Inhaltsverzeichnis Seite I
Inhaltsverzeichnis
Vorwort...............................................................................1
Hinweis für alle Leser..........................................................3
Wir über uns........................................................................5
Kurzprofil..................................................................................5
Secure Networks™....................................................................5
Was die Analysten sagen…........................................................6
Weitere Informationen..............................................................7
Secure Networks™...............................................................8
Access Control.........................................................................10
Authentisierung als Maßnahme
zum Schutz des Netzwerk-Ökosystems..............................11
Authentisierungsmethoden –
Der technische Ansatz.....................................................13
Policy Enforcement..................................................................20
RFC 3580 - Der kleinste gemeinsame Nenner?...................20
Policys – Regeln am Rand der Zivilisation..........................20
(Multi-) User Authentication and Policy (MUA+P) im Detail. .24
Sichere Gastfreundschaft mit Default Policys......................25
RFC 3580 und Distribution Layer Security..........................27
Port Protection...............................................................28
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite II Inhaltsverzeichnis
Policy Enforcement in der Praxis.......................................29
Detect and Locate....................................................................32
Angriffe.........................................................................32
IDS Erkennungstechnologien...........................................36
Hostbasierte Erkennung versus
netzwerkbasierte Erkennung............................................39
Host Intrusion Detection / Prevention (HIDS/HIPS).............40
Network IDS/IPS............................................................42
IDS versus IPS versus DIRS.............................................43
System Information and Event Management......................45
Respond and Remediate..........................................................52
Proactive Prevention / NAC.....................................................54
Definition von NAC.........................................................54
Der Prozess NAC.............................................................55
Lösungsansätze..............................................................56
Enterasys NAC...............................................................59
Standard based Convergence and
Availability..............................................................................66
Quality of Service im Netzwerk.........................................66
Wireless LAN..................................................................76
Power over Ethernet.......................................................84
Standard Based Availability.....................................................86
Redundanz....................................................................86
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Vorwort Seite 1
Vorwort
Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,
wieder einmal halten Sie die neuste Ausgabe des Enterasys Solution Guide
in Ihren Händen. Seit einigen Jahren ist der Solution Guide bei unseren
Kunden als umfangreiches, informatives Nachschlagewerk beliebt, das so
wohl über Entwicklungen auf dem Netzwerkmarkt und neue Technologien,
als auch über die neuen Strategien, Lösungen und Produkte von Enterasys
Networks berichtet.
Das Lösungsportfolio wurde zum Thema Enterasys NAC und Dragon ® Se
curity Suite überarbeitet, hier wurden insbesondere die Integrationsmög
lichkeiten der einzelnen Produkte untereinander beschrieben.
Das Kapitel Produktportfolio zeigt einen Überblick über das gesamte Ange
bot von Enterasys Networks. Neu hinzugekommen ist der Nachfolger des
Matrix® E1 mit der G-Serie als modularem System sowie die D-Serie als
Miniswitch. Des Weiteren wird das neue Enterasys NAC Portfolio mit Inline
und Out-of-Band Komponenten sowie dem neuen, integrierten Enterasys
Assessment vorgestellt. Ebenso sind die Enterasys VDSL-Komponenten als
Long-Reach Ethernet-Extender hinzugekommen.
Das Thema Lizenzierung wurde für NetSight® und Dragon® in ein eigenes
Kapitel ausgegliedert, um einen Überblick über die unterschiedlichen Vari
anten und Möglichkeiten zu geben.
Wir wünschen Ihnen ein informatives Lesevergnügen.
Ihr Enterasys Team
Enterasys Networks Germany GmbH
Solmsstr. 83
60486 Frankfurt
Tel. +49 (0)69/47 860-0
Fax +49 (0)69/47 860-109
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 2 Vorwort
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Hinweis für alle Leser Seite 3
Hinweis für alle Leser
Das Lösungsportfolio von Enterasys Networks wird kontinuierlich weiter
entwickelt, deshalb kann es jederzeit zu Änderungen des bestehenden Lö
sungsportfolio kommen.
Die aktuellen Informationen der Lösungen finden Sie auf der Enterasys
Networks Homepage unter http://www.enterasys.com oder
http://www.enterasys.com/de/.
Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen und stehen Ihnen
in unseren Niederlassungen jederzeit gerne zur Verfügung:
Frankfurt /Main +49 (0)69 47860-0
Berlin +49 (0)30 39979 5
Leipzig +49 (0)341 528 5350
Wien +43 (0)1 994 60 66 05
Zürich +41 (0)44 308 39 43
Einen vollständigen Überblick über Deutschland und die europäischen Län
der sowie deren Kontakte finden Sie unter:
http://www.enterasys.com/corporate/locations/
Informationsstand: 30.04.08
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 4 Hinweis für alle Leser
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Wir über uns Seite 5
Wir über uns
Kurzprofil
Enterasys Networks ist ein globaler Anbieter von Secure Networks™ für
Unternehmenskunden. Die innovativen Netzwerkinfrastrukturlösungen von
Enterasys tragen den Anforderungen von Unternehmen nach Sicherheit,
Leistungs- und Anpassungsfähigkeit Rechnung. Darüber hinaus bietet
Enterasys umfangreiche Service und Support-Leistungen an. Das Produkt
angebot reicht von Multilayer Switchen, Routern, Wireless LANs und
Virtual Private Networks über Netzwerk Management Lösungen bis hin zu
Intrusion Detection und Intrusion Prevention Systemen.
Enterasys ist einer der Pioniere bei der Entwicklung von Netzwerklösungen
und besitzt mehr als 600 Patente. Alle Lösungen sind standardbasiert und
haben ein Ziel: Ihre Investitionen in entscheidende Geschäftsvorteile um
zusetzen. Die Enterasys Lösungen eignen sich für alle Netzwerke unab
hängig von Hersteller und Technologie.
Über 20 Jahre Erfahrung und über 26.000 weltweite Kunden bilden das
Fundament für den gemeinsamen Erfolg. Die Philosophie von Enterasys
richtet sich nach dem Motto „There is nothing more important than our
customer“, in dem unsere Kunden im Mittelpunkt stehen.
Enterasys hat seinen Hauptsitz in Andover, USA, und betreut den globalen
Kundenstamm über Niederlassungen in mehr als 30 Ländern. Das Unter
nehmen beschäftigt weltweit mehr als 700 Mitarbeiter. Weitere Informa
tionen zu Enterasys Secure Networks™ und den Produkten für Festnetze
und drahtlose Netzwerke finden Sie unter www.enterasys.com.
Secure Networks™
Sichere Netzwerke sind die Grundlage für eine flexible Infrastruktur und
ein Servicemodell – Benutzer, Systeme, Applikationen, Event Manage
ment, automatisierte Kontrolle und die Möglichkeit aktiv auf Ereignisse
antworten zu können. Eine flexible Infrastruktur stellt einen authentifizier
ten Zugang an allen Punkten zur Verfügung, an denen ein Zugriff auf Res
sourcen erfolgt und verringert mit einer dynamischen Authorisierung die
Angriffsfläche für Denial of Service Attacken. Zusätzlich sichert eine flexi
ble und zuverlässige Infrastruktur die Verfügbarkeit von Applikationen und
sichert für geschäftskritische Anwendungen die entsprechenden Bandbrei
ten.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 6 Wir über un
Was die Analysten sagen…
“Enterasys has the most tightly integrated security capabilities of any LAN
switch vendor, including strong support for all IP telephony offerings”
Gartner, Magic Quadrant for Global Campus LAN (März 2008)
„Enterasys Secure Networks for Virtual Data Centers assures the connecti
vity and compliance of virtualized computing and storage while reducing
equipment, energy and cooling costs in data centers“
Gartner, Magic Quadrant for Global Campus LAN (März 2008)
“At a product level, Enterasys was the initial innovator in embedded
network security. Enterasys coined the \"secure networks\" approach and
delivered key aspects of embedded network security before the rest of the
market.”
Gartner, Magic Quadrant for Global Campus LAN (Oct 2006)
„The networking background of Enterasys is evident in that the Dragon
IDS/IPS product line has an overall small rack space footprint, making the
products well-suited for deployments such as MSSP/carrier/ISP where de
tection is valued over blocking.“
Gartner, Magic Quadrant for Network IPS Appliances (Feb 2008)
“Longtime IDS vendor Enterasys has moved to producing in-line IPS pro
ducts. Its first customers are primarily managed security system provider
(MSSP) customers who report a high degree of satisfaction with Enter
asys' support with the IDS products and are converting over as customer
demand shifts.”
Gartner, Magic Quadrant for IPS (2006)
“DSCC accurately detected more known attacks, as well as network an
omalies than did Cisco Security MARS. Thus DSCC provides a level of
protection of business assets exceeding that offered by Cisco…both
products demonstrate that they can process flow and security network
event data, though DSCC was able to correlate events into a single offen
se. Ultimately, poor event correlation and anomaly detection in MARS
could lead to missed threats.”
Tolly Group White Paper (Jan 2007)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Wir über uns Seite 7
Weitere Informationen
Unser Management Team Mike Fabiaschi
President and Chief Executive Officer
Chris Crowell
Chief Technology Officer
Gérard Vivier
Vice President EMEA
Edward Semerjibashian
Vice President CEE/Russia & APAC
Pressekontakt Enterasys Networks
Markus Nispel
Director Solution Architecture
Solmsstraße 83
60486 Frankfurt
Telefon: +49 69 47860 0
Fax: +49 69 47860 109
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Seite 8 Secure Networks™
Secure Networks™
Secure Networks™ ist die Strategie, die Enterasys seit Jahren erfolgreich
verfolgt. Von Gartner oftmals als Technologieführer definiert, hat Entera
sys mit der Einführung von 802.1x ein neues Zeitalter für die Sicherheit in
Netzwerken eingeläutet.
Secure Networks™ Komponenten
Enterasys bildet die fünf wesentlichen Punkte einer holistischen IT Infra
struktur mit eigenen Produkten ab. So wird sichergestellt, dass lediglich
authentifzierte User Zugriff auf das Netzwerk erhalten. Das Sicherheitsle
vel und das Zugriffsniveau der User wird dabei in Abhängigkeit zum Si
cherheitslevel des benutzten Gerätes gesetzt. Angriffe, die von authentifi
zierten oder nicht authentifzierten Usern auf Ressourcen im Netzwerk
durchgeführt werden, können durch die verschiedenen Angriffserken
nungstechnologien erkannt, verifiziert und verhindert werden. Ferner ist
es möglich, nachdem der Angriff erfolgreich verhindert wurde, den Angrei
fer aus dem Netzwerk zu verbannen oder ihm neue Zugriffsrechte zuzu
weisen. Durch die Abbildung verschiedenster Technologien wird ein Maxi
mum an Sicherheit erreicht, so dass auch Angriffe auf sehr komplexe und
neue Technologien (wie Voice over IP) erkannt und verhindert werden
können.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 9
Im Folgenden sind einige der Kernziele der Secure Networks™ Strategie
aufgeführt:
Präventive Angriffsverhinderung
●
Reaktionen auf Angriffe auf Userbasis (nicht nur auf Gerätebasis)
●
Das Absichern von Netzwerken unterschiedlicher Hersteller
●
Bereitstellen von Compliance Hilfsmitteln
●
Die nachfolgenden Abschnitte zeigen die Grundzüge der 5 Säulen der
Secure Networks™ Strategie auf und erklären, welchen Beiträge die ver
schiedenen Komponenten aus diesen Bereichen zur Abbildung einer ganz
heitlichen Security Infrastruktur leisten.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 10 Secure Networks™
Access Control
Secure Networks™ bietet mit seinem breiten Spektrum verschiedenster
Funktionalitäten technische Lösungselemente für all diese Fragen.
In der Praxis gilt es nun diese Elemente in ein durchgängiges Konzept zu
integrieren und Schritte für die Implementierung und den Betrieb festzule
gen.
Die Frage nach der Realisierbarkeit der ermittelten Schutzmaßnahmen
geht über Features und Algorithmen weit hinaus. Nicht alles was technisch
möglich ist, stellt sich im Endeffekt auch als praktikabel heraus.
Sicherheit und freie Kommunikation stehen sich auf den ersten Blick dia
metral gegenüber. Eine Sicherheitspolicy, welche dem Anwender unzu
mutbare Prozeduren auferlegt (mehrfache Anmeldung, geringe
Flexiblität), hemmt die Produktivität des Unternehmens und wird sich kur
zerhand selbst aushebeln.
Befürchtungen, Netzwerksicherheit sei aufwändig, unangemessen kompli
ziert und stelle selbst eine Gefahr für den kontinuierlichen Betrieb einer
IT-Infrastruktur dar, muss hierbei durch geeignete Ansätze begegnet
werden.
Es hat sich gezeigt, dass sich der zusätzliche, administrative Aufwand
einer sicherheitsbasierten Netzwerklösung nur kompensieren lässt, wenn
gleichzeitig Werkzeuge zur Verfügung stehen, welche die Transparenz und
ein möglichst einfach zu handhabendes Management garantieren.
Im Gegensatz zur Administration einzelner Netzwerkkomponenten, bieten
datenbankbasierte Managementsysteme die notwendige Unterstützung,
um auf Basis von Templates und Policys eine flächendeckende Anpassung
des Netzes an sich ändernde Anforderungen rationell vorzunehmen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 11
Authentisierung als Maßnahme
zum Schutz des Netzwerk-Ökosystems
Das Netzwerk eines Unternehmens entwickelt sich zunehmend zu der uni
versellen Plattform für Kommunikation und Geschäftsprozesse und damit
zum unternehmenskritischen Faktor.
Nach Aussage von Analysten ist durch die fortlaufende Einbindung von
mobilen Endgeräten, Sprachdiensten, Facility Management sowie der stei
genden Integration industrieller Produktionsanlagen mit einer Verdopp
lung der Endgeräte zu rechnen.
Lediglich ein Teil dieser Endgeräteplattformen (PCs, Workstations und
Notebooks) lässt sich mit geeigneten Sicherheitsmechanismen wie Perso
nal Firewalls, Virenscannern und einem gehärteten Betriebssystem aus
statten.
Monolithische Komponenten, wie z.B. IP-Telefone, Webcams und Indus
triesteuerungen liegen ebenso außerhalb des administrativen Zugriffs, wie
die Notebooks externer Mitarbeiter und Studenten.
Medizinische Komponenten, Analysegeräte und bildgebende Systeme
(Röntgen und MRT) unterliegen eigenen Sicherheitsrichtlinien. Die Modifi
kation des Betriebssystems durch geeignete Sicherheitsupdates erfordert
in der Regel eine Neukalibrierung und Rezertifizierung des Systems und
lässt sich somit in der Praxis kaum zeitnah ausführen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 12 Secure Networks™
Eine solch heterogene Endgerätelandschaft stellt für den Betreiber eines
Unternehmensnetzwerkes also einen Risikofaktor dar, welcher in zuneh
menden Maße außerhalb einer verlässlichen Kontrolle liegt.
Die Sicherheitsbetrachtung eines Netzwerkes fokussierte bisher externe
Verbindungen wie WAN und Internet als Hauptrisikofaktor.
Das Absichern dieser Übergabepunkte mittels Firewall, Virenschutz und
Contentfiltering gehört mittlerweile zum üblichen Standard.
Von einem ganzheitlichen Ansatz ausgehend ist nun in Betracht zu ziehen,
welchen Risiken interner Angriffe das Ökosystem Netzwerk ausgesetzt ist.
Die Antwort liegt in intelligenten Komponenten und Lösungen, welche das
Netzwerk in seiner Rolle als unternehmenskritischen Produktionsfaktor
schützen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 13
Authentisierungsmethoden –
Der technische Ansatz
Die Access Control definiert sich in der Zugangskontrolle für Endgeräte
zum Netzwerk. Dabei können die Endgeräte unterschiedlicher Natur sein.
Ein von einem Anwender bedientes Endgerät bietet die Möglichkeit, unab
hängig vom Betriebssystem des Endgeräts, den Anwender interaktiv zu
authentifizieren. Viele Switche und die meisten Betriebssysteme für Perso
nal Computer und Workstations unterstützen heutzutage den Authentisie
rungsstandard IEEE 802.1x.
Der ganzheitliche Lösungsansatz erfordert jedoch die lückenlose Erken
nung von Endgeräten im Netz. Dies ist nur möglich, wenn alternative Au
thentisierungsmethoden auch zur Verfügung stehen.
Dieser Ansatz soll hier detailliert beleuchtet werden.
IEEE 802.1x im Detail
IEEE 802.1x liefert ein komplettes Authentication Framework, das port-
basierende Zugriffskontrolle ermöglicht.
Dieses Modell sieht dabei verschiedene Abstrahierungen vor:
Supplicant ist das Endgerät, welches einen Netzwerkzugang an
●
fordert.
Authenticator ist das Gerät, welches den Supplicant authentifi
●
ziert und den Netzwerkzugang versperrt oder frei gibt.
Authentication Server ist das Gerät, welches den Backend-Au
●
thentication-Dienst (z.B. RADIUS) bereitstellt.
Dabei nutzt 802.1x bestehende Protokolle, wie EAP und RADIUS, die emp
fohlen aber nicht vorgeschrieben sind. Unterstützt wird 802.1x für Ether
net, Token Ring und IEEE 802.11.
Eine Fülle von Authentifizierungsmechanismen wie Zertifikate, Smart
Cards, One-Time Passwörter oder biometrische Verfahren sind ebenfalls
vorgesehen. Diese Flexibilität wird durch die Nutzung des Extensible Au
thentication Protocol (EAP) erreicht.
Primär getrieben durch die Anforderung Wireless LANs mit einem sicheren
Zugangs- und Verschlüsselungsmechanismus (802.11i und WiFi WPA) zu
versehen, hat sich 802.1x im WLAN durchgesetzt findet aber zusehends
auch Beachtung innerhalb herkömmlicher Ethernet-Netzwerke.
Weiterhin erlaubt die Nutzung von EAP in der von Microsoft favorisierten
Variante für RAS VPN (Remote Access Virtual Private Networks) innerhalb
von IPSec/L2TP (IPSecurity, Layer 2 Tunneling Protocol) eine einheitliche
Authentifizierung eines Nutzers über LAN, WLAN und WAN Infrastrukturen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 14 Secure Networks™
In der Praxis ist es also möglich, das Modell der Network Access Control
unter Nutzung bestehender Authentisierungsinstanzen flächendeckend
und benutzerfreundlich zur Verfügung zu stellen.
Die eigentliche Authentisierung er
folgt durch die Weiterleitung der EAP
Pakete mittels EAP-RADIUS
(RFC 2869) an einen RADIUS Server.
Dieser kann wiederum je nach Hersteller
Schnittstellen zu Verzeichnisdiensten wie
Active Directory ADS von Microsoft oder
Novell´s NDS über LDAP oder XML sowie
Plug-ins für Secure ID Card Integration
haben.
Je nach Anforderung und Anwendung kann eine Vielzahl von EAP Protokol
len zur Anwendung kommen. Folgende Tabelle soll eine kurze Übersicht
geben:
Client Server Dynamisches
Authentisierung Keymanagement
MD5 Klartextübertragung von Userda
Nein Nein
ten. Nur selten genutzt
PEAP Einbindung von MS-CHAPv2 Ja Ja
EAP-TLS Zertifikatsbasierendes Verfahren,
Ja Ja
benötigt PKI
EAP-TTLS Aufbau eines verschlüsselten, au
thentisierten Tunnels zwischen Ja Ja
Sender und Empfänger.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 15
Funktionsweise von MD5
Wegen der unsicheren Methode Authentisierungsdaten unverschlüsselt zu
übertragen wird die unsprünglichste Methode MD5 heute nur noch in Aus
nahmefällen genutzt.
Funktionsweise von EAP-TLS
EAP-TLS wurde in RFC 2716 spezifiziert und bietet eine starke kryptogra
phische Authentisierung des Clients gegenüber dem Netzwerk. Das ge
schieht, indem sich beide Seiten, also der Client und der Anmeldeserver,
kryptographische Zertifikate vorzeigen, um ihre Identität zu beglaubigen.
Diese Methode erfordert die Bereitstellung einer PKI (Public Key Infra
structure), welche mit dem Directory in Verbindung steht.
Die entsprechenden Zertifikate müssen auf dem Client verfügbar gemacht
werden. Gespeichert auf einer so genannten Smart Card stellen sie ge
meinsam mit einer mehrstelligen PIN-Nummer die optimale Sicherheitslö
sung dar.
Funktionsweise von EAP-TTLS
EAP-TTLS wurde unter anderem von den Firmen Funk Software und Certi
com aus TLS entwickelt. Die getunnelte Funktionsweise ist mit einem SSL
verschlüsselten Webserver vergleichbar. Im Gegensatz zu EAP-TLS
braucht nur der Anmeldeserver ein eindeutiges, digitales Zertifikat, wel
ches der Client beim Verbindungsaufbau überprüft.
Funktionsweise von PEAP
Hierbei handelt es sich um die gebräuchlichere Microsoftvariante , die im
Grunde die schon vorhandenen Merkmale von EAP-TTLS aufweist. Auch
hier benötigt der Authentisierungsserver ein Zertifikat, auch hier wird zu
erst die Verschlüsselung aufgebaut, bevor eine Identifizierung mit User
name / Passwort stattfindet.
Web-Authentication
Endgeräte externer Mitarbeiter (Gäste, Servicepersonal, Studenten) ent
ziehen sich dem administrativen Eingriff des Administrators. In diesem
Szenario ist es also nicht praktikabel, die für die Authentisierung notwen
dige Konfiguration vorzunehmen.
Eine webbasierte Anmeldung, wie sie mittlerweile z.B. innerhalb öffentli
cher WLAN HotSpots üblich ist, ist ohne Konfigurationsaufwand möglich
und stellt somit eine akzeptable Alternative dar.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 16 Secure Networks™
Die automatische Umleitung eines beliebigen HTTP-Aufrufes durch den
Browser des Endgeräts präsentiert dem Benutzer eine Webseite mit inte
grierter Authentisierungsabfrage.
MAC-Authentication
Endgeräte ohne standardbasierte Authentisierungsfunktionen, wie Dru
cker, IP-Telefone und Industrieanlagen stellen eine weitere Herausforde
rung dar.
MAC adressbasierte Authentisierungsmethoden sowie die automatische
Endgeräteklassifizierung durch Protokolle wie CEP und LLDP-MED sind
grundsätzlich als schwächere Sicherheitsbarriere anzusehen, da sie sich
mit verhältnismäßig einfachen Mitteln kompromittieren lassen.
Dieses Manko erfordert eine dediziertere Endgerätekontrolle, welche über
eine binäre Zugriffsentscheidung hinaus geht. Die im Weiteren erläuterte
Kombination von Authentisierung und Access Policys ermöglicht den Zu
griff in eingeschränkter Form.
Daraus resultiert, dass der Versuch, sich z.B. mittels einer MAC Adresse
eines Druckers Zugang auf das Netz zu verschaffen, lediglich die Kommu
nikation mit dem zugewiesenen Printserver herstellt. Diese Einschränkung
reduziert den Erfolg eines solchen Angriffs auf ein Minimum.
Phone Detection (CEP)
Die Telefonerkennung (Phone Detection) sorgt dafür, dass ein an das
Netzwerk angeschlossenes IP-Phone als Solches erkannt wird. Im Netz
werk werden dann automatisch passende Parameter für Quality of Service
gesetzt. Zum Beispiel kann nach der Erkennung eines IP-Phones dessen
Datenverkehr via 802.1p getagged und damit höher priorisiert werden als
anderer Datenverkehr.
Die Telefonerkennung kann dabei durch den LLDP-Standard oder spezielle
Protokollnachrichten, wie zum Beispiel Enterasys CDP, erfolgen. Ansonsten
können auch beliebige andere Protokolle, wie Cisco Discovery Protocol 2.0
oder das Snooping aller Pakete mit Ziel UDP Port 4060 wie bei Siemens,
verwendet werden.
Link Layer Discovery Protocol (LLDP, IEEE802.1AB)
Der gegenseitige Austausch von Identität und Eigenschaften zwischen den
Netzwerkkomponenten optimiert deren Zusammenspiel und ermöglicht
darüber hinaus auch die Visualisierung von Layer 2 Verbindungen in grafi
schen Netzwerkmanagmenttools.
Die bisher verwendeten Discovery Protokolle (CDP, EDP) waren jedoch
proprietärer Natur und boten damit eine eingeschränkte Interoperabilität.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 17
Aus dieser Konzeption ratifizierte die IEEE im Jahre 2005 unter der Be
zeichnung 802.1ab das herstellerunabhängige Link Layer Discovery Proto
koll.
Eine durchgängige Unterstützung von LLDP durch die Netzwerkkomponen
ten ermöglicht die Rekonstruktion der kompletten Layer 2 Netzwerktopo
logie sowie das Erkennen neuer Netzwerkkomponenten.
Bei der Entwicklung von LLDP wurde auf eine einfache Erweiterbarkeit des
Standards Wert gelegt. Ein Beispiel hierfür ist das Link Layer Discovery
Protocol-Media Endpoint Discover oder LLDP-MED.
Mit LLDP-MED wird es möglich Netzwerkeinstellungen von Endgeräten wie
VLAN Priorität oder Diffserv-Werte automatisch zu erkennen.
Dies erleichtert die Integration besonderer Endgerätetypen wie z.B. IP-
Telefonen.
LLDP Informationen stellen darüber hinaus auch eine Entscheidungsgrund
lage für die automatische Zuordnung von Secure Networks™ Policys dar.
Multi-User-Authentication
Als Mitautor der IEEE Standards und somit Wegbereiter sicherer LANs hat
Enterasys Networks schon frühzeitig damit begonnen auch bestehende
Produkte nachträglich mit den erforderlichen Funktionen zu versehen.
Diese Strategie reicht zurück bis zur zweiten Generation von Cabletron
SmartSwitch Komponenten aus dem Jahr 1998, welche über die notwendi
gen Authentisierungsmöglichkeiten verfügen.
In gewachsenen, heterogenen Netzwerken ist damit zu rechnen, dass
nicht alle Accesskomponenten über Authentisierungsfeatures verfügen.
Die Matrix® N-Serie löst dieses Problem durch eine integrierte Multi-User-
Authentication, welche es ermöglicht auf den Uplinks bis zu 256 Benutzer
individuell zu authentisieren.
Bestehende Lösungen, aber auch neue Fiber-to-the-Office Konzepte, bei
welchen simple Kanalswitche im Accessbereich eingesetzt werden, lassen
sich somit flächendeckend realisieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 18 Secure Networks™
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die bei der 802.1x Anmeldung verwen
deten EAPoL Pakete von diesen „simplen“ Accessswitchen weitergeleitet
werden müssen. Dies wird auch als EAP-Passthrough bezeichnet und ist
bei allen Enterasys SecureStacks™ verfügbar. Bei älteren Komponenten
muss sichergestellt sein, dass dies auch möglich ist; manchmal muss hier
für Spanningtree ausgeschaltet oder ähnliche Konfigurationsänderungen
vorgenommen werden.
Multi-Method Authentication
Mit der Matrix® N-Serie ist Enterasys Networks nicht nur in der Lage meh
rere User gleichzeitig auf einem Port zu authentifizieren und jedem eine
eigene Policy zu zu weisen, es ist auch möglich verschiedene Authentifizie
rungsmethoden gleichzeitig auf dem Port zu betreiben.
Normalerweise geht man davon aus, dass jedes Gerät sich nur einmal au
thentifiziert; also der User an seinem PC über 802.1x, der Gast mit sei
nem Laptop über PWA, der Drucker basierend auf MAC Authentication.
Aber was passiert, wenn der PC auch über MAC Authentication authentifi
ziert ist und sich die entsprechenden Profile auch noch widersprechen? Ab
gesehen davon, dass dann das Security Design und die Policys überarbei
tet werden sollten, hat Enterasys Networks dieses Problem im Griff.
Die Authentifizierung läuft über so genannte Authentication Sessions. Hat
ein User jetzt mehrere Authentication Sessions offen, so wird nur eine
wirklich genutzt. Bis zu drei Sessions gleichzeitig sind möglich, denn ein
User kann über 802.1x, PWA oder MAC Authentication angemeldet sein.
Die Authentifizierungsmethoden werden nach Prioritätsregeln angewandt.
Die Default-Prioritäten sehen folgendermaßen aus:
1. IEEE 802.1x
2. Port Web Authentication
3. MAC Authentication
4. CEP (Convergent Endpoint Detection)
Kommen wir auf unser Beispiel zurück: Ein User hat sich über 802.1x au
thentifiziert, aber basierend auf seiner MAC Adresse lief auch MAC Authen
tication im Hintergrund, da beide Methoden auf dem Port aktiviert sind.
Da die 802.1x Session höhere Priorität hat als die MAC Session, wird diese
angewandt und die entsprechende Rolle dem User zugewiesen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 19
MACSec IEEE 802.1ae
Der MACSec Standard, der am 8. Juni 2006 verabschiedet wurde, dient in
der verbindungslosen 802 Welt zur Sicherung der Integrität jedes übertra
genen Datenpaketes, zur Sicherung der Authentizität und zur Abwehr von
„Lauschangriffen“ auf die transportierten Daten. Der Standard dient hier
bei zur „Hop by Hop“ Verschlüsselung, Authentifizierung und Integritäts
prüfung. Er wird zwischen Endsystemen und dem nächsten Switch bzw.
auch alternativ (aber wohl selten) zwischen Switchen zum Einsatz kom
men können. Das dazu notwendige Schlüsselmanagement nach 802.1af
ist jedoch noch im Draft (eine Erweiterung des 802.1x), so dass hier noch
etwas Geduld notwendig ist.
Die Hersteller von MAC Phy´s versprechen sich natürlich hiervon mehr Ge
schäft, da komplexere Chips inklusive Verschlüsselung teurer werden kön
nen. Jedoch geht man davon aus, dass eine breite Anwendung erst statt
findet, wenn die Preise zu bestehenden MAC Phy´s vergleichbar sind.
Die potentiellen Anwendungsbereiche reichen von der sicheren Trennung
von Kunden in der gleichen Layer 2 Domain eines Service Providers
(Ethernet First Mile etc.) über die Sicherung von MAN Netzen zwischen
Unternehmungen hin zur erweiterten Sicherung von heutigen 802.1x Un
ternehmensinstallationen mit Verschlüsselung und Integritätswahrung von
Endgerät zum Switch (wie es heute auch schon in der Wireless LAN
802.11 Welt vorhanden ist) und der Sicherheit, dass man nur Verbindun
gen zu Geräten erstellt, die einem gewissen Trust-Level entsprechen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 20 Secure Networks™
Policy Enforcement
Die eindeutige Authentisierung eines Gerätes / Benutzers stellt einen
wichtigen Teil der Access Control dar.
Auf dieser Basis müssen nun Regelwerke zugewiesen werden, welche den
Zugang mit allen Rechten und Einschränkungen kontrollieren.
Denn bereits die unterschiedlichen Authentisierungsmöglichkeiten zeigen
auf, welche differenzierte Vertrauensstellung hier abzubilden ist.
RFC 3580 - Der kleinste gemeinsame Nenner?
Die nähere Betrachtung zeigt, dass die verbreitete Methode aus dem
Authentisierungsergebnis eine VLAN-Zuweisung (RFC 3580) abzuleiten,
zahlreiche Unzulänglichkeiten birgt.
Allein die Notwendigkeit einen Campus mit weitverzweigten Layer 2 Seg
menten zu überziehen widerspricht dem allgemeinen Trend hin zu gerou
teten Segmenten.
Eine Usergruppen-/ VLAN-Assoziierung generiert in der Praxis mindestens
eine umfangreiche Gruppe von Standardusern, vor welchen zwar der Netz
werkkern durch entsprechende Accesslisten geschützt wird, die jedoch un
tereinander frei und hemmungslos kommunizieren können.
Ist eines dieser Endsysteme durch Schadsoftware kompromittiert, so ist
die gesamte Gruppe einer Verbreitung ausgesetzt.
Daher wäre es wünschenswert, bereits am ersten Access Port zu entschei
den, welche Informationen überhaupt in das Ökosystem Netzwerk einge
speist werden dürfen.
Policys – Regeln am Rand der Zivilisation
Diese Idee führt tief in die Historie des Enterasys-Vorläufers Cabletron
Systems. Bereits mit der zweiten Generation der SmartSwitch-Familie
wurde in den späten 90er Jahren die dezidierte Frameklassifizierung eta
bliert. Die Idee, einen Layer 2 Switch zu einer Layer 2/3/4 Analyse zu be
wegen, war zu jener Zeit aus Priorisierungsanforderungen mit Blick auf
zeitkritische Applikationen wie Voice und Video heraus geboren.
Später wurde klar, dass die Unterscheidung verschiedener Protokolle am
Access Port die erste Grundlage darstellt, um unerwünschte Dienste und
Protokolle einfach zu verwerfen. Die Idee einer skalierbaren, verteilten
Sicherheitsarchitektur eines Netzwerkes hatte etwas Faszinierendes.
„Das Konzept von Zugriffsregeln im Accessbereich hat lediglich akademi
schen Wert. In der Praxis ist diese Aufgabe zu komplex, um administriert
zu werden...“
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 21
Diese Aussage eines namhaften Herstellers von Netzwerkkomponenten
bringt es auf den Punkt. Das Pflegen verteilter Zugriffsinformationen mit
Bordmitteln ist eine Aufgabe, vor welcher jeder Administrator zurück
schrecken wird.
Doch bereits im Jahre 2001 stellte Enterasys Networks mit dem NetSight ®
Policy Manager ein Werkzeug vor, mit welchem das Erstellen und Verbrei
ten komplexer Regelwerke zu einem Baukastenspiel wird.
Der Schlüssel liegt in einer dreistufigen Hierarchie:
Policys - Hierarchisches Regelwerkzeug
Die oberste Ebene definiert sich zunächst aus der Rolle, welche ein Benut
zer in der Struktur des Unternehmens selbst spielt. Da sich diese Rolle be
reits in den Regelwerken des Usermanagements einer zentralen Betriebs
systemplattform abzeichnet, liegt es nahe, bereits bei der Authentisierung
auf diese Informationen zuzugreifen.
Unterhalb dieser Ebene sind die Services definiert, welche bereits im Gro
ben beschreiben, was der Benutzer tun darf – und was nicht.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 22 Secure Networks™
Diese Services setzen sich nun aus einzelnen Regeln zusammen, welche
den Datenverkehr zunächst nach Kriterien der Layer 2, 3 und 4 klassifizie
ren.
Trifft die Regel zu, so wird eine zugewiesene Aktion ausgeführt:
Access Control – zulassen oder verwerfen
•
Tagging des Frames mit einer definierten VLAN ID
•
Redefinition von Quality of Service Parametern
•
Rate Limiting (Port, Applikations-Flow, Protokoll,
•
Nutzer - IP oder MAC)
Mittels des Policy Managers ist es nun möglich ein solches Konstrukt aus
Rollen und Regeln zusammenzustellen und per SNMP auf allen Netzwerk
komponenten bekannt zu machen. Die flächendeckende Bereitstellung von
Zugriffsinformationen im Access-/Distributionbereich ist ein Garant für
Skalierbarkeit einer solchen Lösung.
Granularität der Secure Networks™ Policys
Wie in der Grafik dargestellt, liegt die Stärke von Policy Enforcement bei
Secure Networks™ in der Kombination aus Authentisierung, Klassifizierung
und Kontrolle.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 23
Mit diesen Maßnahmen ist es nun möglich einem breiten Spektrum von
Bedrohungen zu begegnen, von denen einige hier beispielhaft aufgezeigt
werden sollen:
Risiko Lösung
Illegitime DHCP-Server tauchen immer Eine Deny Regel auf SourcePort TCP69
wieder in LANs auf und stören den Be verhindert dies.
trieb durch Zuweisung eigener IP-
Adresse.
Portscanner versuchen das Netz aus Das Blockieren des ICMP Protokolls für
zuspähen. Standardbenutzer unterbindet Scan-
Versuche.
Rogue Access Points schaffen offene Auch ein AP muss sich via 802.1x au
WLAN-Zugänge. thentisieren bevor er am Netzverkehr
teilnimmt.
Priorisierte Protokolle sind anfällig für Die Kombination aus Priorisierung und
Packet Flooding. Rate Limiting schützt das Netz.
Nicht alle IT-Komponenten lassen einen Layer 4-Regeln filtern Dienste wie Tel
Schutz der Managementports zu. net und SSH aus, sofern der Benutzer
keine Administratorenrolle spielt.
Würmer verbreiten sich exzessiv in lo Für zahlreiche Attacken bietet der Policy
kalen Netzen. Manager vorgefertigte Filterregeln an.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 24 Secure Networks™
(Multi-) User Authentication and Policy
(MUA+P) im Detail
Die bisher aufgezeigte Kommunikationskette für den Authentisierungspro
zess wird nun also um die Managementfunktion erweitert, mit deren Hilfe
Rollen und Regeln verteilt werden.
Kombination von Access Control und Policy Enforcement
Nun gibt das zentrale Verzeichnis neben der positiven Authentisierungsbe
stätigung auch die Gruppenmitgliedschaften des Benutzers an den
RADIUS-Server zurück. Mittels eines kleinen Filterwerks ermittelt dieser
die relevante Gruppe, deren Name dem Switch nun als Schlüssel dient,
um dem Port die entsprechende Policy zu zu weisen.
Die Authentisierungsmethode wird also lediglich um eine Filter-ID erwei
tert, alle weiteren Funktionen führt die verteilte Netzwerkarchitektur
selbsttätig aus. Das an sich sehr schlanke Standard-RADIUS Protokoll bie
tet damit die Grundlage für eine hoch skalierbare Gesamtlösung.
Im Kontext heterogener Netze, in welchen nicht alle Accesskomponenten
den Einsatz von Policys unterstützen, ist es, wie bereits beschrieben, not
wendig mehrere Benutzer an einem Port des nachgeschalteten Distribu
tionlayers zu authentisieren. Die Flexiblität der Matrix ® N-Serie Switche
erlaubt nun eine Kopplung der benutzerabhängigen Policy an die jeweils
involvierte MAC Adresse.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 25
Die folgende Grafik verdeutlicht das Konzept der so genannten Distributi
on Layer Security.
Diese Technik erlaubt die Integration
unterschiedlicher Benutzer (bis zu 256)
•
unterschiedlicher Authentisierungsmethoden (802.1x, MAC,
•
PWA, CEP)
unterschiedlicher Regelwerke (Policys)
•
am selben Uplinkport.
Multiuser Authentifizierung
Sichere Gastfreundschaft mit Default Policys
Gäste spielen eine wachsende Rolle in Netzen, deren Mobilitätsanforderun
gen kontinuierlich ausgebaut werden.
Schüler und Studenten, Besucher, Wartungstechniker oder einfach Mitar
beiter fremder Firmen, die manchmal über lange Zeiträume im Unterneh
men präsent sind – sie alle haben den Anspruch, an den Ressourcen der
IT-Infrastruktur teilzuhaben. Ein Horrorszenario für jeden Administrator!
Der Balanceakt, einerseits diesem Bedarf nachzukommen ohne anderer
seits die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens zu kompromittieren,
stellt eine echte Herausforderung dar.
Ein Teil der genannten Personengruppen lässt sich organisatorisch regis
trieren und technisch mittels Webauthentication und einer restriktiven Po
licy in das Sicherheitskonzept integrieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 26 Secure Networks™
Für die oft große Zahl sporadischer Besucher ist dieser Aufwand unange
messen hoch. Eine einfache Lösung muss her, die ohne Eingriff des Admi
nistrators funktioniert.
Den Schlüssel hierzu stellt die Default Policy dar. Sie erlaubt einem
nichtauthentisierten Benutzer den minimalen Zugriff auf die Netzwerkin
frastruktur. Eine solche „soziale Grundversorgung“ definiert sich beispiels
weise über den Zugriff auf VPN-, HTTP-, DHCP- und DNS-Services sowie
dem Zugang zum Webproxy des Unternehmens.
Ein Rate Limiting begrenzt die nutzbare Bandbreite und verhindert exzes
siven Gebrauch.
Der Gast erhält also an jedem freigegeben Port Basisdienste, ist jedoch
von den internen Ressourcen der IT-Infrastuktur eindeutig ausgeschlos
sen.
Aber auch andere Szenarien lassen sich über Default Policys abbilden.
Softwareverteilung findet regulär außerhalb der Bürozeiten statt.
Eine angepasste Default Policy stellt den Zugriff eines Updateservers auf
das Endgerät auch dann sicher, wenn der Benutzer nicht angemeldet ist.
Fazit: Default Policys schaffen die nötige Flexibilität in einem sicheren
Netzwerk, um Nischenszenarien zu ermöglichen ohne die Security durch
manuelle Schaffung von Ausnahmen und Lücken zu kompromittieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 27
RFC 3580 und Distribution Layer Security
Die Einführung flächendeckender Netzwerk Security in heterogenen Net
zen stellt den Administrator, wie bereits beschrieben, vor eine Reihe
spannender Herausforderungen.
Gerade im Bereich der Low-Cost Switche hat sich das Prinzip der User/
VLAN-Zuordnung gemäß Standard RFC 3580 weitgehend etabliert.
Daher soll dieses Thema nochmals eingehender mit Fokus auf eine Secure
Networks™ Integration beleuchtet werden.
RFC 3580 ist eine Methode, welche der Authentisierungsantwort des
RADIUS-Servers eine VLAN-ID beifügt, anhand welcher der Switch dem
Userport ein entsprechendes VLAN zuweist.
In diesem Abschnitt soll beleuchtet werden, wie sich derartige Komponen
ten in eine policybasierte Lösung integrieren lassen.
Enhanced Policy mit RFC 3580
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 28 Secure Networks™
In dem abgebildeten Beispiel agiert der Distribution Layer Switch vom Typ
Matrix® N-Serie N7 nicht als Authentisierungsinstanz, sondern weist den
eingehenden Frames anhand der VLAN-ID eine entsprechende Policy zu.
Damit reduziert sich das Risiko unkontrollierter Client-zu-Client Kom
munikation auf den Bereich des VLANs innerhalb des einzelnen Access
Switchs.
Auch das VLAN-to-Role Mapping lässt sich an zentraler Stelle im Policy
Manager konfigurieren und flächendeckend an alle Switches kommunizier
en.
VLAN Mapping im NetSight® Policy Manager
Port Protection
Im Gegensatz zum Policy Enforcement direkt am Access Port verbleibt bei
allen Szenarien der Distributed Layer Security ein Restrisiko, da die
Access Control erst in der nachgelagerten Instanz ausgeführt wird.
Um diese Lücke zu schließen, haben die Entwickler von Enterasys die
Funktionalität des Cabletron ELS10-27MDU (Multiple Dwelling Unit) den
neuen Anforderungen angepasst und in das Portfolio der SecureStack™
Reihe integriert.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 29
Das Port Protection oder Private VLAN Feature, welches Datenaustausch
nur in Richtung definierter (Uplink-) Ports zulässt, leitet die gesamte Kom
munikation des Switchs direkt in die Distribution Zone und das Regelwerk
der Policys. Diese Schutzmaßnahme bewahrt die Enduser vor unkontrol
liertem Verkehr innerhalb des Switchs/VLANs.
Policy Enforcement in der Praxis
Die Konfrontation mit einer Flut von Begriffen wie MUA+P, RFC 3580 und
Distribution Layer Security impliziert die Vorstellung einer Netzwerkarchi
tektur, welche aufgrund ihrer Komplexität einfach nicht mehr zu handha
ben scheint.
Es bietet sich daher an, die Migration eines LANs hin zu einem sicheren
Netzwerk in abgestuften Phasen durchzuführen, welche szenarienbedingt
variieren können.
Hier ein Beispiel für die Vorgehensweise:
Step 1 – Assessment
Eine Bestandsaufnahme stellt den Grundstock für weitere Betrachtungen
dar. Daher sollten einige Punkte im Vorfeld festgelegt werden.
Welche Komponenten sind im Netz aktiv, welche Featuresets ste
•
hen zur Verfügung?
Welche Verkehrsbeziehungen sind zwischen Endgeräten und Ser
•
vern etabliert?
Welche Dienste werden genutzt? Welche sollten fallweise restriktiv
•
behandelt werden?
Welche Authentisierungsmethoden können/müssen eingesetzt
•
werden? Was unterstützen die Betriebssystemplattformen der
Endgeräte?
Step 2 - Management
Die Einrichtung des Netzwerkmanagements verdient ein besonderes Au
genmerk. Die Auswertung von SNMP-Traps und Syslogmeldungen stellt
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 30 Secure Networks™
einen wichtigen Faktor für die transparente Darstellung des Betriebszu
standes eines Netzwerks dar.
Nach der Einführung redundanter Maßnahmen manifestieren sich einzelne
Ausfälle nicht mehr in Form von Betriebsstörungen. Umso wichtiger ist es,
diese Teilausfälle zu erkennen, um die Gesamtverfügbarkeit der Infra
struktur erhalten zu können.
Die steigende Integration intelligenter Funktionen in die Netzwerkkompo
nenten erfordert ein Maß an Kontrolle, welches über einfaches Portmana
gement hinaus geht.
Die NetSight® Console ist in der Lage sowohl Meldungen aktiver Kompo
nenten intelligent auszuwerten als auch Managementaufgaben flächende
ckend und geräteübergreifend durchzuführen.
Das ermöglicht dem Administrator wiederkehrende Routineaufgaben ener
giesparend zu absolvieren und Funktionsstörungen jederzeit gezielt zu lo
kalisieren.
Die Integration des Policy Managers in die NetSight® Installation ist der
erste praktische Schritt zu einem sicheren Netzwerk.
Step 3 – Static Policys
Es gibt verschiedene Rahmenbedingungen, welche die flächendeckende
Einführung von Authentisierungsmethoden verzögern.
Daher bietet es sich als Vorstufe an einen statischen Schutz zu etablieren,
welcher ohne jede Authentisierung auskommt.
Zu diesem Zweck werden einige wenige Policys definiert, welche den
Access Ports als Default Role zugewiesen werden.
Der Nachteil dieser statischen Lösung liegt in einer geringen Flexibilität.
Jeder Umzug von Endgeräten erfordert eine Prüfung der dem Port zuge
wiesenen Policy.
Die Möglichkeit, unter Einsatz des Policy Managers auf einfache Weise eine
Access Port Security zu etablieren, birgt – gerade in kleinen und mittleren
Netzen – jede Menge Charme und ist als Zwischenstufe einer Migration
durchaus betrachtenswert.
Step 4 - Authentisierung
Dieser Schritt erfordert einen Blick über den Netzwerktellerrand hinaus.
Die Integration des RADIUS-Dienstes in Verbindung mit der zentralen Be
nutzerverwaltung ist möglicherweise bereits im Rahmen einer VPN- oder
WLAN Lösung vollzogen worden.
Nun gilt es im RADIUS-Server ein Filterwerk zu etablieren, welches die
Gruppenzugehörigkeit eines Users auf Betriebssystemebene auf einen ent
sprechenden Policystring (Filter ID) destilliert. Dem folgt die Authorisie
rung der Accessswitche als registrierte RADIUS-Clients.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 31
Das Aktivieren der Authentisierungsfunktion auf den Switchen stellt einen
wesentlichen Schritt in der Migration dar. Der Zugang zum Netz ist nun
nicht mehr von der reinen LAN-Connectivity bestimmt, sondern hängt von
zahlreichen Faktoren ab: Endgerätekonfiguration, Switcheinstellung,
RADIUS, Directory.
Um das einwandfreie Zusammenspiel dieser Kommunikationskette risiko
frei sicherzustellen, hat sich die Durchführung einer Pilotphase bewährt.
In dieser Phase ist jedem Port zunächst eine liberale Default Policy zuge
ordnet, welche den Benutzer in seinem Tun nicht einschränkt.
Ein authentisierter User erhält eine neue Rolle, welche die gleichen Frei
heiten einräumt.
Während dieser Pilotphase kann der Administrator risikofrei prüfen, ob die
Authentisierungsmechanismen auch unter Volllast greifen. Ist diese Prü
fung abgeschlossen, können die vorbereiteten Policys scharfgeschaltet
werden.
Step 5 – Nächste Schritte
Die Integration von Authentisierungsmaßnahmen und Regelwerken im
Accessbereich stellt einen großen Schritt hin zu flächendeckender Netz
werksecurity dar. Doch das Secure Networks™ Portfolio hat weit mehr zu
bieten.
Die Fähigkeit, Protokolle und Dienste auf den Layern 2, 3 und 4 flächende
ckend zu kontrollieren, schafft eine solide Basis an Präventivmaßnahmen.
Der nächste Schritt, Missbrauch und Attacken innerhalb des Contents oder
aufgrund von anomalem Verhalten zu erkennen und darauf zu reagieren,
ist in den nachfolgenden Kapiteln „Detect and Locate“ dokumentiert.
Neben der Sicherheitsüberprüfung des Benutzers stellt sich auch die Frage
nach dem Vertrauensstatus des Endgeräts. Im Kapitel „Proactive Pre
vention“ werden Techniken beleuchtet, die es ermöglichen, die wachsen
de Zahl von PCs, Laptops, Telefonen und embedded Devices in ein erwei
tertes Sicherheitskonzept einzubinden.
Rückblickend auf zahlreiche Secure Networks™ Migrationen hat sich die
Vorgehensweise bewährt, vor Ort einen auf die Bedürfnisse des Kunden
abgestimmten Workshop durchzuführen, in welchem Grundlagen vermit
telt werden, einzelne Schritte festgelegt und Konfigurationen vorab er
stellt werden können.
Enterasys Networks bietet für alle Schritte, angefangen von der Erstellung
eines Pflichtenheftes, der Planung, der Implementierung und Einweisung,
professionelle Unterstützung an.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 32 Secure Networks™
Detect and Locate
Secure Networks™ von Enterasys schützt die Unternehmenswerte durch
einen ganzheitlichen Ansatz. Die Grundvorrausetzung hierfür ist, dass das
Netzwerk in der Lage ist, Angriffe und Gefahren auf Ressourcen im Netz
werk zu erkennen und den Angreifer zu identifizieren.
Bevor jedoch Angriffen auf die IT Infrastruktur begegnet werden kann,
muss verstanden werden, wie diese Attacken durchgeführt werden und
welche Charakteristiken zur Erkennung genutzt werden können.
Angriffe
Grundsätzlich kann dabei zwischen den folgenden Angreifertypen unter
schieden werden:
Automatisierte Angriffe (Viren, Würmer, Trojaner)
●
Toolbasierte Angriffe
●
Gezielte, intelligente, per Hand durchgeführte Angriffe
●
Automatisierte Angriffe
Schafft es eine Sicherheitslücke in die Nachrichten, kann man davon aus
gehen, dass ein Virus oder ein Wurm diese Sicherheitslücke nutzt, um IT
Systeme flächendeckend zu kompromittieren. Sind diese Sicherheits
lücken bis dato noch unbekannt oder existiert kein Patch dazu, spricht
man häufig von Day Zero Attacken.
Die eigentliche Herleitung dieses Begriffs, der eigentlich Zero-Day Angriff/
Exploit lautet, kommt jedoch von der kurzen Zeitspanne zwischen dem
Entdecken einer Sicherheitslücke und dem Verfügbarsein eines funktionie
renden Angriffs (zumeist eines Exploits). Unabhängig davon, ob die Si
cherheitslücke bekannt ist und ebenfalls unabhängig davon, ob ein Patch
für diese Sicherheitslücke exisitert, folgt das Schädlingsprogramm, das
eine Sicherheitslücke automatisiert ausnutzen will, zumeist einem be
stimmten Schema:
1) Netzwerkdiscovery und Zielidentifizierung (optional)
Bevor ein (vernünftig programmierter) Wurm oder Virus seinen
bösartigen Code an ein Zielsystem sendet, überprüft er, ob das
Zielsystem überhaupt angreifbar ist. Die Palette der Möglichkei
ten, um diese Informationen zu erlangen, reicht vom stupiden
Banner Grabbing bis zum intelligten TCP Fingerprint.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 33
2) Kompromittierung des Zielsystems
Nachdem das Ziel feststeht, wird der schadhafte Code übermittelt.
Dies stellt den eigentlichen Angriff dar. Da der durchgeführte An
griff auf eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme auf unter Um
ständen unterschiedlichen Plattformen durchgeführt werden soll,
ist der Angriff an sich meistens sehr stupide und einfach zu erken
nen.
3) Weiterverbreitung
Ist das Zielsystem kompromittiert, versucht das Schadprogramm
sich weiter im Netzwerk zu verbreiten.
Automatisierte Angriffe können sowohl von Systemen, die mit anomalie
basierten Erkennungstechnologien arbeiten, als auch von signaturbasier
ten Systemen erkannt werden.
Toolbasierte Angriffe
Vor einigen Jahren setzte die Durchführung von stack- oder heapbasierten
Angriffe noch Programmierkenntnisse in C und Assembler voraus. Heutzu
tage gibt es eine Vielzahl von zum Teil freien Frameworks, die das Ausfüh
ren eines Schadprogramms per Knopfdruck ermöglichen.
Diese Frameworks laden bestimmte Angriffsmodule und bieten dem An
greifer die Möglichkeit, die dynamsichen Parameter eines Angriffs per GUI
zu definieren. Dadurch werden die Hürden zum erfolgreichen Durchführen
eines Angriffs enorm gesenkt.
Zumeist erstellen diese Frameworks einen Exploit, der sich in die folgen
den Unterteile aufgliedern lässt:
1) Socket Aufbau
Bevor der Angriffscode übermittelt werden kann, muss eine Netz
werkverbindung zum Zielsystem aufgebaut werden.
2) Shell Code / Angriffscode
Nachdem die Verbindung zum Zielsystem initialisiert worden ist,
wird der Angriffscode über den Socket verschickt. Da die Rück
sprungadresse und das Offset nicht bekannt sind, werden sehr
viele verschiedene Rücksprungadressen durchprobiert. Da bei die
sen toolgesteuerten Angriffen oftmals auch die verschiedenen
Speichergrößen unbekannt sind, werden sehr viele NOPs über das
Netzwerk versendet – daraus resultiert ein großer Speicherbedarf
für das NOP-Sledge.
3) Informationsaufbereitung
Sobald der Angriffscode übermittelt wurde, werden die daraus re
sultierenden Informationen (zum Beispiel der Inhalt bestimmter
Dateien des Zielsystems) für den User aufbereitet.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 34 Secure Networks™
Obwohl die Angriffe, die über diese Frameworks durchgeführt werden, ge
zielt sind und sich somit von den automatisierten Angriffen unterscheiden,
müssen die Angriffsschemata dennoch sehr offen gehalten werden. Nur so
kann eine sehr hohe Erfolgsquote garantiert werden. Diese Angriffe sind
unter anderem durch folgende Merkmale auffällig:
Große NOP Bereiche
●
Oftmaliges Übermitteln des Angriffscodes (da diese die Rück
●
sprungadresse enthält)
Auffällige Offsets
●
Standard Shell Code
●
Unsauberes Beenden des angegriffenen Programms (kein exit(0)
●
innerhalb des Shell Codes)
Diese Angriffe lassen sich am besten durch signaturbasierte Systeme er
kennen.
Gezielte Angriffe
Ein gezielter Angriff zeichnet sich dadurch aus, dass der eigentliche An
griffscode sehr schlank und sauber geschrieben ist und dass die Verbin
dungen und die Codesprünge sauber geschlossen werden.
Die Rücksprungadresse wird oftmals durch einen ersten Vorabangriff ge
schätzt, so dass der Angriffscode nicht zu oft über den Socket geschickt
werden muss.
Je nach zu überschreibendem Puffer kann ein gezielter Angriff mit einem
Shell Code von 179 Bytes bis 380 Bytes Gesamtlänge liegen (je nach
NOP-Slegde).
Angriffe der neuen Generation (wie Cross Site Scripting) sind zumeist sehr
gezielt und können innerhalb eines Paketes erfolgreich übermittelt wer
den. Aufgrund der verschiedenen Evasionsmöglichkeiten, die sich dem An
greifer bieten, um seinen Angriff zu verschleiern, stellen diese fokusierten
Attacken die größte Herausforderung an präventive Sicherheitssysteme
dar.
Gezielte Angriffe lassen sich am besten durch die Kombination von signa
turbasierten Systemen und System Information Management Systemen
erkennen.
Zur besseren Veranschaulichung wie Angriffe funktionieren, wie sie er
kannt und verhindert werden können, folgend die Beschreibung dreier be
kannter und weitverbreiteter Angriffsmuster.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 35
Denial of Service
Denial of Service Attacken gelten oftmals als stupide Attacken von Angrei
fern, die nicht in der Lage sind, ein System zu kompromittieren und es
deshalb einfach „nur“ ausschalten wollen. In Wahrheit sind Denial of Ser
vice Attacken jedoch oftmals „Vorboten“ eines stack- oder heapbasierten
Angriffs (Buffer Overflow Attacke zur Übernahme des Dienstes) oder die
nen dazu, die Netzwerkdienste, die ein ausgeschalteter Service offeriert
hat, zu übernehmen.
Beliebte Angriffsziele sind DHCP Server, die zumeist über Broadcasts an
gesprochen werden und oftmals keinerlei Authentifizierung unterliegen.
Schafft es ein Angreifer, einen DHCP Server auszuschalten, kann er seinen
Dienst übernehmen und in die Netzwerkkonfiguration von Endsystemen
eingreifen. Dies kann Einfluss auf die Access Control Listen im Netzwerk
und auf Update-Verhalten haben (bestimmte Sicherheitsgatewaysysteme
installieren Updates über NFS mounts, die sie vom DHCP Server erhalten).
Buffer Overflow
Angriffe, die mit dem Überschreiben von Puffern zusammenhängen, sind
für die meisten erfolgreichen Angriffe verantwortlich. Die Tendenz geht je
doch von pufferbezogenen Angriffen weg und hin zu Cross Site Scripting-
bezogenen Angriffen. Im Folgenden sind einige Gründe hierfür aufgeführt:
Sichere Frameworks für Applikationserstellung und Code Access
●
Security
Stack Schutz von Betriebssystemen
●
Stack Schutzmechanismen für Compiler
●
Um zu verstehen, wie diese Angriffe funktionieren und zu erkennen,
warum diese stetig an Bedeutung verlieren, ist es wichtig den
Programmablauf auf dem „Stack“ und dem „Heap“ zu verstehen. Dies
würde jedoch den Rahmen dieses Kapitels sprengen.
Cross Site Scripting (XSS)
Cross Site Scripting Attacken gewinnen stetig an Bedeutung. Sie können
zu massiven Problemen führen (bis hin zur Kompromittierung des kom
pletten Systems), sind extrem einfach für einen Angreifer zu finden und
auszunutzen und oftmals sehr schwer zu erkennen und zu verhindern.
XSS Angriffe sind zumeist im HTTP, XML und SOAP Bereich beheimatet
und basieren auf der Dynamik der Programmiersprache mit der bestimmte
Dienste, die die genannten Protokolle nutzen, geschrieben sind.
Um zu verstehen, wie Cross Site Scripting Attacken funktionieren, muss
der Unterschied zwischen Hochsprachen und Skriptsprachen verdeutlicht
werden. Vereinfacht gesagt wird ein Skript zeilenweise ausgeführt (vom
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 36 Secure Networks™
Interpreter). Kommt es zu einem Fehler oder einer falschen Anweisung
endet das Skript in einer bestimmten Zeile. Ein in einer Hochsprache (z.B.
C) geschriebenes Programm wird vor Beginn der ersten Ausführung kom
piliert – grobe Fehler werden also schon bei der Erstellung des Programms
erkannt. Ferner ist es bei Skriptsprachen möglich, Codes während der
Laufzeit einzubinden.
Durch Fehler innerhalb des dynamischen Codes ist der Angreifer in der
Lage, den eigenen Code in die Webapplikation einzuschleusen (Skript
Code oder Datenbanksteuerungsbefehle). Dies kann er zum Beispiel durch
das Manipulieren bestimmter URL Variablen erreichen, die zur Laufzeit Teil
des ausführenden Codes werden.
Eine genauere, intensive Betrachtung der verschiedenen Angriffsmuster
wird im Enterasys Networks Pre-Sales-Training vermittelt. Dort werden
neben den hier genannten Angriffsschemata auch man-in-the-middle Atta
cken und Protokollangriffe detailliert behandelt.
IDS Erkennungstechnologien
Intrusion Detection und Prevention Systeme sind in der Lage die beschrie
benen Angriffsschemata zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Wie
bereits einleitend beschrieben, gibt es für die verschiedenen Angriffe ver
schiedene Erkennungstechnologien. Vorab kann also festgehalten werden,
dass der bestmögliche Schutz nur dann gegeben ist, wenn das eingesetzte
IDS alle verfügbaren Erkennungstechnologien vereint und somit in der
Lage ist, die jeweils beste Technologie zur Erkennung und Prävention ein
zusetzen.
Grundsätzlich kann unter folgenden Erkennungstechnologien unterschie
den werden:
Behavior Based Anomaly Detection
●
Die Analyse von Verkehrsbeziehungen mittels Daten aus den
Netzwerkkomponenten, zum Beispiel via Netflow, Sflow,
RMON mit dedizierten Probes oder auch mittels komponenten
spezifischer Traps
Bei hostbasierten Systemen ist hierunter meist die Analyse
der System Calls zu verstehen, um „ungültige“ Calls später
heraus zu filtern oder die Analyse von CPU Last und Memory
pro Applikation etc.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 37
Anomaly Detection
●
Die Paketanalyse auf bestimmte Muster hin (bestimmte TCP
Flag Kombinationen gesetzt, etc.)
Bei Host Sensoren kann man hierunter die Überwachung von
Files auf dem System verstehen („Logfiles werden nie kleiner“
oder „/etc/passwd“ wird normalerweise nicht geändert)
Protocol based – Protocol Conformance Analysis und Decoding
●
Die Decodierung von Protokollen und Überprüfung der Konfor
mität im Hinblick auf Standards
Signature based – Pattern Matching
●
Die Analyse des Paketinhaltes in Hinblick auf verdächtige
Kombinationen (Verwendung von bekannten Exploits, Aufruf
von ungültigen URLs, etc.)
Bei Host Sensoren versteht man darunter zum Beispiel die
Analyse von Logdateien
Eine Behavior Based Anomaly Detection basiert darauf typische Verhal
tensmuster im Netzwerk, wie zum Beispiel die mittlere Anzahl von Flows
pro Host oder den durchschnittlichen Durchsatz zu messen und bei star
ken Abweichungen von diesen Werten Alarm zu schlagen. Wichtig hierbei
ist, dass es sich dabei nicht nur um das Setzen und Messen von Schwell
werten handelt, sondern um komplexe Algorithmen, die in der Lage sind,
Systemverhalten zu erkennen, zu analysieren und normales Verhalten in
bestimmten Grenzen vorher zu sagen.
Bei der Anomaly Detection und der protokollbasierten Analyse werden
\"unmögliche\" Datenpakete wie falsch zusammengebaute TCP-Pakete oder
fragmentierte IP-Pakete mit nicht definierten Offsets erkannt. Außerdem
werden die Sessions der einzelnen Verbindungen wieder zusammenge
setzt und diese nach Auffälligkeiten analysiert und Abweichungen von de
finierten Netzwerkpolicys (zum Beispiel, dass Mitarbeiter keine Peer-to-
Peer Programme wie Napster, Kazaa, etc. verwenden sollten) erkannt.
Eine signaturbasierte Lösung kann extrem präzisen Aufschluss über den
Angriff geben, da die gesamte Paketfolge (je nach Produkt) abgespeichert
wird: Damit ist auch eine schnelle Bewertung möglich, ob der Angriff er
folgreich war.
Dafür verwendet das IDS eine Datenbank, in der alle bekannten Signatu
ren von Angriffen und Hackertechniken gespeichert sind (dabei handelt es
sich um Binärabbilder bestimmter, typischer Fragmente der durch An
griffstools oder Viren erzeugten Datenpakete). Diese werden mit dem Da
tenteil der Pakete verglichen und so erkannt.
Mit signaturbasierten Systemen ist die Erkennung völlig unbekannter An
griffe jedoch schwierig zu realisieren. Dies gelingt in den Fällen sehr gut,
in denen bestimmte (verschiedene) Angriffe einem bestimmten Muster
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 38 Secure Networks™
folgen. Gut lässt sich dies anhand von Buffer Overflow Angriffen verifizie
ren, die sich durch das Senden von Shell Code und NOP-Sledges auszeich
nen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Intrusion Detection
und Prevention Systeme Datenpakete aufnehmen, Dateninhalte lesen und
bestimmte Technologien anwenden, um festzustellen, ob ein Paket oder
ein Kommunikationsfluss integer ist oder ob es sich um einen Angriff han
delt. Zur Verifizierung eines erfolgreichen Angriffs verwendet das IDS
nicht nur das Angriffspaket oder die Angriffspakete. Es bezieht in seine
„Überlegung“ auch die Antworten des angegriffenen Systems ein.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 39
Hostbasierte Erkennung versus netzwerkba
sierte Erkennung
Angriffserkennung kann, wie bereits beschrieben, auf dem Hostsystem
oder im Netzwerk stattfinden. Bevor auf die verschiedenen Technologien
im Detail eingegangen wird, werden im Folgenden einige Vor- und Nach
teile der verschieden Systeme aufgeführt.
Vorteile hostbasierter Erkennung:
Netzwerkstream wurde bereits vom TCP Stack des Betriebssys
●
tems zusammengesetzt
Verschlüsselungsproblematiken sind nicht vorhanden
●
Komplettes Systemverhalten kann in die Bewertung eines Angriffs
●
einbezogen werden
Nachteile hostbasierter Erkennung:
Großer Verwaltungsaufwand: Muss auf jedem Host installiert wer
●
den
Verschiedene Betriebssysteme benötigen verschiedene Clients
●
Betriebssystemänderungen können hostbasierte Erkennung beein
●
flussen
Vorteile netzwerkbasierter Erkennung:
Änderungen am Betriebssystem des Ziels haben keinen Einfluss
●
auf die netzwerkbasierte Erkennung
Geringerer Verwaltungsaufwand: Ein netzwerkbasiertes System
●
kann eine Vielzahl von Hosts überwachen
Nachteile netzwerkbasierter Erkennung:
Verschlüsselter Datenverkehr kann zu Problemen bei der Angriffs
●
erkennung führen
Single Point of Failure
●
Lokale Angriffe werden nicht erkannt
●
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 40 Secure Networks™
Host Intrusion Detection / Prevention (HIDS/
HIPS)
Host Intrusion Detection / Prevention Systeme haben einen komplett an
deren Aufbau als netzwerkbasierte Systeme. Diese Systeme haben drei
Hauptansatzpunkte:
Kernel Schutz (System Call Hooking)
●
Überwachung von Konfigurationsdateien und/oder der Registrie
●
rung
Prüfung der Systemintegrität
●
Kernel Schutz
Obwohl dies dem Benutzer oftmals verborgen bleibt, sind Betriebssysteme
in zwei Bereiche aufgeteilt. Das Userland, in dem sich Applikationen, Be
nutzer, Programme und Prozesse befinden und der Kernelspace, in dem
das Betriebssystem und die Betriebssystemroutinen beheimatet sind. Ver
einfacht könnte man sagen, dass die Schnittstelle zwischen Betriebssys
tem (das die Dateien und die Hardware exklusiv verwaltet) und dem User
land die System Calls sind. Diese Calls werden von Applikationen und Pro
grammen genutzt, um Zugriff auf Betriebssystemressourcen zu erhalten.
Ein HIDS / HIPS setzt sich jetzt als überwachende Instanz zwischen das
Betriebssystem (den Kernelspace) und der Welt der Applikationen und
überwacht, ob die ankommenden Anfragen valid sind oder ob es sich um
Angriffe handelt. Diese Überwachung kann sich durch mehrere Leistungs
merkmale bemerkbar machen:
Verhindern des Ausführens von Code auf dem Stack
●
Überschreiben von System Calls (Linux – LKM)
●
Überwachung von Konfigurationsdateien und Registrie
rung
Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines HIDS / HIPS ist die Überwachung
von Systemkonfigurationsdateien und Systemregistern (Windows) bzw.
Kernelkonfigurationen (Linux).
So kann das HIDS sichergehen, dass wichtige Systemapplikationen (Fire
wall, Antivirenscanner, etc.) auf dem aktuellen Stand sind und noch lau
fen. Auch Trojaner und andere Schadprogramme lassen sich dadurch sehr
gut identifizieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 41
Prüfung der Systemintegrität
Die Systemintegrität ist eine sehr wichtige Aufgabe von Host Intrusion De
tection / Prevention Systemen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass
wichtige Systemprogramme bzw. der Code wichtiger Systemprogramme
nicht manipuliert wurde. Das HIDS / HIPS bildet hierzu zu einem Zeit
punkt, an dem das zu überwachende Systemtool noch integer ist, eine
SHA-1 oder MD5 Checksumme des Binärcodes und agiert sobald sich die
se Checksumme ändern.
System Integrität – Kernel Schutz
Enterasys Networks bietet für viele unterschiedliche Betriebssysteme
Hostsensoren an, die didaktisch sehr einfach über den Dragon ® EMS zu
verwalten sind. Damit können die in diesem Kapitel beschriebenen Featu
res einfach und sicher realisiert werden.
Enterasys Host Intrusion Prevention Systeme beschränken sich dabei je
doch nicht nur auf den hier beschriebenen Betriebssystem- und Syste
mapplikationsschutz. Für einige businessrelevante Gebiete (wie Webserver
[Internet Information Server und Apache]) gibt es eigene Application In
trusion Prevention Systeme, die für einen idealen Schutz der entsprechen
den Applikation sorgen.
Erweiterungsmöglichkeiten des HIDS
Im Bereich Host Intrusion Detection bietet Enterasys ein SDK (Software
Development Kit) an, das von Kunden, Partnern oder vom Enterasys Pro
fessional Services Team genutzt werden kann, um zusätzliche Leistungs
merkmale in die Produkte zu integrieren. Der Entwickler kann dabei auf
die gesamte Bandbreite der integrierten Leistungsmerkmale zurückgreifen
und somit neue Features schnell und sicher integrieren.
Das Design ist dabei so realisiert, dass es Entwicklern möglich ist, zusätz
liche Features über eine Programmiersprache ihrer Wahl (z.B. C oder C#)
zu realisieren und diese dann gegen eine von Enterasys bereitgestellte Bi
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 42 Secure Networks™
bliothek (Library) zu linken. Dadurch muss sich der Entwickler nicht um
die Kommunikation des neu erstellten Features mit der Enterasys Enter
prise Management Suite beschäftigen oder mit sicherheitsbezogenen The
men wie Authentifizierung und Verschlüsselung – er kann sich voll und
ganz auf die Realisierung des neuen Features konzentrieren.
Enterasys stellt in diesem Zusammenhang umfangreiche Beispielprogram
me, Beispielerweiterungen und Hilfsdokumente zur Verfügung, so dass es
dem Administrator oder dem Entwickler schnell möglich ist, sich in die
Thematik einzulesen und effizient zu entwickeln.
Durch die neu geschaffene dot net Schnittstelle ist es nun auch möglich,
alle betriebssystembezogenen Sicherheitsmerkmale, die Microsoft in ihre
Produkte integriert, innerhalb der Dragon® Defense Suite zu nutzen.
Network IDS/IPS
Netzwerkbasierte Intrusion Detection und Prevention Systeme unterschei
den sich in allen wesentlichen Punkten von hostbasierten Systemen. Ihr
interner Aufbau kann folgendermaßen beschrieben werden:
Ereigniskomponente:
●
Sensoren oder der eigene Netzwerkstack nehmen Raw-Daten aus
dem Netzwerk auf und starten das so genannte Preprocessing, das
dabei hilft, die Daten in ein einheitliches Format zu bringen (dies
hat den Vorteil, dass man dadurch in der Lage ist, Signaturen in
einem einheitlichen Format zu erstellen). Danach werden diese
vereinheitlichten Daten an die Analysekomponente weitergege
ben.
Analysekomponente:
●
An dieser Stelle werden die Daten, die von der Ereigniskomponen
te gesammelt wurden, analysiert. Bei signaturbasierten Systemen
wird der Paketinhalt gegen die verschiedenen Paketinhalte der Si
gnaturen kreiert. Sobald eine Signatur anschlägt, wird ein Alarm
ausgelöst. Dieser Alarm kann lediglich ein Logfile oder Datenbank
eintrag sein. Sollte es sich bei dem entsprechenden Deployment
um eine DIRS (Dynamic Intrusion Repsonse System) Installation
handeln, kann über ein Alarmtool auch eine Aktion (Ändern der
Port Policy) gestartet werden.
Monitor und Darstellungskomponente:
●
Nachdem die Daten intern in einem bestimmten Format vorliegen
(Angriffsart, Angreifer, Ziel, Zeitinformationen, etc.) werden die
Daten an dieser Stelle verständlich (zumeist grafisch) für den An
wender / Administrator aufbereitet.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die Kombination netz
werk- und hostbasierter Erkennung ein sehr hoher Schutzfaktor erreicht
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 43
werden kann, der vor einer Vielzahl verschiedener Angriffsszenarien
schützt.
IDS versus IPS versus DIRS
Nachdem nun definiert wurde, wie präventive Sicherheitssysteme Angriffe
erkennen können, werden die Aktionen, die aus diesen Informationen ge
troffen werden können, diskutiert.
Detection
Die Erkennung von Angriffen ist die Grundlage jeglicher präventiver Si
cherheitstechnologie (ob inline oder outline). Sollte keine proaktive Si
cherheitsimplementierung gewünscht sein, so kann man durch die Daten,
die in diesem Schritt gesammelt wurden, forensische Nachforschungen
betreiben, Angriffe zurückverfolgen, Beweise auswerten, Systemverhalten
überwachen und dokumentieren, Statistiken über die Sicherheitsentwick
lungen erstellen und Datenquellen / Ressourcen für Security Information
and Event Management Systeme bereitstellen, die daraus SoX-konforme
Reports erstellen können.
Prevention
Aktive Angriffsverhinderung geschieht zumeist inline. Die Geräte (NIPS)
werden also direkt in den Kommunikationsfluss integriert und entschei
den, ob ein Paket weitergeleitet werden soll oder nicht. Intrusion
Prevention ist ein sehr gutes Werkzeug, um das Netzwerk und die darin
befindlichen Komponenten aktiv vor Angriffen zu schützen. Der Angreifer
selbst bleibt davon jedoch unberührt und hat weiterhin Zugriff auf die
Ressourcen des Netzwerks. Seine Pakete werden lediglich dann verworfen,
wenn es sich dabei um schadhafte Pakete handelt.
Dynamic Response
Distributed IPS basiert auf Intrusion Detection und führt – basierend auf
den Ergebnissen des Intrusion Detection Systems – Aktionen im Netzwerk
durch. Je nach vorhandener Netzwerkinfrastruktur kann dies durch das
Ändern einer Portpolicy oder durch das Verbannen eines Users aus einem
bestimmten VLAN in ein Anderes geschehen. Distributed IPS reagiert da
bei auf bestimmte Ergebnisse. Wird ein Angriff durch das Versenden eines
einzelnen Paketes erfolgreich durchgeführt, wird das DIRS diesen Angriff
nicht verhindern. Es werden jedoch Aktionen gegen den Angreifer gefah
ren, die verhindern, dass dieser weiterhin Schaden im Netzwerk anrichtet.
Auch hier kann zusammenfassend festgehalten werden, dass das größte
Schutzpotential durch die Kombination der verschiedenen Technologien
realisiert werden kann.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 44 Secure Networks™
Dynamic Response in Multivendor Networks
Enterasys Networks ist der führende Anbieter von Distributed IPS Syste
men. Durch eine extrem hohe Anzahl unterstützter Devices von Fremdher
stellern ist es möglich, nahezu jede Netzwerkinfrastruktur durch den Ein
satz des Dragon® IDS in Kombination mit dem Automated Security Mana
ger über DIRS abzusichern.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 45
System Information and Event Management
Unter SIEM (System Information and Event Management) oder SIM (Sys
tem Information Management) versteht man die hohe Kunst, alle vorhan
denen Daten aufzunehmen, zu korrelieren und daraus einen Rückschluss
auf eine bestimmtes Ereignis zu treffen.
Einsatzmöglichkeiten für Dragon®
Zur besseren Veranschaulichung kann die IST Situation und die SOLL Si
tuation (bezogen auf Security Information Management) vieler Unterneh
men herangezogen werden:
Ist Situation: Eine Vielzahl von unterschiedlichen Systemen offeriert
Dienste im Netzwerk. Die entstehenden Logmessages werden in unter
schiedlichen Formaten auf unterschiedlichen Systemen gehalten und kön
nen sensible, wichtige Informationen enthalten.
Soll Situation: Eine Vielzahl von bestehenden Systemen offeriert Dienste
im Netzwerk. Die entstehenden, unterschiedlich formatierten Logmessa
ges werden zentral ausgewertet. Die wichtigsten Daten werden in einem
High Level Approach dem entsprechenden Mitarbeiter aufbereitet. Aus
verschiedenen Quellen werden in Realtime sinnvolle Schlüsse gezogen
(Korrelation). Im Vordergrund steht die Information und nicht die
Lognachricht.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 46 Secure Networks™
Die Technologie
Technologisch wird die eben beschriebene SOLL Situation dadurch er
reicht, dass alle Events (ein Event ist eine einzelne Nachricht eines Sys
tems innerhalb der IT Infrastruktur; dies kann eine Lognachricht eines
Syslog Servers sein, ein Alarm eines Intrusion Detection Systems oder ein
Flow Record eines Layer 2 / Layer 3 Systems) in einer Datenbank gespei
chert und korreliert werden. Aus dieser Korrelation wird ein neuer Übere
vent generiert – der so genannte Offense. Ein Offense ist ein Alarm, der
aus verschiedenen Events generiert wurde. Je mehr Events zu einem Of
fense zusammengefasst werden, desto höher ist die Data Reduction Rate.
Das SIEM kann dabei Lognachrichten oder auch Flow Daten von Netzwerk
geräten aufnehmen und diese in Relation zueinander setzen. Durch die
ganzheitliche Strategie von Secure Networks™ ist es im Umkehrschluss
wiederum möglich, Aktionen basierend auf den Offenses im Netzwerk zu
starten.
Man könnte SIEM Systeme als technische, virtuelle CIOs im Netzwerk be
zeichnen, die alle erdenklichen Informationen aufnehmen und den Board
of Directors (den Administratoren) dann Anweisungen erteilen.
Die Dragon® Security Command Console (das SIEM von Enterasys) ist in
der Lage, die vorhandenen Offenses einfach und klar strukturiert darzu
stellen. Da das System auch für sehr große Infrastrukturen ausgelegt ist,
ist es mandantenfähig. Jeder Benutzer kann dabei selbst definieren, wel
che Informationen er zu Beginn seiner Session sehen möchte.
Die DSCC ist dabei wie eine Art Zwiebel aufgebaut. An der obersten
Schicht befindet sich das Ergebnis, das Endresultat, der gezogene Schluss
basierend auf verschiedenen korrelierten Events (Offense). Der Anwender
ist jedoch in der Lage sich bis zur Kerninformation vor zu arbeiten, in dem
er (im übertragenen Sinne) Schale für Schale von der Zwiebel entfernt.
Was bringt Enterasys Security Management ...
... für die Finanzorganisation?
Kosten werden eingespart
●
Aufgaben können Mitarbeitern sinnvoll zugewiesen oder automati
●
siert übernommen werden
Die Kosten für die Analyse bzw. Aufbereitung der Daten sinkt si
●
gnifikant
Erhöhung des Return on Invests bei Software und Hardware
●
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 47
Was bringt Enterasys Security Management ...
... für das operative Geschäft?
Verbesserte Antwortzeiten bei Attacken
●
Attacken, Hardware- und Softwarefehler werden besser erkannt.
●
Dadurch können bestimmte Fehlersituationen besser zugeordnet
und Aktionen besser koordiniert und geplant werden.
Verbesserte, einfachere Übersicht über Securityevents
●
Signifikate Erhöhung der proaktiven und präventiven Sicherheit
●
Auswirkungen bestimmter Aktionen können besser bewertet wer
●
den; Auswirkungen besser berechnet werden.
Was bringt Enterasys Security Management ...
... für das Business an sich?
Erhöhung der Stabilität der IT Infrastruktur und damit bessere
●
Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse
Legal Compliance
●
Befolgung aller Regularien
●
Minimierung der Auswirkungen für Unbeteiligte
●
Risiken werden minimiert. Risiken werden überhaupt erkannt!
●
Enterasys bietet mit der Dragon® Security Command Console das führen
de System, um die eben dargestellten Leistungsmerkmale effizient abzu
bilden
Korrelationsmöglichkeiten mit DSCC
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 48 Secure Networks™
Die Enterasys DSCC ist dabei ferner in der Lage, Ergebnisse von Vulnera
bility Assessment Systemen (Sicherheitslücken-Scannern) in die Offense
Bewertung einzubeziehen. Ein intelligentes Framework macht Erweiterun
gen möglich, die eine enorm hohe Skalierung auch bei extrem großen
Netzwerken und extrem hohen Datenaufkommen garantiert.
DSCC Übersicht
Enterasys bietet ferner durch die Kombination der hier aufgezeigten Sys
teme (HIDS, NIDS, SIEM, NAC, etc.) die Möglichkeit auf vielfältige Gefah
ren mit der entsprechenden Aktion zu reagieren. Gefahren können dabei
auch proaktiv aus dem Netzwerk fern gehalten werden. Ein wichtiger Be
standteil dieser Secure Network™ Strategie ist es, dass dabei, wie bereits
in diesem Kapitel über System Information und Event Management zu er
fahren, eine Vielzahl von Fremdherstellern einbezogen werden können.
Schnittstellen zu externen Systemen
Eines der Ziele, die die Dragon® Security Command Console verfolgt, ist,
dem Administrator bei verifizierten, schwerwiegenden Problemstellungen
(Security Incident, Angriff, abfallende Verfügbarkeit eines Dienstes, aus
gefallener Server, etc.) darzustellen, um was es sich bei diesem Vorfall
genau handelt, wie kritisch dieser ist, was dadurch beeinflusst wird und
wer (welche Identität) dieses Problem verursacht hat.
Dabei offeriert die DSCC dem Administrator nicht nur die IP Adresse des
Initiators, sondern auch weiterführende identitybezogene Informationen
(Username, Usergruppe, Switchport, Switch IP Adresse, Name des Swit
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 49
ches, Policy, MAC Adresse, Authentifizierungsmethode und ob der Benut
zer „nur“ wired oder wireless online ist oder mehrere Verbindungsmöglich
keiten nutzt (z.B. wired und wireless und zusätzlich VPN).
Asset-Informationen in der DSCC
Der Administrator hat nun die Möglichkeit die integrierten Enterasys
Schnittstellen zu nutzen, um einen bestimmten Benutzer eine neue Policy
zu zu weisen oder eine MAC Adresse für eine bestimmte Zeit vom Netz
werk zu nehmen.
Gefahrenquellen mit der DSCC direkt aus dem Netzwerk entfernen
Dabei kann die Lösung spielend erweitert werden, so dass zum Beispiel
externe Skripte aufgerufen werden, die als Parameter die IP Adresse eines
Angreifers übergeben bekommen. Die Erweiterungsmöglichkeiten, die sich
dadurch ergeben, erweitern das Spektrum, innerhalb dessen die Lösung
ihren Mehrwert aufzeigen kann, enorm.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 50 Secure Networks™
Interne Erweiterungsmöglichkeiten und Schnittstellen
Ein Security Information und Event Management System wie die Dragon®
Security Command Console lebt davon, Events und Flows von verschie
densten Systemen unterschiedlicher Hersteller zu lesen und diese Events
zu nutzen, um sie durch das Korrelieren mit anderen Events von anderen
Herstellern zu einer vernünftigen Aussage zu formen (Offense). Oftmals
ist es so, dass in komplexen Kundenumgebungen exotische Applikationen
nicht bekannter und kaum verbreiteter Hersteller implementiert wurden
oder dass Kunden ihre eigenen Applikationen entworfen haben, die per
default von den gängigen SIEM Lösungen nicht unterstützt werden.
Da diese Quellen sehr wertvolle Daten enthalten können, die einen spür
baren Mehrwert während des Korrelationsprozesses darstellen könnten,
bietet die Dragon® Security Command Console einen sehr einfachen und
effektiven Weg an nicht bekannte Logfile Formate zu lesen und in die Kor
relation aufzunehmen.
Dabei muss der Administrator lediglich ein generisches / universales Devi
ce anlegen und definieren, wie die Events von diesem System interpretiert
werden sollen, welches Protokoll zur Datenübertragung genutzt wird und
was die Events von diesem System zu bedeuten haben. Die folgenden
Screenshots zeigen, wie dieser Prozess mit Hilfe der Konfigurationsober
fläche innerhalb weniger Minuten realisiert werden kann.
Schritt 1:
DSCC - Sensordevices
Anlegen eines neuen generischen Devices, damit Logfiles von diesem Sys
tem aufgenommen werden und entsprechend der Mustererkennung, die
man selbst anpassen kann, gelesen und ausgewertet werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 51
Schritt 2:
DSCC-QidMapping
Zuordnen des Events, so dass die DSCC „weiß“, in welche Kausalkette die
ser Event gehört und wie dieser Event innerhalb des Korrelationsverlaufs
zu behandeln ist.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 52 Secure Networks™
Respond and Remediate
Unter Dynamic Reponse versteht man die Möglichkeit für das Netzwerk,
autonom auf auftretende Probleme zu reagieren. Dazu werden mehrere
Komponenten kombiniert. Intrusion Detection Systeme erkennen auftre
tenden Missbrauch oder Sicherheitslücken und können mit Hilfe von Re
sponsemechanismen direkt – als IPS oder in der Secure Networks™ Archi
tektur - mit dem ASM ins Geschehen eingreifen.
Die Remediation ermöglicht es, dem so in die Quarantäne versetzten Mit
arbeiter mitzuteilen, dass und warum er in der Quarantäne ist. Damit wird
es auch möglich, eine Anleitung zur Selbsthilfe zu geben und somit das
Helpdesk zu entlasten.
Dynamic Response (wie bereits unter Detect and Locate beschrieben)
kann aber auch auf anderem Wege erreicht werden. So unterstützt zum
Beispiel die Matrix® N-Serie das so genannte Flow Setup Throttling. Man
kann (vor allem auf den Userports) pro Port Schwellwerte definieren, wel
che die maximale Anzahl von Flows in einer gewissen Zeiteinheit definie
ren. Überschreitet der Rechner eines Users diesen Threshold, so ist das
normalerweise nie auf regulären Traffic zurückzuführen, sondern ein si
cheres Anzeichen für einen Virus oder eine sonstige Attacke. Je nach Kon
figuration schickt der Switch dann eine Nachricht an die Managementstati
on oder aber der entsprechende Port wird sofort deaktiviert (und auch hier
wird eine Nachricht an die Managementstation geschickt).
Zum besseren Verständnis kann an dieser Stelle ein klassisches und weit
verbreitetes Szenario genutzt werden. Das hier beschriebene Beispiel wird
durch den Einsatz der folgenden Enterasys Networks Lösungen möglich:
Enterasys NAC
●
NetSight® Console
●
Automated Security Manager
●
Dragon® IDS
●
Ein User authentifiziert sich in seinem Büro über 802.1x am Netzwerk. Be
vor er jedoch Zugriff auf die Ressourcen im Netzwerk erhält, wird eine Si
cherheitsüberprüfung seines Endsystems realisiert. Dort wird festgestellt,
dass der User die in der Firmenpolicy vorgeschriebene Antivirensoftware
deaktiviert hat. Der User erhält daraufhin lediglich Zugriff auf eine von
Enterasys Networks bereitgestellte Webseite, die ihm eine genaue Be
schreibung des Fehlers offeriert. Der User wird auf dieser Webseite dar
aufhin gewiesen, dass er die Antivirensoftware wieder aktivieren muss,
um Zugriff auf das Netzwerk zu erhalten. Versucht der User interne oder
externe Webseiten aufzurufen, so wird er bei jedem Versuch wieder auf
die von Enterasys Networks gelieferte Webseite umgeleitet.
Nachdem der User die Software wieder aktiviert hat, kann er über einfa
ches Klicken eines Buttons auf der Webseite erneut Zugriff auf das Netz
werk verlangen. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass auf dem Endsystem
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 53
des Users keine Agentsoftware installiert ist. Die Einwahl erfolgte über
Network Credentials des Sicherheitslückenscanners.
Das Netzwerk und die beteiligten Systeme haben festgestellt, dass der
User seine Antivirensoftware wieder aktiviert hat und weisen ihm seine
Rolle im Netzwerk zu. Nach einiger Zeit startet der User einen Angriff auf
einen internen Webserver. Diese Attacke wird vom Dragon® Intrusion De
tection System erkannt. Durch die automatische Abstimmung des Dragon®
IDS und des Automated Security Managers wird die Rolle des Users geän
dert und sein Port in Quarantäne gesetzt. Der User erhält nun lediglich Zu
griff auf die von Enterasys Networks offerierte Webseite, die ihm mitteilt,
dass das Netzwerk den Angriff erkannt hat und sein System aus dem
Netzwerk entfernt wurde.
Assisted Remediation mit ToS-Rewrite
Eine Möglichkeit diese Remediation technisch zu realisieren besteht darin,
alle Pakete eines Endsystems, das sich in Quarantäne befindet bzw. per
DIRS vom Netz getrennt wurde, mit einem definierten DSCP (bzw. IP Pre
cedence) Wert zu markieren.
Assisted Remediation mit Hilfe von ToS-Rewrite
So markierte Pakete werden dann im Netzwerk mit Hilfe einer Policy Route
von den Routern zu einem Remediation Webserver geroutet. Auf diesem
läuft ein modifizierter Proxy, der in der Lage ist die Pakete an Zieladressen
anderer Webserver entgegen zu nehmen und mit einer Remediation Web
seite zu antworten. Dies setzt natürlich voraus, dass DHCP (falls verwen
det) und DNS wie üblich gehandhabt werden oder der Remediation Server
ebenfalls auf diese antwortet.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 54 Secure Networks™
Proactive Prevention / NAC
Mit proactive Prevention oder auch Network Access Control steht wieder
einmal eine Technologie am Anfang des “Gartner Hype Cycles“
(http://www.gartner.com/pages/story.php.id.8795.s.8.jsp).
Sowohl aus Sicht der Hersteller als auch aus Sicht der Kunden bietet NAC
eine Reihe von Vorteilen und Möglichkeiten. Sie stellt aber auch eine Her
ausforderung insbesondere an die Struktur und Organisation desjenigen
Unternehmens, das eine entsprechende NAC Lösung einsetzen möchte.
Definition von NAC
Im Allgemeinen kann man NAC als eine benutzerfokussierte Technologie
beschreiben, die ein genutztes Endgerät authorisiert und Zugriff auf Res
sourcen gewährt auf der Basis der Authentisierung der Identität des ent
sprechenden Benutzers (oder/und Geräts) sowie auf dem Status des Ge
räts in Hinblick auf sicherheitsrelevante Parameter und Einstellungen - die
Compliance mit entsprechenden Unternehmensvorgaben. Diese Parameter
werden im so genannten Pre-Connect Assessment ermittelt, dass heißt
vor Anschluss an die Infrastruktur. Es sollte aber auch dann im laufenden
Betrieb eine Überprüfung erfolgen, welche dann als Post-Connect Assess
ment bezeichnet wird. Teilweise wird auf den einen oder anderen Baustein
im Rahmen einer Implementierung auch verzichtet – je nach Kundenan
forderung. Ein Prozess zur Wiederherstellung der Compliance, der so ge
nannten Remediation, ist hier ebenfalls enthalten. Die gilt für alle Endge
räte und Nutzer am Netz, dass heißt eigene Mitarbeiter, Partner, Gäste,
Kunden und sonstige Geräte wie Drucker, Videokameras, etc.
NAC ist aber auch nicht das Allheilmittel gegen beliebige Sicherheitspro
bleme. Insbesondere falsches Nutzerverhalten und Angriffe auf Applikati
onsebene können mittels NAC kaum erkannt werden, es sei denn, man
setzt intensiv auch Post-Connect Assessment Techniken ein.
(http://media.godashboard.com/CMP/Excerpt_nwcanl06_nac.pdf)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 55
Der Prozess NAC
Es gibt hier verschiedenste Modelle zur Darstellung eines NAC Prozesses.
Generell ist die folgende Einteilung sinnvoll (lt. Gartner):
➔ Policy – die Erstellung einer Policy ist notwendig, um die Konfigu
rationseinstellungen, die Zugriffsrechte und die Authentisierung
sowie die Korrektur und Quarantäneeinstellungen zu regeln
➔ Baseline – erkennt den Security Status bei bzw. vor Anschluss an
die Netzinfrastruktur
➔ Access Control – die Zuweisung von Zugriffsrechten aus dem
Vergleich von Policy und Baseline
➔ Mitigation – bei einer Diskrepanz und limitierten Zugriffsrechten
(Quarantäne) sollte hier eine vollautomatische Beseitigung der
Probleme via Softwareverteilung, Patchmanagement und Konfigu
rationsmanagement erfolgen
➔ Monitor – es muss laufend überprüft werden, ob der Anfangssta
tus sich nicht verändert
➔ Contain – falls dies doch geschieht, muss reaktiv eine erneute
Quarantäne erfolgen können
➔ Maintain – es muss eine laufende Anpassung und Optimierung
erfolgen
Wie zuvor erwähnt, sind hier die Workflows und die Organisation eines
Unternehmens entsprechend anzupassen bzw. zu optimieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 56 Secure Networks™
Lösungsansätze
Die großen Frameworks – das Endziel
Zunächst gestartet, um die Integrität eines Endsystems in Bezug auf
Hardware- und Softwarekonfiguration sicherzustellen (und damit einen
Großteil bestehender Host IPS und Personal Firewall Ansätze zu ersetzen),
können diese Ansätze optimal durch bestehende APIs auch zur Kommuni
kation des Security Status eines Endsystems in einer NAC Umgebung ge
nutzt werden. Die IETF teilt die Funktionen hier wie folgt ein:
NAC Funktionalitäten nach IETF
Der „Agent“ auf dem Endsystem ist typischerweise mehrteilig – der Po
sture Collector überprüft einzelne Einstellungen (je nach Hersteller des
Kollektors) wie z.B. Patchlevel, Antivirus Status, Personal Firewall Einstel
lungen, etc. und gibt diese an den Client Broker weiter, dessen API von
verschiedenen Posture Kollektoren genutzt werden kann. Der Client Bro
ker wiederum gibt diese Information an den Network Access Requestor
weiter, der neben Authentifizierung auch den Security Status an die Ser
verseite leitet. Typisch für einen Network Access Requestor sind 802.1x
Supplicants oder IPSec Clients.
Beim Network Enforcement Point handelt es sich typischerweise um Swit
che, Router, Access Points, Firewalls und IPS Systeme oder VPN Konzen
tratoren.
Auf der Serverseite werden die Komponenten der Client Seite widerge
spiegelt in Form der Network Access Authority. Diese entspricht typischer
weise einem RADIUS Server bzw. einem Policy Server. Dieser steuert das
Network Enforcement und den Server Broker (ein Stück Middleware wie
auch der Client Broker), der wiederum die verschiedenen Posture Valida
toren anspricht.
Für agentenbasierte Lösungen werden diese Lösungen in den nächsten 2
bis 5 Jahren wohl die dominierende Position einnehmen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 57
Microsoft NAP
Die Microsoft NAP Network Access Protection Lösung, die mit MS Vista und
Windows Server 2008 Einzug hält, wird wohl erst in naher Zukunft für
„General Deployments“ bereitstehen. Die Beta Tests und Early Adopter
Implementierungen laufen schon seit 2007. Es wird auch einen NAP Client
für Windows XP geben, der grundlegende Kundenanforderungen umsetzt.
Der NAP Client wird dann DHCP, VPN und 802.1x Enforcement unterstüt
zen.
Microsoft NAP-Modell
Der Enforcement Point kann aber auch in der Netzwerkinfrastruktur lie
gen, die Steuerung erfolgt dann über einen RADIUS Server (Quelle: Micro
soft)
Microsoft hat auf der Interop 2007 bekannt gegeben, dass sie den TNC-
Standard der Trusted Computing Group unterstützen werden. Damit
zeichnet sich ab, das der Weg zu NAP Richtung TNC führen wird.
Kombinierte NAP/TNC Architektur
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 58 Secure Networks™
Trusted Computing Group TCG - TNC
Da der Endgerätemarkt nicht nur aus Microsoft Produkten besteht, ist ins
besondere hier ein Standard notwendig, der sich mit der TCG und deren
Sub-Group TNC-SG Trusted Network Connect abzeichnet. Vereinzelt sind
auch schon Produkte zu finden, die diese Spezifikation unterstützen. Ein
großer Durchbruch war aber in 2007 zumindest für TNC noch nicht zu se
hen, obwohl schon mehr als 160 Unternehmen dort Mitglied waren. Das
Modell der TNC-SG 1.1 Spezifikation sieht auch wiederum sehr dem MS
NAP Konzept ähnlich (Quelle: TNC):
TCG NAC-Modell
Posture Collector und Validator entsprechen jetzt den Integrity Measure
ment Collectors und Verifiers, die Client und Server Broker sind die ei
gentlichen TNC Clients und Server, die Network Access Requestor, Net
work Access Authority und Policy Enforcement Point Instanzen bleiben
identisch.
Das Zusammenspiel in heterogenen Umgebungen
Auf der Desktopebene wird Microsoft mit dem NAP Agent wohl eine maß
gebliche Rolle spielen – in Bezug auf Sicherheit zieht Microsoft hier die
Daumenschrauben stark (vielleicht auch zu stark?) an. Die Akzeptanz der
TNC Implementierungen wird in der non-Microsoft Welt groß sein, für Mi
crosoftbasierte Endsysteme bleibt dies abzuwarten. Eine Integration der
verschiedenen Systeme ist möglich auf der Serverseite – hier müssen in
telligente Network Access Authority Server erkennen, welche Clients in
stalliert sind (oder clientless gearbeitet wsird) und auf dieser Basis muss
eine Umleitung an den entsprechenden (Network Access Authority) Server
erfolgen. Enterasys geht mit Enterasys NAC diesen Weg des intelligenten
RADIUS Proxy und Brokers, der diese Integration übernehmen kann. Auf
dem Desktop muss sich der Kunde für jeweils einen Agenten und eine
Technologie entscheiden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 59
Enterasys NAC
Enterasys hat durch seine Secure Network™ Architektur eine Basis für In-
und Out-of-Band NAC Lösungen geschaffen. Dabei wird der NAC Prozess
vollständig durch die Secure Networks™ Architektur abgebildet. Allerdings
ist selbstverständlich auch in Drittherstellernetzen ohne Secure
Networks™ Unterstützung der Einsatz der Enterasys NAC Lösung unter
Verwendung von Standards wie 802.1x Authentisierung und VLAN Zuwei
sung (RFC 3580) möglich.
Erkennung und Authentisierung
●
durch Secure Networks™ Au
thentication/ Multiuser Authen
tication (in Drittherstellernetzen
mit den Authentication Features
der jeweiligen Switche – mini
mal RFC 3580)
Assessment über das integrier
●
te Enterasys agent based oder -
less Assessment oder über die
offene Assessment API auf be
liebigen Produkten
Authorization durch Secure
●
Networks™ Policys (L2, L4 +
QoS)
Remediation durch die oben be
●
schriebene Remediation Tech
nik oder im Inline Betrieb In-
band
Contain über die Integration
●
des NetSight® ASM
NAC Prozess
Das Post-Connect Assessment kann hier im Monitorprozess durch die Inte
gration der Enterasys DSCC und IDP Lösung erfolgen. Da hier standardi
sierte Webservices Schnittstellen zur Verfügung stellen, ist natürlich auch
die Einbettung beliebiger und evtuell schon vorhandener Sicherheitsdiens
te möglich.
Die Enterasys NAC Lösung ermöglicht die Umsetzung der unterschiedli
chen NAC Modelle switchbased Out-of-Band sowie Inband mit einer ein
heitlichen Managementoberfläche. Dabei kommen die Komponenten Net
Sight® NAC Manager sowie für den Out-of-Band Betrieb das NAC Gateway,
für den Inband Betrieb der NAC Controller zum Einsatz – die genaue Zu
sammenstellung wird im Produktportfolio erläutert.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 60 Secure Networks™
Die Enterasys Inline NAC Lösung erlaubt neben der schon bestehenden
Out-of-Band Lösung die Umsetzung von NAC im Datenstrom an wichtigen
Übergabepunkten im Netzwerk. Damit ist der NAC Prozess für jedes End
system, welches ans Netzwerk angebunden wird, identisch – egal ob der
Anschluss an das LAN, WLAN oder z.B. über einen VPN Konzentrator von
außen erfolgt.
Der Einsatz der Enterasys Inband
NAC Lösung ermöglicht eine für
alle Endsysteme einheitliche Zu
gangskontrolle, unabhängig davon
wo das System ans Netzwerk an
geschlossen wird.
Damit ist Enterasys der einzige Hersteller, der mit einer Architektur alle
möglichen hardwareorientierten NAC Lösungen abbilden kann.
NAC für Fortgeschrittene
Die NAC Lösung von Enterasys erlaubt nicht nur den klassischen NAC An
satz sondern stellt viele weitere Möglichkeiten für eine einfache Umset
zung der Zugangskontrolle zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit einer Inband Lösung oder allgemein einer NAC Lö
sung im Distribution Layer bei der am eigentlichen Access Port noch ältere
oder einfachere Komponenten eingesetzt werden stellt sich oft die Frage,
ob diese überhaupt 802.1x fähig sind oder inwiefern eine vom Access
Switch durchgeführte 802.1x Authentisierung überhaupt genutzt werden
kann, wenn dieser nur die Zuordnung eines VLANs unterstützt.
Für den Fall, dass der Access Switch kein 802.1x unterstützt oder die Um
setzung von 802.1x im Unternehmen zu aufwändig wäre, bietet sich mit
Kerberos Snooping eine relativ einfach zu handhabende, aber auch sichere
Lösung an. Dabei geht man davon aus, dass die Endsysteme sich per Ker
beros im Unternehmen anmelden, was z.B. bei einer Microsoft Active
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 61
Directory Umgebung der Fall ist sobald der jeweilige Rechner in der Do
mäne Mitglied ist.
Die Kerberos Pakete werden dann vom NAC Controller mitgelesen, wobei
Passwörter natürlich verschlüsselt übertragen werden. Benutzername, Do
mänenzugehörigkeit und ob die Anmeldung erfolgreich war, lässt sich aber
herauslesen. Im Falle einer erfolgreichen Anmeldung ist dann klar, dass es
sich um ein Endsystem handelt, das zum Unternehmen gehört (wegen der
erfolgreichen Domänenanmeldung) sowie der Benutzername, welcher die
Authentisierung durchgeführt hat.
Diese Informationen können dann direkt zur Authorisierung, dass heißt
der Rechtevergabe für den jeweiligen Benutzer dienen. Damit lassen sich
die Vorteile einer 802.1x Lösung ohne deren Implementierungsaufwand
nutzen.
Kerberos Snooping Radius Snooping
Ein netter Nebeneffekt beim Kerberos Snooping, auch ohne die verwen
dung des Benutzernamens zur Authorisierung, ist die Tatsache, dass die
Benutzer hinter den Endsystemen dem Netzwerkadministrator bekannt
werden.
Wird auf den Access Switchen schon 802.1x eingesetzt, um die Endsyste
me zu authentisieren, so können mit RADIUS Snooping die Authorisie
rungs- bzw. Secure Networks™ Policyfeatures eines Enterasys Switch im
Distribution Layer genutzt werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 62 Secure Networks™
Dabei liest der Enterasys Switch die RADIUS Pakete mit und wendet das
für den Access Switch zurückgegebene Regelwerk auf die MAC Adresse
des in der RADIUS Session angegebenen Endsystems an.
Zur Benachrichtigung im Fehlerfall bzw. zur Kommunikation mit dem Be
nutzer bei der Anmeldung dient in der Enterasys NAC Lösung die Reme
diation. Dahinter verbirgt sich ein Captive Portal wie man es aus WLAN
HotSpots kennt. Darüber können dem Benutzer im Falle eines Netz
werkausschlusses Informationen über die Gründe übermittelt werden bzw.
über den Zugang zu einem Patch Server die Möglichkeit zur Selbstheilung
geboten werden.
Dies kann natürlich auch genutzt werden, um das Problem mit neuen End
systemen oder Gästen zu lösen. Hierbei werden die Webanfragen eines
neuen Endsystems am Netzwerk zu einer Webseite umgeleitet auf der das
jeweilige System registriert werden muss – dazu wird auf ein vorhandenes
LDAP (z.B. Active Directory) zurückgegriffen. Dabei werden die Daten des
Benutzers des neuen Systems eingetragen und einer der Mitarbeiter be
stätigt mit seinem Domänenzugang die Gültigkeit dieser Daten.
MAC Registration - Zugangskontrolle für Fremdsysteme
Somit ist für jedes Gerät am Netzwerk ein zuständiger Mitarbeiter eindeu
tig benennbar und der Zugriff zum Netzwerk transparent.
Selbstverständlich lässt sich hier die maximale Anzahl von Geräten pro
Benutzer konfigurieren, überhaupt ist diese Lösung nahezu beliebig an
Kundenwünsche anpassbar.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 63
Assessment
Das Assessment dient der Überprüfung des Endsystems. So kann z.B.
überprüft werden, ob ein Virenscanner installiert ist, ob dieser aktuell ist
und ob die Mindestanforderungen an ein eingesetztes Betriebssystem ein
gehalten werde. Enterasys bietet hierbei eine agentenbasierte- sowie eine
agentenlose Lösung an.
Health-Check Möglichkeiten mit Enterasys NAC
Über die weiter unten beschriebene Assessment API besteht die Möglich
keit zur Integration von nahezu beliebigen weitere Assessment-Diensten.
Integrationsmöglichkeiten
Die Enterasys Network Access Control Lösung und die durch diese Pro
duktlinie offerierten Schnittstellen sind integraler Bestandteil der Dragon®
Defense Suite. Damit ist es möglich über die Dragon® Security Command
Console sehr einfach und komfortabel auf die Features und Leistungs
merkmale der Enterasys Network Access Control Lösung zuzugreifen.
Assessment API
Ein Bestandteil dieser Lösung ist die Möglichkeit Endsysteme, bevor diese
Zugriff auf Netzwerkressourcen erhalten, auf Sicherheitslücken zu über
prüfen. Die in diese Lösung integrierte Scanningtechnologie kann dabei
agentenbasiert oder rein über das Netzwerk arbeiten.
Für die Kommunikation der verschiedenen unterstützen Assessment Pro
dukte aus dem Hause Enterasys oder von Partnerunternehmen oder un
terstützen 3rd Party Herstellern wird ein von Enterasys entwickelter Proto
colstack genutzt, der die Events der Assessmentprodukte in Events, die
durch die Enterasys NAC Lösung verstanden werden, übersetzt und die
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 64 Secure Networks™
Kommunikation zwischen den Devices absichert (Authentifizierung und
Verschlüsselung).
Oftmals ist es so, dass Kunden, die über den Einsatz von Network Access
Control Lösungen nachdenken, bereits Assessment und Patch Manage
ment Systeme im Einsatz haben. Diese bereits implementierten und er
probten Lösungsbausteine müssen dann Teil der Network Access Control
Lösung werden. Da es schier unmöglich ist, alle auf dem Markt vorhande
nen Lösungen in diesem Bereich per Default zu unterstüzten, offeriert
Enterasys eine eigene Assessment API (Application Programmers Inter
face), die es dem Kunden ermöglicht, bereits vorhandene Lösungen zu in
tegrieren. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur die Events der be
reits implementierten Systeme gelesen und interpretiert werden, sondern
auch die Steuerung der Scans durch die Enterasys NAC Lösung erfolgt.
Wie beim SDK (Software Development Kit), das innerhalb der Enterasys
Host Intrusion Detection Lösung angeboten wird, kann der Entwickler /
Administrator auch bei der NAC API die Entwicklungssprache frei wählen.
Die Libraries, gegen die der Code der Assessment Engines dabei gelinkt
werden muss, wird in JAVA zur Verfügung gestellt.
Durch das Bereitstellen einer aussagekräftigen und umfassenden Doku
mentation mit entsprechenden Beispielen ist die Integration neuer – noch
nicht unterstützter – Lösungen in die Enterasys Network Access Control
Produktpalette effizient und einfach realisierbar.
Web Services
Da die Enterasys Network Access Control Lösung viele Mehrwerte zur Er
höhung der Gesamtsicherheit innerhalb eines Unternehmens beisteuern
kann, werden die Leistungsmerkmale der Lösung über gut dokumentierte
Web Services auch anderen Produkten und Herstellern zur Verfügung ge
stellt. Somit können die Features, die die Enterasys NAC Lösungen abbil
den können, auch von anderen Produkten genutzt werden (zum Beispiel:
neue Policy für eine Liste von Endsystemen). Zur Integration eigener Ap
plikationen sollte hier der Enterasys Professional Service in Anspruch ge
nommen werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 65
Notrufintegration von Enterasys NAC und VoIP-Management als SOA
Ein Beispiel dieser Integration ist der Siemens DLS Server, der voll in die
Enterasys NAC Lösung integriert ist. Da auch Siemens eine Schnittstelle
für Partnerunternehmen offeriert, ist auch die Enterasys NAC Lösung in
nerhalb des DLS integriert – es handelt sich also um eine bidirektionale
Integration. Zur Nutzung dieser Integration kontaktieren Sie bitte den Sie
mens DLS Produktmanager, da diese Funktionalität im Moment nur pro
jektbezogen zur Verfügung gestellt wird.
Automated Security Manager
Für alle Enterasys Security Produkte (Dragon® Defense Suite und Entera
sys Network Access Control) bietet der Enterasys Automated Security Ma
nager (ASM) Schnittstellen und Features an, die genutzt werden können,
um externe Devices (z.B. Router und Switche) anzusteuern und zu konfi
gurieren. Durch die Flexibiltät und die Erweiterungsfähigkeiten dieses Pro
dukts können Deployments, die mit Enterasys Produkten realisiert wur
den, in nahezu allen Unternehmensnetzwerken ihren herstellerunabhängi
gen Mehrwert ausspielen.
Auch der ASM ist dabei in der Lage durch benutzerdefinierte Erweiterun
gen, die auch per Script übergeben werden können, seinen Leistungsum
fang zu erhöhen und sich so auf Kundenbedürfnisse optimal einstellen zu
können.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 66 Secure Networks™
Standard based Convergence and
Availability
Enterasys Networks hat schon immer darauf geachtet sich so nah wie
möglich an bestehenden Standards zu orientieren und neue Standards
voranzutreiben. Einige wichtige Standards werden im Folgenden beschrie
ben.
Quality of Service im Netzwerk
Um Quality of Service in heutigen Netzwerken zu verwenden, ist das Ein
führen bestimmter Qualitätsklassen erforderlich. Das wird auch als
Diffserv bezeichnet - dazu später mehr. Durch den Einsatz leistungsfähi
ger Switche und Router, die die entsprechenden Standards unterstützen,
können so die Verzögerungszeiten innerhalb eines Netzwerks optimiert
werden. Die Sprachpakete erhalten Ende-zu-Ende eine höhere Übermitt
lungspriorität als beispielsweise der tägliche Email Verkehr. Die Schwierig
keit besteht darin, die Sprachdaten zu erkennen, um sie gegenüber den
restlichen Daten zu priorisieren.
Die Servicequalität eines Netzwerks kann man als eine Kombination aus
Verzögerungszeit, Bandbreite und Zuverlässigkeit beschreiben. Wichtige
Charakteristika sind folgende Parameter:
• Verzögerungszeit:
Ende-zu-Ende- oder so genannte Round-Trip-Verzögerung
o
Varianz der Verzögerungszeit (Jitter)
o
Echtzeit Möglichkeiten
o
• Bandbreite:
Peak Data Rate (PDR)
o
Sustained Data Rate (SDR)
o
Minimum Data Rate (MDR)
o
• Zuverlässigkeit:
Verfügbarkeit (als % Uptime)
o
Mean Time Between Failures / Mean Time To Repair
o
(MTBF/MTTR)
Fehlerrate und Paketverlustrate
o
Die eigentliche Schwierigkeit besteht nun darin, ein gewisses Maß an Zu
verlässigkeit für die neuen VoIP-Dienste bereitzustellen. Nur mit einem
Ende-zu-Ende-Ansatz lassen sich diese neuen Anforderungen in der
IT-Infrastruktur umsetzen. Dabei gibt es zwei Arten (IntServ und DiffServ)
von Quality of Service zum effektiven Bandbreitenmanagement.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 67
Integrated Services
Die standardisierte Integrated Services (IntServ) Methode basiert auf der
Reservierung bestimmter Ressourcen. Darunter fällt beispielsweise die
Technologie Resource Reservation Protocol (RSVP). Hierzu werden be
stimmte Bandbreiten für einen Datenstrom (Flow) Ende-zu-Ende reser
viert. Jedes Element in dieser Ende-zu-Ende-Kette muss das Protokoll
RSVP verstehen und die Bandbreiten für die entsprechenden Flows reser
vieren. Damit wird ganz schnell klar, wo die Schwachstellen von RSVP lie
gen. Meist versteht nicht jeder Router in der Kette RSVP - schon gar nicht
im Internet. Weiterhin muss jeder Router diese Informationen dynamisch
vorhalten und als so genannte Soft States ablegen. Das kann bei einer
großen Anzahl von Flows sehr prozessorintensiv sein.
Eine weitere Herausforderung stellt die Zugriffskontrolle für die
Netzwerkressourcen dar. Um RSVP überhaupt möglich zu machen, braucht
man einen zentralen Policy Server. Im Jahre 1999 entstand die IETF Policy
Framework Working Group. Die Resource Admission Policy Working Group
der IETF hat dann die Standardisierung von COPS (Common Open Policy
Server) vorangetrieben. COPS wurde als Protokoll entworfen, das mit ei
ner IntServ/RSVP (Integrated Services / Resource Reservation Protocol)
Umgebung zusammen arbeitet. Die Kommunikation zwischen dem PDP
(Policy Decision Point) und PEP (Policy Enforcement Point) dient zur Über
mittlung und der Admission von RSVP / RESV Anfragen. Das Konzept ska
liert aber wie RSVP leider nicht für große Netzwerke, daher findet man
COPS Implementierungen nur sehr selten.
Policy based networking mit COPS
Insgesamt hat sich der Integrated Services Ansatz nicht durchsetzen kön
nen. Heutzutage wird meist DiffServ verwendet.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 68 Secure Networks™
Differentiated Services
Differentiated Services (DiffServ) als Ansatz setzt auf OSI-Layer-3 auf.
Hierzu wird das Type of Service Feld im IP-Header genutzt. Der
Hauptunterschied zu IntServ besteht darin, dass keine Ende-zu-Ende
Signalisierung der Datenflows benötigt wird. Die einzelnen Datenpakete
werden zuerst klassifiziert und dann entsprechend ihrer Prioritäten über
das Netzwerk transportiert.
Damit ist es möglich zwischen bestimmten Dienstklassen (Class of Ser
vice, CoS) innerhalb einer DiffServ-Domäne zu differenzieren, um den un
terschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Applikationen gerecht zu
werden.
Die Netzwerkkomponenten klassifizieren das Datenpaket und leiten es
dann priorisiert weiter. Die Art und Weise der Weiterleitung der Pakete
wird als Per-Hop Forwarding Behavior (PHB) bezeichnet. PHB beschreibt
generell die Zuteilung bestimmter Bandbreiten- und Speicherressourcen
sowie die angeforderten Verkehrscharakteristika wie Verzögerungszeit
oder Paketverluste. Damit ist eine Differenzierung in verschiedene Dienst
klassen möglich.
DiffServ Feld
Als Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen PHB-Weiterlei
tungsklassen dient der so genannte DiffServ Codepoint (DSCP), der aus
den ersten sechs Bit im IPv4-ToS-Feld besteht. Im RFC 2474 wurde das
ToS-Feld im IPv4-Header in DS Feld umbenannt. Damit sind maximal 64
Prioritätsklassen möglich.
Zur Zeit sind folgende DSCP-Werte definiert; die anderen sind noch reser
viert bzw. stehen für experimentelle Zwecke zur Verfügung.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 69
DSCP Binary Decimal DSCP Binary Decimal
Default 000000 0 AF31 011010 26
CS1 001000 8 AF32 011100 28
AF11 001010 10 AF33 011110 30
AF12 001100 12 CS4 100000 32
AF13 001110 14 AF41 100010 34
CS2 010000 16 AF42 100100 36
AF21 010010 18 AF43 100110 38
AF22 010100 20 CS5 101000 40
AF23 010110 22 EF 101110 46
CS3 011000 24 CS6 110000 48
CS7 111000 56
Die Default Klasse ist für nicht speziell klassifizierten Traffic und entspricht
damit der IP Precedence 0.
Per Hop
IP
Behaviour Diffserv Code Point (DSCP)
Precedence
(PHB)
Default 000000 0
Low Drop Medium Drop High Drop
Probability Probability Probability
Class AF11 AF12 AF13
1
1 001010 001100 001110
Class AF21 AF22 AF23
Assured 2
2 010010 010100 010110
Forwarding
Class AF31 AF32 AF33
3
3 011010 011100 011110
Class AF41 AF42 AF43
4
4 100010 100100 100110
Expedited EF
5
Forwarding 101110
Die Class Selector (CS) Code Points erlauben eine Rückwärts-Kompatibili
tät mit den anderen IP Precedence Werten.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 70 Secure Networks™
Expedited Forwarding (EF, RFC 2598) ist eine Klasse, die geringe Latenz
zeiten, wenig Jitter, möglichst keinen Paketverlust und garantierte Band
breite zur Verfügung stellen soll.
Assured Forwarding (AF, RFC 2597) bietet eine Vielzahl von Klassen, um
den Datentraffic zu differenzieren und das PHB mit verschiedenen Drop
Probabilities zu definieren.
Explicit Congestion Notification (ECN)
Die Bits 6 und 7 des DSCP Feldes sind mittlerweile definiert und bilden das
so genannte ECN Feld. Die Idee bei der Explicit Congestion Notification ist,
dass man im IP Protokoll eine Flusskontrolle hat, wie man sie beispiels
weise im WAN Protokoll Frame Relay durch die FECN und BECN Bits (For
ward/Backward Explicit Congestion Notification) kennt.
Den Standard zu ECN findet man in RFC 3168; die Bits sind folgenderma
ßen definiert:
• Bit 6 ist das ECN-Capable Transport (ECT) Bit
• Bit 7 ist das Congestion Experienced (CE) Bit
In der Kombination hat man aber beschlossen, dass nicht nur der binäre
Wert 10, sondern auch die Kombination 01 ausdrückt, dass ECN unter
stützt wird.
Damit kommt man zu folgender Bedeutung der ECN Werte wie in RFC
3168 definiert:
ECT BIT CE BIT Bedeutung
Not-ECT (Not ECN-Capable Transport)
0 0
ECT(1) (ECN-Capable Transport - 1)
0 1
ECT(0) (ECN-Capable Transport - 0)
1 0
CE (Congestion Experienced)
1 1
Die Grundidee hinter der Explicit Congestion Notification ist, dass eine
Netzwerkkomponente, die ECN unterstützt, bei Überlast im Netzwerk Pa
kete nicht verwirft, sondern stattdessen weiterleitet und mit dem CE Wert
markiert, sofern sie schon vorher als ECT gekennzeichnet sind.
Diese Information kann dann an den TCP Stack weitergegeben werden,
der daraufhin die Window-Size in seinem Acknowledgement Paket herun
tersetzt und damit den Sender dazu bringt, die Menge der Daten, die ge
schickt werden, zu reduzieren.
So gut dieses Konzept ist, so fraglich ist auch, ob es in absehbarer Zeit im
Internet genutzt wird. Denn durch das Einschalten von ECN auf meinem
Rechner reduziere ich bei Überlast mein Datenvolumen – und die anderen,
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 71
die ECN nicht nutzen, freuen sich, denn ihre Pakete haben jetzt freie
Fahrt.
Ganz anders ist die Situation in einem Firmennetz, in dem man mit einer
entsprechenden Policy durchsetzen kann, dass alle ECN nutzen. So kann
man in einem Firmennetz bei Engpässen, insbesondere im WAN, für eine
vernünftige Flusskontrolle sorgen.
IP Precedence
Das ToS (Type of Service) Feld im IPv4 Header ist zwar mittlerweile als
DS Feld für die DSCP-Werte umdefiniert, die IP Precedence Bits in ihrer
herkömmlichen Bedeutung werden aber immer noch oft als Alternative zu
DSCP genutzt.
Die ursprüngliche Definition des ToS Felds (Länge: 1 Byte = 8 Bits) sieht
folgendermaßen aus:
TOS Feld
Die 3 IP Precedence Bits ermöglichen es, dem IP Paket einen Prioritäts
wert zwischen 0 und 7 zu zu weisen. Die weiteren Bits waren dafür ge
dacht optimal bezüglich Delay, Throughput, Reliability oder Monetary
Costs zu routen. Das letzte Bit war immer noch ungenutzt und musste
deswegen auf 0 gesetzt sein (MBZ Must Be Zero). Routingprotokolle wie
OSPF unterstützen zwar laut Definition die Auswertung dieser ToS-Bits, al
lerdings gibt es keine Implementierungen, die dies auch wirklich tun.
Anders sieht es mit den 3 Prioritätsbits, der so genannten IP Precedence
aus. Mit 3 Bits kann man folgende 8 Werte beschreiben:
• 000 (0) - Routine
• 001 (1) - Priority
• 010 (2) - Immediate
• 011 (3) - Flash
• 100 (4) - Flash Override
• 101 (5) - Critical
• 110 (6) - Internetwork Control
• 111 (7) - Network Control
Die beiden höchsten Prioritäten sind für Netzwerktraffic reserviert. So
schicken zum Beispiel Routingprotokolle ihre Nachrichten meist mit der IP
Precedence 6 (Internetwork Control). Delay-sensitive Daten wie Voice
werden im Allgemeinen mit der IP Precedence 5 versandt. Während der
Defaultwert für normale Daten die IP Precedence 0 ist, bieten die verblei
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 72 Secure Networks™
benden Werte von 1-4 die Möglichkeit, den Datentraffic weiter zu unter
scheiden und zu priorisieren.
Bei der Wahl der bisher definierten DSCP-Werte hat man Wert auf Rück
wärtskompatibilität gelegt. So wird zum Beispiel VoIP-Traffic mit Expedi
ted Forwarding EF = 101110 versandt, die ersten drei Bits entsprechen
also dem IP Precedence Wert 5.
Betrachtet man Quality of Service Lösungen auf anderer Ebene, wie zum
Beispiel 802.1p für Ethernet oder die Experimental Bits für MPLS, finden
sich auch hier 3 Bits, um Prioritäten darzustellen. Nutzt man diese QoS-
Verfahren, so werden im Allgemeinen die 3 IP Precedence Bits in die ent
sprechenden Felder für 802.1p oder MPLS kopiert.
Die Realisierung von Quality of Service mit IP Precedence Werten ist also
trotz der neueren Technik mit DSCP Werten immer noch aktuell und wird
es in absehbarer Zeit auch bleiben. Die Produkte von Enterasys Networks
unterstützen dementsprechend auch sowohl das Auslesen bzw. Setzen von
IP Precedence als auch von DSCP Werten.
Priorisierung nach IEEE 802.1p
Der Standard IEEE 802.1p ist ein weiterer Ansatz zur Verbesserung der
Servicequalität. Hierbei werden bestimmte Datenpakete auf dem Netz
werk priorisiert übertragen. Man versieht die Datenpakete mit einer be
stimmten Markierung, die entsprechend des Ende-zu-Ende-Ansatzes von
jedem Glied in der Kette erkannt und danach mit bestimmter Priorität
übertragen werden. Beispiele für solch einen Ansatz sind IEEE 802.1p und
Differentiated Service (DiffServ). Bei IEEE 802.1p handelt es sich um eine
Erweiterung des IEEE 802.1d Standards, wodurch ein so genanntes Tag in
das Datenpaket eingeschoben wird. Dieses Tag besteht aus 2 Byte und er
möglicht zum Einen Prioritätenvergabe durch 3 Bits (was 8 Prioritäten ent
spricht) und zum Anderen die Bildung von Virtuellen LANs (VLANs) nach
dem Standard IEEE 802.1q. IEEE 802.1p liefert damit eine Datenpriorisie
rung auf Layer 2.
IEEE 802.1p Tag
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 73
Queuing Verfahren
DSCP, IP Precedence und IEEE 802.1p geben uns die Möglichkeit Pakete
mit einem entsprechenden Wert zu markieren und so festzulegen, welchen
Service ein Paket bekommen soll. Um diesen Service nun zu ermöglichen,
braucht man dedizierte Queuing Verfahren. Enterasys Geräte unterstützen
verschiedene Queuing Methoden wie Strict, Hybrid oder Weighted Round
Robin Queuing. Dabei existieren für jeden Port mehrere Hardware Queues.
Während kleinere Geräte meist mit 4 Hardware Queues pro Port arbeiten,
hat die N-Serie bis zu 16 Hardware Queues pro Port, abhängig von der Art
des Moduls.
Fifo Queuing
Die einfachste Art des Queuings ist das Fifo Queuing: First In, First Out.
Die Pakete werden also in der Reihenfolge, in der sie einem Outgoing Port
zugeordnet werden, auf diesem weitergeleitet. Dieses Basis Queuing Ver
fahren ist per Default auf allen Ports und gilt auch für alle Subqueues bei
den komplexeren Queuing Methoden.
Strict Priority Queuing
Strict Priority Queuing
Beim Strict Priority Queuing werden den verschiedenen Subqueues Priori
täten zugeordnet und diese dann streng entsprechend dieser Priorität ab
gearbeitet. Solange für die Queues der höchsten Priorität Pakete anliegen,
werden diese weitergeleitet. Erst wenn diese Queues geleert sind, wird die
Queue mit der nächsten Priorität bearbeitet.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass Pakete der höchsten Priorität mit
minimaler Latenzzeit das Gerät wieder verlassen. Daher wird Strict Priori
ty Queuing gerne für VoIP Pakete genutzt. Der Nachteil besteht darin,
dass man in der Planung und Klassifizierung der Pakete sehr vorsichtig
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 74 Secure Networks™
sein muss. Bekommen zu viele Pakete fälschlicherweise eine hohe Priori
tät, kann der Traffic der unteren Klassen ‚verhungern’, also nicht mehr
weitergeleitet werden, da alle Kapazitäten von den höher eingestuften Pa
keten verbraucht werden.
Weighted Round Robin Queuing
Weighted Round Robin Queuing
Beim Weighted Round Robin Queuing werden die verschiedenen Queues
im Wechsel bedient. Um den Traffic aber unterschiedlich gewichten zu
können, wird jeder Queue eine bestimmte Prozentzahl der Kapazität zuge
standen, das so genannte Weight. Auf diese Weise kann man Paketen
durch eine höhere Gewichtung der zugehörigen Queue einen besseren
Service garantieren. Dabei ist es aber immer noch gewährleistet, dass
jede Queue eine gewisse Bandbreite zugestanden bekommt.
Hybrid Queuing
Hybrid Queuing
Eine Mischform zwischen Priority Queuing und Weighted Round Robin
Queuing bietet das Hybrid Queuing, in dem die Vorteile beider Verfahren
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 75
kombiniert werden. Dabei wird einem Weighted Round Robin Queuing eine
Priority Queue vorgelagert.
Diese Priority Queue wird im Allgemeinen für VoIP Pakete oder vergleich
baren zeitsensiblen Traffic genutzt. Da die entsprechenden Pakete norma
lerweise wenig Bandbreite benötigen, ist die Gefahr des ‚Verhungerns’ des
übrigen Traffics gering, die VoIP Pakete bekommen aber die benötigte be
vorzugte Behandlung, um kurze Latenzzeiten zu garantieren.
Der andere Traffic erhält gemäß dem Weighted Round Robin Verfahren die
ihm zugestandene Bandbreite.
Rate Limiting und Rate Shaping
Manchmal ist es auch notwendig, die von bestimmtem Traffic genutzte
Bandbreite zu begrenzen. Dies ist durch Rate Limiting oder Rate Shaping
möglich. Rate Limiting kann für ankommende (Inbound Rate Limiting)
oder ausgehende (Outbound Rate Limiting) Pakete geschehen, dabei wer
den Pakete, welche die konfigurierte Rate überschreiten, verworfen. Beim
Rate Shaping versucht man, den Traffic innerhalb der vorgegebenen Rate
zu halten, indem man Pakete zwischenspeichert. Rate Shaping macht da
her nur für ausgehenden Traffic Sinn.
Zur Konfiguration von QoS auf Enterasys Komponenten finden Sie weiter
gehende Informationen unter
http://secure.enterasys.com/support/manuals/hardware/QoS.pdf
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 76 Secure Networks™
Wireless LAN
Wireless LAN ermöglicht Unternehmen erhöhte Flexibilität (zum Beispiel
mobile Büros, schnelle Anbindung neuer Bereiche), aber auch Kostensen
kung durch Prozessintegration (zum Beispiel Scanner im Logistikbereich),
direkte Dokumentation auf digitaler Ebene, mobile Visite im Bereich Ge
sundheitswesen, Lokation-Tracking zum Auffinden von mobilen Gütern
und Personen). Oft wird auch die Bereitstellung von Gastzugängen über
Wireless LAN realisiert.
Insbesondere die Trends in Unternehmen, zum Einen bestehende DECT
Systeme durch VoIP over Wireless LAN (WLAN) zu ersetzen als auch zum
Anderen die Anforderung neuer Multifunktionssysteme (insbesondere
SmartPhones, PDAs) mit GSM/GPRS, UMTS, Bluetooth und WLAN Schnitt
stellen gerecht zu werden und ein kostenoptimiertes Roaming anzubieten
(ein Mitarbeiter, der heute mit dem GSM Handy im eigenen Unternehmen
telefoniert, wird in Zukunft direkt ins WLAN seines Unternehmens einge
bucht und telefoniert dann über VoIP - „kostenlos“) sind hier die wesentli
chen Faktoren.
Viele der oben genannten Technologien und Mehrwerte wurden erst durch
die WLAN Switching Architektur vollwertig und praktikabel umsetzbar.
Hierbei wird die bei der „Thick-AP“-Architektur vorhandene verteilte
Intelligenz je Access Point in eine zusätzliche Komponente, dem so ge
nannten WLAN Switch oder Controller zentralisiert. Die Access Points
selbst werden in so genannte „Thin-APs“ umgewandelt und fungieren nur
noch als „intelligente Antennen“. Dadurch wird eine skalierbare, flexible
und zukunftssichere WLAN Umgebung geschaffen die Hunderte von WLAN
Switchen und Tausende von APs umfassen kann. Als oberste Hierarchie
ebene wird meist auch noch ein WLAN Management System eingesetzt,
das zentral über WLAN Switch Grenzen hinweg Planungs-, Konfigurations-,
Monitoring- und Alarmierungsdienste zur Verfügung stellt. Typische Funk
tionen einer WLAN Switching Lösung sind z.B.:
• Automatische Kanalwahl
• Automatische Regelung der Sendeleistung
• Loadbalancing zwischen den APs
• Verarbeiten von Gebäude/ Geländeplänen, um die Funkausbrei
tung/ Clients/ RFID-Tags/ Fremd-APs visuell darzustellen
• Verkürztes, subnetübergreifendes Roaming
• Automatisiertes Erkennen, Lokalisieren und Bekämpfen von
Fremd-APs und Clients
• Zentralisierte Planung, Deployment, Reporting & Alarmierung
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 77
Sicherung von WLAN Netzen
Zur Sicherung der Luftschnittstelle wurde ursprünglich der Sicherheits
standard Wired Equivalent Privacy (WEP) eingeführt. Dieser erwies sich je
doch schon nach kurzer Zeit als lückenhaft, dass heißt durch das Aufzeich
nen und Analysieren der Kommunikation ist es möglich den Netzwerk
schlüssel zu ermitteln und somit die „Privacy“ zu kompromittieren.
Der eigentliche Standard (IEEE 802.11i) zur Sicherung von WLANs war zu
diesem Zeitpunkt noch in Arbeit, daher etablierte sich WPA als Zwischen
lösung. Hier wurden durch diverse Hilfsmittel wie dynamische Schlüssel,
bessere Authentifizierung, insbesondere durch Berücksichtigung von RA
DIUS Authentifizierung, eine höhere Sicherheit gewährleistet, welche noch
nicht kompromittiert wurde.
Das Thema Sicherheit im Wireless LAN ist nach langer Diskussion nun final
gelöst: Der Standard 802.11i (auch WPA2 genannt) ist verabschiedet und
bietet für alle existierenden Sicherheitslücken innerhalb der 802.11 Fami
lie eine adäquate Lösung. Die Authentifizierung via 802.1x (Port Based
Authentication) und dessen gängige Methoden EAP-TLS, PEAP und EAP-
TTLS (zertifikats- und passwortbasiert) stellen neben der eigentlichen Au
thentifizierung die Basis für das Key Management dar. Die Verschlüsselung
ist 128-Bit AES (Advanced Encryption Standard) -basiert. Die Integrität
von Daten und Header wird durch CCM (CCM = Counter Mode Encryption
mit CBC-MAC) gewährleistet. Replay Attacks werden durch ein IV (Initiali
zation Vector) Sequencing mit 48 Bit IV verhindert.
Ein weiterer Punkt zur Sicherung von WLAN Netzen ist der Umgang mit
Fremd-APs/Clients sowie 802.11-fremden Störungen, wie z.B defekten Mi
krowellen oder DECT-Stadionen, die das gesamte RF-Spektrum stören.
Hierzu scannen die APs automatisch nach anderen Geräten, die im selben
RF-Band arbeiten. Dadurch werden fremde Sender sowie natürlich die
APs, die zum eigenen System gehören, erkannt.
Alle fremden Sender stellen potentiele Rogues dar.
Hierbei ist eine automatische Unterscheidung zwischen „Interfering AP“,
„Rogues“ und „Ad-hoc Clients“ wichtig.
Ein interfering AP wird auf der RF-Schnittstelle von den APs gesehen. Die
ser hat jedoch keine Verbindung über die LAN Schnittstelle ins eigene
Netz und stellt daher nur eine Störung auf der Funkseite dar. Meist sind
dies Netze in benachbarten Gebäuden oder interne, unabhängige WLANs.
Ein Rogue hingegen hat auch eine Verbindung über die LAN Schnittstelle
ins eigene Netz und stellt damit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar, da sich
über diesen AP auch fremde Clients in das interne Netz einloggen können.
Ad-hoc Clients kommunizieren direkt miteinander ohne Verbindung zum
eigentlichen Netzwerk. Dies stellt ähnlich wie die interfering APs kein di
rektes Sicherheitsrisiko dar, allerdings werden sie als Störung auf der
Funkseite erkannt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 78 Secure Networks™
Diese Unterscheidung wird automatisch vom den Systemen vorgenom
men und kategorisiert. Weiterhin stellen die Systeme Möglichkeiten zur
Verfügung, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass sich
WLAN Clients mit einem Rogue AP verbinden. Hierbei gibt sich das WLAN
Switching System als Rogue AP aus und sendet disassociation frames zu
den am eigentlichen Rogue AP eingeloggten Clients. Diese verlieren da
durch die Verbindung und es kann keine saubere Kommunikation mehr
aufgebaut werden. Zusätzlich können alle Arten von Fremd-APs/Clients
mit Hilfe von Gebäudeplänen lokalisiert werden.
QoS/WLAN
Die Zugriffsmethode für WLANs basiert derzeit meist noch auf CSMA/CA
(Carrier Sense Multiple Access with Collision Avoidance). Damit können
keine QoS Merkmale geliefert werden.
Der IEEE 802.11e Standard beschreibt einige Erweiterungen, um diese
Merkmale in einer WLAN Umgebung zu ermöglichen. Einige Unterfunktio
nen dieses Wireless Standards werden als WiFi Multimedia (WMM) ver
marktet.
WMM eignet sich vor allem für Video- und Sprachübertragungen. Für den
Kanalzugriff (Medium Access Control - MAC) sind in IEEE 802.11 zwei Ver
fahren spezifiziert worden: Die Distributed Coordination Function (DCF) ist
ein verteilter, zufallsgesteuerter Zugriffsmechanismus (Carrier Sense Mul
tiple Access with Collision Avoidance, kurz: CSMA/CA), der einen Best-Ef
fort-Dienst liefert. Die Point Coordination Function (PCF) ist ein zentral ge
steuerter Mechanismus bei dem die beteiligten Stationen in regelmäßigen
Abständen durch einen Master (typischerweise ein Access Point) per Pol
ling ein Senderecht erhalten. Auf diese Weise kann für die beteiligten Sta
tionen eine gewisse Bandbreite zugesichert werden. Die Implementierung
der DCF ist in IEEE 802.11 zwingend vorgeschrieben, die Realisierung der
PCF ist jedoch nur als optional klassifiziert. Daher wundert es nicht, dass
in allen bekannten Implementierungen lediglich die DCF umgesetzt wurde.
Da DCF zufallsgesteuert in einem Shared Medium, wie Wireless LAN, ar
beitet, ist bei dieser Technik jedoch keine Bandbreitengarantie möglich –
die Latenzzeit kann stark schwanken (Jitter) was für VoIP sehr negative
Auswirkungen auf die Sprachqualität hat.
Ein weiteres Thema für VoIP over WLAN ist der Handover zwischen ver
schiedenen Zellen. Es gibt zwar das IAPP (Inter Access Point Protocol) Pro
tokoll nach 802.11f, jedoch werden hier keine Authentifizierungsinforma
tionen ausgetauscht, dass heißt ein nach 802.1x authentisierter Client
muss sich beim Roaming neu authentisieren, was eine kurze Unterbre
chung (für Daten typischerweise problemlos, für Sprache jedoch hörbar)
erzeugt. WLAN Switching Lösungen haben hier eine Lösung parat (meist
auch für subnetzübergreifendes Roaming), ein Standard ist jedoch erst am
Horizont in Sicht: 802.11r Fast BSS Transition.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 79
Ein weiterer Bestandteil von WMM beschreibt die “Unscheduled Automatic
Powersave Delivery“-Funktion (U-APSD), die die Akkulaufzeit von VoIP-
Clients erheblich verbessert und somit die Praxistauglichkeit von VoIP
over WLAN Netze erheblich erhöht.
Lokation-Tracking in WLAN Netzen
Ein weitere Technologie, die erst durch WLAN Switching ermöglicht wurde,
sind location based services. Mit Hilfe dieser Technologie können Geräte
geortet werden, die eine WLAN Karte besitzen (Notebooks, VoIP WLAN
Phones) sowie dedizierte Location Tags, in denen z.B. Panic-Buttons und
Bewegungssensoren integriert sind. Diese können an wichtigen Gütern,
z.B. mobilen Infusionspumpen im Krankenhausbereich oder an Staplern in
der Logistik, befestigt werden. Durch die lokationsbezogenen Daten kann
sehr einfach eine Prozessoptimierung durchgeführt werden wie z.B stand
ortabhänige Disponierung von Staplern im Logistikbereich.
Für die Ortung selbst werden verschiedene Technologien eingesetzt:
Anwesenheit:
Ein Tag sendet z.B alle 2 Minuten oder sobald er bewegt wird ein Signal.
So wird sichergestellt, dass immer die aktuelle Lokation angezeigt wird.
Echtzeit:
Ein Client/Tag wird gezielt vom User/System abgefragt und die aktuelle
Lokation zurückgemeldet.
Lokationsbezogen:
Ein Tag wird bei Passieren einer bestimmten Lokation über einen so ge
nannten Exiter gezwungen, seine Lokation an das System zu melden.
Weiterhin gibt es verschiedene Ortungsmethoden:
AP Connection und RSSI-Wert:
• Die bekannte AP Lokation sowie der RSSI-Wert des Client ergibt
eine Abstandsabschätzung
• Der Client befindet sich auf der RSSI-Kontour
• RF-Hindernisse haben Einfluss auf die RSSI-Kontour
• Zur Lokationsbestimmung wird die Client Sendestärke verwendet
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 80 Secure Networks™
Lokation-Tracking in WLAN Netzen
Trilateration:
• Bekannte AP Lokationen und Client RSSI-Werte ermöglichen Di
stanzangaben
• Ab einer Anzahl von 3 Distanzwerten (APs) kann die Lokation sau
ber bestimmt werden
• RF-Hindernisse können die Qualität der Werte beeinflussen
• Folgende Faktoren können die Werte verbessern:
Anzahl der Aps, die den Client sehen
o
Geometrie der APs
o
Qualität des RF-Models des Gebäudeplans
o
Trilateration
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 81
Serverbasierendes Pattern Matching:
• Der von mehreren APs gesehene RSSI-Pattern eines Clients krei
ert einen eindeutigen „Fingerabdruck“
• Hat ein weiterer Client den selben RSSI-Pattern, ist er an der glei
chen Lokation
• Client Sendestärke ist nicht relevant
• kein RF-Model des Gebäudes notwendig
Serverunterstützte Lokation
802.11n- ein neuer Standard
Mit der Einführung des neuen 11n-Standards, der nun in 2008 endgültig
verabschiedet werden soll, werden einige signifikante Änderungen und
Verbesserungen in der WLAN Technologie Einzug halten.
Aus technischer Sicht sind dies 3 Hauptkomponenten:
Multiple Input Multiple Output (MIMO) Technologie
Bei 11a/b/g wurde bisher die gesamte Datenmenge über eine Antenne ge
sendet und empfangen. Mit der MIMO Technologie wird der Datenstrom
über einen Splitter auf mehrere Sende-/Empfangsantennen (2 oder mehr
Stück je nach Produkt) aufgeteilt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 82 Secure Networks™
Übertragung über mehrere Antennen - MIMO
Die Anordnung der Antennen auf den WLAN Karten ist so gestaltet, dass
die Ausbreitung des Funksignals räumlich versetzt erfolgt und es so zu
keinen gegenseitigen Störungen bei der Übertragung kommt. Während die
bisherigen Technologien teilweise Probleme mit Reflexionen hatten, nutzt
MIMO diese bewusst und erreicht dadurch einen erhöhten Durchsatz sowie
auch eine robustere Kommunikation.
Kanalbündelung:
Der einfachste Weg, um den Durchsatz in einem WLAN Netz zu erhöhen,
ist die Verdopplung des genutzten Frequenzbandes. 11n nutzt dies um 2
benachbarte 20 Mhz-Kanäle zusammen zu fassen. Diese Technologie ist
am effektivsten im 5 Ghz Bandbereich in dem 19, überlappungsfrei 20
Mhz-Kanäle zu Verfügung stehen. Im 2,4 Ghz-Bereich ist diese Technik
weniger effektiv, da bereits mit der alten Technologie nur 3 überlappungs
freie Kanäle verfügbar sind. Durch Kanalbündelung wird dies auf einen Ka
nal vermindert, was einen praktikablen Einsatz ausschließt.
Packet Aggregierung:
Bei konventionellen WLAN Techniken ist der Overhead, um ein Datenpaket
zu übermitteln fix, egal wie groß das Paket selbst ist. Bei 11n werden
mehrere Nutzdatenpakete zu einem einzigen Sende-Frame zusammenge
fügt. Dadurch können mehrere Pakete mit den Overhead-Kosten eines
Einzigen gesendet werden. Die Effektivität dieser Technologie ist je nach
Anwendung verschieden. Besonders groß ist der Vorteil z.B bei großen Fi
letransfers, wobei aber z.B. Echtzeitanwendungen wie Voice oder Video
davon nicht profitieren.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 83
Vorteile durch 802.11n
Erhöhte Kapazität
Bei 11n wird die Kapazität einer WLAN Zelle von 14-22 Mbps bei 11a/g
auf 100-200 Mbps erhöht. Verteilt auf mehrere User pro Zelle sind damit
Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbps pro User möglich, was sich in der
Praxis in einer größeren Bandbreite für mehr User zeigen wird.
Erhöhte Reichweite
Durch die MIMO Technologie und das bewusste Arbeiten mit Reflexionen
durch die räumlich versetzte Funkausbreitung der Funkwellen wird die
Reichweite je AP erhöht. Dies wird auch dazu führen, dass die Datenrate
mit steigendem Abstand vom AP zum Client langsamer fällt als bei den
bisherigen Technologien und somit eine größere Abdeckung mit weniger
APs erreicht wird.
Höhere Verfügbarkeit / Robustheit
Bei den bisherigen Technologien kann die Performance eines WLAN Clients
schon bei kleinsten Bewegungen oder Änderungen an der Umgebung
(Schließen einer Tür, geänderter Einrichtung) stark beeinträchtigt werden.
Dieses Problem wird durch Einsatz von unterschiedlichen Antennen ent
schärft. Fast jedes WLAN Gerät hat 2 Antennen, wobei immer nur die aktiv
ist, die das beste Signal bekommt. Durch die MIMO Technologie sind bei
11n immer 2-3 Antennen gleichzeitig aktiv, die dadurch die Robustheit
und Verfügbarkeit erhöhen.
Design
Durch die Abwärtskompatibilität von 802.11n mit a/b/g wird auch die Per
formance in einer 11n-Funkzelle auf die Geschwindigkeit der bisherigen
Technologien verringert. Der größte Teil der bisherigen WLAN Clients ar
beitet im 2,4 Ghz-Bereich. Durch die Einschränkung bei der Kanalbünde
lung in diesem Frequenzband und einer oft geforderten Unterstützung der
bisherigen WLAN Clients, wird im 2,4 Ghz-Bereich zukünftig 11n sehr oft
in einem Kompatibilitätsmodus betrieben werden. Im 5 Ghz-Bereich hin
gegen wird der Vorteil durch Kanalbündlung voll ausgespielt und die neue
Technik in einem 11n-only Modus gesetzt werden, wodurch die oben ge
nannten Vorzüge voll zum Zuge kommen. Abwandlungen dieses Designs
können je nach Anforderungen und Randbedingungen auftreten, so z.B.
wenn man komplett neue WLAN Netze (Access Points & Clients unterstüt
zen 11n) aufgebaut (Greenfield) oder wenn ein komplett unabhängiges
11n-Netz zu einem bestehenden 802.11a/b/g Netz aufgebaut wird (Over
lay).
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 84 Secure Networks™
Power over Ethernet
Im Convergence Bereich stellt sich auch die Frage der Stromversorgung
für Geräte, wie zum Beispiel IP-Telefone. Der große Vorteil von PoE ist,
dass keine zusätzliche Stromversorgung zu den Endgeräten verlegt wer
den muss und deren Installation damit einfacher wird. Das ist
insbesondere wichtig für IP-Telefone, schließlich ist es für den Anwender
äußerst unkomfortabel gleich zwei Kabel auf dem Schreibtisch liegen zu
haben, wobei das Eine meist noch ein externes Netzteil enthält. Ansonsten
ist PoE vor allem für Wireless Access Points, Kartenlesegeräte oder Kame
ras interessant.
Der IEEE 802.3af Standard ist eine Ergänzung des 802.3 Standards, wel
cher die Stromversorgung mit Gleichstrom über 10, 100 und 1000Base-T
twisted pair-Verkabelung beschreibt. Dabei sind auf jedem Port ausgangs
seitig maximal 15,4 Watt Leistung mit einer Spannung bis zu 48 Volt ver
fügbar, wobei sich die Verbraucher auch mit geringerem Maximalver
brauch anmelden können, wenn die optionalen Klassen 1 (max. 4 W) oder
2 (max. 7,0 W) unterstützt werden. Unter Berücksichtigung der Verlust
leistung auf den Leitungen, darf das Endgerät eingangsseitig dann maxi
mal 12,95 W bzw. 3,84 bei Klasse 1 und 6,49 bei Klasse 2 verbrauchen.
Der gelieferte Strom wird dabei auf jedem der Ports ständig überwacht, so
dass das so genannte „Power Sourcing Equipment“ (PSE), welches den
Strom liefert (dass heißt der Switch) entscheiden kann, ob ein neu hinzu
gekommener Port überhaupt noch mit Strom versorgt werden darf. Würde
die insgesamt verfügbare Leistung des Switches überschritten, würde der
Port nicht mit Strom versorgt und damit eine Überlastung verhindert. Die
Überwachung der PoE-spezifischen Porteigenschaften mittels SNMP wurde
durch die IETF in RFC 2665 standardisiert.
IEEE 802.3af-fähige Geräte müssen diverse Anforderungen erfüllen. Die
Wichtigsten beziehen sich auf Kompatibilität zwischen PoE- und nicht PoE-
fähigen Geräten. Schließlich darf es nicht passieren, dass beim Anschluss
eines nicht PoE-fähigen Geräts an einen PoE-fähigen Switch das Gerät
durch eine Überspannung beschädigt wird. Weiterhin muss PoE über die
vorhandene (drahtgebundene) Ethernetverkabelung möglich sein (Cat3,
Cat5, Cat5e und Cat6). Offiziell bezeichnet der Standard die stromeinspei
senden Geräte als PSE (Power Sourcing Equipment).
Um PoE sowohl mit PoE-fähigen als auch mit nicht PoE-fähigen Switchen
einsetzen zu können, wurden zwei Methoden der Stromeinspeisung vorge
sehen: Zum Einen durch den Switch direkt, zum Anderen über Midspan
Geräte, dass heißt Geräte, die in das Kabel zwischen Switch und Verbrau
cher eingeschleift werden und dann das Endgerät mit Strom versorgen.
Es gibt zwei Gründe warum man Switch und Midspan anstelle von PoE-fä
higen Switchen einsetzt. Einerseits gibt es alte Geräte, die den Standard
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 85
noch nicht unterstützen, andererseits lohnt es sich manchmal auf Grund
der geringen Anzahl von benötigten PoE-Ports nicht alle Switche mit PoE
auszustatten.
Die Übertragung des Stroms kann bei PoE sowohl über die Datenleitungen
als auch über die bei Ethernet bzw. Fastethernet ungenutzten Adernpaare
4,5 und 7,8 erfolgen. Im Falle von Gigabitethernet erfolgt die Einspeisung
zwangsweise über Leitungspaare, die auch für die Datenübertragung ge
nutzt werden.
PoE enabled Switche
Enterasys bietet eine Reihe von Geräten an, die als PSE arbeiten können:
Bei der Matrix® N-Serie ist dies mit einem 48 Port 10/100Base-TX Board
mit externem Powershelf realisiert. Der N5 hat dafür 4 integrierte, modu
lare 1200 Watt PoE Netzteile. Die gesamte SecureStack™ Serie ist eben
falls als PoE-Variante erhältlich.
Mehr Power – IEEE 802.3at Draft
Die IEEE hat unter dem Kürzel 802.3at eine Arbeitsgruppe zur Weiterent
wicklung von Power over Ethernet gebildet. Ziel der auch als PoE+ be
zeichneten Initiative ist es, über die vier Adern eines Minimum-Ethernet-
Kategorie-5-Kabels bis zu 56 Watt Leistung zu übertragen.
Damit wird es möglich Geräte mit höherem Leistungsbedarf wie z.B.
802.11n Access Points direkt über ein Kabel mit Strom zu versorgen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 86 Secure Networks™
Standard Based Availability
In der heutigen Zeit ist Business ohne Nutzung von IT und dem darunter
liegenden Netzwerk fast nicht mehr denkbar. Dementsprechend wichtig ist
es, dass das Netzwerk und die darauf laufenden Services permanent zur
Verfügung stehen. Um die Verfügbarkeit beliebiger Systeme ganzheitlich
zu realisieren, muss auch hier vor allem auf Standards gesetzt werden.
Redundanz
Woraus besteht hohe Verfügbarkeit? Typischerweise versteht man darun
ter, dass die über das Netzwerk operierenden Dienste wie VoIP, SAP, etc.
weitgehend unbeeinflusst von Ausfällen oder Umstrukturierungen im Netz
werk bleiben. Um das zu realisieren, müssen die einzelnen Schichten der
Netzwerkkommunikation einzeln betrachtet und gesichert werden. Für die
eigentliche Sicherung gibt es zwei grundlegende Ansätze: Zum Einen die
zu sichernde Komponente so stabil wie möglich zu machen, zum Anderen
eine Redundanz (zum Beispiel in Form eines zweiten Gerätes) bereitzuhal
ten, durch die alle Funktionen der ausgefallenen Komponente übernom
men werden. Im Folgenden werden die einzelnen Schichten zusammen
mit den verfügbaren Redundanzen vorgestellt.
Layer1 – physikalische Redundanzen
In der physikalischen Schicht betrachtet man grundlegende Dinge, wie
eine redundante Stromversorgung durch mehrere Netzteile, verbunden
mit verschiedenen Versorgungspfaden.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die physikalische Absicherung der Standorte
von Netzwerkkomponenten – was nutzt die sicherste Firewall, wenn sie öf
fentlich zugänglich in einem nicht abgeschlossenen Rack im Lager steht?
Datenübertragungsschicht
Auf der Datenübertragungsschicht oder Layer 2 gibt es in Abhängigkeit
der eingesetzten Technologie verschiedene Verfahren, um Redundanzen
zu ermöglichen. In der Regel bestehen diese immer aus zusätzlichen Lei
tungen bzw. physikalischen Übertragungswegen in einem Layer 2 Netz
werk (auch Broadcastdomain genannt). Bei Ethernet wurde diese Redun
danz erstmalig mit dem Spanning Tree Algorithmus möglich. Dazu wurden
Weiterentwicklungen, wie Rapid Spanning Tree und Spanning Forest, ge
schaffen, um schnellere Konvergenz im Fehlerfall und Verwaltung von
Spanning Trees in einer VLAN Umgebung möglich zu machen.
Link Aggregation IEEE 802.3ad
Sind zwei Switche durch mehrere physikalische Links verbunden, so kann
dies aus reinen Redundanzzwecken sein. In diesem Fall kann man eine
Redundant Port Lösung auf Layer 1 oder Spanning Tree als Protokoll auf
Layer 2 einsetzen, um Loops und damit Broadcast Storms zu verhindern.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 87
Link Aggregation
Eine bessere und gerne genutzte Möglichkeit ist aber, diese physikalischen
Links zu einem logischen Link zu bündeln und so gleichzeitig Redundanz
und höhere Bandbreiten zu schaffen. Diese Technik hieß früher auf den
Enterasys Komponenten Smarttrunk, heute unterstützen alle neuen
Enterasys Switche den entsprechenden Standard nach IEEE 802.3ad - Link
Aggregation.
Während es zwar möglich ist, die Bündelung der physikalischen Links und
den daraus resultierenden virtuellen Link statisch zu konfigurieren, ist es
besser, ein entsprechendes Kontrollprotokoll zu nutzen. Durch das Kon
trollprotokoll ist es möglich zu überprüfen, dass die dazugehörigen Links
auch sauber laufen und beide Switche darin übereinstimmen, welche Ports
zu dem virtuellen Link gehören.
Frühere Smarttrunk Lösungen nutzten das so genannte Huntgroup Proto
koll. Switche, die nach dem Standard IEEE 802.3ad arbeiten, kommunizie
ren über LACP - Link Aggregation Control Protocol. Dabei werden virtuelle
Links gebildet, die als LAG - Link Aggregation Group, bezeichnet werden.
Wichtig ist, dass alle Links, die einem virtuellen LAG Port angehören,
gleich konfiguriert sind. Sie müssen Full Duplex sein und die gleiche Ge
schwindigkeit haben. Dieser virtuelle LAG Port wird dann in der Konfigura
tion der Switche genutzt wie ein ganz normaler physikalischer Port, kann
also zum Beispiel einem VLAN zugehören oder als 802.1q Trunk definiert
werden.
In einem chassisbasierten System ist es möglich, einen LAG mit Ports ver
schiedener Module zu bilden, das Gleiche gilt für ein stackbasiertes Sys
tem mit mehreren Switchen. Dies erhöht die Ausfallsicherheit, denn selbst
falls ein ganzes Board ausfällt, ist weiter eine Verbindung zwischen den
beiden chassisbasierten Switchen gegeben.
Der Standard IEEE 802.3ad bietet eine Interoperabilität zwischen ver
schiedenen Herstellern. Zusätzlich sind einige Switche von Enterasys Net
works, wie zum Beispiel die N-Serie, in den Default Einstellungen schon so
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 88 Secure Networks™
vorkonfiguriert, dass sie automatisch einen LAG bilden, wenn sie mit einer
entsprechenden Gegenstelle verbunden werden. Sollte es aber nötig sein,
einen Enterasys Switch mit einer Gegenstelle zu verbinden, die kein LACP
unterstützt, so kann man den LAG auch statisch konfigurieren. Man ver
zichtet dann zwar auf das Kontrollprotokoll, das vor Fehlern und Netzpro
blemen durch Misskonfiguration schützt, kann aber trotzdem die Vorteile
eines virtuellen, gebündelten Links nutzen.
Der Traffic kann nach verschiedenen Methoden auf die physikalischen
Links verteilt werden. Möglichkeiten sind zum Beispiel durch ein einfaches
Round Robin Verfahren gegeben oder basierend auf MAC oder IP Adressen
der Pakete. Meist bietet die Untersuchung von Absende- und Ziel-IP eine
ausgewogene Verteilung auf die physikalischen Links. Diese Methode ist
daher auch der Default auf der N-Serie.
IEEE 802.3ad und Spanning Tree schließen sich natürlich nicht aus.
Während 802.3ad Link Aggregation immer zwischen zwei direkt mitein
ander verbundenen Switchen läuft, kann und sollte man weiterhin Span
ning Tree nutzen, um Loops im gesamten Layer 2 geswitchten Netz zu
verhindern. Spanning Tree betrachtet dann bei der Berechnung des auf
spannenden Baumes den logischen LAG Port anstatt der dazugehörigen
physikalischen Ports; auch die Kosten für diesen virtuellen LAG Port
entsprechen dabei der Summe der Bandbreiten aller zugehörigen
physikalischen Ports.
Spanning Tree IEEE 802.1d
Der Spanning Tree Algorithmus verhindert Loops auf der Datenübertra
gungsschicht. Die Notwendigkeit entsteht dadurch, dass Broadcasts in ei
nem Ethernetnetzwerk, in dem redundante Pfade vorhanden sind, unend
lich lang kreisen und somit die verfügbare Bandbreite immer weiter ver
ringern bis kein normaler Datenverkehr mehr möglich ist. Der heutzutage
gebräuchliche 802.1d Standard ging aus der von Radia Perlman für die
Firma DEC entwickelten, ersten Implementierung des Algorithmus hervor.
Um Loops zu verhindern, tauschen die Netzwerkkomponenten (Switche)
eines Layer 2 Netzwerks untereinander Nachrichten aus, die vom norma
len Datenverkehr unterscheidbar sind. Anhand dieser Nachrichten wird
dann eine der Komponenten zur Wurzel eines Baumes gewählt. Alle ande
ren Komponenten gliedern sich in diesen Baum ein. Pfade, die nicht inner
halb dieses Baums liegen (dass heißt redundante Pfade) werden dabei
ausgeschaltet.
Wenn ein neuer Switch oder Link hinzugefügt wird oder ein Switch aus
fällt, wird dieser Baum neu berechnet. Solange dieser Baum nicht voll
ständig aufgebaut ist, leiten die Switche nur die Nachrichten weiter, die
Informationen enthalten, die für das Aufbauen des Baumes relevant sind.
Dass heißt, solange der Baum nicht vollständig ist, ist der normale Daten
verkehr im Netzwerk unterbrochen. Die Neuberechnung des Baumes
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 89
dauert typischerweise bis zu 60 Sekunden.
Zur Konfiguration von Spanning Tree auf Enterasys Komponenten finden
Sie weitere Informationen unter
http://secure.enterasys.com/support/manuals/hardware/STP.pdf
Rapid Spanning Tree IEEE 802.1w
Der 802.1d Spanning Tree Algorithmus wurde zu einer Zeit entwickelt, in
der es ausreichend war, wenn sich das Netz nach einem Ausfall in einem
Zeitraum von circa einer Minute erholte.
Heutzutage sind solche Ausfallzeiten nicht mehr akzeptabel. Daher wurde
der Spanning Tree Standard zum Rapid Spanning Tree Standard (RSTP)
weiterentwickelt, um schnellere Konvergenzzeiten zu ermöglichen. Prinzi
piell wurde die Art und Weise der Berechnung des Baumes beibehalten.
Die Nachrichten, die unter den Switchen ausgetauscht werden, enthalten
nun mehr Informationen. Außerdem wurde die Verarbeitung der Nachrich
ten verbessert. Die wichtigste Neuerung im 802.1w Standard war die
Möglichkeit, einen Port schneller in den Forwarding Modus zu bringen, in
dem normale Datenpakete ausgetauscht werden können. Im alten Stan
dard wurden die Ports erst dann aktiviert, wenn der gesamte Baum kon
vergiert war.
Der neue Standard ist in der Lage sicherzustellen, dass ein Port früher ak
tiviert werden kann, hierfür können Endnutzerports als so genannte Edge
Ports konfiguriert werden, die dann beim Aktivieren des Ports sofort aktiv
werden (die entsprechende Konfigurationsoption heißt adminedge= true).
Außerdem können auch Ports in der Infrastruktur im Fehlerfall schneller
auf einen alternativen Port Richtung Root umschalten, da die RSTP
Switches aktiv Rückmeldungen austauschen können. In entsprechend kon
figurierten Netzwerken kann die Konvergenzzeit des Baums so auf wenige
hundert Millisekunden gesenkt werden.
VLANs IEEE 802.1q
VLANs erlauben es, einen Switch mit einer Vielzahl physikalischer Ports lo
gisch zu unterteilen, so dass bestimmte Portgruppen jeweils verschiedene
Broadcastdomains bilden, obwohl sie physikalisch zum gleichen Switch ge
hören. Der IEEE 802.1q Standard erlaubt es, die Daten aus solchen lo
gisch getrennten Portgruppen eindeutig (für die jeweilige Gruppe) zu
kennzeichnen und sie in dieser Form zu einem anderen Switch zu trans
portieren. Der Link, über den diese markierten Pakete transportiert wer
den, wird in der Regel Trunk genannt. Dort können die Daten wieder den
einzelnen Gruppen zugeordnet werden und, falls diese Gruppen auf die
sem Switch ebenfalls existieren, zu den entsprechenden Ports geschickt
werden. Man ist also in der Lage, eine logische Broadcastdomain-Struktur
über eine physikalisch vorgegebene Struktur von untereinander verkabel
ten Switches zu legen. Dadurch können die Mitarbeiter einer Abteilung mit
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 90 Secure Networks™
ihren Rechnern in derselben Broadcastdomain sein, obwohl die Abteilung
auf verschiedene Gebäude verteilt ist.
Multiple Spanning Trees IEEE 802.1s
Multiple Spanning Trees (MST) ist eine Ergänzung des 802.1q Standards.
Der 802.1w Rapid Spanning Tree Standard wurde erweitert, um mehrere
Spanning Trees zu unterstützen. Diese Ergänzung erlaubt sowohl schnelle
Konvergenz als auch Load Sharing in einer VLAN Umgebung.
Mit MST wird es möglich, mehrere Spanning Tree Instanzen über Trunks
hinweg aufzubauen. Dabei können in Gruppen zusammengefasste VLANs
einzelnen Spanning Tree Instanzen zugeordnet werden. Die einzelnen In
stanzen können dabei unabhängig voneinander verschiedene Topologien
haben. Dafür werden die Spanning Tree Parameter wie Root Priorität, etc.
für jede Instanz angepasst. Damit wird ein Load Sharing für unterschiedli
che VLAN Gruppen über redundante Layer 2 Wege möglich. MST benutzt
dabei eine modifizierte Variante des Rapid Spanning Tree Protokolls, ge
nannt das Multiple Spanning Tree Protocol (MSTP) oder IEEE 802.1s.
Netzwerkschicht
Auf der Netzwerkschicht wird Redundanz hauptsächlich durch intelligente
Routingprotokolle wie OSPF und die Verbesserung der Erreichbarkeit des
Default Gateways mit VRRP erreicht. Um dies sinnvoll zu ermöglichen,
müssen schon auf der Netzwerkebene verschiedene Wege zum selben Ziel
vorhanden sein.
Open Shortest Path First
Open Shortest Path First (OSPF, RFC 2328) ist ein hierarchisch aufgebau
tes Link State Routingprotokoll und hat sich als De-Facto-Standard für
Interior Gateway Protokolle entwickelt.
Im Gegensatz zu BGP (Border Gateway Protokoll), das als Exterior Gate
way Protokoll für das Routing zwischen autonomen Systemen genutzt
wird, dienen Interior Gateway Protokolle dazu Routinginformationen inner
halb einer Organisation auszutauschen.
Distance-Vector-Protokolle, wie RIP, sind dafür mittlerweile meist unge
eignet, da diese sehr schlechte Konvergenzzeiten aufweisen. Und Ausfall
zeiten bis zu mehreren Minuten sind in heutigen Netzwerken nicht mehr
zu tolerieren.
Link State Protokolle arbeiten eventgesteuert, die Informationen über To
pologieänderungen werden sofort durch das ganze Netz geflutet. Alle Rou
ter reagieren sofort darauf und berechnen bestehende Ersatzwege. Somit
haben Link State Protokolle Konvergenzzeiten im Sekundenbereich. Diese
schnellen Berechnungen von Ersatzwegen werden dadurch möglich, dass
bei Link State Protokollen die gesamte Topologie eines Netzes allen Rou
tern bekannt ist; gespeichert in der Topologie-Datenbank.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 91
Da dadurch außerdem die periodische Verbreitung der gesamten Routing
informationen nicht mehr notwendig ist, arbeiten Link State Protokolle
ressourcenschonender als Distance-Vector-Protokolle.
Der hierarchische Ansatz von OSPF macht dieses Routingprotokoll skalier
bar, OSPF eignet sich daher auch für sehr große Netze. Die Hierarchie ba
siert auf einem zweistufigen Area Konzept. Es gibt eine zentrale Backbone
Area, an die alle anderen Areas direkt angebunden sind. Durch Verfahren
wie Route Summarization und das Definieren von Areas als Stub Area
oder Not-So-Stubby Area (NSSA, RFC 3101) wird die Auswirkung von To
pologieänderungen auf das gesamte Netz minimiert.
OSPF Area Konzept
OSPF ist im Moment das Standard Protokoll für Routing innerhalb des ei
genen Netzwerks. Als offener Standard, der von allen Herstellern unter
stützt wird, bietet es Kompatibilität zwischen allen Komponenten.
Die schnellen Konvergenzzeiten, die OSPF als Link State Protokoll besitzt,
sind für heutige Netze unverzichtbar.
Der hierarchische Ansatz unterstützt die Implementierung in Netzwerken
jeder Größe. Netze mit OSPF als Routingprotokoll sind mit dem entspre
chenden Netzwerk- und Adressdesign einfach zu erweitern.
Als modernes Routingprotokoll unterstützt OSPF natürlich VLSM (Variable
Length Subnet Mask) und ermöglicht so Optimierungsverfahren wie Route
Summarization.
Auf Grund seiner allgegenwärtigen Präsenz wurde OSPF auch als Routing
protokoll für das aufkommende IP Protokoll IPv6 spezifiziert (RFC 2740)
und wird auch in Zukunft nicht aus den Netzwerken wegzudenken sein.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 92 Secure Networks™
Equal Cost Multi Path (ECMP)
Ein Paket kann in einem gerouteten Netzwerk über unterschiedliche,
gleichwertige Pfade ans Ziel gelangen. Bei “Equal Cost Multi Path” wer
den diese Pfade gleichzeitig zur Lastverteilung genutzt. Eine Redundanz
wird hiermit jedoch nicht gewährleistet, dafür muss das darunterliegende
Routingprotokoll sorgen. Bei Verwendung von ECMP wählt der Router an
dem sich der Pfad gabelt, unterschiedliche next-hops für die Pakete.
Idealerweise sollten sich die Pakete natürlich gleichmäßig auf die beiden
Pfade verteilen, was natürlich mit paketeweisem Aufteilen am einfachsten
möglich wäre. Dies ist aber in der Regel nicht sinnvoll, da es dann zu un
terschiedlichen Laufzeiten und Paketreihenfolgen kommen kann. Es wird
meist versucht, die Pakete flowbasiert, dass heißt Absender-IP/Ziel-IP
oder Absender-IP+Port/Ziel-IP+Port -basiert aufzuteilen, da die zu einer
Kommunikation gehörigen Pakete dann den gleichen Weg nehmen.
Prinzipiell kann ECMP in jedem gerouteten Netzwerk verwendet werden. In
der Regel wird die maximale Anzahl der Pfade gleicher Qualität (in Ein
heiten der Metrik des entsprechenden Routingprotokolls) allerdings
beschränkt.
Virtual Router Redundancy Protocol
Das Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP, RFC 2338) dient dazu,
dem Benutzer Redundanz bezüglich des Default Gateways zur Verfügung
zu stellen. Während Router untereinander Routing Protokolle nutzen, um
die aktuellsten Routing Informationen auszutauschen und so bei einem
Ausfall Ersatzwege zu lernen und zu nutzen, haben sehr viele Endclients
statische Einträge für das Default Gateway. Was nun, wenn dieser Router
ausfällt? Selbst wenn es einen Ersatzweg gibt, wie sollen die Clients dar
auf reagieren?
VRRP Konzept
Die Lösung dazu liefert das Protokoll VRRP. Die Grundidee besteht darin,
einen virtuellen Router zu nutzen und diese IP Adresse als Default Gate
way auf den Hosts zu konfigurieren.
Die physikalischen, redundanten Router kommunizieren dann über das
Protokoll VRRP und handeln aus, wer die Routing Aufgabe des Default
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 93
Gateways übernimmt. Dieser Router wird dann als Master bezeichnet,
weitere redundante Router sind Backup Router. Fällt der Master aus, so
wird das über VRRP erkannt und einer der Backup Router übernimmt die
Aufgabe des Masters. Für den Client ist das absolut transparent. Damit es
keine Probleme bezüglich der ARP Einträge gibt, nutzt der virtuelle Router
eine zugehörige, für VRRP reservierte MAC Adresse.
Emulation eines virtuellen Routers
So dient VRRP dazu, den Single Point of Failure, den die statische Konfigu
ration eines Default Gateways darstellt, zu eliminieren.
Normalbetrieb
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 94 Secure Networks™
VRRP Redirection im Fehlerfall
Durch die Konfiguration von zwei virtuellen Routern kann man eine zu
sätzliche Lastverteilung auf die redundanten Geräte erreichen. Man nutzt
zwei virtuelle IP Adressen, jeder der Router ist dann für eine der beiden
Adressen der Master, für die andere der Backup Router. Zusätzlich müs
sen die Clients dementsprechend entweder mit der Einen oder der ande
ren IP Adresse als Default Gateway konfiguriert werden. Eine gleichmäßi
ge Verteilung kann man zum Beispiel mit dem Dynamic Host Configuration
Protocol (DHCP) erreichen. So werden beide Router als Default Gateway
genutzt und man hat Lastverteilung in Kombination mit Redundanz.
Weitere Informationen findet man im zugehörigen RFC 2338 .
Server Load Balancing
Heutige Netzwerkdesigns sind, unter Zuhilfenahme von Protokollen wie
Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP) und Open Shortest Path First
(OSPF), meist schon redundant ausgelegt. Die Redundanz hat aber oft
ihre Grenzen, wenn es um den Anschluss der Server geht. Auch hier muss
die Netzwerkkomponente eine entsprechende Lösung bereitstellen.
Server Load Balancing oder Load Sharing Network Address Translation be
zeichnen das Konzept wichtige Server redundant auszulegen, um somit
sowohl Ausfallsicherheit als auch höhere Performance zu erreichen.
Die Produkte von Enterasys realisieren dies über eine Implementierung
des RFC 2391 Load Sharing Network Address Translation (LSNAT). Dabei
wird auf Anfragen an einen virtuellen Server (IP) reagiert und die Anfra
gen werden entsprechend auf reelle Serveradressen umgesetzt - in Ab
hängigkeit des angesprochenen Layer 4 Ports. Zwischen den reellen Ser
vern werden dann die Anfragen nach wählbaren Algorithmen, wie zum
Beispiel Round-Robin, Weighted Round-Robin oder Least Weighted Load
First, verteilt. Parallel dazu überprüft man die Verfügbarkeit der Server
und verteilt die Anfragen beim Ausfall eines Servers auf die verbleibenden
Serversysteme.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 95
Verwendung von LSNAT
Dieses System sorgt zum Einen für eine sehr gute Ausfallsicherheit, zum
Anderen kann dieses virtuelle Serversystem sehr gut skalieren, da man
beliebig viele Server hinzufügen kann. Diese Server müssen natürlich auf
eine einheitliche Datenstruktur zugreifen, was von dem Betriebssystem
der Server unterstützt werden muss.
Unter Verwendung dieser Methode und der weiter oben beschriebenen
Redundanzverfahren lässt sich damit folgendes Szenario realisieren:
Business Continuity Services Scenario
Hier ist einmal der Zugang des Hosts zum Netz via VRRP redundant aus
gelegt; außerdem werden die Anfragen am Ziel, dass heißt beim Server,
per LSNAT verteilt. Die redundanten Wege können durch den Multi Path
Support von OSPF beide genutzt werden. Bei einem Defekt sorgt die
schnelle Konvergenz von OSPF für annähernd keine Ausfallzeit. Zwischen
den Switchen werden 802.3ad Trunks gebildet, die höhere Bandbreite und
weitere Redundanz zur Verfügung stellen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 96 Secure Networks™
IPv6
Das Internet hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Daten
netzwerk zu einer Multi Service Plattform entwickelt. Neue Kommunikati
onsbeziehungen reichen von Multimedia Anwendungen über Peer-to-Peer
(P2P) bis hin zu mobilen, kabellosen Technologien. Daher rückt im Zeital
ter persönlicher und mobiler Endgeräte mit dauerhafter Internetanbindung
das Protokoll IPv6 wieder ins Interessenblickfeld von Anwendern und An
bietern.
Die neue Generation der aktuellen Version 4 soll den steigenden Anforde
rungen und dem rasanten Wachstum des Internets gerecht werden. Mit
IPv6 sollen ganz neue, flexiblere Strukturen zur Verbindung der Knoten
punkte untereinander realisiert werden.
Die vorhandene Adressknappheit unter IPv4 wird mit IPv6 der Vergangen
heit angehören. Die heute weit verbreitete Technologie Network Address
Transalation (NAT) wird genauso verschwinden wie Classless Inter Domain
Routing (CIDR). IPv6 baut auf 128 Bit Adressen auf. Das ist viermal so
viel wie heute unter IPv4. Das bedeutet, dass IPv6 in der Lage ist, die un
vorstellbare Zahl von 665.570.793.348.866.943.898.599 Adressen/qm
Erdfläche bereitzustellen.
Die Angst vor einem Mangel an Adressen ist nicht unbegründet. Denn der
Adressraum des jetzigen Internetprotokolls (IPv4) ist höchst unterschied
lich verteilt. So besitzt etwa das Massachusetts Institute of Technology
(MIT) in Cambridge/USA ein Netz, in dem sich mit rund 16 Millionen Rech
nern mehr Adressen ansprechen lassen als in ganz China. Doch im Web
sind gerade 90.000 vom MIT verwendete Adressen zu identifizieren. Bei li
nearer Fortschreitung der Vergabepraxis für die restlichen IP Adressen
sind Engpässe daher in wenigen Jahren vorgezeichnet.
Zusätzlich, wie mit jeder neuen Technologie, kommt auch hier die Frage
nach Sicherheit auf. War IPv4 ursprünglich nur zum einfachen Datenaus
tausch entwickelt worden, besitzt IPv6 von Anfang an Sicherheitsfunktio
nalitäten, die heutzutage elementar wichtig sind. Im Folgendem sollen
diese näher beschrieben werden.
Sicherheitsfunktionalitäten unter IPv6
IPv6 wurde im Jahre 1994 als Standard verabschiedet. Es hat die Grund
funktionen von IPv4 beibehalten, aber zukunftssichere Neuerungen imple
mentiert, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Um die
grundsätzlichen Vorteile von IPv6 in Bezug auf Sicherheit zu verstehen, ist
es wichtig, das Protokoll näher zu betrachten.
Erhöhter Adressraum im IPv6 Datengrammformat
Prinzipiell besteht ein IPv6-Datengramm aus dem Basis Header gefolgt
von den optionalen Zusatz Headern und den Nutzdaten.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 97
Allgemeine Form eines IPv6-Datengramms
Der Ipv6 Basis Header ist doppelt so groß wie der Ipv4 Header. Der Ipv6
Basis Header enthält weniger Felder als der Ipv4 Header, dafür ist aber
die Adressgröße für die Quell- und Zieladresse von bisher 32 Bit auf nun
mehr 128 Bit erweitert worden.
IPv6 Basis Header
Erweiterungsheader
Die wichtigste Erweiterung bei IPv6 im Vergleich zu IPv4 ist das Konzept
der Erweiterungsheader, um eine effiziente Datenübertragung und eine
Erweiterung des Protokolls zu ermöglichen.
Der Basis Header enthält nur Felder, die unbedingt für die Übermittlung
eines Datengramms notwendig sind. Erfordert die Übertragung weitere
Optionen, so können diese über einen Erweiterungsheader angegeben
werden. IPv6 sieht vor, dass einige Merkmale des Protokolls nur gezielt
benutzt werden. Ein gutes Beispiel ist hier die Fragmentierung von Daten
grammen. Obwohl viele Ipv4 Datengramme nicht fragmentiert werden
müssen, enthält der Ipv4 Header Felder für die Fragmentierung. IPv6 glie
dert die Felder für die Fragmentierung in einen separaten Header aus, der
wirklich nur dann verwendet wird, wenn das Datengramm tatsächlich frag
mentiert werden muss. Dies ist bei IPv6 höchst selten, da hier in der Re
gel mittels Path MTU Discovery (RFC 1981) die maximale Paketgröße via
ICMPv6 ausgehandelt wird. Daher sollte IPv6 Fragmentierung nur genutzt
werden, wenn die Anwendungen nicht ihre Paketgrößen individuell adap
tieren können.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Konzepts der Erweiterungsheader ist
die Erweiterung des Protokolls um neue Funktionen. Es genügt, für das
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 98 Secure Networks™
Feld Next Header einen neuen Typ und ein neues Header Format zu defi
nieren. IPv4 erfordert hierzu eine vollständige Änderung des Headers.
Derzeit sind 6 optionale Erweiterungsheader definiert. Werden mehrere
Erweiterungsheader verwendet, so ist es erforderlich sie in einer festen
Reihenfolge anzugeben.
Header Beschreibung
Zwingend erforderlicher IPv6 Basis
IPv6 Basis Header
Header
Optionen für Teilstrecken
Verschiedene Informationen für Router
(Hop-by-Hop Options Header)
Optionen für Ziele
Zusätzliche Informationen für das Ziel
(Destination Options Header)
Routing Definition einer vollständigen oder teil
(Routing Header) weisen Route
Fragmentierung Verwaltung von Datengrammfragmen
(Fragment Header) ten
Authentifikation
Echtheitsüberprüfung des Senders
(Authentication Header)
Verschlüsselte Sicherheitsdaten
Informationen über den verschlüsselten
(Encapsulating Security Payload Hea
Inhalt
der)
Zusätzliche Informationen für das Ziel
Optionen für Ziele (für Optionen, die nur vom endgültigen
(Destination Options Header) Ziel des Paketes verarbeitet werden
müssen)
Header der höheren Schichten Header der höheren Protokollschichten
(Upper Layer Header) (TCP, UDP, ...)
IPv6 Erweiterungsheader nach RFC 2460, 2402 und 2406
Nach Sicherheitsgesichtspunkten sind zwei Erweiterungsheader inter
essant, die eine Integrität der Daten bereitstellen.
Authentisierung
Mit Hilfe des Authentication Headers ist es möglich, die Echtheit eines Pa
ketes zu überprüfen sowie die Unversehrtheit der Daten während ihrer
Übertragung zu garantieren. Mit Hilfe einer Sequenznummer kann sich der
Empfänger vor Angriffen schützen, die aus einer mehrmaligen Wiederho
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 99
lung des selben Paketes hervorgehen können. Der Authentication Header
(AH) ist dabei identisch mit dem von IPv4 unter der Nutzung von IPSec.
Bei der Anwendung der Authentisierung wird zwischen zwei Verfahren un
terschieden - dem Transportmodus und dem Tunnelmodus.
Verschlüsselte Sicherheitsdaten
Der Encapsulating Security Payload (ESP) Header wird verwendet, um
vertrauliche Daten zu verschlüsseln und ihre Unversehrtheit zu garantie
ren. Außerdem bietet ESP einen wirksamen Schutz vor so genannten
Data-Replay Attacken. Wie auch bei der Authentisierung unterscheidet
man bei der Anwendung der Verschlüsselung zwischen dem Transportmo
dus und dem Tunnelmodus. Die erste Variante wird bei der Kommunikati
on zwischen zwei Rechnern verwendet. Im Normalfall geht man hier davon
aus, dass sich die Rechner nicht kennen bzw. keine gültigen Keys für eine
Verbindung besitzen. Es muss daher von einem Trust Center von beiden
Rechnern ein One Session Key angefordert werden, welcher dann für eine
begrenzte Zeit Gültigkeit hat.
Der IP Header selbst bleibt beim Transportmodus unverschlüsselt, so dass
Hacker Informationen darüber erhalten können, wohin ein Rechner Ver
bindungen aufbaut und wann er wie viele Daten sendet. Zur Verbindung
von zwei Firmennetzen über öffentliche Leitungen bietet sich daher der
Tunnelmodus an. Hier ist nach außen hin nur die Kommunikation der bei
den Router sichtbar; weitere Informationen werden nicht nach außen be
kannt.
Sollte bei der Übertragung der AH Header ausschließlich genutzt werden,
sind IPv6 fähige Firewalls sogar in der Lage, die höheren Schichten im Da
tenpaket zu überprüfen und somit Pakete zu sperren oder frei zu schalten.
ICMPv6
ICMPv6 ist integraler Bestandteil der Ipv6 Protocol Suite. Es wird zum Bei
spiel für die Auto Configuration Funktion innerhalb IPv6 genutzt, bei dem
die Clients automatisch eine IPv6 Adresse beziehen. Auch das Neighbour
Discovery läuft über einen bestimmten Typ innerhalb ICMPv6.
Viele Firewalls filtern jedoch die ICMP Messages; teilweise wird diese Art
des Verkehrs auch komplett geblockt. Unter IPv6 ist es aber wichtig, dass
bestimmte Typen unbedingt zugelassen werden. Daher müssen beim Aus
rollen von IPv6 zwangsläufig die Firewalls mitbetrachtet werden.
Es muss zudem auch sichergestellt werden, dass keine unerlaubten ICMP
Messages vom Zugangspunkt zur Infrastruktur geschickt werden. DHCP-
und DNS-Server sind meistens bekannt und befinden sich im Inneren des
Netzes. Daher können diese Pakettypen auch am Zugangspunkt heraus
gefiltert werden, wie es Enterasys im Rahmen der Secure Networks™ Ar
chitektur macht.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 100 Secure Networks™
IP bleibt IP
Es bleibt festzuhalten, dass sowohl IPv6 als auch IPv4 reine Transportpro
tokolle sind. Attacken, die auf höheren Ebenen, wie Buffer Overflow oder
Angriffe auf WEB Applikationen, sind bei beiden IP Varianten möglich. IKE
aus der IPSec Protokollsuite oder auch IEEE 802.1x sind als weitere Si
cherheitsmechanismen unumgänglich, um zukünftig Attacken wie Flooding
und Man-in-the-Middle zu verhindern oder die Erkennung und Entfernung
von „Rogue Devices“ zu ermöglichen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 101
MPLS
MPLS wurde aus den Technologien von IBM ARIS, Ascend IP Navigator, Ip
silon IP Switching und Cisco TAG Switching in den 90er Jahren entwickelt
und standardisiert. Das erste Ziel dieser Technologien war die Beschleuni
gung des Routing Prozesses (des Forwarding Prozesses, um genau zu
sein) durch die Fokussierung auf das so genannte Label: Dass heißt ein
Router musste nicht mehr den gesamten IP Header lesen, um eine Ent
scheidung zu treffen - nur noch das dem IP Header vorangestellte Label
musste ausgewertet werden. Dies half insbesondere den Service Providern
beim Wachstum ihrer Netze. Durch die neuen Generationen von Hardware
bzw. NPU (Network Processor Unit) -basierten Routern ist dieser Vorteil in
den Hintergrund getreten. Heutzutage stehen andere Funktionen für die
Service Provider (SP) im Vordergrund:
VPN – Virtual Private Networks, um mehrere Kunden auf der glei
●
chen Infrastruktur zu betreiben
TE - Traffic Engineering und Quality of Service (QoS)
●
Eine Reduktion der Route Tabelle für die Core Router Systeme ei
●
nes SPs
Sehr schnelle Umschaltzeiten mit Protection Switching, die im SDH
●
(Synchrone Digitale Hierarchie) Bereich unter 50 ms liegen.
IP Integration in SP Netze
●
Lösung des N² Problems bei voll vermaschten Netzen (mit ATM
●
oder FrameRelay PVC´s in der Vergangenheit)
Unterstützung zukünftiger Technologien mit GMPLS (Generalized
●
MPLS)
Das Thema VPN gliedert sich hierbei in 2 Bereiche:
Network based Layer 3 VPNs, die es dem SP ermöglichen, mehre
●
ren Kunden (ggf. sogar mit den gleichen privaten IP Adressberei
chen) auf der gleichen IP Infrastruktur einen any-to-any Routing
Dienst anzubieten. Die Kunden werden untereinander durch ver
schiedene Labels von einander getrennt transportiert und die Core
Systeme müssen sich nicht um die Routing Tabellen der einzelnen
Kunden kümmern.
Transparente Layer 2 VPNs (Punkt zu Punkt VLL Virtual Leased
●
Line oder auch Punkt zu Mehrpunkt VPLS Virtual Private LAN Ser
vice) bieten den SP´s die Möglichkeit, SDH-like bzw. Ethernet
Dienste auf der gleichen Infrastruktur ihren Kunden anzubieten.
Das Thema TE wiederum bietet Quality of Service Möglichkeiten durch das
dynamische oder statische Routen von VPNs/Labels, nicht nur anhand des
kürzesten Weges, sondern anhand der verfügbaren Bandbreite und weite
ren Parametern wie die Verzögerung oder auch Jitter auf dem Weg (so ge
nannte Constraint Based Routing).
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 102 Secure Networks™
MPLS Bausteine
Die Komponenten von MPLS sind der LER (Label Edge Router) und der
LSR (Label Switch Router) sowie die Gesamtstrecke - der LSP (Label Swit
ched Path).
Label Edge Router: LER
●
Der Ingress LER klassifiziert die eingehenden Pakete und asso
ziiert einen LSP mit ihnen. Das MPLS Label wird hier eingefügt.
Der Egress LER entfernt den MPLS Header und das Label.
Label Switch Router: LSR
●
Der Transit/Core Router, der die Pakete anhand des Labels
weiterleitet und gegebenenfalls das Label austauscht (da die
ses nur zwischen 2 Hops gilt).
Label Switched Path
●
Die Ende zu Ende Strecke, über die Pakete weitergeleitet wer
den. LSP´s können statisch oder dynamisch etabliert werden.
MPLS - Label Switched Path
Die Verteilung der Labels erfolgt über ein zusätzliches LDP (Label Distribu
tion Protokoll).
Im Kontext von BGP MPLS VPNs nach RFC 2547 wird auch von P (Provider,
entspricht LSR) und PE (Provider Edge, entspricht LER) Routern gespro
chen. Die Router auf der Kundenseite werden als CE (Customer Edge)
Router bezeichnet.
Hierbei läuft zwischen allen Routern ein IGP (Interior Gateway Protocol)
wie OSPF oder IS-IS (bevorzugt) bzw. die Protokolle OSPF-TE und IS-IS
TE, wenn constraint based Routing genutzt werden soll (die meisten SP
Netze sind statisch provisioniert in Bezug auf TE und auf Protection Swit
ching). Zwischen den PEs kommt dann iBGP im Full Mesh zum Austausch
der Kundenrouten zum Einsatz. Im PE selbst erfolgt die Zuordnung von
Kunden zu VPNs. Die Kunden werden über VR Virtual Router oder VRF Vir
tual Routing and Forwarding logisch voneinander getrennt und dann den
VPNs zugewiesen. Wenn die Anzahl der PEs zu groß wird, um effektiv
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 103
einen iBGP Mesh zu fahren, werden so genannten Route Reflectors (RR)
eingesetzt, die die Verteilung der Routen an die PEs übernehmen.
MPLS Übersicht
Falls bei einem CE Router mehrere Kunden zusammengefasst werden,
kommt eine lokale Erweiterung auf dem CE Router zum Einsatz: VRF Lite.
Diese bietet die Möglichkeit, die Routen verschiedener Kunden auf einer
Routerinstanz voneinander zu trennen ohne die restlichen MPLS Funktio
nen abbilden zu müssen. Zwischen PE und CE Router kommt dann typi
scherweise 802.1q Tagging oder verschiedene ATM/FR PVCs zum Einsatz.
Eine Zuordnung anhand der IP Adressen am PE ist auch möglich (dies
schließt dann aber überlappende IP Adressbereiche aus). In den einzelnen
VLANs (Virtual LANs nach IEEE 802.1q und auch damit Routing Peers zwi
schen PE und CE) werden dann pro Kunde die Routen (mit verschiedenen
Routingprotokollen) übertragen.
Anwendung von MPLS in LANs
MPLS hat seinen Ursprung in großen Routernetzen von SPs. Dort sind die
Vorteile klar ersichtlich. Auch ist es heute gängig, dass ein Unternehmen
sein WAN Netzwerk durch eine MPLS Lösung eines SPs abbilden lässt. Da
her kommt oft die Diskussion zutage, ob nicht auch MPLS in der LAN
Infrastruktur der Unternehmen Sinn macht. Zuvor sollte man sich noch
mals bewusst machen, dass die Einführung von MPLS typischerweise mit
teurer Hardware und auch mit einer Reihe von für Unternehmen eher un
typischen und unbekannten Protokollen einhergeht. Zu nennen sind hier
die TE Erweiterungen der Protokolle OSPF und IS-IS - IS-IS an sich als
Routingprotokoll - iBGP und auch die Label Distribution Protokolle wie z.B.
RVSP-TE. Dass heißt der Betrieb eines MPLS Netzes ist mit mehr Kosten
verbunden als ein standardisiertes LAN Netzwerk mit OSPF als Routing
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 104 Secure Networks™
protokoll und VLAN Technik. Hierzu eine Analyse der vermeintlichen Vor
teile:
VPN – Virtual Private Network
●
Wenn ein Unternehmen VPNs intern für verschiedene Abteilun
gen oder Unternehmensbeteiligungen anbieten muss, eignet
sich typischerweise die VLAN Technologie bzw. die zuvor er
wähnte VRF Lite Funktion. Der Konfigurationsaufwand ist hier
bei geringer als bei einer PE Konfiguration für MPLS. Falls der
LAN Router Core dabei aus wenigen Routern (<10, ohne die
„PE“ Router selbst) und Hops (<5) besteht, ist diese Technik
einem vollen MPLS Rollout vorzuziehen
TE - Traffic Engineering und QoS
●
Quality of Service auf den einzelnen Verbindungen muss auch
im LAN durch die bekannten Mechanismen wie Queuing, Rate
Limiting und Buffer Management sowie Traffic Marking erreicht
werden. Loadsharing geschieht meist durch OSPF ECMP Equal
Cost Multipath, da heute im LAN gleichartige 1 oder 10 Gbit/s
Ethernet Verbindungen im Core zum Standard gehören
Die weitreichenden Traffic Engineering Optionen machen nur
bei sehr vielen Router Hops (>5) Sinn
Eine Reduktion der Route Tables für die Core Router Systeme ei
●
nes Service Providers
Dies spielt für Unternehmensnetze typischerweise keine Rolle
Sehr schnelle Umschaltzeiten mit Protection Switching, die im SDH
●
(Synchrone Digitale Hierarchie) Bereich unter 50 ms liegen
Mit den LAN Technologien IEEE 802.1w RSTP und IEEE
802.3ad LACP sind Umschaltzeiten im unteren Hundert-ms-
Bereich möglich. Der Aufwand, noch tiefer zu kommen, ist hier
nicht berechtigt
IP Integration in SP Netze
●
In Unternehmen findet man heute ausschließlich IP
Lösung des N² Problems bei voll vermaschten Netzen
●
dies spielt bei LANs keine Rolle
Unterstützung zukünftiger Technologien mit GMPLS (Generic
●
MPLS)
dies spielt bei LANs keine Rolle
MPLS ist die richtige Technologie für große WAN Netze und Service Provi
der. Hier führt kein Weg daran vorbei. Für größere LAN Campus Netze
sind jedoch der Aufwand und die Kosten für den Betrieb nicht gerechtfer
tigt. Hier ist mit bestehenden Technologien wie IEEE 802.1q und VRF Lite
ein optimales Kosten/Nutzen-Verhältnis zu erzielen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Secure Networks™ Seite 105
Für Metro Netze zeichnet sich ein neuer Trend zu einfacheren Technologi
en als MPLS ab – IEEE 802.1ad Provider Bridge Network und IEEE 802.1ah
Provider Backbone Bridge Network stellen einfache Layer 2 Dienste für
den Metro SP Markt zur Verfügung. Diese Techniken sind eher geeignet,
einfache Virtualisierungsdienste zur Verfügung zu stellen. Die Technik ist
jedoch noch am Anfang (und teilweise noch im Draft Status) und somit
mit Vorsicht zu genießen, was eine Implementierung angeht.
Simple Network Management Protocol
Simple Network Management Protocol (SNMP) ist das Standard Protokoll,
welches von Netzwerk Management Systemen verwendet wird, um mit
entfernten Netzwerkkomponenten zu kommunizieren. Es wird dazu ver
wendet, deren Konfiguration und Leistungsinformationen auszulesen. Die
erste Version dieses Protokolls, SNMPv1, wurde 1988 veröffentlicht und
lieferte fortgeschrittene Möglichkeiten zum entfernten Netzwerk Manage
ment. Es wird heute noch von den meisten der konkurrierenden Netzwerk
Management Systemen auf dem Markt verwendet.
Da SNMPv1 ursprünglich entwickelt wurde, um die Ressourcen der Rech
ner zu schonen, verwendete es einen minderwertigen Authentifizierungs
mechanismus zur Sicherung der Kommunikation. Dieser bestand aus ei
nem einfachen Klartextpasswort, dem Community String. Daher wurden
und werden vielerorts immer noch IP adressbasierte Accesslisten als Zu
griffsbeschränkung für SNMPv1 verwendet, was in Anbetracht der Tatsa
che, dass SNMP auf dem verbindungslosen UDP-Protokoll aufbaut, natür
lich auch wieder eine Sicherheitslücke ist. Das liegt daran, dass die Absen
deradresse des IP Pakets nicht stimmen muss, da kein Handshake zum
Aufbau einer Verbindung benötigt wird.
Mit SNMPv2 wurden einige neue Methoden für das Protokoll bereitgestellt.
Es gab auch mehrere Ansätze, um die Sicherheitsproblematik in den Griff
zu bekommen. Davon hat sich jedoch keiner wirklich durchgesetzt.
Mit der Weiterentwicklung der Netzwerke wurde die sichere Kommunikati
on zwischen Managementstation und Netzwerkkomponenten immer wich
tiger. Die aktuellste Version des Protokolls, SNMPv3, erhöhte die Sicher
heit der Kommunikation durch Authentifizerung, Verschlüsselung und Zu
griffskontrolle. SNMPv3 (RFC 2571-2575) definiert verschiedene Security-
Modelle. Die nutzerbasierte Zugriffskontrolle wird durch die Definition von
Views (View Based Access Control Model (VACM)) ergänzt. Die Nutzer er
halten dadurch nur Zugriff auf Teilbereiche der MIB.
Enterasys Networks unterstützt SNMPv3 in fast allen Geräten. Selbstver
ständlich wird es auch von allen Komponenten der NetSight® Suite unter
stützt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 106 Produktportfolio
Produktportfolio
Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick über das breite Produktportfolio
von Enterasys Networks. Die Produkte gliedern sich in drei Familien, die
unterschiedliche Bereiche abdecken:
Produktportfolio
• Advanced Security Applications
Dieser Bereich umfasst die Dragon® Security Suite bestehend aus
DSCC (SIEM+NBAD) und IDP sowie die Enterasys Network Access
Control Lösung.
• Centralized Visibility and Control
Die NetSight® Netzwerk Management Lösung.
• Security Enabled Infrastructure
Hier sind die klassischen Connectivity Hardware Komponenten wie
Switche, Router, Wireless und WAN Router enthalten.
Jedes Produkt wird zunächst kurz, bei neueren Produkten auch ausführli
cher beschrieben. Es folgt eine Liste der verfügbaren Komponenten mit
Abbildungen und den zugehörigen Produktnummern. Im Anschluss folgen
die technischen Eigenschaften der Produkte wie unterstützte Funktionali
täten, Kapazitäten, Spezifikationen und unterstützte RFC- und IEEE-Stan
dards.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 107
Advanced Security Applications
Enterasys Networks entwickelt die sicherheitsrelevanten Merkmale seiner
Netzwerkkomponenten ständig weiter und bietet gleichzeitig dedizierte
Sicherheitsprodukte wie die Dragon® Security Suite und Enterasys Net
work Access Control. Das Secure Networks™ Konzept sichert alle Teile des
Unternehmensnetzwerks mit Intrusion und Network Defense sowie Net
work Access Control Lösungen. Im Gegensatz zu anderen industriellen
Sicherheitsmodellen schützt Secure Networks™ die gesamte Netzwerkin
frastruktur.
Dragon® Security Suite und Enterasys NAC
Die Enterasys NAC Lösung ermöglicht eine umfassende Zugangskontrolle
im Netzwerk, unabhängig von der eingesetzten Topologie.
Die Dragon® Security Suite ermöglicht mit der Dragon ® Security Command
Console (DSCC) ein Umbrella Security Information und Event Manage
ment, welches mit einer verhaltensbasierten Netzwerkanomalieanalyse
(NBAD) in einem Produkt kombiniert wird. Dies ermöglicht die Auswertung
aller Verkehrsströme im Netzwerk. Erkannte Anomalien werden mit Events
aus bestehenden Systemen wie Firewalls, Proxys, Domänencontrollern,
etc. korreliert. Über externe Schnittstellen, wie Enterasys NAC, wird ein
reaktiver Eingriff ins Netzwerk, wie die Quarantäne eines auffälligen Sys
tems, möglich.
Das Dragon® Intrusion Detection und Prevention System sichert zusätzlich
das Netzwerk mit den oben erläuterten IDS/IPS Methoden ab und kann
die gewonnenen Informationen der DSCC zur weiteren Korrelation zur
Verfügung stellen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 108 Produktportfolio
Dragon® Security Command Console
Die Dragon® Security Command Console (DSCC) ermöglicht eine zentrale
Übersicht über alle Ereignisse und Flows und ist die zentrale Schlüssel
komponente, bei der alle Meldungen zusammenlaufen.
Zentrales Event- und Flow-Management mit der DSCC
In der DSCC erfolgt eine Normalisierung von Eventdaten, eine Eventkor
relation über Produktgruppen hinweg sowie die Event Priorisierung/Roll-
Up. False Positives können durch diese umfassende Korrelation besser er
kannt werden. Durch die vordefinierten Importfilter für die meisten Event
formate ist eine einfache Darstellung des Security Status möglich.
Mandantenfähige Übersicht mit dem DSCC-Dashboard
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 109
Einen Überblick der momentan unterstützen Ereignisquellen, Flowtypen
sowie Vulnerability Scanner finden Sie unter:
http://www.enterasys.com/products/advanced-security-apps/DSCC_Supported_Devices.aspx
Reporting
Die DSCC ermöglicht ein einfaches Zusammenstellen eigener Reports mit
dem Report Wizard. Damit ist das Erstellen von Executive Level Reports
genauso einfach wie die Erstellung technischer Reports für den laufenden
Betrieb.
DSCC Reports
Selbstverständlich sind die Reports in offenen Formaten, unter anderem
XML, HTML, PDF und CSV exportierbar.
DSCC und Distributed IPS
Im Zusammenspiel mit dem NetSight® Automated Security Manager kann
direkt auf Vorfälle im Netzwerk reagiert werden. So können betroffene
Systeme mit einer Quarantäne belegt werden.
DIR mit NetSight® ASM und DSCC
Assetmanagement
Über die Integration von Vulnerability Scannern wie z.B. Qualys und die
Einbindung von Authentisierungslogs oder NAC Events können Kontextda
ten zu den Systemen im Netzwerk gesammelt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 110 Produktportfolio
Kontextinformationen im Assetmanager
Damit werden die relevanten Daten zu einem Angreifer oder einem ange
griffenen System auf einen Blick sichtbar.
NBAD - verhaltensbasierte Netzwerkanomalieerkennung
Hier wird das normale Verhalten eines Netzwerks analysiert. Durch statis
tische Methoden werden dann Anomalien erkannt, indem nach bekannten
Signaturen wie Portscans oder plötzlichen Veränderungen und Abweichun
gen vom bisherigen Verhalten gesucht wird. Dazu kann ein kurzfristiger
Anstieg der Bandbreite oder der Anzahl der Verbindungen zählen oder bis
her nicht beobachtete Verbindungen. Damit können insbesondere Day
Zero Attacken erkannt werden.
Verarbeitung von Flows und Applikationserkennung mit QFlow
Um das Verhalten des Netzwerks zu untersuchen, werden die Flow Infor
mationen der Netzwerkkomponenten ausgewertet. Damit ist eine genaue
Analyse des Netzwerkverkehrs von Layer 2-4 (je nach Quelle –
NetFlow/SFlow/JFlow) möglich. Weiterhin können dedizierte Flow Senso
ren eingesetzt werden, die eine Analyse bis auf Layer 7 sowie das Mit
schneiden von bis zu 64 Byte jeden Flows ermöglichen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 111
DSCC – Appliances
Die Einstiegsappliance ist die DSIMBA7-SE. Sie ermöglicht alle Funktiona
litäten der DSCC in einem Gerät zu nutzen, inklusive eines Qflow Sensors
mit 250 Mbps Kapazität. Die nächstgrößere Appliance unterstützt 750 Ge
räte mit 2500 Events/Sek und 100k Flows in der Minute. Mit den Upgrades
DSPLUS7-UP und DSIMBA7-DEV kann die Leistung erhöht werden. Mit
dem Upgrade DSPLUS7-UP kann die Appliance auf insgesamt 5000
Events/Sek und 200k Flows aufgerüstet werden. Für jedes Gerät, welches
über 750 hinausgeht, muss eine DSIMBA7-DEV Lizenz erworben werden.
DSIMBA7-LU
Events/Sek Flows/Min Devices
DSIMBA7-SE 1000 25k 750
+1500
DSSES7-UP
(2500 total)
(für DSIMBA7-SE)
DSIMBA7-LU 2500 100k 750
+2500 +100k -
DSPLUS7-UP
(5000 total) (200k total)
(für DSIMBA7-LU)
DSIMBA7-DEV +1
DSCC – Event Appliance
Diese Appliance ermöglicht es, hohe Ereignisraten zu verarbeiten. Das Ba
sismodel unterstützt 5.000 Events/Sek und kann bis auf 10.000
Events/Sek erweitert werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 112 Produktportfolio
Events/Sek
5000
DSIMBA7-EVP
DSEVPS7-UP +2500
(7500 total)
+2500
DSEVPS7-UP
(10000 total)
DSCC – Flowappliance
Bei hohem Flowaufkommen kommt diese Appliance zum Einsatz. Sie ver
arbeitet in der Basisvariante 200k Flows/Min und kann bis auf 600k Flows/
Min aufgerüstet werden.
Flows/Min
DSIMBA7-FAP 200k
+200k
DSFAPS7-UP
(400k total)
DSFAPS7-UP +200k
(600k total)
DSCC - Behavioral Flow Appliances
Ist es nicht möglich aus der Netzwerkinfrastruktur Flowdaten zu erzeugen
oder sollen Layer 7 Daten zusätzlich extrahiert werden, so können die
QFlow Appliances ähnlich einem IDS aus gespiegeltem Datenverkehr die
benötigten Flowdaten erzeugen. Ein großer Vorteil ist hier, dass durch die
Layer 7 Analyse eine genaue Zuordnung der Applikationen möglich wird.
NBAD Qflow Sensor
Dragon® Behavioral Flow Sensor GE250-SX
DSNBA7-GE250-SX
Dragon® Behavioral Flow Sensor GE250-TX
DSNBA7-GE250-TX
Dragon® Behavioral Flow Appliance GIG-SX
DSNBA7-GIG-SX
Dragon® Behavioral Flow Appliance GIG-TX
DSNBA7-GIG-TX
Mehr Informationen dazu unter:
http://www.enterasys.com/products/ids/DSIMBA7/
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 113
Dragon® Intrusion Defense
Die Dragon® Intrusion Defense deckt die klassische Intrusion Detection
und Prevention Lösung ab. Dabei kommen Network und Host Intrusion
Detection und Prevention Systeme zum Einsatz. Alle Komponenten der In
trusion Defense können über eine einheitliche Oberfläche, den Enterprise
Management Server, verwaltet und konfiguriert werden.
Mit Dragon® Version 7.3 wurde die Reporting Oberfläche komplett überar
beitet. Hier steht ein modernes Interface mit vordefinierten Reports zur
Verfügung.
Dragon® 7.3 Reporting Interface
Auf der Appliance Seite wird nun einheitlich auf Dell als Basissystem ge
setzt, so dass im gesamten Security Portfolio ein einheitliches Hardware
Management möglich ist.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 114 Produktportfolio
Enterprise Management Server
Der Enterprise Management Server (EMS) besteht aus einer Vielzahl von
Komponenten. Die Policy Management Tools unterstützen eine einfache,
zentrale und unternehmensweite Verwaltung und Überwachung der Dra
gon® Intrusion Defense Komponenten. Das Alarmtool bietet eine zentrale
Alarm- und Benachrichtigungsverwaltung. Die Security Information Mana
gement Anwendungen ermöglichen das zentrale Überwachen, Analysieren
und Erstellen von Reports für alle Security Ereignisse mit einer Realtime,
Trending und Forensics Konsole.
Dragon® EMS Frontend
Der Enterprise Management Server ist die Grundlage jeder Dragon® Intru
sion Defense Installation und wird zur Konfiguration und Verwaltung benö
tigt. Der Server ist als eigenständige Appliance, als Software zur Installati
on auf eigener Hardware sowie als integrierte Appliance
(EMS+NIDS+HIDS) verfügbar. Die EMS Client Software ist für die Be
triebssysteme Windows, Solaris und Linux verfügbar unter
http://dragon.enterasys.com
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 115
Dragon® IDS Komponenten
Eine Dragon® Installation setzt sich aus einem EMS sowie Network und
Host Sensoren zusammen. Dabei stehen EMS und Netzwerksensor als Ap
pliance oder reine Software zur Verfügung. Für kleine Installationen gibt
es hier auch eine Integrated Appliance, welche in einem Gerät EMS und
Netzwerksensor Funktionalität ermöglicht. Alle Appliances sind in einer
Hardware-only Variante erhältlich, in der Preisliste an der Endung „H“ in
der Produktnummer erkennbar.
Dragon® Appliance
Die Produktnummern für die EMS Appliances beginnen in der Preisliste mit
DEMA-xx, die letzten beiden Stellen stehen für die Anzahl der verwalteten
Systeme. Dabei ist zu beachten, dass jede verwaltete Appliance als ein
System zählt – eine EMS Appliance und ein Netzwerksensor zählen z.B. als
2 Systeme.
Größe Anzahl verwalteter Systeme
SE 2 (nur als Software, nicht als Ap
pliance verfügbar)
ME 25
LE 100
U unbegrenzt
Die Dragon® Enterprise Management Server Appliances beinhalten die
Hardware (unabhängig von der Lizenz), die vorinstallierte Dragon® EMS
Software sowie die EMS Lizenz. Als neue Hardwarebasis wird hier seit An
fang des Jahres auf Dell Appliances gesetzt. Diese tauchen in der Preisliste
nun als DEMA-ME statt DSEMA7-ME auf. Der Upgrade auf die nächsthöhe
re Lizenz ist in der Preisliste mit DSEMA7-XL-UG gekennzeichnet, M/L ste
hen hier für den jeweiligen Upgrade Schritt (ME-LE, LE->U). Beim Einsatz
der reinen Softwarelösung ist auch eine SE-Lizenz erhältlich – die Produkt
nummern beginnen hier mit DSEMS7-XX, die Upgrades entsprechend mit
DSEMS7-XX-UG.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 116 Produktportfolio
Netzwerk Sensor
Der Netzwerk Sensor stellt das klassische NIDS dar. NIDS (Network Intru
sion Detection Systeme) haben die Aufgabe Datenpakete innerhalb des
Netzwerks zu untersuchen. Sie arbeiten wie oben bei Intrusion Detection
Systeme beschrieben. Durch die Einführung der Host Intrusion Detection
Systeme hat sich der Begriff NIDS für diese \"ursprünglichen\" Intrusion De
tection Systeme herausgebildet.
Der Network Sensor ist als Appliance sowie als Software verfügbar. Für die
Matrix® N-Serie gibt es einen integrierten Security Prozessor mit Network
Sensor, der direkt in die Hardware integriert werden kann. Eine hochver
fügbare Network Sensor Lösung wird im Moment in Kooperation mit
Crossbeam Systems realisiert.
Die Artikelnummern für die Appliances beginnen mit DNSA-<Bandbreite>-
<HW>, wobei die Bandbreiten unten erläutert werden, die HW entspricht
entweder SX-Glas, oder TX-Kupfer.
Die Software Artikelnummern beginnen mit DSNSS7-<Bandbreite>.
Lizenz Durchsatz
E 10 Mbit/s, (nur als Software verfügbar)
FE 100 Mbit/s
GE250 250 Mbit/s
GE500 500 Mbit/s
GIG 1 Gbit/s
3GIG 3 Gbit/s, 10Gigabit Interface (appliance)
10GIG 10 Gbit/s
Als Einstiegsprodukt ist eine integrierte Netzwerk Sensor/Server Appliance
verfügbar, die beide Funktionalitäten in einem Gerät vereint – unter DSI
SA7-(S/T)X verfügbar.
Matrix N-Series Dragon® Security Processor (IDS)
Mit dem Dragon® Security Processor kann das Dragon® NIDS direkt in den
NEM-Slot einer Matrix® N-Serie integriert werden (7S-DSNSA7-01/NPS).
Eine genauere Beschreibung findet sich auch weiter oben bei der Übersicht
zur Matrix® N-Serie.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 117
Dragon® Intrusion Prevention und Detection
Die IDP Appliances beinhalten die Hardware, die NIPS Lizenz sowie eine
HIDS Lizenz (für dieses System). Die Appliances sind außerdem mit Fail
Safe Open NICs ausgerüstet, dass heißt bei einem Stromausfall kann das
IPS so konfiguriert werden, dass der Datenverkehr durchgeschleift wird.
Die Artikelnummern beginnen mit DSIPA7-<Bandbreite>-(S/T)X; als
Bandbreiten sind im Moment 100,250,500 und 1000 Megabit/s verfügbar.
Der Einsatz in einer Crossbeam Lösung ist mit der Artikelnummer DSIPS7-
GIG-CXB möglich.
Dragon® IDS to IPS Upgrade
Die Dragon® IDS Appliances können auf IPS aufgerüstet werden. Dafür ist
eine neue, zusätzliche Lizenz sowie für die Fail-Open Funktionalität eine
andere Netzwerkkarte notwendig. Die Artikelnummern beginnen mit
DSIPS7-<Bandbreite>-(S/T)X.
Host Sensor und Web Server Intrusion Prevention
Der Host Sensor ist ein hostbasiertes Intrusion Prevention Werkzeug, das
Web Attacken abwehren kann und die heute gängigen Betriebssysteme in
Echtzeit auf Missbrauch und verdächtige Aktivitäten überwachen kann.
Host Sensoren in Form von Host Intrusion Detection Systeme (HIDS) ver
fügen in den meisten Fällen über Komponenten, die Systemprotokolle un
tersuchen und Benutzerprozesse überwachen. Fortschrittliche Systeme
bieten auch die Möglichkeit Viren und Trojanercodes zu erkennen. Das
Enterasys HIDS zeichnete sich dadurch aus, dass es den bekannten NIM
DA-Virus bereits bei seiner Verbreitung im September 2001 erkannte ohne
ein Update der Signaturdatenbank durchführen zu müssen. HIDS sind
agentenbasiert, dass heißt es sollte auf jedem zu schützenden Server/PC
oder auch auf Firewalls separat installiert werden. Zu beachten ist, dass
die IDS Lösung auch das entsprechende Betriebssystem bzw. Firewall Sys
tem unterstützen muss.
Der Host Sensor kann auch auf einem dedizierten Analysesystem dazu
dienen Logs von kommerziellen Firewalls, Routern, Switchen und anderen
IDS Geräten auszuwerten. Die Korrelation der Meldungen solcher Kompo
nenten ist ein weiterer wichtiger Baustein der EIP (DIRS).
Dragon® Host Sensor Software
Beinhaltet die Host Sensor Software Lizenz. Die Software ist für die Be
triebssysteme Windows, Linux, Solaris, HPUX und AIX auf https://dra
gon.enterasys.com verfügbar. Die Host Sensoren stehen unter der Artikel
nummer DSHSS7-(1/25/100/500)-LIC zur Verfügung; die Zahl gibt dabei
die verfügbaren Lizenzen an. Zusätzlich steht eine WebIPS Lizenz als Add-
on für den Hostsensor unter DSHSS7-WebIPS zur Verfügung.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 118 Produktportfolio
Implementierungsmöglichkeiten von IDS im Netz
In heutigen, geswitchten Umgebungen ist ein IDS erst nach sorgfältiger
Überlegung zu platzieren. Strategische Knotenpunkte (Internetzugang,
Partnerzugänge, Serverfarmen, Domaincontroller, Personalabteilung, etc.)
sollten von einem IDS abgedeckt werden. Mögliche Angreifer werden auf
der Suche nach einem lohnenden Ziel von den Sensoren frühzeitig er
kannt.
Dragon® IDS Lizenzierung
Die Lizenzverwaltung für das Dragon® IDS/IPS erfolgt über das Dra
gon®Portal unter https://dragon.enterasys.com. Dort kann ein Account an
gelegt werden über den auch Testlizenzen erstellt werden können. Des
Weiteren werden die nach dem Kauf eines Dragon ® Produkts erhaltenen Li
zenznummern in diesem Portal aktiviert und an die Hostnamen der jewei
ligen Systeme gebunden. In Zukunft wird dieses Portal voraussichtlich im
Extranet zentral mit eingebunden. Des Weiteren wird mit Dragon® 7.3
auch die Macrovision Lizenzierung für das Dragon ® IDS Produkt verwen
det.
Dabei werden auf Seiten des EMS die Anzahl der verwalteten Systeme, so
wie für die Sensoren, deren Funktion und Durchsatz lizenziert. Für den
EMS sind die Varianten SE-2, ME-25, LE-100, U-Unlimited verfügbar – 2
bedeutet hier die Verwaltung zweier Systeme, wird also der EMS für das
Reporting verwendet, zählt er hier auch als verwaltetes Gerät. Somit kann
nur EMS und ein Netzwerk Sensor verwaltet werden. Zu beachten ist, dass
die genutzten Funktionen auf einem Gerät hier nicht zählen, dass heißt für
den EMS zählt ein System, welches IDS, IPS und Host Sensor betreibt als
ein System.
Auf Seiten der Sensoren sind die Funktionalitäten IDS, IPS , Host IDS und
WebIPS verfügbar. Bei IDS bzw. IPS wird außerdem die verfügbare Band
breite über die Lizenz freigeschaltet. Die Funktionen werden jeweils an
einen Hostnamen gebunden.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.enterasys.com/products/ids.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 119
Network Access Control
Mit Enterasys Network Access Control kann in allen Netzwerken ein wirk
samer Schutz des Netzwerkzugangs gewährleistet werden – unabhängig
von dem gewählten Policy Enforcment Point Typ (Out-of-Band, Inband,
etc). Für bestehende Enterasys Kunden werden die Secure Networks™
Features der bestehenden Komponenten durch die Out-of-Band Lösung zu
einer vollständigen NAC Lösung aufgewertet. Dies ist natürlich auch in ei
nem Drittherstellernetzwerk möglich, sofern die verwendeten Komponen
ten Authentisierung (möglichst standardnah – IEEE 802.1x) sowie Authori
sierung (RFC 3580) unterstützen.
Out-of-Band NAC Inband NAC
In heterogenen, älteren Netzwerken kann die Inline Lösung verwendet
werden, um diesen Netzabschnitt auf einen Schlag abzusichern. Auch zur
Absicherung einer Wireless Switching Lösung oder der VPN User kann die
Inband Lösung eingesetzt werden, um für alle Zugänge eine einheitliche,
nahtlose Zugangskontrolle zu gewährleisten.
Mit der Einführung der Inband NAC Lösung wurde gleichzeitig ein Augen
merk auf die Unterstützung vieler neuer und innovativer Features gelegt.
So ist das im Lösungsportfolio beschriebene RADIUS und Kerberos
Snooping in die Lösung integriert und ermöglicht somit an zentraler Stelle,
z.B. im Distribution Layer, die Einführung von benutzerbezogener Authen
tisierung und Authorisierung ohne die Hürde eines kompletten 802.1x Rol
louts.
Des Weiteren wurde die Remediation Lösung über ein Captive Web Portal
weiter ausgebaut, so dass nun zusätzliche Merkmale wie die oben be
schriebene MAC Registration nutzbar sind.
Das Assessment wurde sowohl in einer agentenbasierten sowie -losen
Version von Enterasys in die NAC Lösung integriert, dass heißt ein Assess
ment ist auch ohne zusätzlichen Assessment Server möglich. Selbstver
ständlich ist die Ankopplung externer Assessment Dienste möglich. Dafür
wurde eine komplett offene Assessment API geschaffen.
Die gesamte Enterasys NAC Lösung wird über die selbe Oberfläche, den
NetSight® NAC Manager verwaltet. Dieser ist Bestandteil der NetSight®
Suite und dient der zentralen Verwaltung aller NAC Gateways und NAC
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 120 Produktportfolio
Controller. Der NAC Manager ist auch zentrale Sammelstelle für alle Infor
mationen bezüglich neuer Endsysteme und dedizierter Endsystemkonfigu
rationen. Im Betrieb liegt die gesamte Konfiguration dezentral auf den je
weiligen NAC Gateways und Controllern, der NAC Manager wird nur für
Konfigurationsänderungen und Reporting Funktionalitäten benötigt.
NAC Manager Oberfläche
und Konfiguration
Im NAC Manager werden außerdem die Authentisierungsparameter vorge
geben. So kann bestimmt werden, ob die Authentisierungsanfragen für
MAC Authentisierung lokal beantwortet werden oder an den zentralen
RADIUS Server weitergeleitet werden. Weiterhin wird die Assessment
Konfiguration festgelegt, dass heißt welche Überprüfung für die jeweiligen
Endsysteme vorgenommen werden.
Die bei der Authentisierung gewonnenen Informationen werden auf dem
NAC Manager in einer zentralen, offenen SQL Datenbank abgelegt und
stehen somit über eine Standardschnittstelle zur Verfügung.
Da hier für alle Endsysteme die Daten bei der Anmeldung hinterlegt wer
den, kann somit jeder Benutzer im Netzwerk in Sekundenbruchteilen loka
lisiert werden. Diese Informationen dienen dem NetSight® Console Com
pass sowie dem Automated Security Manager zum Suchen und können
auch zur Realisierung einer E911 Notrufortung verwendet werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 121
Die NAC Controller kommen bei der Inband Lösung zum Einsatz und wer
den in den Datenpfad eingeschleift. Sie stehen im Moment in zwei Varian
ten – Kupfer und Glas – zur Verfügung.
2S4082-25-SYS 7S4280-19-SYS
2xSFP, 24x10/100/1000Tx 20xSFP
Beide NAC Controller Varianten unterstützen bis zu 2000 Benutzer und
können im Layer 2 oder Layer 3 Modus betrieben werden je nachdem, ob
sie z.B. vor einem VPN Gateway oder im Distribution Layer eingesetzt
werden. Die Controller können über einen eigenen Out-of-Band Port ver
waltet werden oder zusammen mit dem Nutzdatenverkehr Inband.
Die Assessment Funktionalität ist bei den NAC Controllern direkt inte
griert, dass heißt diese können direkt für das Enterasys onboard Assess
ment genutzt werden.
Für die switchbasierte Out-of-Band Lösung wird das NAC Gateway einge
setzt. Damit können sowohl Enterasys auch als Drittherstellerkomponen
ten in der NAC Lösung eingesetzt werden. Das NAC Gateway dient dabei
aus Sicht des Switches als Authentisierungsbroker, dass heißt es leitet die
Authentisierungsanfragen gegebenenfalls an einen RADIUS Server weiter
oder beantwortet sie selbst.
NAC Gateway
Des Weiteren ist es natürlich in der Lage die angeführten Zusatzfunktiona
litäten abzubilden. Das NAC Gateway wird in unterschiedlichen Varianten
angeboten, die sich vor allem an der Zahl der unterstützten, gleichzeitig
authentisierten Benutzer orientiert.
End Users
NAC Gateway
Supported
SNS-TAG-LPA 2000
SNS-TAG-HPA 3000
SNS-TAG-ITA (onboard Assessment Supported) 3000
Matrix® N-Series DFE
2000
Daughter Card (7S-NSTAG-01/NPS)
Zusätzlich ist zu beachten, dass im Moment nur das SNS-TAG-ITA per Li
zenz auf das Enterasys onboard Assessment aufgerüstet werden kann.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 122 Produktportfolio
Assessment
Die Enterasys NAC Lösung erlaubt die zentrale Konfiguration des Endsys
tem Assessments über den NAC Manager. Hierbei ist zu beachten, dass im
Moment nur die NAC Controller sowie das NAC Gateway SNS-TAG-ITA in
der Lage sind diese Assessment Funktionalität onboard zur Verfügung zu
stellen. Für die anderen Gateways oder den Einsatz der offenen Assess
ment API ist ein eigener Assessment Server zu betreiben.
Agentbased Assessment Agentless Asessment
Zum Freischalten der Assessment Funktionalitäten in der Enterasys NAC
Lösung wird zusätzlich eine NAC-ASSESS-LIC pro Appliance benötigt.
Die Liste der verfügbaren Assessment Dienste wird ständig erweitert, ins
besondere Microsoft NAP wird hier auch verfügbar sein.
Durch eine Kombination der Secure Networks™ Distributed IPS Funktiona
lität und Enterasys NAC kann Endsystemen der Zugang zum Netzwerk
dauerhaft verwehrt werden. Damit ist ein – nach Gartner unverzichtbarer
Bestandteil von NAC möglich – ein kombiniertes Pre- und Post-Connect
Assessment der Endsysteme.
Damit ist auch eine der letzten Lücken geschlossen. Schließlich war es ei
nem infizierten Endnutzer bis jetzt möglich nach der Aktivierung der Qua
rantäne durch den ASM einfach auf einen anderen Port zu wechseln. Durch
die Integration des ASM mit dem NAC Manager wird die MAC Adresse des
Endsystems jetzt bei auffälligem Verhalten in eine Blacklist aufgenommen,
so dass dem Endsystem bei erneuter Authentisierung direkt der Zugang
zum Netzwerk verwehrt wird.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 123
Centralized Visibility and Control
Mit der NetSight® Enterprise Management Suite bietet Enterasys Networks
Centralized Visibility and Control an, die es ermöglicht, Netzwerke effizient
zu administrieren. Dies trägt wesentlich zur Senkung der Betriebskosten
bei. Selbstverständlich sind alle NetSight® Management Komponenten dar
auf abgestimmt, eine Secure Networks™ Lösung optimal zu unterstützen.
Besondere Bedeutung kommt hier dem NetSight® Policy Manager und dem
NetSight® Automated Security Manager zu, da diese Tools speziell für das
autonome Management von Secure Networks™entwickelt wurden.
NetSight® – Zentrale Weboberfläche
Enterasys Networks liefert Ihnen eine durchdachte Management Lösung,
mit der Sie die von Ihnen benötigten Komponenten als Plug-In zu Ihrem
zentralen Management hinzufügen können. Mit NetSight® Version 3 wur
den alle Komponenten in einer Oberfläche bereitgestellt und können über
eine zentrale Weboberfläche aufgerufen werden. Eine Installation unter
schiedlicher Client Plug-ins oder deren Aktualisierung entfällt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 124 Produktportfolio
NetSight® Console
Zentrales Management zum Konfigurieren, Überwachen und
•
Troubleshooten des gesamten Netzwerks
Client Server Architektur
•
Verteiltes Management
•
Basis für das Management der Secure Networks™ Lösungen, hierzu
•
existieren verschiedene Plug-In Anwendungen
Einheitliches Management und Überwachung der Wireless Infra
•
struktur mit dem Wireless Manager
NetSight® Policy Manager
Zentrales Management zur Administration der rollenbasierten
•
Secure Networks™ Policys
Support für Quality of Service Administration
•
NetSight® NAC Manager
Konfiguration von Enterasys Network Access Control
•
NetSight® Automated Security Manager
Management Lösung zum dynamischen Schutz vor Gefahren wie Vi
•
ren und Attacken
Kombiniert die Elemente von Enterprise Network Management und
•
Intrusion Defense
Aktiviert automatisiert Policys auf den Netzwerkkomponenten sobald
•
eine Gefahr erkannt wurde
Netzwerkweite Firmwareupgrades sofort oder zu einem bestimmten
•
Zeitpunkt
NetSight® Inventory Manager
Auf einen Klick Hardware, Software und Konfigurationen aller Gerä
•
te sichern und verwalten
Überwachung und Archivierung der Konfigurationen Ihres Netzes
•
NetSight® Policy Control Console
Einfache Kontrolle der Zugriffsrechte für Endnutzer, z.B. zur geziel
•
ten Freigabe von Ressourcen in Seminarräumen
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 125
NetSight® Console
Die NetSight® Console ist das Herzstück der NetSight® Enterprise Manage
ment Produktlinie. Sie wurde entwickelt, um den Workflow der Netz
werkadministratoren wieder zu spiegeln. So bietet die NetSight® Console
umfassende Managementunterstützung für sämtliche Komponenten und
Lösungen von Enterasys Networks, aber auch alle anderen SNMP Geräte
können mit der NetSight® Console administriert werden. Mit der NetSight ®
Console lassen sich viele Netzwerkaufgaben automatisieren, was zu er
heblichen Zeit- und Kostenersparnissen in unternehmenskritischen Umge
bungen führt. Die modernen Funktionen sorgen für verbesserte Netzwerk
Performance und vereinfachtes Troubleshooting. Dazu gehören auch um
fangreiche Überwachungsfunktionen, robustes Alarm- und Event-Manage
ment, Netzwerk-Discovery, Gruppen-Element-Management und integrierte
Planung. Tasks wie Subnet Discovery, Alarm Paging, TFTP Downloads,
System Backups und vieles mehr werden automatisch durchgeführt.
Topology Manager und Topology Maps
Mit dem Topology Manager ist es möglich, automatisch Topology Maps er
stellen zu lassen. Dadurch bekommt der Administrator mit einem Klick
einen Überblick über die Netzwerktopologie. Er sieht die einzelnen Verbin
dungen der Komponenten untereinander. Informationen über Link Ge
schwindigkeit oder Link Aggregation können einfach abgelesen werden.
Darstellung der aktuellen Spanning Tree Topologie
Damit wird die Problemfindung extrem vereinfacht und die Troubleshoo
tingzeit verkürzt sich enorm. Eine Senkung der Betriebskosten ist das Re
sultat.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 126 Produktportfolio
Compass
Zur Fehlerbehebung ist es enorm wichtig, ein gewisses Maß an Transpa
renz über das Netzwerk zu bekommen. Eine weitere herausragende Funk
tionalität der NetSight® Console ist es, mit dem Compass Tool Benutzer
und Geräte anhand des Benutzernamens, der IP oder MAC Adresse oder
des Hostnamens suchen und anzeigen zu lassen. Der Anwender bekommt
innerhalb von Sekunden ein aktuelles Bild und muss keine umständlichen
oder chronisch veralteten Tabellen pflegen.
NetSight® Compass
So kann man in kürzester Zeit Fragen folgender Art beantworten:
Wo ist diese IP in meinem Netzwerk?
•
Wo sind alle Teilnehmer eines IP Subnetzes im Netzwerk?
•
Welche Benutzer sind auf einem Switch authentifiziert?
•
Dies funktioniert natürlich nicht nur mit Enterasys Komponenten, sondern
kann auch mit Geräten anderer Hersteller kombiniert werden. Compass
sucht die Informationen aus bekannten MIB Variablen und Tabellen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 127
NetSight® Policy Manager
Durch den Einsatz des NetSight® Policy Managers sind Unternehmen in der
Lage Business- und IT-Konzepte aufeinander abzustimmen. Die Kombina
tion aus intelligenten Hardware Komponenten von Enterasys Networks zu
sammen mit dem NetSight® Policy Manager ermöglicht eine optimale Be
nutzerverwaltung innerhalb der IT Infrastruktur. Dazu gehört neben den
Klassifizierungsregeln am Netzwerkzugang auch die Unterstützung des
Port Authentifizierungsstandards IEEE 802.1x. Eine optimale Sicherheitslö
sung für den Zugang zum Netzwerk wird dadurch bereitgestellt.
Der NetSight® Policy Manager ist das zentrale Element der rollenbasierten
Administration in der Secure Networks™ Lösung von Enterasys Networks,
dass heißt in der Kombination und Aufeinanderabstimmung von IT- und
Business-Konzepten.
NetSight® Policy Manager
Das Erstellen von Policys und den dazugehörigen Regelwerken ist hier
übersichtlich und einfach, auch ohne Kenntnisse der einzelnen Netzwerk
komponenten, möglich. So kann zum Beispiel das bekannte Problem mit
DHCP Servern auf den Rechnern von Mitarbeitern mit einer Regel gelöst
werden. Dabei laufen auf Rechnern von Mitarbeitern ab und an eigenstän
dige DHCP Server. Werden diese nun ohne Einschränkung an die Infra
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 128 Produktportfolio
struktur angeschlossen, so wird dadurch das lokale Netzwerk quasi lahm
gelegt, da der Rechner des Mitarbeiters für dieses Netzwerk teilweise die
DHCP Funktionalität übernimmt.
Verbieten nicht erlaubter DHCP Server
Mit dem Policy Manager kann dies nun mit einer Regel verhindert werden.
Dafür wird der Datenverkehr des Endnutzers mit UDP Absenderport 68,
dem DHCP Server Port , verworfen und der Rolle des Endnutzers hinzuge
fügt oder statisch als Default Regel auf die Access Ports verteilt.
Möglichkeiten beim Erstellen von Regeln
Der Anwender hat hier die Möglichkeit beim Zutreffen einer Regel den
Verkehr zu verbieten, zu erlauben oder in ein dediziertes VLAN zu senden.
Dabei kann auch eine Meldung erzeugt werden oder sogar der Port deakti
viert werden, Funktionalitäten die man so eher von Firewalls kennt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 129
Statische Zuordnung einer Default Rolle
Die statische Zuordnung der Rollen auf den Geräten sowie die Konfigurati
on der Authentisierungsparameter erfolgt ebenfalls einheitlich und zentral
über den Policy Manager. Damit können bekannte Würmer und Viren mit
einem Klick aus dem Netzwerk verbannt werden, indem einfach eine Regel
aktiviert wird, die genau diesen Datenverkehr verbietet. So lässt sich zum
Beispiel der Sasser Wurm mit drei Regeln verbieten.
Verbieten des Sasser-Wurms
Das Tool liefert zudem Funktionen wie Rate Limiting und QoS Konfigurati
on, die von zentraler Bedeutung für den Erfolg von E-Business Infrastruk
turen sind. Dazu gehört auch die Aufteilung in virtuelle Arbeitsgruppen vor
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 130 Produktportfolio
dem Hintergrund unterschiedlicher Anforderungen. In der Produktion hat
SAP beispielsweise eine höhere Priorität als E-Mail.
Zur optimalen Sicherheit lässt sich mit effektivem Management der Zugriff
auf sensible Informationen beschränken. Man kann beispielsweise einen
Port schließen oder die Adresse eines Users vom VLAN entfernen und ihm
so den Zugriff verwehren.
Keine kritischen Protokolle für Endnutzer
Auch das Sperren von MAC Adressen oder eine fixe Zuordnung einer MAC
Adresse pro Port kann eingerichtet werden. Damit lässt sich auch ohne
Probleme der sonst schwierige Gastzugang realisieren. Mit Hilfe eines Prio
rity Classification Wizards lassen sich Priorisierungs- und Klassifizierungs
regeln erstellen, um den Netzdatenverkehr unterschiedlich zu priorisieren.
Automatisierte Funktionen, die einfache Implementierung und Administra
tion sorgen für Zeit- und Kosteneinsparungen. Da der NetSight ® Policy Ma
nager mit bestehenden Securitysystemen, wie einem schon genutzten
RADIUS Server und einem User Directory, zusammenarbeitet und keine
zusätzlichen Authentification Server notwendig sind, sind die Investitionen
optimal geschützt. Jeder Anwender hat nur Zugriff auf die für ihn notwen
digen Services. Damit sind umfassende Kontrollen und Sicherheit gewähr
leistet, um ein effektives Sicherheits- und Accountingmanagement zu ge
währleisten.
Policy Control Console
Die Enterasys Policy Control Console (PCC) ist eine Anwendung, die nor
malen Anwendern das Potential der Secure Networks™ Policys zur Verfü
gung stellt. Damit kann die IT-Administration gezielt eine vordefinierte
Reihe von Netzwerk Policys auch nicht-technischen Mitarbeitern in deren
Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen. Für diese ist ein einfacher Zugriff
auf diese Einstellungen über ein Webinterface möglich. Damit kann ein
Trainer oder Lehrer über ein einfaches Webinterface den Zugang zum In
ternet für seine Teilnehmer mit einem Klick ein- bzw. ausschalten.
Diese Delegation ermöglicht es der IT-Abteilung sich auf wichtigere Aufga
ben zu konzentrieren, indem die alltäglichen Anforderungen durch Erstel
lung und Anwendung von Netzwerk Policys an die Benutzer delegiert wird.
NetSight® Automated Security Manager
Der NetSight® Automated Security Manager (ASM) ist ein elementarer Be
standteil der Secure Networks™ Architektur. Mit diesem Tool kann dyna
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 131
misch auf Attacken und Anomalien innerhalb des Netzwerks reagiert wer
den. Sollte es zu auffälligen Aktivitäten in der Infrastruktur kommen, kön
nen diese über ein Intrusion Defense System wie Enterasys Dragon® er
kannt werden. Informationen über Sender-IP und Art der Attacke werden
sofort vom IDS bereitgestellt. Um zeitnah auf diese Attacke zu reagieren,
werden diese Informationen über SNMPv3 an den ASM weitergeleitet. Die
ser kann unmittelbar die Lokation der auffälligen IP Adresse erkennen und
lokalisieren (z.B. Standort A, Gebäude B, Etage C, Verteiler D, Switch E,
Port F).
Damit kann sofort die Regel auf dem entsprechenden Switch Port geän
dert werden. Es können nur noch bestimmte Dienste freigeschaltet wer
den oder der Port wird komplett gesperrt. Das Ganze kann auch mit einer
zeitlichen Komponente verbunden werden. Je nach Art des Angriffs kann
individuell die Regel geändert werden. Damit kann überprüft werden, ob
beispielsweise nach zwei Minuten die Auffälligkeit wieder auftritt und da
nach erst der Port komplett gesperrt werden.
Somit werden diese IP Adresse und der damit verbundene Rechner vom
Netz genommen. Die anderen Systeme können ohne Behinderung weiter
arbeiten. Es kommt zu keiner Unterbrechung der Geschäftsabläufe.
Zudem wird Zeit gewonnen, um den befallenen Rechner zu überprüfen
und gegebenenfalls zu warten.
NetSight® Automated Security Manager
Die entsprechende Aktion kann jederzeit über die so genannte „Undo Acti
on“ manuell wieder zurückgenommen werden.
Durch den NetSight® Automated Security Manager können erstmals in der
Industrie dynamische Reaktionen auf kritische Events erfolgen. Es ist nicht
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 132 Produktportfolio
mehr notwendig, einen Mitarbeiter abzustellen, der ständig vor einer IDS
Konsole sitzt, um im Angriffsfall zeitnah reagieren zu können. Das Secure
Network™ nimmt diese Aufgabe gerne ab.
NetSight® Inventory Manager
Eine große Herausforderung innerhalb eines Unternehmens ist die Inven
tarisierung der vorhandenen Komponenten. Dies gilt nicht nur für die IT,
sondern zieht sich über alle Geschäftsbereiche hinweg.
Mit Hilfe des NetSight® Inventory Managers lässt sich eine einfache und
schnelle Katalogisierung von IT Informationen durchführen. Vorhandene
Hardware und zugehörige Seriennummer, eingesetzte Firmware Versio
nen, eingebaute Speicherausstattung oder aktuelle Konfigurationen kön
nen beispielsweise ausgelesen, zentral abgelegt und verwaltet werden. Äl
tere Firmware Versionen können automatisiert aktualisiert werden. Konfi
gurationen können regelmäßig, zeitgesteuert gespeichert und archiviert
werden.
NetSight® Inventory Manager
Damit ermöglicht der NetSight® Inventory Manager ein effektives Change
Management, was die Verwaltung vereinfacht und die Betriebskosten
enorm senkt.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 133
NetSight® - Komponenten im Überblick
Historisch bedingt ist die NetSight® Suite in zwei Varianten erhältlich. Gab
es bisher nur die Möglichkeit, einzelne NetSight® Komponenten in den ent
sprechenden Ausbaustufen zusammenzustellen, so bietet das neue Modell
eine vereinfachte Lizenzierung.
Beide Varianten sind augenblicklich verfügbar und lassen sich parallel be
treiben. Lediglich der Router Services Manager wird nach wie vor im
Standalone Modus eingesetzt.
NetSight® á la Carte
Gemeinsame Basis einer NetSight® Installation ist die Console (NSA-X-
LIC). Darauf aufbauend können fünf unterschiedliche Plug-ins lizenziert
werden:
- Inventory Manager (IM-X-LIC)
- Policy Manager (PM-X-LIC)
- Automated Security Manager (ASM-X-LIC)
- NAC Manager (NSTAM-X-LIC)
- Policy Control Console (SNS-PCC-X)
Die Serverlizenz ermöglicht es einer definierten Anzahl von Clients (Con
sole, PM, IM, etc.) auf den zentralen Server zuzugreifen.
Die die in den Paketen zusätzlich enthaltenen Standalone Lizenzen bieten
einen ausschließlich lokalen Zugriff des Clients auf die NetSight®
Installation. Diese Möglichkeit wird z.B. von Feldtechnikern genutzt.
Die in der Tabelle genannten Device Limits beziehen sich auf gemanagte
IP Adressen. Chassis (Matrix® N) oder Stacks zählen jeweils als ein
Device.
Licence Server/Standalone Clients Devices
SE 1/1 3 <25
ME 1/5 5 <250
LE 1/10 10 <600
U 1/15 25 600+
Diese Lizenzen sind, wie in der obigen Tabelle ersichtlich, in vier unter
schiedlichen Größen (Small=SE, Medium=ME, Large=LE, Unlimited=U) er
hältlich; dabei müssen alle Lizenzen die gleiche Größe haben, dass heißt
beim Einsatz einer ME-Console muss auch der ME-Policy Manager verwen
det werden.
Ein Upgrade der Lizenzgröße ist möglich, dafür muss die passende Lizenz
für das jeweilige Produkt erworben werden – z.B. Console-Small auf Con
sole-Medium: NSA-SM-UG.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 134 Produktportfolio
NetSight® Basic & Flatrate - Das neue Modell
Das neue Lizenzmodell umfasst zwei Stufen, vorgegeben durch die Conso
len Lizenz (NS-CON-50/U).
Die 50-Device Lizenz lässt sich mittels eines Upgrades zur Unlimited Li
zenz erweitern.
Auch die Anzahl simultan zugreifender Clients lässt sich schrittweise aus
bauen (NS-USER).
License Clients Devices
-50 3 <50
-U 25 50+
Die Lizenzen für weitere Plug-ins (NS-IM/PM/ASM/NAC) werden nun ohne
weitere Größenfestlegung hinzugefügt.
NetSight® Pakete
Der Einsatz mehrerer NetSight® Komponenten wird nun durch Komplett
pakete vereinfacht. Hier sind mehrere Varianten erhältlich:
Console + Policy
Für die Implementierung von Secure Networks™ bietet sich eine Kombina
tion aus Console, Policy Manager und Policy Control Console an. Das
Paket NS-PB-X ist als 50-Device bzw. Unlimited Lizenz verfügbar. Auch
hier (und in der Advanced Lizenz) erlaubt der Upgrade auf Unlimited ein
schrittweises Wachsen der Managementinfrastruktur.
NetSight® Advanced
Das Advanced Paket beinhaltet fast alle im Moment verfügbaren NetSight ®
Komponenten – Console, Policy Manager, Policy Control Console, ASM,
Inventory Manager, NAC Manager.
Fault Tolerance
Optional ist das Advanced Paket als NS-AB-xFT für den redundanten Be
trieb zweier NetSight® Server verfügbar. In Zukunft wird damit ein syn
chroner HA-Betrieb ermöglicht werden.
LAB-Lizenz
Die LAB Lizenz (NS-LAB) erlaubt den Betrieb von NetSight® für Testzwe
cke. Mit einem Limit von 50 Devices und 2 simultanen Client Sessions las
sen sich anspruchsvolle Laboraufbauten realisieren, ohne dass neben dem
Anschaffungspreis Wartungskosten anfallen.
Die LAB-Lizenz ist Bestandteil des Fault Tolerance Paketes, lässt sich je
doch auch einzeln beziehen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 135
Single User Lizenz
Auch kleine Netzwerkinstallationen erfordern Transparenz und ein durch
gängiges Monitoring redundanter Strukturen. Das Einsteigerpaket NS-
SU-10 umfasst Console, Policy Manager und Inventory Manager.
Bis zu 10 Devices können von einem Client (analog zu den Standalone Li
zenzen) bei vollem Funktionsumfang verwaltet werden.
NetSight® Appliance
Die NetSight® Appliance SNS-NSS-A stellt in Kombination mit der entspre
chenden Softwarelizenz (NS-x-50) die leistungsfähige Hardwarebasis für
eine komplett supportete Managementlösung dar.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 136 Produktportfolio
NetSight® Lizenzierung
Die Lizenzierung für die NetSight® Produktreihe wurde in der Entwicklung
über unterschiedliche Mechanismen abgedeckt – in den frühen 1.x und 2.x
Varianten wurde die Lizenzierung mittels eines einzeiligen Schlüssels vor
genommen, der nach der Installation eingespielt werden konnte. Dieser
hatte folgendes Format: „PEVGI06XXXXXXXXX“. Der erste Buchstabe
stand für das Produkt (C=Console, P=Policy Manager, I=Inventory Mana
ger, A=ASM, T=Trusted Access Manager bzw. NAC Manager); der zweite
Buchstabe stand für die Lizenzgröße (S=Small, M=Medium, L=Large,
U=Unlimited). Dieser Key wurde bei der Bestellung per Post zugesandt.
Mit NetSight® 3.x wurde mit Macrovision ein industrieweit genutztes Lizen
zierungsverfahren eingeführt. Dabei wurden die unterschiedlichen Lizen
zierungsgrößen (SE,ME,LE,U) sowie die Kürzel für die einzelnen NetSight ®
Komponenten (C,P,I,A,T) beibehalten, die Policy Control Console mit PCC
ist neu hinzugekommen. Die Lizenzverwaltung erfolgte dabei über ein bei
Enterasys gehostetes Lizenzierungsportal, welches zunächst unter https://
myportal.enterasys.com erreichbar war.
Heute ist die Lizenzierung unter https://extranet.enterasys.com/MySup
port/Licensing/ in das globale Kundenportal integriert.
Hier kann, auch nur zu Evaluierungszwecken, ein Account erzeugt und
eine für 30 Tage gültige Testlizenz erzeugt werden.
Beim Kauf einer NetSight® Lizenz erhält der Kunde eine Entitlement ID.
Im Lizenzportal aktiviert diese unter Angabe der MAC Adresse des einge
setzten Servers den gültigen Lizenzkey. Dieser ist unmittelbar abrufbar
und lässt sich zusätzlich via Mail oder Post versenden.
Das Format dieser Lizenz geht über mehrere Zeilen und enthält alle Infor
mationen bezüglich Lizenzgröße, etc.:
INCREMENT NetSightEval ets 2008.0601 1-jun-2008 uncounted \\
VENDOR_STRING=\"type=server tier=m devices=250 clients=25 \\ model=all\" HOS
TID=ANY ISSUED=17-jan-2008 START=17-jan-2008 \\ SIGN=\"03D3 3151 DC2C
67C7 936B C202 55E7 A254 62B5 8D5F 8FAF \\ 78E8 97EE C2CF 3625 186D 269E
84BF 7AFC C414 60C5 7967 2EF3 \\ XXXX ECA8 5109 0E7C XXXX XXXX XXXX\"
Kunden mit einem bestehenden Wartungsvertrag können ohne weitere
Kosten über das Lizenzportal unter https://extranet.enterasys.com/My
Support/Licensing/Pages/NetSightUpgrade.aspx auf die neuste Version
upgraden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 137
Security Enabled Infrastructure
Diese Produktlinie bietet eine komplette Lösung für den LAN Switching
und Routing Bereich vom Access bis zum Core. Abgerundet wird sie durch
WAN und WLAN Komponenten.
Applikationsbasierte Dienste (Sicherheit, Quality of Service, etc.) durch
Layer 2/3/4 Klassifizierung und Unterstützung von Secure Networks™
zeichnen diese Produktlinie aus. Sowohl standalone, als auch stackable
und chassisbasierte Systeme sind verfügbar.
Infrastruktur Portfolio
Neu hinzugekommen ist die G-Serie als modulares System und Nachfolger
des E1 sowie die D-Serie als flexibler Miniswitch mit vollständiger Secure
Networks™ Unterstützung.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 138 Produktportfolio
Matrix® X-Serie
Durch Konvergenzstrategien verwenden immer mehr Applikationen mit
unterschiedlichsten Anforderungen an Quality of Service (Bandbreite und
Verfügbarkeit) und Sicherheit das Netzwerk als Transportmedium. Dies
stellt besondere Anforderungen an ein Core Produkt. Neben optimalem In
vestitionsschutz sind dies insbesondere Kapazität und Performance, Ver
fügbarkeit, Quality of Service und Sicherheit.
Einsatzbereich der Matrix® X-Serie
Um den genannten Anforderungen gerecht zu werden, integriert die
Matrix® X-Serie auch Anforderungen aus dem Service Provider Umfeld, wie
zum Beispiel Hochverfügbarkeit auch bei einem Firmware Upgrade.
Im Folgenden wird die Architektur der X-Serie umrissen, um deren Vorzü
ge für die Erfüllung der oben beschriebenen Anforderungen zu erläutern.
Architektur
Die Architektur ist eine Virtual Output Queue Architektur, die für die bis zu
8000 Queues pro System eine garantierte Übertragung durch das System
hindurch unter allen Umständen garantiert. Pakete werden auf dem In
gress I/O Modul zwischengespeichert und erst dann über die Crossbar
Backplane übertragen, wenn der entsprechende Output Port auch frei ist.
Die einzelnen I/O Module arbeiten in einer voll verteilten Forwarding Um
gebung und sind über eine Crossbar Backplane miteinander verbunden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 139
Virtual Output Queue Architektur
An den Ports der I/O Module können dann Queuing Verfahren wie Strict
und Weighted Fair für die 8 Queues pro Port gemischt und mit Rate Limi
ting/Shaping Funktionen kombiniert werden. Buffermanagement wie Ran
dom Early Detection (RED) ist selbstverständlich.
Alle Komponenten sind voll redundant ausgelegt, damit eine optimale Ver
fügbarkeit gewährleistet werden kann – natürlich auch Stromversorgung,
Lüfter etc. Die I/O Module können unabhängig von den Control Modulen
Pakete forwarden, dass heißt selbst im Falle eine Failovers zwischen den
Control Modulen findet keine Unterbrechung der Verkehrsflüsse in der
Data Plane statt.
Kommunikation zwischen den Komponenten
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 140 Produktportfolio
Der High Availability Manager (HA Manager) übernimmt nach dem Starten
des Betriebssystems die Aufgabe alle folgenden Module zu starten und zu
überwachen. Der HA Manager ist dann auch für das unterbrechungsfreie
Umschalten zwischen den Control Modulen zuständig.
Failover
Kapazität und Performance
Mit bis zu 2,56 Tbps Swichting Kapazität und einem maximalen I/O
Throughput von 640 Gbps ist die Matrix ® X-Serie für die Anforderungen an
zukünftige Core Netze, insbesondere auch bei Anwendungen im Data Cen
ter und GRID Computing Bereich, optimal aufgestellt.
Verfügbarkeit
Neben der reinen Hardware Verfügbarkeit führt die Separierung von Con
trol und Data Plane zu einer wesentlichen Steigerung der Gesamtverfüg
barkeit. Hinzu kommt die Möglichkeit, in der Control Plane Software Upda
tes, etc. unterbrechungsfrei durchzuführen. Graceful Restart Funktionen
für OSPF, IS-IS und BGP gehören ebenfalls zum Leistungsumfang.
Sicherheit
Die Matrix® X-Serie ist in die Secure Networks™ Architektur von Enterasys
voll eingebunden und kann dann mit den dort verfügbaren Tools optimal
gemanaget werden. Damit werden Access und Core Policys optimal auf
einander abgestimmt und ergeben eine durchgängige Lösung. Komponen
ten im Überblick:
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 141
Chassis
X16
X8
X4
160Gb Durchsatz
640Gb Durchsatz 320Gb Durchsatz
2.56Tb Switching 1.28Tb Switching 640Gb Switching
Kapazität Kapazität Kapazität
Matrix® X4 Starter Bundle, which includes an 4 Slot
Chassis, 2 Fan Assy., 1 CM, 1FM, 1 AC power supplies,
X4-CS(-DC)
and 1 ENS Software License
Matrix® X4 Chassis
X4-C
Matrix® X-Series Stater Pack which includes an 8 Slot
Chassis, 3 Fan Assy., 1 CM, 1FM, 1 AC power supplies,
X8-CS(-DC)
and 1 ENS Software License
8 Slot Matrix® X-Series Chassis
X8-C
Matrix® X-Series Starter Pack which includes an 16
Slot Chassis, 3 Fan Assy., 1 CM, 1 FM, 1 AC power
X16-CS(-DC)
supplies and 1 ENS Software License
16 Slot Matrix® X-Series Chassis
X16-C
Für alle X-Serie Chassis ist eine DC-Power Option möglich, dafür sind die
entsprechenden Starter-Chassis inklusive DC-Power/Fans zu verwenden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 142 Produktportfolio
Optionen
Matrix® X-Series AC/DC Power Supply
X-AC/DC
Matrix® X-Series Fan Assembly (for AC/DC)
X-FAN/-DC
Matrix® X4/8/16 Cable Mgmt Assembly
X4/8/16-CBLMG-KIT
Matrix® X4/8/16 Mid Mount Bracket
X4/8/16-MBRKT
Matrix® X 4GB Control Module Speichererweiter
ung (Reqs. Ver. 1.3.1 oder Größer nötig). Er
X-4G-MEM
möglicht eine bessere Skalierung bei Ver
wendung von BGP.
Matrix® X-Series Enterasys Networking System
License , wird einmal pro Chassis benötigt, auch
X-ENS-LIC
wenn zwei Control Module verwendet werden.
Control/Fabric Module
Matrix® X-Series Control Module
X-CM-00
Matrix® X4/8/16 Fabric Module
X4/8/16-FM
Input/Output Module
X-G32-00
X-GT16-00
X-T32-00
X-M2-00
X-M8-01
1000Base-SX SFP 32 16*
10/100/1000Base-T RJ45 8 32
10GBase-X XFP 2 8
* Insgesamt 16 aktive Ports, dass heißt statt 16 SFP-Ports können 8
SFP und 8 TX Ports verwendet werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 145
System
Multiple Images
Multiple Configurations
Hitless Software Upgrade
Hitless Software Failover
Network Management
NetSight® Console
NetSight® Policy Manager
NetSight® Inventory Manager
NetSight® Automated Security Manager
Spezifikationen
Matrix® -X16
Abmaße: 97.28cm (38.3\")Hx 44.7cm (17.6\")Wx 60.96cm (24\")D
•
Gewicht: 33.57 kg (74.0 lb)
•
Matrix® -X8
Abmaße: 57.4cm (22.6\")Hx 44.7cm (17.6\")Wx 60.96 cm (24\")D
•
Gewicht: 23.59 kg (52.0 lb)
•
Matrix® -X4
Abmaße: 30.9cm (12.18\")Hx 44.8cm (17.72\")W x 60.96 cm (24\")D
•
Gewicht: 22.68 kg (50 lb)
•
Matrix® -X4/8/16
• Betriebstemp. 5° C to 40° C (41° F to 104° F)
• Temperaturgrenzwerte -30° C to 73° C (-22° F to 164° F)
• Zulässige Feuchtigkeit 5% to 95%, non-condensing
• Stromversorgung (pro Powersupply): 100 bis 125 VAC Max oder
200 to 250 VAC, 50 to 60 Hz, 1160/1500 Watt Leistung
Mehr dazu unter:
http://www.enterasys.com/products/routing/x/X16-C/
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 146 Produktportfolio
Matrix® N-Serie
Die Matrix® N-Serie ist die High End Produktlinie mit Switching, Routing
und Secure Networks™ Funktionen für alle Anwendungsbereiche im LAN,
vom Core bis zum Access.
Mit vier Chassisvarianten (1,3,5,7 Slots) sowie einer Standalone Variante
und einer voll verteilten Architektur, die keinen Single Point of Failure auf
weist und hohe Skalierbarkeit bietet, sowie mit einer passiven Backplane,
ist die Matrix® N-Serie eine zukunftssichere Investition. Die Möglichkeiten
gehen heute von 10 Megabit Ethernet bis hin zu 10 Gigabit Ethernet.
Matrix® N-Series mit flowbasierter Architektur
Im Gegensatz zu vielen anderen Architekturen auf dem Markt arbeitet die
Matrix® N-Serie rein flowbasiert und ist damit in der Lage ohne Performan
ceverluste auf jeden Kommunikationsfluss zuzugreifen.
Ein sehr interessantes Einsatzgebiet für die Matrix ® N-Serie ist das Distri
butionlayer. Hier bietet sich aufgrund der Fähigkeiten der Platinum DFEs
bei Multi-User-Authentication in Kombination mit Secure Networks™ Poli
cys ein großes Einsparpotential, da selbst bei nicht-intelligenten Work
group-Switches im Accesslayer höchste Sicherheit im Distributionlayer ge
währleistet wird, die so kein anderer Hersteller bieten kann.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 147
Architektur
Die Platinum DFE Module der Matrix® N-Serie sind in Bezug auf Architektur
und Design völlig anders aufgebaut als die meisten Produkte am Markt:
Hierbei wird auf ein voll verteiltes Switching und Routing Design in Verbin
dung mit einer passiven Punkt-zu-Punkt Backplane gesetzt, was spezifi
sche Vorteile bietet.
Switch Architekturen
Vorteile der Backplane Architektur
Auf der technischen Ebene bietet eine passive voll vermaschte Punkt-zu-
Punkt Backplane folgende Vorteile gegenüber einer traditionellen – teil
weise aktiven - Punkt-zu-Punkt Backplane (wie zum Beispiel Crossbar Ar
chitekturen):
• Kein Single Point of Failure durch die passive Backplane
• Keine Bandbreitenbegrenzung durch zentrale Engines oder Back
planetaktung
• Punktuelle Erhöhung der Bandbreite zwischen Slots durch einfa
ches Hinzufügen neuerer und schnellerer Module möglich (unter
stützt damit mehrere Modulgenerationen ohne zusätzliche Hard
ware Upgrades)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 148 Produktportfolio
Bezogen auf die aktuelle Matrix® N-Serie bedeutet dies:
• Vorhersagbare Performance unabhängig von der Bestückung des
Systems
• Mehr Module = mehr Performance
• Einfache Migration zu neuen Geschwindigkeiten und Funktionen
durch Hinzufügen neuer DFE Module
• Eine volle Redundanz ohne Zusatzmodule
• Geringe Anzahl von Ersatzteilen
Die Architektur wird bei Enterasys Networks schon seit 1997 erfolgreich in
den verschiedensten Modulgenerationen älterer Systeme (SmartSwit
ch6000 und nachfolgend Matrix® E7) genutzt und hat sich bewährt. Selbst
die aktuellen Platinum DFE Module sind mit diesen Modulen interoperabel
in einem einzigen Chassis OHNE Performanceeinbußen!
Die Module – die so genannten Distributed Forwarding Engines (DFE) –
sind in drei Varianten erhältlich und passen in alle Chassis:
Die Gold DFEs für den Access Bereich optimiert.
•
Die Platinum DFEs für den High End Access sowie Distribution, Ser
•
ver und Core Bereich.
Die Diamond DFEs für den Distribution und Core-Routing Bereich.
•
Vorteile der verteilten Switching und Routing Architektur
Zu der passiven voll vermaschten Punkt-zu-Punkt Backplane kommt die
Tatsache, dass jedes DFE Modul volle Switching-, Routing- und auch Ma
nagement-Intelligenz besitzt. Die Redundanz der Module untereinander ist
vollautomatisch und reagiert typischerweise weit unter 1 Sekunde (keine
Relevanz für normalen IP Verkehr) und im Worst Case bis zu 2 Sekunden.
Dennoch agiert das Gesamtsystem als ein einziger Switch bzw. Router und
bietet die Vorteile einer zentralen Architektur in Bezug auf Administration
und Management. Neue Module werden automatisch konfiguriert.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 149
Optimierte High Availability Services
Auf der technischen Seite bietet dies folgende Vorteile:
• Optimierter Verkehr – Ausnutzung der Bandbreite - durch das Sys
tem direkt von Modul zu Modul (Switching und Routing)
• Keine Begrenzung der Bandbreite durch zentrale Systeme
• Verbindungsaufbau dezentral, dass heißt stabiler bei Netzwerkpro
blemen wie Würmern, etc.
• Hohe CPU Performance durch verteilte CPUs pro DFE ermöglichen
auch lastintensive Dienste wie zum Beispiel Multi User Authentica
tion pro Port
• Automatische Hochverfügbarkeit direkt im System implementiert
• Einfache Verwaltung wie ein zentral gemanagtes System
• Vorhersagbare Performance unabhängig von der Bestückung des
Systems
• Mehr Module = mehr Performance
• Einfache Migration zu neuen Geschwindigkeiten und Funktionen
durch Hinzufügen neuer DFE Module
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 150 Produktportfolio
Integrierte Security Features
Die Matrix® N-Serie ist mit einer Vielzahl integrierter Sicherheitsfeatures
ausgestattet. Sie bietet nicht nur die schon erwähnte Unterstützung von
Policys, auch bei dynamischer Zuweisung mittels Multiuser- und Method
Authentication, sondern auch Policy-Hit Accounting, dass heißt die Proto
kollierung von angewandten Regeln wie bei herkömmlichen Firewalls oder
die dynamische Rollenänderung bei Erkennung bestimmter Attacken. Eine
verhaltensbasierte Netzwerk Anomalieerkennung ist mit dem Flow Setup
Throttling möglich. Dabei kann nicht nur der Port bei Überschreiten eines
vordefinierten Grenzwertes deaktiviert werden, sondern es kann auch eine
Meldung generiert werden. Im Zusammenspiel mit dem NetSight® ASM
kann so eine Policyänderung erfolgen, damit ist quasi eine integrierte In
trusion Prevention möglich.
Die umfassende Unterstützung der Secure Networks™ Policys erlaubt es
bis zu 2048 Benutzer gleichzeitig an einem Port zu authentisieren, damit
wird die Nachrüstung von Port Security für Access Layer Switche, die sol
che Features nicht unterstützen, möglich.
Hier besteht großes Einsparpotential mit Multi-User-Authentication und
Policing in der Matrix® N-Serie Platinum, da nicht-intelligente Workgroup-
Switche verwendet werden können und man hat trotzdem höchste Sicher
heit, die kein anderer Hersteller bieten kann. In Kombination mit den Si
cherheitsfeatures EAP-Passthrough und Private-Port in der SecureStack™
Serie kann dieses Feature mit maximaler Sicherheit genutzt werden. EAP-
Passthrough gewährleistet die Funktionalität von Spanning Tree, auch
wenn 802.1x Frames weitergeleitet werden, Private-Port verbietet die
Kommunikation zwischen Access Ports, so dass nicht authentisierte Benut
zer nicht untereinander kommunizieren können.
Standardmäßig können sich bei der Matrix® N-Serie Platinum bei den Fi
ber-Ports 128 User/Devices pro Port authentisieren (+Policys), bei den
Kupfer-Ports nur 8. Mit der Lizenz N-EOS-PPC kann das auf 2048 User/De
vices pro Port erweitert werden. Mit der Lizenz N-EOS-PUC kann die An
zahl der User/Devices pro Chassis von 1024 auf 2048 User erweitert wer
den.
Aufgrund der flowbasierten Architektur der Matrix® N-Serie wird ein Export
von NetFlow Daten für geswitchte als auch geroutete Pakete ermöglicht.
Die einzigartige Architektur bietet hier ein völlig ungesampeltes NetFlow,
dass heißt eine hundertprozentige Genauigkeit.
Für die Module mit NEM Erweiterungsslot steht ein integrierter Sicher
heitsprozessor mit einem IDS System bereit, damit wird die Dragon® In
trusion Defense in die Matrix® N-Serie integriert. In Kombination mit dem
dynamischen Schalten von Portmirrors mit Policy-Hits, dass heißt dem
Eintreffen einer definierten Regel, kann die Kapazität des IDS Systems
hier um mehrere Größenordnungen erweitert werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 151
Unterschied Gold/Platinum/Diamond DFEs
Die Gold DFEs bieten eine kostengünstige Alternative zu den Platinum
DFEs. Dafür gibt es in den Gold DFEs weniger Features, zum Beispiel bie
ten die Gold DFEs nur optional eine mit einer Lizenz erwerbbare 1-1 Red
undanz während die Platinum DFEs von Haus aus eine 1-N Redundanz
mitbringen.
Wichtig ist, dass Gold und Platinum DFEs wegen der unterschiedlichen Ar
chitektur nicht im selben Chassis mischbar sind.
Die Platinum DFEs können im E7 Chassis verwendet werden und sind nur
dort mit Boards der 1.-3. Generation mischbar.
Die Gold DFEs können zwar im E7 Chassis verwendet werden, aber dann
ist es nicht möglich gleichzeitig Boards aus den Generationen eins bis drei
zu nutzen.
Die Diamond DFEs sind eine Weiterentwicklung der Platinum DFEs speziell
für anspruchsvolle Routing Umgebungen und komplettiert so die X-Serie
durch eine kostengünstige Unterstützung von kleinen und mittleren Netz
werk Backbones.
Von Haus aus enthalten die Diamond DFEs 256 MB Speicher sowie die N-
EOS-L3 und N-EOS-PPC Lizenzen.
Platinum um Diamond DFEs können im selben Chassis verwendet werden,
dafür benötigen die Platinum DFEs ein 256 MB Speicherupgrade sowie
eine Layer 3 N-EOS-L3 Lizenz. Die Diamond DFEs werden ab der Firmwa
reversion 6.0 in einem gemischten Chassis eine höhere Routerpriorität als
die Platinum DFEs haben.
Diamond DFEs können auch im E7 Chassis verwendet werden.
Backplane
Die N-Serie arbeitet ausschließlich mit der FTM2 Backplane. Die Leistung
der FTM2 Backplane liegt im Moment bei 420 Gbps.
Die Module sind untereinander voll vermascht, dass heißt insgesamt gibt
es 21 Links. Bei einer momentanen Taktung von 20 Gbps erreicht man so
die Gesamtkapazität von 420 Gbps.
Die Slots einer Backplane können untereinander mit verschiedenen Tak
traten von 20 bis 80 Gbps arbeiten.
Die zukünftige Leistung der FTM2 wird bei 21 Links mit einer Taktung von
80 Gbps liegen und damit 1.68 Tbps erreichen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 152 Produktportfolio
Rückwärtskompatibilität zur FTM1 Backplane im E7
Der E7 hat sowohl eine FTM1 als auch eine FTM2 Backplane. Die FTM1 ist
ebenso vermascht wie die oben beschriebene FTM2 Backplane. Sie wird
von den Modulen der ersten, zweiten und dritten Generation benutzt.
Proxy Feature im E7
Werden im E7 Modul der vierten Generation eingesetzt, so kann man mit
einem Proxy Modul der vierten Generation, das dementsprechend Verbin
dungen zu beiden Backplanes hat, weiterhin die alten FTM1 Module ver
wenden.
Als Proxy Module der vierten Generation können die Module 7H4383-49,
7H4382-25, 7H4385-49 und 7H4383-49 verwendet werden.
Die Module der ersten und zweiten Generationen können allerdings nur in
den ersten fünf Slots betrieben werden, da sie ursprünglich für das E6
(5 Slot) Chassis entworfen wurden. Daher gab es schon immer ein Proxy
Modul, das zwischen den Modulen erster/zweiter Generation in den ersten
fünf Slots und den Modulen dritter Generation im sechsten und siebten
Slot vermittelt hat. Diese Aufgabe können selbstverständlich auch die
Proxy Module der vierten Generation übernehmen.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 153
Komponenten im Überblick
Chassis
N1
N Standalone
N3
N7
N5
1 Slot N-Series Chassis
7C111
Matrix® N3 Chassis
7C103
Matrix® N5 POE Chassis
7C105-P
Matrix® N7 Chassis
7C107
Nicht-Modular
N Standalone Series with 48 port 10/100/1000 Base-TX
ports via RJ45 and 4 1000Base-X ports via mini-GBIC. In
2G4072-52
cludes redundant internal power supplies.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 154 Produktportfolio
Modular, nur im N1 verwendbar
Dieses Platinum DFE-Modul ermöglicht eine Migration für Kunden, welche
2H252-25R oder XP2400 (SSR2000/SSR2) Router im Einsatz haben und
einen Austausch mit vergleichbarer Portdichte, aber denselben Features
suchen. Dieses Modul ist nur im N1 verwendbar, da das Modul keine klas
sische Backplaneverbindung wie die übrigen DFE-Module besitzt. Durch
den NEM-Slot kann es um entsprechende Glasports- oder den integrierten
Security Prozessor ergänzt werden.
24 Port 10/100/1000Base-T mit Network Expan
2G4082-25
sion Modul Slot (NEM) – nur im N1 verwendbar
Bundle aus 2G4082-25 und N1 (7C111)
2G4082-25-SYS
Bundle aus 2G4082-25, N1 (7C111) und
2G4082-25-SYS-U
7G6MGBIC-A
Chassis Optionen
Matrix® N3 863 Watt AC Netzteil (erfordert einen 15 Amp
7C203-1
Stromanschluß)
Matrix® N3 Fan unit (Spare)
7C403
Matrix® N5 1200W Watt AC Power Supply
7C205-1
Matrix® N5 Fan Unit (Spare)
7C405
Matrix® E7 und Matrix® N7 1600 Watt AC Netzteil
6C207-3
Matrix® E7 and Matrix® N7 Fan Unit (Spare)
6C407
E7-Chassis
7 slot Matrix® E7 Chassis, requires two 15 AMP power out
6C107
lets per supply
Optionen
Enterasys Operating System Advanced Routing
N-EOS-L3
Package for Matrix® N-Series Switches
Enterasys Operating System Matrix® DFE Platinum
N-EOS-PPC
Port Kapazität Erweiterungskey (265 User/Port)
Enterasys Operating System Matrix® DFE Platinum
Extra User Capacity Activation Key (2048
N-EOS-PUC
User/Chassis)
256 megabyte DRAM upgrade kit
DFE-256MB-UGK
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 155
Die Lizenzen N-EOS-L3, N-EOS-PPC und N-EOS-PUC werden einmal pro
Chassis benötigt. Bei der Verwendung von Platinum und Diamond DFEs in
einem Chassis wird die N-EOS-L3 Lizenz einmal für alle Platinum DFEs be
nötigt. Alle Diamond-DFEs beinhalten die Lizenzen N-EOS-L3 und N-EOS-
PPC.
Mit der N-EOS-PPC (Per Port Capacity) Lizenz erhöht sich die Anzahl von
Benutzern, die sich auf einem Port (auch auf einem logischen Port, z.B.
Bündel lag.x.x) authentisieren können, auf 256. Ansonsten stehen auf
DFEs mit Kupferports 8, auf Uplink-DFEs mit modularen SFP, 10 Gig oder
100Base-FX Ports 128 User zur Verfügung.
Die N-EOS-PUC (Per User Capacity) Lizenz erhöht die Anzahl der Benutzer,
die für das gesamte Chassis authentisiert werden können von 1024 auf
2048.
Das 256 MB Speicherupgrade ist erforderlich, wenn LSNAT, PIM-SM oder
NetFlow genutzt werden soll. Es ist sowohl für Platinum als auch Gold
DFE's anwendbar. Das Platinum 7G4280-19 DFE sowie alle Diamond DFE's
beinhaltet von Haus aus schon 256 MB Speicher.
Gold-Serie HA Option
Bei der Gold-Serie wird mit der N-EOS-RED Lizenz eine 1+1 Redundanz
möglich. Diese Lizenz wird einmal pro Chassis benötigt.
Enterasys Operating System (EOS) 1+1 High Availab
N-EOS-RED
ility upgrade for Matrix® N-Series Gold DFE switches
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 156 Produktportfolio
PoE-Optionen
Um PoE über die entsprechenden DFE-Module zu beziehen, ist eine zusätz
liche Spannungsversorgung notwendig. Die Spannung wird über das N-
POE bereitgestellt, was im Prinzip ein Chassis für die N-POE-1200W Netz
teile darstellt. Im Matrix® N5 Switch ist dieses „Chassis“ im Gehäuse inte
griert, bei den N1, N3 und N7 Switchen muss es als eigenständige Kompo
nente betrieben werden. Je nach Bedarf werden dann die N-POE-1200W
Netzteile installiert, maximal kann das N-POE vier Stück aufnehmen. Beim
Matrix® N5 erfolgt die Kopplung zwischen den Netzteilen und den Modulen
intern, bei den weiteren Matrix ® N-Serie Switchen muss die Koppelung ex
tern über das DFE-POE-CBL-2M Kabel erfolgen. Pro PoE-Einschub wird hier
also ein Kabel vom Modul zum N-PoE Chassis benötigt.
Matrix® N-Serie PoE-Shelf
N-POE TO DFE POE Cable - 2 Meters
DFE-POE-CBL-2M
Matrix® POE Power System (for 802.3af support w.
N-POE
Matrix® N1/N3/N7)
Matrix® POE 1200 Watt AC Power Supply (for
N-POE-1200W
802.3af support)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 157
Gold-Distributed Forwarding Engines
4H4282-49
4G4285-49
4G4205-72
4H4283-49
4G4202-72
4H4202-72
4H4203-72
4H4284-49
4G4282-49
4H4285-49
10/100
48 72
Base-T RJ45
10/100
48 72
Base-T RJ21
10/100
Base-T RJ45 48
PoE
10/100/1000Ba
72 48
se-T RJ45
10/100/1000Ba
se-T RJ45 48 72
PoE
100 Base-FX
48
MTRJ
NEM-Slot* x x x x x x
* Der Network Expansion Module (NEM) Slot kann für ein zusätzliches Mo
dul wie z.B. 7G-6MGBIC-A, dass heißt 6 SFP Slots verwendet werden
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 158 Produktportfolio
Platinum-Distributed Forwarding Engines
7H4385-49
7G4285-49
7G4205-72
7G4282-49
7H4284-49
7H4382-49
7H4383-49
7H4382-25
7G4202-72
7H4202-72
7H4203-72
7G4202-30
7G4270-12
7G4280-19
7K4290-02
7K4297-02
7K4297-04
10/100
48 24 72
Base-T RJ45
10/100
48 72
Base-T RJ21
10/100
Base-T RJ45 48
PoE
10/100/1000Ba
48 72 30
se-T RJ45
10/100/1000Ba
se-T RJ45 48 72
PoE
100 Base-FX
48
MTRJ
1000Base-SX
12 18
SFP
10GBase-X
2
XENPAK
10GBase-X
2 4
XFP
FTM1-Proxy* x x x x
NEM-Slot** x x x x x x x x
* Diese Module können als Proxy zu Modulen der 1ten, 2ten und 3ten Ge
neration in E-Serie Chassis benutzt werden.
** Der Network Expansion Module (NEM) Slot kann für ein zusätzliches
Modul wie z.B. 7G-6MGBIC-A, dass heißt 6 SFP Slots verwendet werden
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 159
Diamond-Distributed Forwarding Engines
Diamond DFEs beinhalten die Routing und Port Capacity Increase Lizenzen
N-EOS-L3, N-EOS-PPC sowie eine Speicherausstattung von 256 MB.
7GR4280-19
7GR4270-12
7GR4202-30
7KR4290-02
7KR4297-02
7KR4297-04
10/100/1000Base-T RJ45 30
1000Base-SX SFP 18 12
10GBase-X XENPAK 2
10GBase-X XFP 2 4
NEM-Slot* x
* Der Network Expansion Module (NEM) Slot kann für ein zusätzliches Mo
dul wie z.B. 7G-6MGBIC-A, dass heißt 6 SFP Slots verwendet werden
Network Expansion Module
Die NEM Slots der DFEs können ein zusätzliches Modul aufnehmen, hier
sind im Moment Module mit zusätzlichen Gigabit Glasports oder einem in
tegrierten Sicherheitsprozessor zum Betreiben eines Dragon® Intrusion
Detection Systems oder eines Enterasys NAC Gateways verfügbar.
Network Expansion Module (NEM) with 6 1000Base-X /
7G-6MGBIC-B
100Base-FX ports via Mini-GBIC connectors
Network Expansion Module (NEM) with 6 1000Base-X /
7K-2XFP-
100Base-FX ports via Mini-GBIC connectors and 2 10
6MGBIC
Gigabit Ports via XFP-connectors
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 160 Produktportfolio
Matrix® Security-Modul
Das Matrix® Security Modul integriert die Möglichkeiten des Enterasys Dra
gon® IDS oder der Enterasys NAC Engine in die Matrix® N-Serie.
Matrix® Security-Modul
Im Moment sind zwei unterschiedliche Module verfügbar, eines mit exter
ner sowie eines mit interner Stromversorgung wie unten beschrieben. Das
Enterasys Dragon® Modul wird mit DSNSA7, das NAC Modul mit NSTAG
bezeichnet.
Network Expansion Module (NEM) with Integrated
Security Processor and external Power-Supply, in al
7S-DSNSA7-01, len “legacy” DFEs ohne interne Stromversorgung
verwendbar, dass heißt nicht in den DFEs
7S-NSTAG-01
7G4280-18, 7G4282-49, 4G4282-49, 7G4285-49
und 4G4285-49.
Network Expansion Module (NEM) with Integrated
Security Processor, No Power-Supply included.
7S-DSNSA7-01N
Dieses Modul kann nur in neuen DFEs mit interner
PS,
Stromversorgung verwendet werden, dazu gehören
7S-NSTAG-01NPS
7G4280-18, 7G4282-49, 4G4282-49, 7G4285-49
und 4G4285-49.
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Produktportfolio Seite 161
Technische Eigenschaften
Gold DFEs
Switching/VLAN Services
Generic VLAN Registration Protocol (GVRP)
IGMP v1/v2
Jumbo Packet with MTU Discovery Support for Gigabit Ethernet ports
Flow Set-Up Throtting
Span Guard
Strict/Weighted Round Robin Queuing
Basic IP-Routing Package
Static Routes
RIPv1/v2
RIP Equal Cost Multipath (ECMP)
IGMPv1/IGMPv2
ICMP
Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP)
ACL Basic
DHCP Relay
Proxy-ARP, local Proxy-ARP
Extended IP-Routing Package (N-EOS-L3)
OSPF with Multipath Support
OSPF gracefull restart (ab FW 6.0)
DVMRP
Extended ACLs
PIM-SM
LS-NAT - Serverloadbalancing
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 162 Produktportfolio
Security (User, Network and Host)
Telnet (Inbound/Outbound)
Secured Shell (SSHv2) (switch interface only)
Syslog
802.1x Port based Network Access Control
Web based authentication
MAC based authentication
Multiple authentication types
(802.1x, MAC address, web) per port
RFC 3580 with Policy Support
Management, Control and Analysis
SNMP v1/v2c/v3
Web Support
Industry Standard CLI Support
CLI-Scripting Interface
Single IP Address Management
Support for Multiple, Editable Configuration Files
DHCP Client
RADIUS Client Support with PAP and CHAP
TACACS+ Client
Entity MIB
COM Port Boot Prom Download via ZMODEM
RMON (Nine Groups)
High-Capacity RMON (64-bit counters)
Simple Network Time Protocol (SNTP)
Trace Route
Dynamic Egress
Inbound Rate Policing
Node and Alias Table
Cabletron Discovery Protocol (CDP)
Cisco Discovery Protocol (CiscoDP)
LLDP, LLDP-MED
Port Based MAC Locking
Access Control Lists
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Produktportfolio Seite 163
IEEE Standards
IEEE 802.3 - Ethernet
IEEE 802.3ae – 10 Gigabit Ethernet
IEEE 802.3ad – Link Aggregation
IEEE 802.3x – Flow Control
IEEE 802.3af – Power over Ethernet
IEEE 802.1d – Briding – TP/STP
IEEE 802.1t – Spanning Tree Cost Change
IEEE 802.1p – Layer2 Priority Marking
IEEE 802.1Q - VLANs
IEEE 802.1w – Rapid Spanning Tree
IEEE 802.1s – Multiple Instances Spanning Tree
IEEE 802.1x - Authentication
IEEE 802.1ab LLDP, LLDP-MED
Sicherheitsstandards
UL 160950, CSA 60950, EN 60825, EN 60950, IEC 60950
Elektromagnetische Kompatibilität (EMC)
47 CFR Parts 2 und 15, CSA C108.8, EN 55022, EN 55024, EN 61000-3-2,
EN 61000-3-3, AS/NZS CISPR 22, VCCI V-3
Platinum DFEs unterstützen zusätzlich noch
Multilayer Packet Processing
Multi-stage Packet Classification
IP TOS Re-write, VLAN/Priority Tag Re-Write
Flow Setup Throtteling
Switching/VLAN Services
SMON Port Redirect, VLAN Redirect
IP Multicast (IGMP support v1, v2, querier)
VLAN-to-policy mapping
Automatic port disabling
FTM1 Proxy Bridge with the following modules:
7H4385-49, 7H4382-49, 7H4383-49, 7H4382-25
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Seite 164 Produktportfolio
Monitoring und Management
RMON Matrix® groups, Host, HostTopN, Events, Capture and Filter
Netflow v5
Anmerkung zu Port Mirroring
Können eine Mischung aus Ports, VLANs und IDS Mirrors sein. One to
many, many to one wird unterstützt. IDS Mirrors beinhalten 8 Ausgangs
ports, die als LAG gebündelt und adressiert werden. Für VLAN-Mirrors
muss zunächst ein VLAN-Interface mit „set vlan interface <no>“ angelegt
werden, dieses kann dann per vlan.0.<no> für die Port Mirrors adressiert
werden.
Spezifikationen
Matrix® N-Standalone
• Abmaße 8.51 cm (3.35\") H x 44.45 cm (17.5\") W x 47.90 cm
(18.86\") D
• Gewicht 13.15 kg (29 lbs)
Matrix® N1
• Abmaße 8.81 cm (3.48\") H x 144.46 cm (17.62\") W x 51.92 cm
(20.44\") D
• Gewicht 6.36 kg (14 lbs)
Matrix® N3
• Abmaße 35.56 cm (14\") H x 49.53 cm (19.5\") W x 44.45 cm
(17.5\") D
• Gewicht 19.1 kg (42 lbs)
Matrix® N5
• Abmaße 58,67 cm (23,1\") H x 44.45 cm (17.5\") W x 47.50 cm
(18.7\") D
• Gewicht 27.2 kg (60 lbs)
Matrix® N7
• Abmaße 77.47 cm (30.5\") H x 36.83 cm (14.5\") W x 44.04 cm
(17.34\") D
• Gewicht 23.6 kg (52 lbs)
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Produktportfolio Seite 165
Matrix® N-Standalone, N1, N3, N5, N7
• Betriebstemp. 5° C to 40° C (41° F to 104° F)
• Temperaturgrenzwerte -30° C to 73° C (-22° F to 164° F)
• Zulässige Feuchtigkeit 5% bis 90% RH, non-condensing
• Stromversorgung: 100 bis 125 VAC Max oder 200 to 250 VAC, 50
to 60 Hz
Mehr Informationen unter
http://www.enterasys.com/products/switching/7C10x/.
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Seite 166 Produktportfolio
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 167
SecureStack™ Familie
Die SecureStack™ Serie sind kostengünstige Switche mit Routing und
Secure Networks™ Unterstützung, die im Access Bereich (in der 10/100
Ethernet Variante) sowie im Server Bereich (in der 10/100/1000 Ethernet
Variante mit 10Gbit Uplink) zum Einsatz kommen.
Sie sind in drei unterschiedlichen Varianten verfügbar, die C-, B- und A-
Serie. Diese bieten beim Stacking ein einfaches Management bei gleichzei
tig hoher Portdichte von 48 Enduser-Ports und 4 Uplink-Ports pro Switch
und bis zu 384 Enduser Ports pro Stack. Dabei können bis zu 8 Switche
miteinander verbunden werden. Alle Varianten bieten hochverfügbares
Stacking mittels einer Closed Loop Stacking Lösung, bei der der klassische
Single Point of Failure beim Stacken vermieden wird. Die Modelle der C-,
B- und A-Serie sind dabei nicht untereinander, aber sehr wohl innerhalb
derselben Serie kombinierbar.
Die SecureStacks™ sind außerdem in einer PoE-fähigen Variante verfüg
bar (am P am Ende der Bestellnummer erkennbar). Eine Besonderheit ist
hier die adaptive Erkennung des durch die Endgeräte verbrauchten
Stroms, die eine optimale Verteilung der maximal verfügbaren Leistung
erlaubt. Alle SecureStack™ Module verwenden die selben, optionalen red
undanten Netzteile.
Für die Verwendung in einem Distribution Layer Security Szenario haben
die SecureStacks™ noch die Fähigkeit, EAP-Forwarding zu unterstützen,
so dass auch eine zentrale 802.1x Authentisierung über den
SecureStack™ hinweg möglich ist, ohne dass auf Spanning Tree verzichtet
werden muss. Weiterhin kann die Kommunikation zwischen den Access
Ports so eingeschränkt werden, dass nur noch zwischen Access- und
Uplink Ports ein Datenaustausch möglich ist und somit eine optimale Si
cherheit auch bei nachgelagerter Authentisierung erreicht wird.
SecureStack™ Limited Lifetime Warranty
Die Switche aus der SecureStack™ Familie können bis zu 30 Tage nach
dem Eingang der Ware beim Kunden bei Enterasys registriert werden. Da
durch erhält man eine Limited Lifetime Warranty (LLW), welche die fehler
freie Funktion der Switche für mindestens fünf Jahre nach der Einstellung
des Produktes bei Enterasys Networks garantiert.
Die Garantie umfasst kostenlose Firmware Bugfixes sowie das Bereitstel
len von Ersatzgeräten nach vorhergehender Beratung durch das GTAC.
Mehr Informationen dazu unter
http://www.enterasys.com/products/switching/securestack-warranty.pdf
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Seite 168 Produktportfolio
SecureStack™ C3/C2
Eine highspeed, voll redundante Stackverbindung mit 640 Gbps bietet
skalierbare Backplane Leistung und sorgt dafür, dass das Gesamtsystem
wie ein einziger Switch managebar ist. Bei Ausfall des Management Mas
ters oder einer Stackverbindung wird automatisch ein Failover eingeleitet
und der Betrieb des gesamten Stacks sichergestellt.
Die Portdichten erreichen bis zu 384 10/100 Ports mit max. 32 Gigabit
Uplinks oder bis zu 336 10/100/1000 Ports. Ein Switch unterstützt außer
dem zwei 802.3ae konforme 10Gbit Ethernet Ports.
Die SecureStack™ C3 Familie ermöglicht Ipv6 Routing in Hardware sowie
ein höheres Sicherheitsniveau. Durch die Integration eines SecureStack™
C3 in einen Stack von C2s steht Ipv6 für den gesamten Stack zur Verfü
gung. Der C3 bietet eine höhere Anzahl von Regeln sowie eine Maske für
jede Regel bei der Erstellung von Policys .
Werden Stacks unterschiedlicher Generationen wie C2 und C3 gemischt,
so steht das kleinste gemeinsame Featureset aus beiden Generationen für
den gesamten Stack zur Verfügung, dass heißt das die Gesamtzahl verfüg
barer Regeln pro Port im Stack auch für die C3s auf C2-Niveau liegt, ob
wohl diese ja potentiell mehr unterstützen.
Komponenten im Überblick
C3G124-24 C2K124-24
C3G124-48 C3G124-48P
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 169
C2H124-48
C2H124-48P
C2K122-24
C2G134-24P
C2G170-24
C3G124-24
C3G124-48
C3G124-24P
C3G124-48P
C3K122-24
C3K172-24
C3K122-24P
10/100
48
Base-T RJ45
10/100/1000
Base-T RJ21 24
PoE
10/100
Base-T RJ45 48
PoE
10/100/1000Ba
24 24 48 24
se-T RJ45
10/100/1000Ba
se-T RJ45 24 48 24
PoE
100Base-FX
1000Base-SX
4 4 4* 24 4* 4* 4* 4* 24
SFP
10GBase-X
2 2** 2**
2**
XFP
* Combo-Ports: Die 1000Base-SX Ports können alternativ zu einem 1000
Base-TX Port verwendet werden.
** Die C3K-Modelle erfordern das Trägermodul C3K-2XFP zur Verwendung
der XFP-Ports
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 170 Produktportfolio
Optionen
C2L3-LIC SecureStack™ C2 Enhanced Layer 3 Routing License
(OSPF, PIM, DVMRP, VRRP)
C2IPV6-LIC Mixed C2/C3 Stack IPV6 Router License
C3L3-LIC ADV. ROUTER WITH OSPF, PIM, DVMRP, VRRP (per switch
license)
C3IPV6-LIC C3 IPV6 ROUTER LICENSE
C3K-2XFP Add-in Module for 10Gbase-XFP Ports, requires XFP's to
use
Bei den Lizenzen ist zu beachten, dass für gemischte C2/C3 Stacks die
C2L3-LIC oder C2IPV6-LIC verwendet werden muss, es wird eine Lizenz
pro Stack benötigt. Für reine C3 Stacks werden die C3L3-LIC oder C3IP
V6-LIC benötigt und zwar eine Lizenz pro Switch.
Technische Eigenschaften
Address Table Size 16,000
Throughput Capacity 148,810 pps per Fast Ethernet port
1,488,100 pps per Gigabit Ethernet port
14,881,000 pps per 10-Gigabit port
VLANs 4,096 VLAN IDs
1,024 VLAN entries per stack
Priority Queues 8 per port
Stacking Bandbreite 40 Gbit
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 171
Unterstützte Funktionalität
802.1p - Traffic Management, Dyna
802.1x, Web, MAC Authentication
mic Multicast Filtering
802.1q – VLAN tagging and identifi
SSHv2 Secure Telnet support
cation
Auto Negotiation Runtime Download
Broadcast Suppression SNMP v1/v2c/v3
802.1w Rapid Spanning-Tree Configuration Upload\\Download
802.3ad Link Aggregation TOS Rewrite
802.3x Flow Control Priority Classification L2-L4
Port Mirroring (many to 1) 8 Transmit Queues per port
CLI Management (via local console
Enterasys EDP
and telnet)
Web-based management RMON Groups 1,2,3 and 4
IGMP V1\\V2 Snooping
Power-over-Ethernet
RIP v1 and v2 IEEE 802.3af compliant
StaticRoutes Total PoE power of 375 W
ICMP Average of 7.5 watts per port
(Class 2)
OSPF2
Maximum of 15.4 watts per port
ARP & ARP Redirect
Per-port enable/disable
PIM-SM/DM
Per-port priority safety
DVMRP
Per-port overload and short circuit
VRRP
protection
DHCP/BOOTP Relay
System power monitor
Strict and Weighted Round Robin Outbound Rate Limiting
IEEE 802.1S
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 44.1 cm (17.36\") x 4.4 cm (1.73\") x 36.85 cm (14.51\")
• Gewicht: 5.05 kg bis 6.94 kg (11.12 lbs to 14.32 lbs)
• Betriebstemp. 5° C bis 40° C (41° F to 104° F)
• Temperaturgrenzwerte -30° C bis 73° C (-22° F to 164° F)
• zulässige Feuchtigkeit 5% to 90%, non-condensing
• Stromversorgung: 100 – 120; 200 – 240 VAC, 50/60 Hz
Mehr dazu unter http://www.enterasys.com/products/switching/c/.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 172 Produktportfolio
SecureStack™ B3/B2
Die SecureStack™ B2 Switche zeichnen sich durch fortschrittliche Layer
2+ Switchingfunktionalität in einem Stack mit bis zu 360 Gigabit Ports
oder 384 10/100/1000 Ports mit 32 Gigabit Uplinks aus. Zuverlässigkeit
und Verfügbarkeit wird durch die Unterstützung von Closed Loop Stacking,
redundante Uplinks, redundante Stromversorgungsmöglichkeiten und red
undantes Stackmanagment gesichert.
Die SecureStack™ B-Serie bietet die optionale Unterstützung von Secure
Networks™ Features. Mit der Aktivierung der Policy Lizenz stehen auf der
B-Serie unter anderem Secure Networks™ Policys zur Verfügung.
Die SecureStack™ B3 Switche stellen zusätzlich Basic Routing mit RIP so
wie eine größere Anzahl von Regeln und für Secure Networks™ Policys zur
Verfügung. Selbstverständlich sind die neuen B3 Switche mit bestehenden
B2-Stacks kombinierbar.
Komponenten im Überblick
B2G124-24 und B2G124-48
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 173
B2G124-24
B2G124-48
B2G124-48P
B2H124-48
B2H124-48P
B3G124-24
B3G124-48
B3G124-24P
B3G124-48P
10/100
48
Base-T RJ45
10/100
Base-T RJ45 48
PoE
10/100/1000Ba
24 48 24 48
se-T RJ45
10/100/1000Ba
se-T RJ45 48 24 48
PoE
100Base-FX
1000Base-SX
4* 4* 4* 4 4 4* 4* 4* 4*
SFP
* Combo-Ports: Die 1000Base-SX Ports können alternativ zu einem 1000
Base-TX Port verwendet werden.
Optionen
Security Policy Upgrade
B2POL-LIC
25 Pack Of B2POL-LIC Policy Licenses
B2POL-LIC25
50 Pack Of B2POL-LIC Policy Licenses
B2POL-LIC50
B3 POLICY LICENSE - QTY 1
B3POL-LIC
B3 POLICY LICENSES - QTY OF 25
B3POL-LIC25
B3 POLICY LICENSES - QTY OF 50
B3POL-LIC50
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 174 Produktportfolio
Technische Eigenschaften
Address Table Size 16,000
Throughput Capacity 148,810 pps per Fast Ethernet port
1,488,100 pps per Gigabit Ethernet port
VLANs 4,096 VLAN IDs
1,024 VLAN entries per stack
Priority Queues 8 per port
Stacking Bandbreite 20 Gbit
Unterstützte Funktionalität
802.1p - Traffic Management/ Dynamic
802.1x Authentication
Multicast Filtering
802.1q – VLAN tagging and identification SSHv2 Secure Telnet support
Dynamic VLAN Assignment (RFC3580) RADIUS
Auto Negotiation Runtime Download
Broadcast Suppression SNMP v1/v2c/v3
802.1w Rapid Spanning-Tree Configuration Upload\\Download
802.3ad Link Aggregation TOS Rewrite
802.3x Flow Control Priority Classification L2-L4
802.1s Multiple Spanning Trees 8 Transmit Queues per port
CLI Management (via local console and
Enterasys EDP
telnet)
Web-based management Port Mirroring (many to 1)
IGMP V1\\V2 Snooping Jumbo Frame Support
Tagged/Port-based Vlan GVRP/GARP
Strict and Weighted Round Robin
RMON Groups 1,2,3 and 4
Queuing
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 175
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 44.1 cm (17.36\") x 4.4 cm (1.73\") x 36.85 cm (14.51\")
• Gewicht: 5.05 kg bis 6.94 kg (11.12 lbs to 14.32 lbs)
• Betriebstemp. 0° C bis 50° C (32° F to 122° F)
• Temperaturgrenzwerte -40° C bis 70° C (-22° F to 164° F)
• zulässige Feuchtigkeit 10% bis 90%, non-condensing
• Stromversorgung: 100 – 120; 200 – 240 VAC, 50/60 Hz
Mehr dazu unter http://www.enterasys.com/products/switching/b/.
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Seite 176 Produktportfolio
SecureStack™ A2
Die SecureStack™ A2 Switche ermöglichen kostengünstiges Layer2 Swit
ching mit bis zu 384 10/100 Ports und 16 Gigabit Uplinks. Auch hier ist die
Verfügbarkeit durch Closed Loop Stacking über Standard Cat-5 Kabel, red
undante Uplinks und zusätzliche Netzteile gesichert. Jeder SecureStack™
A2 besitzt zwei Mini-GBIC Ports und zwei feste 10/100/1000 Ports, die als
Standard Ethernet Uplinks oder zum Stacken mit 2Gbit bidirektionaler
Bandbreite zwischen zwei Switchen verwendet werden können.
SecureStack™ A2 protected Port ist ideal mit Multi-User-Authentication
und Policy auf einer N-Serie im Distribution Layer zu verwenden und sorgt
hier für enorme Kosteneinsparungen.
Komponenten im Überblick
A2H124-48
A2H124-24
A2H124-24FX
A2H124-24P
A2H124-48
A2H124-48P
A2H254-16
A2H123-24
10/100 Base-T RJ45 24 48 8 24
10/100 Base-T RJ45 PoE 24 48
100 Base-FX MTRJ 24 8 2
10/100/1000 Base-T RJ45 2* 2* 2* 2* 2* 2* 2*
1000Base-SX SFP 2 2 2 2 2 2
* Combo-Ports: Die 10/100/1000Base-T Ports können zum Stacken oder
konfigurationsabhängig als normale Base-T Ports genutzt werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 177
Technische Eigenschaften
Address Table Size 8,000
Throughput Capacity 148,810 pps per Fast Ethernet port
1,488,100 pps per Gigabit Ethernet port
VLANs 4,096 VLAN Ids, 1,024 VLAN s per stack
Priority Queues 4 per port
Stacking Bandbreite 1 Gbit
Unterstützte Funktionalität
802.1p - Traffic Management/ Dynamic
802.1x Authentication
Multicast Filtering
802.1q SSHv2 Secure Telnet support
Dynamic VLAN s (RFC3580) RADIUS
Auto Negotiation Runtime Download
Broadcast Suppression SNMP v1/v2c/v3
802.1w Rapid Spanning-Tree Configuration Upload\\Download
802.3ad Link Aggregation TOS Rewrite
802.3x Flow Control Priority Classification L2-L3
802.1s Multiple Spanning Trees 4 Transmit Queues per port
CLI Management Enterasys EDP
Web-based management Port Mirroring (many to 1)
IGMP V1\\V2 Snooping GVRP/GARP
Tagged/Port-based VLAN RMON Groups 1,2,3 and 4
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 44.1 cm (17.36\") x 4.4 cm (1.73\") x 21 cm (8.27\")
• Gewicht: 2.61 kg bis 5.78 kg (5.75 lbs to 12.73 lbs)
• Betriebstemp. 0° C bis 50° C (32° F to 122° F)
• Temperaturgrenzwerte -40° C bis 70° C (-22° F to 164° F)
• zulässige Feuchtigkeit 5% bis 95%, non-condensing
• Stromversorgung: 100 – 120; 200 – 240 VAC, 50/60 Hz
Mehr dazu unter http://www.enterasys.com/products/switching/a/.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 178 Produktportfolio
Optionen für alle SecureStacks™
Einige Komponenten können für die gesamte SecureStack™ Familie ver
wendet werden. Dazu zählen insbesondere die redundante Stromversor
gung sowie die Konsolekabel.
Redundante Stromversorgung für nicht-PoE SecureStacks™
Die redundante Stromversorgung für PoE-SecureStacks™, C2RPS-PSM,
wird als alleinstehendes Chassis auf einer Höheneinheit eingebaut.
C2RPS-SYS SecureStack™ C2 RPS Chassis plus one C2RPS-PSM (chas
sis supports up to 8 C2RPS-PSMs)
C2RPS-CHAS8 SecureStack™ C2 RPS Chassis supporting up to 8 C2RPS-
PSMs
C2RPS-CHAS2 C2 2 Slot C2 RPS
C2RPS-PSM SecureStack™ C2 150 watt Redundant Non-PoE Power Sup
ply with one DC cable
C2RPS-POE C2 500 watt Redundant PoE Power Supply with one DC ca
ble
SSCON-CAB Console Cable For SecureStack™
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 179
Stackingkabel für SecureStack™ B- und C-Serie
Die Stackingkabel sind notwendig, um SecureStack™ B- und C-Serie Swit
che untereinander zu koppeln. Maximal können 8 Switche gekoppelt wer
den. Dabei muss beachtet werden, dass 7 beliebige Switche und als achter
nur eine eingeschränkte Auswahl gestackt werden dürfen – siehe auch den
Installationsguide. Wünschenswert ist aus Redundanzgründen ein Closed-
Loop Stacking. Hierbei dürfen beliebige Stackingkabel kombiniert werden.
Die einzige Einschränkung betrifft das C2CAB-5M Kabel. Dieses kann nicht
an die 24 Port C2 oder B2 Switche angeschlossen werden.
C2CAB-SHORT SecureStack™ C2 stacking cable for connecting adjacent
switches (30 cm)
C2CAB-LONG SecureStack™ C2 stacking cable for connecting the top
switch to the bottom switch (1m)
C2CAB-2M SecureStack™ B3/C3 2m Stacking Cable
C2CAB-5M 5 Meter Closed Loop Stack Cable, cannot be used with 24
Port C2/B2
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 180 Produktportfolio
D-Serie
Die D-Serie ist im Prinzip eine miniaturisierte Variante des SecureStack™
B2 zum Einsatz in Konferenzräumen oder Verteilerräumen ohne Klimati
sierung. Der lüfterlose Betrieb bis zu Temperaturen von 40° Celsius – so
wie mit Lüfter bis zu 60° Celsius ermöglichen einen flexiblen Einsatz bei
Unterstützung aller Secure Networks™ Features.
Der D2 bietet 12 Kupfer Gigabit Ethernet Ports sowie 2 Gigabit SFP-Ports,
insgesamt können 12 Gigabit Ports gleichzeitig aktiv sein. Es steht eine
Variante mit, sowie eine ohne PoE Unterstützung zur Verfügung. Dabei ist
eine redundante Stromversorgung über ein zweites Powersupply möglich.
Für die Stromversorgung kommen in beiden Varianten ausschließlich ex
terne Powersupplys zum Einsatz, die sich über zwei redundante Anschlüs
se im Betrieb wechseln lassen.
Für den D2 wird eine Vielfalt an Montagemöglichkeiten geboten – zum
Einsatz in Konferenz-, Büro- oder Schulungsräumen stehen Montagekits
für eine Wandbefestigung, die Anbringung unter einem Schreibtisch sowie
für Schulungsräume auch abschließbare Metallcontainer zur Verfügung.
Für den Einsatz im Rack wird ein Kit zur Installation zweier D2s nebenein
ander angeboten.
Die D-Serie unterstützt analog zur SecureStack™ B-Serie mit einer optio
nalen Policy-Lizenz alle SecureNetworks™ Features.
Komponenten im Überblick
Chassis
D-Serie
12 X 10/100/1000 FIXED CONFIG L2 SWITCH & POWER
D2G124-12
BRICK
12 X 10/100/1000 FIXED POE L2 SWITCH & POWER
D2G124-12P
BRICK
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 181
Optionen
D2-PWR SECURESWITCH D2 EXTERNAL POWER BRICK
D2-PWR-POE EXTERNAL POE POWER BRICK FOR D2 SWITCHES
D2-RMT SECURESWITCH D2 RACK MOUNT KIT
D2-TBL-MNT SECURESWITCH D2 UNDER TABLE MOUNT KIT
D2-WALL-MNT WALL MOUNT FOR SECURESWITCH D2
Policy Erweiterung
D2POL-LIC POLICY LICENSE FOR D2 SWITCHES
D2POL-LIC25 25 PACK OF D2POL-LIC POLICY LICENSES
D2POL-LIC50 50 PACK OF D2POL-LIC POLICY LICENSES
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Seite 182 Produktportfolio
Technische Eigenschaften
Unterstützte Funktionalität
Layer 2 Unterstützung
IEEE 802.1d — Spanning Tree
IEEE 802.1t — 802.1d Maintenance
IEEE 802.1p— Traffic Management/Mapping to 6 of 8 hardware queues
IEEE 802.1q — Virtual LANs w/ Port based VLANs
IEEE 802.1s — Multiple Spanning Tree
IEEE 802.1v — Protocol-based VLANs
IEEE 802.1w — Rapid Spanning Tree Reconvergence
IEEE 802.1x — Port-based Authentication
IEEE 802.3 — 10 Base-T
IEEE 802.3ab — 1000 Base-T
IEEE 802.3ac — VLAN Tagging
IEEE 802.3ad — Link Aggregation
IEEE 802.3u — 100 Base-T
IEEE 802.3x — Flow Control
Private Port (Private VLAN)
Many-to-One Port Mirroring, One-to-One Port Mirroring
Port Description
Per-Port Broadcast Suppression
Spanning Tree Backup Route
STP Pass Thru
RFC 1213 — MIB II
RFC 1493 — Bridge MIB
RFC 1643 — Ethernet-like MIB
RFC 2233 — Interfaces Group MIB using SMI v2
RFC 2618 — RADIUS Authentication Client MIB
RFC 2620 — RADIUS Accounting MIB
RFC 2674 — VLAN MIB
RFC 2737 — Entity MIB version 2
RFC 2819 — RMON Groups 1, 2, 3 & 9
IEEE 802.1x MIB (IEEE 802.1-pae-MIB)
IEEE 802.3ad MIB (IEEE 802.3-ad-MIB)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 183
Authentisierung
MAC Authentication
Web Authentication (PWA)
802.1x Authentication
RFC 3580— Dynamic VLAN Assignment
RADIUS Client
RADIUS Accounting for MAC Authentication
EAP Pass Through
Dynamic and Static Mac Locking
QoS
Strict or weighted Round Robin
8 Hardware Queues/Port
802.3x Flow Control
64 kbps increment granularity
Management
NetSight® Console
NetSight® Policy Manager
NetSight® Inventory Manager
NetSight® Automated Security Manager
WebView, SSL Interface to WebView
Telnet with SSH
RADIUS Control to Management Interface
RMON (4 Groups: History, Statistics, Alarms and Events)
Text-based Configuration Upload/Download
Simple Network Time Protocol (SNTP)
Alias Port Naming
Node/Alias Table
RFC 854 — Telnet
RFC 1157 — SNMP
RFC 1901 — Community-based SNMP v2
RFC 2271 — SNMP Framework MIB
RFC 3413 — SNMP v3 Applications
RFC 3414 — User-based Security Model for SNMP v3
RFC 3415 — View-based Access Control Model for SNMP
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 184 Produktportfolio
Kapazitäten
• Address Table Size – 8k MAC Addresses
• 1024 VLANs supported
• 8 Hardware Queues/Port
• VLAN Spanning Tree (802.1S) — 4 Instances Supported
• 802.3ad Link Aggregation — 8 ports per trunk group, 6 groups
supported
• Main memory: 256 MB
• Flash memory: 32 MB
• PoE – (D2G124-12P): bei unter 40°C können insgesamt 100W PoE
Leistung beliebig auf die Ports verteilt werden. Für jedes °C über
40°C sinkt die PoE-Leistung um 2,16W
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 4,6 cm (1.6\") x 20,95 cm (8.25\") x 21,59 cm
(8,5\")
• Gewicht:
D2G124-12: 1,66kg (3.65lb)
D2G124-12P: 1,82kg (4,02lb)
• Betriebstemp.:
D2G124-12: 0°C bis 60 °C (32 °F bis 140 °F)
D2G124-12P: 0°C bis 50 °C (32 °F bis 122 °F)
• Temperaturgrenzwerte: -40°C bis 70 °C (-40 °F bis 158°F)
• Zulässige Feuchtigkeit: 5 bis 95% non-condensing
• Stromaufnahme:
D2G124-12: 100-240V AC, 50-60Hz, 2,0A, 30W
D2G124-12P: 100-240V AC, 50-60Hz, 3,2A, 130W
• Wärmeabgabe:
D2G124-12: 102,39 (BTU/H)
D2G124-12P: 443,69 (BTU/H)
Unterstützte Standards
• Standard Safety: UL/CB/LVD
• Electromagnetic compatibility: CE/FCC Class A/VCCI/C-Tick/BSMI
• Stoßfestigkeit: ISTA 2A, ASTM D5276
Mehr dazu unter
http://www.enterasys.com/products/switching/
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 185
G-Serie
Die neue G-Serie verbindet die geringe Größe und das Preis/Leistungsver
hältnis eines stackbaren Switches mit der Modularität eines chassisbasier
ten Systems. Sie bietet alle Voraussetzungen zur Unterstützung von QoS
Priorisierung und Sicherheitsanforderungen in konvergierten Voice, Video
und Datennetzen.
Die vollständige Unterstützung der SecureNetworks™ Features mit erwei
terten Kenngrößen wie z.B. eine Multiuserauthentisierung mit bis zu 8 Be
nutzern pro Port sowie eine mehr als doppelt so perfomante Policyunter
stützung im Vergleich zum SecureStack™ C3 sind nur eines der Merkmale
dieser neuen Switching Linie.
Ein großer Mehrwert ist insbesondere die große, von vielen Kunden beim
Matrix® E1 geschätzte Flexibilität des Geräts. Der G3 bietet bis zu 96 Gi
gabit Ethernet Ports in Kupfer – mit PoE oder als SFP, bis zu 12 10 Gigabit
Ethernet Ports können über XFP bereitgestellt werden.
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist die Nachrüstbarkeit von PoE auf
den 24x10/100/1000baseT Modulen. Diese sind bereits im Auslieferzu
stand PoE enabled. Wird dann eine zusätzliche, kostengünstige PoE-Opti
on-Card auf dem Modul eingesteckt, liefert dieses PoE nach dem 802.2af
Standard. Durch diese Möglichkeit bietet der G3 den Kunden maximalen
Investitionsschutz im Hinblick auf eine spätere Einführung von VoIP oder
WLAN und der damit verbundenen Spannungsversorgung der Geräte mit
PoE. Die Leistung und Anzahl der unterstützten Ports richtet sich nach den
installierten, modularen Powersupplys (400 oder 1200 Watt).
Komponenten im Überblick
Chassis
Die Chassis werden in drei Basisvarianten ausgeliefert, alle verfügen über
drei freie Slots zur Erweiterung mit den unten genannten Modulen.
G-Serie
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 186 Produktportfolio
Chassis
Das C3G124-24 Chassis ist, ebenso wie die G3G-24TX Module, mit der
G3G-POE Option auf PoE aufrüstbar.
Das Chassis wird ohne Stromversorgung ausgeliefert, diese muss zusätz
lich geordert werden.
24TX SWITCH + 3 EXPANSION SLOTS - ORDER POWER
G3G124-24
SUPPLY SEPARATELY
24TX POE SWITCH + 3 EXPANSION SLOTS - ORDER
G3G124-24P
POWER SUPPLY SEPARATELY
24 SFP SWITCH + 3 EXPANSION SLOTS - ORDER
G3G170-24
POWER SUPPLY SEPARATELY
G3-PWR G3 POWER SUPPLY - NON-POE
G3-PWR-POE G3 POWER SUPPLY - POE
Module
Für 24 Ports 10/100/1000 mit PoE-Unterstützung werden das Modul
G3G-24TX und die Erweiterung G3G-POE kombiniert.
G3G-24SFP G3 I/O CARD - 24 SFP PORTS
G3G-24TX G3 I/O CARD - 24 TX & 2 SFP COMBO PORTS
G3K-2XFP G3 I/O CARD - DUAL 10GB XFP PORTS
G3K-4XFP G3 I/O CARD - QUAD 10GB XFP PORTS
Optionen
G3G-POE G3 POE OPTION CARD FOR 24 PORTS
Softwareoptionen
G3L3-LIC G3 ADV. ROUTING LICENSE PIM, OSPF, VRRP
G3IPV6-LIC G3 IPV6 ROUTING LICENSE
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 187
Technische Eigenschaften
Unterstützte Funktionalität
Layer 2 Unterstützung
IEEE 802.1d — Spanning Tree
IEEE 802.1t — 802.1d Maintenance
IEEE 802.1p— Traffic Management/Mapping to 6 of 8 hardware queues
IEEE 802.1q — Virtual LANs w/ Port based VLANs
IEEE 802.1s — Multiple Spanning Tree
IEEE 802.1v — Protocol-based VLANs
IEEE 802.1w — Rapid Spanning Tree Reconvergence
IEEE 802.1x — Port-based Authentication
IEEE 802.3 — 10 Base-T
IEEE 802.3ab — 1000 Base-T
IEEE 802.3ac — VLAN Tagging
IEEE 802.3ad — Link Aggregation
IEEE 802.3u — 100 Base-T
IEEE 802.3x — Flow Control
Private Port (Private VLAN)
Many-to-One Port Mirroring, One-to-One Port Mirroring
Port Description
Per-Port Broadcast Suppression
Spanning Tree Backup Route
STP Pass Thru
RFC 1213 — MIB II
RFC 1493 — Bridge MIB
RFC 1643 — Ethernet-like MIB
RFC 2233 — Interfaces Group MIB using SMI v2
RFC 2618 — RADIUS Authentication Client MIB
RFC 2620 — RADIUS Accounting MIB
RFC 2674 — VLAN MIB
RFC 2737 — Entity MIB version 2
RFC 2819 — RMON Groups 1, 2, 3 & 9
IEEE 802.1x MIB (IEEE 802.1-pae-MIB)
IEEE 802.3ad MIB (IEEE802.3-ad-MIB)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 188 Produktportfolio
Authentisierung
MAC Authentication
Web Authentication (PWA)
802.1x Authentication
RFC 3580— Dynamic VLAN Assignment
RADIUS Client, Radius Accounting for MAC Authentication
EAP Pass Through
Dynamic and Static Mac Locking
Multiuserauthentication mit bis zu 8 Usern
QoS
Strict or weighted Round Robin
8 Hardware Queues/Port
802.3x Flow Control
64 kbps increment granularity
Management
NetSight® Console
NetSight® Policy Manager
NetSight® Inventory Manager
NetSight® Automated Security Manager
WebView, SSL Interface to WebView
Telnet with SSH
RADIUS Control to Management Interface
RMON (4 Groups: History, Statistics, Alarms and Events)
Text-based Configuration Upload/Download
Simple Network Time Protocol (SNTP)
Alias Port Naming
Node/Alias Table
RFC 854 — Telnet
RFC 1157 — SNMP
RFC 1901 — Community-based SNMP v2
RFC 2271 — SNMP Framework MIB
RFC 3413 — SNMP v3 Applications
RFC 3414 — User-based Security Model for SNMP v3
RFC 3415 — View-based Access Control Model for SNMP
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 189
Kapazitäten
• Address Table Size – 32k MAC Addresses
• 1024 VLANs supported
• 8 Hardware Queues/Port
• VLAN Spanning Tree (802.1s) — 4 Instances Supported
• 802.3ad Link Aggregation — 8 ports per trunk group, 6 groups
supported
• Main memory: 256 MB
• Flash memory: 32 MB
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 8,8 cm x 44,1 cm x 48,1 cm
• Gewicht:
G3G124-24: 9,598kg
G3G124-24P: 9,662kg
G3G170-24: 9,866kg
• Betriebstemp.: 0 °C bis 50 °C
• Temperaturgrenzwerte: -40°C bis 70 °C (-40 °F bis 158°F)
• Zulässige Feuchtigkeit: 5 bis 95% non-condensing
• Stromaufnahme: 100-240V AC, 50-60Hz, 0.7-1.8A, 92.18-130W
• Wärmeabgabe:
G3G124-24: 429,66 BTU/H
G3G124-24P: 443,3 BTU/H
G3G170-24: 214,3 BTU/H
Unterstützte Standards
• Standard Safety: UL/CB/LVD
• Electromagnetic compatibility: CE/FCC Class A/VCCI/C-Tick/BSMI
• Stoßfestigkeit: ISTA 2A, ASTM D5276
Mehr dazu unter
http://www.enterasys.com/products/switching/
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 190 Produktportfolio
I-Serie
Die I-Serie ist der erste gehärtete Enterasys Switch mit Secure
Networks™ Unterstützung für den industriellen Bereich. Er wird – wie in
Produktionsumgebungen üblich – mit Gleichstrom betrieben und kann auf
eine Hutschiene aufgesetzt werden. Das Gehäuse ist versiegelt und wird
ohne Lüfter gekühlt. Dennoch ist es modular aufgebaut und verfügt über
zwei Einbauslots, die mit unterschiedlichen Modulen bestückt werden kön
nen. Es sind 12 Port 10/100Mbit, ein 4 Port 100Base-FX und ein 8 Port
100Base-FX Modul sowie ein 8 Port 10/100Mbit+2Port 100Base-FX Modul
verfügbar. Des Weiteren sind zwei Module mit 6 Port 10/100Mbit oder 4
Port 100Base-FX und einem Speicherkarteneinschub verfügbar. Diese kön
nen eine Speicherkarte aufnehmen, welche die Konfiguration des Switches
enthält. Damit wird ein Austausch des Switches im Feld einfach gemacht.
Die I-Serie verfügt über zwei 1000Base Uplinks, die mit speziellen Mini-
GBICs für den industriellen Einsatz bestückt werden können.
Die I-Serie beinhaltet standardmäßig die Enterasys Secure Networks™
Features und schützt damit industrielle Automatisierungsprozesse. Nutzer
und Maschinen können durch individuelle Policys zugeordnet werden,
selbstverständlich interagiert die I-Serie auch mit dem vollständigen
Secure Networks™ Portfolio, um zum Beispiel NAC oder Distributed IPS
auch in Produktionsumgebungen zur Verfügung zu stellen.
Komponenten im Überblick
Chassis
I-Serie
I3H252-02 INDUSTRIAL SWITCH W 2 I/O SLOTS + 2 SFP
I3H252-4FXM FACTORY CONFIG'ED I3H252-02 & I3H-4FX-MM
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 191
Chassis-Fortsetzung
I3H252-8FXM FACTORY CONFIG'ED I3H252-02 & I3H-8FX-MM
I3H252-12TX FACTORY CONFIGURED I3H252-02 & I3H-12TX
I3H252-8TX-2FX FACTORY CONFIGURED I3H252-02&I3H-8TX-2FX
I3H252-6TX-MEM FACTORY CONFIG I3H252-02 & I3H-6TX-MEM
I3H252-4FX-MEM PRE-CONFIG I3H252-02 & I3H-4FXM-MEM
Module
I3H-12TX INDUSTRIAL SWITCH 12 PT 10/100 I/O CARD
I3H-4FX-MM INDUSTRIAL SWITCH 4 PT MMF FX I/O CARD
I3H-8FX-MM INDUSTRIAL SWITCH 8 PT MMF FX I/O CARD
INDUSTRIAL SWITCH 8 PT 10/100 I/O, 2 PT MMF FX I/O
I3H-8TX-2FX
CARD
I3H-6TX-MEM INDUSTRIAL SWITCH 6 TX MEM SLOT I/O CARD
I3H-4FXM-MEM INDUSTRIAL SWITCH 4 FX MEM SLOT I/O CARD
Optionen
I3H-DIN-KIT DIN RAIL KIT FOR I-SERIES SWITCH
I3H-PWR 24VDC POWER UNIT FOR I-SERIES SWITCH
I3H-RACK-MNT 19“ RACK MOUNT KIT FOR I-SERIES SWITCH
I-MGBIC-GLX INDUSTRIAL 1000LX SFP - I-SERIES ONLY
I-MGBIC-GSX INDUSTRIAL 1000SX SFP - I-SERIES ONLY
I3H-MEM INDUSTRIAL SWITCH MEMORY CARD
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 192 Produktportfolio
Technische Eigenschaften
Unterstützte Funktionalität
Layer 2 Unterstützung
IEEE 802.1d — Spanning Tree
IEEE 802.1t — 802.1d Maintenance
IEEE 802.1p— Traffic Management/Mapping to 6 of 8 hardware queues
IEEE 802.1q — Virtual LANs w/ Port based VLANs
IEEE 802.1s — Multiple Spanning Tree
IEEE 802.1v — Protocol-based VLANs
IEEE 802.1w — Rapid Spanning Tree Reconvergence
IEEE 802.1x — Port-based Authentication
IEEE 802.3 — 10 Base-T
IEEE 802.3ab — 1000 Base-T
IEEE 802.3ac — VLAN Tagging
IEEE 802.3ad — Link Aggregation
IEEE 802.3u — 100 Base-T
IEEE 802.3x — Flow Control
Private Port (Private VLAN)
Many-to-One Port Mirroring, One-to-One Port Mirroring
Port Description
Per-Port Broadcast Suppression
Spanning Tree Backup Route
STP Pass Thru
RFC 1213 — MIB II
RFC 1493 — Bridge MIB
RFC 1643 — Ethernet-like MIB
RFC 2233 — Interfaces Group MIB using SMI v2
RFC 2618 — RADIUS Authentication Client MIB
RFC 2620 — RADIUS Accounting MIB
RFC 2674 — VLAN MIB
RFC 2737 — Entity MIB version 2
RFC 2819 — RMON Groups 1, 2, 3 & 9
IEEE 802.1x MIB (IEEE 802.1-pae-MIB)
IEEE 802.3ad MIB (IEEE802.3-ad-MIB)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 193
Authentisierung
MAC Authentication
Web Authentication (PWA)
802.1x Authentication
RFC 3580— Dynamic VLAN Assignment
RADIUS Client
RADUIS Accounting for MAC Authentication
EAP Pass Through
Dynamic and Static Mac Locking
QoS
Strict or weighted Round Robin
8 Hardware Queues/Port
802.3x Flow Control
64 kbps increment granularity
Management
NetSight® Console
NetSight® Policy Manager
NetSight® Inventory Manager
NetSight® Automated Security Manager
WebView, SSL Interface to WebView
Telnet with SSH
RADIUS Control to Management Interface
RMON (4 Groups: History, Statistics, Alarms and Events)
Text-based Configuration Upload/Download
Simple Network Time Protocol (SNTP)
Alias Port Naming
Node/Alias Table
RFC 854 — Telnet
RFC 1157 — SNMP
RFC 1901 — Community-based SNMP v2
RFC 2271 — SNMP Framework MIB
RFC 3413 — SNMP v3 Applications
RFC 3414 — User-based Security Model for SNMP v3
RFC 3415 — View-based Access Control Model for SNMP
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 194 Produktportfolio
Kapazitäten
• Address Table Size – 8k MAC Addresses
• 1024 VLANs supported
• 8 Hardware Queues/Port
• VLAN Spanning Tree (802.1S) — 4 Instances Supported
• 802.3ad Link Aggregation — 8 ports per trunk group, 6 groups
supported
• Main memory: 256 MB
• Flash memory: 32 MB
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T: 8.89 cm (3.5\") x 18.41 cm (7.25\") x 33.85 cm
(13.33\")
• Gewicht:
I3H252-12TX 4.6 kg (10.12 lb),
I3H252-4FXM 4.58 kg (10.08 lb),
I3H252-8FXM 5.06 kg (11.13 lb)
• Betriebstemp.: -40 °C bis 60 °C (-40 °F bis 140 °F)
• Temperaturgrenzwerte: -40°C bis 70 °C (-40 °F bis 158°F)
• Zulässige Feuchtigkeit: 5 bis 90% non-condensing
• Strom: Die I-Serie arbeitet nur mit 24 Volt Gleichstrom. Eine
Gleichstromquelle muss vom Kunden gestellt werden oder ist als
optionales Netzteil erhältlich (I3H-PWR).
• Stoßfestigkeit: 50 G trapezoidal shock
Unterstützte Standards
• Standard Safety: UL 60950-1, CSA 22.2, EN60950-1
• Electromagnetic compatibility: 47 CFR Parts 2 and 15, CSA
C108.8, EN 55022, EN 55024, EN 61000-3-2, EN 61000-3-3,
AS/NZS CISPR 22, and VCCI V-3
• Standard EMC: FCC Part 15-Class A, ICES-003 Class A, BSMI,
VCCI-Class I, CISPR 22-Class A, EN 55024, EN 55022B Class A
• Industrial EMC: EN55011
• Hazardous Locations: ISA12.12.01 Class I, Div 2 A-D
Mehr dazu unter
http://www.enterasys.com/products/switching/I3H252-xxxx/
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 195
Übersicht Secure Networks™/HW Kapazität
Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht über die Merkmale der En
terasys Networks Switching Produktlinie sowie die Unterstützung von Si
cherheitsmerkmalen.
DFE SecureStack™
Plt/ D2/ 5
X Dmn Gold I G3 C2 C3 A2
B3
5
B2
d
Bandbreite pro 40 18 18 384 40 40 20 20 2
DFE/IOM/Stackport Gbps Gbps Gbps Gbps Gbps Gbps Gbps Gbps Gbps
Swichting/Routing Durch 13,5 6,5 214
satz (64byte) Mpps Mpps Mpps
MAC – FDB Tabellengröße 64k 64k 32k 8k 32k 16k 16k 16k 16k 8k
Unterstützte VLANs 1024 1024 1024 1024 1024 1024 1024 1024 1024 1024
1024
Queues (depending on HW) 4/16 4 8 8 8 8 8 8 4
- QE1
8/2 8/2 8/2
Rate Limiter
8/32 4/8 - - -
Gb/ Gb/ Gb/
(depending on HW)
Fe Fe Fe
48/
IEEE 802.3ad
32/8 no 4/4 8/6 8/6 6/8 6/8 6/8 6/8 6/4
Groups/Ports per Group
limit
Port Mirrors, 16/
4
1(8) 2 1(8) 2 1(8) 2 1(8) 2 1(8) 2 1(4)2
3
1/FE
destination Ports (all/N1) 64
IEEE 802.1s instances 16 64 9 4 4 4 4 4 4 4
8/12
Authenticated Users
8/10 2 8 1(2) 2 1(2) 2 1
6
per Port 24
Policy 64k/- 1k/-/ 256/- 1536 100/ 768/- 100/ 768/-
-
/- 63 /15 /-/31 18 /15 18 /15
Regeln/Masks/Roles
x/x/x x/x/x x/x/x x/x/x x/x/x x/-/x x/-/x x/-/x
802.1x/Web/MAC/CEP
/x /x /- /- /- /- /- /-
Multimethod Authentication x x x x x x x
VLAN/MAC/IP Mapping x/x/x x/x/x x/-/- x/-/- x/-/- x/-/- -
RFC 3580 x x x x x x x
3 3
Protected Port x x x x x
x x
EAP--Passthrough - - x x x x x
2
Mirror to 1 destination from a max Portcount in (#)
3
Possible by VLAN-Config+IVL/SVL Config
4
one unique Port Mirror per Forwarding Engine (many to one)
5
requires Policy license for Policy – else Diff Serve
6
Anzahl bei der N-Serie Platinum/Diamond ist wie folgt: Kupferports – 8 User,
Glas- oder LAG-ports – 128 User, mit N-EOS-PPC lizenz – 1024 User unabhängig
vom Porttyp
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 197
Lizenzübersicht
Die Produkte enthalten teilweise optionale Features, welche über Lizenzen freige
schaltet werden. Hier finden Sie eine Übersicht der Basis – und optionalen Featu
res.
SecureStack™ B-Serie, D-Serie
Standardmäßig wird Authentisierung ohne Policy unterstützt. Mit den Li
zenzen B2POL-LIC und B3POL-LIC, welche pro Switch lizenziert werden müssen,
wird die Verwendung der Policy Features möglich. Bei der D-Serie wird die Policy
Funktionalität analog der B-Serie mit der D2POL-LIC freigeschaltet.
SecureStack™ C-Serie
Die C-Serie unterstützt im Basisimage statisches Routing und RIP. Mit der C2L3-
LIC, welche pro Stack lizenziert wird und für C2s sowie gemischte C2/C3 Stacks
verwendet wird, werden zusätzlich die Features VRRP, OSPF, PIM-SM und DVMRP
freigeschaltet. Mit der C3L3-LIC werden dieselben Features in einem reinen C3
Stack freigeschaltet, dann wird eine Lizenz pro Switch benötigt. Mit der C3IPV6-LIC
Lizenz wird Ipv6-Routing in einem reinen C3 Stack aktiviert.
G-Serie
Die G-Serie unterstützt im Basisimage statisches Routing und RIP. Mit der G3L3-
LIC werden zusätzlich die Features VRRP, OSPF, PIM-SM und DVMRP freigeschaltet.
Mit der G3IPV6-LIC Lizenz wird Ipv6-Routing aktiviert.
Matrix® N-Serie Gold
Die Gold Blades unterstützen standardmäßig VRRP sowie statisches und ripv1/2
Routing. Mit der N-EOS-L3 Lizenz lassen sich OSPF, PIM-SM und DVMRP aktivieren.
Eine 1+1 Redundanz wird mit der N-EOS-RED Lizenz freigeschaltet.
Matrix® N-Serie Platinum/Diamond
Die Matrix® N-Serie unterstützt im Basisimage Policys für bis zu 8 Benutzer pro
Kupferport und 128 Benutzer pro Glas- oder LAG-Port. Des Weiteren wird eine N+1
Redundanz sowie VRRP, statisches und ripv1/2 Routing bereitgestellt.
Mit der N-EOS-L3 Lizenz wird zusätzlich OSPF, PIM-SM, DVMRP und LSNAT freige
schaltet.
Mit der N-EOS-PPC Lizenz können pro Port bis zu 1024 Benutzer authentisiert wer
den, unabhängig vom Porttyp. Die N-EOS-PUC Lizenz ermöglicht die Authentisie
rung von bis zu 2048 Benutzern in einem Chassis, macht also nur bei N3/N5/N7
Sinn, da die Anzahl pro Blade auf 1024 beschränkt ist.
Für die Verwendung von PIM-SM, LSNAT und NetFlow werden außer den Lizenzen
noch 256 MB Speicher auf allen Blades im Chassis benötigt.
Basisaustattung unterschiedlicher N-Serie Module:
N-EOS-L3 N-EOS-PPC 256 Mb
Platinum - - x
Platinum 2G4072-52 - - x
Platinum 2G4082-25 x - x
Diamond x x x
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 198 Produktportfolio
MGBICs, XENPAKs und XFPs
Die herstellerunabhängigen, mehrfach verwendbaren Module bedeuten für
den Netzwerkadministrator eine große Flexibilität. Die Möglichkeit, die
Schnittstellen nach Bedarf zu bestücken oder im Fehlerfall schnell auszut
auschen, erleichtert die Administration und stellt nicht zuletzt einen
großen finanziellen Vorteil dar. Hier sind die dafür bei Enterasys verfügba
ren MGIBCs und 10 Gigabit Ethernet Module beschrieben.
MGBICs (SFPs)
1000Base-SX Mini GBIC, Multimode Fiber, 50/125 oder
MGBIC-LC01 62.5/125 µm MMF, 2-550m Reichweite, 850nm Wellenlän
ge, LC connector
1000Base-SX Mini GBIC, Multimode Fiber, 50/125 oder
MGBIC-LC03 62.5/125 µm MMF, 2km Reichweite, 1310nm Wellenlänge,
LC connector
1000Base-LX Mini GBIC, Multimode oder Singlemode Fiber,
50/125, 62.5/125 µm MMF oder 9, 10 µm SMF, 2-555m
MGBIC-LC09
(MMF) oder 2m-10km (SMF) Reichweite, 1310nm Wellen
länge, LC connector
1000Base-SX Mini GBIC, Multimode Fiber, 50/125 oder
MGBIC-MT01 62.5/125 µm MMF, 2-550m Reichweite, 850nm Wellenlän
ge, MTRJ connector
1000Base-T Mini GBIC, CAT-5, 100m Reichweite, RJ45
MGBIC-02 connector, ermöglicht 1000Base-T, 10/100Base-T ist nicht
verfügbar.
1000Base-LX/LH, Singlemode Fiber, 9 oder 10µ SMF, 70
MGBIC-08
km Reichweite, 1550 nm Wellenlänge, LC connector
For use in selected SFP-Ports only - 100Base-FX Multimode
MGBIC-LC04
Mini GBIC w/LC connector
For use in selected SFP-Ports only - 100Base-FX Single
MGBIC-LC05
mode Mini GBIC w/LC connector
1 Gb, Extended Long Reach, 1000Base-EZX, IEEE 802.3
MGBIC-LC07
SM, 1550 nm Long Wave Length, 110 KM, LC SFP
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 199
Industrielle MGBICs für die I-Serie
I-MGBIC-GLX INDUSTRIAL 1000LX SFP - I-SERIES
I-MGBIC-GSX INDUSTRIAL 1000SX SFP - I-SERIES
I-MGBIC-GTX INDUSTRIAL 1000TX SFP - I-SERIES
I-MGBIC-GZX INDUSTRIAL 1000ZX SFP for up to 80km
XENPAKs
10 Gb, 10GBASE-LR, IEEE 802.3 SM, 1310 nm Long Wave
10GBASE-LR
Length, 10 Km, SC Xenpak
10 Gigabit interface for 850 nm, 62.5 & 50 micron, MMF
10GBASE-SR
(33 m and 66 m) via SC connector
10 Gigabit interface for 1550 nm, 9 micron SMF (40 km)
10GBASE-ER
via SC connector
10 Gigabit interface for 1310 nm, 62.5 & 50 micron, MMF
10GBASE-LX4
(300 m and 240 m) or SMF (10 km) via SC connector
10GBASE CX4 Cabling
CX4-CBL-02 CX4 CABLE, 2 METER
CX4-CBL-05 CX4 CABLE, 5 METER
CX4-CBL-15 CX4 CABLE, 15 METER
XFPs
XFP with 10-Gigabit Ethernet Extended Reach (40KM
10GBASE-ER-XFP
over SMF) via LC connector
XFP with 10-Gigabit Ethernet Long Reach (10KM over
10GBASE-LR-XFP
SMF) via LC connector
10GBASE-SR-XFP XFP with 10-Gigabit Ethernet Short
10GBASE-SR-XFP
Reach (300m over MMF) via LC connector
10GBASE-ZR-XFP 10GBASE ZR XFP 80KM OPTIC
10 Gb, 10GBASE-CX4, IEEE 802.3 TwinAxial, CX4 Cop
10GBASE-CX4-XFP
per, 15 M, XFP
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 200 Produktportfolio
RoamAbout® Wireless Switching
Mit dem RoamAbout® Wirless Switching wird das Verwalten großer Wire
lessumgebungen genauso einfach und sicher wie Sie es von Ihrem Entera
sys LAN gewohnt sind. Kernkomponenten der Lösung sind dabei die Thin
APs, die WLAN Switche, auf welchen der Datenverkehr der Access Points
zentral zusammengeführt wird, sowie der RoamAbout® Switch Manager
(RASM) der zentrale Planungs-, Konfigurations-, Monitoring-, Alarmie
rungs- und Reportingfunktionen für die gesamte WLAN Infrastruktur zur
Verfügung stellt.
RoamAbout® Switch Manager
Die RoamAbout® Switch Manager Suite ist das zentrale Management Tool
für eine RoamAbout® Wireless Switching Umgebung. Hier können alle Wi
reless Switche zentral verwaltet werden. Mit einem Klick kann so eine
neue SSID auf allen Access Points ausgerollt oder gesperrt werden. Ein
virtuelles Site Survey Tool ist mit dem RF Planning Tool optional erhältlich.
RoamAbout® Switch Manager Suite
Eine Vielzahl von Wireless Switchen und Access Points steht zur Auswahl,
neu hinzugekommen ist der TRPZ-MP-422 mit Unterstützung von Distribu
ted Path Forwarding und Meshing.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 201
Komponenten im Überblick
Access Points
Als Thin Mode Access Points für die Wireless Switching Lösung stehen der
RBT-1002, RBT-1602, MP-422 und der Outdoor AP MP-620 zur Verfügung.
RBT-1602, MP-422, MP-432 MP-620
RBT-1002,
4102
• APs für Indoor & Outdoor Anwendungen mit PoE Versorgung, der
RBT-1002 kann zusätzlich über ein externes Netzteil versorgt wer
den
• Dual Radio für 802.11a+b/g inkl. 2 externen Antennenanschlüssen
(RBT-1002 hat keine externen Antennenanschlüsse)
• Dual-homed LAN – 2 LAN-Anschlüsse je AP, um vollständige Red
undanz (PoE & Daten) zu gewährleisten bei RBT-1602 und MP-422
• Verschlüsselter Control-Traffic bei RBT-1602 und MP-422
• Unterstützung von WLAN-Briding & Mesh- Anbindung von APs
ohne direkte LAN-Verbindung sowie Direkt-Path-Forwarding, was
ein Ausbrechen des Client Traffics direkt am AP ermöglicht und so
mit nicht mehr der gesamte Traffic zum Controller muss, dies er
möglicht Filialstrukturen ohne WLAN Switch in der Außenstelle bei
MP-422
• Bis zu 64 unabhängige SSIDs gleichzeitig je AP
• Unterstützung von ACL-basierenden Policys
• MP620 mit wetterfesten Gehäuse für Outdoor-Anwendungen
Der Access Point AP-4102 ist per Firmware sowohl im Thin- als auch im
Thick-Mode betreibbar. Er ist mit zwei Sendern für 802.11a sowie
802.11b/g ausgestattet und bietet zwei Anschlüsse für optionale externe
Antennen, um sowohl den Innen- als auch den Außenbetrieb zu ermögli
chen. Der AP4102 bietet Sicherheitsfeatures wie WPA2/802.11i/AES,
WPA/TKIP, WEP und SNMPv3 sowie NetSight® Policy.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 202 Produktportfolio
RBT-1002-EU Thin AP 1002 for countries other than NA
RBT-1602 Thin AP with connector for external antenna
RBT-4102-EU AP 4102 (Multi Band AP) for Europe
RBT-4102-BG AP 4102 supporting 802.11b/g radio ONLY
TRPZ-MP-620 Dual Band Outdoor AP
TRPZ-ANT-620 Wall Mount Kit for the MP-620 ONLY
TRPZ-MP-372-IL Trapeze Branded MP 372-IL for Israel Only
TRPZ-MP-422 Indoor 802.11 a/b/g AP with DPF and meshing support
TRPZ-MP-432 802.11 a/b/g/N AP
Wireless Switche
• Unterstützung von 3-128 APs- einfache Erweiterung der AP-Anzahl
via Lizenz
• ACL-basierende User Policys getriggert über einen zentralen Au
thentifizierungsserver egal ob der User via LAN oder WLAN ange
schlossen ist
• Integriertes WLAN-IDS/IPS System ohne zusätzliche Sensoren
Erkennt, ob Fremd-APs im eigentlichen LAN angeschlossen
o
sind oder nur auf der Funkschnittstelle stören (Klassifizie
rung Ad-hoc, Rough-AP oder Interfering-AP)
Bekämpfung von Rough-APs sowohl auf der Luftschnitt
o
stelle durch Abstoßen der WLAN Clients, als auch an der
LAN-Schnittstelle durch MAC-Locking und Policys
Erkennen von Flood Attacks, RF-jamming, AP MAC Maskie
o
rung und schwachen WEP Keys
Unterstützung von Client Black Lists
o
• Integrierter RADIUS Server inkl. WEB Authentifizierung zur Abbil
dung einer vollständigen HotSpot Lösung ohne zusätzliche Kompo
nenten
• 802.11n ready
• Loadbalancing, Automatische Kanal- & Sendeleistungseinstellung
• Unterstützung von Voice WLAN Infrastrukturen durch SVP und
WMM Zertifizierung sowie der Möglichkeit den User-/Voice-Traffic
direkt am AP in das LAN zu bridgen ohne das dieser zuerst zum
WLAN Switch muss. Dadurch werden höhere Latenzzeiten vermie
den und die Gesprächsqualität verbessert.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 203
TRPZ-MXR-2
RBT-8110/8210
RBT-8400
Wireless Controller
Produkt Interfaces Aktive Aps/
Konfigurationen
1 x 10/100 RJ45 with PoE, Up to 3/3
TRPZ-MXR-2
1 x 10/100 RJ45 without PoE
RBT-8110 1 x Gigabit RJ45, 1 x 10/100 RJ45, 1 x Console Up to 24/120
RBT-8210 2 x Gigabit RJ45, 1 x console Up to 72/300
4 x Gigabit (GBIC or RJ45), 1 x Console, up to 120/480
RBT-8400
1 x Flash Card Slot
2 x Gigabit SFP (MGBIC), 1 x console, up to 128/480
RBT-8500
1 x Flash Card Slot
Wireless Controller Optionen
RoamAbout® 8200 AP Licence Upgrade from 24 AP sup
RBT-8200-24
port to 48 and 48 to 72
RBT-8400-PSU RBT-8400 spare Power Supply
RoamAbout® Wireless Switch 8400 License upgrade
RBT-8400-40
40-80
RoamAbout® Wireless Switch 8400 License upgrade
RBT-8400-80
40-120
RBT-8500-32 RBT-8500 32 AP LICENSE UPGRADE
Management Software
• Integriertes RF-Planning & Site Survey Tool. Dadurch werden Pla
nungsdaten direkt in die Echtumgebung übernommen (Kostener
sparnis). Das Tool unterstützt sowohl Off-Site Planung, die Inte
gration von On-Site Planungsdaten (Ekahau) sowie das Erstellen
von kompletten Workorders, um die Installation der APs & Switche
zu steuern
• Effektive & einfache Planung, Konfiguration, Optimierung & Über
wachung der gesamten WLAN Infrastruktur.
• Device & User Management via Templates, um auch großflächige
WLANs einfach zu managen
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 204 Produktportfolio
• Performance-Tracking Auswertung von campusweiten Daten bis
hin zum einzelnen User in Echtzeit sowie mit einer Historie von bis
zu 30 Tagen
• Location-Tracking zur schnellen Lokalisierung von Clients und
Rough-APs
• Fehler- & Ereignis-Tracking ermöglicht die schnelle Isolierung von
Problemen sowohl von Clients als auch von APs
• Integriertes WLAN-IDS/IPS System ohne zusätzliche Sensoren
Erkennt, ob Fremd-APs im eigentlichen LAN angeschlossen
o
sind oder nur auf der Funkschnittstelle stören (Klassifizie
rung Ad-hoc, Rough-AP oder Interfering-AP)
Bekämpfung von Rough-APs sowohl auf der Luftschnitt
o
stelle durch Abstoßen der WLAN-Clients als auch an der
LAN-Schnittstelle durch MAC-Locking und Policys
Erkennen von Flood Attacks, RF-jamming, AP MAC Maskie
o
rung und schwachen WEP Keys
Unterstützung von Client BlackLists
o
• Integrierter „Guest User Manager“ zum Anlegen und Verwalten
von temporären Gastzugängen
• Skaliert von 1 bis zu 100+ RoamAbout® Switche
RoamAbout® Wireless RF Planning Tool
RBT-RFPLAN
RoamAbout® Switch Manager (RASM)- supports up to
RBT-NMS-50
50 Access Points
RoamAbout® Wireless Switch NMS upgrade from 50 AP
RBT-NMS-50-200
to 200 AP support
RoamAbout® Wireless Switch NMS upgrade from 50 AP
RBT-NMS-50-UNL
to Unlimited AP support
RoamAbout® Switch Manager (RASM)- supports up to
RBT-NMS-200
200 Access Points
RoamAbout® Wireless Switch NMS upgrade from 200 AP
RBT-NMS-200-UNL
to an Unlimited number of AP support
RoamAbout® Switch Management Software (RASM)-
RBT-NMS-UNL
Unlimited number of Access Points
TRPZ-SP SMARTPASS GUEST ACCESS - BASE 50 GUEST
TRPZ-SP-ENT LICENSE UPGRADE FOR 10K GUESTS
Mehr dazu unter
http://www.enterasys.com/products/security-enabled-infrastructure/ro
amabout.aspx
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 205
Sonstige Komponenten
Kabel
20\" Pigtail cable for the RBT-1102/-4102,
RBT4K-AG-PT20F Reverse SMA Female connector to
Reverse N Female Connector
20\" Pigtail cable for the RBT-1102/-4102,
RBT4K-AG-PT20M Reverse SMA Female connector to
Reverse N Male Connector
RBTES-L200-C20F LMR200 - 20 FT cable Reverse N female
RBTES-L400-C50F LMR400 - 50 FT cable Reverse N female
RBTES-L400-C75F LMR400 - 75 FT cable Reverse N female
RBTES-L600-C25F LMR600 - 25 FT cable Reverse N female
RBTES-L600-C50F LMR600 - 50 FT cable Reverse N female
TRPZ-ANT-CBL3MM 3m cable for the MP-620 ONLY
CABLE REPLACEMENT KIT FOR XPS-620X-OUT
TRPZ-XPS-CABL-OUT
Antennen
Die Verwendung von Frequenzen zum Einsatz von 802.1 a/b/g WLAN ist
fast weltweit lizenzfrei möglich. Allerdings unterliegen die verwendbaren
Kanäle sowie die maximal mögliche Sendeleistung unterschiedlichen Ein
schränkungen. Diese sind für die EU im Folgenden aufgezählt.
Zu den EU Ländern zählen: Österreich, Belgien, Zypern, Tschechien, Dä
nemark, Estland, Frankreich, Finnland, Deutschland, Griechenland, Un
garn, Irland, Italien, Litauen, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Großbritannien, Portugal, Spanien, Slowakei und Polen. Zulässige Kanäle
in diesen Ländern sind:
für 802.11b/g:
1 – 13 Innenbereich/Außenbereich (2400-2483.5MHz)
In Belgien nur Kanal 13 im Außenbereich
In Frankreich nur Kanal 1-7 im Außenbereich
für 802.11a:
36 – 64 nur Innenbereich (5150 – 5350MHz)
100 – 140 Innenbereich/Außenbereich (5470 – 5725MHz)
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 206 Produktportfolio
Reichweiten basierend auf dem ETSI Standard
Mit RBT-4102-EU (802.11a) und 15dBi bis 15dBi Sektor Antenne
(RBTES-AW-S1590M)
Signalisie Durchsatz Empfohlene Empfohlene
rungsrate [Mb/s] max. Reichweite max. Reichweite
[Mb/s] (2-25“ L600 (2-50“ L600
Kabel) [km] Kabel) [km]
54 21 0.8 0.4
36 18 1.6 0.9
24 13 2.4 1.4
6 4.5 4.8 2.8
Mit RBT-4102-EU (802.11 b/g) 14dBi bis 14dBi Sektor Antenne (RBTES-
BG-S1490M)
Signalisie Durchsatz Empfohlene Empfohlene
rungsrate [Mb/s] max. Reichweite max. Reichweite
[Mb/s] (2-25“ L600 (2-50“ L600
Kabel) [km] Kabel) [km]
54 18.3 0.8 0.6
36 15.5 1.6 1.2
24 10 2.4 1.8
6 4 4.8 3.6
Wird eine 8dBi Omni (RBTES-BG-M08M) Antenne statt der 14dBi Sektor
Antenne verwendet, ist in etwa mit der halben Entfernung zu rechnen.
Anmerkung: Die Ausgangsleistung wird automatisch aufgrund der ausge
wählten Antenne eingestellt, um den jeweiligen örtlichen regulatorischen
Bestimmungen gerecht zu werden.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 207
Montage
Bei der Installation von Antennen im Innen- oder Außenbereich muss auf
die richtige Zusammenstellung von Antenne, Kabel und evtl. Blitzschutz
geachtet werden. Grundsätzlich erfolgt der Anschluss des Access Points
(RBT-4102) an beliebige weitere Komponenten über ein proprietäres Pig
tail-Kabel. Dabei ist auf Seiten des Access Points ein proprietärer An
schluss (Reverse SMA Male), auf der anderen Seite ein Reverse N Male
oder Female Anschluss vorhanden.
Kombinationsbeispiel von Kabeloptionen
Die Verbindungskabel haben alle Reverse N female Anschlüsse. Um also
den Access Point direkt an ein Kabel anzuschließen, wird ein Pigtail mit
Reverse N male Anschluss benötigt. Zum direkten Anschluss einer Anten
ne oder des Blitzschutzes wird ein Pigtail mit Reverse N female Anschluss
benötigt.
Mehr Informationen finden Sie auch unter:
http://www.enterasys.com/support/manuals/hardware/4254.pdf
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 208 Produktportfolio
Ohne Einschränkungen einsetzbare Antennen
RoamAbout® Range Extender Antenna for
RBT4K-AG-IA RBT-1102/4102
Reverse SMA Female
Roamabout® Indoor Antenna with Reverse SMA
RBT-AG-IA
RoamAbout® 2.4GHZ 8DB Omni Ant
RBTES-BG-M08M
Reverse N Male
RoamAbout® 4.9-5.9GHZ Sect Ant
RBTES-AW-S1590M
Reverse N Male
RoamAbout® 2.4GHZ 14DB Sect Ant
RBTES-BG-S1490M
Reverse N Male
Nur in Nordamerika einsetzbare Antennen
(Ausnahme: RBTES-BG-P18M auch in Japan einsetzbar)
RoamAbout® 2.4GHZ 18DB Pane Ant
RBTES-BG-P18M
Reverse N Male
RoamAbout® 5.8GHZ 23DB Panel
RBTES-AH-P23M
Reverse N Male
RoamAbout® 5.7-5.GHZ 10DB Omni
RBTES-AH-M10M
Reverse N Male
RoamAbout® 2.4GHz 24dB Parabolic Anternna Re
RBTES-BG-PAR24M
verse N Male
RoamAbout® 5.3GHZ 10DB Omni
RBTES-AM-M10M
Reverse N Male
Blitzschutz
Lightening Protector 2.4/5GHZ
RBTES-AG-LPM
Reverse N Male
TRPZ-ANT-LGTNG 2.4GHz and 5GHz LP for the MP-620 ONLY
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 209
Degree Sector Antennen für RBT-1602
RoamAbout® 2.4GHz 10dBi X 60 Degree Sector for
RBTES-BG-S1060
the RBT-1602 AP
RoamAbout® 2.4GHz 7dBi X 120 Degree Sector for
RBTES-BG-S07120
the RBT-1602 AP
RoamAbout® 2.4GHz 6dBi X 180 Degree Sector for
RBTES-BG-S06180
the RBT-1602 AP and TRPZ-MP-422
RoamAbout® 5.15-5.8GHz 14dBi X 60 Degree Sector
RBTES-AW-S1460
for the RBT-1602 AP
RoamAbout® 5.15-5.8GHz 12dBi X 120 Degree Sec
RBTES-AW-S12120
tor for the RBT-1602 AP
RoamAbout 5.15-5.8GHz 10dBi X 180 Degree Sector
RBTES-AW-S10180
for the RBT-1602 AP
Degree Sector Antennen für MP-620
2.4GHz 10dBi x 120 degree Sector Antenna for the
TRPZ-ANT-1120
MP-620 ONLY.
2.4GHz 8dBi Omni Directional Antenna for the MP-620
TRPZ-ANT-1360
ONLY
5GHz 13dBi x 120 degree Sector Antenna for the MP-620
TRPZ-ANT-5120
ONLY
5GHz 8dBi Omni Directional Antenna for the MP-620
TRPZ-ANT-5360
ONLY
Optionen für MP-620
TRPZ-XPS-6201-OUT HARDENED OUTDOOR POWER SUPPLY FOR MP-620
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 210 Produktportfolio
Enterasys VDSL Optionen
Mit den Enterasys VDSL Systemen können über bis zu 3km Länge Ether
net und PoE über bestehende Zweidrahtleitungen übertragen werden.
Neuartige Übertragungstechniken garantieren eine bislang nur von Glasfa
sern bekannte Übertragungsqualität.
Gleichzeitig wird beim Vierdrahtbetrieb eine vollautomatische Redundanz
ermöglicht, welche eine zuverlässige Versorgung der entfernten Standorte
garantiert.
Damit können PoE fähige Komponenten wie IP Security Kameras, IP Pho
nes oder Access Points praktisch an allen Standorten mit einfacher Ver
drahtung eingesetzt werden.
Longreach Ethernet+PoE über Klingeldraht
Dabei wird ein Durchsatz von bis zu 75 Mbps im Up- und Downstream er
reicht. Pro Port stehen auch bei 3km noch 24/2 = 12 Watt Leistung zur
Verfügung.
Durchsatz und Leistung vs. Drahtlänge
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 211
Komponenten im Überblick
ETS43002
ETS43114
(Client-Unit)
(Master-Unit)
ETS43114 MOTOROLA XLP-6824 MASTER POE UNIT - 4 UTP
PORTS – ROHS, Requires 1 to 4 XLP-6802 Client
ETS43002 MOTOROLA XLP-6802 POE CLIENT UNIT-ROHS
ETS42202 XL68A 2-WIRE ADAPTER OPTION FOR XLP68XX
Technische Eigenschaften
Management
• Console, Telnet, Web
• ACL's, Management VLAN
• SNMPv1,2c
Kapazitäten
• 128 VLANs supported
• 2 Hardware Queues
Spezifikationen
• Abmaße H/B/T:
ETS43114: 35,5cm (14”)x 22,8cm (9”)x 4,4cm (1,75”)
ETS43002: 10cm (4”)x 16,5cm (6,5”)x 3,8cm (1,5”)
• Betriebstemp.:
ETS43114: 0°C bis 50 °C
ETS43002: -20°C bis 70 °C
• Zulässige Feuchtigkeit: 5 bis 95% non-condensing
• Stromaufnahme (ETS43114):
100-240V AC, 50-60Hz, 300W max, 30,8W pro ETS43002 Client
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 212 Produktportfolio
X-Pedition Security Router
Die VPN Technologie verbindet die Vorteile des Internets (IP-basierte, ein
fache Technologie – \"überall\" Zugriff möglich) und der modernen Krypto
graphie zu einer völlig neuen Betrachtungsweise des Zugriffs auf Unter
nehmensnetze.
Anwendungsbereiche des XSR
Enterasys Networks stellt mit den X-Pedition Security Routern eine ganze
Palette von Lösungen für die sichere Anbindung von Mitarbeitern und
Außenstellen bereit.
Mehr Informationen unter
http://www.enterasys.com/products/routing/xsr/.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 213
XSR-1805, 1850
Der XSR-1805 ist das Einstiegsprodukt der Enterasys Familie von Sicher
heitsroutern für Zweigstellen. Er bietet leistungsfähige IP-Routing Fähig
keiten in Kombination mit fortschrittlichen Sicherheitsmerkmalen wie Ga
teway-to-Gateway und Client-to-Gateway Virtual Private Networking.
Der rack-mountable XSR-1850 ist das richtige Produkt für Zweigstellen
mit geschäftskritischen Applikationen, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage in
der Woche verfügbar sein müssen. Er bietet über 200 parallel laufende IP
Sec/3DES VPN Tunnels und zusätzlich eine optionale Stromversorgung
und redundante Lüfter.
Der XSR-1805 ist die kleinere Variante, von Haus aus mit weniger Spei
cher ausgestattet, aber bis zur Kapazität des XSR-1850 aufrüstbar.
Komponenten im Überblick
Chassis
XSR-1805 XSR-1850
Optionen
XSR-1805-RKMT Rackmount kit for XSR-1805
XSR-18XX-VPN VPN code upgrade for XSR-1800 series
XSR-18XX-FW Firewall code upgrade for XSR-1800 series
XSR-18XX-VPN-FW VPN & Firewall code upgrade for XSR-1800 series
XSR 1850 series Redundant power center, chassis
and 1 pwr supply. Compatible w/XSR-1850 rev le
XSR-RPC
vel OL or higher. European ESD restrictions to
some older hardware revisions
Redundent Power supply for XSR1850,up to 4
XSR-RPOWER-1850
mount in XSR-RPC
XSR-128MB-MEM 128 Mb Memory upgrade for XSR-1850
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 214 Produktportfolio
XSR-3020, 3150, 3250
Die Security Router der XSR 3000 Serie ermöglichen ein einfaches und
leistungsfähiges Betreiben von WANs durch die Kombination umfangrei
cher IP-Routing Merkmale, eine breit gefächerte Auswahl an WAN-Schnitt
stellen, vielfältige Sicherheitsfunktionalitäten wie Gateway-to-
Gateway/Client-to-Gateway VPN und Policy Managed Stateful Inspection
Firewalling. Im Gegensatz zu anderen WAN-Geräten bieten die XSR-Rou
ter hoch entwickelte Sicherheitslösungen und sind in der Lage selbst dann
Wirespeed-Leistung zu liefern, wenn alle Funktionalitäten aktiviert sind.
Außerdem haben sie im Gegensatz zu typischen Sicherheitsappliances die
Möglichkeit zum umfangreichen IP-Routing und eine Vielzahl verfügbarer
WAN-Schnittstellen.
Komponenten im Überblick
Chassis
XSR-3150 XSR-3250
Optionen
XSR-3020-FW Firewall feature set for XSR-3020
XSR-3020-VPN VPN feature set for XSR-3020
XSR-3020-VPN-FW Firewall & VPN feature set bundle for XSR-3020
XSR-3XXX-FW Firewall feature set for XSR-3150, XSR-3250
XSR-3XXX-VPN VPN feature set for XSR-3150, XSR-3250
Firewall & VPN feature set bundle for XSR-3150,
XSR-3XXX-VPN-FW
XSR-3250
Upgrade to 512MB DRAM for the XSR-3150 and
XSR-512MB-MEM XSR-3250. Kit contains two 128MB memory cards
(available with XSR Release 6.0)
XSR-NCC-250-4XX Spare NIM Carrier Card for XSR-3250
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Produktportfolio Seite 215
Übersicht - XSR's
Kapazitäten
XSR-180 XSR-185 XSR-302 XSR-315 XSR-325
5 0 0 0 0
NIM Slots 2 2 2 2 6
Fixed 10/100/1000
- - 3 3 3
LAN Ports
Fixed 10/100
2 2 - - -
LAN Ports
Optional Gigabit
Mini-GBIC Mini-GBIC Mini-GBIC
Ethernet *
IP-Routing Perfor
50k PPS 60k PPS 250k PPS 525k PPS 600k PPS
mance
3,000 3,000
VPN Tunnels 50 200 1000 (upgrade (upgrade
able) able)
VPN Throughput 100Mbps 100 Mbps 100 Mbps 350 Mbps 350 Mbps
Firewalling Through 200
180Mbps 1.1Gbps 2Gbps 2+Gbps
put Mbps
Simultaneous
12,500 80,000 150,000 400,000 450,000
Firewall Sessions
Redundant Power
No Optional No Standard Standard
Supplies
* Use of optional Mini-GBIC disables use of 1 fixed LAN port.
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 216 Produktportfolio
Spezifikationen
XSR-1805
• Abmaße 35.6 cm (14\") L x 25.4 cm (10\") W x 6.4 cm (2.5\") H
• Gewicht 3.18 kg (7 lb)
XSR-1850
• Abmaße 25.4 cm (10\") L x 43.1 cm (17') W x 5.0 cm (2\") H
• Gewicht 4.08 kg (9 lb)
XSR-3020
• Abmaße H/B/T: 53.3 cm (21\") L x 42.9 cm (16.9\") W x 4.2 cm
(1.6\") H
• Gewicht: 7.72 kg (17 lbs)
XSR-3150
• Abmaße H/B/T: 53.3 cm (21\") L x 42.9 cm (16.9\") W x 4.2 cm
(1.6\") H
• Gewicht: 9.09 kg (20 lbs)
XSR-3250
• Abmaße H/B/T: 53.34 cm (21\") L x 43.22 cm (16.9\") W x 6.4 cm
(2.5\") H
• Gewicht: 13.154 kg (29 lbs)
XSR-1805, 1850, 3020, 3150, 3250
• Betriebstemperatur 0° C bis 40° C (32° F bis 104 ° F)
• Temperaturgrenzwerte -40° C bis 70° C (-40° F bis 158° F)
• Zulässige Feuchtigkeit 5% bis 90% (non-condensing)
• Energieverbrauch (bei 100 bis -240~ Volts) 25W
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.enterasys.com/products/routing/XSR-3xxx/.
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Produktportfolio Seite 217
XSR Network Interface Module
Für die X-Pedition Security Router Serie sind eine Vielzahl von Network In
terface Modulen für alle wichtigen Technologien im WAN Bereich verfüg
bar.
NIM-BRI-ST-01 1 port ISDN BRI with S/T interface
NIM-BRI-ST-02 2 port ISDN BRI with S/T interface
NIM-ADSL-AC-01 1 port ADSL NIM (Annex AC – POTS)
NIM-ADSL-B-01 1 port ADSL NIM (Annex B – ISDN)
NIM-CT1E1/PRI-1 1 port chan T1/E1 ISDN PRI with CSU/DSU
NIM- CT1E1/PRI-2 2 port chan T1/E1 ISDN PRI with CSU/DSU
NIM- CT1E1/PRI-4 4 port chan T1/E1 ISDN PRI with CSU/DSU
NIM-DIRELAY-02 2-port T1/E1 Drop and Insert Card
G.703 Balun with 120-ohm UTP (RJ-45F) to
NIM-E1-COAX-BLN
75W dual-BNC cables
NIM-SER-02 2 port High speed serial NIM
NIM-SER-04 4 port High speed serial NIM
NIM-T1/E1-01 1 port fractional T1/E1 DSU/CSU NIM
NIM-T1/E1-02 2 port fractional T1/E1 DSU/CSU NIM
NIM-T1/E1-04 4 port fractional T1/E1 DSU/CSU NIM
NIM-T3/E3-01 1 port fractional T3/E3 DSU/CSU NIM
NIM-ETHR-01 One port 10/100 Copper ethernet NIM
NIM-FIBR-01 One port 100Base-Fx MMF NIM
4 port RS232/EIA530 DTE serial cable for
NIM-232-CAB-04
NIM-SER-xx
4 port combination V.35/RS232 DTE serial cable
NIM-DBU1-CAB-04
for NIM-SER-xx
NIM-V35-CAB-04 4 port V.35 DTE serial cable for NIM-SER-xx
NIM-X21-CAB-04 4 port X.21 DTE serial cable for NIM-SER-xx
Enterasys Networks – Solution Guide 2008
Seite 218 Literaturhinweise
Literaturhinweise
www.enterasys.com - Unsere Homepage in Englisch
•
www.enterasys.com/de/ - Unsere Homepage in Deutsch
•
http://extranet.enterasys.com – Unser Portal für Enterasys Partner
•
und zentrale Dienste wie Lizenzverwaltung
www.enterasys.com/products/ - Unsere Produktlinien
•
www.enterasys.com/support/manuals/ - Unsere Handbücher für die
•
verschiedenen Produkte
www.enterasys.com/download/ - Unsere Downloadlibrary, unter der
•
Sie Firmware & Release Notes finden
www.enterasys.com/products/ids/ - Enterasys Intrusion Defense
•
www.10gea.com/ - 10 Gigabit Ethernet Alliance
•
www.wi-fi.com – Wireless Fidelity
•
grouper.ieee.org/groups/ - IEEE Standards Working Groups
•
www.faqs.org – Internet FAQ Archives
•
Downloads
http://www.enterasys.com/download/ -
•
Firmware, Software, Release Notes
http://www.enterasys.com/products/management/downloads/ -
•
Software Downloads & Evaluations (NetSight®)
http://www.enterasys.com/support/manuals/ -
•
Hardware & Software Manuals
https://dragon.enterasys.com/
•
DSCC und Dragon® IDP downloads+manuals
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Literaturhinweise Seite 219
Enterasys GTAC
Support in Deutsch
Montag - Freitag von 9:00 - 18:00 Uhr (MET)
Support in Englisch
Montag - Sonntag ganztägig
Hotline Nummer für:
Deutschland: 0800 / 1014-164
Österreich: 0800 / 2927-74
Schweiz: 0800 / 5620-89
per Email: eurosup@enterasys.com
Einen Online RMA Antrag finden Sie unter:
http://www.enterasys.com/support/email_forms/germanrma/
Enterasys Knowledgebase
Dies ist ein wertvolles Werkzeug, welches Zugriff auf häufig gestellte Fra
gen (FAQ), Anleitungen, Release Notes und weitere Artikel mit Know-How
Ratschlägen, Beispielkonfigurationen, Problemlösungen und hilfreichem
Material bietet.Für eine Übsicht zum Thema “Best Practice for Enterasys
Knowledgebase Searches”, sehen Sie bitte auf folgender URL nach:
https://knowledgebase-enterasys.talismaonline.com/article.aspx?article=10104&p=1.
Ansonsten ist die Knowledgebase erreichbar über:
https://knowledgebase-enterasys.talismaonline.com/
Enterasys Webguide
Enterasys Web extern http://www.enterasys.com
•
Enterasys Feature Guides:
•
http://secure.enterasys.com/support/manuals/f.html#M
EnteraNews http://www.lcoim.com/Enterasys/EnteraNews/
•
Automatische Benachrichtigung http://sweval.enterasys.com/notify/
•
File Exchange http://www.enterasys.com/support/exchange/
•
Whitepapers http://www.enterasys.com/de/products/whitepapers/
•
Handbücher: http://www.enterasys.com/support/manuals/
•
Visio, Cat & Co
•
http://www.enterasys.com/support/graphic-icons/index.html
MIBs http://www.enterasys.com/support/mibs/
•
Partner WEB http://extranet.enterasys.com/
•
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