Auto-Mobilität im Wandel. Die Neuerfindung des Autos
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1. Peak Car: Das Auto am Wendepunkt ...

1. Peak Car: Das Auto am Wendepunkt
2. Neue Mobilitätsbedürfnisse: Die Treiber des Wandels
3. Zukunft der Auto-Mobilität: Die neue Rolle des Autos

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  • 1. Auto-Mobilität im Wandel Die Neuerfindung des Autos Foto: Erdbeertorte, photocase.comf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 2. 1 Peak Car Das Auto am Wendepunkt 2 Neue Mobilitätsbedürfnisse Die Treiber des Wandels 3 Zukunft der Auto-Mobilität Die neue Rolle des Autosf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 3. Peak Car 1 Foto: C-PROMO.de, photocase.comDas Auto am Wendepunktf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 4. Die Geschichte des Automobils ist eine unvergleichliche Erfolgsge-schichte. Davon zeugen nicht nur die immensen Motorisierungsratenund der Aufstieg des Autos zum Statussymbol. Jahrzehntelang war dasAutomobil Inbegriff von gesellschaftlicher Teilhabe, Selbstbestimmungund Unabhängigkeit. Das Automobil veränderte die Erwartungen anMobilität: Mit dem Auto zog ein Transportmittel ins Leben der Men-schen ein, das schnelle, flexible und individuelle Fortbewegung ver-sprach, ohne an Fahrpläne oder bestimmte Haltestationen gebundenzu sein. Parallel zur Verbreitung des Autos wurde der Lebensraum mehr Foto: nild, photocase.comund mehr der Automobilität untergeordnet. In der Stadtentwicklungkam dem Autoverkehr uneingeschränkte Priorität zu. Die autogerechteStadt war jahrzehntelang Leitbild der Stadtplaner.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 5. Auch wenn wir zweifellos in einer autozentrierten Zeit leben, so häu-fen sich doch die Anzeichen, dass die Motorisierungswelle abebbt.Verschiedene empirische Befunde weisen auf „Peak Car“ hin, einenPunkt also, an dem die Auto-Mobilität an einem Sättigungsniveau an-gekommen ist. Zwar legen die Zahlen keineswegs nahe, dass das Autovon deutschen Straßen verschwinden wird, doch deutet alles auf einenWandel im automobilen Verhalten hin und die Vermutung liegt nahe, Foto: Arnd_Drifte, photocase.comdass das Auto den Höhepunkt seiner Bedeutung für unsere Mobilitäterklommen oder bereits sogar überschritten haben könnte.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 6. Der Pkw-Bestand stagniert: Die Motorisierung kommt zum StillstandAutos werden zwar immer größer, aber das rasante Wachstum ihrerBestandszahlen ist um die Jahrtausendwende ins Stocken geraten undbildet ein deutliches Plateau. Stieg zwischen 1955 und 2000 die Anzahlder Autos von 24 pro 1.000 Einwohnern auf 520 an, so stagniert seitder Jahrtausendwende die Motorisierungsrate rund um diesen Wert.Abgesehen von Sondereffekten wie etwa der Nachfrageschub im Zugeder Wiedervereinigung oder die künstliche Marktbelebung mit Hilfe der Foto: giftgruen, photocase.com„Abwrackprämie“ zeigen die Zulassungszahlen eine fallende Tendenz.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 7. Stärkere Nutzung von Verkehrsalternativen: Rückenwind fürs FahrradEbenfalls stiegen Anzahl als auch Länge der mit dem Auto zurückgeleg-ten Wege in der Vergangenheit kontinuierlich an, weil Mobilität fast au-tomatisch mit dem Auto assoziiert wurde. Auch diese Entwicklung hatsich deutlich abgebremst: In den letzten Jahren zeigen sich Verschie-bungen in der Verteilung des Verkehrsaufkommens auf die verschiede-nen Verkehrsmittel. Um im Alltag mobil zu sein, werden immer öfter Foto: madochab, photocase.comAlternativen zum Auto genutzt, das bedeutet: Der öffentliche Verkehrund insbesondere das Fahrrad erhalten Rückenwind.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 8. Autobesitz Jüngerer sinkt: Ältere Generation auf der ÜberholspurDie Affinität zum Auto nimmt bei Jüngeren ab: Vergleichsweise gibtes immer weniger junge Pkw-Halter und das Durchschnittsalter vonNeuwagenkäufern steigt immer weiter an. Mehr als jeder vierte Fahr-zeughalter hat seinen 60. Geburtstag bereits hinter sich. Die ältereGeneration rückt im Autoverkehr immer stärker in den Vordergrund:Zufolge ihrer ausgeprägten „Autosozialisierung“ behalten Ältere auchim fortgeschrittenen Alter ihre intensive Autonutzung bei. Die Scherezwischen Jung und Alt hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens öffnet sich Foto: jala, photocase.cominsbesondere in Städten immer weiter: Während der Anteil der jünge-ren Autofahrer sinkt, steigt der Anteil älterer Menschen hinter demLenkrad. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hingegen verhältes sich genau umgekehrt.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 9. Neue Mobilitätsbedürfnisse 2Die Treiber des Wandels Foto: steffne, photocase.comf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 10. Demografischer Wandel und veränderte BiografienGenerell weist eine schrumpfende und alternde Gesellschaft veränderteMobilitätsbedürfnisse auf. Zwar wird die heutige ältere Generation bisins hohe Alter das Auto intensiv nutzen und ältere Menschen werdenimmer mobiler sein. Wahr ist aber auch: Der Rückgang der absolutenBevölkerungszahl resultiert unmittelbar in einer Reduzierung der Zahlder Pkw-Fahrer. Und weil ältere Verkehrsteilnehmer generell wenigerund kürzere Wege zurücklegen, wirkt sich die veränderte Altersstruktur Foto: .marqs, photocase.cominsgesamt dämpfend auf die Gesamtmobilität aus. Aber auch die verän-derten Biografien mindern die Auto-Mobilität: Verlängerte Ausbildungs-phasen, späterer Berufseinstieg und aufgeschobene Familiengründun-gen zögern häufig große Anschaffungen wie die eines Autos hinaus.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 11. Fortschreitende UrbanisierungAuch die Verstädterung und der drohende Verkehrsinfarkt schmälerndie Attraktivität des Autos. Es wird immer enger in Deutschlands Städ-ten, die auf eine paradoxe Situation zusteuern: Es ist gerade die er-folgreiche massenhafte Verbreitung des Autos, die nun Anlass ist, dassimmer mehr Menschen bewusst auf ein eigenes Auto verzichten. Ange-sichts gut ausgebauter Netze des öffentlichen Nahverkehrs und einerschnellen Verbreitung alternativer Mobilitätsangebote wie Car- oder Foto: oli_ok, photocase.comRidesharing schneidet das Auto oft als schlechtere Alternative ab. Tat-sächlich unterscheidet sich die Pkw-Dichte regional erheblich: Kommenin Großstädten wie Berlin nur 323 Autos auf 1.000 Einwohner, sind es ineinem Flächenland wie Bayern 555.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 12. Steigende Auto-MobilitätskostenSeit Jahren sorgen steigende Kraftstoffpreise immer wieder für Schlag-zeilen. Seit den 1970er Jahren wachsen sie stetig an und treiben – alsgrößte variable Kostenposition – die Betriebskosten für Automobileempfindlich nach oben. Aber auch Wertverlust, Versicherung und Steu-ern schlagen immer stärker zu Buche. Insgesamt haben sich die Kostender Anschaffung, des Unterhalts und der Nutzung eines Autos von derallgemeinen Preisentwicklung abgesetzt und immer weniger Menschen Foto: giftgruen, photocase.comsind bereit, noch mehr für das Auto auszugeben.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 13. Lebensstil- und Wertewandel (1)Ein grundlegender Wertewandel in unserer Gesellschaft schlägt sichnicht zuletzt in der gelebten Auto-Mobilität nieder. Als Statussymbolhat das Auto ausgedient, seine emotionale Strahlkraft ist verloren undmehr und mehr gilt es als reiner Gebrauchsgegenstand. Insbesondereunter jungen Deutschen macht sich eine neue Rationalität im Hinblickauf das Automobil breit: Diese Generation will zwar mobil sein, zur De-ckung dieses Bedürfnisses ist der Autobesitz jedoch nur eine Alternati-ve – und konkurriert dabei immer stärker mit anderen Mobilitätsange- Foto: suze, photocase.comboten. Daher sieht eine urbane, junge Generation immer weniger dieNotwendigkeit, ein eigenes Auto zu besitzen. Die Vorstellung von Mo-bilität mittels Eigentum weicht zunehmend dem Konzept der geteilten,zweckorientierten Mobilität.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 14. Lebensstil- und Wertewandel (2)Aber auch vor dem Hintergrund eines „Lifestyle of Health and Sus-tainability“ (LOHAS) erleben nachhaltige Mobilitätsalternativen einenAufschwung. Das Konsumverhalten wird immer stärker durch eine Ver-bindung aus ökologischem, ethischem Handeln und Lebensqualität ge-prägt. Dementsprechend wird auch Mobilität mit Ressourcenschonungund Umweltschutz verknüpft und neben umweltfreundlicheren Fahr- Foto: PhilPaul.com, photocase.comzeugen (z.B. Elektro- oder Hybridfahrzeuge) werden stärker zukunfts-fähige Mobilitätslösungen nachgefragt. Dabei spielt Carsharing eineimmer größere Rolle und trägt zur Schrumpfung der „Blechlawine“ vorallem in den Städten bei: Denn jedes „geteilte Auto“ ersetzt einige Pri-vatfahrzeuge.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 15. Zukunft der Auto-Mobilität 3 Foto: Pixelpunk, photocase.comDie neue Rolle des Autosf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 16. Peak Car legt nahe, dass das Auto künftig eine neue Rolle für unsereFortbewegung spielen wird. Vor allem zwei Entwicklungen bestimmendas Zukunftsbild der urbanen Auto-Mobilität:ƒƒ Zum einen kündigt sich ein Einstellungswandel gegenüber dem Au- toeigentum an. Ein Auto sein Eigen zu nennen, wird immer weniger angestrebt; stattdessen werden Autos pragmatischer genutzt und immer öfter geteilt.ƒƒ Zum anderen wird die Infrastruktur stets intelligenter. Die Informa- Foto: eritropel, photocase.com tions- und Kommunikationstechnologie erlaubt die Vernetzung der einzelnen Verkehrsträger. Allseits verfügbare Informationen sind die Basis für eine flexible und dynamische Nutzung der Angebote.Auf Basis dieser beiden Entwicklungen, von denen heute noch unsicherist, wie stark und schnell sie sich tatsächlich durchsetzen, lassen sichvier Szenarien bilden.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 17. Szenarien urbaner Auto-Mobilität Die gemeinschaftliche Nutzung von Autos erlaubt Ein Einstellungswandel hat stattgefunden: Das private zwar deren Einbindung in multimodale Mobilitätssys- Auto wird „öffentlich“ und im Rahmen ganzheitlicher Auto als teme, jedoch werden die Potenziale der Informations- Dienstleistung Dienstleistungen genutzt. Zudem setzt sich sich eine und Kommunikationstechnologie nicht in vollem Aus- intelligente Infrastruktur durch, die die Ausschöpfung maß ausgeschöpft. Die Kombination von der Vorteile des „geteilten“ Autos auf verschiedenen Verkehrsmitteln und die ge- ganzer Linie ermöglicht. Das Auto ist ein- meinschaftliche Nutzung von Autos bleiben “Vernetzte gebunden in flexible Mobilitätssysteme “Halt auf daher beschwerlich und wenig komfortabel. halbem Wege” multimodale mit fließendem, nahtlosem Verkehr. Welt” unintelligente intelligente Infrastruktur Infrastruktur Die Nutzungsgewohnheiten des Autos ent- Zwar erlaubt die datenmäßige Vernetzung sprechen jenen, wie wir sie kennen. Im pri- “Auto- “Verschenkte die Koordination mit anderen Verkehrs vaten Auto ist jeder für sich allein unter- Mobilität 1.0” Chancen” mitteln, was punktuell mehr Komfort wegs. Diese Isolation wird noch unterstri- bringt, jedoch bleibt das Auto der Deut chen dadurch, dass eine datenmäßige Ver- schen „liebstes Kind“. Die große Chance, netzung komplett fehlt. Fließende, nahtlose Verkehrs- echte integrierte Mobilitätslösungen herbeizuführen Auto als lösungen im Verbund mit anderen Mobilitätsangebo- Privateigentum wird nicht genutzt, weil die gemeinschaftliche Nut- ten kommen nicht zustande. zung von Autos ausbleibt.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 18. Im Folgenden wird das Szenario „vernetzte multimodale Welt“ be-schrieben, weil es jenes ist, das die weitreichendsten Folgen für dasAuto und unsere Auto-Mobilität mit sich bringt. Dabei wird die Zukunftder Mobilität dort liegen, wo sich Automobilindustrie, Verkehrsunter-nehmen und Informationstechnologie treffen. Immer stärker werdenalle für die alltäglichen Mobilitätsbedürfnisse nötigen Verkehrsmitteldann in einer einzigen Dienstleistung integriert sein. ZukunftsfähigeMobilitätskonzepte benötigen nicht nur eine technische „Aufrüstung“ Foto: kallejipp, photocase.comdes Automobils, sondern vor allem neue Mobilitätsangebote, zusätzli-che Dienstleistungen und echte Nutzungsinnovationen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 19. Die Mobilitätsbedürfnisse wandeln sich radikal und stellen die gewohn-te Auto-Mobilität in Frage. Eines ist klar: Neue Mobilitätskonzepte sindnotwendig, die den gewandelten Mobilitätsanforderungen gerechtwerden. Dabei hat das Auto einen Standard gesetzt, hinter den mannicht wieder zurückfallen kann. Wie auch immer die mobile Zukunft aus-sehen wird, sie muss so individuell und flexibel sein wie das Auto, demNutzer Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit garantieren, dabei Foto: AllzweckJack, photocase.combezahlbar und ressourcenschonend sein und den Anforderungen einesurbanen Umfelds genügen. Wenngleich die Autolust der Deutschenabnimmt, so ist das Auto längst nicht tot und wird auch weiterhin einebedeutende – aber andere – Stellung im Mobilitätsmix einnehmen: Dasindividualisierte private Transportmittel von einst wird zum vernetztenöffentlichen Auto.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 20. Von der Mono- zur MultimodalitätJahrelang standen sich motorisierter Individual- und öffentlicher Ver-kehr berührungslos gegenüber. Jedoch steigt die Anzahl der Wege, diemultimodal, das heißt durch Kombination verschiedener Verkehrsmit-tel zurücklegt werden. Als frühe Form des „Springens“ existiert zwar„Park-and-ride“ schon lange, heute aber wird ganz pragmatisch zwi-schen den Verkehrsmitteln gewählt und situativ die passende Kombi-nationsvariante aus Auto, Bahn, Fahrrad usw. zusammengestellt. Wäh- Foto: KONG, photocase.comrend die Verkehrsangebote vorwiegend noch monomodal ausgerichtetsind und sich im besten Fall „additive“ Lösungen ergeben, werden dieEinzelbausteine künftig immer weiter verschmelzen zu systemintegrie-renden Ansätzen, die optimal jedes Mobilitätsbedürfnis abdecken.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 21. Das Auto wird Teil eines integrierten MobilitätssystemsIm integrierten Verkehrsmarkt der Zukunft sind dessen einzelne Be-standteile – Busse, Züge, Autos, Fahrräder – eng miteinander verwo-ben. Eine intelligente Infrastruktur unterstützt die Routenplanung inEchtzeit und macht die Nutzung der Mobilitätssysteme einfacher, be-quemer und höchst flexibel. Kunden legen ihren Fokus immer wenigerauf einzelne Verkehrsangebote, als vielmehr auf exakt maßgeschneider- Foto: krockenmitte, photocase.comte Lösungen für ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse. Das Auto istnicht mehr als ein Element der spezifischen Mobilitätskette.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 22. Die Welt der Mobilitätsangebote wird bunterImmer neue Mobilitätsangebote entstehen, um auf die verschiedenarti-gen Bedürfnisse mit der jeweils besten Lösung zu antworten. Dies wie-derum wirkt verstärkend auf die multimodale Praxis, denn je vielfältigerdas Angebot desto bequemer und lückenloser wird die Gestaltung derMobilitätskette gelingen. Carsharing, p2p-Carsharing, Ridesharing oderFahrradverleihsysteme sind nur einige neue Alternativen im Mobilitäts- Foto: krockenmitte, photocase.comangebot, die dafür sorgen, dass immer komplexere Wegeketten über-wunden werden können.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 23. Das Auto wird immer öfter gemeinschaftlich genutztIn der sich wandelnden Mobilitätswelt zeigt vor allem das Auto vieleneue Gesichter: Neben das herkömmliche private Auto treten laufendneue Konzepte des „geteilten Autos“. Ob klassisches Carsharing, FreeFloat-Modelle, p2p-Carsharing oder (dynamisches) Ridesharing – im-mer öfter wird das Auto auf verschiedenste Weisen gemeinschaftlichgenutzt. Der große Zuspruch zu und die Ausdifferenzierung des Car-sharings zeigen, wo die Zukunft des Automobils liegt: Einst Inbegriffindividueller Mobilität wird das Auto immer mehr zum Kollektivgut und Foto: suze, photocase.comTeil integrierter Mobilitätskonzepte. Ein pragmatischer Umgang mitdem Automobil setzt sich durch, der die vielen Vorteile der automobilenFortbewegung vereint. So wird das Auto zur Dienstleistung.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 24. Privater und öffentlicher Verkehr gehen aufeinander zuWeil heute kein einziges Verkehrsmittel mehr die vielfältigen Mobilitäts-bedürfnisse allein befriedigen kann, wird Autoeigentum unattraktiver.Letztendlich wird stets die Funktion „Mobilität“ und nicht das Produkt„Auto“ nachgefragt; die bedarfsgerechte gemeinschaftliche Autonut-zung folgt daher als logische Konsequenz. Die Grenze zwischen Indivi-dual- und öffentlichem Verkehr wird damit immer durchlässiger: Künftig Foto: designritter, photocase.comwird Carsharing keine Fortsetzung des privaten Autoverkehrs mit ande-ren Mitteln sein, sondern das Automobil wird Teil des öffentlich zugäng-lichen Verkehrsangebots. Dabei setzen die kollektivierten Individualver-kehrsmittel an den Defiziten des öffentlichen Verkehrs an.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 25. Das Smartphone als univerelles Zugangsmedium zu MobilitätsservicesDie multimodale Verkehrsmittelnutzung erlebt auch durch die moder-nen Informations- und Kommunikationstechnologien und deren mobileNutzung starken Aufwind. Das Smartphone spielt bei der Integrationder Mobilitätsangebote eine tragende Rolle, weil es Informationen zuTransportalternativen verfügbar macht, als zentrales Zugangsmediumzu Verkehrsmitteln und zusätzlich noch als Bezahlmedium agieren kann.Die mobile Vernetzung der Angebote erreicht nicht nur einen reibungs-losen Wechsel zwischen den Mobilitätsbausteinen, sondern schafft eine Foto: joexx, photocase.comechte multimodale Welt, an die auch Auto und Fahrrad – also die Klassi-ker des individualisierten Verkehrs – angeschlossen sind.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 26. Auto-Mobilität erfolgt „on demand“Immer stärker bestimmt die Kommunikations- und Informationstech-nologie, wie wir uns künftig in Städten bewegen. Denn ein Netz ausmobilitätsrelevanten Daten überlagert die Stadt und sorgt für die Ver-netzung der unterschiedlichen Verkehrsanbieter. Die umfassende In-formation in Echtzeit gewährleistet eine nahtlose Mobilität: Von Fahr-planinformationen über Wetter und Parkplatzverfügbarkeit bis hin zurRoutenführung für den motorisierten Individualverkehr werden die Foto: rokit_de, photocase.comInformationen automatisiert und personalisiert zur Verfügung gestellt.Dank einer leistungsstarken Informationsinfrastruktur wird multimoda-les Mobilitätsverhalten zum Alltag – das Auto steht exakt dann zur Ver-fügung, wenn es benötigt wird.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  • 27. f/21 beobachtet die Gegenwart, identifiziert Ausgangspunkte für Veränderungen, entwirft Szenarien für die Zukunft und be- schreibt Handlungsfelder. Wir stellen Zukunftsfragen und wollen mittels neutraler Analysen, begründeter Prognosen und diffe- renzierter Bewertungen die Arena der Möglichkeiten ausleuch- ten und Spielräume der Zukunft eröffnen. Dadurch verschaffen wir unseren Kunden Zugang zum Wissen um Optionen, die gang- bar sind, um die Welt von morgen zu gestalten. Wir verstehen uns als Lieferant von Orientierungs- und Handlungswissen. Wollen Sie mehr darüber wissen, wie diese Ideen für Ihre Organi- sation relevant sind, kontaktieren Sie uns! zukunft@f-21.de | www.f-21.def/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de