Kreisentwicklung & Strategie - Vorstellung vor dem KEWA Landkreis LöZi

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    Kreisentwicklung & Strategie - Vorstellung vor dem KEWA Landkreis LöZi - Presentation Transcript

    1. Strategiekonzept zur Kreisentwicklung Leitfaden für die räumliche, strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Niederschlesischen Oberlausitzkreises (Beschluss 188-16/06 des Kreistages des Niederschlesischen Oberlausitzkreises)
    2. Wer sind wir ? Flächenlandkreis / Grenzlage 1.340 km² / ca. 94.000 Einwohner 5 Städte / 23 Gemeinden 12 Verwaltungszentren (Einheitsgemeinden / VV / VG ) NOL: Daten - Fakten - Hintergründe
      • besonders hohe Arbeitslosigkeit
      • einen hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern
      • verhaltene Entwicklung bei Neugründungen / Ansiedlung von Firmen trotz Großansiedlungen
      • Schwierige Umwelt- und Umfeldbedingungen
      • Die Raumnutzung ist geprägt durch:
      • große Abbaugebiete für Braunkohle sowie Problemgebiete der Bergbaufolgelandschaft
      • den Truppenübungsplatz “Oberlausitz”
      • das Biosphärenreservat “Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft” und ausgedehnte FFH-Gebiete (ca. 24.527 ha) / Vogelschutzgebiete
      • gute Infrastruktur trotz Flächenlandkreis
      Die wirtschaftliche Entwicklung ist gekennzeichnet durch: NOL: Daten - Fakten - Hintergründe
      • - Bündelungsbehörde für alle Planungen (Bauleitplanung,Bergbau,Trassen ... )
      • - bauplanungsrechtliche Prüfung + Genehmigung (BLP)
      • - Dorfentwicklung / Entwicklung ländlicher Raum
      • Regional- und Siedlungsentwicklung / Landschaftsplanung
      • Gutachterausschuss
      • K r e i s e n t w i c k l u n g / S t r a t e g i e k o n z e p t Zentrales Geo- / Info-Management - Landratsamt - Bereitstellung von Planungs - Sach- und Geoinformationen - Angebot von Statistik, Kreisentwicklung, Struktur- und Fachdaten - Management von verschiedenen Informationssystemen
      Sachgebiet Kreisentwicklung
    3. Sachgebiet Kreisentwicklung
    4. Aufgabenstellung Strategiekonzept
      • Welche Erfolge konnten in den letzten zwei Jahren im Rahmen der Kreisentwicklung erzielt werden?
      • Was hat sich an den Herausforderungen geändert?
      • Welche zukünftigen Handlungsschwerpunkte und neue Themenbereiche ergeben sich daraus?
      • Wie kann eine bessere Umsetzung des Strategieprogramms sichergestellt werden?
      Der Niederschlesische Oberlausitzkreis hat seine zukünftigen regionalen Entwicklungsschwerpunkte, Ziele und Leitlinien im Rahmen eines übergreifenden Strategiekonzeptes erstmalig im Jahr 2004 erarbeitet und im Kreistag verabschiedet. Knapp zwei Jahre danach wurde – aufbauend auf den damaligen Ergebnissen - das Strategiekonzept aktualisiert und die zukünftigen Handlungsschwerpunkte vereinbart. Dies erfolgte erneut unter Einbindung wichtiger Akteure und Experten aus der Region sowie in Workshops und in einem zentralen Symposium. Folgende Fragestellungen standen dabei im Vordergrund: Voraussetzung für den Umsetzungserfolg: Strategiefestlegung als Ergebnis eines gemeinsamen und offenen Diskussionsprozesses.
    5. Strategieentwicklung 2003 / 04 1 2 3 4 5 6 7 8 2004 2003 Apr März Feb Jan Dez Nov Okt Sep Aug Jul Jun Offizieller Start: Deutsch-Polnische Wirtschaftstage in Weißwasser Strategiegruppe: Schwerpunkte setzen, Strategiekonzept entwickeln Ergebnispräsentation im Kreistag Unternehmensgespräche Zukunftswerkstätten zu Schwerpunktthemen
    6. Umsetzungserfolge seit 2004
      • Wirtschaft Wirtschaftsentwicklung hat sich stabilisiert, NOL als Energiestandort ist sicherer geworden, Netzwerke ausgebaut, Zusammenarbeit mit Landratsamt verbessert, verstärkte Aktivitäten der IHK
      • Tourismus Touristische Highlights haben sich stabilisiert,gestiegener Bekanntheitsgrad durch Bewerbung Görlitz als Kulturhauptstadt und Anerkennung des Fürst-Pückler-Parks zum Weltkulturerbe, verbesserte Zusammenarbeit mit Polen, umfangreiches und gut ausgebautes touristisches Radwegenetz
      • Landschaftsentwicklung und Bewirtschaftung Betriebe haben sich stabilisiert, Biomasse wird zunehmend zur Energie- und Rohstoffgewinnung genutzt, Anerkennung Biosphärenreservat
      • Technische Infrastruktur Baugebiete nicht mehr auf der grünen Wiese, zentrale Gewerbeflächenvermarktung, kleiner Grenzverkehr im Aufbau, ÖPNV mit alternativen Serviceformen
      • Soziale Infrastruktur Etablierung von dezentralen Jugendhilfeagenturen als Kernstruktur einer intergenerativen Gemeinwesenarbeit; Aufbau von Netzwerken und tragfähigen Kooperationsbeziehungen im professionellen als auch im ehrenamtlichen Bereich; erste Konzepte für generationen-übergreifendes Wohnen im Kontext von Nachbarschaftshilfe und ambulanter flexibler Betreuungssysteme; intergenerative sozialbereichsübergreifende Planungen; Austausch von Kultur- und Sportveranstaltungen über Ländergrenzen
    7. Strategieentwicklung 2006 März Mai /Juni April Workshop mit Bürgermeistern am 10.03.06 Workshop mit Vereinen am 25.03.06
      • Strategie- symposium am 29.04.06
      • Teilaspekte in Arbeitsgr.
      • Zusammen- führung im Plenum
      Übergabe an Kreistag am 18.07.06 Juli September/Oktober StrategieGr Startsitzung am 29.03.06 StrategieGr „ Umsetzung“ StrategieGr „ Leitbild“ Überarbeitung Leitbild / Strategie Abstimmungs- und Redaktionsphase Bestätigung im Kreistag am 10.10.06 Sicht der Fraktionen Beteiligung von „ Partnern ohne Grenzen“ Redaktions-Konferenz mit Strategiegruppe Erarbeitung Umsetzungskonzept
    8. Zusammensetzung der Strategiegruppe 2006  redaktionelle Erarbeitung Behördenleiter, Staatliches Amt für Landwirtschaft Niesky - Kamenz Ekkehart Knoenagel Stadtplanung, Kreisfreie Stadt Görlitz Andreas Schaaf Beigeordneter, Landratsamt NOL Jörg Dreier Dezernentin III Gesundheit und Soziales, Landratsamt NOL Martina Weber Schülerin / Jugendredaktion Sächsische Zeitung Lisa Wagner Unternehmer, Präsident des Sächsischen Landesfischereiverbandes Dr. Wolfgang Stiehler Geschäftsführer Stiftung Fürst Pückler Park Cord Panning Geschäftsstellenleiter Görlitz der IHK Dresden Christian Puppe Entwicklungsgesellschaft ENO Sven Mimus Unternehmer, Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins Niederschlesien e.V. Roland Jäkel Hochschule Zittau - Görlitz Prof. Dr. Margita Großmann Bürgermeister Stadt Reichenbach Andreas Böer Visions-, Projekt- und Organisationsentwicklung, Schloss Heynitz Dr. Eike von Watzdorf  Vorsitzender Gebietsgemeinschaft „Neißeland“ e.V. Wolfgang Michel Kreisentwicklung, Landratsamt NOL Holger Freymann 
    9. Demographischer Wandel als zentrale Herausforderung
      • Rückgang der Bevölkerung
      • Altersstrukturentwicklung
      • Altersgruppenverteilung
      • Auswirkungen der Demografie
      • Weitere Herausforderungen
      • Die strukturellen Nachteile im Standortwettbewerb werden infolge der fortschreitenden Globalisierung zukünftig noch an Bedeutung gewinnen.
      • Anteil der Unternehmen mit überregionalem Marktzugang ist gering. Hohe Abhängigkeit von den schrumpfenden regionalen Absatzmärkten.
      • Noch zu geringe Anzahl deutsch-polnischer Wirtschaftskooperationen in der Grenzregion. Die Chancen der EU-Osterweiterung werden noch zu wenig genutzt.
      • Benachteiligte Gebiete in der Landwirtschaft – Flächenbewirtschaftung kann zum Problem werden.
      • Die finanzielle Situation der Kommunen ist äußerst angespannt und verlangt neue Wege. In Zukunft wird sich die Situation weiter verschärfen.
      • Herausforderungen als Chance erkennen – für positive Stimmung bei Bevölkerung und Entscheidungsträgern sorgen.
      • Jugend im Landkreis besonders durch Aufbau von Ausbildungs- bzw. beruflichen Perspektiven halten und sie in alle Aktivitäten stärker einbinden.
      • Rückkehrmotivation aller - besonders der ausgebildeten Jugendlichen - durch Infrastrukturvorteile (Heimat, Kultur, Bildung, Innovation) stärken.
      Weitere Herausforderungen
    10. 3. Kapitel: Strategie und Leitbild
      • Positive Bewertung der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit
      • Potenziale des Landkreises
      • 10-Punkte-Programm
      • Leitbild
      • Leitlinien zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit
      • Unser Slogan
    11. Besondere Potenziale (I)
      • Großbetriebe internationaler Konzerne im Landkreis mit starker Investitionstätigkeit (Vattenfall, Klausner Holz GmbH)
      • Über 600 Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten, guter Branchenmix mit Traditionen (z.B. im Bereich Stahl- und Maschinenbau)
      • Leistungsstarke landwirtschaftliche Betriebe, ca. 80 Betriebe bewirtschaften 90 % der Fläche
      • Leistungsfähige Verwaltung: kurze Genehmigungs-verfahren, abgestimmte Ansiedlungspolitik der Kommunen und des Landkreises, ansiedlungsgerechte Infrastruktur
      Der Landkreis besitzt Potenziale, Stärken und Alleinstellungsmerkmale, die ihn zu einem verlässlichen und stärkenden Partner machen.
    12. Besondere Potenziale (II)
      • Heimatverbundene und bodenständige Bevölkerung mit den zusätzlichen Eigenschaften: beständig, bescheiden, kreativ, arbeitsam, flexibel, mobil, korrekt, verlässlich, lernfähig und qualifiziert.
      • Nicht zerschnittene, vielfältige und großteils reizvolle Landschafts- und Siedlungsräume; Landkreis bildet für die Region die Brücke zu Brandenburg und Berlin und z.B. mit der Via Regia die Brücke zwischen West und Ost.
      • Vielfältige kulturelle Besonderheiten mit Görlitz, dem Fürst-Pückler-Park als überregionale Anziehungspunkte und der sorbischen Kultur. Vielfältige, touristische Angebote mit starker Besucherfrequenz.
      • Zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur in den Bereichen Straße und Schiene. Ausbaufähige touristische Infrastruktur auf einer soliden vorhandenen Basis.
    13. 10 – Punkte – Programm 1/2
      • Stärkung des überregionalen Marktzugangs und der Innovationsfähigkeit der bestehenden Unternehmen im Landkreis als besondere Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung und Politik (aktive Bestandspflege).
      • Bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung auf Basis einer qualifizierten Schulbildung; dazu Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsträgern ausbauen.
      • Siedlungsstrukturen, insbesondere die Wohnfolge- und technische Infrastruktur, der Bevölkerungsentwicklung und Demografie anpassen. Gestaltungsräume nutzen, Prozesse frühzeitig beginnen.
      • Bestehende Angebote in den Bereichen Tourismus, Naherholung und Kultur stabilisieren und ausbauen. Netzwerke und Kooperationen fördern und fordern.
      • Landschaftsentwicklung im Einklang von Naturschutz und Bewirtschaftung. Grenzertragsstandorte als nutzbare Flächen erhalten und eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung sicherstellen. Zusätzlich regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.
    14. 10 – Punkte – Programm 2/2
      • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polen ausbauen, Voraussetzungen schaffen, insbesondere in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Sprachkompetenz erhöhen und innere Einstellungen / Ressentiments beachten.
      • Regionale Netzwerke auf allen Ebenen (Ortsteile, Gemeinden, Städte, Kreise) ausbauen, dadurch Synergieeffekte erzielen, Qualitätsniveau heben und Wirtschaftlichkeit sicherstellen - Verbesserung der „Anerkennungskultur“ – Erfahrungen und Erfolge dauerhaft nutzen.
      • Jugend im Landkreis besonders durch Aufbau von Ausbildungs- bzw. beruflichen Perspektiven halten bzw. zur Rückkehr in unsere Region motivieren und sie in alle Aktivitäten stärker einbinden.
      • Ehrenamtliche Tätigkeiten gesellschaftlich und öffentlich aufwerten, Rahmenbedingungen für Verein und Ehrenamt verbessern – nachhaltige Strukturen schaffen.
      • Sicherung von Lebensqualität im höheren Alter. Soziale Tätigkeiten verstärkt als Tätigkeitsbereiche erschließen - Hilfe zur Selbsthilfe
    15. Leitbild
      • Wir wollen ein Landkreis sein,
      • ... der sich durch eine hohe Lebensqualität für Jung und Alt auszeichnet,
      • ... wo der Gemeinsinn und die Heimatverbundenheit einen hohen Stellenwert hat,
      • ... wo die Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen,
      • ... wo bürgerschaftliches Engagement gefördert und gelebt wird,
      • ... in dem es Freude macht, als Unternehmer aktiv zu sein,
      • ... der sich durch Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und Nationen auszeichnet,
      • ... der jeden Gast in seinen einzigartigen Landschaften herzlich willkommen heißt,
      • ... der sich durch professionelle und qualitätsgerechte Dienstleistungsangebote auszeichnet,
      • ... wo die Verwaltung durch bürger- und wirtschaftsfreundliches Handeln geprägt ist,
      • ... der Raum für neue Entwicklungen und Innovationen lässt.
    16. Unser Slogan
      • Landschaften ohne Grenzen
      • Begründung:
      • Politische und regionale Grenzen überwinden zum Nutzen Aller.
      • Neue Chancen in Wirtschaft, Bildung und Regionalentwicklung durch ein stärkeres Miteinander - auf kommunaler Ebene, - mit den benachbarten Landkreisen, - mit Brandenburg, - mit Polen.
      • Grenzübergreifende Landschaftsräume touristisch entwickeln und gemeinsam vermarkten.
      • Die Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarn intensivieren, Binationalität im Grenzraum erlebbar machen.
      • Durch mehr Gemeinsamkeit und Miteinander gegenseitige Vorbehalte und Misstrauen abbauen.
    17. 4. Kapitel: Strategieprogramm und Prioritäten
      • Wirtschaftsförderung
      • Tourismusentwicklung / Tourismusmanagement
      • Landschaftsentwicklung und Bewirtschaftung
      • Siedlungsstruktur / Technische Infrastruktur
      • Soziales-Gesundheit / Bildung - Kultur - Sport
      • Jugend und Senioren / Familie und Frauen
    18. Siedlungsstruktur Technische Infrastruktur Der ländliche Raum ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Gesellschaftssystems. Er besitzt natürliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Potenziale und Ressourcen, die für die ganze Gesellschaft lebensnotwendig sind. Unser ländlicher Raum und unsere Landbevölkerung sind dabei – trotz teilweise dramatischer und problematischer Rückgänge – keine verschwindenden Restgrößen der Gesellschaft. Auf der besseren Nutzung der jeweiligen Potenziale und Ressourcen basiert die Zukunftsfähigkeit der unterschiedlichen ländlichen Regionen und der einzelnen Dörfer bzw. Kleinstädte. Dünn besiedelte Regionen sind dabei ein dauerhafter Teil des Ganzen und keine drohende Gefahr für die Region und für Sachsen. Die Landbevölkerung, darunter besonders die Landjugend, ist und bleibt das entscheidende soziale Potenzial für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Siedlungen und Regionen. Der ländliche Raum bildet das notwendige Gegengewicht im heutigen Strukturwandel: Kräfte bündeln – Chancen nutzen – Offensive für den ländlichen Raum Ländlichen Raum gezielt fördern – nicht abkoppeln Globalisierung / Europäisierung Geschwindigkeit, Komplexität, Vereinheitlichung ländlicher Raum Überschaubarkeit, Identität, Verwurzelung, Beheimatung >>> Beispiel
    19. Siedlungsstruktur Technische Infrastruktur
      • Die enormen Bevölkerungsverluste erfordern eine Strategie des Rückbaues orientiert an verstärkter Lebensqualität und nachhaltiger Entwicklung und eine Ausrichtung der örtlichen Politik und Wirtschaft auf eine zukünftig deutlich ältere Bevölkerung.
      • Alle Infrastruktureinrichtungen und Dienstleistungen (vor allem Bildung, Gesundheit, Soziales, Kultur, Verkehr, Ver-Entsorgung) MÜSSEN neu geordnet werden - dies ist eine kommunale wie regionale Aufgabe ! Starke Landkreise sind dabei der Garant für die Zukunft des ländlichen Raumes, da sie bereits gebündelt umfangreiche Aufgaben in Wirtschaft und Verkehr, Arbeitsmarkt und Sozialhilfe, Jugendhilfe und Gesundheitswesen, Bildung und Kultur, Landespflege und Umweltschutz sowie Planung und Raumordnung usw. wahrnehmen.
      Prioritäten der Strukturentwicklung (durch)setzen nachhaltige Raum- und Versorgungsstrukturen schaffen Daseinsvorsorge sichern = Beschränkung des öffentlichen Infrastrukturangebotes auf unabdingbare Kernfunktionen
    20. Siedlungsstruktur Technische Infrastruktur
      • Neuordnung des Siedlungsgefüges
      • Gestaltung funktional sinnvoller Siedlungs- und Raumstrukturen mit Konzentration auf zentrale Einheiten / aktive gemeinsame Flächenpolitik / Wohnungsmarkt, Gewerbe und Einzelhandel auf Zentren ausrichten.
      • zentrale Standorte und integrierte Ortslagen werden als Wohnlage und Versorgungseinheit attraktiver / neue Eigentumsformen und Wohnungs-anforderungen gewinnen mehr an Bedeutung / „Ältere sind Trendsetter“ / Wohnangebote für Familien und Senioren in diese Kerne verlagern.
      • Fortführung und dauerhafte Durchsetzung des Allgemeinverbotes von Siedlungsflächenerweiterung in Verbindung mit konkreten Optionsmodellen / aktivere Nutzung von unter- oder ungenutzten Bestandsflächen.
      • Entscheidungen längerfristig ausrichten und an Potenzialanalysen orientieren (nicht mehr nur auf Nachfrageänderungen reagieren, sondern auf der Grundlage von Konzepten + Monitoring agieren) = langfristige integrierte Entwicklungskonzepte.
      • „ Geduld als Tugend“ – Bauruinen sichern und stehen lassen – weniger Perfektionismus im Rückbau, bei Planung und Vollzug: „Nischen nutzen“.
      • Veränderte Rahmenbedingungen erfordern angepasste und vereinfachte Gesetze.
    21. Siedlungsstruktur Technische Infrastruktur
      • Anpassung der Infrastruktur
      • Öffentliche Daseinsvorsorge muss im großen Maßstab neu geordnet und auf räumliche Schwerpunkte konzentriert werden, die dann besser und flexibel erreichbar sein müssen (zentrale und dezentrale gemeinwesenorientierte flexible und mobile Strukturen existieren dabei nebeneinander).
      • Schrumpfung und Wachstum: / Prozess der Schrumpfung kann selbst durch eine wachstumsorientierte Politik nicht überwunden sondern nur neu geordnet werden.
      • Alle kommunalen Infrastrukturen überprüfen: welche Mindestauslastung / welche Kostenentwicklung bei sinkenden Einwohnern / welche Anpassungsmöglichkeiten.
      • Bei Neubau die direkten und indirekten Folgekosten; bei Rückbau die direkte und indirekte Entlastung ermitteln, dezentrale, flexible und ökonomische Ver- und Entsorgungssysteme zulassen, Schwerpunkt von Neubau auf den Erhalt und den Umbau von Systemen verlagern.
      • Wechselseitige Infrastruktur vorhalten - wechselseitige Funktionserfüllung nutzen.
      • Exakte Kenntnisse des individuellen Mobilitätsverhaltens führt zu neuen Maßnahmen der Mobilitätssicherung in unterschiedlicher Art und Ausprägung.
    22. Siedlungsstruktur Technische Infrastruktur
      • notwendige strukturelle und finanzielle Voraussetzungen
      • Umgestaltungen können nur als kooperativer Prozess in der Fläche entwickelt und durchgeführt werden. Die Überwindung aller lokalen und sektoralen Egoismen ist dabei, neben der notwendigen Finanzausstattung, die grundsätzliche Schlüsselfrage.
      • Vorhandene und zukünftige Kommunalstrukturen müssen dem notwendigen Wandel gerecht werden. Gebietszusammenführungen müssen sich dabei – neben einer tatsächlichen „Verbundenheit“ - auch an der möglichen und praktisch machbaren Versorgungsdichte und nicht nur an der Bevölkerungsanzahl orientieren.
      • Neuordnungen der Verwaltungen erfordern eine konkrete und fundierte Aufgabenprüfung (staatlich und kommunal) und eine praxisbezogene und bürgernahe Aufgabenzuordnung (Kommunalisierung von Aufgaben). Zukünftige Einheiten müssen Erreichbarkeit, bürgerschaftliche Mitwirkung, Identifikation und die demokratisch unmittelbar legitimierte Wahrnehmung von Aufgaben in eigener Verantwortung sicherstellen – Regionalkreise würden dabei den möglichen Rahmen sprengen.
      • Damit die Landkreise Garanten der Zukunft des ländlichen Raumes sein können, benötigen sie eine aufgabenadäquate Finanzausstattung, die nicht nur eine Erfüllung der Pflichtaufgaben ermöglicht, sondern auch eine kraftvolle Betätigung im Bereich der freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben zulässt.
    23. Siedlungsstruktur / Technische Infrastruktur Aufgabenschwerpunkte 1/3 Aus- und Aufbau einer bürger- und praxisnahen Verwaltung – Vorfahrt für investive und produktive Genehmigungsverfahren = Entbürokratisierung II. V: Landkreis, Kommunen Verbesserung aller kommunikativen Planungsprozesse (z.B. Bürgerbeteiligung) - verstärkte Öffentlichkeitsarbeit (Internet, Presse) – fachliche Abstimmung und Austausch zu aktuellen Schwerpunktthemen zu festen Terminen als „Planertage“. V: Kommunen, Kreisentwicklung
      • Prioritäten setzen:
      • nachhaltige Erhaltung und Stabilisierung des ländlichen Raumes durch integrierte Planung (ILEK) + gezielte (Höchst)Förderung und vielfältige, kleinteilige und basisorientierte Umsetzung.
      • Schwerpunkte: bergbaubeeinträchtigtes Gebiet; Bergbaufolgelandschaft; Versorgungskerne ländl. Raum dabei nach praktikablen Lösungen ohne Perfektionismus suchen. V.: Landkreis
      Anpassung aller neuen und bestehenden Gesetze an den aktuellen Entwicklungsprozess - Kommunikation und Kritik zum Gesetzgeber als laufende Aufgabe = Entbürokratisierung I. V: Landkreis, Kommunen Entwicklung von gemeinsamen Strategien zur einheitlichen und geschlossenen Beurteilung von regionalen, staatlichen und europäischen Veränderungen (Gesetzgebungen, Verordnungen, übergeordnete Planungen, interkommunale Vorhaben des Landkreises) und gemeinsame Willensbekundungen aller Gremien der Politik und Verwaltung zu diesen Themen („EINE Sprache = EINE Region“) – bürgernahe, verständliche Kommunikation und konkrete Darstellungen der Wirkungen/Veränderung. V: Kommunen, Kreisentwicklung
    24. Siedlungsstruktur / Technische Infrastruktur Aufgabenschwerpunkte 2/3 Vorhandene Bauleitplanungen auf nicht mehr gerechtfertigte (neue) Baulandausweisungen (Flächennutzungspläne, Bebauungspläne...) überprüfen und korrigieren. V: Kommunen / KE Zentrales und gemeinsames Leerstands-, Brachen und Baulandkataster aufbauen, pflegen und einheitlich öffentlich publizieren und vermarkten. (Leerstand; 70+ / Wohnen30+; Wohnen50+/ Gewerbegroßflächen, Gewerbekleinflächen, Gebäudeverzeichnis usw....) V: Kommunen / KE Neue Planungsalternativen für den ländlichen Bereich finden, fördern, und umsetzen + alternative Nutzungskonzepte für bestehende und zukünftige Leerstände als Pilotprojekte umsetzen. V: Kommunen / KE Aufbau und nachhaltige Nutzung eines interkommunalen Informationsnetzwerkes (IKIN) zum gemeinsamen Sach- und Geodatenmanagement (Flächenmarketing, Gebäudevermarktung, Fortführung Flächennutzungsplan – FNP-Tagebuch, Notfallkonzepte und –management) Geoportal für den Landkreis als öffentliche Plattform. V: Kommunen, Kreisentwicklung Entwicklung bzw. Fortschreibung von zukunftsweisenden Einzelhandels- und kleingliedrige Gewerbestandortkonzepten für die Städte des Landkreises. V: Kommunen, Kreisentwicklung Verstärkt stationäre und mobile „Bürgerläden“ mit komplettem Dienstleistungsangebot im ländlichen Raum stationieren. Marktplatz Dorf“ – moderne Dorfzentren als Versorgungs- und Kommunikationsbasis V: Kommunen, Kreisentwicklung Fortschreibung / Entwicklung von Verkehrskonzepten in den Städten und touristisch relevanten Regionen des Landkreises (Radwege, Verkehrsleitsysteme, etc.) . V: Kommunen, Landkreis
    25. Siedlungsstruktur / Technische Infrastruktur Aufgabenschwerpunkte 3/3 Umsetzung der Strategie zum kleinen Grenzverkehr ( Gemeinsame Willenserklärung zur Errichtung von Grenzbrücken ) – 6 neue zusätzliche Grenzbrücken. V: Kommunen, Landkreis Lobbyarbeit zu geplanten Verkehrsprojekten entsprechend den Planungen des Bundes und des Landes verstärken - zeitnahe Umsetzung nachdrücklich einfordern – Modifizierungen zulassen. V: Landrat, Landtags- und Bundstagsabgeordneter Aufbau einer bedarfsgerechten Mobilität im ländlichen Raum mit einer notwendigen weiteren Entwicklung anderer Bedienformen im ÖPNV unter Nutzung aller alternativen Mobilitätsformen. Ausrichtung auf Schwerpunktbereiche und Kernzeiten (Schulzeiten, Unterrichtszeiten, Saison) V: NVG, Landkreis, Kommunen Aufbau, Umsetzung und nachhaltige Unterhaltung eines allumfassenden touristischen Leitsystems als strategisches Planungskonzept und als tatsächliche Umsetzung auf kommunaler und regionaler Ebene; Abstimmungspflicht und Abstimmungsgebot bei allen Tourismusplanungen und –konzepten besonders im Bereich Radwege, Reitwege, Wanderwege // Rast- und Informationspunkte; öffentliche Publizierung im Geoportal; Einführung eines Qualitätsmanagements „Leitsystem NOL“ . V: Kreisentwicklung, Kommunen Modellvorhaben „European Energy Award“ ® im Niederschlesischen Oberlausitzkreis unter maßgeblicher Beteiligung der Energiewirtschaft. V.: Landkreis. Energiewirtschaft Entwicklung kostengünstiger Ver- und Entsorgungslösungen für den ländlichen Raum als Pilotprojekt unterstützen. V: Versorger im Landkreis
    26. Verfahrensüberblick    
      • laufendes Änderungs- und Anpassungsmanagement (Aktualisierung Basiswerte / Einbindung und Berücksichtigung von Konzepten / Studien usw. / Zusammen-arbeit und Austausch mit allen Partnern, besonders auf kommunaler Ebene)
      • wissenschaftliche Begleitung bei den Hauptkomplexen (HS Zittau-Görlitz)
      • Information und Einbindung der Öffentlichkeit (Internet / Presse) und aller politischen Gremien (Kreistag, Parteien)
      Umsetzung Strategiekonzept als Gradmesser der Praxis- und Basistauglichkeit Fortschreibung Strategiekonzept als laufender Prozess der Kreisentwicklung
      • Zusammenführung aller Konzepte in einem integrierten ländlichen Entwicklungs- konzept (ILEK) als BASIS für das Regionalmanagement Fördermittelkulisse ELER 2007 – 2013 // GEMEINSAME GEBIETSKULISSE ländlicher Raum +NOL+++ Landkreis = Konzeptträger <> Kommunen / Vereine / Privatpersonen = Projektträger
      • zusätzliche Umsetzungsbetreuung für weitere Partner (Städte, Wifö usw.) als Ergänzung zum Regionalmanagement ländl. Raum (Kompetenz & Wissen aus einer Hand)
      Fortschreibungs- und Umsetzungsmanagement 2006 2008 2010 2020
    27. ILE Östliche Oberlausitz Das ILEK war der Beginn einer ganzheitlichen Entwicklung in der Region. Damit ist es gelungen, die Basis zu erreichen. Das Zusammenhaltsgefühl der Region wurde gestärkt, was besonders im Hinblick auf die Auswirkungen der Kreisgebietsreform auf das Territorium der Gebietskulisse von großer Bedeutung ist. Fortschreibungs- und Umsetzungsmanagement
    28. Ansprech P A R T N E R Vereine / Verbände und Ehrenamt im NOL und in der Region http://www.nol-kreis.de/vereine/verein.htm Kommunen und Verwaltungseinheiten im Niederschlesischen Oberlausitzkreis http://www.nol-kreis.de/staedte/staedt.htm Kreisfreie Stadt Görlitz Landkreise Kamenz, Bautzen, Löbau-Zittau; Landkreis Spree-Neiße WIRTSCHAFT MENSCHEN Fortschreibungs- und Umsetzungsmanagement Landratsamt Niederschlesischer Oberlausitzkreis Dezernat II / Kreisentwicklung http://www.nol-kreis.de [email_address] Telefon: 03588 / 285 – 740 Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH http://www.oberlausitz.com Telefon: 03591 / 4877-0 Touristische Gebietsgemeinschaft Neisseland e.V http://www.tourismus.nol-kreis.de/ Telefon: 0 3581 314307 IHK Geschäftsstelle Görlitz http://www.dresden.ihk.de Telefon: 03581 / 421200 Hochschule Zittau/Görlitz (FH) http://www.hs-zigr.de Telefon: 0 3583 61 1400 Landkreis Zgorzelec Powiat Zgorzelecki Landkreis Zary Powiat żarski Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH http://www. entwicklungsgesellschaft.org Telefon: 035771 / 58100 TBGZ Niesky GmbH http://www. tbgz-niesky.de Telefon: 03588 26160
    29. Publikation & Ausblick „ Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.“ Antoine de Saint-Exupéry (1900 –1944) Autor von „ Der kleine Prinz“ „ Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die Chance. “ Victor Hugo (1802 – 1885) französischer Dichter Verbunden werden auch die Schwachen mächtig ! (Schiller - Wilhelm Tell I, 3) http://www.ohne-grenzen.eu gedruckte Ausgabe (Taschenbuchformat) MINI-CD Fortschreibungs- und Umsetzungsmanagement „ >> Briefkopf“ Info-Pool / News
    30. Ende Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit ! Niederschlesischer Oberlausitzkreis: http://www.nol-kreis.de/ Kreisentwicklung NOL: http://www.kreisentwicklung.de Entwicklungsgesellschaft: http://entwicklungsgesellschaft.org ILEK östliche Oberlausitz: http://ilek-info.de Strategiekonzept/Leitbild (Blog): http://kreis-ohne-grenzen.de/ http://ohne-grenzen.eu Geoportal NOL: http://geoportal-online.de
    31. Ende Danke für Ihre Aufmerksamkeit ! Landratsamt Niederschlesischer Oberlausitzkreis Dezernat II Sachgebiet Kreisentwicklung Holger Freymann Internet http:// www . nol -kreis.de Email-direkt: h.freymann. @ nol-kreis.de Telefon: 03588 285 - 740 Fax: 03588 20 56 26

    + Holger FreymannHolger Freymann, 3 years ago

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