Wikis in der Schule – Potentiale für kooperatives Lernen

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    Wikis in der Schule – Potentiale für kooperatives Lernen - Presentation Transcript

    1. Medienpädagogik 2.0?! Wikis in der Schule – Potentiale für kooperatives Lernen Johannes Moskaliuk, Universität Tübingen 18.November 2008, Paderborn
    2. Diplompsychologe | Medienpsychologie | Web 2.0 - Experte blog.moskaliuk.com Second Life xing.com/profile/Johannes_Moskaliuk twitter.com/moskaliuk slideshare.net/moskaliuk
    3. Universität Tübingen Institut für Wissensmedien
    4. Das Institut für Wissensmedien
      • außeruniversitäres Forschungsinstitut
      • Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft
      • Kognitionspsychologie, Medien-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften
      • Interdisziplinäre Grundlagenforschung mit Anwendungsrelevanz
      • Strukturierte Nachwuchsförderung
    5. Informelles Lernen und Wissensaustausch mit Social Software kognitive Aspekte „ Was passiert im Kopf bei der Auseinandersetzung mit Inhalten im Web“ Individuelles Lernen soziale Aspekte „ Welche Rolle spielt die Gruppe, die anderen Lerner?“ kooperatives Lernen Motivationale Aspekte „ Was motiviert Menschen, sich an Social Software zu beteiligen?“
    6. Was ist eigentlich Social Software oder Web 2.0? Was fällt Ihnen ein, wenn Sie den Begriff Social Software oder Web 2.0 hören?
    7. Social Software | Web 2.0
    8. Social Software | Web 2.0
    9. Web 2.0 | S ocial Software
      • Kein Softwarepaket, sondern Dienste im Internet
      • Nutzer sind aktiv an Erstellung von Inhalten beteiligt
      • Nutzerdaten und Inhalte sind zentraler Wettbewerbsvorteil
      • Software wird als „perpetual beta“ ständig weiterentwickelt
      • Einzelne Komponenten über offene Schnittstellen verknüpft
      • Software ist über Gerätegrenzen hinweg nutzbar
      • Web statt Desktop als zentrales Speichermedium
    10. Web 2.0 | S ocial Software
      • Kein Softwarepaket, sondern Dienste im Internet
      • Nutzer sind aktiv an Erstellung von Inhalten beteiligt
      • Nutzerdaten und Inhalte sind zentraler Wettbewerbsvorteil
      • Software wird als „perpetual beta“ ständig weiterentwickelt
      • Einzelne Komponenten über offene Schnittstellen verknüpft
      • Software ist über Gerätegrenzen hinweg nutzbar
      • Web statt Desktop als zentrales Speichermedium
    11. Bedeutung von Web 2.0 für Lernen und Lehren
      • Kein begrenztes Angebot, sondern eine unendliche Menge von Wissen im Internet frei verfügbar
      • Web statt Desktop als zentrales Speichermedium
      • Nutzer (Lerner) sind in die Erstellung von Inhalten eingebunden
      • Ständige, dynamische Weiterentwicklung von Inhalten
      • Große Anzahl von Nutzern
    12. Bedeutung von Web 2.0 für Lernen und Lehren
      • Kein begrenztes Angebot, sondern eine unendliche Menge von Wissen im Internet frei verfügbar
      • Web statt Desktop als zentrales Speichermedium
      • Nutzer (Lerner) sind in die Erstellung von Inhalten eingebunden
      • Ständige, dynamische Weiterentwicklung von Inhalten
      • Große Anzahl von Nutzern
    13. Was ist eigentlich Lernen?
    14. Was ist eigentlich Lernen? Knowledge Building Wissens- konstruktion Scardamalia, M., & Bereiter, C. (2006). Knowledge building: Theory, pedagogy, and technology.
    15. Der Erwerb von neuem Wissen ist ein sozio-kultureller Prozess. Wissen entsteht sozial geteilt und situiert immer dann, wenn die Grenzen des Wissens einer Community erreicht sind, und die Individuuen Umwelterfahrungen nicht mehr mit dem in der Community vorhandenen Wissen erklären können. Beispiel und Idealvorstellung ist eine wissenschaftliche Community , die neues Wissen kooperativ erarbeitet. So sollte der kooperative Wissenserwerb in Schule, Hochschule und Betrieben aussehen.
    16. Knowledge Building als sozio-kultureller Prozess innerhalb einer Community Scardamelia, M. & Bereitner C. (2003). Knowledge Building. Enzyklopedia of education.
    17. Informelle Lernsettings
    18. © Capsicum Frutescens lebenslanges Lernen
    19. geteiltes digitales Artefakt unterstützt Knowledge Building
    20. Welche Angebote im Web 2.0 sind relevant für Lernen?
    21. Öffentliche Tagebücher: Blogs
    22. Foto- & Video-Sharing: Flickr, YouTube
    23. Bookmark-Sharing: Delicous
    24. Soziale Netzwerke: Xing
    25. Virtuelle Realität 2.0: Second Life
    26. Wikis: Online-Enzyklopädie Wikipedia
    27. Heute geht es um Wikis. Schnellbus am Honolulu Airport
    28. Wer von Ihnen hat schon mal die Wikipedia benutzt?
    29. Wer hat schon mal was an der Wikipedia verändert?
    30. Nutzung von Web 2.0 – Tools | Doktoranden Moskaliuk, J., Koch, D. & Jakobi, V. (2008). scholarz.survey. Nicht repräsentative Web-Umfrage unter 2361 DoktorandInnen Wie häufig nutzen Sie die Wikipedia?
    31. Nutzung von Web 2.0 – Tools | StudiVZ Wodzicki, K, Schwämmlein, E. & Moskaliuk, J. (2008). StudiVZ-Umfrage. Nicht repräsentative Webumfrage unter 705 StudiVZ-Nutzern Wie häufig nutzen Sie die Wikipedia?
    32. Nutzung von Web 2.0 – Tools | Doktoranden Moskaliuk, J., Koch, D. & Jakobi, V. (2008). scholarz.survey. 5-stufige Likertskala: nutze ich nie – nutze ich sehr häufig 0,76 Social Boomarkingtools 0,86 Webverzeichnisse 0,87 Webbasierte Literaturverwaltung 1,25 docs.google.com 1,55 Blogs 1,99 Social Networkingtools 2,21 scholar.google.com 3,58 Wikipedia
    33. Nutzung von Web 2.0 – Tools | Doktoranden Moskaliuk, J., Koch, D. & Jakobi, V. (2008). scholarz.survey. Die unbekanntesten Web 2.0-Tools 45% Social Boomarkingtools 40% Webverzeichnisse 33% docs.google.com 17% scholar.google.com 12% Webbasierte Literaturverwaltung 8% Social Networkingtools 8% Blogs 1% Wikipedia
    34. 2,5 Mio Einträge 8 Mio Nutzer 810T Einträge 620T Nutzer ~250 Sprachen Platz 8 weltweit Platz 6 Deutschland
    35. Was ist eigentlich ein Wiki. Link
    36. Was ist ein Wiki
      • „ Ein Wiki ist eine Sammlung von Webseiten, die über Hyperlinks miteinander verbunden sind. Die einzelnen Seiten können von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch verändert werden. Dazu gibt es in der Regel eine Bearbeitungsfunktion, die ein Eingabefenster öffnet, in dem der Text der Seite einfach verändert werden kann. Wikis können im World Wide Web (WWW) ver-fügbar sein aber auch in Intranets oder auf lokalen Rechnern installiert werden. „
    37. Verändern wir doch mal die Wikipedia … http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki
    38. Funktionale und Psychosoziale Wikiprinzipien
      • Schnelles und einfaches Editieren
      • Wiki-Links
      • Nicht-hierarchische Hypertextstruktur
      • Versionierung und Aktualität des Textes
      • Fokus auf das kollaborative Produkt
      • Skalierbar und Flexibel
      • Offenheit
      • Flache Hierarchien und Selbstorganisation
      • Freiwilligkeit und Selbstbestimmung
      • Interesse und persönliche Relevanz
      • Unterschiedlichkeit
      • Serendipity-Effekt
      Moskaliuk, J. (2008). Das Wikiprinzip. Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis.
    39. Selbstgesteuertes vs. fremdgesteuerte Wikis Moskaliuk, J. (2008). Das Wikiprinzip. Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis.
    40. Beispiele: Wiki in der Schule
    41. Kooperatives Erstellen einer Webreportage Quelle: http://www.lehrer-online.de/web-reportagen.php
    42. Kreatives Schreiben | Kooperatives Schreiben Quelle: http://kwr-deutsch.wikispaces.com/lotc
    43. Wiki in einem Seminar in der Hochschule Repository Ergebnisse hochladen Diskussions-plattform Kooperatives schreiben
    44. Sammlung von Referaten Quelle: http://wiki.zum.de/Benutzer:RMG/LK_Mathematik/Referatliste
    45. WebQuest | Lerner Selbstkontrolle Quelle: http://wikis.zum.de/rmg/index.php/6b_2006_07/Prozent
    46. FAQ | Glossar | Formelsammlung http://www.oemo.at/wiki/index.php/Eulersche_%CF%86-Funktion
    47. SchülerInnen schreiben eine Wikipedia-Artikel
    48. 5 Regeln für den erfolgreichen Einsatz von Wikis
      • Die Bedienung des Wikis muss geübt werden.
      • Zielen und Regeln sind klar formuliert.
      • Eine Vorstrukturierung erleichtert den Einstieg.
      • Die Mitarbeit am Wiki ist interessant und macht Spaß.
      • Die Arbeit am Wiki ist eine gemeinsame Aufgabe.
    49. Regel 1: Die Bedienung des Wikis muss geübt werden.
    50. Regel 1: Die Bedienung des Wikis muss geübt werden.
    51. Regel 1: Die Bedienung des Wikis muss geübt werden.
    52. Regel 2: Ziele und Regeln sind klar formuliert. Kooperatives Erstellen einer Wissensbasis Ablage von Materialen und Referaten Dokumentation und Organisation Diskussion von gegensätzlichen Meinungen Präsentation eigener Arbeiten / Ergebnisse
    53. Regel 2: Ziele und Regeln sind klar formuliert. Produkte Produktion Innovationen Probleme Kunden Markt Produktion Innovationen Probleme Strukturen
    54. Regel 2: Ziele und Regeln sind klar formuliert. Fokus auf das gemeinsame Produkt ändern korrigieren ergänzen widersprechen diskutieren löschen
    55.  
    56. Regel 2: Ziele und Regeln sind klar formuliert.
    57. Regel 3: Eine Vorstrukturierung erleichtert den Einstieg. Struktur geben Überblick schaffen Einstieg erleichtern
    58. Regel 4: Die Mitarbeit am Wiki ist interessant und macht Spaß Lernen aktualisiertes Interesse situationales Interesse spezifisches Interesse Individuelles Interesse Interessantheit
    59. Regel 4: Die Mitarbeit am Wiki ist interessant und macht Spaß . Tätigkeitsanreiz: Völliges Aufgehen in der Tätigkeit. Überforderung Unterforderung Flow Fähigkeiten Anforderungen
    60. Regel 5: Die Arbeit am Wiki ist eine gemeinsame Aufgabe. Individuelle Benotung? Kooperation Koordination Gruppenaufgabe Partizipation gemeinsame Ziel Interdependenz
    61. Regel 6: Es gibt keine Regeln! Selber ausprobieren und Erfahrungen austauschen
    62.  
    63.  
    64.  
    65.  
    66. Werbepause Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis. Theorie und Praxis, hrsg. von Johannes Moskaliuk. Boizenburg, Verlag Werner Hülsbusch, 2008. 166 Seiten, 27,50 €, ISBN 978-3-940317-29-2. Karl-Otto Kirst: „Das ZUM-Wiki - eine offene Plattform für Lehrinhalte und Lernprozesse“
    67. Eigenes Wiki anlegen in fünf Minuten http://wikispaces.com
    68.  
    69.  
    70.  
    71.  
    72. http://wikischule.wikispaces.com
      • Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
      Wiki Wiki Shuttle am Honolulu International Airport

    + Johannes MoskaliukJohannes Moskaliuk, 11 months ago

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