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  • 1. E-Voting und die damit verbundenen Probleme Definition: Mit E-Voting (Electronic Voting) werden sämtliche Varianten von Wahlen mittels elektronischer Geräte in Verbindung gebracht. Wikipedia listet 7 verschiedene Formen von E-Votings auf, von denen jedoch nur einige für staatliche Wahlen von Bedeutung sind. Die 7 verschiedenen Formen von E-Votings: 1. Web-Polls 2. Elektronische Wahlmaschinen 3. Internet-/Onlinewahlen 4. Vernetzte Wahllokale 5. E-Voting mit Wahlkiosken 6. E-Counting 7. Elektronische Präsenzabstimmung Allgemeines: Im Laufe der modernen Zeit nehmen Abstimmungen mittels technischen Geräten immer mehr zu. Seien dies jetzt Befragungen in Quizsendungen, Eruierungen zum besten Musikvideo dieses Jahres oder bei Wahlen. Die Diskussionen über Pros/Contras, die Effizienz und auch die Anfälligkeit für Manipulation solcher E-Votings begannen vor allem bei den US-Wahlen 2004. Besonders die ÖH-Wahlen von 2009 haben in Österreich für großes Aufsehen gesorgt. E-Voting bei den ÖH-Wahlen 2009: Der freie Journalist und Autor Daniel AJ Sokolov berichtete auf heise online, einem Onlinemagazin für Computer & Technik, von einigen gravierenden Sicherheitslücken bei den ÖH-Wahlen. In seinem Artikel schilderte er zum Beispiel, dass drei von vier Mitgliedern der Bundeswahlkommission ausgereicht hätten um herauszufinden, wer wen gewählt hat, falls diese zusammenarbeiten würden. Um dies zu bewerkstelligen müsste jedes Mitglied eine sogenannte „Smartcard“ durch ein eigens dafür vorgesehenes Lesegerät gezogen werden. Jedes dieser vier Mitglieder ist außerdem im Besitz einer Reservekarte, falls die Andere defekt sein sollte. Auf jeder Smartcard ist ein eigener Teil des Codes der Bundeswahlkommission enthalten, welcher benötigt wird um die dechiffrierten Wahlstimmen zu entschlüsseln. Bei diesem Vorgang würden drei der vier Karten reichen. Mit den Reservekarten bräuchte man nur drei der acht Karten und den dazugehörigen PINs in seinen Besitz zu bringen um an die Wahlergebnisse heranzukommen. Obendrein ist nicht wirklich bekannt welche Art von Lesegerät verwendet wurde. Außerdem kann man nur vermuten, dass die Wahladministrationssoftware die Stimmen ausgezählt hat. Denn es wurde kein zertifiziertes
  • 2. Programm dazu verwendet. Noch dazu kann man nicht genau sagen, welche weiteren Funktionen des Administrationsprogrammes die Bundeswahlkommission verwenden kann. Prinzipien einer freien Wahl: Die Voraussetzungen für eine freie Wahl in einer freien Demokratie: Sie muss frei, gleich, geheim, sicher und transparent sein. Das bedeutet, dass jeder der berechtigt ist seine Stimme abzugeben, dies auch tun darf. Die Stimme von Jedem ist genauso viel wert, wie die von jedem Anderen. Wer für wen gestimmt hat, kann von niemandem eingesehen werden. Wahlmanipulationen sollten allein schon durch die Tatsache verhindert werden, dass jeder den Weg seiner Stimmabgabe bis zur Auszählung nachvollziehen kann. Prof. Peter Purgathofer von der TU Wien zeigte einige gravierende Probleme bezüglich E-Votings auf. Bei elektronischen Wahlen werden vor allem die letzten drei Kriterien verletzt, da die Ergebnisse weder davor bewahrt werden geheim zu bleiben, die Technik davor gefeit ist ausgetrickst, manipuliert zu werden und niemand wirklich in der Lage ist zu kontrollieren ob alles mit rechten Dingen von statten geht. Single Point of Failure: Mit diesem Begriff bezeichnet man ein Phänomen, wenn zum Beispiel ein noch so gutes System in nur einem einzigen Punkt komplett lahmgelegt werden kann. Im Bezug auf elektronische Wahlen wäre dieser Single Point of Failure die Software in den Wahlmaschinen. Ed Felton und ein Kollege erstellten aus dem Motiv der Offenlegung von Schwachstellen der Wahlmaschinen ein Programm, welches ermöglicht, die abgegebenen Stimmen umzuprogrammieren und somit das Wahlergebnis zu verfälschen. Man kann sogar einstellen, wer wie viel Prozent der Stimmen bekommen soll und danach löscht sich das Programm von alleine ohne eine Spur zu hinterlassen. Softwarefehler: Neben vermeintlichen Hackerversuchen kann die Software in den Wahlmaschinen lediglich „normale“ Funktionsstörungen vorweisen. So berichtete die Süddeutsche Zeitung in ihrem Onlinemagazin über den ‚Ärger mit den Wahlmaschinen‘ bei den US-Kongresswahlen in 2006. Die vorgesehene Wahlzeit in den Lokalen wurde unter anderem um eine Stunde verlängert, da mehrere Maschinen ausfielen. In einem Viertel in East Cleveland, welches vorwiegend von Schwarzen bewohnt war, lief kein einziges der Geräte richtig. Im Endeffekt mussten viele Wähler erst recht wieder ihre Stimme mittels Blatt Papier abgeben. Abschlusswort: Die eigene Wahlstimme per Knopfdruck abzugeben scheint vielleicht auf den ersten Blick verlockend zu wirken, allerdings verbergen sich dahinter viel zu viele Risikofaktoren, dass die abgegebene Stimme uminterpretiert wird. Beim E-Voting gibt es viel zu viele Vorgänge und Programme die ein Autonormalverbraucher nicht nachvollziehen kann. Kurz: Es gibt viel Spielraum für Vertuschungen, Manipulationen und dem Verlust der eigenen Anonymität. Außerdem ist nicht immer gewährleistet, dass die für die elektronischen Wahlen benötigten Geräte auch immer einwandfrei funktionieren. Sei es nun ein Fehler in den Schaltkreisen, ein kleiner Bug oder ein Virenprogramm, von dem der normale Wähler nichts mitbekommen würde. E-Votings können nicht Sicherung der äußerst
  • 3. wichtigen Prinzipien einer freien Wahl gewährleisten, wie es gewohnte Gang mit dem Stimmzettel zur Wahlurne verspricht, bei dem man den Weg noch leichter nachvollziehen und überschauen kann. Quellen: 1) http://de.wikipedia.org/wiki/E-Voting (09.02.2010; 23:21:56) 2) http://www.heise.de/ct/artikel/E-Voting-ist-in-oesterreich-nicht-unbedingt-geheim-301592. html (10.02.2010; 00:38:25) 3) http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=9487 (09.02.2010; 23:47:12) 4) http://www.itwissen.info/definition/lexikon/SPOF-single-point-of-failure.html (10.02.2010; 01:12:49) 5) http://www.sueddeutsche.de/politik/25/351857/text/ (10.02.2010; 01:24:06)