GREEN BUSINESS
IT als Innovationstreiber für Nachhaltigkeit
Vorwort

Kai Wächter
Geschäftsführer BearingPoint

„Deutschland wächst immer nachhaltiger“, bilanzierte Bundesumweltminist...
Prof. Dieter Kempf, Präsident BITKOM
und Vorsitzender des Vorstands Datev eG

Die Informations- und Telekommunikationstech...
DEfINITIoNEN

GREEN IT

NachhalTIGkEIT
Nachhaltigkeit ist der langfristig optimierende Umgang mit Ressourcen entlang der g...
inhaltsverzeichnis

1. Über 90 % der Teilnehmer haben einen wesentlichen Einfluss auf Green Business in ihrem Unternehmen....
EINlEITUNG
Für viele Unternehmen wird der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ein immer wichtigeres Thema, zum einen
bedingt...
• Hohe Beteiligung von Geschäftsführung, IT und Marketing.
• Die Unternehmen stammen aus IT, Dienstleistungen, öffentliche...
2.

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MaSSNahMEN zUR SENkUNG DES RESSoURcENvERBRaUchS UMGESETzT.

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• Über 50 % der Unternehmen setzen auf umweltfreundliche
Beschaffung und Sensibilisierung der Mitarbeiter.
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• 50 % der Teilnehmer sahen deutliche Hürden bei der Umsetzung
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• Die Hälfte der KMU sehen die Budgetbereitstellung als Problem.
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• Die Hälfte aller Teilnehmer planen in den nächsten drei Jahren
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DIE MEISTEN UNTERNEhMEN INvESTIEREN IN „NachhalTIGkEIT DURch
IT“-PRoJEkTE, UM RESSoURcEN EINzUSPaREN UND DIE EffIzIENz...
• Gut die Hälfte der Teilnehmer betrachtet die gesamten
Lebenszykluskosten bei der Investitionsentscheidung.
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GREEN BUSINESS.

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• 58 % der Teilnehmer sind der Meinung, dass die IT-Abteilung/
IT-Dienstleister für die Projekte verantwortlich seien.
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ERkaNNT – ES BlEIBT aBER Noch vIEl zU TUN.

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• Ein Großteil der Teilnehmer wünscht sich weitere Schritte in
Richtung Nachhaltigkeit.
• Verantwortlichkeiten für die Ini...
„Green Business – Nachhaltigkeit durch IT“

Wir verbinden Fördergeber und Fördernehmer

Wir helfen unseren Kunden,
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Studie Green Business - IT als Innovatiionstreiber für Nachhaltigkeit (2012)

  1. 1. GREEN BUSINESS IT als Innovationstreiber für Nachhaltigkeit
  2. 2. Vorwort Kai Wächter Geschäftsführer BearingPoint „Deutschland wächst immer nachhaltiger“, bilanzierte Bundesumweltminister Norbert Röttgen Ende Januar aus dem kürzlich gemeinsam mit dem Umweltbundesamt veröffentlichten Umweltwirtschaftsbericht 2011. Der Bericht zeigt, dass Deutschland auf dem Weg zu neuem, umweltverträglichem Wachstum bereits erhebliche Fortschritte gemacht hat. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema quer durch alle privatwirtschaftlichen, öffentlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Knappe Ressourcen, Klimawandel und die Bevölkerungsentwicklung erfordern ein Umdenken aller am Wirtschaftsleben Beteiligten. Wir beobachten den Trend, dass Green IT-Lösungen in Deutschland zunehmend ganzheitlich betrachtet werden, d.h. dass zusätzlich zu den Energiekosten auch der gesamte Ressourceneinsatz betrachtet wird. „Green IT“ wandelt sich somit zur „Nachhaltigkeit durch IT“. Dies erfordert ein Umdenken, vor allem unter den Gesichtspunkten des Wandels der Energiemärkte. „Nachhaltigkeit durch IT“ wird zum wichtigen Bestandteil der Geschäftsplanung. Nachhaltigkeit ist ein 2 GREEN BUSINESS Prozess, der niemals endet. Daher muss Nachhaltigkeit – wenn die Bemühungen erfolgreich sein sollen – fester Bestandteil einer zukunftssicheren Unternehmensstrategie sein. Um einem Imageschaden und dem Verlust von Innovationspotential durch ineffizientes Wirtschaften vorzubeugen, ist die IT Initiator für nachhaltige Investitionen. Eine zukunftsfähige Unternehmensstrategie muss beides vereinen – konventionelles ökonomisches Management und ausgewogenes, effizientes Management von Nachhaltigkeit – auch mit Hilfe der IT. Doch wo fängt man an? Wie finanziert man nachhaltige IT-Maßnahmen? Wie kann ein ganzheitlicher Ansatz umgesetzt werden? Erste Antworten zu diesen Fragen liefert diese Studie. Wir hoffen sehr, dass die Studienergebnisse die Diskussion um „Nachhaltigkeit durch IT“ weiter voranbringt und bedanken uns bei allen Unternehmen, Behörden und Organisationen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben.
  3. 3. Prof. Dieter Kempf, Präsident BITKOM und Vorsitzender des Vorstands Datev eG Die Informations- und Telekommunikationstechnologien (IT) haben unsere Lebens- und Arbeitsweise in den vergangenen 30 Jahren bereits stark und weitreichend verändert. Die Energiewende in Deutschland hat weitere Veränderungen ausgelöst. IT kann einen erheblichen Beitrag dazu leisten, durch intelligente Steuerungen und Systeme Effizienzpotentiale zu heben. Der Ansatz von „Green IT“ verfolgt den gleichzeitig ökologischen und kosteneffizienten Einsatz von IT-Ressourcen und deren Anwendung über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Bei der ressourcensparenden Produktion, Nutzung und Entsorgung von ITGeräten sowie der Optimierung der IT-Infrastruktur konnten bereits gute Fortschritte erzielt werden, auch wenn der konsequente Einsatz von fortschrittlicher Hard- und Software noch ausbaufähig ist. Eine große Herausforderung liegt aber noch vor uns: die Reduktion von CO2-Emissionen durch den Einsatz intelligenter Technologien und Systeme in verschiedenen Anwendungsfeldern. Das Effizienzpotential liegt um ein Vielfaches höher, als die zusätzlichen IT-Systeme selbst an CO2 verursachen. So lassen sich deutliche Energie- und Ressourceneinsparungen, u.a. durch intelligente Gebäudesteuerung, die Optimierung von Automations- und Steuerungsprozessen in der Produktion oder durch neue Logistikkonzepte, erreichen. Bei den für diese Studie befragten Unternehmen bekommt der integrierte Ansatz „Nachhaltigkeit durch IT“ einen deutlich höheren Stellenwert. Dies belegen die Ergebnisse dieser Studie eindeutig. Verbräuche werden sichtbar, Fortschritte von Einsparmaßnahmen können kontrolliert werden und die vielfältigen Aktivitäten zur Nachhaltigkeit werden transparent. Das ist ein entscheidender Faktor für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Die vorliegende Studie zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit, verknüpft mit innovativen Technologien, bereits von vielen Unternehmen als sehr bedeutsam für den zukünftigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit angesehen wird. Investitionen in innovative Technologien werden vor allem aus Gründen der Effizienzsteigerung und der Ressourceneinsparung getätigt. Die Studie zeigt aber auch, dass die Finanzierung von Effizienzprojekten oftmals einen Hinderungsgrund darstellt und alternative Finanzierungsmöglichkeiten noch zu wenig berücksichtigt werden. GREEN BUSINESS 3
  4. 4. DEfINITIoNEN GREEN IT NachhalTIGkEIT Nachhaltigkeit ist der langfristig optimierende Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wobei alle Ressourcen gemeint sind, z. B. ökologische, technische, menschliche, soziale oder gesellschaftliche. GREEN BUSINESS Green Business bezeichnet ganzheitliches, ökologisches Wirtschaften eines Unternehmens mit dem Ziel, schädigende Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden bzw. zu vermindern und gleichzeitig Maßnahmen zur Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs umzusetzen. Green Business trägt zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens bei. Unter dem Begriff Green IT sind alle umweltorientierten und ressourcenschonenden Bestrebungen in der IT zu verstehen. Green IT umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen, die eine Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) energieund ressourceneffizient ermöglicht – über den gesamten Lebenszyklus vom Design über die Produktion, die Nutzung bis hin zur Entsorgung (Green in der IT). NachhalTIGkEIT DURch IT „Nachhaltigkeit durch IT“ dagegen ist die direkte und indirekte Energie- bzw. Ressourceneinsparung durch den Einsatz von Informationstechnologien (IT). In vielfältigen Anwendungsbereichen gilt IT somit als „Enabler“ und Querschnittsfunktion für den Umwelt- und Klimaschutz, wie in der Produktion (Smart Production), Logistik (Smart Logistics), Gebäuden (Smart Building) u.v.m. „Nachhaltigkeit durch IT“ trägt zur Umsetzung von Green Business und damit zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens bei. „SMaRT-2020-STUDIE“: DIE IkT-INDUSTRIE alS TREIBENDE kRafT aUf DEM WEG zU NachhalTIGEM klIMaSchUTz SMaRT: Standardization, Monitoring, Accountability, Rethinking und Transformation (Standardisierung, Überwachung, Verantwortung, Umdenken, Veränderung) Im Jahr 2008 publizierte The Climate Group im Auftrag der Global eSustainability Initiative die globale Studie „SMART-2020“: Die IKT-Industrie als treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz. Ziel der Studie war, den möglichen Beitrag der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Erreichung der globalen Klimaschutzziele zu belegen und exakt mit Zahlen nachzuweisen. 4 GREEN BUSINESS
  5. 5. inhaltsverzeichnis 1. Über 90 % der Teilnehmer haben einen wesentlichen Einfluss auf Green Business in ihrem Unternehmen. Teilnehmer der Studie Zertifizierungen nach ökologischen Standards 2. Bereits 75 % der teilnehmenden Unternehmen haben Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs umgesetzt. 10 Umsetzung und Akzeptanz von Nachhaltigkeit IT als Katalysator 4. Trotzdem konnte über ein Viertel der Teilnehmer keinen Verantwortlichen für das Monitoring von Green-Business-Maßnahmen benennen. 12 Verantwortlichkeit für Green Business Verantwortlichkeit für das Monitoring Einfluss auf Green-Business-Maßnahmen Verantwortlichkeit für Ressourcenschonung 5. Ebenso gaben 50 % der Teilnehmer an, dass es deutliche Hürden bei der Umsetzung von innovativen und ressourcenschonenden IT-Maßnahmen gibt. 14 Budgetbereitstellung als Hindernis Fehlende Gesamtstrategie und Zuständigkeiten Weitere Schwierigkeiten 16 6. Fast der Hälfte der Teilnehmer sind keine Förderprogramme für Nachhaltigkeitsmaßnahmen bekannt – sogar nur 5 % nutzen Fördermittel. 8 Eingesetzte Maßnahmen Auswertung von Energie- und Ressourcenverbräuchen Weitere Maßnahmen 3. Green Business hat für über 75 % der teilnehmenden Unternehmen für den zukünftigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eine hohe Bedeutung. 6 Finanzierungsalternative für KMU Staatliche Förderprogramme zur Effizienzsteigerung Favorisierte Laufzeiten für Förderprogramme 7. Unabhängig davon planen in den nächsten drei Jahren über die Hälfte der Teilnehmer Investitionen. Gegenwärtige Rolle der IT in Unternehmen Anwendungsfelder für „Nachhaltigkeit durch IT“ Investitionsschwerpunkte 18 8. Die meisten Unternehmen investieren in „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte, um Ressourcen einzusparen und die Effizienz zu steigern. Kriterien für Investitionsentscheidungen Anlässe für Investitionen Nachhaltigkeit muss sich rechnen 20 9. Dabei wird IT zum zentralen Innovationstreiber für Green Business. Verantwortlichkeit für „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte Wertbeitrag der IT-Organisation Bedeutung von „Nachhaltigkeit durch IT“ 22 10. Das Potential von Nachhaltigkeit und Green Business ist erkannt – es bleibt aber noch viel zu tun. 24 Status quo SMART-2020-Studie Fazit GREEN BUSINESS 5
  6. 6. EINlEITUNG Für viele Unternehmen wird der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ein immer wichtigeres Thema, zum einen bedingt durch steigende Rohstoff- und Energiepreise, zum anderen freiwillig im Rahmen ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung. Vielfach zeigt sich dabei, dass sich durch den Einsatz intelligenter IT-Systeme energieund ressourceneffiziente Anlagen, Verfahren und Produkte realisieren lassen. Daher wurde vom Green IT Beratungsbüro beim BITKOM und BearingPoint eine Umfrage mit dem Ziel durchgeführt, einen Überblick zu schaffen, welche Maßnahmen Unternehmen1 bereits einsetzen, oder eingesetzt haben, um ihre Nachhaltigkeit zu verbessern und wie diese Verbesserung durch IT maßgeblich unterstützt werden kann. Zudem sollte ermittelt werden, wer in Organisationen Nachhaltigkeitsinitiativen initiiert und aus welcher Motivation heraus die Ressourceneffizienz verbessert werden soll. Die Befragung wurde von September bis November 2011 durchgeführt. Die Erfassung der Teilnehmerantworten erfolgte vollständig über einen Online-Fragebogen. Die vorliegende Studie analysiert die Ergebnisse der Befragung primär von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU2), aber auch Großunternehmen aller Branchen sowie Behörden und leitet daraus Anregungen ab. Die Antworten von mehr als 280 Teilnehmern wurden in die Studie aufgenommen. 1. üBER 90 % DER TEIlNEhMER haBEN EINEN WESENTlIchEN EINflUSS aUf GREEN BUSINESS IN IhREM UNTERNEhMEN. BEvoR DIE aNTWoRTEN DER TEIlNEhMER ERlÄUTERT WERDEN, WIRD IN EINEM ERSTEN SchRITT NachfolGEND DIE zUSaMMENSETzUNG DER TEIlNEhMER DaRGESTEllT. TEIlNEhMER DER STUDIE zERTIfIzIERUNGEN Nach ökoloGISchEN STaNDaRDS Die Hälfte der Teilnehmer gehören der Geschäftsführungsebene oder IT-Abteilung an. Die hohe Beteiligung dieser Bereiche zeigt deutlich, wo das Thema Nachhaltigkeit und Green Business bei der Hälfte teilnehmenden Organisationen angesiedelt ist. Die Befragung der Teilnehmer hinsichtlich Zertifizierungen nach Ökologischen Standards zeigt, dass über ein Viertel der teilnehmenden Organisationen bereits nach Standards wie z.B. EMAS, ISO14001, GRI, CDO und UN Global Compact zertifiziert sind. Das lässt erkennen, dass Nachhaltigkeit bereits ein wichtiges Thema ist. Die Organisationen nutzen die Chance, mit Zertifizierungen die Green Business zugemessene Bedeutung auch nach außen zu belegen. Zertifizierungen sind gut und wichtig, reichen aber alleine nicht aus. Das Risiko besteht darin, dass in der öffentlichen Wahrnehmung der Eindruck entstehen kann, „Greenwashing“ zu betreiben. Insgesamt haben Organisationen aus zehn verschiedenen Branchen an der Umfrage teilgenommen, dabei stammen 75 % der teilnehmenden Organisationen aus Software und IT-Dienstleistungen, Industrie und Handel, öffentlicher Verwaltung und sonstigen Dienstleistungsbereichen. Die Teilnehmer stammen aus Unternehmen der unterschiedlichsten Größen, von unter 250 bis über 25.000 Mitarbeiter und einem Umsatz von unter 25 Mio. Euro bis über 1 Mrd. Euro. Den größten Anteil stellen kleine und mittlere Unternehmen, was vermuten lässt, dass in Unternehmen dieser Größenordnung ein erhöhtes Interesse an „Nachhaltigkeit durch IT“ und Green Business vorhanden ist. Die Zusammensetzung der Teilnehmer hat eine deutliche Aussagekraft für das Thema Green Business. So haben nach eigenen Angaben über 90 % der Teilnehmer in ihrer Organisation einen wesentlichen Einfluss auf Green Business. Unternehmen im Sinne dieser Studie bezeichnet sowohl Wirtschaftsunternehmen als auch Einrichtungen der öffentlichen verwaltung und sonstige organisationen ohne Erwerbszweck, soweit nicht anders spezifiziert. 1 kMU im Sinne dieser Studie sind Unternehmen, die maximal 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. 2 6 GREEN BUSINESS Bei den verschiedenen Standards gibt es durchaus unterschiedlich anspruchsvolle Anforderungen für das Erlangen der jeweiligen Zertifizierung. Zwei aus Sicht der Autoren wesentliche Standards sind das so genannte “Eco-Management and Audit-Scheme”, abgekürzt EMAS, und die internationale Norm ISO 14001. Beide beschreiben den Aufbau eines betrieblichen Umweltmanagements. Die Bewertung nach ISO 14001 ist für Unternehmen im internationalen Umfeld verbreiteter und die Zertifizierung nach EMAS wird eher national in Deutschland durchgeführt. Der Hauptunterschied der beiden Zertifizierungen ist das Anfertigen einer Umwelterklärung, welche bei der ISO14001 nicht erstellt werden muss. Diese bildet bei EMAS einen wichtigen Pfeiler in der öffentlichen Darstellung.
  7. 7. • Hohe Beteiligung von Geschäftsführung, IT und Marketing. • Die Unternehmen stammen aus IT, Dienstleistungen, öffentlicher verwaltung und Produktion. • Die meisten Teilnehmer stammen aus kleinen und mittleren Unternehmen. • Über ein Viertel der Teilnehmer ist nach ökologischen Standards wie z.B. EMaS, ISo 14001, GRI, cDo, UN Global compact zertifiziert. organisatorische zugehörigkeit der Befragten3 Branchenzugehörigkeit der befragten organisationen 3% 3% 8% 4% 3% 3% 9% 6% 25 % 5% 26 % Teilnehmende organisationen nach anzahl der Mitarbeiter 7% 6% 43 % 14 % 6% 14 % 22 % 19 % 11 % 25 % 17 % 6% 12 % IT-Abteilung/Dienstleister Software und IT-Dienstleistungen 0 – 250 Geschäftsführung Dienstleistungen/Freie Berufe 250 – 500 Marketing/Vertrieb/Kommunikation Öffentliche Verwaltung 500 – 1.000 Nachhaltigkeit/Umwelt Produzierendes/Verarbeitendes Gewerbe 1.000 – 5.000 Business Development Finanzdienstleistungen/ Versicherungsgewerbe 5.000 – 10.000 Einkauf/Beschaffung Controlling/Finanzen Sonstige (Organisation ohne Erwerbszweck, Schule, Universität, Hochschule) Produktion/Logistik Verkehr/Logistik 10.000 – 25.000 > 25.000 keine Angaben Energie-/Wasserversorgung Telekommunikationsdienst Gesundheits- und Sozialwesen 3 ohne Beschriftung wenn < 3 % GREEN BUSINESS 7
  8. 8. 2. BEREITS 75 % DER TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN haBEN MaSSNahMEN zUR SENkUNG DES RESSoURcENvERBRaUchS UMGESETzT. BETRachTET MaN DIE aNGaBEN DER BEREITS UMGESETzTEN MaSSNahMEN zUR SENkUNG DES RESSoURcENvERBRaUchS, So laSSEN SIch IMMER Noch ERhEBlIchE PoTENTIalE füR EffIzIENzSTEIGERUNGEN UND RESSoURcENEINSPaRUNGEN IDENTIfIzIEREN. UMSo ERfREUlIchER IST ES, DaSS 75 % DER TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN BEREITS MaSSNahMEN zUR SENkUNG DES RESSoURcENvERBRaUchS UMGESETzT haBEN. EINGESETzTE MaSSNahMEN Zu den relativ einfach umzusetzenden Maßnahmen gehören die von den Unternehmen am häufigsten genannten: eine umweltfreundliche Beschaffung und die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Hinter diesen beiden Maßnahmen verbirgt sich ein relativ großes Einsparpotential. Noch vor einigen Jahren haben umweltbezogene Kriterien, wie der Energieverbrauch, in der Beschaffung kaum eine Rolle gespielt, ausschlaggebend war zumeist das reine Verhältnis zwischen Beschaffungskosten und Leistung. Dies hat sich mit der Zeit geändert. Steigende Preise für Energie und Engpässe in der Energieversorgung haben dazu geführt, dass Organisationen Energiekriterien in der Beschaffung berücksichtigen. Dies ist vermutlich eine Ursache dafür, dass über 50 % der Teilnehmer auf eine umweltfreundliche Beschaffung setzen: Der Aufwand, die entsprechenden Beschaffungskriterien anzupassen, ist eher gering, denn durch immer weiter steigende Energiekosten und damit einem höheren Anteil der Betriebskosten an den Lebenszykluskosten rentieren sich die Einsparungen sehr deutlich. Eine noch so leistungsstarke und effiziente Büroausstattung erzielt leider nicht die möglichen Einspareffekte, solange sie nicht zielgerichtet und mit dem notwendigen Know-how genutzt wird. Denn erst durch eine optimierte Nutzung sämtlicher Geräte und der Infrastruktur lassen sich die vollständigen Einsparpotentiale erzielen. So lassen sich z. B. im Bereich Green IT nach Angaben des Fraunhofer-Instituts IZM/ISI und der Deutschen Energie-Agentur (dena) allein im Desktop-Bereich ca. 30 % des Energieverbrauchs der Arbeitsplätze durch eine effiziente Nutzung der Geräte erreichen.4 Daher ist es ein positives Bild, dass knapp 66 % der Teilnehmer bereits ihre Mitarbeiter für einen schonenden Ressourcenumgang sensibilisieren. Die Ursache dafür ist vermutlich, dass Sensibilisierungsmaßnahmen einfacher durchzuführen sind als viele andere Maßnahmen. Der direkt erzielte Nutzen einer Sensibilisierung ist jedoch in der Regel geringer. Allerdings wirkt sie auch indirekt bzw. vorbereitend. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens für den Ressourcenverbrauch sensibilisiert sind, ist es leichter, ihre Unterstützung und das Verständnis für weitere Green-Business-Maßnahmen zu erhalten. Auffallend ist der nur geringe Anteil der Teilnehmer, die eine Green-Business-Strategie haben. Die Erstellung einer langfristigen Strategie für einen optimierten Ressourcenverbrauch stellt zwar einen wesentlich größeren Aufwand dar als die zuvor erwähnten Maßnahmen, zeigt aber langfristig die größten Erfolge und ist zwingende Voraussetzung für eine ganzheitliche im Unternehmen getragene Adressierung von Green Business (vgl. Kapitel 5). In Unternehmen bereits umgesetzte Maßnahmen Green-Business-Strategie 38 % Einsatz von intelligenten Systemen, energie- und ressourceneffizienten Anlagen, Verfahren und Produkten 51 % Umweltfreundliche Beschaffung 56 % Sensibilisierung von Mitarbeitern 65 % 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % Anteil der Teilnehmer vgl. dena (2009) http://www.dena.de/themen/thema-strom/publikationen/ publikation/green-it-potzenziale-zukunft/ 4 8 GREEN BUSINESS
  9. 9. • Über 50 % der Unternehmen setzen auf umweltfreundliche Beschaffung und Sensibilisierung der Mitarbeiter. • Die Hälfte der Unternehmen setzt Messsysteme zur Energie- und Ressourcenverbrauchsmessung ein. • Selten werden Verbrauchsmessungen den tatsächlichen verbrauchern zugerechnet. aUSWERTUNG voN ENERGIE- UND RESSoURcENvERBRÄUchEN WEITERE MaSSNahMEN Durch den Einsatz von Messsystemen zur Verbrauchsmessung wird nicht nur der Strom- und Ressourcenverbrauch systematisch erfasst, sondern sie bilden auch die Grundlage für die Identifizierung von signifikanten Einsparpotentialen. Die Tatsache, dass mind. 50 % der teilnehmenden Organisationen ein solches Messsystem im Einsatz haben zeigt, wie wichtig die Auswertung der Energie- und Ressourcenverbräuche ist. Über das Erfassen der Energie- und Ressourcenverbräuche hinaus haben einzelne Organisationen bereits weitere Maßnahmen im Einsatz. Zu diesen Maßnahmen zählen z. B. das Beziehen von Strom aus regenerativen Energiequellen, eigene alternative Energieerzeugung für den Betrieb der Anlagen oder Wärmerückgewinnung zur weiteren Nutzung. Organisationen setzen Messsysteme zwar zentral an strategischen Stellen ein (in der Regel an den Hauptzuführungen), um den Strom-, Gas- und Wasserverbrauch zu erfassen und mithilfe von Kennzahlensystemen auszuwerten. Jedoch erfolgt nur in einigen wenigen Fällen eine differenzierte Erfassung und Auswertung der Energie- und Ressourcenverbräuche, aufgeteilt auf die verschiedenen Verbraucher. Somit ist selten eine direkte Zuordnung des Verbrauchs möglich. Sehr erfreulich geht aus der Umfrage hervor, dass einige Organisationen eine Zertifizierung mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel für energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb“ der „Jury Umweltzeichen“ des Umweltbundesamtes anstreben. Durch dieses Gütesiegel setzt man als Betreiber von Rechenzentren ein Zeichen, dass zum einen die eingesetzte IT-Technik den Standards der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit genügt und zum anderen der Gesamtbetrieb ökologisch nachhaltig konzipiert und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen ist. Auch wenn nur wenige der Unternehmen angegeben haben, ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zu betreiben, sind trotzdem schon 36 % nach einem ökologischen Standard zertifiziert (vgl. Kapitel 1). Dies zeigt, dass einige der teilnehmenden Organisationen durchaus einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz verfolgen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Großteil der Maßnahmen durch IT umgesetzt wird. Die Einsparungen werden aber hauptsächlich in der IT realisiert. Das bedeutet, dass Green IT bereits festen Einzug gehalten hat, die Betrachtung ganzheitlicher Maßnahmen zur Senkung sämtlicher Ressourcenverbräuche allerdings kaum verbreitet ist. GREEN BUSINESS 9
  10. 10. 3. GREEN BUSINESS haT füR üBER 75 % DER TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN füR DEN zUküNfTIGEN ERfolG UND DIE WETTBEWERBSfÄhIGkEIT EINE hohE BEDEUTUNG. IN DEN lETzTEN JahREN haBEN SoWohl DER aNWachSENDE RESSoURcENBEDaRf alS aUch STEIGENDE RESSoURcENPREISE UNTERNEhMEN DazU MoTIvIERT, IhRE EffIzIENz zU ERhöhEN. INSBESoNDERE SPIElT hIERBEI DIE ENERGIEEffIzIENz EINE üBERGEoRDNETE RollE. allERDINGS SIND NIchT MEhR NUR DIE koSTEN DER TREIBENDE fakToR. DENN IMMER MEhR UNTERNEhMEN BEGINNEN DaMIT, SozIalE vERaNTWoRTUNG zU üBERNEhMEN UND NachhalTIG MIT RESSoURcEN UMzUGEhEN. UMSETzUNG UND akzEPTaNz voN NachhalTIGkEIT IT alS kaTalYSaToR Zunehmend zeigt sich, dass Geschäfts- und Produktionsprozesse durch eine intelligente Steuerung deutlich effizienter gestaltet werden können. Durch IT-gestützte Maßnahmen und die strategische Mitgestaltung des Ressourceneinsatzes durch die IT, können Unternehmen ihre gesamte Energiebilanz nachhaltig verbessern – dies gilt besonders für energieintensive Branchen. Dieses Potential wurde auch vom Großteil der Teilnehmer erkannt. Die Bedeutung von Green Business wird von über 70 % der Teilnehmer als hoch bewertet und ist ein wichtiges Element für die Unternehmensphilosophie. Der aktuelle Einsatz von Informationstechnik ist bei den Teilnehmern sehr stark auf den Bereich Bürotechnik fokussiert. Hier kommen bereits IT-Systeme und Maßnahmen zum Einsatz, die Ressourceneinsparung zum Ziel haben. Einige teilnehmende Unternehmen haben ihre Bürotechnik und Infrastruktur auf Thin Clients umgestellt oder setzen eine virtuelle Desktop-Infrastruktur oder digitales Dokumentenmanagement ein. Besonders erfreulich ist, dass die Teilnehmer Green Business branchen- und unternehmensübergreifend als einflussreich für den zukünftigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sehen. So schätzen es über 75 % der Teilnehmer ein. Auffallend ist, dass je kleiner die Unternehmensgröße ist, desto wichtiger wird das Thema Nachhaltigkeit von den Teilnehmern bewertet wird. Dies legt die Vermutung nahe, das mit zunehmender Unternehmensgröße die Betrachtung von Nachhaltigkeit und somit die Wichtigkeit von Effizienz für den zukünftigen Erfolg scheinbar keine so bedeutende Rolle mehr spielen. Das bedeutet nicht, dass große Unternehmen sich nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, sondern es nur mit unterschiedlichen Prioritäten versehen. Betrachtet man die verschiedenen Branchen, so ist festzustellen, dass ein Großteil der Teilnehmer durch die Branchen Dienstleistungen und freie Berufe, Software und IT-Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung und produzierendes und verarbeitendes Gewerbe besetzt werden. Hier ist der Nachhaltigkeitsgedanke von höherer Bedeutung. Gerade im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe ist es sehr erfreulich zu sehen, dass die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz an Bedeutung gewinnen, da hier ein Großteil der globalen Ressourcen verbraucht wird. 10 GREEN BUSINESS Auch im Bereich Gebäudemanagement sind bereits einige ITgestützte Systeme und Maßnahmen im Einsatz. Hier erfolgt beispielsweise die Gebäudesteuerung durch ein Bussystem, welches helligkeitsabhängige Beleuchtung und Wärmesteuerung durch ein spezielles Leitsystem regelt. In Zusammenarbeit mit Kunden setzen Unternehmen z. B. im Bereich des Kundensupports vermehrt auf den Einsatz eines Online-Supports zur Fernwartung. Diese genannten Maßnahmen lassen sich in die Reihe bekannter Anwendungsfelder für „Nachhaltigkeit durch IT“ einordnen (Telepräsenz, Gebäudemanagement etc.), ergeben aber noch kein umfassendes Gesamtbild, das ein nachhaltiges Unternehmen insgesamt ausmachen kann (vgl. Kapitel 7). Darüber hinaus haben die Teilnehmer auch Wünsche zu weiteren Aktivitäten und Maßnahmen in Richtung Nachhaltigkeit und Green Business geäußert. Diese lassen sich in politische Maßnahmen, wie die Stärkung des nachhaltigen Bewusstseins und der Notwendigkeit im Unternehmen, sowie in strategische Maßnahmen, die Einbindung des Themas Nachhaltigkeit in die strategische Planung, Gesamtstrategie und Beschaffung, einordnen. Im strategischen Umfeld werden aber auch klare Verantwortlichkeiten für Green-ITProjekte gefordert (vgl. Kapitel 4). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass IT-gestützte Systeme und IT-getriebene Innovationen den Schlüssel zu ressourcenschonenden Verfahren in der Wertschöpfungskette bilden, unternehmens- und sektorenübergreifend. Der vermeintliche Klimasünder IT wird Basis- und Querschnittstechnologie im Klimaschutz und könnte als Katalysator für Nachhaltigkeit dienen.
  11. 11. • Die Bedeutung von Green Business wird von über 70 % der Teilnehmer als hoch oder sehr hoch angesehen. • Mehr als 75 % der Teilnehmer sind der Ansicht, dass Green Business für den zukünftigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens von großer Bedeutung ist. • Der Einsatz von IT ist bei den Teilnehmern noch sehr stark auf den Bereich Bürotechnik fokussiert. Bedeutung von Green Business in der Einsatz von IT im Unternehmen Unternehmensphilosophie 5% Anlagetechnik 5% hoch Steuerungstechnologien sehr hoch 19 % 45 % 36 % Infrastruktur eher gering sehr gering keine 48 % 65 % Managementsysteme 73 % Bürotechnik 26 % 95 % 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der Teilnehmer Bedeutung der Nachhaltigkeit für den Erfolg der Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit Software und IT-Dienstleistungen Dienstleistungen/Freie Berufe Öffentliche Verwaltung Produzierendes/Verarbeitendes Gewerbe sehr wichtig Finanzdienstleistungen/Versicherungsgewerbe wichtig Sonstige (Organisationen ohne Erwerbszweck, Schule, Universität, Hochschule) eher unwichtig unwichtig Verkehr/Logistik Energie-/Wasserversorgung Telekommunikationsdienst Gesundheits- und Sozialwesen 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 11
  12. 12. 4. TRoTzDEM koNNTE üBER EIN vIERTEl DER TEIlNEhMER kEINEN vERaNTWoRTlIchEN füR DaS MoNIToRING voN GREEN-BUSINESSMaSSNahMEN BENENNEN. oBWohl EIN GRoSSTEIl DER TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN GREEN BUSINESS EINEN hohEN STEllENWERT füR DEN zUküNfTIGEN ERfolG UND DIE WETTBEWERBSfÄhIGkEIT BEIMISST, zEIchNET SIch Doch EIN DEUTlIch UNTERSchIEDlIchES BIlD BEI DEN vERaNTWoRTlIchkEITEN aB. DIESE SIND NIchT IMMER DoRT IN DEN oRGaNISaTIoNEN vERoRTET, Wo DER EINflUSS aM GRöSSTEN IST. vERaNTWoRTlIchkEIT füR GREEN BUSINESS EINflUSS aUf GREEN-BUSINESS-MaSSNahMEN Auf die Frage, bei wem die Zuständigkeit für Green Business derzeit in der Organisation verankert ist, gaben 65 % der Teilnehmer die Geschäftsführung an. Dies signalisiert deutlich, dass die Bedeutung von Green Business erkannt wurde. Denn die Verankerung im Leitungsbereich ist ein bedeutender Treiber für die erfolgreiche Durchführung wichtiger Strategiethemen. Die Verantwortlichkeit und die Zuständigkeit für Green Business spiegeln sich entsprechend im Einfluss auf die Umsetzung wider. Über 90 % der Teilnehmer, die in der Geschäftsführung tätig sind, haben Einfluss auf die Entwicklung/Umsetzung von GreenBusiness-Maßnahmen. Dies zeigt, dass dort, wo der Hauptteil der Teilnehmer die Verantwortung sieht, auch der Einfluss auf die Entwicklung vorhanden ist. Einen fast ebenso großen Einfluss (70 %) gaben die Teilnehmer aus Einkauf/Beschaffung an. Der Grund ist aus Sicht der Autoren, dass grüne Kriterien bei der Beschaffung und im Einkauf sich leicht umsetzen lassen und auch schon deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Hervorzuheben ist, dass die Zuständigkeit für Green Business in der Abteilung Nachhaltigkeit und Umwelt von 17 % angegeben wurde. Das bedeutet, dass bereits ein nicht unerheblicher Teil der Teilnehmer eigene Abteilungen für Nachhaltigkeit und Umwelt eingerichtet hat. Hierbei kann davon ausgegangen werden, dass in einem Unternehmen mit einer Nachhaltigkeitsabteilung Green Business auch in dieser Abteilung verankert ist. Im Gegensatz zur derzeitigen Zuständigkeit wird die Verantwortung für das Vorantreiben von Green Business an anderer Stelle gesehen. Die Teilnehmer sind wesentlich häufiger der Meinung (82 %), dass die Geschäftsführung Green Business forcieren sollte. Dies legt nahe, dass Green Business in vielen Unternehmen noch kein Selbstläufer ist, selbst wenn in Geschäftsbereichen Ideen und Initiativen vorhanden sind. Dem gegenüber werden anscheinend Nachhaltigkeits- und Umweltabteilungen eher als Ausführende denn als Treiber gesehen. Nur 9 % der Teilnehmer geben an, dass die Verantwortung dort liegt. vERaNTWoRTlIchkEIT füR DaS MoNIToRING Bei der Verantwortlichkeit für das Monitoring von Green-BusinessMaßnahmen herrscht ein sehr heterogenes Bild bei den teilnehmenden Organisationen. Bei jeweils knapp 20 % der Teilnehmer sind die Geschäftsführung oder die Nachhaltigkeitsabteilung verantwortlich. Dies spiegelt nur noch bedingt die vorherige Verteilung der Zuständigkeit und der gewünschten Verantwortung wider. Bemerkenswert ist der sehr hohe Anteil von 31 % der Teilnehmer, bei denen es entweder keinen Verantwortlichen für Monitoring und Prozesskontrolle von Green-Business-Maßnahmen im Unternehmen gibt oder sie diesen nicht benennen können. Hier besteht noch ein Nachholbedarf, damit Green Business nicht nur initiiert und vorangetrieben wird, sondern auch der Abschluss der Maßnahmen sichergestellt und die Erfahrungen und Ergebnisse genutzt werden können. Auffallend deutlich bleiben jedoch im Bereich Business Development5 die Antworten hinter unseren Erwartungen zurück. Lediglich 25 % konnten Einfluss auf die Umsetzung von Green-Business-Maßnahmen vorweisen. Im Business Development sollten die Gestaltung und die Durchführung von Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens deutlicher berücksichtigt werden. vERaNTWoRTlIchkEIT füR RESSoURcENSchoNUNG Als zentraler Bestandteil der Green-Business-Bemühungen von Unternehmen muss auch das Thema Ressourcenschonung bzw. einsparung betrachtet werden. Über die Hälfte der Unternehmen benannte die Geschäftsführung als Hauptverantwortlichen für die Ressourceneinsparung. Bei der gleichmäßigen Verteilung auf die weiteren Bereiche ist die Angabe von nur 2 % für den Bereich Business Development auffallend. Vermutlich werden wegen langfristiger Planung keine direkten Einsparungen von Ressourcen bei den teilnehmenden Unternehmen gesehen. Allerdings wäre diese Betrachtung sehr kurzfristig. Im Business Development können die Grundlagen für nachhaltige Ressourcenschonung gelegt werden. Ein mögliches Idealbild für Verantwortung und Einfluss gestaltet sich wie folgt: Die Initiative und die Verantwortung für Green-Business-Maßnahmen sollten bei der Geschäftsführung liegen oder bei einem zentralen und durchsetzungsstarken Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsmanagement. Umsetzung und Überwachung der einzelnen Maßnahmen sollten hingegen in den einzelnen Bereichen erfolgen, da dort das notwendige Know-how verortet ist. 5 Business Development bezeichnet hier den Bereich einer organisation, der zielgerichtete Maßnahmen zur Weiterentwicklung und langfristigen Planung des Unternehmens entwickelt. 12 GREEN BUSINESS
  13. 13. • 82 % der Teilnehmer sehen bei der Geschäftsführung die zuständigkeit für Green Business im Unternehmen. • 31 % der teilnehmenden Unternehmen konnten keinen Verantwortlichen für das Monitoring von Green-Business-Maßnahmen benennen. • Geschäftsführung und Beschaffung haben den größten Einfluss auf die Umsetzung von Green-Business-Maßnahmen. • Über 50 % gaben an, dass die Geschäftsführung verantwortlich für Ressourcenschonung ist. verantwortlichkeit für Monitoring und Prozesskontrolle verantwortlicher Unternehmensbereich für die Ressourcenschonung 4% 6% Es gibt keinen Verantwortlichen. 9% 25 % Geschäftsführung 11 % Andere Geschäftsführung 10 % Nachhaltigkeit/Umwelt Umweltbeauftragter 11 % IT-Abteilung/-Dienstleister 48 % 11 % Controlling 20 % Nachhaltigkeitsmanagement Verbraucherbereich (Produktion, Logistik) Andere 12 % Weiß nicht Weiß nicht 19 % Business Development 12 % Einfluss der Teilnehmer auf Green-Business-Maßnahmen nach Unternehmensbereich Geschäftsführung Nachhaltigkeit/Umwelt IT-Abteilung/Dienstleister ja Controlling/Finanzen zum Teil Einkauf/Beschaffung nein Marketing/Vertrieb/Komunikation Business Development 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 13
  14. 14. 5. EBENSo GaBEN 50 % DER TEIlNEhMER aN, DaSS ES DEUTlIchE hüRDEN BEI DER UMSETzUNG voN INNovaTIvEN UND RESSoURcENSchoNENDEN IT-MaSSNahMEN GIBT. DER WIllE IST Da, NUR aN DER UMSETzUNG SchEITERT ES. So JEDENfallS SEhEN ES 50 % DER TEIlNEhMER. DIE UMSETzUNG voN IT-MaSSNahMEN IST MEIST EIN UNTERNEhMENSINTERNES PRoJEkT UND kaNN MIT EINEM GUTEN PRoJEkTMaNaGEMENT ERfolGREIch vERlaUfEN. hIERBEI SIND vERSchIEDENE fakToREN zU BERückSIchTIGEN, WIE z. B. DIE aUSREIchENDE RESSoURcENvERfüGBaRkEIT, DIE BEREITSTEllUNG ERfoRDERlIchER fINaNzMITTEl UND aUch DIE PRoJEkToRGaNISaTIoN. WERDEN DIESE ERfolGSfakToREN BEachTET, köNNEN „NachhalTIGkEIT DURch IT“-PRoJEkTE ERfolGREIchER UMGESETzT WERDEN. BUDGETBEREITSTEllUNG alS hINDERNIS fEhlENDE GESaMTSTRaTEGIE UND zUSTÄNDIGkEITEN Investitionen in neue Technologien zur Energie- und Ressourceneinsparung sind primär Rationalisierungsinvestitionen mit dem Ziel, die Leistungen wirtschaftlicher zu erstellen. Damit gehen Kostensenkungen einher, z. B. durch die Reduktion des Energie- und Wasserverbrauchs. So gesehen beeinflussen „Nachhaltigkeit durch IT“Maßnahmen das Betriebsergebnis positiv. Dennoch geben mehr als die Hälfte der KMU an, die Bereitstellung des Investitionsbudgets sei die kritische Größe bei nachhaltigen IT-Projekten (vgl. Kapitel 6). Wenn das erforderliche Budget verfügbar wäre, fänden mehr Investitionen in innovative IT statt. Die Green-Business-Strategie sollte Teil der Nachhaltigkeitsstrategie sein, die als Gesamtstrategie u. a. bei der Ressourceneinsparung unterstützt. Oftmals ist gar keine Strategie bekannt und die Organisation reagiert mehr, als sie agiert. Fehlen also die Strategien, ist die erfolgreiche Umsetzung von „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekten schwer realisierbar. Das zeigen auch die Ergebnisse der Umfrage. Knapp 40 % der Unternehmen gaben Umsetzungsschwierigkeiten wegen einer fehlenden Gesamtstrategie an. Eine Green-Business-Strategie kann in drei Abschnitten entwickelt werden: die Vermeidung von Umweltverschmutzung, z .B. mithilfe von Umweltmanagementsystemen, die Produktverantwortlichkeit, indem der Fokus auf den gesamten Produktlebenszyklus gelenkt wird, z. B. mit dem öko-effektiven Ansatz Cradle-to-Cradle6 und durch den Einsatz innovativer und „sauberer“ Technologien. Weiter hat die Umfrage ergeben, dass fast 70 % der Unternehmen ihre Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte aus dem laufenden Budget finanzieren. Investitionsanregungen für den Einsatz innovativer IT erfolgen aber nicht immer zeitgleich zur Budgetplanung, sondern auch unterjährig und stehen damit in Konkurrenz zu anderen betrieblichen Investitionen. Folglich kann für nicht geplante Investitionen oftmals kein Budget freigegeben werden. Es ist anzunehmen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur wenige Unternehmen weitere Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen. Häufig bleibt demnach außer Acht, dass Investitionskosten durch staatliche Fördergelder für Effizienzprojekte reduziert werden könnten (vgl. Kapitel 6). Außerdem verhelfen Investitionen in Green Business und „Nachhaltigkeit durch IT“ zu Ressourceneinsparungen (vgl. Kapitel 8). Neben den Rentabilitäts- und Liquiditätsaspekten steht damit auch die Erreichung nachhaltiger Unternehmensziele im Mittelpunkt. Deshalb sollte während der Budgetplanung das Investitionsprojekt nicht nur anhand von Bewertungskriterien wie dem ROI eingeschätzt werden. Das hätte auch positive Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft. Ebenso entscheidend für den Erfolg von „Nachhaltigkeit durch IT“Projekten sind klar definierte Kompetenzen. Personelle Kapazitäten sind grundsätzlich eine Herausforderung für interne Projekte. Deshalb müssen Projektverantwortliche, die maßgeblich für den Erfolg von Green-Business-Maßnahmen einstehen (vgl. Kapitel 4), u. a. die Kompetenzverteilung so vornehmen, dass das Projektteam alle Zuständigkeitsbereiche abdecken kann. Speziell in fachbereichsübergreifenden Projekten wie bei „Nachhaltigkeit durch IT“ hängt es entscheidend davon ab, wer sich zuständig fühlt. Das Risiko, dass Projekte scheitern, weil z. B. die Unternehmensführung kaum Unterstützung liefert, kann mithilfe einer guten Feedbackkultur und durch regelmäßigen Austausch der verschiedenen Zuständigkeitsbereiche gemindert werden. cradle-to-cradle („von der Wiege zur Wiege“) ist ein Modell für industrielle Prozesse, in dem alle Materialien in geschlossenen biologischen/technischen kreisläufen fließen und abfälle als nie versiegende und unterstützende Quelle für natürliche Systeme dienen, vgl. Braungart, http://www.braungart.com/visionDE.htm. 6 14 GREEN BUSINESS
  15. 15. • 50 % der Teilnehmer sahen deutliche Hürden bei der Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen. • Fast 70 % der Unternehmen finanzieren „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte aus dem laufenden Budget. • Kritische Erfolgsfaktoren sind das verfügbare Budget, die Strategie und zuständigkeiten für die „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte. WEITERE SchWIERIGkEITEN Einige Teilnehmer gaben bei der Umfrage an, dass viele neue Technologien nicht ressourcensparend seien, da gleichzeitig mehr Technik eingesetzt werden müsse und einen Ausbau der Infrastruktur nach sich ziehe. Die Einsparungen, die eigentlich möglich wären, würden durch eine erhöhte Nutzung wieder aufgehoben (Rebound-Effekt7). Wenn Investitionen in innovative Technologien geplant sind, gilt es daher, im Vorfeld alle zukünftigen Effekte zu analysieren und zu schätzen, sodass die potentiellen Einsparungen auch bewertet werden können. finanzierung von IT-Projekten in Unternehmen 10 % Laufendes Budget 19 % Sonderbudget 69 % Venture Capital Wie bei allen Veränderungsmaßnahmen mit dem Ziel, effizienter zu werden, hat ein IT-Projekt großen Einfluss auf die Geschäftsprozesse. Teilweise müssen sie grundlegend reorganisiert werden. Zweifellos sind Anpassungsprozesse schwierig und erfordern große Anstrengungen von allen betroffenen Unternehmensbereichen. Sie bergen indes auch große Potentiale, die sich mittel- bis langfristig in Wettbewerbsvorteilen niederschlagen können. Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass es oftmals an Wissen z. B. über Energieeinsparpotentiale oder alternative Anwendungsfelder fehlt. Um das entsprechende Know-how zu generieren, können verschiedene Einrichtungen unterstützend zur Seite stehen, z. B. Technologietransferstellen oder Energieberater. Andere Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Green Business Maßnahmen in Unternehmen Fehlende Akzeptanz der Geschäftsführung 17 % Mitarbeitereinbindung 23 % Fehlende Zuständigkeiten /Verantwortlichkeit 29 % Keine Schwierigkeiten bekannt 30 % Keine Gesamtstrategie 40 % 0% 10 % 20 % 30 % Anteil der Teilnehmer 40 % Der Rebound-Effekt tritt auf, wenn die Energie- und Ressourceneinsparungen z. B. durch den Einsatz neuer IT durch vermehrte Nutzung oder konsum wieder aufgehoben werden. 7 GREEN BUSINESS 15
  16. 16. 6. faST DER hÄlfTE DER TEIlNEhMER SIND kEINE föRDERPRoGRaMME füR NachhalTIGkEITSMaSSNahMEN BEkaNNT – SoGaR NUR 5 % NUTzEN föRDERMITTEl. INvESTITIoNEN IN DIENSTlEISTUNGEN (WIE z. B. ENERGIEBERaTUNG) UND NEUE, INNovaTIvE TEchNoloGIEN WERDEN UNTER BESTIMMTEN voRaUSSETzUNGEN voN DER öffENTlIchEN haND GEföRDERT. fINaNzIERUNGSalTERNaTIvE füR kMU Überraschend ist das Ergebnis der Umfrage zu der Nutzung von Fördermöglichkeiten für Effizienzmaßnahmen. Obwohl die Bereitstellung des Budgets als größtes Hindernis erkannt wird und damit offensichtlich im Fokus der Investitionsbewertung liegt, kennen nur knapp die Hälfte der Teilnehmer überhaupt staatliche Förderprogramme zur Effizienzsteigerung. Verblüffend ist umso mehr, dass nur 5% der Teilnehmer auch Fördermittel tatsächlich nutzen. Das mag zum einen daran liegen, dass kein geeignetes Programm gefunden wird oder die Kriterien nicht erfüllt werden können. Zum anderen ist möglicherweise der Bewilligungsprozess gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) eine zu große Herausforderung. schaftsministeriums und der KfW Bankengruppe. Gefördert werden Techniken bzw. IT-Technologien, die Emissionen und andere Umweltbeeinträchtigungen mindern oder vermeiden bzw. bei der Energie- und Materialeinsparung helfen. Bei der Inanspruchnahme von Fördergeldern sind verschiedene Kriterien zu beachten, wie z. B. Auflagen für den Projektstart bzw. Baubeginn, die formale und inhaltliche Qualität der Förderanträge und das anschließende Reporting an die Fördergeber. Hierbei können verschiedene Einrichtungen, wie z. B. das Green IT Beratungsbüro beim BITKOM, Unterstützung leisten. Wie in Kapitel 5 dargestellt, sehen vor allem KMU8, nämlich 51%, den Zugang zu Kapital als Problem für nachhaltige Projektinitiativen. Das liegt vor allem daran, dass die von den traditionellen Kreditgebern geforderten Garantien häufig nicht gegeben werden können. Eine hilfreiche Finanzierungsalternative für Investitionen können daher staatliche Förderungen sein, die KMU die Finanzierung durch Beteiligungskapital erleichtern. In der Regel werden dabei die förderfähigen Investitionskosten durch zinsgünstige Kredite finanziert. Einige Förderprogramme können auch einen direkten Zuschuss zu den förderfähigen Investitionskosten geben. Was förderfähig ist, hängt dann allerdings vom jeweiligen Förderprogramm ab. favoRISIERTE laUfzEITEN füR föRDERPRoGRaMME STaaTlIchE föRDERPRoGRaMME zUR EffIzIENzSTEIGERUNG Beginnt erst einmal die Suche nach einem geeigneten Förderprogramm, so ist die Auswahl groß. Es existieren zahlreiche Förderprogramme der Europäischen Union und von Bund, Ländern und Kommunen zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz, von denen wiederum nur einige für Anwenderunternehmen geeignet sind. Förderprogramme zur Effizienzsteigerung in Unternehmen sind z. B. das Umweltinnovationsprogramm (UIP) des BMU und das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm9 des Bundeswirt- kMU im Sinne der EU-Definition sind Unternehmen, die maximal 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von 50 Mio. Euro bzw. eine Bilanzsumme von 43 Mio. Euro nicht überschreiten. 8 ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm bis 31.12.2011, seitdem sind Umweltschutzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen in den Programmen „kfW-Energieeffizienzprogramm“ sowie im „kfW-Umweltprogramm“ finanzierbar. 9 16 GREEN BUSINESS Die Laufzeiten von Förderungen variieren je nach Programm und orientieren sich zum Teil an der Nutzungsdauer des Investitionsobjekts. Diese liegt für IT bei drei bis fünf Jahren. Haben die teilnehmenden Unternehmen die IT-Investitionen im Fokus, ist es deshalb kaum verwunderlich, dass die Mehrheit (knapp 70%) eine Laufzeit für die Rückzahlung der Förderkredite von drei bis fünf Jahren befürwortet. Drei Viertel der Unternehmen gaben den gleichen Zeitraum an bei der Frage nach der optimalen Investitionsdauer. Abhängig von der tatsächlichen Nutzungsdauer des Investitionsobjekts wird vermutlich von den meisten Unternehmen eine kürzere oder mindestens gleich lange Förderlaufzeit für die Kredittilgung angestrebt. Somit kann vermieden werden, dass die Tilgung für ein nicht mehr genutztes Investitionsobjekt erfolgen muss. Möchte ein Unternehmen in „Nachhaltigkeit durch IT“Maßnahmen investieren, kann aber davon ausgegangen werden, dass es sich um Investitionsobjekte mit einer längeren Nutzungsdauer als fünf Jahre handelt. Technologien für „Nachhaltigkeit durch IT“ sind nämlich meist Komponenten oder Bauteile einer Anlage oder eines Systems, wonach die optimale Nutzungsdauer bestimmt wird. Deshalb kann auch unter strategischen Gesichtspunkten von einem längeren Zeitraum ausgegangen werden.
  17. 17. • Die Hälfte der KMU sehen die Budgetbereitstellung als Problem. • Förderprogramme zur Effizienzsteigerung sind unter den Teilnehmern kaum bekannt. • Lediglich 5 % der Unternehmen nutzen Fördermittel für die Projektumsetzung. • 70 % der Teilnehmer befürworten die Laufzeit von Förderkrediten von drei bis fünf Jahren. Budgetbereitstellung als herausforderung für „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte in abhängigkeit von der Unternehmensgröße 0 – 250 Mitarbeiter 51 % 250 – 500 Mitarbeiter 36 % 500 – 1.000 Mitarbeiter 33 % 1.000 – 5.000 Mitarbeiter 70 % 5.000 – 10.000 Mitarbeiter 67 % 10.000 – 25.000 Mitarbeiter 57 % > 25.000 Mitarbeiter 67 % keine Angaben 32 % 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der Teilnehmer mit Ressourcenengpässen Bekanntheitsgrad staatlicher förderprogramme zur Effizienzsteigerung IT2green - Energieeffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen 20 % BAFA - Modernisierung und Neuerrichtung von Klima- und Kälteanlagen 21% ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm 30 % Umweltinnovationsprogramm (UIP) 31 % Keine 45 % 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 17
  18. 18. 7. UNaBhÄNGIG DavoN PlaNEN IN DEN NÄchSTEN DREI JahREN üBER DIE hÄlfTE DER TEIlNEhMER INvESTITIoNEN. füR allE TEIlNEhMER ENTSTEhT IN DEN NÄchSTEN JahREN EIN GRöSSERER INvESTITIoNSBEDaRf IN „NachhalTIGkEIT DURch IT“. JEDENfallS GIBT DIE hÄlfTE allER TEIlNEhMER UNaBhÄNGIG voN DER UNTERNEhMENSGRöSSE aN, INNERhalB DER NÄchSTEN DREI JahRE INvESTITIoNEN IN „NachhalTIGkEIT DURch IT“ zU PlaNEN. GEGENWÄRTIGE RollE DER IT IN UNTERNEhMEN Neue IT-Investitionen werden häufig in den Bereichen vorgenommen, in denen bereits IT eingesetzt und nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht wird, z. B. in Bürotechnik (vgl. Kapitel 3). Anzunehmen ist, dass diese Investitionen einen optimierten IT-Ressourcenverbrauch (Green IT) unterstützen. Es fehlt aber noch an strategischen Ansätzen, innovative IT für eine bessere Ressourceneffizienz und damit als Beitrag zur Nachhaltigkeit einzusetzen. Verschiedenste Anwendungsbereiche für „Nachhaltigkeit durch IT“ sind denkbar. Geplante Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“ 74 % keine Angaben zur Unternehmensgröße 42 % 11 % 47 % 49 % 0 bis 5.000 Mitarbeiter 22 % 29 % 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Investitionen geplant Keine Investitionen geplant Weiß nicht aNWENDUNGSfElDER füR „NachhalTIGkEIT DURch IT“ Die Smart-2020-Studie10 beschreibt die Potentiale innovativer IT zur Ressourcen- und Energieeinsparung in verschiedenen Anwendungsfeldern. In der Online-Befragung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, bis zu sechs Anwendungsfelder auszuwählen, in denen Investitionen in neue Technologien geplant sind. GeSI (2008), http://www.smart2020.org/publications/; http://www.gesi.org/linkclick. aspx?fileticket=X7m82qhz%2f6o%3d&tabid=130. 10 18 GREEN BUSINESS • SMART CONSUMPTION fasst sämtliche Maßnahmen und Anwendungen zusammen, die das Nachfrageverhalten von Konsumenten durch den IT-Einsatz so beeinflussen, dass Energie und Ressourcen geschont werden, z. B. Reduktion des Energieverbrauchs durch Nutzung von Strom in nachfrageschwachen Zeiten, Einkaufsnavigator für regionale Produkte. • SMART GRID umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung in Energieübertragungs- und -verteilungsnetzen der Elektrizitätsversorgung. 11 % 16 % 5.000 bis > 25.000 Mitarbeiter • SMART BUILDINGS umfassen Gebäude, die unter Einsatz von IT entworfen, gebaut und/oder betrieben werden. Ziel von Smart Buildings ist eine energetische Effizienzsteigerung in allen Stufen des Lebenszyklus von Gebäuden. Dazu zählen sowohl von privaten Haushalten bewohnte als auch für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) genutzte Gebäude. • SMART LOGISTICS beschreibt alle durch IT getriebenen Maßnahmen, die Liefer-, Transport- und Lagerprozesse durch die Verknüpfung von modernen Kommunikationsnetzen und intelligenten Mess- und Steuerungstechniken optimieren oder reduzieren können, z. B. Logistikapplikationen, intelligente Steuerung des Verkehrsflusses, IT-gestützte Städtemaut, Überwachung und Training des Fahrverhaltens etc. • SMART PRODUCTION bezeichnet den Einsatz von IT in der Produktion, um Anlagen oder Prozesse jederzeit nachvollziehbar zu gestalten und energie- und/oder ressourceneffizient zu steuern. • SMART SERVICES erhöhen durch intelligente Technologien die Ressourceneffizienz von Dienstleistungen und Prozessen in nahezu allen Lebens- und Arbeitsbereichen – weitestgehend ohne Nutzungseinschränkung, wie z. B. Online-Formulare, interaktive digitale Echtzeitkommunikationsformen, Erweiterung der Dienstleistungen um IT-basierende Services (z. B. Smart Watering).
  19. 19. • Die Hälfte aller Teilnehmer planen in den nächsten drei Jahren Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“. • Ein Viertel der Teilnehmer plant erstmals Investitionen. • Insbesondere in den Bereichen Smart Consumption, Smart Buildings und Smart Services wird mehr investiert. INvESTITIoNSSchWERPUNkTE Ebenso erfreulich ist, dass knapp 40 % der Unternehmen Investitionen zu Smart Consumption planen. Dass das Thema Nachhaltigkeit ein wesentlicher Faktor ist, der das Konsumentenverhalten entscheidend prägt, wurde bereits in anderen Studien analysiert. Dem Trend des geschärften ökologischen Bewusstseins der Verbraucher können Unternehmen u. a. durch Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“-Maßnahmen begegnen, z. B. um Transparenz hinsichtlich der Artikelherkunft und Produktzusammensetzung zu schaffen. Dabei helfen beispielsweise in Deutschland unterschiedliche Mini-Programme, sogenannte Apps, für Smartphones. Immobilien sind für einen Großteil des Energie- und Materialverbrauchs verantwortlich. Mit intelligent geplanten, gebauten und betriebenen Gebäuden durch neue IT können Smart Buildings große Effizienzpotentiale realisieren. Etwa 40 % der Teilnehmer planen zukünftige Investitionen in diesem Bereich. (vgl. Kapitel 10). Bereits heute setzen bis zu 30 % der Teilnehmer IT zur Ressourceneinsparung ein. Verglichen mit dem derzeitigen Stand der IT-Nutzung ist in Zukunft aber mit einem deutlichen Anstieg der Investitionen in allen sechs Anwendungsbereichen zu rechnen. Die meisten Maßnahmen sind geplant in Smart Consumption, Smart Buildings und Smart Services. Auffallend ist, dass zukünftig die Hälfte der Unternehmen ihre Investitionen in Smart Services erheblich erhöhen wollen. Darunter fallen Maßnahmen, durch die Dienstleistungen und Prozesse mittels zusätzlicher IT ressourceneffizient werden. Hierzu zählen z. B. intelligente Stromzähler (Smart Meter), die bei der Identifikation des Stromverbrauches helfen, oder auch Dokumentenmanagementsysteme zur Senkung des Papierverbrauchs im Büro. Gegenwärtige und zukünftige Investitionen in anwendungsfelder von „Nachhaltigkeit durch IT“ 13 % Weiß nicht 12 % 29 % Keine 7% 19 % Smart Consumption 37 % 29 % Smart Buildings 38 % 32 % Smart Services 50 % 17 % Smart Grid 25 % 23 % Smart Logistics 26 % 24 % Smart Production 30 % 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % gegenwärtige Investitionen zukünftige Investitionen GREEN BUSINESS 19
  20. 20. 8. DIE MEISTEN UNTERNEhMEN INvESTIEREN IN „NachhalTIGkEIT DURch IT“-PRoJEkTE, UM RESSoURcEN EINzUSPaREN UND DIE EffIzIENz zU STEIGERN. EIN GRoSSTEIl DER TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN PlaNT INvESTITIoNEN IN „NachhalTIGkEIT DURch IT“PRoJEkTE. DIE aNlÄSSE UND ENTSchEIDUNGEN füR DIESE INvESTITIoNEN WERDEN JEDoch IN DEN TEIlNEhMENDEN UNTERNEhMEN UND aUch IN DEN vERSchIEDENEN BRaNchEN UNTERSchIEDlIch BEWERTET. kRITERIEN füR INvESTITIoNSENTSchEIDUNGEN Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“ werden im Wesentlichen nach wirtschaftlichen Aspekten beurteilt wie andere Investitionen auch (vgl. Kapitel 5). Nichtmonetäre Aspekte spielen dabei eine nachrangige Rolle. Ob bei der monetären Bewertung Lebenszykluskosten, Betriebskosten oder Investitionskosten im Mittelpunkt stehen, ist dabei zweitrangig. Interessant ist allerdings, dass die Betrachtung der Lebenszykluskosten die größte Rolle spielt, was in vielen Bereichen heute noch ein neues Thema ist. Nahezu die Hälfte der Teilnehmer betrachtet die Kosten im gesamten Lebenszyklus als zentrales Kriterium für Investitionsentscheidungen. Dies ist ein sehr positives Signal, da damit auch wesentliche Aspekte von grünen bzw. nachhaltigen Investitionen berücksichtigt werden müssen. Insbesondere schließt dies Wartungskosten, Verbrauchswerte für beispielsweise Strom, Kosten der Entsorgung und Ähnliches ein. Daraus leitet sich eine an Nachhaltigkeit und grünen Aspekten orientierte Priorisierung für Investitionen ab. Auf der anderen Seite spielt als einzige nichtmonetäre Bewertung der Imagegewinn als Kriterium für Investitionsentscheidungen eine erstaunlich geringe Rolle. Verwaltung nimmt eher eine Vorreiterrolle ein. Für über 60 % der beteiligten Großunternehmen sind Effizienzsteigerungen der entscheidende Anlass. Imagegewinne spielen auch für diese Teilnehmer nahezu keine Rolle. Der Druck seitens der Verbraucher scheint hier trotz des gestiegenen Umweltbewusstseins und der geführten Diskussion über Nachhaltigkeit nicht sehr hoch zu sein. In der Industrie sehen lediglich der Logistik- und der Dienstleistungssektor den Imagegewinn als relevanten Anlass. Das kann mit der leichteren Nachvollziehbarkeit von Umweltaspekten für den Endverbraucher in diesen Branchen begründet werden. Darüber hinaus bekennt sich der Logistikbereich deutlich zur Optimierung seiner Prozesse. Im IT-Dienstleistungssektor spielen hingegen Effizienzsteigerung und Ressourceneinsparung eine gleichwertige Rolle. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass sich in den meisten IT- Dienstleistungen ein sehr großes Potential für die Ressourceneffizienz verbergen kann (vgl. Kapitel 7). Erfreulich ist deshalb auch, dass der Dienstleistungssektor sich mit der Entwicklung von Lösungen, wie intelligenten Nutzungskonzepten, beschäftigt. aNlÄSSE füR INvESTITIoNEN NachhalTIGkEIT MUSS SIch REchNEN Damit einher geht, dass für die meisten Teilnehmer der Studie Effizienzgewinne und Ressourceneinsparungen im Vordergrund stehen, wenn in Nachhaltigkeit investiert wird. Die öffentliche Verwaltung stellt hierbei eine deutliche Ausnahme dar: Für die öffentliche Verwaltung und andere öffentliche oder Non-Profit-Organisationen spielt die Effizienzsteigerung eine nachgeordnete Rolle. Entscheidender Anlass ist für über 90 % der Teilnehmer der öffentlichen Verwaltung die Einsparung von Ressourcen. Hier sind vermutlich politische Vorgaben bzw. die von der Regierung gesetzten Klimaziele als Grund für diese deutliche Schwerpunktsetzung zu sehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es trotz der variierenden Kriterien und Anlässe für Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte in den verschiedenen Branchen und Unternehmen eine gemeinsame Anforderung gibt. Die Projekte werden in der Regel nicht um jeden Preis betrieben. Vielmehr muss sich für die teilnehmenden Unternehmen eine Investition in Nachhaltigkeit rechnen. Zum einen muss ein wirtschaftlicher Mehrwert wie Effizienzsteigerung oder Ressourceneinsparung Anlass sein und zum anderen werden die entstehenden Kosten dagegen gerechnet. So stammt die Hauptvorgabe für die öffentliche Verwaltung aus dem Kyoto-Protokoll. In diesem Protokoll wurde vereinbart, den Ausstoß der sechs gefährlichsten Treibhausgase insgesamt um durchschnittlich 5,2 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Der Imagegewinn ist ebenfalls nachrangig, die öffentliche 20 GREEN BUSINESS
  21. 21. • Gut die Hälfte der Teilnehmer betrachtet die gesamten Lebenszykluskosten bei der Investitionsentscheidung. • Effizienzsteigerung und Ressourceneinsparung sind die wichtigsten anlässe – Imagegewinn spielt kaum eine Rolle. • Investitionen in „Nachhaltigkeit durch IT“ müssen sich rechnen. kriterien zur Investitionsentscheidung für „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte 5% 9% Betrachtung gesamter Lebenszykluskosten Fokus auf Investitionskosten 16 % 48 % Berücksichtigung laufender Betriebskosten Weiß nicht Imagegewinn 22 % Entscheidender anlass, um in „Nachhaltigkeit durch IT-Projekte“ zu investieren Software und IT-Dienstleistungen Dienstleistungen/Freie Berufe Öffentliche Verwaltung Effizienzsteigerung Produzierendes/Verarbeitendes Gewerbe Ressourceneinsparung Finanzdienstleistungen/Versicherungsgewerbe Imagegewinn Sonstige (Organisation ohne Erwerbszweck, Schule, Universität, Hochschule) Verkehr/Logisitk 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 21
  22. 22. 9. DaBEI WIRD IT zUM zENTRalEN INNovaTIoNSTREIBER füR GREEN BUSINESS. BEI DER vIElzahl DER MöGlIchEN GREEN-BUSINESS-MaSSNahMEN STEllT SIch DIE fRaGE, WElchE RollE voR allEM „NachhalTIGkEIT DURch IT“-PRoJEkTE SPIElEN. IM fokUS STEhEN hIER DIE vERaNTWoRTlIchkEIT füR UND DER WERTBEITRaG voN IT UND „NachhalTIGkEIT DURch IT“-PRoJEkTE. vERaNTWoRTlIchkEIT füR „NachhalTIGkEIT DURch IT“-PRoJEkTE Wurde die Verantwortung für Green-Business-Maßnahmen fast hauptsächlich bei der Geschäftsführung gesehen, ist die Verantwortlichkeit bei „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekten deutlich verlagert. Hier gaben 58 % der Teilnehmer an, dass in ihrem Unternehmen die IT-Abteilung bzw. der IT-Dienstleister verantwortlich ist. Dies liegt vermutlich daran, dass „Nachhaltigkeit durch IT“Maßnahmen häufig einen hohen Grad an technischem Fachwissen erfordern. Dennoch trägt bei 41 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsführung die Verantwortung für „Nachhaltigkeit durch IT“Projekte. Hieran wird deutlich, dass ungeachtet der hohen technischen Anforderungen diesen Projekten eine sehr hohe Bedeutung beigemessen wird. Neben der zentralen Verantwortung der Geschäftsführung wurden weitere Bereiche wie Fachabteilungen oder Einkauf nur vereinzelt angegeben. Obwohl an dieser Stelle Mehrfachantworten möglich waren, haben ca. 80 % der Teilnehmer nur einen Bereich als Verantwortlichen angegeben. dern vielmehr als Innovationstreiber, damit das Potential für Ideen, Entwicklungen und Maßnahmen auf Basis von IT erkannt wird. Auf die verschiedenen Unternehmensbereiche heruntergebrochen ergibt sich eine differenzierte Einschätzung des Wertbeitrags. Den Wertbeitrag schätzten die Teilnehmer aus Geschäftsführung, Marketing und IT-Abteilung zu jeweils ca. 80 % als hoch bis sehr hoch ein. Immerhin gaben 40 % der Teilnehmer aus der Geschäftsführung einen sehr hohen Wertbeitrag an. Ein gutes Verständnis für die Geschäftsprozesse sorgt dafür, dass ein gestiegener Wertbeitrag deutlich wahrgenommen wird. In Marketing und IT-Abteilung liegt zudem eine hohe Durchdringung mit IT vor. Dies begünstigt die positive Wahrnehmung der IT und ist vermutlich der Grund für die hohe Wertbeitragseinschätzung. Insgesamt lässt sich das als Schritt in die richtige Richtung beurteilen. „Nachhaltigkeit durch IT“ sollte aus der IT-Abteilung gesteuert und mitverantwortet werden. Dies allerdings auch nur, wenn sich die IT-Abteilung selbst als Innovationstreiber betrachtet und die Geschäftsprozesse übergreifend wahrnimmt. Wenn sich allerdings die IT-Abteilung als reiner IT-Dienstleister versteht, wird dieser Ansatz weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben. In jedem Falle sollte die IT-Abteilung an allen Projekten beteiligt sein, um Synergieeffekte zwischen verschiedenen Einzelprojekten zu identifizieren, auch wenn die Projekte von der Geschäftsführung oder anderen Geschäftseinheiten gesteuert werden. Erstaunlich ist die Einschätzung im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt. Nur 50 % sehen den Wertbeitrag als hoch und weitere 42 % als eher gering. Zur erfolgreichen Umsetzung von Green Business und „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekten ist es wichtig, dass gerade in der Abteilung Nachhaltigkeit/Umwelt der Wertbeitrag der IT wächst und das Potential der IT erkannt wird. Negativ fällt die Einschätzung des Wertbeitrags in den Bereichen, Einkauf und Beschaffung sowie Business Development auf. Jeweils ca. 35 % der Teilnehmer aus den Bereichen den Wertbeitrag der internen IT-Organisation nur als sehr gering ein. Hier sollte gezielt Bewusstsein für die Möglichkeiten und die Potentiale geschaffen werden, wie moderne IT zentral zur Wertschöpfung von Unternehmen beiträgt, zumal der Bereich Business Development einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung eines Unternehmens leisten kann (vgl. Kapitel 4). WERTBEITRaG DER IT-oRGaNISaTIoN BEDEUTUNG voN „NachhalTIGkEIT DURch IT“ Wichtige Voraussetzung für den Nutzen der „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte ist der Wertbeitrag, den IT für ein Unternehmen leistet oder leisten kann. Hierbei schätzen 56 % der Teilnehmer den Wertbeitrag der internen IT-Organisation für das eigene Unternehmen als hoch ein und sogar 18 % als sehr hoch. Das bedeutet, dass fast 75 % der Teilnehmer den Wertbeitrag als hoch bis sehr hoch beurteilen. Diese Beurteilung stellt eine gute Basis dar für die Entwicklung und die Akzeptanz von „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekten. Die IT darf nicht nur als reines Arbeitsmittel angesehen werden, son- Im Ergebnis wird deutlich, dass IT in vielen Unternehmen zum zentralen Innovationstreiber für Green Business wird. Voraussetzungen sind, dass die Verantwortung für „Nachhaltigkeit durch IT“ in den richtigen Unternehmensbereichen verortet ist und der ITWertbeitrag von allen erkannt wird. Das bedeutet, dass aus den IT-Abteilungen heraus, unterstützt durch die Geschäftsführung, die IT mit innovativen Maßnahmen Green Business in den Organisationen vorantreiben soll und auch vorantreibt. 22 GREEN BUSINESS
  23. 23. • 58 % der Teilnehmer sind der Meinung, dass die IT-Abteilung/ IT-Dienstleister für die Projekte verantwortlich seien. • 80 % der Teilnehmer sehen die Verantwortlichkeit für nachhaltige IT-Projekte nur in einer Stelle. • Nur 50 % aus dem Bereich Nachhaltigkeit schätzen den IT-Wertbeitrag als wichtig ein. verantwortlichkeit für „Nachhaltigkeit durch IT“-Projekte Weiß nicht 4% Business Development 6% Einkauf 13 % Fachabteilungen 14 % Geschäftsführung 42 % IT-Abteilung/-Dienstleister /Technik 58 % 0% 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % Anteil der Teilnehmer Wertbeitrag der IT aus Sicht der Befragten nach abteilungen IT-Abteilung/Dienstleister Geschäftsführung sehr hoch hoch Marketing/Vertrieb/Kommunikation eher gering Nachhaltigkeit/Umwelt sehr gering Business Development Einkauf/Beschaffung 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 23
  24. 24. 10. DaS PoTENTIal voN NachhalTIGkEIT UND GREEN BUSINESS IST ERkaNNT – ES BlEIBT aBER Noch vIEl zU TUN. aUS SIchT DER TEIlNEhMER SPIElEN GREEN BUSINESS UND „NachhalTIGkEIT DURch IT“ füR DEN zUküNfTIGEN GESchÄfTSERfolG EINE BEDEUTENDE RollE. ENTSPREchEND SIND INvESTITIoNEN UND WEITERE akTIvITÄTEN GEPlaNT UND GEWüNSchT. STaTUS QUo SMaRT-2020-STUDIE Die Bandbreite der angegebenen Wünsche für die nächsten Schritte zeigt die stark unterschiedlichen Umsetzungsgrade und abweichenden organisatorischen Aufstellungen der Teilnehmer. Aussagen wie „Endlich anfangen“, „Klare Verantwortlichkeiten für Pilotprojekte definieren“ und „Mehr Engagement/Vorbild/Interesse durch Geschäftsführung“ deuten auf Willensbekundungen ohne erkennbare weitere Schritte und konkrete Kommunikation im Unternehmen hin. Vergleicht man die bisherigen Aktivitäten der Unternehmen bzw. die Schwerpunkte der Ansätze mit den identifizierten CO2-Reduktionspotentialen, so ergeben sich aus einer volkswirtschaftlichen und rein ökologischen Sicht noch große Lücken. Gemäß der Studie SMART 2020 liegen im Anwendungsfeld Smart Logistics die größten CO2-Einsparpotentiale in Deutschland – gefolgt von Smart Buildings und Smart Motors. Mit diesen Potentialen gehen auch entsprechende ökonomische Vorteile einher, die von den Unternehmen realisiert werden können. Eine geforderte „nachhaltige Verankerung im Unternehmen und bei allen Mitarbeitern“ lässt ebenso wie die Forderungen nach „einer gesamten Strategie, die allen MA bekannt gemacht wird - (Klimaschutzstrategien, Nachhaltigkeitsmanagementsysteme)“ oder der „konsequenten Anwendung von Green IT und „Nachhaltigkeit durch IT“ erkennen, dass es bereits Maßnahmen gibt, diese aber nicht in einen Gesamtrahmen eingebettet und ganzheitlich durchgesetzt sind. Auch die „Wissensvermittlung“/„Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter“ deutet auf schon mehr vorhandenes Wissen und eine breite Umsetzung des Themas hin. Die gewünschte „Änderung des Beschaffungsprozesses in Bezug auf Anforderungen in Richtung Wiederverwertbarkeit, Ressourceneffizienz, Energieeinsparungen“ ist ein sehr konkreter Detailwunsch, der auf eine schon stärkere Beschäftigung mit dem Thema und mehr etablierte Maßnahmen verweist. Dies gilt ebenso für den Wunsch nach einer „besseren Systematik, Übersicht und Kriterien zur Auswahlentscheidung“. Beide Wünsche adressieren Investitionsentscheidungen und Beschaffungsprozesse. „Dass was verkauft wird, soll auch intern genutzt werden“ zeigt deutlich vorhandene Kompetenz, die allerdings noch nicht intern genutzt wird. Auch der Wunsch nach „mehr alternativen Technologien und Projekten, um effiziente Lösungen auswählen zu können“, deutet auf ein schon sehr gut etabliertes Nachhaltigkeitsdenken hin und ist eher als eine Frage in einer reiferen Organisation einzustufen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Teilnehmer über ein sehr unterschiedliches Umsetzungsniveau verfügen, was sich auch in den Investitionswünschen in Kapitel 7 gezeigt hat. Leider wird auch bestätigt, dass oft keine klaren Rahmenbedingungen für Nachhaltigkeitsinvestitionen etabliert worden sind, wie in Kapitel 4 dargestellt. Der Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsansätze mit IT-Hilfe liegt nach unserer Erhebung im Bereich Dematerialization bzw. Smart Consumption und Smart Services. Dies kann damit erklärt werden, dass unter den Teilnehmern der Studie ein Großteil im Dienstleistungssektor und der IT-Branche angesiedelt ist. Hier liegen Investitionen in den oben dargestellten Bereichen nahe. Die Investitionen in den Anwendungsfeldern Smart Buildings und Smart Motors lassen sich allerdings nicht auf das Teilnehmergefüge zurückführen. Hier wird wieder deutlich, dass IT-Investitionen in Nachhaltigkeitsthemen wie auch vorne gezeigt durch Wirtschaftlichkeitsaspekte geprägt sind und nicht dadurch, wo viel CO2 eingespart werden kann. Allerdings erstaunt der Schwerpunkt bei Smart Buildings – hier sind Investitionen in der Regel recht hoch und der Nutzen wird nur langfristig realisiert. fazIT Die Bedeutung von Green Business kann in den Organisationen nur eine angemessene Umsetzung finden, wenn diese das Thema in ihrer Geschäftsstrategie und ganzheitlich adressieren. Die Potentiale in Kernprozessen können nur durch Zusammenwirken der Fachverantwortlichen mit den Technologieverantwortlichen unter Nutzung der IT gehoben werden. Bisher spielen Fördermittel bei den Teilnehmern eine scheinbar nachgeordnete Rolle. Eine stärkere Nutzung dieser Mittel kann auch einen Einfluss auf den Einsatz der IT in anderen Anwendungsfeldern haben und helfen, die scheinbar vorhandenen Lücken zu füllen. Unabhängig von den identifizierten Lücken und bestehenden Hindernissen lässt sich zusammenfassen, dass „Nachhaltigkeit durch IT“ an Bedeutung gewinnt. Die Unternehmen sind schon sehr aktiv oder befinden sich im Aufbruch. Auch ökologisch kann dadurch einiges erreicht werden. IT wird so zum Innovationstreiber in Nachhaltigkeitsthemen! 24 GREEN BUSINESS
  25. 25. • Ein Großteil der Teilnehmer wünscht sich weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. • Verantwortlichkeiten für die Initiierung und Umsetzung von Green-Business-Maßnahmen sind in den meisten Unternehmen nicht klar geregelt. • Erkannte Potentiale zur CO2-Reduktion sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. • Fördermittel werden kaum genutzt. • Nachhaltigkeit wird trotzdem von den Unternehmen vorangetrieben und die Bedeutung steigt weiter. GEGENüBERSTEllUNG Investitionen der Studie co2-Reduktionspotentiale aus SMaRT 2020 Dematerialization (Smart Consumption + Services) 8% Smart Building 72 % 22 % Smart Grid 34 % 12 % Smart Logistics 23 % Smart Motors (Smart Production) 14 % 60 % Anteil der Teilnehmer, die laufende und geplante Investitionen in den nächsten drei Jahren angaben 23 % 44 % 100 % 80 % Anteil des identifizierten theoretischen CO2-Reduktionspotentials durch IKT-Anwendungen im Jahr 2020 gemäß SMART 2020 40 % 20 % Anteil Potential SMART-2020 27 % 0% 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der Teilnehmer GREEN BUSINESS 25
  26. 26. „Green Business – Nachhaltigkeit durch IT“ Wir verbinden Fördergeber und Fördernehmer Wir helfen unseren Kunden, messbare und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen Das Green IT Beratungsbüro beim BITKOM e. V. ist ein Sonderprojekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), des Umweltbundesamts (UBA) sowie der KfW Bankengruppe und wurde auf Initiative des BITKOM im Förderschwerpunkt „IT goes green“ des BMU-Umweltinnovationsprogramms (UIP) eingerichtet. Das Beratungsbüro unterstützt professionelle Anwender bei der Umsetzung von Green IT-Projekten. Dabei steht die Beratung zu Energie- und Materialeinsparpotentialen durch Green IT sowie zu Programmen der Spitzen- und Breitenförderung im Mittelpunkt. Zusätzlich zu den klassischen Energie- und Materialeffizienz-Projekten unterstützt die Spitzenförderung des BMU auch die Emissionsreduzierung durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) („Green durch IT“), die häufig ein noch größeres Einsparpotential besitzt. Neben dem gezielten Ausbau innovativer und umweltschonender IKT und Lösungskonzepte liegt ein weiterer Fokus der Arbeit des Beratungsbüros auf der Kommunikation und Darstellung von Best-PracticeBeispielen, um die Technologien auch in der Breite bekannt zu machen und vielfach zur Nachahmung anzuregen. BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management-Buy-out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.200 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global. Weitere Informationen: www.bearingpoint.com BearingPoint. Management & Technology Consultants Weitere Informationen: www.green-it-beratungsbuero.de Impressum Herausgeber: BITKOM e. V. Green IT Beratungsbüro Albrechtstraße 10 A 10117 Berlin-Mitte Tel.: 030.27576-0 Fax: 030.27576-400 green-it@bitkom.org www.bitkom.org www.green-it-beratungsbuero.de BearingPoint GmbH Management & Technology Consultants Kurfürstendamm 207–208 10719 Berlin Tel.: 030.88004-0 Fax: 030.88004-100 info@bearingpoint.com www.bearingpoint.com Ansprechpartner: Florian König Tel.: 030.27576-456 f.koenig@bitkom.org Stefan Pechardscheck Tel.: 030.88004-5450 stefan.pechardscheck@bearingpoint.com Redaktion: BITKOM: Katharina Hahnfeldt, Florian König BearingPoint: Dr. René Birkner, Dirk Brillski, Carsten Lenz, Stefan Pechardscheck Gestaltung / Layout: GOLDLAND Media GmbH Copyright: BITKOM / BearingPoint 2012 Bildnachweis: greenie images Diese Publikation stellt eine allgemeine unverbindliche Information dar. Die Inhalte spiegeln die Auffassung vom BITKOM und BearingPoint zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Obwohl die Informationen mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, besteht kein Anspruch auf sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und/oder Aktualität, insbesondere kann diese Publikation nicht den besonderen Umständen des Einzelfalles Rechnung tragen. Eine Verwendung liegt daher in der eigenen Verantwortung des Lesers. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen. Alle Rechte, auch der auszugsweisen Vervielfältigung, liegen bei den Herausgebern. 26 GREEN BUSINESS

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