• Share
  • Email
  • Embed
  • Like
  • Save
  • Private Content
Workshop: Grundaspekte qualitativer Forschung
 

Workshop: Grundaspekte qualitativer Forschung

on

  • 1,417 views

 

Statistics

Views

Total Views
1,417
Views on SlideShare
1,366
Embed Views
51

Actions

Likes
0
Downloads
7
Comments
0

2 Embeds 51

http://joerissen.name 48
http://strukturale-medienbildung.de 3

Accessibility

Categories

Upload Details

Uploaded via as Apple Keynote

Usage Rights

CC Attribution-NonCommercial LicenseCC Attribution-NonCommercial License

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Processing…
Post Comment
Edit your comment
  • \n
  • Dirk Hülst 2010, 283: „Bei näherer Betrachtung erscheint es nicht sehr sinnvoll, quantitative und qualitative sozialwissenschaftliche Forschungsmethodik als Gegensätze zu betrachten, da auch die quantitative Forschung qualitative Aspekte beinhaltet wie z.B. die (Neu-) Fassung von Begriffen, Konstrukten, Indices usw.“\n
  • Dirk Hülst 2010, 283: „Die Besonderheit des quantitativen Ansatzes besteht nicht vor allem in seiner Orientierung an naturwissenschaftlicher Methodologie [...]. Als differentia spezifica dieser Verfahrensweise ist ihr deduktionistischer Kern, die Verpflichtung zur Axiomatisierung des Wissens und der ,kritischen Prüfung‘ von Theorien und Hypothesen zu begreifen (so die WIssenschaftslehre des ,Kritischen Rationalismus‘).\nQualitative Forschung lehnt weder Zählen noch Messen ab, sie betont jedoch den suchenden Aspekt des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses, der auf dem Weg der Begriffsbildung und geistigen Erzeugung von passenden Konstrukten, Theoremen und Theorien eine möglichst enge Nähe zur Erfahrungsrealität und insbesondere ihren situativen und strukturellen Kontexten bewahren möchte, zu deren Erfassung mengenorientierte statistische Verfahren nur wenig geeignet erscheinen bzw. sind.“\n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • "Im Mittelpunkt dieser Forschungsperspektive steht das Subjekt, seine Sichtweisen, Weltbilder, lebensgeschichtlichen (Leidens-) Erfahrungen, Hoffnungen und Handlungsmöglichkeiten". Es geht um die Gewinnung der Innensicht des Subjekts, also um Eindrücke, Wünsche, Ängste, Welt- und Fremddeutungen etc. Insbesondere das Narrative Interview und die Biographieforschung gehen dieser Fragestellung nach – und die Grounded Theory.“\n
  • "Zu dieser hier sehr allgemein bezeichneten Forschungsperspektive gehören alle jene Ansätze, die – auf welchem Weg auch immer – letztlich beanspruchen, soziales Handeln – und damit ist unter dieser Perspektive immer gemeint: soziales Handeln in Milieus – zu beschreiben und zu verstehen" (ebd. S.93). Vor allem die Ethnografie, manchmal auch "teilnehmende Beobachtung" oder "beobachtende Teilnahme" genannt, verfolgt diese Fragestellungen – und die Grounded Theory.“\n
  • "Gemeinsam ist den Ansätzen dieser Forschungsperspektive der Anspruch, deutungs- und handlungsgenerierende Tiefenstrukturen rekonstruieren zu wollen" (ebd. S.95). Es sind vor allem die Objektive Hermeneutik, die Gattungsanalyse und die Konversationsanalyse, die dieser Fragerichtung nachgehen.“\n
  • Diese Forschungsrichtung versucht zu (re-) konstruieren, aufgrund welcher Sinnbezüge Menschen\nhandeln, wie sie handeln. Gefragt wird, wie Subjekte, hineingeboren in eine historisch und sozial vorgedeutete Welt, diese Welt permanent deuten und somit auch verändern. Diese Forschungsfragen werden vor allem von der Diskursanalyse, der dokumentarischen Methode und der hermeneutischen Wissenssoziologie verfolgt – und von der Grounded Theory.“\n
  • \n
  • \n
  • Marotzki (2006): „Fünf klassische Elemente eines Forschungsdesigns können unterschieden werden: Fragestellung, Objektbereich (= Gegenstandsbereich), Datenerhebungs-, Datenauswertungsmethode und Forschertagebuch.“\n
  • \n
  • \n
  • \n
  • \n
  • Fo-Design: Dauer, Durchführung, Einsatz von Erhebungs- und Auswertungsmethoden\nFeldzugang: Wahl der zu erhebenden Situation, der zu interviewenden Gruppen oder Personen bzw. des zu erhebenden Materials.\n
  • Rückwirkung auf Theorien, Gegenstandsbestimmung, Fragestellung und insofern auf das Fo-Design während des laufenden Prozesses.\n
  • Rückführbarkeit und Transparenz des Interpretationsprozesses: alle Schritte müssen transparent nachvollziehbar sein und ggf. auch revidiert werden.\n
  • \n
  • \n
  • \n
  • offenes IV: Biographieforschung\nhalboffenes IV: erlaubt Relevanzsetzungen innerhalb eines Themenbereiches, der aber als solcher bereits „gesetzt“ ist.\nLeitfadenIV: ggf. stark suggestiv: Items müssen vorab „durchreflektiert“ sein; nah an quantiativen Fo-Designs\n\nNarratives IV: 1) Erzähgenerierung (frei); 2) Nachfragephase (ebenfalls narrativ); 3) Bilanzierungsphase (argumentativ)\n
  • Bohnsack/Mannheim; konjunktiver Erfahrungsraum\n
  • Bohnsack/Mannheim; konjunktiver Erfahrungsraum\n
  • DM: Formulierende Interpretation (thematische Gliederung), Reflektierende Interpretation (Rekonstruktion der Formalstruktur), Typenbildung (Gemeinsamkeiten der Fälle)\nGTM: offenes Codieren, axiales Codieren (Konzepte und Kategorien entwickeln), selektives Kodieren (Kernkategorien, Schlüsselkategorien) - Interpetation (Abduktion)\n
  • \n
  • \n

Workshop: Grundaspekte qualitativer Forschung Workshop: Grundaspekte qualitativer Forschung Presentation Transcript

  • Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name GrundaspekteQualitativer Forschung Workshop im Rahmen des interdisziplinären Promotionskollegs "Gestalten und erkennen -Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule" Erlangen, 3.11.2011
  • Forschungsstile quantitativ ? versus qualitativ Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch QualitativeForschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
  • Forschungsstile hypothesenprüfend theoriegenerierend deduktiv versus abduktiv nomologisch interpretativ Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch QualitativeForschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
  • Forschungsstile „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren – weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung gearbeitet wird.“Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • Forschungsstile „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren – weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung gearbeitet wird.“ „ Und natürlich, und das ist weit weniger bekannt, ruht jede qualitative Untersuchung einer quantitativen Basis auf (z.B. dann, wenn sie "Normalität" bestimmen will) und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder die Relevanz, die Wichtigkeit, die Häufigkeit "intuitiv" ermitteln – weshalb in qualitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen quantitativer Forschung gearbeitet wird. “Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • Forschungsstile „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen und qualitativen Forschung entlang von bestimmten Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder Reichenweitenanspruch.“Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • Forschungsstile „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen und qualitativen Forschung entlang von bestimmten Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder Reichenweitenanspruch.“ „ Was die beiden Forschungsrichtungen allerdings trennt, das ist der Umstand, dass jede Richtung eine eigene Kultur besitzt und dass diese Kulturen nicht so viele inhaltliche Gemeinsamkeiten aufweisen. [...] Quantitative und qualitative Forschung sind nicht nur durch die Methoden getrennt, sondern vor allem und wesentlich: durch die Kultur, deren Ausdruck die Methoden sind.“Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • epistemologische Differenzen soziale/objektive historische/ Realität versus diskursive Realität
  • epistemologische Differenzen soziale/objektive historische/ Realität versus diskursive Realitätkritischer sozialerRealismus Konstruktivismus
  • epistemologische Differenzen soziale/ objektive historische/ Realität versus diskursive Realität„Wirklichkeit wird als eine zu interpretierende verstanden, und zwar nicht nur in der Weise, dass sie in hohem Maße interpretationsbedürftig ist, sondern sie konstituiert sich erst in den Interpretationen der Akteure.“ Marotzki, Winfried (2006): Forschungsmethoden und -methodologie der Erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung. In: Krüger/Marotzki (Hrsg.): Handbuch erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Wiesbaden (2) 2006, S. 111-136.
  • Erkenntnisinteressen Was versus Wie ist der Fall? verstehen Subjekte ihre Welt (und(H0 oder H1) verändern sie damit)? wird im sozialen Handeln Sinn erzeugt?
  • 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von HandlungenReichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer MilieusReichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer Milieus Rekonstruktion deutungs- und handlungsgenerierender StrukturenReichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer Milieus Rekonstruktion deutungs- und handlungsgenerierender Strukturen (Re)Konstruktion historisch und sozial vortypisierter DeutungsarbeitReichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 4 Felder der QF Qualitative Forschung istdie interpretative oder rekonstruktive Beobachtung von Beobachtern.
  • Qualitative Forschung als zirkulärer ProzessBennewitz Helga (2010). Entwicklungslinien und Situation des qualitativen Forschungsansatzes in der Erziehungswissenschaft. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 43-59.
  • Qualitative Forschung als zirkulärer Prozess Fragestellung Fo-Design (Planung) Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven ErfahrungenTheorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung FragestellungRückführbarkeit Methodologie Fo-Design Transparenz Feldzugang Erhebung Auswertungintersubjektive Forscher- Validierung Interpretation Tagebuch (Theorieentwicklung)
  • Erhebungsmethoden (Auswahl)
  • Erhebungsmethoden (Auswahl) reaktive Methoden nicht-reaktive Methoden
  • reaktive Erhebungsmethoden Interview GruppendiskussionTeilnehmende Beobachtung
  • reaktive Erhebungsmethoden: Interview offenes (narratives) IV halboffenes (problemzentriertes) IV Leitfadeninterview
  • reaktive Erhebungsmethoden Gruppendiskussion
  • reaktive ErhebungsmethodenTeilnehmende Beobachtung (Ethnographie)
  • Auswertungsmethoden (Auswahl) Objektive Hermeneutik Dokumentarische Methode Grounded Theory (Kodierparadigma)(Grundsätze: Sequenzen finden, komparative Analyse, minimale/maximale Kontrastierung)
  • Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Schlussverfahren: qual. Induktion? Abduktion? Interpretation (Theorieentwicklung)Reichertz, Jo (2011): Abduktion: Die Logik der Entdeckung der Grounded Theory. In: Mey/Mruck (Hrsg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden (2) 2011.
  • Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.nameVielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!