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Self Publishing - die Grundlagen
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Self Publishing - die Grundlagen

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Matthias Matting betreibt selfpublisherbibel.de - das Blog rund ums Self Publishing. Was Autoren wissen sollten, ist in dieser Präsentation zusammengefasst. Vortrag gehalten auf einem Seminar der …

Matthias Matting betreibt selfpublisherbibel.de - das Blog rund ums Self Publishing. Was Autoren wissen sollten, ist in dieser Präsentation zusammengefasst. Vortrag gehalten auf einem Seminar der Akademie der Bayerischen Presse.

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    • 1. Über mich Physikstudium ● Seit 1993 Journalist ● Seit 2001 bei FOCUS ● April 2011: KDP startet ● Ende Mai 2011: Kindle-Handbuch vö. ● Anfang Juni 2011: #1 ● Amazon-Jahres-Bestseller 2011 ● „Der neue Buchpreis“ für Fukushima-Report ●
    • 2. Über mich ● Reportage aus FOCUS, aber ungekürzt ● PLUS: Reisetagebuch, sehr persönlich ● PLUS: Fotos ● PLUS: Daten und Fakten ● = Langform-Journalismus, wie er nur als eBook möglich und refinanzierbar ist
    • 3. Über mich ● ● ● Mitte 2012: Versuch, Selfpublishing-Ratgeber über Crowdfunding zu finanzieren. An Hürde gescheitert. Heute besseres Umfeld (krautreporter.de ...) Seit Anfang 2013 daraus selfpublisherbibel.de entwickelt Mai/Juni große Umfrage, über 500 Antworten, die den Markt gut charakterisieren
    • 4. Der eBook-Markt ● ● ● ● ● 2012: Je nach Statistik 2 bis 4 % des Gesamtmarkts (4,2 Mrd. Euro) bei einigen Verlagen aber schon über 10 % Problem: keine wirklich umfassenden Marktzahlen, nur Schätzungen Prognose: 2015 bei 15-20% eBooks im Buchhandel: 0,5%, kaum Steigerungsraten.
    • 5. Der eBook-Markt ● ● ● eBooks werden von Viellesern gekauft. Das sind vor allem Frauen Besitzer von eReadern kaufen 4x mehr eBooks als Besitzer anderer Geräte Lesen möglich auf eReader (Kindle & Co), Tablet (iPad), Smartphone und Computer ● eReader: 1 Zweck, günstig, lesefreundlich ● Tablet: Multi-Device, nicht outdoor-tauglich
    • 6. Der eBook-Markt ● ● Marktführer ist Amazon. Je nach Quelle 4060% Anteil. Sehr cleveres Vorgehen, Preisaktionen, Autorenbindung, nutzerfreundlich, Rückgaberecht für eBooks... Wichtig: iBookstore, Weltbild/Hugendubel, Thalia (10-15%). Google (5-10%) ● Engagiert: Kobo (kobobooks.com) ● Independent: Beam-eBooks (DRM-frei)
    • 7. Der eBook-Markt ● ● ● ● ● Genres: ChickLit / Romantik, Krimi/Thriller, Fantasy – Bestsellerlisten sind bei eBook kaum anders als bei Print. Sachbuch: Ratgeber, Populärwissenschaft Zahlen: Top 1 = 500 / Tag, Top 20 = 100 / Tag, Top 100 = 30/Tag, Top 1000 = 10/Tag. Echte Bestsellerlisten nur bei Amazon, Google, Kobo und Apple, bei anderen kuratiert Besonderheit: Erotik nicht in den Top-Listen.
    • 8. Der eBook-Markt ● ● ● ● Self Publishing: ca. die Hälfte der AmazonTop100 kommen nicht von Verlagen Mittlerer Preis niedriger (ca. 2,60 Euro) als bei Verlagstiteln. Dominanz der 2,99-Titel (Autorenhonorar dabei ca. 2 Euro). Ein Drittel der Top100 Amazon-exklusiv. Etwa 7 Mio. Euro Jahresumsatz bei Amazon für Self Publisher
    • 9. Der eBook-Markt ● ● ● ● ca. 70.000 Self Publisher in D 35-50 Jahre alt, überdurchschnittliches Bildungsniveau, mehr Frauen als Männer Mehrere Titel, >12 Monate dabei 4% mit mehr als 2000 €/ Monat
    • 10. Der eBook-Markt Warum veröffentlichen SIE?
    • 11. Besonderheiten von eBooks ● Formatierung durch den Leser ● DRM - Kopierschutz ● Service oder Sache? Gehört mir ein eBook? ● Verleihen und Wiederverkaufen ● Inhaltsverzeichnis zur Navigation ● Sprungziele zur Navigation ● Tabellen ● Interaktivität (Links etc., ePub 3, iBooks)
    • 12. eBook-Formate ● Systemkampf: Amazon vs. Rest der Welt ● Amazon: Mobi, PRC, AZW ● Andere: ePub (ePub 2, ePub 3) ● iBooks Author: nur Apple / iPad ● ● Kein echtes eBook: PDF (auf keinem eReader wirklich gut lesbar) Unterschiede aber gering. Alles XHTMLbasiert. Von eReader zu eReader unterschiedliche Interpretation
    • 13. Text-Anforderungen ● Möglichst wenig Formatierung ● Keine Silbentrennung ● Keine Leerzeilen zwischen Absätzen ● Formatierung mit Formatvorlagen ● einspaltig
    • 14. Weitere Inhalte? ● ● Bilder: Jpeg (Fotos), GIF (Grafiken), PNG. Max. 127 kB (wegen Amazon). Farbig, nicht größer als 1280x800. Musik/Video: nur iBooks Author. In ePub zwar erlaubt, aber nirgends unterstützt ● Tabellen (keine Untertabellen) ● Indizes (Sach-/Fachbuch) ● Fußnoten nur als Endnoten
    • 15. Aufgaben für Dritte ● ● Lektorat (4-8 Euro pro Normseite à 1500 Zeichen). Empfehlungen einholen, Probelektorat vereinbaren.Guter Lektor liest Text mehrfach. 300 Seiten kaum unter 4 Wochen. Ziel: rundum professioneller Text. Cover-Erstellung (ab 50 Euro von der Stange, 300...600 Euro individuell). Mind 1400 Pixel breit, Format 1:1,6 (Amazon), max. 2 MB groß (Apple), muss auch als Briefmarke gut wirken.
    • 16. Vom Text zum eBook ● ● ● Word hochladen? Bequem, aber unprofessionell. Nicht bei allen Anbietern. Konvertieren mit Calibre: sehr beliebt, auf den ersten Blick gute Ergebnisse, aber die Software schlampt im Detail Ausgabe von Programmen wie Pages, InDesign, Scrivener: Meist gute Ergebnisse, aber nur ePub, sofern man sich auf eBookFeatures beschränkt
    • 17. Vom Text zum eBook ● ● ● Hardcore: Mit Sigil programmieren in HTML. Professionell, aber unkomfortabel. Mein Königsweg: Jutoh. Nicht kostenlos, aber leistungsfähig. Layout-Programm speziell für eBooks (Mobi UND ePub) mit vielen Automatikfunktionen (Inhaltsverzeichnis, Index, Bilder anpassen...) Und das probieren wir jetzt mal aus...
    • 18. eBooks veröffentlichen ● ● ● Direkt vs. Distributor Direkt: Amazon, Apple (mit USSteuernummer), Google, Kobo, Beam = 75 % des Marktes Distributor: Thalia, Weltbild, Hugendubel, Pageplace u.a. = 25% des Marktes
    • 19. eBooks veröffentlichen ● Argumente für Direkt: ● Mehr Kontrolle ● Schnellere Berichte / Erfolgskontrolle ● Höheres Honorar (70% vom Netto – zudem nur 3% MWSt bei Amazon, also mehr Netto) ● Mehr Werbemöglichkeiten (KDP Select) ● Mehr Sichtbarkeit bei Amazon (Leihbibliothek)
    • 20. eBooks veröffentlichen ● Argumente für Distributor: ● Bequemer und einfacher ● Weniger fehleranfällig (meist nur ein Format) ● Höhere Reichweite ● Alle Honorare (50-60% vom Netto) aus einer Hand, also leichtere Buchführung
    • 21. Distributoren ● Neobooks (exklusiv) ● ePubli (exklusiv) ● Bookrix (exklusiv) ● Xinxii (nicht exklusiv) ● Feiyr (nicht exklusiv) ● www.selfpublisherbibel.de ● Vorführung
    • 22. Preisfindung ● ● ● Verlage: eBook = 80% von Print Autor: würde vom Verlag beim TB 5% des Netto bekommen, bei 10 Euro also 50 Cent. Lassen Sie uns das vervierfachen. Macht 2 Euro Honorar = 2,99 Verkaufspreis. Günstiger Preis sichert gute Verkäufe, trotzdem 4 x so viel verdient.
    • 23. Preisfindung ● ● Ausnahmen: Kurze Stücke, deutlich unter 100 Seiten: lieber 0,99. Dann aber nur 35% Honorar. Deshalb muss man von einem 0,99-Stück sechsmal mehr verkaufen als von 2,99-Stück, um dieselben Einnahmen zu generieren. ● Fachliteratur kann teurer sein ● Umfeld ansehen
    • 24. eBooks vermarkten ● ● ● Ein Buch, das niemand sieht, wird nicht verkauft. Deutsche Buchhandelsketten erschweren es, Sichtbarkeit herzustellen Anders bei Amazon (und mit Abstrichen den anderen Direkt-Anbietern). Deshalb 50 der Top 100 von Indie-Autoren!
    • 25. Werbeinstrumente ● ● ● Verschenkaktion (Amazon oder Neobooks) erzeugt Sichtbarkeit im Beliebtheitsranking, dadurch Verkäufe Wichtig: gute Vorbereitung. Wochenende mitnehmen. XTME einbeziehen. Alle Kanäle nutzen. Kosten: Keine (nur virtuell)
    • 26. Werbeinstrumente ● Preisaktion - gezielte Preissenkung. Machen Verlage auch. ● Nur gleichzeitig in allen Shops erlaubt ● Signifikant billiger (0,99 statt 2,99) ● Begleitende Werbeaktion z.B. bei XTME ● Kosten: um 100 Euro
    • 27. Werbeinstrumente ● ● ● Gewinnspiele Mit originellem Preis sehr sinnvoll, auch zur Gewinnung von Fans. Einfluss auf Verkäufe geringer. Richtlinien beachten (keine Gewinnspiele über Facebook, keine Glücksspiele)
    • 28. Werbeinstrumente ● ● ● ● Leserunden bei Lovelybooks: sinnvoll zur Gewinnung von Fans und für Rezensionen (es gibt aber nichts geschenkt) Apropos Rezensionen: Fakes fallen immer irgendwem auf. Neu: Zufallstexte bei Blindbuch.de / lesen.xtme.de einstellen Eigenes Blog
    • 29. Werbeinstrumente ● ● ● ● Klassische oder Online-Werbung: sehr ineffizient und meist zu teuer Buch-Blogger überraschend konservativ. Gut auswählen, vorher anfragen, mit Ablehnung rechnen Social Media: nicht sehr effizient zum Verkauf, wichtig zur Leserbindung Trailer: hübsch, wenn professionell gemacht, aber im Grunde unwichtig
    • 30. Werbeinstrumente ● ● ● Cover – darauf stößt der potenzielle Käufer als erstes. Cover auch mit echten Lesern testen. Gibt es den Inhalt wieder? Lockt es? Passt es zum Genre? Klappentext – darf nicht zu viel verraten, muss neugierig machen. Darf auch nicht zu viel versprechen. Übung: Klappentext schreiben.
    • 31. eBooks & Recht ● ● ● ● DRM: behindert den ehrlichen Käufer und stört den Dieb nicht. Bei Amazon wählbar. Buchpreisbindung: jedes Buch muss jederzeit überall zum selben Preis angeboten werden. Gilt auch für eBooks. Verschenken ist erlaubt. Steuern: Umsatzsteuer 3% (Luxemburg) vs. 19% (D), in D kein ermäßigter Steuersatz: das eBook ist ein Service, kein Ding Steuern: Einkommenssteuer auf Gewinn, freiberufliche Tätigkeit, auch Selbstverlag
    • 32. eBooks & Recht ● ● ● Steuern: nur gewerblich, wenn man das für andere macht KSK-Beiträge für alle Honorare an freiberufliche Künstler / Publizisten, auch Lektoren (ca. 4 % vom Honorar, an KSK zahlbar, von jedem!) Urheberrecht: erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Fan-Fiction nur mit Genehmigung. Zitate nur mit Genehmigung.
    • 33. eBooks & Recht ● ● ● ● Urheberrecht: Besonders teuer sind Songtexte! Impressumspflicht für das eBook: Name, Anschrift. Wird von Amazon nicht gefordert, wäre aber abmahngefährdet Direktverkauf von eBooks über eigene Website: Deutsches Kaufrecht macht alles noch weitaus komplizierter Fremde Inhalte: je nach Lizenz. Lizenz dokumentieren. Namensnennung etc. je nach Anforderung