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Es müssen nicht immer Medikamente sein (www.humannews.de)

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Es müssen nicht immer Medikamente sein.

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  • 1. 05.10.09 | NaturaMed-VEREIN e.V. | Komplementärmedizin Es müssen nicht immer Medikamente sein Zum Tag der Naturheilkunde am 10. Oktober 2009 Bad Waldsee (humannews) Interview mit dem Experten Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee, zum Thema Ganzheitsmedizin. Was verstehen wir per Definition unter Ganzheitsmedizin? Bei der Ganzheitsmedizin geht es vor allem um den Dialog mit dem Patienten, das Zuhören. Allein das macht schon 60 Prozent der Diagnose aus. Wenn der Arzt sich dann noch genügend Zeit nimmt, um die nötigen Maßnahmen zu erläutern, wird der Patient viel zuverlässiger mitarbeiten als wenn er nach fünf Minuten wieder vor der Tür steht und nur einen Horror-Beipackzettel liest. Wie sieht die Behandlung von Symptomen in der Praxis aus? Vegetative Störungen, z. B. Bluthochdruck, Migräne/Kopfschmerzen oder Stress, können mit Heilpflanzen oder auch Entspannungstraining, wie z. B. autogenes Training oder progressive Muskelentspannung angegangen werden. Steuerungsstörungen werden am erfolgreichsten mit Homöopathie und Ernährungsumstellung, manchmal auch mit pflanzlichen Hormonersatzstoffen therapiert, in der Schulmedizin mit Hormonpräparaten. Seelische Störungen sollten mit stützenden Gesprächen oder fachmännischer Psychotherapie behandelt werden, manchmal auch mit pflanzlichen Medikamenten wie z. B. Johanniskraut gegen Depressionen, Baldrian gegen Einschlafstörungen oder im Notfall mit Psychopharmaka. Die Frage nach dem Sinn des Lebens sollte man sich selbst regelmäßig stellen, am besten in Kombination mit Meditation oder Entspannungsübungen, um dabei die nötige innere Ruhe und den Abstand zum Alltag zu haben. Ab wann kann ich auf Medikamente verzichten? Von Pharmaschelte halte ich gar nichts. Diese Frage ist viel zu allgemein, als dass man darauf seriös antworten könnte. Bei bestimmten chronischen Erkrankungen können wir dankbar sein, dass durch wissenschaftliche Forschungen hervorragende Medikamente auf dem Markt sind, ohne die ein Heilungsprozess nicht denkbar wäre. Es müssen jedoch die Alternativen, also viele pflanzlichen und naturheilkundlichen Medikamente vom Patienten leider selbst bezahlt werden. Jetzt muss man verstärkt darauf achten, ob man sich die Nebenwirkungen der chemischen Mittel antun will oder ob man lieber nach gesünderen Alternativen sucht. Wann ist Ganzheitsmedizin per se erfolgreich? Besonders bei den vielen chronischen Krankheiten können mit diesen Methoden versteckte Ursachen gefunden werden. Dann allerdings beginnt der eigentliche Kraftakt der geduldigen Heilung. Ich denke übrigens, dass die Hälfte meiner Patienten auch durch ein exaktes Zuhören und ein mitfühlendes diagnostisches Denken der schulmedizinischen Ärzte hätten gut diagnostiziert und behandelt werden können. Aber wenn ein Arzt sich keine Zeit nimmt, innerlich gehetzt und getrieben ist, nur noch an sein Kassen-Budget und die Angst vor Gehaltskürzungen denkt und vor lauter Verwaltungsaufwand total frustriert ist wie soll er denn da noch einen klaren Kopf bewahren und einfühlsam sein können? Ein Ganzheitsmediziner muss weiter denken und vorausschauen: Ein Beispiel ist der klassische Spannungskopfschmerz oder die leberbedingte Migräne, die meist einseitig vom Nacken bis zur Stirn und Schläfe zieht. Salopp gesagt: Schulmedizin agiert hier mit der Kombination von Aspirin und eventuell Krankengymnastik. Ganzheitsmedizin geht komplex und langfristiger mit der Ursache um. Hier empfiehlt sich beispielsweise die Kombination aus Entspannungsübungen mit Anti-Stress-Strategien sowie eine pflanzliche und homöopathische Lebertherapie. Bei Migräne ist die Ursache extrem häufig in einer Störung des
  • 2. Krankengymnastik. Ganzheitsmedizin geht komplex und langfristiger mit der Ursache um. Hier empfiehlt sich beispielsweise die Kombination aus Entspannungsübungen mit Anti-Stress-Strategien sowie eine pflanzliche und homöopathische Lebertherapie. Bei Migräne ist die Ursache extrem häufig in einer Störung des Leberstoffwechsels zu finden. Abgerundet wird die Behandlung durch die Diagnose und Stabilisierung der Psyche. Innerhalb eines Jahres könnten so bis zu 80 Prozent aller Migränefälle ausgeheilt werden. Wie lange hat das Thema Ganzheitsmedizin Tradition in Deutschland bzw. in der westlichen Welt und gibt es Vorbilder? Vorbilder sind zum Beispiel der große Homöopath Hahnemann oder der Pfarrer Kneipp. Der ideale Hausarzt war eigentlich immer ein Ganzheitsmediziner, der seine Patienten samt Familie gut kannte, Hausbesuche machte und dadurch Einblick in Umfeld und Psyche hatte. Heute ist der Hausarzt zumeist leider nur noch ein Symptombehandler in einer 5-Minuten-Sprechstunde, Weiter-Überweiser, wenn sein Budget überschritten ist, Formular und Bericht-Ausfüller, überbürokratisierter Dokumentierer, Budget-Verwalter der Krankenkassen und 10,- Euro Eintreiber und Überwacher bei jedem Patientenbesuch. Gibt es eine Checkliste für den Patienten bei der Auswahl geeigneter Ärzte und Behandlungsmethoden? Ja, man sollte auf folgende Zusatztitel achten: Naturheilverfahren und Homöopathie. Außerdem sind ggf. Zusatztitel wie Chirotherapie (Manuelle Medizin), Akupunktur (mind. A oder B-Diplom) oder Psychotherapie wichtige Spezialisierungen. Die Ärzte sollten mindestens acht verschiedene Naturheilverfahren anbieten und über die entsprechenden Zertifikate verfügen. In der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee werden für stationäre und ambulante Patienten sogar über 50 verschiedene Naturheilverfahren angeboten, um so jedem Patienten die optimale Therapie zugutekommen zu lassen. Allerdings muss der Patient bei einigen Behandlungen individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL) einplanen, die selbst zu zahlen sind. Welche Probleme sehen Sie gegenwärtig beim deutschen Gesundheitssystem? Eines der größten Probleme der modernen Medizin ist, dass über 60 Prozent der Medikamente gar nicht oder nicht vollständig eingenommen werden und im Müll landen. Die Compliance also die persönliche Mitarbeit des Patienten ist in unserer unmenschlichen 5-Minuten-Medizin mehr als miserabel. Den uneingeschränkten Glauben an die Götter in Weiß gibt es schon lange nicht mehr und jeder Beipackzettel eines chemischen Medikamentes lässt ihn weiter schwinden. Kein Wunder, dass das Misstrauen gegen die Medizinmänner" immer größer wird. www.humannews.de Pressekontakt: NaturaMed-VEREIN e.V. Claudia Burkhardt Telefon: +49 (30) 201 88 565 E-Mail: presse@naturamed.de Homepage: http://www.naturamed.de Schlagwörter: Naturheilkunde, Ganzheitsmedizin, Komplementärmedizin, Vegetative Störungen, Bluthochdruck, Migräne, Kopfschmerzen, Stress, Heilpflanzen, Entspannungstraining, Autogenestraining, Muskelentspannung, Steuerungsstörungen, Homöopathie, Ernährung, Hormonersatzstoffe, Schulmedizin, Hormonpräparate, Psychotherapie, Johanniskraut, Depressionen, Baldrian, Einschlafstörungen, Psychopharmaka, Meditation <- Zurück zu: aktuell

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