STE-PS Doku - Bionik die Natur als Erfinder
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STE-PS Doku - Bionik die Natur als Erfinder Document Transcript

  • 1. STAATLICHES SEMINAR FÜR DIDAKTIK UND LEHRERBILDUNG NÜRTINGEN (GWHS)Zusammenfassung der Dokumentation einer Unterrichtseinheit1. Allgemeine AngabenKompetenzorientierte Formulierung des Themas„Die Natur als Erfinder? - Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse entdecken beider Auseinandersetzung mit alltäglichen Erfindungen Vorbilder aus der Natur,erwerben grundlegendes Fachwissen im Bereich Bionik und erweitern ihreMethodenkompetenz, indem sie ausgewählte Prinzipien mit naturwissenschaftlichenDenk- und Arbeitsweisen untersuchen“Autorin / AutorBirgit Eva MorlockKlassenstufe Fach / Fächerverbund Zeitumfang in Stunden Schule3 Mensch, Natur ca. 20 Schulstunden (und Neugreuth-Schule und Kultur zwei Vormittage für den Metzingen (GHWRS) außerschulischen Lernort Neugreuthstr. 24 und die Präsentation / 72555 Metzingen Ausstellung des Projekts)Organisationsform des UnterrichtsKlassenverband (18 Schülerinnen und Schüler) und außerschulischer Lernort
  • 2. Struktur des Lernprozesses
  • 3. 2. KompetenzanalyseKompetenzorientierte Zielformulierung„Die Schüler entdecken bei der Auseinandersetzung mit alltäglichen ErfindungenVorbilder aus der Natur, erwerben grundlegendes Fachwissen im Bereich Bionik,erweitern ihre Methodenkompetenz, indem sie ausgewählte Prinzipien mitnaturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen untersuchen und entwickeln in derTeamarbeit soziale Verantwortung sowie Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten“KompetenzenDie themenorientierte Unterrichtseinheit wurde so ausgerichtet, dass bei derWeltwahrnehmung der Schüler angesetzt und an die unterschiedlichenVorerfahrungen und Denkweisen der Kinder angeknüpft wurde. Das individuelleVorwissen wurde im Unterrichtsgeschehen aufgegriffen, weiterentwickelt und in„tragfähige Formen des Wissens und Könnens“ (BILDUNGSPLAN 2004: 96)weitergeführt. Des Weiteren wurde „durch die Verbindung schulischen Lernens mitdem eigenen Handeln […] das Lernen persönlich bedeutsam und damit nachhaltig“(ebd.). Da die Schüler ihre Versuche und Experimente in der Gruppe selbständigplanen, durchführen und überarbeiten konnten, wurde der „Aufbau von Einstellungenund Haltungen“ gefördert und so ein wichtiger Beitrag zur naturwissenschaftlichenGrundbildung geleistet (ebd.). Eine wesentliche Rolle spielten die forschendeAuseinandersetzung und das problemorientierte Vorgehen, wodurch die Schüler nachund nach dazu befähigt wurden selbständig zu arbeiten und elementare Denk- undArbeitsweisen anzuwenden.
  • 4. Ausgehend von den oben aufgeführten Kompetenzbereichen aus dem Bildungsplanund dem kompetenzorientierten Lernziel lassen sich folgende Kompetenzen,Kriterien und Indikatoren aus der Einheit ableiten: Anzubahnende Kompetenz im sachlich-fachlichen Kompetenzbereich: Die Schüler entdecken bei der Auseinandersetzung mit alltäglichen ErfindungenVorbilder aus der Natur und erwerben grundlegendes Fachwissen im Bereich BionikKriterien: Indikatoren: Die Schüler…Aneignung fachspezifischen  wissen was Bionik bedeutet und können dieGrundwissens zum Thema Bionik Zusammensetzung des Wortes „Bionik“ erläutern  kennen Vorbilder aus der Natur und dieHerstellen von Zusammenhängen entsprechende technische Erfindungzwischen Vorbildern aus Natur (Analogienpaare)  kennen einige wichtige Bioniker (von damals undund Technik heute) und deren Erfindungen  können den Nutzen von bionischen Erfindungen für den Alltag an Beispielen erläutern  kennen exemplarische bionische Prinzipien Anzubahnende Kompetenz im methodisch-strategischen Kompetenzbereich: Die Schüler erweitern ihre Methodenkompetenz indem sie ausgewählte bionische Prinzipien mit naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen untersuchenKriterien: Indikatoren: Die Schüler…Anwendung  stellen Vermutungen mittels der Placemat-Methodenaturwissenschaftlicher Denk- und und des Concept-Cartoons anArbeitsweisen (für die  wenden entsprechende naturwissenschaftlicheUntersuchung von bionischen Denk- und Arbeitsweisen an: Beobachten, Messen,Phänomenen und Prinzipien) Vergleichen, Ordnen, Experimentieren  arbeiten arbeitsteilig in 3er oder 4er-GruppenSelbständiges Arbeiten zusammen  erschließen sich die Inhalte in kooperativenLernprozesse selbständig Lernformen selbständig (Partnerinterviews,organisieren Lerntempoduett)  dokumentieren ihre Erkenntnisse schriftlich imSachverhalte recherchieren Lerntagebuch  recherchieren selbständig (im Internet oder mithilfe des Thementisches) für die Forscheraufgabe Anzubahnende Kompetenz im sozial-kommunikativen Kompetenzbereich: Die Schüler erweitern ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit durch die Arbeit in GruppenKriterien: Indikatoren: Die Schüler…  erarbeiten in Teams Regeln für die ZusammenarbeitRücksichtsvoll und  arbeiten kooperativ in ihren Gruppen und halten dieverantwortungsbewusst Regeln einmiteinander umgehen  hören einander zu und äußern eigene Vorstellungen  übernehmen ihre Rollenaufgabe (Materialwächter, Regelbeobachter, Vorleser und Schreiber)
  • 5. Anzubahnende Kompetenz im personalen Kompetenzbereich: Die Schüler entwickeln Selbstvertrauen in ihre eigenen FähigkeitenKriterien: Indikatoren: Die Schüler…Selbstvertrauen in eigene  übernehmen Verantwortung in ihrer Gruppe durchFähigkeiten stärken Arbeitsteilung (Materialwächter etc.)  wählen selbst einen Themenbereich aus der EinheitEigenverantwortliche Arbeit in der für die Ausstellung bzw. Präsentation vor PublikumGruppe aus  präsentieren ihre Ergebnisse einem Experten, denPersönlichen Lernprozess Eltern und Schülernreflektieren  dokumentieren ihren Lernprozess in einem Lerntagebuch3. Sachstruktur des Themenfeldes, Schwerpunktsetzung und BegründungZielsetzungZiel der Unterrichtseinheit war es, anhand der Präkonzepte und derSchülerinteressen, unterschiedliche Perspektiven eines Themas aufzugreifen und zuverknüpfen. Auf dieser Grundlage wird der Lerngegenstand mehrperspektivischdargestellt und für die Schüler werden verschiedene Möglichkeiten derAuseinandersetzung mit ihm offen gehalten. Dies fördert vernetztes Denken undermöglicht verständliche Sinnzusammenhänge und einen Lebensweltbezug (vgl.UNGLAUBE 1997: 45ff). Insbesondere die Bionik als vernetzendeWissenschaftsdisziplin ist ein Lernbereich, der zur Lösung technischer Problemeanregt und demnach die Problemlösefähigkeit der Schüler stärkt und so derenHandlungskompetenz weiterentwickelt. „Durch bionisches Denken und Handelnwerden bei den Lernenden Fähigkeiten zu vernetzten Denkweisen auf der Basis des‚Ineinanderübergehens‘ von Technik und Natur herausgebildet, die auch zurAusprägung eines fächerübergreifenden Entwicklungsdenkens führen können.Dadurch wird auf elementarer Stufe ein ‚kreatürliches Verhältnis‘ zur Naturherausgebildet, welches den Reichtum an Pflanzen und Tieren auch als potentielleAnregungsquelle für technisches Gestalten einschließt“ (BIOKON E.V. 2010). ImHinblick auf das Erkunden bionischer Prinzipien wurden hierbei grundlegendenaturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, wie z.B. Beobachten, Messen,Vergleichen, Ordnen, Erkunden und Experimentieren (vgl. STÄUDEL 2003), gefordertund gefördert.
  • 6. Biologie: Technik:Vorbilder aus der Natur (Pflanzen Technische Erfindungen und ihre und Tiere) entsprechenden Vorbilder aus der Natur Physik / Chemie:Grundlegende physikalische und chemische Prinzipien aus der BIONIK Kunst: Bionik-Memory selbst herstellen (Analogienpaare) BIOlogie + TechNIK Bionik untersuchen Deutsch: Geschichte: Lesestrategien, Fachtermini Historische Entwicklung der kennen und anwenden lernen, Bionik (die ersten Bioniker und Vermutungen versprachlichen, deren Erfindungen) Lernprozesse schriftlich dokumentieren (Lerntagebuch), Hörverstehen (Hörspiel „Bionik für Kinder“)
  • 7. 4. Analyse fächerverbundspezifischer Aspekte, Schwerpunktsetzung,BegründungAnalyse fächerverbundspezifischer AspekteDas Verständnis von Scientific Literacy wird in der Literatur häufig auch alsnaturwissenschaftliche Grundbildung beziehungsweise naturwissenschaftlicheKompetenz bezeichnet (vgl. IPN KIEL). Dahinter steckt ein interdisziplinärer undmehrperspektivischer Ansatz von Naturwissenschaft und Technik im Unterricht, derenZiel es ist, naturwissenschaftliche Grundbildung nachhaltig zu fördern.Indem in meiner Einheit eine Lernumgebung geschaffen wurde, bei der die Schülereiner naturwissenschaftlichen Frage- oder Problemstellung begegneten, ermöglichtedies den Schülern zu staunen, neugierig zu werden, sowie aktiv und entdeckend zulernen. Durch handlungsorientiertes Arbeiten und abwechselnde Phasen derInstruktion und eigenständigen Konstruktion erhielten die Schüler die Möglichkeitbedeutungsvolles Wissen aufzubauen, sowie den lebenspraktischen Nutzen desLernens zu erfahren. Darüber hinaus wurde Raum gegeben, eigene Interessen zuentwickeln und wertschätzende Einstellungen und Haltungen gegenüber der Natur zuerlangen, die wiederum die naturwissenschaftliche Grundbildung fördern (vgl.STEFFENSKY/ STEINWEG 2009).Naturorientiertes Lernen ist lebensnah und erfolgt in Kooperation mit der Natur. DieLernenden ergründen Phänomene und Wunder der Natur. Bei der Verwirklichung desnaturorientierten Lernens wird ein handelnder Zugang zu den verschiedenen Fächerngeschaffen. Innerhalb dieses Lernens wird ein reales Problemfeld geschaffen, beidem die Schüler ihre Neugier entfalten können und Faszination erleben sowieErfolgserlebnisse erreichen. Wenn Tiere und Pflanzen zur Lösung von Problemenhelfen, können nachhaltige Beziehungen zum Leben und der Natur aufgebaut werden(vgl. HILL 2003).In diesem Sinne wurden die Schüler in der Einheit durch die Vernetzung vonbiologischem Vorbild und technischer Lösung dazu aufgefordert erworbenes Wissenvernetzt einzusetzen. Es wurden bionische Prinzipien aus der Natur erkundet unddurch Experimentieren, Entdecken und Nacherfinden technische Lösungenkennengelernt. Dies war auf der einen Seite Motor des Lernens und sicherteandererseits nachhaltiges Lernen.
  • 8. Lernen im Sinne des Konstruktivismus wird nicht als „Wissensvermittlung“angesehen, bei dem die Steuerung des Lernprozesses einseitig vom Lehrer ausgeht,sondern wird vielmehr als aktiver und selbstgesteuerter Prozess verstanden. Lernenals aktiver Prozess bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dass der Lernende aufder Basis seines vorhandenen Wissens neue Informationen interpretiert undverändert. Dabei bringen die Schüler unterschiedliche Vorkenntnisse undAssoziationen mit (vgl. GÖTZFRIED 1997: 13ff).Für meine Einheit bedeutete dies, die Kinder schon bei der Planung aktiv miteinzubeziehen. So hatten die Schüler während der Einheit die Möglichkeit, ihreInteressen zu bekunden und sich mit eigenen Fragen auseinander zu setzen. Zudementstanden offene Lernsituationen, die ein hohes Maß an Aktivität undSelbststeuerung seitens der Schüler zuließen und individuelle Lernprozesseermöglichten.„Erstes Ziel naturwissenschaftlichen Unterrichtens ist es, Primärerfahrungen zuermöglichen, Phänomene zu betrachten, Fragen an die Natur zu stellen und sie vonihr selbst beantworten zu lassen. Dabei können die Schülerinnen und Schülergrundlegende Arbeitstechniken lernen“ (ERLEBNIS NATUR & CO. 1 2005: 7).Dabei lassen sich naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen zwartheoretisch nach unterschiedlichen Aspekten gliedern, kommen in der Praxis jedochmeist in kombinierter Form vor (vgl. STÄUDEL 2003: 19). Hierbei werden die einzelnenDenk- und Arbeitsweisen an konkreten, den Schülern bedeutungsvoll erscheinendenInhalten erschlossen (vgl. PFEIFER 2003: 8f).Schwerpunktsetzung und BegründungClassroom Management ist ein weiter Begriff, der alle Maßnahmen umfasst, dieeine effektive Organisation und optimale Nutzung der Lernzeit betreffen. Hierzugehören didaktisch-methodische Fragen sowie auch Fragen zur räumlichenStrukturierung und Nutzung, Angebote zur selbständigen Mitarbeit und letztendlichauch das aufgebaute Regel-Ritual-Konzept (vgl. HOFFMANN 2004: 65f).Für meine Einheit wurde deshalb eine ansprechende Lernumgebung gestaltet, die esden Schülern ermöglichte selbständig zu arbeiten und handlungsorientiertvorzugehen. Des Weiteren stand den Schülern während der gesamten Einheit einThementisch mit Materialien und Literatur zum Thema „Bionik“ zur Verfügung.Während der gesamten Einheit stand den Schülern zudem der Laborwagen zur
  • 9. Verfügung, der vor allem für die Experimente zum Einsatz kam. Zudem halfen diegemeinsam erarbeiteten Regeln für die Gruppenarbeit und die verteiltenRollenaufgaben in den Gruppen eine feste Struktur aufzubauen, die durch dieRitualisierung die effektive Lernzeit erhöhte.Die Mehrheit des Unterrichts läuft über Sprache ab. Dabei ist die Verbindung vonSprache und Denken als sehr eng anzusehen und sollte für die Unterrichtsplanungstets besondere Beachtung finden. Insbesondere der naturwissenschaftlicheUnterricht korreliert mit Sprache in vielfältiger Weise und gerade dienaturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen setzen sprachliche Strategien undKompetenzen voraus (vgl. KAISER 2004: 78ff). Der enge Zusammenhang vonSprachkompetenz und Aneignung sachbezogenen Wissens steht somit außer Frage.Lernen heißt in jedem Fach auch Aneignung von Sprache und umgekehrt. Nach demgenetischen Konzept von Wagenschein kommt es hierbei zentral darauf an, an dievorhandene Sprache der Kinder anzuknüpfen, diese aufzugreifen und fortzuführen.Deshalb legte ich großen Wert auf die Einführung der Fachtermini und gab passendeSatzmuster oder Begriffe als Hilfestellung. Zudem wurden die sprachlichen Strukturender Kinder aufgegriffen und daran anknüpfend fortgeführt, um die Herausbildung vonBildungs- und Fachsprache zu stärken. „Außerschulische Lernorte sind authentische Erfahrungsräume außerhalb desSchulgeländes, die Lernprozesse anregen, erweitern und ergänzen können“(HELLBERG-RODE 2004: 145). Insbesondere für den verstärkt erfahrungs- undhandlungsorientiert ausgerichteten Unterricht im Fächerverbund Mensch, Natur undKultur, wo konkrete Anschauung, unmittelbares Erleben und der handelnde Umgangmit lebensweltlichen Phänomenen bedeutsam für den Lernprozess sind, kommt denaußerschulischen Lernorten eine besondere Bedeutung zu. In enger Verbindungdamit steht auch die Forderung nach verstärkter Handlungs- und Problemorientierungund dem Konzept des „Lernens vor Ort“ (vgl. HELLBERG- RODE 2004).Aufgrund der oben genannten Vorteile organisierte ich einen Ausflug in Deutschlandsgrößtes Textilforschungszentrum mit einer Abteilung für bionische Innovationen, dasInstitut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) in Denkendorf. Dort sollte den Schülernerlebnis- und erfahrungsorientierte Lernprozesse ermöglicht, Lebensnähe zurThematik Bionik hergestellt und „Lernen mit allen Sinnen“ eröffnet werden.
  • 10. 5. LernstandserhebungLernstandserhebungUm den Lernvoraussetzungen der Schüler gerecht zu werden, wurde dieGruppenzusammenstellung nach den Ergebnissen der Peer-Nomination und desSoziogramms vorgenommen. So sollte ein möglichst optimales Arbeits- undLernklima geschaffen werden und die Schüler die Möglichkeit erhalten, ihrenSympathien und Kompetenzen entsprechend zu arbeiten. Daneben wurde in derThemenfelderöffnung auch eine Lernstandserhebung durchgeführt undSchülerfragen formuliert. In der Auswertung der ersten Lernstandserhebung wurdehierbei deutlich, dass abgesehen von einem Schüler, fast kein fachliches Vorwissenzum Thema Bionik vorhanden war.Da die Lernstandserhebung unterschiedliche Anforderungsbereiche beinhaltete,konnte der Erfolg der Einheit am Ende differenziert ermittelt werden. Aufgrund derzuvor wenig bekannten Thematik, entschied ich mich ausschließlich qualitativeFragen zu integrieren und schloss Aufgaben zum Ankreuzen aus, um „echtesVorwissen“ zu ermitteln, das nicht auf „Zufallstreffern“ beruhen sollte. DieseVorgehensweise sollte außerdem die Reliabilität der ersten und zweiten Erhebunggewährleisten.6. Dokumentation und Reflexion von LernprozessenDokumentation und Reflexion von LernprozessenDie Schüler dokumentierten ihren Lernprozess während der Unterrichtseinheit inihrem Forscherbuch „Bionik“. Daneben wurde ein Lerntagebuch geführt, indem dieSchüler ihren individuellen Lernprozess dokumentierten und ihre Ergebnissereflektierten. Die Dokumentation und Reflexion des individuellen Lernprozesseswurde in schriftlicher oder zeichnerischer Form in das Lerntagebuch eingetragen.Hierbei wurden neu eingeführte Begriffe als Hilfestellung an der Tafel fixiert. Danebenwurden regelmäßig Reflexionsgespräche im Klassenverband durchgeführt und dieSchüler reflektierten mittels einer Zielscheibe ihre Zusammenarbeit in der Gruppe,sowie das Vorgehen während der Arbeitsphasen. Auch die Vermutungen, die dieSchüler zu Beginn der Stunde mittels der Placemat-Methode oder den Concept-Cartoons in den Gruppen aufstellten, wurden in den Gesprächen im Klassenverbandreflektiert.
  • 11. 7. AnhangLiteraturangaben - AHRENHOLZ, B. (2010): Bildungssprache im Sachunterricht der Grundschule. In: Ahrenholz, B. (Hrsg.): Fachunterricht und Deutsch als Zweitsprache. Tübingen: Narr Verlag. - BIOKON E.V. (Hrsg. 2010): Bionik in den Schulen. Bionik und deren Bedeutung für eine zukunftsorientierte naturwissenschaftlich-technische Bildung. URL: http://www.biokon.net/bildung/schule.html [Stand: 30. Dezember 2010] - ERLEBNIS NATUR & CO. 1 (Hrsg. 2005): Der Fächerverbund MNT. Naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden. Hannover: Schroedel Verlag. - FISCHER, C. et. al. (o. J.): Förderung von besonderen Begabungen. In: Stiftung Bildung zur Förderung Hochbegabter (Hrsg.): Individuelle Förderung – Begabtenförderung. Beispiele aus der Praxis. - GOGOLIN, I./ ROTH, H.-J. (2007) Bilinguale Grundschule. Ein Beitrag zur Förderung der Mehrsprachigkeit. In: Anstatt, T. (Hrsg.): Mehrsprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen. Erwerb – Formen – Förderung. Tübingen: Attempto. - GÖTZFRIED, W. (Hrsg. 1997): Bedeutungsvolles Wissen im Sachunterricht aufbauen. In: Grundschule, H. 10. - HELLBERG- RODE, G. (2004): Außerschulische Lernorte. In: Kaiser, A./ Pech, D. (Hrsg.): Basiswissen Sachunterricht. Unterrichtsplanung und Methoden. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. - HILL, B. (Hrsg. 2003): Forscher- und Erfinderwerkstatt: Bionik. Naturorientiertes Lernen. Münster: Biokon. - HILL, B. (Hrsg. 2004): Was ist Bionik??? Eine Einführung in die Integrationswissenschaft und Zukunftstechnologie. Münster: Biokon. - HOFFMANN, G. (2004): Classroom Management: Anleitung zur Verhaltensmodifikation in der Schule. In: Preuss-Lausitz, U. (Hrsg.): Schwierige Kinder - Schwierige Schule. Konzepte und Praxisobjekte zur integrativen Förderung verhaltensauffälliger Schülerinnen und . Schüler. Weinheim: Beltz Verlag. - IPN Kiel (Hrsg. o.J.): Bereich naturwissenschaftliche Kompetenz. URL: http://pisa.ipn.uni-kiel.de/fr_reload.html?naturwissenschaft.html [Stand: 30. Dezember 2010] - KAISER, A. (2004): Sprache im Sachunterricht. In: Kaiser, A./ Pech, D. (Hrsg.) Basiswissen Sachunterricht. Unterrichtsplanung und Methoden. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. - MIKELSKIS-SEIFERT, S. (Hrsg. 2004): Modul G2b: Erforschen, Entdecken und Erklären im naturwissenschaftlichen Unterricht der Grundschule. Kiel: SINUS- Transfer Grundschule. - MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT BADEN WÜRTTEMBERG (Hrsg. 2004): Bildungsplan 2004 Grundschule. - NACHTIGALL, W. (Hrsg. 1993): Ein paar Millionen Jahre Entwicklungsvorsprung. In: Bionik. Patente der Natur. München: Pro Futura Verlag.
  • 12. - PISA- KONSORTIUM DEUTSCHLAND (Hrsg. 2007): PISA 2006. Die Ergebnisse der dritten internationalen Vergleichsstudie. Münster: Waxmann Verlag GmbH. - PFEIFER, P. (Hrsg. 2003): Was heißt „naturwissenschaftliches Arbeiten“? In: Unterricht Chemie, H. 76/77. - SOMREI, E. (1997): Unterricht nicht nur in der Schule – Zum Stellenwert und den Möglichkeiten außerschulischer Lernorte. In: Gesing, H. (Hrsg.): Pädagogik und Didaktik der Grundschule. Neuwied/ Kriftel/ Berlin: Luchterhand. - STÄUDEL, L. (Hrsg. 2003): Die Spinnennetzmethode. In: Friedrich Jahresheft 2003. - STE-PS (2010): STE-PS-Rahmenkonzept. URL: http://www.ste- ps.eu/2010/02/25/ste-ps-rahmen-konzept/ [Stand: 27. Dezember 2010] - STEINWEG, A./ STEFFENSKY, M. (Hrsg. 2009): Aufbau naturwissenschaftlicher Grundbildung. Anregungen zur Gestaltung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts von Beginn an. Hannover: MNU PRIMAR. - UNGLAUBE, H. (1997): Fächerübergreifendes Arbeiten im Sachunterricht - ein altes Konzept in neuem Gewand? In: Meier, R./ Unglaube, H./ Faust-Shiel, G. (Hrsg.): Sachunterricht in der Grundschule. Frankfurt am Main: Arbeitskreis Grundschule - der Grundschulverband e.V.Verwendete Medien - KOEBERLIN, M. ET. AL. (2009): KINDER WISSEN MEHR. BIONIK FÜR KINDER. MANNHEIM: SAUERLÄNDER VERLAG. (AUDIO-CD) - WAS IST WAS (2009): ERFINDUNGEN UND BIONIK. NÜRNBERG: TESSLOFF VERLAG. (DVD)