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Bologna-Prozess

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  • Quelle: http://www.bmbf.de/de/15553.php und verlinkte Seiten Teilnehmende Staaten: Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, die "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien", Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, der Heilige Stuhl, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Moldau, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, die Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern. Außerdem ist die Europäische Kommission stimmberechtigtes Mitglied der Follow-up-Gruppe. Neben den Mitgliedsstaaten bilden die beratenden Mitglieder ein prägendes Element des Bologna-Prozesses. Zu ihnen gehören der Europarat, der Arbeitgeberverband BusinessEurope, der paneuropäische Gewerkschaftsverbund Education International (EI), die European Association for Quality Assurance in Higher Education (ENQA), die European Students' Union (ESU), die European University Association (EUA), die European Association of Institutions in Higher Education (EURASHE) und das European Centre for Higher Education (UNESCO-CEPES).
  • Quelle: HRK-Statistik „ Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie hat gegenwärtig 266 Mitgliedshochschulen . In ihnen sind über 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert.“http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/hrk_auf_einen_blick.php
  • http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-policy/doc48_de.htm
  • „ Das "Diploma Supplement" (DS) ist ein Text mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen und damit verbundener Qualifikationen. Als ergänzende Information zu den offiziellen Dokumenten über Hochschulabschlüsse (Verleihungs-Urkunden, Prüfungs-Zeugnisse) soll es - international und auch national - die Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen sowohl für Studien- als auch für Berufszwecke erleichtern und verbessern. Der Studiengang und die Hochschule sollten deshalb in einer Weise dargestellt werden, die für die unterschiedlichsten Zielgruppen - in erster Linie für in- und ausländische Hochschulen und Arbeitgeber - sowohl leicht verständlich als auch gehaltvoll ist. Das Diploma Supplement soll allen Studierenden, die ab 2005 ihr Studium abschließen, von den Hochschulen automatisch und gebührenfrei ausgestellt werden. Seit Beginn des Jahres 2005 ist das Diploma Supplement ein Teil des "Europass", einer Initiative europäischer Staaten zur internationalen transparenten Dokumentation arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen und Kompetenzen. Nähere Informationen zu diesem Projekt stellt das " Nationale Europass Center " (NEC) zur Verfügung. Das Nationale Europass Center ist seit dem 01.01.2007 bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BiBB) angesiedelt.“http://www.hrk.de/bologna/de/home/1997.php
  • „ Das "Diploma Supplement" (DS) ist ein Text mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen und damit verbundener Qualifikationen. Als ergänzende Information zu den offiziellen Dokumenten über Hochschulabschlüsse (Verleihungs-Urkunden, Prüfungs-Zeugnisse) soll es - international und auch national - die Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen sowohl für Studien- als auch für Berufszwecke erleichtern und verbessern. Der Studiengang und die Hochschule sollten deshalb in einer Weise dargestellt werden, die für die unterschiedlichsten Zielgruppen - in erster Linie für in- und ausländische Hochschulen und Arbeitgeber - sowohl leicht verständlich als auch gehaltvoll ist. Das Diploma Supplement soll allen Studierenden, die ab 2005 ihr Studium abschließen, von den Hochschulen automatisch und gebührenfrei ausgestellt werden. Seit Beginn des Jahres 2005 ist das Diploma Supplement ein Teil des "Europass", einer Initiative europäischer Staaten zur internationalen transparenten Dokumentation arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen und Kompetenzen. Nähere Informationen zu diesem Projekt stellt das " Nationale Europass Center " (NEC) zur Verfügung. Das Nationale Europass Center ist seit dem 01.01.2007 bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BiBB) angesiedelt.“http://www.hrk.de/bologna/de/home/1997.php
  • „ Übergeordnetes Ziel der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland ist es, zur Entwicklung der Qualität von Studium und Lehre in Deutschland beizutragen und in diesem Sinne an der Verwirklichung des Europäischen Hochschulraums mitzuwirken. Aufgaben, Ziele und Qualitätsverständnis sind in dem Mission Statement der Stiftung fomuliert.   Zur Entwicklung der Qualität von Studium und Lehre in Deutschland trägt die Stiftung im Auftrag der Länder dafür Sorge, dass die von zertifizierten Agenturen durchgeführten Akkreditierungsverfahren ein Höchstmaß an Qualität, Vergleichbarkeit und Transparenz aufweisen. Gegenstand der Akkreditierungsverfahren sind entweder einzelne Studiengänge bzw. Studiengangsbündel (Programmakkreditierung bzw. Bündelakkreditierung) oder interne Qualitätssicherungssysteme von Hochschulen (Systemakkreditierung). Die Akkreditierung eines internen Qualitätssicherungssystems hat zur Folge, dass alle Studiengänge, die das Systems erfolgreich durchlaufen haben, akkreditiert sind. Die Systemakkreditierung wird für einen Zeitraum von sechs Jahren, die System-re-akkreditierung für einen Zeitraum von acht Jahren ausgesprochen. Ist ein Studiengang akkreditiert, trägt er das Qualitätssiegel der Stiftung .   Bevor eine Agentur die Berechtigung erhält, Studiengängen das Qualitätssiegel der Stiftung zu verleihen, muss sie sich selbst einem Akkreditierungsverfahren unterziehen. Das Akkreditierungsverfahren wird auf Antrag der Agentur vom Akkreditierungsrat durchgeführt, der als zentrales Beschlussgremium der Stiftung über die Akkreditierung bzw. Reakkreditierung von Agenturen entscheidet.   Die Akkreditierung der Agenturen erfolgt auf der Grundlage der vom Akkreditierungsrat entwickelten  Regeln des Akkreditierungsrates für die Akkreditierung von Agenturen . Gemäß der sieben vom Akkreditierungsrat vorgegebenen Kriterien sind die Agenturen beispielsweise aufgefordert, die Legitimation und Funktionalität ihrer Organe nachzuweisen, ihr an der Bewertung von Learning Outcomes orientiertes Qualitätsverständnis zu formulieren, ihre personelle und sächliche Ausstattung darzulegen oder die Weisungsunabhängigkeit der Agentur bzw. der akkreditierenden Organe zu belegen. Des Weiteren verpflichten sich die Agenturen sowohl im Zuge des Akkreditierungsverfahrens als auch auf vertraglicher Grundlage zur Anwendung der vom Akkreditierungsrat vorgegebenen Regeln des Akkreditierungsrates zur Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung .   Mit Blick auf die Verwirklichung des Europäischen Hochschulraums fällt der Stiftung zudem die Aufgabe zu, die Anerkennung des deutschen Qualitätssiegels und damit auch die Anerkennung von Studienleistungen und Studienabschlüssen deutscher Hochschulen im Ausland zu gewährleisten und deren Reputation zu befördern. Mit der umfassenden Berücksichtigung der European Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area  (ESG) von ENQA in seinen einschlägigen Reglements hat der Akkreditierungsrat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des europäischen Hochschulraumes geleistet. Die der Stiftung von Seiten der Länder übertragenen Aufgaben sind in dem Gesetz zur Errichtung einer Stiftung " Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland" vom 15. Februar 2005 festgelegt.“ www.akkreditierungsrat.de
  •   http://www.bmbf.de/de/919.php
  • http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-policy/doc44_de.htm: Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) fungiert als Übersetzungsinstrument, das nationale Qualifikationen europaweit verständlich macht und so die grenzüberschreitende Mobilität von Beschäftigten und Lernenden und deren lebenslanges Lernen fördert. Ziel des EQR ist, die verschiedenen nationalen Qualifikationssysteme auf einen gemeinsamen europäischen Referenzrahmen zu beziehen. Einzelpersonen und Arbeitgeber werden den EQR nutzen können, um die Qualifikationsniveaus verschiedener Länder sowie unterschiedliche Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung besser verstehen und miteinander vergleichen zu können. Der 2008 von den europäischen Institutionen verabschiedete EQR wird europaweit in die Praxis umgesetzt. Länder werden ermutigt, ihre Qualifikationssysteme an den EQR zu koppeln, so dass ab 2012 bei allen neuen Qualifikationen Bezug auf ein entsprechendes EQR-Niveau genommen werden kann. Zu diesem Zweck wurde in jedem Land eine nationale Koordinierungsstelle benannt. Verschiebung der Gewichtung Kernstück des EQR sind acht Referenzniveaus zur Beschreibung dessen, was ein Lernender weiß, versteht und in der Lage ist, zu tun – der „Lernergebnisse“. Die Niveaus der nationalen Qualifikationen bauen auf einem der zentralen Referenzniveaus auf, vom Grundniveau (Niveau 1) bis zum fortgeschrittenen Niveau (Niveau 8). Der Vergleich zwischen nationalen Qualifikationen wird dadurch wesentlich vereinfacht und soll außerdem verhindern helfen, dass Lerninhalte wiederholt werden müssen, wenn Lernende in ein anderes Land ziehen. Der EQR gilt für alle Arten allgemeiner und beruflicher Bildung und Qualifikationen, von der Schul- und Berufsbildung bis zur Hochschulbildung. Dies bedeutet eine Abkehr vom traditionellen Ansatz, bei dem Lerninputs wie Dauer einer Lernerfahrung oder Art der Einrichtung im Mittelpunkt stehen. Zudem ermutigt es zu lebenslangem Lernen, indem es die Validierung von nicht formalem und informellem Lernen fördert. Dies spiegelt eine Verschiebung wider, in deren Rahmen der EQR die Rolle eines Katalysators für Reformen übernimmt – die meisten Mitgliedstaaten entwickeln derzeit ihre eigenen Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) auf der Basis von Lernergebnissen. In einigen Ländern – Irland, Malta, Vereinigtes Königreich, Frankreich und die belgische Region Flandern – existiert er bereits. Leichtere Vergleichsmöglichkeiten Ein Unternehmen in Frankreich mag derzeit noch zögern, einen Stellenbewerber – etwa aus Schweden – einzustellen, weil es sich nicht mit dem Qualifikationsniveau des schwedischen Bewerbers auskennt. Nach vollständiger Umsetzung des EQR werden die Zeugnisse eines schwedischen Bewerbers jedoch einen Hinweis auf das EQR-Referenzniveau enthalten. Dann liegt der Beschluss der französischen Behörden vor, wie ihre eigenen nationalen Qualifikationsbescheinigungen in dem betreffenden Bereich zu bewerten sind. Durch die EQR-Referenz würde das französische Unternehmen eine bessere Vorstellung davon erhalten, wie sich der schwedische Abschluss mit dem französischen Qualifikationssystem vergleichen lässt. Eine EQR-Beratungsgruppe aus Vertretern nationaler Behörden und sonstigen Beteiligten steht der Umsetzung des EQR zur Seite. Deren Arbeit wird durch die EU-weit vertretene „Gruppe Lernergebnisse“ (Learning Outcomes Group) ergänzt, die Diskussion und Peer Learning zu relevanten Themen unterstützt und sich auf die Entwicklung nationaler Qualifikationsrahmen und die Validierung nicht formalen und informellen Lernens konzentriert. Die EQR-Initiative ist eng mit dem Qualifikationsrahmen für den Europäischen Hochschulraum verknüpft – beide Rahmen sind kompatibel und ihre Umsetzungen werden aufeinander abgestimmt. Informationen zum Hören: http://wissen.dradio.de/bildungspolitik-so-wertvoll-wie-ein-abitur.33.de.html?dram:article_id=12377
  • http://www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschule_und_wirtschaft/bachelor_welcome/index.html
  • http://www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschule_und_wirtschaft/bachelor_welcome/index.html
  • http://www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschule_und_wirtschaft/bachelor_welcome/index.html

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  • Überblick über die Änderungen in der deutschen Hochschullandschaft infolge des Bologna-Prozesses Ulrike Walter-Lipow, Bremen, Deutschland Vortrag auf der 52. Jahrestagung der ATA in Boston, Oktober 2011
  • Bologna-Prozess – Wann, Wer, Was?
    • 1999: Konferenz in Bologna, 30 europäische Teilnehmerstaaten
    • 2011: 47 europäische Teilnehmerstaaten
    • Ziele der Gemeinsamen Erklärung der europäischen Bildungsminister vom 19. Juni 1999 (Bologna-Erklärung):
      • Einführung eines Systems von verständlichen und vergleichbaren Abschlüssen (Bachelor und Master)
      • Einführung einer gestuften Studienstruktur
      • Transparenz über Studieninhalte durch Kreditpunkte und Diploma Supplement
      • Anerkennung von Abschlüssen und Studienabschnitten
      • Verbesserung der Mobilität von Studierenden und wissenschaftlichem Personal
      • Sicherung von Qualitätsstandards auf nationaler und europäischer Ebene
      • Umsetzung eines Qualifikationsrahmens für den Europäischen Hochschulraum
      • Steigerung der Attraktivität des Europäischen Hochschulraums auch für Drittstaaten
      • Förderung des lebenslangen Lernens
      • Verbindung des Europäischen Hochschulraums und des Europäischen Forschungsraums
  • Überprüfung der Fortschritte
    • Regelmäßige Konferenzen, bei denen die Fortschritte und Probleme bei der Umsetzung in den Teilnehmerstaaten besprochen werden
    • Zuletzt: Jubiläumskonferenz (10 Jahre) in Wien
    • Fazit: Deutliche Fortschritte, aber es sind noch Verbesserungen erforderlich.
    • Der Bologna-Prozess ist noch (lange) nicht abgeschlossen.
  • Bologna-Ziel: Verständliche und vergleichbare Abschlüsse; gestufte Studienstruktur
    • Bachelor- und Master-Studiengänge in fast allen Fächern
    • Ausnahmen hauptsächlich in Medizin, Jura, kirchlichen Studiengängen, teilweise beim Lehramtsstudium
    • Bachelor stellt die erste Stufe dar (1. Ausbildungszyklus) und ist berufsqualifizierend
    • Master (2. Ausbildungszyklus) folgt unmittelbar im Anschluss oder nach erster Berufstätigkeit
    • Promotion (3. Ausbildungszyklus) kann an einen Master angeschlossen werden
  • Akademische Ausbildung in Deutschland VOR Bologna
    • Hochschulzugangsberechtigung
    • Fachhochschule, Universität, spezielle Hochschulen
    • Fachhochschule: Ca. 8 Semester Studium, Abschluss Diplom (FH), Einstieg in den Beruf oder Übergang an die Universität zur Promotion
    • Universität: Ca. 10 – 12 Semester Studium, Abschluss je nach Fach Diplom (Naturwissenschaften), Magister (Geistes- und Sozialwissenschaften) oder Staatsexamen (Medizin, Jura, Lehramt…), Einstieg in den außeruniversitären Beruf oder Verbleib an der Universität zur Promotion
  • Akademische Ausbildung in Deutschland SEIT Bologna
    • Hochschulzugangsberechtigung
    • Fachhochschule, Universität, spezielle Hochschulen
    • An allen Hochschulen: Bachelor-Studium mit 6 bis 8 Semestern und erste Einstiegsmöglichkeit in den Beruf
    • An allen Hochschulen: Master-Studium mit 2 bis 4 Semestern, dann Einstieg oder Rückkehr in den Beruf
    • An Universitäten: Promotion
    • Ausnahmen: Jura, Medizin (teilweise), Lehramt (nach Bundesländern), manche Ingenieur-Studiengänge
    • WS 2010/2011: 82 % aller Studiengänge haben gestufte Struktur (knapp 12.000 Studiengänge)
  • Auf 3 verschiedenen Wegen zum Master-Abschluss
    • Das konsekutive Master-Studium:
      • Im selben (oder eng verwandten) Fach wie das Bachelor-Studium
      • An derselben oder einer anderen Hochschule
      • Unmittelbar nach dem Bachelor-Abschluss
    • Das nicht konsekutive Master-Studium:
      • In einem anderen Fach als das Bachelor-Studium
      • An derselben oder einer anderen Hochschule
      • Unmittelbar nach dem Bachelor-Abschluss oder nach erster Berufstätigkeit
    • Das weiterbildende Master-Studium:
      • Meist anderes Fach als erstes Studium
      • Berufserfahrung vorausgesetzt
  • Bologna-Ziel: Transparenz und Vergleichbarkeit - Kreditpunkte
    • Kreditpunkte (Credit Points, Leistungspunkte, ECTS-Credits,…)
      • Bemessen den Arbeitsaufwand für das Erreichen vorgegebener Lernergebnisse
      • Lösen die Einheit „Semesterwochenstunde“ ab
      • Orientieren sich am gesamten Arbeitsaufwand, nicht an der Präsenzzeit
      • Werden auch für Arbeit an Abschlussarbeiten vergeben
      • Können auch für Lernleistungen außerhalb der Hochschule vergeben werden
      • Vergleichbarkeit durch European Credit Transfer System (ECTS)
      • Ein Jahr Vollzeitstudium entspricht 60 ECTS-Credits: ca. 25 – 30 Stunden Arbeitsaufwand pro Credit.
  • Bologna-Ziel: Transparenz und Vergleichbarkeit - Diploma Supplement
    • Diploma Supplement (DS)
      • Beschreibt in standardisierter Form Hochschulabschlüsse und damit verbundene Qualifikation
      • Soll seit 2005 für alle Studierenden automatisch und kostenlos ausgestellt werden, die einen Abschluss an einer Hochschule machen
      • Wird in Deutschland auf Deutsch und Englisch ausgestellt
      • Wurde bis Ende 2010 planmäßig von 81 % der deutschen Hochschulen eingeführt
  • Bologna-Ziel: Anerkennung von Studienleistungen, Erhöhung der Mobilität
    • Theorie:
      • Durch Kreditpunkte bessere Vergleichbarkeit, damit leichtere Anerkennung von an anderen Hochschulen erbrachten Studienleistungen
      • Ausdrücklich auch von Studienleistungen im Ausland
    • Praxis:
      • Anerkennung von Studienleistungen liegt im Ermessen der Hochschulen
      • Anerkennung weiterhin nicht garantiert und in vielen Fällen schwierig
      • Ohne Anerkennung bedeuten Auslandssemester Zeitverlust im Studium
  • Bologna-Ziel: Sicherung von Qualitätsstandards
    • Studiengänge müssen evaluiert und akkreditiert werden
    • Ziel ist es, zu prüfen, ob die Studiengänge studierbar sind und adäquat auf Berufstätigkeit vorbereiten
    • Akkreditierungen werden befristet erteilt und müssen regelmäßig erneuert werden
    • In Deutschland dezentrale Organisation der Akkreditierung
    • www.akkreditierungsrat.de
    • Änderungen des Akkreditierungsverfahrens in der Diskussion
  • Bologna-Ziel: Förderung des lebenslangen Lernens
    • Wird besonders durch die weiterbildenden Master-Studiengänge betrieben
    • Durch Berufstätigkeit zwischen Bachelor-Abschluss und Master-Studium längerer Kontakt mit dem akademischen Ausbildungssystem
    • Außerdem Teilnahme an EU-Programmen zum Lebenslangen Lernen (siehe http://www.bmbf.de/de/919.php)
  • Bologna-Ziel: Umsetzung eines europäischen Qualifikationsrahmens
    • „ Übersetzungsinstrument“, das nationale Qualifikationen verständlich macht
    • Gilt nicht nur für schulische und akademische, sondern auch für berufliche und informell erworbene Qualifikationen
    • 8 Stufen europaweit und in Deutschland
    • Soll Vergleichbarkeit ermöglichen
    • Noch umstritten und praktisch wenig umgesetzt
  • Bologna-Prozess: Probleme und Kritik - I
    • Aufspaltung der früheren Studiengänge in zwei Stufen schwierig, dadurch Überfrachtung der Bachelor-Programme
      • Die ersten Hochschulen werben bereits mit 8-semestrigen Bachelor-Studiengängen (statt 6 Semestern)
      • Starke Verschulung der Studiengänge
      • Durch Modularisierung fließen ALLE Noten in die Abschlussnote ein
      • Universitätsstudium ähnelt dem früheren Fachhochschulstudium
  • Bologna-Prozess: Probleme und Kritik - II
    • Akzeptanz der Bachelor-Absolventen in der Wirtschaft
      • Angaben unklar – manche Quellen sprechen von guter Akzeptanz, andere behaupten, in der Mehrzahl der Unternehmen wäre noch gar nicht angekommen, dass es Bachelor-Absolventen gibt
      • „ Bachelor Welcome“-Erklärung von Vorstandsvorsitzenden großer Unternehmen in der Fassung von 2010 bekräftigt den Wunsch der Wirtschaft nach mehr Bachelor-Absolventen und bescheinigt diesen gute Arbeitsmarktchancen
      • Tendenziell steigen eher Fachhochschulabsolventen nach dem Bachelor in den Beruf ein
  • Bologna-Prozess: Probleme und Kritik - III
    • Unfreiwilliger Verzicht auf Master-Studium
      • Da der Bachelor-Abschluss berufsqualifizierend ist, gehen die Hochschulen davon aus, dass nicht alle Bachelor-Absolventen ein Master-Studium anschließen.
      • In der Folge gibt es viel zu wenig Master-Studienplätze – teilweise können nur 40 % der Absolventen direkt weiterstudieren.
      • Für die anderen ist eine zwischengeschaltete Berufstätigkeit, ein Fach- oder Ortswechsel die einzige Möglichkeit, zum Master zu gelangen.
  • Bologna-Prozess: Probleme und Kritik - IV
    • Der deutsche Diplom-Ingenieur
      • … ist, nach Ansicht der Hochschulen, die diese ausbilden, sowieso international bekannt und braucht daher keine anderen Abschlüsse zur Vergleichbarkeit;
      • … soll so dringend erhalten bleiben, dass einige Unis bereits wieder zum Diplom zurückgekehrt sind, oder sowohl das Diplom als auch den Master verleihen;
      • … wird wohl noch eine ganze Weile eine Sonderposition im deutschen Bildungssystem einnehmen.
  • ZUM WEITERLESEN - BOLOGNA
    • Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: http://www.bmbf.de/de/3336.php
    • Informationen der Hochschulrektorenkonferenz: http://www.hrk-bologna.de/bologna/de/index.php
    • Dokumente zum europäischen Hochschulraum auf dem EU-Server: http://europa.eu/legislation_summaries/education_training_youth/lifelong_learning/c11088_de.htm
    • „ Official Bologna Process Website“ auf Englisch: http://www.ond.vlaanderen.be/hogeronderwijs/bologna/
  • ZUM WEITERLESEN – STUDIUM/STUDIENGÄNGE
    • http://www.hochschulkompass.de/
    • http://www.zeit.de/campus/index
    • http://www.sueddeutsche.de/thema/Studium
    • http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/
    • http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/
  • ZUM WEITERHÖREN
    • http://wissen.dradio.de/mein-studium.99.de.html
    • http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/
    • http://www.dradio.de/dlf/sendungen/pisaplus/
    • http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturgespraech/ (besonders die Reihe Hochschulquartett)
  • Danke
    • … fürs Zuhören und Interesse
    • … an Armin Himmelrath für die Unterstützung bei der Vorbereitung von Vortrag und Tagungsbandbeitrag