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  • 1. PRESSEMITTEILUNG 19.11.2010 Strom aus blutiger Kohle Klima-Allianz und FIAN kritisieren die dreckigen Geschäfte deutscher Energiekonzerne mit kolumbianischer Importkohle / Rundreise mit zwei kolumbianischen Aktivisten vom 21.11. bis zum 3.12.2010 Berlin, 19.11.2010. Kolumbien ist in den letzten Jahren für Deutschland zum zweitgrößten Steinkohle-Exporteur aufgestiegen, nur aus Russland bezieht die Bundesrepublik laut Statistischem Bundesamt mehr Kohle. 2010 werden wahrscheinlich erstmals mehr als acht Millionen Tonnen kolumbianischer Kohle in Deutschland verbrannt. Hauptabnehmer ist E.ON, aber auch Trianel, GKM in Mannheim und RWE werden bereits beliefert oder haben Optionsverträge abgeschlossen. Was jedoch Viele nicht wissen: Die Bevölkerung und die Umwelt Kolumbiens werden für das dreckige Geschäft mit der Kohle rücksichtslos ausgebeutet. Die Kohletagebaue zerstören tausende Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Flächen oder Waldgebiete. Zukünftig sollen weitere Abbauregionen erschlossen werden – mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung. "Durch den Kohlebergbau in Kolumbien wird die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört", sagt Sebastian Rötters, Bergbauexperte der Menschenrechtsorganisation FIAN. Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Kohlearbeitergewerkschaft Sintramienergetica fordert, dass der Kohleabbau so lange gestoppt wird, bis die Bevölkerung vor Ort der Förderung nach gründlicher Abwägung zustimmt. Der Kohleabbau in Kolumbien fordert auch außerhalb der Minen viele Opfer. Menschenrechtsorganisationen melden Angriffe auf Gewerkschafter, Verstöße gegen Arbeitsrechte, völlig unzureichende Entschädigungen, verschleppte Umsiedlungen, Vertreibungen und Mord. Gleichzeitig werden in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut, die nicht nur den Klimawandel anheizen, sondern auch den Bedarf an Importkohle weiter steigern werden. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Deutschland und die deutschen Energieversorger vor den Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien die Augen verschließen", erklärt Mona Bricke, Kohle-Expertin der Klima- Allianz. "Wir fordern sowohl die Bundesregierung als auch die Energiekonzerne auf, sich dafür einzusetzen, dass der Abbau und Handel von Kohle für bereits bestehende Kraftwerke nicht auf Kosten von Menschenrechten geschieht. Gleichzeitig gebietet es die klima- und umweltpolitische Vernunft, keine weiteren Kohlekraftwerke zu bauen."
  • 2. Betroffene aus Kolumbien berichten Vor diesem Hintergrund haben die Klima-Allianz und FIAN zwei Betroffene nach Deutschland eingeladen. Nilson Antonio Ramirez, Gemeindesprecher der indigenen Gemeinde Tamaquitos, und Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Kohlearbeiter- Gewerkschaft Sintramienergetica, werden auf ihrer Rundreise vom 21.11.- 03.12.2010 über die Auswirkungen des Kohletagebaus in ihrer Heimat sprechen. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Die Tourdaten in der Übersicht: 21.11. FREIBURG 17.00 Uhr, im Café Velo mit: Eine-Welt-Forum Freiburg, FIAN Freiburg 22.11. TÜBINGEN 20:00 Uhr, im Kleinen Saal des Schlatterhauses mit: FIAN Tübingen, Klimapiraten, Kolumbiengruppe e.V. 23.11. AACHEN 19.00 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche mit: BI Saubere Energie Aachen, Evangelisches Erwachsenenbildungswerk 24.11. FULDA 19.00 Uhr, im Kulturkeller mit: Fuldaer Weg 25.11. BERLIN 19.30 Uhr, im Haus der Demokratie und Menschenrechte mit: Amnesty International, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V. 29.11. STADE 19.30 Uhr, im Gemeindehaus der Ev.-luth. Markuskirchengemeinde mit: BI Altes Land und BUND Stade 01.12. HAMBURG 19.00 Uhr, im Rudolf Steiner Haus mit: Zukunftsrat Hamburg, Robin Wood 02.12. MANNHEIM 19.00 Uhr, im Jugendkulturzentrum Forum mit: Attac Mannheim, Nicaraguaverein El Viejo, MetropolSolar Rhein-Neckar, 100PRO-Energiewende, BUND Rhein-Neckar-Odenwald 03.12. FRANKFURT (MAIN) 19.00 Uhr, in der Katholischen Hochschulgemeinde Pressekontakte: Bei Fragen zu den Veranstaltungen: Klima-Allianz Mona Bricke, Anti-Kohlekampagne der Klima-Allianz Tel: 0176-21668247 bricke@klima-allianz.de www.kohle-protest.de Bei Fragen zur kolumbianischen Delegation: FIAN Sebastian Rötters, Bergbauexperte Tel: 0163-4772758 s.roetters@fian.de www.fian.de

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