Bionic Microfuel Broschüre

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Bionic microfuel description by Bionic Laboratories BLG GmbH of Germany. German Version, August 2012

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Bionic Microfuel Broschüre

  1. 1. Group of companies________________________________________________________________________ microfuel Mikrowellen Depolymerisation (MWDP) Prozesstechnische Anlage zur Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus Biomasse und Abfallstoffen engineered and distributed by Bionic Laboratories BLG GmbH 64521 Groß-Gerau +49 6152 9911861Rev. 35 v. 11.03.2012 E-Mail: info@bionic-lab.de Internet: www.bionic-world.netmf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 1
  2. 2. ________________________________________________________________________InhaltsverzeichnisZusammenfassung ................................................................................................... 3Hintergrund ........................................................................................................... 4 Die Wissenschaft bietet Lösungen an ........................................................................4Das microfuel™ Verfahren im Detail ............................................................................ 5 Allgemeine Funktionsbeschreibung ..........................................................................5Der technische Prozessablauf ..................................................................................... 6 Vorprozess ........................................................................................................6 Reaktionsprozess ................................................................................................7 Nachprozess ......................................................................................................9Energieeintrag durch Mikrowellen .............................................................................. 9Energieversorgung der Anlage ................................................................................... 10Mögliche Kapazitäten .............................................................................................. 12Der Errichtungsprozess ............................................................................................ 16Die Baugruppen einer microfuel™ Anlage ..................................................................... 14Standortbezogene Voraussetzungen ........................................................................... 16Eigenschaften des Destillates .................................................................................... 19Typische Wirkungsgrade unterschiedlicher Eingangsstoffe ............................................... 20Nebenprodukte ...................................................................................................... 21Erlösmöglichkeiten ................................................................................................. 21 Treibstoff ....................................................................................................... 21 Kohle ............................................................................................................ 22 Prozesswasser.................................................................................................. 23 Schwefel ........................................................................................................ 23 Abfallprodukte ................................................................................................. 23 Abgase .......................................................................................................... 23Mögliche Einsatzbereiche ......................................................................................... 24 Verbundstandorte ............................................................................................. 24 Landwirtschaftliche Nutzung ................................................................................ 24 Beseitigung von Abfällen..................................................................................... 25Beratungsleistungen ............................................................................................... 25Durchführung von Analysen und Tests ......................................................................... 26Bionic Forschungsinstitut für erneuerbare Energien ....................................................... 27Die Wirtschaftlichkeit .............................................................................................. 27 Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, bleiben vorbehalten. Techn. Angaben bedürfen der Bestätigung.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 2
  3. 3. ________________________________________________________________________ nächst eine teilweise Hydrierung, bisZusammenfassung diese aufgrund des steigenden Innen-Die Bionic Gruppe hat ein Verfahren drucks platzen und der verbliebenezur katalytischen Depolymerisation Wasserdampf in die Mikrowellen Des-von Kohlenwasserstoffen entscheidend integrationskammer entweicht.weiterentwickelt. Das Verfahren undseine chemo-physikalischen Grundla- Nach weiterer kontinuierlicher Er-gen sind seit vielen Jahrzehnten be- wärmung bis auf ca. 300 Grad Celsiuskannt und haben ihre prinzipielle beginnt die Aktivität des KatalysatorsFunktionsweise mehrfach erfolgreich im Zusammenspiel mit den pulsieren-nachgewiesen. den Mikrowellen. Diese cracken den größten Teil der vorhandenen langket-Bionic gelang jedoch der entscheiden- tigen Kohlenwasserstoffmoleküle aufde Durchbruch durch den Einsatz von Kettenlängen von ca. C12-C24 auf, dieMikrowellen als Energiequelle in der in diesem Temperaturbereich als Öl-entscheidenden trockenen Reaktions- Dampf entweichen und in der Folgephase. Mit diesem Ansatz wurden abdampfen.nicht nur alle früheren Schwierigkei-ten der Anlagenentwicklung überwun- Der verbleibende Reststoff bestehtden sondern auch entscheidende zu- größtenteils aus Kohlenstoff und kann,sätzliche Verbesserungseffekte er- abhängig vom Eingangsmaterial, selbstzielt. ein hochwertiges, gut verkäufliches Produkt darstellen.Trägeröle und umfangreiche, stö-rungsanfällige Pumpensysteme werden Das erzeugte Ölkondensat kann in ei-im trockenen microfuel-- Prozess nem Folgeprozess (falls erforderlich)nicht verwendet. durch Zentrifugal-Filterung, Nach- destillation und das Beimischen vonBionic bezeichnet das weiterentwi- Additiven zu normgerechten Ölpro-ckelte Verfahren deshalb nunmehr als dukten veredelt werden. Falls für be-Mikrowellendepolymerisation (MWDP). stimmte Eingangsmaterialien erforder- lich, kommt zusätzlich ein speziell fürDem eigentlichen Prozess geht eine im diese Anlagengröße besonders geeig-Detail stark vom gewählten Material netes, hocheffizientes Entschwefe-abhängige Vorverarbeitung voraus. lungsverfahren zum Einsatz.Der Einsatzstoff wird zunächst relativfein zerkleinert, dann mit einem Kata- Die gesamte Anlage besteht weitge-lysator auf Zeolithbasis sowie weite- hend aus Standard-Aggregaten undren Zusatzstoffen vermischt und ab- Komponenten. Nur der eigentlicheschließend pelletiert. Kern des Moleküldesintegrators wurde durch Bionic verfahrensspezifisch fortDie derart erzeugten Pellets werden entwickelt.anschließend dem Hochfrequenz-Molekül-Desintegrator (HFMDI) zuge- Die Bionic Gruppe hat im Laufe derführt und dort schrittweise erhitzt und Entwicklung des microfuel™ Systemsmit Mikrowellen behandelt. Der an- bereits mehrere Patente beantragt.fänglich im Inneren der Pellets ent-stehende Dampfdruck begünstigt zu-mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 3
  4. 4. ________________________________________________________________________Hintergrund Die Wissenschaft bietet Lösungen anKlimaschutz und die Erschließung Ein wegweisendes Verfahren, dienachhaltiger Energiequellen gehören Technik der Flash-Pyrolyse, wurdezu den großen aktuellen Herausforde- bereits in den späten 50er Jahrenrungen der Menschheit. entwickelt und in den 80ern durch Professor Bayer an der Universität Tü-In Anbetracht der Verknappung her- bingen wesentlich verbessert. Er er-kömmlicher Erdölreserven gewinnt die forschte im Labor die WirksamkeitHerstellung von alternativen Brenn- verschiedener Katalysatoren im Zu-stoffen bereits seit längerer Zeit im- sammenhang mit vielen kohlenwasser-mer größere Bedeutung. stoffhaltigen Einsatzmaterialien. Er nannte das Verfahren Niedertempera- Aber auch die Redu- turkatalyse (NTK). zierung der Treib- hausgase durch den Mit Hilfe dieser Erkenntnisse wurde es konsequenten Einsatz prinzipiell möglich, kohlenwasserstoff-nachwachsender Rohstoffe rückt we- haltige Materialien, wie Kunststoffegen des erkennbar einsetzenden Kli- und unterschiedlichste Biomassen ge-mawechsels immer mehr in das Be- zielt in verkürzte, aliphatische Koh-wusstsein der Allgemeinheit. lenwasserstoffketten umzuwandeln. Die dabei entstehenden Produkte ent-Und nicht zuletzt ist die sinnvolle sprechen weitestgehend den Charak-Verwertung der ausufernden Abfall- teristika der bekannten Erdölprodukteberge moderner Industriegesellschaf- Diesel bzw. leichtemten seit Jahrzehnten ein Thema, dasganz weit oben auf der politischenAgenda der Welt steht.Aus den genanntenGründen wird derProduktion von öko-logischen Kraftstof-fen heute zu Recht allgemein ein sohoher Stellenwert eingeräumt. Es istein eigenständiger, prosperierenderWirtschaftszweig entstanden, derhöchste Wachstumsraten erreicht. Heizöl. Eine eng verwandte Technologie ist in der Raffinerietechnik weit verbreitet und wird bei der Verarbeitung von dickflüssigen Schwerölen (Rohöl) zu Treibstoffen eingesetzt. Hier nennt man diesen Vorgang „katalytisches Cracken“. Dieser sogenannte Houdry- Prozess wurde erstmalig 1937 in der Marcus Hook-Raffinerie eingesetzt. Er verdoppelte den Benzinanteil promf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 4
  5. 5. ________________________________________________________________________Tonne Rohöl und spielte eine ent- gelangen und nur bestimmte Reakti-scheidende Rolle für die Treib- onsprodukte, nämlich die mit der ge-stoffversorgung der Alliierten im 2. wünschten molekularen Kettenlänge,Weltkrieg. Inzwischen ist er längst diesen wieder verlassen können.zum allgemeinen Stand der Technikgeworden.Das microfuel™ -Verfahrenim DetailAllgemeine FunktionsbeschreibungIm Laufe der letzten 20 Jahre wurdenviele Versuche unternommen, denoben beschriebenen chemophy-sikalischen Prozess verfahrenstech- Gittermodell des Katalysatorsnisch umzusetzen. Wegen dieser Eigenschaft werden Zeo- lite auch als Molekularsiebe bezeich-Eine Besonderheit des hier dargestell- net. Durch die Auswahl des richtigenten microfuel™-Verfahrens liegt in der Typs kann sehr exakt gesteuert wer-unmittelbaren, einstufigen Verarbei- den, welche Übergangszuständetung der Einsatzstoffe. Dies können grundsätzlich möglich sind, um so einnachwachsende biogene Rohstoffe wie Reaktionsprodukt mit genau den be-Miscanthus, Rapskuchen, Olivenku- absichtigten Eigenschaften zu erzeu-chen oder Holz sein, aber auch biolo- gen.gische und tierische Abfälle sowie ins-besondere Kunststoffabfälle und Rei- In Zusammenwirkung mit der pulsie-fengranulat. All diese Stoffe können renden Mikrowellenstrahlung, die diezu hochwertigen Kraftstoffen bzw. polaren Moleküle des Materials in eineÖlprodukten verarbeitet werden. definierte Schwingung versetzt und dabei aufheizt, findet die AufspaltungDer in der Abfallwirtschaft bekannte der Kohlenwasserstoffketten unterErsatzbrennstoff (EBS) bekommt somit stark verminderten Reaktionstempera-eine ganz neue, zusätzliche Verwen- turen statt.dungsmöglichkeit über die bisher typi-sche Direktverbrennung hinaus. Ein wesentlicher Nachteil herkömmli- cher Verfahren, nämlich die möglicheDie zum Einsatz Bildung von hochgiftigen Dioxinen undkommenden Zeo- Furanen aus Kunststoffen bei Tempe-lite haben auf- raturen oberhalb von 550°C, wirdgrund des kon- durch die Entwicklung dieser neuarti-stanten Poren- gen Technologie vollständig elimi-durchmessers in niert, da die Prozesstemperaturen inihrer kristallinen der microfuel™ Anlage durchgängigNano-Partikel-Struktur die Eigen- 400°C nie überschreitet.schaft, dass nur ganz bestimmte Mole-küle des Reaktionsmaterials durch dasKristallgitter an die katalytisch akti-ven Zentren im Inneren der Kristallemf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 5
  6. 6. Group of companies________________________________________________________________________ Eine standardisierte Produktionsanla-Der technische Prozessablauf ge arbeitet in der Regel mit zwei pa- rallel laufenden Vorprozesslinien. Dies ist zwar etwas aufwendiger in der An-Vorprozess schaffung, jedoch erlaubt diese re-Zu Beginn des Prozessablaufs wird das dundante Lösung bei den zwangsläufi-zu verarbeitende Material geschred- gen Wartungs- und Reparaturphasendert, mit Katalysator vermischt und einen unterbrechungsfreien Betrieb.anschließend unter hohem Druck inca. 6 x 40 mm große Standard-Pelletsverpresst. Gegebenenfalls wird esdurch Vortrockner auf den optimalenFeuchtigkeitsgrad gebracht. VortrocknerEs ist hierbei von besonderer Wichtig- Paladin Pelletierpressenkeit, dass die eingesetzten Zerkleine-rungsanlagen möglichst wartungsarmund effizient arbeiten.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 6
  7. 7. ________________________________________________________________________ Reaktionsprozess Head condenser Microfuel Reactor Diagram Destillation colon pre-processing reactor final destillation Lightoil Lightoil High intensityGlas+Metal press and storage Condensor H2separation enricher Water Condensor Main - Microwaves N2 Tank shredder Up to 480 kwh Filter Inputtrap Gas (Ch4) Microwave heating area Exhaust Water Preheating Generator Final Destillation Tank & heating Cooling water circuit (desulphering opt.) Cooling water tank Energy 500kw electric 700 kw thermo Die erzeugten Pellets werden dem onsmasse. Organische Zellen zerplat- microfuel™ Hochfrequenz-Molekül- zen durch die spontane Verdampfung Desintegrator (HFMDI) zugeführt und der enthaltenen Wassermoleküle. Die dort unter Luftausschluss in einer Wirkung des Katalysators als Moleku- inerten Stickstoffatmosphäre durch larsieb begünstigt den spontan einset- gepulste Mikrowellen mit über 450 kW zenden Crackprozess und damit die Leistung auf ca. 300°C erwärmt. Abspaltung der Kohlenwasserstoffe. Hierdurch erhitzt sich das Reaktions- material homogen und von innen her- aus. Die Einwirkung der extrem starken Mikrowellenstrahlung auf das gepress- te Reaktionsmaterial führt zu be- schleunigter Erhitzung des sehr stark dielektrischen Katalysators und zer- stört durch eine Oberflächenreaktion die organischen Moleküle der Reakti- mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 7
  8. 8. ________________________________________________________________________ Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) entste- hen aus Eiweißstoffen ebenfalls Kohlenwas- serstoffe. Stickstoff tritt in Ölen und anteilig in Reakti- onswasser auch in Form von Aminen (R-NH2), Säureamiden (R-CONH2) sowie von heterozyk- lischen Aromaten auf. Für die Ölausbeute sind Gehalt an Fetten und Proteinen in den umzusetzenden Biomassen prägend. Daher liefern unstabilisierte Klär- bzw. Überschussschlämme höhere Ölausbeu- ten (ca. 20%) im Vergleich zu stabilisierten und insbesondere ausgefaulten Schlämmen katalytisches Reaktionsbeispiel (ca. 10%). Bei Faul-Schlamm ist der größte Teil des Koh-Die exemplarische Reaktionsgleichung lenstoffs bereits als Biogas (CO2 + CH4) eli-kann man am Beispiel von Klär- miniert worden und steht für die Ölbildung nicht mehr zur Verfügung.“schlamm als bakterielle Biomassenachvollziehen: Im Gegensatz zu alternativen Verfah- ren muss das Eingangsmaterial nichtZusammensetzung der Biomasse: vollständig getrocknet werden. Die in der Reaktionsmasse enthaltene Rest-Lipide ca. 30% feuchtigkeit, führt durch die hohen dielektrischen Eigenschaften von Was-Proteine ca. 50% ser zu einer kurzfristigen Bildung vonPolysacharide ca. 20% überkritischem Wasserdampf inner- halb der gepressten Pellets. HierdurchUmsetzungsformeln: hydrieren die Kohlenstoffe teilweiseProteine und durch den entstehenden Druck wird die feste Konsistenz der Pellets(C70H135O38N18S)n > CxHy + H2O + CO2 + NH3 + H2S gesprengt. Der Effekt ist vergleichbar mit dem bekannten Popcorn-Rösten inLipide der häuslichen Mikrowelle. Eine Zu-C50H92O6 > CxHy + CO2 gabe von Wasserstoffgas zur Optimie- rung der Endprodukte ist unter Um-Kohlenhydrate ständen sinnvoll.(C6H10O5)n > x C + 5 n H2O Durch die gepulsten Mikrowellen fin-Untersuchungen der Universität Gie- det eine sehr effektive, gleichförmigeßen haben ergeben, dass: und sehr schnelle Erhitzung der Reak- tionsmasse statt.„das Öl im Wesentlichen aus Fetten (Lipiden)und Proteinen gebildet wird. Kohlenhydrate In Verbindung mit der speziell entwi-(Zucker, Stärke, Cellulose) konvertieren zu ckelten und in den Pellets unter Luft-Kohlenstoff und Wasser. Daher ist der Prozess abschluss eingepressten Katalysato-ein Modell der geologischen Bildung von Öl remulsion kommt es ab ca. 280°C (deraus Mikroorganismen und Kohle aus Pflanzen. Siedetemperatur von Dieselölen) zuDurch Elimination der Heterofunktionen von einer Abspaltung der Kohlenwasser-Ammoniak (NH3), Dihydrogensulfid (H2S),mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 8
  9. 9. ________________________________________________________________________stoffketten, die im dieselähnlichenMolekülbereich liegen. Im Lieferumfang der Anlage ist ein komplettes Qualitätslabor enthalten,Der Abspaltungsvorgang geschieht- das sämtliche Analysegeräte enthält,aufgrund der starken Bindungskräfte die für ein permanentes Monitoringdes eingesetzten Katalysators bei der der Produktqualität erforderlich sind.molekularen Anbindung an die in derEingangsmasse enthaltenen CH- Auf diese Weise kannKetten. Die „langen“ Kohlenwasser- jederzeit der Nachweisstoffketten werden asymmetrisch be- für die fortlaufende Ein-lastet und zerbrechen durch die ther- haltung aller relevantenmische Bewegung der Moleküle. Durch Treibstoffnormen erbracht werden.die genaue Steuerung der Siedetem-peratur (240-350°C) und die Auswahldes Katalysators lässt sich so das ent-stehende Endprodukt vordefinieren.Leichtersiedende Stoffe scheiden vor-her aus dem Kreislauf aus und schwe-rer siedende CH-Ketten werden solan-ge gecrackt, bis sie durch Sieden denKreislauf verlassen und in einem Kon-densator aufgefangen und destilliert In Zusammenarbeit mit einem der re-werden. nommiertesten Hersteller von Analy- segeräten wurde ein standardisiertesDa es sich bei dem microfuel-Prozess Analysesystem entwickelt.um ein trockenes Verfahren handelterfolgen fast keine Verkokungen oder Energieeintrag durchVerstopfungen im System. MikrowellenNachprozess Die besondere Form des Energieein-Die Gase der Gruppe, C12-C64 (die- trages durch gepulste Mikrowellen istselähnliche Öle), werden der End- eine überaus umweltfreundliche unddestillation zugeführt. Noch nicht effiziente Methode die Eingangsmate-vollständig verarbeitete Kohlenwas- rialien homogen zuserstoffe werden der Pelletierung er- erhitzen und gleich-neut zugeführt. Falls notwendig wer- zeitig eine hoheden die destillierten Öle einer Hydrie- Standzeit des Ener-rungs- und Entschwefelungseinheit gieeintrages zu ge-zugeführt, um die physikalischen Pa- währleisten. Der hybrid-aufgebauterameter der entsprechenden Normen Energieeintrag nutzt außerdem diezu erreichen. überschüssige Wärmeleistung des in-Im Prozess nicht weiter verwertbare tegrierten BlockheizkraftwerksReststoffe werden abgeschieden. Mit- (BHKW) zur Vorwärmung des Materialstels eines Dekanters werden Flüssig- und die Strahlungsleistung der Mikro-keiten und Feststoffe separiert und wellen fast ausschließlich zur kurzzei-gegebenenfalls in speziellen Prozessen tigen Schwellenerhitzung bis zur ei-weiterverarbeitet bzw. über die übli- gentlichen Reaktionstemperatur.chen Wege entsorgt.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 9
  10. 10. ________________________________________________________________________Die Mikrowellenstrahlung durchdringt Abschirmung des Molekül-die Materialien, ohne dass dabei die desintegrators und eine zusätzlicheStrahlungsquelle einem mechanischen Einhausung der gesamten Anlage. Die-Verschleiß unterworfen wäre. Die ses verhindert zuverlässig ein Austre-verwendeten langlebigen Magnetrons ten der Mikrowellen oder schädlicher(Mikrowellengeneratoren) sind wäh- Streustrahlung.rend ihrer gesamten Lebensdauer vonmehr als 10.000 Stunden vollkommen Sicherheitsschalter an den Türen undwartungsfrei. Der Austausch ist kos- den peripheren Anlagen sind selbst-tengünstig und erfolgt etwa alle 14-18 verständlich. Die gemessene Streu-Monate. strahlung am MF 480k liegt im Vollbe- trieb bei ca. 2 mW in 5 cm Abstand.Entgegen der landläufigen Meinung Zulässig ist eine Strahlungsstärke vonhat der Energieeintrag durch Mikro- 20mW in 1 m Abstand. Sie liegen alsowellenstrahlung einen sehr hohen weit unter den zugelassenen Grenz-Wirkungsgrad. Der industrielle Einsatz werten.von Mikrowellen darf keineswegs mitden im Haushalt bekannten Gerätengleichgesetzt werden. Energieversorgung der Anlage Als Nebenprodukt fallen bei der Reak-Durch die gerichteten, fokussierten tion niedrig siedende, gasförmige Koh-Mikrowellen entspricht die Leistung lenwasserstoffe an. Durch ihre Nut- zung in einem Blockheizkraftwerk ist die Anlage ein energetischer Selbst- versorger und weitestgehend vom Stromnetz unabhängig. Ein oder meh- rere angeschlossene BHKWs mit ca. 900 kW elektrischer Dauerleistung versorgen die Mikrowellengeneratoren mit ausreichend Strom und liefernder 480 kW Mikrowellengeneratoren,die in der microfuel MF 480k Anlage gleichzeitig genügend Abwärme füreingesetzt werden, vergleichsweise die Vorheizung und Trocknung desder Strahlungsleistung von ca. 5.000 Eingangsmaterials.Haushalts Mikrowellen.Für die uneingeschränkte Sicherheitdes Personals sorgen eine vollständigemf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 10
  11. 11. Group of companies________________________________________________________________________Anlagenübersicht / MF 480B Clusteranlage mit einer Kapazität von ~ 5.000 Litern/Std.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 11
  12. 12. ________________________________________________________________________ des zur Verfügung stehenden Reakti-Mögliche Kapazitäten onsraumes verbunden mit einer gerin-Der Hochfrequenz-Molekül- geren Anzahl genutzter Mikrowellen-Desintegrator einer microfuel™ Anlage generatoren. Leistungsreduzierungenist in der vollen Ausbaustufe auf eine auf z.B. 500 l/h. sind insbesondereKapazität von 1.250 l Treibstoffpro- dann sinnvoll, wenn die Anlage fürduktion/h ausgelegt, wobei von einem geringeres Materialaufkommen ge-mittleren Wirkungsgrad von etwa 30%- nutzt werden soll. Später kann die40% bei Biomasse und 80-85% bei Anlage ohne großen Aufwand auf eineKunststoffen ausgegangen werden höhere Kapazität aufgerüstet werden.kann. Andererseits sind beliebige Skalierun-Eine besondere Ei- gen nach oben realisierbar, indem fürgenschaft des spe- höhere Leistungen eine beliebige An-ziellen Anlagen De- zahl von Moleküldesintegratoren pa-signs ist die Mög- rallel oder seriell kombiniert wird.lichkeit, diese Ka-pazität stufenweise Durch den Aufbau von Clustern könnennach unten zu ska- Anlagen bis zur Größe von 5.000 l/hlieren. Dieses ge- Kapazität aufgebaut werden, die z.B.schieht durch eine die Destillation gemeinsam nutzen.einfache mechanische Reduzierung Beispielanlage: 4 Desintegratoren mit ge- samt ~ 5m³/h. Produktionsmengemf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 12
  13. 13. ________________________________________________________________________mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 13
  14. 14. Group of companies________________________________________________________________________Die Baugruppen einermicrofuel™ AnlageEine vollständige microfuel™ Produk- Blockheizkraftwerk (BHKW)tionsanlage besteht im Standardfall (Motor und Generator für die Stromprodukti-aus den folgenden Baugruppen: on)Materiallagerung Labor(Ausreichende Flächen für trockene Lagerung (zur laufenden Qualitätssicherung der Produk-des Rohmaterials) te)Schredder Die Fertigung der Anlage erfolgt in(Anlage zur Zerkleinerung der Rohmasse) zertifizierten Maschinenbaufachbe- trieben unter Beachtung höchsterPelletierpresse Qualitätsnormen. Die Einhaltung der(Anlage zur Verpressung der Rohmasse zu-sammen mit dem Katalysator zu Pellets) Fertigungsnormen wird durch die Bio- nic Qualitätskontrolle fortlaufendmicrofuel™ Hochfrequenz- überwacht.moleküldesintegrator(Mikrowellen beheizter chemische Reaktions-anlage)Kondensattank(Tank für das Reaktionsendprodukt)Destillation(Thermische Destillation zur Reinigung deso.a. Produktes)Entschwefelungsanlage bei BiomasseTreibstofftanks(Tanks für den produzierten Treibstoff)Mischbehälter(Behälter zur Zugabe von Additiven für dieDIN Norm)Wassertanks(Tanks für das abgeschiedene Wasser aus derReaktionsmasse)Abfalltanks(Tanks für die Reststoffe aus der Verarbei-tung)Gastanks für die Inertisierung undHydrierung, Öltanks(Tanks für Prozessöle und Additive)mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 14
  15. 15. ________________________________________________________________________Vorteile der Nutzung von Bio- gewiesen. Geld fließt aus der Re-masse im microfuel Prozess gion ins Ausland. Wird Biomasse energetisch genutzt, verbleibt1. Wird Biomasse energetisch ge- diese Wertschöpfung in der Regi- nutzt, bleibt der Kohlendioxid- on. kreislauf weitgehend geschlossen. Denn das bei der Verbrennung der 7. Die Eigenproduktion von biogenen Biomasse freigesetzte CO2 wird Treibstoffen wird die Abhängigkeit von den nachwachsenden Pflanzen von den erdölproduzierenden Län- wieder gebunden. dern und unvorhersehbaren Preis- schwankungen vermeiden.2. Der immense "Energiehunger" hoch entwickelter Gesellschaften ver- 8. Die vermehrte Nutzung einheimi- braucht in wenigen Jahrzehnten scher Energieträger wie Holz u.a. die in Jahrmillionen gebildeten vermindert diese Abhängigkeit von fossilen Ressourcen. Wer Biomasse fossilen Energieträgern und ver- energetisch nutzt, schont diese schafft auf lange Sicht auch mehr knappen, wertvollen fossilen Vor- Bewegungsfreiheit bei Energiekri- räte. Microfuel Leichtöle können sen und Preissteigerungen. herkömmliche Treibstoffe erset- zen. 9. Die Land- und Forstwirtschaft wird von Menschen betrieben, die in3. Transport und Lagerung von Bio- der Region verwurzelt sind. Bei- masse bergen bei Unfällen erheb- nahe alle Mittel für den Brenn- lich geringere Umweltrisiken als stoff, dessen Gewinnung und den dies bei fossilen Energieträgern Betrieb der microfuel Anlagen der Fall ist. Man denke an undich- bleiben in der Region und kommen te Erdgasleitungen, havarierte ihr wieder zugute. Dezentral er- Öltanker oder geplatzte Ölpipe- zeugte Energie aus Biomasse lines. schließt nicht nur ökologisch, son- dern auch ökonomisch sinnvolle4. Die Energiebilanz der Biomasse ist Kreisläufe. positiv. Die für die Gewinnung des Energieträgers eingesetzte Energie 10. Die Verbesserung der bereits jetzt ist wesentlich geringer als dieje- hoch entwickelten Verbrennungs- nige, die bei dessen energetischer technik erfordert Innovationen. Verwertung frei wird. Bei Holz- Diese gehen meist von kleinen bis hackschnitzeln müssen weniger als mittleren Unternehmen aus. Inno- 10 % der Nutzenergie für deren vationsbedarf besteht auch im Umsetzung zu Ölen aufgewandt Vorfeld, bei der Bereitstellung der werden. Biomasse. Hier können sich Un- ternehmen in Deutschland, aber5. Nachwachsende Rohstoffe werden auch international, neue zukunfts- regional verwendet, lange Trans- trächtige Märkte erschließen. porte werden vermieden. 11. Land- und Forstwirte stellen oft-6. Rohstoffarme Länder wie Deutsch- mals nicht nur den Energieträger land sind in hohem Maße auf den Biomasse bereit. Sie treten auch Import fossiler Energieträger an- als Betreiber von Biomasse-mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 15
  16. 16. ________________________________________________________________________ anlagen auf. Hier und durch den Wichtige Anlagenteile sind grundsätz- vermehrten Absatz für bislang un- lich doppelt ausgelegt, um Störfälle genutzte Reststoffe der Holzin- zu vermeiden. dustrie und Landwirtschaft ent- stehen neue Beschäftigungsfelder Tanks werden so ausgelegt, dass ge- und Einkommensquellen. Dies hilft nügend Überkapazitäten vorhanden Arbeitsplätze erhalten und stärkt sind, um z.B. Feiertagswochenenden die ländliche Struktur. zu überbrücken.12. Neben Holz als Eingangsmaterial bietet sich auch die Nutzung von Ernteabfällen, Grünschnitt, Press- kuchen, biologischen Klärschläm- men und Algen für die Verölung in einer HFMDI Anlage an.Der Errichtungsprozess Standortbezogene Vorausset-Eine microfuel™ Anlage wird typi- zungenscherweise in mehreren Bauabschnit-ten errichtet und betrieben. Zur Errichtung einer microfuel™ Anla-In einer ersten Ausbaustufe wird die ge sind folgende Vorbereitungen vonAnlage zunächst mit reduzierter Kapa- Seiten des Betreibers erforderlich:zität in Betrieb genommen. Dieseserleichtert anfängliche Produktions- Befestigtes Gelände von mind. 800tests, das Einfahren der Anlage und m² Fläche,die Ausbildung des Bedienpersonals. Halle mit den AbmessungenNach erfolgreichem Verlauf des An- ~L 40 x B 15 x H 12 m,fahrbetriebs und der Einstellung deserzeugten Kraftstoffes auf das indivi- Gelände zur Lagerung der Rohstoffeduelle Eingangsmaterial (z.B. mittels (empfohlen ~1000 m²),spezieller Additive auf die EN 590Norm) wird die Zielkapazität durch EnergieanschlussZuschalten weiterer Mikrowellengene- 400 V / 60 kW Dauerlast für Notbe-ratoren erreicht. triebJe nach Auslegung der Geräte wird die Separate EinhausungVorprozesslinie doppelt ausgelegt. für das angeschlossene Blockheiz-Dies führt zu weniger Betriebsunter- kraftwerk (1200 kW elektr. Leistung)brechungen bei Wartungsarbeiten underlaubt zudem die entstehende Über- Wasseranschlüssekapazität z.B. bei den Schreddern und und Kühlwassertanks, WasserablaufPelletierern nur in den Tagesstunden (für Kühlwasser, nicht kontaminiert)zu nutzen, um Lärm zu vermeiden. Ausreichend Fläche für Treib- stofftanksmf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 16
  17. 17. ________________________________________________________________________Behördliche Genehmigungen sind u.U. getischen Aufwand gereinigt und dannnach der BImSchV (Bundesimmissions- als gereinigtes Wasser mit Trinkwas-schutzverordnung) einzuholen, wobei serqualität bereit gestellt.die microfuel Technik als sonstige Re- Die Abgase der Generatoren werdencyclinganlage eingestuft wird und alle zur Inertisierung der Anlage verwen-Anforderungen gemäß den einschlägi- det, um Stickstoff zu sparen und diegen Bestimmungen erfüllt. Abwärme der Generatoren wird zur Trocknung von Eingangsmaterial undDie microfuel Anlage ist nahezu voll- Vorheizung benutzt.ständig aus Edelstahl gefertigt. Dieeingesetzten Mikrowellengeneratoren Die Anlage ist auf eine Laufzeit vonentsprechen den aktuellen techni- min. 7.680 h (24 h/d x 320 d) pro Jahrschen Richtlinien für Hochfrequenzan- konzipiert. Ein Dauerbetrieb ist beilagen und sind nach den aktuellen Einhaltung der Wartungsintervalletechnischen Richtlinien zertifiziert. möglich.Die gesamte Anlage ist explosionsge-schützt nach ATEX ausgelegt. Durch den modularen Aufbau und die weitgehend automatische SteuerungBei der Konstruktion der Anlage wurde ist die Anlage von nur einem Operatorbesonderer Wert auf die fast vollstän- bedienbar und wartungsarm.dige Wiederverwertung der Endpro-dukte gelegt. Endprodukte sollen in Die gesamte Steuerung ist in einemdie Wertschöpfungskette wieder ein- Container untergebracht, vom demgegliedert werden und Abfälle ver- aus die wesentlichen Anlagenteile permieden werden. Video überwacht werden können.So wird z.B. das, aus dem Eingangs- Unterbrechungsfreie Notstromversor-material entstehende und verdampfte gung für die Elektronik ist Standard.Wasser wieder aufgefangen, in einerBrüdendestillation mit geringem ener-Das SteuerpultBeispielbildschirme der Steuerungseinheitmf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 17
  18. 18. ________________________________________________________________________mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 18
  19. 19. Group of companies________________________________________________________________________Eigenschaften des DestillatesDie nachfolgenden exemplarischen Analysewerte für ein Gemisch hochkalorischerKunststoffabfälle zeigen, dass das erzeugte Produkt qualitativ im Bereich der EUNorm für Dieselkraftstoff liegt. Parameter EN 590 EBS Destillat Einheit Kin. Viskosität bei 40°C 2,00 bis 4,50 2,94 mm²/s Dichte bei 15°C 820 bis 845 831,40 kg/m³ CFPP Max. -20 -15,00 °C Cetanindex Minimum 46,0 42,90 - Destillat bei 250°C < 65 60,17 Vol. % Destillat bei 350°C Mind. 85 95,21 Vol % 95% Punkt Max. 360 351,19 °CTankstellendieselmicrofuel Leichtöl aus Stroh (destilliert, hydriert, erster Ausschlag ist n-Hexan als Lösungsmittel) (freundlicherweise von unserem Kunden in Dänemark bereitgestellt)mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 19
  20. 20. ________________________________________________________________________Typische Wirkungsgrade unterschiedlicher EingangsstoffeDie folgende Tabelle vermittelt einen anschaulichen Eindruck zur vielfältigen Leis-tungsfähigkeit des Verfahrens bezüglich möglicher Einsatzstoffe. Wirkungsgrad in % Einsatzmaterial (Trockenmasse) Weichholzarten 34,0% Jathropha 61,0% Maischen 28,0% Miscanthus 39,0% Nawaro (~ Richtwert) 35,0% Oliven (Presskuchen) 47,0% Palmpresskuchen 49,0% Klärschlamm+EBS Mix 53,0% EBS Ersatzbrennstoff (>30 MJ) 54,0% EBS hydriert 68,0% Rapskuchen 55,0% Reifen-Rauhmehl 54,0% Sägespäne 22,0% Schilfsorten 34,0% SL Leichtfraktion (Weißware) 78,0% Stroh 26,0% Wachse 79,0% Die genannten Werte sind Richtwerte und können sich durch die Zugabe von Wasserstoffgas und/oder der Vorbehandlung des Materials durch Steam-Reforming in einem zusätzlichen Prozess- schritt deutlich verbessern. In Kunststoffgemischen soll der Anteil an Haloge- nen 5% nicht überschreiten. Grundsätzlich sind für jedes Einsatzmaterial aus- führliche Tests notwendig, um die genauen Umset- zungsraten zu bestimmen. Sonderausführungen für Ölsände und Ölschlämme, Kohlehydrierung und Tiermehle sind verfügbar.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 20
  21. 21. Group of companies________________________________________________________________________Nebenprodukte ErlösmöglichkeitenDa die Umsetzung zu Leichtölen nurauf den größeren Teil der im Ein- Treibstoffgangsmaterial enthaltenen Kohlen-wasserstoffe wirkt und zudem die Ver- Zunächst ist der Verkauf der produ-teilung von Kohlenstoff zu Wasserstoff zierten Leichtöle offensichtlich.in den Materialien nicht im optimalenVerhältnis steht, entstehen neben Hier muss unterschieden werden, obLeichtölen auch Nebenprodukte: als Eingangsmaterial nachwachsende Rohstoffe verwendet werden, dennDiese sind: das hieraus produzierte Öl ist bis zum Jahr 2015 steuerbegünstigt und kannWasser (aus der Materialfeuchtigkeit, als Treibstoff für Motoren eingesetzttypisch 10-18%, durch Nachdestillation werden.gereinigt, unbelastet) Sofern es aus dem Zollbereich (Pro-Kohlenstoff (zu 94% rein, pulverför- duktionsort) bewegt wird, muss es dermig, Brennwert ~24,5 MJ/kg) Europäischen Norm DIN 590 entspre- chen.Anorganische Salze (in der Kohle,z.B. Calcium-, Natrium-, Kalium- Sal- Dieses bedeutet, dass das produzierteze, bereits im Eingangsmaterial vor- Leichtöl, ähnlich wie in einer Raffine-handen, Restkatalysator als Silikat, rie nachbehandelt und mit Additivenumweltneutral) versetzt werden muss, um die Norm zu erfüllen. Für den Einsatz in strom-Gase (Methan, Propan, Pentan, und erzeugenden Generatoren oder ähnli-andere organische leichtflüchtige Ver- chen Maschinen, die sich auf dembindungen, die im Generator ver- Produktionsgelände befinden, ist die-brannt werden, Stickstoff und Kohlen- se Anpassung nicht notwendig.dioxid in geringen Mengen, die auchim Generator nachgereinigt werden) Sofern der Treibstoff aus Abfällen bzw. kunststoffhaltigem Eingangsma-Feststoffe (Schwefel, der in einer terial produziert wird, muss die aktu-Entschwefelungsanlage aus dem Pro- elle Mineralölsteuer beachtet werden.zess abgesondert wird)Abfallstoffe (Schweröle aus demDestillationssumpf ~5%, Ölemulsionaus der Wasserreinigung ~2%)mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 21
  22. 22. ________________________________________________________________________Kohle wasserspeichernden Eigenschaft der Kohle.Die im Prozess hergestellte Kohle ist Es besteht die Möglichkeit der Ausfäl-außerordentlich rein und kann für ver- lung von Phosphaten bei Gülle alsschiedenste Anwendungen verkauft Ausgangsstoff.werden. Ein laufendes Forschungsprojekt be-Zunächst erscheint der Verkauf der schäftigt sich mit der VerarbeitungKohle als Brennstoff offensichtlich, von Klärschlämmen, der Nutzung derjedoch gibt es noch weitere Einsatz- entstehenden Kohle als Dünger undmöglichkeiten: der Nutzung der entstehenden Öle als Energieträger. Dies setzt eine voll-Im Rahmen der Versuche wurde fest- ständige Zersetzung der organischengestellt, dass die im Prozess aus Verbindungen im microfuel Prozessnachwachsenden Rohstoffen als End- voraus.produkt entstehende Biokohle eineoffenporige Struktur aufweist, undsomit den Einsatz als Bio-Dünger mög-lich erscheinen lässt.  offenporige Struktur, somit hygrosko- pisch  Die Kohle enthält alle Mineralien, die sich im Ausgangsstoff befanden.  NH3 aus Gülle und mikrobiologischen Abfällen zersetzt sich im Mikrowel- lenprozess und verlässt das System.  Durch die homogene Aufheizung ist die Kohle gleichmäßig vorhanden und gewünschte Restorganik kann im Pro- zess kontrolliert erzeugt werden.  Das Kristallgitter des Kohlenstoffes ist durch die Mikrowelleneinstrahlung po- larisiert und ausgerichtet. Dieses führt zu einer besseren Wasserspei- chereigenschaft.  Die Kohle ist steril und kann zur Ver- besserung der Düngereigenschaften mit Mikroorganismen wie z.B. Nitro- bakter (Arten dieser Gattung findet man in Böden, Süßwasser und im Biokohle, die als Dünger verkauft Meer. Es handelt sich um stäbchen- wird, erzielt erheblich höhere Preise förmige, gramnegative Bakterien, die als Kohle, die als Brennstoff verkauft zum Zweck der Energiegewinnung un- wird und ermöglicht damit deutlich ter oxydischen Bedingungen Nitritio- nen (NO2−) mit Sauerstoff (O2) zu Nit- höhere Erträge. rationen (NO3−) oxidieren). Kohle, die aus Abfällen produziertDie Anwesenheit eines zeolitischen wird, eignet sich nur dann als Dünger,Katalysators (Natrium-Silizium- wenn in den Eingangsmaterialien kei-Aluminat-Sand) der absolut umwelt- ne Schwermetalle enthalten sind. Hierneutral ist, führt zusätzlich zu einer ist eine besondere Auswahl des Ein- gangsmaterials notwendig.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 22
  23. 23. Group of companies________________________________________________________________________Prozesswasser Die meisten Eingangsmaterialien ent-Das während der Verarbeitung entste- halten Schwefel in der Grund Sub-hende Prozesswasser wird in einem stanz.abschließenden Destillationsvorganggereinigt und von aromatischen Ne- Schwefel schmilzt bei ~115°C undbenprodukten und Ölen getrennt. Die- wird durch den geringen Siedepunktses Wasser kann in die Kanalisation mit den Dämpfeneingeleitet werden, als Feldbewässe- aus dem Systemrung verwendet werden oder nach ausgetragen.einem nochmaligen Reinigungsvorgang Eine aufwendigeals gereinigtes Wasser verkauft wer- Entschwefelungden. separiert den Schwefel und fällt ihn elementarisch aus, sodass er verkauft werden kann. Abfallprodukte Die entstehenden festen und flüssigen Abfallprodukte müssen vorschriftsge- recht entsorgt werden. Es entstehen geringe Mengen (unter 2%) an Schwer-Schwefel ölen aus dem Destillationssumpf und dem Wasserreinigungsverfahren.Schwefel ist in den Aminosäuren Cys-tein/Cystin und Methionin und in allendarauf aufbauenden Peptiden, Protei- Abgasenen, Koenzymen und prosthetischenGruppen in Form von Thiolgruppen Der Prozess ist abgasfrei. Einzig die(Oxidationsstufe +II) oder Thioether- Abgase des Generators (BHKW) zurgruppen enthalten. Stromversorgung entweichen. Brenn- bare und nicht brennbare Gase, die imWeiterhin ist er in einigen Kofaktoren Prozess entstehen, werden in den Ein-(Biotin, Thiaminpyrophosphat) in he- saugschacht des Generators geleitetterozyklischer Bindung enthalten. und dort im Brennraum neutralisiert. Entstehender Ruß während dieserSchwefel ist damit ein essentielles Nachverbrennung wird durch einenElement lebender Zellen. Partikelfilter ausgefiltert. Da der Pro- zess unter Luftabschluss abläuft, wer-Disulfidbrückenbindungen sind weit den Teile der Abgase verwendet, umverbreitet und tragen zur Ausbildung die Luft aus der microfuel Anlage zuund Stabilisierung von Proteinstruktu- verdrängen und die Eingangsmateria-ren bei. Auch in oxidierter Form spielt lien vorzuheizen.Schwefel in der AminosulfonsäureTaurin (Oxidationsstufe +IV) einewichtige biologische Rolle.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 23
  24. 24. Group of companies________________________________________________________________________Mögliche EinsatzbereicheVerbundstandorte Landwirtschaftliche NutzungNeben dem Einsatz der microfuel Da die aus nachwachsenden Rohstof-Technologie zur Produktion von fen als Nebenprodukt zum KraftstoffLeichtölen bietet es sich auch an, die entstehende Kohle als Bio-Dünger ein-Moleküldesintegratoren an sogenann- gesetzt werden kann, bieten sichten Verbundstandorten einzusetzen. landwirtschaftliche Standorte optimalHierbei ist die sofortige Verfügbarkeit an.von Generatorstrom zum Einsatz beiEnergiespitzenverbrauch und die La- Neben der Verfügbarkeit des Ein-gerbarkeit des Treibstoffes besonders gangsmaterials sind nur kurze Wegehervorzuheben. für den Einsatz erforderlich; und zu- sätzlich können Anbaufolgen optimalDamit ist der Einsatz an kommunalen ausgenutzt werden.Standorten wirtschaftlich, wenn z.B.Klärschlämme vermischt mit Hausab- Ob die Verwendung des Treibstoffes infällen und Grünschnitt verarbeitet landwirtschaftlichen Maschinen oderwerden und aus den erzeugten Leicht- die Produktion von elektrischemölen über Generatoren Strom und Strom und die Nutzung der AbwärmeWärme erzeugt wird. zur Stofftrocknung gewählt wird, muss im Einzelfall entschieden werden.mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2012 by Bionic knowledge partners inc. (patents pending) 24
  25. 25. ________________________________________________________________________Beseitigung von Abfällen BeratungsleistungenDie microfuel Technologie eignet sichauch für die Beseitigung von proble- Bionic misst der Schaffung von Pla-matischen Abfällen wie z.B. Treibsel nungssicherheit für ihre Kunden einenaus den Küstengebieten oder Restde- sehr hohen Stellenwert bei. Eineponien. wichtige Komponente zur Erreichung dieses Zieles ist die gewissenhafte Durchführung eines Vorprojektes zur Klärung sämtlicher wesentlicher tech- nischer und wirtschaftlicher Parame- ter. Experten ermitteln im Auftrag des Kunden alle erforderlichen Daten und führen einen ausführlichen Material- test im Bionic Labor einer eigenen Anlage durch. Der Kunde kann auf die- ser Grundlage mit Unterstützung der Bionic-Berater verlässliche Wirt-Durch die Möglichkeit Prallmühlen für schaftspläne für sein Projekt erstel-die Vorverarbeitung des Materials ein- len.zusetzen, sind nahezu alle Abfälle zuverarbeiten. Die im Vorprojekt ermittelten techni- schen Parameter finden Eingang inSelbstverständlich muss im Einzelfall den Liefervertrag der Anlage und wer-geprüft werden, wie hoch die Belas- den Bestandteil einer umfangreichentung an Schadstoffen ist, und es müs- Funktionsgarantie.sen gegebenenfalls separate Neutrali-sations– und/oder Klärprozesse durch- Die Kosten für das Vorprojekt werdengeführt werden. Jedoch ist dieses bei Bestellung der Anlage mit demdurch die geringen Prozesstemperatu- Gesamtpreis verrechnet.ren relativ einfach durchzuführen. Im Rahmen eines solchen Vorprojektes sind die folgenden typischen Aktivitä- ten und Leistungen vorgesehen:mf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 25
  26. 26. ________________________________________________________________________Durchführung von Analysen  Festlegung der chemischen Spezifika- tion des Eingangsmaterialsund Tests Festlegung der physikalischen Spezifi- kation des Eingangsmaterials  Chemische Analyse des Eingangsmate-  Festlegung des maximalen Feuchtig- rials u.a. auf keitsgehaltes des Eingangsmaterials Brennwert (Energiegehalt), organische Bestandteile (PCB, PVC,  Festlegung der Mengenbeschaffung PU, PAE usw.), anorganische Salze , des vom Kunden festgelegten Ein- Metalle und Metallverbindungen, Was- gangsmaterials im Verhältnis zu ande- sergehalt (Feuchtigkeit), Toxine ren beigemischten Materialien. Dar- aus resultierender Mengenschlüssel  Physikalische Analyse des Eingangsma- und Bestimmung der zulässigen Band- terials wie breite der Beimengung anderer Mate- o Geruchsstruktur rialien o Korngröße o Dichte  Festlegung der statistischen Kontroll- o Härtegrad proben für den operativen Betrieb o Verarbeitbarkeit: Viskosität o Rieselfähigkeit  Festlegung der Leistungsmerkmale o Porosität (Input-Output-Relation) o Eigentemperatur und Betriebstem- peratur  Festlegung der Schnittstellen mit dem o Merkmale der Lagerfähigkeit Vorprozess  Verarbeitung der Testcharge in einer  Festlegung des Aufstellungsortes Technikumsanlage mit Feststellung des Wirkungsgrades  Festlegung der Schnittstellen zum Nachprozess  Analyse des produzierten Leichtöls auf  Festlegung der Kundenbeistellungen im Zusammenhang mit dem Betrieb o EU Norm 590 o Wassergehalt (Wasser- und Kanalanschluss, elektri- o Schwefelgehalt sche Einspeisung, Schallschutz, etc.) o Temperaturstabilität o Siedepunkte  Festlegung des Terminplans zur Anla- o C-O-H, NO, NOX, TOC generstellung, -lieferung und Inbe- triebnahme  Untersuchung des Leichtöls auf Mo- tortauglichkeit  Festlegung der Schulungstermine und o Testlauf in einem Technikumsmo- –orte tor o Abgasmessung o Cetanwert-Messung  Analyse des Restmaterials: Chemische Analyse auf organische Stoffe und wasserlösliche Salze, De- ponieverträglichkeit nach Euro DIN  Festlegungen zur Konkretisierung des Lieferumfangs, der Leistungsmerkma- le der Anlage sowie der Schnittstellen zum Kundenmf_rev 35 03/2012 * confidential / vertraulich * publishing prohibited without written permission © 2011 by Bionic Group of companies (patents pending) 26

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