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IOD INSIDER, Business Intelligence (BI) und Performance Management (PM) können Unternehmen sinnvoll unterstützen, die wirtschaftliche Flaute zu überstehen.

IOD INSIDER, Business Intelligence (BI) und Performance Management (PM) können Unternehmen sinnvoll unterstützen, die wirtschaftliche Flaute zu überstehen.

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  • 1. IOD INSIDER 1 | 2009 Fakten, Trends und Hintergründe zu Information On Demand von IBM. 1 | 2009 Gartner: Es fehlt an einer BI-Strategie Laut Gartner erwarten Unternehmen, dass ihre IT-Verantwortlichen ihnen in der Finanzkrise mit BI- und Performance- Management-Systemen maßgeblich helfen, das Geschäft anzupassen und zu verbessern. Trotzdem werden bis 2012 mehr als 35 % der 5.000 Top-Unternehmen regelmäßig dabei scheitern, sinnvolle Entscheidungen über wichtige Veränderungen im Business oder im Markt zu treffen. Der Grund: Die vorhandenen BI-Lösungen bildeten größ- tenteils nur einzelne Prozesse ab. Von einem ganzheitlichen Vorgehen seien die meisten Unternehmen noch weit entfernt. Business Intelligence – Karsten Oehler vom IBM Competence Center für strategisches BI bringt es auf den Punkt: „An einer langfristigen Roadmap BARC: Allheilmittel in der Krise?! führt kein Weg vorbei. Wer sich zunächst keine Plattform-Architektur mit Data Ware- house leistet, muss zumindest so planen, Selten waren sich die Analystenhäu- fügbar und verlässlich sind. Doch der Weg dass die Lösung nachträglich auf ein Data Business Intelligence trotzt   ser so einig wie heute: Business Intel- zu einem aussagekräftigen Informations- Warehouse passt.“ Dann könne es in klei- der Finanzkrise ligence (BI) und Performance Ma- system ist voller Tücken und erfordert eine nen Schritten weitergehen. Als geeigneten nagement (PM) können Unternehmen langfristige Strategie. Verschiedenste Bau- Kandidaten nennt Oehler den Planungspro- „Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zei- sinnvoll unterstützen, die wirtschaft- steine müssen zusammenspielen, damit In- zess: „Das muss nicht gleich die integrierte ten steht das Thema "Steuerungsfähigkeit liche Flaute zu überstehen. Gleichzei- formationen reibungslos und schnell von Unternehmensplanung sein, aber da die von Unternehmen" ganz oben auf der Ver- tig sollen sie dazu beitragen, gerade in der Quelle zum Entscheider fließen. Ausge- Forecast-Gestaltung unabhängig von der besserungs- und Investitionsliste“, erklärt der Krise Chancen zu erkennen und zu klügelte Logarithmen sind vonnöten, um Datenversorgung ist, ist es möglich, den Carsten Bange von BARC. In Krisenzeiten nutzen. Daten aus verschiedenen Blickwinkeln zu Forecast häufiger zu überarbeiten und rol- seien eine verbesserte Informationsversor- betrachten, in Beziehung zu setzen und lierend zu gestalten.“ Zusammen mit der U gung sowie Analysen von Schwachstellen nd es klingt ja auch so schön – mit Was-wäre-wenn?-Szenarien durchzuspielen. Überarbeitung des Forecasts sei auch das interessant oder sogar überlebenswichtig. BI und PM stehen quasi auf Knopf- Doch um die viel gepriesene „Single Version Erfassen der Risiko-Positionen möglich. Der wirtschaftliche Abschwung werde den druck detaillierte Informationen of the Truth“ zu erreichen, bedarf es einer „Um den Regelkreis aus Planung, Überwa- Markt für BI-Software wahrscheinlich we- über brennende Fragen zur Verfügung: integrierten Unternehmenssteuerung, bei chung, Analyse und erneuter Planung je- niger hart treffen als andere Märkte. An- Welches Produkt verkauft sich erfolgreich? der vielfältigste Informationen zusammen- doch perfekt zu machen, ist die Aufberei- bieter müssten allenfalls mit stagnierenden Kränkeln Absatzmärkte? Welche Marke- finden. Hierzu gehören Daten aus Abrech- tung aller relevanten Datenquellen un- Umsätzen rechnen. tingstrategie sorgt für Umsatz? Welche In- nungs- und Personalsystemen, CRM-, ERP- umgänglich.“ vestitionen bergen Risiken? Kein Wunder, und SCM-Anwendungen sowie aus externen dass bei einer Umfrage von Pierre Audoin Quellen. Fehlt oder schwächelt jedoch ein Damit kommt Oehler zum selben Schluss Consultants 90 % von 120 befragten Unter- Systembestandteil, leidet die ganze Kette. wie die Analystenhäuser: Performance Ma- nehmen Performance Management als Top- Die Folgen sind uneinheitliche oder gar wi- nagement hilft in Zeiten wirtschaftlicher thema nannten – 34 % der Befragten plan- dersprüchliche Informationen und damit Turbulenzen, den Überblick zu behalten – Heute im IOD INSIDER ten die Implementierung, während 62 % der Vertrauensverlust in das System. aber nur, wenn die Datenqualität stimmt bereits eine Lösung im Einsatz hatten. und eine integrierte Unternehmenssteue- Die strategische Umsetzung sehen auch rung die Basis bildet. So kommt man durch turbulente Zeiten – CIO und Doch wenn Performance Management die die Analysten bei Gartner als schwierigste Controller von SONAX im Gespräch eierlegende Wollmilchsau mit propheti- Herausforderung: Von einem ganzheitli- Seite 2 scher Begabung ist, warum spielen dann chen Vorgehen sei die große Mehrheit der Auf dem Prüfstand – BARC vergleicht Datensysteme Seite 3 immer noch so viele Unternehmen Kanin- chen vor der Schlange? Anstatt schnell zu befragten Unternehmen beim Einsatz von BI noch weit entfernt. Die Lücke zwischen PAC Studie: Die Trends: BI macht mobil, sorgt für Motoren – reagieren, erstarren sie tatenlos aus lauter Bedeutung und Nutzung sei einfach zu groß, und das in Echtzeit Angst, die falschen Entscheidungen zu tref- hieß es auf Gartners BI-Summit im Januar. 90 % nennen Performance Seite 4 fen. Warum gibt es "notleidende Banken" – Gartner Analyst Bill Hostmann erklärt, dass Management als Topthema Stiefkind Datenqualität – Data Quality Check deckt übrigens Unwort des Jahres 2008 – wenn Unternehmen trotz hoher Investments oft Versäumnisse auf doch alle Finanzinstitute mit umfassenden daran scheitern, Business Intelligence mit Die im November durchgeführte Trend- Seite 5 Risiko-Management-Systemen ausgestattet dem eigentlichen Geschäft zu verbinden. studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) Sprechen Sie UIMA? – Wertvolle Informationen aus sind? Warum schaffen es viele Entschei- Zudem gelänge es oft nicht, Anwendern die bestätigt die Bedeutung von Performance unstrukturierten Daten dungsträger trotz Performance Manage- Excelkultur auszutreiben und sie in das BI- Management in Zeiten wirtschaftlicher Un- Seite 5 ment nicht, ihre Strategien an die veränder- Projekt zu involvieren. Doch die Zeit drängt sicherheit. Die 120 befragten Unternehmen Wenn Horst zu Uwe wird – Datenschutz durch ten Bedingungen anzupassen? und Unternehmen erwarten, dass ihre IT- versprechen sich von PM Effizienzsteige- Anonymisierung im Testfall Verantwortlichen ihnen in der Finanzkrise rung, Kostensenkung und Prozessoptimie- Seite 6 „In God we trust, all others bring data“, mit BI- und Performance Management Sys- rung. Bei über 90 % ist Performance Ma- Heute schon archiviert? – Immer strengere Gesetze hat William Edwards Deming, US-amerika- temen maßgeblich dabei helfen, das Ge- nagement ein Topthema: 34 % planen die erfordern effizientes E-Mail-Management nischer Physiker, Statistiker sowie Quali- schäft anzupassen und zu verbessern. Implementierung, während 62 % bereits Seite 7 tätsmanagement-Guru, gesagt. Doch in den eine Lösung im Einsatz haben. Wichtigste Fünf Fragen an Stefan Bungart. Der Leiter New Daten liegt die Krux: Sie sind nur dann Was ist also kurzfristig und ohne hohes Voraussetzungen seien eine gute Daten- Services bei T-Home über Informationen wertvolle Basis zur Entscheidungsfindung, Investment zu tun, um an eine bessere In- grundlage und eine klar formulierte Strategie. Seite 8 wenn sie vollständig, aktuell, überall ver- formationsbasis zu gelangen?
  • 2. Seite 2 ibm.com/software/de/iod-insider    1 | 2009 Was will IBM mit IOD? INFORMATION ON DEMAND Was will der IOD Insider? Business Optimierung, bessere Geschäftsergebnisse Financial Workforce Dynamic I Risk Insight Optimization Supply Chain OD, das steht für Information On ist also eine Informationsagenda, die die Customer & Product Multi-Channel Demand. Die IOD Strategie von IBM Bereitstellung von Informationen unabhän- Profitability Marketing zielt darauf ab, Unternehmen den vol- gig von Anwendungen und Prozessen defi- len Wert der strategischen Ressource Infor- niert und dabei diejenigen auswählt, die re- mation zu erschließen. Vier Bereiche kon- levant sind. BUSINESS INTELLIGENCE END-TO-END-LÖSUNG zentrieren sich auf diese Aufgabe: UND PERFORMANCE MANAGEMENT Cognos® Datenmanagement, Enterprise Content Auch der IOD Insider hat sich die Aufbe- 4. Analysieren, planen, software Management, Trusted Business Informati- reitung und Vermittlung von Informationen verstehen und steuern on und das Feld Business Intelligence und auf die Flagge geschrieben. Viermal im Jahr Performance Management. sorgt er mit einer Mischung aus Praxisbei- INFORMATION INTEGRATION, spielen, Branchennews, Hintergrundge- WAREHOUSING UND MASTER DATA MGMT Informationen sind heute der Rohstoff, schichten und Expertenmeinungen für ein mit dem moderne Unternehmen Ziele wie kurzweilig informatives Leseerlebnis und 3. Bereitstellung InfoSphere™ zuverlässiger Informationen Wachstum, Innovation und Differenzierung gibt Anregungen, wie Sie den Rohstoff In- software vom Wettbewerb erreichen. Die größten formation vielleicht noch besser nutzen und ENTERPRISE ENTERPRISE Herausforderungen, mit denen sich Unter- gewinnbringender einsetzen können. DB2® DATA MANAGEMENT CONTENT MANAGEMENT nehmen konfrontiert sehen, sind dabei die software Informationsexplosion auf der einen Seite Viel Vergnügen beim Lesen der ersten Informix® 1. Verwalten von Daten und Inhalten 2. … und deren Nutzung FileNet® während ihres gesamten Lebenszyklus in Geschäftsprozessen und die Überwindung abgeschotteter Da- Ausgabe wünschen Ihnen die IOD Insider. software software Quelle: IBM tensilos auf der anderen Seite. Notwendig So kommt man durch turbulente Zeiten – CIO und Controller von Sonax im Gespräch U nebenheiten ausgleichen, die Sicht Noch vor der Jahrtausendwende haben Die Umkehr war so drastisch, dass es wich- Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen? verbessern und Tiefenglanz erzeu- wir als Steuerungsinstrument unsere Ba- tig war, jetzt die Konsequenzen genau zu gen – was maßgeblich ist für die lanced Scorecards entwickelt und sie inner- beleuchten. Alle waren sich einig, der ur- Gerhard Jahn: Eindeutig ja. Welt der Autopflege, lässt sich auch auf die halb der letzten zehn Jahre mehr und mehr sprüngliche Plan war nahezu über Nacht internen Prozesse eines Unternehmens „balanciert“. Sie können sich so ein Ding wertlos geworden. Wir Manager haben IOD Insider: Konnten Sie unterneh- übertragen. Für die 1950 gegründete und wie ein Mobile vorstellen, an dem Ziele mit dann innerhalb von 14 Tagen alle 22 Pläne merische Handlungsalternativen ent- in 90 Ländern präsente Sonax GmbH & ihren Strategien und Maßnahmen hängen. neu erstellt und aufeinander abgestimmt. wickeln? Co. KG spielt die klare Sicht auf die Diese Ziele müssen zueinander in Balance Unternehmensleistung eine maßgebliche sein, sonst verknotet sich das Mobile. IOD Insider: Verschafft Ihnen PM Gerhard Jahn: Mit dem Cognos Pla- Rolle im täglichen Geschäft. Sonax ist bei auch in turbulenten Zeiten größeren nungstool lässt sich innerhalb weniger Autopflegeprodukten in Deutschland die IOD Insider: Spannend, wie kann Handlungsspielraum? Können Sie Stunden ein neues Szenariomodell bauen Nummer eins und zählt europaweit zu den man sich das genauer vorstellen? Ha- ein konkretes Beispiel nennen? und beplanen. Insofern konnten wir simu- großen Fünf. Die Erfolgsfaktoren: Mar- ben Sie ein Beispiel? lieren und sehr genau abwägen. kenstärke, Kundenorientierung, Innovati- Gerhard Jahn: Wir haben jetzt Februar. onskraft und Performance Management Gerhard Jahn: Nehmen wir ein wichtiges Die Turbulenzen nehmen Gestalt an. Die IOD Insider: Was sind die Voraus- (PM). Wie wird das Unternehmen gesteu- Finanzziel: Eigenständigkeit der Unterneh- Umsatz- und Kostenerwartungsrechnun- setzungen für eine erfolgreiche PM- ert und bewährt sich PM auch in turbulen- mensgruppe sichern. Das Ziel steckt im gen saugen diese Turbulenzen in Form von Einführung? teren Zeiten? Der IOD Insider hat Gerhard Scorecard-Mobile ganz oben, bewegt sich Ist-Zahlen täglich auf und jeder Manager Jahn, CIO und Controller bei Sonax, ge- im Kontext zu Markt- und Kundenzielen sieht in seiner persönlichen Übersicht, wo Gerhard Jahn: Performance Manage- fragt. und lässt genug Spiel für Prozess- und In- und wie viel Planabweichung dadurch ent- ment braucht dreierlei: Den betriebswirt- novationsziele. Verknüpft ist das Ziel mit steht. schaftlichen Ansatz – bei uns sind es die 22 IOD Insider: Herr Jahn, welchen unseren 22 Plänen. Vereinfacht ausge- Pläne. Das Data Warehouse – bei uns sind Ansatz verfolgen Sie bei der Unter- es sieben einzelne Datamarts, die sich aus nehmenssteuerung? unserem ERPII-System Semiramis und ex- „Die Zeiten, in denen fünf Leute sieben ver- ternen Quellen speisen. Und dann braucht Gerhard Jahn: Wir sind seit Anfang der schiedene Definitionen von Umsatz parat es Menschen. Es braucht ein Management 90er Jahre mit dem Controllingansatz von von erfahrenen Managern, die ihr Hand- Dr. Deyhle steuernd unterwegs. Von ihm hatten, sind dadurch endgültig vorbei.“ werk verstehen, die durch ihr Miteinander stammt der Ausspruch: „Manager sollen Gerhard Jahn, CIO und Controller von Sonax Synergien erzeugen und diese mit innovati- die richtigen Dinge richtig tun und täglich ven Werkzeugen wie Cognos oder Semira- aufs Neue herrichten.“ Heute nennen viele mis perfektionieren. Die Zeiten, in denen Unternehmen diese Denke „Strategisch – fünf Leute sieben verschiedene Definitio- operativ – dispositiv“. Ich habe daraus für drückt: Wir füttern den strategischen Ge- IOD Insider: Sie mussten für Asien nen von Umsatz parat hatten, sind dadurch unser 50-köpfiges Manager-Team das DOS- schäftsplan mit Daten und am Ende kommt eine Neubewertung vornehmen. Wie endgültig vorbei. Controlling gemacht – auch angelehnt an raus, was zu tun ist und was diese Strategie haben Sie das gemacht? Bill Gates. Es ist nämlich kein Hexenwerk dem Unternehmen in Euro bringt. IOD Insider: Haben Sie eine Emp- und leicht zu beherrschen. Gerhard Jahn: Wir haben eine sehr aus- fehlung für andere Unternehmer? IOD Insider: Sind Sie durch Ihr Per- gefuchste Kundendeckungsbeitragsrechnung formance Management frühzeitig auf entwickelt. Diese steht den Vertriebsmana- Gerhard Jahn: Ja, habe ich. Lassen Sie die erschwerte wirtschaftliche Lage gern als sich ständig erneuernde Erwar- sich ein auf das große Abenteuer Perfor- aufmerksam geworden? tungsrechnung zur Verfügung. Täglich wer- mance Management. Es wird teuer werden, den so Neubewertungen vorgenommen. es wird viele Nerven und viel Schweiß kos- Gerhard Jahn: Ehrlich gesagt, nein. Es Umsatzpläne geändert, Deckungsbeiträge ten, aber es lohnt sich und es zahlt sich war an einem Mittwoch im November neu eingeschätzt und Forderungen gema- aus. 2008. An diesem Tag war unsere mittelfris- nagt. tige Planung 2012 über alle 22 Pläne hin- IOD Insider: weg fertig. Uns erreichten Stornierungen. IOD Insider: Lässt sich mit PM die Vielen Dank für das Gespräch!
  • 3. 1 | 2009 ibm.com/software/de/iod-insider    Seite 3 IBM steigert Gewinn Streifzug durch die Verbotene Stadt J ahrhunderte an chinesischer Kultur meinsam mit dem Palace Museum in Peking E in starkes viertes Quartal 2008 6 % auf 27,0 Milliarden US-Dollar. Im Be- warten auf www.beyondspaceand- umgesetzt. Die Verbotene Stadt ist in auf- kennzeichnete den Abschluss eines reich Information-Management-Software time.org auf Asien- und Geschichts- wändigen Details dreidimensional virtuali- herausragenden Jahres für IBM. stiegen die Umsätze um 18 %. Aufgrund der interessierte. Hier wird die Verbotene Stadt siert, sodass Menschen überall auf der Welt Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Um- stabilen Finanzlage, solider Umsätze und sechs Jahrhunderte nach ihrem eigentli- einen Streifzug durch den alten chinesi- felds kann sich die Performance sehen las- Gewinne und weltweiter Präsenz sieht IBM chen Entstehen virtuell zugänglich. Das schen Kaiserpalast machen können. sen. Der Überschuss kletterte im Schluss- zuversichtlich in die Zukunft: Der Jahresge- Mammutprojekt hat IBM in drei Jahren ge- quartal 2008 um 12 % auf 4,4 Milliarden winn in 2009 soll bei mindestens 9,20 US- US-Dollar. Der Umsatz sank dagegen um Dollar pro Aktie liegen. Gartner stellt Magic Quadrant für BI-Plattformen vor V Unternehmen schützen Daten ihrer ollständigkeit der Vision und die on mit Microsoft Produkten haben zu der Fähigkeit, diese umzusetzen, plat- guten Positionierung beigetragen. Neben zieren IBM Cognos erneut in Gart- IBM Cognos sind nur SAP und Oracle so- Kunden nicht ausreichend ners Leader Quadrant für Business-Intelli- wohl im BI-Leaderquadranten (Januar C gence-Plattformen. Im Vergleich zum 2009) als auch im Leaderquadranten für yberkriminelle nutzen zunehmend auszuspionieren. Das funktioniert, weil letzten Jahr hat IBM Microsoft bezüglich Corporate Performance Management-Sui- Sicherheitsschwachstellen in Unter- noch viel zu viele Unternehmen mit Lösun- der „Ability to execute“ hinter sich gelassen tes (Dezember 2008) positioniert. Positiv nehmen, um an die Daten von deren gen arbeiten, die nicht gepatcht sind, also und mit SAP/Business Object in Bezug auf bewertet hat Gartner auch, dass IBM seit Kunden zu gelangen. Zu diesem Ergebnis nicht automatisch aktualisiert und korri- „Completeness of Vision“ gleichgezogen. der Übernahme von Cognos den BI-Bereich kommt der IBM X-Force Trend und Risiko giert werden. Das Ergebnis ist alarmierend: Laut Gartner liegen die Stärken von IBM signifikant ausbaut: Seit Februar 2008 wur- Report 2008. Die Angriffe konzentrieren Mehr als die Hälfte aller offengelegten bei Infrastruktur, Metadaten-Management, den mehr als 800 Mitarbeiter eingestellt, sich auf Internet-Anwendungen. Ziel der Schwachstellen hatte mit Webanwendun- Workflow & Collaboration, Reporting und um das Cognos Software-Team noch zusätz- Attacken ist es, Nutzer heimlich auf andere gen zu tun – mehr als 74 % davon hatten Ad-hoc-Anfragen. Auch Visualisierungs- lich zu verstärken. Webseiten umzuleiten und dort ihre Daten keinen Patch. funktionen, Scorecarding und die Integrati- Auf dem Prüfstand BARC vergleicht Data-Warehousing- und Datenintegrations-Lösungen Die kürzlich erfolgte Studie des Busi- DB2 als skalierbare Datenbank für Data Folgende Merkmale nannte BARC als her- ness Application Research Center Warehousing, das DB2 Workload Manage- ausragend: Durch sehr gute Konnektivität (BARC) nimmt die Data-Warehouse- ment zur Steuerung der Arbeitslast. Darü- und umfangreiche Near-Time-Eigenschaf- Plattformen von IBM, Oracle, SAP, ber hinaus fand die OLAP-Optimization mit ten eigne sich die Lösung nicht nur für das SAS und Teradata genauestens unter Cubing Services und Cube Views zur perfor- Data Warehousing. Darüber hinaus biete die Lupe. Im zweiten Teil der Unter- manten Unterstützung von marktgängigen der IS sehr gut integrierte, funktional starke suchung standen Datenintegrations- BI-Applikationen Zustimmung. Auch gut Datenqualitätskomponenten sowie ein offe- werkzeuge von IBM, Business Ob- angekommen sind die sehr gut in die Ent- nes Metadatenmanagement, das die Be- jects, Informaticas und Syncsort auf wicklungsumgebung integrierten Modellie- dürfnisse von Fachanwendern mitberück- dem Prüfstand. rungsfunktionen sowie die Einbindung von sichtigt und sich wegen des Business IBM INFOSPHERE WAREHOUSE IM VERGLEICH ZUM DURCHSCHNITT INFORMA IBM INFOSPHERE INFORMATION SERVER IM VERGLEICH ZUM DURCHSCHNITT Architektur Architektur 10 10 Systemverwaltung 8 Modelle und Metadaten 8 6 Systemverwaltung 6 Modelle und Metadaten 4 4 2 2 Datenspeicherung 0 Entwicklungs- 0 unterstützung Datenmanagement- Entwicklungs- Applikationen unterstützung Datenmanagement- Konnektivität Applikationen Datentransformation Konnektivität Datentransformation IBM InfoSphere Warehouse V 9.5.1 Durchschnitt IBM InfoSphere Information Server 8.1 Durchschnitt Bloggel-di-blog Quelle: BARC Wie groß ist Ihr digitaler Schatten? Was I BM schickte zunächst ihr InfoSphere Data und Text Mining in die Datenintegra- Glossary auch aus anderen Umgebungen hat Google mit Information On Demand zu Warehouse ins Rennen. Die Lösung tionsplattform. heraus mühelos verwenden lässt. Überzeugt tun? Wie unterscheiden sich Social Net- bekam in sieben von acht Bereichen haben BARC auch die InfoSphere DataStage works (noch) von Telefonnetzen? Wie ver- Top-Bewertungen: In den Kategorien Ar- Im zweiten Lauf ging der InfoSphere In- Balanced Optimization, die eine gemischte hält es sich mit der Dokumentensuche im chitektur, Modelle und Metadaten, Konnek- formation Server (IS) als Datenintegra- Verteilung der Transformationslast auf digitalen Müllhaufen? Wer Antworten auf tivität, Datentransformation, Datenspei- tions- und Datenqualitätsplattform für IBM ETL-Engine, Quell- oder Zielsystem ermög- diese und andere Fragen sucht, wird im cherung und Systemverwaltung erzielte an den Start. Das Produkt erreichte in drei licht, sowie die skalierfähige Architektur, IBM Blue Blog unter ibm.com/de/blueblog IBM überdurchschnittliche und bei der Ent- von sieben Kategorien überdurchschnittli- die gemeinsam mit nur wenigen Mitbewer- fündig. Hier bloggen IBM Mitarbeiter zu al- wicklungsunterstützung durchschnittliche che Bewertungen. Hierzu zählen die Kate- bern eine Plattform für sehr hochvolumige lem, was sie beschäftigt. Das thematische Ergebnisse. Lediglich im Bereich der Daten- gorien Modelle und Metadaten, Konnektivi- Anforderungen liefert. Portfolio ist weit gefächert, nur der IT-Be- management-Applikationen fällt das Info- tät sowie Datentransformation. Mittlere zug ist eigentlich immer gegeben. Input von Sphere Warehouse etwas zurück. Bewertungen gab es in den Kategorien Ent- Die detaillierten Ergebnisse der Studie extern ist jederzeit willkommen, anregende wicklungsunterstützung, DM-Applikation, sind im IBM Webportal nachzulesen unter Diskussionen sind erwünscht. Herausragende Merkmale sind laut BARC: Architektur und Systemverwaltung. ibm.com/software/de/iod-insider  
  • 4. Seite 4 ibm.com/software/de/iod-insider    1 | 2009 BI macht mobil, sorgt für schon lange mit Textanalyse und haben mit Omnifind ein Text-Search-Produkt. Diese IOD Insider: Im Idealfall wünscht man sich Prozesse in Echtzeit. Bieten Technologien durchsuchen Informationen BI-Lösungen bereits Realtime-Analy- Motoren – und das in Echtzeit nach semantischen und linguistischen Kri- terien. Ein Beispiel: Wenn Sie in einem Call- sen? Center von einem Mobilfunkanbieter anru- Otto Goerlich: Wir unterscheiden zwi- I m BI-Markt ist Bewegung. Kaum noch laden kann – oder umgekehrt, dass er gleich fen, dann muss der Agent einen Bericht schen klassischer und operativer BI. Orga- ein Unternehmen will Entscheidungen losfahren muss, weil die Fahrt mit halber über das Gespräch ins Freitextfenster ein- nisationen nutzen die klassische BI, um in ausschließlich aus dem Bauch heraus Ladung immer noch billiger ist als die Pro- tragen. Hier steht meist das wirklich Inter- einem Data Warehouse abgelegte Informa- treffen. Was sind die neuen Technologien, duktionsverzögerung. essante: Ihre Telefonrechnung war zu hoch, tionen zu analysieren und in Berichten auf- welche Trends zeichnen sich ab? Der IBM Sie wohnen im Funkloch oder Ähnliches. zubereiten. Meist wird das Data Warehouse Berater für Business Intelligence, Otto IOD Insider: Was zeichnet sich denn Wenn diese unstrukturiert vorliegenden aus operativen Systemen und anderen Goerlich, steht Rede und Antwort. Er ist noch am BI-Himmel ab? Informationen mit Daten über reduzierte Quellen mit Hilfe eines Batch-Prozesses maßgeblich an BI- und Data-Warehouse- Telefonate in Zusammenhang gebracht versorgt. Bei operativer BI ist Schnelligkeit Projekten im Terabyte-Bereich beteiligt. Otto Goerlich: Unsere Entwicklungsab- werden, dann lässt sich daraus auf Ihre Un- entscheidend: Die Daten werden direkt im teilungen tüfteln derzeit intensiv daran, zufriedenheit schließen. Der Mobilfunkan- Moment ihrer Entstehung aus operativen IOD Insider: Ist BI eigentlich nur unstrukturierte Daten verwendbarer zu bieter kann entscheiden, ob er nicht etwas Systemen und anderen Quellen abgerufen. Thema der Führungsetagen? machen. Zum Beispiel Informationen aus außer der Reihe tut, um Sie als Kunden zu Anschließend werden sie aufbereitet und in eingescannten Papieren oder Briefen, Prä- binden. einer sich ständig aktualisierenden Sicht Otto Goerlich: Auf keinen Fall. Studien sentationen oder aus E-Mails. Diese kön- und im Vergleich zu Schlüsselkennzahlen und Erfahrungen aus Projekten zeigen, IOD Insider: Kann man sich vorstel- präsentiert. Das geschieht mit einer Lösung dass BI bei Akzeptanz und Anwendung len, dass das System irgendwann wie IBM Cognos Now! in Echtzeit und sorgt durch möglichst viele Mitarbeiter mehr selbst solche Entscheidungen trifft dafür, dass die Produktion nicht zum Still- Nutzen schafft. Außerdem motiviert und und der Mensch nur bei kritischen stand kommt, die Ausschussrate sinkt oder bindet es Mitarbeiter, wenn sie sehen, dass Entscheidungen Einfluss nimmt? das Call-Center Verträge abschließt, statt sie durch ihre Entscheidungen zur Gesamt- Kündigungen entgegenzunehmen. leistung ihres Unternehmens beitragen. Otto Goerlich: Jetzt kommen wir zu mei- Cognos Software unterstützt deshalb un- nem Lieblingsthema: dynamisches Data IOD Insider: terschiedlichste Nutzerprofile – vom Gele- Warehousing. Im Gegensatz zum traditio- Vielen Dank für das Gespräch! genheitsanwender bis hin zum „Power- nellen Data Warehousing, bei dem es sich User“. Wichtiges Kriterium für die so um eine passive Informationsquelle han- genannte Demokratisierung von Informati- delt, zu der man sich hinbewegen muss, onen sind einfache Werkzeuge. Das errei- nimmt das dynamischere Data Warehouse chen wir durch Selbstbedienungsfunktio- eine sehr viel aktivere Rolle ein. Es ver- nen, Windows ähnelnde Anwendungen schickt selbständig Informationen, stößt oder auch mit mobiler BI – übrigens eine Prozesse an oder bringt sie in beschränk- weitere ganz wichtige Entwicklung – tem Maße sogar zum Abschluss. schließlich sind viele Entscheider und auch die Vertriebsmannschaft nur sporadisch an IOD Insider: Können Sie ein Bei- ihren Schreibtischen. spiel für ein dynamisches Data Ware- house geben? IOD Insider: Ist BI damit alltags- tauglich? Otto Goerlich: Ein simpler Versiche- rungsfall könnte in Zukunft ohne Zutun des Otto Goerlich: Ganz genau. Stellen Sie Sachbearbeiters abgeschlossen werden. sich vor, Sie wären Disponent in einem Mo- Otto Goerlich, IBM Berater für Das Warehouse würde in diesem Fall den torenwerk und müssten entscheiden, ob Sie Schadensfall mit den sonstigen Informatio- Business Intelligence einen halbbeladenen Lkw losschicken oder nen vergleichen, die zum Versicherungs- warten, um ihn voll zu beladen. Dabei ris- nehmer vorliegen: zum Beispiel Zahlungs- kieren Sie dann aber, dass die Produktion nen wir durch unsere Data Warehouse moral, bereits vorliegende Schadensfälle im Endfertigungswerk ins Stocken gerät. Technologien mit analysieren. oder ob er noch andere Versicherungen ab- Der Zugriff auf das IBM InfoSphere Ware- geschlossen hat. Im nächsten Schritt könn- house gibt dem Disponenten die nötigen IOD Insider: Sie werten heute schon te es mit Hilfe der daraus abgeleiteten Kri- Informationen. Der Disponent sieht, dass unstrukturierte Daten aus? terien zu einer Entscheidung kommen, ob im Werk noch genügend Motoren vorhan- und in welchem Umfang der Schaden er- BI auf dem Smartphone den sind, er also den Lkw noch später voll- Otto Goerlich: Ja, wir beschäftigen uns setzt wird. Business Intelligence – Damit Ihr Erfolg durch Informationen wächst: die großen vier Anbieter unter der Lupe IBM Data Warehouse Growth Bundle Legen Sie jetzt den Boden für profitables Wachstum: B usiness-Intelligence-Anbieter stan- Oracle laut InformationWeek noch im In- Holen Sie sich unser starkes IBM Wachstumspaket inklusive    den im Jahr 2007 ganz oben auf tegrationsstau und auch bei SAP stünden • IBM Power Systems Server  den Einkaufszetteln der IT-Riesen. enorme technische Konsolidierungsaufga- • IBM System Storage Speicherlösung   Oracle kaufte BI-Anbieter Hyperion, SAP ben an, von einem Datenchaos ist die Rede. •   BM InfoSphere Warehouse – unsere vollständig integrierte    I kaufte BI-Anbieter Business Objects, IBM Das Portfolio von Cognos passe hingegen Data Warehouse Lösung  kaufte BI-Anbieter Cognos. Nur Microsoft gut zu IBM. Hier gäbe es so gut wie keine verlässt sich in Sachen BI auf die eigene Überlappungen. Bleibt Microsoft: keine Skalierbar, leistungsstark, flexibel – Entwicklungsabteilung. Übernahme, keine Überschneidungsrisi- und jetzt zum Aktionspreis schon ab 81.634,– € inkl. USt.*! ken. Trotzdem liege Microsoft weit zurück, Die InformationWeek beschäftigt sich mit so das Fazit. Noch heute sichern unter:  dem BI-Angebot der „Großen Vier“ nach ibm.com/software/de/data/growth-bundle.html den Übernahmen: Welche Herausforderun- Der vollständige InformationWeek Bei- _Das lass’ich mir nicht zweimal sagen. gen bringen die Konsolidierungen mit sich, trag ist übrigens im IBM Webportal unter Gleich zugreifen! wie gut passen die Lösungen zum restlichen ibm.com/software/de/iod-insider  nachzu- Portfolio und welche Technologien stehen lesen. * Unverbindliche Preisempfehlung für die günstigste Konfiguration. Angebot gilt nur für Geschäftskunden und nur, solange  der Vorrat reicht. IBM behält sich das Recht vor, dieses Angebot jederzeit zu modifizieren oder zurückzuziehen. zur Verfügung? Nicht alle Eingliederungen scheinen einfach zu verlaufen: So steckt Anzeige
  • 5. 1 | 2009 ibm.com/software/de/iod-insider    Seite 5 Stiefkind Datenqualität Bestimmung der DQ vor einem Projekt ma- chen 71 % manuell, nur 23 % setzen Profi- ling ein. Wenigstens bei den Budgets zur Verbesserung von DQ und DQM sieht es Data Quality Check deckt Versäumnisse auf laut Studie in diesem Jahr ganz gut aus: 28 % bleiben beim gleichen, 17 % haben ei- nen leichten Anstieg, 15 % einen deutlichen F ührt man sich die dreiseitige Zusam- 49 % von kleinen und mittelständischen, rer Kundenzufriedenheit (61 %) und Steige- Anstieg zu vermelden. menfassung zum Data Quality Check 51 % von Großunternehmen. Die Bedeutung rung der Produktivität (54 %). 59 % sehen 2008 vom Institut für Business In- der DQ wird 2008 nüchterner beurteilt als DQM als wichtig oder sehr wichtig im Rah- Das enttäuschende Fazit von Martin und telligence zu Gemüte, hat man fast ein biss- in 2007. Wieder ist DQ nur für 43 % von men einer SOA-Einführung. Seufert: Im Vergleich zu 2007 sei man 2008 chen Mitleid mit den beiden Protagonisten, sehr großer Bedeutung, steigende Bedeu- in der Organisation von DQM und beim Dr. Wolfgang Martin und Prof. Dr. Andreas tung sehen nur noch 81 % (2007: 94 %) und Ebenfalls wie in 2007 sind ERP, CRM und Technologie-Einsatz nicht weitergekom- Seufert. Sie scheinen mit großem Eifer auf Wettbewerbsvorteile durch DQ sehen nur Data Warehouse die drei Top-Applikatio- men. Das Thema DQ habe immer noch nicht ihre Mission ausgezogen zu sein, wurden noch 82 % (2007: 90 %). Die eigene DQ be- nen im Rahmen von DQM. Doch im Einsatz die Chefetage erreicht oder werde dort ver- dann aber reichlich enttäuscht von der Daten- urteilen nur 26% der Befragten mit sehr gut von Technologie sei man gegenüber 2007 drängt. Besonders die Bedeutung von DQ qualität (DQ) in Deutschland. Im Vergleich oder gut, 40 % mit befriedigend, 22 % mit nicht weitergekommen. Bei technischen für Compliance würde immer noch unter- zur Befragung in 2007 gab es kaum Fort- ausreichend und 7 % mit mangelhaft. und semantischen Datenbeschreibungen, schätzt. Der Einsatz von Werkzeugen sollte schritte. Aber zunächst zu den Ergebnissen: beim Einsatz von Kreuzreferenzen und Wir- zügig zum Tragen kommen, proaktives Wie in 2007 sieht man den wesentlichen kungsanalysen stehe man auf der gleich DQM sollte verstärkt werden. Zudem muss Die Befragung nahm zwischen Juli und Nutzen von Datenqualitätsmanagement niedrigen Stufe wie im Vorjahr. „Ein Jahr der Erfolg von DQM messbar gemacht wer- November 2008 ihren Lauf. 109 Online- (DQM) in der Optimierung der Prozesse verloren“, urteilen Seufert und Martin und den, damit ein wirkliches Management von Fragebögen konnten ausgewertet werden. (78 %), verminderten Kosten (64 %), höhe- das zeige sich auch bei den Projekten: Eine DQ erfolgt. EINSCHÄTZUNGEN ZUR RELEVANZ VON DATENQUALITÄT Datenqualität hat 2007 42 % sehr hohe Bedeutung 2008 43 % Steigt die Bedeutung 2007 94 % von Datenqualität? 2008 81 % Datenqualität schafft 2007 90 % Wettbewerbsvorteil 2008 82 % Sprechen Sie UIMA? liegen Informationen aus E-Mails, Briefen, Gesprächsprotokollen oder Präsentationen auf Eis. Zugegeben, die fiktive Kunden- falschen Zuordnungen. Meint das Wort „Rock“ in einem Schreiben jetzt die Musik- richtung oder ein Kleidungsstück? Bei der E-Mail weiter oben ist ein Extremfall, aber Textanalyse müssen daher mehrere Analy- Wertvolle Informationen aus unstrukturierten Daten immerhin rund 80 % aller Unternehmens- seschritte zusammenspielen. daten sind unstrukturiert. Weil Sprache stark vom Kontext abhängt, ist die Analyse Um diese Komplexität beherrschbar zu G uten Tag! Bin dzt. abs. nicht glückl. wendungen über ein Data Warehouse zu- von Texten so komplex. Synonyme, Homo- machen, hat IBM im Jahr 2005 das Projekt m. meinem Geschäftsanschl. Anru- verlässig strukturierte Daten aus ERP-, nyme und Abkürzungen machen das Erken- UIMA – Unstructured Information Ma- fer hören nur die Mitt.: „Kein An- nagement Architecture – gestartet. Der of- schl. unter dieser Nr.“ Ggf. das Prob. kann fene Standard erlaubt die Entwicklung von nicht umghd behoben werden, muss ich lei- Analyse-Komponenten, die über ein Frame- der Kdg. einreichen u. Anbieter wechseln. work miteinander kommunizieren. Die Bitte um schnelle Reaktion. Mfg Peter Neu- strukturierte Analyse von Texten oder gar stadt Audiodateien wird durch die komponenten- weise Verarbeitung flexibel und kann pas- Der Call-Center-Agent, der die E-Mail send zum Anwendungsfall adaptiert wer- liest, schüttelt vielleicht kurz den Kopf über den. Ein Abgleich mit Kundenbeständen, den Abkürzungswahn, lässt sofort den An- Produktlisten oder Adressbüchern erleich- schluss prüfen und hält den Kunden per tert die Zuordnung. Damit lassen sich In- E-Mail über die Fortschritte auf dem Lau- formationen aus Texten in strukturierter fenden. Gleichzeitig liest er zwischen den Form extrahieren und wie reguläre Daten Zeilen, dass der Kunde momentan zwischen relational speichern. So können dann auch Frustration und Verzweiflung schwankt. die Analysewerkzeuge von BI-Lösungen auf Die Tonalität im zweiten Teil der E-Mail – sie zugreifen. Bei Abwanderungsanalysen das Wort „leider“ und „muss ich die Kündi- könnten Inhalte aus der frustrierten Kun- gung einreichen“ anstelle von „werde ich den-E-Mail oben zum Beispiel sehr viel ge- die Kündigung einreichen“ sind jedoch Hin- nauer Auskunft über Kündigungsgründe weise darauf, dass der Kunde zwar droht, geben. Auch Alarmierungsfunktionen las- aber eigentlich gar nicht kündigen und sen sich einrichten, denn an einem hekti- wechseln will. – Wertvolle Informationen, schen Tag wäre dem Call-Center-Agenten mit denen sich das Kundenprofil maßgeb- die E-Mail vielleicht gar nicht sofort aufge- lich erweitern und Marketingkampagnen fallen. Und auch ein Data Mining, das Er- zielgerichtet justieren ließen. gebnisse aus unstrukturierten Daten mitbe- CRM- oder SCM-Systemen auswerten, ver- nen von Schlüsselbegriffen schwierig und rücksichtigt, führt zu deutlich wertvolleren Doch während Business-Intelligence-An- gleichen und für Simulationen verwenden, sprachliche Feinheiten führen schnell zu Ergebnissen.
  • 6. Seite 6 ibm.com/software/de/iod-insider    1 | 2009 Durchblick für Personaler chen. Der Wildwuchs an unterschiedlichen Datenquellen gefährdet die Entscheidungs- fähigkeit. Nötig ist daher ein übergreifender Blick auf alle personalrelevanten Informati- onen. Vorkonfigurierte Anwendungen kön- D ie Auswirkungen der derzeitigen Maßnahmen finanziell auswirken. Und auch „Viele Informationen sind im SAP System nen hier Abhilfe schaffen und bei der Beant- Krise betreffen auch oder gerade bei der Personalentwicklung kommen zu- gespeichert, andere werden abteilungsintern wortung personalwirtschaftlicher Frage- Personalabteilungen. Seien es Än- nehmend leistungsfähige Softwareprogram- in unzähligen Excel-Listen zusammenge- stellungen unterstützen. Solche Lösungen derungen durch Kurzarbeit, die Besetzung me zum Einsatz. Unterm Strich helfen diese führt, wieder andere liegen in klassischen verbinden sowohl SAP als auch andere Da- wichtiger Schlüsselpositionen oder, leider Lösungen auch dabei, zentrale Informatio- HR-Systemen“, erläutert Stefan Caro, Leiter tenquellen und warten mit vordefinierten auch, Einsparmaßnahmen durch Personalab- Kennzahlen und Berichten auf. Personalern bau. Für Personalverantwortliche bedeutet stehen damit aktuelle Informationen und das: schnell faktenbasierte Konzepte vorbe- Auswertungswerkzeuge zur Verfügung, um reiten, Vorschläge machen und Alternativen die Weichen bestmöglich zu stellen. Und es aufzeigen. Das gilt natürlich auch für norma- gibt noch einen weiteren Aspekt. Oft heißt es le Zeiten, denn Informationen rund um die nämlich, HR kämpfe um seinen Stellenwert Belegschaft haben unmittelbaren Einfluss im Unternehmen. Und hier können moderne auf den Geschäftserfolg. Softwareprogramme Personaler unterstüt- zen, ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg Ob Mitarbeiterförderung, Mitarbeiterge- deutlich herauszustellen. winnung oder die Bindung von Talenten, die Personalabteilung hat als strategischer Bera- ter für das Senior-Management eine wichti- ge Funktion und trägt Verantwortung für die „Ahoi Alloy!“ Entscheidungsfähigkeit. "Entscheidungsfä- higkeit" ist hier das Schlüsselwort. Sie ist un- mittelbar beeinflussbar, indem Unter- Das als „Atlantic“ angekündigte Gemein- nehmen dafür sorgen, dass relevante schaftsprojekt von SAP und IBM sticht in Informationen zur Verfügung stehen. Denn See. Alloy ermöglicht den Zugriff auf SAP je besser informiert Entscheidungsverant- Systeme direkt aus Lotus Notes heraus. An- wortliche sind, umso bessere Entscheidun- wender erhalten damit einen einfachen, gen werden sie treffen. Das gilt auch für HR. nen zu verdichten und sie so aufzubereiten, des Kompetenzzentrums Human Capital konsistenten Zugriff auf Personen, Prozesse dass sie in der Chefetage auf einen Blick be- Management für IBM Cognos Software. und Informationen. Dabei arbeiten sie in Ohne moderne Software wäre die Personal- urteilt werden können. Im Idealfall sind alle „Diese Ressourcen händisch zusammenzu- ihrer vertrauten Arbeitsumgebung, wo- abteilung heute kaum in der Lage, die um- relevanten Unternehmens- und Personalin- führen, ist mit großem Aufwand verbun- durch der Schulungsaufwand minimal ist fangreichen Daten zu analysieren und daraus formationen den HR-Managern sofort zu- den.“ und die Einarbeitungszeit deutlich kürzer die richtigen Schlüsse zu ziehen. Unterneh- gänglich. Doch von diesem Idealfall sind vie- ausfällt. Mit Alloy verbessern sich auch die men beobachten nicht nur, wie sich Kran- le Unternehmen noch weit entfernt. Eines Ein weiteres Problem: Führt man die In- Produktivität der Benutzer, die Entschei- kenstände oder Fluktuationsquoten entwi- der hartnäckigsten Probleme ist dabei der formationen tatsächlich manuell zusammen, dungsfindung und die Einhaltung von un- ckeln. Sie können auch beurteilen, wie sich innerbetriebliche Datenverkehr. droht die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu verglei- ternehmensinternen Richtlinien. Wenn Horst zu Uwe wird … Datenschutz durch Anonymisierung im Testfall A ngefangen hat’s bei Lidl, es folgten Handicap: Wird der Algorithmus entschlüs- geändert werden, der für das testende Sys- Die Beispiele geben jedoch nur einen klei- Telekom und Banken und dann selt, lassen sich die wahren Identitäten wie- tem relevant ist. Testet eine Versicherung nen Eindruck von all den Parametern, die kam die Bahn. Seit Monaten jagt derherstellen. Das sicherere Verfahren ist eine Applikation zur Risikoberechnung bei der Deidentifizierung zu beachten sind. ein Datenschutzskandal den anderen. Der die Anonymisierung. Hierbei wird ein At- und braucht dazu männliche Pkw-Halter Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen – er Umgang mit personenbezogenen Informa- tribut mit einer Look-up-Tabelle verknüpft. zwischen 25 und 30 Jahren, kann sie zwar ist in der Tat so groß, dass viele Unterneh- tionen wird so kritisch gesehen wie noch Dahinter verbirgt sich eine Liste, die zum die Namen austauschen, Region, Alter und men gar nicht erst den Versuch dazu machen. nie. Und ihr Schutz ist nicht allein etwas, Beispiel männliche Vornamen enthält, die Fahrzeugtyp aber nicht. Wichtig ist auch, Sie hantieren gleich mit echten Daten und was das Bundesdatenschutzgesetz verbind- betreten damit rechtliches Glatteis. Inzwi- lich vorschreibt. Datenschutz ist auch eine schen gibt es jedoch Softwarelösungen wie Sache des Vertrauens zwischen Kunden und IBM Optim Data Privacy Solution für SAP, Unternehmen. die Vorlagen mit Anonymisierungsattribu- ten enthalten und individuell anpassbar Im Normalfall sind personenbezogene Da- sind. Unternehmen können Namen, posta- ten sicher. Anwendungen wie Human Capi- lische und E-Mail-Adressen, Ausweis- und tal von SAP oder "Customer Relationship Kredikartennummern über alle relevanten Management"-Systeme sorgen durch Rege- Ebenen hinweg durch fiktive Daten erset- lung der Zugriffsrechte für ausgezeichneten zen. Dabei können sie genau festlegen, wel- Datenschutz. Doch was passiert, wenn die che Informationen wie verändert werden Entwicklungsabteilung Daten benötigt, um dürfen. Ist das Bundesland entscheidend, neue Anwendungen zu testen oder wenn kann zum Beispiel aus Köln Düsseldorf das Marketing die Neigungen von Käufer- oder Aachen werden, aber nicht Frankfurt. gruppen analysiert? Spielt die Größe der Stadt eine Rolle, wird aus München Hamburg, aber nicht Oer-Er- Verlassen Daten den normalen Produk- kenschwick. tivbetrieb, sind sie ungeschützt. Außerdem sind sie zweckentfremdet, denn laut Gesetz Zugegeben, diese Softwarelösungen hätten dürfen personenbezogene Daten nur das weder Mehdorns Datenaffäre noch die Te- genutzt werden, wofür sie erhoben wurden. lekomskandale verhindert. Doch zumindest Testzwecke sind hiervon ausgeschlossen. nach dem Zufallsprinzip ausgetauscht wer- dass Änderungen, die an einer Stelle ge- Daten für Testzwecke und Trendanalysen den. troffen werden, konsistent auf allen Ebenen lassen sich zuverlässig schützen. Vertrau- Um nicht in Illegalität abzudriften, kann erfolgen. Wird aus Anke Lünebach Karin ensverlust beim Kunden und empfindlichen man Daten nach einem bestimmten Sche- Was sich nach einfachem Verfahren an- Wessels, muss dann die Änderung in allen Strafen lässt sich so effektiv vorbeugen. ma maskieren. Dabei wird aus jedem Horst hört, unterliegt in der Realität einer Viel- für den Test relevanten Tabellen gesche- ein Uwe, aus Frankfurt wird München. Das zahl von Einzelfaktoren. So darf kein Wert hen.
  • 7. 1 | 2009 ibm.com/software/de/iod-insider    Seite 7 Wenn das ECM mit dem BPM ... und auf einer homogenen Plattform für prozessgetriebenes Content-Management erproben, denn heute kommt es nicht mehr auf den perfekten Prozess an. Viel wichti- abbilden, profitieren in mehrfacher Hin- ger ist die Fähigkeit zur Anpassung an die sicht: Der Sachbearbeiter wird erst dann sich rasant ändernden Bedingungen in der … freuen sich Organisationen über rationalisierte Prozesse, aktiv, wenn alle relevanten Dokumente vor- globalen Wirtschaft. Quasi als Nebeneffekt erfüllte Compliance-Anforderungen und mehr Transparenz liegen. Außerdem können mehrere Kollegen erledigen sich die Compliance-Anforderun- parallel auf eine Akte zugreifen, was mit Pa- gen: Die Dokumente sind rechtssicher auf- pierakten nur durch Kopien möglich ist. Die bewahrt und sämtliche Prozesse detailliert K eine Frage, Enterprise Content Ma- werden benötigt und kommen alle aus ver- Verteilung der Arbeitslast ist einfacher, da erfasst. nagement (ECM) und Business Pro- schiedenen Quellen – etwa vom Kreditneh- transparent ist, welcher Mitarbeiter wie vie- cess Management (BPM) Lösungen mer oder von der Schufa. Erst wenn alle In- le Fälle behandelt. Prozessdaten werden au- Während die Bearbeitung von Kredit- und unterstützen Unternehmen jede für sich formationen in der ECM-Lösung vorliegen, tomatisch gesammelt und stehen für Analy- Darlehensanträgen, Kontoeröffnungen und wirkungsvoll. Ein noch größeres Potential kann über den Antrag entschieden werden. sezwecke bereit. Mit ihrer Hilfe können die ähnlichen Services auf dem Papier bis zu entfalten sie jedoch im Zusammenspiel. Banken, die diese Prozesse automatisieren Organisationen leicht neue, bessere Abläufe Wochen in Anspruch nimmt, wickelt ein kombiniertes System aus ECM und BPM Dokumente und Inhalte spielen bei allen die Projekte online in ein paar Stunden geschäftlichen Entscheidungen eine we- ab. Natürlich profitieren nicht nur Banken sentliche Rolle. Diese Entscheidungen wer- von rationalisierten Prozessen. Alle Unter- den im Rahmen von Geschäftsprozessen ge- nehmen, die auf standardisierte Prozesse troffen. Wichtig für die Geschäftsprozesse setzen, haben Vorteile. Die Einsatzbereiche ist, dass die notwendigen Inhalte zur rich- reichen dabei vom Urlaubsantrag über die tigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar Beantwortung von Kundenanfragen und die sind. Schon die Organisation von Prozessen Abwicklung von Versicherungsanträgen bis beinhaltet also das Verwalten von Content. hin zur vollautomatischen Verbuchung von Laufen diese Prozesse standardisiert ab, Eingangsrechnungen. können sie mit Hilfe von Business Process Management angestoßen, bearbeitet und – bis zu einer gewissen Stufe – zu Ende ge- führt werden. Heute schon archiviert? Klassisches Beispiel ist der Kreditantrag, der immer wieder denselben definierten Re- Immer strengere Gesetze geln folgt. Unterschiedlichste Dokumente erfordern effizientes E-Mail-Management Eins und eins und eins macht drei – Steigende Compliance-Anforderungen ma- chen die Aufbewahrung von E-Mails unum- gänglich. Vorschriften wie GOBS, GDPdU Oder zwei? Oder eins? oder die Abgabenordnung greifen nicht nur für Papierdokumente, sondern fordern auch eine revisionssichere Archivierung von Stammdaten-Management ordnet das Datenchaos E-Mails. Noch strenger sind US-amerikani- sche Gesetze. Der Sarbanes Oxley Act (SOX) D er Data Quality Check 2008 (siehe nannt, unterstützt durch formatneutrale Typischerweise überspannt MDM viele verlangt beispielsweise, dass alle E-Mails auch Seite 5) zeigt, dass mangelnde Datenhaltung interne und externe Informa- organisatorische Einheiten, verschiedenste automatisch und lückenlos archiviert und Datenqualität für reichlich Frust tionssysteme. Dabei ermöglicht eine integ- Systeme und oft mehrere Unternehmen. in einem umfassenden E-Mail-Journal do- sorgt: Mehrkosten (50 %), Kundenunzufrie- rierte Prozess-Engine die Kommunikation Wichtigste Voraussetzungen sind daher kumentiert werden. In Deutschland nicht denheit (45 %), Vertrauensverlust in ent- zwischen Repository und Anwendungen, eine gründliche Umsetzungsstrategie sowie notwendig? Allenfalls eine Frage der Zeit! scheidungsrelevante Informationen (41 %) Datenpools und Geschäftspartnern. Die An- das Engagement aller Beteiligten. Weder und ein vermehrter Zeitaufwand für das Be- lage von Stammdaten und deren Pflege er- Kosten noch Aufwand sollten also unter- Herkömmliche Mail-Systeme mit ihren seitigen von Qualitätsproblemen bei Syste- folgen also weiterhin in den Anwendungen. schätzt werden. Doch bei der Verbesserung Datenbanken und Speicherstrategien sind men und Prozessen (72 %). Wenn Mitarbeiter etwa im ERP-System eine der Datenqualität führt kein Weg an MDM ein ungeeigneter Ort, um wertvolle Infor- Lieferantenadresse eingeben, erfolgen im vorbei. Es ist die Grundlage für alle weite- mationen zu hinterlegen. Die Systeme sind Doch wie kommt Ordnung ins Datencha- Repository automatisch Stammdaten-Kon- ren Qualitätsinitiativen und Grundvoraus- nicht ausgelegt, die wachsende Menge an os? Der erste Schritt ist die Standardisie- solidierung – die Bereinigung von Dublet- setzung, um Prozesse zu rationalisieren und elektronischer Post sicher zu speichern, sie rung von Stammdaten. Im Gegensatz zu ten – und Stammdaten-Harmonisierung – den Zeit- und Kostenaufwand zu vermei- Geschäftsprozessen zuzuordnen oder syste- Bewegungsdaten, die immer wieder neu die Zusammenführung gleicher Objekte mit den, den schlecht gepflegte Stammdaten matisch nach E-Mails und Inhalten zu su- durch betriebliche Prozesse entstehen, sind unterschiedlichen Informationsinhalten. unausweichlich mit sich bringen. chen. Stammdaten zustandsorientiert. Sie dienen der Identifikation, Klassifikation und Cha- Geht es um Compliance und Geschäftsre- STAMMDATENMANAGEMENT rakterisierung von Sachverhalten, die un- levanz, so sollte das Mail-Management in verändert über einen längeren Zeitraum zur ein umfassendes "Enterprise Content und KUNDE Verfügung stehen: Kunden-, Mitarbeiter-, Records Management"-System integriert Lieferanten-, Produkt- oder Vertragsdaten. Web- Drahtlos Call-Center CMS ERP sein. Dieses kontrolliert und verwaltet alle Self-Service relevanten Dokumente revisionssicher über Alle Prozesse und Applikationen greifen ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Inte- in der Regel mehrfach auf Stammdaten zu. grierte Klassifizierungswerkzeuge erweitern R INFORMATION S Dabei werden im Wesentlichen die gleichen STE OL UT und automatisieren die regelbasierte Abla- MA IO Daten in unterschiedlicher Form verwen- M ge durch intelligente Textanalyse-Funktio- NS IB det. So erzeugen, pflegen und ändern Mitar- nen, durch die semantische Suche und die r ed M Ope MD S tr beiter Daten an vielen Stellen in verschiede- r Inhaltsanalyse sowie durch trainierbare ct u uctu Collaborative Unstru a ti Marketing nen Versionen und Formaten. Daraus Echtzeit- Taxonomien (die Zuordnung in begriffliche onal MDM red und analyse ergeben sich Redundanzen: Ist der Outlook- Analyse Gruppen). Gleichzeitig dient das Archiv als Kontakt Klaus Meier aus Ismaning und der leistungsfähiges Recherchemedium. An a M CRM-Datensatz Klaus-Dieter Meier aus lytical MD München ein und dieselbe Person? Welche Wie wichtig revisionssichere Archivierung Discovery weiteren Informationen liegen vor, was da- und Records Management sind, zeigen die INF R von ist aktuell? O RMATION SERVE Gerichtsvideos auf ibm.com/software/de/ iod-insider. Sie stellen Gerichtsfälle zum Das Stammdaten- oder Master Data Ma- KUNDE Thema Archivierung nach, die real vor deut- nagement (MDM) löst Redundanzen durch Kundenaccount- Dokumente Langzeitkunden- Produkte/ Neuer schen Gerichten verhandelt wurden. zentralisierte Pflegeprozesse und Haltung informationen daten Services Geschäftsbereich Quelle: IBM auf. Ein Stammdatensystem, Repository ge-
  • 8. Seite 8 ibm.com/software/de/iod-insider    1 | 2009 Fünf Fragen an Stefan Bungart IOD for Dummies W ährend Dr. Stefan Bungart bei mationen wie Kundenrückmeldungen und zunächst auf ihren Gehalt ab. Im Umgang mit Wer nach der Lektüre des IOD Insiders der Telekomsparte T-Home ganz Pull-Informationen wie die Abfrage von Spe- Kollegen gebe ich Informationen adressaten- noch nicht genug von Information On auf Hightech setzt, Innovations- zialdiensten unterscheiden. Hinzu kommen gerecht weiter: allgemeine Nachrichten an Demand hat, sondern erst so richtig auf den prozesse steuert, neue Geschäftsfelder entwi- Quellen wie Internet, Intranet, Presse oder alle, Spezielles an Betroffene. Das meiste ge- Geschmack gekommen ist, kann sich das ckelt und Produkte im Markt einführt, ist sein auch Diskussionen. Insgesamt bekomme ich schieht dabei digital. Das war im Grunde auch Heft Information On Demand for Dummies privates Hobby von eher beschaulicher Na- etwa 80 % meiner Informationen auf struktu- schon vor zehn Jahren so. Was sich unter- kostenlos bestellen. Ein- tur: Als Lowtech sieht er seine Faszination riertem Weg, den Rest eher durch Zufall. scheidet, ist die starke Nutzung von kollabo- fach auf ibm.com/soft- für die Fotografie mit Großformat-Kameras. rativen Werkzeugen wie Wikis, Blogs oder ware/de/iod-insider ge- Wie vor 100 Jahren kommt es noch auf hand- IOD Insider: Was war in der letzten Wissensdatenbanken, die wir intern einset- hen und ordern. Infor- werkliches Können und den filigranen Um- Zeit die wichtigste Information für Sie zen. Privat sieht es anders aus. Da bleibe ich mation On Demand for gang mit Material an. Der Betriebswirt hat und wie haben Sie über viele soziale Netz- Dummies verrät einem nach Studium in Aachen und Köln sowie Pro- diese verwendet? werke mit Freunden auf alles, was man wissen motion in Warwick, Großbritannien zu- der ganzen Welt in Kon- muss, um die Ressource nächst als Unternehmensberater gearbeitet. Stefan Bungart: Dar- takt, tausche Fotos und Information möglichst Anschließend hat er das Thema Logistik für an erinnere ich mich Gedanken aus. Vor zehn gewinnbringend einzu- die irische Regierung akademisch bearbeitet gerne. Die wichtigste In- Jahren war das schwieri- setzen. und das Nationale Institut für Transport und formation war, dass wir ger. Logistik (NITL) aufgebaut. Um das Thema die Marktziele für T- Innovationen hat er sich übrigens schon vor seinem Wechsel zu T-Home gekümmert – Entertain erreicht ha- ben. Die habe ich gerne, IOD Insider: Wie treffen Sie Entschei- Veranstaltungs- unter anderem auch bei IBM. Der IOD Insi- schnell und so weit wie dungen? kalender: der hat ihn nach seinem ganz persönlichen möglich verteilt – und Umgang mit Informationen gefragt. anschließend eine Fla- Stefan Bungart: Die sche Champagner kalt wichtigste Frage ist zu- IBM Cognos Frühstücksseminar: Integrierte Er- IOD Insider: Was bedeuten Informa- gestellt. nächst, was überhaupt zu folgs- und Finanzplanung als Managementinst- tionen für Sie und wie informieren Sie entscheiden ist. Wenn rument sich? IOD Insider: Wel- man das nicht formulie- che Information hät- ren kann, ist noch Arbeit • München 10.03.2009 Stefan Bungart: Informationen sind in ten Sie gerne und zu tun. Ist das aber klar, 11.03.2009 meinem Beruf unerlässlich. Bei der Entwick- was würden Sie mit setze ich auf einen koope- 12.03.2009 lung neuer Angebote geht es darum, Strate- ihr machen? rativen Prozess mit Kolle- 17.03.2009 gie, Marktforschung und technische Entwick- Dr. Stefan Bungart, Leiter New gen. Nur wenn man Mit- lung zu bündeln. In dem zusammengefassten Stefan Bungart: Nun Services, Deutsche Telekom AG arbeiter einbindet, kann IBM Cognos Finance Forum: Input suchen wir Geschäftschancen für ja, ich wüsste gerne das man erwarten, dass sie an T-Home. So entstehen marktfähige Angebote, Ergebnis der nächsten Lottoziehung im Vor- der Umsetzung mitarbeiten. Um die Entschei- • Köln 24.03.2009 wie etwa T-Entertain. Voraussetzung sind aus. Damit würde ich jede Menge Lottoschei- dungsfindung mit Informationen anzurei- umfassende Informationen, die ich unter an- ne ausfüllen. Teilen würde ich diese Informa- chern, braucht es also die Abstimmung mit IBM Breakfast Briefings 2009: So verwalten und derem aus Präsentationen, Marktanalysen tion allerdings nur ungern. anderen. In Zusammenarbeit mit den Kolle- archivieren Sie relevante Dokumente gemäß oder Verkaufszahlen beziehe. Wichtig ist, je- gen suchen wir dann den besten Weg. Ge- gesetzlichen Verpflichtungen. weils die Informationsqualität einzuschätzen IOD Insider: Wie kanalisieren und schäftliche Entscheidungen treffe ich selten und so Vielfalt und Menge im Griff zu behal- teilen Sie Informationen heute? Und ganz allein, es sei denn, es gibt keine andere • Frankfurt 24.03.– 26.03.2009 ten. Um eindimensionale Einschätzungen zu wie war es vor zehn Jahren? Option. • Bielefeld 21.04. – 23.04.2009 vermeiden, kommt es schließlich auf vielfälti- • Stuttgart 05.05. – 07.05.2009 ges Wissen an. Man kann dabei Push-Infor- Stefan Bungart: Informationen klopfe ich • Berlin 26.05. – 28.05.2009 • Hamburg 16.06. – 18.06.2009 • Karlsruhe 30.06. – 02.07.2009 Impressum Informix Infobahn Roadshow: Herausgeber: IBM Deutschland GmbH • München 21.04.2009 Pascalstr. 100 • Frankfurt 22.04.2009 70569 Stuttgart • Hamburg 23.04.2009 V. i. S. d. P: IBM Cognos HR Future Lab 2009: Joachim Hennebach, Steffen Ramsaier InformatIon on DemanD Konferenz • Frankfurt 27.04.2009 Text und Redaktionsleitung: Immo Gehde, Kirsten Haupt 2. – 5. JunI 2009, BerlIn IBM Information On Demand EMEA Conference 2009: Layout und Gestaltung: Die größte und wichtigste Veranstaltung rund um das Thema Information   OgilvyOne worldwide GmbH, Filiale Stuttgart Management in Europa: • Berlin 02.06. – 05.06.2009 Ostendstr. 110 70188 Stuttgart 9. Europäische TDWI Konferenz mit BARC@ ·   usiness & Technik: In über 300 Sessions präsentieren Kunden,   B TDWI Track: Druck: Business Partner und IBM Experten Neuigkeiten und tiefe Einblicke Sommer Corporate Media Elanders GmbH · Industriespezifische Agenden • München 15.06. – 17.06.2009 Anton-Schmidt-Str. 15 ·   eiterbildungsmöglichkeiten, Hands-on Labs und Zertifizierungen,   W 71332 Waiblingen Mehr zu den Veranstaltungen unter:   Live-Produktdemos ibm.com/software/de/iod-insider  Fragen, die sich auf den Inhalt beziehen, richten Sie bitte an die Redaktion. 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