • Autorin: Carolin Else Master of Arts in General Management @T-Systems http://blogs.t-systems.deMein Arbeitsplatz der ZukunftDer Aufruf zur Blogparade von Bianca Gademachte mich neugierig. Sie fragt aktuell in ihremBlog nach Meinungen zum Arbeitsplatz derZukunft. Nicht nur, dass ich gespannt auf diehoffentlich vielen Antworten bin, die imNachhinein auch in einem Buch verewigt werdensollen, nein – das Thema an sich beschäftigt michsowohl privat als auch beruflich sehr! Daher habenSie nun die Gelegenheit zu erfahren, wie ich mirmeinen „zukünftigen“ (sehr dehnbarer Begriff)Workplace als Arbeitnehmer so vorstelle. OrtAls Digital Native sind für mich heute schon einige Es gibt zum Thema mobiler Arbeitsplatz statt mobilerDinge ganz selbstverständlich. Nicht nur, dass die Mitarbeiter auch schon vielversprechende Ansätze, z.B.Grenze zwischen Freizeit, also privatem Vergnügen, auf dem Campus der TU Berlin, der von den T-und beruflichem Alltag immer mehr verschwimmt. Laboratories ausgestattet wird. Dort können sich dieAuch andere Aspekte wie Ort, Zeit, eine sich Studenten und T-Mitarbeiter ihren individuellenändernde Moral und Kultur (Sind Sie denn schon Arbeitsplatz anmieten und sich untereinanderim Social Web angekommen?), neue Technologien austauschen. Voraussetzung ist hier, dass ich michoder auch eine ganz neue Dimension der sicher und geschützt auf jedem beliebigen RechnerInformationsverarbeitung verändern alles. anmelden kann. Über User State Virtualisierung (übrigens: wer mehr über die einzelnenZukünftig stelle ich mir das Ganze so vor: ich Virtualisierungstechnologien erfahren möchte, kannarbeite wo ich will, wann ich will und womit ich sich den Artikel von Walter Sedlacek anschauen) kannwill. Einen Arbeitsplatz im Büro kann ich mir auf ich mich an beliebigen Clients anmelden, und habeWunsch anmieten – wenn ich ihn denn brauche, überall die gleiche vertraute Desktop-Umgebungdenn ich sehe mich eher als virtueller Mitarbeiter (Roaming-Profile).denn als On-Site-Employee. Was mir wichtig ist, ist, dass ich nicht in ein festes 9-5 Uhr/Sechs-Schreibtische-in-einem-Raum-FormatMeetings gepresst werde, an dem jegliche Kreativität undFür Meetings bieten sich immer mehr digitale Individualität abhanden kommt. Gott sei dank bin ichMöglichkeiten. Videotelefonie ist schon lange kein bisher davon verschont geblieben! ;)Fremdwort mehr und wird durch neue,hochtechnologisierte Konzepte wie z.B. Im Sommer einfach mal auf der Decke im Park, imTelepresence extrem interessant! Meinen Kollegen Winter eingekuschelt mit einem Tee auf der Couch –aus China in Echtzeit und Lebensgröße zu sehen, und ich bin der Meinung, man kann sich im Zeitalterobwohl er … aha…ca. 9.000km weit weg ist, macht des Multitasking trotzdem konzentrieren!erstens Spaß und ersetzt zweitens nahezu einpersönliches Meeting. Neue Technologien machen das natürlich einfacher und fördern diesen Trend: Mobile Devices, auf denen ich mir 21
    • virtuell meine Arbeitsumgebung anzeigen lassen Daten verschlüsselt gespeichert werden und sowohl fürkann, machen mich unabhängig vom Fat Client. mich, als auch für meinen Arbeitgeber einsehbar sind),Stirbt dieser dann aus? Arbeiten wir irgendwann bin frei in meiner Entscheidung, welche Medien,alle nur noch mit Thin Clients, mobilen Devices und Anwendungen und Möglichkeiten ich nutze und fühleDaten aus der Cloud? Ich sage gerne mich als Individuum in einer virtuellen Welt. DieTschüssekowski zu meiner lokalen Festplatte. Kein Kommunikation findet per Livechat statt (inkl. Kamera)Problem. und wir sind alle global vernetzt. Zu Stoßzeiten wird es möglich sein, virtuelle Projektmitglieder anzu“mieten“ –BYO Device genau wie die dynamische Bereitstellung vonDann wäre da noch die Frage: BYOD or not? Auf Rechenleistung aus der Cloud.meinem zukünftigen Arbeitsplatz spielt es für micheine sehr große Rolle, mit welchem Gerät ich Neben einigen sicherlich auch negativen Effekten, wiearbeite. Am liebsten wäre es mir, ich hätte nicht z.B., dass der persönliche Face-to-Face Kontaktalles privat und dienstlich doppelt, sondern könnte darunter leidet, hat mein Arbeitsplatz der Zukunft aberalles von ein oder zwei Endgeräten aus händeln. Ein auch viele Vorteile. Denn auch Beruf und Familie lassennettes Smartphone, selbst von mir ausgesucht, sich so besser unter einen Hut bringen und der Geistgerne von meinem Arbeitgeber bezahlt, und ein eines jeden kann wieder frei atmen. Ein Teil dieserLaptop (am liebsten natürlich ein Apple Mac Book) Vorstellungen sind bereits realisiert/bar, mal sehen, wiereichen mir dafür schon. Von meinem Smartphone mein Arbeitsplatz der Zukunft wirklich aussehen wird!kann ich natürlich über Desktop-Virtualisierung Denn dieser hängt natürlich stark von meinenisoliert auf meine gewohnte Arbeitsumgebung persönlichen Vorlieben und Wünschen sowie auchzugreifen, aber aus Sicherheitsgründen nur darin Anforderungen ab – und da hat ja jeder andere.arbeiten. Die privaten Informationen liegen wiegewohnt auf dem Gerät oder in der Wolke. Wie sieht Ihr Arbeitsplatz der Zukunft aus?Ein Laptop ist natürlich auch nicht schlecht: so Ähnlich, oder ganz anders?sehe ich es doch als wahnsinniges Potential, meine Übrigens: In Zukunft brauche ich auch meine Tastaturprivaten Tools und Anwendungen auch für mein nicht mehr – ich bediene meine Devices ja perberufliches Business nutzen zu können. Ich Spracherkennung!persönlich könnte so definitiv meine Effizienz undMotivation um einiges steigern, wenn ich nicht auffestgefahrene, altbackene Anwendungenzurückgreifen müsste. Das ist dann wohl nur eineFrage der Sicherheit…ZeitTja, und was ich für ganz wichtig erachte ist, dasssich meiner Meinung nach unsere Arbeitszeitenverschieben werden. Wie unheimlich motivierendist es doch, wenn ich mir meine Zeit frei einteilenkann. Ich persönlich finde, dass der Übergang zurLeistungsgesellschaft schon in vollem Gange, undwenn noch nicht, dann von den Digital Natives aufjeden Fall gewünscht und gefordert ist. Wenn iches mir also aussuchen kann, dann liege ich in einpaar Jahren bei Sonnenschein am Strand, habefeste Abgabefristen für Arbeitsergebnisse, für dieich mir meine Arbeitszeit frei einteilen kann(zugänglich natürlich über die Cloud, in der meine 22
    • Autor: Kai-Eric Fitzner Strategieberater - Social Workplace & Enterprise 2.0 @netmedianer http://mondspiegel.de/blog"Wo arbeitet der denn heute?" - "In Gedanken,Chef, ganz in Gedanken!" Warum ich Kontext gebracht werden und, bestenfalls, auch noch meinen nachvollziehbar und auffindbar abgelegt werden und Arbeitsplatz somit im Unternehmen verbleiben. Ein sowieso überall Wissensmanager, nur mal so zur Abgrenzung, versucht mit hinnehme, ablageunwilligen Kollegen die Informationen zu ob ich es will entziehen, um sie Kraft seiner im harten oder nicht, und Unternehmensalltag erworbenen Weisheit einzuordnen. warum ich nicht Er ist also so etwas wie der Dienstleister unter den jeden Tag ins Wissensarbeitern. Büro gehensollte. Mein Beitrag zur Blogparade von uns Einige dieser Dinge tue auch ich immer mal wieder undNetmedianern. doch würde ich den Kern meiner Arbeit anders beschreiben. Denn bei all der mittlerweile hysterischKennen Sie das auch? Jemand fragt Sie auf einem anmutenden Suche der Unternehmen nach dengeselligen Beisammensein, was Sie beruflich so vorgeblich immer rarer werdenden Wissensarbeitern,treiben und nach den ersten drei einleitenden erscheint die Herkunft des Wissens doch mysteriös.Sätzen sehen Sie in den Augen des Fragenden so Laut einer sehr populären Grafik ist Wissen der dritteeinen eigenartigen Ausdruck aus dem emotionalen Aggregatzustand von Daten (der zweite ist InformationBermudadreieck zwischen Argwohn, “Hätte ich bloß und der vierte ist Weisheit), was nicht heißt, dass mannicht gefragt” und blankem Entsetzen? Das geht Daten erhitzt, um sie erst flüssig und dann gasförmigIhnen auch manchmal so? Ehrlich? Willkommen in zu bekommen, denn das hilft ja auch niemandemmeiner Welt. wirklich weiter. Wenn aber Hitze in diesem Fall nicht der Anlass ist (zumindest nicht nur – mir raucht derIch habe vieles ausprobiert, vom Kopf kommt ja nicht von ungefähr), was ist es dann?Kommunikationsstrategen über Social Workplace Das Zusammenführen einzelner Daten zu einerund Enterprise 2.0 Consultant bis hin zum Information geschieht nicht mechanistisch oderOrganisations- und Unternehmensberater. Es hilft physikalisch und auch das Einbetten der Informationennix. Die meisten suchen fieberhaft nach der in einen Kontext zwecks Transformation zum Wissenpassenden Schublade und wenn sie die nicht erfolgt nicht technisch sondern – Trommelwirbel –finden, dann schlagen sie günstigstenfalls eine vor. durch Denken!Und so landete ich neulich bei einem Insider in derSchublade “Knowledge Worker” und kam nicht Denken ist einewieder raus. Warum ich da aber überhaupt ganzrauswollte, dämmerte mir selber erst später und ich fantastischeglaube, es gibt da Klärungsbedarf. Sache, weil es uns MenschenWenn wir heute von Wissensarbeitern reden, dann dazu befähigt,meinen wir Leute, die dazu beitragen, dass im ein wenigerUnternehmenskontext erworbene Informationen in deterministischeseinen für andere Kollegen nachvollziehbaren Dasein zu fristen 23
    • als unsere Mitbewohner aus Flora und Fauna in Sonntagsspaziergangs ein, so dass ich mich frage, obdieser Wohngemeinschaft, die wir Erde nennen. ich während der Arbeit nicht auch hin und wiederDenken ist die katalytische Wunderwaffe auf dem spazieren gehen sollte. Als ich noch am TheaterWeg zur Weisheit, die geheimnisvolle Reagenz, die arbeitete, ging ich oft spazieren, um Text zu lernen undaus Daten Informationen usw. macht. Und da wohl zur Irritation meiner Mitmenschen vor michjeder nachvollziehen kann, dass nicht alle hinzubrabbeln. Machen Sie das mal in einemMenschen weise sind, scheint das Denken in Großraumbüro!irgendeiner Form pferdefußbehaftet. Ein weiterer Haken am Gedankenarbeiterdasein: SieDenn anders als der stoffliche Übergang von fest können wunderbar mit Ergebnissen punkten, aber nichtzu flüssig ist geistige Transformation ein mit Leistungsnachweisen. In meinem Terminkalenderschöpferischer, gemeinhin auch kreativ genannter steht nicht “Montag 8:30 – 9.15 Uhr – Nachdenken”.Akt und mit Akten kreativer Art gibt es das Warum das da nicht steht? Richtig, weil wirProblem, dass sie nicht auf Zuruf vorhersehbare Gedankenarbeiter sowieso die ganze Zeit nachdenken.Ergebnisse hervorbringen können. Ich spüre da jetzt Manchmal etwas intensiver und manchmal am liebsteneinen Leser unruhig werden und sagen: “Ich kann ungestört. Aber das lässt sich nicht immer steuern undwohl auf Zuruf kreativ sein” worauf ich entgegne: damit auch nicht lückenlos in die Tagesplanung“Jaja, meinetwegen, geschenkt – aber außer Ihnen aufnehmen.kann das eben keiner, wie auch außer Ihnen keinerin einer dreckigen, keimverseuchten Küche Und damit sind wir auch schon zum Kernproblemhygienisch unbedenkliche Speisen zubereiten kann. durchgedrungen: Wenn ich als Arbeitgeber auf dieUnd jetzt gehen Sie kreativ sein!” Gedanken meiner Mitarbeiter Wert lege, dann muss ich für mich selber das 40-Stunden-MietparadigmaBevor ich mich jetzt in den Tiefen kognitiven durchbrechen und meinen Mitarbeitern VertrauenDiskurses verliere, komme ich zum in der entgegenbringen. Gerade wenn es um die Lösung vonÜberschrift angerissenen Thema und erkläre, Problemen geht, deren Lösung eben noch nichtwarum ich nicht jeden Tag ins Büro kommen sollte. existiert, kann ich schwerlich vorgeben, wie lange dieDenn, wissen Sie, ich bin kein Wissens- sondern ein Lösung dauert. Und wo und wann diese erdacht wird,Gedankenarbeiter. Ich erdenke Zusammenhänge sollte auch egal sein. Zu festen Bürozeiten geht dasund verknüpfe so spielerisch und leichtfüßig Daten jedenfalls nicht sinnvoll.zu Informationen, webe Informationen zu Wissenund spinne Wissen zu Weisheit wie andere Stroh zu Wenn in jüngerer Zeit immer häufiger die Rede davonGold. Letzteres kann ich nicht, aber selbst wenn ich ist, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatemes könnte, würde ich nicht den ganzen Tag am verschwimmen, dann ist das für den GedankenarbeiterSpinnrad sitzen, weil mir sonst die Zeit zum Denken nichts Neues. Viele von uns haben auch schon amfehlt. Und Denken muss ich den ganzen, lieben Strand gelegen und ein berufliches Problem betrachtet,langen Tag. Ich kann leider gar nicht anders. Und das uns einfach nicht loslassen will. Und das scheintda ich das schon lange mache ist mir tatsächlich niemanden zu stören. Also wünsche ich mir, dass esaufgefallen, dass ich vor einem Computer sitzend auch niemanden stört, wenn ich meine Aufgaben angar nicht immer so gut nachdenken kann. den für mich passendsten Orten erledige. Erreichbar bin ich schließlich überall.Das geht Ihnen auch so? Wie ist es hiermit?Manchmal brauche ich atmosphärische PS: Wenn Sie glauben, das hier sei alles nichts Neues,Abwechslung, um auf neue Gedanken zu kommen. dann googlen Sie mal “Gedankenarbeiter” und erlebenManchmal kann ich mich besser konzentrieren, Sie Ihr blaues Wunder. (228 Treffer am 19.9.2011 umwenn ich mich gedanklich von meiner Umgebung 16:30 Uhr)abschotten muss, zum Beispiel in einem Café. Undmanchmal holt mich ein Gedanke während eines 24
    • Autor: Wolfgang Schwerdt selbständiger Journalist und Autor http://wolfgangschwerdt.wordpress.comMein Beitrag zur Blog-Parade: Wie ist deinArbeitsplatz der Zukunft?Bianca Gade, die sympathische Networkerin, bleiben wollen, der mit „meine Arbeit“ treffenderdie mich mit ihren Aktionen immer mal wieder besetzt wäre – erstreckt sich zunächst einmal auf allkreativ provoziert, hat eine Blogparade jene realen und virtuellen Orte, die für meineinitiiert: „Mit dieser Parade“, so Bianca auf Informationsbeschaffung notwendig sind. Diedem netmedia schreib.blog enterprise 2.0, Informationsverarbeitung findet in meinem Kopf statt,„möchten wir uns ganz gezielt an alle nahezu unabhängig davon, wo der sich gerade befindet.Wissensarbeiter wenden und an solche, die es Die Informationsvermittlung beziehungsweise dievielleicht mal waren oder noch werden Publikation ist ebenfalls relativ unabhängig vonmöchten. Wir schreiben heute eine Blogparade meinem persönlichen Aufenthaltsort – es sei denn ichaus, von der wir selbst gespannt sind, wie sie halte einen Vortrag oder eine Lesung oder veranstaltesich entwickelt.“ eine Präsentation beim Kunden. Diese körperliche und mentale Mobilität war schon immer Bestandteil undNun, „Wissensarbeiter“ bin ich, netzaffin ebenfalls Voraussetzung meiner „Wissensarbeit“, dieund neugierig allemal. Also habe ich mich technologischen Entwicklungen haben die konkreteentschlossen, mitzumachen, obwohl ich bislang „Wissensarbeit“ nur bedingt, die organisatorischenweder wusste, was eine Blogparade ist Rahmenbedingungen einschließlich der(Blogparade.FAQ), noch etwas mit der Fragestellung Marktstrukturen und Arbeitsinstrumente allerdings„Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?“ anfangen erheblich verändert.kann. Aber genau das meine ich mit kreativerProvokation. Keine Zukunft ohne DemokratieDer Begriff Arbeitsplatz war für „Wissensarbeiter“ Es ist in diesem Rahmen wirklich müßig, diewie mich schon immer ein Anachronismus. Denn Möglichkeiten und Perspektiven zu beschreiben, die dieworaus bestand die Arbeit als PR- und neuen Technologien, das Web, die an jedem Ort – weilUnternehmensberater in der Vergangenheit und ungemein handlich und leistungsfähig – einsetzbarenbesteht meine „Wissensarbeit“ als Journalist, Arbeitsgeräte mit all ihren virtuellenBuchautor und Coverdesigner in der Gegenwart Kommunikationsmöglichkeiten – einschließlich derund (hoffentlich) Zukunft eigentlich? Zunächst überall verfügbaren Cloud – einer immer unabhängiger,einmal allgemein gesagt nicht in einem transparenter und selbstbestimmter werdendenArbeitsplatz im Sinne einer eindeutigen Verortung „Wissensarbeit“ – von der auch ich träume – bieten.und auch nicht in einem Arbeitsplatz im Sinne Aber diese so oft formulierte Vision – die technologischeiner Festanstellung, also einer abhängigen bereits heute problemlos denkbar ist – klammert leider(natürlich sozialversicherungspflichtigen) viele Realitäten, ohne die diese Vorstellungen eherBeschäftigung – ein Konstrukt aus der technoromantische Illusion bleiben, aus.Industriearbeit der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Konkret bedeutet das: meine Arbeit hat nur dann eine Zukunft, wenn der Zugang zu und die Nutzung derMein Arbeitsplatz bin ich! Kommunikationstechnologien verallgemeinert werden. Das setzt aber ein reformiertes Bildungssystem (undMein Arbeitsplatz – wenn wir bei diesem Begriff zwar eines, das nicht unter dem Primat der Technologie 25
    • steht, sondern die mentalen Voraussetzungen erarbeiten könnten. Das wäre billiger als jedesschafft, diese sinnvoll zu nutzen!) voraus. Das setzt Schulbuch (und übrigens immer aktuell), vorausgesetzteine wirklich flächendeckende Verfügbarkeit eines „Klassensätze von Pads“ würden zur Grundausstattungschnellen Netzes voraus. Das Grundrecht auf einer jeden Schulbibliothek gehören.kostenlose Basis-Web-Versorgung, unabhängigvom Einkommen, die Abkehr von der Vorstellung Vielleicht wird an diesen Träumen deutlich, dass die hierabhängiger Beschäftigung (in allen Bereichen) und abgefragte Zukunft der „Wissensarbeit“ (oder ging esdie Entwicklung einer wirtschaftsunabhängigen, doch nur um den im gesellschaftlichen Sinneallgemeingültigen sozialen Sicherungsstruktur, die traditionellen Wissensindustrie-Arbeitsplatz) keinedafür sorgt, dass dort nicht nur die Bedürfnisse Frage von Träumen, Technologie oder der Einstellungprivilegierter Auto- oder IT-industriearbeiter oder von Unternehmen ist. Soll es nicht nur darum gehender politischen Klasse, sondern auch die der Träger den verschiedenen privilegierten Gruppen unseresder Informations- und Wissensgesellschaft Landes, die sich auf Kosten vermeintlichBerücksichtigung finden. unqualifizierter, in jedem Fall aber von der Teilhabe ausgeschlossener Billiglöhner, Aufstocker undKeine Zukunft ohne Menschen HartzIVler, ihre Zukunftsträume verwirklichen, eine weitere hinzuzufügen, sind vor allem anderen neueIch stelle mir vor, ich gehe hier im Dorf vor die Tür demokratische gesellschaftliche Rahmenbedingungenund kann mich mit den Nachbarn über meine für alle erforderlich. Die Zukunft der „Wissensarbeit“Arbeit, die neuesten web-Ereignisse oder Fragen oder sehr viel besser der „Gedankenarbeit“ wie derzur Gestaltung der dorfeigenen Blogpräsentation Autor des Mondspiegelblog vorschlägt, liegt im Blickunterhalten – aber mich versteht hier niemand, über den sozialen Tellerrand.weil, um es mal diplomatisch zu formulieren, dieBewohner dieser Region (einschließlich der Natürlich ist meine Antwort nur sehr spotartig, meinepolitischen, administrativen und teils auch Gesellschaftsvision innerhalb derer ich ernsthaft meinekreativen Kräfte) einen sehr engen Bezug zum Vorstellungen vom „Job der Zukunft“ formulieren„Bewährten“ haben. Dabei stelle ich mir auch noch könnte, würden natürlich eine umfangreicherevor, für das Hochladen dieses Beitrags auf mein Publikation erfordern.Blog nicht mehr Zeit zu benötigen, als ich zumVerfassen desselben gebraucht habe. Und schön Und hier geht’s zum netmediablog, auf dem in denwäre es, wenn mir mehr Zeit bliebe, mit realen Kommentaren auch die anderen Blogparade-BeiträgeMenschen zu arbeiten und privat zu zugänglich gemacht sind.kommunizieren, statt während meiner Arbeit undKommunikation im Netz während der up- unddownloads oder dem Seitenwechsel über die Naturvon Internetfrequenzen philosophieren zu müssen.In der Schule fängt sie anWie schön wäre es, wenn die Kinder in der Schulemit ihren Tabletts oder Pads in der Hand imGeschichtsunterricht beispielsweise meine Kindle-Publikationen „Kulturgeschichtliche Aspekte zu . . . “lesen und kompetent angeleitet durch den Lehrer(wie sieht es denn bei dem als „Wissensarbeiter“aus?) oder gegebenenfalls auch durch mich selbstüber die darin enthaltenen Links zuweiterführenden Seiten sich interaktiv Inhalte 26
    • Autor: Tobias Mitter Berater Social Workplace @netmedianer http://tobiasmitter.posterous.com/"Lernt gerade neue Sachen und hat gerade kreativePhase" - Warum der Social Workplace den SocialStatus brauchtAls unsere Bianca Gade die Blogparade zum Seite viel über meine aktuelle Stimmung sagt: Hat einArbeitsplatz der Zukunft offiziell eröffnet hat, fiel Mitarbeiter vor 3 Minuten das Reporting-Excel-Sheetmir direkt ein Thema ein, mit dem ich mich schon geöffnet ist er sicher in weniger kooperativer Stimmunglange beschäftige: Wie oft habe ich mir schon als wenn er gerade eine Frage zu einem Themagewünscht beim Entwickeln neuer Ideen Co- veröffentlicht hat, an dem ich auch gerade arbeite.Brainstormer zu finden? Und wie oft war einKollege über meine kurz abgebundene Antwort • Im Netz unseres sozialen Arbeitplatzes äußern wirverärgert, wenn er mich mit seinem Anruf in einer uns regelmäßig und transportieren dabei oft auchstressigen Situation erwischt hat? Wenn wir uns unsere Stimmung. Bereits heute leiten Dienste wiegegenüberstehen, stellen wir Vermutungen zur Klout oder Tweetfeel Stimmungen und Themen ausStimmung des anderen über Mimik, Körperhaltung unseren Posts und Tweets ab, ohne dass man dieseund weitere Signale an; wie kann das im Social explizit benennt.Workplace klappen? Der Online Status als digitaleKörpersprache wie wir ihn von Instant Messaging • Sensoren: Unser Stresslevel kann über denProgrammen oder Skype kennen geht selten über Hautwiderstand und andere Parameter ermittelt"online|away|offline" hinaus. Vielmehr setzen in werden. Auf eSport Turnieren tragen Spieler Armbänder,den wenigsten Unternehmen Mitarbeiter den die die Stimmung der Teilnehmer übertragen. Und mitStatus aktiv selbst, so dass schnell "Away" steht wo me-trics kann ich meinem Arzt oder Trainer Zugriff aufeigentlich jemand grübelnd vor dem Rechner sitzt aktuelle Biodaten von mir gewähren. Was für Freizeitund Hilfe aus dem Kollegennetzwerk gut und Marktforschung heute schon Alltag ist, kann auchgebrauchen könnte. Wir brauchen also eine bessere den Social Status am Arbeitsplatz bereichern: Ein hoherForm des Status, die genauso agil ist wie das Stresslevel kann mich so im einfachsten Fall vorsoziale Netzwerk der Menschen um uns herum. Wir Anfragen zum falschen Zeitpunkt schützen.brauchen einen Social Status. Drei BeispieleTechnik mit Gefühl Wie hilft der Social Status jedoch konkret am vernetzten Arbeitsplatz, dem Social Workplace? DreiDas Problem des manuellen Status ist mit dieser Fälle, die heute meist unbefriedigend gelöst sind:Erkenntnis aber noch nicht aus der Welt. Technikund Netzeffekte bringen neue Lösungen: 1. Neue Ideen entwickeln Neben den großen Brainstorming-Sitzungen gibt es im• Aktivitäten werden zum Status: Auf vielen Alltag jeder Abteilung Situationen, in denen MitarbeiterPlattformen ist heute schon der letzte schnell neue Ideen entwickeln müssen. Über den Socialveröffentlichte Post der auf dem Profil angezeigte Status findet der Mitarbeiter schnell gleichgesinnte inStatus. Im Unternehmensalltag machen zusätzlich ähnlicher Stimmung, die ihn unterstützen können.noch Aktivitäten Sinn, da bereits in Bearbeitungnehmen eines Dokuments oder anlegen einer Wiki 27
    • 2. Arbeitsaufgaben autonom besser verteilenBraucht ein Mitarbeiter Unterstützung aus demNetzwerk, lenkt der Social Status den Blick aufMitarbeiter, die gerade gut verfügbar sind. Sogewinnt das unternehmensinterne Netz an Qualitätund vermeidet Überlastung bestimmter Experten.3. Teamprobleme frühzeitig erkennenDie Belastung einzelner Mitarbeiter geht heutetrotz verschiedener Instrumente oft im Alltagunter. Dabei ist unstrittig wie stark Mitarbeiter ihrEngagement im Job mittlerweile vom "richtigen"Gefühl am Arbeitsplatz abhängig machen. Durchdie Transparenz gewisser Stimmungsmomenteensteht ein besseres Bild des Mitarbeiters, dasskluge Unternehmen nicht gegen den Mitarbeitereinsetzen, sondern für die Verbesserung derTeamstrukturen nutzen können.Das klingt alles sehr weit weg? Mehrere SiliconValley Startups entwickeln Angebote in diesenBereichen und Vorreiter wie die Spielefirma Valveoptimieren bereits heute die Entwicklung neuerSpiele über die Beobachtung des Social Status derSpieler. In Unternehmen kommt die spontane undschnelle Vernetzung als Wettbewerbsvorteil immermehr zum Tragen - und braucht hier neue Ideenwie Menschen zueinander finden. Je mehr dieKooperation von Menschen zum Erfolgsfaktor wird,desto mehr müssen wir wieder auf Stimmungenund Grundlagen der menschlichenZusammenarbeit achten. Der Social Status isthierfür ein Baustein.Wenn wir im Social Workplace wirklich denMenschen in den Mittelpunkt stellen, gehört derSocial Status zur erfolgreichen digitalenArbeitsumgebung mit dazu. 28
    • Autor: Thomas Klauder Vertriebs- und Marketing Manager @CATO Consulting http://cato-consulting.de/Social Enterprise - Wie ist Dein Arbeitsplatz derZukunftMeine Vita / mein Beruf: Vertriebs- und Marketing Andererseits arbeiten wir mit Unternehmen, für dieManager über fast 20 Jahre in internationalen Brief und Fax auch noch normale Wege derTechnologieunternehmen, seit 2 Jahren Kommunikation sind, in denen Emails ausgedruckt,Personalberater mit eigener Sozietät und 4-6 freien manuell beschrieben, kopiert und abgeheftet werden...-Mitarbeitern, Hauptklientel: Internationale IT/TK- die aber interessanterweise trotzdem(?) enormUnternehmen, Beratungsgesellschaften, aber auch erfolgreich auf den Weltmärkten agieren. Nicht alleszunehmend klassische Industrien wie die was machbar ist, muss auch gemacht werden.Automobil- und Zuliefererindustrie.Tätigkeitsschwerpunkt: Suche von gehobenen Fach- Mein Arbeitsplatz der Zukunft im Sinne eines „Platzes“ und Führungskräften der Disziplinen General wird dort sein, wo ich gerade bin. MeinenManagement, Vertrieb, Marketing, Consulting, Aufenthaltsort - und damit meinen Arbeitsplatz -Engineering. bestimmen meine persönlichen bzw. privaten Neigungen, zwischen Arbeit und Freizeit verläuft keineMein persönlicher Arbeitsplatz heute: Kleines Büro geographische Grenze mehr. Die Entwicklung derim eigenen Haus, keine offizielle Repräsentanz Technik wird es möglich machen, dass ich mit(noch vor 10 Jahren für Personalberater minimalem Materialaufwand meiner Arbeit nachgehenundenkbar). Meine Partner sind in derselben kann, ich werde bald auf Notebook oder gar Tablet-PCSituation, unsere Zusammenarbeit funktioniert verzichten können, weil andere „leichtere“ Technologienüberwiegend virtuell, auch wenn wir alle im Raum zur Verfügung stehen. Damit wird das Büro obsolet,Rhein/Neckar ansässig sind; Skype, FB, bzw. es wird wahlweise zum Rückzugsraum oderGoToMeeting, Dropbox, Email, CRM als SaaS, innenarchitektonischem Stilelement, verliert jedochu.a.m.). Wir versuchen, die technologischen seine klassische Funktion als Arbeitsplatz, an denMöglichkeiten auf der Höhe der Zeit selektiv und Werkzeuge oder Material des Kopfarbeiters gebundenoptimal für uns zu nutzen, verstehen uns aber sind. Mit dem Auflösen der lokalen Bindung wird dienicht als entschiedene Avantgarde. feste zeitliche Abgrenzung von Arbeit und Freizeit verschwinden, ein Prozess, der in meinem Falle schonUnsere Kunden: Einerseits hart an der Grenze der jetzt fast abgeschlossen ist und was ich sehr begrüße.aktuellen technischen Möglichkeiten, ähnlich wie Ich bin der festen Überzeugung, dass das Denken undvon Bianca Gade bei IBM beschrieben. Ein Kunde ist Leben in den Welten der „Arbeit“ vs. „Freizeit“sogar einer der wesentlichen Treiber des Themas persönlicher Zufriedenheit äußerst abträglich ist. Wird„Social Enterprise“ weltweit. Dort wird praktiziert, die Arbeit als Aufgabe und elementarerwas gepredigt wird. Das bedeutet für Kandidaten, Lebensbestandteil empfunden, integriert und erfüllend,dass sie sich ggf. auch darauf einlassen müssen, die so trägt das erheblich zur Lebensqualität bei. Arbeitszeitersten Interviews per Webkonferenz ist dann, wenn ich arbeite, Freizeit ist dann, wenn ichdurchzuführen, möglicherweise Ihren Businessplan sie mir nehme- und es existieren Mischformen! DasTeilnehmern aus aller Welt ebenso virtuell zu eine Argument für den festen Arbeitsplatz, nämlich diepräsentieren und so einige Runden - quasi Wichtigkeit direkter zwischenmenschlicher Interaktion,Arbeitsproben - zu überstehen, bevor sie zum wird so zur Option, die ich wählen und dosieren kann.ersten Mal ihren zukünftigen Arbeitgeberpersönlich treffen. Für die Arbeitsplätze, die wir bei unseren Kunden und 29
    • Kandidaten erleben, möchte ich dasselbebehaupten, jedoch mit individuell sehrunterschiedlicher Geschwindigkeit. Das Bedürfnis,Mitarbeiter an Ort und Stelle zu kontrollieren istvielerorts stark ausgeprägt und bestimmt dieRegeln der meisten Unternehmen. Ausnahmenfinden sich meist nur in solchen Positionen, die anklar messbare Zielen ausgerichtet sind und gemäßder Zielerreichung kompensiert werden,typischerweise Vertriebspositionen. Der Gedankedes Chorgeists und des Teambuilding, der von denVerfechtern der festen Arbeitsorte und -zeiten insFeld geführt wird, ist ebenfalls ein Faktor, der denProzess der Flexibilisierung bremst. Hier spielenauch kulturelle Dispositionen eine große Rolle, dasGemeinschaftsgefühl wird in Asien wesentlichhöher bewertet als in den westlichen Ländern, indenen Individualität hoch geschätzt wird. 30
    • Autor: Thomas Halbritter Trainer / Coach @3C DIALOG http://www.3c-blog.deWie arbeiten wir in Zukunft?Wie arbeiten wir in Zukunft? Das ist eine sehr Bahnsteig, um ein Führungskräftetraining in einemspannende Frage. Denn in dieser steckt auch eine dieser anonymen Seminarhotels durchzuführen. MeineAnnahme darüber, was in Zukunft erarbeitet und Teilnehmer waren ebenfalls von der Anreise gestresst,produziert wird. Wenn wir den Wirtschaftsexperten schauten reflexartig alle drei Minuten in ihren SMS-Vertrauen schenken, liegt die Zukunft Eingang, und die Mittagspause war angefüllt mitDeutschlands in der Produktion von hektischen Anrufen im Büro. Während der restlichenDienstleistungen. Immaterielle Leistungen wie Zeit am Nachmittag kreisten ihre Gedanken um Projekt,Planung, Entwicklung, Beratung, Betreuung und Kunden oder Aufträge. Ich merkte das immer daran,Service haben eine Gemeinsamkeit: mehr wenn mein Trainerinput sie gelegentlich aus ihrerWissensmanagement als Handwerk. Versunkenheit riss und sie mich mit einem „Wo bin ich hier“-Blick anschauten.Wir werden Wissen sammeln, organisieren,interpretieren und entwickeln. Wir werden über Lernen, sich mit Wissen auseinandersetzen und zugigantische Datenbanken und Informationsspeicher reflektieren, fand eher sporadisch und zufällig statt.grenzenlos und jederzeit verfügen können. Aber Was sich auch im Praxistransfer der Trainingsinhalte imeines können wir nicht: Uns Wissen auf Vorrat beruflichen Alltag zeigte. Resultat: unzufriedeneaneignen. Der Charakter einer Dienstleistung ist Teilnehmer, Auftraggeber und Trainer.eben, dass deren Produktion mit dem Konsumzusammenfällt. Daher giert unsere Informations- Aber was verhindert hier die erfolgreicheund Wissensgesellschaft geradezu nach einer Wissensvermittlung? In vielen Unternehmen wurde inflexiblen und raschen Verfügbarkeit von Wissen. den letzten Jahren das Personal bis zur Schmerzgrenze durchrationalisiert. Zwar singen fast alle UnternehmenFrüher war alles anderes – aber nicht das hohe Lied des lebenslangen Lernens, jedoch darf esunbedingt besser dabei eines nicht kosten: Zeit.Wissen verfügbar machen, genau das ist mein Job. Die Teilnehmer spiegeln mir wiederum, dass sie gerneIch bin ein Kind der 70er Jahre, einem Zeitalter mehr Zeit investieren würden, um die eigeneohne PC, Kontoauszugsdrucker, Google, und an der Weiterbildung und Karriere zu sichern.Tankstelle konnte man nur bar bezahlen. 40 Jahrespäter mache ich meine Bankgeschäfte und meine Wie kann ich dieses Dilemma lösen? Mal angenommen,Literaturrecherche bequem von Zuhause und zahle nicht die Zeit, sondern der Zeitpunkt ist das Problem,selbstverständlich mit einem Stück Plastik die dann wäre eine mögliche Antwort:horrende Spritrechnung. Diese Beispiele zeigen, wie Flexibilität.sich unsere Ansprüche und Herausforderungen inden letzen Jahren verändert haben – auch undgerade im Job.Vor zwei Jahren stand ich noch bepackt mitFlipchartrolle, Beamer und Moderationskoffer am 31
    • Zeit für Wissen schaffen Ein kleines Multimedia-Studio, um Podcast, Filme, 2. Bilder selbst in der gewünschten Qualität herstellen zuLernen kann nicht mehr unbedingt nur starr im können.Seminarraum stattfinden, zu eingebunden,unverzichtbar ist der einzelne Mitarbeiter im 3. Smartphones, welche so leistungsfähig sind, dass sieArbeitsprozess. E-Learning-Einheiten abrufbereit darstellen können. Wie genau mein berufliche Zukunft aussehen wird?Damit ich diese Flexibilität anbieten kann, setze ich Flexibel!auf Learning Management Systeme (LMS). E-Learning, Präsenzveranstaltungen,Collaborations-Tools ermöglichen das Angeboteiner Wissensproduktion, wann immer derTeilnehmer Zeit hat. Ich richte mich nach demTeilnehmer: Wenn er den Kopf frei hat für Neues,werde ich ihn dabei begleiten.Dafür setze ich auf Funktionen von Facebook,Google+, Apps, Chats, Blogs, Wikis, Clouds undWebinare. Diese ganzen Instrumente nutze ichbereits bei der Durchführung einesFührungskräfteprogramms bei 3C DIALOG.Ich mache mir jetzt weniger Gedanken, wie dasLayout der Trainingsunterlagen zu gestalten ist, alsvielmehr, welche der multimedialen Quellen ich fürmeine E-Learning-Module nutzen kann, oder sogarselbst produziere.Vor einer Gruppe stehen und moderieren? KeinThema für mich! Ein Webinar mit einer virtuellenGruppe per Webcam zu moderieren, ist eine neueErfahrung. Teilnehmer für ein Thema zu motivieren,ist mein tägliches Brot. Neu ist für mich, dievorhandenen Schwellenängste im Umgang mitCollaborations-Tools zu nehmen. Ich bin nicht nurTrainer, sondern Wissens-, Zeit-, Medien- undSocial-Media-Manager für meine Teilnehmer.Drei Wünsche an die ZukunftsfeeUm die steigenden Ansprüche an Wissen unddessen Verfügbarkeit zu erfüllen, brauche ich:1. Ein Arbeitsumfeld, das frei von räumlichenZwängen ist. Es ist hilfreich ein Homeoffice zuhaben, um auch abends für Teilnehmer zurVerfügung stehen zu können. 32
    • Autorin: Lore Reß Geschäftsführer, Berater, Trainer @Daten + Dokumentation GmbH http://lress.posterous.com/Blogparade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?Seit mehreren Jahren ist in der eLearning-Gilde das - KommunizierenThema PLE ( = Personal Learning Environment) in - Inhalte erstellender Diskussion. Die Diskutanten sind meist in den - Inhalte präsentieren + teilenBereichen der Hochschulen und Schulen tätig, - Zusammen arbeiten (Kollaboration)denn da ist "Lernen" die "Arbeit". ImUnternehmensumfeld ist eher "Training" und vor Dazu gibt es Methoden und Werkzeuge. Nicht zuallem "Arbeit" angesagt. Daher hat ich PAUL ins vergessen sind aber die bereits vorhandenen und evtl.Leben gerufen. PAUL = Persönliche Arbeits- Und durch äussere Rahmenbedingungen vorgegebenenLernumgebung. Prozesse.Arbeiten und Lernen gehört zusammen. Das meisteWissen, das wir am Arbeitsplatz (und auch privat)benötigen, besorgen wir und auf informellem Wegoder durch selbstgesteuertes Lernen. ModerneArbeitsumgebungen beinhalten schon vieleFunktionalitäten und technische Werkzeuge, diedas informelle Lernen und die Vernetzung(Stichwort Social Learning) unterstützen. Vielfachmangelt es aber noch an der Medienkompetenz.Was macht nun mein PAUL? Die Aufgaben vonPAUL sind:- mich zu informieren und Informationsströme zufiltern,- mir helfen, meine Ideen zu sammeln undwiederzufinden,- Präsentieren und Teilen von erstellten "Dingen", Das unterliegt einen stetigen Wandel, bedingt durcht- Vernetzen mit Anderen, veränderte Arbeitsprozesse, verbesserte Werkzeuge und- Organisieren meiner Daten, damit einhergehend neuen Methoden - Es bleibt- Bereitstellen der passenden Werkzeuge. interessant! PAUL wird hier weiterentwickelt: http://paul.mixxt.deWichtige Ziele von PAUL sind: Zusammenführungverschiedener Kommunikationskanäle undVernetzung der Akteure, die Durchlässigkeit vonDaten, standortunabhängiger Zugang zu Daten.Daraus ergeben sich die folgenden Bereiche:- Informationen suchen und aufnehmen- Informationen speichern, organisieren,wiederfinden 33
    • Autor: Dr. Hansjörg Leichsenring Unternehmensberater, (Interims)Manager, PFM Anbieter, Dozent, Keynote Speaker http://www.der-bank-blog.deBanken und der Arbeitsplatz der ZukunftWie sieht mein Arbeitsplatz der Zukunft aus. Veränderungen die Kunden und zum anderen dieDiese Frage ist nicht nur Thema einer Mitarbeiter. Vor allem für kleine Institute und solche imBlogparade sondern auch relevant für Banken ländlichem Raum keine einfache Aufgabe.und Sparkassen, die sich den Veränderungensowohl auf Kunden- als auch auf Kann und darf ich zukünftig Als Mitarbeiter bestimmen,Mitarbeiterseite stellen müssen. Dabei gibt es ob ich im Büro arbeiten will oder auf einer Palmeninsel?Chancen, aber auch Grenzen. Ob ich schon um 5 Uhr morgens beginne oder um 18 Uhr am Abend? Geht das überhaupt entlang derDer Netmedia Blog hat eine Blog-Parade Wertschöpfungskette einer Bank? Wie kann ich dieausgeschrieben, an der ich mich gerne beteilige. neuen verbesserten KommunikationsmöglichkeitenDas Thema lautet „Wie sieht Dein Arbeitsplatz der nutzen, z.B. für verbesserteZukunft aus“ und für alle diejenigen, die nicht Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine besserewissen, was eine Blogparade ist, sei dies einführend Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das sind einige dervorangestellt. interessanten Fragen, die der Netmedia Blog aufgeworfen hat. Beantwortet werden sollen sie aufWas ist eine Blogparade Basis der konkreten eigenen Arbeitssituation.Eine Blog-Parade (auch Blog-Karneval genannt)eine ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog- Einige nachdenkliche AntwortenBetreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema Früher war ich angestellter Banker, heute bin ichfestlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und selbständiger Unternehmensberater, Interimsmanager,die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb Softwareverkäufer, Hochschuldozent, Vortragender undeines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein (auch) Blogger.Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesemThema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen Früher habe ich morgens um halb 8 zum Arbeiten dieund den Veranstalter entsprechend über die eigenen vier Wände verlassen, um zu meinemVeröffentlichung zu benachrichtigen. Arbeitsplatz zu gelangen und bin abends (mitunter sehr spät) nach Hause zurück gekommen. Heute arbeite ichThemenstellung „Arbeitsplatz der Zukunft“ (sofern ich nicht unterwegs bin) im Home Office undDer Arbeitsplatz der Zukunft in einer Welt, die kann mir meine Zeit frei einteilen. In der Praxis bedeutetzunehmend digitaler wird ist sicherlich ein dies, dass ich meist ab 7 Uhr am PC sitze und diesenspannendes Thema. Aber nicht nur die abends um 22 Uhr ausschalte.Digitalisierung ist in diesem Zusammenhang einwichtiges Thema, auch der Drang der Menschen in Früher war Wochenende Wochenende und Urlaub warstädtische Agglomerationen, die zunehmende Urlaub. Heute arbeite ich an sieben Tagen in der WocheVerkehrsbelastung, der Wunsch nach mehr Work- und auch im Urlaub nehme ich den Laptop mit.Life-Balance, all dies sind Dinge, die nicht nur fürBlogger sondern für jeden Menschen eine Rolle Früher dominierte der persönliche Kontakt zu Kundenspielen. und Mitarbeitern, heute findet dieser zu 80 Prozent über Telefon oder auf elektronischem Weg statt.Für Banken und Sparkassen (aber nicht nur für die) War früher nun alles besser oder ist heute alles besser?in doppelter Hinsicht: Zum einen betreffen die Wenn ich meine Familie frage, so ist die eindeutige 34
    • Antwort: „Früher“. Der Wegfall der räumlichen persönlich begegne, die ich vorher „nur“ virtuell kannte.Trennung zwischen Arbeits- und Freizeitbereich Interessanterweise kommt dies recht häufig vor, zumbedeutet auch ein Aufweichen der psychologischen Beispiel auf Tagungen, und das Schöne daran ist, manGrenze zwischen Arbeit und Freizeit. Man geht mal „kennt“ sich ja bereits, hat also eine Beziehung, auf dereben ins Home Office und macht noch schnell was man aufbauen kann. Anscheinend geht es nicht nur mirfertig… so, sogar Besucher aus dem Ausland, mit denen man virtuell verbunden ist und die einen Termin inWenn ich mich selbst befrage, lautet die Antwort Deutschland haben, melden sich und die Freude ist„teil-teils“. Vorteile sind: mehr Kontakt mit der wechselseitig, wenn man es einrichten kann, sichFamilie und mehr zeitliche Freiräume. Ich gehe z.B. persönlich zu treffen.mittags gerne joggen, was in einem Büroumfeldnicht funktioniert. Nachteile sehe ich aber auch Eine Blaupause auch für Banken?und vor allem im zunehmenden Wegfall der Begrenzt würde ich sagen. Banken sind Dienstleisterräumlichen und in der Folge psychologischen und ein Wesen der Dienstleistung ist, dass sie direkt amBarriere zwischen Arbeit und Freizeit. Es fällt Kunden erbracht wird. Allenfalls die Vor- oderschwerer, mal richtig abzuschalten. Nachbearbeitung der Dienstleistung ist (teilweise) am Arbeitsplatz zu Hause (oder mobil) statt im BüroSelbstdisziplin, was von vielen Heimarbeitern als möglich.Thema angesprochen wird, ist für mich zum Glückkein Thema, sei aber dennoch hier erwähnt. Für Selbständige bietet sich hier grundsätzlich eine Fülle an interessanten Möglichkeiten. Als SelbständigerBedeutung der Technik bin ich ja mehr oder weniger Einzelkämpfer. TrotzdemDas Ganze funktioniert nur deshalb, weil es merke Ich häufig, wie wichtig die regelmäßigeheutzutage eine umfassende und bezahlbare Kommunikation mit anderen (Kunden, Partnern) ist und(Kommunikations- wie schwierig es mitunter ist, diese)Technik zur konstant virtuell aufrechtzuerhalten.Unterstützung gibt: Innerhalb eines Betriebes ist dieDSL, Handy, Kommunikation mit den KollegenLeistungsstarke noch wichtiger. Die wünschenswerteHard- und Software Einbindung in diesowie die Unternehmensstruktur mit all ihrenentsprechenden formalen und informellenKommunikationsplatt Informationsflüssen und vor allemformen auch die Beziehung zureinschließlich der Unternehmenskultur wird meinesnicht mehr weg zu denkenden sozialen Medien. Erachtens dem Modell „Home Office“ immer GrenzenDiese Technik ist aber Segen und Fluch zugleich. Ich setzen. Im Kundenbereich deutlich engere als in Stabs-kenne zahlreiche Menschen, bei denen das Handy oder Servicebereichen, aber dort eben auch.niemals ausgeschaltet wird. Ich selbst gehöreallerdings nicht zu dieser Kategorie. Die Grenze sehe ich persönlich bei maximal zwei Home- Office Tagen (bezogen auf einen Vollzeitjob). Die Idee,Das folgende Video zeigt die Vorteile eines (angestellte) Teilzeitjobs mit Heimarbeit zu verbinden„Bankarbeitsplatzes der Zukunft“ weitgehend aus halte ich nur in wenigen ausgewählten Bereichen mirtechnischer Perspektive und ohne auf die kritischen klar und eindeutig formulierten individuellThemen einzugehen. abarbeitbaren Arbeitsaufträgen für möglich. Schon die Einbindung in ein Team setzt dem enge Grenzen.Grenzen der TechnikAm meisten freue ich mich, wenn ich Menschen 35
    • Diskutieren Sie mitWas meinen Sie? Wo sehen Sie Möglichkeiten undGrenzen eines dezentralen Arbeitsplatzes imBankbereich? Wie sehen Sie das Viereck „Beruf-Freizeit-Familie-Selbst“ vor dem Hintergrundmoderner Kommunikationstechnik? Fluch oderSegen? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare. 36
    • Autor: Alexander J. Renner Unternehmensberater, (Interims)Manager, PFM Anbieter, Dozent, Keynote Speaker http://www.der-bank-blog.deBlogparade: Wie sieht mein Arbeitsplatz derZukunft aus?Über Hansjörg Leichsenrings Bank-Blog bin ich auf von Konferenzen aus. Kostenloser WLAN-Zugang indie Blogparade von Bianca Gade vom Netmedia- Hotels und Konferenz-Zentren gehören für mich zumBlog gestossen: Wie ist dein Arbeitsplatz der guten Ton.Zukunft? Sehr schön, dachte ich mir. Es gehtweniger um die technische Ausstattung, denn auf Bei Projekten mit externen Partnern hängt meinedie Ausgestaltung der Arbeitenden und wie sie Arbeitsplatzausstattung noch hinterher. Ich kann in derdamit umgehen. Das Ergebnis wird in einem E- Unternehmensumgebung beispielsweise keine VideosBook zusammengefasst. gucken (Ton und Bild sind nicht synchron), für Video- und Bildformate fehlen die Programme bzw. Codecs ect.Wie sieht mein Arbeitsplatz der Zukunft aus? Das läuft also lokal auf dem Mac, ausserhalb derIch arbeite im Marketing von FI-TS, einem IT- Unternehmensumgebung. So wie große Teile meinerDienstleister für die Finanzbranche. Für mich gelten Internetarbeit (Bild- Video- Social Media Tätigkeiten)also zum Einen die strengen auch. Und damit kann ich sagen: Ich bin in der LageRegulierungsvorschriften, wie für die Finanzhäuser vollumfänglich und mit modernen Arbeitsmitteln zuauch, zum anderen habe ich keinen typischen Bank- arbeiten – trotz hoher interner Regularien. oder IT-Arbeitsplatz. Verschmelzen Privat- und Arbeitsleben?Mein Arbeitgeber stellt mir seit einiger Zeit bereits Das ist eine eher philosophisch-ideologische Frage unddie Arbeitsplatzlösung “Arbeitsplatz der Zukunft” hängt sehr vom persönlichen Standpunkt deszur Verfügung, die ich ausschliesslich nutze. Betrachters ab. Ich sehe meine Arbeit nicht als das, wasParallel könnte ich noch in der alten “Officewelt” ich im Büro oder in der Zeit erledige, in der ich mich anarbeiten, was ich aber dankend ablehne. Die einem Zeitsystem “einstemple”. Ich habe nur ein Leben.strengen Regularien auf der einen und mein Ich habe einen Job, den ich sehr gerne mache. Dasmarketingtypischer Arbeitsplatz auf der anderne trenne ich nicht (mehr). Ich halte privat meine AugenSeite liessen mich vor eineinhalb Jahren zu einer auf, baue Know-How auf und bringe es mit in die ArbeitSonderlösung greifen: Ich arbeite ausschliesslich ein. Oder anders gesagt: Ich werde für das bezahlt, wasmobil am Mac. Auf meinen Schreibtisch stehen mir Spass macht. Ich bringe auch meine Erfahrugen ausnoch Docking-Station und Bildschirm für einen der Arbeit in private Projekte mit ein und profitiereWindowsarbeitsplatz, ich nutze aber nur den auch so herum. Privatleben, Arbeitsleben, Familienleben,Laptop und das Smartphone. Freizeit, Arbeitszeit, “Rüstzeiten” und dergleichen mehr habe ich nicht mehr.Ich glaube, dass ich in der mittleren Zukunft nichtanders arbeiten werde, als jetzt schon. Irgendeines Ich kann mir meinen Arbeitstag weitgehend auch selbstmeiner Geräte (iPhone, Blackberry (BB), Mac, iPad) einteilen. Bringe ich die Kinder in die Schule oder denist immer online. Ich hingegen nicht! Nur ein Teil Kindergarten, braucht die Frau das Auto, komme ichdieser Geräte wird mir von FI-TS zur Verfügung später in die Arbeit. Habe ich private Termine, so gehegestellt. Lediglich Mac und BB, der Rest ist privat. ich später nach hause. Oder wenn ich nachmittags vonIch arbeite vom Büro aus, wo ich ca. 3-4 mal in der der Geschäftsreise früher nach hause komme, arbeiteWoche bin, aus dem Home Office, vom Hotel oder ich vom Home Office aus weiter. Ich höre aber in 37
    • ebendiesem Home Office klar auf zu arbeiten,klappe den Laptop zu, bin nicht mehr zu erreichen.Mein Smartphone piept nicht, wenn ein Mailkommt, ich gucke nicht vor dem Zubettgehen, obnoch was Wichtiges reingekommen ist, rufe abendsauch keine Mailbox ab.FazitEs gibt für mich nicht genau den “Arbeitsplatz derZukunft” oder ich habe ihn schon. Es gibt aber vieleArbeits- und Arbeitsplatzmodelle. Ich finde dieWahlmöglichkeit sehr gut. Nicht jeder mag sich vonder E-Mail weg und zum Instant Messaginghinbewegen. Manche brauchen die Oase zuhause,um abzuschalten, aufzutanken oder sich derFamilie zu widmen. Das Leben bewegt sich weiterund wir müssen unseren Weg dabei finden. MeinWeg ist sicher nicht der ideale für viele Andere. Esist meiner. Ohne Bewertung gut oder schlecht,modern oder altmodisch. Aber er gefällt mir. 38
    • Autorin: Cornelie Picht Freiberufliche E-Learning-Autorin http://www.neue-lernwelten.de3 Trends für den Arbeitsplatz der Zukunft Beitrag zur können, dass ich sein Anliegen verstehe, seine Ziele in Blogparade: ein passendes Lernarrangement umforme, seine Daten Wie ist dein und Dokumente vertraulich behandle. Ich muss darauf Arbeitsplatz vertrauen, dass der Kunde meine Arbeit abnimmt und der Zukunft? mein Honorar zahlt. Das funktioniert aus meiner Sicht hervorragend und Probleme in der Kommunikation oder Bianca Gade hat Zusammenarbeit habe ich noch nie erlebt. die Wissensarbeiter Vertrauen kann aber nur dort entstehen und wachsen,zur Blogparade aufgerufen. Wie arbeiten wir, wie wo man offen kommuniziert. An Stelle der persönlichenstellen wir uns die künftige Arbeit vor, welche Beziehungen stehen heute die sozialen Netzwerke. DerWünsche haben wir an unseren Arbeitsplatz? Ich Aufbau von Vertrauen muss schneller gehen,denke, als Freelancer ist man bereits einige Schritte vertrauenswürdig oder nicht entscheidet sich oft nachRichtung Arbeitsplatz der Zukunft gegangen. Für einem Blick. Der Eierkopf bei Twitter ohne Biografieviele Normalarbeitsplätze werden künftig ähnliche kommt nicht in die Timeline, eine Kontaktanfrage beiBedingungen gelten und ähnliche Fähigkeiten an XING ohne Foto und mit rudimentärem Lebenslauf wirdBedeutung gewinnen. Aus meiner Sicht werden kein Kontakt. Vertrauen gibt es nur gegen Offenheit.dabei besonders die Soft Skills immerentscheidender. Es wird um die Fähigkeit zur Doch wie weit soll und kann man mit dieser OffenheitVernetzung gehen, um stetiges Lernen in gehen? Wer sich aktiv in den sozialen Netzwerkenwechselnden Lerngruppen, um vielfältigen bewegt, muss einiges von sich preisgeben. Dinge, dieWissensaustausch und die Suche nach Lösungen, wir in der Vergangenheit als Teil unserer Privatsphäredie nicht mehr in unser gewohntes Raster mit betrachtet haben, sind nun für jedermann freieindeutigen Richtig-/Falsch-Antworten passen. verfügbar im Netz. Manch einer gerät da an seineWas also wird den Arbeitsplatz der Zukunft Grenzen, die allgegenwärtige Aufforderung zurkennzeichnen? Offenheit kann auch als Zwang empfunden werden und Abwehr provozieren. Wer sich nicht sicher sein kannVertrauen und Offenheit werden wesentliche über die Verwendung seiner Daten undFähigkeiten für den Arbeitsplatz der Zukunft Kommunikationsschnipsel, gleichzeitig aber mit der neuen Norm zur Offenheit konfrontiert ist, gerät in einAls freiberufliche E-Learning-Autorin arbeite ich in Dilemma. Viele deutsche Unternehmen versuchenerster Linie allein, es gibt kein vertrautes Team, diesem Dilemma zu entkommen, indem sie die Zugängekeine Kollegen, die man schnell um Rat fragen zu den sozialen Medien blockieren und ihre Mitarbeiterkönnte und keinen Chef, der mir Vorgaben macht. stärker überwachen. Aus meiner Sicht eine Strategie,Meine Kunden kommen über das Netz, auch hier die sich rächen wird. Wie es auch anders gehtkein Kontakt von Angesicht zu Angesicht und beschreibt beispielsweise Stefan Pfeiffer in seinem Blog.trotzdem schließen wir Verträge. Das erste wichtigeStichwort für den Arbeitsplatz der Zukunft istdeshalb für mich Vertrauen. Ohne Vertrauen gehtes nicht! Mein Kunde muss darauf vertrauen 39
    • Kommunikation und Zusammenarbeit wird während eines Projekts wird daurch erheblich reduziertvorwiegend über Webdienste stattfinden und gleichzeitig kann man mögliche Fehlerquellen besser kontrollieren.Wenn ich Außenstehenden die Art meiner Arbeitbeschreibe erlebe ich oft Skepsis. Kann das Für die Kommunikation mit meinem persönlichenüberhaupt funktionieren, nur über verschiedene Netzwerk und zur Information nutze ich bevorzugtMedien zu kommunizieren, ohne die berühmten Twitter. Bei Nicht-Twitterern treffe ich damit zwar aufGespräche in der Kantine oder zumindest völliges Unverständnis aber Twitter ist das Social Mediagemeinsame Meetings? Ja, es funktioniert sehr gut! Tool auf das ich am wenigsten verzichten möchte.Aus meiner Sicht sogar besser als manches Meine Timeline ist der Filter für relevanteherkömmliche Setting. Es mag hervorragend Informationen, ich kann Fragen stellen, Informationenstrukturierte Meetings geben, die zielorientiert und weitergeben oder einfach schnell einen Terminfokussiert ablaufen. Wesentlich häufiger habe ich organisieren.aber die andere Variante erlebt: Man beginntverspätet, weil immer jemand zu spät kommt. Lernen inThemen werden in aller Breite ausgewalzt und die wechselndenTagesordnung wird unfreiwillig erweitert. CommunitysIrgendjemand schafft es immer, seine aktuellen wird zurProbleme unterzubringen, die mit allem zu tun Normalitäthaben, nur nicht mit dem Projekt. Es sind dannauch die Gleichen, die jeden Hinweis auf die Meine ArbeitTagesordnung oder die Uhrzeit nonchalant bringt es seitignorieren. Im Vergleich dazu laufen Online- jeher mit sich,Besprechungen fokussierter ab. Es mag daran dass ich michliegen, dass das Medium kälter ist aber aus meiner schnell und umfassend in neue Themen einarbeitenSicht kommt man schneller und besser auf den muss. Bis zu einem gewissen Grad gelingt das natürlichPunkt. autodidaktisch. Der Nachteil beim autodidaktischen Lernen liegt aber darin, dass ich mich bei derWenn ich in einem Projekt arbeite, bin ich mit Auseinandersetzung mit den Inhalten in meinenmeinem Ansprechpartner über Skype verbunden. eigenen Grenzen bewege. Beim Faktenlernen ist auchFür mich hat es den Vorteil, dass ich schnell und das unproblematisch aber immer dann, wenn es keineunkompliziert Fragen stellen kann ohne den eindeutigen Lösungen gibt, bin ich auf andereAnderen bei seiner Arbeit zu stören. Die Sichtweisen, Diskussion und AuseinandersetzungKommunikation verläuft zum Teil asynchron aber angewiesen, um neue Inhalte für mich einzuordnen.schneller als per E-Mail und stärkerdialogorientiert, weil man bei Bedarf zum Chat Ich habe deshalb vor rund einem Jahr begonnen zuübergehen kann. E-Mails spielen im Grunde bloggen, Inhalte zu teilen und mich in verschiedenengenommen nur noch die Rolle des Türöffners zu Communitys zu beteiligen. Das kostet Zeit und machtBeginn eines Projekts, im weiteren Verlauf verlieren Arbeit, ist aber im Endeffekt wesentlich effizienter alssie an Bedeutung. jede Form von Einzelkämpfertum. Fast nebenbei komme ich außerdem in Kontakt mit Menschen, die ähnlicheAuch bei Austausch von Dateien ziehe ich die Schwerpunkte und Interessen haben, die ich aberentsprechenden Netzwerkdienste mittlerweile der E- außerhalb des Web vermutlich nie getroffen hätte.Mail vor. Bei einem Webdienst werden die Ordner Kontakte entstehen im Social Web schneller undaller angemeldeten Rechner automatisch unkomplizierter, sind aber deshalb keineswegsabgeglichen. Ich kann sicher sein, dass allen oberflächlicher als Kontakte in der analogen Welt. IchProjektbeteiligten die jeweils aktuelle Version der erlebe die Menschen in meinen Netzwerken als sehrDateien zur Verfügung steht. Der Schriftwechsel offen, großzügig und verbindlich. Wissen wird in viel 40
    • größerem Ausmaß geteilt als ich es aus derVergangenheit kenne, gemeinsame Ziele werdenmit sehr viel Enthusiasmus verfolgt und dieZusammenarbeit steht nicht nur im Zeichen derEffizienz, sie macht auch Spaß.Die angeführten Beispiele sind nicht besondersspektakulär. Ich habe sie ausgewählt, weil ichdenke, dass sie künftig die Arbeit einer Mehrheitprägen werden. Für meine persönliche Arbeit seheich die kommenden Veränderungen eher in einemWandel der Lernformen. Ich bin der festenÜberzeugung, dass die Tage der bisher üblichenTrainings, Seminare und E-Learning-Angebotegezählt sind. Sie werden nicht verschwinden aberder gesteuerte Lernprozess wird an Bedeutungverlieren, während informelles Lernen mehr undmehr Gewicht bekommt. Für die Verzahnung derverschiedenen Lernformen brauchen wir neueKonzepte und wir brauchen eine Diskussiondarüber. Die sozialen Medien bieten dafür denRaum. 41
    • Autor: Dominik Mauritz Gründer, Geschäftsführer und Visionär @vio:networks http://blog.vionetworks.deDer Arbeitsplatz der Zukunft Dieser Post ist unabhängig von Ort und Zeit und ermöglicht die ein Beitrag zur Zusammenarbeit der Mitarbeiter über die Grenzen des Blog-Parade die Firmengrundstücks hinaus. Neue Geräteklassen, wie von netmedia Smartphones oder Tablets tun ihr Übriges, um den veranstaltet Telearbeitsplatz vom Büro zu entkoppeln. wird. Auf Grundlage meiner eigenen Vor allem die Arbeitnehmer wünschen sich mehr Erfahrungen Flexibilität. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes und meiner Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuepersönlichen Arbeitsweise versuche ich im Medien e.V. (BITKOM) wollen 67 % der BefragtenFolgenden einen Ausblick darauf zu geben, wie sich mindestens an einigen Tagen im Home-Office arbeitender Arbeitsplatz in Zukunft entwickeln wird. oder tun dies bereits. Die Vorteile dieses Modells liegen auf der Hand: Der Mitarbeiter spart sich den ArbeitswegMobilität ist nach meiner Ansicht das und bekommt die nötige Flexibilität, um Beruf undentscheidende Schlagwort, wenn es darum geht, Familie besser in Einklang zu bringen. Der Arbeitgeberwie wir in Zukunft arbeiten. Meine Kollegen und profitiert von geringeren Kosten für den Arbeitsplatzich praktizieren das schon heute recht exzessiv. Wir und kann Fachkräfte langfristig an sich binden.arbeiten verteilt auf Bayern und Berlin, mal imHome-Office, mal in einer Art Gemeinschaftsbüro.Teambesprechungen finden in terminlichvereinbarten Telefonkonferenzen statt. E-Mail undChat unterstützen die Kommunikation imArbeitsalltag.Man muss selbstverständlich differenzieren. Dasproduzierende Gewerbe beispielsweise wirdweiterhin auf Arbeitsmittel und eine Umgebungangewiesen sein, die nicht beliebig an jedem Ortverfügbar ist. Aber wer Telefon und Computer seineWerkzeuge nennt, für den entstehen gerade dieidealen Bedingungen um flexibel und vor allemmobil zu arbeiten. Die treibende Kraft hinter diesemTrend ist der Ausbau von schnellenInternetzugängen. Damit lassen sich vieleAnwendungen, wie Telefonanlage, Mail, Kalender,ERP- und CRM-Software etc. in die Cloudauslagern und als Service von spezialisiertenDienstleistern beziehen. Die Nutzung dieser zentral Dennoch sind es vor allem die Arbeitgeber, die auf dieim Internet bereitgestellten Dienste funktioniert Bremse treten. Es bedarf eines gewissen 42
    • Vertrauensvorschusses gegenüber denMitarbeitern. Der Chef muss die Zügelzwangsläufig lockern und hat nicht mehr dieständige Kontrolle über seine Angestellten.Traditionell wird Arbeitsleistung an den im Bürozugebrachten Stunden gemessen. An dieser Stelleist Umdenken gefragt. Eine ergebnisorientierteBewertung der Arbeitsleistung ist letztlich auch ausunternehmerischer Sicht sinnvoll.Bei aller Euphorie sollten die Gefahren eineszeitlich und räumlich flexiblen Arbeitsplatzes nichtverschwiegen werden. Viele Zu-Hause-Arbeiterklagen über ein Verschwimmen der Grenzezwischen Beruf und Freizeit. Einige sehen die Work-Life-Balance in Gefahr. Die ständige Erreichbarkeitfür Kollegen und Vorgesetzte kann zum Dauerstressausarten. Schnell ist die neue VolkskrankheitBurnout Gegenstand der Diskussion. Deshalb ist einbewusster Umgang mit der neu gewonnenenFreiheit nötig. Das Smartphone muss gelegentlichausgeschaltet und das Mail-Programm geschlossenwerden. Nur so lässt sich auch die Qualität desArbeitsplatzes der Zukunft erhöhen. 43
    • Autoren: Matthias Tausendpfund, Klaus Röhlig, Marc Parczian, Thomas Hantke Social Workplace Enthusiasts @OpenText http://blog.f4ecm.deDie Matrix lebt! Virtuell wird Realität.Wie soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Hat man euch das einfach so erlaubt?Diese Frage stellt Bianca Gade im netmedia Blogund möchte mit den Antworten ein ebook erstellen. Klaus: Ja, bei mir war das so und das war gut so, dennWir von F4ECM haben uns überlegt, was wir dazu wir arbeiten heute immer noch gemeinsam zusammen.beitragen können und sind zu dem Schlussgekommen, dass wir heute schon recht nah dran Thomas: Dabei war es nicht nur so erlaubt, sondernsind, am Arbeitsplatz, wie wir ihn uns vorstellen. explizit gewünscht, jedenfalls von meinemDabei geht es uns primär um die Fragestellung, wie Management. Wir wollen und sollen nicht in unseremwir arbeiten bzw. arbeiten wollen. Unsere Elfenbeiturm sitzen und unsere Themen für unsUnterhaltung dazu haben wir hier aufgeschrieben. aufarbeiten. Unser Ziel ist es auch die Sichtweise der anderen Abteilungen und auch derWie war das eigentlich europäischen Kulturunterschiede zudamals? berücksichtigen um voneinander zu profitieren und zu lernen.WarumKlaus: Mein damaliger funktioniert etwas in Deutschland aber inChef Werner sagte zu Schweden nicht und was machen diemir: “Da gibt es zwei Engländer anders?Kollegen, Marc undThomas, unterhalte Dich Matthias: Naja, unser Austausch hat ganzmal mit denen!”. Gesagt, gut funktioniert und wir konnten ja auchgetan und dann kam relativ schnell einige gute Ideen undnoch Matthias dazu. Aktionen beisteuern und umsetzen. Bei OpenText ist viel die Rede von “purpose-Matthias: Erstmal ging es driven virtual teams” - ich denke das trifftum den voll und ganz auf uns zu: der Zweck ist dieabteilungsübergreifenden Austausch. Wir haben abteilungsübergreifende Zusammenarbeit anbemerkt, dass wir alle an ähnlichen Themen innovativen Themen und die schnelle Umsetzung vonarbeiten; da mussten wir einen Weg finden, uns Ergebnissen von denen die gesamte Organisationauszutauschen und gemeinsam an (Kunden- profitieren kann.)Projekten zu arbeiten. Und dann?Marc: Und irgendwann haben wir uns dann einfachmal in Hamburg getroffen und unser virtuelles Thomas:Die große Frage, die wir leider nicht mit 43Team ins Leben gerufen. Seitdem treffen wir uns beantworten konnten. Wie können wir die großenregelmäßig und haben die ersten gemeinsamen Themen im ECM-Bereich sowie Social Media undProjekte umgesetzt, wie z.B. unsere Mobility Show Mobility für unsere Kunden im Business-auf den letzten Content Days. Zusammenhang darstellen und das ganze auf keinen Fall mit PowerPoint? 44
    • Matthias: Dann, dann kam der OpenText Content Kollegen, aus unseren Produkten und natürlich vielDay, die jährliche Kundenveranstaltung mit über lesen, online und offline (das sind Bücher).500 Teilnehmern. Thomas: In unserem Arbeitsumfeld passiert täglichMarc: Unser erster gemeinsamer Auftritt... etwas Neues. Wir tauschen uns viel aus und beobachten was den Markt und vor allen Dingen unsere Kunden bewegt oder für diese spannend werden könnte. Matthias: Unsere Themen sind sicher innovativ und manchmal ein bisschen der Zeit voraus. Da muss man aufpassen nicht zu weit voraus zu preschen. Aber als “Think Tank” muss man wohl auch ein bisschen “spinnen” dürfen, oder? Marc: Und das mit dem “Spinnen” funktioniert ganz gut, vor allem bei uns. Einer hat immer Ideen, die diskutieren wir dann und machen mit den besten weiter. Und wie arbeitet ihr konkret zusammen?Erzählt doch mal was zum Content Day Projekt Thomas: Wir reden, zeichnen, streiten, lachen (sehr viel) und finden dann beim Türken oder GriechenThomas:Wir wussten was wir erreichen wollten, (gemeinsames Mittagessen) bis jetzt immer einenhatten aber keinen blassen Schimmer wie. gemeinsamen Konsens. Sollte das nicht mehrNachdem wir dann in “Brainstorming Sessions” funktionieren werden wir mal den Italienerviele Ideen gesammelt hatten, haben wir sehr ausprobieren.gnadenlos ausgesiebt.http://www.youtube.com/watch?v=JPqFNQCXF9Y Marc: Ich hoffe allerdings sehr, dass es soweit nichtWas war Umsetzbar, finanziell, zeitlich und vor kommt! Wirklich spannend an unserer Arbeitsweiseallen Dingen wie passt das zusammen. finde ich, dass wir teilweise mit komplett konträren Meinungen an ein Thema herangehen und im EndeffektKlaus: Die Entwicklung des Storybooks hat einfach bei einem gemeinsamen Ergebnis landen. Dabeinur Spaß gemacht und das Ergebnis war auch Dank überzeugen wir uns gegenseitig mit Argumenten, ohneunseres Videofilmers Hans-Jürgen einfach super.. dass jemand wirklich große Zugeständnisse machen muss sondern jeder zu jedem Ergebnis vorbehaltlosMarc: Umgesetzt haben wir dann ein dreiteiliges steht.Bühnenstück mit echten Beispielen aus dem ganznormalen Business-Alltag: schnell mal eben was Matthias: … das geht aber nur bei gegenseitigererledigen, ohne dass man dafür im Büro sein muss. Wertschätzung und der Akzeptanz, dass jeder auf einemEinfach mobil arbeiten, das haben wir dann etwas anderen Gebiet zu Hause ist und ein paaranders als sonst dargestellt. Spezialerfahrungen aus der Vergangenenheit beisteuern kann. Wenn die wie hier alle einbezogen und genutztWie findet ihr denn eure Themen? werden kann viel Kreativität und Relevanz entstehen.Klaus: Die Frage muß für mich eigenlich lauten: Was macht ihr mit den Ergebnissen?“Warum findet ihr neue Themen?”. Weil sich ausunseren Ideen viele gute, neue Themen ergeben. Klaus: Unsere Kollegen, unsere Teams und unserDas ganze basiert sehr stark auf Anregungen von Management stehen vielen Ideen offen gegenüber. Das 45
    • motiviert und ermöglicht uns viele Umsetzungen. arbeite gern mit dem iPad und interessiere mich für neue Entwicklungen. Aber wenn die Technik Mittel zumThomas: Wir stellen Sie in unserem Management Zweck und nicht mehr im Zusammenhang zumvor und haben dabei das Glück nicht auf Business steht und keine Mehrwerte erzeugt, stellen wirhierarchische Schranken zu treffen sondern auf uns immer wieder die Frage ob wir auf dem richtigenInteresse und offene Ohren. Weg sind.Matthias: Und wir versuchen natürlich die Matthias: naja, Thomas, wir sind schon Spielkinder. IchErgebnisse in unsere Teams zurück zu tragen. Das sag nur: Twitter, Blogs, Apple, Hangouts. Solange dieklappt manchmal prima, manchmal weniger gut. Technik hilft besser zu kommunizieren und effizienterAber wir arbeiten dran. zu werden macht das für mich Sinn.Was würdet ihr anderen empfehlen? Marc: Wir sind zwar keine Nerds, lieben aber kleineKlaus: Findet Spaß an Euren Themen. Ihr seid Gadgets. Neue, coole Technologie ist bei uns schonkreativer als Ihr denkt. Sucht Euch Kollegen, die immer auch ein Thema.mitmachen.Marc: Initiative, ein gesunder Antrieb, ist einwichtiges Element. Jeder hat tolle Ideen, traut Eucheinfach, diese auszusprechen und mit anderen zudiskutieren. Und lasst Euch auf keinen Falldemotivieren, falls eine Idee mal nicht funktioniert - ein Stürmer im Fußball braucht auch viele Schüsse,bevor mal einer trifft.Thomas: Machen und nicht auf eine Einladungwarten. Die kommt in den seltensten Fällen. Traut Ist das effizient?Euch etwas anders zu machen und sucht EuchMitstreiter die für die gleichen Themen brennen. Klaus: Einfach nur: Ja.Überlegt Euch gut, wie und was Ihr vorstellt, dassollte sehr außergewöhnlich sein. Aber das Marc: Auf jeden Fall ist der Output bis jetzt ziemlich gutPotential ist da, wenn der Schalter erst mal angekommen.umgelegt wurde. Thomas: Für die Themen die wir bearbeiten auf jedenMatthias: Mut zu neuem Denken. Aber die Fall! Bei uns geht es viel um Kreativität und um neueKommunikation, Politik und Organisation nicht Sichtweisen. Dafür muss man sich austauschen undvergessen! kann nicht vor einem weißen Blatt im stillen Kämmerlein sitzen.Spielt die Technologie für euch eine Rolle? Matthias: Sehe ich auch so: der Output / Zeit ist schonKlaus: Zuerst nicht, da sind es Ideen und Themen. recht hoch.Dann natürlich auch die Technologien für dieUmsetzung. Was inspiriert euch?Thomas: Technologie ist nicht so wichtig für die Klaus: Marc!eigentliche Arbeit aber für die Inspiration und dieIdeenfindung.Wir arbeiten alle in einer Hightech Marc: Thomas!Firma und sind somit auch Technik-verliebt. Ich 46
    • Thomas: Matthias!Matthias: Klaus!Spielt für euch Freizeit eine Rolle?Klaus: Eine sehr wesentliche Rolle. Nur mit Familieund meinen Hobbys kann ich richtig abschaltenund neue Energie aufladen. Na ja, so bei derAuswahl von Literatur ist Arbeit und Freizeit schonoft eng bei einander.Marc: Aus meiner Sicht ist das eine Frage derDefinition von Freizeit bzw. von Arbeit. Wenn icham Wochenende Mails lese oder einen Blogbeitragschreibe, ist das Arbeit? Wenn ich am Montag um 9Uhr die neuesten Nachrichten von Mashup leseund aktuelle Blogbeiträge scanne, ist das Freizeit?Matthias: Die Familie darf nicht zu kurz kommen!Ich sehe schon einen Trend zur Verschmelzung vonArbeit und Freizeit, da die Kommunikation einenüberall hin begleitet - und das in beide Richtungen.Was plant ihr für die Zukunft?Klaus: Ich lebe eigentlich im “heute”. Die Zukunftentwickelt sich automatisch aus unsererZusammenarbeit.Thomas:Weitermachen, neue Themen aufgreifenund Kollegen ermutigen und inspirieren ähnlicheWege einzuschlagen.Marc: Noch mehr Ideen generieren und immerwieder ausprobieren. Und vor allem: falls mal wasnicht funktioniert: lernen und mit dem nächstenProjekt weitermachen.Matthias: Tu’ Gutes und rede drüber. Don’t dostupid! 47
    • Autor: Falk Hedemann Journalist @t3n http://www.falkhedemann.de"Arbeitsplatz der Zukunft" - so sieht er bei mir aus!Bianca Gade, vielen von euch vielleicht auch als platten Land, hoch im Norden im schönen Ammerland@ChiliConCharme bekannt, hat eine sehr und nicht etwa in einer Großstadt und nicht, wie vieleinteressante Blogparade gestartet, deren Ergebnis vermuten, in Hannover oder umzu. Für mich hat das inin Form eines Buches veröffentlicht werden soll. der Summe mehr Vorteile als Nachteile, aber das wird inDas Thema: 4„Arbeitsplatz der Zukunft“. Wie sieht dieser Form sicher auch nicht beliebig reproduzierbaralso der für mich individuell passende Arbeitsplatz sein, denn einige Voraussetzungen müssen dafürin der Zukunft aus und welche einfach stimmen:Rahmenbedingungen müssen dafür erfüllt sein.Mich hat das Thema sofort angesprochen, weil ich • man braucht eine schnelle und ausfallsichereimmer wieder auf meinen Arbeitsplatz Internetverbindungangesprochen werde: Wie kannst Du denn als • der Arbeitgeber, bzw. die Auftraggeber müssenRedakteur eines Webmagazins aus dem Home- mitspielenOffice arbeiten? Sehr gut… • regelmäßige Treffen im Reallife sind Pflicht und müssen möglich seinDas Home-Office als Arbeitsplatz der Zukunft • ein echtes Büro ist unabdingbarGegenwart • Pflichtbewusstsein und Selbstorganisation sollten zu den eigenen Vorzügen gehören Viele Faktoren kann man beeinflussen, doch bei einem ganz wesentlichen Punkt muss man etwas aufpassen – bei sich selbst. Das vernetzte Arbeiten aus dem Home- Office ist nicht für jeden Menschen geeignet, das muss man so klar sagen. Wer einen Hang zur Prokrastination hat und auch sonst gelegentlich einen Schubser braucht, um in die Gänge zu kommen, der sollte es sich gut überlegen. Zumindest in meinem Arbeitsalltag ist Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und selbständiges, eigenmotiviertes Arbeiten eine Grundvoraussetzung. Ich habe mich schon früh mit diesen Voraussetzungen beschäftigt und mir klare Regeln auferlegt, die mich durch den Arbeitsalltag führen.Seit nun mehr dreieinhalb Jahren arbeite ich alsRedakteur für das t3n Magazin. Was anfangs aus Regel Nr. 1: Ich arbeite wie jeder andere auch!einem Zufall geboren wurde und sehr bedächtiganfing, entwickelte sich bis heute zu einer Was sich zunächst sehr banal anhört, ist sicher einervielschichtigen und sehr ausfüllenden der wichtigsten Punkte – nicht nur für mich selbst,Beschäftigung. Mit dem Arbeitsvolumen, neuen sondern vor allem für mein soziales Umfeld im Reallife.und wechselnden Aufgaben und Umfängen blieb Anfangs klingelte es schon mal morgens an der Türein Faktor immer konstant: Mein Arbeitsplatz oder am Telefon, denn ich bin ja da und habe sicher Zeitbefindet sich bei mir zu Hause. Ich wohne auf dem für einen Kaffee oder einen kleinen Plausch. Nein, habe 48
    • ich nicht, denn ich habe mich genauso, nein aus Und wie sieht nun mein Arbeitsplatz der Zukunftmeiner Sicht sogar noch viel strenger, an die aus?festgelegten Arbeitszeiten zu richten, wie dieanderen Kollegen im Büro auch. Strenger deshalb, Ich denke ich bin da schon auf einem guten Weg. Ichweil man mich ja nicht sehen kann. Das setzt bei kommuniziere beispielsweise über verschiedene Kanäleden Kollegen und Chefs ein großes Vertrauen mit meinen t3n-Kollegen. Wir nutzen intensiv Skype,voraus, was man sich erst verdienen muss. vor allem den integrierten Chat, mit dem man auch Gruppen einrichten kann. Darüber hinaus verwendenRegel Nr. 2: Denk an deinen Feierabend! wir Yammer als interne Microblogging-Plattform, nutzen eine Projektverwaltung, Google Docs und auchGerade wer als Selbständiger/Freelancer arbeitet, die gute alte E-Mail hat bei uns noch nicht ganzweiß wovon ich rede: Hier noch mal schnell einen ausgedient. Natürlich greifen wir auch mal zum TelefonAuftrag bearbeiten und eigentlich ist es ja noch gar und besprechen etwas zu zweit, zu dritt… Dazunicht so spät – den nächsten schaffst du auch versuchen wir regelmäßig Redaktionsmeetingsnoch! Wer dann noch im Home-Office arbeitet, einzuplanen, bei denen ich dann auch nach Hannoverneigt noch eher dazu, nicht an den Feierabend zu fahre und wir uns mal direkt austauschen können.denken. Das kann in der Anfangszeit auchnotwendig sein, so war es zumindest bei mir. Aber Alles zusammen betrachtet ergibt sich für mich derzeitdann irgendwann muss man sich wieder daran ein Arbeitsplatz, der meiner Idealvorstellung schonerinnern, dass man auch Erholung braucht. Gerade recht nahe kommt. Einzig die Qualität derwer kreativ arbeitet, was unter Freelancern ja sehr Videokonferenzen sind noch ausbaufähig, aber wirverbreitet ist, sollte auf ausreichende Erholung werden da sicherlich noch ein paar Dinge austesten.achten. Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass Was ich mir zudem noch wünschen würde, wäre dieweniger mehr sein kann! Soll heißen: Weniger Möglichkeit auch mal ein Redaktionsmeeting oderArbeitszeit, dafür größere Motivation und einen Workshop-Tag bei mir im Home-OfficeLeistungsfähigkeit. Am Ende kommt oft sogar mehr stattfinden lassen zu können. Aber auch daran arbeitedabei heraus ich schon ;)Regel Nr. 3: Reallife kommt vor Digital Life!Bei allen Vorzügen, die ein Home-Office so mit sichbringt, sollte das echte Leben „draußen“ nichtvergessen und vernachlässigt werden. Besonderswichtig sind soziale Kontakte und regelmäßigeTreffen mit den Kollegen. Natürlich kann man dasauch alles online erledigen, doch viele dermodernen und traditionellenKommunikationskanäle sind sehr verlustbehaftet.Wer sich beispielsweise nur per E-Mail austauscht(vom zeitlichen Aspekt mal ganz abgesehen),erfährt eben nicht, in welcher Stimmung sich derKommunikationspartner gerade befindet. Man siehtsich halt nicht und kann Mimik, Gestik, Intonationund Tonalität nicht wahrnehmen. 49
    • Autor: Daniel Rehn Strategische Beratung Social Media @talkabout communications gmbh http://danielrehn.wordpress.comBlogparade: Der Arbeitsplatz der ZukunftNachdem ich vor ein paar Wochen bereits den erleichtert, wenn ich morgens keine Zeit fand Laufen zuTeaser zur Blogparade von Bianca Gade setzte, gehen. Andere essen in der Mittagspause, ich ziehekomme ich heute noch auf den letzten Drücker mit meine Bahnen. Jedem das seine also … Für mich sind esmeinem Beitrag um die Ecke. Denn die Frage, wie kleine „Fluchtmöglichkeiten“, wenn ich zwischenzeitlichder Arbeitsplatz der Zukunft, mein Arbeitsplatz, abschalten möchte.aussehen könnte, treibt mich nicht erst seit derwiederholten Lektüre von Markus Albers Mit welchen Werkzeugen kommuniziere ich mit„Meconomy“ um. meinen Kollegen/Kolleginnen – oder möchte ich künftig kommunizieren?Da es mir unter den zeitlichen Umständen jedochetwas an Kreativität mangelt, um einen elegant Zu den Kommunikationstools gehört ganz klassisch derformulierten Text aus dem Hut zu zaubern, werde Austausch per E-Mail, das Firmennetzwerk und – nochich mich an den Fragen orientieren, die Bianca – klassischer – der Gang zum Kollegen am anderen Endeaus jetziger Sicht mehr als dankenswerter Weise – des Raums. Face to Face, wie man auf Neudeutsch wohlzur Verfügung gestellt hat. So, here we go: sagen würde. Wahlweise auch das Telefon und an ganz tollen Tagen ein Rufen quer durch die Räumlichkeiten,Als was und wie arbeite ich derzeit? was impliziert, dass ich tatsächlich in einem Großraumbüro arbeite, wenn man die Loft-artigenAktuell bin ich strategischer Berater für Social Agenturverhältnisse so bezeichnen mag. AlternativMedia in einer Agentur in München. So steht es gesellen sich noch Skype, Twitter und eine eigenszumindest auf meinem Arbeitsvertrag. Inoffiziell eingerichtete Facebook-Gruppe dazu, die jedoch mehrbin ich Troubleshooter, Querdenker, Community schlecht als recht ihren Sinn und Zweck erfüllt. DieManager, Produktentwickler und nebenbei 24/7- Adaption dieses Tools hat noch nicht ganz geklappt undKommunikator für alles, was das Social Web und wird wohl noch eine Weile bedürfen.partiell auch Old School-Kommunikation betrifft.Und ja, klassische PR ist auch dabei. Das klärt Nichts desto trotz trifft die Auswahl der Tools bereitszumindest das „was“. Das „wie“ ist im Gegensatz meinen Geschmack, auch wenn ich wie angedeutetdazu sehr konventionell gehalten. Zu festen noch enormes Potential sehe, um die Nutzung wirklichKernzeiten von 9.30 bis 17.30 Uhr erwarten mich für alle Seiten effizient nutzen zu können. Dermeine Kollegen (elf an der Zahl am hiesigen Werkzeugkasten ist bereits gut zusammengestellt, dochStandort) und am Platz im Büro Rechner, das Handling ist noch nicht bei allen mit den gleichenFlatscreen und Firmennetzwerk auf mich, dazu viel Versiertheiten vorhanden. Aber das kann ich zumPlatz für Unterlagen, den ich mal mehr, mal jetzigen Zeitpunkt nicht verlangen. So, wie meineweniger effektiv nutze, aber zumindest geordnet zu Zauberkünste für das Web und Photoshophalten versuche. funktionieren, lassen mich andere immer noch mit meinem Erzfeind Excel alt aussehen … Der große TraumDie größten Gimmicks: die großen Fenster mit Blick bleibt trotzdem eine Kommunikation, die unabhängigauf den Polizeischulsportplatz und der Pool auf vom Medium ist, dafür aber die Nachricht angemessendem Geländekomplex, der zwar nicht zwingend transportiert. Denn ebenso, wie man diezum Arbeitsplatz gehört, mir aber das Leben Massenrundmails mit der Frage nach dem Mittagessen 50
    • oder dem neuesten lustigen Sketch aus dem Web in Kollegen. Und die ausreichende Zeit zu haben. In beidendie Spam-Hölle verbannen mag, gehört nicht jede Fällen. Kritisch betrachtet stehe ich mir zuweilen selbstFrage, die „unter vier Augen“ bleiben sollte in die im Weg, um den direkten Weg gehen zu können. DasFacebook-Gruppe. Das setzt eine Lernphase aller Deligieren von Aufgaben ist eine Kunst, die ich immervoraus, die ihrer Zeit bedarf. Jeder hat einen noch zu erlernen versuche. Das kann von meinemanderen Wissensstand und nicht jeder sog die fehlgeleiteten Perfektionismus kommen, da ich seltenneuen Tools so begierig auf wie ich Jungspund. mit meiner Arbeit komplett zufrieden bin, meineDass es aber auch anders geht, sehe ich in meinen Maßstäbe aber auch sinnigerweise nicht 1:1 auf andereweiteren Projekten außerhalb der Arbeit (#digisport übertragen kann und will. Gerade bei Projekten, die eineorganisiert sich hervorragend über eine Gruppe auf gewisse Komplexität mitbringen.Facebook, im Studium waren Wegwerf-Wikis beiGoogle pures Gold, …). Ich bin also guter Hoffnung, Wenn die Kollegen dann parallel zu einem Projekt nochdass die Zusammenarbeit irgendwann auch über in weiteren Kundenaufträgen stecken, die ebenfalls ihrediese Dienste greift. ganz eigene Prioritäten mitbringen, wird die Projektorganisation und das -management eineWas motiviert mich an meiner Arbeit – was Jonglage, die oftmals komplizierter wird, als nötig. Diewürde mich mehr motivieren? richtigen Prozesse aufeinander abzustimmen wäre eine enorme Erleichterung …Was mich motiviert? Die Abwechslung. DieHerausforderung, jeden Tag Neues auf dem Tisch Was läuft an meinem Arbeitsplatz an Prozessenliegen zu haben. Die Chancen, die mir immer gut aber was könnte sich trotzdem verbessern?wieder aufs Neue geboten werden, um mich zu Und wie und warum?beweisen. Was mich mehr motivieren würde? DieZeit zu finden, um über das, was man tut, nicht erst … womit wir auch bei dieser Frage wären. Es gibt beiTage und Wochen später reflektieren zu können. Es meinen Kollegen und mir eine Vielzahl an Prozessen, dieist vielleicht etwas paradox sich über die zwar allesamt bekannt sind, auf Grund der zeitlichenSchnelllebigkeit des Geschäfts zu beschweren, Komponente jedoch allzu oft abgekürzt und neuwenn man sich gerade das so ausgesucht hat, aber interpretiert werden müssen, um zum gewünschtenzuweilen wäre es tatsächlich nett einfach mal ohne Erfolg zu kommen. Das ist zugleich unser größtes AsSchweißperlen auf der Stirn „läuft“ sagen zu wie auch Last, da sich Teams innerhalb der Konstruktekönnen. ideal aufeinander einstellen können, bei „Ausreißern“ aber ins Stocken geraten. Prozesse zu finden, die esDas klingt jetzt natürlich dramatischer, als es ist, jedem sofort ermöglichen einsteigen zu können.aber ich bin ein großer Freund vonFeedbackrunden, die sich nicht nur mit dem Wahrscheinlich ist es einfach der schwierigenProblem und seiner Lösung, sondern auch später Zwischengröße der Agentur geschuldet, dass sich keinemit dem beschrittenen Lösungsweg einheitlichen Prozesse für alle auf einen Nenner bringenauseinandersetzen – und zwar gemeinsam. Jeden lassen. Zu groß, um die Eigenverantwortlichkeitensein eigenes Erkenntnissüppchen kochen zu lassen unkoordiniert laufen zu lassen, aber auch zu klein, umist individuell betrachtet vielleicht ganz hilfreich, einen eigenen Prozessoptimierer an Bord zu haben, deraber für die Gruppe, die vom Wissen und der sich jeden Tag genau damit auseinandersetzt … EsErfahrung aller profitieren könnte, ist das entbehrt nicht gerade einer gewissen Ironie, dass diekontraproduktiv. Freiheiten, die man genießt, zuweilen eher Problem als Hilfe sein können, wenn es um Strukturelles geht.Was erleichtert mir mein Arbeitsleben beiProjekten – oder würde mir erleichtern?An erster Stelle: ich. Dicht gefolgt von meinen 51
    • Möchte ich künftig Beruf und Freizeit angeschaut, wenn man an einem normalen Werktagweiterhin trennen oder kann ich es heutzutage nicht am Platz sitzt. Viele Arbeiten lassen sichschon gar nicht mehr? unabhängig vom Aufenthaltsort erledigen, aber dennoch beharrt man auf die Anwesenheit am Platz.Ich habe vor einiger Zeit in einem Interview mit Doch wofür? Um sich mit dem Kollegen auszutauschen,dem geschätzten Kai Fischer gesagt, dass ich nicht der genauso gut Fragen per Mail, Telefon oder Directan eine Work-Life-Balance glaube. Entweder, man Message schicken könnte? Es ist eine Frage deshat Spaß an dem, was man tut, oder nicht. Vertrauens durch Kollegen und Chef, ob man seineDazwischen gibt es für mich nicht viel. Solange Arbeit gut ausführt oder nicht. Darauf zu bestehen,man mit einer gewissen Freude an die Dinge geht dass dies an einem fixen Ort – und unter Beobachtungund auch den Sinn dahinter erkennen kann, lassen der anderen, die ja auch da sein müssen und ein Augesich auch weniger geliebte Aufgaben erledigen, auf den jeweils anderen haben – geschehen muss,egal ob im Job oder im Privaten. Man hat nur ein spricht meiner Meinung nach nur selten dafür. Für michLeben, warum also nur das tun, was man absolut ist das ein Paradoxon, das sich mir noch nichtnicht will? Wenn es passt, dann läuft alles einfach. erschlossen hat und so bald wohl auch nicht mehr wird.Man gerät in einen Flow, der dich trägt, so dassselbst Überstunden nicht schmerzen. Jedoch, und Aber, und hier komme ich wieder auf Markus Albersdas möchte ich betonen, sollte man auch darauf zurück, einfach und ungezwungen „morgen komm’ ichachten, dass der Flow/Spaß nicht einzig im Büro später rein“ sagen zu können, ohne einem Druck derstattfindet. Manchmal muss man auch einfach mal Konventionen unterlegen zu sein, ist ein Ziel, dem ichStifte und Projektunterlagen zur Seite legen und mich mehr und mehr anzunähern versuche. Zuweilensagen „das war’s für heute“. Diese Lektion habe ich gelingt dies schon ganz gut, aber von meinemmittlerweile gelernt. Arbeitsplatz der Zukunft bin ich noch ein gutes Stück entfernt.Was ich mir wirklich wünsche … –… ist eine stärkere Förderung und Anerkennung der Auf die Zeilen zurückblickend merke ich, dass ich sehrFlexibilität. Gewiss, im Moment genieße ich enorm viel mehr über die Gegenwart, denn die Zukunft desviele Freiheiten, was Arbeitszeiten und Ressourcen Arbeitsplatzes geschrieben habe. Das war vielleichtfür weitere Projekte angeht. Aber die Tatsache, dass nicht zwingend das Ziel der Blogparade, aber dieman trotz aller Möglichkeiten des Arbeitens von Gelegenheit zum Reflektieren genutzt zu haben, war esüberall noch so oft an einen fixen Arbeitsplatz schon wert teilzunehmen. Danke dafür, Bianca!gebunden wird, entspricht nicht unbedingt meinerMentalität. Gute Ideen kommen sicher nicht alleindadurch, dass man permanent am Schreibtischsitzt. Ebenso wenig, wie die Inspiration am Strandoder im Café wartet. Aber die Optionen, die sich mitden technischen Gegebenheiten auftun, sehe ichan meinem jetzigen Arbeitsplatz noch nicht vollausgeschöpft. Smartphone, Tablet, Laptop, Co-Workingspace, Home Office … es ist doch alles da,was man braucht, aber doch nie vollständig nutzenkann.Denn so selbstverständlich, wie es für alle ist, dassman auf dem Weg zum oder vom Kunden seine E-Mails checkt, Korrespondenz betreibt underreichbar ist, so schräg wird man doch 52
    • Autor: Daniel Kraft Managing Partner @ifridge & Company http://moinland.comArbeitsplatz der ZukunftDas schöne an unserem Focus bei netmedia ist, naja, sagen wir das Siemens S35 war mein ganz großerdass wir uns immer mit den neuesten Themen und Durchbruch mit synchronisierenden Kontakten und so :-Strategien auseinandersetzen und somit natürlich )auch mit den Vordenkern in vielen Bereichen Mein heutiger Arbeitsplatz ist so ziemlich genau, wiearbeiten dürfen. Heute geht es um den Arbeitsplatz ich ihn haben möchte: Immer online, ich kann arbeitender Zukunft und als Teil einer Blog Parade kommen wann und wo ich möchte und der einzige Gradmesseralle Interessierten zu Wort. des Erfolges ist… der Erfolg. Keine Zeiterfassung, kein Boss, keine nervigen Kollegen, die darauf achten wann man ins Büro kommt und wann man wieder nach Hause geht. Knowledge Worker, eher Knowledge Kapitalist Daher versuche ich erst gar nicht aus Sicht des Knowledge Workers zu schreiben sondern nehme hier mal den Platz des Knowledge Kapitalisten ein und skizziere den Arbeitsplatz der Zukunft, bei welchem ich mein Team möglichst effizient einsetze und damit fürArbeit ist Relativ - Wollen oder Müssen die Firma und für die Menschen das meiste raushole. Das Wichtige für mich persönlich ist, dass ich nichtsVor langer Zeit war ich einmal Investment Banker - mehr selber machen muss. Keine Termine, keinezu jener Zeit noch ein anerkannter Beruf - und Präsentationen und vor allem keine Deadlines mehr. Esmein Arbeitsplatz war ganz klar definiert, von der geht nicht darum, nichts mehr zu machen aber alsArbeitszeit (24 Stunden) bis zur von mir selten Unternehmer sollte ich mich voll auf den kreativen,eingehaltenen Kleiderordnung. Zu dieser Zeit - ich strategischen Teil konzentrieren und die Details undwar noch keine 30 - hatte ich den Plan gefasst mit Umsetzungen von meinen Mitarbeitern machen lassen.40 in Rente zu gehen. Es war einer dieser Pläne, die Natürlich arbeite ich mit und die Deadlines gehen nichtman aus dem Kontext der eigenen Situation von alleine weg, aber das müssen müssen, das will ichentwirft und nie glaubt, dass sie wirklich einmal loswerden.Realität werden. Vielmehr war es der Traum vielermeiner Kollegen … viel Geld machen und dann Sharingnicht mehr arbeiten “müssen”. Und genau hier liegtmeines Erachtens das Problem, niemand sollte Um das zu ermöglichen ist vor allem eines notwendig:arbeiten müssen: Aber wollen. Sharing. Sorry, aber das deutsche “Teilen“ drückt meines Erachtens nicht aus, worum es mir geht. Während dasAlles schon gut Teilen den Unterton des Aufteilen hat, drückt das Sharing eine Gemeinsamkeit aus, die aus meiner SichtDamals wäre ich dankbar für einen Laptop unbedingt notwendig ist für den Arbeitsplatz dergewesen, über den mich die Kunden nicht Zukunft. Wenn ich möchte, dass jemand meine Ideenauslachen und ein Telefon, das mehr kann als… umsetzt, muss er oder sie verstehen, worum es geht 53
    • und vor allem warum mir diese Idee so viel öffentliches Profil bei XING, LinkedIn, Facebook oderbedeutet. Es muss zu unserer gemeinsamen Idee Google+ und der Arbeitgeber verlinkt dieses mit einemwerden und wir bündeln dann unsere Stärken für internen Bereich für die Zeit der Beschäftigung. Alleein gemeinsames Ziel. Daten sind somit immer aktuell und der Arbeitgeber muss nur die firmenrelevanten Daten wie Gehalt,Motivation und Produktivität Urlaub, etc. einpflegen. Sollten sich die Wege einmal trennen, erhält jeder seine Kopie. Eigentlich solltenWas zunächst vielleicht abstrakt klingt, wird bei XING & Co. da selbst mal drauf kommen aber derzeitgenauerem Hinsehen zu einer der wichtigsten läßt sich an anderer Stelle noch mehr Geld verdienen.Treiber des zukünftigen Arbeitens: Motivation undProduktivität. Das Sharing auf der Bottom LineInformationsebene ist aus meiner Sicht derultimative Produktivitätskicker. Wenn jeder Zugang Zusammengefasst ist für mich der Arbeitsplatz derzu allen Informationen hat - und ich es geschickt Zukunft ein Umfeld, in dem Menschen arbeiten wollen.moderiere - dann ist die eigene Leistungsfähigkeit Neben vielen bekannten Faktoren sehe ich drei wichtigeder einzige limitierende Faktor und ich als Elemente, die erfüllt sein müssen: Sharing, Motivation,Arbeitgeber brauche nur die richtigen Menschen Transparenz. Sicher wird das ganze technischefinden, die einer bestimmten Aufgabe gewachsen Unterstützung bekommen, wobei ich davon ausgehe,sind. Und genau hier kommt die Motivation ins dass die Zeiten, in denen Techies einen Vorteil haben -Spiel. Die besten Leute gibt es heute nicht mehr zum Beispiel wie heute beim Social Networking - schonüber das Geld, sondern weil ich das richtige Umfeld bald vor sind. Vielmehr wird die Infrastruktur mehr inbiete. Hier ist das Sharing als Teilhabe an der Idee den Hintergrund treten und die Denkleistung und inein sehr wichtiger Faktor. noch viel höherem Maße die Motivationsleistung entscheidend sein. Ich freue mich drauf und wenn DuTransparenz Lust hast mitzumachen, melde Dich einfach.Mit dem Sharing werden wir auch ein neuesVerständnis für Transparenz entwickeln müssen.Zum einen wird es sehr wichtig werden, eineauthentische Einheit zu sein, sei es als Firma oderals Abteilung. Es geht viel zu viel Energie verloren,ein Wunschbild aufrechtzuhalten, anstatt sich zumgewünschten Idealbild zu entwickeln. Transparenzzu den Zielen, zum aktuellen Stand und zu denHerausforderungen wird ein wichtiges Thema fürden Arbeitsplatz der Zukunft werden.Es gibt aber auch eine technische, informatorischeTransparenz, mit der wir uns endlich auseinandersetzen müssen. Es kann doch nicht sein, dass aufXING mehr über einen Kollegen zu erfahren ist alsim eigenen Intranet. Lasst es mich sehr deutlichformulieren: Eine Personalabteilung, die nicht inder Lage ist, ein digitales Profil aller Kollegen zurVerfügung zu stellen, hat einfach versagt, da gibtes keine Entschuldigung.Dabei ist die Sache so einfach. Wir nehmen unser 54