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Teil 2 von Dennis Buchman, Kreativredakteur betterplace lab. …

Teil 2 von Dennis Buchman, Kreativredakteur betterplace lab.
Vortrag vom 19.10.2012 in Zürich


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  • 1. Digital Storytelling – Wie Sie mit guten Geschichtenauch im Internet Menschen bewegen. Zürich, 19. Oktober 2012
  • 2. In dieser Präsentation• Gefühl: Storytelling und Digital Storytelling• Handwerk: Schreiben
  • 3. Digital StorytellingTelling stories with digital technologies
  • 4. StorytellingIdeen, was das sein könnte?
  • 5. Storytelling: RelevanzEs war einmal vor15.000 Jahren in derHöhle von Lascaux inFrankreich…
  • 6. Geschichtenerklären diekomischeWelt dadraußen.
  • 7. Über Geschichten verkauft man sich…
  • 8. …oder seine Botschaft
  • 9. Jeder liest, hört und sieht gerne gute Geschichten.
  • 10. StorytellingMerkmale von Geschichten• Protagonisten / Held• Problem / Konflikt• Plot• Szenen• Chronologie• Identifikationsmöglichkeiten
  • 11. StorytellingKürzeste Geschichte everZu verkaufen: Babyschuhe, ungetragen. (Hemingway)
  • 12. Form Kanal DS Gerät/ Situation
  • 13. Digital Storytelling
  • 14. Digital Storytelling• viele Anekdoten aus verschiedenen Kanälen summieren sich zum Gefühl der Geschichte. Story Anekdoten
  • 15. Digital Storytelling• Aura von Sekundärmaterial
  • 16. Digital Storytelling• Aura von Sekundärmaterial Story Anekdoten
  • 17. Storytelling vs. Digital Storytelling
  • 18. Storytelling Digital Storytelling• Heldenreise • Alltagabenteuer
  • 19. Storytelling• Rezipient ≠ ProduzentDigital Storytelling• Rezipient = Produzent
  • 20. Storytelling Digital Storytelling• Produktion teuer • Produktion billig
  • 21. Storytelling Digital Storytelling• Anfang  Ende • Anfang  … …Kommentare …Teilen …Retweets …eigene Blogposts
  • 22. Storytelling • Rezipient auf SchienenDigital Storytelling • Rezipient schlendert herum (schwer kontrollierbar  Transparenz und Ehrlichkeit)
  • 23. Storytellingwenig Stories  viele RezipientenDigital Storytellingviele  wenig RezipientenStories s. a. Longtail
  • 24. Digital Storytelling• um Sinn zu geben• um Wissen zu übertragen• um zu bilden• um zu informieren• um Bewusstsein zu schaffen
  • 25. Common Sense
  • 26. Unheard Voices
  • 27. #Blogadesh
  • 28. Care: Lottery of Life
  • 29. charity: water
  • 30. charity: water 41
  • 31. charity: water 42
  • 32. charity: water 43
  • 33. Digital Storytelling• Ereignisgetrieben (offline eher hintergründig)
  • 34. Digital Storytelling• Ereignisgetrieben• Produzieren, so live wie´s geht.
  • 35. Neben der Projektseite: fb-Seite oder anderer Ort, umUnterstützer auf dem Laufenden zu halten?
  • 36. Digital Storytelling• Ereignisgetrieben• Produzieren, so live wie´s geht.• Informeller Stil und Authentizität
  • 37. Digital Storytelling• Ereignisgetrieben• Produzieren, so live wie´s geht.• Informeller Stil und Authentizität• Multimedia
  • 38. Digital Storytelling• Ereignisgetrieben• Produzieren, so live wie´s geht.• Informeller Stil und Authentizität• Multimedia• Einfache Feedbackmöglichkeiten  Konsument = Multiplikator = Produzent  mit Respekt behandeln, danke sagen
  • 39. Handwerk SchreibenNo Digital Storytelling without good StorytellingZwei Beispiele
  • 40. Storytelling schlecht gut
  • 41. George Orwell´s Regeln:
  • 42. George Orwell´s Regeln:• Benutze nie Metaphern oder Bilder, die Du schon häufiger in Zeitungen oder woanders gesehen hast.• Benutze nie ein langes Wort, wenn es ein passendes kürzeres gibt.• Wenn es möglich ist, ein Wort rauszukürzen, kürze es immer raus.• Benutze nie das Passiv, wenn Du auch aktiv schreiben kannst• Benutze nie Fachwörter oder Spezialausdrücke, wenn es passende, allgemein verständliche Wörter gibt.• Brich diese Regeln, wenn´s sein muss.
  • 43. Regeln, die George Orwell vergaß:• Benutze aktive Verben statt Nomina.• Schreibe in konkreten Bildern, meide das Abstrakte.• Geize mit Adjektiven, Attributen und Adverbien.• Nutze kurze Hauptsätze, meide Schachteln.• Gib Dir viel Mühe mit der Überschrift und dem ersten Satz.
  • 44. Aufmerksamkeitstrichter Bilder 90 % Ü-Schrift, Teaser, BU 75 % 1. Satz 50 % 1. Absatz 25%
  • 45. Bilder  Nicht zu kleinteilig, weniger Inhalt ist mehr.  Aufmerksamkeit erregen, Fragen provozieren.  Flickr: Erweiterte Suche „Creative Commons“ anklicken.  Bildunterschriften und Urheber nicht vergessen.Foto: exampleUser flickr.com Foto: exampleUser flickr.com Grau in grau: Jenin von oben Projektleiter Ahmed brach sich Arbeiten an der Leinwand den Knöchel und knipste auf dem Weg ins Hospital die Straße von Jenin.
  • 46. Übung: Besser schreibenGestern gelangte auf der Wiese hinter dem Schulhaus einSpielfest für Kinder zur Durchführung. Verb?! Nomen-Verben-Verhältnis 5:1 Perspektive20 Kinder haben gestern auf ihrer Schulwiese stundenlanggespielt, gerauft, gesungen und gefeiert.
  • 47. Übung: Besser schreibenÜber „Alle satt?!“ wird jungen Kindern eine weitreichendeZukunft gegeben, die existierende Marginalisierung undtragische Armut verhindert. Passiv vermeidbar Bläh-Adjektive Abstraktes Geschwurbel„Alle satt!?“ will alle Kinder satt machen. Denn Kinder, dienicht hungern, konzentrieren sich besser auf die Schuleund brechen so aus dem Teufelskreis der Armut aus. 62
  • 48. Übung: Besser schreibenIm Vertrag wurden noch einige gesonderte Passagenabgeändert, aber nichtsdestotrotz sind sich beide Parteienauch sehr einig. Bläh-Silbe „ab“ „auch“!? „sehr“ wirkt sogar kontraproduktivNachdem die Parteien einige Passagen des Vertragesgeändert hatten, unterzeichneten sie ihn gemeinsam. 63
  • 49. Übung: Besser schreibenÜber den Bau der Rampe wird jungen Kindern eineweitreichende Möglichkeit gegeben, BMX zu fahren. Passiv vermeidbar Bläh-Adjektive Abstraktes GeschwurbelAuf der Rampe können wir endlich mit dem BMX richtigspringen und tricksen.
  • 50. Übung: Besser schreibenAn der Rampe wurden noch einige gesonderte Stellenabgeändert, aber nichtsdestotrotz sind wir uns auch sehreinig, dass es nun funktioniert. Bläh-Silbe „ab“ „auch“!? „sehr“ wirkt sogar kontraproduktiv „es“: Bezug.Weil der Winkel zu steil war, haben wir die Rampe nochetwas verlängert. Jetzt klappen die coolsten Sprünge!(Foto?!)
  • 51. Orwell digital:• Reduziere Komplexität.• Fasse Dich kurz.• Frage Dich, für wen Deine Inhalte relevant sind: Vorwissen des Empfängers?• Nutze Bilder und Videos.
  • 52. Bei dieser Bleiwüste fängt man ja noch nichtmal an, zu lesen – voll anstrengend! Undwenn man muss, dann ackert man sich dahalt durch, aber hey, wir sind hier imschnelllebigen Internet, da sind kurze undknackige Inhalte gefragt, um überhaupt erstmal die Aufmerksamkeit der Menschen zugewinnen. Und wenn ich Bleiwüste will, leseich ein Buch, aber da habe ich ganz andereAbsichten, als wenn ich mich informierenmöchte, wenn ich die Frage beantworten Sensation im Park!möchte: „Was ist das hier für ein Projekt?“ Der Mensch ist nicht nur einDann guck ich am liebsten erst mal auf ein Geschichtenwesen, sondernFoto um eine ersten Eindruck zu bekommen auch ein Bilderwesen.und wenn das interessant ist, hangel ichmich weiter über die Überschrift zum Text. Wir denken in Bildern, undLesen ist Arbeit, deshalb, liebe Autoren, deshalb sollten wir auch so aktivmacht es mit leicht, sonst mach ich es mir schreiben, dass Bilder im Kopfleicht und wende mich unterhaltsameren des Lesers entstehen. FotosDingen zu. Davon gibt es nämlich mehr als haben große Anziehungskraft,genug, vor allem im Internet, das quillt ja besonders jene von Menschen,geradezu über davon. Und Videos gucken da Menschen andere Menschenist auch viel angenehmer als endlos Text zu unglaublich interessant finden.lesen. Trotzdem braucht man auch Texte,
  • 53. Orwell digital:• Reduziere Komplexität.• Fasse Dich kurz.• Frage Dich, für wen Deine Inhalte relevant sind.• Nutze Bilder und Videos.• Sei Du selbst und so live wie möglich.
  • 54. Orwell digital:• Nutze Anekdoten, um Nähe herzustellen.• Nutze Deine Kernbotschaft als indirekten roten Faden.
  • 55. Cousin vonRampenbauer beiAbiturprüfungdurchgefallen!Das ist zu weit weg vomroten Faden. Es sei denn, derCousin ist durchgefallen, weiler nur an der Rampegeschraubt und nicht gelernthat...
  • 56. Orwell digital:• Nutze Anekdoten, um Nähe herzustellen.• Nutze Deine Kernbotschaft als indirekten roten Faden.• Sei Mensch statt Institution.
  • 57. laaaangweilig! interessant.
  • 58. Orwell digital:• Nutze Anekdoten, um Nähe herzustellen.• Nutze Deine Kernbotschaft als indirekten roten Faden.• Sei Mensch statt Institution.• Langweile nicht mit monotonen Forderungen. Unterhalte.
  • 59. weiterführend: Digital Storytelling • Sachs, Jonah (2012): Winning the Story Wars: Why Those Who Tell (and Live) the Best Stories Will Rule the Future. Harvard Business Review Press • Alexander, Bryan (2011): The New Digital Storytelling: Creating Narratives with New Media. Praeger.
  • 60. weiterführend Handwerk Schreiben  Instanz der Sprach- und Stillehre: Wolf Schneider. - Sein Standardwerk: Deutsch für Profis, Rowohlt. - Auf 50 Regeln eingedampft: Deutsch fürs Leben, Rowohlt.  erweiterter Wortschatz: A. M. Textor: Sag es treffender, rororo.  Sprachgefühl: E. A. Rauter: Die neue Schule des Schreibens, Econ.  Unterhaltsam: George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik, Zweitausendundeins.  Grundlagenwerk, nicht nur für Englisch-Schreiber: George Orwell: Politics and the Englisch Language, Essays. Kostenlos, etwa unter: http://www.orwell.ru/library/essays/politics/english/e_polit
  • 61. DANKE!Dennis Buchmanndbu@betterplace.orgfacebook/betterplacelab@betterplacelabbetterplace-lab.org P.S. Tools for free? 135 Stück... http://libreprojects.net/