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Mobiles Web: Mehr als ein Nice to HaveDer PC-Markt bricht ein, der Absatz von Tablets und Smartphones hingegen boomt. Da i...
Für ein großes und finanzkräftiges Unternehmen gehört das Bereitstellen einer App für diewichtigsten Betriebssysteme heute...
reduzierte Ausgabe nicht genügt, der kann im Fußbereich der Website die „normale“ Versionwww.bahn.de aufrufen.Praxisbeispi...
Fineindiandining.de goes mobile.Nach dem Briefing mit dem Auftraggeber entschieden wir uns, die bestehende Website zu eine...
welcher mit Hilfe des Attributs href=tel die Telefonfunktion des Endgeräts aufruft. Da dieserButton im Quellcode vorhanden...
Wir entschieden uns daher für eine komplette Darstellung des Menüs als verschachtelte Listeund setzten einen aus Navigatio...
Wir wollen nun noch einen Schritt weitergehen: Einige wenige Eingriffe in die Metatags desHTML-Markups und zwei kleine Gra...
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Mobiles Web als Marketingtool

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Das mobile Web als Marketingtool - auch für kleine Unternehmen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und wie man's lösen kann. Viel Spaß!

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  1. 1. Mobiles Web: Mehr als ein Nice to HaveDer PC-Markt bricht ein, der Absatz von Tablets und Smartphones hingegen boomt. Da ist es nurlogisch, dass auch der Anteil von mobilen Zugriffen auf Websites stetig steigt. Im Oktober 2012wurde hier die 10-Prozent-Marke erstmals überschritten. 1 Betreiber einer Website kommen nichtumhin, ihre Präsenz auch den Usern von Pads, Pods und Phones zugänglich zu machen oder denNutzern solcher Geräte entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen. Im folgenden Artikelmöchte ich zuerst die Möglichkeiten aufzeigen und dann anhand eines realen Beispiels eineUmsetzung aus der Praxis präsentieren.Mobile BetriebssystemeAuf dem Markt der mobilen Endgeräte konkurrieren heute mehrere Betriebssysteme:Marktführer ist aktuell das von Google mitentwickelte Betriebssystem Android – es basiert aufeinem Linuxkernel - mit einem Anteil von fast drei Vierteln 2, mit stark steigender Tendenz. DieseSoftware ist standardmäßig z. B. auf Smartphones von Samsung, HTC und Sony Ericssoninstalliert. Trotz rückläufiger Verkaufszahlen hat das von Apple entwickelte iOS immer noch einesehr hohe Marktdurchdringung. Nur noch eine Randerscheinung stellt das auf Blackberriesinstallierte eigene Betriebssystem Research in Motion da, die mobile Version des auf PCspopulären Windows schafft die 5-Prozent-Hürde nicht.Alle mobilen Betriebssysteme machen aus dem tragbaren Telefon einen vollwertig einsetzbarenmobilen Arbeitsplatz: Neben einer E-Mail- und Organizerfunktion bieten sie selbstverständlichInternetbrowser und eine voll funktionsfähige Office-Software mit Textverarbeitung,Bildbearbeitung etc. Der Nutzer kann die Funktion seines Smartphones beinahe nach Beliebenergänzen: Jedes mobile Betriebssystem kann um zahlreiche Zusatzfunktionen erweitert werden:Dies geschieht durch die Installation von Apps (< engl. application) auf dem Endgerät. Diese sindauf speziellen Downloadportalen (Clouds) verfügbar: Das bekannteste ist der AppStore von Applemit derzeit fast einer Viertelmillion 3 Apps. Ähnlich groß ist das Angebot für Android-Geräte aufder Plattform Google Play. 4 Viele dieser Apps sind kostenfrei, andere müssen vom Nutzer bezahltwerden, in der Regel erfolgt die Bezahlung über die Handyrechnung. Da die im Apple Appstoreoder auf Google Play verfügbaren Anwendungen für das jeweilige Betriebssystem geschriebenwurden, bezeichnet man sie auch als native Apps: Sie können auf die eingebaute Hardware desEndgeräts zugreifen, etwa auf die Kamera oder das Accelerometer, mit dem die Neigung desGeräts gemessen wird. Eine App für Apples iOS wird sich auf einem Android-Gerät im Regelfallnicht installieren lassen.Apps als Marketing- und CRM-InstrumentGroße Konzerne haben die Popularität von Apps längst für sich entdeckt und bieten Kunden undNutzern eigene Apps, mit denen die Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungenvertreiben, aber auch mit den Kunden interagieren: So kann man mit der App der Lufthansanicht nur Flüge buchen, sondern auch einchecken, die Bordkarte darstellen und feststellen, obder gebuchte Flug pünktlich ist. Auch zur Kundenbindung lässt sich diese App nutzen: ErflogeneBonusmeilen kann der Pasagier ebenfalls mithilfe der App am Smartphone administrieren. 51 http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mobiles-Websurfen-legt-zu-1742074.html2 http://www.maclife.de/panorama/netzwelt/aktuelle-smartphone-marktanteile-ios-verliert-android-gewinnt3 http ://de.wikipedia.org/wiki/App_Store_%28iOS%294 http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Play5 http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/info_and_services/flightinfo?nodeid=2099895&l=de
  2. 2. Für ein großes und finanzkräftiges Unternehmen gehört das Bereitstellen einer App für diewichtigsten Betriebssysteme heute schon beinahe zum guten Ton.Das Erstellen einer nativen App ist mit einem gewissen Aufwand verbunden: Diese muss in einerSprache erstellt werden, in ObjectiveC für IOS bzw. in Java für andere Betriebssysteme. 6 Nebendem relativ hohen Entwicklungsaufwand stellt die größte Hürde die mögliche Ablehnung derApp durch den Betreiber der Downloadplattform dar. 7 Einmal dort erfolgreich platziert, ist dieApp für das Unternehmen dann jedoch ein effektives Marketingtool, das den Medienmixhervorragend bereichern kann.Die Situation in KMUKleine und mittelständische Unternehmen scheuen oft den hohen Aufwand für die Erstellungeiner nativen App, nicht zuletzt, weil das Risiko einer Ablehnung sehr hoch ist (s.o.). Um dennochden Besitzern von Smartphones einen Nutzen zu bieten, gibt es Alternativen, die mit geringeremEinsatz ebenfalls zu einem sinnvollen Ergebnis führen.Die eigene Website auf dem SmartphoneZuerst die gute Nachricht: Eine zeitgemäße Website, die auf die beiden 90er-Jahre-TechnologienFrames und Flashanimationen verzichtet, lässt sich mit jedem Smartphone problemlos darstellen,vorausgesetzt, es besteht eine Internetverbindung. Diese hat natürlich Einfluss auf die Ladezeit,so dass übergroße Bilder und multimediale Inhalte möglicherweise langsamer auf dem Displayerscheinen als am PC mit DSL-Anschluss. Auch wenn die Displays der Handys heute schon sehrgroß sind, so ist es für den User mühsam, längere Texte zu lesen: Es kann erforderlich sein, dassdie Zoomfunktion des mobilen Geräts verwendet werden muss, möglicherweise müssen Bereicheder Website horizontal oder vertikal gescrollt werden. Wenn Navigationsmenüs sehr kleindargestellt werden, besteht darüber hinaus das Risiko, dass beim Antippen eines Menüpunktsnicht der gewünschte „erwischt“ wird. Alles in allem kann sich gerade das mobile Surfen aufklassischen Websites mit mehreren Spalten und einer hohen Contentdichte auf den Unterseitenrecht mühsam gestalten, gerade für weniger erfahrene User. Möchte man als Websitebetreiberdie mobilen Nutzer nicht vergraulen, sollte man zumindest über eine mobile Version der Websitenachdenken.Mobile Surfer surfen andersWer eine Website mobil aufsucht, verfolgt mist andere Ziele als ein Nutzer am Desktop-PC oderNotebook: 8 Oft möchte man schnell und gezielt eine bestimme Information finden oder einebestimmte interaktive Handlung vornehmen. Wer eine Website wie die der Deutschen Bahn vonunterwegs aus aufruft, möchte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht über dieUrlaubsangebote informieren, sondern eben wissen, ob der erwartete Zug pünktlich ist odernicht. Eventuell möchte der mobile Nutzer eine Fahrkarte buchen oder schnell eine Auskunftabrufen. Die mobile Website m.bahn.de trägt einem solchen Surfverhalten Rechnung: Auf Bilderwurde komplett verzichtet, es findet sich auf der Startseite eine im Corporate-Design desUnternehmens gehaltene Navigation mit ausreichend großen Schaltflächen. Wem diese6 http://www.heise.de/ct/artikel/Die-eigene-App-1037372.html7 http://www.bokowsky.net/de/knowledge-base/mobile-internet/artikel_appstore.php8 http://www.kernpunkt.de/.../030811-mobiles-internet-momentaufnahme.pdf
  3. 3. reduzierte Ausgabe nicht genügt, der kann im Fußbereich der Website die „normale“ Versionwww.bahn.de aufrufen.Praxisbeispiel: mobil surfen - indisch essenUnsere Aufgabe im November 2012 bestand darin, den Kunden eines beliebten indischenSpezialitätenrestaurants in Göttingen auch ein mobiles Surferlebnis zu bieten. Ziel war, zuzeigen, dass das Restaurant auf der Höhe der Zeit ist und natürlich auch, dem User einenMehrwert zu bieten. Nicht zuletzt sollten Anreize geschaffen werden, die Zahl derTischbuchungen zu steigern. Da es sich nicht um ein Großunternehmen handelt, sollte derAufwand in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Der Kunde, der Betreiber des Restaurants –wünschte sich ferner eine mit Tablet-PCs abrufbare MenükarteAusgangssituation – die vorhandene Website und das Corporate-Design:Das Corporate-Design des Göttinger India-Haus haben mein Team und ich schon im Jahr 2011entwickelt und umgesetzt. Passend zur Branche ist das Design eher aufwändig und wenigschlicht gehalten. Kernstück ist neben dem Logo eine dekorativ gehaltene Bordüre, die alleElemente umrahmt. Als Hintergrundbild kommen einzelne Elemente aus dem Gastraum desRestaurants zum Einsatz, im Regelfall ein Relief mit einer Elefantenfigur im Stile eines indischenTempels. Diese grafisch aufwändige Gestaltung führt natürlich zu etwas längeren Ladezeiten,dies wird jedoch in Kauf genommen, da die meisten Zugriffe aus der Region kommen und dasPublikum eher jünger ist, so dass der Zugriff mit einer schnellen DSL-Verbindung die Regel seindürfte. Auf Flash wird bewusst verzichtet, ebenso auf Animationen und Hintergrundmusik. DieWebsite ist aufrufbar unter: http://fineindiandining.de.Umgesetzt ist die zweisprachige Website (deutsch und englisch) mit dem Open-Source-CMSTextpattern 9. Sie verwendet HTML 5 als Standard und ist dahingehend „strict“, dassFormatierungen fast ausschließlich inexternen Stylesheets erfolgen. Um derWebsite ein zeitgemäßes Look-and-Feel zu verleihen kommt das JQuery-Framework mit einigenErweiterungen zum Einsatz: Auf derStartseite findet sich eineBildergalerie mit Lightbox-Effekten,für Tischreservierungen steht einHTML-Formular bereit. Bei diesemkommt JQuery zur Anwendung, umdie Vollständigkeit der Angaben zuvalidieren, ebenso steht beimEingabefeld für den Besuchstag einDatepicker aus dem JQuery-UI-Framework bereit, um die Auswahldes Datums zu erleichtern und um dieEingabe eines zurückliegendenDatums zu unterbinden. EineUnterseite stellt Google Maps zur Verfügung, um das Restaurant zügig auffindbar zu machen.Selbstverständlich enthält die Website auch ein Impressum mit den Pflichtangaben.9 http://www.textpattern.com
  4. 4. Fineindiandining.de goes mobile.Nach dem Briefing mit dem Auftraggeber entschieden wir uns, die bestehende Website zu einerWebapp zu erweitern: Eine solche hat den Vorteil, dass sie in HTML 5, CSS und JavaScriptgeschrieben ist und nicht das zum Teil intransparente Procedere der Aufnahme in die Clouds dergroßen Anbieter, allen voran Apple, durchlaufen muss. Der Nachteil, dass diese Variante einerApp zunächst im Browser des Mobiltelefons aufgerufen werden muss, wurde bewussthingenommen.Für die Erweiterung der bestehenden Website zu einer Webapp sprach auch, dass es bei einemBackend zur Administration bleiben konnte und Aktualisierungen nur einmal zu tätigen waren.Wir entschieden uns, die Struktur des Quellcodes geringfügig anzupassen und – wo möglich –Elemente aus der HTML 5-Spezifikaation einzusetzen, v.a. das role-Attribut. Für die Darstellungauf mobilen Endgeräten setzten wir die in CSS 3 verfügbaren Media-Queries ein: Dabei werdenvom Browser – in Abhängigkeit vom Medium, der Größe oder Ausrichtung des Browserfensters -unterschiedliche Stylesheets geladen. 10 Im HTML-Quelltext sieht dies so aus:<link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_portrait" type="text/css" media="onlyscreen and (min-device-width: 280px) and (max-width: 765px) and (orientation: portrait) and (-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) " /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_landscape" type="text/css" media="onlyscreen and (min-device-width: 320px) and (max-width: 765px) and (orientation: landscape) and (-webkit-min-device-pixel-ratio: 2)" /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_portrait" type="text/css" media="onlyscreen and (min-device-width: 280px) and (max-width: 765px) and (orientation: portrait) and (-webkit-min-device-pixel-ratio: 1.5) " /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_landscape" type="text/css" media="onlyscreen and (min-device-width: 320px) and (max-width: 765px) and (orientation: lansdcape) and (-webkit-min-device-pixel-ratio: 1.5)" /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_portrait" type="text/css" media="onlyscreen and (min-width: 280px) and (max-width: 765px) and (orientation: portrait)" /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=mobile_landscape" type="text/css" media="onlyscreen and (min-width: 320px) and (max-width: 765px) and (orientation: landscape)" /><link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=default" type="text/css" media="only screen and(min-width: 1001px)" />Es wird deutlich, dass für die unterschiedliche Ausrichtung des Smartphones auch abweichendeStylesheets notwendig sind: Die Anweisung portrait steht für ein senkrecht gehaltenes, dieAnweisung landscape für ein waagrecht gehaltenes Gerät. Ausschlaggebend ist ferner die Breitedes sichtbaren Browserfensters (viewport) in Pixeln. Smartphones der neuesten Generationverwenden eine höhere Bildschirmauflösung, so dass sie im Prinzip die Website ohne Scrollendarstellen könnten. Dies ist jedoch wenig nutzerfreundlich, so dass für diese Geräte ebensoStylesheets angelegt werden müssen.Mithilfe der neu erstellten mobilen Stylesheets gelang es uns, komplette Bereiche der Websitemittels der Anweisung display: none nicht darstellen zu lassen. So verzichteten wir auf dieAusgabe der Bildergalerie auf der Startseite komplett, ebenso wird aus Platzgründen die zumCorporate-Design des Restaurants gehörige Bordüre nicht als Hintergrundbild desentsprechenden Div-Containers geladen. Um dem Look-and-Feel einer Smartphone-Appmöglichst nahe zu kommen, wurde die Startseite als übergeordnete Auswahlseite gestaltet, vonder aus große, nutzerfreundliche Buttons zu den einzelnen Unterseiten führen. Die Auswahl dererreichbaren Unterseiten wurde reduziert: Der Online-Erwerb von Geschenkgutscheinen ist nichtaufrufbar, ebenso die in eine Lightbox ladende Verlinkung zum Bewertungsportal Qype. Da einSmartphone immer auch als Telefon eingesetzt werden kann, wurde zudem ein Button integriert,10 http://www.w3.org/TR/2012/REC-css3-mediaqueries-20120619/
  5. 5. welcher mit Hilfe des Attributs href=tel die Telefonfunktion des Endgeräts aufruft. Da dieserButton im Quellcode vorhanden ist, muss er in der Desktopversion der Website mit der CSS-Anweisung display: none versehen werden. Um die Optik zu perfektionieren, wurde jederMenübutton mit einem passenden grafischen Icon versehen. Dies wird ermöglicht, weil jedemMenüpunkt eine eigene CSS-ID zugewiesenwurde.Der Link zum Impressum wurde in denFußbereich gesetzt. Dies machte es nötig,die HTML-Struktur dahingehend zumodifizieren, dass der Link zum Impressuman zwei Stellen im Markup erscheint: In derHauptnavigationsleiste und im Fußbereichder Seite. Wieder wurde mit der Anweisungdisplay: none erzielt, dass der Nutzer denLink nur einmal sieht. Um einenWiedererkennungswert zu schaffen, wurdedas Logo des Unternehmens prominnentoben in der Mitte platziertAller Start ist gut, Content ist King.Für die Unterseiten wählten wir ein anderesScreendesign: Hier sollte nicht dieNavigation im Mittelpunkt stehen, sondernder Inhalt. Daher reduzierten wir die Navigationsleiste auf den Home-Button und brachten dasso minimierte Menü am oberen Rand des Screens unter. Bei der Gestaltung der Inhalte stellte dieDarstellung der Speisen- und Getränkekarte eine besondere Herausforderung dar: Bis dato gab esdie Speisekarte zum Download als PDF. Auch wenn mobile Geräte ohne Probleme PDF-Dateienöffnen können, erschien uns diese Darreichnungsform wenig geeignet für das Medium. Eine fastvierzigseitige Menükarte durchzublättern oder gar zu scrollen wäre jedoch wenig userfreundlichgewesen.
  6. 6. Wir entschieden uns daher für eine komplette Darstellung des Menüs als verschachtelte Listeund setzten einen aus Navigationsleisten bekannten Akkordeon-Effekt ein: So sieht der mobileSurfer nach dem Aufruf des Menüpunkts „Essen“ zuerst die Kategorien der Speisen. Aktiviert ereine von diesen, öffnen sich die einzelnen Gerichte mit einem vertikalen Slide-Effekt. Damit nichtgenug: Zu jedem Gericht gibt es eine mehr oder weniger ausführliche Beschreibung in Textform,dies ist zum Teil auch bei den Getränken, insbesondere bei den Weinen der Fall. Um die virtuelleSpeisekarte maximal übersichtlich zu halten, sind diese Detailbeschreibungen nur dann zu sehen,wenn man mit dem Finger auf das jeweilige Gericht tippt: Sie öffnen sich in einer Box mitSchlagschatten und einem Slide-Down-Effekt und bleiben solange sichtbar, bis der User denFinger wieder entfernt oder auf ein anderes Gericht bewegt. Bei der Anfahrtskizze – unter demMenüpunkt „Anfahrt“ - wurde der Kartendienst Google Maps um ein interessantes Featureerweitert: Die in Smartphones eingebaute GPS-Einheit ermittelt den Standort des Nutzers undzeigt dann den Weg zum Restaurant auf, grafisch in einer Karte und in Textform alsBeschreibung. Auch hier wurden teilweise die CSS-Styles angepasst, um eine harmonischeEinheit mit dem Corporate-Design des Restaurants zu schaffen.Zwichenfrage: Ist ein Tablet-PC ein PC?Moderne Tablet-PCs wie das iPad von Apple oder das Galaxy-Tab von Samsung bieten diegleiche Leistung wie ein zeitgemäßes Notebook. Auch die Bildschirmauflösung marktüblicherTablets reicht an die von Desktop-PCs ran, übertrifft diese teilweise sogar. Es schien uns dahernicht nötig, eine gesonderte Version für Tablets zu entwickeln. Erste Tests zeigten jedoch, dassdie Darstellung auf einem hochkant gehaltenen Tablet unbefriedigend war. So entwickelten wirzumindest ein Stylesheet für diese Situation:<link rel="stylesheet" href="http://fineindiandining.de/css.php?n=tabletten" type="text/css" media="only screen and(min-width: 766px) and (max-width: 1000px)" />Bei dieser Version der Website wird die zum CDgehörige Bordüre angezeigt. Auch sind auf allenUnterseiten sämtliche Menüicons sichtbar. DieSpeisekarte ist ebenfalls so dargestellt wie aufdem Smartphone. Die Bildergalerie auf derStartseite ist sichtbar. Auch das Logo wird aufallen Unterseiten dargestellt. Da ein Tabletnicht mit der Maus, sondern in der Regel mitden Fingern bedient wird, haben wir dieMenüpunkte als Icons dargestellt, so wie bei derSmartphoneversion. Die Bestellfunktion derGeschenkgutscheine ist hier erreichbar.Prominent platziert sind Anschrift undÖffnungszeiten des Restaurants.Von der mobilen Website zur WebappAlle bis hier beschriebenen Schritte machen dieWebsite zugänglicher für mobile Geräte undschaffen Zusatznutzen für mobile Surfer. Manbezeichnet ein Webdesign, welches auf dasaufrufende Endgerät mit einer angepassten Darstellung antwortet auch als responsives Design.
  7. 7. Wir wollen nun noch einen Schritt weitergehen: Einige wenige Eingriffe in die Metatags desHTML-Markups und zwei kleine Grafikdateien bringen uns nun über die Grenze von der mobilenWebsite zur Webapp:Zuerst weisen wir den auf dem iOS installierten Browser Safari an, dass die Website auch als Appauf den Hauptscreen des iPhones verknüpft werden kann. Der User kann die Website danndirekt von dort aus aufrufen:<meta name="apple-mobile-web-app-capable" content="yes" />Dabei wird die sogenannte Status-Bar durchsichtig, so dass der User nicht bemerkt, dass ereigentlich mit dem mobilen Browser im Web surft:<meta name="apple-mobile-web-app-status-bar-style" content="black-translucent"/>Auf dem Hauptscreen des Smartphones kann eine PNG-Datei als Verknüpfung abgelegt werden.Dieses Metatag bezeichnet den absoluten Pfad zu dieser Bilddatei:<link rel="apple-touch-icon-precomposed" href="http://fineindiandining.de/assets/apple-touch-icon.png" />Wenn das Laden der Seite einmal länger dauert, verkürzt ein ansehnlicher Splashscreen dieWartezeit. Auch hier muss der absolute Pfad definiert werden:<link rel="apple-touch-startup-image" href="http://fineindiandining.de/assets/splashscreen.png" />Wenn wir uns als Entwickler die Mühe bereiten, die Stylesheets für kleine Displaysaufzubereiten, wollen wir nicht, dass der User mit den Fingern zoomt. Das machen wir ihm hierunmöglich:<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1, maximum-scale=1, user-scalable=0" />Last but not least soll die Webapp auch lokal auf dem Endgerät gespeichert werden können.Hierbei hilft uns eine Manifest-Datei, die gewissermaßen eine Sitemap mit statischen HTML-Files enthält, die im Speicher des Smartphones abgelegt werden kann. Auf diese Manifestdateiverweisen wir bereits im öffnenden html-Tag:<!DOCTYPE html><html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de-de" lang="de-de"manifest="http://fineindiandining.de/assets/indiahaus.appcache"><head>Fazit:Mit überschaubarem Aufwand wurde aus einer Website eine Webapp. Die inhaltliche Pflegebleibt einfach, die Attraktivität des Restaurants für den Kunden wird gesteigert. Als besonderenBonus bekommen alle Gäste, welche die Webapp auf dem Startscreen ihres Smartphonesverlinken, vom Team des Restaurants ein Freigetränk oder eine Ermäßigung auf ihre Bestellung.So ist die Anwendung nicht nur ein neues Gadget, sondern Teil einer integriertenMarketingmaßnahme. Benjamin Kühn www.goetext.de kuehn@goetext.de

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