Wir kehren gründlich.                  Landesregierung                Baden-Württemberg                                   ...
100 % Erneuerbar „in Bürgerhand“Viele glauben auch heute noch, der vollständige Umbau auferneuerbare Energien sei nicht zu...
Sicher in die Katastrophe?Nach Darstellung der Atomindustrie haben wir in Deutschlanddie sichersten Atomkraftwerke der Wel...
Konsequent gegendie Interessen der BevölkerungDas Energiekonzept der Bundesregierung lässt sich in wenigenSätzen beschreib...
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Wir kehren gruendlich_faltblatt_ippnw

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  1. 1. Wir kehren gründlich. Landesregierung Baden-Württemberg Unter den Teppich. Mittelstand statt Großkonzerne Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftlich starken Steigende Strompreise Regionen Europas. Die Arbeitslosigkeit ist vergleichsweise Die EnBW erhöht immer wieder die Strompreise, aktuell zum gering. Es war ein glücklicher Umstand, dass Baden-Württem- Jahreswechsel 2010/2011 um brutto 2,42 Cent pro Kilowatt- berg nicht über große Kohlevorkommen verfügt, die zu einer stunde. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt dadurch rund 70 einseitigen Orientierung auf Kohle und Stahl geführt hätten. Euro pro Jahr mehr. Die fadenscheinige Begründung dafür Das Land profitiert vom Mittelstand, von einer vergleichsweise lautet: Ursache für die Verteuerung sei der zweimalige Anstieg dezentralen Wirtschaftsstruktur. der EEG-Umlage für die erneuerbaren Energien. Diese Begrün- Trotzdem setzt die Landesregierung auf Konzentrations­ dung überzeugt nicht. Dahinter steckt eine Kampagne mit dem prozesse zugunsten nur weniger Konzerne. Man setzt auf Ziel, die erneuerbaren Energien in Misskredit zu bringen. Atomkraft und auf den Atomkraftwerksbetreiber EnBW, wie Fakt ist: Durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom haben auch der jüngste Aktiendeal beweist. sich die Stromeinkaufspreise für die Stromversorger in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert und nicht erhöht. Kaufkraftabfluss durch Energieimporte Diese Einsparungen haben in etwa die Höhe der gestiegenen Dabei kehren die regierungsverantwortlichen Politiker gerne EEG-Umlage. Die Bundesnetzagentur hält die Strompreis- unter den Teppich, dass diese einseitige Energiepolitik zu erhöhung daher für nicht gerechtfertigt. Und der Bundes- massiven Kaufkraftabflüssen aus dem Land führt. Denn: Rund gerichtshof hat schon in zwei Urteilen klar entschieden, dass 50 Prozent des baden-württembergischen Stroms kommt aus Kostensenkungen von Energieversorgern an die Verbraucher den Atomkraftwerken Philippsburg und Neckarwestheim. Dafür weiterzugeben sind. Das aber wird von den Stromkonzernen muss der knappe Kernbrennstoff Uran teuer importiert werden. ignoriert. Auch die Steinkohle für das Mannheimer Kohlekraftwerk wird von außen eingekauft. Heimische erneuerbare Energien wirken Arbeitsplätze durch Erneuerbare dem entgegen. Von mehr dezentraler erneuerbarer Energie Die Bevölkerung profitiert von der Atomenergie noch nicht hätten viele Bürger im Land einen wirklichen Gewinn. einmal durch besonders viele Arbeitsplätze. Bundesweit arbei- ten nur rund 30.000 Menschen für die Atomindustrie. Als würden alle gewinnen Die Erneuerbare­Energien­Branche hingegen bietet jetzt schon Bei der Atomenergie ist immer viel von Gewinnen die Rede, so 340.000 Arbeitsplätze. Das liegt an der dezentralen, mittel- als könnten alle davon profitieren. Aber: Die Gewinne der einen ständischen Struktur der neuen Branche. Die erneuerbaren sind immer die Verluste der anderen: Energien passen sehr viel besser zu Baden-Württemberg als die In den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 stieg der Gewinn von der Politik bevorzugte Atomenergie. des Atomkraftwerksbetreibers EnBW im Bereich Strom, Erzeu- Das Land vergibt unter anderem mit der systematischen gung und Handel um 8,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Blockade der Windenergie bislang erhebliche Chancen: Ein Für diesen Milliarden­Profit zahlt die baden­württembergische aktueller Bundesländer-Vergleich ergab, dass Baden-Württem- Bevölkerung weit überhöhte Strompreise. Das Geld fällt berg unter allen deutschen Ländern die wenigsten Menschen schließlich nicht vom Himmel. in der Windbranche beschäftigt.
  2. 2. 100 % Erneuerbar „in Bürgerhand“Viele glauben auch heute noch, der vollständige Umbau auferneuerbare Energien sei nicht zu bewältigen und allenfallsZukunftsmusik. Dies unterschätzt die durch tausende Klein­investoren längst entstandene Dynamik.Das enorme Ausbautempo bei der Photovoltaik (Solarstrom-erzeugung) zeigt die Prognose der vier großen deutschenStromnetzbetreiber. Demnach verdreifacht sich die Photo-voltaik-Leistung in nur zwei Jahren von knapp 10.000 MegawattEnde 2009 auf fast 29.000 Megawatt bis Ende 2011.Das zeigt, welche Entwicklungsdynamik das Erneuerbare- Pachteinnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro und zudemEnergien-Gesetz (EEG) freigesetzt hat. Der unlängst verstorbe- eine Million Euro Gewerbesteuern.ne Träger des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer, legt Es geht insgesamt um sehr viel Geld. Die Energiekosten proin seinem Buch „Der energethische Imperativ“ dar, dass die Kopf – ohne Anlageninvestitionen – liegen in Deutschland beiUmstellung der gesamten Energieversorgung auf 100 Prozent durchschnittlich 2500 Euro im Jahr, in denen alle direkten underneuerbare Energie „unschwer bis 2030“ erfolgen kann. indirekten Energiekosten enthalten sind. Bei 10,7 Millionen Voraussetzungen: Einwohnern geht es in Baden-Württemberg um eine Gesamt­↗ Bundesländer wie Baden-Württemberg beenden endlich ihre summe von 26,8 Milliarden Euro. Bei einer vollständig heimi-Genehmigungsblockaden. schen Energieversorgung verbleibt dieser Betrag im eigenen↗ Die Bundesregierung baut das EEG nicht so um, dass der Wirtschaftskreislauf.Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energien zum Erliegen Energierohstoffe werden weltweit immer knapper, teurerkommt. und heftiger umkämpft. Ein Verzicht auf Energieimporte ist↗ Die Politik setzt endlich gute Rahmenbedingungen für eine deswegen auch ein Beitrag zum Frieden.deutliche Steigerung der Energieeffizienz. Was ist zu tun?„Der Anteil der Windkraft am Nettostromverbrauch der Bundes- ↗ Die politische Blockade der Windenergie und der anderenländer reicht von etwa 47 Prozent in Sachsen-Anhalt … und 38 dezentralen erneuerbaren Energien beenden.Prozent in Brandenburg bis zu nur … 0,8 Prozent in Bayern und ↗ Nahwärmenetze fördern, um die großen Potenziale derBaden-Württemberg. Diese Unterschiede sind nur politisch Biomasse erschließen zu können.erklärbar: In den schlusslichternden Bundesländern herrscht ↗ Den Ausbau von Bürgerkraftwerken konsequent weitereine gezielte politische Verhinderungsplanung.“ vorantreiben: www.buerger-kraftwerke.deDr. Hermann Scheer ↗ Wählen und Einfluss nehmen auf die Politik. ImpressumAuf die eigenen Kräfte besinnen Herausgeber: Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte fürVielfach wird in Baden-Württemberg der Eindruck erweckt, hier die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwor-könne man zwar Solarenergie nutzen, Windstrom aber müsse tung e. V. (IPPNW), Körtestraße 10, 10967 Berlin. www.ippnw.deman mit neuen teuren Stromtrassen von Nordsee-Windparks Redaktion: Henrik Paulitz (V. i. S. d. P.), Dr. Angelika Claußen,nach Süddeutschland transportieren. Verwiesen wird zudem Ewald Feige, Reinhold Thiel, Angelika Wilmen.auch gerne auf angeblich notwendige Solarstromimporte aus Gestaltung: doppelpunkt, Kommunikationsdesignder Wüste in ferner Zukunft. Gedruckt auf Recycling-Papier. Januar 2011Dabei wird übersehen, dass in den Höhenlagen von Schwarz­wald und Schwäbischer Alb Windverhältnisse herrschen wiean der Küste. Bereits 700 moderne Windenergieanlagen der Mitmachen5-MW-Klasse könnten bis zum Jahr 2020 an geeigneten Stand- ↗ Sorgen Sie mit für die Verbreitung dieser Informationsschrift.orten rund 10 Prozent des Strombedarfs in Baden-Württemberg 200 Exemplare kosten 12 Euro.liefern (7 Terawattstunden). 1000 Exemplare 30 Euro, 5000 Exemplare 120 Euro.Solarenergie, Biogas und Holz könnten jeweils 4 TWh bei- Bestellungen an:steuern, so die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien IPPNW, Körtestraße 10, 10967 Berlin, Tel. 030-69 80 740,Baden-Württemberg. Zusammen mit 10 TWh aus Wasserkraft Fax 030-69 38 166, kontakt@ippnw.de, www.ippnw.dekommt man bis 2020 auf 29 TWh Strom, was 43 Prozent desStrombedarfs des Jahres 2009 entspricht. Bis 2030 sind 100 SpendenProzent möglich. ↗ Bitte unterstützen Sie die Verbreitung dieser Informations- schrift mit einer Spende.Regionale Wertschöpfung Kontoinhaber: IPPNW, Konto-Nr. 222 22 10, Bank für Sozial-Die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien führt zu einer wirtschaft, BLZ 100 205 00, Stichwort: Neue Energie.nicht zu unterschätzenden regionalen Wertschöpfung. Imbenachbarten Rheinland-Pfalz erzielt zum Beispiel eine Kom- Weitere Informationenmune durch eine 6-MW-Windenergieanlage in zwanzig Jahren ↗ www.neue-energie-deutschland.de
  3. 3. Sicher in die Katastrophe?Nach Darstellung der Atomindustrie haben wir in Deutschlanddie sichersten Atomkraftwerke der Welt. Das stimmt nicht.Die OECD führte 1997 so etwas wie eine Pisa-Studie für Kern-kraftwerke durch. Darin schnitten die deutschen Atomkraftwer-ke im internationalen Vergleich bei der Kernschmelzfestigkeitkatastrophal schlecht ab.Auch sonst weisen die deutschen und auch die baden­württem­bergischen Atomkraftwerke viele gefährliche Sicherheitsdefiziteauf.Philippsburg-1 Neckarwestheim-2Block 1 des Atomkraftwerks Philippsburg wird als Siedewasserre- Neckarwestheim-2 zählt zu den drei letzten, vor gut 22 Jahrenaktor der „Baulinie 69“ betrieben und ist somit einer der gefähr- in Deutschland errichteten so genannten „Konvoianlagen“ –lichsten Atommeiler Deutschlands. damals waren sie der Stolz der deutschen Atomindustrie.Der Reaktordruckbehälter, das Herzstück eines jeden Atomkraft- Neuere Untersuchungen der Gesellschaft für Reaktorsicherheitwerks, ist eine Fehlkonstruktion. In Österreich wurde bei einem (GRS) im Auftrag der Bundesatomaufsicht haben ergeben, dassbaugleichen Atomkraftwerk moniert, dass noch nicht einmal die Konvoianlagen in Teilbereichen noch schlechtere Sicher­den Vorschriften der „Dampfkesselverordnung“ entsprochen heitsstandards aufweisen als die Altmeiler.wurde. Bemängelt wurden u. a. zu kleine und zu wenige Ventile amEin aktueller „Schwachstellenbericht“ im Auftrag dreier österrei- Primär- und am Sekundärkreislauf, Unzulänglichkeiten bei derchischer Landesregierungen vom Oktober 2010 bestätigt, dass Überwachung der Wassermenge im Reaktordruckbehälter,an der kritischen Bodenschweißnaht des Reaktordruckbehälters geringe Festigkeiten der Werkstoffe des Containments sowievon Philippsburg-1 Spannungen auftreten können, die mit 326 mehrere Defizite bei der Beherrschung des „Notstromfalls“ undNewton/mm2 den genehmigten und zulässigen Wert von 177 N/ von „kleinen Lecks“.mm2 weit überschreiten. Schon im Normalbetrieb können Bei „kleinen Lecks“ kommt erschwerend hinzu, dass laut GRSgefährliche Ermüdungsrisse entstehen, ohne dass dies durch bei den Konvoianlagen die nachgerüsteten so genanntenPrüfungen vorhersehbar wäre. Notfallmaßnahmen, die einen Kernschmelz-Unfall quasi imKommt es in Philippsburg-1 auf diese Weise zu einem Leck direkt letzten Moment noch verhindern sollen, erwartungsgemäßam Reaktordruckbehälter, dann steht die Kühlfähigkeit des nicht funktionieren.Reaktorkerns grundsätzlich in Frage, so dass es zu einem Kern­schmelz­Unfall kommen kann. Weltweit eine akute GefahrDie Folgen eines schweren Atomunfalls in Deutschland wären Das Risiko für eine erneute Atomkatastrophe ist immens. Inwegen der größeren Bevölkerungsdichte weitaus schlimmer als den vergangenen Jahren hätte es auch nach Tschernobyl schonnach Tschernobyl. mehrfach zu einem schweren Kernschmelzunfall kommen können.Neckarwestheim-1 So beim vollständigen Stromausfall im taiwanesischen Atom-Neckarwestheim-1 gehört ebenso wie das hessische Atomkraft- kraftwerk Maanshan-1 am 18. 3. 2001, beim fast vollständigenwerk Biblis zur ältesten, derzeit noch in Betrieb befindlichen „Durchrosten“ des Reaktordruckbehälters im US-Atomkraft-zweiten Druckwasserreaktor-Generation. werk Davis-Besse im Jahr 2002 und beim fast vollständigenBasierend auf offiziellen Sicherheitsgutachten hat die atom- Stromausfall im schwedischen Forsmark-1 am 25. 7. 2006.kritische Ärzteorganisation IPPNW für Biblis B viele Dutzend Zu ausgesprochen gefährlichen Situationen kam es ferner amschwerwiegende Sicherheitsdefizite dokumentiert. Wesentliche 24. 1. 2004 in Fessenheim-1 (Frankreich, direkt an der Grenze zuSchwachstellen dieses Reaktortyps wurden inzwischen sowohl Baden-Württemberg), am 1. 3. 2005 in Kozloduy-5 (Bulgarien),durch ein Gutachten der Bundesatomaufsicht als auch durch sowie am 9. 4. 2007 in Dampierre-3 und am 2. 12. 2009 ineine 2010 erstellte gemeinsame „Nachrüstliste“ aller deutschen Cruas-4 (beide Frankreich).Atomaufsichtsbehörden bestätigt. Auch in Deutschland gab es wiederholt gefährliche Vorkomm-So fehlt beispielsweise eine automatische Auslösung für das nisse, u. a. in Krümmel, in Brunsbüttel, in Philippsburg und inHerunterfahren des Atommeilers beim gefürchteten „kleinen Biblis. Muss erst noch einmal so etwas wie in TschernobylLeck“, sowie ein schnell wirkendes Vergiftungssystem („Zusatz- passieren, bevor die Entscheidungsträger in Wirtschaft undboriersystem“), um die äußerst gefährlichen Dampferzeuger- Politik die erforderlichen Konsequenzen ziehen?Heizrohrlecks zu beherrschen. Die Notkühlwassermenge istknapp, ebenso wie die „Speisewasservorräte“. Bemängelt wer- Schon gewusst?den ferner der unzureichende Schutz gegen Brände und Über- 1. Je näher ein Kleinkind an einem Atomkraftwerk wohnt, destoflutungen, die unzureichende räumliche Trennung von Sicher- größer ist sein Risiko, an Krebs, besonders an Leukämie zu erkran-heitssystemen und Rohrleitungen, Defizite beim Notkühlsys- ken.tem, das fehlende „An- und Abfahrsystem“, fehlende Ventile an 2. In der Umgebung von deutschen und schweizerischen Atom-den Dampferzeugern, überflüssige Schweißnähte, veraltete kraftwerken werden weniger Kinder geboren als in anderenWerkstoffe und vieles mehr. Gebieten.
  4. 4. Konsequent gegendie Interessen der BevölkerungDas Energiekonzept der Bundesregierung lässt sich in wenigenSätzen beschreiben: Man setzt vor allem auf Kohle- und Atom-strom, garniert mit ein bisschen Offshore-Windenergie aus derNord- und Ostsee. Allen drei Technologien ist eines gemeinsam:Das Geschäft machen wenige große Energiekonzerne. Es gehtallein darum, die Gewinne der Konzerne auf Jahre zu sichern.Die breite Bevölkerung geht hierbei leer aus. Sie profitiert ehervon Windenergieanlagen an Land, einer heimischen Solar- An dieser Versorgungsstruktur durch wenige Großkonzerne sollstromerzeugung, sowie von einer regionalen und nachhaltigen sich nach dem Willen der bisherigen Regierung auch in ZukunftBiomasse-Nutzung. Die Hälfte der Erneuerbaren-Energien- wenig ändern. Die Ziele für 2020 sind: 50 Prozent nuklear, 30Anlagen wurde bisher von Privatpersonen und Landwirten fossil und 20 erneuerbar. Während die erneuerbaren Energienrealisiert. Dabei geht es mit 43.000 Megawatt (MW) bis Ende bis 2020 im Bund 30 Prozent des Stroms liefern sollen und die2009 um eine Spitzenleistung, die 33 großen Atomkraftwerken Branche bundesweit mit 50 Prozent rechnet, will Baden­Würt­entspricht. Die Erneuerbaren produzieren phasenweise jetzt temberg mit 20 Prozent weit darunter bleiben.schon mehr Strom als die Atomkraftwerke.Schrumpfkur für den Mittelstand „Eine Behörde, die eine Standortgenehmigung für eine Erneuer-Der Zubau von Energieanlagen „in Bürgerhand“ soll aber nach bare-Energie-Anlage verweigern oder verzögern will, findet indem Willen der Bundesregierung bald ein Ende haben. Ihren der Vielfalt einschlägiger Vorschriften fast immer einen GrundEnergieszenarien zufolge soll der jährliche Windenergie-Zubau dafür. … In Bundesländern wie Baden-Württemberg … werdenan Land gegenüber heute auf ein Drittel, der Solarstrom-Zubau auf diesem Wege 99,8 Prozent der Landesflächen von derauf ein Viertel und der Bioenergie-Zubau auf ein Siebtel herun- Errichtung von Windkraftanlagen ausgeschlossen. Dies kommttergefahren werden. Und: Ab dem Jahr 2020 sehen die Szenari- vor allem einem Investitionsverbot für Windkraft gleich […].“en vor, dass die Branche mit ihren rund 340.000 Arbeitsplätzen Dr. Hermann Scheerso gut wie gar keine Anlagen mehr bauen darf.Welche andere Wirtschaftsbranche bekommt von der Politikeine derartige Schrumpfkur verordnet? Dieses Energiekonzeptist skandalös.Absurdes KonzeptDas Beispiel Windenergie macht deutlich, worum es bei dieserEnergiepolitik geht. Ende 2010 betrug die installierte Offshore-Leistung von großen Meeres-Windparks nur etwa 175 MW. FürEnde 2011 rechnen die Netzbetreiber mit 470 MW. Bis 2020sollen maximal 10.000 MW errichtet werden.Weitaus bedeutsamer aber ist die Windenergienutzung an Kampf gegen WindmühlenLand. Die installierte Leistung betrug Ende 2010 bereits rund Beispielsweise wird das Vorhaben baden-württembergischer27.700 MW. Ende 2011 sollen es 29.600 MW sein. Bis 2020 hält Großkonzerne, in die Offshore-Windenergie zu investieren, vonEUROSOLAR eine Größenordnung von über 60.000 MW für der Landesregierung „ausdrücklich befürwortet“. Aber: Derrealistisch. Anteil der Windenergie in Baden-Württemberg selbst soll vonDer Ausbau der Windenergie an Land ist zudem sehr viel derzeit 0,8 Prozent nur auf eine Größenordnung von etwa 2billiger und risikoärmer als die Offshore­Windenergie. Die Prozent minimal zulegen dürfen, obwohl das Potenzial umKonzerne bekommen für ihre Meeres-Windparks daher höhere Größenordnungen darüber liegt.Vergütungssätze und zusätzliche Staatsbürgschaften, für dieder Steuerzahler aufkommt. Die Zukunft Baden-Württembergs liegt im forcierten AusbauMit dieser einseitigen Offshore-Orientierung überlässt man das dezentraler erneuerbarer Energien.Geschäft wenigen großen Energiekonzernen. Bürger, Mittel­ ↗ Helfen Sie mit, dass dieser Weg nicht länger blockiert wird.stand und Stadtwerke gehen leer aus.Nichts Neues in Baden-Württemberg überreicht durch:Die Energiepolitik der baden-württembergischen Landesregie-rung geht in die gleiche Richtung und ist in Teilen noch schlim-mer als die der Bundesregierung. Im Jahr 2009 bestand derStrom-Mix in der Südwestrepublik zu 52 Prozent aus Atom-strom, zu 33 Prozent aus fossilen oder sonstigen Quellen (insbe-sondere Steinkohle) und zu 15 Prozent aus erneuerbaren Energi-en, wobei dabei die großen Wasserkraftwerke dominieren.

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