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Die Entwicklungsgesdiichte des Bernburger Tiergartens                                                             Ausführu...
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  1. 1. Der VEB S E R U M - W E R K BERN B U R G stelltneben bekannten Tieraufzuchtpräparaten, wie„Afarom mit Spurenelementen",Vitamin D 30000 i. E.und Pe-Fu-Ko Penicillin-Futter- Konzentrat,eine große Anzahl Präparate für die Aufzuchtund vorbeugende Gesundheitspflege derNutz- und Haustiere sowie zur Behandlungerkrankter Tiere herVEB SERUM-WERK BERNBURG TIERCHRTEn
  2. 2. B I M KONSUM KAUFT MAN IMMER G U T . IM KONSUM KAUFT MAN IMMER GUTÜ21z Ptöer 3,5 TAiiiionen Wlitgtieder<2 1909-19592 sind in den K O N S U M G enossenschaften der Deutschen Demokratischen Republik organisiert.3 V O N D E R F A S A N E R I E Z U M T I E R G A R T E NMz Sie haben durch ihre aktive Mitarbeit großen Anteil*e a m Aufbau ihrer Konsumgenossenschaft, ihrer Verkaufs-s stelle, a n der Verbesserung der Handelstätigkeit ini-l Stadt und Land, der Modernisierung der Verkaufs-O stellen d e n n ,MHl| alle planen mit - alle arbeiten mit - alle regieren mit für den Sieg des Sozialismus!z< Ein Wegweiser< Datum werde auch "Du VAilalieb durch den Tiergarten mKONSUMz2 Dein Eintritt stärkt d e n weiteren Aufbau der Konsum- der Stadt Bernburg^ genossensdiaft KONSUM25< GENOSSENSCHAFTEN DES KREISES BERNBURGM K G Bernburg-Stadt • KG Alsleben ■ K G Nienburg= K G Bernburg-Land ■ KG Könnern ,.L CV • / C . /& tz0
  3. 3. it diesem Heft laden wir Sie ein zu einem Kundgang durch unseren Bernburger Tiergarten. Verweilen Sie in stiller Beschaulichkeit und genießen Sie die schöne Natur, gönnen Sie sich hier einige Stunden der Erholung und Ent- spannung. Unser Bernburger Tiergarten entwickelte sich aus bescheidenen Anfängen einer Fasanerie zu dieser schönen und vielbesuchten Stätte, so daß er heute den Namen „Bernburger Tiergarten" mit vollem Recht trägt. Die erfolgreiche Entwicklung in den letzten Jahren war nur möglich, weil die Zahl der Tier- und Naturfreunde größer geworden ist, weil die Bürger unserer Stadt durch viele Aufbaustunden, Spenden und Unterstützung selbst ihren Tiergarten bauten. Wir alle schufen in fleißiger und liebevoller Arbeit diesen schönen Garten, X wir alle wollen auch weiterhin mithelfen. Bei dieser Gelegenheit darf ich allen Tier- und Naturfreunden, allen frei- willigen Aufbauhelfern herzlichst danken und auch weiterhin um Ihre Unterstützung bitten. Ich wünsche Ihnen einen recht • angenehmen Aufenthalt im Bernburger Tiergarten. Messerschmidt Bernburg, den 1. Juli 1959 Bürgermeister der Stadt Bernburg CARL-MARIA-V.-WEBER- INTENDANT KURT ERDENBERGER BERNBURQ - das %uttutzenttum (Zentöurgs - zeigt in d e r Spielzeit 1959/60: OPER OPERETTE Ein Maskenball Boccaccio Schwanda, der Dudelsackpfeifer Das Lied der Sehnsucht Der Widerspenstigen Zähmung Mamzelle Nilouche KINDEROPER MUSIKAL. LUSTSPIEL H e r a u s g e g e b e n v o m Rat d e r S t a d t B e r n b u r g — Abt. K u l t u r Das Tierhäuschen 2 X Madeleine Titelbild: E r n s t Schein F o t o s : F a c h g r u p p e „Fotografie" i m K u l t u r b u n d (5), F r a n z Schmidt (3), König Drosselbart Frühilngswalzer Heinz Vahldieck (1) 6 Sinfoniekonzerte T e x t : P a u l S t a m m - A n z e i g e n : D e w a g - W e r b u n g Halle Druck u n d G e s t a l t u n g : V o l k s d r u c k e r e i Ostharz, W e r k B e r n b u r g Auch Du hast ein Anrecht auf ein Anrecht!1V/1/19/57/325/1001 1143 10 000 5. 8. P c 1467/59
  4. 4. Nach Ihrem Aufenthalt im Tiergarten wohin der Weg Sie auch führt - iffBP unsere Betriebsstätten erwarten Ihren Besuch H O GOLDENE KUGEL V l Stallnstraße H O BUCHENHOF % J Friedensallee H O FORTSCHRITT ^ P Straße des Aulbaus H O CAFE TALSTADT Thälmannplatz H O LINDEN-CAFE Wilhelm-Pled-StraßeH O BERNBURG Teilansicht der Fasanerie mit Durchblick zum Affenhaus 5
  5. 5. Das Greifvogel-Rondell W. J. Paulmann Diese für einen Tiergarten, Zoo oder Tierpark neuartige Anlage bezweckt staall. gepr. Augenoptiker die Unterbringung von Greifvögeln in einer Weise, die dem Wohlbefinden der Tiere dienlich ist und dem Schönheitsempflnden des Beschauers Rech- nung tragen soll. Stalinstraße 19 Die seit 4000 Jahren in der Falknerei übliche und nun hier angewandte Art der Haltung ist für alle Greifvögel die beste Form der Unterbringung. Das Fesseln dieser Vogelarten ist keine Tierquälerei, da sie im Gegen- Lieferant der SVK und DVA satz zu den meisten anderen Vögeln stundenlang ruhend und verdauend im gleichen Ort zu stehen pflegen. Sie fliegen auch in der Freiheit fast nur, um Beute zu jagen und während der Balzzeit. Der hier benutzte Flugdraht, mit welchem der Vogel durch zwei Geschüh- riemen und durch die Langfessel mittels eines Wirbels (der sogenannten Drahle) verbunden ist, bietet genügende Bewegungsmöglichkeit. In einer Maschendraht-Voliere werden die Greifvögel meist nach kurzer Zeit Heinrich Rust durch Abbrechen der Flügel- und Schwanzfederenden unansehnlich, wäh- rend nach Falknerart aufgeschirrte Greifvögel sich in bestem Gefleder- Inh. Carl Rust zustand befinden (ohne den sie ja nicht erfolgreich würden jagen können). Ein auf diese Weise gehaltener Beizhabicht wurde 22 Jahre alt. Der Kommissionshändler scheinbar starke Ruck an den gefesselten Fängen, der manchmal beim rasanten Abflug der Vögel erfolgt, ist unbedeutend gegenüber* den Stoß- Fachgeschäft lür CH^ und Zugkräften, denen die Fänge der Greifvögel beim Schlagen der Beute oft ausgesetzt sind. Bürobedarf &etzneufieiteiv> Papierwaren Umarbeitungen Zeichenbedarf Reparaturen Gesuchen Sie das Rolf Luckau Be r n b u rg M U S E U M I M SCHLOSS BERNBURQ Wilhelm-Pied-Straße Kürschnermeister Bernburg, Hallesche Straße 12 STADT- U N D K U L T U R Q E S C H I C H T E NATURKUNDE SONDERAUSSTELLUNQEN Wir fertigen Produktionsgenossenschaft des Handwerks Kommerzielle Funkeinrichlungen Funkwerkstätten Bernburg Spezialsende- und Empfangs­ Verwaltung und Betrieb: Auf Wunsch finden Führungen statt antennen F r i e d e n s a l l e e Nr. 5 5 ■ Fernruf 2 6 6 4 Außer montags täglich geöffnet von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 UhrGemeinschaftsantennenverstärker Kunden- und Garantiedienst für Rundtunk und Fernsehen: Ruf 33 5 1 . Apparat 3 63 für Rundfunk und Fernsehen Hallesdie Slraße 6 ■ Fernruf 20 62 7
  6. 6. i ■i fli In der 6. Durchführungsbestimmung zum Jagdgesetz (1957) wurde die Ausübung der Beizjagd — das ist die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln ■ auf freies Wild — in der DDR gesetzlich geregelt. Inzwischen ist ein Arbeitskreis „Greifvogelschutz und Falknerei" im Deutschen Kulturbund gegründet worden, der z. Z. (1959) etwa 120 Mitglieder umfaßt. Mit den Beizvögeln (bes. Habichte und Sperber) werden bei uns vor allem Kanin- chen, Hasen, Rebhühner, Krähen, Elstern, Wildenten und Sperlinge ge- beizt ( = gejagt). Der erfolgreichste Beizhabicht in der DDR hat im Ver- lauf von 3 Jahren u. a. 96 Wildkaninchen geschlagen. Jeder Falkner, der freies Wild beizen will, gehört seinem zuständigen Jagdkollektiv an. Der Tiergarten Bernburg wird in Zukunft bei Bedarf auch Beizvögel von Falknern vorübergehend in fachmännische Pflege nehmen und so dazu beitragen, diese uralte, naturverbundene Jagdart in der DDR neu erstehen zu lassen und zu fördern. Dr. H. Schiemenz, Leiter des Zentralen Arbeitskreises „Greifvogelschutz und Falknerei" im DKB Rundgang Beim Eintritt in den Tiergarten erblicken wir eine Bronze-Figur, eine Gruppe Kraniche darstellend. Rechts daneben führt eine schöne breite Birken-Allee in den Garten.. Ob- wohl diese viel erwarten läßt, folgen Sie mir bitte zu einem Rundgang. " , . / , • Zuerst sehen wir die Rhesusaffen * ,: (Macacus mulattus), deren Heimat "•"*","/, Hinterindien und Südchina ist. In ihrem geräumigen Außenkäfig voll- v^ÜHl^^H^HSHH führen sie die tollsten Sprünge, schaukeln und klettern, daß es eine Freude ist, zuzusehen. Meist sind auch eine oder mehrere Affenmüt- ter mit ihren Babis zu sehen. Dann nimmt der Jubel der kleinen und großen Besucher kein Ende. Im da- vorliegenden Teichgehege wohnt eine Sumpfbiberfamilie, auch Nutrias (Myocastor coypus) genannt. Diese Nagetiere, deren Heimat Südamerika ist, werden jetzt viel gezüchtet, um den wertvollen Pelz zu gewinnen. Der Kopfschmuck, die Krone, gibt diesem „Zwei gute Freunde" - Jungfern- und Kronen-Kranich schönen Kranich seinen Namen8 9
  7. 7. In einer Teich-Voliere tummeln sich Sturm-, Silber- und Lachmöven. Wild- und Zwergenten, Bleßhühner und Kormorane leisten ihnen Gesell- schaft. Schnell sehen wir noch nach „Grimbart", dem Dachs, und dem Marder- Der Seeadler hund. Dann wenden wir uns um und gehen entlang des Tennisplatzes zur Birken-Allee. Blaue und weiße Pfauen sowie Englische Großköpfer in verschiedenen Farbschlägen begegnen uns. Ein HO-Kiosk, der Konzertplatz laden zum Verweilen ein. Im Sommer finden hier sonn- und festtags bei gutem Wetter Nachmittagskonzerte statt. Zirka 700 Sitzplätze stehen zur Ver- fügung. Das große Teichgehege mit seinen Fontänen bietet viel Abwechslung. Neben den Höckerschwänen ist auch ein Trauerschwan, dessen Heimat Australien ist, zu sehen. Weiter sehen wir die eleganten Jungfern- und die schmucken Kronen-Kraniche. Der Schwarzstorch fühlt sich ebenso wohl wie die Weißstörche. Höcker-, Grau- und Nil-Gänse sind hier eben- falls untergebracht. Sprechen wir von den Enten, müssen wir die Manda- rinenenten (Aix galericulata) und die Brautenten (Aix sponsa) zuerst nennen. Es sind wirklich die prachtvollsten ihrer Art. Die erstere bewohnt Südostsibirien, China und Japan, während die letztere in Nordamerika beheimatet ist. Türken- oder Warzenenten, Indische Laufenten, Smaragd- und Wildenten vervollständigen das bunte Bild. Im Teichgehege befinden sich die Kleingehege für das Kaukasische Stachelschwein (Hystrix cristata) und für die Nerze. Letztere werden des wertvollen Felles wegen in kleinen Zuchtbetrieben wie auch in Pelztier- farmen gezüchtet.Die Kleinsäuger-Anlage steht auf historischem Boden, denn hier wurde1909 die erste Fasanen-Voliere gebaut. Von den vielen Kaninchenrassen,die es gibt, haben hier seit Jahren „Holländer", „Russen", „Weiße Wiener",„Angora" und „Gelbsilber" ihren Einzug gehalten. Auch „Meister Lampe",der Hase, Wildkaninchen, Rosetten- und Glatthaar-Meerschweinchen sindhier zu sehen, ebenso weiße Mäuse und Ratten, Gold- und Feldhamsterund das große Wiesel, auch Hermelin genannt.Es folgen Volieren mit Steinkauz, Waldkauz, Schleiereule, Roter Milanund Mäusebussard. An Puten haben wir Bronzeputen und VirginierSchneeputen. Auch Perlhühner sind zu sehen.10
  8. 8. Das F a c h g e s c h ä f t die zuverlässige Bezugsquelle für tZfetnüsefi und f?lumensamen> in hochkeimlähigen und zuverlässigen Hochzuchiqualitälen ■ Slauden • Pflanzen • Bedarfsartikel für den Kleingärtner- Schädlingsbekämpfung • Futter- und Düngemittel ,_-^i SfiföiMWUS Bernburg (Saale), Leninstraße 24 (Nähe Capitol), Ruf 30 23 Gärtnerei Waltherstraße tfotot&tmke; Auch das Paradies Folohandlung . Kunstliditatelier mit seinem herrlichen Märchengarlen Unsere „Lotte" mit ihren Sämtliche Fotoarbeiten Vierlingen erwartet Sie! in fachmännischer Ausführung Be rn b u r g s Bernburg-Saale größtes und beliebtes Fernruf 25 27 Ausflugslokal Nun kommen wir zu dem Rot- oder Edelhirsch (Cervus elaphus). Zur Zeit Hallesche Straße 20 für alt und jung ist eine Zuchtgruppe von 1,3 Tieren vorhanden. (Die Zahl vor dem Komma sind stets männliche, die Zahl hinter dem Komma weibliche Tiere, ganz gleich, um welche Tierart es sich handelt.) Der Rothirsch lebt noch in unserer näheren Heimat. In den Hochwäldern des Harzes und Thüringens finden wir ihn. Dort lebt er in Rudeln. Nur das männliche Tier trägt ein Geweih, das er alljährlich — etwa im Februar — abwirft und ein neues schiebt. Bis August ist er dann im „Bast", um nach dem „Fegen" den Natur- und Tierfreund mit dem „Hirschebrüllen" zu erfreuen. Dann ist die Brunstzeit. Der Tierschutzverein für Stadt u. Kreis Bernburg Das Tierheim an der Röße Nr. 2 wirbt auch um Ihre Mitgliedschaft Wenden wir uns dem nächsten Gehege zu. Hier finden wir eine Zucht- Telefon 34 94 gruppe von 1,4 wildfarbiger Damhirsche (Dama dama). Das rötlich-braune (Monatsbeitrag 0,50 DM, Rentner 0,30 DM) Fell zeigt weiße Flecken, die im Sommer stärker hervortreten als im gibt laulend Hunde Anmeldung bei den Geschäftsstellen: aller Rassen in gute Winter. Käthe-Kollwiiz-Slraße 1 (Kuske), Telefon 28 57 Hände ab. Der Hirsch trägt ein Schaufelgeweih, das wie beim Rothirsch — alljähr- Karlstraße 10 (Strato), Telefon 26 84 Aufnahme lieh abgeworfen wird. Tierpark (Kasse) von Pensionshunden Betrachten wir jetzt das neu angelegte Greifvogel-Rondell. Hier finden jederzeit wir den Steinadler, See-Adler, Kuttengeier und andere Greifvögel, die hier auf Falknerart gehalten werden.12 13
  9. 9. In den Ziegen- und Schafgehegen finden wir stets mehrere Rassen. Die Karzziege, die Wild- oder Gebirgsziege und die niedlichen Afrikanischen Zwergziegen sind hier seit Jahren zu sehen, ebenso Kamerun-, Karakul- und Rhönschafe. Eine kleine Voliere wird vom Steinmarder und Iltis bewohnt. E 6 0 N T O U R S E t Der große Flugkäfig, einst von Adler und Geier bewohnt, wird ander- weitig besetzt. Ein Schild wird jeweils Auskunft geben ürschnermeister Die Schutzhütte nebenan wird nicht nur bei plötzlich einsetzendem Regen benutzt, sondern bietet auch bei sonnigem Wetter ein schattiges Plätz- chen. Von hier aus kann man auch das Gehege der weißen Damhirsche überblicken. MODISC HE {J^eLze Das Meerschweinchendorf bietet vor allem für die Kinder einen beson- deren Anziehungspunkt. Die Häuschen wurden im Sommer 1957 von den REPARATUR - AUFBEWAHRUNG Pionieren der Pestalozzi-Schule gebastelt. Der Kinderspielplatz ist mit Schaukel, Wippe und dergleichen ausgestattet. Hier können sich die Kinder austollen. Jedoch sollten die Eltern ihre Kinder im Auge behalten. B E R N B U R C , leninstraße 6 - Ruf 2358 Vorbei an dem 2. Eingang und dem Wohnhaus des Tiergartenleiters kom- men wir zum Bienen-Pavillon. Unter dem Motto „Dem Ganzen selbstlos dienen — das lehren uns die Bienen" hat hier die Fachsparte der Imker im KSK 1958 eine Lehrstätte geschaffen, die uns einen Einblick in das Leben des nützlichsten Insektes der Erde gestattet. Ein schmaler Weg führt zum Bärengehege. Es entstand in den Jahren 1956 bis 1958. Wir finden hier Jungtiere unserer Braunbären (Ursus arctos), die ja im Schloßzwinger untergebracht sind. Die Bärin bringt im Januar meist ein bis zwei Junge zur Welt. Sie sind etwa so groß wie eine Ratte, werden mit großer Mutterliebe gepflegt und wachsen verhältnis-VEB (K) BERNBURGER METALLWERKE mäßig schnell. Jungbären sind sehr lustige Gesellen. Daher haben sieABT. ORTHOPÄDIE auch immer viele Zuschauer, die sich an ihrem Spiel und an ihren Balge- reien erfreuen. Die Stufen-Terrasse bietet vielen die Möglichkeit, denBERNBURG, WILHELM-PIECK-STRASSE 18 ■ TELEFON 3 2 3 3 Vorgängen im Bärengehege zu folgen. Erwähnenswert ist, daß unsere alte „Lotte" im Jubiläumsjahr 1938 vier Jungbären zur Welt brachte. Ein Ereignis, von dem selbst die größten Zoos selten berichten können.£Sk A n f e r t i g u n g von Kunslgliedern aller Art In den daneben liegenden Raubtiergehegen sehen wir Waschbären, Dingos, Stützkorsetts, Stützapparate Wölfe, Hyäne, Rot- und Silberfüchse. Das Vogel- und Raubtierhaus wurde 1949 erbaut. ■ ; BW ■ Metalleinlagen, Ledereinlagen, Korkeinlagen1I 1 Medizinische Leibbinden und Bruchbänder Büstenhalter, aller Art Recht bunt und bewegt geht es in der Fasanerie und im Vogelhaus zu. Wir sehen Gold-, Silber-, Königs-, Amherst- oder Diamant- und Ring- fasanen, ferner grünfüßige Teichhühner, Rebhühner und dergleichen mehr.■/ ||J fimw m i/im und sonstige Sanitätskrankenartikel An Rassetauben sind vorhanden Strasser, Lerchen, Steigerkröpfer, Trom- mel-, Türken- und Lachtauben.« 7 l i >M Wellen- und Nymphensittiche wie auch viele Waldvögel beleben die Volieren. Gemeinsam wohnen die Familien Eichhörnchen und Igel. IS
  10. 10. ST1AT0 -• El e kt r o w e r k s l ä l l e n ■ B e r n b u r g , Te I e f o n 26 8 4 führen Licht-, Kraft- und Fernsehanlagen aus Großes Lager an elektrischen Geräten und Beleuchtungskörpern c Wir erwarten gern Ihren Besuch JS> iK 3^ ^L-o^ cl tf,w Blick in den Tiergarten - Im Hintergrund: der Konzertplatz SCHUHFABRIK HERBERT KLÖDEN K. G . BERN.BURG/SAALE ■ «i** Karlstraße. 14 das führende Haus für Kinderwagen und Spielwaren „Roland", unser stolzer Rothirsch16 17
  11. 11. ~ * *— " ■ PjjjHM W*** ■ £mit tausch An- und Verkauf • Vermittlung Bernburg Slalinslraße 24, Telelon 34 68 VEB Saalemühlen Bernburg Alles ür den Aus unserem Produktionsprogramm: Die Zwerghühner werden immer wieder bestaunt. Neben Federfüßigen Vogel­ in Porzellanfarbig und Weiß mit Bart sehen wir Hamburger Silberlack. Feinste Weizenmehle aller Sorten Auch die Japanischen Seidenhühner sind vorhanden. liebhaber Spezial-Weizenmehle für die Zwei Gelbstirn-Amazonen finden stets ihre Bewunderer. Dauerbadwaren- und Stärkeindustrie Weizendunsle lür die Teigwaren­ Die Rückfront des Bärengeheges und die neuerrichtete Toilettenanlage (1959) lassen wir liegen und wenden uns links ab. Eine Zuchtgruppe Alles fürs Aquarium industrie Merino-Schafe, Shetland- und Island-Ponys, Zwergesel, Wasserbüffel, Weizengrieß, lein, mittel und grob ungarische Steppen- und Parkrinder haben hier ihre Gehege. Dann kom- men wir zu den Wild- und Maskenschweinen. Weizenmehle in Beuteln ZOO-KITTEL zu 1 und 2/» kg Noch einen Blick zum Ungarischen Zackelschaf. Jetzt stehen wir beim Rehwild. Die Rehe (Capreolus capreolus) sind die kleinsten Vertreter der Bernburg/Saale Feinste Roggenmehle aller Sorten Hirschfamilie. Karlslraße 15 • Ruf 3042 Wir sind nun wieder am Haupteingang angelangt. Während des Rund- ganges haben wir etwa 500 Tiere in 50 verschiedenen Arten bzw. Farb- schlägen gesehen. Hoffend, daß Ihnen der Rundgang in unserem Tiergarten Freude und Entspannung gebracht hat, sagen wir Bau- und Möbelbeschläge, Werkzeuge Industrie- und Tischlereibedarf „Auf Wiedersehen!" liefert in reicher Auswahl und guter Qualität JLiebe Zietffeunde! d a s F a c h g e s c h ä l t am P l a t z e Es wird natürlich vorkommen, daß Sie das eine oder andere Tier nicht im Freigehege vorfinden. Vielleicht liegt es in der Höhle oder es frißt Kniese & Oberreich gerade im Haus. Sicher finden Sie es beim nächsten Besuch vor. Bernburg, Wilhelm-Pieck-Straße 2 Auch sind ja in einem Tiergarten stets Zu- und Abgänge. Ein Schild am Gehege wird Sie stets informieren.18 19
  12. 12. Die Entwicklungsgesdiichte des Bernburger Tiergartens Ausführung sämtlicher Spritz- und Anstrich- Im Jahre 1897 wurde im Krumbholz ein Waldhaus gebaut, vielen Bern- burgern bekannt als „Waldwärterhaus". Es wurde im Oktober des gleichen techniken Jahres vom damaligen Forstarbeiter Heinrich Mebes aus Aderstedt be- zogen. Das Aufgabengebiet des Mebes war die Instand- und Sauber- an allen Fahrzeugen haltung der städtischen Waldungen und die Beaufsichtigung dieser. Der angelegte Tennisplatz wurde ebenfalls dem nunmehrigen Forstaufseher unterstellt. Im Waldhaus fand ein Milchverkauf statt, denn hier wurde M A L E R M E I S T E R eine Kuh gehalten. Für 5 Pfennig tranken besonders Tennisspieler und Bernburg S a a l e , Breite Straße 18 u n d 34 - Ruf 2 4 2 6 Kurgäste aber auch viele Spaziergänger ein Glas Milch. Die Liebe zum Tier wie auch der Wille, den vielen Spaziergängern etwas zu bieten, waren es wohl, daß im Oktober 1909 eine Fasanerie gebaut wurde. Ein Paar Gold- und Silberfasanen waren lange Jahre die einzigen Be- Ausführung sämtlicher wohner dieses Tiergeheges. Des öfteren konnte man auch ein Rehkitz bei ,,Vater Mebes" sehen. Bauschlosserarbeiten Forstaufseher Mebes schied am 31. Dezember 1918 altershalber aus seinem Dienst aus. Nur kurze Zeit war Forstaufseher Madrey im Amt, ohne daß sich für das Tiergehege Veränderungen ergaben. und Reparaturen Von 1920 bis Oktober 1945 waltete Waldwärter Karl Schmidt seines Amtes. Eugen Rudioff Das Fasanenhaus lag recht im Schatten, und so baute man im Sommer 1934 eine schöne große Voliere. Hier fanden die Fasanen, wie auch einige &tam Sturm Bernburg, Leninslraße 32 Tauben, Zwerghühner und Sittiche ihr Unterkommen. Das schattige Gehege wurde mit Kaninchen und Meerschweinchen besetzt. Treibriemen, Schläuche Von der Firma Juckenack und Bergner wurden der Stadt drei Affen B e r n b u r g (Saale) Pumpen und Ersatzteile geschenkt. Was blieb also übrig, als ein Gehege hierfür zu bauen (1937). Leninstraße 3 • Fernrul 23 09 technische Bedarfsartikel Gleichzeitig wurde ein Seehundbecken gebaut und nach Fertigstellung für Landwirtschaft und mit ein Paar Seehunden besetzt. Industrie. Im Sommer 1938 hatte Bernburg seine 800-Jahr-Feier. Aus diesem Anlaß wurden der Stadt zwei Paar Flamingos, ein Paar Kronenkraniche und ein Paar Brautenten gespendet. Es entstand ein kleines aber sehr schönes Te ; chgehege, das von der Stadtgärtnerei recht dekorativ mit Palmen aus- gestaltet wurde. Am 2. Juli 1940 kam ein Papagei (Amazone), von Herrn Wilhelm Füllert gestiftet, hinzu. So hatten wir mit den vielen freilaufen- Helmut Schubert den Pfauen einen ansehnlichen Tierbestand. Unsere „Lazis" gehörten ja auch dazu, obwohl sie im Schloßzwinger untergebracht waren. tjtavietf und tTtiujeanstutt Als im Jahre 1945 Deutschland auf Grund des unglückseligen Hitler- Gravierungen aller Art krieges vollkommen am Boden lag, war der Bestand an Tieren im da- Sportplaketten ■ Stocknägel maligen kleinen Tiergehege nur sehr gering. Die Seehunde und Pinguine Herstellung von Halferungen für Spiegel waren ein Opfer der futterarmen Zeit geworden, auch der Affenkäfig und Glastafeln aller Arten (DGM) stand leer. Die vielen kleinen und großen Besucher konnten sich nicht mehr an dem Spiel unserer Tiere erfreuen. Lediglich im Vogelhaus tönte B e r n b u r g a . S., Hohe Straße 23 noch das lustige Zwitschern. Hinzu kam, daß auch unser Bärenzwinger durch den Tod unserer weit bekannten Wahrzeichenträger „Lotte und Hans" öde und verlassen lag.20 21
  13. 13. Nun war guter Rat teuer, die Gehege wieder neuen Bewohnern zu über- Durch Initiative des Tierschutzvereins für Stadt und Kreis Bernburg undgeben und die Folgen des Krieges zu überwinden. Inzwischen hatte die insbesondere durch persönliche Werbung einiger Vorstandsmitglieder kamLeitung des Bernburger Tiergartens gewechselt, und der Forstwart am 3. Dezember 1951 der erste Rautotiertransport aus dem Zoo Halle nachJohann Drexler versuchte nun, dieser schönen Stätte wieder neues Leben unserem Tiergarten. 3 Wölfe, 3 Dingos, 1 Hyäne und 2 Polarhunde hieltenzuzuführen. ihren Einzug. Tierfreund Strato leitete den Transport und brachte die neuen Tiere sicher in ihre neuen Gehege.Große Schwierigkeiten waren zu überwinden, bevor im Jahre 1947 Dam- Nun waren viele Tierarten beieinander, Parkrinder, Wasserbüffel, Yak,hirsche, Nutrias, Goldfasanen, Tauben und Vögel den Tierbestand etwas Ponys, Rothirsche und dergleichen mehr. Gehege reihte sich an Gehege.erweitern konnten. In der Folgezeit kam allmählich Leben und Treiben Jetzt ging man an eine Gestaltung des Ganzen. Die alte Obstplantagein den Tiergarten, nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung des wurde mit umzäunt, so daß jetzt die Gesamtfläche des Tiergartens 4 haLeipziger sowie auch des Halleschen Zoos. Dies kommt besonders mit beträgt. Ein neues großes Teichgehege mit Insel und Fontänen wurdedem Einzug des Jungbärenpaares „Hans und Lotte" in den Schloßzwinger geschaffen. Die Ziegen-, Schaf- und Hirschgehege wurden nach hintenzum Ausdruck. In Dankbarkeit gedenken wir des Professors Dr. Karl- verlegt, um Platz für neue, breite Wege und schöne Anlagen zu schaffen.Max Schneider, dem langjährigen Direktor des Leipziger Zoos, der unsbesonders in der Bärenzucht stets ein guter Berater und Helfer war. Dieser neu gestaltete Tiergarten wurde der Öffentlichkeit mit einemAber auch im Tiergarten trafen viele neue Tiere ein. Sommernachtfest im Sommer 1955 übergeben. Die Einnahmen dieses Festes wie auch einer großen Tiergarten-Tombola erbrachten die MittelSie kamen durch Kauf, Tausch oder auch als Geschenk und gesellten sich zum Bau eines Bärengeheges.der Tierfamilie zu. Inzwischen trafen viele neue Tiere im Tiergarten ein, so am 31. DezemberSo konnte am 13. Oktober 1951 die Einweihung des Tiergartens in An- 1954 ein Wasserbüffel aus dem Buidapester Zoo, im Sommer 1956 einwesenheit der Zoo-Direktoren von Leipzig, Halle, Dresden und Magde- schwarzer Schwan und ein Kuttengeier aus dem Moskauer Zoo.burg stattfinden. Anläßlich dieser Einweihung erhielten wir von der StadtHalle einen Sardinischen Zwergesel als Geschenk. Viele Jungtiere wurden hier geboren. Ein Teil davon verließ uns wieder, u m im Tausch andere Tiere für unseren Tiergarten zu bekommen. Haupt- sächlich waren es junge Braunbären, wovon die ersten am 5. Januar 1957 im Tiergarten geboren wurden. Sonst war ja der Schloßzwinger die Geburtsstätte unserer „Lazis". Aber auch ein junges Parkrind und ein junger Wasserbüffel verließen uns im Sommer 1957, um im Zirkus Busch eine neue Heimat zu finden. Bei den diesjährigen (1959) Gastspielen des Zirkus Busch konnten wir beide in einer großen „Exoten-Freiheit" in Gesellschaft mit Kamelen, Lamas und Zebras wiedersehen und das inzwischen Erlernte bestaunen. Seit dem 1. April 1956 wird der Tiergarten vom Kollegen Warnat geleitet. Ihm stehen einige bewährte Tierpfleger — an der Spitze Obertierpfleger Pfannstill — zur Seite. Auch das Tiergarten-Aktiv, das seit 1955 besteht, ist der Leitung ein guter Berater und Helfer. Wieder soll der Tiergarten erweitert werden. In den nächsten Jahren wird er die Gesamtgröße von 6 ha haben. Hier haben wiederum fleißige Helfer im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes Gelegenheit, ihre Liebe zum Tier und zur Bernburger Heimat unter Beweis zu stellen. Durch die Ver- bindung zwischen der werktätigen Bevölkerung und dem Tiergarten ist die Gewähr dafür gegeben, daß der Tiergarten eine der am meisten be- suchten Kulturstätten Bernburgs bleibt. Heinz Riedel Paul Stamm Bernburg (Saale), Roserwtraße 6 ■ Ruf 2391 Quelle: Stadtarchiv22 23
  14. 14. Vheraus er Bernburger Tierpark hat sich aus kleinen A n f ä n g e n zu einer schönen und interessanten Anlage ent­wickelt und ist zu einem vielbesuchten Erholungszentrum fürdie W e r k t ä t i g e n unserer Stadt und die zahlreichen BesucherBernburgs g e w o r d e n .Auch die A n g e h ö r i g e n unseres Werkes, die es verstandenhaben, unter der Herrschaft der Arbeiter-und-Bauern-Machtungeahnte Produktionssteigerungen zu erzielen und somitzur ständigen Verbesserung unseres Lebens b e i t r u g e n , sindd a n k b a r e Besucher des Tierparkes geworden.Die Kaliwerker werden auch künftig keine Anstrengungenscheuen, um weitere große Erfolge zu erringen, gleichzeitigaber die Sache des Friedens fest in ihre H ä n d e nehmen,um unsere großen Errungenschaften auf wirtschaftlichem,sozialem und kulturellem Gebiet zu schützen und dieMachenschaften der Kriegstreiber zu zerschlagen.Deshalb heißt unsere Losung: Mehr Kali für unsere Landwirtschaff und termingerechte Erfüllung des Export-Programmes Stärkung und Schub unserer Arbeiter- und-Bauern-Macht! Vorwärts zum Sieg des Sozialismus! VEB Kaliwerk Bernburg
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