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Skript wie erstelle ich eine wissenschaftliches Arbeiten
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Skript wie erstelle ich eine wissenschaftliches Arbeiten

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Leitfaden zum erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit.

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  • 1. Seminartag zum Thema:Wissenschaftliches Arbeiten8. September 2011/9. September 2011Stand: 7. September 2011
  • 2. Hochschule FuldaMarquardstraße 3536039 FuldaZeitplanung8:00– 9:30E 109Wissenschaftliches Arbeiten9:45–11:15HLBWissenschaftliches Arbeiten/ Besuch HLB12:00-13:30E 009Wissenschaftliches Arbeiten
  • 3. Inhaltsverzeichnis1. Einleitung ................................................................................ 72. Planung und Vorbereitung ......................................................... 8 2.1 Zeitliche Planung ................................................................ 8 2.2 Räumliche und sachliche Planung ......................................... 9 2.2.1 Arbeitsplatz und Sachmittel ....................................... 9 2.2.2 Bibliothek ............................................................. 10 2.3 Finanzielle Planung ........................................................... 103. Durchführung......................................................................... 12 3.1 Literatursuche.................................................................. 12 3.2 Materialauswertung .......................................................... 13 3.3 Entwicklung einer Grobgliederung und Erstellung des Textes . 13 3.4 Besprechungen ................................................................ 14 3.5 EDV-Risiken..................................................................... 144. Abschluss der Arbeit ............................................................... 15 4.1 Korrekturlesen ................................................................. 15 4.2 Druck ............................................................................. 15 4.3 Buchbindung ................................................................... 16 4.4 Abgabe ........................................................................... 165. Schlussbemerkung ................................................................. 17
  • 4. 1. EinleitungDie Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit ist ein Projekt. Dabei solltedas Wirtschaftlichkeitsprinzip beachtet werden: Maximiere den Output bei gegebenem Einsatz von Ressourcen oder Minimiere den Einsatz von Ressourcen bei gegebenem OutputStudierende sind viel beschäftigt… Manche mögen auch noch familiäreVerpflichtungen haben. Die Studienarbeit und die Bachelor-Thesis stehenmit den anderen Aufgaben in Konkurrenz.
  • 5. 2. Planung und Vorbereitung2.1 Zeitliche PlanungFür die Studierenden ist es wichtig, (möglichst schriftlich) zu planen, wel-che Zeiten für das Verfassen der Arbeit vorgesehen sind. Beispielsweisekönnen bestimmte Tage im Terminkalender reserviert werden.Studierende sollten darüber hinaus das Gesamtprojekt in Phasen auftei-len. Wesentliche Phasen können z. B. sein  Einarbeitungsphase.  Literatursuche  Auswertung der Literatur, Durchführung von Befragungen, Beobach- tungen, Berechnungen,  Ideensammlung  Grobstrukturierung der Arbeit mit Erstellung eines vorläufigen In- haltsverzeichnisses  Erstellung des Texts und Erarbeitung der Feinstruktur des Textes  Korrektur durch den Autor/die Autorin und Durchsicht durch Dritte.  Vervielfältigung und Binden der ArbeitDen einzelnen Phasen können dann Zeiträume zugeordnet werden, inner-halb derer die einzelne Aufgabe zu erledigen ist.Durch die Planung der verschiedenen Phasen wird für den Student/dieStudentin früher erkennbar, ob der fristgerechte Abschluss der Arbeit ge-sichert oder gefährdet ist.Aus der Betreuung vieler Diplom-Arbeiten hat der Autor die Erfahrung ge-wonnen, dass die Gliederung der Arbeit einen Dreh- und Angelpunkt fürErfolg oder Misserfolg darstellt. Studierende sollten dieser Projektphasebesondere Beachtung schenken.
  • 6. Die Planung von Erholungsphasen ist sehr wichtig. Der Autor hat immerwieder Studierende in Sprechstunden erlebt, die ihre Kräfte weitgehendausgeschöpft hatten. Während der Erstellung einer wissenschaftlichen Ar-beit sollte daher Zeit für die üblichen Freizeitaktivitäten (z. B. Sportverein,Fitness Studio, Kinoabende und Kneipenbesuche) eingeplant werden.2.2 Räumliche und sachliche Planung2.2.1 Arbeitsplatz und SachmittelZunächst sollte eine Bestandsaufnahme des Arbeitsplatzes erfolgen. Sinddie erforderlichen Gegenstände vorhanden. Viele Büromaterial-Handelsunternehmen liefern kurzfristig auch an private Adressen.Hilfreich sind häufig optische Darstellungen von Sachverhalten. Studieren-de können hierzu bspw. Zeichenblöcke, Flipcharts oder Korkwände einset-zen, um die Grobstruktur der Arbeit zu visualisieren. Solche Hilfsmitteleignen sich auch sehr gut, wenn bspw. mit Kommilitonen oder Kommilito-ninnen über die Arbeit diskutiert wird, was möglicherweise den Entste-hensprozess sehr gut unterstützt.Viele Studierende haben dem Autor gegenüber auf den besonderen Nut-zen eines Laptops während der Diplomarbeit hingewiesen. In Bibliotheken,gegebenenfalls auch während Zugfahrten, kann an der Arbeit weitergear-beitet werden.In die Vorbereitungsphase gehört auch die kritische Analyse der eigenenFähigkeiten in der Bedienung von Textverarbeitungsprogrammen. Die Er-stellung von Inhaltsverzeichnissen, Fußnoten, die Nummerierung der Sei-ten mit arabischen oder römischen Zahlen sind nur einige Beispiele für dieProgramm-Operationen, die Studierende regelmäßig während der Erstel-lung von Texten benötigen. Das Üben vor Beginn des Bearbeitungszeit-
  • 7. raums oder die Absprache mit Freunden, die entsprechende Kenntnissehaben, kann die den Erstellungsprozess nachhaltig erleichtern.2.2.2 BibliothekZur räumlichen Planung gehört auch die Frage der Bibliotheken. Möglich-erweise finden sich in Unternehmen umfangreiche Bestände an Literatur.Ansonsten steht den Studierenden eine Vielzahl von wissenschaftlichenBibliotheken zur Verfügung.In aller Regel sind Universitäts- und Fachhochschulbibliotheken für die all-gemeine Öffentlichkeit zugänglich. Die Eingabe des Begriffs "wissenschaft-liche Bibliotheken" in einer Internet-Suchmaschine, z. B.http://www.google.de/ergibt bereits eine Vielzahl von weiteren Web-Sites, die auf Bibliothekenhinweisen, z. B. für niedersächsische wissenschaftliche Bibliotheken:http://www.niedersachsen.de/master/C370053_N6997_L20_D0.html(Stand: 1. März 2007)Informieren sich über Öffnungszeiten der Bibliothek. Auch manche wis-senschaftliche Bibliotheken haben Betriebspausen im Sommer.In vielen Bibliotheken stehen auf Sachgebiete spezialisierte Ansprechpart-ner zur Verfügung, die bei der Beschaffung erforderlicher Literatur behilf-lich sein können.2.3 Finanzielle PlanungAbhängig von der Themenstellung der Arbeit können mit der Studienarbeitoder der Projektarbeit (Bachelor Thesis) auch nennenswerte Aufwendun-
  • 8. gen anfallen, z. B. für einen Laptop, Drucker, Bibliotheksausweise, Reisenzu Bibliotheken.Die Mittel sollten fristgerecht zur Verfügung stehen, um unnötige Verzöge-rungen zu vermeiden.Studierende können ihre Aufwendungen für wissenschaftliche Arbeiten un-ter bestimmten Voraussetzungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 7 Satz 1 und 2EStG als Ausbildungskosten geltend machen (Sonderausgaben).Wichtig ist, dass die Aufwendungen mit Belegen nachgewiesen werdenkönnen.
  • 9. 3. Durchführung3.1 LiteratursucheDie Literatursuche steht im Regelfall am Beginn der Erstellung einer Ar-beit. Es ist denkbar, dass der Professor/die Professorin bei der Vereinba-rung des Themas erwartet, dass der Studierende bereits Kenntnisse überdie Literaturlage hat.Fachlexika und so genannte Handwörterbücher bieten einen guten Einstiegin viele Themen, z. B.: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, hrsg. von Richard Köhler, Hans-Ulrich Küpper und Andreas Pfingsten, 3 Teilbände, 6. Auflage, 2006/2007.Die Kataloge wissenschaftlicher Bibliotheken sind zumeist elektronischverfügbar. Somit können Abfragen bequem über das Internet vorgenom-men werden.Auf folgende Web-Sites sei besonders hingewiesen:Deutsche Nationalbibliothek: http://www.ddb.de/Gemeinsamer Bibliotheksverbund von sieben Bundesländern http://www.gbv.de/vgm/Bibliotheksverbund Bayern: http://www.bib-bvb.de/Südwestdeutscher Bibliotheksverbund http://swb.bsz-bw.de/Bücher anderer Bibliotheken können häufig kostengünstig über die Fern-leihe beschafft werden.
  • 10. 3.2 MaterialauswertungDie Materialauswertung sollte beginnen mit einer groben Übersicht überdie Literatur.In vielen Fachgebieten gibt es Autoren, die besonderes Ansehen genießen.Die Auffassungen dieser Meinungsführer stellen häufig einen guten Ein-stieg in Themengebiete dar werden.Aus Diskussionen mit dem Betreuer/der Betreuerin ihrer Arbeit, mit Be-rufskollegInnen oder mit KommilitonInnen lassen sich gute Hinweise aufsolche Meinungsführer gewinnen.Die Auffassungen der Meinungsführer sollten in der Arbeit auch dargestelltund gegebenenfalls kritisch hinterfragt werden.Viele Autoren haben den Wunsch bei renommierten Verlagen zu veröffent-lichen. Bspw. gelten der Verlag Franz Vahlen, München, für die Wirt-schaftswissenschaften und der Verlag C.H. Beck ohG, München, für dieRechtswissenschaften als besonders gute Adresse. Solche Vorlieben kön-nen von Studierenden bei der Literatursuche berücksichtigt werden.Graue Literatur sollte zurückhaltend zitiert werden. Zeitungsaufsätze, Ar-tikel aus Wochenzeitschriften wie Stern, Spiegel oder Bunte und Artikelaus Wikipedia sollten nur genutzt werden, soweit dies im besonderen Fallunvermeidbar ist.3.3 Entwicklung einer Grobgliederung und Erstellung des TextesDas von vielen Studierenden genutzte Programm MS-Word erlaubt in derGliederungsansicht einzelne Textteile beliebig zu verschieben und eineneue Ordnung zu erstellen. Eine ähnliche Funktion kann auch ein üblicherAktenordner mit Texten erfüllten, die zwischen Trennblättern abgelegtwerden.
  • 11. Nach den Erfahrungen des Verfassers und vieler von ihm betreuter Studie-render ergibt sich die Erstellung des Textes leicht, wenn eine Idee überdie Struktur gefunden wurde. An dieser Stelle ist nochmals auf die Bedeu-tung der Einplanung von Erholungszeiten zu achten. Nicht selten findenStudierende die Struktur für Ihre Arbeit nicht am Schreibtisch, sondernnachdem sie vom Schreibtisch aufgestanden sind und die Erkenntnisseaus der Literatur nochmals bei einem Spaziergang durchdenken.3.4 BesprechungenIn aller Regel sind bei einer wissenschaftlichen Arbeit eine Vielzahl vonBesprechungen erforderlich, z. B. mit dem Betreuer, Bibliotheksmitarbei-tern oder mit Auskunftspersonen in Unternehmen.Studierende müssen hier abschätzen, bei welchen Gelegenheiten Protokol-le sinnvoll sein können und wie die soziale Situation einzuschätzen ist, umoptimale Ergebnisse zu erreichen. Dies betrifft Fragen der Sprache, derKleidung und des allgemeinen Umgangs mit anderen Menschen.3.5 EDV-RisikenDer Verlust von Dateien kann das Gesamtprojekt noch kurz vor dem Ab-schluss gefährden. Achten Sie darauf dass, Sie mindestens täglich eineDatensicherung auf einem externen Datenspeicher vornehmen. Auch derregelmäßige Ausdruck auf Papier hat sich als Datensicherung bewährt.Die Kosten für die Anschaffung aktueller Virensoftware sind im Vergleichmit der Erstellung einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit sehr gering.
  • 12. 4. Abschluss der Arbeit4.1 KorrekturlesenStudierende sollen Arbeiten durch Dritte Korrektur lesen lassen, um dieZahl der Fehler nachhaltig zu vermindern. Dabei leisten oft Menschen be-sonders gute Hilfe, die die Arbeit in fachlicher Hinsicht nur teilweise ver-stehen.Texte, die in englischer Sprache verfasst wurden, sollten durch Personenkorrigiert werden, die Englisch als Muttersprache erlernt haben. Die Kos-ten für solche Dienstleistungen sind im Regelfall im Vergleich zu den sons-tigen anfallenden Kosten und Opportunitätskosten nicht allzu hoch.4.2 Ausdruck der wissenschaftlichen ArbeitDringend empfohlen wird allen Studierenden, den Ausdruck spätesten vierWerktage vor dem Ablauf der Bearbeitungsfirst fertig zu stellen. Dadurchkönnen Pannen wie bspw. eine leere Druckerpatron ohne weitere Folgenbehoben werden.Beim Ausdruck sollte auf eine entsprechende Qualität geachtet werden.Laserdrucker erzeugen in aller Regel ein sehr gutes Schriftbild. Auch ver-wischt die Schrift nicht durch den Auftrag von Feuchtigkeit.Immer wieder hat der Autor Arbeiten erhalten, bei denen sich im Farb-druck von Tabellen und sonstigen Darstellungen Qualitätsmängel ergebenhaben.Nach dem Ausdruck muss eine Vollständigkeitskontrolle stattfinden, damitnicht Seiten fehlen.
  • 13. 4.3 BuchbindungAuch hier sei die dringende Empfehlung eingefügt, für das Binden der Ar-beit genügend Zeit einzuplanen. Das Kopiergeschäft mag überraschendeine Betriebspause festgelegt habe, der Buchbinder kann krank werden.Wenn noch einige Tage für das Binden verbleiben, lassen sich im Notfalleinige Alternativen, z. B. in der nächsten Stadt, finden.Viele Kopiergeschäfte bieten das Binden von wissenschaftlichen Arbeitenan. In aller Regel wird dies von angelernten MitarbeiterInnen ausgeführt.Dabei wird das gebundene Exemplar an den Seiten nicht mehr abgeschnit-ten, wie dies bei der Buchbinderei üblich ist.Im Regelfall kostet eine Bindearbeit durch einen qualifizierten Buchbindernur geringe Beträge. Studierende sollten sich entscheiden.4.4 AbgabeStudierende sollten sich rechtzeitig informieren, an welchem Ort die Arbeitabzugeben ist. Wollen Sie die Arbeit auf dem Postweg versenden, solltegenügend Zeit verbleiben, dass der Studierende beim Prüfungsamt anru-fen kann, um sich den Eingang zumindest fernmündlich bestätigen zu las-sen.
  • 14. 5. SchlussbemerkungStudierende können mit einem positiven Ergebnis in aller Regel dannrechnen, wenn Sie sich für das Thema interessieren, eine gute Strukturfür die Ergebnisse finden und die üblichen Formvorschriften beachten.Viele Professorinnen und Professoren suchen in wissenschaftlichen Arbei-ten nach kritischen Einschätzungen von Literaturaussagen. Erwartet wird,dass der Studierende/die Studierende nicht einfach Literaturmeinungenwiedergibt, sondern selbst Stellung bezieht.Gerade um diese Kritikfähigkeit zu erreichen, ist es nach Auffassung desVerfassers entscheidend, die Arbeitsphasen und die Erholungsphasen zuplanen. Studierende können so die Zeit finden, über wesentliche inhaltli-chen Fragen in entspannter Atmosphäre nachzudenken und damit dieQualität der Arbeit nachhaltig erhöhen.