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Unser 7. Newsletter zum Thema: …

Unser 7. Newsletter zum Thema:
"CRM, Vertrauen und die Ehe"

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  • 1. Wir denken an alles für ihren erfolg! Newsletter 7 | November 2010 Customer Relationship Management • Über Vertrauen, CRM und die Ehe • Vertrauensvolles Beziehungsmanagement als Gebot der Stunde • CRM-Datenbankanreicherung von emotion banking • Beitrag von Norbert Künzl, update software AG • Interview mit Kaspar Trachsel, Head of CRM der BAWAG P.S.K. • Interview mit Sven Sahlberg, Affinion International GmbH ®emotion banking www.facebook.com/emotionbanking www.emotion-banking.comTel.: +43/2252/25 48 45 www.xing.com/profile/Barbara_Aigner5 www.bankdesjahres.come-mail: office@emotion-banking.at http://twitter.com/emotionbanking www.victorgala.com
  • 2. 1│ emotion banking newsletter |november 2010Über Vertrauen, CRMund die EheKommt Ihnen das bekannt CRM = Und wer hat davon etwas gespürt? Wievor? Für den Kunden denken könnten derartige Maßnahmen über- haupt aussehen?• Sie bieten ein neues Produkt an und Bei CRM geht es darum, mehr über wissen nicht, wen Sie gezielt infor- den Kunden zu wissen, als er selbst. One night stand oder Ehe? mieren sollen? Es geht um das „für den Kunden den-• Sie haben Schwerpunkt Wohnbau ken“ und somit die Chance proaktiv Mit der Kundenbeziehung ist es wie im und Finanzieren und wissen nicht Kaufimpulse zu setzen. Privatleben; jeder von uns muss sich auf Knopfdruck, wer gerade einen irgendwann entscheiden, was er will. Umbau plant oder ein Auto kaufen Ohne Vertrauen kein CRM, Geht es um Abenteuer, momentanen möchte? ohne CRM kein Vertrauen Spaß und die maximalen Vorteile im Au-• Sie planen eine Veranstaltungsse- genblick, oder geht es um etwas Tiefer- rie und wissen nicht, ob Sie 100 Um jedoch Daten über die Kunden zu gehendes, Langfristiges? Suchen wir oder 1.000 Golfspieler als Kunden erhalten, steht Vertrauen natürlich an den one night stand oder die Ehe? Bei- haben? erster Stelle, denn Vertrauen ist das de Konzepte existieren. Für beide Kon-• Ihre Berater führen immer mit den- wesentlichste Element in jeder Be- zepte gibt es einen „Markt“. Aber nur selben 100 Kunden ein Gespräch, ziehung und damit die Basis für eine ein Konzept basiert auf Vertrauen… weil der Rest der Kunden „kein Inte- langanhaltende Verbindung zwischen resse“ hat? Kunde und Bank. Und gerade hier hakt Wenn wir das Vertrauen der Kunden zu-• Ein Berater verlässt die Bank und mit es momentan spürbar. Denn das Ver- rückgewinnen wollen, dann müssen wir ihm alle Informationen über Wün- trauen der Kunden in die Institution anfangen die Informationen, die uns sche und Vorlieben der Kunden? „Bank“ hat deutlich gelitten. Wir ha- der Kunde übermittelt ernstzunehmen. ben in den letzten zwei Jahren einen Und das gelingt nur, wenn wir mit einemVermutlich haben Sie zumindest einen Einbruch beim Net Promoter Score der nachhaltigen CRM Ansatz arbeiten.dieser Fälle bereits erlebt, doch was ist Banken von rund 20 Punkten erlebt.das Resumée aus all diesen Beispielen? In der öffentlichen Meinung stehen Viel Vergnügen beim Lesen wünschenWir sind abhängig von Information. Und Banken heute als gierige Institutionendamit meine ich guter, aktueller und vor dar, die mit den sauer erarbeiteten Dr. Barbara Aignerallem zentral zugängiger Information. Kundengeldern fröhlich zocken und Dr. Christian RauscherEs nutzt wenig, wenn die Informationen sich die eigenen Taschen voll machen. GF emotion bankingin den Gehirnwindungen der Berater Das Vertrauen der Kunden in den Be-abgelegt sind. Wir haben nicht mehr die rater hingegen ist weitgehend intaktZeit über persönliche Abfragen an die geblieben. Und hier liegt wiederumInfo zu kommen und in wochenlanger die Chance sich in die Beziehung zu-Kleinarbeit die Moleskine Bücher der rück zu arbeiten. Aber das wird nichtBerater auszuzählen. Eine professio- leicht und benötigt mehr Anstrengungnelle Planung verlangt abrufbare Steu- als bisher. Und es erfordert systema-ergrößen. Wir benötigen ein virtuoses tisches Vorgehen. Wir dürfen das In-Spiel mit unseren Daten, damit aus 0 teresse am Kunden nicht dem Zufallund 1 Information entsteht, damit aus überlassen. Dürfen die InstitutionGesprächen Wert entsteht, damit aus „Bank“ nicht dem Geschick und TalentDialog Geschäft entspringt. Auch wenn des einzelnen Mitarbeiters übergeben.das den Vertrieb nicht immer freut, weil Fragen Sie sich doch einmal: Wann ha-damit Arbeit verbunden ist und das Ge- ben Sie als Institution „Bank“ das letz-fühl der Unentbehrlichkeit ein Stück te Mal spürbar „vertrauensbildende“schwindet… Maßnahmen für die Kunden gesetzt?
  • 3. 2│ emotion banking newsletter |november 2010Vertrauensvolles Beziehungs-management als Gebot derStundeVertrauen ist der Treibstoff derWirtschaft Verwundbarkeit führt zu Vertrauen Verwundbarkeit =Vertraut ein Kunde seiner Bank nicht, Investition in diedann ist nicht von einer Beziehung zu Beziehungsprechen. In einer Welt ohne Vertrauenwäre jede soziale Beziehung unvorstell-bar. Wo jedoch Vertrauen vorhanden ist,gibt es den Glauben, dass man sich aufdas Wort bzw. die Zusage der anderenSeite verlassen kann. Dort wo Vertrauenvorherrscht, gibt es keine Zweifel. Kun-den die vertrauen, suchen nicht nachalternativen Anbietern. Sie fühlen sichwohl mit ihrer Bank. Kunden die vertrau-en, akzeptieren auch kurzfristige Unaus-gewogenheiten innerhalb der Beziehung. VertrauenDenn sie sind überzeugt, dass langfris- Quelle: Rauscher, Erfolgreiches Management internationaler Geschäftsbeziehungentig wieder Balance entsteht. Was daskonkret bedeutet? Kunden akzeptierenvorübergehend einen über den Markt setzen wir die Ursache dafür, dass die seiner Bank vertraut, hat er ganz klareliegenden Preis, wenn sie das Vertrauen Berater top dastehen und die Bank als Erwartungen. Konkret geht es um diehaben, dass ihre Bank sich bestmöglich nicht vertrauenswürdig gilt. Hier haben Erwartung, dass sich der Geschäftspart-bemüht. wir das System zu ändern! ner (ohne seine eigenen Interessen zu verletzen) in kritischen Situationen auchAber springen wir nicht gleich über einen Aber Vertrauen ist verletzlich ohne Anweisung zum Vorteil des Vertrau-ersten entscheidenden Punkt: Wo Ver- enden verhält.trauen vorhanden ist, gibt es den Glau- Vertrauen ist unweigerlich mit Risikoben, dass man sich auf das Wort bzw. verbunden. Denn derjenige, der ver- Einfluss auf die Entstehung von Vertrau-die Zusage des anderen verlassen kann. traut, macht sich verletzbar indem er en haben u.a. folgende Punkte:Alleine zu dieser Formulierung hätte ich beispielsweise Informationen über • Die Höhe der spezifischen Investitio-einige Ideen, wie dieser Aspekt im All- sein Unternehmen preisgibt, sich auf nentag der Kunde-Bank-Beziehung gestärkt einen Handschlag verlässt oder dem • Die Dauer der Beziehungwerden könnte. Wenn wir die Kondition, Rat und der Empfehlung seines Bank- • Der Ruf bzw. die Reputation der Bankkaum ist der Kunde bei der Türe raus, beraters folgt. Oder umgekehrt, dass • Fairness bzw. faires Verhalten gegen-verändern, wenn wir dem Nachbarn eine wir darauf vertrauen, dass sich unse- über dem Partnerbessere Kondition einräumen, weil er im re Engagement in den Kunden später • Gemeinsame WerteVerhandeln geschickter ist, dann setzen rechnet. • Kompetenz, Ehrlichkeit und Zuverläs-wir erstens alles daran, als Institution un- sigkeit des Partnersglaubwürdig zu sein und zweitens legen Vertrauen kann also auch miss-wir dem Berater auch noch den Ball auf braucht werden. Wer jedoch vertraut,zu sagen „Ich hätte mein Wort ja gerne ist überzeugt, dass der Partner seineneingehalten, aber das Management hat Verpflichtungen aus der Beziehung anders entschieden.“ In der Konsequenz nachkommen wird. Wenn ein Kunde
  • 4. 3│ emotion banking newsletter |november 2010Wie differenziert und bewusstgesteuert ist unser Vertrauens-management? „ Wir haben in den vergangenen Jahren viel Herzblut und Hirnschmalz in die Optimierung unsere RisikobewertungDa Vertrauen auf Investitionen basiert und –steuerung gesteckt. Wie viel Zeit haben wir in Über-ist es wichtig, sich gut zu überlegen,wem man vertraut. Und das gilt für beide legungen des Vertrauensmanagements gesteckt? WieSeiten – Kunde und Bank. Auf der Ban- viel Ressourcen haben wir investiert, um zu lernen, in wel-kenseite beschäftigen wir uns aber ei- che Kunden es Sinn macht zu investieren? Wie präzise “gentlich nur mit dem Aspekt des Risikos.Wir haben in den vergangenen Jahren sind unsere Return on Customer Berechnungen?viel Herzblut und Hirnschmalz in die Op-timierung unsere Risikobewertung und Dr. Christian Rauscher–steuerung gesteckt. Wie viel Zeit habenwir in Überlegungen des Vertrauensma-nagements gesteckt? Wie viel Ressour- Mehr noch. Ein Kunde kann einem Vertrauen braucht einecen haben wir investiert, um zu lernen, speziellen Mitarbeiter vertrauen, dem Steuerung - CRM bietet sie…in welche Kunden es Sinn macht zu in- Kollegen jedoch misstrauen. Vertrauenvestieren? Wie präzise sind unsere Re- kann nur von Menschen aufgebracht CRM ist die evolutionäre Weiterentwick-turn on Customer Berechnungen? Reicht werden. Eine Organisation kann nicht lung im Bereich Kundenzufriedenheites heute tatsächlich aus, über eine rein vertrauen, deren Mitarbeiter jedoch und Kundenbindung und beinhaltet dieökonomische Komponenten – sagen können einem Geschäftspartner oder Planung, Durchführung, Kontrolle undwir Einkommen und liquides Vermögen einer anderen Organisation Vertrauen Anpassung aller Unternehmensaktivitä-– unseren Zeiteinsatz am Kunden zu entgegen bringen. ten, die eine Erhöhung der Profitabilität steuern, oder müssten wir nicht vielmehr der Kundenbeziehung zur Folge habenauch auf die grundsätzliche Werthaltung Vertrauen kann eine Einbahn und so zu einer Optimierung des Kun-der Kunden abzielen? sein denportfolios führen. So weit, so sper- rig eine umfassende Begriffsdefinition. Vertrauen ist eine zarte Noch ein wichtiger Irrtum besteht in Dabei darf CRM keinesfalls als ein Soft-Pflanze Bezug auf Vertrauen. Vertrauen bedarf warethema verstanden werden. CRM ist nicht der Gegenseitigkeit. Wenn ein weit mehr, es ist die Philosophie – beiWie entsteht also Vertrauen? Vertrauen Kunde Vertrauen in die Fähigkeit sei- vielen auch die Utopie – einer wirklicherwächst aus vergangenen Erfahrungen. ner Bank hat, ihm einen Kredit kosten- kundenzentrierten und auf Vertrauen ba-Kunden prüfen zunächst ihre Bank und günstig einzuräumen, heißt das noch sierenden, besseren Unternehmenswelt.entscheiden erst nach einigen Trans- lange nicht, dass auch die Bank dem Trotzdem kann man eine gewisse Struk-aktionen, ob sie der Bank offen entge- Kunden vertrauen muss. tur in das Thema bringen, indem CRM ingentreten. Nach wie vor lesen wir in denvictor Analyse häufig als Begründung für die Zweit- und Drittbank den Wunsch der Die Relationship-Marketingleiter der KundenloyalitätKunden für die Hausbank nicht „gläsern“zu sein. Die Bank müsse nicht alles wis- Partnersen. Aber dies ist schon Ausdruck einesMisstrauens! VerfechterGenerell entwickelt sich nicht ein all-umfassendes, blankes Vertrauen in Unterstützereine Bank, sondern vielmehr ein Ver-trauen in gewisse Stärken oder Teil- gebundeneraspekte der Bank. Es geht also nicht um Kundedie Frage wem man vertraut, sondern da- Fokussierung auf dierum was man dem Partner zutraut. Pla- Kunde Weiterentwicklungkativ formuliert kann ein Kunde bspw. in Fokussierung und den Ausbaudie technischen Fähigkeiten einer Bank auf neue bestehender Kunden Potentieller Kundenbeziehungenvertrauen. Er vertraut darauf, dass seine Kunde (Kundenfang) (Kundenerhalt)Bank in der Lage ist eine internationalgültige Bankgarantie abzugeben. Dasbedeutet aber nicht automatisch, dasser in die Kundenorientierung der Bankoder in deren Fähigkeit innovative Anla- Quelle: Payne/Rapp, Relationship Marketinggeprodukte anzubieten, vertraut.
  • 5. 4│ emotion banking newsletter |november 2010 Gegenüberstellung wesentlicher Merkmale von transaktionsorientiertem Marketing und Relationship Marketing Transaktions Marketing Relationship Marketing Fokussierung auf Einzelverkäufe Fokussierung auf den Erhalt bestehender Kundenbeziehungen Aktionsorientiert Interaktionsorientiert Statische Perspektive Dynamische Perspektive Schwerpunkt Kundenakquisition Schwerpunkt Kundenbindung Schwerpunkte auf Produkteigenschaften Schwerpunkt auf Kundenwert Kurzfristigkeit Langfristigkeit Geringe Bedeutung des Kundenservice Hohe Bedeutung des Kundenservice Beschränktes Engagement für Kundenbelange Uneingeschränkter Fokus auf Kundenprobleme Geringe gegenseitige Abhängigkeit Hohe gegenseitige Abhängigkeit Kundenzufriedenheit wird ausgedrückt durch Wiederkauf Unregelmäßiger, geringer Kundenkontakt (daher Messung der Kundenzufriedenheit direkt) Bedeutung der Mitarbeiter gering Bedeutung der Mitarbeiter hoch Bedeutung internes Marketing gering Bedeutung des internen Marketing hoch Qualität als Anliegen hauptsächlich der Produkte Qualität als Anliegen aller Beteiligten Quelle: Rauscher, Erfolgreiches Management internationaler Geschäftsbeziehungenfolgende Aufgabenfelder untergliedert strumente möglichst viele Käufer zu fen eines gezielten Aufbaus und per-werden kann: gewinnen. Der einzelne Mensch wurde manenter Pflege. Diese zielgerichteten • Die Ausrichtung der Unternehmens- auf ein möglichst exakt kalkulierbares Handlungen sind Aufgabe eines Bezie- aktivitäten am Kunden. „Objekt“ reduziert. Es fehlt demnach hungsmanagements.• Die Bearbeitung der Kunden unter der Aspekt der menschlichen Interak- Zu Beginn jeder Beziehung steht die Berücksichtigung deren Wirtschaft- tion. Das hat eigentlich nie richtig gut „kleinste“ Einheit, nämlich der Aus- lichkeit. funktioniert, schon gar nicht im Dienst- tausch:• Die systematische Bearbeitung des leistungsbereich, wo es immer auf die • Austausch stellt ein zentrales Ereig- Kunden über den gesamten Lebenszy- Chemie, das Zwischenmenschliche, nis zwischen zwei, oder mehreren klus hinweg. die Emotion angekommen ist. Heute Parteien dar.• Das Sammeln und die Verwaltung von erwarten Käufer eine Vielzahl an Zu- • Austausch bietet einen wichtigen Re- Markt- und Kundeninformationen. satzleistungen, an Aufmerksamkeit. ferenzrahmen zur Identifikation des Sie investieren ihre Zeit in Beratungs- sozialen Netzwerkes, der in die Ent-Beziehung statt Einzelgeschäft gespräche, offenbaren so kostbare stehung und Durchführung involvier- Geheimnisse wie die Träume ihres ten Individuen und OrganisationenWie bereits erwähnt ist Vertrauen es- Lebens und erwarten nicht ein unver- dar.sentiell. Lange Zeit dominierte in der bindliches Verhältnis, sondern eine • Austausch bietet die Möglichkeit, dietraditionellen Betriebswirtschaftslehre „Ehe“. Dies bedeutet eine langfristige transferierten Objekte oder psychi-eine Betrachtungsweise, die von der so Bindung, bei der man nicht einfach schen Einheiten zu untersuchen.genannten „Stimulus-Response“ domi- aussteigen kann, wenn die ersten Pro- • Austausch ist ein kritisches Ereignisniert war. Dabei richteten Unternehmen bleme beginnen. im Markt und bietet somit Gelegen-ihr Angebot auf einen anonymen Mas- heit, die Voraussetzungen und Pro-senmarkt aus und versuchten, durch Langfristige Beziehungen entstehen zesse der Käufer-Verkäufer Transak-gezielten Einsatz der Marketing-Mix In- aber nicht von selbst, sondern bedür- tion gewissenhaft zu untersuchen. Factbox: Grundgedanken von CRM: • Die Gewinnung von Neukunden ist im Allgemeinen teurer als die vorhandenen Kunden zu halten. • Aufgrund von Lerneffekten sinken die Kosten zur Aufrechterhaltung der Beziehung mit fortschreitender Dauer eines Kundenverhältnisses. • Mit zunehmender Dauer der Kundenbeziehung steigen die Wiederkaufraten an. • Durch die Generierung von Cross- und Up-Selling-Potenzialen ergeben sich weitere Einnahmequellen. • Stammkunden sind in puncto Fehler und Preisänderungen meist wesentlich toleranter als Neukunden. • Stammkunden kommunizieren häufig positive Erfahrungen und tragen so zu einem positiven Unternehmensimage bei.
  • 6. 5│ emotion banking newsletter |november 2010 Der Kundenbeziehungszyklus Beziehungsintensität (z.B. Kundenwert) Degenerationsphase Gefähr- Gefähr- Gefähr- dungs- dungs- dungs- Zeit Anbahnungs- Sozialisations- Wachstums- Reife- Kündigungs- Abstinenz- Revitalisierungs- phase phase phase phase phase phase phase phase phase phase Interessenten- Kundenbindungsmanagement Rückgewinnungsmanagement management Quelle: in Anlehnung an Stauss/Seidel, Handbuch KundenbindungsmanagementTransaktion als Keimzelle einer Beziehungsmanagement als Integration von Drittparteien, sind not-Beziehung oder schon als das Königsweg wendig. Relationship Marketing undZiel selbst? Transaktions-Marketing können als Gegenstand des Relationship Marke- zwei Extrempunkte eines Marketing-Damit allerdings ein Austausch stattfin- ting ist jedoch nicht die Einzeltransak- Strategie-Kontinuums aufgefasst wer-den kann, müssen bestimmte Rahmen- tion, sondern die gesamte Beziehung den.bedingungen erfüllt sein (z.B. mindes- bzw. die Gesamtheit aller Beziehun-tens zwei Parteien müssen involviert gen eines Unternehmens. Austausch Auch in der Ehe ist nicht jedersein) und die beteiligten Akteure zu einer in Beziehungen weist eine Vergan- Tag SonnenwetterÜbereinkunft gelangen. Dies wird als genheit und eine Zukunft auf. PositiveTransaktion bezeichnet. Sie bildet sozu- Erfahrungen und die damit verknüpfte Natürlich benötigt die Beziehung einesagen die grundlegende Maßeinheit zwi- Zufriedenheit mit den bereits durch- gewisse Pflege. So wie im zwischen-schen zwei Parteien. geführten Transaktionen, führen zu menschlichen Bereich durchläuft auchDabei kann eine einzelne Transaktion sozialem Austausch. Die Komplexität der Bankkunde gute und schlechte Pha-auf dem Kontinuum zwischen Austausch des Beziehungstausches verlangt ex- sen. Gerade hierauf ist acht zugeben,in einer Beziehung und der Form der dis- akte Spezifikationen und Messungen denn das Ziel lautet ja, gemeinsamkreten Transaktion eingeordnet werden. der ausgetauschten Güter. Zahlreiche so alt wie möglich zu werden und anBei dieser Form des Austausches exis- soziale Kontakte, vielleicht auch die den Herausforderungen zu wachsen.tiert weder ein Vorspiel, bspw. im Sinnevon bereits existierenden Präferenzender Nachfrage aufgrund der Marketing- Managementaufgaben während des Zyklusmaßnahmen des Anbieters, noch eineZukunftsorientierung. Das Konstrukt potenzielle aktuelle verloreneder diskreten Transaktion schließt alle Kunden Kunden KundenElemente einer Beziehung aus. Auch dieKommunikation wird auf ein Minimum Interessens- Kundenbindungs- Rückgewinnungs-reduziert. Ich bin heute davon überzeugt, management management managementdass auch im guten alten „Transaktions- Aktivitäten, die dazu Kundenerwartungen in Vertritt die These, dassmarketing“ Chancen liegen. Nicht jeder dienen, den Kaufpro- Bezug auf die jeweiligen es auch durch optimaleKunde ist auch für eine Ehe reif! Warum zess von Neukunden Leistungsmerkmale Kundenbindungsmaß-stülpen wir dann über (fast) alle Kunden zu initieren und darauf erfüllen (Kundenzufrie- nahmen keinen hunder-unser „Ehe-Anwerbseminar“ in Form von abzielen, das Ertragspo- denheit), um eine lang- prozentigen Schutz vorqualifizierter Beratung? Wäre es nicht tenzial bisheriger Nicht- fristige und intensive der Abwanderung vonsinnvoller, derartige one night stand Kun- Kunden zu erschließen. Geschäftsbeziehung zu Kunden gibt.den auch exakt mit derartigen – diskre- garantierenten und unverbindlichen – Transaktionen (Kundenbindung).glücklich zu machen?
  • 7. 6│ emotion banking newsletter |november 2010Immer wieder treten Risse in der Bezie-hung auf, die erstens als solche erkanntund zweitens als Chance der Vertiefung „ Nicht jeder Kunde ist auch für eine Ehe reif! Warum stülpen wir dann über (fast) alle Kunden unser „Ehe-der Beziehung genutzt werden müssen.Wer steuert eigentlich diese Aspekte in Anwerbseminar“ in Form von qualifizierter Beratung?Ihrer Bank? Wie lernt Ihre Bank aus der- Wäre es nicht sinnvoller, derartige one night standartigen Beziehungsverwerfungen? Kunden auch exakt mit derartigen – diskreten und un-Beim Relationship Marketing steht also– wie der Name bereits sagt – die Bezie-hung im Vordergrund. Demnach handelt verbindlichen – Transaktionen glücklich zu machen? Dr. Christian Rauscher “es sich hierbei auch um die zentrale Auf-gabe des Marketings.Beziehungsmanagement Zusammenfassend lässtbraucht Daten sich sagen:Das Ziel muss daher lauten, die Daten- • Falsche Information kostet Zeit. • Gute Datenqualität wirkt positiv aufqualität zu optimieren. Darunter versteht • Falsche Information kostet Geld. den Umsatz (richtige Ansprache).man die Qualität, also die Relevanz und • Falsche Information kann dem • Gute Datenqualität wirkt positiv aufKorrektheit von Informationen. Die Da- Image schaden (z.B. Versand eines die Kundenzufriedenheit (richtigertenqualität beschreibt, inwieweit eine Gutscheins an einen vor einem Jahre Zeitpunkt).Information geeignet ist, die Realität verstorbenen Kunden). • Gute Datenqualität wirkt positiv aufzu beschreiben. Hierfür sind zahlreiche die Stimmung des Vorstandes ☺Schritte erforderlich; beginnend bei derexakten Definition und Schulung der Mit-arbeiter hinsichtlich dem Anlegen einesKunden, der entsprechenden CRM Soft-ware bis zur logischen Qualitätsprüfung. Mangelhafte Datenqualität kostet Geld Direkte Kosten Ertragsverlust Bußgelder Überarbeitungskosten Risikokosten Streuverlust im Marketingbudget Fehlentscheidungen Indirekte Kosten Erhöhte Personalkosten und Leerlauf Erhöhte IT-Kosten Revisionskosten Verlorene Provisionserträge Kundenabwanderung und negative Mundpropaganda Geringeres Neugeschäft Erhöhte Bearbeitungszeiten und Ineffizienz  Wenn Sie Interesse am Auf- oder Ausbau des Beziehungsmanagements haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!  Und wenn´s schnell gehen soll, nutzen Sie unser Datenanreicherungsangebot…
  • 8. 7│ emotion banking newsletter |november 2010 Die Bedeutung von DatenqualitätAussagenfeld Kernaussagen Darunter versteht man die Qualität, also die Relevanz und Korrektheit von Informationen. DieWas ist Datenqualität? Datenqualität beschreibt, inwieweit eine Information geeignet ist, die Realität zu beschreiben. • Falsche Informationen bezüglich Adresse kosten Zeit • Falsche Informationen kosten Geld • Falsche Informationen können das Image schädigen (z.B. verschicke Gutschein an einenWarum Datenqualität? vor 3 Jahren verstorbenen Kunden) • Wirkt sich positiv auf den Kunden bzw. die Kundin aus (z.B. gezielter Einsatz von Interessen im Smalltalk) • Data Profiling Damit bezeichnet man den weitgehend automatisierten Prozess zur Analyse vorhandender Datenbestände (z.B. in einer Datenbank) durch unterschiedliche Analysetechniken. Durch diese Methode werden die existierenden Metadaten zu den Echdaten validiert und neue Metadaten identifiziert. Zusätzlich werden bestehende Datenqualitätsprobleme validiert, die verursachenden Daten identifiziert und die Informations-qualität der analysierten Daten gemessen. Durch Data Profiling werden keine Qualitätsprobleme in den Daten behoben, sondern nur die zugehörigen Metadaten korrigiert.Möglichkeiten zur • Data CleansingSteigerung der Daten- Hierunter fallen verschiedene Verfahren zum Entfernen und Korrigieren von Datenfehlernqualität in Datenbanken oder anderen Informationssystemen. Die Fehler können beispielsweise aus inkorrekten (ursprünglich falschen oder veralteten), redundanten, inkonsistenten oder falsch formatieren Daten bestehen. Wesentliche Schritte sind die Duplikaterkennung (Erkennen und Zusammenlegen von gleichen Datensätzen) und Datenfusion (Zusammen- führung und Vervollständigen lückenhafter Daten) • Monitoring Dieser Begriff ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfas- sung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. • Es sollte eine Person (Verantwortlichen) geben, der alle Daten von Kunden, Mitarbeitern etc. eingibtWas ist bei der Daten- • Vorsicht bei Schreibweisen – hier können später Probleme bei der Suche auftreten undeingabe zu beachten? somit können Dubletten (ein Datensatz wird öfters angelegt) entstehen • Daten regelmäßig (z.B. 1x pro Jahr) überprüfenWie kann man Datenqualität wird mittels eines Key Performance Indicator (KPI) quantitativ messbar. EinfachDatenqualität messbar ausgedrückt wird mittels eines Punktesystems eine Bewertung vorgenommen, welche sich aufmachen? den Mitarbeiter, den Kunden, eine Kundengruppe oder ein Salesteam beziehen kann. • Kundenkontakt nutzen: Die Gelegenheit des Kontakts zur Überprüfung oder Ergänzung nutzen • Kundeneinbezug: Information und Überprüfung/Ergänzung des Kundenprofils online durch Wie kann ich Daten Kunde selbst (siehe auch die CRM Datenbankanreicherung von emotion banking)eruieren? • Recherche bei Telefondienstanbietern, z.B. Herold • Kostenpflichtige Potenzialdatenlieferanten z.B. Schober • Recherche auf der jeweiligen Homepage des Kunden im Kompetenzkundenbereich bzw. Social Media HinweiseWas sagt das Gesetz? Keine sensiblen Daten benutzen (Ethik, Politikzugehörigkeit etc.) Quelle: Zusammenstellung emotion banking
  • 9. 8│ emotion banking newsletter |november 2010CRM-DatenbankanreicherungWir bieten mit unserer CRM Datenbankanreicherung ein einfaches und kosteneffizientes Instrument zur Qualitätssteigerung Ihrer Kundendaten. Lesen Sie hier, wie Sie an aktuelle Informationen des Kundengelangen. Datenbankanreicherungsprozess 1. Abstimmung der gewünschten Informationen emotion banking Bank Musterfragebogen wird an Bedürfnisse der Bank angepasst 2. Datenerhebung E-Mail Einstieg Online-Banking via Link Kunden 3. Datenerfassung Fragebogen Speicherung ausfüllen in Datenbank Kunden (5 Minuten) 4. Transfer der Daten an Bank emotion banking Bank Daten werden in regelmäßigen Abständen übermittelt (direkte Einspielung in CRM-Software möglich)Aktuelle Informationen auf wird die zentrale Vertriebsplanung und Der Prozess ist einfach und effizient: Knopfdruck: CRM Datenbank- das Entwickeln von Marketing Maßnah- • Die Kunden werden internetbasiertanreicherung men gesteigert. befragt (Einstieg via Link der per E-Mail versendet wird oder Ein-Die CRM - Datenbankanreicherung von Die Vorteile der CRM Datenbankanrei- stellen einer Nachricht ins Online-emotion banking ist ein einfaches und cherung liegt auf der Hand: Banking).kosteneffizientes Instrument, um Ihre • Geringer Aufwand. • Im Mailtext laden Sie den KundenBestandsdaten zu ergänzen und Ansatz- • Geringe Kosten. zur bequemen Teilnahme ein.punkte für vertriebliche Maßnahmen • Rasch realisiert. • Zeitdauer für das Ausfüllen des Fra-zu identifizieren, indem – wie bei einer gebogens: ca. 5 MinutenKundenbefragung – ein Befragungslink Kurzum gilt: Es werden Informationen • Alle Daten werden automatisch inin das Onlineprofil des Bankkunden zentral AUS dem Leben der Kunden FÜR unserer Datenbank abgespeichert.eingespielt wird und die Kunden einen das Leben der Kunden UND den Profit der Bank abgefragt. • Die Daten stellen wir Ihnen in re-nicht anonymen Kurzfragebogen ausfül- gelmäßigen Zeitintervallen als Ex-len, der an die Bank weitergeleitet wird, Wie funktioniert die cel oder csv Datei zur Verfügung.sodass die bestehenden CRM Daten er-gänzt und erweitert werden können. Die Datenbankanreicherung?Anreicherung ist für jede Bank geeignet,die das Wissen, das der Betreuer (viel- Sie erhalten Informationen, die übli-leicht) hat, zentral nutzbar machen und cherweise nicht abefragt bzw. zentralvom Kunden direkt abfragen will. Dabei erfasst werden.
  • 10. 9│ emotion banking newsletter |november 2010Wofür nutze ich die Informationen, die normalerweise nicht abgefragt werdenDatenbankanreicherung?Sie erhalten gezielt Antworten aufFragen wie: Konsum- Information-• Welche Kunden kontaktiere ich mit Hobbys gewohnheiten verhalten welchen Informationen und wel- chen Produkten?• Womit beschäftigen sich meine Kunden? Welche Themen liegen meinen Kunden am Herzen? Wie Konkrete Invest- Freizeit- Haushalts- kann ich als Bank einen Beitrag mentvorhaben aktivitäten struktur dazu leisten?• Welche Kunden lade ich zu einer Veranstaltung bzw. Event ein?• Mit welchen Aufmerksamkeiten kann ich meine Kunden zu beson- Medien- Kontaktdaten Social Media deren Anlässen begeistern? nutzung (Email, Handy) Engagement• Welche Vertriebskampagne eignet sich für welche Kundengruppe?Welche Leistungen erhalte Chancen eröffnen, durch umfassende Datenich?Wesentliche Bestandteile der CRM Da-tenbankanreicherung:• Einrichten der Online-Umfrage inkl. Link Frequenzsteigerung Cross Selling• Anpassen der Umfrage an Ihr grafi- sches Design• Individuelles Fragebogendesign und Fragebogenabstimmung• Eine Ansprechperson bei emotion banking, individuelle Betreuung Loyalität Kundenbindung IHRE Chancen• Bereitstellung der Begleittexte für die Kunden• Erinnerungsmail• Regelmäßige Zustellung der Kun- dendaten• Langfristiger Befragungszeitraum• Auf Wunsch gerne statistische höhere höhere Auswertung, Executive Summary, Beratungsqualität Kundenzufriedenheit Präsentation und Konzepte für ak- quisitorische Maßnahmen sowie Marketingkampagnen.Ab 1.500 Euro bieten wir Ihnen die CRM Anreicherung an: Sehr gerne erstellen wir für Sie einindividuelles und wirklich überzeugendes Angebot (Angebot exkl. Ust).Fordern Sie uns!Melden Sie sich bei uns: Mag. (FH) Christina Tambosichristina.tambosi@emotion-banking.at | +43 2522 25 48 45
  • 11. „victor ist längst keine Marktforschung mehr, es ist ein effektives Management- instrument, das immer stärker die Aspekte einer Business Intelligence integriert. Immer vielfältiger, detaillierter, anwenderfreundlicher sind unsere Analysen. Entwickelt um eines zu schaffen: Ihren Erfolg zu stärken, Ihre Lust auf Wachstum zu kräftigen, Ansatzpunkte für Weltklasse zu identifizieren, Ausreden zu eliminieren. Kurzum: wenn Sie Marktforschung mit Wirkung suchen, sind wir Ihr Partner. Erfolg stärken, heißt victor nutzen.“ Dr. BarBara aigner - gF emotion Banking unD victorWer Marktforschung mit Wirkung sucht, nutzt victor.standortanalyse Jetzt buchen.victor als standortanalyse zeigt aus einer 360º Perspektive (führungs-kräfte, Mitarbeiter, kunden) die stärken und Potentiale ihrer Bank. Mitden ergänzenden victor Modulen liefert victor fokussierte auswertungenin speziellen Themenfeldern wie filiale, segment, abteilung etc.Banksteuerungvictor als Banksteuerungsinstrument zeigt bei regelmäßiger nutzung Mag.(fh) Christina Tambosidie dynamik und entwicklung ihrer Bank und ist eine solide Basis für Theaterplatz 5 | a-2500 Baden bei Wieneffizienzsteigerung und lernen. T.: +43 (0) 22 52 25 48 45Wettbewerb & Qualitätssiegel christina.tambosi@emotion-banking.atvictor als Wettbewerb zeigt im anonymen Vergleich international undsektorübergreifend ihre Position im Benchmark mit der Chance auf den www.emotion-banking.combegehrten Titel „Bank des Jahres“. Bereits jetzt vormerken: www.bankdesjahres.comgala 15. september 2011, stadttheater Baden bei Wien (aUT) www.victorgala.com victor ist eine eingetragene Marke von emotion banking.
  • 12. 10│ emotion banking newsletter |november 2010Beratungsqualitätund CRM Norbert Künzl, Direktor „Financial Services International“ bei der update software AG Kontakt: norbert.kuenzl@update.com +43 (0)1 878 55-170
  • 13. 12│ emotion banking newsletter |november 2010Bessere Finanzberatung dank CRMAutor: Norbert Künzl, update software AGIm sich verschärfenden Wettbewerb zahlreiche relevante Informationen, Neben der finanziellen Situation des im Bankenmarkt für Privatkunden ist die im Kernbankensystem nicht ent- Kunden, der Risikobereitschaft des Kun-das Vertrauen der Kunden ein zent- halten sind: etwa über andere Vermö- den und den Erfahrungen mit Anlageka-raler Erfolgsfaktor. Ein Schlüsselele- genswerte des Kunden, Immobilien tegorien sind auch der Anlass der Bera-ment, um dieses Vertrauen zu stärken, oder Fremdverträge. Auch wichtige so- tung, die Ziele, Wünsche, Bedürfnisseist die Qualität der Beratungsleistung. ziale Beziehungen des Kunden werden sowie die Empfehlungen für Produkte imBranchenspezifische Systeme für im CRM-System gepflegt, z.B. Auskünf- Protokoll zu erfassen. Doch ein CRM-Sys-Customer Relationship Management te über den Ehepartner, andere Fami- tem hilft dem Berater nicht nur, diesen(CRM) im Banking-Bereich sind vor lienmitglieder oder Kinder. Zudem ist immer wichtiger werdenden Compliance-diesem Hintergrund ein unerlässliches im CRM-System die gesamte Kontakt-, Pflichten zu genügen: Der Berater kann Werkzeug, will ein Finanzinstitut die Beratungs- und auch Beschwerdema- dem Kunden diese gesamte Beratungs-Qualität seiner Beratung verbessern – nagement-Historie des Kunden hinter- dokumentation auch gleich ausdruckenund zugleich den neuen gesetzlichen legt. und mitgeben.Pflichten zur Dokumentation seiner korrekten Beratungsleistung in einem Ganzheitliche Finanzplanung? Beratungsqualität, Umsatzstei-Beratungsprotokoll nachkommen. gerung und Compliance Im Idealfall unterstützt die CRM-LösungGeeignete Banking-CRM Sys- eines Instituts sogar eine ganzheitli- Für den Einsatz eines geeigneten CRM-teme steigern nicht nur die che Finanzplanung. Diese ist gleich- Systems im Privatkundengeschäft vonBeratungsqualität.. zeitig Gesprächskonzept, Erfassungs- Banken gibt es viele gute Gründe. Ein formular und Regel bzw. Rechenwerk gutes Banking-CRM-System bündelt alleBanking-CRM-Systeme vereinheitli- mit automatisierter Dokumentation. für die Bank relevanten Informationenchen das Beratungsniveau über alle Auf Basis der vorhandenen Informati- über den Kunden, macht sie für alle Be-Berater hinweg. Auch unmittelbar onen des CRM-Systems und weiteren rater zugänglich und hebt die Mitarbeiterumsatzrelevante Vorteile eines CRM- Informationen zur finanziellen und so- durch eine automatisierte und regelba-Systems kommen zum Tragen: Die ziodemografischen Situation des Kun- sierte Unterstützung des Beratungspro-360-Grad-Sicht auf den Kunden ver- den lassen sich die Beratungsthemen zesses auf ein höheres Leistungsniveau.setzt den Berater in die Lage, dem auf geeignete Weise priorisieren. State Letztlich profitieren davon beide Seiten: Kunden sehr zielgerichtet Produkte zu of the Art Finanzplanungslösungen er- das erfolgreichere Finanzinstitut undempfehlen. Es verbessert sich nicht möglichen einem Institut die Paramet- sein zufriedenerer Kunde.nur die Abschlussrate durch einen risierung von hinterlegten Regeln zurstringenten Vertriebsprozesse, auch Empfehlung von Produktkategoriendie Cross-Selling-Möglichkeiten wer- über ein flexibles Regelwerk. Auf Ba- Weitere Informationen zurden im Beratungsgespräch besser sis aller über den Kunden erfassten CRM-Suite update.seven derausgeschöpft. Dass der Berater mit Informationen hilft das System den update software AG unter:dem integrierten Finanzplanungsmo- Beratern dann dabei, Cross-Selling-Po- www.update.com und imdul des CRM-Systems automatisch tenziale maximal auszuschöpfen – auf kostenlosen Whitepaper:auch gleich das Beratungsprotokoll für Basis der Regeln macht das CRM-Sys- CRM bei Finanzdienstleistern www.update.com/de/Microsite/CRM-Finanzdienstleisterdie Anlageberatung erstellt, ist heute tem genaue Vorschläge, welche The-eine zwingende Anforderung aus Com- men der Berater dem konkreten Kun-pliance-Sicht. den gegenüber aktuell ansprechen und welche Produkte er mit maximalerVersorgung mit Informationen Erfolgsaussicht anbieten sollte.über die Kunden CRM auch fürDas CRM-System versorgt den Berater Wertpapieranlagegeschäftemit allen relevanten Informationen zuseinem Kunden. Das beginnt mit der Während des Beratungsvorgangs er-Übersicht über bestehende Verträge stellt das System zudem das inzwi-und die Produkthistorie des Kunden. schen obligatorische Beratungsproto-Dabei liefert ein CRM-System auch koll für Wertpapieranlagegeschäfte.
  • 14. 13│ emotion banking newsletter |november 2010Interview mit Kaspar Trachsel,Head of CRM der BAWAG P.S.K.Kaspar Trachsel, Head of CRM der Software in die Vertriebskanäle. In un- Schlüssel zum Erfolg. Dies setzt voraus,BAWAG P.S.K., über den Einsatz des serem zentralen Vertriebsmodell liegt daß nicht nur Kundenwissen generiertCRM-Systems update.seven und die der Mehrwert für den Kunden im Zu- werden kann, sondern dies – zum VorteilUnternehmens-Ausrichtung auf die sammenspiel von Analysewissen und des Kunden – auch in den KundendialogKundenbeziehung. von Beratungskompetenz. einfließt.Seit wann ist das CRM-System der Wie funktioniert hier das Zusammen- Gibt es vielleicht noch ein besonderssoftware update AG bei der BAWAG spiel unterschiedlicher Abteilungen? schönes Learning durch CRM-Systemeim Einsatz? von dem Sie uns berichten können? Die Thematik Multi-Kanal-Manage-Die initiale Einführung war im Jahr ment (BAWAG-Vertrieb, Postvertrieb, Ja, es war sehr schön zu sehen, wie Mit-2000. Seit damals ist der Einsatz von e-banking, Direct-Marketing) hat bei arbeiter in diesem Tool den Mehrwerteinem bescheidenen Nutzerkreis auf uns hohe Priorität. Gute Erfahrungen für sich und den Kunden haben und esheute rund 1.300 Berater in unseren haben wir etwa bei der Verbindung der nicht als Kontrolle oder zusätzliche Ar-beiden Marken – BAWAG und P.S.K. Kanäle e-Banking und Filiale gemacht. beit sehen, sondern erleben, dass sichBANK – angewachsen, die das Sys- Hier werden Leads, also Verkauf- daraus qualifizierte Chancen und kon-tem täglich nutzen. Der Einsatz ist schancen, die online entstehen, über krete Verkaufserfolge ergeben. Und derderzeit auf den Filialbetrieb und die die Applikation zum Berater gespielt, Kunde spürt: Es war gut, dass mich meinFirmenkunden-Betreuer ausgerichtet, der diese Chancen für ein Beratungs- Berater gerade jetzt, in diesem Augen-geplant ist aber auch die Nutzung in gespräch nutzen kann. blick angerufen hat.anderen Kanälen, wie etwa im Kun-denServiceCenter. Ziel ist es, dass Das CRM-System hilft also beim Up-jeder Berater alle Informationen zum selling, dem Kunden zum richtigeneinzelnen Kunden aktuell und umfas- Zeitpunkt das für ihn richtige Ange-send aufbereitet zur Verfügung hat, bot zu machen und Bedarf zu orten.unabhängig wie der Kunde mit uns inKontakt tritt. Ja, das funktioniert im Zusammenspiel mit den analytischen ApplikationenVon wie vielen Datensätzen sprechen sehr gut. Und es gibt eine große Ver-wir hier ungefähr? änderung, hin zu einem Event-Based- Marketing. Es geht nicht mehr umWir haben rund 1,6 Millionen aktive zwei, drei produktgetriebene Kampag-Kunden. nen pro Jahr, sondern wir richten uns immer mehr am KundenlebenszyklusWie wurde bei der Einführung das aus, d.h. die Verkaufschance hängtCRM-System in die Abläufe der BA- nicht mehr an der Kampagne, sondernWAG integriert? am Kunden und dessen speziellen Si- tuation und Bedarf ab. Hier haben wirWir kommen aus der Prozesssicht und gute Erfahrungen gemacht und dieversuchen die Systeme so zu imple- Verkaufszahlen sprechen für sich.mentieren, dass sie die Kundenprozes-se unterstützen. Der große Vorteil an Es gibt also einen Perspektivenwech-update.seven ist, dass es branchen- sel im Marketing?spezifische Lösungen gibt, dann aber noch weitere Anpassungen an unseren Ganz genau. Wir entwickeln uns vonkonkreten Einsatzbedarf möglich sind. einem transaktionsgetriebenen Push-Neben der Update-Lösung sind bei uns Marketing zu einem Relationship-auch analytische Applikationen im Ein- Marketing mit dem Ausgangspunktsatz. Das daraus generierte Kunden- der Kundenbeziehung. Die oberstewissen optimieren und verteilen wir Priorität haben Kundenbindung undmit einer kürzlich eingeführten „Multi Kundenentwicklung. Die Relevanz imChannel Campaign Management“- Kundenkontakt sehen wir dabei als
  • 15. Qualitäts-Führerschaft Sven Sahlberg President Northern & Central Europe and Managing Director Kontakt: Affinion International GmbH Millerntorplatz 1 20359 Hamburg sven.sahlberg@affinioninternational.com +49/40/41 36000
  • 16. 15│ emotion banking newsletter |november 2010Interview mit Sven Sahlberg,Affinion International GmbHHerr Sahlberg, ist der Wettbewerb um Alle reden von dem Null-Euro-Konto, Service und ein gutes Image. Dieses kön-die Bankkunden härter geworden? müssen Banken heute solche Ange- nen sich die Banken und Sparkassen nur bote bringen? dann leisten, wenn sie ihre Bankproduk-Ja, der Wettbewerb nimmt weiter zu te vernünftig bepreisen, das wiederumund das wird vor allem Banken und Nein, das ist ein Irrglaube und ein Ar- nur möglich ist, wenn sie mehr Leistun-Sparkassen, die sich nicht deutlich po- mutszeugnis, dass den Banken nichts gen und mehr Services anbieten als dersitioniert haben, treffen. Die Direktban- Besseres eingefallen ist, als über den (Gratis) Wettbewerber.ken sind sehr aktiv und aggressiv und Preis zu konkurrieren. Diese Strategie zahlt sich nur bei aggressiven Markt- Aber werden Sicherheitsleistungen,die Großbanken werden sich mit wett- teilnehmern, die Marktanteile gewin- Reise- und Musical-Tickets tatsächlichbewerbsfähigen Produkten im Markt nen müssen und mit sehr schlanken von den Kunden so hoch geschätzt?zurückmelden. Die Regionalbanken Prozessen arbeiten, aus. Etablierteprofitieren noch von der Vertrauenskri- Banken haben mit dieser Strategie we- Ja, weil die Sicherheitsleistungen, wiese, nutzen allerdings die Chance ihre nig gewonnen, sie haben vor allem nur z.B. Kartenschutz mit Bargeld im NotfallPositionen auszubauen viel zu wenig auf Marge verzichtet. Die Kunden er- ausstrahlen, dass meine Bank sich um– das hat wenig Erfolgspotential. warten eigentlich nicht, dass die Bank- mich kümmert, wenn ich ein Problem leistung umsonst ist. Diese Erwartung habe. Die Reise- und TicketleistungenWelche Rolle spielt das Thema entsteht, wenn die Banken und Spar- besetzen ein sehr emotionales ThemaKundenzufriedenheit für Banken? kassen nur Standardprodukte anbie- und die Kunden schätzen es, dass sie ten. Also, wer nur Standard anbietet, dabei bequem Geld sparen können.Immer noch eine große Rolle. Die bekommt auch nur einen Standard-meisten Kunden überlegen sich, die preis dafür, wer sich positiv im Markt Erhöhen solche Maßnahmen wirklichBank zu wechseln, weil sie negative differenziert und auf die Kundenbe- die Kundenbindung?Erlebnisse in der Betreuung gehabt dürfnisse eingeht, kann auch einenhaben. Stimmen dann das Preis/Leis- Preis dafür verlangen. Ja, Bankkunden, die Mehrwert-Kontentungsverhältnis, der Service und das besitzen, haben nachweislich eine höhe-Image auch nicht, ist der Schritt zu Warum zahlen sich langfristige re Kundenbindung und verstärken daseiner anderen Bank nicht weit weg… Strategien für Banken aus? Cross-Selling, weil sie sich von ihren Ban-Eine hohe Kundenzufriedenheit ist ken und Sparkassen besser verstandendie Basis für eine lange und profitable Eine langfristige Strategie bedeutet fühlen und von den Leistungen begeis-Kundenbeziehung, immunisiert aber konsequent in die Kundenbeziehung tert sind. In Deutschland sind es mittler-den Kunden nicht gegenüber Angebo- zu investieren und auf die Kundenbe- weile mehr als 3 Millionen Bankkunden,ten anderer Banken. dürfnisse mit entsprechenden Ange- die gerne mehr Geld pro Monat für ein boten und Services einzugehen. Der Mehrwertkonto ausgeben, weil die Leis-Bestätigen unabhängige Untersu- Fokus bei den Banken und Sparkas- tungen stimmen.chungen solche Aussagen? sen ist leider zu häufig auf interne Pro- zesse gerichtet. Wenn es den Banken Wie sieht das Mehrwertkonto derDer Zusammenhang zwischen Kun- und Sparkassen gelingt, die Erwartun- Zukunft aus?denzufriedenheit und Kundenaktivi- gen der Kunden zu übertreffen, hat estät wird dauernd von unabhängigen positive Effekte, wie Kundenzufrieden- Das Mehrwertkonto der Zukunft wirdMarktforschungsinstituten bestätigt. heit, Kundenbindung, Cross-Selling individueller. Der Kunde wird sich seinDieses bedeutet nur, dass die Banken und Preisbereitschaften. eigenes Paket mit Mehrwertleistungen,und Sparkassen, die eine hohe Kun- die auf seine Bedürfnisse abgestimmtdenzufriedenheit haben, eine bessere Warum ist Qualitätsführerschaft so sind, zusammenstellen. Er wird zuneh-Ausgangslage besitzen, um mehr Ge- wichtig für Banken? mend mehr in den neuen Medien sein.schäft mit ihren Kunden zu machen. Das Mehrwertkonto wird noch mehrDie Kunden von heute sind aber we- Die meisten Kunden schätzen immer Vorteile und Sicherheit im täglichen Le-sentlich besser informiert und spre- noch die Filiale und einen persönli- ben des Kunden spielen.chen auch mit mehreren Anbietern. chen Betreuer sowie einen solidenWeitere Informationen zu den Kundenbindungs- und Mehrwertprogrammen von Affinion International GmbHfinden Sie unter: www.affinioninternational.de sowie direkt bei Sven Sahlberg oder Anette Burmester - SeniorBusiness Development Manager (anette.burmester@affinioninternational.com, +49/40/41 360-452)
  • 17. Konferenztipp12. Wiesbadener Strategietage 2011für Sparkassen & GenossenschaftsbankenWiesbaden, 14, und 15. Februar 2011Neue Zielgruppen gewinnenEine Strategie konsequent zu verfolgen bedeutet im Grunde nichts anderes, als durch planvolles und längerfristig ausgerichtetesVorgehen gesteckte Ziele zu erreichen. Das Gegenteil wäre Aktionismus. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hinterließ nicht nur öko-nomischen, sondern vor allem psychologischen Schaden. Die Kunden der Banken und Sparkassen sind verunsichert. Nur langsamkehrt das Vertrauen zurück. Dass Genossenschaftsbanken und Sparkassen dank ihrer Nähe zu den Kunden und ihrer regionalenVerankerung im Wettbewerb mit anderen Finanzdienstleistern einen gewissen Vertrauensvorschuss genießen, darf keinen Anlasszur Selbstzufriedenheit bieten.Ein wichtiges Ziel unserer Strategie muss es daher sein, Vertrauen in vollem Umfang wieder zurückzugewinnen, weiter auszubauensowie mit den Erfolgsfaktoren Nähe und Qualität unsere Vertriebsergebnisse zu optimieren. So stellen wir unsere Institute auf einesolide betriebswirtschaftliche Grundlage. Die Naspa hat unter anderem ein Ziel klar definiert: Wir wollen noch mehr Wert auf Werte legen. Dazu gehören neben Fairness, Respekt und Toleranz vor allem die Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns. Und wir wollen die-se Werte nicht nur feierlich zelebrieren und in Imagebroschüren beschreiben, sondern täglich im Kontakt mit den Menschen leben.Den Kunden nahe zu sein bedeutet ferner, über unterschiedliche Kanäle mit ihnen zu kommunizieren. Den Social Media kommtdabei eine wichtige, bis heute eher noch unterschätzte Rolle zu. Diese und zahlreiche weitere zukunftsweisende Themen werdenSie im Rahmen der Strategietage diskutieren.Nähere Informationen finden Sie unter: www.gablerfinance.deImpressumemotion banking ®sTraTegie. BeraTUng. innoVaTiVes MarkeTing.Wir denken an alles für Ihren Erfolg!emotion banking® ist ein dynamisch, innovatives Beratungsunternehmen für Banken, Sparkassen und Genobanken sowie Gründerund Veranstalter des victor®. Wir sind hungrig nach Herausforderung und ruhelos, bis der Erfolg des Kunden sich zeigt. In der Beratungglauben wir an die Balance von Emotion und Verstand als Erfolgsrezept für professionelle und profitable Dienstleistung. Schließlich wollen Sie nicht der Beste sein, sondern der Einzige!Für den Inhalt verantwortlich: Aigner&Rauscher OG, Dr. Barbara Aigner, Dr. Christian Rauscher, Sitz: Theaterplatz 5, 2500 Baden bei Wien, Tel: +43/2252/25 48 45,e-mail: office@emotion-banking.at, FN: 219911z, FB-Gericht: Landesgericht Wiener Neustadt, Fotos: emotion banking©, Grafik & Design: emotion banking©,Erscheinungsweise: periodisch, Unser Anliegen: Informationen in den Bereichen Strategie, Führung, Vertrieb, Marktforschung und innovatives Marketing.Wenn Sie keine weiteren Newsletter von uns erhalten möchten, senden Sie uns bitte eine Email mit dem Betreff „Newsletter abmelden“. Sie werden daraufhin vomVerteiler gelöscht.