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[PDF] Pressemitteilung: Der Pirelli Kalender 2012 von Mario Sorrenti …

[PDF] Pressemitteilung: Der Pirelli Kalender 2012 von Mario Sorrenti
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  • 1. swoon in New York präsentiert: Der Pirelli Kalender 2012 von Mario SorrentiNew York, 6. Dezember 2011 – Der Pirelli Kalender 2012 wurde heute in New Yorkexklusiv der Presse sowie den von Pirelli geladenen Gästen präsentiert, unter ihnenSammlern aus aller Welt. Schauplatz dieses Ereignisses war The Armory, ein ehemaligesMilitärgebäude aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert, das heute unter Denkmalschutzsteht.Die Gestaltung der 39. Ausgabe von „The Cal“ wurde Mario Sorrenti anvertraut, demersten italienischen Fotografen in der Geschichte des Kalenders mit Kultstatus. Dergebürtige Neapolitaner Sorrenti lebt in New York. Als Kulisse wählte er die Insel Korsikamit ihren rauen Landschaften. Dort kreierte er swoon (englisch für Ohnmacht, Verzückung,Schwärmerei), eine Ekstase in Bildern.„Das starke Verhältnis, das zwischen dem Fotografen und seiner Muse entsteht, istwesentlich, um einen intensiven ästhetischen Dialog zu schaffen, der die natürlicheSchönheit ins Erhabene steigert. Bei der Gestaltung von „The Cal“ habe ich mit denFiguren vor meinem Objektiv eine einfache, starke und wahre Beziehung aufgebaut, diees mir ermöglicht hat, meinen Bildern Reinheit zu verleihen. In swoon sind die Körper alsoin unmittelbarer Berührung mit der Natur, die sie in sich aufnimmt, als seien sie ein Stückvon ihr. Und so entstand eine Reihe von Bildern, in denen sich Felsen und Klippen, Erdeund Baumstämme, Himmel und Meer in Szenerien verwandeln, in die sich die Körpereinfügen“, erklärt Mario Sorrenti, der gerade dank seiner außergewöhnlichen Gabe,Nacktheit darzustellen, zu Berühmtheit gelangt ist. 1
  • 2. Die 25 Aufnahmen des Pirelli-Kalenders 2012 – von denen 18 schwarz-weiß und 7 farbigsind – wurden auf eine ganz neue Art in eine vornehme, aus Leinen gearbeitetenZeichenmappe eingebunden.Die Hauptfiguren dieser Ausgabe sind neun Models und drei Schauspielerinnen.Bei den Models handelt es sich um• die Brasilianerin Isabeli Fontana (bereits für folgende Pirelli-Kalender abgelichtet: 2003/Bruce Weber, 2005/Patrick Demarchelier, 2009/Peter Beard, 2011/Karl Lagerfeld),• die Russin Natasha Poly (abgebildet im Pirelli-Kalender 2011/Karl Lagerfeld),• die Holländerinnen Saskia de Brauw und Lara Stone (letztere in den Kalendern 2009/Peter Beard und 2011/Karl Lagerfeld),• die Amerikanerinnen Joan Small und Guinevere Van Seenus (letztere im Kalender 2006/Mert und Marcus),• die Polin Malgosia (Kalender 2009/Peter Beard),• die Litauerin Edita Vilkeviciute und• die Britin Kate Moss (in den Kalendern 1994/Herb Ritts und 2006/Mert und Marcus)Die Schauspielerinnen sind• die Ukrainerin Milla Jovovich (bereits im Pirelli Kalender 1998/Bruce Weber)• die Italienerin Margareth Madè und• die Japanerin Rinko Kikuchi. 2
  • 3. Fünfundzwanzig festgehaltene Augenblicke für swoonDer AktDer Akt ist eine der schönsten Formen, in der die Natur sich ausdrücken kann, und diereinste Form der Darstellung unseres Menschseins in der Kunst.Ich wurde im italienischen Neapel geboren. Und seit meiner Kindheit beeindrucken michdie Meisterwerke der Renaissance und die Hingabe, mit der die Künstler ihreVorstellung von Schönheit in der Kunst zum Ausdruck bringen. Dies hat meine Art,Bilder zu schaffen, wesentlich beeinflusst.Die Aufnahmen im Pirelli Kalender sind der Höhepunkt meiner kreativen Energie. Siesollen das Gefühl verdeutlichen, das mich mit den Models verbindet. Und sie sollen dieSchönheit und die Natur als unerlässlichen Bestandteil des Universums hervorheben.Swoon bedeutet: hingerissen zu sein, von Freude überwältigt zu sein, atemlos vorFreude zu sein, ein durchdringendes Gefühl von Liebe und Ruhe zu empfinden.Das ist der Titel meiner Bilder.Mario Sorrenti 3
  • 4. Mario Sorrentiim Interview mit Glenn O’BrienGlenn O’Brien: Hast Du je einen Pirelli Kalender gesehen, bevor Du die Ausgabe 2012gemacht hast?Mario Sorrenti: In den letzten Jahren habe ich mir ein paar Bücher über den Kalendergekauft. Sie haben mir sehr gefallen, und ich habe sie als Bezugspunkt benutzt. Einen derKalender selbst habe ich noch nie gesehen. Aber ich glaube auch nicht, dass vieleMenschen alle Kalender gesehen haben.Glenn O’Brien: Jeder Kalender wird nur in einer sehr limitierten Auflage veröffentlicht. Ichgebe zu, es hat mich etwas überrascht, dass dieser legendäre Kalender, der von einemgroßen italienischen Unternehmen herausgebracht wird, erst jetzt erstmals von einemitalienischen Fotografen gemacht worden ist.Mario Sorrenti: Ja, mich auch.Glenn O’Brien: Und jetzt fragen alle: „Warum hast Du ihn nicht in Italien gemacht? Warumhast Du Korsika gewählt?“ 4
  • 5. Mario Sorrenti: Korsika, das ist ja fast schon Italien. Jedenfalls ganz in der Nähe. Und amMittelmeer.Glenn O’Brien: Ich habe gehört, dass die Franzosen von den Korsen sagen, sie seienhalbe Italiener.Mario Sorrenti: Sie sind halb Italiener und halb Franzosen. Und sie sind genau wie ihrekulturelle Identität. Sie haben Schwingungen im Blut. Wunderbar! Unglaublich! Wirklichtoll!Glenn O’Brien: Warum also hast Du Korsika gewählt?Mario Sorrenti: Es war eigentlich eine folgerichtige Entscheidung: Ich musste einen Ortfinden, der angesichts der Jahreszeit die passenden Wetterbedingungen bot. Und ichsuchte einen Ort mit Landschaften, die meinen Vorstellungen entsprechen, mit Bäumen,Felsen, Klippen…Glenn O’Brien: Die Bäume sind wirklich erstaunlich.Mario Sorrenti: Sie sind wunderschön. Und die Felsen sind unglaublich. Unglaublich! Ichhätte sie noch mehr zur Geltung bringen können, sie sind wirklich unglaublich. 5
  • 6. Glenn O’Brien: Kanntest Du Korsika schon?Mario Sorrenti: Ich war noch nie zuvor dort. Wir sind viel herumgereist und haben langenach dem richtigen Ort gesucht. Dann genügten ein paar Fotos und wir habenbeschlossen hinzufahren. Eine eindrucksvolle Insel. Ich werde dorthin zurückkehren.Glenn O’Brien: In Wikipedia steht unter anderem über Dich: „Mario Sorrenti, berühmt vorallem für seine Nacktaufnahmen.“Mario Sorrenti: Ach, ja, stimmt!Glenn O’Brien: Wie kommt es, dass Du für Nacktaufnahmen berühmt bist? Man sieht nichtviele davon in der Modebranche.Mario Sorrenti: Für mich ist es ganz natürlich, weil es etwas ist, was ich wirklich gernemache. Ich habe nie darüber nachgedacht. Ich habe nie Dinge gedacht wie: „Wie alt bistDu? Kannst Du es dir erlauben, Dich auszuziehen?“ Es ist mir nie durch den Kopfgegangen. Und ich wollte Menschen immer so ablichten, dass man der Person näherkommt, um Wahrhaftigkeit und Reinheit zu finden. Ich denke, es ist wohl alles daraufzurückzuführen, dass mein Vater Maler war und immer nackte Frauen malte. Ich bin damitaufgewachsen. Und dachte, es sei die beste Art, meine Fotografie zu einer Kunst zumachen. 6
  • 7. Glenn O’Brien: Und Du hast dich nie geniert?Mario Sorrenti: Nein, ich hatte nie Probleme damit. Weder psychologisch noch körperlich.Es war mir nie peinlich, nackt zu sein. Als ich als Model gearbeitet habe, kam es oft vor,dass ich von anderen Fotografen nackt fotografiert wurde. In dieser Zeit war dies für michdie Ausdrucksform, die der Kunst am nächsten kam. Und damit war es für mich dashöchste Ziel, das ich mir intellektuell in dieser Zeit setzen konnte. Die Fotografie war fürmich nie eine Kunst der gedanklichen Vorstellungen oder das Ergebnis einer begrifflichenVerarbeitung. Eine Nacktaufnahme brachte mich der Kunstfotografie am nächsten.Deshalb habe ich sie gemacht.Glenn O’Brien: War es einfach für Dich, deinen Models die Befangenheit zu nehmen,wenn Du eine Nacktaufnahme produziert hast? Sicher sind nicht alle Models gleich,aber…Mario Sorrenti: Am Anfang dachte ich, es sei leicht, weil ich selbst als Model gearbeitethabe. Ich glaubte zu wissen, wie man sich fühlt, wenn man vor einer Fotokamera steht.Und viele meiner Models waren Freundinnen oder Freunde, die ich kennengelernt habe,als ich selbst noch Model war. Ich war davon überzeugt, dass sich Hemmungen einfachnicht einstellen würden, weil wir uns schon kannten und uns gut verstanden. Aber es istnie einfach, sich vor anderen vollkommen zu enthüllen. Doch ich war immer schon einervon den Fotografen, die ihre Arbeit gerne mit anderen teilen und die gerne zeigen, was siemachen. Vor allem den Models präsentiere ich meine aktuellen Produktionen wirklichgern. Ich möchte, dass sie meine Arbeit verstehen, sie schätzen lernen. Und ich möchte,dass sie auch künftig mit mir zusammenarbeiten, gerade weil es ihnen mit mir gefallen hat. 7
  • 8. Glenn O’Brien: Ist es Dir gelungen, genau das zu tun, was Du Dir vorgestellt hast?Mario Sorrenti: Sicher. Ja.Glenn O’Brien: Du hast also auch die Mädchen gewählt?Mario Sorrenti: Klar. Das ist alles mein Werk. Aber natürlich mit einigen Einschränkungen,weil einige Models schon andere Termine hatten, oder wegen solcher Dinge, die außerdeiner Kontrolle liegen. Aber doch, im Endeffekt habe ich habe alles selbst entschieden.Ich habe mit einer Casting-Agentin zusammengearbeitet. Das heißt, wir haben unsereVorstellungen von den Mädchen abgesprochen. Sie sagte mir: „Einige dieser Mädchenhaben bereits für frühere Ausgaben des Kalenders gearbeitet.“ Und ich habe geantwortet:„Das macht nichts. Diese Mädchen gefallen mir, ich möchte sie für den Kalenderfotografieren. Ich kenne diese Mädchen seit zehn, wenn nicht sogar schon seit fastzwanzig Jahren. Ich möchte sie, weil sie mich in gewisser Hinsicht wirklichrepräsentieren.“ Dann habe ich noch einige neue Mädchen gewählt, um etwas Neues undFrisches hineinzubringen.“Glenn O’Brien: Ich glaube, dass es wirklich eine besonders gute Idee von Dir war, eineMischung von Mädchen verschiedenen Alters zu wählen, wie Milla und Kate, und danebendie jüngeren Mädchen. Eine gelungene Mischung, wirklich.Mario Sorrenti: Ich wollte, dass man an der ganzen Arbeit sieht, dass wir uns alle gut 8
  • 9. kennen. Ich dachte, je mehr sich dieses Gefühl von Vertrautheit ausbreitet, desto mehrwürde sich die Arbeit der Wahrheit annähern.Glenn O’Brien: Wie viele Leute bleiben am Aufnahmeort, wenn Du die Nacktfotos machst.So wenige wie möglich?Mario Sorrenti: Eigentlich nur der Assistent und ich. Die anderen halte ich fern vom Set.Ich stelle ein ganz einfaches Programm für den Tagesablauf und die Fotos zusammen.Gewöhnlich war ich die ersten zwei oder drei Stunden alleine mit dem Model. Ichfotografierte und versuchte, sie näher kennenzulernen. Danach kamen all diejenigen, dieim Allgemeinen hinter den Kulissen arbeiten. Ich wollte nicht, dass die Mädchen abgelenktwerden. Viele von ihnen wollten nicht einmal für das Backstage-Video nacktaufgenommen werden. Wir haben also beschlossen, einige passende Kleidungsstückeauszuwählen, und haben die Kameraleute ihre Arbeit machen lassen. Aber da hatte ichbereits das erreicht, was ich wollte, und zwar ein besonders inniges Verhältnis. DasSchöne daran ist, dass ich eine so innige Beziehung hergestellt habe, wie es mir seitlangem in meiner Arbeit als Fotograf nicht mehr gelungen ist.Glenn O’Brien: Man hat auch wirklich diesen Eindruck. Deine Arbeit erinnert mich anFotos aus den vierziger Jahren, auf denen nur der Fotograf, das Model und die Natur zusehen waren. Fast wie bei Weston*.Mario Sorrenti: Genau. Fotografisch betrachtet wollte ich genau das erreichen. Als ob ichsagte: „Ich möchte zur Fotografie zurückkehren. Ich möchte zu Edward Weston und Bill 9
  • 10. Brandt (berühmte Fotografen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, Anm. d. Red.)zurückkehren und mich bloß auf die Fotografie konzentrieren. Es war wirklich schön. Dennmit der Zeit bin ich immun geworden gegen die Anwesenheit anderer. Wenn ich arbeite,können zwanzig oder mehr Personen hinter mir sein und ich bemerke es nicht. Ich glaube,dass es dem Model mitunter genauso geht. Es scheint, als bemerke sie die Personen, dieum sie herum sind. Und dabei sieht sie in Wirklichkeit niemanden. Als ich anfing, Fotos zumachen, schickte ich alle vom Aufnahmeort weg. Denn ich wurde von denen, die dabeiwaren, stark beeinflusst. Aber jetzt merke ich überhaupt nicht mehr, wenn jemandanwesend ist. Deshalb war es wirklich schön, plötzlich wieder einen Schrittzurückzugehen, wirklich ganz toll. Ich habe gedacht, wie viel schöner es doch ist, wennnur Du und dein Model da sind. Vollkommene Vertrautheit, nichts und niemand stört dasgegenseitige Verständnis, dieses Geben und Nehmen. Denn einen solchen Prozess, einesolche Erfahrung, muss man teilen.Glenn O’Brien: Ich glaube, dass sich viele nicht bewusst sind, was es heißt, ein großesModel zu sein. Sie ist kein Gegenstand, sie posiert nicht, als sei sie eine Frucht auf demTisch. Da steckt eine Menge Arbeit, Konzentration und Reaktion dahinter.Mario Sorrenti: Und viele Gefühle zwischen dem Fotografen und dem Model. Die bestenModels sind die, die sich in dieser Gefühlssituation zurechtfinden und diese Gefühle Tagfür Tag erwidern. Wenn man von jemandem ein Foto macht, kommuniziert man mit ihm,aber ohne Worte. Man fängt an, ihn nachzuahmen. Und er ahmt dich nach, sieht dir in dieAugen. Plötzlich fängt man an, zu kommunizieren. Keiner weiß, wie es dazu gekommenist. Wie eine Osmose oder etwas Übersinnliches. Die besten Models sind diejenigen, dieeben das geschehen lassen. Und so kommen die absolut besten Arbeiten zustande. 10
  • 11. Glenn O’Brien: Wann hast Du am Aufnahmeort entschieden, ob du Farb- oderSchwarzweißfotos machst? Warum vermittelt Schwarzweiß eine leicht dramatischeWirkung?Mario Sorrenti: Es ist seltsam, aber auch interessant. In meiner Arbeit neige ich stark zuder Einstellung, dass sich alles ähneln muss. Alles muss eine gemeinsame und konstanteSprache sprechen. Als ich diese Fotos gemacht habe, bei denen natürlich eine einheitlicheSprache vorherrscht, wollte ich nicht dieselben Einstellungen und dieselben Schnitte. Ichwollte keine Reihe von Schwarzweißfotos, die sich alle gleichen. Ich wollte keinenbesonderen Stil hineinzwängen. Ich wollte, dass jedes Foto lebendig wird undeigenständig existiert.Glenn O’Brien: Meiner Meinung nach hat der Kalender ein wunderbares Format. Wassagst Du dazu?Mario Sorrenti: Ich glaube, dass gerade das Format und die Art, in der er gestaltet ist, andiesem Kalender besonders interessant ist. Karl Lagerfeld hat im vergangenen Jahr einganz eigenes Format des Kalenders geschaffen. Das hat die Erfahrung des Pirelli-Kalender bereichert. Ich wollte diese Tendenz weiterführen und ausbauen.Glenn O’Brien: Meiner Ansicht nach ist sein Kalender eines seiner besten fotografischenWerke. Vielleicht auch, weil ich eine Vorliebe für die griechische Mythologie habe… 11
  • 12. Mario Sorrenti: Seltsam, ich kenne Karl als Fotografen nicht gut. Ich habe einige Fotos vonihm gesehen, die er bei sich zu Hause aufgehängt hat, und ich habe gesagt: „Toll, wirklichschön! Hast Du es gemacht?“ Und er hat geantwortet: „Ja, ja, das habe ich gemacht.“ Ichfand, dass sein Werk wirklich eine überraschende Wirkung hat. Deshalb habe ich michdarauf konzentriert, dass auch meine Arbeit diese Wirkung erzielen sollte, zumindest fürmich.Glenn O’Brien: Das Design ist großartig. War es Deine Idee, den Kalender so zugestalten, dass man entscheiden kann, welches Bild man mit einem Monat kombinierenwill?Mario Sorrenti: Am Anfang wollte ich nur zwölf Fotos. Und es interessierte mich nicht,welches Mädchen für die einzelnen Monate abgebildet wird. Dann haben wir uns gefragt:„Wie können wir einen Gegenstand schaffen, der zugleich auch ein Portfolio ist?“Schließlich kam der künstlerische Leiter auf die Lösung des interaktiven Kalenders.Glenn O’Brien: Das matte Schwarz verleiht dem Ganzen eine klassische Wirkung undhebt die Bilder gut hervor.Mario Sorrenti: Ja, sehr klassisch. Es spricht für die Fotos und die Fotos sprechen für sich. 12
  • 13. Der Konzern PirelliPirelli ist umsatzmäßig der fünftgrößte Reifenhersteller der Welt. Das Unternehmen ist inüber 160 Ländern vertreten, hat 19 Produktionsstätten auf vier Kontinenten undbeschäftigt weltweit über 30.000 Mitarbeiter. In den USA ist Pirelli mit einer Fabrik inRome, Georgia, und mit Büros in New York City vertreten.Im Rahmen der internationalen Expansionsstrategie, die das Unternehmen verfolgt, wurdemit dem Bau einer neuen Fabrik in Mexiko begonnen, die das Gebiet der NAFTAversorgen soll. Mit einem russischen Partner wurde in diesem Jahr ein Abkommen erzielt,das es Pirelli ermöglicht, den dortigen Markt zu erschließen. Das Unternehmen hataußerdem die Gründung einer Fabrik für Truck-Radialreifen in Argentinien und für Moto-Reifen in Indonesien angekündigt.Pirelli gehört zu den führenden Herstellern von Reifen des High-End-Bereiches. Durch dieFörderung technologischer Innovationen sowie die Strategie Green Performance, die imZeichen der Sicherheit und der Umweltfreundlichkeit steht, strebt Pirelli danach, bis 2015zum weltweiten Marktführer im Bereich Premium aufzusteigen.Bei Sportwettbewerben ist Pirelli seit 1907 vertreten. Und seit diesem Jahr bis 2013 ist dasUnternehmen exklusiver Lieferant der Formel 1-Weltmeisterschaft sowie der GP2- undGP3-Meisterschaften. Pirelli ist außerdem der alleinige Lieferant für die SuperbikeWeltmeisterschaft sowie für die Meisterschaften renommierter Marken wie der FerrariChallenge, der Lamborghini Blancpain Super Trofeo und der Trofeo Maserati.Das Reifenangebot von Pirelli umfasst sowohl den Consumer-Bereich (Auto undMotorräder) als auch den industriellen Sektor (Nutz- und landwirtschaftliche Fahrzeuge). 13
  • 14. Die Produkte, mit denen Pirelli im vergangenen Jahrzehnt den größten Erfolg hatte, sindsind die Serien CINTURATO für Pkw, DIABLO für Motorräder und 01 für Nutzfahrzeuge.Die Qualität der Produkte, das Ansehen des Pirelli Kalenders, das Prestige der Formel 1sowie die Präsenz des Konzerns in der Modebranche mit dem Projekt Industrial Design PZero machen den Erfolg von Pirelli aus. Die Marke Pirelli ist eine der bekanntesten derWelt und ihr Wert beläuft sich nach einer Schätzung von Interbrand auf 2,27 MilliardenEuro. 14
  • 15. Mario Sorrenti – BiographieMario Sorrenti wurde 1971 in Neapel geboren. Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familienach New York City, einer Stadt, die einer so schöpferischen Familie wie den Sorrentisunzählige Möglichkeiten bot. Marios Vater war Künstler und seine Mutter war in derModebranche tätig. Bereits in seiner Jugend begann Mario, sein Leben in reich gestaltetenTagebüchern voller Fotos, Zeichnungen, Bildern und Anmerkungen festzuhalten.Er war noch nicht einmal zwanzig, als er begann, in London für „The Face“ Fotografien zubearbeiten. Gleich darauf wurde er Mitarbeiter von „Elle“ und „Harpers Bazaar.“ SeineArbeit erregte die Aufmerksamkeit von Calvin Klein, und mit 21 Jahren kreiert Mario dieKampagne sowie die Fernsehspots für dessen Parfum Obsession. Vor der Kameraposiert das junge Model Kate Moss.Zurück in New York City wurde Sorrenti als Star-Fotograf gefeiert und arbeitete für„Harpers Bazaar“, die französische und italienische Ausgabe von Vogue, V Magazine, WMagazine, Vanity Fair, Self Service, Another Magazine, Arena Homme Plus und VogueHommes International.Außer mit Calvin Klein arbeitet Mario Sorrenti auch mit den führenden Häusern und denrenommiertesten Kunden der Beauty- und Parfum-Branche zusammen, wie GiorgioArmani, Barney’s New York, Hugo Boss, Chloe, Dolce & Gabbana, Hermes, Kenzo,Lancȏme, Longchamp, Max Mara, Missoni, Yves Saint Laurent, Jil Sander, Shiseido undPrada. 15
  • 16. Sorrenti produzierte auch Werbespots und Clips für Calvin Klein, Emporio Armani,DSquared, John Mayer und Usher, um nur einige zu nennen.Er veröffentlichte „The Machine“, (Steidl/editions Stromboli, 2001), eine Fotostudie desjüngeren Bruders und Kollegen Davide, der 1997 starb, und “Mario Sorrenti: Blood forWork” (Steidl, 2011). Seine Fotografien erschienen daneben in weiterenVeröffentlichungen, wie Kate (Pavilion Books Ltd., 1995), Fashion (Scalo 1996), TheImperfect Beauty (V&A Publications 2000), Tomo (in memory of Davide) (SartoriaComunicazione 2001), Archeology of Elegance (Thames & Hudson and Shirmer/Mosel2002), Water Culture (Trolly Ltd., 2003), Fashioning Fiction: Photography since 1990 (TheMuseum of Modern Art, 2004) und Face of Fashion (National Portrait Gallery, 2007).Seine Fotos wurden im Oktober 1997 in Paris in der Gallery 213, im November 2002 beiFerrini and Biondi (photographs and diaries) in Los Angeles und im Mai 2004 bei DrawBlood, Roth Horowitz in New York City ausgestellt.Er nahm auch an folgenden Fotoausstellungen teil: • “Festival de la Mode”, Monaco, 1995; • “The Imperfect Beauty (the making of contemporary fashion photographs)” im Victoria & Albert Museum in London, im September 2000; • “Attitude, a story of posing,” im Victoria & Albert Museum in London , im September 2000; • “Copy,” Roth Horowitz, New York City, Mai 2002; “Archeology of Elegance”, in Paris im Jahr 2002; 16
  • 17. • “Chasing its Tale”, Sara Meltzer Gallery, New York, im April 2004; • “Face of Fashion,” National Portrait Gallery, London, im Februar 2007.Im Juli 2008 durfte Sorrenti an der internationalen Gruppenausstellung „Fashion in Motion“teilnehmen, und wurde mit dem Preis „2008 Martell Artist of the Year“ ausgezeichnet. DieAusstellung wanderte von Guandong über Shanghai bis zum Today Museum in Peking.Die Werke Sorrentis sind Teil zahlreicher bedeutender öffentlicher und privaterSammlungen, darunter: The Victoria & Albert Museum, The New York Public Library undThe National Portrait Gallery, London.Mario Sorrenti lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in New York City. 17
  • 18. Die ModelsGuinevere Van SeenusGeburtsland: USAFotografen: Steven Meisel, Craig McDean, Nick Knight, Steven Klein, David Sims, TerryRichardson, Mario Sorrenti, Mert & Marcus, Inez Van Lamsweerde & Vinoodh Matadin,Paolo Roversi, Richard AvedonKampagnen: Jil Sander, Versace, Dolce & Gabbana, Chanel, Belstaff, Yohji Yamamoto,Dries Van Noten, DKNY, Tse, Moschino, Kenzo, Jimmy Choo, The Gap, Swarovski,Armani Cosmetics und Shiseido. Marc Jacob’s fragrance Blush, Alexander McQueen’sfragrance MyQueen, John Galliano’s fragranceZeitschriften: Vogue (Italian, French, American, British, Japanese), LOVE, Interview, W,Numero, i-D, Another und V Magazine. Daneben war sie auf den Laufstegs in New York,Paris und Londen für die namhaftesten Modenschauen zu sehen, darunter vor kurzem fürPrada.MalgosiaGeburtsland: PolenFotografen: Steven Meisel, Inez & Vinoodh, Mark Segal, Paolo Roversi, Mario Sorrenti,Mert & Marcus, Tim Walker, Camilla Akrans, Cedric Buchet, Solve Sundsbo, Terry Tsiolis,Josh Olins, Alasdair McLellan, Greg Kadel, Paolo Roversi, Mario Sorrenti, Peter Lindberg,Willy Vanderperre, Emma Summerton, David Sims, Glen Luchford, Kataj Rahlwes 18
  • 19. Kampagnen: Gianfranco Ferré, Malo, Chanel Beauty, Jill Sander, Aquascutum, BGN,H&M, Chloe, Max Mara, Club Monaco, Pucci, Givenchy, Roberto Cavalli, StellaMcCartney, Iceberg, Nina Ricci, DSquared2, Theory, Rock & Republic, Ermanno ScervinoZeitschriften: Vogue Paris, Vogue Italia, British Vogue, Vogue Espana, Vogue Japan, i-D,Self Service, V Magazine, Acne, Purple, Numero, Interview, MuseLaufstege: Givenchy, Michael Kors, Anna Sui, Jill Stuart, Donna Karan, MaxMara,Moschino, Jil Sander, Fendi, Balmain, YSL, Louis Vuitton, Dior, Chloe, Lanvin, Celine,Balenciaga, Christian Lacroix, Calvin Klein, Prada, Alberta Ferretti, Ann Demeulemeester,Marc Jacobs, Carolina Herrera, Oscar de la Renta, Ralph Lauren, Giles, John Galliano,Jean Paul GaultierFilme: Bez Tajemnic (2011), Prawdziwa historia (2009), Chrystusami (2006, englischerTitel Were All Christs), Karol – Ein Mann, der Papst wurde (2006, englischer Titel Karol -The Pope, the Man), Ono (2004, englischer Titel Stranger)Edita VilkeviciuteGeburtsland: LitauenFotografen: Steven Meisel, Mario Testino, Steven Klein, Solve, Sundsbo, PatrickDemarchelier und Terry RichardsonKampagnen: Calvin Klein White Label und Calvin Klein Jeans,Karl Lagerfeld, Emporio Armani, D&G, Pringle of Scotland Blumarine, YSL Beauty,Versace Perfume and Christian Dior Escale a’ Portofino.Zeitschriften: American Vogue, Vogue Paris, Vogue Italia, German Vogue, W, Numero,V, i.D, Harper’s Bazaar und Interview. 19
  • 20. Laufstege: Chanel, Valentino, Givenchy, Lanvin, Yves Saint Laurent, Hermes sowieBalenciaga, Burberry Prorsum, Michael Kors und Miu Miu.Filme: Karl Lagerfelds “Chanel – The Silent Film”Isabeli FontanaGeburtsland: BrasilienFotografen: Steven Meisel, Mario Sorrenti, David Sims, Mario Testino, Mert Alas andMarcus Piggott, Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, Mikael Jansson, SølveSundsbø, Peter Lindbergh, Alasdair McLellan, Patrick Demarchelier und Bert SternKampagnen: Roberto Cavalli, Balenciaga, Versace, Chanel, Louis Vuitton, Valentino,Hermes, Missoni, Moschino, Hussein Chalayan, Armani Jeans, Oscar de la Renta, MaxMara, Roberto Cavalli, Nicole Farhi, Donna Karan, Flowerbomb by Viktor & Rolf fragrancecampaign, Estee Lauder Sensuous Nude Fragrance, Bottega Veneta, Escada, Mango &Dolce & Gabbana und HermesZeitschriften: Vogue (American, French, Japanese, German, Turkish and Brazilian), SelfService, Numero (French and Japanese), V, i-D, W Korea, W Jewelry, Muse, Doingbird,Rebel and TimeNatasha PolyGeburtsland: Russland 20
  • 21. Fotografen: Steven Meisel, Inez Van Lamsweerde & Vinoodh Matadin, Mario Sorrenti,David Sims, Mert Alas + Marcus Piggott, Mario Testino, Craig McDean, Peter Lindberghund Helmut NewtonKampagnen: Gucci, Louis Vuitton, Givenchy, Ralph Lauren, MaxMara, Roberto Cavalli,Lanvin, Jimmy Choo and BalmainZeitschriften: French Vogue, American Vogue, V Magazine, i-D Magazine, JapaneseVogue, Russian Vogue, Chinese Vogue, German Vogue, Japanese Numero & Korean WMagazine, Spanish VogueLaufstege: Prada, Miu Miu, Balenciaga, Anna Sui, Calvin Klein, Alexander Wang undGucciLara StoneGeburtsland: HollandFotografen: Steven Meisel, Mert & Marcus, Mario Testino, Inez Van Lamsweerde &Vinoodh Matidan, Davis Sims, Craig McDean, Mario Sorrenti und Terry RichardsonKampagnen: Calvin Klein, Givenchy, Jil Sander, Louis Vuitton, Hugo Boss, Max Mara,Jean Paul Gaultier, Nicole Farhi, Versace, Calvin Klein cosmetics, Prada, DKNY und TomFord fragrancesZeitschriften: Vogue, French Vogue, Italian Vogue, British Vogue, W, Japanese Vogue,Interview, Self Service, V, Numero und I-D.Laufstege: Chanel, Lanvin, Givenchy, Louis Vuitton, Miu Miu, Balmain, Marc Jacobs,Missoni, Hermes, Karl Lagerfeld, Jean Paul Gaultier, Christian Dior und Prada. 21
  • 22. Rinko KikuchiGeburtsland: JapanKampagnen: Chanel, Yves San Laurent, Tom FordZeitschriften: Vogue, T Magazine, Harper’s Bazaar und andereFilme: Ikitai (To Live), Hole In The Sky (2002), The Taste of Tea (2004), Babel (2006),The Brothers Bloom (2008), Map of the Sounds of Tokyo (2009) und Norwegian Wood(2010)Milla JovovichGeburtsland: UkraineKampagnen: Banana Republic, Chanel, Dior, DKNY, Donna Karan, Donna KaranCashmere Mist, Escada, Etro, Gap, Isabel Marant, Mercedes Benz, Tiffany & Co, TommyHilfiger, Versace und L’Oreal ParisFilme: Night Train to Kathmandu, Two Moon Junction, Return to the Blue Lagoon, Kuffs,Chaplin, Dazed and Confused, The Fifth Element, He Got Game, The Messenger: TheStory of Joan of Arc, The Million Dollar Hotel, The Claim, Zoolander, No Good Deed,Ultraviolet und die Filmreihe Resident Evil.Kate MossGeburtsland: GroßbritannienKampagnen: Gucci, Dolce & Gabbana, Calvin Klein, Chanel, Bulgari und Rimmel 22
  • 23. Zeitschriften: Vogue UK, US, France, Another Man, Vanity Fair, The Face, W.Fotografen: Mario Testino, Mario Sorrenti, Steven Klein, Juergen Teller, Peter Lindbergh,Agent Provocateur, Calvin Klein Jeans and Burberry.Portraits: Lucien Freud, Chuck CloseMargareth MadèGeburtsland: ItalienFilm/TV: Baarìa, La mia casa è piena di specchi, Buoi, Una donna per la vita, Donna sottole stelle, La Kore (2002),Zeitschriften: Corriere Magazine, Io Donna, Grazia, Gioia, Ladies, Cosmopolitan, MaxJoan SmallsGeburtsland: Puerto RicoFotografen: Steven Meisel, Mert Alas & Marcus Piggott, Terry Richardson, Craig McDeanund Peter Lindbergh, Mario SorrentiKampagnen: Gucci, David Yurman, H&M, Givenchy, Roberto Cavalli, Stella McCartney,Gap, und Estée LauderZeitschriften: V Magazine, New York Times, Vogue, Elle UK, W, i-D, Last MagazineLaufstege: Marc Jacobs, Chanel, Prada, Gucci, Jil Sander, Givenchy und Louis Vuitton.Joan debütierte in diesem Herbst in der Victorias Secret Fashion Show und stellte damitihr Können und ihre Vielseitigkeit unter Beweis. 23
  • 24. Pirelli-Kalender: Fotografen und Locations1964 Robert Freeman auf Mallorca1965 Brian Duffy im Süden Frankreichs1966 Peter Knapp in Al Hoceima, Marokko1967 nicht veröffentlicht1968 Harry Peccinotti in Tunesien1969 Harry Peccinotti in Big Sur, Kalifornien1970 Francis Giacobetti auf der Paradise Island, Bahamas1971 Francis Giacobetti in Jamaica1972 Sarah Moon in der Villa Les Tilleuls, Paris1973 Allen Jones in London1974 Hans Feurer auf den Seychellen1975 - 1983 nicht veröffentlicht1984 Uwe Ommer auf den Bahamas1985 Norman Parkinson in Edinburgh, Schottland1986 Bert Stern in den Cotswolds, England1987 Terence Donovan in Bath, England1988 Barry Lategan in London1989 Boyce Tennyson in den Polaroid Studios, New York1990 Arthur Elgort in Sevilla, Spanien1991 Clive Arrowsmith in Frankreich1992 Clive Arrowsmith in Almeria, Spanien1993 John Claridge auf den Seychellen1994 Herb Ritts auf der Paradise Island, Bahamas1995 Richard Avedon in New York1996 Peter Lindberg in El Mirage, Kalifornien1997 Richard Avedon in New York 24
  • 25. 1998 Bruce Weber in Miami1999 Herb Ritts in Los Angeles2000 Annie Leibovitz in Rhinebeck, New York2001 Mario Testino in Neapel2002 Peter Lindbergh in Los Angeles2003 Bruce Weber in Süditalien2004 Nick Knight in Londra2005 Patrick Demarchelier in Rio de Janeiro2006 Mert and Marcus am Cap d’Antibes, Frankreich2007 Inez and Vinoodh in Kalifornien2008 Patrick Demarchelier in Shanghai, China2009 Peter Beard in Abu Camp/Jack’s Camp, Botswana2010 Terry Richardson in Brasilien2011 Karl Lagerfeld in Paris2012 Mario Sorrenti in Murtoli, Korsika 25