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"Facebook verstehen und nutzen" Datenschutz
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"Facebook verstehen und nutzen" Datenschutz

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"Facebook verstehen und nutzen" Datenschutz Presentation Transcript

  • 1. Ist der Nutzer das Sicherheitsrisiko? 2. ARBEITSEINHEIT „DATENSCHUTZ“
  • 2. Das Problemfeld Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: „Was passiert, wenn Ihr (zukünftiger) Arbeitgeber Ihre Fotos der letzten feucht- fröhlichen Party sieht? Wofür könnten Betrüger Informationen über Ihre Arbeit oder geplante Urlaube ausnutzen? Wollen Sie, dass Personen weltweit Zugang zu Bildern Ihrer Kinder bekommen können? Steckt hinter dem Benutzernamen Argus Musterhund wirklich Ihr alter Bekannter?“
  • 3. 1. Offenlegung privater Informationen • Persönliche Daten können an bestimmte Empfänger “gelenkt” werden, aber Facebook möchte möglichst weite Empfängerkreise • Öffentlich gepostete Mail- Adressen, Telefonnummern, Hobbys und Vorlieben können von Firmen dazu missbraucht werden die Nutzer gezielt mit Werbung zu bombardieren
  • 4. 1. Offenlegung privater Informationen • Profil-Infos können teilweise sogar über Suchmaschinen gefunden werden • Arbeitgeber, Vermieter und Versicherungen nutzen soziale Netzwerke um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden • Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zum k.o.- Kriterium
  • 5. 1. Offenlegung privater Informationen • Informationen, Texte und insbesondere Bilder können außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer gespeichert werden • So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen / für andere Zwecke missbraucht werden • … auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden! • „Das Internet vergisst nie“
  • 6. 1. Offenlegung privater Informationen
  • 7. 2. Phishing • Auch Kriminelle betreiben Datenmissbrauch! • Phishing: Betrüger versuchen an die Zugangsdaten für soziale Netzwerke heranzukommen • Über Links in einer E-Mail gelangen die Nutzer auf eine gefälschte Seite, die der des sozialen Netzwerks täuschend ähnlich sieht
  • 8. 2. Phishing • Versuchen die Nutzer sich dort einzuloggen, können die Betrüger Nutzername und Passwort „abfischen“ und haben ab dann vollen Zugriff auf den Account • Die Betrüger können Daten einsehen und ändern, Nachrichten verschicken und chatten • Die Facebook-Freunde merken davon nichts und denken alle Änderungen und Nachrichten kämen von der „echten“ Person!
  • 9. 3. Identitätsdiebstahl • Kriminelle hacken bestehende Nutzer- Accounts, um diese Identität für ihre Betrügereien zu nutzen (z. B. die Freunde des Betrogenen um Geld anzupumpen) • Die Infos aus dem persönlichen Profil des Betrogenen helfen das Vertrauen der Freunde zu untermauern
  • 10. 3. Identitätsdiebstahl • „Fake-Profile“: Unechte Profile können dazu genutzt werden um Personen zu schaden • Diebe können ausspionieren, wann jemand im Urlaub ist und die Wohnung leer steht • Sexseitenbetreiber / Pädophile können an private Fotos ihrer „Freunde“ kommen
  • 11. 3. Schadsoftware / „Scam“ • Betrüger verschicken Links, die vermeintlich interessante Inhalte beinhalten, per Nachricht oder über die Profilseite • Z. B. auf Facebook populär: „Falsche“ Video- / Fotolinks • Wer auf den Link klickt, kann auf eine externe Internetseite gelangen, die Viren / Würmer enthält • Bei Facebook wird gleichzeitig unbewusst die „Gefällt mir“-Funktion aktiviert und alle eigenen Freunde sehen den Link als Empfehlung
  • 12. 3. Schadsoftware / „Scam“
  • 13. 4. Facebook: Anwendungen • Apps sind Anwendungen / Programme (meist von Fremdfirmen), die unter Facebook laufen • Beispiele: Spiele, Geburtstagskalender, Statistiken… • Täglich werden 20 Mio. Apps installiert • Apps sind kostenlos, fordern aber Zugriff auf verschiedene persönliche Daten • Z. B. wollen sie im Namen des Nutzers auf Chronik posten, Kontakte einsehen, Standort lesen etc.
  • 14. 4. Facebook: Anwendungen • Die Berechtigungs-Anfragen werden oft ungelesen akzeptiert • Denn die Aufmerksamkeit von Kindern richtet sich auf Links zu Spielen, Aktionen, Videos (LMK R.-P., Mit Kindern unterwegs im Internet, 2013) • Damit gelangen Daten in die Hände anderer! • App-Entwickler unterliegen nicht denselben Sicherheitsstandards wie Facebook!
  • 15. 4. Facebook: Anwendungen
  • 16. 4. Facebook: Anwendungen
  • 17. 4. Facebook: Anwendungen
  • 18. 5. Veranstaltungen • Für die Öffentlichkeit freigegebene Veranstaltungen können im Chaos enden (weil alle Facebooknutzer eingeladen sind) • z.B. „Thessas“ 16. Geburtstag im Juni 2011 – 1600 Gäste vor der Tür! • Haftung unklar
  • 19. 6. Bin ich Herr meiner Daten? Was machen soziale Netzwerke mit meinen Daten? • Z.B. Facebook: Das Unternehmen behält sich in seinen AGB das Recht vor hochgeladene Fotos und Videos zu „nutzen“ • Wie, das sagt es nicht • Auch Standortangaben werden gespeichert
  • 20. 6. Bin ich Herr meiner Daten? AGB vom 8. Juni 2012 Du gibst uns eine nicht- exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebühr enfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löschst, außer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht.
  • 21. 6. Bin ich Herr meiner Daten? • Selbst auf Daten (Text, Foto, Video), die „nur ich“ oder „Freunde“ sehen können, haben die Betreiber sozialer Netzwerke theoretisch Zugriff • Weil sie die Daten ja speichern! • Speicherdauer: Bei Facebook, Google+, Stayfriends nicht angegeben… unbegrenzt?
  • 22. 7. Weitere Gefahren Freundschaftsbegriff • Jugendliche unterscheiden zwischen echten „Freunden“ und Facebookfreunden (DIVSI U25) • Aber Freundschaften werden in sozialen Netzwerken schneller geschlossen als in der „realen“ Welt (Statussymbol!) • So gelangen Informationen an Personen, die diesen im echten Leben nicht anvertraut worden wären • Ein Viertel der EU-Teenager hat sich bereits mit jemandem getroffen, den sie im Internet kennengelernt haben (McAfee 2012)
  • 23. 7. Weitere Gefahren Cybermobbing • Direkte Beschimpfungen öffentlich (auf Pinnwand) oder persönlich (im Chat) • Auch bewusster Ausschluss aus Freundesgruppen kann Mobbing sein • Cybermobbing findet oft anonym über Fakeprofile statt („Cyberstalking“)
  • 24. 7. Weitere Gefahren Neidspirale • Laut Forschern der HU Berlin und TU Darmstadt fühlt sich ein Drittel der Facebooknutzer nach der Nutzung schlecht (einsam, müde, frustriert) • Grund: Nutzer lesen dort meist positive Nachrichten (tolle Urlaubsfotos, leckere Pizzas) und vergleichen sich • Posts sind oft unehrlich und inszeniert • Superlative im Positiven wie im Negativen
  • 25. 7. Weitere Gefahren Internetsucht • Drogenbeauftragte: 4,9% der Mädchen und 3,1% der Jungen zw. 14-16 Jahren sind internetsüchtig (Pinta I-Studie, 2011) • Definition hier: Surfen, Aufenthalt in sozialen Netzwerken, Chatten • Vor allem Mädchen süchtig nach Facebook (bei Jungs wird eher bei Onlinespielen von Internetsucht gesprochen)
  • 26. 7. Weitere Gefahren Urheberrechtsverletzungen • Teilen von urheberrechtlich geschützten Inhalten (Texten/Bildern/Videos) ohne Zustimmung des Urhebers illegal • Sicher: Eigene oder freie Inhalte nutzen (z.B. mit „Creative Commons-Lizenz“) und Inhalte verlinken statt sie zu posten (ohne Vorschaubild!)
  • 27. Wer ist das Sicherheitsrisiko? Nutzer • Veröffentlichung privater Informationen • Reinfallen auf Phishing • Reinfallen auf Scam • Vertrauensseligkeit im Umgang mit „Freunden“ • Fahrlässigkeit bei Anwendungs- Berechtigungen Facebook • Nutzung privater Informationen für eigene Zwecke • Keine redaktionelle Kontrolle! • Keine red. Kontrolle! • Geringe Kontrolle von Apps auf Nutzen / Sicherheit • Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen z.T. schwer zugänglich • Konto löschen kompliziert
  • 28. Drei Fragen… Der Nutzer bzw. sein Verhalten ist also ein Sicherheitsrisiko. Muss man damit leben? Gibt es sichere Profile? Kann ich / mein Kind Herr meiner / seiner Daten bleiben - und trotzdem die Vorteile sozialer Netze nutzen?
  • 29. … eine Antwort!
  • 30. Drei Begründungen Als Nutzer kann ich viele Gefahren umgehen Profile können relativ sicher werden Mit dem Wissen um die Risiken kann ich viele Daten und damit mich / mein Kind schützen
  • 31. Datenschutz: Problembewusstsein • 86% der Internetnutzer haben sich mit den Privatsphäreeinstellungen in Ihrem Netzwerk auseinander gesetzt • Vor allem die jungen Nutzer, 12-19 Jahre (87%) • Aber: 34% der über 30jährigen haben sich gar nicht damit befasst • Und: 33% der über 30jährigen haben sich befasst, aber nichts geändert Quelle: JIM 2012, Bitkom „Soziale Netzwerke“, 2011
  • 32. Datenschutz: Problembewusstsein Vgl. DIVSI-Studie U25: • Wirksamkeit der genutzten Privatsphäre- Einstellungen wird nicht überprüft • Eine tiefere Auseinandersetzung mit „versteckten“ Schutzoptionen findet kaum statt. • Listen zur Organisation von Freunden und zum „Mikromanagement“ von Posts werden dementsprechend nicht breit genutzt. • Das bedeutet in erster Linie für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Schutz der Privatsphäre im Internet ist anstrengend – häufig zu anstrengend.
  • 33. Datenschutz: Hürden Facebook macht‘s nicht leicht! • Die Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen sind von vorneherein unzulänglich (zu viel Öffentlichkeit!) • Facebook ändert die Einstellungen nahezu wöchentlich • Facebook kommuniziert sie nicht bzw. nur auf Anfrage • Konto löschen sehr schwierig
  • 34. Facebook – datensicher! „Freunde“ lassen sich in Freundeslisten einsortieren Statusmeldungen können zielgerichtet an solche Listen oder Einzelne adressiert werden… Sie können vor gewissen „Freunden“ / Freundeslisten verborgen werden … auch im Nachhinein!
  • 35. Passwort • Wichtigste Datenschutzmaßnahme: Benutzername / Passwort! • Faustregel: je komplizierter, desto besser • Für jedes Nutzerkonto ein eigenes Passwort! • Passwortgeneratoren erzeugen kryptische Passwörter, z.B. sicherespasswort.com
  • 36. Zugangsdaten • „Passwortsafes“ speichern Passwörter • z.B. Keepass (gratis für PC, iOS, Android…) • Eselsbrücke für eigene Passwörter: Anfangsbuchstaben von Songtexten • z.B. PyoBoaRwTdaMS • Aus: „Picture yourself on a Boat on a River with tangerine Trees and Marmelade Skies“ (The Beatles, Lucy in the Sky with Diamonds)
  • 37. Zugangsdaten • Noch sicherer: mit Zeichen-Ersetzungen! • z.B. „on““@“ / „and““+“ Py@B@aRwtT+MS • Ein PC braucht 95 Mio. Jahre, um dieses Passwort zu knacken (Quelle: www.checkdeinpasswort.de)
  • 38. Sicher „facebooken“ – 10 Regeln INFORMATIONEN 1. Nur notwendige persönliche Informationen angeben 2. Abwägen, wer welche persönliche Informationen, Posts, Fotos/Videos und Veranstaltungen sehen darf und das regelmäßig überprüfen 3. Überlegen, ob mein Post / Kommentar / Foto / Gruppenbeitritt / Like meiner Reputation schaden, gegen mich verwendet werden kann oder urheberrechtlich bedenklich ist 4. In Privatsphäre-Einstellungen Nutzer, die auf meine Chronik schreiben können, begrenzen
  • 39. Sicher „facebooken“ – 10 Regeln 5. Ehrlich sein • Ehrliche Angaben (Klarname, Beziehungsstatus) verhindern Missverständnisse • Minderjährige haben automatisch höhere Sicherheitseinstellungen (können z.B. nicht öffentlich posten)
  • 40. Sicher „facebooken“ – 10 Regeln FREUNDE 6. Nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen 7. Mit Facebookfreunden nicht wie mit realen Freunden umgehen SICHERHEIT 8. In Sicherheitseinstellungen „Sicheres Durchstöbern“ aktivieren (https-Verbindung) 9. Sicheres Passwort wählen 10. PC sicher halten (Betriebssystem- Updates, Virenscanner-Updates)
  • 41. Sicher „facebooken“ – Check 1 • Facebook-Funktion „Anzeigen aus der Sicht von“ ermöglicht eine Kontrolle darüber, wer (Freunde/Öffentlichkeit) welche Inhalte sieht • Funktion zugreifbar über Schlosssymbol in Kopfzeile
  • 42. Sicher „facebooken“ – Check 2 Kostenloser Onlinedienst Secure.me überprüft Profildaten und Posts auf Empfängerkreis und Reputation
  • 43. Sicher „facebooken“ – Check 2 Secure.me – sicher? • Risiko: Secure.me ist selbst eine Anwendung, die vollen Zugriff auf alle Daten will • Laut den Datenschutzrichtlinien des Dienstes werden Daten nur zur Auswertung und Fehleranalyse genutzt • Renommierte Partner T-Online, GMX, MSN, WEB.DE • Einschätzung: Vertrauenswürdiger Dienst – Einziger Haken: Werbezusendung an Email (der man aber widersprechen kann)
  • 44. Sicher „facebooken“ – Check 3 • Mypermissions.org zeigt an, welche Anwendung welchen Zugriff auf Daten hat • Browser-Erweiterung schlägt Alarm, wenn Anwendung mit gefährlichen Berechtigungen installiert wurde
  • 45. Standortüberprüfung
  • 46. Auswertung • v
  • 47. Ende Arbeitseinheit 2 „Datenschutz“