Recht im NetzRomain-Rolland-GymnasiumBerlin, 20. Februar 2013Matthias Spielkampm.spielkamp@iRights-lab.de | 030.893.70.105...
iRights.infoUrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalenWelt - online seit 2005
Worum geht es?‣Urheberrecht‣Persönlichkeitsrecht‣Haftungsfragen‣[Datenschutz]
UrheberrechtAlle Rechte vorbehalten.‣keine Registrierung von Urheberrechten nötig‣keine Kennzeichnungspflicht‣kaum Ausnahme...
Ausnahmen‣Schranken des Urheberrechts ‣ Privatkopie ‣ Zitat ‣ Verwendung in Schule und Unterricht
Privatkopie§ 53 Vervielfältigungen zum privaten und sonstigeneigenen Gebrauch(1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen...
Privatkopie Kopien zu privaten Zwecken - für Freunde und Familie - sind gestattet wie viele das sein können, ist unbestimmt
Zitat‣ Urheberrecht gestattet das Zitieren ausdrücklich,  ohne dass Urheber oder sein Vertreter, der  Rechteinhaber (z.B. ...
Zitat‣ aber: nur "sofern die Nutzung in ihrem Umfang  durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist“ (§  51 Urheberrechtsg...
Zitat  Regeln:‣ Jedes Zitat muss einen Zweck erfüllen‣ Das Zitat muss kenntlich gemacht werden, der  übernommene Inhalt un...
Verwendung in Schule und Unterrichtnicht-öffentlich:‣der unmittelbare Unterricht in einer Schulklasse (oder einer vergleic...
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GrundsatzFür die Veröffentlichung eines fremden Werksbenötigen Sie die Zustimmung des Rechteinhabers- also des Urhebers od...
PersönlichkeitsrechtBildnisse dürfen nur mit Einwilligung desAbgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schaugestellt wer...
PersönlichkeitsrechtAuch hier gilt:Die Website der Schule, aber auch das Weblogeiner Schülerin, der Artikel in der (gedruc...
PersönlichkeitsrechtWas ist mit Facebook?Kommt drauf an:‣Profile - wie viele "Freunde" hat man?‣Seiten - per se öffentlich
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Matthias Spielkamp: Recht im Netz

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Jeder, der das Internet – vor allem soziale Netzwerke – aktiv nutzt, verletzt nahezu zwangsläufig Urheberrechte. Im Vordergrund steht daher nicht mehr nur die Frage, ob und wie wir das verhindern können, sondern wie wir damit umgehen. Wie schaffen wir es, teure Abmahnungen zu vermeiden und auch den Kindern Respekt vor Kreativität und Privatsphäre zu vermitteln? Der klassenübergreifende Elternabend informierte über die Fallstricke des aktuellen deutschen Urheberrechts, über Reformbemühungen und den Einsatz von freien Inhalten.

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  1. 1. Recht im NetzRomain-Rolland-GymnasiumBerlin, 20. Februar 2013Matthias Spielkampm.spielkamp@iRights-lab.de | 030.893.70.105Twitter: @spielkamp | @iRightsinfo | @iRightslab
  2. 2. iRights.infoUrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalenWelt - online seit 2005
  3. 3. Worum geht es?‣Urheberrecht‣Persönlichkeitsrecht‣Haftungsfragen‣[Datenschutz]
  4. 4. UrheberrechtAlle Rechte vorbehalten.‣keine Registrierung von Urheberrechten nötig‣keine Kennzeichnungspflicht‣kaum Ausnahmen für die Vervielfältigung und Veröffentlichung fremder Werke
  5. 5. Ausnahmen‣Schranken des Urheberrechts ‣ Privatkopie ‣ Zitat ‣ Verwendung in Schule und Unterricht
  6. 6. Privatkopie§ 53 Vervielfältigungen zum privaten und sonstigeneigenen Gebrauch(1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie wederunmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglichgemachte Vorlage verwendet wird. Der zur Vervielfältigung Befugte darf die Vervielfältigungsstücke auch durch einen anderen herstellen lassen, sofern diesunentgeltlich geschieht oder es sich um Vervielfältigungen auf Papier oder einem ähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder andererVerfahren mit ähnlicher Wirkung handelt. (2) Zulässig ist, einzelne Vervielfältigungsstücke eines Werkes herzustellen oder herstellen zu lassen 1. zum eigenenwissenschaftlichen Gebrauch, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und sie keinen gewerblichen Zwecken dient, 2. zur Aufnahme inein eigenes Archiv, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und als Vorlage für die Vervielfältigung ein eigenes Werkstück benutztwird, 3. zur eigenen Unterrichtung über Tagesfragen, wenn es sich um ein durch Funk gesendetes Werk handelt, 4. zum sonstigen eigenen Gebrauch, a) wenn essich um kleine Teile eines erschienenen Werkes oder um einzelne Beiträge handelt, die in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen sind, b) wenn es sich um einseit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt. Dies gilt im Fall des Satzes 1 Nr. 2 nur, wenn zusätzlich 1. die Vervielfältigung auf Papier oder einemähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit ähnlicher Wirkung vorgenommen wird oder 2. eine ausschließlichanaloge Nutzung stattfindet oder 3. das Archiv im öffentlichen Interesse tätig ist und keinen unmittelbar oder mittelbar wirtschaftlichen oder Erwerbszweckverfolgt. Dies gilt in den Fällen des Satzes 1 Nr. 3 und 4 nur, wenn zusätzlich eine der Voraussetzungen des Satzes 2 Nr. 1 oder 2 vorliegt. (3) Zulässig ist,Vervielfältigungsstücke von kleinen Teilen eines Werkes, von Werken von geringem Umfang oder von einzelnen Beiträgen, die in Zeitungen oder Zeitschriftenerschienen oder öffentlich zugänglich gemacht worden sind, zum eigenen Gebrauch 1. zur Veranschaulichung des Unterrichts in Schulen, in nichtgewerblichenEinrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in Einrichtungen der Berufsbildung in der für die Unterrichtsteilnehmer erforderlichen Anzahl oder 2. fürstaatliche Prüfungen und Prüfungen in Schulen, Hochschulen, in nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in der Berufsbildung in dererforderlichen Anzahl herzustellen oder herstellen zu lassen, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist. Die Vervielfältigung einesWerkes, das für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmt ist, ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig. (4) Die Vervielfältigung a) graphischerAufzeichnungen von Werken der Musik, b) eines Buches oder einer Zeitschrift, wenn es sich um eine im wesentlichen vollständige Vervielfältigung handelt, ist,soweit sie nicht durch Abschreiben vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig oder unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz1 Nr. 2 oder zum eigenen Gebrauch, wenn es sich um ein seit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt. (5) Absatz 1, Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 bis 4 sowieAbsatz 3 Nr. 2 finden keine Anwendung auf Datenbankwerke, deren Elemente einzeln mit Hilfe elektronischer Mittel zugänglich sind. Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 sowieAbsatz 3 Nr. 1 finden auf solche Datenbankwerke mit der Maßgabe Anwendung, dass der wissenschaftliche Gebrauch sowie der Gebrauch im Unterricht nicht zugewerblichen Zwecken erfolgen. (6) Die Vervielfältigungsstücke dürfen weder verbreitet noch zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden. Zulässig ist jedoch,rechtmäßig hergestellte Vervielfältigungsstücke von Zeitungen und vergriffenen Werken sowie solche Werkstücke zu verleihen, bei denen kleine beschädigteoder abhanden gekommene Teile durch Vervielfältigungsstücke ersetzt worden sind. (7) Die Aufnahme öffentlicher Vorträge, Aufführungen oder Vorführungeneines Werkes auf Bild- oder Tonträger, die Ausführung von Plänen und Entwürfen zu Werken der bildenden Künste und der Nachbau eines Werkes der Baukunstsind stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.
  7. 7. Privatkopie Kopien zu privaten Zwecken - für Freunde und Familie - sind gestattet wie viele das sein können, ist unbestimmt
  8. 8. Zitat‣ Urheberrecht gestattet das Zitieren ausdrücklich, ohne dass Urheber oder sein Vertreter, der Rechteinhaber (z.B. Verlag), um Erlaubnis gefragt werden muss‣ gilt auch für Zitate im Internet, auf Webseiten, in Blogs oder auf Profilseiten
  9. 9. Zitat‣ aber: nur "sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist“ (§ 51 Urheberrechtsgesetz)
  10. 10. Zitat Regeln:‣ Jedes Zitat muss einen Zweck erfüllen‣ Das Zitat muss kenntlich gemacht werden, der übernommene Inhalt unverändert bleiben‣ Das Zitat darf nicht über einen zweckmäßigen Umfang hinausgehen‣ Zitieren nur aus veröffentlichten Werken
  11. 11. Verwendung in Schule und Unterrichtnicht-öffentlich:‣der unmittelbare Unterricht in einer Schulklasse (oder einer vergleichbaren, für längere Zeit unverändert bleibenden Arbeits- bzw. Neigungsgruppe)‣im Stundenplan verankert‣von einer Lehrkraft betreut (Wahl- und Förderunterricht, Schulchor, AG Schulspiel, Schulmannschaften im Sport etc.)
  12. 12. Verwendung in Schule und Unterrichtöffentlich:‣Tage der Offenen Tür‣Schulfeste‣öffentliche oder für die ganze Schule zugängliche Theater-, Musik- oder Sportveranstaltungen usw.‣Schulpublikationen (Schülerzeitung, Jahresbericht, Schulradio)
  13. 13. GrundsatzFür die Veröffentlichung eines fremden Werksbenötigen Sie die Zustimmung des Rechteinhabers- also des Urhebers oder des Verwerters (Verlag,Musiklabel etc.)
  14. 14. PersönlichkeitsrechtBildnisse dürfen nur mit Einwilligung desAbgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schaugestellt werden. § 22 Kunsturheberrechtsgesetz (KUG)
  15. 15. PersönlichkeitsrechtAuch hier gilt:Die Website der Schule, aber auch das Weblogeiner Schülerin, der Artikel in der (gedruckten)Schülerzeitung sind öffentlich.Und die Web-Angebote von Vereinen undInitiativen sowieso...
  16. 16. PersönlichkeitsrechtWas ist mit Facebook?Kommt drauf an:‣Profile - wie viele "Freunde" hat man?‣Seiten - per se öffentlich
  17. 17. Vielen Dank!Fragen und DiskussionMatthias Spielkampwww.iRights.info | www.iRights-lab.dem.spielkamp@iRights-lab.deTwitter: @spielkamp | @iRightsinfo | @iRightslab030.893.70.105CC-by 3.0 de
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