Gedanken über Lernen und Lehren
HDW05 – 12.11.2013

Jutta Pauschenwein
ZML – Innovative Lernszenarien
FH JOANNEUM

Jutta P...
Inhalt
 Emergent learning – offene Lernformen
(Konnektivismus)
 MOOCs – John Erpenbeck, Werner Sauter: So
werden wir ler...
Emergent learning
 Lernen unter Bedingungen, die emergente,
selbstorganisierte Lernprozesse fördern
 Lernprozesse „dürfe...
Connektivism

(Siemens, Downes)

 2005 (erste Version 2004): Georg Siemens: Connectivism: A
Learning Theory for the Digit...
Prinzipien des Connectivism
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„Diversity“: Lernen und Wissensgewinnung brauchen die Verknüpfung
unterschiedli...
Lernen im MOOC
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(massive open online course)
Sammeln, sich organisieren (aggregate): Website,
Zusammenfassungen (...
So werden wir lernen
(Kompetenzentwicklung in einer Welt fühlender Computer, kluger Wolken und
sinnsuchender Netze. John E...
Lernen „passiert“
 Serendipity Prinzip – ich finde, was ich nicht suche
 Beispiele (aus dem Change11-MOOC)
 ZML Cow
 W...
Was heißt das für meine
Lehre?
Wichtig ist mir:
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Vielfältige Angebote und Möglichkeit der
Wahl (etwa nichtverp...
Vorteile von Lernplattformen
 Passwort-geschützter Raum
 Strukturierung von Lernprozessen
 Unterschiedliche Werkzeuge w...
Nachteile von herkömmlichen
Lernplattformen
 Strukturierungsmöglichkeiten oft nicht optimal
 Plattform verwirrt durch vi...
Andere virtuelle (Lern)räume
 Facebook-Gruppen für die Lehrveranstaltung bzw.
manche Lehrende sind mit den Studierenden i...
Creativity MOOC

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Novoed Plattform aus Lernendensicht

Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013

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Kooperation - Team
Spannendes Teamkonzept
 Jede/r kann ein Team
gründen
 Im Forum werden die Teams
beworben
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Gilly Salmon
 5-Phasenmodell für virtuelle Gruppen

 Jede Stufe braucht gleich viel Zeut!
 Jede Online-Gruppe ist eine ...
E-tivities
Struktur
 Ziel:
 Aufgabe:
 Reaktion:
Bsp. E-Mod-Kurs für Master Soziale Arbeit
Woche 1: leichte Aufgaben – O...
Woche 1

E-tivities

Ziel: sich über
unterschiedliche Expertisen
austauschen
Aufgabe: Eröffnen Sie einen
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Meine Lieblings-Werkzeuge in Moodle
Forum
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Zur Vorbereitung, Nachbereitung
Moderierte Diskussionen
Austausch und g...
Bewertung von E-Learning Szenarien
Werner Hauser: Wir spielen IT-Vertragsverhandeln (12. E-Learning
Tag am 18.9.2013)
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Bsp. Bewertung von E-Learning Szenarien
Part 1 - continuous contributions ("Mitarbeit")
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eines Lernraums
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Reflexion

Zwischen
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sich die Zone
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learning“

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Ein Übersichtsvortrag, der mit modernen, offenen Lernszenarien beginnt, den aktuellen Stand des Einsatzes von Lernplattformen beschreibt und die Footprint-Methode als Reflexionsmethode für Lernszenarios vorstellt.

Der Vortrag beginnt mit Ausführungen zu „Emergent Learning“ und offenen Lernformen mit Hinweis auf den Konnektivismus, streift MOOCs und John Erpenbecks Buch „So werden wir lernen!“. Danach geht es um Lernplattformen und eine mögliche Lernplattform der Zukunft. Schließlich wird Gilly Salmons 5-Phasenkonzept für virtuelle Gruppen vorgestellt, auf E-Learning mit der Plattform Moodle eingegangen und das Thema der Bewertung von E-Learning Szenarien angerissen. Der Vortrag schließt mit der Diskussion von Reflexionen mittels der Footprint-Methode.

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Gedanken über Lernen und Lehren

  1. 1. Gedanken über Lernen und Lehren HDW05 – 12.11.2013 Jutta Pauschenwein ZML – Innovative Lernszenarien FH JOANNEUM Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 1
  2. 2. Inhalt  Emergent learning – offene Lernformen (Konnektivismus)  MOOCs – John Erpenbeck, Werner Sauter: So werden wir lernen!  Lernplattformen und eine Lernplattform der Zukunft  Gilly Salmon - E-Learning heute mit dem FHJMoodle  Bewertung von E-Learning Szenarien  Reflexion mittels der Footprint-Methode Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 2
  3. 3. Emergent learning  Lernen unter Bedingungen, die emergente, selbstorganisierte Lernprozesse fördern  Lernprozesse „dürfen“ passieren, auch anders als von mir erwartet Williams, Roy Trevor [u. a.]: Emergent learning and learning ecologies in Web 2.0. In: International Review of Research in Open and Distance Learning, 3/2011. S. 39-59. Im Internet: http://www.irrodl.org/index.php/irrodl/article/view/883/1686, (eingesehen am 12. 11. 2012). Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 3
  4. 4. Connektivism (Siemens, Downes)  2005 (erste Version 2004): Georg Siemens: Connectivism: A Learning Theory for the Digital Age – konzeptioneller Ansatz für Lernprozesse im Netz  Hohe Komplexität von Online-Lernprozessen, Online-Prozesse können nicht durch eine einzige Lerntheorie als beschrieben werden. (Bell, 2011) Prinzipien des Connektivism (Siemens, Erweiterung durch Downes)  “Verknüpfungen / Verbindungen / Knoten” sind die Basis für Lernen und Wissen (nodes, connections).  Knoten können Menschen, aber auch Inhalte im Netz sein Verbindungen können auch über Programme geschaffen werden. Siemens, Georg (2005). Connectivism: A Learning Theory for the Digital Age. In: Donald G. Perrin (Ed): International Journal of Instructional Technology and Distance Learning, Vol. 2 No. 1. Verfügbar unter: http://www.itdl.org/Journal/Jan_05/article01.htm Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 4
  5. 5. Prinzipien des Connectivism       „Diversity“: Lernen und Wissensgewinnung brauchen die Verknüpfung unterschiedlicher Meinungen. „Connecting Nodes“: Lernen ist ein Prozess der Verknüpfung von Informationsquellen, diese Verknüpfung kann auch von Programmen erstellt werden. „Capacity to know more“: Heutzutage geht es darum, neues Wissen zu generieren und nicht so sehr darum bestehendes Wissen aufzunehmen. „Maintain connections“: Der Erhalt und die Kuratierung von Verbindungen sind für kontinuierliches Lernen nötig. „See connections:“ Verbindungen zwischen verschiedenen Wissensgebieten und Informationen zu verknüpfen ist eine Basiskompetenz für Lernende. „Currency“: Genaues, aktuelles Wissen ist das Ziel konnektivistischer Lernaktivitäten. Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 5
  6. 6. Lernen im MOOC     (massive open online course) Sammeln, sich organisieren (aggregate): Website, Zusammenfassungen (tweets, blogposts, …) Etwas Eigenes daraus machen (remix): wie Blogbeiträge, Diskussionsbeiträge, Social Bookmarks, Tweets, … Für den eigenen Kontext gestalten (repurpose): Weiterentwickeln Teilen (feed forward): tag #... Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 6
  7. 7. So werden wir lernen (Kompetenzentwicklung in einer Welt fühlender Computer, kluger Wolken und sinnsuchender Netze. John Erpenbeck, Werner Sauter, 2013)  Kompetenzentwicklung im Zentrum von Lernprozessen  Menschen und Computer als LernpartnerInnen  Zukünftige Lernprozesse während der Arbeit in Entwicklungs- und Coachingumgebungen  Netzbasiertes Lernen und Lernen mit Social Media  Die spezifischen Bedürfnisse der Lernenden stehen in Zukunft im Mittelpunkt, Curricula, Kursgestaltung, Ziele und Inhalte werden weniger wichtig. Rezension im Socialnet http://www.socialnet.de/rezensionen/15214.php Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 7
  8. 8. Lernen „passiert“  Serendipity Prinzip – ich finde, was ich nicht suche  Beispiele (aus dem Change11-MOOC)  ZML Cow  Workshop bei Etienne Wenger (BeTreat)  Footprints (Jenny Mackness) Lassen wir lernen passieren! Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 8
  9. 9. Was heißt das für meine Lehre? Wichtig ist mir:      Vielfältige Angebote und Möglichkeit der Wahl (etwa nichtverpflichtende Aktivitäten, vielfältiges Material) Bunter  (gelernt im Creativity MOOC) Alle sehen alles (Abgabe im Forum), auch gruppenübergreifend Social Media zu integrieren (bei den JournalistInnen jedoch auch in der Sozialen Arbeit) „Motivation“ der Studierenden (Bsp. SOA13) Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 9
  10. 10. Vorteile von Lernplattformen  Passwort-geschützter Raum  Strukturierung von Lernprozessen  Unterschiedliche Werkzeuge wie Forum, Datenbank, WIKI, Werkzeug für Peer Review (etwa Moodle Workshop), Glossar, ...  Automatische Dokumentation  Kurse können leicht dupliziert werden  Anbindung an Studierendenverwaltungssystem Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 10
  11. 11. Nachteile von herkömmlichen Lernplattformen  Strukturierungsmöglichkeiten oft nicht optimal  Plattform verwirrt durch viele Optionen und Möglichkeiten – im Vergleich zu Social Media  Probleme zentraler IT-Systeme wirken sich auf die Lernplattform aus  Design wirkt altmodisch (2000-er look)  Studierende (und manche Lehrende) finden es langweilig Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 11
  12. 12. Andere virtuelle (Lern)räume  Facebook-Gruppen für die Lehrveranstaltung bzw. manche Lehrende sind mit den Studierenden in fb befreundet  Google+ Community mit Links zu OnlineDokumenten  Twitter, Wordpress Nachteile  Keine Datensicherheit  Nicht alle Studierende und eher wenige Lehrende lieben Social Media Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 12
  13. 13. Creativity MOOC Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 13
  14. 14. Novoed Plattform aus Lernendensicht Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 14
  15. 15. Kooperation - Team Spannendes Teamkonzept  Jede/r kann ein Team gründen  Im Forum werden die Teams beworben  Der Teambegründer / die Teambegründerin fügt die Mitglieder zu seinem Team hinzu.  Die Gruppenaufgaben werden von den TeamBegründerInnen abgegeben (große Verantwortung).  Die Teammitglieder kommunizieren im Journal (sichtbar für alle) und via interner Mail Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 15
  16. 16. Gilly Salmon  5-Phasenmodell für virtuelle Gruppen  Jede Stufe braucht gleich viel Zeut!  Jede Online-Gruppe ist eine neue Gruppe! Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 16
  17. 17. E-tivities Struktur  Ziel:  Aufgabe:  Reaktion: Bsp. E-Mod-Kurs für Master Soziale Arbeit Woche 1: leichte Aufgaben – Online-Sozialisierung, Info-austausch Woche 2: gemeinsames Lernen – gemeinsam Neues schaffen Woche 3: Vertiefen und Zeit der Ernte 30 Studierende, in 2 Gruppen 11.-31.Oktober 2013 1032 Posts Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 17
  18. 18. Woche 1 E-tivities Ziel: sich über unterschiedliche Expertisen austauschen Aufgabe: Eröffnen Sie einen eigenen Diskussionsstrang mit einem aussagekräftigen Betreff und beschreiben Sie kurz, welche Kompetenzen Sie in das Masterstudium einbringen können! … Reaktion: Bringen Sie Ihre Wertschätzung der Expertise anderer zum Ausdruck. Woche 2 Ziel: Sie beurteilen Ihre eigenen Beiträge. Aufgabe: ..wenden Sie einige der Kriterien aus der Liste auf Ihre Beiträge an. Schließen Sie daraus, welche Auswirkungen Ihre Beiträge hatten .. Reaktion: Reagieren sie auf die Beurteilungen der anderen TeilnehmerInnen. Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 18
  19. 19. Meine Lieblings-Werkzeuge in Moodle Forum     Zur Vorbereitung, Nachbereitung Moderierte Diskussionen Austausch und gemeinsam Lernen (etwa Tipps und Tricks) Abgabe WIKI   Gemeinsames Brainstorming etwas zusammenfassen (eine Definition gemeinsam finden, …) Workshop   Ermöglicht Peer Review Erster Einsatz im WS 2013/14 Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 19
  20. 20. Bewertung von E-Learning Szenarien Werner Hauser: Wir spielen IT-Vertragsverhandeln (12. E-Learning Tag am 18.9.2013)  „war es für den Lehrveranstaltungsleiter eine wirkliche Freude festzustellen, mit welchem Engagement und mit welcher Begeisterung die Studierenden sich in die Bewältigung der teilweise sehr komplexen Aufgabenstellungen „gestürzt“ haben“  „… der im Verhältnis zu „konventionellen Lehrveranstaltungen“ deutlich umfassendere Aufwand bei der Konzeption und Umsetzung .. vor allem dadurch aufgehoben wird, dass das durch die Studierenden gebotene Feedback im Hinblick auf die Lehrveranstaltung äußerst positiv ausgefallen ist und gleichzeitig ein Beitrag zum spielerischen praxisnahen Wissenserwerb geleistet werden konnte.“  „wie ich benote ist unklar“ (Gedächtnisprotokoll Pauschenwein) Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 20
  21. 21. Bsp. Bewertung von E-Learning Szenarien Part 1 - continuous contributions ("Mitarbeit")     Preparation of lecture Testing and using new tools Posting of Twitter contributions - 2 per day (10 per week) Editing of HTML - pages according to the assignments Part 2 - test and submission   Some questions with regard to twitter (in lesson 4) Authoring of a simple HTML document (at the end of this lecture) Grading     The twitter test, HTML document The input in the lecture, participation in the discussions - obligatory Continuous tweets Tweeting (quality, network) Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 21
  22. 22. Footprint-Methode  Visualisierungsmethode zur Reflexion über den Grad der Offenheit eines Lernraums  25 Faktoren in 4 Clustern  Offenheit versus Struktur untersucht die kreative Spannung zwischen Offenheit und Struktur in der Lernumgebung.  Interaktivität der Lernumgebung (Veränderbarkeit des Raums) untersucht, wie das offene/geschlossene Design des Lehrraums umgesetzt und kuratiert wird.  Raum für persönliche Entwicklung untersucht, in wieweit die Lernenden eigene Kompetenzen in den Lernprozess einbringen bzw. entwickeln können.  Eigener Stil, Selbstpräsenz untersucht, inwieweit die Lernenden alleine und im Netzwerk ihren Stil einbringen und erforschen können. Williams Roy T., Mackness Jenny & Gumtau Simone (2012). Footprints of Emergence. International Review of Research in Open and Distance Learning, 13(4) S.49-90 Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 22
  23. 23. Rande zum Chaos Reflexion Zwischen vorgeschr. Zone und Rand zum Chaos findet sich die Zone des „emergent learning“ enges, vorgeschriebenes Lerndesign Jutta Pauschenwein: Gedanken über Lernen und Lehren– HDW05, November 2013 23
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