Baustoffe und Bauteile
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Baustoffe und Bauteile

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  • Die Musterbauordnung Die Musterbauordnung enthält zunächst eine grundsätzliche brandschutztechnische Definitionen für Baustoffe und Bauteile. Sie unterscheidet Baustoffe hinsichtlich ihres Brandverhaltens in: nichtbrennbare Baustoffe (Baustoffklasse A) brennbare Baustoffe (Baustoffklasse B) Sie unterscheidet Bauteile hinsichtlich ihres Feuerwiderstandes in: feuerhemmende Bauteile (Feuerwiderstand von 30 Minuten – F30) hochfeuerhemmende Bauteile (Feuerwiderstand von 60 Minuten – F60) feuerbeständige Bauteile (Feuerwiderstand von mind. 90 Minuten – F90) Anforderungen an die Feuerwiderstandsfähigkeit Die Feuerwiderstandsdauer sagt aus, wie lang ein Bauteil einem Brand widerstehen kann und über den genannten Zeitraum die Übertragung von Feuer und Rauch im definierten Maße verhindern kann. Die Feuerwider­standsklassen F30, F60 und F90 (Feuerwiderstand von 30, 60, 90 Minuten) finden sich dann als Zahlenangabe in den Bauteilbezeichnungen wieder. Des weiteren werden unter Verwendung der o.g. Definitionen die Anforderungen an Bauteile bei unterschiedlicher Einbausituation bzw. Funktion der Räumlichkeiten in der Musterbauordnung definiert. Dies betrifft z.B.: Tragende Wände, Pfeiler, Stützen Außenwände, Trennwände, Brandwände Decken, Dächer Treppen, Treppenräume Flure Aufzugsanlagen Lüftungs- /Leitungs- /Feuerungsanlagen etc.
  • Baustoffprüfung / -bewertung Die Prüfung der Baustoffqualität erfolgt dabei mit einem Entflammungsversuch (Baustoffklasse B2) bzw. im Brandschacht (Baustoffklasse B1) in dem Brandproben vertikal beflammt werden und bei dem u. a. die nach Versuchsende verbleibende Restlänge der Proben für die Bewertung maßgebend ist. Die materiellen Anforderungen an Baustoffe hinsichtlich ihres Brandverhaltens sind dabei in der obigen Tabelle dargestellt.
  • Die Bezeichnungen der Baustoffklasse B bedeuten dabei: B1 = schwerentflammbar: Der Baustoff brennt nach Entzug der Zündquelle nicht selbstständig weiter. B2 = normalentflammbar: Der Baustoff brennt nach Entzug der Brandquelle selbstständig weiter. B3 = leicht entflammbar: Der Baustoff lässt sich leicht entzünden und brennt mit einer schnellen Brandausbreitung. Die Verwendung von Baustoffen der Baustoffklasse B3 ist gemäß §26(1) MBO grundsätzlich verboten, es sei denn diese Baustoffe sind in Verbindung mit anderen Baustoffen mindestens normalentflammbar (Baustoffklasse B2).
  • Bauteilprüfung / -bewertung Die Bauteilprüfung nach DIN 4102 erfolgt in normierten Prüföfen bzw. mit normierten Prüfaufbauten bei einem ebenfalls normierten Brandverlauf. Die Brandraumtemperatur im Bezug auf die Zeitachse ist der Einheitstemperaturzeitkurve (ETK) zu entnehmen. Einheitstemperaturzeitkurve nach DIN 4102: Besteht ein Bauteil die Prüfung bei ETK im Prüfofen über die Zeit von mindestens 30, 60, 90 oder 120 Minuten, so wird es in die Feuerwiderstandsdauer F30, F60, F90 oder F120 eingestuft. Je nach Ausbildung der Bauteile aus brennbaren oder nichtbrennbaren Baustoffen erfolgt über die zusätzliche Baustoffklassifizierung eine weitere Unterscheidung der Bauteile, die sich auch in der bauaufsichtlichen Benennung der Bauteile in der Musterbauordnung bzw. den Landesbauordnungen und Sonderbauverordnungen wiederfindet. Die Feuerwiderstandsdauer wird somit grundsätzlich in Form der Zeitangabe definiert.
  • Je nach Bauteil und Einbauort ist im Brandfall mit einer anderen Brandbeanspruchung zu rechnen. Dies wird in der DIN 4102 dadurch berücksichtigt, dass für Sonderbauteile auch andere Prüfkriterien bzw. Prüfaufbauten vorzusehen sind. So ist eine Prüfung für eine Wand im Teil 2 der DIN 4102 geregelt, die Prüfung einer Brandschutztür jedoch in der DIN 4102 Teil 5. Die sofortige Unterscheidung wird durch die unterschiedliche Kurzbezeichnung der Bauteile möglich, wie sie in der folgenden Tabelle dargestellt sind. Auch bei den Sonderbauteilen bleibt die Unterscheidung über die Zeitangabe des Widerstandes gegeben.
  • Je nach Bauteil und Einbauort ist im Brandfall mit einer anderen Brandbeanspruchung zu rechnen. Dies wird in der DIN 4102 dadurch berücksichtigt, dass für Sonderbauteile auch andere Prüfkriterien bzw. Prüfaufbauten vorzusehen sind. So ist eine Prüfung für eine Wand im Teil 2 der DIN 4102 geregelt, die Prüfung einer Brandschutztür jedoch in der DIN 4102 Teil 5. Die sofortige Unterscheidung wird durch die unterschiedliche Kurzbezeichnung der Bauteile möglich, wie sie in der folgenden Tabelle dargestellt sind. Auch bei den Sonderbauteilen bleibt die Unterscheidung über die Zeitangabe des Widerstandes gegeben.
  • Vergleichbar mit F-Klassifizierung
  • Vergleichbar mit G-Klassifizierung
  • I für Bauteile zur Beschreibung der Feuerwiderstandsfähigkeit I1 und I2 für Feuerschutzabschlüsse (einschließlich Abschlüsse für Förderanlagen)
  • Beispiel Brandwand
  • Rauchschutztüren, Feuerschutzabschlüsse (einschließlich Abschlüsse für Förderanlagen)
  • Rauchschutztüren, Lüftungsanlagen einschließlich Klappen
  • Je nach Bauteil und Einbauort ist im Brandfall mit einer anderen Brandbeanspruchung zu rechnen. Dies wird in der DIN 4102 dadurch berücksichtigt, dass für Sonderbauteile auch andere Prüfkriterien bzw. Prüfaufbauten vorzusehen sind. So ist eine Prüfung für eine Wand im Teil 2 der DIN 4102 geregelt, die Prüfung einer Brandschutztür jedoch in der DIN 4102 Teil 5. Die sofortige Unterscheidung wird durch die unterschiedliche Kurzbezeichnung der Bauteile möglich, wie sie in der folgenden Tabelle dargestellt sind. Auch bei den Sonderbauteilen bleibt die Unterscheidung über die Zeitangabe des Widerstandes gegeben.
  • Neben DIN 4102-4: 1994-09 ist auch die Änderung A1 und DIN 4102-22 jeweils in der Fassung November 2004 zu beachten Bauprodukte, die weder in BRL A und B aufgeführt sind und aufgrund von bauaufsichtlichen Anforderungen sicherheitsrelevant sind, benötigen eine Zulassung. Weitere Beispiele Kabelabschottungen, Rohrabschottungen, F-Verglasungen, Stahlbauteile mit Dämmschichtbildnern und Türen: Diese waren bisher nach DIN 18082-1 geregelt. Abweichung = Zulassung, jetzt immer Zulassung. Eigentlich reicht ABP, doch da außer Prüfungen nach DIN 4102-5 auch Funktionsprüfungen erforderlich sind, ist Zulassung erforderlich. Momentan sind für T 30 RS noch ein ABP und ABZ erforderlich, später Regelung nur über ABZ. Für Zulassungen ist insbesondere der Anwendungsbereich und die Bestimmungen für die Ausführung wichtig. Neben der Zulassung sind die Einbauvorgaben zu beachten. Ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis ist nicht zu verwechseln mit Prüfberichten von Durchgeführten Brandprüfungen Zustimmung im Einzelfall nur erforderlich, wenn Abweichung wesentlich von den Nachweisen. Nicht erforderlich, wenn keine Gefahren nach § 3 (1) MBO (insbesondere Leben, Gesundheit und natürliche Lebensgrundlagen) zu erwarten sind.
  • Generell muss zusätzlich eine Werkseigene Produktkontrolle erfolgen. Wichtig: Es gilt die Art des Übereinstimmungsnachweises, der in der BRL aufgeführt ist, das was in der Zulassung oder in dem Prüfzeugnis steht ist irrelevant, außer es wird in der BRL explizit darauf verwiesen.
  • Beispiele A1: Schiebetüren für Aufzüge in feuerbeständigen Wänden nach DIN 18091 GKF-Platte nach DIN 18180 Mauerziegel nach DIN 105 Beispiel: Keine a.a.R.d.T: Kabelabschottungen, reaktive Baustoffe A2: Türen und Tore als Rauchabschlüsse nach ABP Rohrummantelungen nach ABP Liste C: Randdämmstreifen für Estriche
  • Beispiele Geregelte Bauarten: Mauerwerkswand nach DIN 4102-4, kein Ü-Nachweis erforderlich, jedoch sinnvoll von der ausführenden Firma eine Bestätigung der Ausführung nach DIN 4102-4 einzufordern. Keine a.a.R.d.T, Abweichung von DIN 4102-4: Nichttragende, innere Trennwand mit Gipsfaserplatte (statt Gipskartonplatten) A3: Baurarten zur Herstellung von Rohrummantelungen nach ABP Rohrabschottungen (kein Dämmschichtbildner und keine Mechanik) nach ABP
  • Beispiel: Harmonisierte Produktnormen: natürliche und maschinelle Rauabzugsgeräte Zulassung nach EOTA Leitlinien: Bausätze für innere Trennwände zur Verwendung als nichttragende Wände Zulassung ohne EOTA Leitlinien: Dämmstoffe aus pflanzlichen oder tierischen Fasern Bauprodukte mit zusätzlichen nationalen Verwendbarkeitsnachweisen: Rauchschürzen
  • Fälschungen erkennbar, wenn z.B. der mittlere Strich des „E“´s in gleicher Höhe mit den anderen Strichen abschließt - > Hier haben wir es dann mit China Export zu tun.

Baustoffe und Bauteile Baustoffe und Bauteile Presentation Transcript

  • Klassifizierung von Baustoffen und Bauteilen
  • Inhalt
    • Grundsätzliches
    • Klassifizierung von Baustoffen
      • National
      • Europäisch
    • Klassifizierung von (Sonder-) Bauteilen
      • National
      • Europäisch
    • Verwendbarkeitsnachweise und Übereinstimmungserklärungen
    • Ein Schutzziel § 14 MBO lautet „Verhinderung der Ausbreitung von Feuer und Rauch“, d. h. Baustoffe bzw. Bauteile müssen so gewählt sein, dass
          • sie sich nicht an einem Brand beteiligen,
          • der Durchgang von Feuer und Rauch verhindert wird,
          • der Raumabschluss (allseitig) gewahrt wird und
          • eine Brandweiterleitung durch Wärmestrahlung vermindert wird (unzulässige Temperatur auf der dem Feuer abgekehrten Seite).
    Baurechtliche Grundanforderungen an Baustoffe und Bauteile
  • Normen zur Klassifizierung von Baustoffen
    • DIN 4102 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen“
      • Beinhaltet die Klassifizierungen und die Prüfverfahren
      • Für Bauteile, Baustoffe und Sonderbauteile
      • Umfasst Brennbarkeit und Feuerwiderstand
    • DIN EN 13501 „Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten“
      • Beschreibt nur die Klassifizierung
      • Prüfverfahren werden in weiteren Normen beschrieben
      • Für Bauprodukte und Bauarten
      • Umfasst Feuerwiderstandsverhalten, Feuerwiderstandsfähigkeit, Brandverhalten, Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen
  • Klassifizierung von Baustoffen - national A A1 A2 nichtbrennbare Baustoffe nach DIN 4102 vollständig aus nichtbrennbaren Bestandteilen  überwiegend aus nichtbrennbaren Bestandteilen  B B1   B2 B3 brennbare Baustoffe nach DIN 4102 schwerentflammbare Baustoffe normalentflammbare Baustoffe leichtentflammbare Baustoffe
    • Baustoffklasse A1
    • nicht brennbare Baustoffe nach DIN 4102 Teil 4
    • z. B. Stein, Stahl, Kies, Lehm, Ton, Ziegel, Glas, Gips, Mörtel, keramische Platten
    • Baustoffklasse A2
    • nicht brennbare Baustoffe nach DIN 4102 Teil 4 z. B. Gipskartonplatten nach DIN 18180 mit geschlossener Oberfläche
    Nichtbrennbare Baustoffe
    • Baustoffklasse B1
    • brennbare Baustoffe nach DIN 4102 Teil 4; z.B. Holzwolle-Leichtbauplatten, Gipskartonplatten nach DIN 18180 mit gelochter Oberfläche
    • Tektalan, Arma- bzw. Kaiflex
    • Baustoffklasse B2
    • brennbare Baustoffe nach DIN 4102 Teil 4; z.B. Holz und Holzwerkstoffe mit einer Rohdichte  400 kg/ m³ und einer Dicke größer 2 mm, Arma- bzw. Kaiflex
    • Baustoffklasse B3
    • brennbare Baustoffe nach DIN 4102 Teil 4; z.B. Holzwolle, Wolle, Papierflocken und Späne
    Brennbare Baustoffe
  • Klassifizierung von Baustoffen – europäisch
    • Brandverhalten
      • Einteilung in A1, A2, B, C, D, E und F
      • Entzündbarkeit
      • Flammenausbreitung
      • Wärmefreisetzung
    • Rauchentwicklung
      • s1, s2, s3
      • Rauchentwicklung nimmt bei größeren Klassenbezeichnungen zu
  • Klassifizierung von Baustoffen – europäisch
    • Brennendes Abtropfen/Abfallen
      • d0 kein brennendes Abtropfen/Abfallen
      • d1 kurzzeitiges brennendes Abtropfen/Abfallen
      • d2 anhaltendes brennendes Abtropfen/Abfallen
      • Abtropfverhalten verschlechtert sich bei größeren Klassenbezeichnungen
    • Kombinationen:
    A1 A2-s1,d0 A2-s1,d1 A2-s1,d2 A2-s2,d0 A2-s2,d1 A2-s2,d2 : : : D-s2,d0 D-s2,d1 D-s2,d2 D-s3,d0 D-s3,d1 D-s3,d2 E E-d2
  • Baustoffklassen – national/europäisch Bauaufsichtliche Bezeichnung national europäisch Nichtbrennbar A1, A2 A1, A2 (nur A2-s1,d0) Schwerentflammbar B1 B, A2 (schlechter A2-s1,d0) Schwerentflammbar B1 C
  • Baustoffklassen – national/europäisch Bauaufsichtliche Bezeichnung national europäisch Normalentflammbar B2 D Normalentflammbar B2 E Leichtentflammbar B3 F
  • Klassifizierung von Bauteilen – national Holz Gipskarton Holz Bauaufsichtliche Benennung Benennung nach DIN 4102 Kurzbe-zeichnung feuerhemmend und aus nichtbrennbaren Baustoffen Feuerwiderstandsklasse F 30 und aus nichtbrennbaren Baustoffen F 30-A feuerhemmend und in den tragenden Teilen aus nichtbrenn-baren Baustoffen Feuerwiderstandsklasse F 30 und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen F 30-AB feuerhemmend Feuerwiderstandsklasse F 30 F 30-B
  • Klassifizierung von Bauteilen – national
    • Weiterführende Klassifizierung
      • Hochfeuerhemmend F 60
      • Feuerbeständig F 90
    • Einteilung gemäß der Zeit des Feuerwiderstands
    • Der Feuerwiderstand umfasst folgende Prüfkriterien nach DIN 4102 Teil 2
      • Verhinderung des Feuerdurchgangs
      • Begrenzte Wärmweiterleitung
      • Mechanischer Widerstand gegen äußere Einflüsse
      • Standsicherheit unter Last
  • Klassifizierung von Sonderbauteilen Stahlstütze: F 90 Brandschutz-verglasung: F 30 Bauteil DIN 4102 Klasse Wände, Decken, Stützen Teil 2 F Brandwände Teil 3 F + Stoßbe-anspruchung Nichttragende Außenwände W Feuerschutzabschlüsse (Türen, Tore, Klappen) Teil 5 T Brandschutzverglasungen - strahlungs un durchlässig Teil 13 F Brandschutzverglasungen - strahlungsdurchlässig G
  • Klassifizierung von Sonderbauteilen Kabelabschottung: S 90 Brandschutz-klappe: K 90 Bauteil DIN 4102 Klasse Rohre und Formstücke für Lüftungsleitungen Teil 6 L Absperrvorrichtungen in Lüftungsleitungen (Brandschutzklappen) K Kabelabschottungen Teil 9 S Installationsschächte und Kanäle Teil 11 I Rohrdurchführungen R Bedachungen Teil 7 Widerstandsfähig geg. Flugfeuer u. strahl. Wärme Funktionserhalt elektr. Leitungen Teil 12 E
    • Die Schlüsselbuchstaben der neuen europäischen Feuerwiderstandsklassen
    • heißen REI . Hinter diesen Buchstaben verbergen sich folgende französische Begriffe:
    • R = Résistance (Tragfähigkeit)
    • E = Etanchéité (Raumabschluß)
    • I = Isolation (Wärmedämmung unter Brandeinwirkung)
    • Für Zusatz-Kennbuchstaben standen englische Begriffe Pate
    • W = Watt (Strahlungsdurchlässigkeit)
    • M = mechanical (mechanische Einwirkung - widerstandsfähig gegen Stoß)
    • C = closing (selbstschließend)
    • S = smoke (begrenzte Rauchdurchlässigkeit - Leckrate)
    • Weiter Einteilung gemäß der Widerstandsdauer
    • 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 oder 240 min
    Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Tragfähigkeit [R]ésistance
    Bauteil widersteht unter mechanischer Beanspruchung der Brandbeanspruchung
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Raumabschluss [E]tanchéité
    Bauteil verhindert Feuerdurchtritt (keine Öffnungen, keine Entflammung)
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Wärmedämmung [I]solation
    Bauteil verhindert Übertragung von Wärme (max. 140 °C im Mittel)
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Strahlung [W]
    Bauteil verhindert Übertragung von Wärmestrahlung (max. 15 kW/m²)
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Widerstand gegen mechanische Beanspruchung [M]echanical
    Bauteil widersteht einer Stoßbeanspruchung
  • Klassifizierung von Bauteilen – europäisch
    • Selbstschließende Eigenschaft [C …]
    Bauteil schließt selbstständig, ggf. mit Anzahl der Lastspiele
    • Rauchdichtheit [S]moke
    Klassifizierung von Bauteilen – europäisch S a = Rauchdichtheit bei Umgebungstemp. S m =Rauchdichtheit bei Umgebungstemp.und bei 200 °C Bauteil verhindert Durchtritt von Gas und Rauch
  • Gliederung nach Klassifizierung RE
    • REI
    • Tragende Wände
    • EI
    • Selbständige Unterdecken
    • Brandschutzverglasungen (F-Verglasung)
    RI
    • R
    • Stützen, Balken
    I
    • E
    • Nichttragende Außenwände
    • Brandschutzverglasungen (G-Verglasung)
  • Klassifizierung von Bauteilen – national / europäisch Brandwand nicht tragend Bauteil national europäisch Tragende Wand F 30 REI 30 Nichttragende Wand F 30 EI 30 Verglasung G 30 E 30 Verglasung F 30 EI 30 Brandwand tragend F 90 REI-M 90 Brandwand nicht tragend F 90 EI-M 90 Außenwandpaneel W 90 E 90 (i  o) EI 90 (i  o)
    • § 17 MBO
    • unterscheidet geregelte Bauprodukte aus …
    • … bekannt gemachten technischen Regeln (z.B. DIN 4102-4)
    • … der Bauregelliste A, B und C
    • und nicht geregelte Bauprodukte …
    • … für die keine technischen Regeln bekannt gemacht sind oder die von diesen wesentlich abweichen oder für die es keine technischen Baubestimmungen oder allgemein anerkannten Regeln der Technik gibt.
    Verwendbarkeitsnachweise und Übereinstimmungserklärungen
  • Bauregelliste
    • … beinhaltet die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten
    • Teil A Bauprodukte und Bauarten gemäß der Landesbauordnung
      • geregelte Bauprodukte und Bauarten
      • nicht geregelte Bauprodukte
      • nicht geregelte Bauarten
    • Teil B Bauprodukte gemäß EU-Vorschriften
      • Bauprodukte gemäß des Bauproduktengesetzes oder der Bauproduktenrichtlinie
      • Bauprodukte gemäß EG-Richtlinien
    • Teil C Bauprodukte mit untergeordneter Bedeutung
      • ohne technische Baubestimmung oder anerkannte Regeln der Technik mit für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen untergeordneter Bedeutung
    • Nicht geregelte Bauprodukte müssen
    • eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (ABZ),
    • ein allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis (ABP),
    • eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) oder
    • eine europäische, technische Zulassung (ETZ)
    • haben.
    Verwendbarkeitsnachweise und Übereinstimmungserklärungen
  • Verwendbarkeitsnachweise Produktnormen (national) z.B. GKB-Platten DIN 4102-4-Produkte z.B. Holzstütze ABZ, z.B. reaktive Baustoffe ZiE, z.B. wesentliche Abweichung von ABZ oder ABP ABP, z.B. RS-Tür National Europäisch Harmonisierte Produktnormen (europäisch), z.B. natürliche Rauchabzugsgeräte EOTA- Zulassungen mit und ohne Leitlinien, z.B. leichte Trennwand
      • Bauprodukte mit zusätzlichen nationalen Nachweisen, z.B. Rauchschürzen
    Bauprodukt/ Bauart Bauprodukt/ Bausatz
  • Übereinstimmungsnachweise Ü ÜH Ü ÜHP Anerkannte Prüfstelle: Vorherige Prüfung ÜZ Ü-Erklärung des Anwenders Anerkannte Zertifizierungsstelle Fremdüberwachung Ü Anwender Ü Bauwerk Produkt
  • Nachweise Bauprodukte (national) Nichtgeregelte Bauprodukte, Bausätze Geregelte Bauprodukte, Bausätze Sonstige Bauprodukte Keine a.a.R.d.T oder Abweichung von BRL A/1 Bauprodukte nach BRL A/2 Kein Verwendbar-keitsnachweis erf. ABP ZiE ABZ Übereinstimmungsverfahren Übereinstimmungszeichen „Ü“ Bauprodukte nach Liste C Kein Übereinstimm-ungsnachweis erf. Technische Regel nach BRL A/1 Kein Ü-Zeichen erf.
  • Nachweise Bauarten (national) Nichtgeregelte Bauarten Geregelte Bauarten Sonstige Bauarten Keine a.a.R.d.T oder Ab-weichung von DIN 4102-4 Bauarten nach BRL A/3 Kein Verwendbar-keitsnachweis erf. ABP ZiE ABZ Übereinstimmungsverfahren Übereinstimmungserklärung des Anwenders Bauarten nach Liste C Kein Übereinstimm-ungsnachweis erf. Bauarten nach DIN 4102-4 Kein Ü-Zeichen erf. Kein Überein-stimmungs-verfahren
  • Nachweise Bauprodukte (europäisch) Nichtgeregelte Bauprodukte, Bausätze nach BauPG Geregelte Bauprodukte/ Bausätze nach BauPG Bauprodukte/ Bausätze mit zusätzlichen nationalen Verwendbarkeits-Nachweisen Klassen und Stufen nach BRL B/1 CE-Zeichen Klassen und Stufen nach BRL B/2 Zulassung ohne EOTA-Leitlinien Zulassung nach EOTA-Leitlinien Harmonisierte Produktnormen CE + Ü-Zeichen
  • Ü-Zeichen
  • CE-Zeichen CE B 123/256 Muster GmbH & Co, Postfach 12, B-1050 99 Zertifikat 55555/55 EN 1234 80 mm Mineralwolle für Verwendung in Gebäuden Brandverhalten – Klasse B Wärmeleitfähigkeit – 0,04 W/mK Biegezugfestigkeit - NPD
  • Besonderheiten
    • RWA nur mit Zulassung der gesamten Anlage einbauen
    • Zulassung der einzelnen Komponenten reicht nicht aus!
  • hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH Hauptsitz: Rotherstraße 19 10245 Berlin Phone: +49 (0)30 895955-0 Fax: +49 (0)30 895955-100 [email_address] www.hhpberlin.de Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Margot Ehrlicher Dipl.-Inf. BW (VWA) Stefan Truthän Dipl.-Ing. Karsten Foth Prokurist: Dipl.-Ing. Harald Niemöller Beirat: Prof. Dr.-Ing. Dietmar Hosser Dr.-Ing. Karl-Heinz Schubert Amtsgericht Berlin Charlottenburg HRB 78 927 Deutsche Bank P+G AG BLZ 100 700 24 Konto-Nr. 1419100 IBAN-Nr. DE52100700240141910000 Swift-Code: DEUTDEDBBER Ust-IdNr. DE217656065