• Like
  • Save

Loading…

Flash Player 9 (or above) is needed to view presentations.
We have detected that you do not have it on your computer. To install it, go here.

Praxisworkshop des Klagsverbands

  • 828 views
Uploaded on

Praxisworkshop des KlagsverbandsPraxisworkshop "Antidiskriminierung und Konsumentenschutz" am 1. März 2010 in Wien

Praxisworkshop des KlagsverbandsPraxisworkshop "Antidiskriminierung und Konsumentenschutz" am 1. März 2010 in Wien

More in: News & Politics
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
  • Saucooler Vortrag. Und ich konnte mich nicht einmal daran erinnern, dass der Text von mir ist. Hab ihn dann aber in den Tiefen des Archivs gefunden.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
  • Danke für’s Teilen :)
    Are you sure you want to
    Your message goes here
No Downloads

Views

Total Views
828
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
2

Actions

Shares
Downloads
0
Comments
2
Likes
1

Embeds 0

No embeds

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
    No notes for slide

Transcript

  • 1. 1. März 2010 in Wien für den Klagsverband
    • Praxisworkshop
    • „ Antidiskriminierung und Konsumentenschutz“
    • Arbeitsgruppe 1:
    • "Rechtsdurchsetzung am Beispiel nicht barrierefreier Bauten, Verkehrsmittel und Medien“
  • 2. Inhalt
    • Wovon sprechen wir überhaupt?
    • Was ist eine Schlichtung?
    • Schlichtungen 2006 - 2009
    • Beispiele von Schlichtungen
    • Wo bekomme ich Informationen?
    • (Quiz; falls Zeit bleibt)
  • 3. Wovon sprechen wir?
    • „ Wir wollen nicht gezwungen sein, in gemieteten Häusern zu wohnen, die wir niemals unser Eigen nennen können.
    • Wir möchten Teil der normalen Bevölkerung sein und nicht gezwungen sein, in unseren eigenen Ghettos zu leben.
    • Wir möchten in unserem eigenen Land reisen
    • können. Vor allem möchten wir gleiche politische Rechte, denn ohne sie werden unsere Behinderungen dauerhaft sein.“
  • 4. Wovon sprechen wir?
    • Diese Sätze referierte der
    • norwegische Behindertenaktivist Lars Odegard im Jahr 2004
    • bei einem Kongress und zitierte
    • damit
    • Nelson Mandela,
    • der über die Apartheid sprach.
    • Quelle: kobinet-nachrichten
  • 5. Apartheid
    • Apartheid von "apart" für "getrennt, einzeln, besonders“
    • Ursprünglich aus dem Französischen "à part“ für "auf der Seite" oder "besonders" und "fremd".
    • Quelle: Wikipedia/Ulrich Stelzner
  • 6. Apartheid
    • Welch ein Zufall:
    • Aktion einer Wiener Behindertenorganisation, die seit dem Jahr 1999 auf die fehlende Barrierefreiheit von Geschäften aufmerksam macht.
    • Quelle: BIZEPS
  • 7.
    • Türken bitte den Hintereingang benutzen.
    • Aus feuerpolizeilichen Gründen dürfen Sie als Schwarze das Konzert nicht besuchen.
    • Die Beförderungsbedingungen erlauben es nicht, dass mehr als drei Homosexuelle in einem Flugzeug fliegen.
    • Wir konnten ja nicht ahnen, dass auch Frauen an der Veranstaltung teilnehmen wollen. Wir haben keine Frauentoiletten.
    • Bayern können bereits 20 von 100 U-Bahn-Stationen nutzen.
    • Eine Begleitperson für Lehrer ist zwingend vorgeschrieben.
    • Ihr Kind ist blond. Es kann unmöglich auf eine Regelschule gehen.
    Gedankenspiel: Wäre das möglich? Quelle: Christiane Link
  • 8.
    • 627 Schlichtungen
    • in den ersten
    • Jahren 2006 - 2009
    Erfahrungen mit Schlichtungen
  • 9.
    • Wozu schlichten?
    • Warum schlichten?
    • Was kann ein Grund für eine Schlichtung sein?
    • Was kann ein Ziel einer Schlichtung sein?
    • Wie bereite ich eine Schlichtung vor?
    • Wer kann mich dabei unterstützen?
    Erfahrungen mit Schlichtungen
  • 10.
    • Wie läuft eine Schlichtung ab?
    • Vorbereitung, Prüfung und Einbringung
    • Strategieentwicklung
    • Schlichtungs“verhandlung“
    • „ Bedenkzeit“ – Zeit zum Handeln
    • „ Einigung“ oder „keine Einigung“ -> möglich: anschließende Klage
    Erfahrungen mit Schlichtungen
  • 11.
    • Wer sind Schlichtungspartner?
    • Beispiele: Anker (3), Ärzteflugambulanz (3), AUA, Badner Bahn, Bank Austria, Billa, BMSK, BMUKK, BMVIT, easybank, Hapag Lloyd, Kenwood, mobilkom (2), ÖBB (3), oeticket, ORF (5), Staatsoper, Thalia, Volkstheater, Wein & Co, Wienerwald, Wiener Linien (3), Wiener Wohnen …
    Erfahrungen mit Schlichtungen
  • 12. Bericht über die Jahre 2006 - 2009 Quelle: Bundessozialamt
  • 13. Bericht über die Jahre 2006 - 2009 Quelle: Bundessozialamt
  • 14.
    • Unsere Billa-Filiale in Linz-Auwiesen ist an und für sich geräumig (breite Gänge).
    • Was mich als Kundin im Rollstuhl von Anfang an besonders stört, ist, dass die Gemüsewaage, nicht nur viel zu hoch oben angebracht, sondern vor allem direkt an der Ware im Eck platziert ist, so dass man vom Rollstuhl aus alleine nicht dazukommt.
    Beispiel: Gemüsewaage unbenutzbar
  • 15.
    • Zu der bereits bestehenden
    • Gemüsewaage in der Filiale
    • Billa Einkaufszentrum
    • Auwiesen wurde eine weitere
    • freistehende, die auch für
    • Rollstuhlfahrer gut
    • erreichbar und benutzbar ist,
    • installiert.
    Beispiel: Gemüsewaage unbenutzbar
  • 16.
    • Am 4. Dezember 2009 wollte ich die
    • DVD “100 Jahre Sturm Graz” beim
    • Online Shop von ORF unter
    • shop.orf.at bestellen. Ich fragte nach,
    • ob diese DVD mit deutschsprachigen
    • Untertitel versehen ist.
    • Dies wurde verneint.
    • Als gehörloser Konsument kann ich die DVD nicht konsumieren, da diese DVD keine deutschsprachige Untertitelung hat.
    Beispiel: Keine Untertitelung
  • 17.
    • Bei meinem Weg in die Arbeit bin ich
    • gestürzt und verletzte mich.
    • Ich musste darauf hin einen Monat ins
    • Spital fahren. Dort erfuhr ich, dass bei
    • einem Arbeitsunfall (dazu zählt auch
    • der Weg zur Arbeit) eine Entschädigung
    • in Form einer Geldleistung über die
    • Solidaritätsversicherung beantragen
    • könne. Dies tat ich.
    Beispiel: Kein Versicherungsschutz
  • 18.
    • Bis vor kurzem konnte ich als
    • blinder Kunde meine Bankgeschäfte
    • online selbständig abwickeln:
    • Vor kurzem hat nun die Bank das
    • TAN-Verfahren durch das
    • ITAN-Verfahren ersetzt.
    • Das bedeutet, dass zur Eingabe der ITANs ein graphisches Fenster verwendet wird, das für blinde Kunden nicht mehr nutzbar ist.
    Beispiel: Kein Zugriff auf das Konto
  • 19.
    • Bis längstens 31.12.2007 wird es Herrn X wieder möglich sein, seine Bankgeschäfte selbständig sicher über das Internet durchzuführen.
    • Es handelt sich dabei um ein den Sicherheitsstandards der österreichischen Banken entsprechendes System.
    • Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die selbständige Abwicklung seiner Bankgeschäfte wieder möglich ist, wird Herr X seine Bankgeschäfte über Telefon durchführen (auch Terminüberweisungen)
    Beispiel: Kein Zugriff auf das Konto
  • 20.
    • Ende Mai 2006 wurde ein neuer
    • Triebwagen (410) der Badner Bahn in
    • Betrieb genommen. Dieses Niederflur-
    • fahrzeug ist nicht barrierefrei im
    • Einsatz, obwohl dies leicht möglich
    • wäre.
    • Diese fuhren erst testweise und am
    • 22.12.05 – 9 Tage vor Inkrafttreten des
    • Behindertengleichstellungsgesetzs –
    • gab es eine Baugenehmigung
    • der Magistratsabteilung 64.
    Beispiel: Straßenbahn mit Stufen
  • 21.
    • Abgesehen davon, dass der Begriff
    • “ Behinderte” weder respektvoll noch
    • politisch korrekt ist, und die
    • Behinderung in keiner Weise den
    • Kunden an erste Stelle stellt,
    • bedingt diese Formulierung auch
    • Haftungsausschlüsse betreffend Gewährleistung und Garantie.
    • Außerdem sehe ich die pauschalierte Gleichstellung behinderter Menschen mit kleinen Kindern in diesem Zusammenhang als herabwürdigend.
    Beispiel: Für ” Behinderte ” nur unter Aufsicht
  • 22.
    • Wegen meiner Gehbehinderung
    • benötige ich beim Stiegensteigen
    • ein Geländer.
    • Die Filiale der Bank Austria ist
    • nur über Stufen erreichbar.
    • Weder auf der rechten noch auf
    • der linken Seite der Stufen ist das Geländer für mich als gehbehinderte Frau ohne besonderes Erschwernis benützbar.
    Beispiel: Kein Geländer
  • 23.
    • Welche Erfahrungen?
    • Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg !
    • Diskriminierungen werden ernst genommen
    • Schlichtungspartner reagieren / erscheinen
    • Lösungen können erarbeitet werden
    • Einigung kann über das Gesetz gehen
    Erfahrungen mit Schlichtungen
  • 24. Befragung des Bundessozialamtes
    • Zahlt sich schlichten aus?
  • 25. Befragung des Bundessozialamtes
    • Ja !
    • Laut 78 % der Befragten war Verfahren „sehr gut“.
    • In 54 % der Fälle gab es Verbesserungen.
  • 26. Schlichtungsdatenbank von BIZEPS http://www.bizeps.or.at/gleichstellung/schlichtungen/
  • 27. Wo bekomme ich Informationen?
    • Bei NGOs wie BIZEPS, …
    • http://www.bizeps.or.at und
    • http://www.gleichstellung.at
    • Beim Klagsverband
    • http://www.klagsverband.at
    • Beim Bundessozialamt
    • http://www.gleichundgleich.gv.at
  • 28. Zum Schluss
    • Vielen Dank
    • für Ihre Aufmerksamkeit