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  • 1. IWAKInstitut für Wirtschaft, Arbeit und KulturZentrum an der Goethe-Universität Frankfurt am MainBeschäftigungsprognose 2012/2013 für die Region Rhein-Main IWAK-Betriebsbefragung im Herbst 2011 Dipl. Vw. Christian Baden Prof. Dr. Alfons Schmid
  • 2. VorbemerkungDas Institut für Wirtschaft, Arbeit und zungen die Beschäftigung bis EndeKultur (IWAK), Zentrum an der Univer- 2012 bzw. Ende 2013.sität Frankfurt, führt seit 1995, geför- Zu der Prognose einige methodischedert durch die Regionaldirektion Hes- Anmerkungen: Beschäftigungsprogno-sen der Bundesagentur für Arbeit in sen auf Basis von Betriebsbefragun-Zusammenarbeit mit dem Institut für gen tendieren dazu, die tatsächlicheArbeitsmarkt- und Berufsforschung der Entwicklung etwas zu unterschätzen.Bundesagentur für Arbeit (IAB) Hessen Dies liegt daran, dass künftige Neu-jährlich eine Betriebsbefragung in der gründungen durch Befragungen nichtRegion Rhein-Main durch. erfasst werden können. Der Beschäfti-Ziel der Untersuchung ist es, Einschät- gungszuwachs durch Betriebe, die erstzungen der Betriebe über künftige 2012 oder 2013 gegründet werden,Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt kann somit nicht berücksichtigt wer-der Region zu erhalten und mögliche den. Ein Teil dieser Betriebe scheidetProbleme frühzeitig zu erkennen. Eine bereits nach kurzer Zeit wieder aussolche, auf die Zukunft gerichtete Un- dem Markt aus oder könnte bspw.tersuchung bietet allen Arbeitsmarktak- nach einem Jahr wieder Beschäftigungteuren eine wertvolle Informationsbasis abbauen. Dennoch ist der Beschäfti-für problemadäquates Handeln. gungssaldo dieser Neugründungen in den ersten Jahren positiv.Die Abgrenzung der Region Rhein-Main umfasst die IHK-Bezirke Rhein- Wir haben diesen Zuwachs bei derhessen, Wiesbaden, Frankfurt, Lim- Beschäftigungsprognose berücksichtigtburg, Gießen-Friedberg, Hanau- und die Befragungsergebnisse durchGelnhausen-Schlüchtern, Offenbach, einen entsprechenden Faktor vorsich-Darmstadt sowie Aschaffenburg. tig korrigiert. Da für die Region Rhein- Main keine Zahlen für Beschäftigungs-Bei der Befragung wurden im Herbst effekte aufgrund von Neugründungen2011 6.800 Fragebögen verschickt. vorliegen, haben wir näherungsweiseDer Rücklauf umfasste 1.300 Frage- die Ergebnisse aus dem IAB Betriebs-bögen, von denen fast alle verwertbar panel für Hessen herangezogen.waren. Da es sich um eine geschichte-te Stichprobe handelt, wurden die Da- Die Untersuchungsergebnisse sindten nach Betriebsgröße und Wirt- repräsentativ, d.h. die berechnetenschaftszweigen gewichtet. Nach der Werte stehen für alle Betriebe mit min-Gewichtung stehen diese für 305.000 destens einem sozialversicherungs-Beschäftigte aus 14.000 Betrieben. pflichtig Beschäftigten in der Region Rhein-Main. Die absoluten Zahlen inDer vorliegende Report prognostiziert diesem Report beziehen sich auf dieauf Basis der betrieblichen Einschät- gewichtete Stichprobe.IWAK - REPORT 2/2011 Seite 2
  • 3. Arbeitsmarkt in der Region Rhein-Main bleibt weiter stabil – Beschäftigung im Rhein-Main Gebiet wird bis Ende 2012 um knapp ein Prozent ansteigenTrotz Finanzkrise ist das Bruttoin- Trotz dieser zurückhaltenden Erwar-landsprodukt (BIP) in Deutschland tungen wird sich nach den Ergebnis-auch 2011 weiter gestiegen und lag – sen der aktuellen IWAK-preis-, saison- und kalenderbereinigt – Betriebsbefragung der Arbeitsmarkt inim zweiten Quartal 2011 um 2,7 Pro- der Region Rhein-Main auch weiterhinzent höher als im zweiten Quartal des positiv entwickeln: Demnach erwartenVorjahres. Alle führenden Forschungs- die Betriebe bis Ende 2012 einen An-institute sowie die Bundesregierung stieg der Gesamtbeschäftigung um ca.und der Sachverständigenrat erwarten ein Prozent. Die sozialversicherungs-für das Jahr 2011 insgesamt ein BIP- pflichtige Beschäftigung wird dabeiWachstum gegenüber 2010 von etwa allerdings nur um etwa 0,5 Prozentdrei Prozent. ansteigen.Für das nächste Jahr wird ein deutli- Dieser Trend ist nach Einschätzungcher Rückgang des Wachstums prog- der Betriebe längerfristig und wird sichnostiziert, die Bundesregierung erwar- bis Ende 2013 weiter fortsetzen. Bistet für 2012 noch ein Wachstum von dahin wird ein Anstieg der Gesamtbe-ca. einem Prozent, der Sachverständi- schäftigung um etwa 1,6 Prozent in dergenrat geht von 0,9 Prozent aus. Region Rhein-Main erwartet. Beschäftigungsprognose für die Region Rhein‐Main bis Ende 2012/2013,  Angaben in Prozent 1,5 1,0 0,5 Gesamtbeschäftigung bis Ende  soz.versicherungspfl.  Gesamtbeschäftigung bis Ende  2012 Beschäftigung bis Ende 2012 2013IWAK - REPORT 2/2011 Seite 3
  • 4. Unterschiedliche Entwicklungen in den Dienstleistungsbranchen erwartet Bei der letztjährigen IWAK Prognose Dienstleistungsbranchen: Während die wurde als Besonderheit hervorgeho- Bereiche Information und Kommunika- ben, dass positive Beschäftigungser- tion und auch die Sonstigen Dienstleis- wartungen - mit Ausnahme des öffent- tungen von einem weit überdurch- lichen Bereichs – von allen Branchen schnittlichen Beschäftigungsanstieg formuliert wurden und die früher häufig ausgehen, erwarten die Betriebe aus zu beobachtende Diskrepanz zwischen dem Sektor wirtschaftliche, wissen- Dienstleistungssektoren (als Beschäf- schaftliche und freiberufliche Dienst- tigungsmotor) und den anderen Bran- leistungen einen deutlichen Beschäfti- chen (als stagnierende oder schrump- gungsrückgang von über zwei Pro- fende Bereiche) so nicht mehr be- zent. Ebenfalls negativ ist – wie im obachtbar war (vgl. IWAK-Report vergangenen Jahr – die Prognose aus 2/2010). dem Bereich der öffentlichen Verwal- tung. Leicht überdurchschnittliches Für die aktuelle Prognose ergibt sich Beschäftigungswachstum wird noch im ein etwas anderes Bild. Auffällig sind Handel und im Sektor Verkehr und insbesondere die doch sehr unter- Lagerei erwartet, das Produzierende schiedlichen Erwartungen in den Gewerbe liegt in etwa im Durchschnitt.   Erwartete Beschäftigungsentwicklung für die Region Rhein‐Main bis Ende 2012 nach Wirtschafts‐ zweigen, Angaben in Prozent  Information und Kommunikation 8,2 7,9 Sonstige Dienstleistungen 3,5 4,1 Energie‐ und Wasserversorgung 2,7 3,3 Handel 0,7 2,3 Baugewerbe 0,7 1,6 Verkehr und Lagerei 1,5 1,2 Gesundh.‐, Vet.‐ u. Sozialwesen 0,7 1,1 Durchschnitt Region Region  Rhein‐Main 0,5 1,0 Finanz‐ und Versicherungsdienstl.n 0,1 1,0 Gastgewerbe 0,4 1,0 Verarbeitendes Gewerbe 0,9 1,0 Erziehung und Unterricht ‐0,8 0,6 Öffentl. Verwaltung / Org. o. E. ‐1,2 ‐0,8wirtschaftl./ wissenschaftl./ freiberufl. Dienstl. ‐2,1 ‐2,5 soz.vers.pfl. Beschäftigung bis Ende 2012 Gesamtbeschäftigung bis Ende 2012 IWAK - REPORT 2/2011 Seite 4
  • 5. Starker Beschäftigungsanstieg in mittelgroßen Betrieben erwartetAuch bei einer Differenzierung nach Ende 2012 aus. Ein nennenswerterBetriebsgrößenklassen ergeben sich Beschäftigungsabbau wird von dendeutliche Unterschiede gegenüber der Großbetrieben damit nach den letztenletztjährigen IWAK-Befragung. Den beiden IWAK-Befragungen nicht mehrstärksten Beschäftigungszuwachs er- erwartet. Angesichts der Prognosenwarten aktuell die mittelgroßen Betrie- aus den Jahren davor, die immer einebe (50-249 Beschäftigte) und nicht deutliche negative Beschäftigungsent-mehr die kleineren oder Kleinstbetriebe wicklung für die Großbetriebe beinhal-wie noch im letzten Jahr. Dies gilt so- teten, ist dies eher positiv zu bewerten.wohl für die Entwicklung der Gesamt- Hervorzuheben bleibt noch, dassbeschäftigung als auch für die sozial- Kleinstbetriebe (weniger als 10 Be-versicherungspflichtige Beschäftigung. schäftigte) einen überdurchschnittlichGroßbetriebe mit mehr als 249 Be- starken Anstieg der sozialversiche-schäftigten gehen nach wie vor von rungspflichtigen Beschäftigung erwar-stagnierenden Beschäftigtenzahlen bis ten. Erwartete Beschäftigungsentwicklung für die Region Rhein‐Main bis Ende  2012 nach Betriebsgrößenklassen, Angaben in Prozent 0,5 Durchschnitt Region Rhein‐Main 1,0 ‐0,1 250 und mehr Beschäftigte 0,2 1,4 50‐249 Beschäftigte 2,1 0,2 10‐49 Beschäftigte 1,3 0,8 1‐9 Beschäftigte 0,3 soz.versicherungs.pfl. Beschäftigte bis Ende 2012 Gesamtbeschäftigte bis Ende 2012IWAK - REPORT 2/2011 Seite 5
  • 6. Beschäftigungssituation in der Region Rhein-Main bleibt auch mittelfristig po- sitiv – Bis Ende 2013 wird ein Beschäftigungswachstum um 1,6 Prozent erwar- tet Die positive Entwicklung der Beschäf- ten ansteigen. Der Handel geht eben- tigtenzahlen in der Region Rhein-Main falls von einem überdurchschnittlich wird sich nach Angaben der Betriebe starken Anstieg aus. Berücksichtigt auch im Jahr 2013 fortsetzen, aller- man die Erwartungen der Betriebe für dings in etwas abgeschwächter Form. 2012, dann wird der Bereich Informati- Die Betriebe erwarten bis dahin im on und Kommunikation 2013 vermut- Vergleich zum Befragungszeitpunkt lich eher stagnieren, während beim einen Beschäftigungszuwachs um et- Handel und den Sonstigen Dienstleis- wa 1,6 Prozent. Da für 2012 schon mit tungen ein weiterer Beschäftigungsan- einer Steigerung um ein Prozent ge- stieg zu erwarten ist. Negativ in der rechnet wird, bedeutet dies, dass sich Zwei-Jahres-Betrachtung bleiben die das Wachstum der Beschäftigung öffentliche Verwaltung und die wirt- 2013 vermutlich verringern wird. schaftlichen, wissenschaftlichen und freiberuflichen Dienstleistungen. Der Die zweijährige Prognose zeigt überwiegende Teil des Stellenabbaus sektoral eine ähnliche Entwicklung wie wird sich in diesen Bereichen aber die Prognose bis Ende 2012. Im Ver- vermutlich bereits 2012 vollziehen, so gleich zum Befragungszeitpunkt wird dass auch hier für 2013 eher von stag- die Beschäftigung im Bereich Informa- nierenden Beschäftigtenzahlen ausge- tion und Kommunikation sowie bei den gangen werden kann. Sonstigen Dienstleistungen am stärks- Erwartete Gesamtbeschäftigungsentwicklung für die Region Rhein‐Main bis Ende 2013 nach  Wirtschaftszweigen, Angaben in Prozent Information und Kommunikation 7,6 Sonstige Dienstleistungen 6,3 Energie‐ und Wasserversorgung 6,2 Handel 5,1 Gastgewerbe 3,2 Gesundh.‐, Vet.‐ u. Sozialwesen 1,8 Durchschnitt Region Rhein‐Main 1,6 Verkehr und Lagerei 1,5 Verarbeitendes Gewerbe 1,2 Finanz‐ und Versicherungsdienstl.n 0,9 Baugewerbe 0,4 Erziehung und Unterricht ‐0,2 Öffentl. Verwaltung / Org. o. E. ‐1,3wirtschaftl./ wissenschaftl./ freiberufl. Dienstl. ‐2,0 IWAK - REPORT 2/2011 Seite 6
  • 7. Die bis Ende 2013 prognostizierten schäftigungszuwächse werden – wie inBeschäftigungszuwächse fallen bei fast allen bisherigen IWAK-den Kleinst- und Kleinbetrieben über- Betriebsbefragungen auch – überwie-durchschnittlich hoch aus, während gend von Kleinst- und Kleinbetriebengrößere Betriebe und Großbetriebe nur getragen. Dass Großbetriebe keinevon einem unterdurchschnittlichen negativen BeschäftigungserwartungenWachstum ausgehen. Im Gegensatz formulieren, ist allerdings eine Aus-zur aktuellen Ein-Jahres-Prognose nahme. Üblicherweise wird ein Teil deszeigt sich bei der Zwei-Jahres- Beschäftigungszuwachses durch Be-Betrachtung damit wieder das übliche schäftigungsabbau in den Großbetrie-Bild für die Region Rhein-Main: Be- ben kompensiert. Erwartete Gesamtbeschäftigungsentwicklung für die Region Rhein‐ Main bis Ende 2013 nach Betriebsgrößenklassen, Angaben in Prozent Durchschnitt Region 1,6 Rhein‐Main 250 und mehr  0,1 Beschäftigte 50‐249 Beschäftigte 0,8 10‐49 Beschäftigte 4,0 1‐9 Beschäftigte 2,9 29 Prozent aller Betriebe in der Region befürchten für ihren Betrieb Auswir- kungen durch einen Rückgang an verfügbaren ArbeitskräftenDie Diskussion um einen bevorstehen- zungsprobleme bei den Betrieben inden Fachkräftemangel wird nicht nur der Region Rhein-Main waren eben-bundesweit, sondern auch regional falls Gegenstand der aktuellen IWAK-geführt. Laut IHK werden bereits in den Betriebsbefragung. Die Ergebnissekommenden fünf Jahren in der Region werden wir in dem nächsten IWAK-Rhein-Main erhebliche ungedeckte Report ausführlich behandelt.Bedarfe an Fachkräften zu erwarten Im Rahmen des vorliegenden Reportssein. Die IHK spricht von bis zu wollen wir nur kurz die möglichen150.000 Fachkräften, die der Region Auswirkungen des demographisch be-Rhein-Main jährlich fehlen werden. Art dingten Rückgangs an verfügbarenund Umfang aktueller Stellenbeset-IWAK - REPORT 2/2011 Seite 7
  • 8. Arbeitskräften für die Betriebe darstel- terricht sowie das Verarbeitende Ge- len. werbe. Die Branche mit dem stärksten prognostizierten Beschäftigungswachs- Nach Angaben der Betriebe befürchten tum – Information und Kommunikation bereits 29 Prozent aller Betriebe in der – liegt etwa im Durchschnitt aller Be- Region eben solche Auswirkungen. Bei triebe in der Region. Die anderen der IWAK-Betriebsbefragung 2007, als Branchen mit überdurchschnittlich po- wir zum letzten Mal diese Frage stell- sitiven Beschäftigungserwartungen – ten, waren es nur 20 Prozent der Be- der Handel sowie die Sonstigen triebe. Dienstleistungen – sehen hier auch nur Anteilig am häufigsten werden hierbei vergleichsweise geringe Probleme. Ein von den Betrieben aus dem Gesund- sektoraler Vergleich zu früheren IWAK- heits- und Sozialwesen Auswirkungen Befragungen ist aufgrund der Revision erwartet. Es folgen die Bereiche Ver- der Wirtschaftszweigklassifikation (WZ kehr und Lagerei, Erziehung und Un- 2008) leider nicht möglich. Wird sich der Rückgang an verfügbaren Arbeitskräften auf Ihren Betrieb auswirken?  Antworten mit "JA" in Prozent aller Betriebe der Region Rhein‐Main 2011 nach  Wirtschaftszweigen Gesundh.‐, Vet.‐ u. Sozialwesen 41,5 Verkehr und Lagerei 36,8 Erziehung und Unterricht 36,1 Verarbeitendes Gewerbe 32,9wirtschaftl./ wissenschaftl./ freiberufl. Dienstl. 32,8 Baugewerbe 31,4 Information und Kommunikation 29,8 Durchschnitt Region Rhein‐Main 29,1 Finanz‐ und Versicherungsdienstl.n 27,2 Gastgewerbe 26,6 Handel 21,2 Sonstige Dienstleistungen 16,9 Öffentl. Verwaltung / Org. o. E. 12,9 Energie‐ und Wasserversorgung 7,3 Bei einer Differenzierung nach Be- ben und mittleren Betrieben zurückge- triebsgrößenklassen ergeben sich im gangen (bei ersteren von 57% auf Vergleich zur IWAK-Befragung 2007 47%, bei letzteren von 46% auf 43%). doch erhebliche Verschiebungen. Zwar Dafür sind sie bei Kleinst- und Kleinbe- sinkt nach wie vor der Anteil der Be- trieben erheblich angestiegen. Inzwi- triebe, die Auswirkungen auf ihren Be- schen sind immer mehr kleinere Be- trieb erwarten mit abnehmender Be- triebe sich der Problematik eines zu- triebsgröße. Im Vergleich zu 2007 ist nehmenden Fachkräftebedarfs be- dieser Anteil aber bei den Großbetrie- wusst bzw. davon betroffen. IWAK - REPORT 2/2011 Seite 8
  • 9. Wird sich der Rückgang an verfügbaren Arbeitskräften auf Ihren Betrieb  auswirken? Antworten mit "JA" in Prozent aller Betriebe der Region Rhein‐Main  2011 nach Betriebsgrößenklassen Durchschnitt Region 20,0 Rhein‐Main 29,1 57,2 250 und mehr Beschäftigte 47,1 46,4 50‐249 Beschäftigte 43,2 31,3 10‐49 Beschäftigte 46,1 15,1 1‐9 Beschäftigte 22,6 Befragung 2007 Befragung 2011 Immer mehr Betriebe setzen auf ZuwanderungAuch bei der Frage nach den betriebli- nungen hierfür ist aber zurückgegan-chen Reaktionen auf einen erwarteten gen. Stark zugenommen hat dafür derRückgang des Arbeitskräfteangebots Anteil der Betriebe, der auf innerbe-sind seit 2007 deutliche Veränderun- triebliche Reorganisationen bzw. aufgen in den betrieblichen Reaktions- die Einstellung von ausländischen Ar-mustern zu erkennen. 2007 standen beitskräften setzt. Bei letzterer wurdeverstärkte betriebliche Aus- und in der Befragung noch unterschieden,Weiterbildungsaktivitäten noch mit Ab- aus welchen Regionen/Ländern diesestand an der Spitze der geplanten Arbeitskräfte wahrscheinlich rekrutiertMaßnahmen zur Reduktion des erwar- werden. Dabei wurde deutlich, dassteten Arbeitskräftemangels. Aktuell viele Betriebe auf Arbeitskräfte auswird von den Betrieben in der Region den neuen EU-Ländern setzen (14%Rhein-Main eine verstärkte betriebliche der Betriebe), gefolgt von Arbeitskräf-Ausbildung zwar immer noch am häu- ten aus den alten EU-Ländern (10%)figsten genannt, der Anteil der Nen- und nicht EU-Ländern (6%).IWAK - REPORT 2/2011 Seite 9
  • 10. Wie wird Ihr Betrieb auf den erwarteten Rückgang an verfügbaren Arbeitskräften  reagieren? Angaben in Prozent aller Betriebe der Region Rhein‐Main, die 2011  Auswirkungen des Rückgangs an Arbeitskräften erwarten verstärkte betriebl. Ausbildung 43 40 innerbetriebliche Reorganisation 21 31 Einstellung von ausländischen Arbeitskräften 21 30 verstärkte betriebl. Weiterbildung 36 28 längerfristige Personalplanung 21 26 (längere) Beschäftigung von Älteren 16 19 überbetriebl. Kooperation 25 19Arbeitsbedingungen ändern (Lohn, Arbeitszeit) 12 15 verstärkte Rationalisierung 16 14 Einsatz von Leih‐/Zeitarbeit 18 14 Weiterbildung von Älteren 8 7 Befragung 2007 Befragung 2011 Fazit Nach der aktuellen Beschäftigungs- auch das Produzierende Gewerbe wird prognose für die Region Rhein-Main ist sich diesbezüglich bis Ende 2012 posi- auch bis Ende 2012 mit steigenden tiv entwickeln. Der Bereich der Öffent- Beschäftigtenzahlen zu rechnen. Dies lichen Verwaltung geht dagegen - wie gilt sowohl für die Gesamtbeschäfti- auch in der letztjährigen Befragung - gung als auch - wenn auch in geringe- von einem Beschäftigungsrückgang rem Maße - für die sozialversiche- aus. rungspflichtige Beschäftigung. Dieser Der Beschäftigungsanstieg wird über- Beschäftigungsanstieg wird sich nicht wiegend von mittelgroßen Betrieben in allen Branchen gleichermaßen voll- getragen, die Bedeutung von Kleinst- ziehen, insbesondere der Dienstleis- und Kleinbetrieben für das Beschäfti- tungssektor zeigt hier ein widersprüch- gungswachstum hat abgenommen. liches Bild. Auf der einen Seite gibt es Allerdings ist hierbei hervorzuheben, hier Branchen mit überdurchschnittlich dass gerade Kleinstbetriebe mit weni- positiven Beschäftigungserwartungen ger als zehn Beschäftigten einen über- (Information und Kommunikation, durchschnittlich starken Anstieg der Sonstige Dienstleistungen) auf der an- sozialversicherungspflichtigen Be- deren Seite solche mit negativer Be- schäftigung erwarten. schäftigungsprognose (wirtschaftliche, wissenschaftliche und freiberufliche Auch über das Jahr 2012 hinaus blei- Dienstleistungen). ben die Betriebe in der Region Rhein- Main vorsichtig optimistisch. Bis Ende Ein Beschäftigungsanstieg ist deswei- 2013 erwarten sie einen Beschäfti- teren vom Handel zu erwarten und IWAK - REPORT 2/2011 Seite 10
  • 11. gungsanstieg um etwa 1,6 Prozent. zentrieren sich damit nicht mehr aufFür 2013 ist allerdings eine geringe mittelgroße und Großbetriebe.Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in der Als Reaktion auf diese EntwicklungRegion Rhein-Main zu erwarten. Die planen die anteilig meisten Betriebe –Branchen, die bis Ende 2013 einen wie in der Vergangenheit auch – ihreStellenabbau planen werden dies betrieblichen Ausbildungsaktivitäten zuGroßteils bereits 2012 tun und auch verstärken. Verstärkte betrieblicheein Großteil des Beschäftigungswachs- Weiterbildung hat diesbezüglich antums wird im kommenden Jahr stattfin- Bedeutung verloren, dafür setzen im-den und nicht 2013. mer mehr Betriebe auf die EinstellungZugenommen hat der Anteil der Be- von ausländischen Arbeitskräften, ins-triebe in der Region Rhein-Main, der besondere aus den neuen EU-LändernAuswirkungen des demographisch be- oder planen innerbetriebliche Reorga-dingten Rückgangs des Arbeitskräfte- nisationen.angebots auf den Betrieb erwartet. Bei Das Thema Stellenbesetzungsproble-den IWAK-Betriebsbefragungen 2001 me der Betriebe und ein möglicher Ar-und 2007 waren es jeweils nur 20 Pro- beitskräftemangel in der Region Rhein-zent der Betriebe, die diese Frage be- Main werden im nächsten IWAK-jahten, aktuell sind es 29 Prozent. Report ausführlich behandelt.Hierbei ist insbesondere der Anteil derKleinst- und Kleinbetriebe angestiegen.Ungedeckte Arbeitskräftebedarfe kon- Der vorliegende sowie weitere IWAK-Reporte sind im Internet unter der Adresse www.iwak- frankfurt.de abrufbar. Kontakt: c.baden@em.uni-frankfurt.deIWAK - REPORT 2/2011 Seite 11

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