Best Practices für Oracle-Lizenzmanagement:
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  • 1. WHITEPAPER Best Practices für Oracle-Lizenzmanagement: Nutzung optimieren und Risiken von Lizenzverstößen minimieren
  • 2. 2 Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement Alle Kunden von Oracle® stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung: die Sorge um eine riskante Lizenzunterdeckung oder eine kostspielige Lizenzüberdeckung.1 In einer jüngst durchgeführten Umfrage gaben 53 Prozent der Unternehmen an, dass ein Teil ihrer Softwarelizenzkosten auf die Lizenzunterdeckung von Anwendungen zurückgeht, wodurch es zu Lizenzverstößen gekommen ist. Gleichzeitig beklagt ein großer Prozentsatz der Unternehmen Lizenzüberdeckungen: Oracle-Lizenzen werden also nicht oder nicht optimal genutzt. So hat beispielsweise ein internationaler Energiekonzern die Nutzung seiner Oracle-Lizenzen intern bewertet und festgestellt, dass 25 Prozent mehr Datenbankprozessoren als angenommen genutzt werden – mit entsprechend kostspieligen Folgen. In einem weiteren Fall hat ein großer internationaler Konsumgüterhersteller über 30 Mio. US- Dollar an Lizenzkosten einsparen können – davon allein 7 Mio. Dollar bei den Oracle-Lizenzen – indem er die aktuelle Installation und Nutzung von Datenbanken und Datenbankoptionen analysiert hat. Diese Unternehmen haben ihre Auditrisiken reduziert und Kosten durch ein proaktives Management der Oracle- Lizenzprozesse eingespart. Sie haben zudem integrierte Asset-Management-Praktiken und Analysesoftware eingesetzt, um die Wertschöpfung des gesamten Software- Lifecycle-Management-Prozess zu erhöhen: von der Aushandlung günstiger Preise bis zur optimierten Nutzung. So konnten unnötige Ausgaben eingespart und kostspielige Überraschungen bei Audits vermieden werden. Angesichts zunehmender Auditaktivitäten seitens Oracle können diejenigen Unternehmen ihre finanziellen Risiken zu minimieren und das Maximum aus ihren Oracle-Investitionen herauszuholen, die ihre Lizenzverträge mit der tatsächlichen Nutzung von Datenbanken und Funktionen abstimmen können. Ziel ist es, den Umfang der Oracle-Installationen unternehmensweit richtig anzupassen und den gesamten Lizenzmanagementprozess unter Kontrolle zu bekommen: von einer genauen Bedarfsprognose über Lizenzverhandlungen und Implementierung bis hin zur Vorbereitung der Audits. Die Oracle-Regeln für Lizenzierung und Compliance machen das Lizenzmanagement kompliziert Jeder Oracle-Lizenzstrategie liegt eine komplexe Berechnung der tatsächlichen und prognostizierten Nutzung zugrunde. Es reicht nicht aus, die Prozessoren von Datenbankservern, die Benutzer oder die Installationen zu zählen: Diese Parameter sind zwar wichtig, insbesondere für Lizenzverträge, die sich auf die Prozessorkerne beziehen, aber darüber hinaus benötigt Oracle weitere Details darüber, was genutzt wird, wie beispielsweise Editionen, Versionen sowie Optionen und Management Packs. Es liegt also an den Unternehmen, ihre Lizenzen mit der tatsächlichen Nutzung in Einklang zu bringen. Die tatsächliche Nutzung kann erheblich von der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses prognostizierten Nutzung abweichen, insbesondere wenn ein Unternehmen wächst. Zwar unterstützt Oracle die Nutzungsberechnungen mithilfe spezieller Werkzeuge und Skripts zur Softwarenachverfolgung, aber dennoch obliegt es dem Anwender, auf die Einhaltung der Lizenzbestimmungen zu achten. Viele Unternehmen verfügen allerdings gar nicht über die Prozesse oder Infrastrukturen, um die Reporting- Anforderungen von Oracle erfüllen zu können. Sie gehen also das hohe Risiko einer Lizenzunterdeckung ein, die beim Auditing durch Oracle teuer werden kann. Die Nachverfolgung der tatsächlichen Nutzung ist allerdings nicht nur für ein hinreichendes Risikomanagement notwendig – sie verhindert auch, dass Lizenzen nicht ausreichend genutzt oder wiederverwendet werden. Dies ist häufig der Fall, wenn Anwender eine große Zahl von Oracle- Datenbankoptionen anschaffen und installieren, diese Optionen jedoch anschließend gar nicht nutzen. Um die wirklich genutzten Optionen zu ermitteln, ist es nicht damit getan, einfach die Installationen zu bestätigen. Vielmehr ist es hierzu notwendig, jede einzelne Datenbankoption über SQL-Abfragen zu analysieren und geeignete Geschäftsregeln anzuwenden. 1. 2010 Wichtige Trends bei Softwarepreiskalkulation und Lizenzierungsüberwachung
  • 3. Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement 3Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series • Systeminventarisierung • Instanzen der Oracle-Datenbank • Optionen und Merkmale der Oracle-Datenbank • Managementwerkzeuge • Anwendungskomponenten der E-Business-Suite Components Produktion 6 Prozessoren E_BUSINESS SUITE Test 8 Prozessoren E_BUSINESS SUITE Disaster Recovery 4 Prozessoren Fünf Gründe für Veränderungen bei den Oracle-Lizenzanforderungen Auch in gut administrierten und geplanten Umgebungen kann die Oracle-Softwarelizenzierung schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Bereits eine einfache Änderung der Serverkonfiguration kann zu höheren Lizenzkosten führen, weil Oracle-Lizenzen oft nach der Zahl der Prozessorkerne in physischen Servern abgerechnet werden. Es gibt darüber hinaus viele Faktoren, die während der Laufzeit eines Oracle-Lizenzvertrags zu einer Lizenzüberdeckung oder Lizenzunterdeckung führen können. 1. Neuartige Technologien. Die ohnehin komplexe Aufgabe, die Nutzung nachzuverfolgen, ist angesichts von Virtualisierung, Multiplexing und Cloud-Computing noch komplexer geworden. Diese neuartigen Technologien können bewirken, dass mehr interne und externe Benutzer auf die Anwendung zugreifen. Das treibt den Nutzungsgrad und die Instanzen der Oracle-Datenbanken und Optionen nach oben. Auch Änderungen an der Hardwareumgebung können eine Lizenzunterdeckung bewirken, wenn weitere Server und/oder Prozessoren hinzukommen. Wenn eine Lizenz beispielsweise Mindestlizenzierungen vorgibt, also die Mindestzahl der Benutzer pro Prozessor festlegt, und wenn sich im Zuge eines Hardware-Upgrades die Zahl der Prozessoren erhöht, kann es sein, dass die Mindestlizenzierung nicht mehr eingehalten wird. 2. Geschäftliche Anforderungen. Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsprozesse wirken sich auch auf die Nutzung der Oracle-Datenbanken aus. So kann beispielsweise eine intensivere Nutzung einer Front-End- Anwendung, die auf einer Oracle-Datenbank aufsetzt, einen höheren Lizenzbedarf nach sich ziehen. Auch wenn mehr Hierarchieebenen einer Organisation in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, kann damit die Notwendigkeit verbunden sein, mehr Berichte zu erstellen und dafür eine größere Verarbeitungsleistung bereitstellen zu müssen. Dadurch steigt der Bedarf an Oracle-Lizenzen. 3. Herstellerkonsolidierung. Eine Bereinigung der Rechnerarchitektur oder eine Konsolidierung der Hersteller – einschließlich der Datenbankhersteller – kann ebenfalls lizenzrelevant sein. So könnte Oracle beispielsweise Anreize setzen, um Kunden von Sybase, Informix oder SQL Server zur Umstellung auf die eigene Plattform zu bewegen. Eine solche Umstellung kann Kosten bei Beschaffung und Betrieb sparen, zieht aber auch Lizenzänderungen nach sich. 4. Technische Notwendigkeiten. Wenn Unternehmen ihre Oracle-Installationen proaktiver verwalten, nutzen sie möglicherweise auch verstärkt Oracle Management Packs. Beispielsweise könnten in diesem Zusammenhang Tuning und Diagnostics Packs für die Ermittlung technischer Probleme oder zur Verbesserung der Effizienz implementiert werden. Diese Packs ergänzen die Oracle- Infrastruktur. Die Lizenzierungsanforderung betrifft nicht nur die Maschinen, auf denen diese Optionen installiert werden, sondern auch jede Datenbank, die mit ihnen remote verwaltet wird. Dies aber lässt sich mit einem einfachen Inventarisierungslauf nicht ermitteln. 5. Organisatorische Änderungen. Software- und Lizenzierungsanforderungen können sich aus Akquisitionen, Fusionen und Veräußerungen, Umstrukturierungen und geänderten Rückverrechnungen ergeben. Ganz gleich, ob diese organisatorischen Änderungen einer Integration, Konsolidierung oder Erweiterung des Systems bedürfen, sie bewirken häufig Änderungen an der Oracle-Infrastruktur.
  • 4. Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement 4 Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series Fünf Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement Die Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement umfassen Verfahren für Administration, Reporting und Betrieb. Sie ermöglichen ein vorausschauendes Management des gesamten Oracle-Softwarebestands. Ziel ist die Entwicklung und Fortschreibung einer bedarfsgerechten Lösung im gesamten Bestand, wobei die Abteilungen und Geschäftsbereiche gleichzeitig in die Lage versetzt werden, ihre Oracle-Lizenzen proaktiv zu verwalten. 1. Definition des Bedarfs an Oracle-Software und Aushandeln besserer Bedingungen - Best Practices beginnen damit, dass man nicht fragt „Welche Software besitzen wir?“ oder „Welche Software nutzen wir?“, sondern „Welche Software benötigen wir?“. Unternehmen, die ihren Softwarebedarf über einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren definieren – und Änderungen an Hardware- und Implementierungsmodellen antizipieren – bringen sich in eine gute Ausgangsposition: für die Verhandlung von Preisen und Bedingungen, für die Optimierung der Investition während der Vertragslaufzeit und für die Steigerung der Produktivität durch volle Nutzung jeder Lizenz. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine deutlich stärkere Nutzung der Oracle-Programme erwartet, ist möglicherweise die pauschale Konzernlizenz „ULA“ (Unlimited License Agreement) mit einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren die günstigste Wahl. Die Nachverfolgung der aktuellen Installationen und der Nutzung ist ein wichtiger Ausgangspunkt zur Bedarfsermittlung. Die meisten Kunden haben eine Mischung aus Lizenzen für einzelne Server, mehrere Server, gleichzeitige Benutzer, Prozessoren, Universal Power Unit (UPU) und Named Users. Einige dieser Lizenzformen werden heute gar nicht mehr angeboten. Diese Mischung lässt sich oft vereinfachen oder umstellen, um eine bessere Abstimmung mit den aktuellen Lizenzoptionen der geltenden Preisstruktur von Oracle zu erzielen. Man sollte dabei immer berücksichtigen, dass Oracle seine Vertragsgestaltung ändern kann. Im Rückblick können Anwender davon ausgehen, dass Oracle seine Lizenzpolitik etwa alle drei Jahre ändert. Man kann von diesen Veränderungen profitieren, wenn genaue Nutzungsdaten zur Hand sind. 2. Proaktives Management mit zentralen Kontrollen – Eine Compliance- Strategie lässt sich am wirksamsten mit einer zentralen IT-Managementstruktur durchsetzen, bei der die Ressourcen aktiv verwaltet werden. Auf diese Weise sind Ort, Konfiguration und Nutzungshistorie jeder Softwareanwendung bekannt. Damit können dem Einkauf detaillierte und genaue Angaben bereitgestellt werden, die dieser benötigt, um flexible und kostengünstige Verträge auszuhandeln. Zudem wird so die Grundlage für Kostensenkungsprojekte gelegt, wie beispielsweise eine Plattformstandardisierung, eine Volumenbündelung, eine Absicherung langfristiger Verträge und die Konsolidierung von Herstellern oder Hardware. In Unternehmen, die das Management ihrer IT-Ressourcen dezentral strukturieren, liegt die Zuständigkeit für die Definition der Softwareanforderungen, KOMPLEXITÄT DER ORACLE-LIZENZEN Oracle-Lizenzformen: Die Lizenzen für Oracle-Datenbanken haben sich in den vergangenen zehn Jahren häufig geändert. Derzeit wird nach benannten Benutzern (Named Users) oder nach Prozessoren lizenziert. Jedes Lizenzmodell hat bestimmte Vorzüge. Die lizenzrechtliche Compliance muss allerdings nach unterschiedlichen Parametern geprüft werden. Prozessorlizenzen – Die Lizenzierung nach Prozessoren beruht auf der Anzahl der Prozessorkerne (Cores), auf denen die Oracle-Programme installiert sind. Auch wenn die Programme nicht ablaufen, müssen die Prozessoren gezählt werden. Prozessorlizenzen sind einfacher nachzuhalten und zu warten als benutzergebundene Lizenzen (Named User). Sie sind besonders bei großen Benutzerzahlen sinnvoll. Nach Prozessoren muss auch in den Fällen abgerechnet werden, wenn keine Benutzerzahl angegeben werden kann. Dies ist beispielsweise bei Anwendungen der Fall, auf die aus dem Internet heraus zugegriffen wird. Hier ist die Benutzerpopulation nicht bekannt. Oracle legt für die Prozessorzählung die sogenannte „Core Factor Table“ zugrunde. Die Zahl der physischen Prozessorkerne wird mit dem Core Factor für den gegebenen Hersteller und das Modell des im Server verbauten Prozessors multipliziert, um die Anzahl der nötigen Lizenzen zu ermitteln. In einigen Fällen ist sogar die Geschwindigkeit des Prozessors (oder die Modellnummer des Prozessors) notwendig, um den richtigen Core Factor- Wert ermitteln zu können. Named User Plus (NUP) – Zu den benannten Benutzern (Named Users) zählen nicht nur menschliche Benutzer, sondern auch Geräte, die auf ein Oracle- Programm zugreifen, beispielsweise ein Börsen-Tracker, der eine Datenbank aktualisiert. Jeder Benutzer muss über eine eigene NUP-Lizenz verfügen. Allerdings kann dieser Benutzer auf mehrere Oracle-Datenbanksysteme zugreifen. Das NUP-Modell beruht auf Benutzern oder Geräten, die direkt oder indirekt auf die Oracle-Datenbank zugreifen können. Diese Lizenzform ermöglicht kein Sharing und keine parallele Nutzung. Um die Angelegenheit noch komplizierter zu machen, sind für die Enterprise Edition der Datenbank mindestens 25 NUP- Lizenzen pro Prozessorkern Voraussetzung. Das bedeutet, dass man mindestens 25 NUP-Lizenzen für jeden Prozessorkern Continued
  • 5. Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement 5Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series die Aushandlung der Verträge und die Einhaltung der Lizenzbestimmungen bei verschiedenen Abteilungen oder Geschäftsbereichen. In einem dezentralisierten System können allerdings Abstimmungslücken zwischen Einkauf, IT und Endbenutzern auftreten. Das kann dazu führen, dass Lizenzbestimmungen verletzt werden und/oder dass zu hohe Kosten für Lizenzen und Wartung anfallen. Beispielsweise werden Systeme häufig installiert, ohne völlige Klarheit über die lizenzrechtlichen Auswirkungen zu haben. Das kann zusätzliche Lizenz- und Wartungskosten für einen bestimmten Lizenzsatz nach sich ziehen, der zu 22 Prozent der Nettolizenzgebühr berechnet wird. Im Unterschied dazu kann die Deinstallation von Lizenzen eine deutliche Senkung der Wartungskosten bewirken, sofern die Verträge im Vorfeld entsprechend ausgehandelt wurden. Eine andere Möglichkeit wäre es, die frei werdenden Lizenzen gegen einen zukünftigen Mehrbedarf aufzurechnen. Eine Dezentralisierung der Beschaffung senkt den Anreiz, bestmögliche Preise für die unternehmensweite Nutzung auszuhandeln und hält davon ab, die Lizenznutzung zu optimieren. Gartner geht davon aus, dass 20 Prozent der Kosten für Softwarelizenzierung und Hardwarewartung für Ressourcen anfallen, die nicht mehr im Einsatz sind.2 Vor diesem Hintergrund sind erhebliche Kosteneinsparungen möglich, wenn unternehmensweit genaue Angaben darüber vorliegen, welche Ressourcen ausgemustert, umgewidmet oder neu zugewiesen werden können. So könnten Unternehmen ihre Lizenzen unter den jeweiligen Gruppen aufteilen und Softwarekosten über Rückbelastungen besser zuordnen. 3. Automatische Nachverfolgung und Erhebung fundierter Daten in Echtzeit – Zur Erfüllung von Compliance-Anforderungen müssen Oracle-Kunden die Nutzung nachverfolgen und mit den Berechtigungen aus den Oracle-Lizenzverträgen vergleichen. Dies lässt sich am besten mit automatischen Prozessen für Ermittlung, Nutzungsanalyse, Compliance und Kostensenkung erreichen – möglichst nicht nur zur Vorbereitung auf ein Audit, sondern während der gesamten Lizenzdauer. Lösungen zur softwarebasierten Ermittlung, Inventarisierung und Nutzungsverfolgung, die seitens Oracle verifiziert wurden, dienen dazu, die Softwarenutzung exakt mit firmenspezifischen Verträgen und Berechtigungen abzugleichen. Einige dieser Softwarelösungen verwenden interne Oracle-Audit-Skripte und können die Komplexität aller Lizenzierungsverträge bewältigen, schließen also Anzahl der Benutzer, Prozessoren, gemischte Lizenzmodelle, Softwareeditionen, installierte Optionen sowie Management Packs, wie beispielsweise das Tuning und Diagnostics Pack, mit ein. Datenbankoptionen können die Kosten einer einzigen Datenbank leicht auf das Doppelte oder Dreifache steigen lassen. Die Möglichkeit, Datenbankoptionen zu verwalten, erlaubt es, die Kosten von Datenbanken und Optionen erheblich zu senken. Die Automatisierung ermöglicht es Unternehmen auch, Compliance- Probleme zu erkennen und zu beheben. Sogar bei der ULA – einer pauschalen Konzernlizenz – sind Compliance-Verstöße möglich, was geografische Parameter, installierte Optionen und andere Faktoren angeht. 2. Gartner, „Don’t Overlook Opportunities to Save Costs on ITAM“, März 2008 auf dem Server vorhalten muss, auf dem die Datenbank installiert ist. Für jede Datenbankedition gilt eine andere Mindestlizenzierung. Unlimited License Agreement (ULA) Eine zeitlich befristete Lizenz (üblicherweise auf 2 oder 3 Jahre) zur „unbegrenzten“ Nutzung einer Untermenge von Oracle- Technologien oder -Anwendungen. Der Preis bemisst sich nach einem bekannten und prognostizierten Wachstum. Bei Ablauf der Frist erfolgt keine Abstimmung der Lizenz- oder Wartungskosten, Kunden müssen aber die Nutzung gegenüber Oracle analysieren und offenlegen. Laufzeiten von Oracle-Lizenzen: In einem Lizenzvertrag können die Laufzeiten der einzelnen Lizenzen festgelegt werden. Entweder es wird eine bestimmte Frist festgelegt, beispielsweise 2 oder 3 Jahre, oder der Vertrag wird unbefristet geschlossen. Unbefristete Verträge sind auf lange Sicht günstiger. Falls ein Unternehmen aber eine Lizenz nur kurzfristig benötigt, kann eine Befristung aber von Vorteil sein. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Lizenzen für Mitarbeiter benötigt, die auf zwei Jahre befristet angestellt sind, dann ist die befristete Lizenzierung die bessere Wahl. Wenn diese Lizenzen jedoch länger als zwei Jahre genutzt werden, könnte eine unbefristete Lizenz unter dem Strich günstiger sein. Oracle-Programme bleiben in Lizenzmanagementprozessen oft unberücksichtigt Oracle-Kunden nutzen für das Lizenzmanagement eine Vielzahl von Systemen – von arbeitsintensiven, manuellen Prozessen mittels Kalkulationstabellen bis hin zu modernen Softwarelösungen zur Überwachung von Installationen und sonstigen wichtigen Parametern. Manuelle Audits sind – gemessen an den Anforderungen von Oracle – meist nicht detailliert genug. Zudem können manuelle Prozesse innerhalb des Unternehmens voneinander abweichen, da die verschiedenen Abteilungen ggf. unterschiedliche Methoden verwenden. Tabellengestützte Systeme sind in dynamischen IT-Umgebungen nicht genau genug, insbesondere in einer virtualisierten Umgebung. Zudem berücksichtigen sie die suboptimale Nutzung von Ressourcen oft nicht. Ein System, das nicht über die nötigen Funktionen verfügt, die Daten über sämtliche Netzwerktopologien hinweg zu erheben – also auch in sicherheitstechnisch geschützten Bereichen – und die Nutzung exakt mit den Oracle-Lizenzbestimmungen abzustimmen, ist nicht geeignet, Audit- Risiken und Kosten zu minimieren.
  • 6. Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement 6 Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series Eine unternehmensweite Überwachung der Installation und Nutzung von Oracle-Programmen stellt prozessfähige Daten zur Verfügung, die wiederum die Grundlage für Managemententscheidungen bilden können: einschließlich der IT-Budgetierung und Ressourcenzuweisung. Mit einer zentralisierten Echtzeit-Berichtsfunktion über Datenbanken, Datenbankoptionen und E-Business-Installationen sowie deren Nutzung im gesamten Unternehmen sind Anwender auf Anhieb in der Lage, Einsparmöglichkeiten zu erkennen. Dies war beispielsweise bei einem großen Telekommunikationskonzern der Fall, der eine Softwarelösung zur Ermittlung der aktuellen Compliance- Lage in Bezug auf Oracle-Datenbanken und -Optionen einsetzte und bei der Oracle Database Enterprise Edition eine Lizenzüberdeckung in Höhe von etwa 1,4 Mio. US- Dollar feststellte. 4. Oracle-Lizenzmanagement in komplexen Umgebungen: Virtualisierung, Multiplexing und Cloud-Computing – Die zunehmende Nutzung von Virtualisierungstechnologien, User-Multiplexing am Front-End sowie Cloud-Computing hat das Lizenzmanagement grundlegend verändert. Damit stellen sich zur Einhaltung der Lizenzbestimmungen zusätzliche Herausforderungen an die Nachverfolgung von Benutzern, Prozessoren oder sonstigen Parametern für Compliance mit Oracle. In einer virtualisierten Umgebung beispielsweise kann eine einzelne physische Maschine 5, 10 oder 20 virtuelle Maschinen hosten; mehrere virtuelle Maschinen können potenziell Tausende von Benutzern unterstützen. Ende 2009 meldete Gartner, dass 18 Prozent der gesamten Server-Workloads auf virtualisierten Servern laufen.3 Für das Jahr 2012 geht man davon aus, dass bereits die Hälfte des gesamten Workloads virtualisiert sein wird. In diesen Umgebungen weisen sowohl Prozessor- als auch NUP-Lizenzen gewisse Vorteile auf. Im Allgemeinen sind Prozessorlizenzen einfacher nachzuverfolgen und zu warten und senken bei einer großen Benutzerzahl die Kosten. Die Prozessorlizenzmetrik muss auch dann herangezogen werden, wenn keine Benutzerzahl angegeben werden kann. Dies ist beispielsweise bei Anwendungen der Fall, auf die aus dem Internet heraus zugegriffen wird und bei denen die Benutzerpopulation nicht bekannt ist. Unternehmensweite NUP-Lizenzen sind dann vorteilhaft, wenn Unternehmen einen großen Prozentsatz ihrer Benutzer abdecken möchten (üblicherweise bis zu 100 %) und diese Benutzer mehrere Lizenzdatenbanken für mehrere Anwendungen auf mehreren Servern nutzen. NUP-Lizenzen können auch bei einer kleinen Benutzerzahl sinnvoll sein, wie dies beispielsweise in Test- und Entwicklungsumgebungen sowie bei der Qualitätsprüfung und im Staging der Fall ist. Wenn Oracle in einer virtualisierten Umgebung eingesetzt wird, müssen Unternehmen in der Lage sein, den Bestand an virtuellen Maschinen zu erheben und diese Maschinen einem physischen Host zuzuordnen. Zusätzlich ist die Art und Anzahl der Prozessorkerne im physischen Host wichtig, um die lizenzrechtliche Konformität der virtuellen Maschinen zu ermitteln, auf der Oracle läuft. Aus der Lizenzierungsperspektive von Oracle hat jede virtuelle Maschine die gleiche Anzahl Kerne wie der vollständige physische Server. Eine genaue Bestandsaufnahme kann Unternehmen in die Lage versetzen, Oracle-Datenbanken auf eine Mindestzahl von physischen Hostsystemen zu reduzieren und Geld zu sparen. Hierzu ein Beispiel: Die Abbildung zeigt vier ESX-Server mit jeweils drei virtuellen Maschinen. Auf nur (insgesamt) drei der virtuellen Maschinen läuft Oracle. Würde man die drei virtuellen Maschinen, auf denen Oracle läuft, auf einem ESX-Host zusammenziehen, würden die prozessorbasierten Oracle-Lizenzkosten deutlich sinken (vorausgesetzt, der Core Factor auf der physischen Maschine ist deutlich niedriger als die Core- Factor-Summe der ursprünglich drei physischen Server). 5. Der Nutzen pauschaler Konzernlizenzen (ULA) – Für Unternehmen, die den Einsatz pauschaler Konzernlizenzen (ULA) erwägen, ist ein automatisches Lizenzmanagement beinahe unverzichtbar. Obwohl „ULA“ für „Unlimited License Agreement“ steht, also für eine uneingeschränkte Lizenzvereinbarung, kennt auch diese Lizenz durchaus Einschränkungen. Eine ULA kann eine bestimmte Menge von Produkten, Optionen, Management Packs und geografischen Parametern definieren. Angesichts sieben verschiedener Oracle Enterprise Management Packs und elf Oracle Database Options gibt es eine Vielzahl möglicher ULA-Konfigurationen. Compliance-Verstöße und daraus folgende Kosten durch Strafgelder und Nachforderungen von Oracle sind also möglich. After Optimization Before Optimization 3. Gartner: Server virtualization now at 18% of server workload - Ellen Messmer, Network World, 20. Oktober 2009
  • 7. Best Practices für das Oracle-Lizenzmanagement 7Flexera Software: FlexNet Manager Suite White Paper Series Nach einem jüngst veröffentlichten Bericht haben sich ULAs für die Mehrzahl der Kunden nicht gerechnet. Dies geht teilweise auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre zurück, in der die Nutzung hinter den Prognosen zurückblieb. Entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass Unternehmen diese Verträge abschließen, ohne ihren tatsächlichen Bedarf an Produkten, Optionen und Nutzung sorgfältig zu analysieren. Die ULA ist auf den ersten Blick eine Lösung, die dazu beiträgt, Unsicherheiten bei Lizenzierung und Compliance zu umgehen. Das Lizenzmanagement ist allerdings ebenso anspruchsvoll wie bei anderen Lizenzformen. Jedes Unternehmen mit einer ULA muss jederzeit die Vertragsbedingungen einhalten. Doch die Einhaltung derartiger Anforderungen in Echtzeit ist nur mit automatischen Prozessen möglich. Ein vorausschauendes Lizenzmanagement ist nicht nur Gewähr für die Einhaltung der Lizenzbestimmungen, sondern dient auch der maximalen Wertschöpfung während der Laufzeit dieser Bestimmungen. Beispielsweise könnte in der zweiten Laufzeithälfte eine Unternutzung auftreten. Sofern ein entsprechendes Lizenzmanagement vorhanden ist, lässt sich dann durch Anpassung der Nutzung gegensteuern. Die Verantwortlichen hätten aber zumindest verlässliche Daten zur Hand, um ihre Planung für den nächsten Lizenzierungszeitraum zu verbessern. Für Unternehmen, die ihren Vorteil anhand des prognostizierten Bedarfs genau ermitteln können, sind trotz dieser Vorbehalte deutliche Kostensenkungen mit dieser Lizenzform möglich. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die eine stark steigende Nutzung ihrer Oracle-Programme während der Vertragsdauer erwarten. Eine Lösung für ein automatisiertes Software Asset Management kann dazu beitragen, dass Unternehmen diese Einsparungen quantifizieren und zum Ende der Laufzeit eine genaue ULA-Investitionsrendite erzielen. Eine optimierte Lizenzmanagementlösung, die die Reporting-Anforderungen von Oracle erfüllt Unternehmen, die unabhängige Lösungen zur unternehmensweiten Lizenzoptimierung ihrer Oracle- Installationen evaluieren, sollten sich ausschließlich auf die von Oracle verifizierten Lösungen konzentrieren, beispielsweise FlexNet® Manager Platform, ein Produkt aus der FlexNet Manager Suite for Enterprises. Der Funktionsumfang der FlexNet Manager Platform von Flexera Software zur Ermittlung, Inventarisierung und Lizenzverwaltung von Oracle-Programmen ist von den Oracle License Management Services (LMS) als „detailliert und genau“ verifiziert worden. Die Plattform erstellt Berichte über die Implementierung und Nutzung von Oracle-Datenbanken und -Optionen, die von den Oracle LMS anerkannt werden. Kunden brauchen sich also nicht mehr nur auf Oracle-Skripte zu verlassen, wenn sie Daten für ein Lizenz-Audit bereitstellen müssen. Neben den branchenweit führenden Oracle- Optimierungsfähigkeiten unterstützt die FlexNet Manager Platform auch ein zentrales Aufsichtswesen und Rückverrechnungsmechanismen. Die Plattform unterstützt zudem die Ermittlung und Inventarisierung von Ressourcen und die Erkennung von über 100.000 Anwendungen von über 11.000 Softwareherstellern. Die Plattform bietet eine solide Vertragsverwaltung und ein Executive-Dashboard, das Transparenz schafft und Einblicke in die Optimierung der Lizenzen im gesamten Softwarebestand ermöglicht. Die von FlexNet Manager erstellten Berichte verdeutlichen den Lizenzbedarf, erleichtern fundierte Vertragsverhandlungen, vermeiden eine kostspielige Lizenzüberdeckung und tragen dazu bei, sinnvolle Entscheidungen bei Vertragsverlängerungen zu treffen. Fazit Die Risiken eines Oracle-Audits und die unvorhersehbaren, hohen Kosten von Lizenzverstößen veranlassen viele Unternehmen, wirksamere Softwaremanagementprozesse zu implementieren. Eine weitere Herausforderung ist die Optimierung nicht ausreichend genutzter Ressourcen. Durch Zentralisierung, Automatisierung und proaktives Management bringen sich Unternehmen in eine exzellente Ausgangslage zur Optimierung ihrer Oracle-Ressourcen. Sie können damit die Kontrolle über die Lizenzprozesse wiedererlangen, ihren Lizenzierungsbedarf genau beziffern und äußerst kostengünstige Verträge mit Oracle aushandeln. Weiterführende Informationen: Weitere Informationen erhalten Sie unter www.flexerasoftware.com/products/flexnet-manager-suite- enterprises.htm Das Dashboard der FlexNet Manager Platform stellt Warnungen, Compliance-Überblicke und Compliance-Details bereit und sorgt damit für prozessfähige Informationen zum Oracle-Lizenzmanagement und unterstützt die Lösung von Compliance-Problemen, wie beispielsweise Rechteüberschreitung, drohende Lizenzunterdeckung oder Lizenzüberdeckung.
  • 8. Flexera Software LLC 1000 East Woodfield Road, Suite 400 Schaumburg, IL 60173 USA Schaumburg (Unternehmenszentrale): +1 800-809-5659 Großbritannien (Unternehmenszentrale Europa, Naher Osten): +44 870-871-1111 +44 870-873-6300 Japan (Unternehmenszentrale asiatisch-pazifischer Raum): +81 3-4360-8291 Weitere Niederlassungen finden Sie unter: www.flexerasoftware.com Copyright © 2012 Flexera Software LLC. Alle anderen in diesem Dokument erwähnten Marken und Produktnamen können Marken und registrierte Marken der betreffenden Eigentümer sein. FMS_WP_Oracle-License-Management-GR_Mar12