Informelles Lernen im Social Web
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Durchführung der Studie
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Netzwerk nutzen
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Selbstkompetenz sorge...
soziales Kapital des
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Literatur
[letzter Zugriff auf Online-Dokumente: 13.01.2014]
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Rohs. M., Schmidt, B. (2009) Warum informell lernen? Argumente und Motive. Bildungsforschung 2009, Ausgabe 1. On...
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Mancherorts werden soziale Medien aus dem Unterricht verbannt, weil Lehrende befürchten, dass sie Schülerinnen und Schüler zu sehr ablenken. Andernorts finden ganze Seminare online über Twitter, Facebook und Google+ Gruppen statt. Laut der aktuellsten repräsentativen Bitkom-Studie zu sozialen Netzwerken verwenden vor allem jüngere Menschen die Netzwerke häufig für Privates und Freizeitangelegenheiten. Dennoch werden soziale Medien auch genutzt, um sich zu informieren, zu bilden und zu beteiligen. Zunehmend versuchen Bildungseinrichtungen, solche Lernerfahrungen in ihre Angebote zu integrieren und ein vernetztes und beteiligungsreiches Lernen via Medien (Stichwort „E-Learning 2.0”) zu ermöglichen.

Auch die Forschung befasst sich mit der Rolle sozialer Medien in formellen und informellen Lernsituationen. Beim Online-Event wurden unterschiedliche Ansätze und Ergebnisse der Erforschung von Lernprozessen in sozialen Netzwerken und mit Web 2.0-Werkzeugen vorgestellt und diskutiert.

Dr. Birgit Spies ist Lehrbeauftragte für Medienpsychologie an der Hochschule Fresenius in Hamburg und begleitet zudem Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Aus- und Weiterbildungskonzepte. Sie ist Inhaberin von THINKTIME learning solutions sowie Autorin des Blogs lernen-im-social-web.com. Im Rahmen ihrer Dissertation führte sie eine Vergleichsstudie mit deutschen und amerikanischen Studierenden durch, um die Zusammenhänge von Gesellschaft, Lernen und der Nutzung sozialer Medien zu erforschen.

Die Aufzeichnung zur Online-Veranstaltung dieser Folien findet sich auf e-teaching.org.

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  1. 1. Informelles Lernen im Social Web Eine Vergleichsstudie mit deutschen und amerikanischen Studierenden ! Dr. Dipl.-Ing. Birgit Spies 
 HS Fresenius Hamburg
 THINKTIME learning solutions
  2. 2. Ausgangsmotivation
  3. 3. Ausgangsmotivation „Wissen entsteht und vermehrt sich vor allem durch und im sozialen Austausch und damit rücken die Bedingungen und Möglichkeiten des Austauschs und der Kommunikation in den Mittelpunkt.“ ! (Döbler 2010, S. 389)
  4. 4. Ausgangsfragen Lassen sich Anhaltspunkte für informelles Lernen in Sozialen Online Netzwerken finden? ! Wird das Netzwerk als Lernressource überhaupt erkannt und genutzt? ! Wie kann vernetztes Lernen beschrieben werden? ! Unterscheiden sich deutsche und amerikanische Studierende?
  5. 5. Was ist Lernen?(Dimensionen des Lernbegriffes nach Straka 2000, S. 15-21) Lernen ist beschreibbar durch… ! … Umgebungsbedingungen 
 (als sozialer Prozess mit Gegebenheiten, Vorgängen, 
 Ereignissen, Personen) … Lernepisode (Information, Verhalten, Motivation, Emotion) … Innere Bedingungen (Wissen, Fähigkeiten, Motive, 
 emotionale Disposition) Lernen als Folge des Zusammenspiels von… …Information, Verhalten, Motivation, Emotion ! Dies führt zu… … überdauernder Veränderung von inneren Bedingungen
  6. 6. Was ist informelles Lernen? Lernen als Kontinuum Informelles LernenFormales Lernen beschreibbar durch Lerninhalt, Lernziel, Lernzeit, Ort, Dauer, Zertifizierung, Personen, Bewertung, Motivation, Lernressourcen, Lernmittel (Cseh, Watkins, Marsick 2000; Dehnbostel 2003; Dohmen 1998; Lave, Wenger 1991; Livingstone 1998; Rohs 2009; Sommerlad, Stern 1999; Straka 2000; Overwien 2005, 2009)
  7. 7. Modell vernetzten Lernens (basierend auf dem Lernbegriff nach Straka 2000 und den Handlungskomponenten im Social Web nach Schmidt, 2009) Definition Lernen ! ▪Wissen über Lernen und Lernstrategien ▪Wissen, Fähigkeiten " KompetenzenSozialer ProzessVerhaltenInnere Bedingungen Ebenenim Lernprozess HandelnimSocialWeb Wissensebene Beziehungs- management Identitäts- management Informations- management BeziehungsebeneHandlungsebene ▪Präsentation des Selbst im Netz   ▪selektieren, bewerten, filtern, verwalten von Informationen ▪Rahmenbedingungen! ▪Kreative Lösungssuche! ▪Entscheidungen treffen ▪Vertrauen in Personen/ in Lösungsfindung! ▪Grad der Vernetzung! ▪Habitus ▪Aufbau und Pflege von Netzwerken   führtzu zeigtsichin aktiviert istErgebnis von istBasisfür beeinfluss t
  8. 8. Durchführung der Studie ▪ März/April 2012;
 je Teilnehmer 14 Tage ▪ 9 de und 8 us Studierende ▪ 182 Tage Aufzeichnungen mit 374 Einträgen Tagebuch Online-BefragungQualit. Interview ▪ Dez 2012 bis Feb 2013 ▪ de: N = 460 | us: N = 352; 632x beendet (-38%) ▪ März/April/Mai 2012 ▪ 9 de und 8 us Studierende ▪ 618 min = 10,3 h Interview ▪ inhaltsanalytische Aus- wertung nach Mayring (2008)
  9. 9. Ergebnisse:(1) Anhaltspunkte für informelles Lernen im Social Web Information Weitergabe von Wissen Hilfestellung bei Lösung Unterstützung von Motivation Orga. und Absprache andere us Studierendede Studierende Häufigkeit studienbezogener Aktivitäten im Sozialen Online Netzwerk 
 (Tagebuch Spalte 1 u. Spalte 2)
  10. 10. Ergebnisse:(1) Anhaltspunkte für informelles Lernen im Social Web
  11. 11. Ergebnisse:(1) Anhaltspunkte für informelles Lernen im Social Web
  12. 12. Ergebnisse:(2) Der Lernbegriff “I mean, to learn would be, to me, like just to gain knowledge and experience and to like, gain an understanding of things that you don't understand, you know and people are constantly seeking to better themselves and have more knowledge about the world and I think that, that is […] Because I think it's important to learn to understand the world that we live in and to make yourself reach higher and want to learn more and gain more knowledge and you can be more productive and more useful in society if you have knowledge” [4A,26d]. „Lernen" ist für mich einfach, ein Thema was mir selbst in dem Moment noch unbekannt ist zu erarbeiten und mir greifbar zu machen, sodass ich es verstehe und auch vernünftig wiedergeben kann, sodass ich's anderen Leuten erklären könnte und dass sie es verstehen wenn ich es in meinen eigenen Worten ausdrücke“ [3D, 26d]
  13. 13. Ergebnisse:(2) Der Lernbegriff
  14. 14. Ergebnisse:(3) Verständnis von Netzwerk „Universitär klar. Also ich habe jetzt schon des Öfteren mal hier [Name] angeschrieben. […] Ich habe gesagt "Du, ich komme damit gar nicht klar, das sind 12 Seiten auf Englisch und ich verstehe die Hälfte nicht", dann sagte [Name] "Ja, ich habe das gelesen und du kriegst das schon hin[…]und irgendwie schaffst du das schon." und dann fühlt man sich schon wieder so ein bisschen aufgebaut. Da ist schon was dran.“ [8D,18] “Yeah, I suppose you can […] Like someone will put like a problem that they are having in their life on there and people, you know, because your their friend, you try to encourage them and give them hope and stuff like that. So, I/ Yeah, I'd say it's important emotionally, that's.” [6A,18]
  15. 15. Ergebnisse:(3) Verständnis von Netzwerk
  16. 16. Fazit (3) Deutsche und amerikanische Studierende unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihres… ! ▪ Verständnisses von Lernen und Vernetzen ▪ und nutzen Soziale Online Netzwerke in ihrer jeweils eigenen Art zur Unterstützung informeller Lernprozesse. (1) Mediale Vernetzung außerhalb des Lernens ist etabliert und akzeptiert, wird aber im informellen Lernen nicht bewusst als Ressource eingesetzt. ! (2) Jedoch: 15 % bis 46 % der Studierenden nutzen Soziale Online Netzwerke im studienbezogenen Kontext.
  17. 17. Netzwerk nutzen besten Lernweg finden und anwenden offenes Lernen und Kommunizieren für Stärkung der Selbstkompetenz sorgen beste Info-Quellen auswählen ständige Selbstreflexion Meta-Lernen … und der Lerner? persönliches Wissensmanagement betreiben … ist stärker selbstverantwortlich
  18. 18. soziales Kapital des Lerners nutzen „Kultur des Teilens“ entstehen lassen offenes Lernen und Kommunizieren verändern von Organisations- und Lernkultur unterstützen informeller Lernprozesse Vertrauen in das Netzwerk entwickeln aktives vernetzen fördern und Fordern … und der Lehrende? entwickeln von Lernlandschaften … ist Coach, Lernbegleiter, Helfer im Dschungel
  19. 19. „Knowing is no longer a destination. Knowing is a process of walking in varying degrees of alignment with a dynamic environment.” (Siemens, 2005b)
  20. 20. Kontakt Dr. Dipl.-Ing. Birgit Spies ! Hochschule Fresenius Hamburg birgit.spies@hs-fresenius.de THINKTIME learning solutions birgit.spies@thinktime.de www.lernen-im-social-web.com
  21. 21. Literatur [letzter Zugriff auf Online-Dokumente: 13.01.2014] ! Bingham, T., Conner, M. (2010). The New Social Learning: A Guide to Transforming Organizations Through Social Media. San Francisco: Berrett-Koehler Publisher. ! Boyd, D. M., & Ellison, N. B. (2007). Social network sites: Definition, history, and scholarship. In: Journal of Computer- Mediated Communication, 13(1), article 11. Online Verfügbar unter: http://jcmc.indiana.edu/vol13/issue1/ boyd.ellison.html ! Cseh, M., Watkins, K. E., & Marsick, V. J. (2000). Informal and incidental learning in the workplace. In: G.A. Straka (Ed.), Conceptions of self-directed learning: Theoretical and conceptual considerations, pp. 59-74. New York, NY: Waxmann. ! Döbler, T. (2010). Wissensmanagement. In: Schweiger, W., Beck, K. (Hrsg.): Handbuch Online-Kommunikation. Wiesbaden: Springer. 1. Auflage, S. 385-408. ! Dohmen, G. (1998) Zur Zukunft der Weiterbildung in Europa. Lebenslanges Lernen für Alle in veränderten Lernumwelten. Bonn: Bundesministerium für Bildung und Forschung. ! Europäische Kommission (2002). Ein europäischer Raum des Lebenslangen Lernens. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften. Online verfügbar unter: http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/ publ/pdf/ll-learning/area_de.pdf ! Krotz, F. (2010). Leben in mediatisierten Gesellschaften. Kommunikation als anthropologische Konstante und ihre Ausdifferenzierung heute. In: Pietraß, M., Funiok, R (Hrsg.). Mensch und Medien. Philosophische und sozialwis¬senschaftliche Perspektiven. Wiesbaden: VS-Verlag für Sozial¬wissenschaften. 1. Auflage 2010, S. 91-113. ! Overwien, B. (2005): Stichwort: Informelles Lernen. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Heft 3 (2005), S. 339–359. Online verfügbar unter: http://www.uni-graz.at/overwien_informelles_lernen-2.doc
  22. 22. Literatur Rohs. M., Schmidt, B. (2009) Warum informell lernen? Argumente und Motive. Bildungsforschung 2009, Ausgabe 1. Online verfügbar unter: http://www.bildungsforschung.org/index.php/bildungsforschung/article/viewFile/83/85 ! Schmidt, J. (2006). Social Software: Onlinegestütztes Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement. In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, Nr. 2. S. 37-46. ! Schmidt, J. (2009). Das neue Netz: Merkmale, Praktiken und Folgen des Web 2.0. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH. ! Siemens, G. (2005a): Connectivism: A Learning Theory for the Digital Age. International Journal of Instructional Technology and Distance Learning, Vol. 2 No. 1, Jan 2005. Online verfügbar unter: http://www.elearnspace.org/Articles/ connectivism.htm ! Siemens, G. (2005b): Connectivism: Learning as Network-Creation. Online verfügbar unter: http://www.elearnspace.org/ Articles/networks.htm ! Spies, B. (2013). Informelles Lernen in Sozialen Online Netzwerken – Eine Vergleichsstudie mit deutschen und amerikanischen Studierenden. München: Ludwig-Maximilians-Universität, Fakultät für Psychologie und Pädagogik. ! Straka, G. (2000). Lernen unter informellen Bedingungen. Begriffsbestimmung, Diskussion in Deutschland, Evaluation und Desiderate. In: Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-Management (Hrsg.): Kompetenzentwicklung 2000. Lernen im Wandel – Wandel im Lernen. Münster: Waxmann. 1. Auflage.
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