Revistade austria-2011
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Traducción al alemán

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    Revistade austria-2011 Revistade austria-2011 Document Transcript

    • La barca de papelDas Papierschiff Revista de Textos Zeitschrift für Texte Otoño/ Herbst 2011
    • Publicado con el apoyo del Renner InstitutVeröffentlicht mit Unterstützung des Renner InstitutsLa portada muestra un cuadro de Manuel Ramos MartínezDie Titelseite zeigt ein Werk von Manuel Ramos MartínezTodas las traducciones español – alemán de Sarah Steinböck,menos Derrota/Niederlage (pp.37/38). Cautiva/Die Gefangene (pp. 45/ 46) y Soledad /Einsamkeit(pp.45/ 46) de Wolfgang RatzLas traducciones alemán – español en cooperaciónde Manuel Ramos Martínez y Sarah SteinböckAlle Übersetzungen Spanisch – Deutsch von Sarah Steinböckmit Ausnahme von Derrota/ Niederlage, Cautiva/ Die Gefangene (pp. 45/ 46) und Soledad /Einsamkeit(pp.45/ 46) von Wolfgang RatzDie Übersetzungen Deutsch – Spanisch sind eine Zusammenarbeitvon Manuel Ramos Martínez und Sarah Steinböck 2
    • Contenido/ InhaltEditorial ...................................................................................................................................... 5GABRIEL FLORES ................................................................................................................... 7 Que vivan los Estudiantes que han abierto Alamedas ............................................................ 7 Es leben die Studenten die Alleen eröffneten ......................................................................... 8ANGEL DOWELL FONTECHA ............................................................................................ 11 Reloj...................................................................................................................................... 11 Die Uhr ................................................................................................................................. 12JULIA DEL PRADO ............................................................................................................... 13 Historia juntos....................................................................................................................... 13 Gemeinsame Geschichte....................................................................................................... 14GABRIELA ANAYA .............................................................................................................. 15 Mis Palabras ......................................................................................................................... 15 Meine Worte ......................................................................................................................... 16SALMA HASSAM (i.e. Sandra Gutiérrez Alvez) ................................................................... 17 De ser amados ....................................................................................................................... 17 Vom geliebt Werden ............................................................................................................. 18MARÍA ELENA BURONI ...................................................................................................... 19 Hoja de Otoño ....................................................................................................................... 19 Herbstblatt ............................................................................................................................ 20PAVELLA COPPOLA ............................................................................................................ 21 Ella está desierta ................................................................................................................... 21 Sie ist verlassen .................................................................................................................... 22GRACIELA GAITO ................................................................................................................ 25 MUJER ................................................................................................................................. 25 FRAU.................................................................................................................................... 26 CANTO ................................................................................................................................ 29 GESANG .............................................................................................................................. 30INGRID ODGERS TOLOZA .................................................................................................. 31 Maquillaje ............................................................................................................................. 31 Schminke .............................................................................................................................. 32 El óleo ................................................................................................................................... 33 Das Öl ................................................................................................................................... 34 3
    • CECILIA PALMA ................................................................................................................... 35 La espera ............................................................................................................................... 35 Sombras ................................................................................................................................ 35 Warten .................................................................................................................................. 36 Schatten ................................................................................................................................ 36WOLFGANG RATZ................................................................................................................ 37 Derrota – La cuna de los delirios .......................................................................................... 37 Niederlage - Die Wiege des Wahns ...................................................................................... 38MARINKO STEVANOVIĆ .................................................................................................... 39 träumer-gastarbeiter .............................................................................................................. 39 woher kommst du fremder .................................................................................................... 39 soñador-trabajador inmigrante .............................................................................................. 40 de dónde vienes extranjero ................................................................................................... 40STEFANIA CERUTI ............................................................................................................... 41 La poesía amiga de Apolo .................................................................................................... 41 Poesie, du Freundin Apolls ................................................................................................... 42 Tu mirada es mía .................................................................................................................. 43 Dein Blick gehört mir ........................................................................................................... 44MANUEL RAMOS.................................................................................................................. 45 Cautiva .................................................................................................................................. 45 Soledad ................................................................................................................................. 45 Die Gefangene ...................................................................................................................... 46 Einsamkeit ............................................................................................................................ 46SARAH STEINBÖCK ............................................................................................................. 47 Die Sprache der Hände ......................................................................................................... 47 El lenguaje de las manos ...................................................................................................... 48Pie de imprenta/ Impressum ..................................................................................................... 53 4
    • EditorialSchreiben ist etwas beinahe körperlich Fühlbares. Es zieht, es enttäuscht, erfüllt mitGlücksgefühl. Es passiert in einem anderen Bewusstseinszustand als dem „normalen“. Waswir so sorgfältig vor der Alltagswelt zu verbergen suchen, bricht hervor. Da steigen wir in dentiefsten Keller unserer Seelen.Und dann präsentieren wir das „Produkt“. Mit Bauchweh und Bangen und einem Gefühl, daswir vielleicht zu Weihnachten oder an Geburtstagen in der Kindheit hatten: Wird esankommen? Wird es verstanden werden? Kann ich dazu stehen…? Und was es da noch sozwischen Zweifel und banger Hoffnung gibt.Lesen kann ein ebenso großes Abenteuer sein. Sich einzulassen auf die Abenteuer im KopfAnderer ist ein Zeichen gegen das zwischenmenschlich kalte Klima, das uns zunehmend zuschaffen machtDie vorliegende Anthologie zeigt die Arbeit von SchriftstellerInnen aus Lateinamerika, ausKroatien, aus Österreich.Natürlich sind Lesen und Schreiben kein Allheilmittel; doch sich für eine gewisse Zeitauszuklinken aus dem profitgierigen Getriebe, dem wir kaum entgehen können, in das wir alleeingebunden sind, ist ein wenig Balsam für die Seele, für eine gewisse Zeit.Sarah Steinböck 5
    • EditorialEscribir es algo que se siente con todo el cuerpo; arrastra, decepciona, te llena con un ciertosentimiento de feliciad; te pasa a otro estado de ánimo que el “normal”. Lo que con cuidadointentamos ocultar ante el mundo cotidiano, revienta y entonces, bajamos al más hondo sótanode nuestras almas.Luego, presentamos nuestro “producto” con dolores en el vientre y con miedo, con unasensación comparable al niño esperando Navidades o cumpleaños. ¿Va a llegar? ¿Me van aentender? ¿Puedo yo identificarme con lo que he escrito?... Y miles de otras dudas entreincertidumbre y esperanza inquieta.Leer puede ser una aventura igual de grande. Entregarse a las aventuras de cabeza de otraspersonas, es una señal en contra del clima tan frío entre los seres humanos y que tanto nosdaña.La presente antología muestra el trabajo de autores latinoamericanos, de Croacia y de Austria.Sabemos, naturalmente, que ni escribir ni leer son un remedio universal contra el mal delmundo; pero solamente ausentarse por un cierto tiempo de la vida normal, de los mecanismosávidos de lucro de nuestra sociedad, del cual es imposible escapar, puede ser bálsamo para elalma, al menos, por un cierto tiempo.Sarah Steinböck 6
    • GABRIEL FLORESQue vivan los Estudiantesque han abierto Alamedas-1-El estudiantado crecey en su accionar se agiganta,todo Chile se levantaanunciando que amanece.Nada impedirá que cesesu reclamo es preciso,claro es su compromisoy nítido su empeño,mostrando claro que el sueñose hace a mano y sin permiso.-2-Hoy canta la juventudcon voz firme y sonora,anunciando que la aurorase acerca en plenitud.Que viene en forma de aludcon paros y con protestas,que trae muchas propuestastodas clara cielo abierto,pa´ que el sistema por ciertose vaya a la misma la cresta.-3-Convocan los estudiantesa la conciencia de todos,pa´ que juntos codo a codovayamos siempre adelante.Porque el sueño igual que anteses el mismo, no ha cambiado,aunque lo han disfrazadoes Salud, Habitación,Trabajo y Educaciónque tanta muerte ha costado. 7
    • Es leben die Studentendie Alleen eröffneten-1-Der Studierende wächstund mit seinem Wirken wird er riesengroßganz Chile erhebt sichund verkündet den Anbruch eines neuen Tages.Nichts kann ihn zum Aufgeben zwingensein Einwand ist präzise,klar ist sein Engagementund rein sein Streben,er zeigt konkret, dass ein Traumvon eigener Hand und ohne Genehmigung funktioniert.-2-Heute singt die Jugendmit fester und wohlklingender Stimme,und verheißen, dass das Morgenrotmit aller Kraft naht.Es bricht herein wie eine Lawinemit Arbeitsniederlegungen und Protesten,die viele Anregungen mit sich bringenalle eindeutig, der Himmel steht offen,und das System möge dorthin gehen,wo der Pfeffer wächst.-3-Die Studenten appellierenan das Gewissen aller,damit wir gemeinsam, Schulter an Schulter,immer weiter vorwärts marschieren.Denn der Traum ist – genau wie zuvor –der gleiche geblieben, unverändert,obwohl sie ihn maskiert habengeht es um Gesundheit, WohnungenArbeit und Bildungso viel Tod hat er schon gekostet. 8
    • -4-Que vivan los estudiantesque han abierto alamedas,pa´ que ellos y tú puedasdar mas pasos adelante.Que vivan sus incesantesverdades a las falacias,al lucro y las contumaciasque existe en educación,y la vil constituciónque al pueblo trae desgracias.DespedidaQue vivan los estudiantestambién vivan los Mapuche,que han volteado al pichirucheque andaba vacilante.Que se unan cuanto anteslas demandas e´los de abajo,por la casa, el trabajosalud y educación,plebiscito es la cuestiónconstitución, al carajo. 9
    • -4-Es leben die Studentendie Alleen eröffneten,damit du und sieweitere Schritte vorwärts machen könntEs leben ihre beständigen Wahrheitengegenüber den Trugbildern,dem Profit und den Versäumnissen,die der Bildungund der schändlichen Verfassung innewohnen,die dem Volk so großes Unglück bringen.AbschiedEs leben die Studenten,es leben auch die Araukaner,die einen Unbedeutenden umkreisten,der wackelig einherging.Mögen sie sich bald vereinen.Die Forderungen der „Unteren“nach Wohnung, Arbeit,Gesundheit und Bildung,Volksbegehren ist das Stichwortdie Verfassung – zur Hölle mit ihr. 10
    • ANGEL DOWELL FONTECHARelojEn tu cuadrática mirada,pendulares movimientos,sincronizados, ubicadossobre números oscilantes...De ferrocarriles y trenes afanados,entintados de constantes afinares,de estaciones ya calibradas...Sobre el tejar de tu temporánea morada...entretejido de musarañas y emulados sobreveniresque parecen afilarse de amotinados dominós...de agujas parpadeantes ; señalando sus viajeros,que ya apuntados por los brillos:van diciendo un Tic-Tac...tic tac ..tic tac.. 11
    • Die UhrIn deinem quadratischen BlickPendelbewegungensynchronisiert liegen sieauf oszillierenden Ziffern…Von geplagten Eisenbahnen und Zügeneingefärbt von ständigen Verfeinerungenbereits kalibrierter Stationen…Über dem Gewebe deines begrenzten Verweilens…durchwirkt von Ungeziefer und wetteifernden Ereignissendie auf die Spitze getrieben scheinen von meuternden Dominosteinen…mit Nadeln blinzelt siezuvor zeigt sie ihre Reisendenvom Glanz anvisiertsagen sie nur noch Tick-tack… tick tack… tick tack… 12
    • JULIA DEL PRADOHistoria juntosHagamos la historia juntosque ésta no se evaporeque el viento no sopleen contra-vientoque no se la llevemiles de preguntastampoco el silencio.Hagamos la historia juntoscon pocas promesasy los ojos bien abiertos.Cuerpos que todavíahablansolar y solaz de nuestro tiempo. 13
    • Gemeinsame GeschichteSchreiben wir die Geschichte gemeinsamdamit sie sich nicht verflüchtigtdamit der Winduns nicht ins Gesicht blästdamit sie nichttausende Fragenund auch die Stille mitnimmt.Schreiben wir die Geschichte gemeinsammit wenigen Versprechenund weit geöffneten Augen.Körper, die immer nochsprechenSonne und Wonne unserer Zeit. 14
    • GABRIELA ANAYAMis PalabrasMis palabras se funden en la inexistencia,Se mojan de lluvia de sangre,Son luminarias perdidas y sueños muertos.Mis palabras nadan en el abandono,Son el refugio de un grillo sin vidaQue le canta al silencio en su letargo de soledad.Mis palabras lloran y extirpan tumores de sus llagas.Mis palabras se hacen nada en las distancias,En el lapso del tiempo, en la carnicería de las horas.De vez en cuando mis palabras prendenComo el foco resplandeciente de la habitación,De la habitación donde encierro mi libertad.De vez en cuando ellas secan sus lágrimas,Las guardan en una caja sin fondo, las ignoran.Mis palabras bailotean, son balanzas,Se mecen entre los cambios constantes…… Después de todo, mis palabras sonríen,Me ha tocado ver, como se dibujan carcajadasEn medio de la lóbrega tempestadQue engalana a mis palabras. 15
    • Meine WorteMeine Worte basieren auf dem nicht Existenten,Sind durchtränkt von Blutregen,Sie sind verlorene Lichter und tote Träume.Meine Worte schwimmen in der Leere,Sie sind die Zuflucht einer toten Grille,Die in ihrer einsamen Lethargie für die Stille singt.Meine Worte weinen und reißen Tumore aus ihren Wunden.Meine Worte gewöhnen sich nicht an Distanzen,An die Vergänglichkeit der Zeit, die Fleischerei der Stunden.Manchmal entzünden sich meine Worte,Wie der leuchtende Ofen im Zimmer,Des Zimmers, in dem ich meine Freiheit einschließe.Manchmal trocknen sie ihre Tränen,verstauen sie in einer Kiste ohne Boden, vergessen sie.Meine Worte hopsen herum, sind Waagen,Sie wiegen sich inmitten der ständigen Veränderungen…… Schlussendlich lächeln meine Worte,Es berührte mich zu sehen, wie sie sich lautes Lachen schminkenInmitten des düsteren Unwetters,Das meine Worte ziert. 16
    • SALMA HASSAM (i.e. Sandra Gutiérrez Alvez)De ser amadosVine a buscar, de mí, la ilusión de ser amada.Viniste, por un sueño desvestido,por el momento fugaz, que casi nos separay nos unió, la distancia en un suspiro…Y, quien no crea que el amor exista,que ya no lea el resto del poemapues, no creerá que fuimos presa de un amorsin piel, ni fragancias, ni roces, ni promesas.Que nos nació el amor, sin intimarnos,de la belleza necesaria y sutil de ser amados…Amor, del amar, sin piel ni precio,del que no tiene vestidura ni calzado,que no posee más que un sueño de encontrasey de entregarse al deseo sin reparos….Y sin buscar, busqué ser tu amor y ser tu amada…Y sin querer, me desvestí sobre tu falda,y me hice tuya, en la distancia, esposa desposada.En la distancia, fui fiel e infiel, y en mi osadía, amada…La guerra que fue paz, nos dio la quiebray el hilo que nos daba luz, deshilachó sus venas.Perdió mi amor sangre, y tu amor fue mi condena…Pero no murió,aún late entre los escombros de la paz que fue de guerra…Y quien no crea que el amor exista,no debería haber leído este poema,porque el amor, existe donde sea,donde lo llames, el amor, te lleva a cuestas,en la distancia, en la paz y hasta en la guerra.Y en la penumbra de la revolución, el amor, tercia…febrero 2011 17
    • Vom geliebt WerdenIch kam aus eigenem Antrieb auf der Suche nach der Illusion, geliebt zu werden.Du kamst wegen eines entblößten Traumes,einen flüchtigen Moment lang, der uns beinahe trennteund uns verband, die Entfernung in einem Seufzen…Und, wer nicht an die Existenz der Liebe glaubt,möge den Rest des Gedichtes nicht lesendenn er wird nicht glauben, dass wir Gefangene einer Liebe warenohne Haut, Düfte, Berührungen oder Versprechen.Dass uns eine Liebe geboren wurde, ohne miteinander intim zu werden,mit der notwendigen subtilen Schönheit des geliebt Werdens…Liebe, von lieben, ohne Haut, ohne Preis,von jemandem, der weder Kleider noch Schuhe besitzt,der nichts hat außer dem Traum, einander zu findenund sich dem Verlangen ohne Reue hinzugeben…Und ohne zu suchen, versuchte ich, deine Liebe, deine Geliebte zu sein…Und ohne es zu wollen, entkleidete ich mich auf deinem Rock,und machte mich zu der Deinen, auf Distanz, eine entheiratete EhefrauIn der Ferne war ich treu und untreu, und in meiner Kühnheit Geliebte…Der Krieg, der eigentlich Friede war, verursachte den Bruchund der Faden, der uns Licht gab, zerfranste die Venen.Meine Liebe verlor Blut, und deine Liebe war mein Urteil…Aber sie starb nichtnoch pulsiert sie unter den Trümmern des Friedens, der eigentlich Krieg war…Und wer nicht an die Existenz der Liebe glaubt,hätte dieses Gedicht nicht lesen sollen,denn die Liebe existiert überall,wo immer du sie rufst, die Liebe, führt sie dich auf Anhöhen,Aus der Ferne, im Frieden und sogar im Krieg.Und im Zwielicht der Revolution, die Liebe, ein Drittel…Februar 2011 18
    • MARÍA ELENA BURONIHoja de OtoñoCuando los arboles pinten el sueloY las aves emprendan su vueloAnclados en el océano estarán los barcosEsperando del cielo la deseante vela nuevaLa del gigante que una vez le tocó con su palmaLa que enloqueció por mirarla cuando no debíaLos distinguidos caballeros que aman en silencioLos imprudentes dormidosLa musa inspiradora del poeta que no callaEl soldado valiente, que nada esperasolo amar y ser amado a su regresoLa amante eterna que huele a miely cuelga el color que asoma por la única ventanaDe tanto en tanto olvida el cielo que habita,humedece de luz las caracolasla que envuelve el poema de amorque leyó la piel de la pasióny torna eternos los instantes.El tiempo extorsiona al tiempoLas ausencias se dibujan perturbadasY la vida brilla airosa en luna de otoño,altera las mesitas de luz ,deja copas vacias,desnuda el alma, el cuerpo , repliega sabanas gastadas,desordena piel que huele a siempre,bebe savia de los besos y desparrama pétalos de gratitud.Desnuda yo, en luna de otoño,totalmente hoja, puedo escribir literalmente te amo. 19
    • HerbstblattWenn die Bäume den Boden bemalenUnd die Vögel ihren Flug aufnehmenIm Ozean ankern die SchiffeUnd erhoffen vom Himmel das ersehnte SegelDes Riesen, der es einst mit der Handfläche berührteDas in den Wahnsinn trieb, wenn man es ohne Erlaubnis ansahDie vornehmen Ritter lieben lautlosDie Leichtsinnigen sind eingeschlafenDie Muse inspiriert den Dichters, der nicht schweigtDer mutige Soldat wartet nur noch daraufzu lieben und geliebt zu werden, wenn er nach Hause kommtDie ewige Geliebte riecht nach Honighängt die Farbe auf, die durchs einzige Fenster hereinspähtAb und zu vergisst sie den Himmel, den sie bewohntbenetzt die Schnecken mit dem Lichtwelches das Liebesgedicht einhülltdas die Haut der Leidenschaft lasund Augenblicke ewig werden lässt.Die Zeit erpresst die ZeitDie Abwesenheiten malen ein verstörtes Bild von sichUnd das Leben blitzt zornig unter dem Herbstmondes wechselt die Tischchen aus Licht, hinterlässt leere Gläsernackt die Seele, nackt der Körper, faltet es zerschlissene Leintücherbringt die Haut in Unordnung, die wie immer riecht,trinkt Kraft aus den Küssen und verstreut aus Dankbarkeit BlütenblätterNackt bin ich unter dem Herbstmondganz Blatt, kann ich wortwörtlich schreiben, ich liebe dich. 20
    • PAVELLA COPPOLAElla está desiertaElla está desierta. Está ida, casi quebrada después de tantas penas. Así la veo, así la culpo.Ella se mira al espejo y no ve nada o ve todo. Ella pretende ser todas las mujeres, pero nocomprende que es sólo Ella, porque la curva del tiempo hizo de lo suyo y mientras elcalendario padecía intranquilidad ante los vientos, Ella no se manifestaba desventurada, sólomiraba como mira Ella.La observo. La luz penetra su rostro y lo define con todas las amarguras del mundo, la luz esuna propiedad, es como un puño.Pero, Ella nunca hizo nada, digo. Tuvo siete hijas, parecían gemas puras. Una vez adultasperdieron su condición de mineral primigenio para ser grises todas ellas. Ella parió sietehembras que masticaron de su lúcido pezón las leches posibles y cuando ya la teta noderramaba más que sangre, entonces, chuparon eternamente el líquido rosado. Ella miraba conternura a sus siete hijas. Las abrazaba y bendecía al caer la noche, besos repartía al instante enque a las niñas las sacudía el miedo nocturno. Ella las acariciaba. También las almohadasrecibieron esos besos. Ella era madre al besar a sus siete crías.Viajó siempre. Ella creía ser viajera. Pero, los viajeros comparten el corazón trémulo en cadasitio que atisban y que no mejoran y designan las calles y las torres con los ojos nuevos comodiccionarios. Ella, en cambio, no compartía su corazón, se lo comía a pedazos, devorandodesde la aurícula derecha hasta el ventrículo izquierdo. Entonces, también engullía su aire.Ella se fue comiendo así a pedazos: sin dolor, o, sin que yo –por lo menos- supiera de sudolor. Extraviaba incluso su congoja cansina en ese mirar. Porque todo lo que oteaba eraapenas dispuesto ante sus ojos, porque su mirada era vacua como cuando asomas el mediocuerpo con tu cabeza y tus ojos desde un balcón en el tercer piso y abajo se expande unagrisácea calle desolada y el aire que rodea el espectáculo es más gélido que los vientos de undía domingo.No siempre fue así. Antes, sus oscuros ojos amparaban de verdad y los objetos, los jarrones,los vestidos, las pulseras eran indicios de vida porque recibían un par de ojos luminosos.Ella ha confiscado su luz. Ella ha masticado la lámpara encendida. Ha cortado la luz desdeuna sola perilla: bajó el dedo y bajó con él la perilla. Se apagó la calle, clausuró a lasluminosas ventajas de los árboles y rellenó de arcilla los huecos de los muros que insistíanen festejar la palabra transparencia. 21
    • Sie ist verlassenSie ist verlassen. Sie ist gegangen, fast gebrochen von so viel Schmerz: So sehe ich Sie, sogebe ich Ihr die Schuld. Sie blickt in den Spiegel und sieht nichts oder alles. Sie gibt vor, alleFrauen zu sein, versteht nicht, dass Sie nur Sie ist, denn der Lauf der Zeit trug das Seine bei,und während an der Unruhe vor den Stürmen litt, schien Sie nicht unglücklich, Sie schautenur, so wie Sie eben schaut.Ich beobachte sie. Licht durchdringt ihr Gesicht und zeichnet es mit aller Bitterkeit der Welt,das Licht ist ein Besitz, gleicht einer Faust.Aber Sie hat nie irgendetwas getan, das sage ich. Sie hatte sieben Töchter, die klarenGemmen glichen. Als sie heranwuchsen, verloren sie ihr ursprüngliches Edelsteinwesen undwurden alle grau. Sie gebar sieben Mädchen, die alle vorhandene Milch aus ihremleuchtenden Busen kauten, und als die Brüste nur noch Blut verströmten, da sogen sieunablässig die rötliche Flüssigkeit. Sie blickte zärtlich auf ihre sieben Töchter, segnete sie beiAnbruch der Nacht, wenn die Mädchen von der nächtlichen Angst heimgesucht wurden. Sieliebkoste sie. Auch die Kissen empfingen Küsse. Sie war ganz Mutter, wenn Sie Ihre Kleinenküsste.Immer war Sie auf Reisen. Sie sah sich selbst als Reisende. Wirkliche Reisende jedoch teilenihre bebenden Herzen an jedem erforschten Ort, den sie nicht verbessern wollen und siebezeichnen die Straßen und Türme mit Augen, so neu wie Wörterbücher. Sie hingegen teiltenie Ihr Herz, Sie verschlang es Stück für Stück, vom rechten Vorhof bis zur linkenHerzkammer. Dann fraß Sie sogar ihre Atemluft. So verzehrte Sie einen Brocken nach demanderen: Schmerzlos, oder zumindest, ohne dass ich irgendein Leid bei Ihr wahrgenommenhätte. In Ihrer Miene verirrte sich sogar Ihre ermattete Verzweiflung. Alles, was Sieauskundschaftete, stand in ihren Augen zur Verfügung, Ihr Blick leer wie bei einem, der denhalben Körper, samt Kopf und den Augen darin über eine Balkonbrüstung im dritten Stockbaumeln lässt, unter ihm nur eine graue, verlassene Straße, und die Luft, die dieses Schauspieleinhüllt, ist eisiger als die sonntäglichen Stürme.Sie war nicht immer so. Früher beschützten Ihre dunklen Augen die Wahrheit, und Objektewie Krüge, Kleider oder Armbänder waren Hinweise auf das Leben, denn sie empfingen einleuchtendes Augenpaar.Sie konfiszierte ihr eigenes Licht, sie zerkaute die entzündete Lampe. Sie knipste das Lichtmit einem einzigen Schalter aus. Sie senkte den Finger und drückte den Schalter hinunter. DieStraße erlosch, verbarg die Überlegenheit der Bäume und verstopfte mit Lehm die Löcher inden Mauern, die darauf bestanden, weiter das Wort Transparenz zu feiern. 22
    • Ella es otra. La contemplo. La ordeno con sus vestidos, le encajo una blusa verdeamarillapara que sea luz otra vez y se parezca al tibio sol del primer otoño. Pero, Ella se resiste. No legusta el color de las hojas.Hubo una vez tanta risa entre nosotras.Tiene miedo: se rasga a jirones la otra blusa, una lila. Preferí el color lila esta vez paravestirla: ni rojo de escándalo, ni azul de melancolía: algo intermedio para desgajar. No haycaso. Ella mantiene los brazos paralelos, catatónicos, cubiertos de espesura. No hay caso, nomueve sus manos ni sus codos, se resiste al lila de la blusa.Ella está desierta: exenta y exhausta de blusa verdeamarilla, exenta y exhausta de blusa lila:sus brazos cuelgan mientras sus viajes dibujan un mapa sobre la piel de su espalda y seobserva cómo descienden los países, uno a uno, desde su columna vertebral y van cayendo,descendiendo los países, los territorios, los campos y los puentes como gotas de un heladoderretido y las gotas de los países escritos en el mapa vuelven a dibujar otro mapa, insisten engraficar un mapamundi -ahora más ancho-sobre la baldosa que acoge a todas esas tierraspegajosas, viscosas lenguas sedientas.Ella viajó siempre, pero en su columna se dibujaron países que caían y no tierras con lenguasy salivas sabrosas. Sus siete crías ingresaban tranquilas y calculadas a las siete maletas queconformaban su espléndido equipaje y quietas allí se alineaban con los temblores del barco.Quietas y agazapadas, las siete crías, esperaban el recalo. Así viajaba Ella.Se resiste: otra vez sus ojos que no ven nada, sus orejas que ya no escuchan, sus manoslánguidas que ya no sienten la cosquilla del verdeamarillo. Intenta escabullirse de miescrutinio: sabe que sus brazos lánguidos y pétreos muerden, sabe que sus orejas escupen,sabe que sus ojos manchan.Permanece desierta. Las blusas conforman algo similar a urgentes intentos de vida; losgéneros se expanden sobre el suelo como desparramados charcos; se exhibe, se aparece, se veel mapa rediseñado sobre la baldosa reinscribiendo los ríos arrastrados por esas tierrasdesprendidas y la teta de Ella sangra promiscua y observo a sus crías jalando de sus ojospasivos.1963, texto inédito 23
    • Sie ist anders. Ich betrachte Sie. Ich bringe Ihre Kleider in Ordnung, stecke Sie in einegelbgrüne Bluse, damit es wieder Licht werde und Sie der lauen Sonne im frühen Herbstgleiche. Aber Sie wehrt sich. Ihr gefällt die Farbe der Blätter nicht.Einst war so viel Lachen zwischen uns beiden.Sie hat Angst: Sie zerfetzt die andere, die lila Bluse. Dieses Mal zog ich die lila Farbe vor, umsie zu kleiden: Weder ein anstößiges Rot noch ein melancholisches Blau: Etwas dazwischen,um es zu zerreißen. Es hilft alles nichts. Sie hält Ihre Arme weiterhin parallel, katatonisch,von Schwere durchdrungen. Es hilft alles nichts. Sie bewegt weder ihre Hände noch ihreEllenbogen, wehrt sich gegen das Lila der Bluse.Sie ist verlassen: Befreit und erschöpft von der gelbgrünen Bluse, befreit und erschöpft vonder lila Bluse: Ihre Arme hängen herab, während ihre Reisen eine Landkarte auf die Hautihres Rückens zeichnen und man kann beobachten, wie die Länder herabsteigen, eines nachdem anderen steigen sie von ihrer Wirbelsäule herab und fallen. Die Länder steigen herab,Territorien, Felder und Brücken wie Tropfen geschmolzenen Eises, und die Tropfen der aufder Landkarte eingetragenen Länder beginnen, eine neue Karte zu malen, sie beharren darauf,eine Weltkarte zu erstellen - eine viel größer gewordene - auf dem Untergrund, der all dieseklebrigen Länder aufnimmt, schleimige, durstige Zungen.Sie war ständig auf Reisen, auf Ihrem Rückgrat zeichneten sich Länder ab, die fielen, undkeine Gebiete mit Zungen und wohlschmeckendem Speichel. Ihre sieben Mädchen tragenruhig und gemessen die sieben Koffer hinauf, aus denen ihr prächtiges Gepäck besteht undbilden ganz still eine Reihe, während das Schiff erzittert. Still und geduckt, die siebenMädchen, warten sie auf einen Zwischenhalt. So reiste Sie.Sie wehrt sich: Wieder sehen Ihre Augen nichts, hören Ihre Ohren nicht mehr zu, ihreermatteten Hände spüren den Kitzel des Gelbgrün nicht mehr. Sie versucht, sich meinereingehenden Prüfung zu entziehen: Sie weiß, dass Ihre schwachen, versteinerten Armebeißen, Sie weiß, dass Ihre Ohren spucken, Sie weiß, dass Ihre Augen Flecken hinterlassen.Sie wird immer verlassen sein. Die Blusen sind so etwas wie ein dringlicher Wunsch zu leben,die verschiedenen Arten breiten sich auf dem Boden aus wie verschüttete Pfützen; Sie zeigtsich, Sie erscheint, man sieht die frisch gemalte Landkarte an der Wand, die Flüsse neueingezeichnet, die durch diese offenen Länder mitgerissen werden und Ihre Brüste blutenunzüchtig und ich sehe, wie die Mädchen ihre ausdruckslosen Augen verschlingen.1963, unveröffentlichter Text 24
    • GRACIELA GAITOMUJERLIMPIAS TUS MANOS,EN LOS CAMPOS ARIDOSDE LA VIDA,ENJUAGAS TUS LAGRIMAS,EN LAS ARENAS RESVALOSASDEL AMOR,LLEVAS EN TU VIENTRE.LA SEMILLA VIVADE LA VIDA,LIMENTAS CON TU RISALA TRISTE LLUVIA,DE AMANACERES NEGROS,PLANTAS UNA FLOR,EN TIERRA MOJADAPOR LA DESESPERANZA,ACARICIASLAS TARDES CON TUS MANOS,LAS TARDES LLENA DE AUSENCIAS,TE REFUGIAS EN TU FUERZA,TOMAS, LA PALA, LA VAJILLA.LA ROPA, LA PLANCHA, Y SI ES NECESARIOTOMAS EL CORAJE DE TU FUENTE INAGOTABLE,PARA DEFENDERAQUELLO,QUE COMO MUJER,MADRESIENTES QUE ES ROBADO POR LOS OTROS.MADRE DE TODOS,MADRE SIN HABER ENGENDRADO,MADRE IGUAL,QUE LA PACHAMAMA QUE COBIJA,QUE ALIMENTA A QUIENES NECESITAN DE TU SER. 25
    • FRAUDU WÄSCHST DEINE HÄNDEAUF DEN DÜRREN FELDERNDES LEBENS,TROCKNEST DEINE TRÄNENIM TREIBSANDDER LIEBE,TRÄGST IN DEINEM BAUCHDEN LEBENDIGEN KEIMDES LEBENS,NÄHRST MIT DEINEM LACHENDEN TRAURIGEN REGENSCHWARZER MORGENDÄMMERUNGENPFLANZST EINE BLUMEIN DER FEUCHTEN ERDEFÜR DIE HOFFNUNGLIEBKOSTDIE ABENDE MIT DEINEN HÄNDEN,DIE ABENDE ERFÜLLT MIT ABWESENHEITEN,FLÜCHTEST IN DEINE STÄRKENIMMST DIE SCHAUFEL, DAS GESCHIRR,DIE KLEIDER, DAS BÜGELEISEN UND, WENN NÖTIGHOLST DU DIR MUT AUS DEINER NIEMALS VERSIEGENDEN QUELLEUM DASZU VERTEIDIGEN,WAS DIR ALS FRAU, ALS MUTTERVON ANDEREN GERAUBT SCHEINTMUTTER VON ALLEN,MUTTER; OHNE GEBOREN ZU HABEN,MUTTER GLEICHWOHLWIE DIE ALLES BEHÜTENDE PACHAMAMA, DIE MUTTER ERDE,DIE ALLE ERNÄHRT; DIE DEINER BEDÜRFEN. 26
    • MUJER,QUE ACOMPAÑAS AL HOMBRE,Y SIN ESCATIMAR,SECAS SU CANSANCIO,ORDENAS SU DESORDEN,ALIENTAS SU DESGANO,CAMINAS JUNTO A EL,NO SOLO PARA CONSEGUIR EL PAN,SINO PARA ENFRENTAR,LA CIUDAD, EL PUEBLOQUE DEVORA LOS CUERPOS,MUJER,QUE EN UNA TURBULENCIA OCRE DESLIZAN TUS PIES POR EL ASFALTO,IMPADIOSO,MUJER BIENAVENTURADA ERESENTRE TODOS LOS HABITANTES DE ESTA TIERRA.....Y BENDITA SEA LA VIDA QUE CORRE,SIEMPRE VIVA POR TUS VENAS.....MUJER,Y AL DECIR MUJER,DIGO CREACION,UNIVERSO, EXISTENCIA,BENDITA SEAS. 27
    • FRAU,DU BEGLEITEST DEN MANNUND OHNE GEIZTROCKNEST DU SEINE ERSCHÖPFUNG,ORDNEST SEINE UNORDNUNG,GIBST IHM HOFFNUNG IN SEINEM ÜBERDRUSS,DU GEHST AN SEINER SEITENICHT UM DES TÄGLICHEN BROTES WILLENNEIN, UM DIE STIRN ZU BIETENDER STADT, DEM VOLK;DAS DIE KÖRPER ZERFLEISCHT,FRAU,IN EINER OCKERFARBENEN VERWIRRUNG RUTSCHEN DEINE FÜSSE AUF DEM ASPHALT AUS,UNBARMHERZIGFRAU, GESEGNET BIST DU,UNTER ALL DEN BEWOHNERN DIESER ERDE…UND GESEGNET SEI DAS LEBEN,DAS IMMER LEBENDIG DURCH DEINE ADERN FLIESST.FRAU,UND WENN ICH FRAU SAGE,MEINE ICH SCHÖPFUNG;UNIVERSUM, EXISTENZGESEGNET SEIST DU. 28
    • CANTOAQUI estoy como siempre frente a un DOCIL PAPEL,que voy llenando con PALABRAScon estallidos,que alumbran ciertas zonas de mis DIAS,con deseos,con experiencias que de algua forma son lo que soy.YO SE que digo cosas que son simples,que muchos piensan y que algunos dicen,y escribo como un grito,para impedir que me asalteese desgano o esa indiferencia,que esteriliza o que destruye,esa frialdad o ese sentido PRACTICOque tantos ejercitan,creyendo de esta forma levantar 29
    • GESANGHIER sitze ich wie immer vor einem GEFÜGIGEN PAPIER,ich fülle es mit WORTENmit Explosionen, die bestimmte Regionen meiner TAGE erhellen,mit Sehnsüchten, mit so oder so gearteten Erfahrungen sind sie, was ich bin.ICH WEISS, ich sage einfache Dinge,die viele denken und einige aussprechen,und mein Schreiben ist ein Schrei,um zu verhindern, dass michdieser Überdruss oder diese Gleichgültigkeit befallen,die alles steril machen oder zerstören,diese Kälte oder den Sinn fürs PRAKTISCHE,den so viele vorexerzieren,im Glauben, sie könnten sich so erheben. 30
    • INGRID ODGERS TOLOZAMaquillajeMaquillar este derrumbeComo pantano de flores vivasRemozar el caminoCon ojos de cometasRellenar las sombrasCon duraznos siempre vivos del veranoAtiborrar el atardecerRellenar los huecos del cielo(Paisajes del océano calmo - Adormecido en el gozo)Preciso es retocar las ojeras del albaCon payasos vivos y laboriosos en obsoletos taxi busesCon títeres renovados de cabeza al cementerioCon tambores dominicalesReubicados en la posición simétrica de abejas labradorasMaquillar Retocar RemozarCon mano dadivosa y espléndidaEncubrir la quebrazón hereje –esta ráfaga de guerra que fue-Celar este dolor desnudo –lavar y enjuagar la sangre –Maquillar el horizonte como un pantano de flores vivasAromadas y pulcrasEsperando el domingo de ramos en las iglesias del mundoDel libro: Precipitada-mente Sombra)/ (27/2) 31
    • SchminkeDiesen Absturz überschminkenEin Sumpf aus lebendigen BlumenDen Weg erneuernMit KometenaugenDie Schatten auffüllenmit lebendigen SommerpfirsichenDie Abenddämmerung beladenDie Löcher im Himmel verstopfen(Landschaften eines ruhigen Ozeans – Der Genuss ist eingeschlafen)Es ist wichtig, die Augenringe der Morgendämmerung zu kaschierenMit lebenden, fleißigen Clowns in veralteten Taxi-BussenMit Marionetten, rundum erneuert von Kopf bis FriedhofMit sonntäglichen TambourenNeu aufgestellt auf der symmetrischen Position arbeitsamer BienenSchminken Kaschieren ErneuernMit freigiebiger und herrlicher HandDen ketzerischen Zusammenbruch – den Windstoß des vergangenen Krieges –Diesen nackten Schmerz verbergen – das Blut waschen und durchspülen –Den Horizont schminken wie einen Sumpf aus lebendigen BlumenDuftend und blütenreinAuf den Palmsonntag warten in den Kirchen dieser WeltAus dem Buch: Über-stürzter Schatten /27-2 32
    • El óleoMe has otorgado el óleo. Esa liturgia tan tuya de saberque te pienso. Con tu susurro palpas la cítara del almatransformada en la llave del poema que cincela los cerrojosy divulga furiosa la otra voz sumergida en la cariciacantada por el grito de tu boca. Destrozas páramos de norte a sur de este a oeste en la bahía azul que te arrebuja El horizonte de naranjas cae sólo por ser como entras en mis ojos que observan insaciables lo arcano de tu templo Su fulgorDel libro. La llave de la otra historia,-2004 33
    • Das ÖlDu hast mir das Öl gewährt. Diese dir so eigene Liturgie zu wissen, dass ich dich ersinne. Mitdeinem Säuseln spielst du auf der Seelenlaute, die zum Schlüssel für das Gedicht gewordenist, das Riegel zerbricht und vor Wut rasend die andere Stimme verbreitet, die unter denZärtlichkeiten verborgen ist und mit dem Schrei aus deinem Mund gesungen wird. Du zerstörst Einöden von Nord bis Süd von Ost nach West in der blauen Bucht, die dich verhüllt Der Orangenhorizont fällt zusammen nur, weil du es bist nur, weil du so bist, wie du in meine Augen eindringst die unersättlich beobachten das Geheimnis deines Tempels Seine PrachtAus dem Buch: Der Schlüssel zur anderen Geschichte, 2004 34
    • CECILIA PALMALa esperaLos días han dejadosu cola sobremi espaldaparece como silas horas anidaranen mis huesos.Cierro los ojospalpo mi vientre yun ventarrón deurgencias entrapor mi boca.SombrasSobre la mesa lashuellas permaneceninertessemejan un pedazo dealma atrapado enel vidrio.Estáticas seasoman tímidasdeslucidasno me atrevo aborrarlas portemor a designarmeasesina desombras.Ambos poemas del libro: Asirme de tus hombros, 2002 Ed. Mosquito, colección La EstocadaSorpresiva 35
    • WartenDie Tage hinterließenihre Spurauf meinem Rückenes ist, als würdendie Stundenin meinen Knochen nisten.Ich schließe die Augentaste nach meinem Bauchund ein drängender Windstoßfährt durch meinen Mundherein.SchattenDie Spurenauf dem Tischbleiben lebloswie ein Stück Seelein Glasgefangen.Starrerheben sie sich, schüchternunscheinbarich wage nichtsie zu löschenaus Angstmich zur Mörderinder Schattenzu bestimmen.Beide Gedicht aus dem Buch: An deine Schultern mich klammernd. 2002, Ed. Mosquito,Reihe La Estocada Sorpresiva 36
    • WOLFGANG RATZDerrota – La cuna de los deliriosEl péndulo del reloj tritura la noche,rompe la pared del engaño,me agarro de la botella para no caer,- caiste hace rato, me dice una voz (¿la mía?) -,montado en mi parálisis me enfrento a la derrota,criaturas del insomnio, manada de seres difusosque me palpan y no se dejan palpar;mezo la cuna torcida de la razón,la hora sin hora cuando se revelalo que mejor no se hubiera revelado,a través de la botella, cada monstruosonríe con mi propia sonrisa,reconozco los labios mudos, los dientes afiladosque buscan una garganta -siempre la mía-,me alimento de mi sangre, me conviertoen el vampiro que soy, mezo la cuna torcida,arrullando al feto de mi razón. 37
    • Niederlage - Die Wiege des WahnsDas Pendel der Uhr zertrümmert die Nachtreißt die Mauer der Täuschung ein,ich halte mich an der Flasche fest, um nicht zu fallen,- gefallen bist du schon längst, sagt eine Stimme (meine?) -Kreaturen der Schlaflosigkeit, Herde verschwommener Wesendie mich berühren und selbst nicht zu berühren sind;ich schaukle die krumme Wiege der Vernunft,die Stunde ohne Stunde, da sich enthülltwas besser verborgen geblieben wäre,durch die Flasche hindurch, lächelt michjedes Ungeheuer mit meinem eigenen Lächeln an,ich erkenne die stummen Lippen, die scharfen Zähnedie nach einer Kehle gieren - immer der meinen -,ich nähre mich von meinem Blut, werdezum Vampir der ich bin, in der krummen Wiegeschaukle ich den Fötus meiner Vernunft. 38
    • MARINKO STEVANOVIĆträumer-gastarbeiterschau her ich schreibe ein gedichtüber mich und dich und uns und euchund hin und wieder bla bla bla das ist meinkleines poetisches melodramatischesmein unvermeidliches gedankenspielnur damit wir näher zusammen kommenbin ich jetzt genug assimiliertbin ich kultiviert zivilisiertbin ich dir ähnlich und nahbin ich dir wert und gleichgestelltund du sagst mir klare einfache worteträume nur weiter du gastarbeiterund jetzt husch husch ins bettwoher kommst du fremderwoher kommst du fremderwarum schleicht duan unserer grenzebist du stark genugfür große baustellenund bereit und willigfür unsere edlen schwänze…oh mein edler und frommer herrdie not hat mich hierher gebrachtich habe im regen von granatendie ganze nacht im versteck verbrachtvon krieg und elend und hungerbin ich geflüchtet und vertriebenund kann nur die verse schreibenüber einen traum vom frieden 39
    • soñador-trabajador inmigrantemira, estoy escribiendo un poemasobre mi y ti y nosotros y vosotrosy de vez en cuando bla-bla-bla, eso esmi pequeño poético melodramáticoinevitable juego de ideassólo para que nos acerquemos más el uno al otro¿acaso ya estoy bastante asimiladoculto civilizadome parezco a ti, estamos próximosme aprecias, estoy equiparado?y me dices palabras claras, sencillastú sigue soñando, trabajador inmigrantey ahora, rápido, a la cama.de dónde vienes extranjerode dónde vienes, extranjeroporqué andas vagandopor nuestras fronterasestás lo bastante fuertepara nuestros solaresestás dispuesto y dócilpara nuestros nobles pitos…o generoso y piadoso señor míola penuria me trajobajo la lluvia de granadaspasé toda la noche en mi esconditeguerra y miseria y hambreme desterraron de ellos me huía,y sólo sé escribir esos versossobre un sueño de paz 40
    • STEFANIA CERUTILa poesía amiga de ApoloCuidando en el rodeo de los murosexhiben del Olimpo muchos dioses,encuentro en el mármol, en magnas poses:Apólo con sus obras, muy seguros. *Morada de esculpidos versos puroslas estatuas recubren con sus gloses,que ni el tiempo con múltiples acocesdañó de su entereza los venturos. *Para observarte trémula esculturaanduve mares donde Zeuz castigala fuerte proa con gallarda altura. *Pero tú poesía, como amigallegas conmigo al reino en apertura,coronada en laurel, como una espiga. 41
    • Poesie, du Freundin ApollsWenn der Tanz der Mauernden Olymp vieler Götter zeigtfinde ich den Marmor, in vielen Gesichtern:Apoll, mit seinen sicheren Werken. *Sein der reinen Verse, in Stein gehauen,gewinnen die Statuen ihre Anmerkungen wiederdie nicht der Stein mit seinen vielfältigen Seindie Endlichkeit seines Geschickes verwunden kann *Dich wahrzunehmen, unsichere Statueich ging durch Meere, wo dich Zeus straftdieser starke Bug mit einer starken Gallionsfigur *Aber deine Poesie, wie eine Freundinkommst du mit mir ins Königreich des offenen Toreswie in der Lorbeerkrone, wie eine Ähre. 42
    • Tu mirada es míaMírame amor, con luz de madrugadaque adormece con voces de cairel,te acaricio con ternura de cincely cuido de tu cuerpo enamorada.Ven, pierde tu mirada inacabadasobre el amplio mapa de mi piel,entrégame ilusiones a granela orillas de tus mares, recostada.Protegida en las sombras coqueteomuchas noches de efímera osadíay en alas de la luna como guíael surco del amor es un trofeo,acunando esta paz en lejanía¡cierra los ojos !, tu mirada es mía... 43
    • Dein Blick gehört mirSieh mich an, Geliebter, im Morgenlichtdas mit Lianenstimme einschläfertich streichle dich mit der Zartheit eines Meißelsund umsorge verliebt auf deinen Körper.Komm, verliere deinen unvollständigen Blickauf der weitläufigen Landkarte meiner Hautschenke mir jede Menge Illusionen,während ich am Ufer deiner Meere ruhe.Von den Schatten beschützt flirte ichviele Nächte flüchtiger Kühnheitund auf Schwingen des Mondes als FührerDie Furche der Liebe ist eine Trophäeund wiegt den Frieden aus der FerneSchließe die Augen! Dein Blick gehört mir… 44
    • MANUEL RAMOSCautivaTe contemplodesnuda, sin velosCierro los párpadosy quedas cautivaen mis pupilasAhora duermesen mi sueño sin fin,profundo.SoledadMientras hablamosel fantasmaimaginariogolpetea mi espaldaabsortocontemplando el horizontebebo el agua de sus ojosy ambos besamosnuestras sombras 45
    • Die Gefangeneich betrachte dichnackt, unverschleiertich schließe meine Liderund du bleibstin meinen Pupillen gefangenNun schläfst duin meinem endlosentiefen Traum.EinsamkeitWährend wir sprechenklopft mir einGespenstauf den RückenVersunkenden Horizont betrachtendtrinke ich das Wasser ihrer Augenund wir küssen beide unsere Schatten 46
    • SARAH STEINBÖCKDie Sprache der HändeDie Dämmerung breitet sich im Zimmer aus und gibt dem Schweigen der beiden MenschenGesicht und Körper. Finger verschlingen sich ineinander, lösen sich voneinander. Die Frauzieht ihre Hand abrupt zurück, dreht sich dem Fenster zu. Draußen spielt der Himmel mit denprächtigsten Farben: Rosa, Türkis, Gold, Orange und dieses Zinnoberrot… Der Sommer istvorbei. Der Sommer war sehr groß, geht ihr durch den Kopf, und sie lächelt. Das war dochaus einem der Gedichte, die sie in der Schule auswendig hatte lernen müssen.Der Sommer war sehr schön. Ihre Ernte ist ein Kopf voll bunter Bilder, blondes, vonSalzwasser und Sonne ausgebleichtes Haar, eine samtig braune Haut und die Erinnerung anden Mann, der neben ihr liegt, der jetzt noch Gegenwart ist, aber sie weiß, dass sein Bildlangsam verblassen wird, so wie ihre Bräune bereits langsam abblättert. Ihre Hände, ihre Hautwerden am schnellsten vergessen, werden die Berührung vergessen, die Beschaffenheit seinerHaut; dann wird sein Gesicht konturloser werden. Die Geschichten, die sie gemeinsam erlebthaben, werden immer weiter in die Ferne rücken und bald nur noch Märchen aus einerabgestorbenen Zeit sein. Nur die Gerüche, die sie mit ihm verbindet, wird sie nie ganzverlieren. Wenn sie durch ihre Stadt gehen wird, und der eine oder andere seiner Düftevorüberweht, dann wird für einen Augenblick alles wieder gegenwärtig und lebendig sein,und ein süßer und wehmutsvoller Schmerz wird sie erschauern lassen. Ein zufriedener Seufzerweitet ihre Brust.Sie spürt seine warme, kräftige Hand fest auf ihrer Hüfte liegen. Das ist ihr ein klein wenigunangenehm, sie will das jetzt nicht mehr, es ist doch beinahe schon Vergangenheit. Warummerkt er das denn nicht? Sie dreht ihren Körper ein bisschen, will die Hand von sich heruntergleiten lassen, aber das lässt er nicht zu, dreht den Frauenkörper langsam, mit sanftem Zwangzu sich herum, betrachtet sie mit Genuss, Stolz und etwas wie Zärtlichkeit; liebkost ihrenKörper so, dass sie erbeben muss, sich nicht mehr abgrenzen kannNoch einmal entflammt mächtig die Glut, die beide eine Zeit lang aneinander geschmolzenhat. Ihre Hände finden einander, Finger spielen mit Fingern, fühlen Lippen, Haar, feuchteHaut, Augen schließen sich, schauen noch einmal zurück. Lippen saugen an Lippen, Zungenschmecken salzige Haut, verlieren sich im Haardickicht, Glieder verstricken sichineinander… ---Das Licht der Deckenlampe glänzt mild auf ihrem Haar. Ihre Fingerkuppen erschließenHautmeere, wie um sich einzuprägen, was bald nur noch Erinnerung für sie sein wird. Ziellosstreifen ihre Hände über seinen Körper, bald verweilend, bald eine Schleife über glatter Hautwiederholend; sich verabschiedend wollen sie ein letztes Mal die Täler, Hügel und Dschungeleiner Landschaft durchwandern, die sie beinahe zu gut kennen. 47
    • El lenguaje de las manosLa luz del crepúsculo se derrama en el cuarto y le da cuerpo y cara al silencio de ambaspersonas. Dedos se enredan y se desenredan. La mujer retira su mano abruptamente y se girahacia la ventana. Fuera, el cielo juega con los colores más preciosos: Rosa, azul turquí, oro,naranja, y este bermejo. El verano ya pasó. El verano era muy grande, le pasa por la cabeza yse sonríe. Es cita de un poema que le hicieron aprender de memoria en el colegio.El verano era bello. Su cosecha es una cabeza llena de imágenes multicolores, pelo rubio,descolorado por mar y sol, piel bronceada de terciopelo y el recuerdo del hombre yaciendo asu lado que todavía es presente, pero ella sabe que su imagen pronto irá desvaneciéndose,como su piel ya ha comenzado desteñirse. Sus manos, su piel olvidarán primero, olvidarán eltacto, la consistencia, luego su cara perderá sus contornos, las pequeñas aventuras quevivieron juntos se alejarán y un día se habrán convertido en lejanos cuentos de un tiempomuerto. Sólo sus olores nunca perderá por completo. Yendo por la calle sentirá un cierto oloren el aire y él, este verano, todo lo sucedido estará presente y nuevamente vivo por uninstante. Y un dulce y melancólico dolor le hará estremecerse. Un suspiro contento ensanchasu pecho.Ella siente su mano caluroso y fuerte pesando sobre su cadera. No le gusta mucho, ya no loquiere, ya casi es pasado. ¿Es que no se entera? Gira un poco su cuerpo para hacer deslizar sumano. Pero él no se da por vencido, forzándola con dulzura, gira el cuerpo de la mujer haciasí. La mira con placer, orgullo y algo parecido a ternura. La acaricia de manera que ya no sepuede resistir, tiene.De nuevo se enciende el poderoso ardor que les había unido un cierto tiempo. Manos seencuentran, dedos juegan con dedos, experimentan bocas, pelo, piel húmeda. Ojos se cierran,miran hacia atrás. Labios chupan labios, lenguas saborean piel salada, se pierden en la selvade pelos, miembros se enredan… ---La luz de la lámpara deja un brillo suave al cabello de la mujer. Las puntas de sus dedosexploran mares de piel como grabándolas en su memoria para el tiempo que él será nomasrecuerdo. Sin rumbo viajan sus manos por el cuerpo masculino despidiéndose yexperimentando por última vez las valles, montañas y selvas de un paisaje conocido de sobra. 48
    • Der Mann wickelt Haarsträhnen der Frau um seine Finger, zieht daran, hat die Augengeschlossen; er tut ihr ein bisschen weh. Hände haben ihre eigene Sprache, denkt die Frau,sie sprechen die Sprache der Haut. Die Sprache der Haut – das macht sie lächeln. Was einemso alles einfällt… Aber, so denkt sie weiter, die Sprache der Hände ist schöner undunkomplizierter als unsere Wörter. Man sollte nur noch mit den Händen sprechen. Das würdedas Leben unkomplizierter und poetischer machen. In ihr schwingt es fröhlich und leicht.„Wann musst du fort?“, fragt er scharf.„Morgen, zeitig. Aber das weißt du ja.“, antwortet sie unwillig, will nicht noch einmal hören,was da jetzt alles kommt. Und er fängt auch schon wieder an: Warum, und warum nicht, undsie könnten doch, wenn beide wollten, und irgendwie würde es schon gehen, und so fort.„Bitte, störe nicht unseren letzten Abend“, unterbricht sie ihn mit leisem Ärger. Wir haben dasalles doch schon so oft durchgekaut. Erzähle mir lieber etwas Schönes“, schmeichelt sie sichan ihn.Sein Gesicht wird um eine Spur blasser, aber er erzählt mit leiser Stimme von fremdenLändern, di er bereist hat; davon, wie er auf der anderen Seite der Erde zu Gast war bei einerFamilie. Die älteste Tochter arbeitete in der fernen Hauptstadt und kam nur selten zu Besuch,so durfte er in ihrem Zimmer wohnen. Er begann, diesen Raum zu lieben, der belebt schienvon ihrer Persönlichkeit; ihre Bücher, die großen und kleinen Erinnerungen, mit denen dasZimmer angefüllt war, atmeten so stark ihren Duft aus, dass er vermeinte, sie genau zukennen. Er verliebte sich in sie, wähnte sich ihr näher und vertrauter als je einem anderenMenschen. – Nein, er war ihr nie wirklich begegnet, denn al er erfuhr, dass ihr Besuchbevorstand, floh er Hals über Kopf. Warum? – Aus Angst, sich getäuscht zu haben. Odervielleicht aus Angst, sich nicht getäuscht zu haben. Er schweigt, und Stille senkt sich kalt undunerfreulich auf den Raum.„Erzähle jetzt du“, murmelt er, seine Hand klammert sich hart um den Oberarm der Frau. Siegibt einen kleinen, erschrockenen Laut von sich und sieht mit großen runden Augen die rotenFlecken, die sein Griff auf ihrer Haut zurücklässt.Sie rückt unmerklich von ihm ab, erzählt erst mit heiser stolpernder Stimme, immer rascher,flüssiger, spricht vom Leben, in das sie zurückfährt, von den Möwen, die im Winter in ihreStadt kommen. Sie lagern auf dem Dach des Hauses gegenüber, warte, bis sich jemand amFenster zeigt, ein potentieller Fütterer. Da kommen sie kreischend über die Straße geflogen,drehen wie von einem Wirbelsturm erfasst geschmeidige Runden vor den Fenster; fressen denLeuten die Essensreste beinahe aus der Hand, nähern sich ohne Scheu bis auf Armeslänge. Siehat schon oft überlegt, wie leicht es doch wäre, einen dieser eleganten Vögel zu fangen. Esgefällt ihr, im trüben Winter mit Möwengekreisch aufzuwachen. Sie stellt sich dann vor, siewürde am Meer wohnen. Im Frühjahr ziehen die Vögel wieder weiter.Sie zwitschert weiter, dies und das, ihr Geschwätz plätschert dahin, während seine Hände sichan ihrer Haut festhalten und sagen: Bleib.Immer leiser sickern die Worte aus ihr heraus, während seine Hände auf ihrem Körperweiterreisen, und sich seine Nägel in hilflosem Vorahnen des Alleinseins immer tiefer in einHauttal graben. 49
    • El hombre enrolla mechones del pelo femenino con los dedos, tira suavemente, los ojoscerrados, un poco molesto para la mujer. Las manos tienen su propio lenguaje, piensa lamujer, hablan el lenguaje de la piel. La idea le causa sonrisa. ¡El lenguaje de la piel! ¡Cosasque se te ocurren! Pero, sigue pensando, el lenguaje de las manos es mucho más preciso ymenos complicado que nuestra lengua de palabras. Habría que hablar solo con manos, y lavida sería más fácil, más poético. Una cuerda en su interior vibra alegre y ligero.“¿Cuando tienes que irte?”, pregunta él con agudeza.“Mañana. Temprano. ¡Pero si ya lo sabes!”, responde ella de mal humor. No quiere escucharde nuevo este sermón inútil tan bien conocido. Y ya comienza: Porqué y porqué no siemprehay un camino, hay soluciones si ambos verdaderamente… todo se va arreglar y… bla blabla…“Por favor, no destruyas nuestra última noche”, le interrumpe un tanto enojada. “mismadiscusión de siempre. ¿Porqué no me cuentas algo bonito?” susurra y se arrima a él.Empalidece, pero cuenta en voz baja de países lejanos, y como al otro lado del mundo vivíaen casa de una familia. La hija mayor estudiaba en la capital y pocas veces venía de visita. Asíque él se quedó en su habitación. Empezó amar al cuarto, que parecía animado por supersonalidad. Sus libros, los grandes y pequeños recuerdos que poblaron el cuarto exhalabansu fragancia tan intensamente que a él le parecía conocerla, se enamoró de ella, se sentía máscercano a ella que jamás se había sentido a otra persona. – No, nunca dio con ella de verdad.Cuando anunciaron su visita, se escapó de un día al otro. - ¿Porqué? – Tal vez por miedo dehaberse engañado o tal vez por miedo de no haberse engañado. Enmudece y silencio llena lahabitación con un frío desagradable.“Ahora cuentas tú”, murmura y su mano dura estrecha el brazo de la mujer. Ella profiera unpequeño grito asustado y mira con grandes ojos redondos las manchas rojas que dejó el agarrodel hombre sobre su piel.Se aleja un poco de él, cuenta en voz bajita y trémula al principio, cada vez más rápido, mássegura. Habla de su vida; de las gaviotas poblando su ciudad en invierno. En el techo de lacasa enfrentan se amontonan y aguardan que alguien aparezca por la ventana o salga albalcón. En espera de forraje cruzan la calle con su vuelo gracioso, dando chillidos, comohojas en un torbellino flotan en el aire y cogen la comida casi de las manos de la gentebondadosa. Muchas veces había pensado que fácil sería agarrar una de ellas. Le gustabadespertarse con gritería de gaviotas. Entonces se imaginaba vivir a orillas de mar. Enprimavera los pájaros reemprenden su paso.Sigue trinando de eso y lo otro, su palabreo chapalea mientras las manos de él se agarran a supiel y dicen: ¡Quédate!Las palabras de la mujer escasean, sus manos continúan su viaje sobre el cuerpo femenino,graba sus uñas en una valle de piel, presintiendo su inminente soledad. 50
    • Schweigend löst sie ihn aus ihrer Haut, betrachtet die zurückbleibenden kleinen, rotenKerben. Die Frau und der Mann sehen einander lange schweigend an, jetzt nicht mehrVerbündete, jetzt Feinde. Die Augen senkend befreit sie sich hastig aus seiner Umarmung,will jetzt fort. Sie lacht gekünstelt und steht auf, irgendetwas daher plaudernd von Sommerund Jahreszeitenwende.Seine Hände haschen nach ihr. Sie muss bleiben. Sie will sich lösen, er holt sie ein. Er zischt,die Luft sei schon herbstlich riecht. Seine Hände lassen sie nicht gehen. Sie wehrt sich, erstnoch spielerisch, doch bestimmt; streift endlos viele Krakenarme ab, die sich immer wiedervon Neuem an sie kletten.Da ist es kein Spiel mehr, sie kämpft gegen ein Heer von Händen, Fingern, Armen, die sieunterwerfen wollen; kratzt und beißt seine Haut blutig, schlägt und tritt gegen den fremdenKörper und die Gewalt des Mannes. Die Hände ringen sie nieder, zwingen sie zurück, haltensie gefangen.Bleib, brüllen die Hände, um ihren Hals sich schließend, langsam fester zudrückend, bis sieganz still ist und nicht mehr weggehen will. 51
    • Sin decir nada, se desprende de él, examina los pequeños marcos que dejó en su cuero. Elhombre y la mujer se miran largo rato en silencio; ya no aliados, ahora enemigos. Bajando losojos, ella se libera de su abrazo. Ríe un tanto artificial, se levanta del lecho parloteando delverano, del cambio de estaciones.Sus manos intentan atraparla. ¡Tiene que quedarse!. Ella quiere liberarse, él la apresa. Elcuchichea que el aire ya huele a otoño, mientras sus manos no la dejan escaparse. Ella tientaredimirse, primero juguetona, a la vez decidida, quita mil tentáculos que se pegan incesantes asu piel.Entonces ya no es juego. Va en serio. La mujer lucha contra un ejército de dedos, manos,brazos que quieren someterla. Rasguña y muerde su piel hasta hacerla sangrar. Golpea ypatea, combatiendo la fuerza del hombre. Sus manos la vencen, la fuerzan, la tomanprisionera.¡Quédate! braman las manos del hombre, cerrándose alrededor de su cuello apretando fuerte,más fuerte hasta que la mujer se tranquiliza. Ya no quiere irse. 52
    • Pie de imprenta/ ImpressumEditor/ Herausgeber: Autores Latinoamericanos en Austria ALA/ Lateinamerikanische Autor/inn/en inÖsterreichZinnergasse 29/17b, 1110 WienDirector/ Leitung: Manuel Ramos Martínez, manramos03@yahoo.deDirectora web/ Webredakteurin: Susana Stefanía Ceruti, susnastefania@gmail.comTraducciones/ Übersetzungen: Manuel Ramos M., Wolfgang Ratz, Sarah Steinböck,sarah.steinboeck@gmx.at,Redacción/ Redaktion: Manuel Ramos M., Sarah Steinböck, Stefania CerutiLugar editorial/ Verlagsort: WienBlog: http://revistabarcadepapel.blogspot.com/LaBarquitadePapel@gruposyahoo.com.ar http://ar.groups.yahoo.com/group/LaBarquitadePapelISSN: 1684-6273Contribuciones literarias bienvenidas. El comité de redacción se reserva la decisión sobre lapublicación de textos enviados.Los derechos de los textos publicados permanecen con los autores.Literarische Beiträge sehr willkommen. Die Entscheidung über eine Veröffentlichung liegt bei derRedaktion.Alle Rechte bleiben bei den Autor/inn/en. 53