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Kommunale Anpassungsstrategien
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Kommunale Anpassungsstrategien

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Vortrag bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Demographie, Stuttgart 5. 3. 2008

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  • Zunahme der Singles bzw. Single-Haushalte ist wg. der damit verbundenen Pflegeproblematik eine Herausforderung.Pflege ist immer noch eine Aufgabe der Familie.Wer wird die Singles pflegen?und es wird knftig deutlich mehr Singles geben.
  • Der Konsolidierungsbedarf und die zu ergreifenden Manahme bergen ein Dilemma fr die Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur:Wirtschaftlichkeit vs. Daseinsvorsorge. Daseinsvorsorge im Bereich der ffentlichen Verkehrsinfrastruktur wurde bislang unter dem Grundsatz der Chancengleichheit diskutiert. Dieser Grundsatz steht aber, wie jeder verfassungsrechtliche Grundsatz, unter dem ungeschriebenen Vorbehalt des Mglichen. Dies ist teilweise auch ein politische Diskussion, die zu Fhren eine Verpflichtung ist. Sie muss aber auf Grundlage von tatschlichen Entwicklungen gefhrt werden, zum Beispiel der Leistungsfhigkeit der ffentlichen Haushalte. Dieses Dilemma ist aufzulsen, um Mobilitt auch in Zukunft bestmglich zu gewhrleisten.Ein schonender Ausgleich bei bestmglicher Geltung dieser Gter ist aber auf Dauer nur dann mglich, wenn die staatlichen Kassen nicht in Anspruch genommen werden. Denn Daseinsvorsorge ist auch ein Gut, welches es fr zuknftige Generationen bestmglich zu sichern gilt. berschuldete ffentliche Haushalte tragen nicht zur Sicherung dieses Gutes bei.Anpassungsleistungen sind in der Frage der Investition in Infrastruktur dabei von allen Seiten zu erbringen: Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf Seiten der Mobilittsdienstleister gehrt besonders die Entwicklung von Finanzierungsalternativen ohne staatliche Mittel dazu.
  • It is useful because these two components follow drastically different lifespan trajectories. Here you can see the idealized lifetime trajectories The meachanics show steep increase well into the mid twenties and gradual decline thereafterThe pragmatics however continue to increase until the mid forties at least and show stability thereafterOnly lately new research with the very old has demonstrates that after 80/85 there seems to be decline in the pragmatics as wellThis multidimensional view of intellectual functioning contradicts any one-sided negative or positive stereotype of cognitive aging. It is the pragmatics of the mind that help to compensate the decline in the mechanics. That way we operate quite well until quite late in life without that the declines in the mechanics become dysfunctional for our everyday functioning. In the following I will focus on the pragmatics of memory, that is what do we know about the accumulation of life experience and its application
  • Kulturell: darunter fllt auch untersttzende technologiePsychisch: intelligenz, persnlichkeit, soz.Bez.Verkompliziert wird dies durch die tatsache dass die ressourcen nicht statisch sind sondern selbst entwicklung und plastizitt aufweisen, das heisst weder die biologischen noch die sozio-kulturellen kopntexte sind statisch sondern selbst in vernderung begriffen. Wir knnen dieses modell der plastizitt also auch auf der ebene der gesellschaft und der institutionenwelt wie auf der biologischen ebene ansiedeln.
  • Definition der EU: LLL umfasst jede zielgerichtete Lernttigkeit sowohl formeller als auch informeller Art, die einer kontinuierlichen Verbesserung von Kenntnissen, Fhigkeiten und Kompetenzen dientEurostat Task Force zur Messung des LLL: 3 Kategorien fr zielgerichtete Lernprozesseformelle Bildungnicht-formale Bildunginformelles LernenStatistische Erfassung des LLL erfordert auch eine Bercksichtigung von relevanten Lernprozessen auerhalb des formellen Bildungssystems LLL ist ein sehr umfassender Begriff, also sollten nur klar abgegrenzte Gebiete von politischem Interesse gemessen werden, beispielweise wie gut eignen sich Menschen (egal in welchem Alter) Wissen anwie gut gelingt es Menschen, berufsrelevante Qualifikationen zu erwerben und auszubauenwie gut gelingen Lernprozesse mit Blick auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Lebenwie gut gelingt es, die menschlichen Potenziale ganzheitlich zu entfalten
  • Unser Ziel ist es, ein Monitoring-Instrument zu entwickelndas es ermglicht, LLL mglichst ganzheitlich zu messen und mit den gewonnen Informationen alle relevanten Akteure bis hin zum einzelnen Brger - fr die Thematik zu sensibilisieren. Der kanadische Index - hier sehen sie den Community Simulator - ist ein gelungenes Beispiel, wie man das Thema in moderner und zeitgemer Art greifbar und und sichtbar machen kann.Fr den ELLI - EU liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor. Ziel des heutigen Workshops:Wie knnen wir den ELLI Deutschland konzipieren und realisieren?Was ist im 1. Schritt bei der Konzeption der Machbarkeitsstudie zu bercksichtigen? Welche politischen Mehrwerte und Nutzen muss das Monitoring-Instrument bieten? Welche Anforderungen haben potenzielle Nutzer?
  • Die Zahl der Alten nimmt zu, die Alten schauen mehr Fernsehen, der Fernsehkonsum insgesamt wird steigen.

Kommunale Anpassungsstrategien Presentation Transcript

  • 1. Kommunale Anpassungsstrategien an den demographischen Wandel Dr. Johannes Meier Stuttgart, 5. März 2008
  • 2. DGD Agenda  Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Wandels in Kommunen  Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien  Erfolgreiche Lösungsansätze  Ausblick 29. Februar 2008 Seite 2
  • 3. DGD Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Agenda Wandels in Kommunen  Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Wandels in Kommunen  Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien  Erfolgreiche Lösungsansätze  Ausblick 29. Februar 2008 Seite 3
  • 4. DGD 1. Die Altersquotienten (%) in den Kommunen werden sich bereits bis 2020 dramatisch verändern 2003 2010 2015 2020 Alle deutschen Kommunen > 5.000 Einwohner (n=2.959) 0 bis 18 Jahre 65 Jahre und älter Quelle: Bertelsmann Stiftung, Wegweiser Demographischer Wandel 2006 29. Februar 2008 Seite 4
  • 5. DGD 2. Bevölkerung mit Migrationshintergrund (2005) 29. Februar 2008 Seite 5
  • 6. DGD 2. Hohe Folge- und Opportunitätskosten bei unzureichender Integration  Neben 7,3 Mio. ausländischen Staatsbürgern: 8 Mio. Aussiedler und Eingebürgerte  Jeder Zweite mit Migrationshintergrund ist jünger als 35 Jahre, jedes 3. Grundschulkind hat einen MGH  Durch mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende soziale Netzwerke und schlechte Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt gehen dem Staat Einkommenssteuern und Beiträge in der Renten- und Sozialversicherung von 12-16 Mrd. € verloren auf Basis der Zahlen von 2005.  2010 werden ca. 40% der Unter-Vierzigjährigen einen MHG aufweisen Daten nach Mikrozensus 2005 29. Februar 2008 Seite 6
  • 7. DGD Ausländische Schulabgänger ohne Abschluss Beispiel Solingen 29. Februar 2008 Seite 7
  • 8. DGD Ausländische Schulabgänger mit Abitur Beispiel Solingen 29. Februar 2008 Seite 8
  • 9. DGD Ausländische Schulabgänger ohne Abschluss Jeder 5. ausländische Jugendliche verlässt die Schule ohne Abschluss (19,4%) 29. Februar 2008 Seite 9
  • 10. DGD Ausländische Schulabgänger mit Abitur Im Osten Deutschlands machen mehr ausländische Jugendliche Abitur als im Westen 29. Februar 2008 Seite 10
  • 11. DGD 3. Individualisierung: Entwicklung der Einpersonenhaushalte 29. Februar 2008 Seite 11
  • 12. DGD Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien Agenda  Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Wandels in Kommunen  Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien  Erfolgreiche Lösungsansätze  Ausblick 29. Februar 2008 Seite 12
  • 13. DGD Komplikationen 1. Finanzielle Komplikationen - Mangelnde Transparenz - Komplexe Demographieabhängigkeit der Haushalte im Föderalismus 2. Schwieriger Umgang mit Heterogenität - „implicit fiscal commitments“ - Wenig Erfahrung mit offenen Architekturen 29. Februar 2008 Seite 13
  • 14. DGD Schuldenentwicklung Bund – Länder - Gemeinden in Prozent des BIP 70% Bund Sondervermögen des Bundes Länder 60% Gemeinden 50% 40% 30% 20% 10% 0% 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 Quelle: Wagschal 2006 29. Februar 2008 Seite 14
  • 15. DGD Kommunale Gesamtschulden Höhe und Struktur der Schulden der Gemeinden (GV) und Zweckverbände am 31.12.2006 (sortiert nach Kreditmarktschulden der Kernhaushalte) 6.000 5.000 Euro je Einwohner 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Schleswig- Bayern Nordrhein- Mecklenburg- Brandenburg Hessen Sachsen- Sachsen sachsen Rheinland- Thüringen Saarland Württemberg Vorpommern Westfalen Nieder- Insgesamt Holstein Anhalt Baden- Pfalz Kreditmarktschulden Kassenverstärkungskredite öff. Fonds, Einrichtungen und Unternehmen Bürgschaften, Garantien u. so. Gewährleistungen Sonstige Schulden Quelle: Jungkernheinrich 2007 29. Februar 2008 Seite 15
  • 16. DGD Demographieabhängigkeit der Haushalte Zielsetzung der Studie  Quantifizierung der Demographieabhängigkeit der öffentlichen Finanzen, differenziert nach: - Bundesebene - Gesamtheit der Systeme der sozialen Sicherung - Gesamtheit der Länder - Gesamtheit der Kommunen  Zwei Modelle: - Modell I: Isolierter Einfluss der Demographie - Modell II: Modell I plus Verhaltensänderungen und Politikeffekte  Zeithorizont: 2030 29. Februar 2008 Seite 16
  • 17. DGD Grundsätzliche Annahmen  7 Altersgruppen  Basisjahr: 2004  Nettoprinzip (Nettoeinnahmen und Nettoprimärausgaben)  Keine Kostenremanenzen (außer bei Zinszahlungen)  Wachstums- und inflationsbereinigte Berechnungen  Keine konjunkturellen Schwankungen  Betrachtung von Aggregaten 29. Februar 2008 Seite 17
  • 18. DGD Nettoprimärausgaben je Einwohner in Euro (2004) 16.000 14.000 Bund Sozialversicherung 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 0-6 6 - 19 19 - 30 30 - 50 50 - 65 65 - 80 80+ Altersgruppen 29. Februar 2008 Seite 18
  • 19. DGD Nettoprimärausgaben je Einwohner in Euro (2004) in Westdeutschland 8.000 7.000 Länder und Gemeinden Länder Gemeinden 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0 0-6 6 - 19 19 - 30 30 - 50 50 - 65 65 - 80 80+ Altersgruppen 29. Februar 2008 Seite 19
  • 20. DGD Nettoeinnahmen je Einwohner in Euro (2004) Bund Sozialversicherung Länder insgesamt Gemeinden insgesamt 8.000 6.000 4.000 2.000 0 0-6 6 - 19 19 - 30 30 - 50 50 - 65 65 - 80 80+ Altersgruppen 29. Februar 2008 Seite 20
  • 21. DGD Modell I: Isolierter Einfluss der Demographie (2004 – 2030) Ebene Modell I Modell II Modell III Bund Nettoprimäreinnahmen - 6,1 % Nettoprimärausgaben + 7,0 % Soziale Sicherung Nettoprimäreinnahmen - 10,7 % Nettoprimärausgaben + 19,6 % Länder Nettoprimäreinnahmen - 4,2 % Nettoprimärausgaben - 7,8 % Kommunen Nettoprimäreinnahmen - 5,6 % Nettoprimärausgaben - 10,9 % 29. Februar 2008 Seite 21
  • 22. DGD Verhaltensänderungen und Politikeffekte  Umsatzsteuerreform seit 01.01.2007  Steigende Studierquote  Steigende Zahl von Pensionären  Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter 3  Auslaufen der Osttransfers  Anstieg des realen Zinssatzes um 1%  Absenkung des Renten- und Pensionsniveaus  Anhebung des Rentenzugangsalters  Wirtschaftliche Erholung  Absenkung der Arbeitslosenquote  Preissteigerungen im Bereich der GKV  Sinkende Morbidität … 29. Februar 2008 Seite 22
  • 23. DGD Modell II: Modell I plus Politikeffekte und Verhaltens- änderungen (2004 – 2030) Ebene Modell I Modell II Modell III Bund Nettoprimäreinnahmen - 6,1 % - 0,2 % Nettoprimärausgaben + 7,0 % + 4,8 % Soziale Sicherung Nettoprimäreinnahmen - 10,7 % + 2,4 % Nettoprimärausgaben + 19,6 % - 3,4 % Länder Nettoprimäreinnahmen - 4,2 % + 4,4 % Nettoprimärausgaben - 7,8 % - 6,3 % Kommunen Nettoprimäreinnahmen - 5,6 % - 0,7 % Nettoprimärausgaben - 10,9 % - 14,5 % 29. Februar 2008 Seite 23
  • 24. DGD Wachstums- und inflationsbereinigte Auswirkungen der demographischen Veränderungen auf die Ausgaben im Verwaltungshaushalt nach Einzelplänen (2004 – 2025) Quelle: Seitz 2007 29. Februar 2008 Seite 24
  • 25. DGD 29. Februar 2008 Seite 25
  • 26. DGD Heterogenität: Dilemma Daseinsvorsorge vs. Wirtschaftlichkeit am Beispiel der Bahn Wirtschaftlicher Umgang mit Mitteln • Ersatzloser Rückbau in • IT-Services-basierte Differen- schrumpfenden Regionen zierung und Effizienzsteigerung • Effizienzsteigerung der Angebote • Fixkosten abbauen • „Full-service Provider“ im Verbund aller Träger Rückzug aus der Daseinsvorsorge Daseinsvorsorge sichern • Fokus auf • Gleiche Standards in der Fläche „Prestigeprojekte“ in • Kostensenkung nicht 1. Priorität Kernregionen Mittelverschwendung 29. Februar 2008 Seite 26
  • 27. DGD Zwei fundamentale politische Fragen als Zwischenfazit Operative Herausforderungen Kritische Fragen  Transparenz und Accountability  Wie können Politiker- und Wähler- generationen, die im Verteilungs-  Konsolidierung und Erweiterung des modus sozialisiert wurden, sich den heutigen Umsetzungsherausforde- „room to manoeuver“; Schuldenbe- rungen einer langfristigen Logik grenzungsautomatismen stellen?  Welche Anreize haben die Profiteure  Regionale und lokale Differenzierung der Selektion (im Bildungswesen, in der Anpassungsstrategien der Arbeitswelt, via Segregation) bei einer stärkeren Integration  Frühe Integration von Kindern mit mitzuwirken? Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten 29. Februar 2008 Seite 27
  • 28. DGD Erfolgreiche Lösungsansätze Agenda  Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Wandels in Kommunen  Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien  Erfolgreiche Lösungsansätze  Ausblick 29. Februar 2008 Seite 28
  • 29. DGD Erfolgsfaktoren für kommunale Anpassungsstrategien  Querschnittsaufgabe  Chefsache Schnittstellenmanagement  Transparenz  Regionale Berichterstattung zu Bildung, Alterung, Integration  Bürgergesellschaft  Partizipative Formate für Planung und Engagement  Gemeinsames Leitbild  Breite Stakeholder-Beteiligung  Wertschätzung der  Gemeinsame Erlebnisformate mit Vielfalt Deutschen/Zuwanderern, Jung/Alt 29. Februar 2008 Seite 29
  • 30. DGD Best Practice Stuttgart: (Eulen nach Athen…) Stuttgart – Integration als Wirtschaftsfaktor  Zuwanderung und Integration werden als Standortfaktor des Internationalen Wirtschaftsstandorts Stuttgart gesehen (Fachkräftemangel)  Daraus wird abgeleitet, dass die Qualifizierung, Bildung und frühkindliche Förderung aller, die in Stuttgart leben, eine Schwerpunktaufgabe ist.  Integration wird in Stuttgart als Querschnittsaufgabe und Chefsache behandelt  Unter dem Motto „Wir sind alle Stuttgarter“ setzt Stuttgart auf Anerken- nungskultur, ehrenamtliches Engagement, Angebote zur Identifikation 29. Februar 2008 Seite 30
  • 31. DGD Bildung und Sprache Stuttgart – Schulentwicklungskonzept  Aufbau eines Schulentwicklungskonzeptes mit Monitoring und klaren Zielvorgaben  Angebot diverser Fördermaßnahmen von Kitas bis zur Sekundarstufe II mit dem Ziel, mehr Chancengleichheit in Schule und Ausbildung zu erreichen  Ein Kooperationsnetzwerk „Integration durch Bildung“ führt gemeinsame Projekte an Schulen durch  Elternarbeit als unverzichtbares Element (> „deutsch-muttersprachliche Leitungstandems“ im „städtischen Elternseminar“, wohnortnahe Angebote) 29. Februar 2008 Seite 31
  • 32. DGD Bildung und Sprache Frankfurt am Main - Nicht nur Mama lernt Deutsch!  Entwicklung und Implementierung umfassender Programme im Sprachbereich. Das erfolgreichste Sprachförderprogramm „Mama lernt Deutsch“ hat inzwischen in vielen Städten Schule gemacht Essen - Sprache erschließt Handlungskompetenzen  Zusammenfassung bestehender Projekte und Maßnahmen im Sprachbereich zu einem quot;Gesamtkonzept Sprachförderungquot; 29. Februar 2008 Seite 32
  • 33. DGD Ältere Migranten Bremen: Ältere Migranten – gesundheitspolitische Perspektiven  Förderung des Zugangs von Zuwanderern in die Altenpflege- und Altenpflegehilfeausbildung  Umsetzung eines Konzepts zur interkulturellen Öffnung der Altenhilfe  Verbesserung der ambulanten Pflegeversorgung von Zuwanderern durch Einrichtung eines Pflegekurses für pflegende Angehörige  Interkulturelles Seniorenwohnhaus (seit 2004) der Bremer Heimstiftung in einem Stadtteil mit hohem Migrantenanteil 29. Februar 2008 Seite 33
  • 34. DGD Ältere Migranten Rüsselsheim – Ältere Migranten im Stadtteilleben  Erschließung der Migrationsbiografien älterer Migranten. Begleitung Rüsselsheimer Institutionen bei ihrer interkulturellen Öffnung. Migrationserfahrungen werden öffentlich zugänglich gemacht  Systematische Befragung älterer Migranten  Ältere MigrantInnen sollen durch ihre Aktivierung öffentlich wahrnehmbar werden  Es entstehen Angebote, die sich an die gesamte Bevölkerung des Stadtteils richtet  Information älterer Migranten über bereits bestehende Angebote 29. Februar 2008 Seite 34
  • 35. DGD Der methodische Dreischritt des Projekts NAIS „Neues Alter in der Stadt“  Altena ( Nordrhein – Westfalen )  Bruchsal ( Baden – Württemberg ) Das  Eschwege ( Hessen )  Glauchau ( Sachsen ) Wüns c he ns we rte  Hamm ( Nordrhein – Westfalen ) Le itbild mit  Stuhr ( Niedersachsen ) Zukunfts we rks tatt Das Mö g lic he Das Mac hbare Alt we rde n und S ze narie n jung ble ibe n Pro je ktre alis ie rung mit S ze nario -Te c hnik z . B Ge me ins innwe rks tätte n 29. Februar 2008 Seite 35
  • 36. DGD Viele Best Practices sind im Internet zugänglich 29. Februar 2008 Seite 36
  • 37. DGD Ausblick Agenda  Unmittelbarkeit und Vielfalt des demographischen Wandels in Kommunen  Komplikationen mit Blick auf Anpassungsstrategien  Erfolgreiche Lösungsansätze  Ausblick 29. Februar 2008 Seite 37
  • 38. DGD Auch Ältere werden bunter 29. Februar 2008 Seite 38
  • 39. DGD Der entwicklungspsychologische Blick auf die Alterung Pragmatik der Identität Kognitive Pragmatik Mechanik der Identität Leistung Kognitive Mechanik Idealisierte Lebensspanne ca. 25 ca. 75 Lebensverlauf Mechanik Pragmatik := biologisch bestimmte Wahrnehmungsmuster, := tatsächliches und prozedurales „Wissen“ über die Welt und der Informationsverarbeitung, Emotionalität und Motivation eigenen Person, das durch die Interaktion als Teil des Lebens erworben wird Quelle: Staudinger 2007 29. Februar 2008 Seite 39
  • 40. DGD Entwicklungschancen des Individuums sind vom Ressourcenaufbau des Individuums abhängig Plastizität Entwicklungspfad Plastizität Kulturelle und biologische Ressourcen  Optionen für neue Arbeit  Bildungsbiographien  Gesellschaftliches Engagement  Lifestyle Kindheit Alter Quelle: Staudinger 2007 29. Februar 2008 Seite 40
  • 41. DGD Kultur des lebenslangen Lernens: Verantwortung gerade für kommunale Entscheidungsträger  85 % aller Befragten stimmen der Aussage „Wir brauchen eine Kultur des lebenslangen Lernens“ zu.  Über 80 % der Befragten teilen die Auffassung, dass das lebenslange Lernen ganzheitlich zu betrachten ist.  70 % aller Befragten befürworten, den Wechselwirkungen zwischen den verschieden Sphären des Lernens (also jenseits der „klassischen“ Grenzen des Bildungswesens) und der individuellen Beschäftigungsfähigkeit stärkere Aufmerksamkeit zu schenken.  84 % aller Befragten sehen es als Aufgabe des Staates, eine ressortübergreifende Strategie für lebenslanges Lernen zu entwickeln, doch nur 25 % der Befragten sehen diese staatliche Aufgabe als erfüllt. Quelle: Ergebnisse einer Expertenbefragung „Lebenslanges Lernen“ durch BAH im Auftrag der BST, 2007 29. Februar 2008 Seite 41
  • 42. DGD Canadian Learning Index auf Basis von den 4 UNESCO Dimensionen des Lernens Wissen aneignen Qualifikationen erwerben Lernen Lernen zu wissen zu handeln Lernen Lernen das zusammen Leben zu Soziale Fähig- zu leben gestalten Körper, Geist und keiten aufbauen Seele entfalten 29. Februar 2008 Seite 42
  • 43. DGD Lebenslanges Lernen für Entscheidungsträger und Bürger greifbar machen! – Der CLI-Simulator! 29. Februar 2008 Seite 43
  • 44. DGD Interactive Map (Composite Learning Index) 29. Februar 2008 Seite 44
  • 45. DGD Wie lässt sich eine Ethik des gelingenden Lebens an- gesichts des demographischen Wandels konkretisieren? 250 234 195 197 168 181 14-29 J. 30-39 J. 40-49 J. 50-59 J. 60-69 J. 70+ J. Fernsehkonsum in Minuten in Deutschland Quelle: Media-Perspektiven 6/2005 29. Februar 2008 Seite 45
  • 46. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! johannes.meier @bertelsmann.de