Videocamp 09 - Session "TV-Beitrag"
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Eine Session, die einige Faustregeln in der Produktion von kurzen Beiträgen (0'30 - 2'30) für Nachrichten- und Magazin-Formate betrachtet. Die Erkenntnisse sind nicht "lehrbuchhaft", sondern stammen ...

Eine Session, die einige Faustregeln in der Produktion von kurzen Beiträgen (0'30 - 2'30) für Nachrichten- und Magazin-Formate betrachtet. Die Erkenntnisse sind nicht "lehrbuchhaft", sondern stammen aus der täglichen Redaktions-Praxis.

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Videocamp 09 - Session "TV-Beitrag" Videocamp 09 - Session "TV-Beitrag" Presentation Transcript

  • Drehen | Schneiden | Texten Faustregeln aus der TV-Praxis Ralph Kühnl deltanews.de twitter.com/kirscheplotzer
  • Film planen:
    • Format
    • Zielgruppe
    • Länge
    • Erzählfaden (Treatment)
    Drehen | Schneiden | Texten Daraus ergeben sich:
    • Kameraführung
    • Schnittrhythmus
    • Interviewanteile
    • Bildübergänge
    • Verwendung von Musik
  •  
  • Drehen | Schneiden | Texten
    • Lichtsituation checken (Weißabgleich, Blende)
    • Hintergrund checken
    • Faustregel: Nur eine Kamerabewegung pro Einstellung
    • Bei Schwenk, Fahrt und Zoom: Stand vor und nach der Kamerabewegung
    • Szenen auflösen (auf Anschlüsse achten)
    • Neutrale Bildein- und ausgänge anbieten
    • Unterschiedliche Einstellungsgrößen beachten (Bildsprünge)
    • Zwischenschnitte nicht vergessen
    • Auf die Achse achten!
  •  
  • Drehen | Schneiden | Texten
      Bildkomposition
    • Vorder-, Mittel-, Hintergrund
    • Bewusster Einsatz von Unschärfen
    • „ Dreiecks-Regel“
  • Drehen | Schneiden | Texten Wieviel muss ich drehen? (1/2)
    • Faustregel: Ein Bild (Einstellung) steht im fertigen Beitrag durchschnittlich 3 – 6 Sekunden (Standbild kürzer, Schwenk & Zoom länger)
    • Eine Szene ist ca. 20 – 30 Sekunden lang.
    • Das heißt (je nach Charakter des Beitrags):
    • Pro Szene: 4 – 10 Einstellungen
    • Pro Sendeminute: 13 – 16 Einstellungen
  • Drehen | Schneiden | Texten Wieviel muss ich drehen? (2/2)
    • Jede Einstellung auf dem Rohmaterial hat Vorlauf und Nachlauf
    • Es gibt Verschnitt, mehrere Versuche etc.
    • Jede Einstellung nimmt durchschnittlich 30 Sek. (+/-) Rohmaterial in Anspruch
    • -> Faustregel: in der aktuellen Berichterstattung produziert man in einem Drehverhältnis ca. 1:8 – 1:10
    • -> Aus 15 Min. Rohmaterial kann ein Beitrag von ca. 2 Min entstehen
  • Drehen | Schneiden | Texten O-Töne
    • Platz für Bauchbinde einplanen
    • Gesprächspartner muss ins Bild schauen
    • Richtungen wechseln
    • Als Reporter auf klaren Satzbau des Gesprächspartners achten
    • Hintergrund sollte mit Gesprächspartner korrespondieren
    • Hintergründe mit Tiefe bevorzugen
  • Drehen | Schneiden | Texten
    • „ Der Film entsteht im Schnitt“
    • Filmaufbau: Stärkstes Bild an den Anfang, ggfls. Treatment ändern
    • Faustregel: Totale auf Totale geht nicht; groß auf groß geht
    • Anschlüsse und Achsen beachten
    • Umschnitte möglichst in die Bewegung schneiden
    • O-Töne geben einer Geschichte Authentizität
    • O-Töne sollten persönliche Befindlichkeiten des Gesprächspartners ausdrücken; keine reinen Erklär-O-Töne
  • Drehen | Schneiden | Texten Der „klassische Zweiminüter“
    • 0'20 Einstieg in den Beitrag (nah am Bild)
    • 0'20 O-Ton 1 (z.B. Experte)
    • 0'40 Erklärteil (ausführlich, abstrakt)
    • 0'20 O-Ton 2 (Gegenposition oder „vox pops“)
    • 0'20 Resümee, Ausblick
  • Drehen | Schneiden | Texten
    • Das Bild antexten, aber nicht vorlesen
    • Text-Bild-Scheren vermeiden
    • Einfache Sätze, konkrete Angaben
    • „ Mut zum Punkt“
    • Keine Fremdwörter
    • Keine modalen Hilfsverben
    • Keine Passivkontruktionen
    • Keine Substantivierungen / Keine -ung-Wörter
    • Sätze müssen keine Sätze sein
  • Drehen | Schneiden | Texten
    • Wellenförmig texten – Zuschauer auch bei komplexen Themen wieder zurück an den Beitrag führen
  • Drehen | Schneiden | Texten Ralph Kühnl Sender: www.rnf.de Blog: deltanews.de Twitter: twitter.com/kirscheplotzer