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[PDF] In Rio präsentiert: Der Pirelli Kalender 2013 von Steve McCurry Press Kit …

[PDF] In Rio präsentiert: Der Pirelli Kalender 2013 von Steve McCurry Press Kit
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  • 1.       In Rio präsentiert: Der Pirelli Kalender 2013 von Steve McCurryRio de Janeiro, 27. November 2012 – In den zur stilvollen Eventlocation umgebauten altenWarenlagern am Pier Mauá im Hafen Cidade Maravilhosa präsentierte Pirelli heute in Rio deJaneiro den Pirelli Kalender 2013.Schöpfer der 40. Ausgabe von The Cal ist Steve McCurry, einer der weltweit renommiertesten TMFotografen. In seinen Aufnahmen dokumentiert er auch die jüngste soziale und wirtschaftlicheEntwicklung Brasiliens. Seine Arbeit feiert die Schönheit und Farben, welche die Seele desmagischen südamerikanischen Landes darstellen, das zum dritten Mal als Kulisse für einen PirelliKalender dient. Zuvor hatten Patrick Demarchelier (2005) und Terry Richardson (2010) denKalender in Brasilien inszeniert.Während der zwei Wochen dauernden Produktion auf den Straßen der unterschiedlichstenViertel von Rio unternahm McCurry eine seiner faszinierenden und einzigartigenEntdeckungsreisen: In deren Verlauf fängt er Geschichten, Erfahrungen und charakteristischeEigenschaften von Menschen und entfernten Ländern ein. Der Pirelli Kalender 2013 erzählt seineGeschichten auf zweierlei Weise. Einmal mithilfe von Gesichtern, die als Graffiti auf Wändegemalt wurden, oder mit Gesichtern, die dem Fotografen auf der Straße begegneten. Und essind besondere Models, mit denen McCurry Geschichten erzählt. Sie eint ihr starkespersönliches Engagement für Stiftungen, humanitäre Projekte und nichtstaatlicheHilfsorganisationen.„Mein Ziel war es, Brasilien, seine Landschaft, seine Wirtschaft und seine Kultur zu porträtierenund dabei das menschlichen Element zu berücksichtigen“, erläutert McCurry seinen Ansatz.„Diese Geschichte wollte ich mit meiner Kamera erzählen. Für mich ist die Fotografie einbedeutendes und ausdrucksstarkes Mittel, um die großen und kleinen Geschichten des täglichenLebens zu erzählen."Im Hintergrund der Aufnahmen pulsiert das Leben in Rio. Der Betrachter sieht historischeStadtviertel wie Lapa und Santa Teresa, die Armutsviertel, Favelas genannt, Bars undNachtklubs, Märkte, Tanzhallen, Fitnessstudios, Schulen und Bushaltestellen. Dabei wirkt dieStadt besonders authentisch und ganz anders, als man sie von zahlreichen Aufnahmen kennt.„Ich ging viel in den Straßen spazieren, betrachtete das alltägliche Leben und machte sehr vieleAufnahmen“, erzählt Steve McCurry. „Dabei suchte ich den Augenblick, in dem das Motiv einegewisse Spannung verriet.“  
  • 2. McCurry, der über die Erfahrung langjähriger Reisen verfügt und von einer natürlichen Neugiergeleitet wird, tauchte in den Geist der Stadt Rio ein, die ihm Gesichter und Stimmungen bot. ImKalender wechseln sich die Porträts der Modells und Schauspielerinnen mit den Aufnahmen vonEinwohnern der Stadt ab: junge Boxer während des Trainings, ein Obsthändler auf dem Markt,Sambatänzer, Meister des Capoeira, die ihre Kunst praktizieren, eine Joggerin, ein Kunstlehrer,ein Tourist in einem Museum, eine Sekretärin, die aus dem Fenster schaut oder ein Liebespaar,das im Sonnenuntergang spazieren geht.Diese Szenen des gewöhnlichen und doch nicht so gewöhnlichen Lebens beschreiben dabei dieEntwicklung eines Landes, das sich verändert, ohne seine Identität und jene Eigenschaften zuverlieren, die es so einzigartig machen.Steve McCurry: „Ich würde mich als einen Straßenfotografen bezeichnen, der gefundeneSituationen festhält. Nackte Menschen können Sie überall fotografieren. Aber diese Modelswaren bekleidet, und jede von ihnen engagiert sich für wohltätige Zwecke. Weil es sich umzielstrebige und idealistische Personen handelt, wollte ich sie an einem speziellen Ortfotografieren, und Rio war dafür perfekt.“Der Pirelli Kalender 2013 enthält 34 farbige Aufnahmen und ist zu einem Bildband gebunden: Erpräsentiert 23 Porträts von Schauspielerinnen und Models, neun Aufnahmen von Szenen destäglichen Lebens, sowie zwei Bilder, zusammengesetzt aus Graffitis und Wandmalereien. DieserAusdruck künstlerischer Aktivitäten von Menschen wie du und ich zog die Aufmerksamkeit vonMcCurry auf sich, denn sie reflektieren die sozialen Aspekte, die er mit seinen Aufnahmeninterpretiert. Daher sind sie auf zahlreichen Fotos im Hintergrund zu sehen.Im Kalender zeigen sich elf Models, Schauspielerinnen und Sängerinnen: Aus Brasilien kommenIsabeli Fontana (sie erschien bereits in den Pirelli Kalendern 2003 von Bruce Weber, 2005 vonPatrick Demarchelier, 2009 von Peter Beard, 2011 von Karl Lagerfeld von 2011 und 2012 vonMario Sorrenti), Adriana Lima (sie war bereits im Pirelli Kalender 2005 von Patrick Demarchelierzu sehen), die Schauspielerin Sonia Braga und die Sängerin Marisa Monte. Zudem sehen wir dieitalienisch-ägyptische Schauspielerin Elisa Sednaoui, das tschechische Model Petra Nemcova,das tunesische Model Hanaa Ben Abdesslem, das äthiopische Model Liya Kebede sowie die US-amerikanischen Models Karlie Kloss, Kyleigh Kuhn und Summer Rayne Oakes.  
  • 3. DER PIRELLI KALENDER 2013 EinleitungEs ist eine große Ehre, dass Pirelli mich ausgewählt hat, um den Kalender 2013 zu produzieren.Die Schönheit Rio de Janeiros bot dafür die perfekte Kulisse.Brasilien ist bekannt für seine Seele, seine Energie und seine bemerkenswertensozioökonomischen Veränderungen. Es gehört eindeutig zu den am schnellsten wachsendenund aufregendsten Ländern der Erde. Rio liegt inmitten abwechslungsreicher Landschaften: dasMeer, die Berge und der Dschungel. In Kombination mit der dynamischen urbanen Kultur ist dieStadt eine wunderbare Location, um die Models für den Kalender zu fotografieren.Die Menschen in Rio sind genauso erstaunlich wie die spektakulären Landschaften. IhreGastfreundschaft, Herzlichkeit und Großzügigkeit haben mich inspiriert. Ich wollte eine Mischungaus gewöhnlichen Menschen mit einer ganz besonderen Gruppe von Frauen fotografieren, dienicht nur für ihr Talent und ihre Schönheit bekannt sind, sondern auch für ihre gemeinnützigeArbeit und ihren Einsatz für die Gesellschaft.Spaß machte es mir außerdem, Wall Art abzulichten. Denn die Bilder und Wörter an den Wändenlassen die Seele von Rio lebendig werden. Wall Art, eher bekannt unter dem Namen Graffiti,entspringt aus einer Jahrtausende alten Tradition. Die ersten Graffiti stammen aus dem altenÄgypten.Die Bilder in diesem Kalender sind meine persönliche Hommage an die Menschen, die in einerder aufregendsten Städte leben. Ich habe es als Privileg empfunden, sie fotografieren zu dürfen.  
  • 4. DER PIRELLI KALENDER 2013 von Paul TherouxVisuelle Magie entsteht nicht durch die Darstellung des Jenseits, von Zauberei oder andereraußergewöhnlicher Geschehnisse. Es ist vielmehr die neue Perspektive auf sehr vertraute Dinge,die dadurch ganz wunderbar erscheinen. Straßen, Stadtmauern und Himmel wirken durch ihrescheinbare Unordnung wie aus der Irrationalität eines Traums geboren. Weil der Betrachterbestimmte Details – den Hund, den Stuhl, das Fenster – erkennt, wirken andere Elemente umsounbekannter und werfen Fragen auf: Was ist das für ein Lichterglanz? Warum steht die Frau inder Tür? Verlockend, suggestiv und farbenprächtig erhält die Vision Kraft durch die sichtbarePräsenz einer Machtfigur – im Falle dieser Fotografien ist es die schöne Frau, die das Motiv wieeine tropische Priesterin dominiert.In dieser Offenbarung des Unerwarteten und der Freude ist immer die Schönheit zu erkennen. Esist unmöglich, sich Steve McCurrys Fotos von Rio und seinen Bewohnern anzusehen und sichnicht zu wünschen, dort zu sein. Die Magie von Rio, der Stadt größter Kontraste, ist fast greifbar.Sie hat eine Leuchtkraft, die vielen anderen Städten fehlt. Aber in Rio ist sie ein Teil der Identität,des täglichen Lebens, etwas Fröhliches. Und gleichzeitig ruft diese Leuchtkraft eine ArtMelancholie hervor. Intensive Farben können Freude erwecken, aber auch Angst oderSehnsucht, Pathos oder eine fast heilige Stimmung.Das porträtierte Rio repräsentiert die Geschichte Brasiliens, eines sich schnell veränderndenLandes. Kolonialisiert, geplündert und neu besiedelt, bis es vor lauter Europäern, Afrikanern undEinheimischen aus allen Nähten platzte. Die Fotos zeigen eine Kultur aus Impulsen undImprovisationen – synkretistisch, würde ein Anthropologe vielleicht sagen. Es ist einSchmelztiegel der Kulturen, in dem die Menschen unterschiedliche Rituale und Überzeugungenzu ihren eigenen machen. Auch das ist magisch. Die Musik, der Tanz und sogar die Graffitiergänzen diese Transformation. Mit der Menschlichkeit in den Graffiti-Motiven und der lässigenKleidung machen die Cariocas, wie die Einwohner Rios genannt werden, ihr Recht auf ihreigenes Leben geltend. Sie verwandeln ihre Mauern in Wandmalereien und betrachten sogar ihreKörper als Kunstobjekte, wie Bodybuilder und Tänzer.Der Capoeira ist eindeutig brasilianisch und Jahrhunderte alt. Er kombiniert Bewegung undMusik, ist sowohl ästhetisch als auch ein Kampfsport. Magie in Aktion: eine Kampfkunst,manchmal improvisiert und finessenreich. Und die Graffiti sind nicht (wie in manchen Städten)Vandalismus. Sie sind eine Erweiterung, ein Wandbild oder Schminke an einer Wand, einerStraße, einer Tür, einer Hausfront.  
  • 5. Die auf den Hügeln Rios entstandenen Bilder zeigen die Stadt von einer völlig neuen Seite. DasMeer scheint im rosa Licht der fernen Berge zu verschwinden. Rio erstrahlt wie ein neugeborenerOrt. Von der Küste strahlen ebenfalls Lichter. Die Gebirge reflektieren die großen Gebäude. Es isteine Stadt, in der die Menschen im Freien am Glücklichsten sind: auf den Straßen, den Balkonen,den Märkten und den Dächern.Es sind auch Bilder des Überflusses. Es gibt viel von allem: Lebensmittel, Obst, Farbe, Musik,auch eine Fülle von Licht, aber manchmal eigenwilligem und verräterischem Licht. Das jungeMädchen auf dem Marktstand, das ängstlich seinen Kopf umklammert, steht vor einembeeindruckenden Berg bunter Paprika. Sie ist so alleine, obwohl doch viele andere Menschen inder Stadt sind. Diese Einsamkeit ist besonders bei der Frau zu spüren, die am Aquädukt Arcosde Lapa entlang geht. Sie scheint dem Betrachter zu signalisieren: „Folge mir“. Sie ist wie einerzählender Schatten; in diesem Schatten ist so viel mehr Leben als im nackten Licht.Jedes Foto dieses Kalenders wird durch ein aufschlussreiches Detail belebt: einezurückweichende Katze, ein dünner Hund, ein Schatten, ängstliche Augen, eine Gestemenschlicher Unbeholfenheit – alles Signale, die wir leicht erkennen und zuordnen können.Körperlichkeit durchzieht die Bilder, das menschliche Element ist mächtig. Es sind Menschenaus Fleisch und Blut – reale Menschen an realen Orten, die eine freudige Zuversicht ausstrahlen.Sehr einfach zu erkennen ist das bei dem starken und heiteren Foto der schwangeren Frau. Daskomplexeste Motiv zeigt ein Model in einem Türrahmen: Die brasilianische Flagge ist an dieWand gemalt, eine Frau lehnt sich aus dem Fenster, doch sie schaut beiseite. Das Graffiti einestrauernden Kindes ist noch teilweise auf dem Foto zu sehen, das zudem einen echten Baum undeine nasse Straße zeigt.  
  • 6. INTERVIEW M IT STEVE M CCURRY von Paul TherouxPaul Theroux : Wie hat Rio auf Sie gewirkt? Was gefiel Ihnen, was wollten Sie hervorheben?Steve M cCurry: Ich war vor den Aufnahmen für den Pirelli Kalender zwei Mal in Rio. Einmalwährend des Karnevals. Das hat ungemein viel Spaß gemacht, überall wurde getanzt, alles warsehr sinnlich und heiß. Bei einer anderen Gelegenheit war ich auf einem Hügel und konnte ganzRio überblicken. So wie man es im Kalender sehen kann. Ich habe diesen Standort – welch einGlück – ganz zufällig wiedergefunden. Außerdem gefällt mir der Capoeira, der brasilianischeKampfsport mit den tänzerischen Elementen. Als ich zum ersten Mal in Rio war, wirkte die Stadtmit ihren Bergen, Stränden und dem unglaublichen Licht sehr mythisch auf mich. Rio hat eineder schönsten Stadtlandschaften der Welt, die keiner anderen auch nur im Entferntesten gleicht.Dann gibt es dieses besondere Viertel mit dem Namen Lapa, ein sehr flippiger Ort. VieleNachtschwärmer sind hier unterwegs, es gibt etliche schäbige Hotels und jede Menge Graffitis.Lapa grenzt an den Stadtteil Santa Teresa mit seinen alten Trambahnen. Dieses Milieu zieht michstärker an als die Strände und die Copacabana. Diese kleineren Viertel sind optischinteressanter.Optisch interessanter? Was meinen Sie damit?Die Qualität des Lichts, die Stimmungen, die ein Ort vermittelt, seine Geheimnisse – dies alles istübrigens nachts deutlicher als am Tag. Die Dunkelheit mit ihren launigen Lichtverhältnissen hatmich immer angezogen. Ich fotografiere selten bei hellem Licht oder am Tag. Ich magSituationen mit schattigem, gedämpftem Licht. Dann werden feinste Gegensätze auf derFarbpalette sichtbar, Nuancen treten zutage. Selbst die Lichter der Geschäfte, der Häuser undStraßenlaternen haben etwas Besonderes.War es für Sie irritierend, mit Models zu arbeiten?Einige der Frauen sind Models. Aber bei dieser Ausgabe des Pirelli Kalenders steht ihr karitativesEngagement im Vordergrund, daher waren sie bei den Aufnahmen nicht nackt. Es geht nicht umihre Körper oder ihre Sexualität. Sexy Aufnahmen kann man überall machen, auch in der Lobbyeines Hotels. Für das, was ich vorhatte, benötigte ich eine bestimmte Kulisse, einen Hintergrund,eine besondere Atmosphäre. Ich entwickelte jeweils eine Szene mit Vorder- und Hintergrund,auch um ein Gefühl für den Ort zu vermitteln. Was macht Rio aus? Die Graffitis, die Bars, dieWeinstuben, das einzigartige Licht, der Schatten des Aquädukts, das Viertel, das schemenhafte,attraktive Mädchen, das auf dem Aquädukt spaziert. Es gibt hier unheimlich viel Leben auf denStraßen, die Bars reichen bis auf den Fußweg hinaus. Mir gefällt das.  
  • 7. Auch die Tageszeit?Ja. Nehmen Sie die Aufnahme von dem Model, das in einem Torweg sitzt, an der Wand einGraffiti der brasilianischen Nationalfahne, dazu eine Frau im Fensterrahmen. Das ist einekomplette Szenerie. Als ich diese Fahne sah, dachte ich, dass es Spaß machen könnte, mit ihrenFarben zu spielen – grün und gelb dominieren das Farbschema. Es hat in jener Nacht starkgeregnet, und die Straße hatte dadurch einen wundervollen Glanz. Ich begann die Aufnahmengegen 20.00 Uhr und arbeitete rund vier Stunden. Auf Grund des Regens benötigten wir Planen.Das Model stand mir den ganzen Tag zur Verfügung, aber ich wollte lieber in der NachtAufnahmen machen. Sie ist zwar ein Top-Model, aber nun sitzt sie in einem engen Torweg,Familien und Kinder in nassen Regenmänteln drängen an ihr vorbei, und sie denktwahrscheinlich: „Wo bin ich hier reingeraten?“ Ich machte die Fotos von der anderenStraßenseite, aus etwa 15 Meter Entfernung, so dass sie mich nicht sehen konnte. Ich hatte einePlane übergeworfen. Insgesamt eine wunderbare Szenerie: All die Leute, die vorbeigingen, undvor allem diese Frau, die sich aus dem Fenster lehnte.Kam es Ihnen seltsam vor, Leute zu fotografieren, die sich für Sie in Positur stellten?Ich hoffte und erwartete, die Models als echte Menschen fotografieren zu können. Sie sind Profisund posieren, sie können gar nicht anders. Vor einer Kamera beginnen sie sich zu bewegen. BeiModefotografien müssen sie die Kleidung bestmöglich zur Geltung bringen. Also geben sie sichein spezielles Aussehen, legen die Hände hinter den Kopf, um die Kleidung zu betonen. Ichhingegen versuchte, sie als Persönlichkeiten zu fotografieren. Das war mein Gedanke.Andererseits: Die Models sind Darsteller. Also dachte ich: “Lass sie machen. Sie sind wunderbar,sehr verspielt. Sie wissen, wie sie aussehen müssen.“ Die meiste Zeit habe ich sie dabeifotografiert, wie sie ihr Programm abspulten. Aber ich versuchte, die Bewegungen, dasDramatische, das Posieren zu reduzieren, um es realer, menschlicher zu machen. Als einStraßenfotograf, der Menschen fotografiert, will man eine Bandbreite von Gefühlen festhaltenund zeigen.Sie bezeichnen sich als Straßenfotograf?Ja, ich bin ein Straßenfotograf. Ich fotografiere Situationen, die ich zufällig finde. Dieinteressanteste Art zu arbeiten ist, die Straße entlang zu gehen und dabei mit der Kamera dasLeben festzuhalten, wie es sich entfaltet.Welchen Herausforderungen mussten Sie sich in Rio stellen?Es hieß, es gäbe Probleme mit der Sicherheit, aber wir hielten uns in einer großen Gruppe auf.Wir waren zwei Tage in einer Favela, einem Armenviertel, und hatten keinerlei Probleme. Zudembesuchte ich drei weitere Favelas. Wir benötigten auch dort keine Security und keine Waffen. Wirkonnten uns frei bewegen, und ich fühlte mich sicher. Ich wollte unbedingt in einer FavelaAufnahmen machen. Es ist dort wie in einem indischen Slum: feucht, dunkel, überfüllt, Menschenbevölkern die Straßen. Ich liebe das.  
  • 8. Was ist das Faszinierende an Menschenmengen?Das passiert mir immer wieder. Wenn ich in Indien stehen bleibe, bildet sich eineMenschenmenge. Aber das beunruhigt mich nicht. Auf der Straße in all diesem Chaos zuarbeiten, das macht mir nichts aus. Es ist, als wäre man mitten in einem Sturm – aber eingehülltin einen Kokon. Eine stete Herausforderung bei der Arbeit für den Kalender war der Kampf gegendie Zeit. Sobald wir mit den Aufnahmen begonnen hatten, musste alles innerhalb von zweiStunden beendet sein. Es ist die Welt der Frisuren, des Make-ups, der Location – und derModels, die rechtzeitig am Flughafen sein müssen. Es musste also alles sehr schnell gehen.Aber zugleich musst du deine Vision verwirklichen. Du musst deiner inneren Stimme treu bleiben.Es ist alles intuitiv, alles geschieht instinktiv. Wenn du deine Linie verlierst, bist du verloren. Wenndu in einem Dorf oder in einer Stadt unterwegs bist, dann besteht ein Abenteuer darin, zuentscheiden, nach links oder nach rechts abzubiegen. Du folgst deiner Nase, du entdeckstetwas, du willst es auf deine eigene Art machen. Manche dieser Straßen sind Sackgassen. Dochvielleicht findest du etwas, den glücklichen Zufall und die besten Momente.Ich war bewegt von der Aufnahme des Mädchens im Stall, das Pfeffer verkauft.Das war ein Mädchen, auf das ich stieß, kein Model. Ich machte viele Aufnahmen. Ich warteteauf einen bestimmten Moment, der Spannung in das Bild bringt: Wenn Menschen Teil desGanzen sind. Wenn sie sich bewegen, dann will ich in dem Bild auch Bewegung sehen. Es sollnicht statisch wirken. Ich will festhalten, wie sich Menschen bewegen, oder wie sie sichpositionieren, die unendlichen Möglichkeiten, die es dabei gibt. Was meine Aufnahmen zeigen,soll so natürlich, real und authentisch wie möglich sein. Ich machte etwa 50 Aufnahmen von demMädchen.Sie sind weithin dafür bekannt, 1979 nach Afghanistan gereist zu sein. Was hat Sie zu diesergefährlichen Tour veranlasst?Es schien mir eine wichtige Sache zu sein, ein Abenteuer, eine großartige Gelegenheit, Leben ineinem abgelegen Teil des Hindukusch zu dokumentieren. Ich wollte zudem die Kalash in derNähe von Chitral in Pakistan besuchen, ungefähr zwei Tagesreisen nördlich von Peshawar ineinem abgelegen Tal. Es sind keine Muslime, sondern eine Art Heiden, könnte man sagen, undich verbrachte einige Zeit bei ihnen. Ihre Dörfer sind nur über abgelegene Ziegenpfadezugänglich. Sie leben wahrscheinlich immer noch dort und halten sich gerade so über Wasser.Es gibt nur noch wenige Tausend von ihnen.Mein erster Aufenthalt in Afghanistan dauerte einen Monat. Dann kam ich im August zurück undmachte weitere Aufnahmen. Das war in Kunar in Nuristan. Die Menschen waren damals vieltraditioneller gekleidet als heute, und als Waffen hatten sie alte Enfield Gewehre.Was war Ihr großer Durchbruch als Fotograf?Das war 1980, als die Bilder aus Afghanistan in GEO, Stern und Paris Match veröffentlichwurden: Die Bilder von Afghanen, die gegen ihre Regierung kämpften. Die Porträts von Afghanenwurden im American Photographer weit verbreitet. Die New York Times brachte einige davon aufden Titelseiten. Das war wirklich cool. Die Bilder waren erst einige Monate alt, aber bereitshistorisch.  
  • 9. BIOGRAFIE S TEVE M CCURRY von Paul Theroux„Ich würde mich als Straßenfotograf bezeichnen, der Momentaufnahmen ablichtet“, beschreibtsich Steve McCurry selbst. Für ihn sei ein solcher Schnappschuss ein Triumph, eine für immereingefangene Beobachtung. Er erzähle von Einsamkeit, doch reflektiere zugleich die Menschenin einem lebendigen Stadtbild. „Aktbilder kann man fast überall fotografieren“, sagt McCurry.„Aber dieses Mal sind die Models im Pirelli Kalender bekleidet. Und jede dieser Frauenunterstützt eine Wohltätigkeitsorganisation. Sie sind zielstrebig und idealistisch, daher wollte ichsie an einem wirklich besonderen Ort präsentieren. Und dafür ist Rio de Janeiro perfekt.“Seit fast 40 Jahren reist Steve McCurry, Jahrgang 1950, durch die Welt und fotografiert. Er ist eineinfallsreicher Reisender und ein bescheidener Mensch. Das macht ihn zu einemaußergewöhnlichen Fotografen. Dabei zählt er zu den am härtesten arbeitenden Kreativen. Er iststets wachsam und entdeckt dank seiner perfekten Beobachtungsgabe die Menschlichkeit injedem Bild. Seine weltweit bekannteste Aufnahme ist das 1984 in einem Flüchtlingscampentstandene Foto von Sharbat Gula, dem afghanischen Mädchen mit den leuchtend grünenAugen. Typisch für Steve McCurry: 17 Jahre später spürte er Sharbat Gula auf und fotografiertesie erneut.McCurry war schon ein Reisender, bevor er ein Fotograf wurde. Und er war immer schonrisikofreudig. Mit 22 Jahren verließ er auf der Suche nach Motiven seine Heimat USA undtrampte durch Mexiko und Mittelamerika bis nach Panama („Ich kaufte dort einige Objektive“).Als er seinen 30. Geburtstag feierte, war er bereits durch Jugoslawien sowie Bulgarien gereistund alleine auf dem Nil bis nach Uganda und Kenia gefahren. In den späten 1970er Jahren lebteer zwei Jahre lang in Indien, besuchte Nepal und Thailand. Schließlich überquerte er 1979,getarnt als afghanischer Bauer, die Grenze nach Afghanistan.Er ließ sich einen Bart wachsen und zog den Shalwar Kameez, die traditionelle Landestracht, an.In Chitral, einer Stadt im nordwestlichen Grenzgebiet von Pakistan, fand er eine Gruppe von fünfAfghanen, die ihn in ihre vom Bürgerkrieg gezeichnete Heimat mitnahmen. Im Tal von Kunarfotografierte McCurry ausgebrannte Dörfer, Bombardierungen und Kriegsgräuel. Er war dieganze Zeit zu Fuß auf den Bergpfaden des zerklüfteten Landes unterwegs, ernährte sich vonBeeren und schlief in Hütten. Zehn Monate später marschierten die Sowjets in Afghanistan ein.Und McCurrys Fotos waren die ersten in Europa und Amerika veröffentlichten Aufnahmen deraufständischen Mudschaheddin.Nach weiteren Aufenthalten in Afghanistan, Beirut, Belutschistan und an derkambodschanischen Grenze galt McCurry als Kriegsfotograf. „Doch das war es nicht, was ichwollte“, erzählt er. „Mein Ziel war es, frei zu arbeiten und selbst zu entscheiden, wohin ich geheund was ich fotografiere.“  
  • 10. Steve McCurry setzte seinen Willen durch und verschrieb sein Leben der Kunst. Er reiste durchIndien, Südamerika, Japan und Afrika, immer auf der Suche nach dem besonderen Motiv. Vieleseiner Bilder haben dabei eine historische Bedeutung, indem sie Traditionen und Trachten derVölker dieser Welt dokumentieren.Zur Produktion des Pirelli Kalenders 2013 in Rio sagt er: „Ich bin stolz auf diese Location und dieMotive, die wir für dieses Projekt gefunden haben. Bei den Aufnahmen dreht sich immer alles umdie passende Beleuchtung, das Licht ist entscheidend. Dazu muss zur richtigen Zeit am richtigenOrt alles perfekt funktionieren.“  
  • 11. PIRELLI IN BRASILIENFür die Wachstumsstrategie von Pirelli ist Brasilien, wo der Konzern bereits seit 1929 agiert, vonentscheidender Bedeutung. Denn der brasilianische Pkw- und Nutzfahrzeugmarkt ist nicht nurder größte in Südamerika, sondern zählt zu den bedeutendsten in der Welt. Daher überrascht esnicht, dass viele der renommierten Hersteller aller Sparten der Kraftfahrzeug-Branche dort Werkeerrichtet haben und Motorräder, Pkw und Nutzfahrzeuge produzieren.Pirelli betreibt derzeit weltweit 22 Reifen-Werke. Sieben davon befinden sich in Südamerika. Dortlässt der italienische Hersteller Reifen für Motorräder, Pkw, Lkw sowie für Fahrzeuge der Land-und Bauwirtschaft produzieren.Fünf dieser Werke stehen in Brasilien, und zwar in Feira de Santana im Norden, in Santo André,Sumaré und Campinas im Bundesstaat São Paulo sowie in Gravataì im Süden. Die beidenanderen südamerikanischen Produktionsstätten von Pirelli befinden sich in Venezuela, naheCaracas, und in Argentinien, im Großraum von Buenos Aires. Die lateinamerikanische Zentralevon Pirelli ist in São Paulo Stadt.Das brasilianische Werk in Santo André bildet Pirellis technologisches und industrielles Zentrumim südamerikanischen Markt. Der Standort Santo André gehört bereits seit 83 Jahren zumKonzern und ist auf die Produktion von Reifen für industrielle und landwirtschaftliche Fahrzeugefokussiert. Zusätzliche Bedeutung hat der Standort Santo André durch das 200.000Quadratmeter große Sumaré-Testgelände erhalten, das sich zum Maßstab für Reifen-Testsentwickelt hat. Auto-, Motorrad-, SUV-, Nutzfahrzeug- und Landwirtschaftsreifen werden dortentwickelt und geprüft.Insgesamt beschäftigt Pirelli über 14.000 Mitarbeiter in Südamerika, rund 11.000 davon inBrasilien.Über die Jahrzehnte nahm die industrielle und wirtschaftliche Größe und Bedeutung desKonzerns kontinuierlich zu. Heute gilt Pirelli in Brasilien und Südamerika als Marktführer - sowohlim Bereich der Erstausrüstung als auch im Ersatzmarktgeschäft. Allein in Brasilien verfügt Pirelliüber ein Vertriebsnetz mit mehr als 550 exklusiven Vertriebsstellen.2012 gewann Pirelli zum vierten Mal in Folge den von der Tageszeitung Folha de São Pauloverliehenen Preis für die beliebteste Marke brasilianischer Männer. Zudem wurde Pirelli bereitszum zehnten Mal seit 2003 zur bekanntesten Marke des Reifen-Sektors gewählt.Auch Pirellis Premium-Strategie verzeichnet in Brasilien ein starkes Wachstum. DieseEntwicklung basiert auf den großen Zuwächsen des brasilianischen Marktes für Limousinen undSportwagen – ein Merkmal der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Im Vergleichzum Vorjahres- zeitraum stiegen die Umsätze in Südamerika in den ersten neun Monaten diesesJahres um sieben Prozent, im Premium-Segment waren es fast 50 Prozent.  
  • 12. Soziale und kulturelle AktivitätenIn Übereinstimmung mit der Konzern-Philosophie, sich an jedem Standort für die Belange desGemeinwesens einzusetzen, unterstützt Pirelli in Brasilien zahlreiche kulturelle und karitativeEinrichtungen sowie Ausbildungs-, Gesundheits- und Sportinitiativen.Seit mehr als 20 Jahren sponsert der Hersteller die Coleção Pirelli-MASP, eine Fotoausstellungim San Paolo Museum of Art. Die rund 1.100 Exponate umfassende Sammlung enthältAufnahmen aller bedeutenden zeitgenössischen Fotografen Brasiliens. Pirelli unterstützt auchTheater-aufführungen und Musik-Konzerte, sowie das Festival des italienischen Films in SanPaolo Stadt.Im sozialen Bereich engagiert sich Pirelli in Zusammenarbeit mit Landes- undKommunalbehörden in vielfältiger Weise. So unterstützt der Konzern landesweit Projekte, die aufder Straße lebende Kinder und Jugendliche medizinisch versorgt und ihnen Möglichkeiten derWiedereingliederung in die Gesellschaft eröffnet. Darüber hinaus trägt Pirelli zur Finanzierung vonProgrammen in den Bereichen Berufsausbildung und politische Bildung bei.Die Forschungsaktivitäten von Pirelli in Brasilien fühlen sich den Anforderungen einernachhaltigen Entwicklung verpflichtet und entsprechen den Vorgaben der Green Performance-Strategie des Konzerns. Hervorzuheben ist dabei die Förderung des nationalenWiederverwertungs-Programms für Altreifen.Selbstverständlich agiert Pirelli als Sponsor des Motorsports, häufig als exklusiver Reifenlieferantder Teams - insgesamt beteiligt sich der Konzern an 13 Meisterschaften einschließlich Formula3,Rallyes und der brasilianischen GT3-Serie. Auch die Fußballmannschaft von Palmeiras wird vomitalienischen Reifenhersteller unterstützt. Der Club gewann vier Landesmeisterschaften undwurde einmal südamerikanischer Meister. Bis in die 1980er Jahren war Pirelli auch Partner vonClube Atlético und trug mit seiner Unterstützung zu zahlreichen nationalen und internationalenErfolgen in den Sportarten Volleyball, Boxen, Judo und Radfahren bei.  
  • 13. Kyleigh KuhnAls dreizehnjähriges Mädchen reiste Kyleigh Kuhn mit ihrer Mutter nach Afghanistan. Dort sahsie die Zerstörungen und das Elend, die der Krieg verursacht hatte. Kurz nach dieser Reiseentwickelte Kyleigh die Penny-Kampagne. Im Rahmen dieses Projektes forderte sie ihreMitschüler in der Bay Area dazu auf, Pennies zu sammeln und unterstützte dadurch Roots ofPeace, die Stiftung ihrer Mutter. Seither haben Kyleigh und ihre Familie unermüdlich dazubeigetragen, dass in Afghanistan Schulen, Spielplätze und Fußballfelder errichtet werdenkonnten. Ihr Studium in Berkeley schloss Kyleigh mit einer Diplomarbeit über Friedens- undKonfliktstudien ab und konnte seither Ausbildung und Beruf erfolgreich miteinander verbinden.Seit sie als Model arbeitet, hat Kyleigh die Mode-Industrie immer wieder als Plattform für ihrkaritatives Engagement genutzt. Derzeit arbeitet sie mit afghanischen Kriegswitwen, um ihnendurch kunstgewerbliche Projekte eine gewisse Unabhängigkeit zu ermöglichen. Diese Projektemündeten in Kooperationen mit US-amerikanischen Designern. Vom Verkauf der Produktewerden die Ausbildung und der Lebensunterhalt der Frauen bestritten. Im Dezember 2012erscheint ein hochwertiger Kunstband, in dem die Arbeit der Stiftung ihrer Familie ausführlichdargestellt wird.Sonia BragaDie brasilianische Schönheit Sonia Braga gilt als unermüdliche Verfechterin der Rechte vonKindern, wobei sie insbesondere für deren Recht auf eine solide Ausbildung eintritt. „Wir, dieMenschen in der Ersten Welt, stellen die Ausbildung oft nicht auf eine Stufe mit Grundbedürfniswie genügend zu essen und einen guten Schlafplatz zu haben.“ 1997 gründete Sonia Braga mitJimmy Smits, Merel Julia, Esai Moral und Felix Sanchez The national hispanic Foundation for theArts mit dem Ziel, junge lateinamerikanische Künstler vor und hinter der Kamera zu fördern. Anrenommierten amerikanischen Universitäten, darunter die New Yorker Universität, die ColumbiaUniversität, Harvard und Yale, organisiert die Stiftung Workshops für Studenten imAufbaustudium, die eine Karrieren in der Unterhaltungs- oder in der Telekommunikations-Branche anstreben, und vergibt Stipendien.Isabeli FontanaIsabeli wurde in der brasilianischen Stadt Curitiba als Kind einer armen Familie geboren. Da sieArmut aus eigener Erfahrung kennt, hat sie sich ein großes Herz für Menschen bewahrt, die imLeben weniger Glück haben als sie selbst. Kaum stellten sich berufliche Erfolge ein, unterstützteIsabeli über viele Jahre ein Waisenhaus in Florianopolis mit großzügigen Geldspenden. Jetztselbst Mutter von zwei Söhnen, engagiert sie sich leidenschaftlicher denn je für bedürftigeKinder. Isabeli ist Brasiliens Botschafterin von www.1love.org, eine Organisation, die mit Savethe Children kooperiert. Kürzlich engagierte sich 1love bei einem Projekt, das den Schülernfinanziell benachteiligter Schulen Musikinstrumente zur Verfügung stellt. Im vergangenen Jahrinvestierte sie viel Zeit und Geld, um die Gründungsgala von Amfar, eine der größten Non-Profit-Organisationen der Welt, zu unterstützen. Dabei half sie, Spendengelder in Höhe von rund580.000 € für das AIDS-Forschungsprogramm der Stiftung zu sammeln.  
  • 14. Elisa SednaouiElisa Sednaoui ist nicht nur ein Topmodel, sondern auch eine facettenreiche Persönlichkeit miteinem großen humanitären Engagement. Ihr neuer Dokumentarfilm Kullu Tamam (Alles ist gut),den sie mit Martina Gili produzierte, erzählt die Geschichten der Menschen in einem kleinen Dorfim Süden Ägyptens, die nach dem Fall des Mubarak-Regimes die Meinungsfreiheit entdecken.Die Filmemacherinnen wollten Ägypten aus einer anderen Perspektive zeigen. Dazu wählten siedas schlichte Leben der Menschen in einem ländlichen Gebiet. Elisa Sednaoui: „Die Ägypter undihre Art, das Leben zu betrachten, haben mein Herz berührt und mich tief beeinflusst. DieseErfahrung wollte ich mit anderen teilen.“ Elisa ist sehr stolz auf das ägyptische Volk, dessenStärke und Entschlusskraft: „Ihnen ist tatsächlich eine Revolution gelungen.“ Sie weiß aber auch,dass die Menschen erst von Grund auf lernen müssen, wie eine Demokratie funktioniert. „Genaudas tun sie jetzt. Und sie sagen: Wir hören nicht eher auf, bis wir das bekommen, was wirwollen.“M arisa M onteDie in Rio geborene Marisa Monte ist ein brasilianische Sängerin, Songschreiberin undProduzentin, deren Karriere bereits 25 Jahre währt. Sie ist eine echte Carioca, wie die Einwohnerder brasilianischen Stadt Rio de Janeiro genannt werden. Sie fördert die Musik und die Kulturihres Landes sowie einige brasilianische Künstler. Monte produzierte die Alben Tudo Azul (2000)und Argemiro Patrocínio (2002) von Velha guarda da Portela, einer Gruppe von Samba-Veteranen aus einer der traditionsreichsten Samba-Schulen in Rio de Janeiro. 2008 war sieKoproduzentin des Films O Mistério tut Samba (Das Mysterium der Samba), inspiriert durch dieGeschichte dieser faszinierenden Musikrichtung. Monte ist darüber hinaus an vielen sozialenProjekten beteiligt. So unterstützt sie als Patin die Portela Filhos da Águia, die Jugendgruppe derSamba-Schule von Portela. Zudem beteiligt sie sich an den Kampagnen Rio com entileza(Gütiges Rio) und Eu Sou da Paz (Ich bin für den Frieden).Petra Nem covaDas tschechische Model Petra Nemcova, die auch als Autorin tätig ist, gründete 2006 denHappy Hearts Fund HHF. Zwei Jahre zuvor hatte sie den Tsunami im Indischen Ozean überlebt,der fast 280.000 Menschen das Leben kostete. Als Zeugin dieser unglaublichen Zerstörungbeschloss Petra bei ihrer Rückkehr nach Indonesien, HHF ins Leben zu rufen. Denn sie hatteeine Lücke im Katastrophen-Bewältigungsprogramm entdeckt, die mit Hilfe ihrer Organisationgeschlossen werden kann. Der Happy Hearts Fund will Kindern helfen, die Naturkatastrophenüberlebt haben. Dazu gehört der schnelle Wiederaufbau von Heimen und Schulen. HHF hatbereits in 14 Ländern unschätzbare Hilfe geleistet und engagiert sich derzeit in sechs weiterenLändern. Bislang hat die Organisation 67 Schulen gebaut und dazu beigetragen, dass über40.000 Kinder wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben können.  
  • 15. Hanaa Ben AbdesslemDie Tunesierin unterstützte die Revolution in ihrem Land und ist Sprecherin der Organisation NgoEsmâani. Deren Ziel ist es, die Bedingungen für Kranke und Bedürftige zu verbessern.Freiwilligen-Teams von Ngo Esmâani organisieren Ausstellungen und Konzerte und besuchenregelmäßig Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser, um den Bedürftigen Hilfe,Zuwendung und finanzielle Unterstützung anzubieten. Hanaa nimmt an diesen Aktionen teil,wann immer es ihre Zeit erlaubt. Zudem finanziert sie den Kauf von Spielsachen, Fernsehern undComputern und hilft, in Krankenhäusern die Spielplätze zu renovieren.Sum m er Rayne OakesSummer Rayne Oakes ist Absolventin der Universität von Cornell mit Diplom-Abschlüssen inUmweltwissenschaft und Insektenkunde. Sie ist Bestseller-Autorin, deren Buch über Stilkundesich blendend verkauft, und Mitbegründerin von Source4Style. Dieser B2B-Marktplatz verbindetDesigner weltweit mit Lieferanten umweltverträglich gefertigter Materialien. Für Marken wieMoDo eco eyewear, Aveeno und Portico home entwarf Summer Rayne Oakes umweltfreundlicheKollektionen. Sie ist zudem freie Mitarbeiterin des Above Magazines und hat kürzlich dasDrehbuch für ihren ersten Film geschrieben und diesen produziert: einen Enviroment-Kurzfilm mitdem Titel Aussterben. Ihre Umweltaktivitäten finden weithin Anerkennung und wurden unteranderem von Vanity Fair, CnBC und Outside Magazine gelobt.Karlie KlossDer Vater der US-Amerikanerin ist Arzt. So wuchs sie in der Welt der Medizin auf und lerntedabei schnell die Wohltaten und die Härten kennen, die das Leben mit sich bringen kann. Tiefberührt von dem schweren Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010, engagierte sie sich mit ihrerFreundin Petra Nemcova für die Initiative Tents Today Homes Tomorrow der Designerin DonnaKaran. Die Initiative wird auch von der The Happy Hearts Foundation unterstützt. Karliebeabsichtigt, sich im Bereich der Kindermedizin zu engagieren. Dabei will sie sich auf Kinderkonzentrieren, deren Familien von Drogen zerrüttet wurden. Als Karlie von einem Foto-Shootingfür Vogue aus China zurückkehrte, schrieb Anna Wintour in ihrem Editorial: „Sollte sich Karlie jedafür entscheiden, ihre Ambitionen in der Medizin aufzugeben, wäre sie eine großartigeBotschafterin.“  
  • 16. Adriana Lim aDie Brasilianerin arbeitet für das Bill Clinton’s Global Initiative Program auf Haiti. Ziel ist es, diehaitianische Wirtschaft zu unterstützen und zu entwickeln. Vor Ort sprach sie mit Vertretern derWirtschaft und erhielt einen Eindruck von den enormen sozialen und ökonomischen Problemen,mit denen die Menschen konfrontiert sind. Adriana, die kürzlich ihr zweites Kind zur Weltbrachte, ist begeistert von dem Vorhaben, das Mutterschafts-Programm im katholischenKrankenhaus von Port Au Prince zu erweitern. Dort sollen Mütter und Säuglinge mitKomplikationen künftig die medizinische Versorgung erhalten, die es in dem Land bislang nichtgibt. In naher Zukunft will Adriana ihren Status als Topmodel dafür nutzen, um auf Facebook eineSocial Media-Kampagne zu unterstützen. Mit deren Hilfe sollen genügend Spenden gesammeltwerden, um die Baukosten der Entbindungsstation in Port Au Prince finanzieren zu können.Liya KebedeLiya Kebede ist ein Top-Model, Schauspielerin und Designerin. Darüber hinaus ist sie Gründerinder Liya Kebede Stiftung, Beirats-Mitglied der Kampagne Mother´s Day Every Day und warzudem ehrenamtliche Botschafterin des Mutter und Kind-Gesundheitsprogramms derWeltgesundheitsorganisation. Die nach ihr benannte Stiftung will sicherstellen, dass jede FrauZugang zu lebensrettenden medizinischen Maßnahmen erhält. Das Programm von Liya Kebedesieht vor, politische Entscheider mit Informationen zu versorgen und gemeinsam mit derRegierung, alternativen Organisationen und den Gemeinden die Entwicklung medizinischerEinrichtungen zu unterstützen. Der Fokus liegt auf der strategischen Koordination und derEntwicklung aller Ressourcen, von Fachärzten und Geburtshelferinnen über Krankenwagen undkeimfreien Tüchern bis zu medizinischen Instrumenten. „Unsere Aufgabe ist es, die kommendeGeneration der Mütter zu retten“, betont Liya.  
  • 17. CALENDARIO PIRELLI: PHOTOGRAPHERS AND LOCATIONS1964 Robert Freeman in Maiorca1965 Brian Duffy in the south of France1966 Peter Knapp in Al Hoceima, Marocco1967 Non pubblicato1968 Harry Peccinotti in Tunisia1969 Harry Peccinotti in Big Sur, California1970 Francis Giacobetti in Paradise Island, Bahamas1971 Francis Giacobetti in Giamaica1972 Sarah Moon in Villa Les Tilleuls, Paris1973 Allen Jones in Londra1974 Hans Feurer at the Seychelles islands1975-1983 Non pubblicato1984 Uwe Ommer in Bahamas1985 Norman Parkinson in Edimburgh, Scotland1986 Bert Stern in the Cotswolds, England1987 Terence Donovan in Bath, England1988 Barry Lategan in London1989 Joyce Tennyson in the Polaroid Studios, New York1990 Arthur Elgort in Seville, Spain1991 Clive Arrowsmith in France1992 Clive Arrowsmith in Almeria, Spain1993 John Claridge at Seychelles1994 Herb Ritts in Paradise Island, Bahamas1995 Richard Avedon in New York City1996 Peter Lindberg in El Mirage, California1997 Richard Avedon in New York City1998 Bruce Weber in Miami1999 Herb Ritts in Los Angeles2000 Annie Leibovitz in Rhinebeck, New York2001 Mario Testino in Naples2002 Peter Lindbergh in Los Angeles2003 Bruce Weber in Southern Italy2004 Nick Knight in London2005 Patrick Demarchelier in Rio de Janeiro2006 Mert and Marcus in Cap d’Antibes, Francia2007 Inez and Vinoodh in California2008 Patrick Demarchelier in Shanghai, Cina2009 Peter Beard ad Abu Camp/Jack’s Camp, Botswana2010 Terry Richardson in Brazil2011 Karl Lagerfeld in Parigi2012 Mario Sorrenti in Murtoli, Corsica2013 Steve McCurry in Rio de Janeiro  

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