Demographischer Wandel im NOL

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    Demographischer Wandel im NOL - Presentation Transcript

    1. Ansätze und Erfahrungen Demographischer Wandel im Niederschlesischen Oberlausitzkreis AVS-Fachtagung Demographischer Wandel: Strategisch denken – vernetzt handeln
    2. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Wer sind wir ? Flächenlandkreis / Grenzlage 1.340 km² / ca. 94.000 Einwohner 5 Städte / 23 Gemeinden 12 Verwaltungszentren (Einheitsgemeinden / VV / VG )
      • überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit
      • einen hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern
      • Stagnation bei Existenzgründungen und bei Ansiedlung von Firmen trotz Großansiedlungen
      • Schwierige Umwelt- und Umfeldbedingungen
      • Die Raumnutzung ist geprägt durch:
      • große Abbaugebiete für Braunkohle sowie Problemgebiete der Bergbaufolgelandschaft
      • den Truppenübungsplatz “Oberlausitz”
      • das Biosphärenreservat “Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft” und ausgedehnte FFH-Gebiete (ca. 24.527 ha)
      • gute Infrastruktur trotz Flächenlandkreis
      Die wirtschaftliche Entwicklung ist gekennzeichnet durch: Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen
    3. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Demographische Fakten sind bekannt ... 1995 2005 2010 2020 Bevölkerung: 111 TEW 96 TEW 89 TEW 79 TEW Durchschnittsalter: 38,5 44,3 48,1 51,1
      • Bevölkerungsrückgang wird weiter anhalten (ca - 1% / Jahr)
      • Fehlende Müttergeneration durch selektive Abwanderung
      • Abwanderung der Motivierten und Aktiven
      • Überalterung und Schwächung der familiären Strukturen
      ... doch die ehrliche Benennung der Folgen ist ernüchtern ! Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen
      • Raumstruktur: verödete Stadtteile und leerstehende Dörfer
      • Soziale Infrastruktur: erste Anzeichen von Unterversorgung
      • Technische Infrastruktur: Verlustminimierungsstrategie
      • Verkehr: Mobilitätsbedürfnisse steigen bei Reduzierung des ÖPNV
    4. Neuer Landkreis Görlitz bringt kaum „Linderung“ Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen
    5. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Siedlungs- und Strukturentwicklung Leerstand und Einwohner > 70 Jahre HEUTE
    6. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Siedlungs- und Strukturentwicklung Leerstand und Einwohner > 70 Jahre ... in 20 Jahren ?
    7. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Demographischer Wandel ist keine Modeerscheinung, sondern erfordert einen ehrlichen und nachhaltigen Umgang mit den Problemen ! Reduzierung der Einwohnerzahl + Jugend verließ und verlässt ihre Heimat ländliche Brachen aller Art + hoher Leerstand an Gebäuden komplizierte und praxisferne Gesetze – Verordnungen – Bestimmungen ... schwierig-schwerfällige „ländliche Politik“ unter Landes – Bundes - EU-Flagge Finanznot – Personalknappheit – strukturelle-kommunale Probleme
    8. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen ?
    9. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen ... auch wenn diese steinig sind ! NEUE WEGE GEHEN !
    10. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Landkreis = ländlich geprägte Region Veränderte Strukturen erfordern veränderte Ansätze ! Leben in den Kommunen NEGATIV: wirtschaftliche + ökonomische + demographische Entwicklung = teilweise bedeutender Verlust an Lebens- und Strukturgrundlage POSITIV: attraktive Infrastruktur + modernes Wohnumfeld + neue „Funktionen“ (Wohnen, Umfeld-Standort-Vorteile) Globalisierung / Europäisierung Geschwindigkeit, Komplexität, Vereinheitlichung ländlicher Raum Überschaubarkeit, Identität, Verwurzelung, Beheimatung
    11. Kommunalisierung von Aufgaben bei gleichzeitiger finanzieller Sicherung der Kommunen echter Abbau von Bürokratie / gesetzeskonforme Lösungen starke Allianz der Bürger und aller Kräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung maximaler „regionaler“ Einfluss auf Bundes- und Landespolitik Mitbestimmung bei „Themen der Zeit“ – auf einander hören Voraussetzungen für die weitere Arbeit im „ländlichen Raum“ Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Veränderte Strukturen erfordern veränderte Ansätze !
    12. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne strategischer Ansatz >> Strategiekonzept NOL Erstellung: 2003/2004 // 1. Fortschreibung: 2006
    13. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne strategischer Ansatz >> Strategiekonzept NOL Erstellung: 2003/2004 // 1. Fortschreibung: 2006 kompakt Taschenbuchformat A5 – 70 Seiten http://ohne-grenzen.eu http://kreis-ohne-grenzen.de ?
    14. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderner strategischer Ansatz >> Strategiekonzept NOL Demographischer Wandel als zentrale Herausforderung Strategie und Leitbild Strategieprogramm-Prioritäten: Wirtschaftsförderung Tourismusentwicklung / Tourismusmanagement Landschaftsentwicklung und Bewirtschaftung Siedlungsstruktur / Technische Infrastruktur Soziales-Gesundheit / Bildung - Kultur - Sport Jugend und Senioren / Familie und Frauen Landkreis Kommunen Menschen Wirtschaft
    15. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderner strategischer Ansatz >> Strategiekonzept NOL neue und konkrete Handlungsfelder: Anpassung aller neuen und bestehenden Gesetze an den aktuellen Entwicklungsprozess - Kommunikation und Kritik zum Gesetzgeber als laufende Aufgabe nachhaltige Erhaltung und Stabilisierung des ländlichen Raumes durch integrierte Planung (ILEK) + gezielte (Höchst-) Förderung und vielfältige,basisorientierte Umsetzung Vorhandene Bauleitplanungen auf nicht mehr gerechtfertigte (neue) Baulandausweisungen (Flächennutzungspläne, Bebauungspläne...) überprüfen und korrigieren Neue Planungsalternativen für den ländlichen Bereich finden, fördern, und umsetzen + alternative Nutzungskonzepte für bestehende und zukünftige Leerstände als Pilotprojekte Landkreis Kommunen Menschen Wirtschaft
    16. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne Strategie >> zeitgemäße Umsetzung UMSETZUNG: Die Umsetzung des Strategiekonzeptes wird als laufender und eigenständiger Prozess und im Rahmen der Fördermittelkulisse des Freistaates Sachsen (besonders Entwicklung ländlicher Raum – ILE), unter Koordinierung des Landkreises zusammen mit den Kommunen durchgeführt. Landkreis Kommunen Menschen Wirtschaft
    17. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne Strategie >> zeitgemäße Umsetzung >> BEISPIELE Aufbau von dezentralen sozialraumorientierten Strukturen + intergenerative und bereichsübergreifende Gemeinwesenarbeit: Seit 2003 wurden 6 dezentrale Jugendhilfeagenturen aufgebaut: >> flächendeckende soziale Grundstruktur vor Ort >> Zusammenwirken der Generationen ( alt & jung) Gemeinsam finanziertes und fachlich untersetztes regionales Umsetzungsmanagement der Kommunen und des Landkreises auf der Basis der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE): >> 23 Städte und Gemeinden im ILE „Östliche Oberlausitz“ >> „flexible Kulisse“: 2008: 2,6 Mio € / bis 2013: 15,9 Mio €
    18. zentrale Steuerung des Landkreises durch Verbindungen von politischen Zielen und hoheitlichen / strategischen Aufgaben in der Verwaltung durch die Kreisentwicklung z. Bsp. in den Bereichen: Bauleitplanung, Raumordnung, Gutachter ... Wifö, Tourismus Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne Strategie >> zeitgemäße Umsetzung – genügt das ? OHNE KONKRETE HANDLUNGSEINGRIFFE KEINE UMSETZUNG ! breit aufgestelltes gemeinsames Umsetzungskonzept auf der Basis der integrierten ländlichen Entwicklung mit 23 Kommunen über die Grenzen des NOL hinaus + gemeinsames externes Regional-management in Kooperation Landkreis und Kommunen dauerhafte und nachhaltige Durchsetzung der kommunal-regionalen Notwendigkeiten auch durch Ausnutzung der stärkenden Aspekte der Verwaltungs- und der Kreisgebietsreform
    19. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen moderne Strategie >> zeitgemäße Umsetzung – genügt das ? KOMMUNALPRAKTISCHE LANDES UNTERSTÜTZUNG NOTWENDIG ! komplexes Umdenken bei bestehenden und zukünftigen gesetzlichen Regelungen notwendig (bisher keine spürbare Entbürokratisierung – z.B. Paragraphenpranger ) Minimierung der staatlichen Reglementarien durch tatsächliche und praktikable Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung höheren Praxisbezug durch wirkliche Kommunalisierung der Aufgaben (wie z.B.: 2004 >> Genehmigung der Bauleitplanung) „ Entschlackung“ der Fördermittelbereitstellung durch Schaffung einer handhabbaren, eu-konformen Beantragung / Umsetzung
    20. Daten-Fakten-Hintergründe Betrachtungsweise Ansätze und Erfahrungen Ausblick: REFORM 2008 - wie geht weiter ...
      • Reformprozess wird als Chance der Neuordnung verstanden
      • Nutzung der positiven kommunalen Praxiserfahrungen bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben und Berücksichtigung dieser Erfahrungen bei allen zukünftigen rechtlichen Regelungen
      • Neugliederung der Landkreise ist eine erste Stufe beim komplexen Umbau der territorialen Verwaltungsstrukturen
      Jede große Reform hat nicht darin bestanden, etwas Neues zu tun, sondern etwas Altes abzuschaffen. Die wertvollsten Gesetze sind die Abschaffungen früherer Gesetze gewesen, und die besten Gesetze, die gegeben worden sind, waren die, welche alte Gesetze aufhoben. Henry Thomas Buckle, (1821 - 1862), englischer Historiker
    21. Nur was sich ändert, bleibt ! Wer sich ändert, wer sich neuen Ideen öffnet, kann mitgestalten !
    22. Ende Danke für Ihre Aufmerksamkeit ! Niederschlesischer Oberlausitzkreis: http://www.nol-kreis.de/ Kreisentwicklung NOL: http://www.kreisentwicklung.de Entwicklungsgesellschaft: http://entwicklungsgesellschaft.org Strategiekonzept/Leitbild (Blog): http://kreis-ohne-grenzen.de/ http://ohne-grenzen.eu ILE östliche Oberlausitz: http://ile-info.de Geoportal NOL: http://geoportal-online.de
    23. Lernen Sie uns „alternativ“ kennen: Sternradfahrt im NOL – 03.05.2008
    24. Ende Niederschlesischer Oberlausitzkreis Landrat Bernd Lange Internet: http:// www . nol -kreis.de Email: [email_address] Telefon: 03588 285 - 0 Fax: 03588 285 - 450
    25.  

    + Holger FreymannHolger Freymann, 2 years ago

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