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Grundlagen Betrieblicher GesundheitsföRderung Jens Hollmann Pro Results Grundlagen Betrieblicher GesundheitsföRderung Jens Hollmann Pro Results Presentation Transcript

  • Über uns
    • Unsere Erfahrung
    • Seit mehr als 15 Jahren in der Beratung und Durchführung von Change Management, Gesundheitsförderung und Führungsberatung
    • Unsere Kompetenzen
    • Interdisziplinäre Ausrichtung: Psychologie, BWL, Sport, u.a.
    • Der Anspruch an unsere Leistungen
    • Kundenspezifische Entwicklung
    • Begleitung aller Phasen
    • Know How Transfer an den Kunden
  • Auszug Kundenliste
  • Rahmenbedingungen im Wandel
  • Triggers for Change © burton OD 2003
  • Einflüsse auf die Mitarbeiter
  • Arbeit verändert sich rapide
  • Was ist Gesundheit?
    • Literatur:
    • Es gibt Menschen, die auf alles Essbare, Trinkbare, Rauchbare verzichten, das ein irgend schlechtes Ansehen bekommen hat. Sie machen dieses Opfer für die Gesundheit. Und alles, was sie davon haben, ist Gesundheit. Wie merkwürdig. Es ist, wie wenn man ein Vermögen bezahlte für eine Kuh, die keine Milch mehr gibt. (Mark Twain)
    • Philosophie: Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen. (Friedrich Nietzsche)
  • Was ist Gesundheit?
    • Weltgesundheitsorganisation:
    • Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung. (WHO)
  • Vierfeld Matrix Quelle: © 2004 - 2007 betapharm Arzneimittel GmbH 
  • Definition Gesundheit (Hurrelmann, 1990)
    • „ Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet.“
  • Gesundheits/Krankheitskontinium Bildquelle: Brennecke, Hans (Hrsg.) 2004: Lehrbuch Sozialmedizin. Verlag Hans Huber. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
    • „ Unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement verstehen wir die Entwicklung betrieblicher Rahmenbedingungen, betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation und die Befähigung zum gesundheitsfördernden Erhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel haben.“
    • Im weiteren werde ich diese Definition als Grundlage dieser Präsentation annehmen.
    Badura, Bernhard, Vortrag: Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe?, Kongress zum betrieblichen Gesundheitsmanagement Deutsche Telekom AG,2005, Folie S.16
  • Betriebliche Gesundheitsförderung orientiert sich an folgenden Leitsätzen
    • Einbezug der gesamten Belegschaft (Partizipation)
    • Integration der Thematik in sämtliche wichtigen Entscheidungen sowie in alle Unternehmensbereiche
    • Gezieltes Projektmanagement: Bedarfsanalyse, Prioritätensetzung, Planung, Umsetzung, kontinuierliches Controlling
    • Der ganzheitliche Ansatz berücksichtigt sowohl verhaltens-
    • wie auch verhältnisorientierte Massnahmen (Erklärung der Begrifflichkeiten Verhalten und Verhältnisorientiert folgt).
    • Unternehmen, die Gesundheit am Arbeitsplatz
    • fördern, steigern die Produktivität und
    • senken zudem krankheitsbedingte Kosten.
    Textquelle: www.gesundheitsfoerderung-zh.ch Auszüge aus Luxemburger Deklaration, 1997
  • Gesundheitsmanagement –Gewinn für alle Seiten
  • Gewinn für die Mitarbeiter
    • Mehr Gesundheit und Wohlbefinden
    • Steigende Leistungs-und Beschäftigungsfähigkeit
    • Höhere Arbeitszufriedenheit
    • Angenehmeres Arbeitsklima
    • Mehr Lebensqualität
  • Gewinn für das Unternehmen
    • Engagierte und motivierte Mitarbeiter
    • Konstante Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit
    • Geringere Fehlzeiten
    • Niedrige Kosten für Entgeldfortzahlungen und durch Fehlzeiten bedingte Folgekosten
    • Höhere Produktivität
    • Klare Positionierung als sozial verantwortlich und nachhaltig handelndes Unternehmen
  • Gewinn für die Gesellschaft
    • Geringere Kosten für die sozialen Sicherungssysteme
    • Niedrigere krankheits- und erwerbsunfähigkeitsbedingte Arbeitslosigkeit
  • Die Arbeitswelt im Wandel Herausforderungen des Wandels in der Arbeitswelt
    • Die betriebliche Sozial- und Gesundheitspolitik stehe vor einer neuen Situation, die geprägt sei durch
    • These vom 6. Kondratieff,
    • • die globalisierte Wirtschaft,
    • • den steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung,
    • • die wachsende Rolle wissensintensiver Dienstleistungen,
    • • das gewandelte Spektrum arbeitsbedingter Krankheiten und
    • • die Tendenz der Unternehmen, die Lohnnebenkosten zu begrenzen.
  • Die Arbeitswelt im Wandel These vom 6. Kondratieff (Leo A. Nefiodow) Dr.-Ing. Martin Braun , Vortrag IAO-Forum »Betriebliches Gesundheitsmanagement« Stuttgart, 12. November 2003 Erfolgsfaktor Betriebliches Gesundheitsmanagement Unternehmenserfolg durch Gesundheit und Mitarbeiterengagement Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, S.3
  • Anforderungen und Risiken des Wandels in der Arbeitswelt
    • Auf dem Cover des „Kursbuch Arbeit 2000“ steht
    • eine gute und eine schlechte Nachricht.
    • Die gute: „Man kann jetzt überall und immer arbeiten“.
    • Die schlechte: „Man kann jetzt überall und immer arbeiten“.
    Seite 17 aus Moderne IT-Arbeitswelt gestalten - Anforderungen, Belastungen und Ressourcen in der ITBranche - Veröffentlichungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK, Band 4 ISSN 1610-8450
  • Gesundheitsbelastung
  • Veränderungen, die ein betriebliches Gesundheits-management notwendig und sinnvoll machen Quelle: Wattendorff, F.; Wienemann, E. (2004): Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28-31
  • Historische Entwicklung des BGM in Deutschland "Gesünder Arbeiten in Niedersachsen" 1. Kongress für betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz Betriebliches Gesundheitsmanagement Elisabeth Wienemann
  • Entwicklung des BGM
    • (1)Arbeitsschutz
    • Arbeitsschutzgesetz 1996
    • umfassende Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitsbedingungen
    • Unfallverhütungsvorschriften
    • (2)Betriebliche Gesundheitsförderung
    • überwiegend punktuelle, zeitlich befristete
    • Einzelmaßnahmen
    • schwerpunktmäßig Verhaltensprävention
    • Sozialberatung und Suchtprävention
  • Entwicklung des BGM
    • (3)Betriebliches Gesundheitsmanagement
    • systematisches und nachhaltiges Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Strukturen und Prozessen und um das Empowerment der Beschäftigten dauerhafte Integration von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in die Betriebsroutinen
  • Traditioneller Arbeitsschutz versus Prävention
    • Der Arbeitsschutz der alten Industrieproduktion entwickelte sich auf Grundlage der autoritär-hierarchischen Strukturen von Befehl und Gehorsam.
    • Die Arbeitsschutz-Regeln sind einzuhalten, es wird angewiesen und unterwiesen , es wird interveniert und überwacht.
    • Präventives Arbeiten setzt auf die selbstgesteuerten Lernprozesse und den aktivierenden Rahmen der Arbeitsorganisation. Ziel der neuen Prävention ist es, dass die präventiven Anteile der Entscheidungen aller betrieblichen Akteure im Entwicklungsprozess möglichst hoch sind.
  • Traditioneller Arbeitsschutz versus Prävention
    • Alte Industrieproduktion
    • Arbeitsschutz
    • regelorientiert
    • unfallorientiert
    • technikorientiert
    • betriebsorientiert
    • Zusatzaufgabe
    • statisch
    • vorgegeben/angewiesen
    • Sicherheit
    • sichere Abläufe
    • sicheres Verhalten
    • Intervention/Kontrolle/Überwachung
    • auf Einzelaspekte orientiert
    • kausal-linear
    • Wissensökonomie
    • Prävention, präventives Arbeiten
    • funktionsorientiert
    • störungsorientiert
    • humanressourcenorientiert
    • umweltorientiert
    • Teil von Prozessen
    • arbeitsprozessorientiert
    • selbstgesteuert
    • Wohlbefinden
    • gesunde und soziale Abläufe
    • Förderung der Leistungsfähigkeit -bereitschaft
    • Förderung der Selbstorganisation
    • Lernfähigkeit auf die Gesamtatmosphäre orientiert
    • systemisch
    Quelle: Oleg Cernavin, BC GmbH Forschungs- und Beratungsgesellschaft, Wiesbaden
  • Selbstorganisiertes Lernen
  • Gesundheitszirkel und Lernkultur Quelle: Prof. Dr. John Erpenbeck, ABWF/QUEM, Berlin Gesundheits-zirkel
  • Betriebliche Gesundheitszirkel Quelle: Vortrag Gesundheitspsychologie - Prof. Harry Schröder
  • Beispiele für Ziele des BGM
    • Das Betriebliche Gesundheitsmanagement zielt darauf ab, die Mitarbeiter gesund und leistungsfähig zu erhalten. Die Mitarbeiter sollen dazu befähigt werden, sich gesundheitsgerecht zu verhalten (Verhaltensprävention). Darüber hinaus sollen die Arbeitsbedingungen positiv gestaltet werden (Verhältnisprävention).
    • Das Betriebliche Gesundheitsmanagement trägt dazu bei Arbeitsprozesse und -organisation gesundheitsgerecht zu gestalten die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen Mitarbeiter zu gesundheitsgerechtem Verhalten zu befähigen und zu motivieren Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Gesundheitszustand zu verbessern den Führungsstil zu verbessern die Produktivität des Unternehmens zu erhöhen
    Text in Anlehnung Techniker Krankenkasse 2006
  • Handlungsfelder nach Badura/ Hehlmann Quelle Vortrag Badura/ Hehlmann 2002
  • Handlungsfelder nach Rosenbrock
  • Handlungsfelder nach Rosenbrock
  • Handlungsfelder BGM
  • Handlungsfelder: Beispiele aus Unternehmen Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der DaimlerChrysler AG Werk Bremen Dr. Armin Straub Forum Futura, Bremen
  • Handlungsfelder: Beispiele aus Unternehmen Steigerung von Mitarbeitergesundheit und Betriebsergebnis durch partizipative Führung Kongress „Health & Care“ zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement 3./4. November 2005 in Bonn, Deutsche Telekom Dr. Franz Netta, Bertelsmann AG Vice President HR Leiter Zentrale Personaldienste / Sozialpolitik
  • Eine Arbeitsituation ist dann gesundheitsförderlich, wenn:
    • • sie technisch sicher und nach ergonomischen Erkenntnissen gestaltet ist,
    • • sie lernförderlich ist und eine persönliche Entwicklungsperspektive bietet,
    • • ihre Zusammenhänge im Betriebsablauf transparent sind,
    • • hinreichende Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume gegeben sind,
    • • Routine, Kreativität und Motorik angemessen gefordert werden,
    • • sie möglichst störungsfrei ausgefüllt werden kann,
    • • materielle u. immaterielle Anreize vorhersehbar sind u. als gerecht
    • empfunden werden,
    • • ein Klima gegenseitiger Unterstützung herrscht und
    • • gesundheitsrelevante Daten erfasst und zur Optimierung genutzt werden.
    Prof. Dr. Rolf Rosenbrock: Betriebliche Gesundheitsförderung - Elemente und Stufen der Umsetzung,Dokumentation: Nationale Konferenz des Deutschen Netzes Gesundheitsfördernder Krankenhäuser gem.e.V., vom 22. bis 24. September 2004 in Prien am Chiemsee, S. 14
  • Noch ein Hinweis zum Schluß
    • Für die Akzeptanz von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Arbeitsschutzes ist deren Wirksamkeit gemessen an der Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten als auch des Unternehmenserfolgs von besonderer Bedeutung. Eine systematische Zusammenschau und Beurteilung hierzu liegt indes noch nicht vor.
    • Folgende Publikation befaßt sich aber mit diesem Thema:
    • Gesundheitlicher und ökonomischer Nutzen
    • betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention
    • Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz
    • Von Julia Kreis und Wolfgang Bödeker
    • 1. Auflage 2003 ISSN: 1612-1988 (Printausgabe)
    • Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden, es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.
    • Goethe
  • Anhang
  • Prozessverlauf BGM überarbeiten
  • Nutzen BGM
    • Betriebswirtschaftlicher Nutzen
    • Durch eine Vielzahl von Studien ist die betriebswirtschaftliche Effizienz nachgewiesen:
    • Organisationsentwicklung:
    • Durch einen partizipativ durchgeführten Veränderungsprozess wird die Arbeit humanisiert und konkrete Schwierigkeiten werden angegangen. Für die Organisation bedeutet dies eine Erhöhung der Flexibilität, was ein Anpassen an die sich ständig verändernde Umwelt ermöglicht und so die Innovations- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens sichert.
    • Personalentwicklung:
    • Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden, von der sowohl Mitarbeitende als auch die Organisation profitieren: Mitarbeitende lernen mit der sich ständig verändernden Arbeitsumwelt und somit wechselnden Problemen und Aufgaben besser umzugehen. Die Organisation erreicht durch ihre gut ausgebildeten Mitarbeitenden ihre Ziele besser.
    • Arbeitsgestaltung:
    • Massnahmen, die bei der Gestaltung der Aufgaben, Arbeitsmittel und Umgebungsbedingungen ansetzen. Das Ziel der Arbeitsgestaltung ist es, die Aufgabenerfüllung zu verbessern und gleichzeitig humanen Ansprüchen gerecht zu werden.
    • Gesundheitsförderliches Verhalten:
    • Entwicklung von gesundheitsförderlichen Lebensweisen mit dem Ziel, die körperliche, psychische und soziale Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern. Die Gesundheit von Mitarbeitenden ist Voraussetzung für ihre Anwesenheit und volle Leistungsfähigkeit.
    Quelle ISPMZ
  • überarbeiten
  • Von der Analyse bis zur Umsetzung BARMER Ersatzkasse, Wuppertal Gesundheits- und Versorgungsmanagement Impressum Dieser Bericht wurde erstellt im Auftrag der BARMER von Prof. Dr. Rainer Wieland und Dr. Karin Scherrer Kompetenzzentrum für Fortbildung und Arbeitsgestaltung an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Prozessverlauf BGM BARMER Ersatzkasse, Wuppertal Gesundheits- und Versorgungsmanagement Impressum Dieser Bericht wurde erstellt im Auftrag der BARMER von Prof. Dr. Rainer Wieland und Dr. Karin Scherrer Kompetenzzentrum für Fortbildung und Arbeitsgestaltung an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Prozessverlauf BGM überarbeiten
  • Führung und Gesundheit
  • Führung und Gesundheit
  • Führung und Gesundheit
  • Führung und Gesundheit
    • „ Für die Gesundheit im Betrieb und die Motivation der Mitarbeiter/innen
    • spielen die Führungskräfte eine zentrale Rolle. Darum lohnt es sich, den
    • Zusammenhang von Führung und Gesundheit noch stärker als bisher in
    • den Blick zu nehmen. Dies dient nicht nur den Mitarbeitern und einem positiven
    • Klima im Betrieb, sondern über den Produktivfaktor Motivation
    • auch dem Erfolg des Unternehmens. Mit den Ansätzen und Instrumenten
    • der „Gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung“ dringt die Betriebliche
    • Gesundheitsförderung sehr weit in die Personal- und Organisationsentwicklung
    • der Unternehmen vor. Sie hat damit gerade in mittelständischen Unternehmen
    • die Chance zum Master-Projekt zu werden. Dies stärkt die Relevanz
    • der Betrieblichen Gesundheitsförderung und ist eine geeignete Antwort
    • auf die Veränderungen der Arbeits- und Belastungssituation in den
    • Unternehmen.“
    Ludwig Gunkel: Die gesundheitsförderliche Gestaltung von Führungshandeln im Betrieb
  • Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements überarbeiten
  • Gesundheitsförderliche Faktoren
    • These vom 6. Kondratieff(Leo A. Nefiodow)
  • Gesundheitsverständnis am Beispiel Work-Life-Balance
  • BGM als Bestandteil primärer Prävention BGM überarbeiten
  • Präventionsbegriff
    • Als Prävention werden Strategien bezeichnet, die entweder spezifische Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten vermindern oder mitverursachende Rahmenfaktoren beeinflussen, welche die Anfälligkeiten gegenüber Krankheiten verringern. Aktivitäten zur Reduzierung der Auswirkungen bereits vorhandener Krankheiten sind dabei einbezogen.
    überarbeiten
  • Arbeit verändert sich rapide
    • Freundschaft ist, wenn dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem du beim Segeln gekentert bist.
    Foto: Winfried Huber
  • Welches sind die wichtigsten Ansatzpunkte der Arbeitsgestaltung?
  • Welches sind die wichtigsten Ansatzpunkte der Arbeitsgestaltung?
    • Arbeitssicherheit Unfallgefährdung, Gesundheitsgefährdung
    • Partizipation Mitbestimmung am Arbeitsplatz, in der Gruppe, im Betrieb
    • Kommunikation Rechtzeitige, vollständige Information, Zusammenarbeit
    • Arbeitszeit Länge und Lage, Pausen
    • Arbeitsmittel Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Ergonomie usw.
    • Arbeitsumgebung Umgebungsbedingungen wie Hitze, Luft, Licht, Schmutz
    • Arbeitsinhalte Art der Tätigkeit, Merkmale der Tätigkeit (z.B. Monotonie)
    • Ansatzpunkte Konkretisierung
    Prof. Dr. Albert Martin
  • Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie bezüglich der Arbeitssituation in Ihrem Arbeitsbereich? Prof. Dr. Albert Martin
  • Wie argumentiert das Hackman/Oldham-Modell?
  • Wozu kann das Hackman/Oldham-Modell verwendet werden?
    • Ansatz
    • Flexibilität
    • Lean Production
    • Human Relations
    • Taylorismus
    • Leitprinzip
    • Produktivität durch Handlungsoptionen
    • Produktivität durch Kostendruck
    • Produktivität durch Zufriedenheit
    • Produktivität durch Planung
  • Welches sind die wichtigsten Strategien der Arbeitsgestaltung?
  • Entwicklung des BGM
    • (1)Arbeitsschutz
    • Arbeitsschutzgesetz 1996
    • umfassende Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitsbedingungen
    • Unfallverhütungsvorschriften
    • (2)Betriebliche Gesundheitsförderung
    • überwiegend punktuelle, zeitlich befristete
    • Einzelmaßnahmen
    • schwerpunktmäßig Verhaltensprävention
    • Sozialberatung und Suchtprävention
  • Entwicklung des BGM
    • (3)Betriebliches Gesundheitsmanagement
    • systematisches und nachhaltiges Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Strukturen und Prozessen und um das Empowerment der Beschäftigten dauerhafte Integration von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in die Betriebsroutinen
  • Gesundheitsbelastung
  • Strategie, Ziele und erwartete Auswirkungen vom BGM
    • Erwerbstätige: Verbesserung von
    • Leistungsbereitschaft
    • Gesundheit
    • Qualität der Arbeit
    • Flexibilität
    Textquelle :Dr. Erika Mezger
    • Unternehmen: Erhöhung
    • von Qualität der Produkte
    • von Qualität der Dienstleistungen
    • Wettbewerbsfähigkeit
    • Produktivität
    Strategie, Ziele und erwartete Auswirkungen vom BGM Textquelle :Dr. Erika Mezger
  • Strategie, Ziele und erwartete Auswirkungen vom BGM
    • Sozialversicherungen: Senkung
    • von Krankengeld
    • von Unfällen
    • von Arbeitslosigkeit
    • von Berentung
    • von Behandlungskosten
    Textquelle :Dr. Erika Mezger
  • Leitbild „neuer Interventionstyp“
    • Merkmale des neuen Interventionstyps
    • dezentral, d. h. auf betriebliches Handeln
    • ausgelegt
    • präventiv statt nachträglich kurierend
    • Gesundheitsmanagement als
    • Führungsaufgabe
    • partizipativ, d. h. unter Einbeziehung der
    • Betroffenen
    • vielfältig, d. h. an Bedürfnisse der
    • Beschäftigten und Betriebe anpassen
    • Gesundheitspotentiale fördern (Salutogenese)
    • und nicht nur Risiken bekämpfen
    Textquelle :Dr. Erika Mezger
  • Herausforderungen unternehmerischer Gesundheitspolitik
    • Globalisierungsprozess
    • Ökonomisches Erfordernis der Lohnnebenkostenbegrenzung
    • Wachsende Bedeutung wissensintensiver Dienstleistungen
    • Gewandeltes Spektrum arbeitsbedingter Erkrankungen
    • Demografische Entwicklung
    • Gesundheit als ökonomischer und ethischer Faktor
  • Return of Invest von Gesundheitsförderung
    • Durch wissenschaftliche Rechenmodelle belegt, macht sich Gesundheitsförderung einfach messbar durch die Reduktion von Fehlzeitenraten bezahlt.
    • Der diesbezüglich dokumentierte ROI liegt zwischen 1:2,5 und 1:10,1.
    • Bisher fokussieren sich wesentliche Anteile von Gesundheitsmanagementstrategien auf die Minderheit vom Arbeitsplatz abwesender Arbeitnehmer.
    • Erforderlich ist eine Fokussierung auf die am Arbeitsplatz anwesenden Beschäftigten.
    Health & Care, Kongress zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement, Deutsche Telekom, 03. – 04. November 2005, Bonn
  • Quelle: http://www.aok-bv.de
  • BGM aus der Praxis
  • Entwicklungskontext des betrieblichen Gesundheitsmanagements
    • Die Entstehung des betrieblichen Gesundheitsmanagements lässt sich auf vier
    • hauptsächliche Entwicklungslinien zurückführen:
    • 1. Erweiterter Präventionsauftrag im Arbeits- und Gesundheitsschutz
    • Durch die EU-Richtlinien zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von 1989 und deren
    • Umsetzung in deutsches Recht durch das Arbeitsschutzgesetz von 1996 sowie der
    • Neufassung des SGB VII (Sozial-Gesetzbuch) wurde das traditionell sicherheitstechnisch
    • ausgerichtete deutsche Arbeitsschutzsystem erheblich verändert. Der Präventionsauftrag
    • wurde auf alle Arten arbeitsbedingter Gesundheitsrisiken, auch solchen,
    • die nicht in der Arbeit erworben, aber durch sie verschlimmert werden können, erweitert.
    • Der Fokus der betrieblichen und der überbetrieblichen Arbeitsschutzexpertinnen soll
    • sich jetzt vermehrt auch auf Gesundheitsrisiken richten wie:
    • • Arbeitsorganisation und Arbeitsinhalte (Unterforderung / Überforderung / Monotonie),
    • • Arbeitszeit (Schichtarbeit),
    • • Betriebsklima (Führungsverhalten, Mobbing),
    • • Kommunikations-, Gratifikations- und Sanktionskultur,
    • • Entscheidungsprozesse und (fehlende) Beteiligungsmöglichkeiten.
    Quelle: Wattendorff, F.; Wienemann, E. (2004): Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28-31
  • Entwicklungskontext des betrieblichen Gesundheitsmanagements
    • 2. Bedeutungszuwachs von Suchtprävention, Mitarbeiterberatung und Gesundheitsförderung in Betrieben und Verwaltungen
    • Suchtmittel- oder konfliktbedingte Störungen sowie psychische Auffälligkeiten am Arbeitsplatz,
    • sind das Haupttätigkeitsfeld der betrieblichen Suchtprävention und Sozialberatung.
    • Beides hat in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.
    • Verbunden mit den Aktivitäten zur betrieblichen Gesundheitsförderung, deren Blick einerseits auf den Abbau und die Bewältigung von Gesundheitsrisiken und andererseits auf die Stärkung
    • der Ressourcen der Organisation und der beschäftigten Individuen gerichtet ist, werden
    • verschiedene Maßnahmen zur Veränderung Stress auslösender und Sucht fördernder
    • Arbeitsbedingungen angeboten sowie Unterstützung für die Änderung gesundheitsriskanten
    • Verhaltens und zur besseren Bewältigung von Belastungssituationen gewährt.
    Quelle: Wattendorff, F.; Wienemann, E. (2004): Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28-31
  • Entwicklungskontext des betrieblichen Gesundheitsmanagements
    • 3. Durchsetzung neuer Managementstrategien
    • Mit Einführung des Lean-Managements und seiner verringerten Personaldecke hat
    • die Reduzierung von Fehlzeiten einen besonderen Stellenwert erhalten, im
    • Qualitätsmanagement die Zuverlässigkeit der Produktions- und Dienstleistungsprozesse.
    • Gesundheits- oder Anwesenheitsquoten sind deshalb im modernen Personalmanagement
    • ebenso bedeutsame Faktoren wie eine qualifizierte und motivierte Human
    • Ressource. Betriebliches Gesundheitsmanagement stimmt die Ziele der anderen
    • Managementsysteme mit dem Focus Gesundheit der Beschäftigten ab. Das Thema
    • der gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung gehört zur Führungskräfteentwicklung.
    • Unterschiedliche Belastungen von Männern und Frauen, von Jüngeren und Älteren
    • sowie von Beschäftigten mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund werden mit
    • Hilfe des Wissens aus dem Diversity-Management als Ansatzpunkt für die Entwicklung
    • spezifischer Maßnahmen des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung
    • genutzt.
    Quelle: Wattendorff, F.; Wienemann, E. (2004): Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28-31
  • Entwicklungskontext des betrieblichen Gesundheitsmanagements
    • 4. Demographische Entwicklung, insbesondere der Erwerbsbevölkerung
    • Im Jahr 2005 werden in Deutschen Betrieben erstmals mehr über 50 Jahre alte Beschäftigte arbeiten, als Beschäftigte unter 30 (BG 5/04, S. 225). Eine solche Altersstruktur in der berufstätigen Bevölkerung hat es bisher nicht gegeben und sie wird sich nach den vorliegenden Einschätzungen in den nächsten zwanzig Jahren weiter verschärfen.
    • Die damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungen zwingen die Betriebe immer mehr dazu, Möglichkeiten des präventiven Handelns in den Betrieben zu entwickeln, um die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter lange zu erhalten und die Fertigkeiten und Kompetenzen der Älteren altersgerecht zu nutzen.
    Quelle: Wattendorff, F.; Wienemann, E. (2004): Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28-31
  • Beispiele für Ziele des BGM
    • Oberstes Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist gesunde Arbeit in gesunden Organisationen und in Folge davon der Erhalt und die Förderung von Arbeitsleistung und hoher Qualität. Betriebliches Gesundheitsmanagement zielt auf die gesamte Organisation und kontinuierliche Verbesserungen insbesondere an der Mensch-Mensch-Schnittstelle. Es verhütet und bekämpft verbreitete Organisationskrankheiten wie vermeidbarer Stress, innere Kündigung, Mobbing oder Burnout und beugt dadurch dem Verschleiß der Beschäftigten vor. Es unterstützt gesundheitsförderliches Verhalten und stärkt das gegenseitige Vertrauen und die Identifikation mit der Arbeit und den Zielen der Gesamtorganisation.
    • Es steht für eine hohe Wertschätzung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch das Top-Management und für die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Betriebliches Gesundheitsmanagement fördert das Unternehmensimage und dadurch die Attraktivität für "High-Potentials". Es erlaubt eine kontinuierliche Beobachtung und Förderung der Humanressourcen.
    Quelle: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW) "Betriebliches Gesundheitsmanagement"
  • Beispiele für Ziele des BGM
    • Betriebliches Gesundheitsmanagement zielt auf
    • die Akzeptanz, Realisierung und Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen
    • die Stärkung personaler Ressourcen und die Veränderung gesundheitsbeeinträchtigenden Verhaltens (Personalentwicklung)
    • die Erhöhung organisationaler Ressourcen und die Reduzierung gesundheitsbeeinträchtigender Arbeitsverhältnisse (Organisationsentwicklung)
    • Unter betrieblichem Gesundheitsmanagement ist zu verstehen
    •   "... die Entwicklung integrierter betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, Organisation und dem Verhalten am Arbeitsplatz zum Ziel haben und den Beschäftigten wie dem Unternehmen gleichermaßen zugute kommen."
    Quelle: Badura / Ritter / Scherf (1999). Betriebliches Gesundheitsmanagement – ein Leitfaden für die Praxis. Hans Böckler Stiftung. Berlin: Edition sigma. S.17 Bildquelle: 10. Informationstag zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in Österreich Linz, 06. Oktober 2005 Prof. Dr. Bernhard Badura
  • Beispiele für Ziele des BGM
    • Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind die Entwicklung und Verankerung eines Managementsystems zur Reduzierung von Belastungen, zur Stärkung des Sozial- und Humankapitals, zur Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheitsverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zur Steigerung von Betriebsergebnissen und Wettbewerbsfähigkeit. Jedes dieser Teilziele kann mit Messgrößen operationalisiert werden – das schafft die Voraussetzung für eine effiziente Steuerung.
    Quelle: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW) "Betriebliches Gesundheitsmanagement"