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D o k u m e n t a t i o n Pro Fairness gegen Mobbing
 

D o k u m e n t a t i o n Pro Fairness gegen Mobbing

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'Pro Fairness gegen Mobbing-D o k u m e n t a t i o n_2Auflage_2009.pdf' :Mach mit! ...

'Pro Fairness gegen Mobbing-D o k u m e n t a t i o n_2Auflage_2009.pdf' :Mach mit!
Jeder kann mitmachen, Betroffene, Betriebs- und Personalräte, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Politiker, Anwälte, Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter – eben alle, die sich engagieren möchten: http://www.mobbing-web.de

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    D o k u m e n t a t i o n Pro Fairness gegen Mobbing D o k u m e n t a t i o n Pro Fairness gegen Mobbing Document Transcript

    • Dokumentation Pro Fairness gegen Mobbing „Stimmen und Gesichter gegen Mobbing“ Stand: 01. September 2009 Eine Mitmach-Aktion von www.mobbing-web.de Eine Aktion, die allen Bürgern Mut machen soll, sich aktiv für ein präventives Vorgehen gegen Mobbing auszusprechen und zu engagieren. Mobbing-web.de ist eine private „NON PROFIT“ – Online-Bürger-Initiative seit 1999 von Klaus-Dieter May (Herausgeber und Webmaster) in Berlin. „Gemeinsam gegen Mobbing – jeder in seiner Verantwortung“ Mach auch Du mit ! Kontakt siehe Webseite: http://www.mobbingweb.de/ 2. Auflage/Stand: 1.September 2009 © by www.mobbingweb.de 1
    • Landesarbeitsgerichtes Erfurt vom 15.02.2001: "Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen und in der Privatwirtschaft zulässt oder nicht ausreichend sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis." -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------- Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident Statement von Horst Seehofer, CSU Horst Seehofer, Vorsitzender der CSU, 17.August 2009: Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihr E-Mail. Für die CSU ist das christliche Menschenbild der bestimmende Maßstab. Im Sinne der unveräußerlichen Würde des Menschen und im Idealbild des Zusammenhalts durch christliche Nächstenliebe setzen wir uns gegen Mobbing ein. Deshalb begrüßen ich Ihre Bürgerinitiative gegen Mobbing und danke Horst Seehofer, Ihnen recht herzlich für Ihr Engagement. Bayerischer Ministerpräsident Mit freundlichen Grüßen Horst Seehofer 2
    • Nela Softic Nela Softic, Rechtsanwältin Nela Softic, Rechtsanwältin in München (22.07.2009): Die rechtlich bestehenden Anforderungen an die Beweisführung und die Komplexität solcher Sachverhalte stellen gravierende Probleme im Rahmen der Rechtsdurchsetzung für den Betroffenen dar, die er nur mit der rechtzeitigen Inanspruchnahme anwaltlicher Beratung umschiffen kann. Nur im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Anwalt und Mandant können zielführende Maßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Nela Softic, Rechtsanwältin Angesichts der stetigen Zunahme von Mobbingsituationen am Arbeitsplatz und der gravierenden menschlichen und wirtschaftlichen Folgen ist Mobbing jedoch ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem geworden, auf das die Bundesregierung sowie die Gerichte adäquat reagieren müssen. Der erste Schritt muss daher immer Information und kompetente Beratung sein. Gut also, dass es solche Initiativen gibt, die erste Hilfe an die Hand geben und Synergieeffekte erzielen. Neben der psychologischen, medizinischen oder rechtlichen Hilfe, die viele Menschen ehrenamtlich oder beruflich leisten, sind jedoch dringend auch Bundesregierung und Justiz gefragt, um die Rechtsdurchsetzung für die Betroffenen zu erleichtern und echte Sanktionen gegen ein solches Verhalten real zu ermöglichen. Nela Softic Rechtsanwältin Fürstenstr. 5 80333 München www.advokat-muenchen.de _________________________________________________________________________________ 3
    • Fritz Kuhn (GRÜNE) Fritz Kuhn 16.06.2009 Fritz Kuhn (Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen): Sehr geehrter Herr May, abgesehen von den bereits vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten, sich gegen Mobbing zu wehren, sieht unsere Fraktion Handlungsbedarf im Hinblick auf eine bessere gesetzliche Verankerung des Diskriminierungsschutzes. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der ethnischen Herkunft, des Alters oder einer Behinderung kann bei Hinzutreten weiterer Charakteristika auch eine Erscheinungsform bzw. Ausübungsart von Mobbing sein. Meine Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich stets für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz mit verbesserten Fritz Kuhn Rechtsschutzmöglichkeiten ein. Mit freundlichen Grüßen, Fritz Kuhn Norman Kohle Norman Kohle, kaeuferportal.de (30.06.2009): Bei Betroffenen ist Mobbing häufig ein Tabu-Thema. Entweder Mobbing wird nicht als solches erkannt oder einfach verdrängt. Wer sich fachlich versierte Hilfe sucht, ist schon meist emotional berührt, steckt in Selbstzweifeln oder denkt gar an Suizid. Die häufig unverstandenen Opfer sind auf sich allein gestellt, solange sie ihre Notlage nicht bekannt machen. Der Übergang von Selbstzweifeln, dem Schüren von Unsicherheiten durch andere Personen und konkreten Mobbing sind fließend. Daher ist Mobbing anfänglich schwer zu erkennen – und muss schon im Keim bekämpft Norman Kohle, werden. kaeuferportal.de Dabei liegt es zunächst am respektvollen Umgang miteinander, andererseits auch beim Arbeitgeber, ein spannungsfreies Arbeitsklima zu wahren. Die Verantwortung des Arbeitgebers für das Wohlergehen seiner Angestellten fordert auch die Einmischung des Geschäftsführers oder des Vorgesetzten im Falle von Mobbing. Bei Ignoranz können 4 arbeitsgerichtliche Folgen aufwarten. Diese reichem vom
    • Schadenersatz über weitere Rechtsansprüche. Offensichtliches Mobbing fordert rechtlich zur Handlung auf. Im Extremfall kann ein Arbeitgeber den mobbenden Mitarbeiter sogar fristlos kündigen. Offener Umgang miteinander, Verhinderung von Kompetenzgerangel und Förderung nach Leistung bilden die Grundlage, um die Gefahr für Mobbing zu minimieren. Auch sind vergleichbare Arbeitsergebnisse mehrerer Kollegen unzugänglich füreinander aufzubewahren, um Streit und Mistgunst einzudämmen. Grundlagen für Mobbingprävention sind somit selbständige Arbeiten, deren Ergebnisse der Beurteilung ausschließlich dem Vorgesetzten vorbehalten sind. Wichtig ist eine betriebliche Offenheit einhergehend mit einer Führungsriege, die auch konstruktive Vorschläge aufnimmt, verarbeitet und damit jedem im Unternehmen das Gefühl gibt, zum unternehmerischen Erfolg beizutragen. Zudem sollte Übervorteilung ausgeschlossen werden, denn häufig sind auch Täter von Angst geprägt, zu kurz zu kommen, die sich in Eifersucht, Neid, Missgunst, geringe Selbstwertschätzung oder Hilflosigkeit ausdrückt. Angekündigte Entlassungen sind nicht selten ein Grund, der diese Ängste schürt und Mobbing auf den Plan ruft. Ein Mitarbeiter mit den besseren Ideen wird im Falle von angekündigten Entlassungen schnell zum Problem für vielleicht untalentiertere Mitarbeiter. Aus Angst und Unvernunft greifen diese zum Mobbing. Reine Bosheit spielt selten eine Rollen – Keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung für ungünstige Umstände, die letztlich durch Offenheit und ein freundliches Betriebsklima vermieden werden können. Beste Wege das Problem anzusprechen, ist mittel "friedlicher Deeskalation" möglich. Ist der Gemobbte nicht schon völlig demotiviert, sollte er sich in Gegenwart anderer vermutungsfrei und vorwurfslos äußern. Der Mobber sieht, dass sein Opfer sich des Mobbing bewusst wird, die Attacken des Täters nicht widerspruchslos hinnimmt und sich damit wehrt. Ein Anfang, der ausreichen kann, Mobbing durch präventive und sachliche Bekundungen zu beenden. Mit freundlichen Grüßen Norman Kohle Marketing & Kooperationen www.kaeuferportal.de _____________________________________________________________________ 5
    • Irmgard Lobach Meine Stimme gegen Mobbing Irmgard Lobach (11.06.2009): Wann und wo fängt Mobbing an? Im Elternhaus, Kindergarten, Schule, Berufsleben. Hier kann man die Liste immer weiter führen. Kurzum: überall dort, wo Menschen Ihre Hände im Spiel haben. Es geht um Macht. Es geht um Neid. Irmgard Lobach Es geht um Intoleranz. Es geht um Selbstdarstellung. Es geht um Denunzierung. Es geht um Profit. Es geht um Opfer/Täter Verhalten. Es geht um Angst. Es geht um Schwäche. Je früher man in diese Opferrolle gedrängt wird, je schwieriger ist es, seinen eigenen Wert zu erkennen, zu definieren und zu leben. So, wie es Mitmenschen gibt, die dieses Mobbingverhalten durch, Ignoranz, Schweigen und aktiver Beteiligung unterstützen, sind Mitmenschen gefragt, die dieses Verhalten, ablehnen, abwehren und Stellung nehmen. Ein Stopp setzen: Bis hier und nicht weiter. Je früher die Grenze gesetzt wird, je besser. Insofern unterstütze ich diese wichtige Kampagne und wünsche mir mehr Achtsamkeit, Toleranz, Ehrlichkeit, Empathie und Menschenwürde. Macht Macht macht stark! Macht macht andere zum Machtwerkzeug! Macht macht machtlos! Durch den, dem Macht nichts macht! von Irmgard Lobach Ein Auszug aus meinem interaktiven Buch „Stimmungsgeschenke“ Situationen und Stationen aus dem Leben...für das Leben.. Für mehr Achtsamkeit, Sensibilisierung und Persönlichkeitsentwicklung Irmgard Lobach 6
    • Ilka Martina Bierbaum Ilka Martina Bierbaum (09.06.2009): Jede Aktion gegen Mobbing ist eine gute Sache! Aber was ist mit den Menschen, die gemobbt werden ? Da sollte man auch Hilfe anbieten und vor allem diesen Menschen die mobben klar machen, was sie da eigentlich anrichten. Es fängt ja schon in den Schulen an, da sollte VIEL MEHR geschehen. Die Lehrer müssen da viel mehr eingespannt werden und vor allem dagegen steuern. Meist ist es leider so, dass die selbst beteiligt oder Ilka Martina gar es nicht bemerken. Aber es betrifft doch alle Menschen, die auf Bierbaum irgend eine Weise anders sind, die sind betroffen oder bzw. anfällig gemobbt zu werden. Vielleicht sollte mehr Bewusstsein in alle Köpfe geschaffen werden, damit das Mobbing an sich erst gar nicht geschieht. Weiterhin sollten die Menschen, die es mitbekommen dieses thematisieren, auch ohne Angst dann ausgegrenzt zu werden. Ilka Martina Bierbaum Gudrun Kargl Gudrun Kargl – Die Antwort auf Mobbing & Co. Gudrun Kargl (08.06.2009): Wer in Zeiten wie diesen noch mobbt, der hat vom Leben, von der Welt, von unserer Geschichte wirklich nichts begriffen. Und doch: Mobben ist menschlich. Diese Verhaltensweise entspringt einem menschlichen Gefühl. Mobbing entsteht aus Angst. Die Angst nicht gut genug zu sein, nicht genug zu erhalten, die Angst davor selber klein zu sein, Angst, daß nicht genug da ist… Meine Antwort auf Mobbing ist HERZENSBILDUNG. In den Gudrun Kargl Familien, im Kindergarten, in der Schule, im Beruf, in der Wirtschaft. Wir sollten darauf bestehen! Mit herzlichen Grüßen Gudrun Kargl HERZ.künstlerin http://www.gudrunkargl.at 7
    • Dr. Gregor Gysi Dr. Gregor Gysi (Die Linke.) 29.07.07: Sehr geehrter Herr May, Mobbing am Arbeitsplatz wird ein zunehmendes Problem, weil der Druck auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wächst. Es gibt zu viele Arbeitslose, so dass die Rücksichtnahme immer weiter zurückgeht. Das Dr. Gregor Gysi führt auch zu mehr Konkurrenz zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, was ebenfalls solche Folgen zeigt. Es ist eine der schwierigsten Aufgaben, die Würde des Menschen am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Diesbezüglich bedarf es noch einer verbesserten rechtlichen Situation und einer besseren Durchsetzung entsprechender Rechte. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gysi DIE LINKE 11.07.2007 – Kleine Anfrage – Drucksache 16/6071 Mobbing am Arbeitsplatz DIE LINKE will erreichen, dass sich die Bundesregierung des Themas Mobbing am Arbeitsplatz annimmt, da Mobbing am Arbeitsplatz zunehmend ein gesellschaftliches Problem darstellt. Mehr (PDF) /// Für diese Anfrage liegt eine Antwort der Bundesregierung als Drucksache 16/6139 vor. Antwort lesen (PDF) Zitat:"DIE LINKE strebt eine Legaldefinition des Begriffs Mobbing an, wodurch es möglich wird, juristisch gegen diese Form der Ausgrenzung vorzugehen. Auch auf internationaler Ebene gibt es bereits Überlegungen der EU-Kommission, eine Richtlinie gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu schaffen. Darüber hinaus müssen aber auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verhindern, dass Beschäftigte am Arbeitsplatz, ob von Kollegen oder durch den Arbeitgeber (strategisch veranlasst oder geduldet), gemobbt werden. Wer Angst vor der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes und dem Absturz in Hartz IV hat, wird sich nicht wehren. Wer keine Hilfe durch einen Betriebsrat oder eine Gewerkschaft hat, ist auf sich allein gestellt. Wer befristet beschäftigt ist, traut sich kaum, den Mund auf zu machen. Deswegen setzt sich DIE LINKE für gute Arbeit, gute Löhne und gegen prekäre Beschäftigung und Hartz IV ein."Zitat Ende Alles lesen: 8 Fraktion DIE LINKE
    • Rainer Schulte Mobbing tötet! Rainer Schulte (26.06.2008): Worte sind wie Viren. Einmal ausgesprochen können sie einen Menschen bis zum Lebensende verfolgen. Das Wort ist einer der mächtigsten Waffen. Das Beiwerk zum Wort sind Gestiken, Mimiken und als letztes die Handlung. Alle drei Tatwerkzeuge zu einem bestimmten Zeitpunkt eingesetzt, hat es Folgen und Konsequenzen für den Mobber und für das Mobbingopfer. Ja, diese Aktionen töten. Sie töten die Lust auf und an der Arbeit, der Gemeinschaft, das Gefühl der Akzeptanz und führt zur Isolation zum ausgeschlossen sein, zum Stillstand bis zum Tod. Der Tod ist oft die Folge in Form von Krankheit, Rainer Schulte welche sich in psychosomatischen Organerkrankungen wie Herzinfarkt, Krebs und ähnlichem ausdrückt. Oft folgen auch schwere seelische Erkrankungen, die bis zum Suizid gehen. Somit gehören Mobber in die gleiche Reihe wie andere Beihilfe zum Mord leisten. Sie dürften vorm Gesetz nicht anders behandelt werden. Das gleiche gilt für deren Helfer. Wer hier nicht aufsteht und Widerstand leistet, damit sind auch alle angesprochen, die wegschauen und bewusst nicht eingreifen, macht sich mitschuldig und muss sich dafür auf kurz oder lang verantworten. Wenn die Verantwortung nicht vorm irdischen Gericht erfolgt, dann vor seinem Gewissen und für alle, die an eine höhere Macht glauben, dann vor dieser Institution. Mobbing ist einer der perversesten Form von Leiderzeugung. Es geschieht schleichend, hinterhältig, oft mit Lug und Betrug und endet oft auch in offener, machtvoller Demonstration durch einzelnen Personen oder durch eine Gruppe von Menschen. Es gibt ein altes Sprichwort, welches mir mein Großvater vermittelte: "Was du nicht willst, was man dir tut, das tu auch keinem anderen zu." Frage an den Mobber: "Warum mobbst du? Welchen Nutzen, welche Bestätigung bekommst oder erhoffst du dadurch?" In der Regel sind es immer mehrere Faktoren. Da wäre zum einen die Machtausübung, Macht über einen oder einer Gruppe zu besitzen. Zum anderen als Kampf um den besten (Arbeits-) Platz, die übelste Art von Ellenbogenmentalität. Dann folgen noch andere Gründe von Geiz mit Habgier, 9
    • Neid mit Missgunst und Eifersucht, Hochmut mit Übermut, Eitelkeit und Ruhmsucht, Zorn mit Wut, Vergeltung und Rachsucht Kennen Sie diese Aufzählung? Kommt es Ihnen bekannt vor? Es sind vier der sieben schlechten Charaktereigenschaften oder auch Hauptlaster genannt, welche in der Theologie schon seit Tausenden von Jahren ihre Existenz haben. Ein Mensch, der aus den oben genannten Gründen heraus Mobbing ausübt hat ein Bedürfnis danach. Hätte der Mensch es, bräuchte er es nicht. Das heißt, dass jemand, der Macht in Form von Mobbing ausübt, hat keine Macht. Hätte er es, dann bräuchte er es nicht als Mobbing. In den Tiefen seiner Gefühle und seines Charakters trägt der Mobber ein riesiges Defizit, ein Mangel basaler Strukturen, dessen Herkunft vielfältiger Ursachen haben kann. Dessen Ursachen können bis in die Onto- und darüber hinaus noch aus der Phylogenese gehen. Ein gut gemeinter Rat aus meiner 30jährigen Praxiserfahrung. Lassen Sie das Mobbing sein. Irgendwie kommt es auf Sie selbst in irgend einer Form wieder zurück, wenn nicht jetzt, dann später oder sehr viel später. Wir bekommen so oder so die Quittung dafür. Fragen an das Mobbingopfer zur Grundanalyse: "Was bieten Sie dem Mobber oder der Gruppe, die Mobbing unternehmen? Woraus ziehen die Mobber die Energie Sie zu mobben? Was müssen Sie daraus erkennen und lernen?" Wenn Sie diese und auch andere Fragen für sich beantworten können, dann können Sie die nächsten Schritte der Aktion und Änderung unternehmen. Diese können sein, indem Sie direkte Stellung beziehen und klare Verhältnisse schaffen, bis hin zum Wechsel der Abteilung, der Arbeitsstelle oder der Firma. Wir Menschen lernen am ehesten aus Leid, Kummer und Sorgen, wenn wir den Mut und Kraft besitzen hinzuschauen und uns den Begebenheiten stellen. Umso gründlicher und eher Sie damit anfangen, desto eher ändern Sie die Situation und das Leid in seiner Form. Denken Sie immer daran, dass es nicht direkt die Person ist, die das Leid durch Mobbing in Ihnen auslöst, sondern das, was in Ihnen ausgelöst wird. Anders ausgedrückt: wenn jetzt eine andere Person das gleiche Mobbing bei Ihnen macht, reagieren Sie wahrscheinlich genauso. Es ist nicht der Mensch, der das Mobbing auslöst, sondern das, was er in uns auslöst, auf welche Knöpfe er drückt. Wenn Sie dies erkannt haben und an die Arbeit der Lösung gehen, hindern Sie sich nicht durch Hass und Wut. Dieses sind wahre Bremsklötze. Denken Sie auch daran: wie Sie in den Wald rufen, so schallt es hinaus. Keiner hat Macht über Sie, es sei denn, Sie lassen es zu. Rainer Schulte 10
    • Dr. Peter Teuschel Dr. Peter Teuschel 11.Juni 2009: Die Aktion "Bürger gegen Mobbing" begrüße ich ausdrücklich. Dieses Krebsgeschwür des Arbeitslebens ist Grund für eine Vielzahl schwerwiegender und zum Teil lebensbedrohlicher Erkrankungen. Als Facharzt in eigener Praxis betreue ich seit mehr als 10 Jahren schwerpunktmäßig durch Mobbing erkrankte Betroffene. Weiterhin viel Erfolg für diese tolle Aktion! Dr. Peter Teuschel Dr.Peter Teuschel Christa Lindenlaub Christa Lindenlaub, Sekretärin (zur Zeit Arbeit suchend) und Autorin: Mobbing ist ein unfaires und unkollegiales Mittel, das immer mehr in den Gesichtskreis der Öffentlichkeit gelangt und kann daher nicht oft genug angeprangert werden. Leider gibt es bisher noch kaum Möglichkeiten, sich gegen Mobbing - ein Begriff, der rechtlich immer noch nicht abschließend definiert ist - zu wehren. Angestrebte Prozesse erfordern viel Kraft und Geduld, die für den Betroffenen oft mit einem enttäuschenden Ergebnis enden, weil es Christa Lindenlaub mitunter meist an Beweismitteln oder Zeugen, die sich aus Selbstschutz scheuen, fehlt. Ich finde es deshalb wichtig und gut, dass es die Möglichkeit gibt, sich auf der Internetseite www.mobbing-web.de über dieses Thema zu informieren und in Herrn May einen Ansprechpartner zu finden. Denn Mobbing kann jeden treffen. Besonders schlimm finde ich, dass auch an Schulen so viel Mobbing stattfindet. Kinder und Jugendliche bedürfen hier von uns Erwachsenen besonderen Schutz. Sie sollen gestärkt und selbstsicher in die Zukunft schauen und dürfen in ihrer Entwicklung auf diese Weise nicht gehemmt werden. Insbesondere Lehrer und Eltern sind hier gefordert, wachsam zu sein, sich einzuschalten und beginnendes Mobbing zu verhindern. Denn Mobbing schränkt die Leistungsfähigkeit ein, in der Schule sowie an der Arbeitsstätte und kann krank machen, bedeutet somit auch einen wirtschaftlichen Schaden und ist auch deshalb nicht zu unterschätzen. 11
    • Ich selbst habe jahrelanges Mobbing in einem Parteibüro erlebt und weiß, wie es sich anfühlt, welche Auswirkungen es haben kann. Da ich im wahren Leben keine Möglichkeit sah, zu meinem Recht zu kommen, habe ich meine Aufarbeitung in Form eines Buches vorgenommen. Es beinhaltet meine Mobbinggeschichte an einer sozialen Arbeitsstätte, die ich in satirischer Form aufgeschrieben habe. Mit Machtbesessenheit im Kleinen, mit Mobbing, Lüge, mit Gleichgültigkeit und sogar Unterstützung der Vorgesetzten, ebnen diese Spielzeuge der Macht den Weg für große Vergehen und ergeben so einen Stoff, der den Leser fesselt, auf die nächste Geschichte gespannt macht und ihn am Ende mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Kopf schütteln lässt. Und das Unglaubliche an der Geschichte, sie ist leider wirklich wahr. Aber lesen Sie selbst die Satiren, Parodien, Denkanstöße in meinem Buch: „Vom Handball auf den Hund gekommen“ ISBN 3-935659-45- 8 Mit freundlichen Grüßen Christa Lindenlaub / 24.11.2008 Jörg-Uwe Hahn (FDP/Hessen) JÖRG-UWE HAHN (FDP/HESSEN) Sehr geehrter Herr May, herzlichen Dank für Ihre Einladung zum Statement zum Thema Mobbing. Mobbing ist ein wichtiges gesellschaftliches, aber vor allem persönliches Problem für die Betroffenen. Auch ich begrüße Ihr Engagement in dieser Sache ausdrücklich und unterstütze Sie gerne auf www.mobbingweb.de. Die Folgen des Mobbings treffen zunächst und am schlimmsten selbstverständlich die Opfer. Mittelbar entsteht aber auch ein volks- und betriebswirtschaftlicher Schaden. Wir müssen uns auf allen Ebenen gegen Mobbing wenden und die Opfer unterstützen. Aus diesem Grunde befürworten wir einen besseren gesetzlichen Schutz. Vor allem freut mich aber, wenn durch privates Engagement wie Ihres ein Bewusstsein für dieses wichtige Problem geschaffen wird und wir letztlich ein gesellschaftliches Klima erreichen, dass Mobbing keine Chance lässt. Noch einmal danke ich Ihnen herzlich für Ihr Engagement und die 12 Gelegenheit zur Stellungnahme.
    • Mit freundlichen Grüßen Jörg-Uwe Hahn Sekretariat Jörg-Uwe Hahn Fraktionsvorsitzender FDP-Fraktion im Hessischen Landtag Schlossplatz 1-3 65183 Wiesbaden Telefon: (0611) 350 561 Fax: (0611) 350 1561 p.endres@ltg.hessen.de www.fdp-hessen.de _________________________________________________________________________________ Willi van Ooyen (DIE LINKE/Hessen) Sehr geehrter Herr May, Sie sprechen eines der großen Probleme der modernen Arbeitswelt an. Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Bundesrepublik Deutschland noch kein Straftatbestand, einzelne Mobbinghandlungen sind jedoch strafbar und können auch zur Anzeige gebracht werden. Problematisch ist jedoch immer der konkrete Nachweis des Mobbings, da die Mobber versuchen, ihre Handlungen zu verschleiern. Im Falle eines Strafverfahrens Willi van Ooyen werden viele Mobber daher nicht verurteilt und können danach quasi ungestört weitermobben. Arbeitgeber stehen in der Pflicht, ihre Arbeitnehmer vor psychischer Belastung zu bewahren. Dies ergibt sich aus den Artikeln 1 und 2 GG. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Persönlichkeitsrecht, die Gesundheit und die Ehre des Arbeitnehmers zu schützen. DIE LINKE strebt eine Legaldefinition des Begriffs Mobbing an, wodurch es möglich wird, juristisch gegen diese Form der Ausgrenzung vorzugehen. Auch auf internationaler Ebene gibt es bereits Überlegungen der EU-Kommission, eine Richtlinie gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu schaffen. Darüber hinaus müssen aber auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass Mobbing am Arbeitsplatz, ob von Kollegen oder durch den Arbeitgeber (strategisch veranlasst oder geduldet) verhindert wird. Wer Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes und dem Absturz in 13 Hartz IV hat, wird sich nicht wehren. Wer keine Hilfe durch einen
    • Betriebsrat oder eine Gewerkschaft hat, ist auf sich allein gestellt. Wer befristet beschäftigt ist, traut sich kaum, den Mund auf zu machen. Deswegen setzt sich DIE LINKE für gute Arbeit, gute Löhne und gegen prekäre Beschäftigung und Hartz IV ein. Mit freundlichen Grüßen, Willi van Ooyen 10.01.2009 _________________________________________________________________________________ Thomas Peltason 3.Januar 2009: Gut , dass sich hier so viele Politiker gegen das Tolerieren von Mobbing aussprechen und auf den gewaltigen Schaden für die Gesellschaft hinweisen, der ja in der Tat in die zig Milliarden geht. Appelle alleine reichen aber nicht: die Unfairness am Arbeitsplatz muss auch wirklch sanktioniert und bekämpft werden. Bislang sind da die Politiker und die Arbeitsschutzbehörden zu zaghaft und drücken sich vor wirksamen Maßnahmen (mit wenigen Ausnahmen, siehe Sanktionen laut bayerischem Innenminister Joachim Herrmann). Natürlich könnten die Verantwortlichen eine Menge tun, allen voran der BMAS Olaf Thomas Peltason Scholz, die ASMK und die Arbeitsschutzbehörden. Gemäß Arbeitsschutzgesetz wäre es sogar ihre Pflicht, aber offensichtlich wollen sie sich nicht die Finger schmutzig machen. Schade, denn es wäre gar nicht schwierig und auch nicht kostenträchtig: (1.) Vorkehrungen zur Konfliktschlichtung müssten bei der Zertifizierung von Betrieben (zB nach ISO 9000) verbindlich und strafbewehrt vorgeschrieben werden (2.) die übergeordneten Arbeitsschutzbehörden ( Gewerbeaufsicht) dürften beim sozialen Arbeitsschutz nicht nur als " Berater " für die Unternehmensführung auftreten, sondern müssten als Autorität auftreten, die unkooperatives Verhalten sanktioniert, wie es ja bzgl. des technischen Arbeitsschutzes auch selbstverständlich geschieht. Im Moment gibt es für den mobbing-geplagten Arbeitnehmer, der innerbetrieblich keine Gerechtigkeit erfährt, keine außerbetriebliche Anlaufstelle für seine Beschwerde, die ein unkooperativer Betriebsleiter ernst nehmen müsste. In der einschlägigen Vorschrift LASI LV 34 (s. Internet) ist wie gesagt nur butterweich von Hilfestellung für die Unternehmen die Rede, das ist doch ein Witz. Kein Wunder, dass es soviele Mobbing-Fälle gibt... (3.) Und für den Fall, dass es zu einem Gerichtsverfahren kommt, könnte auch vieles verbessert werden: Ein großes Hindernis ist schon die Langsamkeit und die falsche Sparsamkeit der Arbeitsgerichte, vor allem bei komplexen Mobbing-Fällen. Das erfordert einen enormen Nachweis- 14
    • Aufwand und starke Nerven des Mobbing-Geschädigten. Stattdessen sollten die Arbeitsgerichte selber intensiv und zügig ermitteln, so wie bei Strafverfahren, und nicht, wie häufig der Fall, versuchen, alles auf einen faulen Vergleich hinzudrehen. Außerdem sollte unfaires Verhalten viel stärker geahndet werden, dazu gehört Lügen vor Gericht oder Serienkündigungen aus nichtigem Anlass, ein beliebter Sport mancher Arbeitgeber und eine besonders perfide Art, einen Arbeitnehmer, den man loswerden will, zu zermürben. Ja, aber wenn so etwas von den Gerichten immer wieder ungestraft geduldet wird, unterstützen die Gerichte die Unfairness auch noch. Mobbing wird immer ein unscharfer Tatkomplex bleiben und man wird sich schwer tun, ein glasklares Mobbing-Gesetz zu formulieren. Aber immerhin gibt es ja für einzelne Mobbing-Akte zivil- und strafrechtliche Gesetzesnormen (Beleidigung, Diskriminierung, Kreditverlust, Körperverletzung, Schadensersatzpflicht etc.etc.) auf die das Mobbing-Opfer sich berufen kann (siehe zB. Gesetzessammlung auf dieser website http://www.mobbing-web.de). Die Politiker sollten dafür sorgen, dass die Anwendungskriterien dieser Gesetze für Mobbing klarer gefasst werden und dass Verstöße stärker geahndet werden. Desgleichen gilt für den Begriff "Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts", unter das ja Mobbing fällt: das müsste konkreter definiert werden, dann würde es auch ernster genommen. Der fällige Schadensersatz bei nachgewiesenen Mobbing-Tatbeständen sollte auch mal systematisch festgesetzt und katalogisiert werden. Derzeit sind die in Deutschland zugesprochenen Summen schon ziemlich willkürlich und viel zu niedrig. Wo bleibt da die Abschreckung? Also: Mobbing könnte klar verhindert werden, wie es auch Klaus Wowereit formuliert. Aber dazu müsste man die Voraussetzungen schaffen. Wenn jedoch alles so bleibt wie zur Zeit, wird sich nichts ändern. Da braucht man sich dann über die vielen Fällen von Unfairness am Arbeitsplatz auch nicht zu wundern. Thomas Peltason Dipl. Phys. u. Projektmanager 15
    • Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD/Hessen) Sehr geehrter Herr May! Ich habe meine persönliche Meinung zum Thema Mobbing sehr deutlich gemacht. Mobbing ist ein verachtenswertes Verhalten, gegen das entschieden vorgegangen werden muss. Und ich begrüße jede Initiative gegen Mobbing, selbstverständlich auch Ihre. Den Hinweis auf die Bundestagsdrucksache habe ich gegeben, damit auch andere Interessierte, die diese Antworten lesen, eine Fundstelle für weitere Informationen finden. Ich habe Thorsten Schäfer- mich außerdem ausdrücklich für weitere Möglichkeiten Gümbel ausgesprochen, wenn die neuen Möglichkeiten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht ausreichen sollten. Das liegt allerdings nicht in erste Linie in der Zuständigkeit des Landesgesetzgebers. Schließlich habe ich mich dafür ausgesprochen, insbesondere die Prävention deutlich zu stärken und die Sensibilität für das Thema Mobbing zu erhöhen, was Sie mir Ihrer Initiative ja sehr erfolgreich tun. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Schäfer-Gümbel ________________________________________________________________________________ Sarah Sorge (Bündnis90/Die Grünen) SARAH SORGE Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihre Anfrage E-Mail. Sie weisen zu Recht auf die erhebliche Anzahl von Menschen hin, die am Arbeitsplatz unter Mobbing leiden. Dies gibt Anlass zur Sorge. Es gibt in Deutschland kein Anti-Mobbing-Gesetz, wie es beispielsweise in Frankreich oder Schweden der Fall ist. Daher ist die Frage, ob zusätzliche gesetzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Mobbing erforderlich sind, absolut berechtigt. Sarah Sorge Glücklicherweise haben Betroffene auch in Deutschland die Möglichkeit aufgrund der bestehenden Gesetze gegen Mobbing vorzugehen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Pflicht, Ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor psychischer Belastung zu bewahren. Allerdings sind die Übergänge zwischen 16 einem herkömmlichen Konflikt und Mobbing meist fließend, so
    • dass die Einordnung und Handhabung oft nicht einfach ist. Schwierig ist besonders der konkrete Beweis des Mobbings, da Mobberinnen und Mobber oft versuchen Ihre Handlungen zu verschleiern. Dennoch versuchen wir, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ermutigen Ihre rechtlichen Möglichkeiten auch tatsächlich zu nutzen und selbstbewusst gegen Mobbing vorzugehen. Handelt es sich um eine Diskriminierung wegen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität hinzu, kann das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) herangezogen werden, das erheblich mehr Rechte bezüglich der Beweislast etc. eröffnet. Danach hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber Maßnahmen zu treffen, um die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen und Benachteiligungen verhindern. Außerdem gibt es mit der Antidiskriminierungsstelle erstmals eine Anlaufstelle für alle diejenigen, die der Ansicht sind, aus Gründen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt bzw. belästigt worden zu sein. Wichtig ist es vor allem früh zu intervenieren, damit es eben nicht zu einer arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung und evtl. zu einer Zerrüttung des Arbeitsverhältnisses kommt, wie zu Recht von Ihnen kritisch angemerkt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind der Meinung, dass hierbei Mobbing-Beratungsstellen oder psychosoziale Beratungsstellen helfen, die unabhängig und zur Verschwiegenheit verpflichtet sein müssen sein müssen. Diese können die Betroffenen fachlich beraten und Handlungsoptionen aufzeigen. Außerdem gehört unserer Auffassung nach das Thema Mobbing in Führungskräfteschulungen, um eine Sensibilität und den Umgang mit der Problematik zu lernen. Eine gute Möglichkeit zur Sensibilisierung ist ebenfalls das Abschließen von Vereinbarungen am Arbeitsplatz zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit und gegen Mobbing. Ich hoffe, damit Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben. Mit freundlichen Grüßen Sarah Sorge Vizepräsidentin des Hessischen Landtags Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Sport 14.01.2009 17
    • Peter Beuth (CDU/Hessen) PETER BEUTH Sehr geehrter Herr May, gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, Ihr Engagement zu unterstützen und gegen Mobbing Stellung zu beziehen. Mobbing macht krank und Mobbing ist teuer. Mit dieser klaren Formel lassen sich alle Gründe zusammenfassen, die beschreiben, warum Mobbing auf allen Ebenen zu bekämpfen ist und Mobbingopfer unterstützt werden müssen. Dieses ist auch - aber wie so oft nicht nur - eine staatliche Aufgabe. Seitens des Staates sind als letztes Mittel Sanktionsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, um dort Peter Beuth Hilfe zu leisten, wo Mobbing im Betrieb und am Arbeitsplatz nicht effektiv begegnet wird. Im Interesse der Betroffenen, zuvorderst aber auch der Unternehmen, müssen aber Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen an vorderster Stelle stehen. Da in der Mehrzahl der Fälle Mobbing "von oben nach unten" erfolgt, ist die Schulung von Führungskräften und das engagierte Eingreifen in mobbingfördernde Betriebsstrukturen wesentliches Mittel, um den Beschäftigten die notwendige Fürsorge zukommen zu lassen und auch für ein produktives Betriebsklima zu sorgen. Dafür möchte ich mich gerne in meiner politischen Arbeit einsetzen. Mit freundlichen Grüßen Peter Beuth Innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Hessen An der Schmidtsei 28 65232 Taunusstein - Wehen Tel.: 06128 / 982096 p.beuth@ltg.hessen.de www.peter-beuth.de 15.01.2009 18
    • Kordula Schulz-Asche (Bündis90/DIE GRÜNEN/Hessen) KORDULA SCHULZ-ASCHE Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihre Anfrage vom 8. Januar 2009 zum Thema Mobbing und die Einladung zur Abgabe eines Statements hierzu. Sie weisen zu Recht auf die erhebliche Anzahl von Menschen hin, die am Arbeitsplatz unter Mobbing leiden. Dies gibt Anlass zur Sorge. Es gibt in Deutschland kein Anti-Mobbing-Gesetz, wie es beispielsweise in Frankreich oder Schweden der Fall ist. Daher ist die Frage, ob zusätzliche gesetzliche Maßnahmen zur Kordula Schulz-Asche Verhinderung von Mobbing erforderlich sind, berechtigt. Trotzdem haben die Betroffenen auch in Deutschland die Möglichkeit aufgrund der bestehenden Gesetze gegen Mobbing vorzugehen. Arbeitgeber haben die Pflicht, Ihre Arbeitnehmer vor psychischer Belastung zu bewahren. Allerdings sind die Übergänge zwischen einem herkömmlichen Konflikt und Mobbing regelmäßig fließend, so dass die Einordnung und Handhabung oft nicht einfach ist. Schwierig ist besonders der konkrete Beweis des Mobbings, da Mobber oft versuchen, Ihre Handlungen zu verschleiern. Materiellrechtlich gilt jedenfalls, dass eine Verletzung des grundrechtlich verankerten allgemeinen Persönlichkeitsrechts vorliegt, wenn eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer durch eine herabwürdigende Behandlung verletzt wird. Die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber treffen hinsichtlich dieses Rechts Fürsorge- und Interventionspflichten. Er/sie muss die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer vor Belästigungen durch Mitarbeiter oder Dritte, auf die er Einfluss hat, schützen und wirksam eingreifen, sobald er/sie davon erfährt (Mitarbeitergespräch, Weisungsrecht, Abmahnung, Kündigung, Versetzung). Er/sie ist natürlich außerdem verpflichtet, das allgemeine Persönlichkeitsrecht der bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer nicht selbst durch Eingriffe in deren Persönlichkeits- oder Freiheitssphäre zu verletzen. Bei objektiv rechtswidrigen Eingriffen in das Persönlichkeitsrecht hat die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer bei drohender Verletzungsgefahr einen vorbeugenden Unterlassungsanspruch und bei bereits eingetretener Persönlichkeitsrechtsverletzung einen Anspruch auf Beseitigung von fortwirkenden Beeinträchtigungen und auf Unterlassung weiterer Eingriffe. Wir versuchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ermutigen, diese rechtliche Handhabe auch tatsächlich zu nutzen und selbstbewusst gegen Mobbing vorzugehen. Handelt es sich um eine Diskriminierung wegen der Rasse oder 19 wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion
    • oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität hinzu, kann das Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) herangezogen werden, das erheblich mehr Rechte bezüglich der Beweislast etc. eröffnet. Danach hat die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber Maßnahmen zu treffen, um die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen und Benachteiligungen verhindern. Außerdem gibt es mit der Antidiskriminierungsstelle erstmals eine Anlaufstelle für alle diejenigen, die der Ansicht sind, aus Gründen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt bzw. belästigt worden zu sein. Wichtig ist es vor allem, früh zu intervenieren, damit es eben nicht zu einer arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung und evtl. zu einer Zerrüttung des Arbeitsverhältnisses kommt, wie zu Recht von Ihnen kritisch angemerkt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind der Meinung, dass hierbei Mobbing-Beratungsstellen oder psychosoziale Beratungsstellen helfen, die unabhängig und zur Verschwiegenheit verpflichtet sein müssen. Diese können die Betroffenen fachlich beraten und Handlungsoptionen aufzeigen. Außerdem gehört unserer Auffassung nach das Thema Mobbing in Führungskräfteschulungen und –entwicklung, um eine Sensibilität und den Umgang mit der Problematik zu lernen. Eine gute Möglichkeit zur Sensibilisierung ist ebenfalls das Abschließen von Vereinbarungen am Arbeitsplatz zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit und gegen Mobbing. Ich hoffe, damit Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Kordula Schulz-Asche Landesvorsitzenden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN LV Hessen www.gruene-hessen.de 15.01.2009 20
    • Julia Fritz JULIA FRITZ Ich finde das Mobbing in der Ausbildung viel zu wenig behandelt wird. Wenn man in der Ausbildung gemobbt wird, versagt man in der Berufsschule, dort wird dann im Betrieb nachgefragt und letztendlich schieben alle die Schuld auf den Auszubildenden. Ich kenne viele die die halbe Lehrzeit Nebentätigkeiten ausüben mussten. Und kurz vor der Prüfung musste man aufeinmal stundenlang im Betrieb sitzen und lernen, da die Firma ihr Gesicht nicht verlieren möchte. Die IHK sitzt genauso untätig da. Alle haben Angst Schuld zu sein, Julia Fritz also wird alles auf den Auszubildenden abgeworfen, der meiner Meinung leider noch zu jung und damit zu labil ist sich zu wehren. Eine ganz schlimme Erfahrung. Wobei man denkt, man würde erwachsener werden, sobald man seine Ausbildung anfängt. Und auch wenn alle mitbekommen wie inkompetent der Betrieb ist, sitzen nächstes Jahr wieder die Auszubildenden da wie vorher. Und all das nur weil es nicht genug Ausbildungsstellen bekommt. Dagegen muss etwas getan werden. Julia Fritz www.Fotografie-Tuttlingen.de 19.01.2009 Karsten Knoch KARSTEN KNOCH (KNOCH GRAFIK) Für mehr Fairness am Arbeitsplatz! In unseren heutigen Arbeitswelt gibt es für immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Leistungsdruck und das nicht selten für immer weniger Lohn. Am Ende solch einer Entwicklung steht der Verbraucher, der für stetig weniger Leistung und Service in Folge unmotivierter Mitarbeiter immer mehr zahlt. Durch Mobbing steigt nicht etwa die Leistung des Angestellten, sondern hat immens destruktive Auswirkungen auf das gesamte 21 Karsten Knoch
    • Unternehmen. Eine Gruppe, die sich intern bekämpft, verliert an Stärke, Charakter und positiver Außenwirkung. Den Leuten, den das noch nicht klar ist, zeige ich hiermit gerne Flagge. Karsten Knoch www.knoch-grafik.de info@knoch-grafik.de 19.01.2009 Dr. Christa D. Schäfer Sehr geehrter Herr May, auch im Schulbereich ist Mobbing ein großes Problem. Es gibt Schulen, die jährlich ca. 10 Schülerinnen bzw. Schüler „verlieren“, die wegen Mobbingvorfällen die Schule verlassen. In letzter Zeit wenden sich verstärkt Eltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer zwecks Mobbingberatung an mich. Viele wollen in Erfahrung bringen: Was kann ich tun, wenn in unserer Klasse gemobbt wird? Oder auch: Wie kann ich dafür sorgen, dass kein Mobbing in unserer Klasse auftritt? Während die erste Frage aus der Not geboren ist, Dr. Christa D. umfasst die zweite Frage einen guten Ansatz, um über Schäfer Prävention nachzudenken, präventive Methoden einzuführen und damit die Gedanken zur Gewaltprävention, zur Suchtprophylaxe und zur Vorbeugung gegen Mobbing zu verbinden. Dabei betrifft das Thema Mobbing in der Schule natürlich nicht nur den Personenkreis der Schülerinnen und Schüler – da ist leider genauso an das Lehrerkollegium bzw. die vielfältigen Beziehungen zwischen den verschiedensten Beteiligten in Schule zu denken. Ich bin gegen Mobbing und für die Stärkung der emotionalen und sozialen Kompetenz aller Beteiligten im Bereich der Schule – damit Lehren und Lernen gelingen kann. Dr. Christa D. Schäfer www.mediation-berlin-blog.de 22
    • Karl-Josef Laumann Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 01.12.08: „Mobbing ist unanständig und unakzeptabel!“ Das „Mobbing-Web.de“ ist eine gute Sache, weil es klar Stellung gegen eine schlimme Sache bezieht. Es müsste noch viel mehr solcher Bürgerinitiativen geben, denn Mobbing ist Karl-Josef Laumann ein oft noch unterschätztes Problem. Dabei leiden in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen unter Mobbing am Arbeitsplatz. Mobbing kann die Betroffenen wie auch die Unternehmen krank machen. Beim Mobbing gibt es nur Verlierer, und deshalb ist es so wichtig, dass etwas dagegen unternommen wird. Mobbing-Opfer brauchen Hilfen. Das können engagierte Betriebs- und Personalräte sein, die sich um die Betroffenen kümmern. Das können Experten sein wie etwa an unserem nordrhein-westfälischen Mobbing-Telefon, der „Mobbing- Line“. Oder auch private Initiativen wie das Mobbing-Web, wo Mobbing-Opfer sich informieren und Rückhalt holen können. Entscheidend ist dabei die Feststellung: „Ich bin nicht allein und es gibt Hilfe!“. Weil Unternehmen und Behörden eine hohe Verantwortung tragen, ihre Beschäftigten vor Mobbing zu schützen, haben wir in Nordrhein-Westfalen gerade einen Leitfaden für Führungskräfte bei Konflikten und Mobbing im Unternehmen vorgestellt. Hier finden sie ganz praktische Hilfsmittel zum Erkennen von und zum Umgang mit Mobbing. Dies ist übrigens auch im Eigeninteresse der Unternehmen, denn Mobbing schadet dem Betriebsklima, kostet viel Energie, Zeit und Geld. Es ist gut, wenn viele Menschen Stellung beziehen und laut und deutlich sagen: „Mobbing ist unanständig und unakzeptabel!“ Das braucht manchmal Zivilcourage, aber es lohnt sich. Die kostenlose Broschüre kann beim Ministerium angefordert werden und steht dort auch zum Download zur Verfügung: www.mags.nrw.de 23
    • Frank Henkel Vorsitzender der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin (02.10.2008): Sehr geehrter Herr May, ich empfehle allen Arbeitgebern bei Konflikten zwischen Mitarbeitern so früh wie möglich regulierend einzuschreiten und für die Mitarbeiter ansprechbar zu sein. Denen, die sich betroffen fühlen, empfehle ich Frank klare Grenzen zu setzen, das Gespräch zu suchen und Kollegen, die Henkel Personalvertretung und den Arbeitgeber (der eine Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter hat) um Hilfe zu bitten, damit es nicht zum Äußersten, d.h., dem Verlust des Arbeitsplatzes oder der Gesundheit kommt und allen Beteiligten kein Schaden entsteht. Mobbing behindert eine konstruktive Zusammenarbeit und stört das Betriebsklima. Für die Betroffenen bedeutet es einen schmerzhaften Einschnitt in ihr persönliches Wohlbefinden, was zumeist nicht ohne Folgen auf Ihr Arbeits- und Leistungsverhalten bleibt und bis zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zur Arbeitsunfähigkeit führen kann. Abgesehen von der moralischen Seite ist Mobbing auch ein volkswirtschaftliches Problem, d. h., ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, der betriebswirtschaftlich und gesellschaftlich erhebliche Schäden – u.a. durch Minderleistungen, Fluktuation und Fehlzeiten, nach sich zieht. Ich danke Ihnen für Ihr außerordentliches Engagement zur Bekämpfung von Mobbing und verbleibe mit freundlichen Grüßen Frank Henkel, MdA Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin Joachim Herrmann Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern (25.08.2008): Sehr geehrter Herr May, als Bayerischer Innenminister lege ich besonderen Wert darauf, dass im Zuständigkeitsbereich des Innenministeriums, für das ich sprechen kann, der respektvolle Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dieser untereinander höchsten Stellenwert hat. Joachim 24 Herrmann Dem Phänomen "Mobbing" begegnet die öffentliche Verwaltung seit
    • Jahren mit Präventionsarbeit, Hilfe für betroffene Beschäftigte durch besondere Ansprechpartner sowie der Sanktionierung von Fehlverhaltensweisen. Bei der Polizei etwa werden Vorgesetzte durch entsprechende Schulungen sensibilisiert, die Augen offen zu halten. Ansprechpartner mit psychologischer Fachausbildung gewährleisten, dass Betroffene nicht alleine mit Problemen fertig werden müssen. Mobbinghandlungen als arbeits- bzw. dienstrechtliche Verfehlungen werden entsprechend konsequent geahndet. Mit freundlichen Grüßen Joachim Herrmann, MdL Bayerischer Staatsminister des Innern Das Bayerische Staatsministerium des Innern Dr.Guido Westerwelle Dr. Guido Westerwelle, MdB, Bundesvorsitzender der FDP: Sehr geehrter Herr May, haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage vom 15. März 2008. Ihr Engagement gegen Mobbing begrüße ich wirklich sehr. Dr. Guido Sie kennen die Position der Liberalen: Die Stellungnahmen Westerwelle meiner Kollegin, Nicola Beer MdL, dem FDP Landesvorsitzenden von Berlin, Markus Löning MdB und dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der FDP in Niedersachsen, Herrn Dr. Philipp Rösler MdL, liegen Ihnen vor. Diesen Ausführungen ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen. Für Ihre Initiative gegen Mobbing wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg. Ihnen persönlich alles Gute. Mit freundlichen Grüssen Dr. Guido Westerwelle, MdB Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion Bundesvorsitzender der FDP Grußwort von Dr. Guido Westerwelle, MdB Bundesvorsitzender der FDP Vorsitzender der FDP- 25
    • Bundesfraktion zum 5. Anti-Mobbing-Tag der Bremer Aktion für Kinder BAKI am 2. Dezember 2008 ..."Sehr geehrter Herr Kalkus, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch wenn es mir leider nicht möglich ist, die Schirmherrschaft für den Anti-Mobbing-Tag zu übernehmen, freue ich mich sehr, Ihnen allen im Namen der Freien Demokraten und auch ganz persönlich herzliche Grüße und Glückwünsche übersenden zu dürfen. Am liebsten wäre es mir, ich müsste dieses Grußwort nicht schreiben. Nicht, weil ich den Kampf gegen Mobbing für unwichtig halte, auch nicht, weil ich Ihre Initiative nicht unterstützen möchte, sondern weil Mobbing nie zu einem so drängenden Problem hätte werden dürfen. Doch es ist da. Deshalb danke ich Ihnen für Ihr Engagement und freue mich, Sie in Ihrer Arbeit unterstützen zu können. Leider können Menschen fast überall von Mobbing betroffen sein. Schon in der Schule findet soziale Ausgrenzung statt: zwischen Schülern, zwischen Schülern und Lehrern, zwischen Lehrern und gegenüber oder zwischen Eltern. Jeder kann betroffen sein, als Opfer und auch als Täter. Vielleicht auch unbewusst. Zu häufig wird Mobbing tot geschwiegen. Probleme können aber nur gelöst werden, wenn sie angesprochen und angegangen werden. Eine Ausgrenzung von vermeintlich Schwachen darf es nicht geben. Auch eine Gesellschaft, die auf Leistung und Leistungsbereitschaft angewiesen ist, darf niemand alleine lassen. Hier ist die Bürgergesellschaft gefragt. Maßnahmen von oben herab in Form von Gesetzen und Vorschriften helfen nicht weiter. Mobbing geht von Menschen aus. Bei ihnen müssen wir für Fairness werben. Nur so wird Problembewusstsein geschaffen. Jeder ist aufgerufen, in der Öffentlichkeit gegen Mobbing einzutreten. Das verlangt Zivilcourage. Eine Bürgergesellschaft, wie sie die FDP anstrebt, ist auf den mutigen Einsatz mündiger Bürger angewiesen. Nur so kann Solidarität und Zusammenhalt entstehen. Ihr Aktionstag gibt vielen Menschen Mut, sich gegen Mobbing zu wehren, sich für andere einzusetzen und die Probleme offen anzusprechen. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Anti-Mobbing-Tag und die Resonanz, die Ihren Anstrengungen gerecht wird."... Quelle: http://antimobbingtag.blog.de __________________________________________________________________________________ 26
    • Jens Brandt Jens Brandt, stellv. FDP-Kreisvorsitzender, Direktkandidat der FDP-Würzburg zur Landtagswahl 2008 (10.08.2008): Sehr geehrter Herr May, hier mein Statement, dass Sie gerne auf Ihrer Website veröffentlichen können. Mobbing ein sehr wichtiges, aber auch sehr schwieriges Thema. Als Dipl.-Psychologe ist mir die Thematik sehr wohl bekannt und auch ein wenig vertraut. Jens Brandt Das Hauptproblem liegt m.E. darin, dass gesetzliche Regelungen erst greifen, wenn aus Mobbing Diskriminierung geworden ist. Doch dann ist es i.d.R. für die Betroffenen meist zu spät, da sie bereits massive Beeinträchtigungen erfahren haben, mit hohem Risiko für die psychische aber auch physische Gesundheit. Das Problem muss daher viel früher angegangen werden und ist dabei nach meiner Einschätzung weniger eine politisches Fragestellung - wenngleich die Politik insbesondere mit Aufklärungsmaßnahmen ihren Beitrag leisten muss. Es ist nach meiner Erfahrung viel mehr eine Problematik, die im Organisationsklima angesiedelt ist. In einem guten Organisationsklima tritt Mobbing seltener auf bzw. wird frühzeitig unterbunden. Als Organisation sehe ich dabei nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Schulen oder Institutionen wie die Bundeswehr. Mobbing muss man dort entgegentreten, wo es auftritt. Also im Beruf im Team bzw. in der Abteilung, in Schulen in der Klasse oder bei der Bundeswehr im Zug. Mehr als Politiker sind die jeweiligen Führungskräfte gefordert. Diese müssen für Mobbing sensiblisiert sein, um Wahrzeichen zu erkennen und frühzeitig reagieren zu können. Aber auch die Courage von Kollegen, Mitschülern oder Kameraden ist gefordert. So können insbesondere Defizite der Führungskraft im Umgang mit Mobbing - wenn es nicht sogar von dieser ausgeht - kompensiert und dirket vor Ort dem Mobbing entgegengewirkt werden. Beim Thema Mobbing würde ich daher nicht strengere Gesetze fordern, zumal diese im Einzelfall - wenn sie überhaupt greifen - nur schwer durchzusetzen sind. Mobbing ist ein gesellschaftliches 27 Problem. Die Gesellschaft, jede Führungskraft, jeder Lehrer, jeder
    • Mitarbeiter, Mitschüler, Kamerad muss sich aktive gegen Mobbing stellen. Voraussetzung ist, dass Mobbing ernst genommen wird, was leider häufig nicht der Fall ist. Mit freundlichen Grüßen Jens Brandt stellv. FDP-Kreisvorsitzender Direktkandidat der FDP-Würzburg zur Landtagswahl am 28.09.08 FDP Liste 5 - Platz 2 www.brandt-aktuell.de Dr. Thomas Ulmer Dr. Thomas Ulmer (CDU, MdEP) 27.04.2007: Sehr geehrter Herr May, sehr geehrte Damen und Herren, das Thema Mobbing am Arbeitsplatz ist noch immer eines der meist unterschätzten Themen. Mobbing hat einen direkten Einfluss auf die Produktivität und damit auf den Wirtschaftsstandort. Dr. Thomas Außerdem hat es einen großen Einfluss auf unsere Familien. Kann Ulmer denn eine gemobbte Mutter oder ein gemobbter Vater ihren bzw. seinen Kindern noch gerecht werden. Wie viele Krankheiten haben ihre Ursache in gnadenlosem Mobbing?? Welche Kosten kommen dadurch zusätzlich auf die Krankenkassen zu? Vor allem, und das ist mir persönlich das wichtigste, steht im Mittelpunkt jeder Mobbingaffäre immer der Mensch und sein persönliches Schicksal. Ein Gemobbter kann in keinem seiner Lebensbereiche mehr aufblühen, erträgt nicht selten gewaltige Depressionen und Ängste. Dadurch kommt er in eine Spirale, die sein komplettes soziales Umfeld zerstört und damit sein Leben endgültig nicht mehr lebenswert macht. Wir haben, nicht zuletzt als Christen, die Pflicht etwas zu tun. Wir dürfen nicht wegsehen, sonder müssen aktiv gegen Mobbing am Arbeitsplatz einschreiten. Daher begrüße ich Ihre Initiative sehr und wünsche alles erdenklich Gute und den größtmöglichen Erfolg. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr. Thomas Ulmer 28
    • Dr. jur. Frank Sievert Rechtsanwalt Dr. jur. Frank Sievert, Hamburg: [...] als Arbeitsrechtsanwalt der täglich durch Mobbing betroffene Arbeitnehmer vertritt, weiß ich, wie wichtig den Betroffenen das Gefühl ist, nicht alleine dazustehen. Durch ihre Internetinitiative zum Mobbingschutz schaffen Sie, lieber Herr May, die notwendige Öffentlichkeit,[...] Dr. jur. Frank Sievert http://www.brainguide.de/?bid=32465 __________________________________________________________________________________ Dr. Norbert Lammert PRÄSIDENT DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES (28.01.2008): Sehr geehrter Herr May, der Bundestagspräsident teilt nachdrücklich Ihre Bewertung, dass Mobbing ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem ist, ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im privaten Umfeld. Dr. Norbert Daher begrüßt er Ihre Initiative “mobbing-web” und bedankt sich Lammert für Ihr persönliches Engagement in dieser Angelegenheit ausdrücklich. Er ist sich sicher, dass Sie mit Ihrer Internetseite schon vielen von Mobbing betroffenen Bürgern mit den zur Verfügung gestellten Informationen und Anlaufstellen helfen konnten und einen Beitrag geleistet haben, um die Öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren.” Mit freundlichen Grüßen i.A. F.Migowski 29
    • Hermann Schaus Hermann Schaus (Die Linke in Hessen) 07.01.2007: Sehr geehrter Herr May, danke für Ihre Anfrage und vor allen Dingen für Ihre Initiative zu diesem wichtigen Thema. Nachfolgend und auch als Datei übersende ich Ihnen meine kurze Stellungnahme. Hermann Schaus Mit freundlichen Grüßen Hermann Schaus Stellungnahme zum Thema Mobbing Mobbing ist ein immer weiter um sich greifendes Problem. Durch die geringe Zahl der Arbeitsplätze führt die ständige ( vermeintliche ) Konkurrenz unter den Arbeitnehmern/innen zu einer vermehrten Ausgrenzung von einzelnen Personen. Innerhalb der Betriebe müssen besonders die Betriebs- und Personalräte diese Frage verstärkt angehen und z. B. durch Betriebsvereinbarungen schützende Regelungen schaffen. Im Betrieb muss ein Arbeitsklima bestehen, das es Menschen ermöglicht, frei von Diskriminierung, Mobbing und sexueller Belästigung ihrer Arbeit nachzugehen. Alle Beschäftigen sind aufgefordert, an der Gestaltung eines Arbeitsklimas auf allen Ebenen mitzuwirken, das gekennzeichnet ist von gegenseitiger Achtung, Toleranz und Wahrung der menschlichen Würde am Arbeitplatz. Keine Person soll wegen ihrer Abstammung, Weltanschauung, Nationalität, Herkunft, Alter, Geschlecht, sexuelle Identität und sexuelle Orientierung oder sonstiger persönlicher Eigenheiten Nachteile entstehen dürfen. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben daher Maßnahmen zu unterlassen, die die Entfaltung der Persönlichkeit Einzelner beeinträchtigen können oder als Beleidigung oder Belästigung im Sinne des Beschäftigungsschutzgesetzes empfunden werden können. Insbesondere ist darauf zu achten, dass niemand in seinem oder ihrem sozialen Ansehen geschädigt wird, niemand durch Wort, Bild, Gesten oder Handlungen sexuell belästigt oder diskriminiert wird, niemand durch die ihm oder ihr zugewiesenen Arbeitsaufgaben diskriminiert oder gedemütigt wird. Mit freundlichen Grüßen 30 Hermann Schaus
    • Klaus Wowereit Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin : "Mobbing kann verhindert werden" Klaus Wowereit 31
    • 32
    • Markus Löning Markus Löning, FDP - Kommentar zu Mobbing 18.April 2007: Sehr geehrter Herr May, Mobbing ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im privaten Umfeld. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Bürgers, entschieden gegen jede Form des Mobbings einzutreten und Mobbing-Opfern Markus Löning Unterstützung zu leisten. Denn die Betroffenen erleiden häufig einen deutlichen Verlust an Selbstwertgefühl und Lebensqualität. In diesem Zusammenhang ist Aufklärungs- und Bildungsarbeit von besonderer Wichtigkeit. Sie ist Grundlage für eine Kultur des Miteinanders und der gegenseitigen Toleranz. Dies sind zentrale Grundwerte unserer Zivilisation, denen Liberale sich in besonderer Weise verpflichtet fühlen und für deren Erhalt wir täglich mit persönlichem Engagement eintreten. Durch Gesetze wie das Arbeitsschutzgesetz können Mobbing- Opfer zwar im Nachhinein rechtliche Sanktionen erwirken. Viel wichtiger ist es aber, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem keiner zu einem Opfer herabwürdigenden Verhaltens wird. Dazu scheint es mir notwendig, die Öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren. Ihre Initiative leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Jeder sollte seine Stimme gegen Mobbing erheben! Mit freundlichem Gruß Markus Löning MdB Europapolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Nicola Beer Nicola Beer, MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag / 03.01.2008: Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Mobbing, auf die ich Ihnen gern antworte. Mobbing ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, welches sowohl am Arbeitsplatz, in der Schule oder im privaten Umfeld stattfinden kann. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Nicola Beer Bürgers entschieden gegen jede Form des Mobbings einzutreten und Mobbing-Opfern Unterstützung zu leisten bzw. Mobber von ihrem Verhalten abzubringen. Dazu ist es notwendig, die 33
    • Öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren und eine Kultur des Miteinanders und der gegenseitigen Toleranz zu leben. Dies sind zentrale Grundwerte unserer Zivilisation, denen Liberale sich in besonderer Weise verpflichtet fühlen und für deren Erhalt wir täglich mit persönlichem Engagement eintreten. Durch Gesetze wie das Arbeitsschutzgesetz können Mobbing- Opfer zwar im Nachhinein rechtliche Sanktionen erwirken. Viel wichtiger ist es aber, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem keiner zu einem Opfer herabwürdigenden Verhaltens wird. Die FDP tritt mit aller Entschiedenheit für den Abbau von Diskriminierung und gegen Intoleranz ein. Wir fordern: Gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle Bürger. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Nicola Beer, MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag Sprecherin für Hochschul-, Wissenschafts-, Kultur- und Rechtspolitik Philipp Rösler Philipp Rösler, Partei- und Fraktionsvorsitzender FDP Niedersachsen (16.01.2008): Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für ihre Mail zum Thema Mobbing. Sie sprechen damit ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem an, dass dringend stärker Philipp Rösler in den Focus der Öffentlichkeit gerückt werden sollt. Ein großer Teil der erwerbstätigen Bevölkerung ist von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen und auch Mobbing in der Schule muss als ernsthaftes Problem wahrgenommen werden. Die Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz betreffen nicht nur die Opfer, sondern richten auch ökonomischen Schaden auf betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene. Um dem entgegenzuwirken muss jeder Bürger gegen Mobbing vorgehen und die Opfer des Mobbings unterstützen. Zusätzlich ist es richtig und wichtig Mobbing Opfer auch durch Gesetze zu schützen. Dabei darf aber nicht aus dem Auge gelassen 34
    • werden, dass Gesetze den Opfern nur im Nachhinein helfen können Sanktionen zu erwirken. Viel bedeutsamer als die Schaffung neuer oder die Verschärfung bestehender Gesetze ist es daher ein Gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem niemand zum Opfer herabwürdigenden Verhaltens wird. Um dies zu erreichen ist es notwendig, die Öffentlichkeit für das Thema Mobbing zu sensibilisieren. Hierfür leisten Sie mit Ihrer Initiative einen wichtigen Beitrag. Mit freundlichen Grüßen Philipp Rösler Partei- und Fraktionsvorsitzender FDP Niedersachsen Renate Künast VORSITZENDE DER FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNE: MdB, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (12.08.2008): Renate Künast Sehr geehrter Herr May, ich halte Mobbing am Arbeitsplatz für ein sehr ernstes Problem. Wenn Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer am Arbeitsplatz herabwürdigend behandelt werden, so ist darin eine Verletzung ihres grundrechtlich verankerten allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu sehen. Die Arbeitgeberseite ist verpflichtet die Mitglieder der Belegschaft vor Belästigung zu schützen. Oft geschieht dies leider nicht in ausreichendem Maße. Da Sie speziell nach Prävention fragen, möchte ich anmerken, dass Mobbing ein gesamtgesellschaftliches Problem ist und oft nicht erst am Arbeitsplatz beginnt. Schon Kinder können mit Mobbing konfrontiert sein. Von daher darf sich Prävention nicht allein auf die Arbeitswelt beziehen, sondern muss schon viel früher, in den Familien, Kindergärten und Schulen ansetzen. Um Mobbing am Arbeitsplatz vorzubeugen sind meines Erachtens gute Arbeitsbedingungen eine entscheidende Voraussetzung. Schlecht bezahlte und prekäre Arbeit führt zu Unzufriedenheit. So entsteht eher ein Klima, in dem sich Mobbing entwickelt. Wir Grünen treten für eine gerechte Bezahlung ein, fordern 35
    • Mindestlöhne und streiten für eine bessere Absicherung der Menschen, die in unsteten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Insbesondere bei so genannten Discountern scheint die Einschüchterung und Bespitzelung von Beschäftigten durch die Arbeitgeber immer mehr um sich zu greifen. Wir wollen die Rechte der Beschäftigten insgesamt stärken, um zukünftig derartigen Entwicklungen vorzubeugen. Einen entsprechenden Antrag haben wir im Mai in den Bundestag eingebracht. Mit freundlichem Gruß I. A. Bettina Jarasch Fraktionsvorstandsreferentin / Quelle Prof. Dr. Thomas Leithäuser AKADEMIE FÜR ARBEIT UND POLITIK DER UNI B R E M E N: “[...] Mobbing ist eine bösartige und hinterhältige Strategie, Menschen Prof. Dr. in Institutionen und Betrieben fertigzumachen. Diese Strategien Thomas haben Leithäuser wir in den Antimobbing-Veranstaltungen der Akademie für Arbeit und Politik immer wieder in ihren arbeitsrechtlichen, soziologischen und psychologischen Dimensionen analysiert, dargestellt und kritisiert. Bei Mobbing handelt es sich um ein schwerwiegendes soziales und politisches Problem.[...]” Universität Bremen Ruth Müller (SPD, Bayern) 22.08.2008: Sehr geehrter Herr May, leider betrifft das Thema "Mobbing" immer wieder Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in allen Schichten. Hier sind in erster Linie die Arbeitgeber und Kollegen gefordert, Mobbing zu verhindern, Mobbingopfern zu helfen und Mobbing erst gar nicht entstehen zu 36
    • lassen. In einem guten Arbeitsklima, das geprägt ist von gegenseitigem Respekt und Toleranz im Umgang miteinander sollte Mobbing nicht vorkommen. Als aktives Mitglied der evangelischen Kirche sehe ich hier auch die Verantwortung als Christ gegenüber den Mitmenschen. Mit den besten Grüßen Ruth Müller Sigmar Gabriel Sigmar Gabriel, MdB (SPD) - 05. Juni 2007: Sehr geehrter Herr May, Mobbing ist sowohl am Arbeitsplatz als auch in den Bildungseinrichtungen ein erstzunehmendes Problem. Die Betroffenen erleiden nicht hinnehmbaren psychischen und in der Folge oft auch wirtschaftlichen Sigmar Schaden durch die ständigen Malträtierungen Ihres Umfeldes. Gabriel Auch, wenn die Verhaltensweisen des Mobbing meist Straftatbestände erfüllen dürften halte ich es für dringend geboten, eine juristisch präzise Definition von Mobbing festzulegen, um die Täter eindeutig belangen zu können. Angriffe gegen die Würde eines Menschen sind keine Lappalie! Ihre ehrenamtliche Arbeit ist in diesem Zusammenhang begrüßenswert und überaus hilfreich. Mit freundlichen Grüßen Sigmar Gabriel, MdB, Bundesumweltminister _________________________________________________________________________________ Thomas Jurk Thomas Jurk (SPD), Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit (25.06.2008): Sehr geehrter Herr May, Das Problem Mobbing am Arbeitsplatz wird vielfach immer noch unterschätzt, obwohl es in unserer Gesellschaft leider kein Phänomen betrieblicher Einzelfälle ist. Laut dem Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wird jeder Thomas Jurk neunte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens mindestens 37 einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und
    • Ausgrenzung. Mobbing kann jeden treffen! Neben den seelischen und gesundheitlichen Auswirkungen bei den Betroffenen verursacht Mobbing hohe betriebswirtschaftliche und gesellschaftliche Kosten. Der Prävention durch aktive betriebliche Maßnahmen zum Abbau Mobbing begünstigender Faktoren, wie z. B. Mängel in der Arbeits- und Betriebsorganisation kommt somit eine große Bedeutung zu. Von der Arbeitsschutzverwaltung des Freistaates Sachsen wurde deshalb ein Präventions-netzwerk gegen Mobbing aufgebaut, deren Mitglieder (Beratungsstellen, Verbände, Initiativen, Behörden, Krankenkassen, Juristen, Psychologen u. a.) auf Anfrage von Mobbingbetrof-fenen oder deren Arbeitgebern Hilfe gewähren. Das Präventionsnetzwerk ist im Internet unter www.arbeitsschutz- sachsen.de/ zu erreichen. Die Wertschätzung Ihrer Initiative kommt auch darin zum Ausdruck, dass Ihr Projekt als bislang einziger überregionaler Ansprechpartner unseres regionalen Präventionsnetzwerkes zur Nutzung empfohlen wird. Mit freundlichem Gruß Thomas Jurk __________________________________________________________________________________ Volker Blumentritt Volker Blumentritt, SPD (14.09.2007): Sehr geehrter Herr May, da gebe ich Ihnen voll und ganz recht, Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernstes und leider auch zunehmendes Problem unserer Arbeitswelt geworden, das uns in vielerlei Gestalt begegnet. Neben den Leiden der Betroffenen verursacht Mobbing auch erhebliche Volker betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten durch Krankheiten und Blumentritt Minderleistungen. Gesetzliche Regelungen, die auf das Mobbing anwendbar sind, finden sich im Arbeitsschutzgesetz, in der gesetzlichen Unfallversicherung und in der Krankenversicherung. Insbesondere 38 Arbeitgeber sind aufgefordert, für sichere Arbeitsplätze und ein
    • gutes Arbeitsklima zu sorgen. Unterstützung finden sie dabei bei den Berufsgenossenschaften und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Im übrigen können die Bewertung und Nachweise von Mobbing und möglichen Folgewirkungen im Einzelfall sehr schwierig sein. In diesem Sinne ist die Anwendung vorhandenen Rechts durch die Rechtsprechung der Gerichte darauf hin zu beobachten, inwieweit der gegebene Rechtsrahmen zur Ahndung von Mobbing geeignet ist. Ich hoffe, Ihnen mit dieser Information weitergeholfen haben zu können. Mit freundlichen Grüßen Volker Blumentritt _________________________________________________________________________________________ Uwe Grund SPD-Abgeordneter in der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (12.08.2008): Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten engagiere ich mich als Gewerkschafter und SPD-Politiker in der Anti-Mobbing Bewegung. Mein Arbeitsschwerpunkt ist dabei die betriebliche Präventionsarbeit. Mobbing vorzubeugen ist –das zeigen alle Erfahrungen- aller Anstrengungen wert. Aufklärung im Betrieb, zuverlässige und unabhängige Beratungsangebote, Ächtung von Mobbing in gemeinsamer Aktion zwischen Arbeitgebern und Uwe Grund Betriebs-/Personalräten, sind dafür die besten Maßnahmen. Zwar hat sich die Rechtslage durch manche Gerichtsurteile, durch das AGG und die Kommentierung etwa zum Betriebsverfassungsgesetz, schon verbessert. Einfach ist die rechtliche Auseinandersetzung in Sachen Unterlassungsansprüche und in den Haftungsfragen aber immer noch nicht. Deshalb setze ich mich für eine Präzisierung der einschlägigen Rechtsvorschriften ein. Uwe Grund 39
    • Andreas Lämmel Andreas Lämmel, MdB (CDU/Dresden) 26.06.2008: Sehr geehrter May, vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 11. April 2008 zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz. Sie beziehen sich mit Ihrer Nachfrage auf eine frühere Antwort von mir an Herrn Schramm vom 10. April 2008. Es ist nicht zutreffend, dass ich mich in dieser Antwort nicht Andreas Lämmel gegen Mobbing ausgesprochen habe. Ich schrieb unter anderem: "(...) Respekt voreinander sollte man haben" und "Mobbing würde ich nicht dulden". Ich habe die damalige Frage von Herrn Schramm auch nicht so verstanden, dass er einen Aufruf gegen Mobbing von mir erwartet hat. Vielmehr lautete die Frage: "Sehen Sie Mobbing als Problem?". Ich habe mir Ihre Homepage www.mobbing-web.de soeben angesehen und begrüße Ihre Initiative sehr weil Sie mit den dort zur Verfügung gestellten Informationen sicherlich schon vielen Mobbing-Opfern helfen konnten. Mobbing ist keine Lappalie und darf nicht hingenommen werden. Ich rufe daher alle im Berufsleben stehenden Bürgerinnen und Bürger, die Zeuge von Mobbing werden, dazu auf, beherzt dagegen vorzugehen, die "Mobber" zur Sprache zu stellen und den Gemobbten Unterstützung zu gewähren. Denn nichts ist schlimmer als das ohnmächtige Gefühl von Mobbing-Opfern, wenn alle Kollegen und Kolleginnen, die sich zwar nicht selbst am Mobbing beteiligen, so doch das Unrecht ignorieren zu scheinen. Sehr geehrter Herr May, ich wünsche Ihnen für Ihre Initiative weiterhin viel Erfolg! Mit freundlichen Grüßen Andreas Lämmel Brigitte Meyer F D P, A I C H A C H - F R I E D B E R G, 2 0 . 0 8 . 2 0 0 3 : Sehr geehrter Herr May, bitte entschuldigen Sie, dass ich erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auf Ihre Anfrage antworte. Ich war in den letzten Tagen unterwegs und komme deshalb leider erst heute dazu. Mobbing ist vermutlich immer und überall schwer beizukommen. Wie Brigitte Sie richtig erwähnen, gibt es für Mobbing am Arbeitsplatz bestehende Meyer 40 Gesetze. Das Problem liegt in den meisten Fällen wohl darin, dass
    • Menschen, die gemobbt werden häufig nicht die Kraft haben, sich gegen Angriffe mit Hilfe der Gesetze zu wehren. Ich denke, dass die Wurzeln für Mobbing tief im menschlichen und im gesellschaftlichen Bereich liegen und dem Problem wohl in erster Linie nur durch permanente Aufklärung und entsprechende Sensibilisierung der Mitmenschen begegnet werden kann. Für diese Wege des Umganges der Menschen miteinander habe ich mich in der Vergangenheit immer stark gemacht und werde ich mich auch in Zukunft immer einsetzen. Zu Ihrem letzten Punkt: es ist wohl das Prinzip von kandidatenwatch.de sog. Massenanfragen nicht zu vermitteln. Wenn Sie den Vergleich zwischen den Vertretern einzelner Parteien haben möchten, ist es sicher ohne großen Aufwand möglich, die Anfragen an unterschiedliche Adressaten zu richten. Mit freundlichen Grüßen Brigitte Meyer Willi Wieland Willi Wieland, Psychologischer Berater (05.05.2008): ”Durch regelmäßige und gezielte demütigende, kränkende, verleumderische, verletzende oder beleidigende Nadelstiche werden täglich Menschen seelisch attackiert und massiv unter Druck gesetzt, um sie psychisch zu schwächen, zu zermürben oder zu zerstören. Die Folgen sind u.a. Existenzverlust oder Krankheit bis hin zum Suizid.” Willi Wieland http://www.fairplay-mobbing.de/ Katja Husen Katja Husen, MdHB,Sprecherin für Gesundheits- und Drogenpolitik GAL-Fraktion/Hamburg (12.02.2008): Sehr geehrter Herr May, danke, dass Sie sich eines wichtigen Themas angenommen haben, dass noch viel zu häufig verharmlost oder tabuisiert wird. Fakt ist: Mobbing ist eine subtile Form von Gewalt, die die Opfer krank macht und der Gesellschaft in vielfältiger Weise ernsthaften Schaden zufügt. 41 Katja Husen Mit Ihrer Homepage geben Sie Betroffenen eine erste Hilfestellung;
    • für viele hoffentlich der entscheidende Impuls, sich zur Wehr zu setzen und einen Ausweg aus der als ausweglos empfundenen Lage zu suchen! Weitere Unterstützung leisten Selbsthilfegruppen, psychosoziale Beratungsstellen und spezialisierte Anwaltskanzleien. Leider kann die Politik keine schnellen Lösungen anbieten. Ich werde mich aber in meiner Funktion als gesundheitspolitische Sprecherin meiner Partei weiter für eine Enttabuisierung des Themas stark machen, in der Hoffnung möglichst viele Menschen ermutigen zu können, sich aus der Opferrolle zu befreien. Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg für Ihre wichtige Arbeit, Katja Husen ---- Katja Husen, MdHB Dr. Klaus Zeh Dr. Klaus Zeh (CDU), Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit (01.2007): Mobbing stellt keine zu unterschätzende Gefahrenquelle für Leben und Gesundheit dar, beeinträchtigt die Entfaltung der Persönlichkeit Dr. Klaus Zeh und führt zu einer erheblichen sekundären finanziellen Belastung der Solidargemeinschaft. Von der Wissenschaft wird von der Annahme ausgegangen, dass Mobbing nur in einer Unternehmenskultur vorkommen kann, die ein solches Verhalten zulässt oder sogar belohnt. Es steht außer Zweifel: Beim Mobbing gibt es nur Verlierer! _____________________________________________________ Gabriele ZIMMER A. Pietsch i.A. v. Fr Gabriele ZIMMER , MBPE (Linkspartei.PDS) 6.Juni 2007: Sehr geehrter Herr May, herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Frau Zimmer freut sich immer über Gabriele direkte Nachrichten von Wählern, die sich für ein Thema engagieren. ZIMMER Die Politik alleine vermag nicht unmittelbar vor Mobbing zu schützen, aber sie ist es, die Verantwortung dafür trägt, ein gesamtgesellschaftliches Klima zu installieren, das Mobbing missbilligt und somit zu einem wesentlich selteneren Phänomen macht, als es leider derzeit der Fall ist. 42
    • Mobbing verletzt den Einzelnen nicht nur am Arbeitsplatz in seiner Würde und die Politik ist gefragt, Opfern ein Instrument an die Hand zu geben, das zulässt sich gegen diese Form psychischer Gewalt zur Wehr zu setzen. Schon im Jahr 2000 hat man sich durch Verabschiedung der EU-Richtlinie "zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf" (2000/78/EG) auf europäischer Ebene klar zur Stärkung der Rechte des Einzelnen bekannt. Auch auf Bundesebene ist man mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, welches unter Anderem die zitierte Richtlinie umsetzen sollte, im vergangenen Jahr zumindest einen Schritt in die richtige Richtung gegangen, wenngleich es unserer Auffassung nach in bestimmten Bereichen nicht weit genug geht. Frau Zimmer setzt sich im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten immer für die Rechte der Arbeitnehmer ein. Dabei sind neben fairen Löhnen, sozialen Sicherungssystemen und Kündigungsschutz auch die gesundheitlichen Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz von elementarer Bedeutung. Neben der parlamentarischen Arbeit benötigt es aber auch viel Aufklärungsarbeit und Frau Zimmer freut sich immer zu sehen, dass es gesellschaftlich engagierte Menschen gibt die damit die politische Arbeit unterstützen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in Ihrem Engagement. Mit freundlichen Grüßen, Adrian Pietsch Büro Gabriele Zimmer, MdEP Europäisches Parlament ______________________________________________ Dr. Norbert Blüm "Lass Dich nicht mobben - nicht in der Schule, nicht im Beruf: N i r g e n d w o ! Wehr Dich, Du bist "Wer"! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Artikel 1 Grundgesetz" Dr. Norbert Blüm 43
    • Walter Momper Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin: " Es ist erschreckend, wie viele Menschen durch Mobbing am Arbeitsplatz regelrecht gequält werden." Mehr...(pdf): http://www.mobbing-web.de/momper1.pdf Walter Momper Ralf Hillenberg Ralf Hillenberg (SPD): “In der Privaten Wirtschaft wird Mobbing in der Regel durch Verlust des Arbeitsplatzes geklärt.” Mehr...: http://www.mobbing- web.de/antwort_SPD_zum_thema_mobbing.pdf Ralf Hillenberg _________________________________________________________________________________ Dr. Christoph Seydl Dr. Christoph Seydl zum Thema Mobbing (17.04.2008): Mobbing am Arbeitsplatz ist ein sehr ernstes Problem in unserer Gesellschaft. Arbeitnehmer(innen), die im Betrieb Mobbing ausgesetzt waren, sind im Durchschnitt doppelt so oft im Krankenstand. In Rahmen meines Forschungsprojektes zeigte sich, dass gerade die leistungsfeindlicher gesinnte Personen eher zu Mobbing neigen. Mobbing wird also offensichtlich als Karrierestrategie eingesetzt, um Kolleg(innen) mit größerer Leistungsbereitschaft auszubremsen. Dr. Christoph 44 Seydl
    • Dass diese Entwicklung nicht im Sinne von Organisationen oder gar der Gesellschaft sein kann, ist wohl klar. Das Mobbingrisiko hängt jedoch weniger an Individuen, sondern an strukturellen Spannungsherden in den Betrieben. Dies zu erkennen ist die größte Chance, sowohl für den Arbeitgeber als auch die Legislative. Allen Mobbingbetroffenen, die sich leider nicht mehr zu helfen wissen, kann ich leider nur einen Tipp geben: Wenn Gegenwehr nichts hilft und die Angriffe nicht aufhören, bleibt nur mehr die freiwillige Kündigung übrig. Im schlimmsten Fall führt Mobbing zu schwersten Traumatisierungen, die ein halbwegs normales Leben verunmöglichen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Christoph Seydl http://www.seydl.at/ Dr. Anja Weisgerber Dr. Anja Weisgerber, MdEP (CSU) 4.Juni 2007: Sehr geehrter Herr May, Mobbing ist gerade in der heutigen Zeit mit einer hohen Arbeitslosigkeit ein besonderes Problem. Aus Angst um ihren Arbeitsplatz sind Arbeitnehmer bereit, mehr Unannehmlichkeiten zu Dr. Anja ertragen und die Toleranzgrenze gegenüber Mobbing-Übergriffen von Weisgerber Kollegen und Vorgesetzten steigt. So wird oft die Chance vertan, Konflikte in einem frühen Stadium anzugehen und unerträgliches, jahrelanges Mobbing im Keim zu ersticken. Gleichzeitig schafft die allgemeine Unsicherheit um den Arbeitsplatz ein angespanntes Betriebsklima und somit einen guten Nährboden für Mobbing. Teilweise versuchen Angestellte etwa, Mitarbeiter, die sie als potenzielle Konkurrenten betrachten, durch Mobbing-Methoden auszuschalten, in der Meinung somit ihren eigenen Arbeitsplatz zu sichern. Wir wissen alle, wie Mobbing das Leben der Betroffenen vergiftet und ihre Gesundheit ruiniert. Als Europaabgeordnete, die sich viel mit dem Thema Beschäftigung befasst, kann ich Ihnen versichern, dass das Problem Mobbing auch auf europäischer Ebene angegangen wird. Gemäß der „EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf“ sind Mobbing und Belästigungen am Arbeitsplatz verboten. Mit Hilfe des „Aktionsprogramms der Gemeinschaft zur Bekämpfung der Diskriminierung“ PROGRESS können Einzelne sogar eigene Aktionen im Kampf gegen Diskriminierungen und damit auch gegen Mobbing 45 auf lokaler Ebene entwickeln. Denn dort kann oft am wirksamsten
    • vorgegangen werden. Zusätzlich ist eine Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit wie beispielsweise durch Ihre Internetseite wichtig und sinnvoll. Dies zeigt Betroffenen, dass ihre Leiden ernst genommen werden, und führt Verantwortlichen die schwerwiegenden Konsequenzen ihrer stetigen Quälereien vor Augen. Ich unterstütze daher ausdrücklich und mit ganzem Herzen Ihre Initiative gegen Mobbing und beglückwünsche Sie zu Ihrer ausführlichen Internetseite, auf der Sie Opfern konkrete Ratschläge bieten, wie sie die Mobbing-Situationen entschärfen können und wo sie Hilfe finden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Anja Weisgerber, MdEP http://www.anja-weisgerber.de/ Volker Kröning Sehr geehrter Herr May, ich kenne das Problem aus der öffentlichen und privaten Arbeitswelt. Die Lösung muss nach meiner Meinung in der jeweiligen Beschäftigungsorganisation (Behörde, Betrieb) gefunden werden, doch auch die Öffentlichkeit sollte immer wieder aufgerüttelt werden, Volker je stärker "vor Ort" (in der jeweiligen Kommune, im Land), desto Kröning besser. Mit allen guten Wünschen und freundlichen Grüßen Volker Kröning __________________________________________________________________________________ Erich K.H. Kalkus Erich K.H. Kalkus / BAKI-SCHULE, Bürgerinitiative in Bremen: “Wir dürfen nicht übersehen: In unserer Gesellschaft insgesamt haben wir zuviel Gewalt. Oft ist sie subtil. Das gilt für das Mobbing in der Arbeitswelt, das gilt für rücksichtsloses Verhalten im Alltag und auch in der politischen Auseinandersetzung.Wir müssen jungen Menschen Perspektiven für ihr Leben geben. Sie brauchen Orientierung. Sie brauchen Zeit und Zuwendung. Sie brauchen glaubwürdige Erzieher, glaubwürdige Vorbilder.” http://antimobbingtag.blog.de/ Erich K.H. Kalkus 46
    • Roland Gewalt (CDU) Sehr geehrter Herr May, das Thema Mobbing am Arbeitsplatz und in der Schule gewinnt in der Öffentlichkeit und der Politik mehr und mehr Aufmerksamkeit. Das ist gut so. Man muss den Opfern Mut machen, sich im Rahmen des rechtlich Möglichen zu wehren. Andererseits hat das Thema noch lange nicht den Stellenwert, den es verdiente. Denn Mobbing Roland ist psychischer Terror. Daher verdienen private Initiativen, die über Gewalt, MdEP Mobbing informieren, um Opfern zu helfen, besondere Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen Roland Gewalt, MdEP Rolf Stöckel Rolf Stöckel, MdB (SPD)25.05.2007: Sehr geehrter Herr May, Mobbing am Arbeitsplatz stellt eine besondere Form von Diskriminierungen und eine klare Verletzung der Menschenwürde dar. Ich habe Ihr Anliegen an das BMFSFJ weitergereicht. Mit freundlichen Grüßen, Rolf Stöckel 47
    • Rolf Stöckel Andrea Nahles Andrea Nahles, MdB, SPD (05.01.2007): Sehr geehrter Herr May, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes deckt bereits jetzt einen Großteil der Mobbingfälle ab. Sie kann immer dann aktiv werden, wenn Andrea Nahles eine Benachteiligung vorliegt, die sich auf eins der folgenden Kriterien zurückführen lässt: ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexuelle Identität. Mobbing speziell am Arbeitsplatz ist bereits jetzt arbeitsrechtlich verboten, die als Mobbing bezeichneten Verhaltensweisen bereits jetzt strafbar. Ich bin der Meinung, dass wie mit den arbeitsrechtlichen Möglichkeiten und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz bereits ausreichende Schritte unternommen haben. Dennoch kann es sein, dass Mobbing in Zukunft ein noch wichtigeres Thema werden wird, u.a. deshalb, weil immer mehr Menschen durch das AGG für das Thema sensibilisiert werden. Dann werden auch gesetzliche Schritte und ein Ausbau der bundeseinheitlichen Beratung kommen. Bislang finde ich die Informationsinfrastruktur beim Thema Mobbing aber ausreichend. Zwei Beispiele: Infos und Schulungsmaterialien zum Thema ?Mobbing am Arbeitsplatz? hält die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bereit (baua.de) Direkte Hilfe gibt es z.B. beim Bürgercenter der Landesregierung NRW (Tel.: 01803 100 113) Mit freundlichen Grüßen Andrea Nahles 48
    • Detlef Dzembritzki Detlef Dzembritzki MdB, SPD(30.03.07: Sehr geehrter Herr May, wie ich aus vergangenen Gesprächen und schriftlichen Kontakten weiß, beschäftigen Sie sich ausgiebig mit dem Thema Mobbing. Sie sprechen mit Ihrem Anliegen ein wichtiges Thema an. Mobbing Detlef ist in der Tat ein ernst zu nehmendes, oft unterschätztes Problem. Dzembritzki Umso wichtiger ist Ihre ehrenamtliche Arbeit, mit der sie Betroffenen eine Anlaufstelle im Internet bieten. Meiner Meinung nach ist Mobbing ein gesamtgesellschaftliches Problem. Nicht nur die Politik, auch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Betrieben und Verbänden sind hierbei aufgefordert, gemeinsam für eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation einzutreten. Die Politik ist in diesem Bereich zwar nicht machtlos, kann jedoch nur die Rahmenbedingungen, beispielsweise im Arbeitsschutzgesetz oder dem Antidiskriminierungsgesetz, setzen. Die Bundesregierung unter Gerhard Schröder hat bereits in der letzten Legislaturperiode einen Entwurf für das Antidiskriminierungsgesetz eingebracht. wie Sie vielleicht wissen, ist damals die Verabschiedung des Gesetztes durch die CDU-Mehrheit im Bundesrat verhindert worden. Im Mai 2006 hat sich die große Koalition auf einen Entwurf über ein "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz" geeinigt, das inhaltlich in großen Teilen mit dem Entwurf des Antidiskriminierungsgesetzes von 2005 identisch ist. Das Gesetz wurde im Bundestag gegen die Stimmen von FDP und Linkspartei beschlossen und ist seit August 2006 in Kraft. Mit der Umsetzung dieses Gesetzes sollen Frauen, Männer, Ältere, Menschen mit Behinderung, Lesben, Schwule und Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen effektiven Schutz im Arbeits- und Zivilrecht erfahren. Diskriminierungsschutz wird gerade in Zeiten eines angespannten Arbeitsmarktes effektive Teilhabe und Chancengleichheit für alle sichern. Ich weiß, dass die Problematik Mobbing zu umfassend ist, um sie mit einem einzelnen Gesetz lösen zu können. Trotzdem ist das Gesetz sicherlich ein wichtiger Schritt dahin, dass sich Opfer von Diskriminierung und Mobbing besser wehren können. Ich würde Ihnen empfehlen, sich bei spezifischen Fragen an die entsprechenden Experten der jeweiligen Zuständigkeitsbereiche, zum Beispiel beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales 49 (www.bmas.bund.de) zu wenden.
    • Ich wünsche Ihnen und Ihrem Beitrag zur Bekämpfung dieser Problematik weiterhin viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen Ihr Detlef Dzembritzki ________________________________________________________________________________ Erika Schreiber Erika Schreiber, Rechtsanwältin in Berlin : “Mandantinnen und Mandanten, die wegen Mobbing anwaltlichen Rat und Hilfe suchen, sind auf ihrem Arbeitsplatz häufig ständigen Anfeindungen ausgesetzt und sind deshalb zurecht sehr mißtrauisch. Sie können sich aber darauf verlassen, dass sie von mir und meinen Mitarbeitern mit ihrem Anliegen ernst genommen werden. Um Mobbing effektiv anzugehen bedarf Erika es nicht nur der notwendigen juristischen Kenntnisse und Fertigkeiten im Schreiber Arbeitsrecht, sondern auch sozialer Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen.” www.kanzleischreiber.de Dieter Althaus Freistaat Thüringen, Staatskanzlei i.A. von Ministerpräsident, Dieter Althaus: “Natürlich wenden sich auch Mobbing betroffene Bürgerinnen und Bürger an Herrn Ministerpräsidenten. Diese Bürgeranliegen werden im Bürgerreferat der Thüringer Staatkanzlei unter Einbeziehung zuständiger Behörden bearbeitet. Die Landesregierung kann sich allerdings nur bedingt in privatrechtliche Angelegenheiten einmischen. Wichtig ist, dass Bund und Länder geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit Konflikte vermieden werden Dieter können. Mehr... (pdf): http://www.mobbing- Althaus web.de/FREISTAAT_TH1.pdf 50
    • Petra Pau Petra Pau Bundestagsvizepräsidentin und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende (Die Linke): ” Sie haben Recht damit, dass Mobbing in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt ein großes Problem darstellt. Für die körperliche und seelische Verfassung der Opfer, aber auch für den Arbeitsprozess als solchen. Meine Partei setzt sich deshalb für einen verbesserten Petra Pau Opferschutz, die Ausweitung und Nutzung rechtlicher und gesetzgeberischer Möglichkeiten - beispielsweise im Antidiskriminierungsgesetz- und für das Heineintragen dieses Themas in die öffentlich Debatte ein. Berlin, 27.10.2006” __________________________________________________________________________________ Prof. Dr. Gesine Schwan Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrine: “ Es steht außer Frage, dass ich Mobbing für eine ganz scheußliche Sache halte und es gut finde, wenn Menschen sich dagegen wehren. In diesen Sinne begrüße ich Ihre Initiative ohne Einschränkung.” 13.November 2006 Prof. Dr. Gesine Schwan _________________________________________________________________________________________ Sabine Kiefner Sabine Kiefner „Gegen Mobbing in der Schule“ http://gmids.wordpress.com ( 22.07.2008): Mobbing in der Schule ist heute immer noch ein Thema, das von den LehrerInnen oftverharmlost oder sogar tabuisiert wird.Sätze wie „In unserer Schule gibt es so etwas nicht“ sind an der Tagesordnung. Die Gründe dafür liegen meist in der mangelnden Kenntnis über den Umgang mit dem Problem „Mobbing“. Sabine Kiefner Aber gerade für die Betroffenen ist es wichtig, dass sie einen Ansprechpartner haben, dem sie sich anvertrauen können, denn alleine und ohne Hilfe kommen sie aus der Situation nicht heraus. 51 Mobbingopfer sind nie selbst schuld daran, dass sie gemobbt werden.
    • Sie brauchen Hilfe, damit ihnen nicht ein Schulwechsel als letzter Ausweg bleibt. Sabine Kiefner *** Matthias Platzeck Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie Land Brandenburg, i.A. vom Ministerpräsidenten, Herrn Matthias Platzeck (SPD): “ Ich teile Ihre Auffassung, dass das Problem Mobbing ernst zu nehmen ist, Mobbing in unserer Arbeitswelt verstößt in Matthias elementarer Weise gegen die Menschenwürde und hat oft Platzeck weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen; sie verdienen Schutz und Unterstützung” Potsdam, den 11. Dezember 2006 . Mehr.. (pdf): http://www.mobbing- web.de/Mobbing_Land_Brandenburg_zum_Thema_mobbing1.pdf Ministerpräsident Matthias Platzeck, SPD: "Wo immer Mobbing auch passiert, in der Familie, inder Schule oder am Arbeitsplatz, es lähmt die Betroffenen." Peter Harry Carstensen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, i.A. von Ministerpräsident Carstensen: “ Es wäre zu begrüßen, wenn zukünftig in Diskussionen über Mobbing folgende Prävention ausgerichtete Fragen eine Rolle spielen würden: Was kann von Arbeitseinheiten/-gruppen gelernt werden, in denen ein gutes Arbeitsklima vorherscht und Mobbing nicht auftritt? Antworten hierauf könnten für die Aus- und Fortbildung von Führungskräften sinnvoll genutzt werden. Dies würde die Mobbing- Peter Harry Prävention kontruktiv voran bringen.” Kiel, 9.November 2006 Carstensen Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU): 52
    • " Besonders leiden diejenigen unter Mobbing, die sich am wenigsten dagegen wehren können - Kinder und Jugendliche."15.11.2005 Mehr...(pdf): http://www.mobbing- web.de/Grusswort_an_die_Bundesarbeitsgemeinschaft_gegen_Mobbing1.pdf _______________________________________________________________________________________ Anette Kramme Anette Kramme, SPD (17.08.2007): Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema Mobbing. Aufgrund technischer Probleme wurde mir Ihre Anfrage leider erst jetzt zugestellt. Für die späte Antwort möchte ich deshalb um Entschuldigung bitten. Anette Sie fragen nach meiner allgemeinen Einschätzung des Problems Kramme "Mobbing am Arbeitsplatz" und regen an, innerhalb der Antidiskriminierungsstelle (BMFSFJ) eine Abteilung für Mobbing einzurichten. Wie Sie aus vorangegangenen Schreiben wissen, halte ich Mobbing für ein schwerwiegendes Problem. Als Gesetzgeber ist es unsere Aufgabe, Menschen vor Mobbing zu schützen, Opfern zu helfen und Täter zu bestrafen. Mobbing ist ein Eingriff in das Allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Ehre und die Gesundheit. Die als Mobbing bezeichneten Verhaltensweisen sind daher nicht nur arbeitsrechtlich verboten, sondern regelmäßig auch strafbar. Dem Arbeitgeber obliegt der Schutz des Arbeitnehmers. Er ist danach verpflichtet, seine Betriebsstrukturen und Arbeitsaufgaben so zu organisieren, dass seine Beschäftigten nicht gemobbt werden. Das gilt auch für ihn selbst. Wenn er Kenntnis erlangt, dass Beschäftigte durch Vorgesetzte oder Arbeitskollegen gemobbt werden, ist er verpflichtet, geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen (Ermahnung, Abmahnung, Versetzung, Kündigung des Mobbingtäters, etc.) zu treffen, um Mobbing abzustellen. Der Arbeitgeber haftet dem Arbeitnehmer nicht nur, wenn er Beschäftigte selbst mobbt, sondern auch für Mobbing seiner Mitarbeiter, wenn er dieses kennt und nicht unterbindet. Die Beschäftigten haben, wenn interne Versuche zur Abhilfe scheitern, vor allem folgende rechtliche Möglichkeiten, um sich gegen Mobbing zur Wehr zu setzen: o Mobbingopfer haben ein Beschwerderecht gegenüber dem 53 Arbeitgeber und gegenüber dem Betriebs- bzw. Personalrat und/oder
    • gegenüber der oder dem Gleichstellungsbeauftragten. o Beschäftigte können die Arbeitsleistung einstellen, ohne den Anspruch auf das Arbeitsentgelt zu verlieren, wenn der Arbeitgeber es unterlässt, gegen Mobbing vorzugehen. Voraussetzung ist, dass sie den Arbeitgeber auf die Vertragsverletzung hingewiesen und ihm eine angemessene Frist zur Abhilfe gegeben haben. o Betroffene können die Unterlassung des Mobbings verlangen sowie die Beseitigung bereits eingetretener Mobbingfolgen. o Die Beschäftigten können von den mobbenden Kollegen oder Vorgesetzen Schadensersatz fordern. Daneben kann auch ein Schmerzensgeldanspruch bestehen. o Das Arbeitsverhältnis kann außerordentlich gekündigt werden, wenn der Arbeitgeber erfolglos aufgefordert wurden, das Mobbing abzustellen. Klage gegen Mobbing kann vor dem Arbeitsgericht erhoben werden. Der Nachweis des Mobbings ist nicht immer leicht. In der geltenden Rechtssprechung wurden jedoch häufig Beweiserleichterungen angenommen, falls Indizientatsachen im ausreichenden Umfang vorliegen. Daneben kann sich ein Arbeitnehmer auch auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen, wenn eine "merkmalsbezogene Benachteiligung" vorliegt, er also aus Gründen der ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt wurde. Das AGG findet bei Mobbing nur Anwendung, wenn eine Benachteiligung aus den genannten Diskriminierungsmerkmalen erfolgt ist. Verbotene Benachteiligungen im Sinne des AGG sind auch Belästigungen, die mit einem der genannten Diskriminierungsmerkmale zusammenhängen. Nach dem AGG wird eine Belästigung als eine Benachteiligung definiert, die das Ziel hat, die Würde der betroffenen Person zu verletzen und ein Umfeld zu schaffen, das von Beleidigungen, Einschüchterung, Erniedrigung oder Anfeindungen geprägt ist (§ 3, Abs. 3 AGG). Betroffene von "merkmalsbezogenem Mobbing" können sich deshalb auf dieses Gesetz berufen, von den entsprechenden Regelungen profitieren und sich an die von Ihnen erwähnte Antidiskriminierungsstelle beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für weitere Hilfe und Beratung wenden. Gesetzliche Aufgaben dieser Stelle sind Information, Beratung und auf Wunsch Unterstützung von Betroffenen bei einer gütlichen Beilegung sowie die Schaffung von Maßnahmen zur Verhinderung von Benachteiligungen. Ihre zweite Frage zielte auf die Einrichtung einer "Mobbing- Beauftragten" innerhalb der Antidiskriminierungsstelle. Im BMFSFJ geht man gegenwärtig davon aus, dass die meisten Fälle von Mobbing nicht aus diskriminatorischen Gründen erfolgen und deshalb 54 nicht unter das AGG fallen. Die Einrichtung einer speziellen Abteilung
    • ist aus diesem Grund gegenwärtig nicht geplant. Dennoch können Sie auch zum Thema Mobbing kompetente Ansprechpartner bei dieser Stelle finden. Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Anette Kramme Dr.Ursula von der Leyen Dr. Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: “ Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihre E-Mail vom 22.11.2006 an Frau Ministerin Dr.Ursula von der Leyen, die mich Dr.Ursula von gebeten hat, Ihnen zu antworten. Für Ihr ehrenamtliches der Leyen Engagement betroffenen Bürgern zum Thema Mobbing und Bossing Hilfestellung zu geben spreche ich Ihnen mein Dank aus. I.A.Dr.Martin Schenkel 07.12.2006” __________________________________________________________________________________ Carmen Regin Carmen Regin, SPD: “ Als Abgeordnete würde ich mich selbstverständlich für eine Offensive gegen Mobbing am Arbeitsplatz einsetzen.” Mehr..(pdf): http://www.mobbing-web.de/CARMEN.pdf Carmen Regin, SPD Oliver Schruoffeneger Oliver Schruoffeneger (GRÜNE): “Die Möglichkeiten zur rechtlichen Einflussnahme auf private Arbeitgeber von Landesebene aus sind begrenzt. Hierzu müsste das Bürgerliche Gesetzbuch auf Bundesebene geändert werden. Die Rechtssprechung zum Thema Mobbing ist bisher unbefriedigend. Offensichtlich nennen die Gerichte das Problem Oliver Schruoffeneger nicht beim Namen, und die KlägerInnen scheitern oft am Nachweis ihrer Betroffenheit. Wir werden die grüne Bundestagsfraktion anregen, sich mit möglichen rechtlichen Verbesserungen zu befassen.”23.08.2006 55
    • Matthias Brauner Matthias Brauner (CDU): ”Leider wird über Mobbing in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig gesprochen, obwohl es viele Menschen betrifft.” Matthias Brauner __________________________________________________________________________________ Christa Lindenlaub Christa Lindenlaub, Sekretärin (zur Zeit Arbeit suchend) und Autorin: Mobbing ist ein unfaires und unkollegiales Mittel, das immer mehr in den Gesichtskreis der Öffentlichkeit gelangt und kann daher nicht oft genug angeprangert werden. Leider gibt es bisher noch kaum Möglichkeiten, sich gegen Mobbing - ein Begriff, der rechtlich immer noch nicht abschließend definiert ist - zu wehren. Angestrebte Prozesse erfordern viel Kraft und Geduld, die für den Christa Betroffenen oft mit einem enttäuschenden Ergebnis enden, weil es Lindenlaub mitunter meist an Beweismitteln oder Zeugen, die sich aus Selbstschutz scheuen, fehlt. Ich finde es deshalb wichtig und gut, dass es die Möglichkeit gibt, sich auf der Internetseite www.mobbing-web.de über dieses Thema zu informieren und in Herrn May einen Ansprechpartner zu finden. Denn Mobbing kann jeden treffen. Besonders schlimm finde ich, dass auch an Schulen so viel Mobbing stattfindet. Kinder und Jugendliche bedürfen hier von uns Erwachsenen besonderen Schutz. Sie sollen gestärkt und selbstsicher in die Zukunft schauen und dürfen in ihrer Entwicklung auf diese Weise nicht gehemmt werden. Insbesondere Lehrer und Eltern sind hier gefordert, wachsam zu sein, sich einzuschalten und beginnendes Mobbing zu verhindern. Denn Mobbing schränkt die Leistungsfähigkeit ein, in der Schule sowie an der Arbeitsstätte und kann krank machen, bedeutet somit auch einen wirtschaftlichen Schaden und ist auch deshalb nicht zu unterschätzen. Ich selbst habe jahrelanges Mobbing in einem Parteibüro erlebt und weiß, wie es sich anfühlt, welche Auswirkungen es haben kann. Da 56
    • ich im wahren Leben keine Möglichkeit sah, zu meinem Recht zu kommen, habe ich meine Aufarbeitung in Form eines Buches vorgenommen. Es beinhaltet meine Mobbinggeschichte an einer sozialen Arbeitsstätte, die ich in satirischer Form aufgeschrieben habe. Mit Machtbesessenheit im Kleinen, mit Mobbing, Lüge, mit Gleichgültigkeit und sogar Unterstützung der Vorgesetzten, ebnen diese Spielzeuge der Macht den Weg für große Vergehen und ergeben so einen Stoff, der den Leser fesselt, auf die nächste Geschichte gespannt macht und ihn am Ende mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Kopf schütteln lässt. Und das Unglaubliche an der Geschichte, sie ist leider wirklich wahr. Aber lesen Sie selbst die Satiren, Parodien, Denkanstöße in meinem Buch: „Vom Handball auf den Hund gekommen“ Mit freundlichen Grüßen Christa Lindenlaub / 24.11.2008 Brigitte Lange Brigitte Lange, SPD (Berlin-Reinickendorf): “Mobbing ist zwar genauso schwer zu “fassen” wie Stalking, ich werde mich dafür einsetzen, dass gesetzliche Regelungen eingeführt werden, die zu einer Beweislastumkehr führen.” Brigitte Lange Andreas Gram Andreas Gram, CDU (Reinickendorf): “Es kann doch kein Zweifel daran bestehen, dass man sich gegen Mobbing engagieren muss.Als Anwalt weiss ich, dass es schon arbeitsrechtliche Instrumentarien gibt, die jedoch manchmal nicht funktionieren, weil die Definition nicht randscharf ist.” 57 Andreas
    • Gram Friedemann Koch [...] Wenig entwickelt ist die Rechtsprechung leider hinsichtlich der Höhe von Schmerzensgeldforderungen. Vielen Richtern kommt die Geltendmachung von Schmerzensgeldforderungen in bestehenden Arbeitsverhältnissen absonderlich vor. Auch die Höhe des Schmerzensgeldes orientiert sich auf abwegige Weise in viel zu geringer Höhe an den üblichen Schmerzensgeldtabellen, in die jedoch die wesentlich gravierenden gesundheits- und persönlichkeitsverletzenden Fälle des Mobbings nicht eingearbeitet sind, dementgegen von Vorfällen aus allgemeinen Lebensvorgängen ausgehen.[...] Friedemann Rechtsanwalt Friedemann Koch, Berlin http://www.friedemann- Koch koch.de/ http://www.friedemann-koch.de/ Brigitte Zypries Brigitte Zypries (SPD), Bundesministerin der Justiz (08.09.2005): “Im Hinblick auf die Rechtslage sehe ich kein Bedürfnis für die Schaffung eines zusätzlichen eigenständigen Straftatbestandes gegen Mobbing” Brigitte Zypries http://www.mobbing-web.de/Mobbing_Stellungnahme_von_Brigitte_Zypries.pdf 58
    • Michael Müller Michael Müller, SPD-Landesvorsitzender: ”Es ist ein ernst zu nehmendes Problem und betroffene Personen verdienen Schutz und Unterstützung.” Michael Müller http://www.mobbing-web.de/Michael_Muller_SPD1.pdf __________________________________________________________________________________ Jürgen Lanuschny Jürgen Lanuschny, Kriminalbeamter i.R.: Sehr geehrter Herr May, ich bin pensionierter Kriminalbeamter aus Karlsruhe. Auch mich hat es nach langen Jahren der Konfrontation letztendlich so erwischt, dass ich krank wurde und meinen Dienst frühzeitig quittieren musste. Nach langer Krankheit bin ich jetzt wieder so stabil, dass ich selbst auch einen Beitrag zur Eindämmung von Mobbing (bekämpfen wird Jürgen man es nie ganz können) als pensionierter Kriminalbeamter, natürlich Lanuschny insbesondere bei der Polizei, mit einer „Selbsthilfegruppe-Mobbing bei der Polizei“ leisten möchte. Mobbing ist immer ein heikles Thema. Wenn es sich aber um Mobbing innerhalb unserer staatlichen Sicherheitsorgane handelt, haben es die Betroffenen noch schwerer sich zu wehren, denn alleine die Hierarchie in solchen Berufen bringt schon eine gewisse Unterordnung von Untergebenen mit sich. Diese alleine schon als Bossing zu bezeichnen ist nicht immer so einfach, denn in gewissen dienstlichen Lagen ist ein gewisser Gehorsam auch von Nöten. Zusätzlich unterliegen die Angehörigen der Sicherheitsorgane verständlicherweise einer Geheimhaltungspflicht und viele detaillierte Offenbarungen von Mobbing oder Bossing könnten eine Verletzung dieser beinhalten. Ich hatte in der Phase, in der ich nicht mehr ein noch aus wusste, Gleichgesinnte gesucht, mit denen ich mich hätte offen austauschen können, ohne mich dabei selbst strafbar zu machen. 59
    • Natürlich bieten viele Dienststellen „KIT´s“, also Krisen- und Interventionsteams an, die sich auch um Mobbing kümmern sollen/wollen. Es gibt auch Personalräte und Gewerkschaftsvertreter, die hier helfen sollten und in vielen Fällen auch wollen. Oft befinden sich darin aber Leute, denen man nicht gerade objektive Hilfe zutraut. Ob zu Recht oder Unrecht will ich dahingestellt lassen, aber in einer solchen Mobbingsituation kommt man irgendwann in eine Phase, in der man niemandem mehr traut. Ein solches Forum möchte ich nun unter www.juergen-lanuschny.de und www.selbsthilfegruppe-mobbing-bei-der-polizei.de einrichten, in dem sich insbesondere Polizisten austauschen können. Ich beabsichtige sie dann direkt zusammen zu bringen. Untereinander können sie „Klartext“ schreiben und reden und auch die Namen der Leute bei der Polizei austauschen, die wirklich objektive Hilfe leisten. Nicht nur „geteiltes Leid ist halbes Leid“ bewirkt schon etwas. Wenn sich daraus regionale Initiativen bilden würden, könnte man auch bei der Polizei Erfolge gegen Mobbing und Bossing erzielen. Ich habe in vielen Situationen bei der Polizei erlebt, dass der Einzelne einfach niedergebügelt wurde, eine Gruppe musste man schon ernster nehmen, eine Initiative aber wurde letztendlich sogar meistens von „oben“ unterstützt. Ich bin nur Autodidakt und habe in dieser Thematik durch „learning by doing“ meine Erfahrungen gesammelt - Erfahrungen, auf die ich gut hätte verzichten können. Ich werde und darf keine rechtliche oder gar medizinische Beratung anbieten, aber ich möchte versuchen Fachleute mit ins Boot zu bekommen, die diese Beratung auch für das schmale Portemonnaie einer Schutzfrau/eines Schutzmannes übernehmen können und wollen. Mein Hauptaugenmerk wird darauf liegen, Kolleginnen und Kollegen, die glauben Mobbingopfer zu sein, über meinen Blog zusammenzuführen, sodass diese sich gegenseitig in dem oft fast aussichtslosen Kampf für Gerechtigkeit am Arbeitsplatz unterstützen können. Mit freundlichen Grüßen, Jürgen Lanuschny 60
    • Dr. Frank Steffel Dr. Frank Steffel, CDU Berlin (18.08.2006): Sehr geehrter Herr May, um ganz kurz und präzise zu antworten: Natürlich müssen Mobbing- Opfer genauso geschützt werden wie Stalking-Opfer. Da ich die Gesetzeslage hierzu nicht im Detail kenne, gehe ich davon aus, dass Dr. Frank die bundeseinheitlich notwendigen Rahmenbedingungen ausreichend Steffel sind und es insbesondere darum geht Betroffene zu ermuntern, Sensibilität zu erzeugen, aber natürlich auch Missbrauch zu verhindern. Sehr wesentlich ist dabei sicherlich das gesellschaftliche Klima und das jeweilige Umfeld. Mit freundlichen Grüßen Dr. Frank Steffel Dr. Frank Steffel / 10.08.2009: Hallo Herr May, ich habe mir soeben Ihre informative Webseite angeschaut. Schön, dass Sie weiterhin an dem Thema dran sind. Zu meinem Statement (http://www.buerger-marktplatz.de/drfranksteffel.html) stehe ich natürlich weiterhin. Ich wünsche Ihnen für Ihr Anliegen weiterhin viel Erfolg! __________________________________________________________________________________ Jürgen Giebel Jürgen Giebel, SPD Parteivorstand (Bürgerservice): "Wir hoffen, dass durch das Antidiskrimnierungsgesetz (jetzt:Allgemeines Gleichstellungsgesetz/AGG)besser als bisher gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorgegangen werden kann." SPD Parteivorstand http://www.mobbing-web.de/Parteivorstand_SPD1.pdf 61
    • Pfr. Dr. Volker Jastrzembski Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Pfr. Dr. Volker Jastrzembski: Sehr geehrter Herr May, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Bischof Huber für ein solches Statement derzeit nicht zur Verfügung Pfr. Dr. Volker steht. Jastrzembski Dies bedeutet indes keine Vernachlässigung des Themas Mobbing. Das Thema Mobbing hat auch in der Kirche hohe Relevanz. Eine Übersicht zum Thema finden Sie unter folgendem Link. http://kda-ekd.de/arbeitsfelder/mobbing/Rundumdasthema Eine Ansprechpartnerin wäre die Landessozialpfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfalen und Vorsitzende des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der EKD Frau Pfarrerin Sigrid Reihs. Ich hoffe, dass Ihnen diese Angaben weiterhelfen. Mit freundlichen Grüßen Volker Jastrzembski “Ich bitte Sie, wenn Sie es wünschen das Statement entsprechend zu veröffentlichen (Bitte mit meinem akademischen Titel).” Evangelisches Zentrum der EKBO Georgenkirchstraße 69/70, 10249 Berlin Tel.: 030 / 243 44 - 0 Fax: 030 / 243 44 - 500 __________________________________________________________________________________ Axel Quandt Axel Quandt (Mobbing-Seminare bei Praktiker-Seminare GbR (03.07.2008): " Mobbing - Man weiß nie, ob die Toten einen noch hören können !" "Mobbing am Arbeitsplatz" gehört zu denjenigen Problemen in unserer Gesellschaft, die mit am meisten menschliches Leid verursachen. In Axel unseren Seminaren (vgl. http://www.praktiker-seminare.com) Quandt befassen wir uns seit Jahren intensiv mit diesem gesellschaftlichen und betrieblichen Krebsgeschwür. Das gezielte Ausgrenzen und Verächtlichmachen des Opfers führt zur Verunsicherung und Verzweiflung. Das Opfer ist i.d.R. mit dem Problem überfordert; gescheiterte Bewältigungsversuche und Fehlreaktionen sind die häufige Folge. Dies wiederum nutzen Mobber aus, um die 62
    • Isolierung und Verunglimpfung des Opfers voranzutreiben. So entsteht ein Teufelskreislauf, an dessen Ende schlimmstenfalls eine absolute Vereinsamung des Opfers steht, vergleichbar einer Brandmarkung. Auch die sogenannten "Möglichmacher" (Kollegen, die sich ängstlich vom Opfer distanzieren bzw. ihre Hilfe verweigern und dies -mehr unbewußt- vor sich selbst damit rechtfertigen, daß sie das Opfer auch ihrerseits ohnehin nicht leiden können) spielen eine verhängnisvolle Rolle. Mobbing ist in aller Munde; auch wird der Begriff manchmal leichtfertig (oder sogar mißbräuchlich) verwendet. Trotzdem: Die tatsächlichen Mobbingfälle nehmen zu. Das Ausmaß des Mobbingleids wird noch immer unterschätzt. Rechnet man die Ergebnisse der Leymann-Studie (die m.E. nach zuverlässigste bisher erstellte Studie -aus Schweden- über mobbingbedingten Selbstmord) auf die vergleichbaren deutschen Verhältnisse hoch, dann haben wir in Deutschland jährlich mindestens 2000 (eher deutlich mehr) mobbingbedingte Selbstmorde zu verzeichnen. Viele Hunderttausende sind von Mobbing betroffen. Mobbing ist bei weitem nicht nur eine besonders schlimme Form des "Anpöbelns" (aus dem Englichen "to mob" -der Begriff ist eigentlich unglücklich gewählt-), sondern ein rechtswidriger Angriff auf die soziale Existenz des Opfers; nicht selten endet Mobbing mit Selbstmord und damit mit der Auslöschung sogar der biologischen Existenz des Betroffenen. Gesellschaftliche Aktivitäten, die u.a. auch zu mehr Sensibelität im Umgang mit dem Problem führen und Hilfestellungen geben, sind daher unbedingt notwendig und zu unterstützen. Mobbing-Web.de steht hier sehr beispielhaft für wichtiges und notwendiges Engagement. Ein Hauptangriffspunkt (eine lohnende "Chance") für Mobber ist oft eine gutgläubige Unbedarftheit (in irgendeiner Form - manchmal vordergründig kaum erkennbar) beim Mobbing-Gefährdeten im Vorfeld des späteren Mobbingkonflikts. Das sind zwar durchaus keine unsympathischen Eigenschaften, will man aber vermeiden zum Opfer zu werden, muss man daran arbeiten und sein Verhalten überdenken. Dies ist zumindest so lange gültig, so lange es Mobber und Mobber- Persönlichkeiten gibt - und Umstände, die die Entwicklung solcher "Persönlichkeiten" begünstigen. Später, wenn das Mobbing fortschreitet, liegt eines der Hauptschwierigkeiten des Mobbingopfers im "Kreisdenken" (aufzehrendes hektisch-verzweifeltes Dauergrübeln ohne effiziente Situationsanalyse und Zielorientierung), in dem es gefangen ist. Eine menschlich verständliche und erklärbare Überforderungsreaktion. Es führt, in einem Wechsel zwischen hilflos- hektischem Aktionismus einerseits und dumpfer resignierender Apathie andererseits, dazu, dass viele Fehler gemacht werden, bspw. falsche Fronten aufgebaut werden, und konstruktive Gegentaktiken nicht genügend in das Gesichtsfeld rücken. Die Isolation des Opfers (strategisches Ziel des Mobbers) wird dadurch sehr begünstigt. Beide, Mobbing-Gefährdete und Mobbingopfer, 63
    • benötigen daher Hilfe und Rat - und zwar mitunter auch recht akzentuiert (Seminarsituationen können dabei hilfreich sein). Und nicht immer nehmen die Opfer alle Hinweise und Informationen über die Mobbingzusammenhänge spontan mit grosser Sympathie entgegen. Es ist mitunter ein hartes Ringen. Das ist aber nicht tragisch - es ist menschlich - und es ist notwendig. Helfer (seien es nun Betriebsratsmitglieder etc., Seminarleiter oder sonstige kompetente Helfer) dürfen hier nicht "den leichten Weg" gehen. Wir müssen den Opfern helfen, so lange sie noch leben, ggf. auch mit einem gewissen Nachdruck. Nach einem "gelungenen" Selbstmord ist das nicht mehr möglich; dann können auch Worte nichts mehr bewirken. Und falls doch, dann müssen sie wohl recht laut gesprochen werden: Man weiss nie, ob die Toten einen noch hören können. Axel Quandt http://www.praktiker-seminare.com/86601/57901.html __________________________________________________________________________________ Denise Weikert Denise Weikert, Rechtsanwältin: Die Domain www.mobbing-web.de gehört zu den wichtigsten Internetadressen zum Thema "Konflikte am Arbeitsplatz" und bietet einen Überblick über das Phänomen Mobbing, das zu einem äußerst ernstzunehmenden Thema in unserer Gesellschaft geworden ist. In Deutschland gehen selbst vorsichtige Schätzungen derzeit von mehr Denise Weikert als eine Million(!) Mobbingbetroffenen aus. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat festgestellt, dass ca. 20 Prozent der gemobbten Personen mehr als sechs Wochen im Jahr krankheitsbedingt ausfallen. Damit führt Mobbing nicht nur bei den Opfern zu zahlreichen Krankheitssymptomen körperlicher und psychischer Art, sondern auch zu weitreichenden negativen ökonomischen Folgen für die Allgemeinheit bzw. den jeweiligen Betrieb. Auch in unserer Kanzlei, die neben dem Erbrecht auf das Arbeitsrecht spezialisiert ist, mussten wir in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme von Mobbingfällen feststellen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, vor allem jedoch in der zunehmenden Verschärfung von Leistungsdruck und Konkurrenz in der heutigen Arbeitswelt zu suchen. Die rechtlichen Probleme, insbesondere Beweisfragen im Zusammenhang mit Mobbing, sind häufig äußerst komplex und 64
    • kompliziert. Neben dem Arbeitgeber können sich auch der oder die direkten Mobbingtäter schadensersatzpflichtig machen. Neben vielfältigen zivilrechtlichen Möglichkeiten - vor allem außergerichtlich im Vorfeld - bleiben Strafanzeigen wegen Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung u. a. Wer tatsächlich gemobbt wurde, sollte daher umgehend professionelle Hilfe hinzuziehen und rechtliche Beratung einholen. Den Betroffenen sind ihre Ziele und Handlungsmöglichkeiten meist unklar. Nur durch umfassende, kompetente und vor allem individuelle Beratung von Juristen, die sich ausschließlich mit dem Arbeitsrecht befassen, kann den Betroffenen optimal geholfen werden. Rechtsanwältin Denise Weikert, Dingeldein • Rechtsanwälte, Bachgasse 1, 64404 Bickenbach bei Darmstadt, Telefon: 0 62 57 / 8 69 50 Internet: http://www.dingeldein.de/ 10.05.2007 Ingrid Sperber Ingrid Sperber, EDV Dozentin und Trainer (21.04.2008): Sehr geehrter Herr May, Mobbing ist ein ernst zu nehmendes, oft unterschätztes Problem. Mobbing, Rufmord, falsche Verdächtigungen, Telefon und E-Mailterror bis hin zu Erpressungs- und Bedrohungsszenarien nehmen kriminelle Orientierungen an. Leider werden diese Fakten aus Sorge vor Ingrid beruflichen und privaten Existenzverlust sowie Gewaltandrohungen Sperber mitunter zum Tabuthema erklärt, ohne dass die eigentliche Problemstellung beseitigt wird. In vielen Fällen erleiden die Opfer schwere psychische Schäden, die sich sowohl auf das berufliche und private das Umfeld beträchtlich auswirken können. Unternehmen verlieren Ihre Aufträge, Privatpersonen Ihre Arbeitstelle und Freunde und nicht zuletzt können durch gezielte Attacken ganze Existenzen vernichtet werden. Die verschärfte Form des Mobbings genannt Cyber-Mobbing oder Cyber-Bullying ist die Nutzung moderner Kommunikationsmittel (z.B. das Internet) um anderen Menschen zu schaden. Dabei werden die Betroffenen durch Unüberlegtheit im Internet, permanente Belästigung oder durch Verbreitung von falschen Behauptungen gemobbt. Ein beliebtes Spiel im Internet ist dabei die Nennung er Namen der 65 Betroffenen in verschiedenen Foren und Blogs bzw. Webseiten. Einfluss
    • auf einen Suchmaschineneintrag darf man als Webseiten-Inhaber durchaus nehmen, dem ungeachtet was genau kennzeichnet die Grenze an zusätzlichen Mitteln, die dazu führen, dass die eigene Seite dank rechtswidriger Meta-Tags unter oder vor Webseiten eines anderen rückt? Zum Beispiel um zu gewährleisten, das die Mobbing- Attacken über oder unter der Webseite des Betroffenen stehen und welche Chancen hat das Opfer, das Gegenteil zu beweisen? Vielen Dank Herr May für Ihre engagierte Webseite. Ingrid Sperber, EDV Dozentin und Trainer http://www.ingrid-sperber.com/ Werner Ebner Werner Ebner, 2008: Unsere Vision-alle sind sich einig: Unsere Vision Alle sind sich einig: " So kann das nicht weitergehen " Mobbing und vor allem Gewalt an Schulen und außerhalb nehmen besorgniserregend zu und die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Werner Ebner Die Politiker aller Parteien wetteifern mit Forderungen nach einem Maßnahmenkatalog, um dem Herr zu werden – meistens fern jeglicher Realität und fern der Basis. Schärfere Gesetze müssen her, härtere Strafen, noch mehr Kontrolle, bis hin auf den heimischen PC. Angst machen heißt die Devise. Und was brauchen unsere Kinder, was braucht Schule ? Das interessiert niemand wirklich - oder doch? Mit allen Mitteln wird ein längst kaputtes System am Leben erhalten. Ohmacht breitet sich aus unter Eltern und auch unter Lehrern. Die Jugend antwortet in "ihrer Sprache". Das Ergebnis: Ein Klima der Feindseligkeit, des Mißtrauens und der Angst vor der Zukunft. Ja, es gibt sie, die Ausnahmen. Die entstehen dort, wo das Wichtigste das Wohl der Kinder und deren Ausbildung geworden ist und wo das System mit seinen kristallinen Intelligenzen ignoriert wird. Letztendlich ist es gleichgültig, ob eine Schule, Grund- Haupt- Realschule oder wie auch immer heißt.entscheidend ist die 66 Lernatmosphäre, entscheidend ist die Lehrerpersönlichkeit mit ihrer
    • Authentizität, entscheidend ist, dass die Kinder ihren Anlagen entsprechend gefördert und auf die Welt der Erwachsenen vorbereitet werden, entscheidend ist, dass sie wieder lernen sich und andere zu akzeptieren und zu respektieren, entscheidend ist, dass sie Möglichkeiten erhalten, ihre Grenzen auszuloten, sich selbst zu finden und Konflikte und Probleme ohne Gewalt (prosozial) lösen können.Das ist ein essentieller Teil der Schule. Die Kompetenz, Wissen zu erwerben hat jeder, von Natur aus, das ist ihm mitgegeben. Wir müssen nicht Lernen lernen, darin sind wir Weltmeister, wir müssen es nur zulassen und die natürliche Neugierde, die in uns steckt nicht durch "Erziehung" und "Bildung" gewaltsam unterdrücken. Wie erreichen wir das? indem Eltern ihre Kinder fordern, indem Eltern Schule fordern, indem Schule Kinder fördert, indem Kinder und Jugendliche dem System eine Absage erteilen. Das System will Rendite aus seiner "Humankapitalanlage". Kinder brauchen das System nicht. indem neue, existierende pädagogische Konzepte bereits in die Lehrerausbildung an den Hochschulen einfließenDer Wechsel vollzieht sich an der Basis und nicht durch Steuerungsgruppen! Das wird zum Selbstläufer und das können die Systemerhalter auch nicht verhindern. Und spätestens dann, wenn diese Jugend Politik macht und deren eigenen Kinder in die Schule gehen, spätestens dann wird das System zum Wohle aller geändert. Das ist die Vision und Schueler-Mobbing leistet seinen Beitrag dazu. Werner Ebner Schueler-Mobbing Februar 2008 Zur Homepage: http://www.schueler-mobbing.de ________________________________________________________________________________ Margaret Busam Netzwerk Gegen Gewalt und Mobbing an Schulen, Hessen, 28.07.2007: Sehr geehrter Herr May, Ihre aktuelle Initiative ,,Gesichter und Stimmen gegen Mobbing" finde ich hervorragend. Es muß nicht nur gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorgegangen werden sondern auch gegen Gewalt und Mobbing an Schulen. Es wird von 500 000 Mobbingopfer an Schulen berichtet . In den Medien wird aber verstärkt von Gewalt und Mobbing von 67 Schülern - gegen Schüler und Lehrer - berichtet.
    • Das Tabuthema ,,Machtmißbrauch, Gewalt und Mobbing auch von Lehrern" wird unter den Teppich gekehrt und man spricht von bedauerlichen Einzelfällen. Als Beigabe zu einem selektiven Schulsystem werden Schüler von einigen Lehrern gedemütigt und niedergemacht. Allen Formen und Erscheinungen von Mobbing in unserer Gesellschaft muß eine klare Absage erteilt werden! Margaret Busam Netzwerk ,,Gegen Gewalt und Mobbing an Schulen" Hünstetten/Hessen Klaus-Dieter May Klaus-Dieter May/mobbing-web.de : Ich denke, weil heute jeder Arbeitnehmer Angst haben muss, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, mit der Gewissheit, so schnell keinen neuen zu finden und auch Hartz4 - das ist der Nährboden für Mobbing am Arbeitsplatz. Wer wegschaut, unterstützt die Mobbing-Täter! Klaus-Dieter May Mach mit - sag auch Du NEIN zu Mobbing! Mehr…unter: www.mobbingweb.de Impressum: Redaktion, Gesamtkonzeption und Herausgeber: Klaus-Dieter May Gotthardstr. 56, D-13407 Berlin eMail: info [at] mobbing-web.de www.mobbing-web.de und www.mobbingweb.de 68
    • © by www.mobbingweb.de Mobbing (engl. bullying, zu mob: Meute oder to mob: anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen ist die Schikane, Intrige und halt Psychoterror am Arbeitsplatz (Beleidigen - Abkanzeln - Intrigieren - Verunsichern - Fertigmachen - Gerüchte - Sticheleien - Bloßstellen - Tratscht - Klatsch - üble Nachrede). Schluss damit! Mobbing dieser Begriff hat sich so etwa ab 1992 sehr schnell in Deutschland verbreitet, davor wussten nur wenige, was Mobbing bedeuten soll. 1996 wurde das Wort in den Duden aufgenommen. Es gibt keine einheitliche Definition für das Phänomen Mobbing. Seit der ersten wissenschaftlichen Beschäftigung z.B.. durch Prof. Leymann in Schweden, haben sich immer mehr Fachleute und die Medien mit Mobbing am Arbeitsplatz befasst. Was dazu geführt hat, dass das Wort Mobbing in der Alltagssprache zu einem Synonym für “schlechte Behandlung und fertig machen” geworden ist. Laut Mobbingbericht der Bundesregierung (2002) ist Mobbing, “das eine Person am Arbeitsplatz häufig und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert oder halt benachteiligt und ausgegrenzt wird”. Es wurden seither zahlreiche Studien zum Thema Mobbing veröffentlicht, mit vielen Tipps und Informationen zur Prävention, aber die Patentlösungen für das große Problem Mobbing wurde bisher nicht aufgezeigt, damit all den Betroffenen tatsächlich effektive Hilfe erfahren! © by www.mobbingweb.de Als Kooperationspartner, Sponsor oder Mäzen von www.mobbingweb.de... ...leben Sie den Zusammenhang von sozialem Engagement, unternehmerischem Denken, verantwortungsvollem Handeln und einer Vision..... 69