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Die Gegenwart der Vergangenheit. "Richtiges" Erinnern? NS und Holocaust im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht
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Die Gegenwart der Vergangenheit. "Richtiges" Erinnern? NS und Holocaust im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht

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Zur Einleitung in das Projektseminar 2011 für Lehrer, Referendare und Lehramtsstudenten an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Zur Einleitung in das Projektseminar 2011 für Lehrer, Referendare und Lehramtsstudenten an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Published in: Education, Spiritual

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Transcript

  • 1. Lisa Rosa
  • 2. Lisa Rosa Die Gegenwart der Vergangenheit „ Richtiges“ Erinnern? NS und Holocaust im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht Lisa Rosa, LI
  • 3. Inhalt der Präsentation
    • Schwierigkeiten des (Geschichts-) Unterrichts
    • Wie erklären sie sich?
    • Wie kann man sie beheben?
    • Wie gehen wir in unserem Projektseminar vor?
  • 4. Ihre Problembeschreibungen
    • ich denke, „dass der abstrakte Wissenserwerb ohne Bezug zum Erfahrungsraum der SchülerInnen sie nicht zum Fragen und Verstehen/Lernen im weitesten Sinne bringt. Oft höre ich zudem von SchülerInnen, dass sie von den Themen ‚übersättigt‘ sind, wobei es meiner Einschätzung nach nicht an der reinen ‚Menge‘, sondern an der oft als moralisch empfundenen Art der Vermittlung liegt.“
  • 5. Wie Schüler reagieren
    • „ gefühltes Zuviel“
    • Desinteresse
    • großes Interesse
    • fehlender persönlicher Bezug
    • Abwehr
      • nicht aktuell, keine Relevanz
      • bedrückend, moralisch, beschuldigend
  • 6. Schüler – aus Sicht der Lehrer
    • viele Schüler glauben, alles darüber zu wissen
    • Vorurteile, falsche Vorstellungen
    • 8. Klasse (13 Jahre) - zu jung?
  • 7. Rahmenbedingungen
    • Zeitdruck im Regelunterricht – Gefahr des bloß Formelhaften
  • 8.
    • unvermeidliche Sachprobleme?
    • Vermittlungsprobleme?
    • Disziplinprobleme?
    • Motivationsprobleme?
    Ursachen wo suchen?
  • 9. Motivationsprobleme sind Sinnprobleme
    • Sinn ist immer persönlicher Sinn (individuell spezifisch).
    • Sinn kann nicht „vermittelt“, „gelehrt“, „gestiftet“ werden.
    • Gelehrt werden können nur gesellschaftliche Bedeutungen.
  • 10.
    • Bedeutungen sind kulturhistorisch entstandene, gesellschaftlich ausgehandelte Deutungen.
    • Persönlicher Sinn betrifft das Verhältnis des Individuums zum Gegenstand und zu dessen gesellschaftlichen Bedeutungen.
    • Sinn wird vom Lernenden gefunden/gebildet.
    • Lernen ohne persönlichen Sinn ist nicht möglich.
    • Persönlicher Sinn kann gebildet / entdeckt werden durch die Frage: „Was hat der Gegenstand mit mir zu tun?“
  • 11. Zunahme der Sinnbildungs-Probleme im traditionellen Unterricht Grafik: A-Digit / istockphoto
  • 12. Was tun?
    • Unterrichtsverständnis traditionell:
      • „ Stoff didaktisch aufbereiten“ = (Lehrgangs-) Unterricht planen
      • Unterricht durchführen
      • „ Schüler haben gelernt“ (wenn nicht, dann haben sie nicht „aufgepasst“ oder sind IQ-mäßig „überfordert“)
    • Unterrichten neu gedacht:
    • Lernprozesse organisieren
    • Lernen geht (heute) wie?
  • 13. http://www.marxists.org/archive/leontev/index.htm „ Der Sinn wird nicht durch die Bedeutung erzeugt, sondern durch das Leben.“ Alexej N. Leont‘ev
  • 14. http://www.marxists.org/archive/leontev/index.htm „ Der Sinn wird nicht durch die Bedeutung erzeugt, sondern durch das Leben.“ Alexej N. Leont‘ev
    • A. N. Leont‘ev, „Tätigkeit, Bewußtsein, Persönlichkeit.“
    • Kulturhistorische Schule der Psychologie (Vygotskij)
    • Tätigkeitstheorie, Activity Theory
  • 15. http://farm6.static.flickr.com/5183/5660961736_9724d6af8a.jpg
  • 16. http://farm6.static.flickr.com/5183/5660961736_9724d6af8a.jpg
    • John Dewey, „Demokratie und Erziehung.“
    • Projektlernen
  • 17. Lernen I „WAS“ Gegenstand, hier: NS-Holocaust Lernen II „WIE“ Methoden und Instrumente („Lernen lernen“) Lernen III „WARUM“ Sinnbildung lernen (Lernmotive bilden) Lernen heute
  • 18. Lernen I „Was“ Gegenstand hier: NS-Holocaust Sekundäre Gegenstandsebene : Deutungen, Die Geschichte, gesellschaftliche Bedeutung, Geschichte der Deutungen … Primäre Gegenstandsebene : Die Fakten, Die Vergangenheit, „ NS“ „Holocaust“
  • 19. Lernen I „WAS“ Gegenstand, hier: NS-Holocaust Lernen II „WIE“ Methoden und Instrumente („Lernen lernen“) Lernen III „WARUM“ Sinnbildung lernen (Lernmotive bilden) Hohe Komplexität
  • 20. Lernarrangement zur Sinnbildung
    • Setting : Projektlernen statt Lehrgangsunterricht
    • Inhalte : Individualisierung des Themas: Komplexe Aufgabe, individuelle Fragen der SuS
    • Lernformen : Kollaboratives Lernen statt Vereinzelung (Ideen u. Perspektiven teilen, nicht “Thema aufteilen“)
    • Steuerung : Selbstbestimmtes Lernen nach persönlichem Sinn statt Belehrung mit vorgegebenen Urteilen: Ergebnisoffenheit, Prozesssteuerung statt Ergebnissteuerung
  • 21. Prinzipien
    • vorgeben
    • Strukturen, Prozessorganisation
    • Instrumente
    • großes (Über-) Angebot an Informations- und Kommunikations-möglichkeiten
    • nicht vorgeben
    • Stoff, Inhalte
    • Fragen
    • Lernziele
    • Ergebnisse
  • 22. Projektspirale
  • 23. Was gibt es im Projektseminar?
    • Teil 1:
    • „ Selbsterkundung“ =
    • Lernen I, II, III mit Projektmethode am Gegenstand selbst erleben und reflektieren
    • Teil 2:
    • „ Didaktische Erschließung“ =
    • Lernprozesse für andere auf neue Weise gestalten
  • 24.
    • Kompetenzorientierung?
  • 25. Kompetenzen sind nach Franz E. Weinert
    • „ die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten , um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“
  • 26.  
  • 27. Historisch Denken lernen anleiten können
  • 28. Fachkompetenzen Geschichte