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Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek
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Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek

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Sachstand der Zusammenarbeit zwischen Europeana und der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie sich daraus ergebende Perspektiven für die Archive.

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  • Beispiel-Datensatz des LABW: EAD (Hintergrund), ESE (Vordergrund).

Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek Presentation Transcript

  • Europeana und „Deutsche Digitale Bibliothek“ Sachstand und Perspektiven für die Archive ICARUS-Tagung „Archive im Web“ am 24. November 2010 in Wien Gerald Maier
  • Themenüberblick
    • Europeana – Die „Europäische Digitale Bibliothek“
      • Ziele, Rahmenbedingungen, Projekte
      • Aktuelle Entwicklung
      • Beteiligung der Archive, archivische Anforderungen
      • Metadatenformate ESE, EAD, EDM und Datenintegration
      • Die nächsten Schritte, Perspektiven
    • Die „Deutsche Digitale Bibliothek“ (DDB) als Beitrag zur „Europeana“
      • Ziele, Rahmenbedingungen
      • Konzeption, eContent
      • DDB und „Archivportal-D“
      • Perspektiven
  • Europeana: Einführung
    • www.europeana.eu
    • Initiative „i2010“: Fortführung der bereits in den „eEurope“-Aktionsplänen forcierten Digitalisierung des kulturellen Erbes in Europa
    • August/November 2006: KOM-Empfehlungen und EU-Ratsentschließung „Digitalisierung und Online-Zugänglichkeit kulturellen Materials und dessen digitaler Bewahrung“ —> Vorrangiges Ziel: Errichtung einer interdisziplinären „European Digital Library“ (EDL)
    • Realisierung durch Projekte (EDLnet, Europeana v1.0, „Europeana Group“)
    • November 2008: Launch eines ersten Prototyps
    • Organisation: „EDL Foundation“, Geschäftsstelle
    • Begleitung durch Expertengremien der KOM: „Member States Expert Group“ (MSEG) und „High Level Group“
  • Europeana: EU-Projekt „Europana v1.0“ und „Europeana Group“
    • http://version1.europeana.eu
    • „ Europeana v1.0“:
      • Projekt in Form eines „thematischen Netzwerks“ zur Weiterentwicklung des Prototyps zu einer stabilen Anwendung und einem persistenten Service
      • Laufzeit: Februar 2009 bis Juli 2011 (30 Monate)
      • Finanzvolumen: 6,2 Mio. EUR
      • Über 100 Partnerinstitutionen aus allen EU-Mitgliedstaaten; Koordinator: EDL Foundation
    • „ Europeana Group“:
      • Netzwerk mit über 20 Projekten, die die Europeana unterstützen, u.a. APEnet
      • Ziel: Neue Funktionalitäten und/oder neue Inhalte (Projekte als Aggregatoren)
  • Europeana: Aktuelle Entwicklung
    • seit Frühjahr 2010: „Rhine“-Release mit derzeit ca. 14 Mio. digitalen Objekten (Stand: 17.11.10) von über 1.000 Bibliotheken, Archiven, Museen und audiovisuellen Archiven, v.a. durch Zusammenarbeit mit anderen Projekten innerhalb der „Europeana Group“.
    • Aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg sind 24 Bestände mit digitalisiertem Archivgut online (> 64.000 Digitalisate).
    • Funktionale und technische Entwicklung:
      • Verbesserte Suchfunktionen (Suche nach Phrasen, Suche verfeinern, Auto-Vervollständigen, "Meinten Sie...?" usw.) und verbesserte Zeitleiste
      • Bereitstellung von Tools, die den Dateningest durch Datenlieferanten erleichtern sollen (u.a. OAI-PMH Harvester, Content Checker, SIP-Tool)
      • Mobile interface
  • Europeana: Aktuelle Entwicklung
    • Funktionale und technische Entwicklung (Forts.):
      • „ My Europeana“-Bereich mit Merkzettel und Beteiligung an Community-Features
      • Virtuelle Ausstellungen (z.B. zum Thema Jugendstil)
    • Der „Council of Content Providers and Aggregators“ (CCPA) hat mittlerweile ca. 100 Mitglieder (u.a. LABW) und ist auch im Europeana Foundation Board vertreten.
    • Mehrere Online-Konsultationen und Einsetzen eines „Comité des Sages“ zur Klärung rechtlicher Fragen (Copyright, Lizenzen, vergriffene und verwaiste Werke, Public Domain)
  • Europeana: Beteiligung des Landesarchivs Baden-Württemberg
    • Das Landesarchiv Baden-Württemberg (LABW) http://www.landesarchiv-bw.de war/ist Projektpartner bei „EDLnet“ und „Europeana v1.0“
    • LABW war erster archivischer Content-Provider aus D
    • Ziel: Einbringen von archivischem Fachwissen in die Diskussion um das Datenmodell und die Präsentation der Daten im Portal
    • Mitwirkung im Arbeitspaket „Further Specification of Functionality and Interoperability Aspects of Europeana“
    • Know-How im LABW z.B. durch
      • eigenes Online-Informationssystem
      • Erfahrungen aus zahlreichen DFG- und EU-Projekten zur spartenübergreifenden Präsentation von digitalem und digitalisiertem Kulturgut
  • Europeana: Archivspezifische Anforderungen an eine fachgerechte Präsentation
    • Besonderheiten von Archivgut:
      • Archivgut ist oft nur im Entstehungskontext verständlich.
      • Bislang ist nur ein geringer Anteil an Archivgut digitalisiert.
      • Findmittel erschließen den Zugang zu den Beständen.
    • Konsequenzen für spartenübergreifende Präsentation:
      • Strukturen der Findmittel müssen mit abgebildet werden, einzelne Digitalisate müssen im Kontext der Erschließung präsentiert werden.
      • Erschließungsinformationen sollte daher eine größere Bedeutung beigemessen werden.
    • Geeigneter Standard für Datenlieferung:
      • EAD (Encoded Archival Description)
  • Europeana: Metadatenformat „ESE“ und die Integration institutioneller Informationen
    • Die Datenlieferung erfolgt derzeit noch im „Europeana Semantic Elements“-Format (ESE-XML), demnächst im EDM-Format („Europeana Data Model“)
    • bisher manuelle Lieferung, mittelfristig automatisiert über eine OAI-Schnittstelle
    • Die ESE-XML-Dateien enthalten Links zu Bild- bzw. Multimedia-dateien, die physisch auf den Servern der datenliefernden Institution bleiben.
    • Automatisierte Vorschaubild-Generierung durch die Europeana auf der Basis der in den Metadaten enthaltenen Hyperlinks
  • Europeana:Integration archivischer Informationen – EAD nach ESE
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: Präsentationsergebnis
  • Europeana: „Europeana Data Model“ (EDM)
    • Das „Europeana Semantic Elements“ (ESE)-Datenmodell wird zurzeit durch das neue „Europeana Data Model“ (EDM) abgelöst.
    • EDM basiert auf OAI-ORE und ESE
    • EDM ist abwärtskompatibel zu ESE und kompatibel zu EAD, CIDOC-CRM, LIDO und MARC und den wichtigsten Standards im audiovisuellen Bereich.
    • EDM kann stark angereichert werden, z.B. mit „Linked Data“.
    • Abbildung von Beziehungen zwischen Objekten: Objekte können aus mehreren anderen Objekten zusammengesetzt sein.
  • Europeana: EDM und EAD
    • Grundsätzlich ist EDM eine große Verbesserung gegenüber ESE, da EDM 5.1 hierarchische Strukturen von EAD darstellen kann.
    • Wichtige Fragen bei der Umsetzung nach EDM sind zurzeit noch:
      • Europeana: „bottom-up approach“, Archivische Präsentation: „top-down approach“
      • Soll ein Findmittel als Ganzes gemappt werden oder nur die Teile, die digitale Objekte haben?
      • Wie soll man obere Hierarchiestufen behandeln, die selbst keine Digitalisate haben, aber mit niedrigeren Stufen in Verbindung stehen, zu denen digitale Objekte vorhanden sind?
      • Wie erfolgt Darstellung von Objekten mit mehreren Digitalisaten?
  • Europeana: die nächsten Schritte
    • Anreicherung mit Inhalten und Ausbau der Funktionalitäten auf der Basis des „Europeana Data Models“
    • Anreicherung mit Inhalten
      • Schwerpunkte: audiovisuelles Material, digitalisiertes Archivgut und eContent von EU-Staaten, die bislang im Portal unterrepräsentiert sind
    • Ausbau der Funktionalitäten
      • Mehrsprachigkeit (u.a. Übersetzung von Suchergebnissen mit Google) , semantisches Web (u.a. „Linked Open Data“) , Anbindung an Social Media, Verbesserte Suche und Navigation (z.B. Ranking, Abbilden von Hierarchien, Landkarte und Zeitstrahl)
    • Für April 2011 ist die Freischaltung einer neuen Version der Plattform vorgesehen.
  • Europeana: Perspektiven für die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
    • Spartenspezifische Information kann international und interdisziplinär nachgewiesen werden
    • erhöhte Wahrnehmung der einzelner Einrichtungen als Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sowie als Informationsdienstleister
    • höhere Nutzerzahlen für Kulturgut in institutionellen Online-Angeboten und vor Ort (z.B. mehr Lesesaalnutzer)
    • Stärkere interdisziplinäre Vernetzung mit anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
    • . . .
  • Europeana: Perspektiven für eine Beteiligung von Archiven
    • Die Entwicklung und Umsetzung des „Europeana Data Model“ (EDM) bietet Möglichkeiten der strukturierten Präsentation von archivischem eContent.
    • Integration von Konvertern für die Datenlieferung und von fachlichen und technischen Ergebnissen aus dem Projekt „APEnet“
    • eContent-Lieferung durch nationale Aggregatoren, z.B. in Deutschland durch die spartenübergreifende „Deutsche Digitale Bibliothek“ verbunden mit einer archivspezifischen Sicht („Archivportal D“)
  • Aufbau einer „Deutschen Digitalen Bibliothek“als Beitrag zur „Europeana“
    • Errichtung einer interdisziplinären „Deutschen Digitalen Bibliothek“ (DDB) [Arbeitstitel] von Bund und Ländern als Voraussetzung für eine angemessene Partizipation Deutschlands an der „Europeana“
    • Ziel: Schaffung eines zentralen, interdisziplinären Zugangs zu Kulturgut und wissenschaftlicher Information
    • Notwendige Schritte:
      • Schaffung der organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen (v.a. Verwaltungs- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern)
      • Fachliche und technische Realisierung der Portal-Plattform auf der Basis eines Einführungsprojektes mit Anforderungsanalyse, Gesamtkonzeption und Pflichtenheften
  • DDB: Rahmenbedingungen
    • Organisationsform: „Kompetenznetzwerk DDB“ (KNW- DDB) in Form eines Verwaltungs- und Finanzabkommens zwischen Bund und Ländern (vom 02.12.2009)
    • Grundlage für die politische Umsetzung: „Bund-Länder-Eckpunktepapier“ mit Kostenkalkulation (vom 02.12.2009)
    • Gremium für die strategische Vorbereitung: „ad hoc AG ‚Digitalisierung von Kulturgut‘“ der Kultusministerkonferenz (KMK) unter Beteiligung der Kommunen und des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien bei der Bundeskanzlerin (BKM)
    • operative Unterstützung und fachliche Zuarbeit für die „ad hoc AG“: „Bund-Länder-Fachgruppe ‚Deutsche Digitale Bibliothek‘“
    Projektwebsite: www.deutsche-digitale-bibliothek.de
  • DDB: Kosten und Finanzierung
    • Planung und Aufbau der DDB: 7 Mio. EUR
      • Einmalige Finanzierung durch Drittmittel (IT-eGovernment-Mittel aus dem Konjukturpaket 2 des Bundes)
    • Finanzierung des „Kompetenznetzwerks DDB“ als Organisationsform und Betrieb der DDB: 2,6 Mio. EUR/Jahr
      • ab Haushaltsjahr 2011, zunächst für 5 Jahre, Evaluierung nach 3 Jahren, aufgeteilt nach dem „Königsteiner Schlüssel“ (je zur Hälfte Bund und Länder)
    • Kosten für die Bereitstellung von eContent (d.h. das digitalisierte Kulturgut und die digitalen Erschließungsdaten) und für Datenhaltung
      • Diese Kosten sind auch in Zukunft in erster Linie von den Einrichtungen bzw. den Unterhaltsträgern zu tragen.
  • DDB: Kompetenznetzwerk –designierte Mitglieder KNW-DDB
  • DDB: eContent
    • zunächst Integration des bereits heterogen und dezentral vorhandenen „eContent“ der deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
    • Diskutiert wird zurzeit noch, ob in einer erster Phase auch reine Erschließungsinformationen ohne Digitalisate integriert werden.
    • Schrittweise sollen alle Formen von eContent im Kontext der Erschließung integriert werden (v.a. Images, Volltexte, 3D-Objekte, Video-/ Audio-Dateien).
    • Eine nationale Digitalisierungs- und Bereitstellungsstrategie kann im Rahmen der Arbeit des KNW-DDB entwickelt werden.
    • Koordination zur Vermeidung von Dubletten durch das KNW-DDB bei nicht unikaler Überlieferung
  • DDB: Informationsebenen Nutzer übergreifende Suche Digitalisate Fachinformations-systeme mit Erschließungs- informationen Archiv Bibliothek Museum Digitalisate DDB Digitalisate Digitalisate Denkmal
  • DDB: Aktuelle Umsetzung
    • Konzeption und technische Umsetzung durch das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (Fraunhofer IAIS), St. Augustin bei Bonn http://www.iais.fraunhofer.de/ddb.html
    • Aufbau des technischen Betriebs durch das Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ Karlsruhe) http://www.fiz-karlsruhe.de
    • Projektsteuerungsgruppe und diverse Projektgruppen für verschiedene Aufgaben (u.a. technisches Grobkonzept, Dienste- und Analyseplattform, Betriebskonzept, Content-Akquisition)
    • Ende 2011: Bereitstellung der Plattform mit übergreifender Recherche in einer Betaversion
  • DDB und „Archivportal-D“
    • „ Archivportal-D“ als spartenspezifische Sicht („View“) innerhalb des Informationssystems DDB
    • Realisierung innerhalb des DDB-Aufbau-Projekts
    • Eine zusätzliche Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird beantragt.
    • Datenlieferung/-import erfolgt über die Infrastruktur der DDB.
    • Die Recherche und Präsentation setzt als Dienst auf der DDB-Architektur auf und orientiert sich an archivspezifischen Anforderungen (v.a. Abbildung der Tektonik, Klassifikation, spezielle Präsentationsmodule für Archivgut)
    • Einrichtung einer „EAD-Arbeitsgruppe“ für die Spezifikation des Lieferformats
  • DDB: Perspektiven
    • Schaffung eines überregionalen Zugangs zu Erschließungsinformationen und digitalisiertem Kulturgut bzw. wissenschaftlicher Information sowohl in einem interdisziplinären als auch spartenspezifischen Kontext
    • Realisierung, dauerhafter Betrieb und Weiterentwicklung spartenspezifischer Portale wie z.B. des „Archivportals D“ in Form einer spartenspezifischen Sicht der DDB-Plattform innerhalb des Kompetenznetzwerks DDB
    • automatische Partizipation an der Europeana durch den nationalen Aggregator DDB
    • Unterstützung der Kultur- und Wissenschafts-einrichtungen – also auch der Archive – in Fragen der Digitalisierung und Online-Präsentation (u.a. Workflow, Standards, Bereitstellung von Werkzeugen, ggf. Hosting) und der Datenlieferung durch das Kompetenznetzwerk DDB
  • Dr. Gerald Maier Landesarchiv Baden-Württemberg Eugenstraße 7, 70182 Stuttgart Tel.: +49 711 212-4279, Fax: +49 711 212-4283 eMail: [email_address] Website: http://www.landesarchiv-bw.de Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !