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  • 1. DI 08.06.10 20.00 UhrKleiner SaalRuth Ziesak SopranAnke Vondung AltWerner Güra TenorKonrad Jarnot BassChristoph Berner KlavierCamillo Radicke KlavierRobert Schumann (1810 – 1856)»Spanisches Liederspiel« – Ein Zyklus von Gesängenfür eine und mehrere Singstimmen und Klavier op. 74Erste Begegnung. Von dem RosenbuschIntermezzo. Und schläfst duLiebesgram. Dereinst, o Gedanke meinIn der Nacht. Alle gingenEs ist verraten. Dass Ihr steht in LiebesglutMelancholie. Wann erscheint der MorgenGeständnis. Also lieb ich euchBotschaft. Nelken wind ichIch bin geliebt. Mögen alle bösen ZungenDer Contrabandiste. Ich bin der Contrabandiste»Minnespiel« (aus Friedrich Rückerts »Liebesfrühling«)für eine und mehrere Singstimmen und Klavier op. 101Lied. Meine Töne still und heiterGesang. Liebster, deine Worte stehlenDuett. Ich bin dein BaumLied. Mein schöner SternQuartett. Schön ist das Fest des LenzesLied. O Freund, mein SchirmDuett. Die tausend GrüßeQuartett. So wahr die Sonne scheinetPause
  • 2. »Spanische Liebeslieder« – Ein Zyklus von Gesängen für eineund mehrere Stimmen und Klavier zu vier Händen op. 138VorspielLied. Tief im Herzen trag’ ich PeinLied. O wie lieblich ist das MädchenDuett. Bedeckt mich mit BlumenRomanze. Flutenreicher EbroIntermezzo. NationaltanzLied. Weh, wie zornig ist das MädchenLied. Hoch sind die BergeDuett. Blaue Augen hat das MädchenQuartett. Dunkler LichtglanzHandy ausgeschaltet? Vielen Dank!Bitte beachten Sie, dass Medien-Aufnahmen aller Art während des Konzertes nicht zulässig sind.
  • 3. Das schönste Geschenk,vom Himmel verliehen»Höre fleißig auf alle Volkslieder! Sie sind eine Fundgrube der schöns-ten Melodien und öffnen dir den Blick in den Charakter der verschie-denen Nationen«, schrieb Robert Schumann in seinen »Haus- undLebensregeln«. »Bemühe dich, und wenn du auch nur wenig Stimmehast, ohne Hülfe des Instruments vom Blatt zu singen, die Schärfedeines Gehörs wird dadurch immer zunehmen. Hast du aber eineklangvolle Stimme, so säume keinen Augenblick sie auszubilden undbetrachte sie als das schönste Geschenk, das dir der Himmel verlie-hen.«Heute jährt sich der Geburtstag Robert Schumanns auf den Tag genauzum 200. Mal, und der Jubilar soll ein besonderes, vierstimmiges Ge-burtstagsständchen bekommen, mit zwei und vier Händen am Klavierbegleitet, wie es sich im behaglichen intimen Rahmen im Familien-Salonabgespielt haben könnte: Freunde haben sich versammelt, um ihm eineFreude zu machen – sicher sitzt Clara am Klavier, vielleicht tut aucheins der Kinder bei der musikalischen Bescherung mit …LiederspieleNach der glänzenden Abschlussprüfung am Gymnasium entschied sichder dichtende und komponierende Jüngling Robert Schumann aufDrängen der Mutter zuerst für ein Studium der Rechte. Wir wissenheute, dass er sich letztendlich nach vielem Ringen für die Musik ent-schieden hat, dennoch blieb er sein Leben lang auch dem Schreibentreu. Erinnert sei nur an die von ihm gegründete »Allgemeine Zeitschriftfür Musik« und die Erfindung seiner »drei Seelen« Florestan, Eusebiusund Meister Raro. Als Romantiker par excellence waren ihm die Gren-zen der unterschiedlichen Künste diffus, wenn nicht gar aufgehoben. Erließ seinen Eusebius einmal sagen: »Der gebildete Musiker wird aneiner Raffaelschen Madonna mit gleichem Nutzen studieren könnenwie der Maler an einer Mozartschen Sinfonie. Noch mehr: Dem Bild-hauer wird jeder Schauspieler zur ruhigen Statue, diesem die Werke
  • 4. jenes zu lebendigen Gestalten; dem Maler wird das Gedicht zum Bild,der Musiker setzt die Gemälde in Töne um.« Florestan erklärt kurz undpräzise: »Die Ästhetik der einen Kunst ist die der anderen, nur dasMaterial ist verschieden.« »Nur ein Hauch sei’s«, hatte Goethe das gelungene Gedicht beschrie-ben, und Schumann übernahm diese Charakteristik für seine Lieder.Überhaupt sind seine Gesänge in entscheidender Weise literarischbestimmt, die Qualität der Vorlage war ihm selbstverständliche Voraus-setzung: »Einen Kranz von Musik um ein wahres Dichterhaupt schlin-gen – nichts Schöneres; aber ihn an ein Alltagsgesicht verschwenden,wozu die Mühe?« Zunächst hatte der Komponist die Instrumental-musik wesentlich höher geschätzt als die vokale, bis es dann im erstenLiederjahr 1840 geradezu aus ihm herausbrach. Er genoss das Glück,für die menschliche Stimme zu schreiben, die überströmenden Gefühleherauszusingen. Endlich war der Kampf um die geliebte Tochter seinesMusiklehrers Friedrich Wieck, Clara, durchgestanden. Robert und Clarahatten September 1840, nach Streitereien bis zur Auseinandersetzungvor Gericht, den Bund fürs Leben geschlossen. Fraglos ist die überlangeWartezeit nicht spurlos an dem sensiblen Komponisten vorübergegangen.Man kann wohl davon ausgehen, dass diese zermürbenden Kämpfe dasihre zu der Gemütskrankheit in seinen letzten Lebensjahren beitrugen. 1849 – die beiden spanischen Sammlungen op. 74 und 138 und ihrdeutsches Gegenstück, das Minnespiel op. 101, entstanden damals –wurde Schumanns zweites sogenanntes Liederjahr. Wieder wendete ersich der Lyrik zu, und es entstanden neben Sololiedern auch die drei»Liederspiele«, in denen sich die vier Stimmlagen – solistisch undgemeinsam – in die Aufführung teilen. Ein reichliches Viertel der Lie-der Robert Schumanns ist für mehrere Stimmen und Klavierbegleitungvorgesehen, schon mit den Liedern op. 29 (1840), übrigens auch nachTexten von Emanuel Geibel, hatte er den mehrstimmigen Gesang bedient.Wenn auch in diesem Fall für Chor geschrieben, können sie ebensosolistisch gesungen werden. »Das Liederspiel ist in der Form etwas Ori-ginelles (glaub ich), das Ganze vom heitersten Effekt. … ich glaube, eswerden dies meine Lieder sein, die sich am weitesten verbreiten. Unddies liegt mit an den heitern reizenden Dichtungen« (Schumann). Wirk-lich ist die Zusammenfügung ein- und mehrstimmiger Gesänge um einThema seine Erfindung. Es sind Zwerg-Opern, ohne regelrechte Hand-lung und ohne Orchester. Bei der Aufführung dieser kleinen Zyklen
  • 5. hatte Schumann immer an einen häuslichen Kreis gedacht. Stimmbe-gabte Liebhaber nahmen sich bei zwanglosen Geselligkeiten der Liederan – auch die vierhändige Klavierbegleitung im Opus 138 sprengt diesenRahmen nicht.Wer mich liebt …Im »Spanischen Liederspiel« op. 74 und auch in den »Spanischen Liebes-liedern« op. 138 ließ sich Schumann von Kolorit und Feuer der südli-chen Lebensart und Landschaft anregen. Die Faszination, die ihn mitEmanuel Geibels wohllautenden Übertragungen der alten spanischenVerse ergriffen hatte, wird auch ohne detailgetreues Bemühen um Folk- lorismen nachvollziehbar. Emanuel Geibel (1815 –1884), hochberühm- ter Dichter seiner Zeit, war befreun- det mit Chamisso, Eichendorff und Arnim, Paul Heyse und vielen ande- ren. Er hatte nach einem ungelieb- ten Hauslehrerposten beim russi- schen Gesandten in Athen für seine sehr patriotisch-preußischen Verse einen Ehrensold von König Friedrich Wilhelm IV bekommen, . wodurch ihm ein Leben nur für die Dichtung möglich wurde. Seine bedeutenden Übertragungen von Volksliedern und lyrischen Texten vor allem aus Spanien und Portugal öffneten den deutschen romanti- schen Komponisten – neben Schu-Robert und Clara Schumann, 1847 mann beispielsweise auch HugoWolf – ein Fenster zu »fremden Ländern und Menschen«. Übrigens sollder Lübecker Pfarrerssohn Geibel, der auch in Berlin, München undeben Athen lebte, nie spanischen Boden betreten haben. Opus 74 istwohl Schumanns wichtigstes Liederspiel. Temperamentvoll und farben-reich kommen in den Gesängen Individuen und ihre Empfindungen zuGehör. Der Zyklus aus drei Sololiedern, fünf Duetten und zwei Quar-tetten umspannt eine Liebesgeschichte von der ersten Begegnung überheftige Verliebtheit und Kummer bis zur schließlich erwiderten Glut.
  • 6. Der Komponist verwendet tänzerische Tempi und eine suggestiveHarmonik, die Quartette haben fast opernhaften Gestus. Dass die Fröh-lichkeit siegt, beweist noch einmal der angehängte »Contrabandiste«,gesungen vom Bass, der »uns das seltene Vergnügen eines buffoneskenSchumann-Liedes verschafft. Die schwierig auszuführenden Sechzehn-tel lassen das ›liebe Pferdchen‹ förmlich tänzeln« (Fischer-Dieskau).Das virtuose Liedchen existiert auch in reinen Klavierfassungen vonCarl Tausig und Sergej Rachmaninow. Für sein Opus 138 suchte Schumann wieder in Geibels »Volkslie-dern und Romanzen der Spanier im Versmaß des Originals«. In einemBrief an seinen Verleger schrieb er: »… Das 2te unterscheidet sich vomersten, dass es eine vierhändige Klavierbegleitung hat, was, wie wir unsdurch öftere Aufführung in geselligen Kreisen überzeugt haben, vonungleich reizenderer Wirkung ist. Doch habe ich auch ein zweihändigesArrangement, das gleichfalls beiliegt, gearbeitet, was der Verbreitungjedenfalls günstig sein wird.« Man merkt, Markterwägungen sind keineErfindung der heutigen Zeit. Besonders »Flutenreicher Ebro« für dietiefe Männerstimme, das Klavier als überzeugende Gitarre »verkleidet«,ist aus diesem zweigeteilten Zyklus, dem jeweils ein instrumentales Solovorausgeht, populär geworden.… den lieb ich wiederDer Dichter Friedrich Rückert (1788 –1866) schrieb seinen »Liebes-frühling« 1821, als er selbst Brautwerber war. Eine vollständige Veröf-fentlichung erlebte die umfängliche und sehr erfolgreiche Sammlungdann 1834 in den »Gesammelten Gedichten«, die die Herzensergüssezu fünf (später sechs) Sträußen banden. Robert Schumann hatte schonin dem Hochzeitsgeschenk für Clara, den »Myrthen« op. 25, mit der»Widmung« ein Rückert-Gedicht an den Anfang gestellt: »Du meineSeele, du mein Herz, du meine Wonn’, o du mein Schmerz …« Auchspäter griff der Komponist immer wieder zu den Versen, zum Teil auchgemeinsam mit Clara, die nicht nur Virtuosin, sondern auch Komponis-tin war. »Klara soll nun auch aus dem Liebesfrühling einige componi-ren. O thu’ es Klärchen!« Wirklich vertonte sie zu seinem Geburtstag1841 vier der Gedichte, schließlich wurden als Opus 37 im Herbst 1841zwölf Rückert-Lieder veröffentlicht, von denen immerhin drei von Clarastammten. Eines der Hefte schickten sie dem Dichter, der postwendendund in Versen antwortete: »Lang ist’s, lang, / seit ich meinen Liebesfrüh-
  • 7. ling sang./Aus Herzensdrang,/ wie er entsprang,/ verklang in Einsam-keit der Klang./ Zwanzig Jahr / wurden’s, da hört ich hier und dar, / derVogelschar / einen, der klar / pfiff einen Ton, der dorther war. / Und nungar / kommt im einundzwanzigsten Jahr / ein Vogelpaar, / macht mir erstklar, / dass nicht ein Ton verloren war. / Meine Lieder / singt ihr wieder./Mein Empfinden klingt ihr wieder. / Mein Gefühl, / beschwingt ihr wie-der, / meinen Frühling, / bringt ihr wieder, / mich, wie schön, / verjüngtihr wieder: / Nehmt meinen Dank, / wenn auch die Welt, / wie mir einst,ihren vorenthält! / Und werdet ihr den Dank erlangen, / so hab ich mei-nen mit empfangen.« 1849, als Schumann mit seinem Opus 101 auf den »Liebesfrühling«zurückkam, lebte die Familie das letzte Jahr in Dresden, wohin sie –nachdem sich die Hoffnung auf eine Nachfolge Mendelssohns am Leip-ziger Gewandhaus zerschlagen hatte – 1844 umgezogen waren. Einefeste Anstellung an einer der Konzert- oder Opernbühnen Sachsensstand nach wie vor nicht in Aussicht, so dass schließlich am Ende desJahres schweren Herzens eine Umsiedlung nach Düsseldorf ins Augegefasst wurde. Im »Minnespiel« scheint noch einmal die schwärmerischeZeit von 1840/41 auf. Die ganz große Tragik und Dramatik wird ausge-spart – in erster Linie geht es um gute, gediegene und leichte Unterhal-tung. Das schwungvolle Tenorständchen »Meine Töne still und heiter«lässt an den jungen, verliebten Komponisten denken, die Antwort derSopranistin »Liebster, deine Worte stehlen« beginnt wie gesprochen,bevor eine synkopische Sequenz zum eigentlichen Lied leitet. Ein glück-licher Höhepunkt des Zyklus ist das kunstvoll polyphone, dabei schwel-gerische »Mein schöner Stern«, während das sechste Lied entgegen demoptimistischen Text »O Freund, mein Schirm, mein Schutz« mit chro-matisch überbordender Begleitung eher melancholisch stimmt. Jenes Jahr 1849 wurde für Schumann, besonders was die Kammer-und Vokalmusik betraf, eines der produktivsten. Dennoch war er oftunruhig und krank, floh zeitweise, von seiner hochschwangeren Fraugeleitet, aus dem von der Revolution aufgerüttelten Dresden. Den dreiLieder-Zyklen hört man davon kaum etwas an. Sinnenfroh, von südlicherSonne und Leichtigkeit beflügelt, kündet der Komponist von einer Lust,die er am wirklichen Leben immer seltener finden konnte. Aber nicht vonden Schatten soll die Rede sein – schließlich gilt es, einen Geburtstagzu feiern: »Mögen alle bösen Zungen / immer sprechen, was beliebt: /wer mich liebt, den lieb’ ich wieder, / und ich lieb’ und bin geliebt.«
  • 8. Die Texte der LiederErste Begegnung In der NachtVon dem Rosenbusch, o Mutter, Alle gingen, Herz, zur Ruh,von den Rosen komm ich. alle schlafen, nur nicht du.An den Ufern jenes Wassers Denn der hoffnungslose Kummersah ich Rosen stehn und Knospen; scheucht von deinem Bett den Schlummer,von den Rosen komm ich. und dein Sinnen schweift in stummer SorgeAn den Ufern jenes Flusses seiner Liebe zu seiner Liebe zu.sah ich Rosen stehn in Blüte,brach mit Seufzen mir die Rosen.Und am Rosenbusch, o Mutter, Es ist verrateneinen Jüngling sah ich, Dass ihr steht in Liebesglut,an den Ufern jenes Wassers Schlaue, lässt sich leicht gewahren,einen schlanken Jüngling sah ich, denn die Wangen offenbaren,An den Ufern jenes Flusses was geheim im Herzen ruht.sucht nach Rosen auch der Jüngling, Stets an Seufzern sich zu weiden,viele Rosen pflückt er, viele Rosen. stets zu weinen statt zu singen,Und mit Lächeln brach die schönste er, wach die Nächte hinzubringengab mit Seufzen mir die Rose. und den süßen Schlaf zu meiden; das sind Zeichen jener Glut, die dein Antlitz lässt gewahren,Intermezzo und die Wangen offenbaren,Und schläfst du, mein Mädchen, was geheim im Herzen ruht.auf, öffne du mir; Dass ihr steht in Liebesglut …denn die Stund’ ist gekommen, Liebe, Geld und Kummer halt’ ichda wir wandern von hier. für am schwersten zu verhehlen,Und bist ohne Sohlen, leg’ keine dir an; denn auch bei den strengsten Seelendurch reisende Wasser geht unsere Bahn. dängen sie sich vor gewaltig.Durch die tiefen Wasser des Guadalquivir; Jener unruhvolle Mutdenn die Stund’ ist gekommen, lässt zu deutlich sie gewahren,da wir wandern von hier. und die Wangen offenbaren,Auf, öffne du mir! was geheim im Herzen ruht.Liebesgram MelancholieDereinst, dereinst, Gedanke mein, Wann, wann erscheint der Morgen, wannwirst ruhig sein. denn,Lässt Liebesglut dich still nicht werden, der mein Leben löset aus diesen Banden!in kühler Erden, da schläfst du gut, Ihr Augen, vom Leide so trübe, so trübe!dort ohne Lieb’ und ohne Pein Saht nur Qual für Liebe,wirst ruhig sein. saht nicht eine Freude, saht nur Wund’ aufWas du im Leben nicht hast gefunden, Wunde,wenn es entschwunden, wird’s dir gegeben. Schmerz auf Schmerz mir geben,Dann ohne Wunden und ohne Pein und im langen Leben keine frohe Stunde.wirst ruhig sein. Wenn es endlich doch geschähe, dass ich säh’ die Stunde, wo ich nimmer sähe!
  • 9. Die Texte der LiederGeständnis Ich bin geliebtAlso lieb’ ich euch, Geliebte, Mögen alle bösen Zungendass mein Herz es nicht mag wagen, immer sprechen, was beliebt:irgend einen Wunsch zu tragen, wer mich liebt, den lieb’ ich wieder,also lieb’ ich euch! und ich lieb’ und bin geliebt.Denn wenn ich zu wünschen wagte, Schlimme, schlimme Reden flüsternhoffen würd’ ich auch zugleich; eure Zungen schonungslos,wenn ich nicht zu hoffen zagte, doch ich weiß es, sie sind lüsternweiß ich wohl, erzürnt’ ich euch. nach unschuld’gem Blute bloß.Darum ruf’ ich ganz alleine Nimmer soll es mich bekümmern,nur dem Tod, dass er erscheine, schwatzt so viel es euch beliebt;weil mein Herz es nicht mag wagen, wer mich liebt, den lieb’ ich wieder,einen andern Wunsch zu tragen, und ich lieb’ und bin geliebt.also lieb’ ich euch! Zur Verleumdung sich verstehet nur, wem Lieb’ und Gunst gebrach, weil’s ihm selber elend gehetBotschaft und ihn niemand minnt und mag.Nelken wind’ ich und Jasmin, Darum denk’ ich, dass die Liebe,und es denkt mein Herz an ihn. drum sie schmähn, mir Ehre gibt;Nelken all’, ihr flammenroten, wer mich liebt, den lieb’ ich wieder,die der Morgen mir beschert, und ich lieb’ und bin geliebt.zu ihm send’ ich euch als Boten Wenn ich wär’ aus Stein und Eisen,jener Glut, die mich verzehrt. möchtet ihr darauf bestehn,Und ihr weißen Blüten wert, dass ich sollte von mir weisensanft mit Düften grüßet ihn, Liebesgruß und Liebesflehn.sagt ihm, dass ich bleich vor Sehnen, Doch mein Herzlein ist nun leider weich,dass ich auf ihn harr’ in Tränen. wie’s Gott uns Mädchen gibt,Nelken wind’ ich und Jasmin, wer mich liebt, den lieb’ ich wieder,und es denkt mein Herz an ihn. und ich lieb’ und bin geliebt.Tausend Blumen, tauumflossen,find’ ich neu im Tal erwacht;alle sind erst heut entsprossen, Der Contrabandisteaber hin ist ihre Pracht, Ich bin der Contrabandiste,wenn der nächste Morgen lacht. weiß wohl Respekt mir zu schaffen.Sprich du duftiger Jasmin, Allen zu trotzen, ich weiß es,sprecht ihr flammenroten Nelken, Furcht nur, die hab’ ich vor keinem.kann so schnell auch Liebe welken? Drum nur lustig, nur lustig!Ach es denkt mein Herz an ihn! Wer kauft Seide, Tabak! Ja wahrlich, mein Rößlein ist müde, ich eil’, ja eile, sonst fasst mich noch gar die Runde, los geht der Spektakel dann. Lauf nur zu, mein lustiges Pferdchen, ach, mein liebes, gutes Pferdchen, weißt ja davon, mich zu tragen!
  • 10. Die Texte der LiederLied DuettMeine Töne still und heiter, Ich bin dein Baum, o Gärtner, dessen Treuezu der Liebsten steigt hinan! mich hält in Liebespfleg’ und süßer Zucht,O dass ich auf eurer Leiter komm, dass ich in den Schoß dir dankbarzu ihr auf nicht steigen kann. streueLeget, o ihr süßen Töne, die reife, dir allein gewachs’ne Frucht.an die Brust ihr meinen Schmerz, Ich bin dein Gärtner, o du Baum der Treue!weil nicht will die strenge Schöne, auf and’res Glück fühl ich nicht Eifersucht,dass ich ihr mich leg ans Herz. die holden Äste find ich stets aufs NeueDie Liebste hat mit Schweigen geschmückt mit Frucht, wo ich gepflücktdas Fenster aufgetan, die Frucht.sich lächelnd vor zu neigen,dass meine Blick’ es sahn,wie mit dem wolkenlosen LiedBlick einen Gruß sie beut, Mein schöner Stern! Ich bitte dich,da hat sie lauter Rosen o lasse du dein heitres Lichtauf mich herab gestreut. nicht trüben durch den Dampf in mir,Sie lächelt mit dem Munde vielmehr den Dampf in mir zu Licht,und mit den Wangen auch; mein schöner Stern, verklären hilf!da blüht die Welt zur Stunden Mein schöner Stern! Ich bitte dich,mir wie ein Rosenstrauch. nicht senk’ herab zur Erde dich,Sie lächelt Rosen nieder, weil du mich noch hier unten siehst,sie lächelt über mich heb’ auf vielmehr zum Himmel mich,und schließt das Fenster wieder, mein schöner Stern, wo du schon bist!und lächelt still in sich.Sie lächelt in die Kammermit ihrem Rosenschein; Quartettich aber darf, o Jammer, Schön ist das Fest des Lenzes.darin bei ihr nicht sein. Doch währt es nur der Tage drei!O dürft’ ich mit ihr kosen Hast du ein Lieb, bekränz esim Kämmerchen ein Jahr! mit Rosen, eh’ sie gehn vorbei!Sie hat es wohl voll Rosen Hast du ein Glas, kredenz es,gelächelt ganz und gar! o Schenk, und singe mir dabei: Schön ist das Fest des Lenzes. Doch währt es nur der Tage drei!GesangLiebster, deine Worte stehlenaus dem Busen mir das Herz.O wie kann ich dir verhehlenmeine Wonne, meinen Schmerz!Liebster, deine Töne ziehenaus mir selber mich empor,lass uns von der Erde fliehenzu der selgen Geister Chor!Liebster, deine Saiten tragendurch die Himmel mich im Tanz,lass um dich den Arm mich schlagen,dass ich nicht versink im Glanz!Liebster, deine Lieder rankenmir ein’ Strahlenkranz ums Haupt,o wie kann ich dir es danken,wie du mich so reich umlaubt.
  • 11. Die Texte der LiederLied QuartettO Freund, mein Schirm, mein Schutz! So wahr die Sonne scheinet,O Freund, mein Schmuck, mein Putz! so wahr die Wolke weinet,Mein Stolz, mein Trost, mein Trutz! so wahr die Flamme sprüht,Mein Bollwerk, o mein Schild! so wahr der Frühling blüht;Wo’s einen Kampf mir gilt, so wahr hab’ ich empfunden,flücht ich mich zu deinem Bild. wie ich dich halt’ umwunden:Wenn mich in Jammerschlucht Du liebst mich, wie ich dich,die Welt zu drängen sucht, dich lieb’ ich, wie du mich.nehm ich zu dir die Flucht; Die Sonne mag verscheinen,ob sie mir Bittres bot, die Wolke nicht mehr weinen,mit Bittrerem mir droht, die Flamme mag versprühn,so klag ich dir die Not. der Frühling nicht mehr blühn!Du schickest ohn ein Wort Wir wollen uns umwindendes Trostes mich nicht fort, und immer so empfinden:du bist und bleibst mein Hort. Du liebst mich, wie ich dich,Der Erde Weh ist Scherz, dich lieb’ ich, wie du mich.hier leg ich an dein Herzmich selbst und meinen Schmerz.O Welt, was du mir tust, Liedich ruh in stiller Lust Tief im Herzen trag’ ich Pein,an meines Freundes Brust! muss nach außen stille sein. Den geliebten Schmerz verhehle tief ich vor der Welt Gesicht;Duett und es fühlt ihn nur die Seele,Die tausend Grüße, die wir dir senden, denn der Leib verdient ihn nicht.Ostwind dir müsse keinen entwenden! Wie der Funke frei und lichtZu dir im Schwarme zieh’n die Gedanken. sich verbirgt im Kieselstein,Könnten die Arme auch dich umranken! trag’ ich innen tief die Pein.Du in die Lüfte hauche dein Sehnen!Lass deine Düfte, Küsse mich wähnen.Schwör’ es! Ich hör’ es: LiedDass du mir gut bist, O wie lieblich ist das Mädchen,hör’ es! Ich schwör’ es: wie so schön und voll Anmut, wie so schön!Dass du mein Blut bist. Sag’ mir an, du wackrer Seemann,Dein war und blieb’ ich, der du lebst auf deinem Schiffe,dein bin und bleib’ ich, ob das Schiff und seine Segel,schon vielmal schrieb’ ich’s, ob die Sterne wohl so schön sind!noch vielmal schreib’ ich’s. O wie lieblich ist das Mädchen, wie so schön und voll Anmut, wie so schön! Sag’ mir an, du stolzer Ritter, der du gehst im blanken Harnisch, ob das Ross und ob die Rüstung, ob die Schlachten wohl so schön sind! O wie lieblich ist das Mädchen, wie so schön und voll Anmut, wie so schön! Sag’ mir an, du Hirtenknabe, der du deine Herde weidest, ob die Lämmer, ob die Marten, ob die Berge wohl so schön sind! O wie lieblich ist das Mädchen, wie so schön und voll Anmut, wie so schön!
  • 12. Die Texte der LiederDuett LiedBedeckt mich mit Blumen, ich sterbe vor Hoch, hoch sind die BergeLiebe. und steil ist ihr Pfad,Dass die Luft mit leisem Wehen die Brunnen sprüh’n Wassernicht den süßen Duft mir entführe, bedeckt und rieseln in’s Kraut.mich! O Mutter, o Mutter,Ist ja alles doch dasselbe, lieb Mütterlein du,Liebesodem oder Düfte von Blumen. dort, dort in die Berge,Von Jasmin und weißen Lilien mit den Gipfeln so stolz,sollt ihr hier mein Grab bereiten, ich sterbe. da ging eines MorgensUnd befragt ihr mich: Woran?, mein süßester Freund.sag’ ich: Unter süßen Qualen vor Liebe. Wohl rief ich zurück ihn mit Zeichen und Wort, wohl winkt’ ich mit allenRomanze fünf Fingern zurück.Flutenreicher Ebro, blühendes Ufer,all ihr grünen Matten, Schatten des Waldes,fraget die Geliebte, die unter euch ruhet, Duettob in ihrem Glücke sie meiner gedenket! Blaue Augen hat das Mädchen,Und ihr tauigen Perlen, die ihr im Frührot wer verliebte sich nicht drein!den grünenden Rasen bunt mit Farben sticket, Sind so reizend zum Entzücken,fraget die Geliebte, wenn sie Kühlung atmet, dass sie jedes Herz bestricken,ob in ihrem Glücke sie meiner gedenket! wissen doch so stolz zu blicken,Ihr laubigen Pappeln, schimmerde Pfade, dass sie eitel schaffen Pein!wo leichten Fußes mein Mädchen wandelt, Machen Ruh’ und Wohlbefinden,wenn sie euch begegnet, fraget sie, fragt sie, Sinnen und Erinn’rung schwinden,ob in ihrem Glücke sie meiner gedenket! wissen stets zu überwindenIhr schwärmenden Vögel, die den mit dem spielend süßen Schein!Sonnenaufgang Mit dem spielend süßen Scheinesingend ihr begrüßet mit Flötenstimmen, fesseln sie die Treu’ alleine.fraget die Geliebte, dieses Ufers Blume, Schaffen, dass in Kummer weine,ob in ihrem Glücke sie meiner gedenket! wer da fröhlich pflag zu sein. Keiner, der geschaut ihr Prangen, ist noch ihrem Netz entgangen,Lied alle Welt begehrt zu hangen,Weh, wie zornig ist das Mädchen, Tag und Nacht an ihrem Schein.weh, wie zornig, weh! Blaue Augen hat das Mädchen,Im Gebirge geht das Mädchen wer verliebte sich nicht drein!ihrer Herde hinterher,ist so schön wie die Blumen,ist so zornig wie das Meer. Quartett Dunkler Lichtglanz, blinder Blick, totes Leben, Lust und Plage, Glück erfüllt von Missgeschick, trübes Lachen, frohe Klage, süße Galle, holde Pein, Fried’ und Krieg in einem Herzen, das kannst, Liebe, du nur sein, mit der Lust erkauft durch Schmerzen, Liebe, das kannst du nur sein! Liebe, das kannst du nur sein, dunkler Lichtglanz, blinder Blick …
  • 13. Porträt der Mitwirkenden Ruth Ziesak studierte an der Hochschule für Musik und Darstel- lende Kunst in Frankfurt am Main bei Elsa Cavelti und begann ihre Laufbahn am Stadttheater Heidel- berg, wo sie auch heute zuhause ist. Zahlreiche Wett- bewerbserfolge, darunter Erste Preis beim Deutschen Musikwettbewerb und beim s’Hertogenbosch Wettbe-werb. Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Saar. Vom Heidelberger Theater und der Deutschen Oper am Rhein Düs-seldorf/Duisburg führte sie ihr Weg über München, Stuttgart, Berlinund Dresden nach Mailand, Florenz, Wien, Paris, London und NewYork, wo sie als Pamina, Ännchen, Marzelline, Ilia oder Sophie glänzte.Mittlerweile hat sie ihr Repertoire ausgeweitet und debütierte als Grä-fin in »Le Nozze di Figaro« in Glyndebourne, Zürich und Stuttgart. AlsKonzertsängerin Zusammenarbeit mit den großen Orchestern in Berlin(u. a. Konzerthausorchester), Paris, Mailand, Wien, Salzburg, München,Dresden, Leipzig, Amsterdam, London, Montreal, mit der Akademiefür Alte Musik Berlin und dem Freiburger Barockorchester sowie mitDirigenten wie Herbert Blomstedt, Daniele Gatti, Riccardo Muti, KentNagano, Lothar Zagrosek, Riccardo Chailly, Jukka Pekka Saraste undIvor Bolton. Zu Gast bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Fes-tival, den Berliner und Frankfurter Festwochen, dem Schleswig-HolsteinMusik Festival oder den BBC Proms. In der nächsten Zeit u. a. Kon-zerte bei den Salzburger Festspielen (Ivor Bolton), mit dem OrchestreNational de Paris (Kurt Masur) und dem Leipziger Gewandhausorches-ter (Christopher Hogwood). Als Liedsängerin ist Ruth Ziesak in allerWelt zu erleben, so in Berlin u. a. anlässlich des Messiaen-Jahres 2008gemeinsam mit Eric Schneider. Regelmäßige Zusammenarbeit mit GeroldHuber (u. a. Liederabende in Wien und Berlin, bei »Lied und Lyrik« inCoburg, beim österreichischen Liszt-Festival, in Würzburg und Lindausowie im Leipziger Gewandhaus). Gemeinsam mit Andras Schiff zuGast in der Londonder Wigmore Hall. Kammermusikpartner wie dasMerel-Quartett, das Nash-Ensemble und das Wiener Klaviertrio.
  • 14. Porträt der MitwirkendenIhre Diskographie umfasst u. a. Konzertaufnahmen mit Georg Solti,Riccardo Chailly und Herbert Blomstedt (Decca), »Die Zauberflöte«(Solti/Decca), »Fidelio« (von Dohnànyi/Decca), »La Clemenza di Tito«(Harnoncourt/Teldec), »Der Freischütz« (Janowski/BMG), »Hänsel undGretel« (Runnicles/Teldec), Schumanns »Genoveva« mit dem Cham-ber Orchestra of Europe (Harnoncourt/Teldec), Mozart-Arien mit demDeutschen Symphonie-Orchester Berlin (Creed/Capriccio), Mahler-Lieder (Gatti/BMG), Liedrezitals für BMG, Naxos und Sony, GeistlicheArien (Berliner Barock-Compagney/Capriccio), Respighis »Il Tramonto«(Leipziger Streichquartett/MDG) sowie Haydn- und Liszt-Lieder mitGerold Huber (edel classics). Anke Vondung wurde in Speyer geboren und studierte bei Rudolf Piernay an der Musikhochschule Mannheim. 1997 er- hielt sie den Zweiten Preis beim Internationalen Wett- bewerb »Schubert und die Musik des 20. Jahrhunderts« in Graz und nahm 1998 an einem Opernprojekt des European Opera Center unter der Leitung von Bri-gitte Fassbaender teil. Preisträgerin des Robert-Saar-Wettbewerbes (BadKissingen), des Hans-Gabor-Belvedere-Wettbewerbs (Wien), des ARD-Musikwettbewerbes, des Bundeswettbewerbes Gesang in der SparteKonzert und des Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbes sowie Stipen-diatin des Bundespräsidenten und des Ravinia-Festivals in Chicago. Von 1999 bis Ende der Spielzeit 2002 war Anke Vondung Ensemble-mitglied des Tiroler Landestheaters in Innsbruck, wo sie zahlreichegroße Partien ihres Faches sang (Oktavian, Sesto, Hänsel). 2000 Debütam Théatre Chatelet in Paris (Hänsel) und 2001 an der StaatsoperMünchen (Siebel in Gounods »Faust«). 2002 debütierte sie bei denSalzburger Festspielen (Alkmene in Strauss’ »Die Liebe der Danae«)und sang im selben Jahr am dortigen Landestheater im Rahmen derMozart-Festwochen. Ebenfalls 2002 Mitwirkung in einer Produktionvon Mussorgskys »Boris Godunow« an der Opéra Bastille in Paris.2003/04 verschiedene Produktionen am Grand Theatre de Geneve undStrauss’ »Die ägyptische Helena« bei den Salzburger Festspielen. 2006Dorabella in der Neuinszenierung von »Cosi fan tutte« beim Glynde-bourne Festival und Gast an der Nederlandse Opera Amsterdam alsClairon (Strauss’ »Capriccio«). Im Dezember 2006 übernahm sie mit
  • 15. Porträt der Mitwirkendengroßem Erfolg kurzfristig in der »Rosenkavalier«-Premiere der Operade Bastille Paris die Partie des Octavian, die sie im Februar 2007 auchan der Staatsoper Berlin sang. 2007 Debüt als Cherubino (»Le Nozze diFigaro«) an der Metropolitan Opera New York. 2008 Cherubino an derBayerischen Staatsoper München und Octavian bei den MünchnerOpernfestspielen. 2008/09 Gast an der Staatsoper Hamburg sowie zahl-reiche Partien an der Semperoper Dresden. Im Herbst 2009 u. a. unterder Leitung von James Levine Konzerte mit dem Boston SymphonyOrchestra in den USA. In den Spielzeiten 2003/04 bis 2005/06 war Anke Vondung Ensemble-mitglied der Staatsoper Dresden, seither ist sie dem Haus mit einemResidenzvertrag verbunden. Als Konzert- und Liedsängerin Reisen innahezu allen europäischen Länder, nach Nord- und Südamerika. Zusam-menarbeit mit Dirigenten wie James Conlon, Helmuth Rilling, Sir RogerNorrington, Philippe Herreweghe, Edo de Waart, Gerd Albrecht, KentNagano, Philippe Jordan, Ivan Fischer, Armin Jordan, Manfred Honeck,Peter Schreier, Dietrich Fischer-Dieskau, James Levine, Fabio Luisi,Marek Janowski,  Howard Arman, Lothar Zagrossek, Peter Schneider,Jun Märkl und Enoch zu Guttenberg. Werner Güra wurde in München geboren und studierte am Mozar- teum in Salzburg. Seine Ausbildung setzte er bei Kurt Widmer in Basel und Margreet Honig in Amsterdam fort. Nach Operngastspielen in Frankfurt und Basel wurde er 1995 Ensemblemitglied der Semperoper in Dresden, wo er die Mozartpartien seines Faches, aberu. a. auch in »La Cenerentola«, »Ariadne auf Naxos«, »L’Italiana inAlgeri« und »A Midsummernight’s Dream« sang. Daniel Barenboim ludihn zur Staatsoper Berlin ein – hier seit 1998/99 in den Produktionen»Der hochmütige, gestürzte und wieder erhabene Croesus«, »Die Ent-führung aus dem Serail«, »Così fan tutte«, »Don Giovanni«, »Il Barbieredi Siviglia« und »Il ritorno d’Ulisse in patria« zu hören. Als Taminowirkte er bei Neuproduktionen der Opéra National de Paris sowie vonLa Monnaie in Brüssel mit. Am Teatro Carlo Felice, Genua, sang er Fer-rando, bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik 2006 und denFestspielen Baden-Baden interpretierte er unter Leitung von RenéJacobs die Partie des Don Ottavio.
  • 16. Porträt der MitwirkendenAls Konzert- und Oratoriumsänger arbeitet Werner Güra mit Orches-tern wie den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen StaatskapelleDresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphoni-kern, dem London Philharmonic Orchestra, dem Concertgebouworkest,deutschen und und holländischen Rundfunkorchestern, dem BBC Sym-phony Orchestra und dem Orchestre National de France sowie mitDirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Michel Corboz, SirColin Davis, Adam Fischer, Leopold Hager, Daniel Harding, PhilippeHerreweghe, René Jacobs, Marek Janowski, Ton Koopman, Kurt Masur,Ingo Metzmacher, Sir Roger Norrington, Georges Pretre, Peter Schreierund Yannick Nézet-Séguin zusammen. Regelmäßig stehen gemeinsameProjekte mit Nikolaus Harnoncourt an (u. a. Japan-Tournee mit dem»Messias« und dem Mozart-Requiem, Weihnachtsoratorium im Musik-verein Wien, »Die Jahreszeiten« bei der Styriarte Graz, Schuberts Es-Dur Messe, Schumanns »Faust-Szenen« mit dem Concertgebouworkest,Haydns »Harmoniemesse« in Salzburg). CD-Aufnahmen (u. a. mit René Jacobs, dem RIAS Kammerchor unterLeitung von Marcus Creed, Daniel Barenboim und Nikolaus Harnon-court) für Harmonia Mundi, Teldec und Sony/BMG. Als Lied-Sängertrat Werner Güra u. a. in der Londoner Wigmore Hall, im AmsterdamerConcertgebouw, in der Philharmonie Köln, im Lincoln Center New Yorkund bei den Schubertiaden in Schwarzenberg und Barcelona auf. Preis-gekrönte Solo-CDs mit Schuberts »Die schöne Müllerin« (Begleiter: JanSchultsz), Schumanns »Dichterliebe« und »Liederkreis« op. 39, Wolfs»Mörike-Liedern«. Mit Christoph Berner erschienen »Schöne Wiege mei-ner Leiden« mit Liedern von Clara und Robert Schumann und JohannesBrahms, Schuberts »Schwanengesang« und Mozart-Lieder. Konrad Jarnot ist seit seinem Ersten Preis beim ARD-Musikwettbe- werb in München auf den wichtigsten Bühnen zu Gast (u. a. Lincoln Center New York, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Wigmore Hall Lon- don, Cité de la Musique Paris, Alte Oper Frankfurt, Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Festspiel-häuser Baden Baden und Salzburg, Tonhalle Zürich, Auditorio Milano,Kioi Hall Tokyo, Kennedy Center Washington, Royal Opera House CoventGarden London, Teatro Real Madrid, Théâtre des Champs-Elysées Paris,
  • 17. Porträt der MitwirkendenThéâtre de la Monnaie Bruxelles, Grand Théâtre de Genève, Théâtre duCapitole Toulouse, Opéra de Lille, Opera Bilbao). Regelmäßig arbeitet ermit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Antonio Pappano, Marek Janowski,Jesus-Lopez-Cobos, Philippe Herreweghe, Lothar Zagrosek, MarcelloViotti, Jonathan Nott, Pinchas Steinberg, Ulf Schirmer, Gustav Kuhn,Friedrich Haider, Justus Frantz, Stefan Anton Reck, Will Humburg, RalfWeikert, Jonathan Darlington, Emmanuel Villaume, Isaac Karabtchevsky,Thomas Hengelbrock, Bruno Weil, Frieder Bernius, Helmut Rilling, PeterSchreier und Enoch zu Guttenberg, mit Pianisten wie Helmut Deutsch,Wolfram Rieger, Hartmut Höll, Irwin Gage, Ralf Gothoni, AlexanderSchmalcz und Eric Schneider sowie mit Schauspielern wie Bruno Ganz,Senta Berger und Julia Stemberger zusammen. Konzerte führten ihn zubedeutenden Orchestern (u. a. Royal Concertgebouw Orchestra, Gewand-hausorchester, Israel Philharmonic, Orchestre National de France, Sym-phonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mozarteum OrchesterSalzburg, Orchestra Sinfonica di Milano, Orchestre Symphonique deMonte-Carlo, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Akademie fürAlte Musik Berlin) und Chören (u. a. RIAS Kammerchor, CollegiumVocale Gent, Accentus, Dresdner Kreuzchor, Windsbacher Knabenchor,Münchener Bachchor). Einladungen zu zahlreichen internationalen Fes-tivals (u. a. Schleswig Holstein Musikfestival, Rheingau Musikfestival,Schwetzinger Festspiele, Ludwigsburger Schlossfestspiele, BeethovenfestBonn, Bachfest Leipzig, Richard Strauss Festival Garmisch, MenuhinFestival Gstaad, Mahler Festival Toblach, La folle journée Nantes, Fest-wochen der Alten Musik Innsbruck, Schubertiade Barcelona).  Als einer der international führenden Liedsänger gab er Abende u. a.in London, Berlin, München, Dresden, Bayreuth, Luzern, Montreux, Prag,Amsterdam, Rotterdam, Madrid, Valencia, Mailand, Perugia, Lissabon,Paris, Brüssel, Antwerpen, Athen, Helsinki, Kopenhagen, Washington,Boston und Tokyo. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte, Fernsehproduk-tionen und CDs (Harmonia Mundi, OehmsClassics, Orfeo). Er ist Pro-fessor an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, Wettbewerbs-juror und gibt Meisterkurse weltweit.
  • 18. Porträt der Mitwirkenden Christoph Berner ist Preisträger des Bösendorfer- (1995), des Beethoven- (1997) und des Géza-Anda-Wettbewerb Zürich (2003, Preis für die beste Mozart- und Schumanninterpreta- tion). In Wien geboren, studierte er an der dortigen Universität für Musik und darstellende Kunst bei Imola Joo, Hans Graf und Hans Petermandl. Von1993 bis 1995 besuchte er die Meisterschule von Maria Tipo in Fiesole(Italien). Regelmäßig ist er zu Gast u. a. im Wiener Musikverein undKonzerthaus, beim Carinthischen Sommer, der Schubertiade Schwarzen-berg, dem Klavierfestival Warschau, dem Klavierfestival Ruhr und demFestival de la Vallonie. Tourneen führten ihn in viele Länder Europas,nach Japan und Mexiko sowie in die USA, wo er mit großem Erfolgu. a. in der Carnegie Hall in New York konzertierte. Als Solist spielte er u.a. beim Orchestre National du Capitole deToulouse, den Bremer Philharmonikern, dem Göteborg Symphony Or-chestra, der Dresdner Philharmonie, dem Bergen Philharmonic Orches-tra, dem Mahler Chamber Orchestra, der Northern Sinfonia, dem RoyalScottish National Orchestra, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Mos-kauer Tschaikowsky Orchester,  dem RSO Wien, dem RSO  Stuttgart,dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Wiener Kammerorchester unterDirigenten wie Dennis Russell Davies, Vladimir Fedoseyev, TheodorGuschlbauer, Heinz Holliger, Kristjan Järvi, Neeme Järvi, Andrew Litton,Michel Plasson, Günther Neuhold, Walter Weller,  Johannes Wildnerund Thomas Zehetmair. Im Rahmen des internationalen Konzertzyklus»Rising Stars« gab Christoph Berner 2001 mit seiner Partnerin RékaSzilvay Recitals in Paris (Cité de la Musique), London (Wigmore Hall),Amsterdam (Concergebouw) und New York (Carnegie Hall). Zu seinenKammermusikpartnern zählen Heinrich Schiff, Christian Altenburger,Werner Güra, Ernst Kovacic, Patricia Kopatchinskaja, Réka Szilvay undMitglieder der Wiener Philharmoniker wie Franz Bartolomey, TamásVarga und Wolfgang Schulz. Christoph Berner spielte Solo-CDs mitWerken von Schumann und Mozart ein.
  • 19. Porträt der Mitwirkenden Camillo Radicke studierte in seiner Heimatstadt Dresden bei Regina Metzner, Amadeus Webersinke und Arkadi Zenziper. Seit Gewinn der internationalen Chopin- (Palma de Mallorca, 1990), Maria-Callas- (Athen, 1992) und Viotti-Klavierwettbewerbe (Vercelli, 1992) führt ihn eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist undKammermusiker in zahlreiche Länder Europas, in den Nahen Osten,nach Kuba, Südamerika, Japan, Korea und in die Vereinigten ArabischenEmirate. Er gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals (u. a. Salz-burger Festspiele, Klavierfestival Ruhr, Beethoven-Fest Bonn, Chopin-Festival Duszniki, BBC Lunchtime Concerts London, Festival GreatIrish Houses, Festival Costa Verde, Al Bustan Festival Beirut, Haydn-Festspiele Eisenstadt, Dresdner Musikfestspiele, MDR-Musiksommerund Schubertiade Schwarzenberg). In Konzerten mit Orchestern wie derDresdner Philharmonie, der Staatskapelle Dresden, den Stuttgarter Phil-harmonikern, dem Münchner Kammerorchester und dem RAI‑Sinfonie-orchester Turin musizierte er unter Dirigenten wie Marek Janowski, GerdAlbrecht, Michel Plasson, Juri Temirkanow, Tamas Vasary, Bernhard Klee,Ludwig Güttler und Jörg-Peter Weigle. Camillo Radicke trat in Konzertsälen wie dem Teatro Colon BuenosAires, dem Concertgebouw Amsterdam, der Alten Oper Frankfurt, derTonhalle Zürich, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein Wien, derCité de la Musique Paris, dem Megaron Athen, der Brüsseler Oper LaMonnaie sowie der Semperoper und der Frauenkirche Dresden auf. ImMozart-Jahr 2006 führte er erfolgreich gemeinsam mit Wolfgang Hen-trich (1. Konzertmeister der Dresdner Philharmonie) sämtliche Sonatenfür Klavier und Violine von Mozart in Dresden auf. Beim 55. Internatio-nalen Musikwettbewerb der ARD in München war er Jury-Mitglied. Als Liedpianist war und ist Camillo Radicker Partner von Sängernwie Peter Schreier, Olaf Bär, Juliane Banse, René Pape, Werner Güra,Konrad Jarnot, Marlis Petersen und Stella Doufexis.
  • 20. VorankündigungSO 27.06.10 20.00 UhrKleiner SaalAperto Piano QuartettMax Reger Streichtrio a-Moll op. 77bKrzysztof Meyer Klavierquartett op. 112 (UA)Robert Schumann Klavierquartett Es-Dur op. 47IMPRESSUMHerausgeber Konzerthaus BerlinIntendant Prof. Dr. Sebastian NordmannText Barbara GugischRedaktion Andreas HitscherTitelfotografie Christian NielingerAbbildungen Archiv KHB, Personal Artists Management David Molnár (4), StevenHaberland, Monika RittershausReinzeichnung und Herstellung REIHER Grafikdesign & Druck2,30 €

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