Gute Gesprächsführung und Lernmotivation für Zahnärzte und ZMP

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Vortrag im Rahmen der Einführungsveranstaltung für Zahnärzte, deren Mitarbeiterinnen zur Prophylaxe-Helferin ausgebildet werden.

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Gute Gesprächsführung und Lernmotivation für Zahnärzte und ZMP

  1. 1. ” Gute Gesprächsführung ” Tipps für die Aubsbildungspraxis
  2. 2. „ Prolog “ Was ist Kommunikation?
  3. 3. Nachricht Sender Empfänger Sachebene Beziehungsebene
  4. 4. Nachricht Sender Empfänger Sachebene Beziehungsebene Paul Watzwalick: „ man kann NICHT NICHT kommunizieren“
  5. 5. Nachricht Selbst-offenbarung Appell Sachebene Beziehungsebene Schulz von Thun: „Vier Seiten einer Nachricht“
  6. 6. Nachricht Sachinhalt Beziehung Selb<st-offen-barung Appell Beispiel : „Du, die Ampel ist grün! “ Ich habe es eilig Es ist grün Gib Gas! Du brauchst meine Hilfestellung
  7. 7. Nachricht Sachinhalt Beziehung Selbst-offen-barung Appell Vier Seiten einer Nachricht - SENDER 1 Patient zum Arzt „Aber ich habe doch geputzt “ 2 Patient zur ZMP „Dauert das lange? “
  8. 8. Nachricht Sachinhalt Beziehung Selbst-offen-barung Appell Vier Seiten einer Nachricht - Empfänger Wie ist der Sachverhalt zu verstehen? Wie redet er/sie mit mir? Wen glaubt er/sie vor sich zu haben? Was soll ich tun, denken, fühlen auf Grund seiner/ihrer Mitteilung? Was ist das für eine/r? Was ist mit ihm/ihr?
  9. 9. Sender Empfänger Sachinhalt Beziehungsebene Appell Selbst-offen-barung Sachinhalt Beziehungsebene Appell Selbst-offen- barung Patient: „Das sieht aber komisch aus! “ ZMP: „Darauf können wir nicht verzichten. “ Ich habe Angst Das sieht komisch aus Sag mir was es ist! Du wirst es wissen Das ist unver-zichtbar Lass mich einfach machen Du verstehst das nicht. Ich weiss es besser
  10. 10. Vier Seiten einer Nachricht Senden mit vier „Schnäbeln “ Hören mit vier „Ohren “
  11. 11. „ Vertiefung “ Was ist GUTE Kommunikation?
  12. 12. // Bagatellisieren … so schlimm ist das doch nicht ... // Diagnostizieren … Sie haben wohl ein Problem ... // Examinieren … bohren/verhöhren // Dirigieren … das Beste ist, so ... // Unechte Fragen … Misstrauen oder Scheinfragen Hinderliche Gesprächsweisen Demotivierend, Abwertend
  13. 13. // Moralisieren ... (belehren/predigen) // S uggerieren ... Sind Sie nicht auch der Meinung, ... // Interpretieren , Deuten ... Gefühle unterjubeln ... // Sich identifizieren ... das kenne ich auch ... // S olidarisieren ... Sie/Andere haben (nicht) recht ... Hinderliche Gesprächsweisen Demotivierend, Abwertend
  14. 14. // Echte Fragen stellen .. . Verständnisfragen, Informationsfragen, // Auf die Person eingehen ... Sie fragen sich wie ... // In Kontakt/Zugewandt sein ... echtes Interesse ... // Sachlich informieren ... am Thema bleiben ... // Anregungen/Vorschläge als Angebot formulieren Hilfreiche Beziehungsbotschaften Motivierend, wertschätzend
  15. 15. // Einfühlsames Feedback geben.. . Anhand einer konkreten Situation die Sachlage beschreiben, in Ich-Form sprechen (nicht man/wir), den Hintergrund bzw. Ihr „Erleben“ Ihrer Intervention deutlich machen, zukünftigen Wunsch äußern.... Hilfreiche Beziehungsbotschaften Motivierend, wertschätzend
  16. 16. Der personzentrierte Ansatz von Carl Rogers Akzeptanz Kongruenz Empahtie N icht an Bedingungen geknüpfte Wertschätzung // Vorurteilsfrei zuhören // den anderen in seinem Erleben akzeptieren // eigene Sichtweise Beseite stellen ABER NICHT: ich muss alle mögen oder Laissez-faire! Einfülendes Verstehen des Anderen // den inneren Bezugsrahmen des anderen wahrnehmen // eine angstfreie Atmosphäre schaffen // Mitteilen, was man vom anderen verstanden hat ABER NICHT: eine Technik anwenden oder Urteile fällen Sich jederzeit sich selbst bewusst sein // Sich seinen eigenen Motiven und Gefühlen bewusst sein und sich gleichzeitig nicht davon lenken lassen // Gefühle ansprechen, wenn das angezeigt ist ABER NICHT: sich selbst verleugnen oder Maske
  17. 17. „ Vertiefung “ Tipps für die Ausbildungspraxis
  18. 18. Lernmotivation Interesse des Dozenten Inhaltliche Relevanz Autonomie erleben Kompetenz erleben Sozial ein-gebunden sein Hohe Instruktion- squalität
  19. 19. in kleinen Schritten erlebbar machen, regelmäßig (wertschätzendes) Feedback geben ermöglichen durch direktes Anwenden und Ausprobieren Austausch und Unterstützung durch Kolleginnen fördern &quot;Auf den Punkt gebracht&quot; // Kompetenzzuwachs // Autonomieerleben // Sozial eingebunden
  20. 20. ein gutes Aneignungskonzept entwicklen, dass zu I h nen und zur Praxis passt, Strukurieren, ausreichend Zeit einplanen, klare Aufgabenstellungen vorgeben die jeweiligen Schulungsinhalte im Praxisalltag aufgreifen (lassen) Echtes Intersse an der Ausbildung zeigen &quot;Auf den Punkt gebracht&quot; // Instruktionsqualiatät // Inhaltiche Relevanz // Interesse der Lehrperson
  21. 21. Zusammenfassung – Take home Message // sinnvolle Instruktionen/Aufgaben/Anwendungsfälle entwicklen und anleiten (lassen) – didaktisches Konzept // Beziehungs- versus Sachebene, Selbstoffenbarung und Appell im Hinterkopf behalten - Metakommunikation // Für eine gute Atmosphäre sorgen – Wertschätzend, echt // Regelmäßig konstruktives Feedback geben - Klar in der Sache – Wertschätzend in der Person
  22. 22. <ul><li>Dr. rer soc. Katja Bett </li></ul><ul><li>Diplom-Pädagogin </li></ul><ul><li>KONTAKT </li></ul><ul><li>http://www.didactic-design.de </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul>Danke für Ihr Interesse!

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