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Erfolg durch Medien und  Mund-zu-Mund-Propaganda
Ist eine große Medienresonanz  Garant für den Erfolg? <ul><li>Aktion Uwe </li></ul><ul><li>Viel Medien- und Internetresona...
Es geht auch ohne Medien <ul><li>Petition gegen Internetsperren </li></ul><ul><li>Nahezu ohne Unterstützung von Medien </l...
Ein weiterer Faktor: Emotionale Nähe (Betroffenheit) <ul><li>Oxfam Unverpackt Spendenshop </li></ul><ul><li>Visualisieren ...
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Beachten: <ul><li>Auch Online braucht Offline-Unterstützung </li></ul><ul><li>Zeitaufwand für Online-Aktivitäten nicht unt...
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Erlassjahr.de im Web2.0 <ul><li>Blog:  www.erlassjahr.de/blog </li></ul><ul><li>Aktuelle Kampagne:  www.erlassjahr.de/wkam...
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Web2.0 und NPOs

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Vortrag zum Thema "Wirkung: Wie kann eine kritische Öffentlichkeit für NPO-Kampagnen mit Unterstützung von Online-Campaigning über das Netz erreicht werden?", gehalten im Rahmen einer Fachtagung am 15. Mai 2009 an der Fachhochschule Osnabrück zum Rahmenthema: "Blogs, Communities und das liebe Geld…. Wie können Nonprofit-Organisationen das Web 2.0 nutzen?"

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  1. 1. <ul><li>Fachtagung am 15. Mai 2009 an der Fachhochschule Osnabrück </li></ul><ul><li>Thema: Blogs, Communities und das liebe Geld…. Wie können Nonprofit-Organisationen das Web 2.0 nutzen? </li></ul><ul><li>Wirkung: Wie kann eine kritische Öffentlichkeit für NPO-Kampagnen mit Unterstützung von Online-Campaigning über das Netz erreicht werden? </li></ul><ul><li>Björn Lampe, erlassjahr.de </li></ul>
  2. 2. Übersicht <ul><li>Kurzvorstellung erlassjahr.de </li></ul><ul><li>Erfolgskriterien einer Kampagne </li></ul><ul><li>Teilnehmerzahl = Erfolg? </li></ul><ul><li>Fallbeispiele </li></ul><ul><li>Faktoren, die die Erfolgschancen erhöhen </li></ul>
  3. 3. &quot;erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung&quot; ist ein breites ge-sellschaftliches Bündnis, welches aus 850 deutschen Mitträgerorganisa-tionen besteht. erlassjahr.de setzt sich für gerechte Finanzbeziehungen zwischen den Ländern des Nordens und des Südens, einen weitreichenden Schuldenerlass für Hochverschuldete Entwicklungsländer, die Streichung sogenannter illegitimer Schulden (Odious debts) sowie die Einführung eines fairen und transparenten Schiedsverfahrens („internationales Insolvenz-verfahren“), anstelle des bis dato durch den Gläubiger bestimmten Ver-fahrens, ein.
  4. 4. erlassjahr.de will erreichen... ...dass arme Länder bei künftigen Schuldenkrisen in einem fairen und transparenten Verfahren Schuldenerlasse erhalten können - statt weiterhin von Gnade und Einsicht ihrer Gläubiger im Einzelfall abzuhängen; ...dass Auslandsschulden , die unter Missachtung internationaler Rechtsstandards zustande gekommen sind und die die Erreichung von international vereinbarten Entwicklungszielen verhindern, gestrichen werden ; ...dass Standards für verantwortliche Kreditvergabe und Kreditaufnahme entwickelt und durchgesetzt werden, um die gemeinsame Verantwortung von Gläubigern und Schuldnern festzuschreiben.
  5. 5. In Mosambik konnten die Ausgaben für Armutsbekämpfung zwischen 1999 und 2006 mehr als verdoppelt werden. Ursächlich waren u.a. Gelder, die aus Schuldenerlassen stammten.   In Tansania hat die Regierung nach der Entschuldung die Grundschulgebühren abgeschafft. Danach stieg die Einschulungsquote von 57% (2000) auf 95% (2005) an. 500.000 Kinder konnten in Mosambik geimpft werden, nach dem freiwerdene Gelder aus Schuldenerlassen in den Kauf von Medizin investiert wurden. 20 Millionen Kinder mehr konnten im sub-saherischen Afrika eingeschult werden, ermöglicht durch Schuldenerlasse und Entwicklungshilfezahlungen. Schuldenerlass: Erfolge
  6. 6. erlassjahr.de: Struktur <ul><li>Bündnis besteht seit über 10 Jahren </li></ul><ul><li>Generationswechsel kommt relativ langsam voran </li></ul><ul><li>Hauptunterstützer nutzen das Internet eher wenig </li></ul><ul><li>Fax und Brief sind die meist genutzten Kommunika-tionsmittel, aber e-mail ist stark im Kommen </li></ul><ul><li>Inhaltsstarkes Thema, was intensive Einarbeitung erfordert </li></ul><ul><li>Auch kleine Erfolge bringen deutliche Verbesserung </li></ul><ul><li>Intensive Zusammenarbeit mit Südpartnern </li></ul>
  7. 7. <ul><li>Fragestellung: </li></ul><ul><li>Wirkung: Wie kann eine kritische Öffentlichkeit für NPO-Kampagnen mit Unterstützung von Online-Campaigning über das Netz erreicht werden? </li></ul>
  8. 8. <ul><li>Wann ist eine kritische Öffentlichkeit (Menge) erreicht? </li></ul><ul><li>Ist das überhaupt messbar? </li></ul><ul><li>Sind 20.000 Demonstranten eine kritische Masse? </li></ul>
  9. 9. <ul><li>Was sind die Erfolgskriterien für eine Kampagne? </li></ul><ul><li>Wurde das (Spenden-)Ziel erreicht? </li></ul><ul><li>Kam die Botschaft bei den Ansprechpartnern (z.B.) der Politik an? </li></ul><ul><li>Hat sich durch die Kampagne etwas verändert? </li></ul><ul><li>Wurden neue Unterstützer gefunden, bestehende motiviert? </li></ul>
  10. 10. Beispiel: erlassjahr.de Postkartenaktion zur Doha-Entwicklungsfinanzierungskonferenz <ul><li>Ergebnis: </li></ul><ul><li>Ziel nicht erreicht </li></ul><ul><li>Viele Unterstützer kurzfristig motiviert und involviert </li></ul><ul><li>Reaktion der Politik erhalten (Antwortbriefe) </li></ul><ul><li>Agendasetting </li></ul><ul><li>Kampagne lief hauptsächlich offline (Postkarten) </li></ul>
  11. 11. Ist die Zahl der Teilnehmer entscheidend für den Erfolg? Erlaßjahr2000: über 17 Millionen Unterschriften an die G8 überreicht Schuldenerlass erreicht Deine Stimme gegen Armut: 1,4 Mio. Unterschriften an die G8 überreicht Entwicklungshilfe aufgestockt
  12. 12. <ul><li>Feststellung: </li></ul><ul><li>die Kampagnen sammelten einen Großteil der Unterschriften Offline </li></ul><ul><li>sie hatten eine Vielzahl an organisierten Unterstützern </li></ul><ul><li>sie hatten einen klar definierten, übermächtigen ‚Gegner‘ (David vs. Goliath) </li></ul><ul><li>Sie wurden von Prominenten unterstützt (Grönemeyer, Bono, Geldof etc.) </li></ul>
  13. 13. Es geht auch klein(er) und erfolgreich <ul><li>Campact Aktion gegen Genmais </li></ul><ul><li>Über 50.000 Unterstützer </li></ul><ul><li>Starke Bündnispartner </li></ul><ul><li>Viele Offline-Aktivisten </li></ul><ul><li>Ergebnis: Einführung verhindert </li></ul>
  14. 14. Es entscheiden: Thema, Timing und Unterstützung <ul><li>Atheistische Buskampagne </li></ul><ul><li>Aktuelles Thema </li></ul><ul><li>Promi-Unterstützung </li></ul><ul><li>Medienunterstützung </li></ul><ul><li>Einfache Webtools </li></ul><ul><li>Spendenziel um das 2400fache übertroffen </li></ul><ul><li>Weltweite Verbreitung </li></ul>Ursprünglich keine NGO-Kampagne
  15. 15. Erfolg durch Medien und Mund-zu-Mund-Propaganda
  16. 16. Ist eine große Medienresonanz Garant für den Erfolg? <ul><li>Aktion Uwe </li></ul><ul><li>Viel Medien- und Internetresonanz </li></ul><ul><li>(relativ) wenig Spenden </li></ul><ul><li>schwieriges Thema, sehr weitläufige Adressaten </li></ul><ul><li>Keine NGO/Bündnis-Unterstützung </li></ul>Keine NGO-Kampagne
  17. 17. Es geht auch ohne Medien <ul><li>Petition gegen Internetsperren </li></ul><ul><li>Nahezu ohne Unterstützung von Medien </li></ul><ul><li>Blogger, Social Networks, twitter, Multiplikatoren, Meinungsführer im Web </li></ul><ul><li>50.000 Unterschriften in 4 Tagen </li></ul><ul><li>Klassische Medien ziehen verspätet nach, sorgen für zweiten Schwung </li></ul>Keine NGO-Kampagne
  18. 18. Ein weiterer Faktor: Emotionale Nähe (Betroffenheit) <ul><li>Oxfam Unverpackt Spendenshop </li></ul><ul><li>Visualisieren und greifbar machen </li></ul><ul><li>Konkrete Maßnahmen/Ziele benennen </li></ul><ul><li>Zielgruppengerechte Ansprache </li></ul>Bewusstes Lernen und Kopieren – ohne schlechtes Imitieren: echt sein
  19. 19. Faktoren, die die Erfolgschancen erhöhen: <ul><li>Thema: aktuell, relevant, simpel </li></ul><ul><li>Unterstützung: Bündnisse, Promis, Medien, Meinungsmacher (Blogger) </li></ul><ul><li>Emotionalisierung: zielgruppengerechte Ansprache, Identitätswahrung, ruhig ‚abgefahren‘ oder ‚witzig‘ – nicht altbacken </li></ul><ul><li>Komplette (Aus-)Nutzung aller relevanten Web2.0-Tools (Facebook, Youtube, MySpace, twitter etc.) </li></ul><ul><li>Kapazitäten einplanen, organisatorische Unterstützung sichern </li></ul><ul><li>On- und Offline Aktivitäten abstimmen, ergänzen </li></ul>
  20. 20. Beachten: <ul><li>Auch Online braucht Offline-Unterstützung </li></ul><ul><li>Zeitaufwand für Online-Aktivitäten nicht unterschätzen </li></ul><ul><li>Potential von Web2.0 nicht überschätzen </li></ul><ul><li>Politik nimmt (bisher) Online-Aktivitäten (häufig) nicht oder nur eingeschränkt wahr </li></ul><ul><li>Klassische Klientel nicht vergessen, neue Unterstützer können über online hinzukommen </li></ul><ul><li>Web(2.0)-Kommunikation bietet Chancen (1:1, Kommentare, Foren, twitter etc.), braucht aber ausreichende Kapazitäten </li></ul>
  21. 21. Nicht vergessen: <ul><li>Web2.0 bietet sehr gute Möglichkeiten zur direkten Kontaktaufnahme mit Zielgruppe </li></ul><ul><li>Zielgenaue Verbreitung von Informationen möglich (z.B. via Blog) </li></ul><ul><li>1:1 Kommunikation kann als Grundlage für Grassroots-Campaigning genutzt werden </li></ul><ul><li>Web2.0 kann (!) Anstoss zu viralen Kampagnen ermöglichen </li></ul>
  22. 22. Erlassjahr.de im Web2.0 <ul><li>Blog: www.erlassjahr.de/blog </li></ul><ul><li>Aktuelle Kampagne: www.erlassjahr.de/wkampagne </li></ul><ul><li>Twitter: www.twitter.com/erlassjahr </li></ul><ul><li>Dailymotion: www.dailymotion.com/erlassjahr </li></ul><ul><li>Facebook: http://www.facebook.com/pages/erlassjahrde/25137293726 </li></ul><ul><li>MySpace: www.myspace.com/erlassjahr </li></ul><ul><li>XING: www.xing.com/net/erlassjahr/ </li></ul>
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