50 Filmfest Sehpferdchen eröffnet.pdf

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[PDF] Pressemitteilung: Unister: Andere Sichtweisen jenseits von Hollywood kennen lernen
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  1. 1. Region Hannover • Postfach 147 • 30001 Hannover Der Regionspräsident Team Kommunikation Dienstgebäude Hildesheimer Str. 20 Ansprechpartner Nils Meyer Zeichen 13.01 Durchwahl (0511) 616 2 22 07 Telefax (0511) 616 2 24 95 Mobil (0151) 140 355 30 E-Mail nils.meyer@region-hannover.de Internet www.hannover.de Hannover, 21. Februar 2010+++ Presseinformation +++Nr.: 50/2010Sehpferdchen – Filmfest der Generationen eröffnetAndere Sichtweisen jenseits von Hollywood kennen lernenHannover – Roter Teppich für den Kinder- und Jugendfilm: Am Sonntagnachmittag, 21.Februar, wurde im voll besetzten Kino im Künstlerhaus das achte Kinder- und Jugendfilmfest„Sehpferdchen“ eröffnet. Bis zum 3. März 2010 stehen anspruchsvolle und unterhaltsameFilme für Kinogängerinnen und Kinogänger unter 18 Jahren auf dem Programm – gedrehtvon Regisseuren aus aller Welt, aber auch von Kindern und Jugendlichen aus der RegionHannover. Zu den Aufführungen werden zahlreiche Filmemacherinnen und Filmemachersowie Expertinnen und Experten zu Gesprächen mit dem Publikum erwartet.„Mit dem Filmfestival wollen wir Kindern und Jugendlichen einen für sie oft ganz neuenZugang zum Kino öffnen – indem sie andere Sichtweisen jenseits des Hollywoodkinoskennen lernen, indem sie sich mit Filmen auseinandersetzen statt sie nur zu konsumieren“,sagte Andreas Holte, Leiter des Medienzentrums der Region Hannover und desMedienpädagogischen Zentrums, für den Kreis der Veranstalter. Dass das Konzept aufgeht,zeige der gute Zuspruch: „Insgesamt sind wir mit dem Stand der Anmeldungen sehrzufrieden“, so Holte.Das Besondere an dem Festival ist, dass es Kindern und Jugendlichen den Film als Mediumim handwerklichen, aber auch im ästhetisch-anschaulichen Sinne nahe bringt, sagteSozialdezernent Erwin Jordan: „Das ‟Sehpferdchen‟ weckt die Neugier aufs Kino, öffnetKindern die Augen für andere Sehgewohnheiten und macht Lust, selbst einmal die Kamera indie Hand zu nehmen und damit die Sprache und Wirkungsweisen des Films viel besser zuverstehen.“ Jordan hob außerdem den regionalen Charakter des Festivals hervor: „Es ist toll,dass Teile des Programms auch in Burgdorf und Neustadt gezeigt werden.“Mit zahlreichen Projekten haben sich Kinder und Jugendliche in hannoverschen Schulen undin Jugendgruppen auf das „Sehpferchen“ vorbereitet und sich als Filmemacherinnen undFilmemacher geübt. Die Ergebnisse werden nun auf dem Festival präsentiert.
  2. 2. Region Hannover 2„Ganz besonders freut es mich, dass die Grundschulen Lüneburger Damm,Suthwiesenstraße, Kurt-Schumacher-Schule und Friedrich-Ebert-Schule mit vierMedienworkshops, die über ein halbes Jahr liefen, beteiligt waren“, sagte Dieter Wuttig,Leiter des Fachbereichs Bildung und Qualifizierung der Landeshauptstadt Hannover. „In dennächsten drei Jahren werden insgesamt 21 Grundschulen in Hannover zu offenenGanztagsschulen ausgebaut. Hier gilt es, auch für den Nachmittagsbereich ein interessantesBildungsangebot vorzuhalten und Medienarbeit kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten,das haben die Erfahrungen im letzten halben Jahr sicher noch einmal deutlich unterstrichen.“Zur Eröffnung lief der norwegische Film ORPS – THE MOVIE von Atle Knudsen aus dem Jahr2009 über eine Schulblaskapelle. Passend musikalisch umrahmt wurde die Aufführung vomBlasorchester Prima Vista Brass der Musikschule Hemmingen unter der Leitung von FrankReinicke. Im Vorprogramm erlebte der Kurzfilm FILM IM FILM von Kindern der hannoverschenGrundschule Lüneburger Damm seine Uraufführung – vorgestellt von den kleinenFilmemacherinnen und Filmemachern selbst.Weitere ausführliche Informationen über das Programm unter www.filmfest-sehpferdchen.de.Reservierungen für alle Veranstaltungen im Kino im Künstlerhaus in Hannover unter Telefon0511/470 86 13 oder per E-Mail: reservierung@filmfest-sehpferdchen.de.Veranstalter des Filmfests „Sehpferchen“ sind das MedienpädagogischeZentrum/Landesfilmdienst Niedersachsen e.V., die LAG Jugend & Film Niedersachsen e.V.,das Kino im Künstlerhaus, die Landeshauptstadt Hannover mit dem Fachbereich Bildung undQualifizierung und das Medienzentrum der Region Hannover. Gefördert wird das Festival vonder nordmedia Fonds GmbH, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, derStiftung Kulturregion Hannover, der Klosterkammer Hannover, dem NiedersächsischenMinisterium für Wissenschaft und Kultur, der Landeshauptstadt Hannover und der RegionHannover.BildunterschriftEröffneten das Kinder- und Jugendfilmfest „Sehpferdchen“ im Kino im Künstlerhaus inHannover: Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, AndreasHolte, Leiter des Medienzentrums der Region Hannover und des MedienpädagogischenZentrums, und Dieter Wuttig, Leiter des Fachbereichs Bildung und Qualifizierung derLandeshauptstadt Hannover (hinten von links nach rechts) mit Kindern der hannoverschenGrundschule Lüneburger Damm, die ihren selbst gedrehten Kurzfilm dem Publikumpräsentierten.
  3. 3. Region Hannover 3Zu folgenden Veranstaltungen werden Gäste erwartet: Orps ab 8 (Orps - The Movie) Regie: Atle Knudsen Norwegen 2009, 86 Min. Originalfassung deutsch eingesprochenNachdem sie von der fiesen Kapellmeisterin Elsebeth aus ihrem Marschmusikkorps geworfenwurden, gründen die sechs begeisterten MusikerInnen Ikko, Amalie, Babb, Ling, Murmel undJannik kurzerhand eine eigene Band und melden sich zum nationalen Musikwettbewerb an. Ihr Zielist es, die Schulkapelle unter der Leitung von Elsebeth zu besiegen. Doch bevor die beidenGruppen überhaupt gegeneinander antreten können, kommt es zu einem Wettrennen: Nur dieGruppe, die als Erstes am Veranstaltungsort ankommt, darf an den nationalen Meisterschaftenteilnehmen. Auf der Wettfahrt lässt sich Elsebeth einiges an gemeinen Tricks einfallen, um dieTeilnahme von “Orps”, wie die eigenwillige Blaskapelle durch ein Missverständnis jetzt heißt, zusabotieren. Als sie am Veranstaltungsort angekommen sind, geht die Geschichte jedoch erst sorichtig los! Dabei wird ihre Freundschaft, Improvisationskunst und ihr Durchhaltever-mögen aufeine harte Probe gestellt. Orps erzählt gewitzt und charmant, wie der Mut zum Anderssein belohntwird.Das Rahmenprogramm wird gestaltet vom Blasorchester Prima Vista Brass der MusikschuleHemmingen e.V. unter der Leitung von Frank ReinickeSonntag, 21.2. 15.00 Uhr im Kino im Künstlerhaus. Hannover Frösche und Kröten ab 5 (Kikkerdril) Regie: Simone van Dusseldorp Niederlande 2009 75 Min. Originalfassung deutsch eingesprochenMax soll eine Nacht bei seiner Oma auf dem Land schlafen, weil sein Bruder Jannus insKrankenhaus muss. Jannus macht seinem kleinen Bruder Max weis, er könne nach seinerMandeloperation erst dann wieder sprechen, wenn Max ihm Froschlaich bringt. Max verspricht esund macht sich auf die Suche – doch zunächst vergeblich. Als schließlich auch noch das Glas fürden Froschlaich zerbricht, steht sein Vorhaben kurz vor dem Scheitern. Da lernt Max diegleichaltrige Jesse kennen, die ein passendes Glas hat. Sie will es ihm geben, wenn er mit ihrspielt. Max will aber unbedingt zu seiner Oma, denn dort gibt es einen Teich mit Froschlaich. Erkann Jesse überreden, mit ihm zu kommen, denn Oma pflegt kranke Tiere, und Jesse möchtegerne Krankenschwester spielen. Gemeinsam machen sich die beiden Kinder auf denabenteuerlichen Weg aufs Land, lernen viele Tiere kennen und finden schließlich auch Froschlaich… Das unterhaltsame Road-Movie zeigt in einem kindgerechten Rhythmus vieles aus der Natur,die uns umgibt.Gast/Gesprächspartner:Hauptdarsteller Nino den Brave, NiederlandeMontag, 22.2. 15.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, HannoverMittwoch 24.2. 09.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover
  4. 4. Region Hannover 4 Carlitos großer Traum ab 8 (Carlitos y el campo de los suenos) Regie: Jesús del Cerro Spanien 2008, 107 Min. Originalfassung deutsch eingesprochenCarlitos und seine Freunde leben in einem Waisenhaus. Eigentlich könnte es dort ja ganz schönsein, wenn der ewig schlecht gelaunte Direktor Don Hipolito nicht wäre, der ihnen ständig mitOrdnung und Disziplin kommt. Das Fußballass Carlitos wünscht sich eigentlich nichts weiter alseine liebevoll Adoptivfamilie und ein großer Fußballer zu werden. Als eines Tages einJuniorfußballteam für die Europameisterschaft zusammengestellt wird, unternimmt Carlitos alles,um aus dem Waisenhaus zu entwischen und am Training teilzunehmen. Mit Hilfe seiner Freundeund des Sportlehrers Diego schafft er es tatsächlich in das Team und zur Europameisterschaft.Doch ausgerechnet vor dem Endspiel gegen die deutsche Mannschaft will ein Ehepaar Carlitosadoptieren. Ein turbulenter Film – auch zur Einstimmung auf die Fussball–WM in Südafrika.Gast/Gesprächspartner:Regisseur Jesus del Cerro, SpanienFreitag, 26.2. 11 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover Ich schwör‘s, ich war‘s nicht! ab 11 (C„est pas moi, je le jure!) Regie: Philippe Falardeau Kanada 2008, 110 Min. Originalfassung deutsch eingesprochenIm Sommer 1968 hätte Leon sich um ein Haar erhängt. In letzter Sekunde wurde er von seinerMutter gerettet. Letzten Sommer am Pool war es genauso und vor zwei Jahren, bei der Sache mitder Tiefkühltruhe, war sie auch rechtzeitig zur Stelle. Mit seinen zehn Jahren hat Leon nicht nureine ganze Reihe von Problemen, er besitzt auch eine blühende Fantasie. Die braucht er beiEltern, die ständig streiten, nervigen Nachbarn und bei Lea. Sie ärgert ihn besonders, nicht nur,weil sie absolut in allen Dingen Recht behalten muss. Als Leons Mutter sich entschließt,Kleinfamilie, Haus und Garten hinter sich zu lassen und ein neues Leben in Griechenland zubeginnen, hat Leon eine Reihe guter Einfälle, um den Kummer zu vertreiben. Als da wären: dasNachbarhaus zerstören, Profilügner werden und sogar, sich in Lea zu verlieben. RegisseurPhilippe Falardeau gibt einen tiefen Einblick in die kindliche Seele. Mit viel Humor beschreibt eraus der Perspektive des jetzt Erwachsenen vom psychischen Zusammenbruch eines Kindes.Gast/Gesprächspartner:Philippe Farladeau, KanadaMontag, 22.2. 11.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover
  5. 5. Region Hannover 5 Only ab 11 Regie: Ingrid Veninger & Simon Reynolds Kanada 2008, 74 Min. Originalfassung deutsch eingesprochenDer 12-jährige Daniel lebt in dem kleinen Motel seiner Eltern. Viel passieren tut hier nicht: Danielhilft ein bisschen im Betrieb, spielt alleine Basketball auf dem Parkplatz oder streitet sich mit denanderen Jungs aus dem Ort. Bis eines Tages die 13-jährige Vera mit ihren Eltern in dem trostlosenStädtchen Station macht. Nach einem heftigen Streit zwischen Veras Eltern verlässt die MutterHals über Kopf das Motel. Zurückgelassen mit dem verwirrten Vater macht sich Vera alleine aufden Weg und trifft auf den Basketball spielenden Daniel. Ihre direkte Aufforderung, „Lass uns hierverschwinden! Egal wohin!“, findet Daniel zwar etwas merkwürdig, folgt ihr aber doch. Es ist derBeginn eines einmaligen Nachmittags, an dem viele bedeutende Fragen gestellt und großeGeheimnisse ausgetauscht werden. Für Vera und Daniel ist es die Entdeckung einer ganz neuenWelt.In beschaulich inszenierten Bildern und außergewöhnlichem Einsatz des Soundtracks erzählt„Only“ die Geschichte eines Tages, an dem sich zwei Außenseiter das erste Mal begegnen undgemeinsam verborgene Ängste und Wünsche entdecken.Gast/Gesprächspartnerin:Regisseurin Ingrid Veninger, KanadaMittwoch, 24.2. 11.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover Das andere Ufer ab 14 (Gagma Napiri) Regie: George Ovashvilli Georgien/Kasachstan 2009, 90 Minuten Originalfassung deutsch eingesprochenEin vergessener und noch längst nicht vergangener Konflikt im Osten Europas: Der Bürgerkriegund die Auseinandersetzung zwischen Georgien und Abchasien. Tedo ist zwölf. Er lebtgemeinsam mit seiner jungen Mutter Keto in einer abgeschiedenen Hütte außerhalb von Tiflis.Tedo und Keto sind Flüchtlinge aus Abchasien. Der Krieg hat ihnen alles genommen, auch Tedosund Ketos Hoffnung auf eine glückliche Zukunft in einer intakten Familie. Als sie aus Abchasienflüchteten, war Tedo erst vier, sein kranker Vater musste zurückbleiben. Inzwischen ist TedoLehrling in einer Autoreparaturwerkstatt, Keto arbeitet als Verkäuferin. Die wenigen Groschen, dieTedo verdient, steckt er seiner Mutter zu, damit sie es nicht länger nötig hat, zu fremden,unfreundlichen Männern freundlich zu sein. Als er entdeckt, dass sie einen Liebhaber hat, ist daszu viel für ihn. Er fasst den Entschluss, nach Abchasien zurückzukehren und seinen Vater zusuchen. Eine Roadmovie, eine Reise durch eine verbranntes Land voller Spuren der Gewalt,bevölkert mit Menschen die leiden oder Schuld auf sich geladen haben. Wird Tedo seinen Vaterfinden? Gibt es für ihn eine Hoffnung? Der Siegerfilm des goEast – Festivals Wiesbaden 2009. DieJury würdigte die mutige Beschreibung einer der am stärksten bewaffneten Konflikte unserer Zeit,wahrgenommen durch die hoffnungsvollen Augen eines Kindes.Nominiert für den Europäischen FilmpreisGast/Gesprächspartnerin:Gaby Babic, Expertin für Kultur und Kino Ost- und Mitteleuropas, Kuratorin von Filmreihen undFestivalprogrammen, u.a. über die Sarajevo Documentary School.Dienstag, 2.3. 9.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover
  6. 6. Region Hannover 6 Ein Sommer in New York ab 14 (The Visitor) Regie: Tom McCarthy USA 2007, 104 Minuten Originalfassung mit deutschen UntertitelnWalter Vale, einst brillanter Wirtschaftsprofessor und seit fünf Jahren Witwer, lässt sich ziellos durchsein inhaltsleeres Leben treiben. Bis er eines Tages zu einer Konferenz nach New York geschicktwird, wo er seit dem Tod seiner Frau nicht mehr war. In seiner eigentlich leerstehenden Wohnung inManhattan erlebt er eine Überraschung: hier wohnen jetzt der junge Syrer Tarek und seineFreundin, die Senegalesin Zainab. Beide leben als Illegale in der Stadt, ein betrügerischer Vermittlerhat ihnen die Wohnung vermietet. Walter tut nun etwas, worüber er selbst wohl am meisten staunt:Er schmeißt die beiden nicht raus, sondern lässt sie weiterhin in seinen vier Wänden wohnen. Nachund nach freundet sich Walter mit Tarek an und legt seinen seelischen Panzer ab. Tarek bringt ihmdas Trommeln bei und Walter erfährt in der Begegnung mit diesem jungen Paar aus ganz anderenKulturen eine fast schon vergessene Lebensfreude. Dann wird Tarek in der U-Bahn verhaftet undals illegaler Ausländer in Abschiebehaft genommen. Als auch noch Tareks Mutter Mouna auftaucht,ist Walter klar, dass er seinen neuen Freunden helfen muss – und er beginnt zu kämpfen. DerRegisseur Tom McCarthy erzählt eine zutiefst menschliche Geschichte aus einem Amerika, dassich verändert hat seit 9/11. Ein wahrhaftiger Film, der einen nicht kalt lässt und der eine gerechteEmpörung entfacht über ein ungerechtes und unmenschliches System, das Menschen mit ihrenHoffnungen und Wünschen zu Illegalen deklariert und kriminalisiert. Ein kleines Juwel desunabhängigen amerikanischen Kinos.Gast/Gesprächspartner:Arzu Altug, Stabsstelle für Integration, Politik und Verbände im Büro des Oberbürgermeisters derLandeshauptstadt HannoverMontag, 1.3. 8.30 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover Snow ab 15 (Snijeg) Regie: Aidan Begic Bosnien und Herzegowina 2008, 100 Minuten Originalfassung mit deutschen UntertitelnEin kleines Bergdorf im Bosnien des Jahres 1997. Der Krieg ist seit zwei Jahren vorbei, doch in denSeelen derer, die mit dem Leben davon kamen, hat er seine unauslöschlichen Spuren hinterlassen.Es sind nur noch vier Frauen, fünf Kinder, zwei alte Damen und ein alter Mann, die hier leben. IhreVerwandten starben alle im Krieg. Sie wurden ermordet und niemand weiß, wo ihre sterblichenÜberreste sind. Dunkle Erinnerungen und trügerische Hoffnungen prägen das Leben dieser kleinenGemeinschaft. Doch die junge Alma will mehr, sie initiiert mit Hilfe der anderen den Verkauf vonAjvar und Pflaumenmus. Doch der Verkaufsstand an der schmalen Bergstraße scheint ein hilfloserVersuch des Ausbruchs ... Plötzlich taucht ein serbischer Geschäftsmann im Dorf auf undunterbreitet den Bewohnern ein Angebot: Sie sollen ihren Grund und Boden verkaufen und das Dorfverlassen, das einem Immobilienprojekt weichen soll. Eine Entscheidung steht an, ein Sturm ziehtauf und plötzlich brechen alte Wunden auf. Es beginnt zu schneien, eine Höhle in den Bergen bringtGewissheit, und ein kleine Hoffnung beginnt zu keimen... Das intensive Erstlingswerk der jungen,1976 in Sarajewo geborenen bosnischen Regisseurin Aida Begic. Ein ruhiger, genaubeobachtender Film voller symbolischer Anspielungen, der den Versuch unternimmt, dasUnsichtbare erfahrbar zu machen.Gast/Gesprächspartnerin:Gaby Babic, Expertin für Kultur und Kino Ost- und Mitteleuropas, Kuratorin von Filmreihen undFestivalprogrammen, u.a. über die Sarajevo Documentary School.Montag, 1.3. 20.15 Uhr Kino im Künstlerhaus, Hannover
  7. 7. Region Hannover 7 John Rabe ab 14 Regie: Florian Gallenberger Deutschland 2009, 137 Minuten Deutsche Fassung1937 ist das Jahr des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges: Der deutsche Kaufmann JohnRabe, Mitglied der NSDAP, leitet seit 27 Jahren die Siemens- Niederlassung in der chinesischenHauptstadt Nanking. Nun wird er zurück nach Berlin beordert. Ein Schritt, der im nicht leicht fällt.Und er ist alles andere als begeistert, die Firmenleitung an seinen Nachfolger – einen ganzfanatischen Nazi - zu übergeben. Während des Abschiedsdinners fallen plötzlich Bomben.Japanische Kampfflieger greifen Nanking an, es herrscht Panik in der Stadt. Vor dem Tor derSiemens-Niederlassung drängen sich Hunderte Mitarbeiter mit ihren Familien. John Rabe lässt dasTor gegen den Widerstand seines Nachfolgers öffnen und es kommt zu einer der prägnantestenSzenen des Films: Rabe breiteteine überdimensionale Hakenkreuzfahne aus, die ihm aus Deutschland geschickt wurde. Unter demNazisymbol finden die Menschen Schutz, denn die japanischen Bomber drehen, als sie das Symbolder deutschen Verbündeten sehen, ab. - Mit diesem Angriff der Japaner beginnt das „Massaker vonNanking“. Acht Wochen lang wüten sie mit menschenverachtender Brutalität in dereingeschlossenen Stadt. - Unter Rabes Beteiligung wird in Nangking eine internationaleSicherheitszone gegründet, zu der auch die Siemensfabrik gehört. Gut 250.000 Menschen wird siedas Leben retten... Ein epischer und packender Film, der einen Menschen zeigt, der sich im Kriegzu seiner Verantwortung bekennen muss. Ein Film, der anzuregen vermag zur Diskussion über eineZeit, in der Menschlichkeit rar war, aber auch über die Art der filmischen Gestaltung und die Rolleeines „guten Nazis“.Zum Filmgespräch sind anwesend:Ministerpräsident Christian Wulff, Schirmherr des Sehpferdchen, und Thomas Rabe – Enkel vonJohn RabeMontag, 1.3. 11.00 Uhr Kino im Künstlerhaus, HannoverPräsentation der Sehpferdchen-Projektfilmeaus Stadtteilkultureinrichtungen der Landeshauptstadt Hannover und SchulenProgramm (Änderungen noch möglich): Der Tannenbaum und die Liebe von der Grundschule Hoffman von Fallersleben mit dem Kulturtreff Bothfeld; Die verzauberten Stühle von der Grundschule In der Steinbreite mit dem Kulturtreff Plantage; Drei Weltneuheiten: FLIVO-DSM-ASSM von der Comenius-Schule List mit dem Freizeitheim Lister Turm; Wer hat an der Uhr gedreht? und ... ist es wirklich schon so spät? von Jugendlichen mit dem Kulturbüro Südstadt; Spuk in der Schule von der Grundschule Suthwiesenstraße; Alles nur ein Traum von der Kurt-Schumacher-Schule (Grundschule); Film im Film von der Grundschule Lüneburger Damm; Die Zaubermuschel von der Grundschule Friedrich Ebert, BadenstedtSonnabend, 27.2. 15 bis ca. 17 Uhr, Kino im Künstlerhaus, Hannover

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