Wkk Sablatnig Gesetzloses Internet 20080311.Gast

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    Wkk Sablatnig Gesetzloses Internet 20080311.Gast - Presentation Transcript

    1. Gesetzloses Internet? Tag der Kärntner Tourismuswirtschaft Mag. Martin Sablatnig Team Wirtschaftsrecht, Servicezentrum, Wirtschaftskammer Kärnten 11. März 2008
    2. Agenda:  Bewertungsplattformen – wie gehe ich rechtlich damit um?  Was ist bei Vertragsabschlüssen im Internet zu beachten?  Impressumspflichten  Besondere Gefahren: „Die Internet-Abzocke“ 2
    3. Grundthese „Wer das Internet mit klassischem Recht kontrollieren will, hat es nicht verstanden!“ 3
    4. Problemstellung Das Internet ist ein weltweites Netz! Oft versagt daher unser „klassisches Recht“. Relevante Fragen: Anwendbares Recht? Gerichtsstand? Beweisbarkeit? Lösungsbeispiel: Die internen „Spielregeln“ von Ebay 4
    5. Beispiel: „Negativer Eintrag“  Sicht des Betroffenen: Sie werden von einem Kunden auf einer Bewertungsplattform „verrissen“ und wollen sich dagegen wehren.  Sicht der Plattform: Es handelt sich um eine Kundenbewertung, die nur persönliche Erfahrungen darstellt. 5
    6. Gesetzliche Rahmenbedingungen Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein verfassungsmäßig garantiertes Recht und Basis jeder demokratischen Gesellschaft! Unterscheide: Unwahre Tatsachenbehauptung - nicht überprüfbares Werturteil 6
    7. Gesetzliche Rahmenbedingungen Nicht überprüfbare Werturteile sind zulässig. Diese lassen keinen Wahrheitsbeweis zu. • Beispiel: „Das Essen hat mir nicht geschmeckt!“ Unwahre Tatsachenbehauptungen sind nicht zulässig. • Beispiel: „Das Essen war verdorben!“ Achtung: Fließende Grenzen - Einzelfallentscheidung! 7
    8. Lösungsmöglichkeiten  Rechtliche Möglichkeiten nur bei unwahren Tatsachenbehauptungen!  Plattformbetreiber muss Identität des Bewerters nicht bekanntgeben (Datenschutz).  Grundsätzliche Haftung des Plattform- betreibers, wenn er weiß, dass rechtswidrige Bewertungen verbreitet werden. 8
    9. Lösungsmöglichkeiten  Sofortige Kontaktaufnahme mit Plattform- betreiber, wenn unwahre Tatsachen- behauptungen bekannt werden.  Die Wirtschaftskammer unterstützt gerne!  Rechtliche Schritte? Welches Recht, welcher Gerichtsstand und welcher AUFWAND? 9
    10. Vertragsabschlüsse im Internet  Nicht nur „klassische“ Verträge sind gültig!  Auch Vereinbarungen, die per E-Mail abge- schlossen werden, sind rechtlich bindend!  Es gelten –zumindest- die allgemeinen Rechtsgrundsätze und Sonderbestimmungen. Praxisproblem: Beweisbarkeit Hoffnung: Digitale Signatur 10
    11. Impressumsvorschriften Jede Homepage muss ein Impressum haben - Verstöße können zu Strafen führen! Beispiele für verpflichtende Angaben:  Name – Firma  Firmenbuchnummer  Rechtsform  Standort 11
    12. Impressumsvorschriften - Lösung Unser Tipp: Verlinken Sie ihre Homepage mit dem Firmen A-Z der Wirtschaftskammer - dann haben Sie ein rechtlich korrektes Impressum mit Zusatznutzen (Karte und Routenplaner)! Wie geht das? Ganz einfach mit Mitgliedsnummer und Pin-Code auf wko.at einloggen... 12
    13. Beispiel: „Die Internet-Abzocke“ Sie suchen und finden im Internet Informationen und werden aufgefordert, persönliche Daten anzugeben.  Wenige Tage später flattert eine Rechnung ins Haus, weil es sich um ein kosten- pflichtiges Angebot gehandelt hat. 13
    14. Beispiel: „Die Internet-Abzocke“ Bekommen auch Sie regelmäßig solche Mails?  Unterstützen Sie uns bei Finanztransaktionen!  Sie haben bei der (spanischen) Lotterie gewonnen!  Sie sind Erbe eines Millionenvermögens in Afrika!  Ihre Bank braucht persönliche Kontodaten 14
    15. Wie schütze ich mich? Geben Sie niemals persönliche Daten bekannt! Beantworten Sie niemals solche Mails! Nützlicher Link – aktuelle Watchlist: www.ombudsmann.at Wenden Sie sich bei Problemen sofort an Ihre Wirtschaftskammer! 15
    16. Zum Abschluss: ...die traurige – aber leider wahre - Geschichte vom englischen Pfarrer und den 16 italienischen Nonnen... 16

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