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GdI 3b Umgang mit Erfolg und Misserfolg
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GdI 3b Umgang mit Erfolg und Misserfolg

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Transcript

  • 1. Umgang mitErfolg und Misserfolg
  • 2. Hallo!
  • 3. Jakob, wir haben gerade vier verschiedene Möglichkeiten gesehen, wie Sie mit einemMisserfolg umgehen könnten.
  • 4. Haben Sie eine Idee, nachwelchen Kriterien man diese einteilen kann?
  • 5. Naja, es gab Gründe, diemit mir zu tun haben und Gründe, die nichts mit mir zu tun haben.
  • 6. Stimmt.
  • 7. Wir verwenden übrigens denBegriff Attribution, wenn es darum geht, wo wir dieUrsachen von etwas suchen.
  • 8. Und, wie Jakob gerade sehr richtig erkannt hat, kann manUrsachen bei sich selbst suchen oder woanders.
  • 9. Man spricht dann voninternaler Attribution,wenn man die Ursachen bei sich selbst sucht.internal
  • 10. Und bei äußeren Umständen?internal
  • 11. Bei äußeren Umständen heißt es externale Attribution.internalexternal
  • 12. Eine zweite Unterscheidung, diewir treffen müssen, ist, ob sichdie Ursachen verändern können oder nicht.
  • 13. Das nennen wir dann variabel beziehungsweise stabil.
  • 14. Unter „stabil“ stelle ich mir etwas vor, das längerfristig gleich bleibt. Ist das richtig? stabilinternalexternal
  • 15. Ja, genau. Und variabelist etwas, das sich öfters ändert. stabil variabelinternalexternal
  • 16. Aha. Wenn ich also denke, dass ich das Thema nicht verstanden habe, weil ich einfach zu dumm dafür bin... stabil variabelinternalexternal
  • 17. ...dann wäre das internal, weil Sie den Grund bei sich selbst suchen und stabil, weil sich daran vermutlich nicht viel ändert. stabil variabel internal external
  • 18. ...also wäre das eine stabile internale Attribution. stabil variabelinternalexternal
  • 19. ...also wäre das eine stabile internale Attribution. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht…external
  • 20. Aha. Das ist also wohl immer so, wenn es um Fähigkeiten geht, die man entweder hat oder nicht hat. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht…external
  • 21. Ok. Und wenn ich denke, dass ich mir nur nicht genug Mühe gegeben habe... stabil variabelinternalexternal
  • 22. ...dann wäre das eine variable internale Attribution. stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…external
  • 23. Gut, das ist soweit klar. stabil variabelinternalexternal
  • 24. Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie das Kapitel wegen äußeren Umständen nicht verstandenhaben, dann kann das auch stabil oder variabel sein. stabil variabel internal external
  • 25. In der Bildergeschichte war zum Beispiel die Rede von IhremDozenten, der Ihnen das Thema nicht gut vermitteln konnte. stabil variabel internal external
  • 26. Ja, der war furchtbar! stabil variabelinternalexternal
  • 27. Da das nicht mehr zu verändern ist, ist das ein Beispiel für stabile externale Attribution. stabil variabelinternal „Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebeexternal des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 28. Ok, dann fehlt ja nur noch die variable externale Attribution. stabil variabelinternalexternal
  • 29. Genau. Das ist einfach Pech oder Glück.Kann man nicht beeinflussen. Manchmal hat man eben Glück und manchmal nicht. stabil variabel internal external
  • 30. Zum Beispiel, dass gerade eine Baustelle vor dem Haus ist und ich mich deshalb nicht konzentrieren kann? stabil variabelinternal "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…external
  • 31. Ja, ein gutes Beispiel, Jakob! stabil variabelinternal "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…external
  • 32. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall…external des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 33. Egal, welche Gründe Sie für Misserfolge verantwortlich machen, Sie können Sie immer nach diesem Schema einteilen. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall…external des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 34. Das ist ja ganz interessant. Ich verstehe nur nicht, was mir das bringen soll. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall…external des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 35. Das will ich Ihnen jetzt erklären.
  • 36. Für die Motivation ist es nämlichganz entscheidend, worin man die Ursachen für Misserfolge sieht!
  • 37. Überlegen wir doch mal zusammen, was die Konsequenzen jeweils sind. Angenommen, Sie halten sich für zu dumm für das Thema... stabil variabelinternalexternal
  • 38. ...dann bringt es auch nichts, wenn ich es weiter probiere. stabil variabelinternalexternal
  • 39. ...dann bringt es auch nichts, wenn ich es weiter probiere. stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attributionexternal
  • 40. Richtig. Das hat natürlich denVorteil, dass man in Zukunft Energie spart, indem man es nicht mehr probiert. Und man kann auch nicht enttäuscht werden. stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attributionexternal
  • 41. Aber es ist demotivierend und führt zu schlechteren Leistungen. Sie erinnern sich ja an das Thema realistische Ziele setzen... stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attributionexternal
  • 42. Und wenn Sie IhremDozenten oder Tutor die Schuld geben? stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attributionexternal
  • 43. Das ist ja fast dasselbe - ich bemühe mich dann jedenfalls auch nicht mehr so sehr. stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attributionexternal
  • 44. stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution
  • 45. Wir hatten alle auch mal schlechteDozenten. Trotzdem tragen wir die Verantwortung für uns selbst! stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution
  • 46. Und die Baustelle? stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution
  • 47. Da kann ich ja sowieso nichts machen! Also gebe ich gleich auf... stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution
  • 48. stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  • 49. Es bleibt Ihnen eigentlich nur eine Möglichkeit, oder? stabil variabel Keine weitere Anstrengung internal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  • 50. Ja. Dann sollte ich wohl die Verantwortung selbst übernehmen und davon ausgehen, dass ich mir noch nicht genug Mühe gegeben habe... stabil variabel Keine weitere Anstrengunginternal  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  • 51. stabil variabel Keine weitere Anstrengung Mehr Anstrengunginternal  Schlechte Attribution  Gute Attribution! Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungexternal  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  • 52. Bei Erfolgen ist es übrigens genau dasselbe!
  • 53. Auch wenn man Erfolg hatte,kann man die Ursachen internal oder external suchen.
  • 54. Jakob, versuchen Sie doch malselbst für die vier Alternativenjeweils ein Beispiel zu finden. Stellen Sie sich mal eine erfolgreiche Situation vor.
  • 55. Ich probier es mal. Also,ich hab gerade eine gute Note bekommen...
  • 56. Zuerst einmal: Internal und stabil... stabil variabelinternalexternal
  • 57. Ich hab es halt einfach drauf...! stabil variabelinternalexternal
  • 58. Und ist es förderlich für die Motivation, das zu denken? stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…external
  • 59. Ja klar! Ich hab mir doch extra in der letzten Lektion dafür einen eigenen Satz formuliert. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…external
  • 60. Ja und Nein. Natürlich sollen Sie einpositives Selbstbild haben. Wenn Sie aber Erfolge nur daraufzurückführen, bräuchten Sie sich ja nicht mehr anzustrengen. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…external
  • 61. Ok, da ist was dran. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,internal Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…external
  • 62. Jetzt bitte ein Beispiel für external und stabil... stabil variabelinternalexternal
  • 63. Ich habe die gute Note bekommen, weil der Prof mich mag. stabil variabelinternalexternal
  • 64. Und ist es hilfreich, so zu denken? stabil variabel internal "Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe external des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 65. Naja. Jedenfalls wird es mich nicht motivieren, mich das nächste Mal besonders anzustrengen, wenn mir der Prof sowieso gute Noten gibt. stabil variabelinternal "Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebeexternal des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  • 66. Und wie sieht es aus mitexternal und variabel... stabil variabel internal external
  • 67. Hm. Das wäre dann wohl einfach Glück, oder? stabil variabelinternalexternal
  • 68. Genau. Zum Beispiel eine guteNote, weil die Klausur zufällig sehr einfach war. stabil variabelinternal "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…external
  • 69. Klingt irgendwie nicht sehr motivierend... stabil variabelinternal "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…external
  • 70. Dann bleibt jetzt nur noch internal und variabel... stabil variabel internalexternal
  • 71. Das ist ja dann wieder Anstrengung. Also: „Ich hab meine gute Note bekommen, weil ich viel gelernt habe.“ stabil variabelinternalexternal
  • 72. Sie merken schon: Aufdiese Art kann man auf Erfolge stolz sein! stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…external
  • 73. Stimmt. Eigentlich ist das total naheliegend, aber ich hab da noch nie drüber nachgedacht... stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeinternal Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…external
  • 74. So geht es den meistenLeuten. Deswegen machenwir ja dieses Training hier.
  • 75. In Zukunft werde ich also versuchen, Misserfolge wie auch Erfolge auf meine eigene Anstrengung zurückzuführen.
  • 76. Sehr gut. Es geht dabei auch nicht immer um ganz große Erfolge und Misserfolge wie Noten an der Uni.
  • 77. Auch im Kleinen sollte man darauf achten - wenn man zum Beispielmal eine Aufgabe nicht lösen kannoder wenn man an einem Tag nicht alles gelernt hat, was man sich vorgenommen hatte!
  • 78. Gut, dann geht es jetztweiter mit dem nächsten Thema.