ENERGIE UND ROHSTOFFESICHER, BEZAHLBAR, EFFIZIENTFür ein relativ rohstoffarmes Industrieland wie Deutschland ist die Frage...
Innovation und Umweltstoffstrategie der Bundesregierung“     onsklimas. Durch bilaterale Rohstoff-      nur in partnerscha...
Upcoming SlideShare
Loading in …5
×

Bengs a merkel u h bengs ihk wi-fo03-2012_s42-43_innovation

272 views
216 views

Published on

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
272
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
1
Actions
Shares
0
Downloads
1
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Bengs a merkel u h bengs ihk wi-fo03-2012_s42-43_innovation

  1. 1. ENERGIE UND ROHSTOFFESICHER, BEZAHLBAR, EFFIZIENTFür ein relativ rohstoffarmes Industrieland wie Deutschland ist die Frage einer nachhaltigen Energie- und Rohstoff-versorgung auch eine Frage von Wachstum und Wohlstand. Ein Beitrag von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.Eine wirtschaftliche, umweltscho- für Kraft-Wärme-Kopplungsan­-nende und zuverlässige Energiever- la­gen.sorgung – das ist eine Aufgabe, die Mit einem Monitoring-Prozesszu den größten Herausforderungen werden wir die erreichten Fortschrit-des 21. Jahrhunderts zählt. Für die te regelmäßig überprüfen. Von zent­Bundesregierung steht außer Fra- raler Bedeutung ist dabei stets diege: Wir wollen unser Land bei wett- Maßgabe der Verlässlichkeit, Um-bewerbsfähigen Energiepreisen und weltfreundlichkeit und nicht zuletzthohem Wohlstandsniveau zu einer der Preisgünstigkeit unserer Energie-der energieeffizientesten Volkswirt- versorgung. Es liegt auf der Hand,schaften der Welt entwickeln und dass die Preisentwicklung für ener-das Zeitalter der erneuerbaren Ener- gieintensive Unternehmen von be-gien schneller als ursprünglich ge- sonderer Bedeutung ist. Deshalb ha-plant erreichen. ben wir unter anderem die besondere Drei Themenfelder stehen be- Ausgleichsregelung im Erneuerbare-sonders im Mittelpunkt. Erstens: Energien-Gesetz zur Entlastung die-Wir müssen die Stromnetze zügig ser Unternehmen flexibler und mit-ausbauen und an neue Anforderun- telstandsfreundlicher gestaltet.gen anpassen. Zweitens: Der Anteil Keine Frage: Wir haben ein ehr-von Strom aus erneuerbaren Energi- geiziges Energiepaket geschnürt.en soll rascher wachsen – bis 2020 Das stellt uns vor erhebliche He-auf mindestens 35 Prozent. Drittens: rausforderungen, birgt aber auchWir wollen die Energieeffizienz wei- große Chancen – Chancen, die sichter erhöhen. Es gilt unter anderem, durch ein konstruktives Miteinanderunseren Energieverbrauch mit mo- von Wirtschaft und Politik am bes-dernsten Technologien zu senken ten nutzen lassen. Dies gilt auch undund Gebäude energetisch zu sanie- besonders mit Blick auf die Rohstoff-ren. Hierzu haben wir beispielswei- versorgung und Rohstoffpolitik. Diese das CO2-Gebäudesanierungspro- Rohstoffsicherung ist primär Aufgabegramm auf jährlich 1,5 Milliarden der Wirtschaft. Die BundesregierungEuro aufgestockt. ihrerseits ist bestrebt, mit ihrer Roh- Auf dem Weg ins Zeitalter der stoffpolitik die erforderlichen Rah-erneuerbaren Energien sind wir aber menbedingungen für eine verlässli-während der Übergangsphase wei- che, international wettbewerbsfähigeterhin auf hocheffiziente Kohle- und Rohstoffversorgung zu schaffen.Gaskraftwerke angewiesen. Im Sin- Angesichts der Importabhängig-ne einer verlässlichen Energieversor- keit Deutschlands verbindet Wirt-gung kommt es daher auch auf eine schaft und Politik ein hohes strate-möglichst rasche Fertigstellung der gisches Interesse am ungehindertenin Bau befindlichen fossilen Kraft- Zugang zu den internationalen Roh-werke bis 2013 an. Darüber hinaus stoffmärkten. Wir müssen koordiniertmüssen in den nächsten zehn Jahren vorgehen, um die deutsche PositionKraftwerkskapazitäten mit einer ge- in der globalen Wirtschaftsordnungsicherten Leistung in Höhe von zehn halten zu können. Deshalb haben wirGigawatt zugebaut werden. Der Ver- im Jahr 2010 auf nationaler Ebenesorgungssicherheit und Effizienz der die Ergebnisse unseres intensiven Di­Stromerzeugung dient nicht zuletzt alogs zwischen Wirtschaft, Politik unddie Optimierung des Förderrahmens auch der Wissenschaft in der „Roh-42 IHK WirtschaftsForum 03.12
  2. 2. Innovation und Umweltstoffstrategie der Bundesregierung“ onsklimas. Durch bilaterale Rohstoff- nur in partnerschaftlicher Abstim- Es zeigt sich also, wie sehr sichzusammengeführt. Mit der Gründung partnerschaften kann Deutschland mung bewirken. In weitgehend eige- in der Energie- und Rohstoffpolitikder Deutschen Rohstoffagentur (Dera) nicht nur seinen Rohstoffbezug di- ner Hand hingegen haben die Unter- verschiedene Aspekte vermengen. Sieund mit Verhandlungen über bilate- versifizieren. Sie helfen auch, einen nehmen den effizienten Einsatz der ist angewiesen auf wirtschafts- undrale Rohstoffpartnerschaften hat Interessenausgleich zwischen roh- Rohstoffe. Materialkosten stellen im umweltpolitische, auf außen-, euro-die Bundesregierung begonnen, die- stofffördernden und rohstoffimpor- produzierenden Gewerbe mit durch- pa- und entwicklungspolitische Im-se Strategie umzusetzen. tierenden Ländern herbeizuführen. schnittlich gut 45 Prozent den größ- pulse. Insofern ist hier in besonde- Eine solche Partnerschaft ha- Zentrale Voraussetzung für eine ten Kostenblock dar. Die Ausschöp- rem Maße Teamgeist gefragt. Dennben wir bereits mit der Unterzeich- faire und bedarfsgerechte Versor- fung vorhandener Einsparpotenziale für ein relativ rohstoffarmes Indus-nung eines Rohstoffabkommens mit gung mit Rohstoffen sind weltweit ist daher im ureigensten Interesse der trieland wie Deutschland ist die Fra-der Mongolei auf ein solides Funda- offene Märkte und das handelspo- Unternehmen, die ihre Wettbewerbs- ge einer nachhaltigen Energie- undment gestellt. Mit Kasachstan sind litische Prinzip der Nicht-Diskrimi- fähigkeit verbessern wollen. Rohstoffversorgung schlichtwegdie Verhandlungen hierzu weit fort- nierung der unter Wettbewerbsbe- Um die Importabhängigkeit und auch eine Frage von Wachstum undgeschritten. Die Schwerpunkte un- dingungen agierenden Unternehmen. Umweltbelastungen zu senken, gilt Wohlstand. ❙serer Zusammenarbeit lassen sich in Daher setzt sich Deutschland auch es zudem, Abfälle im Sinne der Kreis-wenigen Stichworten zusammenfas- gemeinsam mit der Europäischen laufwirtschaft wieder zu Wertstoffensen: Verbesserung der Rohstoff- und Kommission und anderen Partnern zu machen. Deutschland nimmt beim AUTORINRessourceneffizienz, Umsetzung von dafür ein, offene Märkte, den Ab- Recycling bereits heute internati­ nal o DR. ANGELA MERKELUmwelt- und Sozialstandards bei der bau von Handelshemmnissen und eine Vorreiterrolle ein. Aber was gut Bundeskanzlerin,Rohstoffgewinnung und -aufberei- eine nachhaltige Nutzung von Roh- ist, kann und sollte noch besser wer- Berlintung, Aufbau von Industrieclustern stoffen im internationalen Rahmen den, zumal sich Know-how und Tech-einschließlich Zusammenarbeit mit voranzubringen. nologien in diesem Bereich selbstForschungsinstituten sowie Verbesse- Sowohl Ressourcenzugang als wiederum als Exportschlager nut-rung des Investitions- und Innovati- auch verlässliche Preise lassen sich zen lassen.INNOVATIONSBERATUNGRAUS AUS DER ROUTINEIm Tagesgeschäft bleibt neben der Routine häufig wenig Zeit für Neues. Dabei ist Innovationsfähigkeitfür die Wettbewerbsfähigkeit gerade auch von kleinen und mittleren Unternehmen entscheidend.Ideen weiterzuentwickeln und in In- Förderung eines Beraters, der zusätz- werbsanalyse etwa dazu beitragen, Potenzialanalyse bis zu zehn Bera-novationen umzusetzen, kommt in liche Kapazität, Know-how und Netz- die sich anschließenden Transakti- tertage umfassen. Ein Realisierungs-vielen Unternehmen deutlich zu kurz. werke ins Unternehmen bringt, in An- onskosten bei Technologiekooperati- konzept wird bis zu 25 und Projekt-Viele Geschäftsführer wissen das. Ge- spruch nehmen. Gefördert werden nur onen zu senken. Die Potenzialanalyse management bis zu 15 Tagewerkenau hier setzen die Innovationsgut- autorisierte Berater. Sie sollen helfen, mündet häufig im Finanzierungsplan, gefördert. Bei zehn Tagen hat derscheine des Bundeswirtschaftsmi- im Tagesgeschäft die technischen und gekoppelt mit einer Beratung über Gutschein so einen Förderwert vonnisteriums (BMWi) an. Zur Stärkung wirtschaftlichen Risiken von Innova- öffentliche Förderprogramme. Mit 5 500 Euro. Die Vorabprüfung desder Wettbewerbsfähigkeit kleiner tionsvorhaben zu minimieren. Die Be- einem zweiten Gutschein kann sich Vorhabens durch den Projektträgerund mittlerer Unternehmen wurde rater unterstützen das Management ein Realisierungskonzept oder Pro- senkt weiterhin das Risiko des Un-das Programm bis 2016 verlängert. bei der Vorbereitung und Umsetzung jektmanagement anschließen. ternehmers. So wird von Anfang an Unternehmen mit weniger als technischer Innovationsvorhaben. Das Risiko für den mittelständi- sichergestellt, dass der Gutschein100 Mitarbeitern und nicht mehr als Eingangs steht häufig eine Stärken- schen Unternehmer ist vielfach mi- eingelöst werden kann. ❙20 Millionen Euro Umsatz können die Schwächen-Analyse zur Bestands- nimiert: Alle Berater werden durch aufnahme des mittelständischen Un- das Bundesministerium ausgewählt AUTOR ternehmens. und regelmäßig geschult. Zusätzlich DR. HOLGER LINK ZUM THEMA BENGS In diese Betrachtung werden bleibt der Verwaltungsaufwand ge- Geschäftsführer, Weitere Infos über das Modul technische, wirtschaftliche und or- ring, da der Berater die Administra- BCNP Consultants, Go-Innovativ und die autori- Frankfurt, info@ ganisatorische Aspekte einbezogen. tion übernimmt. Gefördert werden bcnp-consultants. sierten Beratungsunternehmen Auch die besondere Marktsituation 50 Prozent der Leistung bei maxi- com online unter www.inno-bera- tung.de. wird berücksichtigt: So können eine mal 1 100 Euro pro Tagewerk des Be- Patentrecherche und eine Wettbe- raters. Dabei kann die anfänglicheIHK WirtschaftsForum 03.12 43

×