Your SlideShare is downloading. ×
Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk 2011 -  Ergebnisse einer Untersuchung des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×
Saving this for later? Get the SlideShare app to save on your phone or tablet. Read anywhere, anytime – even offline.
Text the download link to your phone
Standard text messaging rates apply

Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk 2011 - Ergebnisse einer Untersuchung des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr

239

Published on

Published in: Technology
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
239
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
1
Actions
Shares
0
Downloads
3
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide

Transcript

  • 1. Elektronischer Geschäftsverkehr inMittelstand und Handwerk 2011Ergebnisse einer Untersuchung des NetzwerksElektronischer Geschäftsverkehr
  • 2. 1InhaltInhaltEinleitung..................................................................................................................................................................3Kurzzusammenfassung...........................................................................................................................................41 Ausgangssituation und Fragestellungen.....................................................................................................52 Methodik des empirischen Vorgehens..........................................................................................................63 Stichprobe..........................................................................................................................................................7 Branchenzugehörigkeit............................................................................................................................................... 7 Unternehmensgröße....................................................................................................................................................8 Tätigkeitsbereich der Befragten.................................................................................................................................94 Ergebnisse........................................................................................................................................................ 10 Nutzung des Internets.................................................................................................................................................10 Informationsbedarf.....................................................................................................................................................18 Themenschwerpunkt: Mobile Business..................................................................................................................255 Ergebnisse nach Branchen............................................................................................................................34 Branchen im Vergleich..............................................................................................................................................35 Handwerk.....................................................................................................................................................................46 Handel...........................................................................................................................................................................57 Dienstleistung.............................................................................................................................................................66 Industrie.......................................................................................................................................................................76
  • 3. 2 Inhalt6 Ergebnisse nach Unternehmensgröße.......................................................................................................87 Nutzung des Internets................................................................................................................................................88 Informationsbedarf.....................................................................................................................................................91 Themenschwerpunkt: Mobile Business..................................................................................................................927 Fazit ..................................................................................................................................................................99 Abbildungsverzeichnis.............................................................................................................................................101 Tabellenverzeichnis.................................................................................................................................................. 105 Literaturverzeichnis................................................................................................................................................. 106Autoren ................................................................................................................................................................ 107Anhang: Fragebogen...........................................................................................................................................108Anhang: Kooperationspartner...........................................................................................................................114Anhang: Ausgewählte Informationsangebote des NEG.................................................................................116 I. Elektronische Unterstützung der Logistik................................................................................................... 117 II. Elektronische Unterstützung der Ressourcenplanung............................................................................118 III. E-Mail-Management.......................................................................................................................................119 IV. Website-Gestaltung....................................................................................................................................... 120 V. Netz- und Informationssicherheit................................................................................................................ 121 VI. Regionales Internetmarketing......................................................................................................................122 VII. Femme digitale................................................................................................................................................123 VIII. Elektronische Rechnungsabwicklung.........................................................................................................124 IX. Customer Relationship Management......................................................................................................... 126
  • 4. 3EinleitungEinleitungDer Trend zur Digitalisierung des Geschäftsalltagsan sich ist keine neue Entwicklung. Wie die Studien„Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand undHandwerk“ des Netzwerks Elektronischer Geschäfts-verkehr (NEG) in den vergangenen Jahren eindrück-lich belegten, setzen längst auch kleine und mittlereUnternehmen und das Handwerk in hohem Maßeauf die Vorzüge des elektronischen Geschäftsverkehrs.Klassische und damit weitverbreitete Anwendungenwie E-Mail-Kommunikation und Online-Bankinggehören mittlerweile zum täglichen Geschäftsalltagin nahezu jedem Unternehmen in Deutschland.Neu hingegen ist der verstärkte Einsatz mobilerE-Business-Anwendungen, welche es den Unterneh-men erlauben, ihren Geschäftsverkehr so mobil undflexibel wie nie zuvor zu erledigen. Dies eröffnet denUnternehmen vielfältige neue Optionen im Rahmenihres Geschäftsalltags – sei es zum Beispiel eine direk­­tere Kundenansprache oder die Aufgabenerledigungvon unterwegs.Um diesen Trend und seine Auswirkungen auf kleineund mittlere Unternehmen (KMU) besser nachvoll-ziehen zu können, liegt der diesjährige thematischeSchwerpunkt der Studie „Elektronischer Geschäfts-verkehr in Mittelstand und Handwerk“ auf dem Ein-satz mobiler Anwendungen in KMU, dem sogenann-ten Mobile Business.Neben dem Themenschwerpunkt Mobile Businesswerden jedoch wie in den Vorjahren auch andereAnwendungen des E-Business hinsichtlich ihrerBekanntheit, Relevanz und Nutzung beleuchtet.Die daraus gewonnenen Erkenntnisse erlaubenunter Einbeziehung der Vorjahresstudien nicht nureine Momentaufnahme des Status quo im Jahr 2011,sondern auch eine Längsschnittbetrachtung übermehrere Jahre hinweg. Die vorliegende Studie er­­möglicht es somit, jüngste Entwicklungen nachzu-verfolgen und gleichzeitig einen Ausblick auf dienähere Zukunft zu wagen.
  • 5. 4 KurzzusammenfassungKurzzusammenfassungZu Beginn der Dekade haben sich internetbasierteAnwendungen im deutschen Mittelstand und Hand-werk etabliert. E-Mail-Kommunikation, Online-Ban-king und Schutzmaßnahmen gegen Angriffe ausdem Netz oder gegen Datenverlust stellen die amweitesten verbreiteten und genutzten Applikationendes E-Business dar. Einen leichten Rückgang erfährtdie Nutzung des Internets zur Informationsbeschaf-fung sowie zur Online-Beschaffung. Doch diese Auf-gaben sollen in näherer Zukunft wieder verstärktmit internetbasierten Lösungen erfüllt werden.Einen wesentlichen Bedeutungszuwachs erfährtnach Angaben der Befragten eine zielgruppen­gerechte Gestaltung der Website innerhalb dernächsten beiden Jahre. Generell beabsichtigenKMU in zunehmendem Maße, die Möglichkeitendes Internets im B2B-, B2C- und B2G-Bereich11 B2B: Business to Business – Beziehung zwischen zwei Unternehmen B2C: Business to Consumer – Beziehung zu Konsumenten B2E: Business to Employee – Beziehung zu Angestellten B2G: Business to Government – Beziehung zur Verwaltungaus-loten und nutzen zu wollen.Trotz eines hohen Verbreitungs- und Nutzungsgra-des von E-Business-Anwendungen besteht auch imJahr 2011 teilweise noch erheblicher Informationsbe-darf – dies gilt in besonderem Umfang für kleine undKleinstunternehmen, wie die größenspezifischeBetrachtung der Ergebnisse zeigt. Thematiken wieetwa Web-Controlling, elektronische Unterstützungder Ressourcenplanung und internetgestützterLogistik-Support sind in knapp jedem fünften Unter-nehmen noch immer Fremdwörter.Während Mobile Business heute im Vergleich zuanderen E-Business-Anwendungen eher unter-durchschnittlich genutzt wird, dürfte sich seineBedeutung in absehbarer Zukunft erheblich steigern.Der Verwendungsschwerpunkt mobiler Anwendun-gen liegt derzeit im Bereich Kundenkontakt. ImRahmen primär intern ablaufender Geschäftsprozes-se ist die Nutzung mobiler Applikationen weitausschwächer ausgeprägt.Während Dienstleistungsunternehmen der Thema-tik Mobile Business am aufgeschlossensten gegen-überstehen, sehen insbesondere Handwerksbetriebediese Technologie noch mit einem gewissen Maß anSkepsis. Wesentliche Gründe für den bisherigen Ver-zicht stellen im Allgemeinen die Tätigkeit in einem alsungeeignet angesehenen Geschäftsfeld oder man­­geln­de Informationen bzw. fehlendes Know-how dar.Wie die folgenden Kapitel zeigen, spielen Branchen-zugehörigkeit und Unternehmensgröße eine großeRolle im Hinblick auf den Nutzungsgrad von inter-netbasierten E-Business-Lösungen oder Mobile Busi-ness. Und obwohl in manchen Bereichen gewisseDefizite zu Tage treten, so zeigt sich doch auch, dassKMU in weiten Bereichen aufgeschlossen und zielge-richtet mit den Potenzialen, die das E-Business imGeschäftsverkehr bietet, umzugehen wissen.
  • 6. 51 Ausgangssituation und Fragestellungen1 Ausgangssituation und FragestellungenDer Gebrauch mobiler Anwendungen – etwa zumAbrufen von Nachrichten oder E-Mails – hat im pri-vaten Bereich seit dem Jahr 2008 (mit der Einführungdes iPhones) stark zugenommen und ist längst nichtsAußergewöhnliches mehr. Internetfähige Smart-phones erfreuen sich steigender Beliebtheit underöffnen teilweise völlig neue Kommunikations- undInformationswelten. Rund 90 Prozent der deutsch-sprachigen Bevölkerung über 14 Jahre besitzt einHandy; das sind über 60 Millionen Menschen. Jedesfünfte Handy ist dabei ein Smartphone.22 vgl.: BITKOM: Zahl der Handybesitzer steigt auf 61 Millionen, Pressemitteilung vom 15.09.2011Mobilitätauf der einen Seite und intensive Kontaktpflege vonunterwegs auf der anderen schließen sich nicht mehraus – sie ergänzen sich vielmehr. Die Integrationmobiler Anwendungen in den Alltag, zum Beispieldie Nutzung von Smartphones als Zahlungsmitteloder Navigationssystem, verändert zunehmend auchdas Konsumverhalten. So machten zum Beispielzwölf Millionen deutsche Handybesitzer (22,6 Pro-zent) im Mai 2010 Gebrauch von mobilen Anwen-dungen.33 vgl.: BVDW: Mobile Kompass 2010/2011Und die Vielfalt der Anwendungsmöglich-keiten sowie die Nutzerzahlen nehmen stetig zu.Diese Vorzüge und das daraus resultierende Potenzial,wie beispielsweise Kostenreduktion, haben auch dieUnternehmen erkannt und setzen vermehrt mobileEndgeräte zur Unterstützung der Unternehmens­abläufe ein. Dabei können mobile Anwendungen inGeschäftsprozessen zu einem erheblichen Effizienz-gewinn führen. Ein Unternehmen kann mit Hilfedieser Anwendungen sowohl dem Kunden (B2C) alsauch bei internen (B2E) sowie externen Prozessen(B2G/B2B) durch die Optimierung der Datenqualität,Logistik oder Verwaltung ständige Aktualität underhöhte Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten.Voraussetzung einer solchen effizienten Geschäfts-politik ist jedoch der korrekte Einsatz und sichereUmgang mit mobilen Anwendungen. Häufig sehensich allerdings gerade KMU erheblichen Schwierig-keiten bei der Integration von mobilen Anwendun-gen in die bestehenden Geschäftsabläufe gegenüberund greifen deshalb auf altbewährte Kommunika­tionskanäle oder Techniken des E-Business zurück.Wie die Vorjahresstudie aus dem Jahr 2010 verdeut-licht, nutzen die KMU „altbewährte“ Formen deselektronischen Geschäftsverkehrs sehr intensiv, vorallem die E-Mail-Kommunikation. Der Einsatz vonmobilen Anwendungen hingegen liegt von 2005 bis2010 im hinteren Bereich der Nutzungsintensität.44 vgl.: NEG-Umfrage 2005, 2007, 2008, 2009 und 2010Das Ziel der diesjährigen NEG-Studie ist es, die Erfah-rungen der Unternehmen und ihren Informations-bedarf im Bereich Mobile Business sowie bei anderenE-Business-Anwendungen zu identifizieren. Daraufaufbauend sollen Verbände und Kammern in dieLage versetzt werden, relevante Informationsmate-rialien oder technische Unterstützung für KMUanzubieten.Neben dem diesjährigen ThemenschwerpunktMobile Business bilden die Ermittlung des Statusquo zum elektronischen Geschäftsverkehr, die Ent-wicklung der Nutzung klassischer Internetanwen-dungen durch KMU sowie der Informationsbedarfund die Wissenslücken der Unternehmer weiterhindas Kernanliegen dieser Studie (Anhang: Frage­bogen auf Seite 108).
  • 7. 6 2 Methodik des empirischen Vorgehens2 Methodik des empirischen VorgehensDie NEG-Studie informiert fortlaufend neutral undpraxisnah zu Themen des elektronischen Geschäfts-verkehrs und zeigt Veränderungen im Zeitverlaufauf. Bundesweit wurden im Zeitraum vom 4. April2011 bis 30. Juni 2011 die Erfahrungen und Erwartun-gen von 1.941 KMU bei der Nutzung unterschiedlicherInternetanwendungen abgefragt. Die Erhebungerfolgte sowohl offline in schriftlicher Form als auchonline über das elektronische Umfrage-Center desECC Handel. Somit konnte gewährleistet werden,dass auch die Bedürfnisse weniger internetaffinerKMU berücksichtigt werden. Hilfreiche Unterstüt-zung in Bezug auf die Teilnehmerakquise gewähr-ten in diesem Jahr die insgesamt 28 Kompetenz­zentren des NEG sowie das Magazin Mobile Business.Im Zuge der Auswertung werden die zentralen Än­­derungen im Nutzungsverhalten des elektronischenGeschäftsverkehrs, die Zusammenhänge zwischenBekanntheitsgrad und Informationsbedarf sowiedie Bedeutung für einzelne Branchen und Unter-nehmensgrößen herausgestellt. In Abhängigkeitvon der zu beantwortenden Fragestellung werdenrelevante Unterstichproben gebildet, um so fundier-te Aussagen treffen zu können. Durch die hoheTeilnehmerzahl können so valide Erkenntnisseab­geleitet werden, die zugleich Rückschlüsse aufdie Gesamtheit aller Unternehmen in Deutschlanderlauben.
  • 8. 73 Stichprobe3 StichprobeWie in den Vorjahren ist es auch im Rahmen deraktuellen Studie „Elektronischer Geschäftsverkehr inMittelstand und Handwerk 2011“ gelungen, ein brei-tes Spektrum von Teilnehmern aus den verschie-densten Branchen zu erreichen (N = 1.941). In beson-derem Maße wurden darüber hinaus im Rahmen derErhebung Kleinstunternehmen angesprochen, dieüblicherweise in Stichproben entweder unterreprä-sentiert oder nur in geringem Umfang vertretensind. Die vorliegende Studie erlaubt somit einedetaillierte Analyse der Modalitäten des elektroni-schen Geschäftsverkehrs in kleinen Unternehmen.BranchenzugehörigkeitDie befragten Unternehmen gehören zu 47 Prozentdem Dienstleistungsbereich an. 13,1 Prozent der teil-nehmenden Unternehmen sind im industriellen Sek-tor tätig. Der Anteil der Unternehmen, die in diesenbeiden Sektoren aktiv sind, entspricht dem der Grund­gesamtheit aller Unternehmen in der Bundesrepu­blik Deutschland in hohem Maße. Mit 18,1 Prozentsind Handwerksunternehmen vergleichsweise starkin der Stichprobe vertreten (vgl. Abbildung 1).Industrie13,1 %Handel13,9 %Handwerk18,1 %Sonstige7,9 %Dienstleistungen47,0 %Industrie12,0 %Handel23,1 %Sonstige2,0 %Handwerk10,8 %Dienstleistungen52,2 %Abbildung 1: Branchenzugehörigkeit5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Unternehmensregister, Stand 30.04.2011Lesebeispiel: 47,0 Prozent der befragten Unternehmen sind im Dienstleistungsbereich tätig.Links: Stichprobe | Gültige Werte: n = 1.754 | Basis N = 1.941 | Rechts: Bundesrepublik Deutschland5| n = 3.597.2485 Quelle: Statistisches Bundesamt, Unternehmensregister, Stand 30.04.2011
  • 9. 8 3 StichprobeUnternehmensgrößeMit 51,9 Prozent aller teilnehmenden Unternehmenstellen Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mit­arbeitern die Mehrheit der in der Stichprobe vertre-tenen Unternehmen dar. Über ein Viertel der be­­fragten Unternehmen beschäftigen zehn bis 49Mit­­­arbeiter. Mittlere und große Unternehmen mitmindestens 50 Beschäftigten stellen mit insgesamt21,2 Prozent eine Minderheit dar (vgl. Abbildung 2).Mittelstand und Handwerk – oft auch als das Rück-grat oder der Motor der deutschen Wirtschaft be­­zeichnet – werden in angemessener Weise durch dieStichprobe abgebildet. Daher können fundierte Aus-sagen über den Status quo in Bezug auf den elektro-nischen Geschäftsverkehr getroffen werden.6 Kleinstunternehmen: weniger als 10 BeschäftigteKleine Unternehmen: 10 bis 49 BeschäftigteMittlere Unternehmen: 50 bis 249 BeschäftigteGroßunternehmen: ≥ 250 Beschäftigte7 Hier und im Folgenden sind immer sowohl weibliche als auch männliche Personen gemeint8 Quelle: Statistisches Bundesamt, Unternehmensregister, Stand 30.04.2011Lesebeispiel: 51,9 Prozent der befragten Unternehmen sind Kleinstunternehmen.Kleinst-unternehmen51,9 %KleineUnternehmen26,9 %MittlereUnternehmen14,5 %Großunternehmen6,7 %Kleinst-unternehmen91,3 %Kleine Unternehmen6,9 %Großunternehmen0,3 %Mittlere Unternehmen1,5 %Abbildung 26: Unternehmensgröße nach Anzahl beschäftigter MitarbeiterInnen7Links: Stichprobe | Gültige Werte: n = 1.742 | Basis N = 1.941 | Rechts: Bundesrepublik Deutschland8| n = 3.597.248
  • 10. 93 StichprobeTätigkeitsbereich der BefragtenBasierend auf dem konkreten Tätigkeitsbereich derbefragten Personen innerhalb der Unternehmen las-sen sich auch eindeutige Rückschlüsse auf die Güteder erhobenen Informationen ziehen. 57,8 Prozentder befragten Personen sind entweder Inhaber, Vor-stand oder gehören der Geschäftsführung an. Weite-re 14,9 Prozent füllen eine leitende Position im IT-oder kaufmännischen Bereich aus. Damit gehörenüber 70 Prozent zum Führungskreis innerhalb ihresjeweiligen Unternehmens und wären somit in derLage, qualifizierte und hinreichend präzise Antwor-ten zu liefern (vgl. Abbildung 3).Vor dem Hintergrund breit gefächerter Branchenzu-gehörigkeit, Unternehmensgröße und dem direk-tem Zugang zu relevanten Informationen durch diebefragten Personen erlaubt die Stichprobe eine aus-sagekräftige sowie aufschlussreiche Momentaufnah-me von Mittelstand und Handwerk in Deutschlandim Jahr 2011.Abbildung 3: Tätigkeitsbereich im UnternehmenBasis: N = 1.941 | Gültige Werte: n = 1.751 | keine Angabe: n = 190Sonstige Bereiche13,1 %KaufmännischerBereich20,2 %IT-Bereich8,9 %Inhaber/Vorstand/Geschäftsführung57,8 %Leitender Angestellter051015202505101520255,0 %3,9 %9,9 %10,3 %AngestellterLeitender AngestellterAngestellterIT-Bereich Kaufmännischer Bereich8,9 %20,2 %Lesebeispiel: 20,2 Prozent der Befragten sind im kaufmännischen Bereich des Unternehmens tätig.
  • 11. 10 4 Ergebnisse4 ErgebnisseUnabhängig von der Unternehmensgröße und derkonkreten Ausrichtung des Unternehmens gilt heu-te in fast allen Bereichen des Wirtschaftslebens, dasseine vielfältige Nutzung des Internets und seinerMöglichkeiten wesentlicher Bestandteil eines erfolg-reichen Geschäftsmodells ist. Im folgenden Kapitelsoll beleuchtet werden, welche Nutzungsmöglich-keiten des Internets in kleineren und mittlerenUnternehmen und dem Handwerk bereits heuteeinen hohen Verbreitungsgrad erfahren haben, wel-che Möglichkeiten bislang kaum ergriffen werdenund welcher Informationsbedarf damit einhergeht.Die Auswahl von Mobile Business für kleine undmittlere Unternehmen als Themenschwerpunkt deraktuellen Studie ist das Ergebnis einer Zeitreihen­betrachtung, die zeigt, dass die befragten KMU inzunehmendem Maße die Chancen von Mobile Busi-ness erkennen und auch nutzen möchten, jedochzahlreiche unbeantwortete Fragen zur Realisierunghaben. Die vorliegende Studie soll dazu beitragen,dieses Defizit zu beseitigen.Nutzung des InternetsIm Jahr 2011 wird offenkundig, dass die grundlegen-den Nutzungsmöglichkeiten des Internets der über-wältigenden Mehrheit von Mittelstand und Hand-werk hinlänglich bekannt sind. Gut ein Jahrzehntnach der Jahrtausendwende kann E-Mail-Kommuni-kation als eine Selbstverständlichkeit im Geschäfts-verkehr angesehen werden. Online-Vertrieb, -Ban-king, -Kundenservice und -Werbung fristen längstkein Nischendasein mehr, sondern sind quasi allge-mein bekannt. Schutzmaßnahmen gegen Angriffeaus dem Web oder gegen Datenverlust gehörenwohl ebenfalls zum allgemein bekannten Reper-toire, denn nur eine Minderheit gibt an, dass dieseunbekannt wären.Spezifische Antwortoptionen zeigen jedoch auchauf, dass noch nicht sämtliche Nutzungspotenzialedes Internets als Akquisitionsplattform flächen­deckend bekannt sind. So geben 7,3 Prozent derbefragten Unternehmen an, dass ihnen das Internetals Medium im B2C (Business-to-Consumer)-Bereichnicht geläufig sei. In den Bereichen B2B (Business-to-Business) sowie B2G (Business-to-Government)nimmt die Kenntnis bezüglich der Potenziale desInternets weiter ab. 8,5 beziehungsweise 11,6 Pro-zent der teilnehmenden Unternehmen sind nichtmit der Internetnutzung im Bereich B2B oder B2Gvertraut. Gerade vor dem Hintergrund des hohenAnteils des öffentlichen Sektors am Bruttoinlands-produkt könnte es auch für KMU lohnend sein, sichzukünftig verstärkt mit den Aspekten des B2G imWorld Wide Web auseinanderzusetzen.Den verhältnismäßig geringsten Bekanntheitsgradhat das Internet als Medium im Bereich der elektro-nischen Beschaffung oder Unterstützung der Logis-tik. Obwohl eine effiziente Verwendung von Res-sourcen elementar für den Geschäftserfolg ist, hatknapp jedes fünfte befragte Unternehmen (19,6 Pro-zent) keine Kenntnis vom Potenzial des Internetszur elektronischen Unterstützung der Ressourcen­planung, wie zum Beispiel ERP-Systeme (vgl. Weiter-führende Informationen: Elektronische Unterstützungder Ressourcenplanung auf Seite 12). Ein ähn­licherhoher Anteil (18,9 Prozent) der Unternehmen kenntkeine internetbasierte Unterstützung der betriebs-eigenen Logistik (vgl. Abbildung 4).
  • 12. 114 Ergebnisse0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %E-Mail-KommunikationAufwändige Website-GestaltungSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-VertriebDatenaustausch mit ExternenOnline-BankingSchutzmaßnahmen zur DatensicherungOnline-KundenserviceInformationsbeschaffungOnline-WerbungElektronische VertriebsunterstützungInnovative Web-AngeboteElektronische ZahlungssystemeMöglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterLernprogramme mit Online-ElementenElektronische RechnungslegungOnline-BeschaffungB2C: Business-to-ConsumerMobile BusinessB2B: Business-to-BusinessWeb-ControllingWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteWissensmanagementB2G: Business-to-GovernmentInnovative TechnologienElektronische Unterstützung der LogistikElektronische Unterstützung der Ressourcenplanung 19,6 %18,9 %15,0 %11,6 %11,6 %10,9 %10,6 %8,5 %7,6 %7,3 %7,1 %5,9 %5,6 %5,1 %4,6 %4,2 %3,5 %3,3 %2,9 %2,8 %2,4 %2,3 %1,9 %1,6 %1,6 %1,3 %0,5 %Abbildung 4: Kenntnisstand – Antwortmöglichkeit „Ist mir nicht bekannt“Basis: n = 1.807 | MehrfachnennungLesebeispiel: 18,9 Prozent der befragten KMU geben an, Internetanwendungen zur elektronischen Unterstützung der Logistik nicht zu kennen.
  • 13. 12 4 ErgebnisseDieses Bild spiegelt sich entsprechend in der Nut-zungsintensität ausgewählter E-Business-Anwen-dungen wider. Auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 1für keine Nutzung und 5 für eine sehr intensive Nut-zung des Internets steht, erlangt die elektronischeUnterstützung der Logistik lediglich einen durch-schnittlichen Wert von 1,53 Skalenpunkten.Obgleich etwa 80 Prozent der befragten mittlerenUnternehmen oder Handwerksbetriebe angeben,dass ihnen die potenzielle Nutzung des Internets zurUnterstützung ihrer Logistik geläufig sei, greifen siekaum darauf zurück (vgl. Abbildung 5).Die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation trittnicht nur im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad zuTage, sondern auch in Bezug auf die Nutzungsinten-sität. Mit 4,3 Skalenpunkten weist die E-Mail-Kom-munikation die höchste Nutzungsintensität auf. Eindurchschnittlicher Wert von 2,24 Skalenpunkten fürMobile Business lässt erahnen, dass diese Anwen-dung noch längst nicht Einzug in den Alltag allerKMU gehalten hat, trotzdem jedoch eine nicht zuvernachlässigende Bedeutung für den Geschäftsbe-trieb hat.Weiterführende Informationen: Elektronische Unterstützung der LogistikDie Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglichen es, webbasierteAnwendungen und Dienste zur Steuerung logistischer Prozesse einzusetzen. Dadurch wird ein reibungsloserund zügiger Material- und Warenfluss ermöglicht. Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)-Technologie isteine Anwendung, die es ermöglicht, Waren berührungslos per Funk zu identifizieren. In vielen Bereichenlassen sich dadurch enorme Effizienzsteigerungen erzielen und Fehlerquoten verringern. Im Rahmen desBe­­gleitprojekts „RFID für den Mittelstand“ informiert das NEG über aktuelle Entwicklungen in Unternehmenim Bereich RFID und zeigt Praxisbeispiele für die diversen Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie.Unter www.rfidatlas.de finden Unternehmen eine ausführliche Sammlung an Praxisbeispielen aus unter-schiedlichen Branchen; des Weiteren einen Leitfaden zur Einführung von RFID und diverse Merkblätter alsHilfestellung.Weiterführende Informationen zum Thema „Elektronische Unterstützung der Logistik“ finden Unternehmenauch unter www.ec-net.de/rfid sowie im Anhang auf Seite 117.Weiterführende Informationen: Elektronische Unterstützung der RessourcenplanungHier laufen alle Fäden zusammen: Im idealen ERP-System verbindet eine Datenbank alle Informationen desBetriebsablaufes. So lassen sich Lagerbestände erfassen, Bestellungen tätigen oder Reklamationen bearbei-ten. Unternehmen bekommen auf diese Art die immer komplexeren Produktions- und Geschäftsabläufeeffizient in den Griff.Die Auswahl und Einführung einer ERP-Lösung stellt hohe Anforderungen an ein Unternehmen. Leitfäden,Checklisten und Kriterienkataloge des NEG bieten hier Unterstützung.Weiterführende Informationen zum Thema „Elektronische Unterstützung der Ressourcenplanung“ findenUnternehmen unter www.ec-net.de/erp sowie im Anhang auf Seite 118.
  • 14. 134 ErgebnisseDie Zeitreihenbetrachtung der Nutzungsintensitätender Top-Ten-Internetanwendungen unterstreicht dieEtablierung der „klassischen Anwendungen“ in KMU(vgl. Abbildung 6). Seit 2005 liegt der durchschnitt­liche Wert der E-Mail-Kommunikation bei deutlichüber vier Skalenpunkten. Die Nutzungsintensität derE-Mail zeigt nachdrücklich, dass das Internet alsKommunikationsmedium aus dem elektronischenGeschäftsverkehr nicht wegzudenken ist und wohlauch zukünftig eine herausragende Rolle spielenwird.Ähnlich verhält es sich in Bezug auf Online-Banking.Hier schwankt der durchschnittliche Wert um etwavier Skalenpunkte. Die Abwicklung des geschäftlichenZahlungsverkehrs ohne Internet scheint kaum nochdenkbar.Der Datenaustausch mit Externen via Interneterfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nach einemRückgang der durchschnittlichen Nutzungsinten­sität im Jahr 2009 stieg diese in den Jahren 2010 und2011 wieder deutlich an und führte so zu einemDurchschnittswert von circa 3,7 Skalenpunkten.Der internetbasierte Austausch mit Externen, seienes Geschäftspartner oder externe Experten, ist fürden unternehmerischen Alltag von zunehmenderBe­­deutung.Demgegenüber ist die Nutzungsintensität des Inter-nets zur allgemeinen Informationsbeschaffungnach dem Erreichen des Höchstwerts von durch-schnittlich 4,44 Skalenpunkten 2009 rückläufig.Vergleichbares zeichnet sich in puncto Online-.Beschaffung ab. Von 2005 bis 2008 stiegen dieNutzungsintensität und damit auch die durch-schnittlichen Skalenpunkte von 2,76 auf 3,17. Seit-dem sinkt der durchschnittliche Wert auf nunmehr2,49 Skalenpunkte im Jahr 2011. Obwohl Mittelstandund Handwerk zunehmend auf das Internet alsKommunikations- oder auch Absatzmedium zurück-greifen, geht die Nutzungsintensität von Online-Beschaffungskanälen zurück. Dabei erlauben gera-de diese einen direkten Angebotsvergleich, um somit verhältnismäßig geringem Aufwand den eige-nen Einkauf möglichst effizient und kostensparendabzuwickeln.0 1 2 3 4 5Elektronische Unterstützung der LogistikMobile BusinessE-Mail-Kommunikation 4,302,241,53Abbildung 5: Internetnutzung 2011 – Ausgewählte E-Business-AnwendungenLesebeispiel: Die befragten KMU gaben mit einem durchschnittlichen Wert von 4,3 Skalenpunkten die höchste Nutzungsintensitätfür E-Mail-Kommunikation an. Die elektronische Unterstützung der Logistik liegt mit einer Nutzungsintensität von 1,53 Skalenpunktenauf dem letzten Platz.
  • 15. 14 4 ErgebnisseDass besagte Vorteile auch für KMU an Relevanz ge­­winnen, verdeutlicht die Betrachtung der geplantenNutzungsintensität in zwei Jahren (vgl. Abbildung 7).Für 2013 erwarten Mittelstand und Handwerk eineerhebliche Zunahme der Nutzungs­­intensität desInternets zum Zweck der Online-Beschaffung, wieder durchschnittliche Wert von 3,16 von maximal 5Skalenpunkten nahelegt.Einen ähnlich starken Bedeutungszuwachs könntedem Internet als Medium im Bereich B2B und B2Czukommen. Die Abwicklung der Geschäftsbeziehun-gen zu Geschäftspartnern und Konsumenten wird,wenn es nach den befragten KMU geht, zukünftig inwachsendem Ausmaß über das Internet erfolgen.Im Einklang dazu steht die Einschätzung, dass diebefragten Unternehmen der professionellen Web­site-Gestaltung eine große Beachtung schenkenwollen. Der durchschnittliche Wert steigt von heute3,33 auf 4,23 Skalenpunkte im Jahr 2013. Eine pro­fessionell konzipierte Website, die auf die Bedürf­nisse und Vorstellungen der Konsumenten eingeht,ist mittlerweile von zentraler Bedeutung. So wieOn­­line-Kunden in wachsendem Umfang Einkäufeonline abwickeln (77 Prozent aller Onliner sind On­­line-Shopper9)9 vgl.: Institut für Demoskopie Allensbach: Allensbacher Computer- und Technik-Analysen (ACTA): Internetinduzierte Veränderung vonKaufentscheidung und Kaufverhalten, 2010, so wächst auch deren Anspruch aneinen übersichtlichen und zielgruppengerechtenWebsite-Aufbau. Richtigerweise scheint die Mehr-heit der befragten KMU diese Entwicklung zu anti­zipieren, wie beispielsweise die Nutzerzahlen desOnline-Ratgebers „Website-Gestaltung“ des NEGbelegen.1010 vgl.: http://ratgeber.website-award.net, N 10.000, letzter Zugriff 28.09.2011Weiterführende Informationen: E-Mail-ManagementBesonders für KMU gehört ein professionelles E-Mail-Management zu den Themen, bei denen eine großeUnsicherheit vorherrscht. Es gilt organisatorische, technische und rechtliche Vorkehrungen zu treffen, umauf eingehende Kundenanfragen per E-Mail professionell reagieren zu können.Um KMU bei der Umsetzung eines professionellen E-Mail-Managements zu unterstützen, haben die Pro­jekt­partner ECC Handel, KLICK Pfalz und IT-Akademie Mainz im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirt-schaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts „KMU-orientiertes E-Mail-Management“ einen Online-Ratgeber entwickelt. Dieser ermöglicht es, online und in wenigen Schritten eine kostenlose und neutraleEinstiegsberatung zum professionellen Umgang mit E-Mails zu erhalten. Das Online-Tool bietet Unternehmengrundlegende Informationen darüber, was E-Mail-Management bedeutet und welche Mindeststandardsbeachtet werden müssen. Darüber hinaus wird den Teilnehmern ein ausführlicher und kostenloser Leitfadenmit detaillierten Informationen zum Thema E-Mail-Management zur Verfügung gestellt. In diesem werdendie organisatorischen, technischen und rechtlichen Anforderungen genau beleuchtet und anhand vonklaren Checklisten Handlungsempfehlungen ausgesprochen.Weitere Informationen zum Thema „E-Mail-Management“ befinden sich im Anhang auf Seite 119.
  • 16. 154 Ergebnisse1 2 3 4 5B2B: Business-to-BusinessB2C: Business-to-ConsumerOnline-BeschaffungAufwändige Website-GestaltungInformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenSchutzmaßnahmen zur DatensicherungSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-BankingE-Mail-Kommunikation4,304,264,544,404,304,183,974,024,244,063,883,793,964,113,773,863,713,732,693,323,213,033,693,704,444,294,224,053,332,442,492,662,973,173,032,762,371,852,372,361,92Abbildung 6: Top Ten-Internetanwendungen im ZeitvergleichLesebeispiel: Am häufigsten nutzen die befragten KMU im Jahr 2011 das Internet zur E-Mail-Kommunikation.Die durchschnittliche Nutzungsintensität liegt bei 4,3 Skalenpunkten.2011 2010 2009 2008 2007 2005
  • 17. 16 4 ErgebnisseBemerkenswert erscheint der Wechsel innerhalb derTop 3-E-Business-Anwendungen im Hinblick auf diezukünftige Nutzungsintensität. Im Jahr 2011 geltenE-Mail-Kommunikation, gefolgt von Online-Bankingund Schutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem Netzals die drei am intensivsten genutzten Aspekte desMediums Internet. Während E-Mail-Kommunikationauch im Jahr 2013 am intensivsten genutzt werdensoll, rechnen Mittelstand und Handwerk damit, dassdie Bedeutung des Internets für Schutzmaßnahmenvor Angriffen aus dem Netz und Schutzmaßnah-men zur Datensicherheit wachsen wird (vgl. Wei-terführende Informationen: IT-Sicherheit auf Seite 17).Auch in KMU und Handwerk setzt sich vollkommenzu Recht die Erkenntnis durch, dass IT- und Informa-tionssicherheit essentiell wichtige Kriterien für einerfolgreich geführtes Unternehmen sind, denn gera-de für kleine Unternehmen können Nachlässigkei-ten in puncto Schutz vor digitalen Angriffen oderDatenschutz verheerende Konsequenzen haben.Obwohl das Internet einerseits Teil des Problems ist,so präsentiert es doch auch zahlreiche Lösungskon-zepte, wie etwa ständig aktualisierte Virenschutz-software oder die Erstellung von im Internet gespei-cherten Back-ups (siehe Cloud-Computing).Weiterführende Informationen: Website-GestaltungDie Website eines Unternehmens prägt dessen Image bei den Besuchern und stellt ein wichtiges Instrumentzur Kundenbindung dar. Eine professionelle Website trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Unter-nehmens zu verbessern und wird damit zu einem immer wichtigeren Erfolgsfaktor. Denn mit einer gutgestalteten Website lassen sich neue Kunden gewinnen, die Kundenbindung erhöhen und der Kundenser-vice nachhaltig verbessern.Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die bei der Website-Gestaltung beachtet werden müssen. Kundenentscheiden schon nach wenigen Klicks, ob sie auf einer Website bleiben oder nicht. Eine ansprechendeGestaltung sowie eine hohe Leistungsfähigkeit des Internetauftritts sind daher von besonderer Bedeutung.Neben inhaltlich-gestalterischen Aspekten dürfen auch technische, organisatorische und insbesondererechtliche Gesichtspunkte nicht unberücksichtigt bleiben.Das NEG bietet KMU die Möglichkeit, auf http://wgr.ecc-ratgeber.de individuell zu testen, wie gut ihreWebsite gestaltet ist, und einen kostenlosen Leitfaden zur Website-Gestaltung herunterzuladen.Weiterführende Informationen zum Thema „Website-Gestaltung“ finden Unternehmen im Anhang aufSeite 120.
  • 18. 174 Ergebnisse1 2 3 4 5B2B: Business-to-BusinessB2C: Business-to-ConsumerOnline-BeschaffungAufwändige Website-GestaltungInformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenSchutzmaßnahmen zur DatensicherungSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-BankingE-Mail-Kommunikation4,304,653,974,253,964,513,774,413,714,233,694,133,334,232,493,162,373,242,373,10Abbildung 7: Top-Ten-Internetnutzung 2011 und 2013Lesebeispiel: Einen durchschnittlichen Wert von 3,97 Skalenpunkten geben die befragten KMU für die Funktion Online-Banking im Hinblickauf die Nutzungsintensität an. Im Jahr 2013 soll die Nutzung dieser Anwendung auf 4,25 Skalenpunkte ansteigen.Nutzung heute Nutzung in zwei JahrenWeiterführende Informationen: IT-SicherheitInformations- und Netzwerksicherheit wird häufig auf rein technische Aspekte und schwerpunktmäßig aufSicherheit gegen Viren, Trojaner und andere schadhafte Programme reduziert. Folglich wird das Aufgaben-spektrum zur IT-Sicherheit an die Ebene der IT-Administration delegiert oder an externe Dienstleister aus-gelagert.Ein reiner Fokus auf IT-Sicherheit in Unternehmen reicht mittlerweile aufgrund der aufkommenden Her-ausforderungen, wie beispielsweise der wachsenden Mobilität der Mitarbeiter, der häufigen Auslagerungvon Leistungen und der verstärkten Kooperation mit Externen, nicht mehr aus. Informationssicherheit imUnternehmen sollte daher mehr sein als eine rein technische Aufgabe. Sie muss eine ganzheitliche Manage-mentaufgabe darstellen, wenn sie ein Unternehmen zielführend und ökonomisch sinnvoll schützen soll.Weiterführende Informationen zum Thema „Netz- und Informationssicherheit“ finden Unternehmen unterwww.kmu-sicherheit.de sowie im Anhang auf Seite 121.
  • 19. 18 4 ErgebnisseDem Stichwort E-Business im Allgemeinen stehendie befragten Unternehmen aufgeschlossen gegen-über (vgl. Abbildung 8). Obwohl sich in Bezug aufdie Top 5 der E-Business-Anwendungen keine Ver-änderung hinsichtlich der Reihenfolge ergibt, sosteigt doch die erwartete Nutzungsintensität allerAnwendungen massiv.Das Internet soll sowohl für Online-Werbung alsauch für innovative Technologien, elektronischeRechnungslegung, innovative Web-Angebote undWeb 2.0-Elemente in den kommenden Jahren inten-siver genutzt werden. Während 2011 die durch-schnittlichen Werte dieser E-Business-Anwendun-gen bei circa zwei Skalenpunkten liegen, steigensie 2013 allesamt auf gut drei von fünf Skalenpunk-ten an. Dies bedeutet im Gegensatz zu heute, dassin zwei Jahren eine Mehrheit der Unternehmendamit rechnet, besagte Anwendungen intensiver zunutzen.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Internet­nutzungsverhalten des Mittelstandes weiterhin in­­ten­siviert wird und eine langfristige Integration ausge-wählter Anwendungen in die Geschäftsprozesseangestrebt wird.InformationsbedarfKapitel 4.1 zum Internetnutzungsverhalten hatgezeigt, dass E-Business Mittelstand und Handwerkin allen Bereichen des Geschäftsalltags unterstützt.Um von den Vorzügen der elektronischen Unterstüt-zung in vollem Umfang profitieren zu können, ist esjedoch unerlässlich, sich vor der Implementierungeines bestimmten Systems oder einer konkretenE-Business-Anwendung umfassend zu informieren.Doch auch nach erfolgreicher Einführung in dasbetriebliche Tagesgeschäft erfordern ein sich stän-dig veränderndes Umfeld sowie regelmäßig auftau-chende Neuerungen und Updates, dass Unterneh-men auf dem aktuellen Stand bleiben müssen.1 2 3 4 5Web 2.0-Elemente auf der WebsiteInnovative Web-AngeboteElektronische RechnungslegungInnovative TechnologienOnline-Werbung2,123,282,093,162,093,112,073,091,853,04Abbildung 8: Internetnutzung 2013 – Top-Aufsteiger der E-Business-AnwendungenLesebeispiel: Mit einem prognostizierten Durchschnittswert von 3,04 Skalenpunkten sollen Web 2.0-Elemente im Jahr 2013 wesentlichintensiver genutzt werden als heute mit 1,85 SkalenpunktenNutzung heute Nutzung in zwei Jahren
  • 20. 194 Ergebnisse0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Elektronische RechnungslegungB2C: Business-to-ConsumerOnline-KundenserviceInnovative Web-AngeboteMobile BusinessWissensmanagementInnovative TechnologienOnline-WerbungWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteWeb-Controlling 15,7 %14,3 %14,3 %13,1 %13,7 %11,2 %11,8 %10,7 %11,5 %8,9 %11,5 %11,0 %10,4 %9,7 %10,0 %9,8 %9,5 %7,2 %9,4 %10,3 %Abbildung 9: Top Ten-Informationsbedarf zu E-Business-Themen in den Jahren 2010 und 2011Basis: n2011= 1.863 | n2010= 2.751 | MehrfachnennungLesebeispiel: Der Informationsbedarf zum Thema Web-Controlling ist seit dem letzten Jahr um 1,4 Prozentpunkte auf15,7 Prozentpunkte gestiegen.2011 2010Weiterführende Informationen: Elektronische RechnungsabwicklungDie elektronische Rechnungsabwicklung umfasst nicht nur die elektronische Übermittlung, sondern dengesamten Prozess des Rechnungsaustauschs auf elektronischem Wege.Dazu gehören grundsätzlich auf Seiten des Rechnungsstellers die Erstellung, der Versand (bzw. das Zurver-fügungstellen) und die Archivierung der Ausgangsrechnung. Auf Seiten des Rechnungsempfängers folgenauf den Eingang der Rechnung (bzw. des Abrufens) die Prüfung (Verifikation), die Datenerfassung und dieArchivierung der Rechnung.Im Begleitprojekt „Elektronische Rechnungsabwicklung“ wurden umfassende und neutrale Informations-materialien entwickelt, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen sollen, das Thema fürsich richtig einzuschätzen und Unterstützung bei einer möglichen Einführung geben.In einer kostenlosen Informationsreihe werden praxisnah Antworten auf die wichtigsten Fragen rund umdas Thema gegeben. Informationen zu elektronischen Rechnungen, speziell für Online-Händler, werden imE-Commerce-Leitfaden aufgegriffen. Mit Hilfe eines Wegweisers erfahren Unternehmen in Kürze, woraufsie beim Versand sowie beim Empfang elektronischer Rechnungen achten sollten. Zudem werden zahlreicheVeranstaltungen angeboten, die über die aktuelle Situation am Markt, die rechtlichen Rahmenbedingungensowie über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten informieren.Weiterführende Informationen finden Sie unter www.ec-net.de und www.elektronische-rechnungsabwick-lung.de sowie im Anhang auf Seite 124.
  • 21. 20 4 ErgebnisseGut jedes sechste Unternehmen (15,7 Prozent) äußertInformationsbedarf im Bereich Web-Controlling(vgl. Weiterführende Informationen: Web-Control-ling). Dies sind 1,4 Prozentpunkte mehr als noch imVorjahr. Umfassende und zielgerichtete Informatio-nen sind daher essentiell für eine erfolgreicheAnwendung im Geschäftsbetrieb und können sowesentlich zum Erfolg beitragen.Der wichtige Bereich der Unternehmensdarstellungim Internet beschäftigt auch Mittelstand und Hand-werk. So geben 14,3 Prozent der UnternehmenIn­formationsbedarf zur Einbindung von Web 2.0-Elementen auf der Website an. Ein gesteigerterIn­formationsbedarf wird auch in puncto Online-Werbung ersichtlich, der Anteil der interessiertenUnternehmen steigt um 2,5 Prozentpunkte auf13,7 Prozent (vgl. Weiterführende Informationen:„Regionales Internetmarketing auf Seite 20). Auchim Bereich innovativer Technologien oder inno­vativer Web-Angebote zeigen sich Mittelstand undHandwerk interessiert. Hier steigt der Informations-bedarf ebenfalls leicht und offenbart, dass nichtausschließlich die Big Player des Internets an inno­vativen Lö­­sungen interessiert sind, sondern auchkleine und mittlere Unternehmen Anteil an innova-tiven Prozessen im Web haben möchten. Die sichhier ab­­zeich­nende Professionalisierung und ziel-gruppengerechtere Kundenansprache zeigt, dassder deutsche Mittelstand zukünftig noch mehr aufE-Business setzen möchte. Dieser Eindruck wirddurch einen zeitgleich steigenden Informationsbe-darf im Bereich des Mobile Business unterstrichen,jedes neunte Unternehmen möchte sich hierzuweiter informieren (vgl. Abbildung 9).Weiterführende Informationen: Web-ControllingEin Web-Controlling-Tool sammelt und wertet das Verhalten von Besuchern auf Websites aus, d. h. esuntersucht, woher die Besucher kommen, welche Bereiche auf einer Internetseite aufgesucht werden undwie oft und wie lange welche Unterseiten und Kategorien angesehen werden. Für professionell betriebeneWebsites wird das Web-Controlling vor allem zur Optimierung der Website und zur besseren Erreichungvon Zielen der Website, wie zum Beispiel die Erhöhung der Besucherzahlen, die Stärkung von Kooperatio-nen oder die Attraktivi­tätssteigerung der Website, eingesetzt.Weiterführende Informationen: „Regionales Internetmarketing“Das Internet bietet eine geradezu unübersichtliche Anzahl von Möglichkeiten, für sich zu werben: UnterDisplay-Werbung werden zum Beispiel interaktive Werbeflächen (auch Werbebanner) verstanden, diemeist am oberen oder seitlichen Rand einer Website zu finden und mit der Website des Werbetreibendenverlinkt sind. Eine weitere klassische Art der Online-Werbung besteht in der Schaltung von Anzeigen, diebeispielsweise bei einer Suchanfrage zu dem entsprechenden Thema in einer Suchmaschine am Randerscheinen. Mit der Entwicklung des Web 2.0 schreitet auch die Entwicklung von Werbemöglichkeitenimmer weiter voran. So können Firmen in sozialen Netzwerken ihr eigenes Profil erstellen und darüber mitihren (potenziellen) Kunden kommunizieren oder ihre Zielgruppe über das Smartphone erreichen.Für KMU mit einem stark regional geprägten Kundenkreis bietet das Internet die Chance, sich passgenau inihren Regionen zu präsentieren und neue Kunden zu gewinnen. Hierzu hat das NEG im Rahmen des Projektes„Regionales Internetmarketing“ einen Online-Ratgeber erstellt, der individualisierte Hinweise zur Planungund Umsetzung regionaler Marketingaktivitäten liefert. Darüber hinaus steht den Teilnehmern ein ausführ­licher Leitfaden mit detaillierten Informationen und Handlungsempfehlungen zum Thema RegionalesInternetmarketing zur Verfügung.Weitere Informationen zum Thema „Regionales Internetmarketing“ finden Sie im Anhang auf Seite 122.
  • 22. 214 Ergebnisse0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %E-Mail-KommunikationOnline-BankingOnline-BeschaffungDatenaustausch mit ExternenInformationsbeschaffungB2B: Business-to-BusinessOnline-VertriebElektronische Unterstützung der LogistikElektronische VertriebsunterstützungB2G: Business-to-GovernmentElektronische ZahlungssystemeSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzSchutzmaßnahmen zur DatensicherungElektronische Unterstützung der RessourcenplanungLernprogramme mit Online-ElementenMöglichkeiten zur Schulung der Mitarbeiterzu IT-SicherheitsthemenWebsite-Gestaltung9,3 %9,7 %9,2 %8,6 %9,0 %11,2 %9,0 %8,3 %8,8 %9,6 %8,8 %8,8 %7,9 %8,7 %7,9 %8,3 %7,4 %8,9 %7,2 %7,5 %7,0 %8,0 %6,7 %7,4 %5,7 %8,0 %4,8 %5,9 %4,4 %5,8 %3,1 %3,7 %2,9 %5,1 %Abbildung 10: Informationsbedarf zu spezifischen E-Business-Themen in den Jahren 2010 und 2011 Platz 11 bis 27Basis: n2011= 1.863 | n2010= 2.751 | MehrfachnennungLesebeispiel: Der Informationsbedarf zum Thema E-Mail-Kommunikation sinkt weiter ab, auf nunmehr 2,9 Prozent.2011 2010
  • 23. 22 4 ErgebnisseAuffallend ist auch, dass der Informationsbedarf aufden Plätzen eins bis neun vom Jahr 2010 auf 2011gestiegen ist, während die Anwendungen der Plätzeelf bis 27 rückläufig sind und somit geringer ausfallenals im Vorjahr.In den klassischen E-Business-Feldern wie E-Mail-Kommunikation, Online-Banking oder Informati-onsbeschaffung, d. h. den bereits etablierten undweitverbreiteten Anwendungen, sinkt der Informa-tionsbedarf im Jahresvergleich 2010 und 2011. Hierscheinen die Unternehmen auf einer ausreichendenInformationsbasis aufbauen zu können und über aus­reichendInformationenundErfahrungenzuverfügen.Während 2011, wie im Vorjahr, 8,8 Prozent derUnternehmen Informationsbedarf bezüglichSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem Netzmelden, sinkt der Informationsbedarf bei Schutz-maßnahmen zur Datensicherung. Jedes zwölfteUnternehmen aus Mittelstand und Handwerk siehtsich selbst hier noch nicht ausreichend informiert(vgl. Weiterführende Informationen: IT-Sicherheitauf Seite 17).Gerade im Bereich der Schutzmaßnahmen vordigitalen Angriffen aus dem Netz wirkt dieses eherschwach ausgeprägte Informationsbedürfnis über-raschend. In den letzten Jahren geraten auch kleine-re Unternehmen in den Fokus von Online-Kriminel-len. Die Werkzeuge der Angreifer, wie Viren,Trojaner oder ähnliche Schadsoftware, passen sichden ständig verändernden Software-Anwendungendes E-Business permanent an. Um ein Unternehmenausreichend schützen zu können, ist es notwendig,auf dem aktuellen Kenntnisstand zu bleiben undsich kontinuierlich über neue Schadsoftware oderMethoden der Online-Kriminellen zu informieren.Hier scheint bei Teilen des Mittelstands und Hand-werks noch etwas Nachholbedarf zu bestehen(vgl. Abbildung 10).Abhängig vom Geschäftsbereich der befragten Teil-nehmer ergibt sich auch deren Interessenlage bzw.Informationsbedarf. Vor allem die Geschäftsleitungder Unternehmen weist im Allgemeinen einen er­­höhten Informationsbedarf im Vergleich zu Mitar-beitern des kaufmännischen oder des IT-Bereichsauf. Am stärksten ausgeprägt ist dieses Gefälle imBe­reich des Web-Controlling, doch signifikanteUnterschiede sind auch in Bezug auf Web 2.0-Ele-mente, Online-Werbung, innovative Web-Angeboteund elektronische Vertriebsunterstützung ersicht-lich (vgl. Abbildung 11).Weiterführende Informationen: Customer Relationship ManagementZielgerichtetes Management von Kundenbeziehungen sowie strategisch angelegtes Marketing sind un­­ver­zichtbare Bestandteile des Unternehmenserfolgs kleiner und mittlerer Unternehmen. CRM (Customer Rela-tionship Management) stellt einen integrierten Marketing-Ansatz zur konsequenten Ausrichtung einerUnternehmung und deren Geschäftsprozesse am Kunden dar. Dieser Prozess wird mittlerweile durch viel-fältige Software unterstützt. Dadurch können auf Basis einer entsprechenden Datenbank beispielsweisealle kundenbezogenen Prozesse in Marketing, Vertrieb und Service (teils auch Produktion, z. B. Produktver-besserung) systematisch und konsequent aufeinander abgestimmt sowie abteilungsübergreifend optimiertwerden.Weiterführende Informationen zum Thema „Customer Relationship Management“ befinden sich imAnhang auf Seite 126.
  • 24. 234 Ergebnisse0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Elektronische RechnungslegungB2C: Business-to-ConsumerOnline-KundenserviceInnovative Web-Angebote*Mobile BusinessWissensmanagementInnovative TechnologienOnline-Werbung*Web 2.0-Elemente auf der Website*Web-Controlling*18,8 %12,7 %12,7 %17,3 %14,1 %8,3 %17,1 %9,9 %14,0 %13,8 %11,9 %7,6 %13,9 %8,8 %8,9 %13,4 %11,6 %9,6 %12,6 %9,9 %10,8 %12,4 %8,2 %5,7 %11,6 %7,6 %7,6 %11,6 %6,5 %8,9 %Abbildung 11: Top Ten – Hoher Informationsbedarf – Vergleich11nach TätigkeitBasis: n = 1.751 | Mehrfachnennung | Signifikanzniveau: **= 1 %; * = 5 %12Lesebeispiel: 11,6 Prozent der Befragten aus dem kaufmännischen Bereich gaben Informationsbedarf zum Thema Mobile Business an.Geschäftsleitung Kaufmännischer Bereich IT-Bereich11 Test: ANOVA12 Diese Einteilung des Signifikanzniveaus wird für Vergleiche in weiteren Tabellen beibehalten.
  • 25. 24 4 Ergebnisse0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %E-Mail-KommunikationOnline-BankingOnline-BeschaffungDatenaustausch mit ExternenInformationsbeschaffungB2B: Business-to-BusinessOnline-VertriebElektronische Unterstützung der LogistikElektronische Vertriebsunterstützung*B2G: Business-to-Government9,7 %7,9 %5,7 %8,5 %6,8 %8,3 %8,6 %5,9 %4,5 %7,9 %6,2 %7,6 %8,7 %4,2 %6,4 %7,3 %4,2 %5,7 %5,9 %2,8 %5,1 %5,3 %4,0 %2,5 %3,6 %2,8 %1,9 %4,0 %2,8 %1,9 %Abbildung 12: Top Ten – Wenig Informationsbedarf – Vergleich13nach TätigkeitBasis: n = 1.751 | Mehrfachnennung | Signifikanzniveau: **= 1 %; * = 5 %Lesebeispiel: Nur rund 1,9 Prozent der Befragten aus dem IT-Bereich gaben Informationsbedarf zum Thema Online-Banking an.Geschäftsleitung Kaufmännischer Bereich IT-Bereich13 Test: ANOVA
  • 26. 254 ErgebnisseDie an Entscheidungsprozessen beteiligten Akteureinnerhalb der Unternehmen scheinen sich derBedeutung von E-Business-Anwendungen in beson-derem Maße bewusst zu sein und weisen somit einteilweise erheblich erhöhtes Informationsbedürfnisauf (vgl. Abbildung 12).Themenschwerpunkt: Mobile BusinessE-Business-Anwendungen im Allgemeinen habensich in den vergangenen Jahren flächendeckenddurchgesetzt und etablieren sich nun zunehmendauch als relevanter Erfolgsfaktor für die Geschäfts­tätigkeit von KMU. Durch den massiv steigendenVerbreitungsgrad von internetfähigen Smartphonesoder Tablet-PCs im Laufe der letzten Jahre rücktedamit zunehmend Mobile Business in den Fokus derUnternehmen. Mobile Business erlaubt die Abwick-lung von Geschäften an nahezu jedem Ort und mitnie da gewesener Flexibilität. Darüber hinaus ermög­licht Mobile Business unter anderem auch die geziel-te Ansprache einer solventen Konsumentengruppeund eröffnet dabei auch lukrative Umsatzquellen fürKMU.Um die tatsächliche Relevanz von Mobile Businessfür Mittelstand und Handwerk im Alltagsgeschäft zubeleuchten, widmet sich der Themenschwerpunktder vorliegenden Studie den mobilen Anwendungen.Bis 2009 lag die durchschnittliche Nutzungsintensi-tät von Mobile Business deutlich unter derjenigenaller E-Business-Anwendungen (vgl. Abbildung 13).Während der durchschnittliche Wert in Bezug aufalle Anwendungen bei über 2,5 Skalenpunkten imgesamten Betrachtungszeitraum ab 2005 liegt,bewegt sich der korrespondierende Wert für MobileBusiness um die zwei Skalenpunkte. Die durchschnitt­lichen Werte legen nahe, dass die Nutzungsintensitätvon Mobile Business seit dem Jahr 2005 mit Ausnah-me von 2009 stetig gestiegen ist. Die leicht reduzier-te Nutzungsintensität von mobilen Anwendungenim Jahr 2009 lässt sich mit den allgemeinen wirt-schaftlichen Verwerfungen der entsprechendenPeriode erklären.Die Einführung neuer Technologien ist meist kosten-intensiv, in Zeiten unsicherer Geschäftsentwicklungwird sie daher oft aufgeschoben. Im Gleichklang mit1234520132011201020092008200720051,811,992,091,972,26 2,243,332,632,76 2,832,60 2,57 2,543,37Abbildung 13: Vergleich: Mobile Business und durchschnittliche Werte über alle E-Business-AnwendungenLesebeispiel: Im Jahr 2009 lag die durchschnittliche Nutzungsintensität mobiler Anwendungen bei einem Wert von 1,97 Skalenpunkten.Für mobile Anwendungen in Jahr 2011 gaben die befragten KMU einen durchschnittlichen Wert von 2,24 Skalenpunkten an.Mobile Business Durchschnittswerte
  • 27. 26 4 Ergebnisseder allgemeinen wirtschaftlichen Erholung im Jahr2010 stieg auch die Nutzungsintensität 2010 wieder.Im Jahr 2011 werden Mobile Business-Anwendungenso intensiv wie im Vorjahr genutzt.Diese positive Entwicklung des E-Business im Allge-meinen wird sich auch in den folgenden Jahren fort-setzen. Die befragten Unternehmen geben an, imJahr 2013 in weit größerem Umfang als heute aufE-Business-Anwendungen zurückgreifen zu wollen(vgl. Abbildung 13). So steigt der durchschnittlicheWert von 2,54 Skalenpunkten im Jahr 2011 auf 3,33Skalenpunkte im Jahr 2013. Noch prägnanter fälltder Anstieg in Bezug auf Mobile Business aus: Er be­­trägt gut 1,1 Skalenpunkte. Für das Jahr 2013 bedeu-tet dies bei einem Wert von 3,37 Skalenpunkten, dassMittelstand und Handwerk beabsichtigen, MobileBusiness überdurchschnittlich intensiv zu nutzen imVergleich zu allgemeinen E-Business-Anwendungen.KMU in Deutschland setzen bei ihrem Geschäfts­­mo­dell zusehends auf moderne und flexible Lösungenund zeigen sich extrem aufgeschlossen gegenüberneuen Technologien – wie etwa Mobile Business.Bezüglich der Einsatzgebiete von mobilen Anwen-dungen haben Mittelstand und Handwerk klare Prä-ferenzen (vgl. Abbildung 14). Vor allem im Kontaktmit Kunden setzen deutsche KMU schon heute aufmobile Anwendungen. 34,7 Prozent nutzen sie imBereich Kundenakquisition/Kundenservice, 28,1 Pro-zent für Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit undknapp jedes vierte Unternehmen für die Auftrags-bzw. Angebotsbearbeitung.Bei primär intern ablaufenden Geschäftsprozessenist die Nutzung von mobilen Anwendungen weitausschwächer ausgeprägt. In den Bereichen Produktion/Leistungserbringung oder Personalmanagement/Weiterbildung setzen heute nur gut acht Prozentder befragten Unternehmen auf mobile An­­wen­dun­gen. Gerade Abläufe, die eingespielte und umfang-reiche oder andauernde Prozesse einschließen,werden bevorzugt mittels stationären E-Business-Anwendungen bearbeitet. In den Bereichen ohneunmittelbare Außenwirkung scheinen mobile An­­wendungen somit bislang weniger attraktiv zu sein.0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 %Keine NutzungSonstigeProduktion/LeistungserbringungPersonalmanagement/WeiterbildungWartung/InstandsetzungLogistik/TransportRechnungsstellung/ControllingBeschaffung/WarenannahmeManagement/IntranetzugangAuftrags-/AngebotsbearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice 34,7 %28,1 %24,4 %17,5 %15,1 %11,7 %8,8 %8,7 %8,3 %8,2 %3,3 %27,3 %Abbildung 14: Nutzung mobiler Anwendungen in GeschäftsprozessenBasis: n = 1.845 | MehrfachnennungLesebeispiel: 17,5 Prozent der befragten KMU gaben an, mobile Anwendungen im Bereich „Management und Intranetzugang“ einzusetzen.
  • 28. 274 Ergebnisse27,3 Prozent der befragten KMU greifen im Rahmenihrer Geschäftstätigkeit bisher noch gar nicht aufmobile Anwendungen zurück und verlassen sichausschließlich auf klassische Elemente des E-Business.Bei der Nutzung von mobilen Anwendungen imRahmen primär intern ausgerichteter Prozesse zeigtsich, dass Mitarbeiter des IT-Bereichs tendenziell dieVorreiterrolle bei der Verwendung mobiler Anwen-dungen einnehmen (vgl. Abbildung 15).In den originär kundenorientierten Bereichen setzeneher Mitarbeiter des kaufmännischen Bereichs auf dieVorzüge mobiler Anwendungen, wie eine Analyseauf Basis der Tätigkeitsbereiche anschaulich darstellt.0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 %Keine NutzungSonstigePersonalmanagement/WeiterbildungLogistik/TransportProduktion/LeistungserbringungWartung/InstandsetzungRechnungsstellung/ControllingManagement/IntranetzugangBeschaffung/WarenannahmeAuftrags-/AngebotsbearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice36,5 %42,9 %26,1 %29,1 %29,4 %26,8 %25,9 %27,4 %22,3 %17,7 %13,6 %13,4 %16,7 %18,6 %25,5 %13,3 %12,1 %12,1 %9,5 %7,3 %12,1 %9,0 %8,2 %11,5 %8,9 %9,3 %13,4 %7,5 %9,6 %11,5 %3,5 %2,8 %1,3 %30,9 %22,3 %21,0 %Abbildung 15: Nutzung mobiler Anwendungen in Geschäftsprozessen – nach TätigkeitBasis: n = 1.751 | MehrfachnennungLesebeispiel: 13,4 Prozent der Befragten aus dem IT-Bereich setzen mobile Anwendungen im Bereich „Logistik und Transport“ ein.Geschäftsleitung Kaufmännischer Bereich IT-Bereich
  • 29. 28 4 ErgebnisseRessourcen, egal ob personell oder materiell, sindallgemeinhin ein knappes Gut. Dies gilt auch odervielleicht besonders für KMU. Der Einsatz von mobi-len Anwendungen kann in zahlreichen Situationendurch flexible Lösungsansätze dazu beitragen, dieseknappen Güter möglichst gewinnbringend einzu-setzen. Aus diesem Grund ist es wenig verwunderlich,dass die befragten Unternehmen Mobile Businesseine hohe Bedeutung beimessen (vgl. Abbil­­dung16). Gemessen auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 1 füreine sehr geringe Bedeutung und 5 für sehr hoheBedeutung steht, bewegen sich die durchschnittli-chen Bewertungen zwischen drei und knapp vierSkalenpunkten.Die größte Bedeutung wird mobilen Anwendungenim Rahmen interner Prozessoptimierung zugespro-chen. Gemäß dem Motto „Zeit ist Geld“ landen dieAspekte Zeitersparnis (3,77 Skalenpunkte) und Kos-tenreduktion (3,59 Skalenpunkte) auf den Spitzen-positionen. Eine nur geringfügig niedrigere Bedeu-tung wird mobilen Anwendungen im Bereich desKundengeschäfts zugesprochen, wobei der Fokushier auf dem Aspekt der erhöhten Kundenbindung(3,51 Skalenpunkte) liegt. Hier bieten mobileAnwendungen, beispielweise ausgerichtet aufMobile Advertising am Point-of-Sale, vielverspre-chende Perspektiven, um die Aufmerksamkeit vonKunden mit interessanten Infor­­­­ma­tio­nen, Angebo-ten oder Aktionen zu gewinnen.Mobile Anwendungen als Medium zur Vertiefungvon Kooperationen oder zur Vertiefung geschäftli-cher Verbindungen sind in der Wahrnehmung derbefragten Unternehmen mit 2,92 Skalenpunkten alseher nachrangig zu sehen.Bei der Evaluierung des Erfolgs mobiler Anwendun-gen in Bezug auf die abgesteckten Ziele zeigt sich,dass meist eine mittlere bis hohe Zielerreichunggewährleistet wird (vgl. Abbildung 16). Gemessen aneiner Skala, bei der 1 für sehr geringe Zielerreichungund 5 für sehr hohe Zielerreichung steht, wirdersichtlich, dass Mobile Business den größten Erfolgim Bereich der Prozessoptimierung bietet. Dochauch im Kundengeschäft äußern die befragtenUnternehmen hohe Zufriedenheit mit den bereitsrealisierten mobilen Anwendungen. Gleichzeitig zeigtsich, dass Mittelstand und Handwerk im Rahmen derEinführung und Nutzung mobiler Anwendungennoch Optimierungspotenzial aufweisen. Ziel­führen­de Informationsangebote, speziell für Mittel­standund Handwerk, hinsichtlich einer möglichst effizi-enten Realisierung von Mobile Business, sollten denGrad der Zielerreichung weiter steigern können.14 vgl. Hudetz, K./Kaapke, A: Lexikon Handelsmanagement, Köln 2008Abbildung 16: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen verfolgter Ziele5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5Zeit sparenIntern: Prozesse optimierenKundengeschäft: Wettbewerbsvorteile sichernKooperationen: Marktanteile ausbauen3,493,77Kosten reduzieren 3,343,59Kundenakquisition vereinfachen 3,13Kundenbindung erhöhen 3,283,51Kooperationen intensivieren 2,85Anforderungen erfüllen 3,303,453,322,92Bedeutung ZielerreichungLesebeispiel: Die Vereinfachung der Kundenakquisition (3,32 Skalenpunkte) hat eine mittlere Bedeutsamkeit für die Unternehmen undkonnte mit einem durchschnittlichen Erfolg von 3,13 Skalenpunkten durch mobile Anwendungen erreicht werden.
  • 30. 294 ErgebnisseDie Vorteile von mobilen Anwendungen liegen aufder Hand, doch auch diese haben ihren Preis. DieMehrheit der Unternehmen, bei denen Mobile Busi-ness schon zum Einsatz kommt, sieht den größtenAufwand bei der Einführung mobiler Systeme in derIntegration in bestehende Systeme, den monetärenAnschaffungskosten und der Informationssuche imVoraus (vgl. Abbildung 17). Vor allem die Systemin-tegration stellt die größte Herausforderung dar –damit die Vorzüge mobiler Anwendungen voll zumTragen kommen können, ist jedoch eine möglichstreibungslose Einbindung in die bereits bestehendeSystemarchitektur zwingend erforderlich. Anderen-falls werden potenzielle Effizienzgewinne durchanhaltende Inkompatibilitäten und damit verbun-denen Zeitaufwand wieder zunichtegemacht.Sind die mobilen Anwendungen erst einmal imple-mentiert, verursachen sie zwar laufende Kosten,diese werden jedoch als eher gering angesehen imVergleich zum vorab zu erbringenden Aufwand.1 2 3 4 5Laufende KostenSchulung von MitarbeiternInformationssuche vorabAnschaffungskostenIntegration in bestehende Systeme 3,173,043,032,812,70Abbildung 17: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler AnwendungenBasis: n = 1.005 | Skala von 1 bis 5: 1 = sehr niedriger Aufwand; 5 = sehr hoher AufwandLesebeispiel: Die Integration in bestehende Systeme bereitet mit einem durchschnittlichen Wert von 3,17 Skalenpunktenden höchsten Arbeitsaufwand für die befragten KMU.Weiterführende Informationen: E-CommerceDer Begriff E-Commerce (auch Electronic Commerce, elektronischer Geschäftsverkehr, elektronischer Han-del) bezeichnet alle Formen von Handel und Dienstleistungen sowie die dazugehörigen Geschäftsprozesseim Internet.14Da immer mehr Unternehmen im E-Commerce präsent sind, wird ein professioneller Auftritt im Internetimmer wichtiger. Antworten auf dabei auftretende Fragen zu Themen wie Shop-Systeme, Online-Marke-ting, rechtliche Pflichten, E-Payment, elektronische Rechnungen, Risikomanagement, Forderungsmanage-ment, Web-Controlling, Logistik und Internationalisierung gibt der E-Commerce-Leitfaden. Alle Informa-tionen für den erfolgreichen Aufbau und Betrieb eines Online-Geschäfts sind dort in einfach verständlicherund prägnanter Form zusammengeführt und werden durch Experteninterviews, Checklisten sowie einpraxisorientiertes Fallbeispiel veranschaulicht.
  • 31. 30 4 ErgebnisseHeute nutzen bereits etwa drei Viertel des deutschenMittelstands und Handwerks mobile Anwendungenauf regelmäßiger Basis. Gleichzeitig verhält sich somitgut ein Viertel der Unternehmen Mobile Businessgegenüber eher abwartend (vgl. Abbildung 18).Als Hauptgrund für den Verzicht des Einsatzes vonMobile Business geben diese Unternehmen (27,3 Pro-zent aller befragten Unternehmen) an, dass sie inkeinen dafür geeigneten Geschäftsfeldern aktivseien. 30,6 Prozent geben mangelnde Informatio-nen als ursächlichen Grund und 29 Prozent fehlen-des Know-how im Unternehmen an. Somit scheinendie Haupthindernisse, die Unternehmen von derEinführung mobiler Anwendungen abhalten, weitest­gehend deckungsgleich mit den Erfahrungen derje-nigen Unternehmen zu sein, die bereits Mobile Busi­ness betreiben. Gerade Kleinstunternehmen kannder vermeintlich hohe Aufwand im Rahmen der Ein-führung von Mobile Business daran hindern, weitereAktivitäten in diesem Bereich voranzutreiben.Erfreulich ist in diesem Zusammenhang jedoch, dassdie genannten Hindernisgründe durchaus überwind­bare Hürden darstellen, wie ein Blick auf die Entwick­lung/Etablierung des Internets zeigt. Einst als völligungeeignet erscheinende Produkte oder Waren, wiebeispielsweise Schuhe oder Möbel, zählen mittler-weile zu den umsatzstärksten E-Commerce-Branchen.Mangelnde Akzeptanz seitens der Mitarbeiter oderder Geschäftsführung wird lediglich in 8,2 Prozentder Fälle angeführt (vgl. Abbildung 19 auf Seite 31).Die unmittelbaren monetären Kosten sind für 16,9Prozent ein Hinderungsgrund, der erwartete Ver-waltungsaufwand für knapp zwölf Prozent. Ein Abbauvon technischem Wissens- und allgemeinem Infor-mationsdefizit könnte folglich maßgeblich dazubeitragen, dass ein größerer Kreis von mittlerenUnternehmen und des Handwerks auf mobile An­­wen­­dungen zurückgreifen kann.29,0 %keine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %30,6 %34,8 %Fehlendes Know-howim UnternehmenMangelnde Informationüber AnwendungenKeine geeignetenGeschäftsfelderAbbildung 18: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen – Top 3Lesebeispiel: Bei 29 Prozent der befragten KMU, die keine mobilen Anwendungen nutzen, hält fehlendes Know-how im Unternehmenvon deren Einführung im elektronischen Geschäftsverkehr ab.
  • 32. 314 Ergebnisse0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternMangelnde Akzeptanz der Mitarbeiter/GeschäftsführungNicht kompatibel mit bestehenden SystemenVerwaltungsaufwand zu hochZu kompliziertZu teuerKeine adäquate Umsetzung in der BrancheFehlendes Know-how im UnternehmenMangelnde Informationen über AnwendungenKeine geeigneten Geschäftsfelder 34,8 %30,6 %29,0 %20,9 %16,9 %13,7 %11,9 %11,5 %4,2 %8,2 %6,8 %Abbildung 19: Weitere Gründe gegen die Nutzung mobiler AnwendungenBasis: n = 503 | MehrfachnennungLesebeispiel: Für 13,7 Prozent der Unternehmen, die bisher noch keine mobilen Anwendungen einsetzen, war die Einführung zu kompliziert.Weiterführende Informationen: Mobile BusinessUnter Mobile Business (kurz: M-Business, deutsch: mobiler Geschäftsverkehr) wird jede Art von wirtschaftli-cher Tätigkeit (Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen) über mobile Endgeräte verstan-den. Mobile Endgeräte sind solche, die kabellos immer und überall zum Einsatz kommen können, z. B. überdie Funknetze der Telekommunikationsbetreiber, UMTS-Karten oder die Einwahl an einem lokalen WLAN-Hotspot. M-Business übernimmt Teilbereiche des E-Business und ergänzt es um die Möglichkeiten mobilerAnwendungen.1515 vgl. Hudetz, K./Kaapke, A: Lexikon Handelsmanagement, Köln 2008.Während das mobile Internet beim Konsumenten im Jahr 2010 einen Durchbruch erlebt, werden auch dieBedingungen für den Erfolg des mobilen Handels (Mobile Commerce) zunehmend günstiger. Schon heutedringen immer neue Applikationen des Handels für mobile Endgeräte auf den Markt, wie zum Beispielmobile Einrichtungskataloge von IKEA oder Otto, so dass in naher Zukunft mobile Anwendungen zu einemwesentlichen Bestandteil des Handels werden.Weiterführende Informationen zum Thema „M-Commerce“ unter www.ecc-handel.de
  • 33. 32 4 ErgebnisseEine Analyse auf Basis des Beschäftigungsfeldes zeigt,dass jeweils ca. 30 Prozent der IT-Mitarbeiter und derMitarbeiter des kaufmännischen Bereichs fehlendesKnow-how innerhalb des Unternehmens als einenHinderungsgrund für die Einführung mobiler An­­wendungen sehen (vgl. Abbildung 20). 38,5 Prozentder im kaufmännischen Bereich tätigen Mitarbeitergaben mangelnde Informationen in Bezug auf mobi-le Anwendungen als Verzichtsgrund an, demgegen-über stehen gut 31 Prozent aus dem IT-Bereich.Erstaunlich ist, dass jeweils über 30 Prozent der IT-Mitarbeiter fehlendes Know-how oder mangelndeInformationen als Hinderungsgrund anführen. Vorallem die mit der eventuellen Realisierung von Mo­bile Business betrauten Mitarbeiter weisen hier einennicht zu vernachlässigenden Schulungs- oder Wei-terbildungsbedarf auf, dem mit Blick auf die rasanteEntwicklung des Mobile Business nachgegangenwerden sollte.Während in puncto fehlendes Know-how und man-gelnde Informationen primär die Mitarbeiter deskaufmännischen oder des IT-Bereichs diese als Hin-derungsgründe identifizieren, verhält es sich beimGrund „ungeeignete Geschäftsfelder“ etwas anders.Hierin sieht vor allem die Geschäftsleitung in knapp40 Prozent der Unternehmen, die kein Mobile Busi-ness betreiben, den ausschlaggebenden Grund.Ein häufig beobachtbares Phänomen, dem nichtzuletzt durch die Bereitstellung zielführender Informa-tionen durch die Stabsstellen entgegenzuwirken ist.Obwohl 2011 noch gut jedes vierte Unternehmen aufMobile Business verzichtet, so scheint sich doch einSiegeszug der mobilen Anwendungen in den kom-menden Jahren abzuzeichnen, denn immerhin 63,6Prozent wollen sich weiterhin informieren und mög-liche relevante Anwendungen testen (vgl. Abbildung21 auf Seite 33). Weitere 17,1 Prozent wollen bis 2013erste mobile Anwendungen oder sogar ein umfas-sendes mobiles System integriert haben. Demgegen-über stehen lediglich 16,3 Prozent, die auch in nähe-rer Zukunft auf Mobile Business weiterhin komplettverzichten wollen.Hochgerechnet auf die Gesamtheit des Mittelstandsund Handwerks bedeutet dies, dass 2013 über 95 Pro-zent aller Unternehmen entweder Mobile Businessbetreiben oder sich informieren und möglicheAnwendungen testen. Deutsche KMU setzen zukünf-tig somit in hohem Maße auf Mobile Business.0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Mangelnde Informationen über AnwendungenFehlendes Know-how im UnternehmenKeine geeigneten Geschäftsfelder39,4 %24,4 %37,2 %24,2 %30,8 %30,1 %18,2 %38,5 %31,1 %Abbildung 20: Gründe gegen mobile Anwendungen – nach TätigkeitBasis: n = 503 | MehrfachnennungLesebeispiel: 24,4 Prozent der Befragten aus dem kaufmännischen Bereich sehen keine geeigneten Geschäftsfelder für mobile Anwendungen.Geschäftsleitung Kaufmännischer Bereich IT-Bereich
  • 34. 334 Ergebnisse15,2 %4,9 %keine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %16,3 %63,6 %In zwei Jahren soll einumfassendes mobilesSystem integriert sein.In zwei Jahren sollenerste Anwendungenintegriert werden.Mobile Anwendungenkommen für uns auchin zwei Jahren nicht infrage.Wir werden uns weiterhininformieren und möglicheAnwendungen testen.Abbildung 21: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen AnwendungenLesebeispiel: 4,9 Prozent der befragten KMU, die zurzeit noch keine mobilen Anwendungen im elektronischen Geschäftsverkehr nutzen,möchten in zwei Jahren ein umfassendes mobiles System integriert haben.
  • 35. 34 5 Ergebnisse nach Branchen5 Ergebnisse nach BranchenStrukturelle Unterschiede zwischen Unternehmender verschiedenen Branchen schlagen sich auch inder Nutzung von Anwendungen und dem darausresultierenden Informationsbedarf nieder. Deshalbist eine differenzierte Analyse der diversen Aspektehinsichtlich der einzelnen Branchen ein wichtigerSchritt, um den Status quo zu identifizieren undzukünftige Entwicklungen in Mittelstand und Hand-werk frühzeitig erkennen zu können.Vor allem in den teilnehmenden Handwerksbetriebenhaben mit 66,8 Prozent primär mit der Geschäfts­leitung betraute Personen an der Erhebung teilge-nommen. Ähnlich verhält es sich bei Dientsleistungs-und Handelsunternehmen – auch hier gehören über60 Prozent der Befragten zu diesem Personenkreis.Die so erhobenen Daten, vor allem hinsichtlichzukünftiger Entwicklungen, stammen damit vonPersonen, die unmittelbar für die firmeninternenEntscheidungsprozesse maßgeblich verantwortlichund somit auch besonders auskunftsfähig sind (vgl.Abbildung 22).Mit einem durchschnittlichen Wert von deutlichüber vier Skalenpunkten belegt E-Mail-Kommuni-kation Platz 1 der meistgenutzten Anwendungenbei Dienstleistungs-, Industrie- und Handelsunter-nehmen. Mit 4,27 Skalenpunkten landet Online-Ban-king in Handwerksbetrieben auf der Spitzenposition.Der Handel nennt Online-Banking als am zweit­häufigsten genutzte Anwendung des E-Business,diese Position bekleiden in den anderen BranchenSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem Netz(vgl.Tabelle 1 auf Seite 35).Auffällig ist, dass E-Mail-Kommunikation beimHandwerk mit 3,87 Skalenpunkten lediglich auf demletzten Platz der Top 3 landet. Die Bedeutung vonDatensicherheit in der Industrie lässt sich daranablesen, dass es Schutzmaßnahmen zur Datensi-cherung ausschließlich bei dieser Branche in dieTop 3 der meistgenutzten Anwendungen schaffen.0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 %HandwerkHandelDienstleistungIndustrie 36,1 % 13,9 % 29,1 % 20,9 %60,1 % 9,3 % 18,2 % 12,4 %62,2 % 11,2 % 19,1 % 7,5 %66,8 % 2,8 % 20,6 % 9,8 %Abbildung 22: Tätigkeitsbereich – Vergleich nach BranchenBasis: n= 825Lesebeispiel: 62,2 Prozent der Befragten in Handelsunternehmen sind Inhaber, Vorstand oder Teil der Geschäftsführung.Inhaber(in)/Vorstand/Geschäftsführung IT-Bereich kaufmännischer Bereich andere Bereiche
  • 36. 355 Ergebnisse nach BranchenBranchen im VergleichWie bereits eingangs des Kapitels erwähnt, lassensich teilweise erhebliche und auch signifikanteUnterschiede bezüglich der Nutzungsintensität dereinzelnen E-Business-Anwendungen zwischen deneinzelnen Branchen ausmachen. So nutzen bei-spielsweise Dienstleistungsunternehmen das Inter-net zum Datenaustausch mit Externen oder zurInformationsbeschaffung wesentlich intensiver,als dies in anderen Branchen tätige Unternehmentun (vgl. Abbildung 23).Mit einem durchschnittlichen Wert von 3,49 Skalen-punkten, dies entspricht einer eher intensiven Nut-zung, finden sich Industrieunternehmen auf Platz 1hinsichtlich der Implementierung einer professio-nellen Website-Gestaltung wieder. Handelsunter-nehmen, die auf direkte Interaktion mit den Konsu-menten oder Kaufinteressierten angewiesen sind,landen mit 3,26 Skalenpunkten auf dem drittenPlatz vor dem Handwerk mit 2,94 Skalenpunkten.Die Spitzenreiterrolle übernehmen Handelsunter-nehmen in puncto Internetnutzung im Bereich B2Cmit 2,69 Skalenpunkten, dicht gefolgt von denDienstleistungsunternehmen. Auch hier belegt dasHandwerk die vierte und letzte Position.Und während im B2C-Segment der Handel bei derInternetnutzungsintensität führend ist, zeigt sich imBereich B2B die Industrie mit 2,55 Skalenpunktenam aufgeschlossensten. Diese Unterschiede spiegelnzu einem erheblichen Teil die strukturellen Beson-derheiten der Branchen wider: Handels- und Dienst-leistungsunternehmen nutzen das Internet verstärkt,um ihre primäre Zielgruppe anzusprechen – dieKonsumenten. Demgegenüber adressieren Indust-rieunternehmen eher andere Unternehmen undtreiben dementsprechend die Internetnutzung imBereich B2B voran.Wieder sticht ins Auge, dass Handwerksbetriebe mit1,83 und 2,27 Skalenpunkten sowohl im Bereich B2Cals auch B2B die geringste Nutzungsintensität desInternets aufweisen. Vor dem Hintergrund einerebenfalls unterdurchschnittlichen Nutzung vonE-Mail-Kommunikation im Vergleich zu den ande-ren Branchen zeigt sich im Jahr 2011, dass Hand-werksbetriebe noch ein deutliches Potenzial in derNutzung von E-Business-Anwendungen aufweisen.Es scheint, als ob das Handwerk somit noch immerzu einem nicht unerheblichen Teil auf das Potenzialdes Internets verzichtet oder andere, gegebenenfallskostenintensivere, aber bewährte Alternativenwählt.Tabelle 1: Top 3 meistgenutzte E-Business-Anwendungen – Vergleich nach Branchen Basis: n = 1.616 | Skala von 1 bis 5: 1 = „keine Nutzung“; 5 = „sehr intensive Nutzung“Dienstleistung Industrie Handel HandwerkE-Mail-Kommunikation(4,48 Skalenpunkte)E-Mail-Kommunikation(4,37 Skalenpunkte)E-Mail-Kommunikation(4,11 Skalenpunkte)Online-Banking(4,27 Skalenpunkte)Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem Netz(4,03 Skalenpunkte)Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem Netz(4,05 Skalenpunkte)Online-Banking(4,00 Skalenpunkte)Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem Netz(3,91 Skalenpunkte)Online-Banking(3,97 Skalenpunkte)Schutzmaßnahmen zurDatensicherung(3,92 Skalenpunkte)Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem Netz(3,83 Skalenpunkte)E-Mail-Kommunikation(3,87 Skalenpunkte)
  • 37. 36 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5B2B: Business-to-BusinessB2C: Business-to-Consumer**Online-BeschaffungAufwändige Website-Gestaltung**Datenaustausch mit Externen**Schutzmaßnahmen zur Datensicherung**Informationsbeschaffung**Schutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-Banking**E-Mail-Kommunikation**4,114,374,483,874,003,723,974,273,834,054,033,913,643,613,873,223,613,923,843,553,473,653,903,363,263,493,422,942,562,632,422,502,692,072,531,832,402,552,372,27Abbildung 23: Internetnutzung Top Ten – Vergleich nach Branchen16Lesebeispiel: Die E-Mail-Kommunikation wird von Dienstleistungsunternehmen mit einem Mittelwert von 4,48 Skalenpunkten intensivbis sehr intensiv genutzt.Handel Industrie Dienstleistung Handwerk16 Test: ANOVA.
  • 38. 375 Ergebnisse nach BranchenIndustrieHandelDienstleistungHandwerkIndustrieHandelDienstleistungHandwerkIndustrieHandelDienstleistungHandwerk1 2 3 4 5IndustrieHandelDienstleistungHandwerk3,904,404,104,604,504,704,404,804,304,504,004,304,004,203,704,101,702,601,502,301,702,401,702,401,401,801,702,501,502,001,802,60Abbildung 24: Prognostizierte Nutzungsintensität von ausgewählten E-Business-Anwendungen in zwei Jahren– Vergleich nach BranchenE-Mail-Kommunikation**Online-Banking**B2G: Business to GovernmentElektronische Unterstützung der Logistik**Lesebeispiel: Die E-Mail-Kommunikation wird von Handwerksbetrieben mit einem Skalenwert von 3,90 oft bis sehr oft genutzt.Heutige Nutzung Nutzung in zwei Jahren
  • 39. 38 5 Ergebnisse nach BranchenBranchenübergreifend wird ein deutlicher Trend fürdie nähere Zukunft offensichtlich: In ihrer Gesamt-heit erwarten alle Unternehmen eine intensivere In­­ternetnutzung in sämtlichen Anwendungsfeldern. ImBereich der E-Mail-Kommunikation rechnen alle Un­­­ternehmen mit einer wesentlichen Intensivierung, dieslegen durchschnittliche Werte von weit über vier Ska-lenpunkten für das Jahr 2013 nahe (vgl. Abbildung 24auf Seite 37).Ein Anstieg um 0,9 auf 2,6 Skalenpunkte für das Jahr2013 lässt zudem erahnen, dass Handwerksbetriebeeine erheblich intensivere Nutzung des Internets imBereich B2G (Business-to-Government) anstreben.Um die begehrten öffentlichen Aufträge zu erhalten,muss das Handwerk zukünftig verstärkt auf dasInternet setzen und könnte aufgrund dieser offiziel-len Vorschriften sogar die Vorreiterrolle in diesemspeziellen Bereich einnehmen.Im Jahr 2011 fristet die internetbasierte elektroni-sche Unterstützung der Logistik noch eher einNischendasein. Dies könnte sich nach den Angabender befragten Unternehmen jedoch langsamändern. Hier scheinen vor allem Handel und Indust-rie in besonderem Maße aufgeschlossen zu sein. Bei-de Branchen erwarten bis 2013 eine Intensivierungder Internetnutzung im Hinblick auf die elektroni-sche Logistikunterstützung. Dies wird durch einenjeweiligen Anstieg von 0,8 Punkten auf 2,5 bzw. 2,6Skalenpunkte deutlich.Den höchsten Informationsbedarf lassen Unterneh-men aller Branchen zum Thema Web-Controllingerkennen (vgl. Abbildung 25 auf Seite 39). Mit 17,7bzw. 18,6 Prozent ist dieser bei Handel und Hand-werk am stärksten ausgeprägt. Den mit Abstandhöchsten Informationsbedarf führen Handelsunter-nehmen mit 20,2 Prozent zum Thema Einbindungvon Web 2.0-Elementen auf der Website an. Diesdürfte zu einem erheblichen Teil darauf zurückzu-führen sein, dass gerade Handelsunternehmen, diesich kritischen und zum Anbieterwechsel neigendenKonsumenten gegenübersehen, um die Gunst ihrerKundschaft mit aktuellen, anspruchsvollen und inte-ressanten Website-Inhalten buhlen müssen. In die-sem Feld weisen Industrieunternehmen mit Abstandden geringsten Informationsbedarf auf, wohl auchbedingt durch die bereits heute weit fortgeschritte-ne Nutzungs­intensität anspruchsvollen Website-Designs.Obwohl das Handwerk bezogen auf die Nutzungs­intensität des Internets das größte Ausbaupotenzialaufzeigt, fallen dennoch die Handelsunternehmenmit dem höchsten Informationsbedarf auf. Geradezum Thema Mobile Business geben 15,2 Prozent derHandelsunternehmen einen Informationsbedarf an.Um in diesem zukunftsträchtigen Segment desE-Business erfolgreich bestehen zu können, ist einefrühzeitige thematische Auseinandersetzung undEinarbeitung zwingend notwendig. Diese Einsichtreift in besonderem Maße in den Chefetagen derHandelsunternehmen.Die Branchenzugehörigkeit von Unternehmen wirktsich auch direkt auf das Nutzungsverhalten bezüg-lich mobiler Anwendungen aus. Branchenübergrei-fend am verbreitetsten kommen diese im Bereichder Kundenakquisition/Kundenservice zum Ein-satz. Die Potenziale werden hier bereits heute voneinem weiten Kreis diverser Unternehmen ausge-schöpft. Auch zum Zweck der Werbung oderÖffentlichkeitsarbeit sowie der Auftrags- bzw.Angebotsbearbeitung des Vertriebs finden flexiblemobile Anwendungen bereits heute eine vergleich-bar rege Verwendung für KMU. Heraus sticht dierelativ zurückhaltende Verwendung dieser Anwen-dungen durch das Handwerk im Bereich der Wer-bung und Öffentlichkeitsarbeit.Eine deutlich unterdurchschnittliche Verwendungmobiler Anwendungen im Bereich Beschaffung oderWarenannahme sowie Logistik und Transport durchDienstleistungsunternehmen ist unmittelbar derenwirtschaftlicher Ausrichtung geschuldet: Als Anbietervon Dienstleistungen anstelle von Gütern habendiese generell einen geringeren Bedarf an Anwen-dungen bezüglich des Handlings und Transportsphysischer Güter. Konsequenterweise kommen mo­­­bile Anwendungen im Rahmen des Personalmana­ge­ments bzw. der Weiterbildung oder der Leistungser-bringung bei Dienstleistungsunternehmen inüber­­durchschnittlichem Umfang zur Verwendung.
  • 40. 395 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %WissensmanagementElektronische RechnungslegungB2C: Business-to-ConsumerOnline-KundenserviceInnovative Web-AngeboteInnovative TechnologienMobile BusinessOnline-WerbungWeb-ControllingWeb 2.0-Elemente auf der Website*20,2 %9,1 %15,2 %14,8 %17,7 %15,7 %14,9 %18,6 %16,1 %13,9 %14,9 %14,5 %15,2 %8,3 %12,2 %10,4 %14,8 %9,6 %13,8 %9,4 %13,6 %9,1 %10,8 %11,6 %12,4 %8,7 %9,9 %11,0 %12,4 %5,7 %9,9 %11,6 %12,4 %8,7 %9,1 %9,1 %11,1 %11,3 %12,0 %13,5 %Abbildung 25: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich nach Branchen17Lesebeispiel: Der Informationsbedarf zum Thema „Web-Controlling“ fällt mit einem Anteil von 18,6 Prozent für das Handwerk am höchsten aus.Handel Industrie Dienstleistung Handwerk17 Test: ANOVA
  • 41. 40 5 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Sonstige*Wartung/Instandsetzung**Produktion/LeistungserbringungPersonalmanagement/Weiterbildung*Logistik/Transport**Rechnungsstellung/ControllingManagement/Intranetzugang**Beschaffung/Warenannahme**Auftragsbearbeitung/Angebotsbearbeitung*Werbung/Öffentlichkeitsarbeit**Kundenakquisition/Kundenservice37,0 %30,9 %39,1 %32,5 %31,3 %24,8 %34,2 %18,6 %28,8 %27,0 %23,9 %28,4 %22,6 %19,6 %11,2 %22,1 %15,6 %19,6 %20,9 %11,0 %14,0 %12,6 %12,7 %10,7 %13,2 %19,6 %6,4 %5,0 %6,6 %6,5 %11,2 %5,7 %6,6 %7,8 %9,8 %7,3 %3,7 %13,0 %9,5 %8,8 %0,8 %3,9 %3,6 %2,5 %Abbildung 26: Nutzung mobiler Anwendungen in Geschäftsprozessen – Vergleich nach Branchen18Lesebeispiel: Dienstleistungsunternehmen greifen im Vergleich zu anderen Branchen mit 11,2 Prozent wesentlich seltener auf mobileAnwendungen im Bereich Beschaffung/Warenannahme zurück.Handel Industrie Dienstleistung Handwerk18 Test: ANOVA
  • 42. 415 Ergebnisse nach BranchenUmgekehrt liegt es in der Natur der Sache, dassIndustrieunternehmen einen erhöhten Verbrei-tungsgrad von mobilen Anwendungen im Rahmenvon Logistik und Transport sowie Wartung undInstandsetzung haben (vgl. Abbildung 26).Dienstleister nutzen am häufigsten mobile Anwen-dungen, lediglich 26,5 Prozent verzichten zur Gänzeauf Mobile Business-Anwendungen (vgl. Abbildung27). Der Anteil der auf mobile Anwendungen ver-zichtenden Unternehmen beträgt bei Industrie­unternehmen 27,8 und bei Handelsunternehmen29,2 Prozent. Jeder dritte Handwerksbetrieb greiftnicht auf die Unterstützung durch mobile Anwen-dungen zurück. Obwohl mobile Endgeräte – unddamit auch mobile Anwendungen – im Allgemeineneinen hohen Verbreitungsgrad aufweisen, verhältsich branchenübergreifend noch immer mehr alsein Viertel der Unternehmen reserviert gegenüberdieser Technologie.Gemäß dem Credo „Zeit ist Geld“ messen mit Aus-nahme der Industriebranche alle Unternehmen demZiel Zeiteinsparung eine größere Bedeutung alsdem Ziel Kostenreduktion bei (vgl. Abbildung 28 aufSeite 42). Die durchschnittliche höchste Bedeutunggewinnt Zeiteinsparung durch mobile Anwendun-gen bei Handelsunternehmen, wohingegen Hand-werksbetriebe der Kostenreduktion im Vergleichzu den anderen Unternehmen den höchsten Stellen-wert einräumen. Auch hier beeinflusst die bran-chenspezifische Produktions- oder Kostenstrukturdie Wichtigkeit der Ziele, die mittels des Einsatzesvon mobilen Anwendungen erreicht werden sollen.Die durchschnittlich effizienteste Realisierung vonZeiteinsparungen durch mobile Anwendungenoffenbart an dieser Stelle das Handwerk. Hier liegtder durchschnittliche Wert auf einer Skala von einsbis fünf bei 3,65 Skalenpunkten. Obgleich der Ziel­erreichungsgrad noch gesteigert werden kann, istes doch interessant zu beobachten, dass eben jeneBranche, die den geringsten Verbreitungsgrad anmobilen Anwendungen aufweist, zugleich denhöchsten Zielerreichungsgrad anzeigt, was insbe-sondere mit Blick auf die branchenbedingte Mobili-tät naheliegt.Ein ähnliches Bild bietet sich auch in Bezug auf dieZielerreichung der Kostenreduktion – auch hier er­­gibt sich für Handwerksbetriebe der höchste Skalen-wert mit 3,45 Punkten, direkt gefolgt von Industrieund Handel. Dienstleistungsunternehmen scheinenvon der Implementierung mobiler Anwendun­genim Hinblick auf die Kostenreduktion in geringeremUmfang zu profitieren als die anderen Branchen.0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %DienstleistungIndustrieHandelHandwerk 33,1 %29,2 %27,8 %26,5 %Abbildung 27: Keine Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach BranchenLesebeispiel: 29,2 Prozent der im Handel tätigen Unternehmen verzichten vollkommen auf mobile Anwendungen.
  • 43. 42 5 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 28: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen verfolgter Zieleim Bereich Prozessoptimierung – Vergleich nach Branchen5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5HandwerkZeit sparen3,653,80Handel 3,543,83Dienstleistung 3,413,79Industrie 3,463,64HandwerkKosten sparen3,453,71Handel 3,423,63Dienstleistung 3,253,55Industrie 3,433,67Bedeutung ZielerreichungLesebeispiel: Handelsunternehmen messen dem Ziel Zeiteinsparung eine hohe Bedeutung zu, wie ein durchschnittlicher Wert von3,83 Skalenpunkten zeigt.Abbildung 29: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen verfolgter Zieleim Bereich Kundengeschäft – Vergleich nach Branchen5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5HandwerkKundenbindung erhöhen3,253,18Handel 3,133,59Dienstleistung 3,313,69Industrie 3,303,32HandwerkKundenakquisition vereinfachen3,092,95Handel 3,183,53Dienstleistung 3,163,49Industrie 3,083,07Bedeutung ZielerreichungLesebeispiel: Mit einem durchschnittlichen Wert von 3,69 messen Dienstleistungsunternehmen der Verbesserung der Kundenbindungdurch den Einsatz mobiler Applikationen die höchste Bedeutung zu.Die Bedeutung mobiler Applikationen als Mediumzur vereinfachten Kundenakquise hat für Handels-und Dienstleistungsunternehmen die höchste Be­­deutung. Gleiches gilt für das Ziel, eine erhöhte Kun-denbindung zu ermöglichen (vgl. Abbildung 29).Bei der Realisierung des Ziels der vereinfachtenKundenakquisition geben die Unternehmen überalle Branchen hinweg durchschnittliche Werte vonetwa 3,1 Skalenpunkten an. Damit verbunden ist einmittlerer Zielerreichungsgrad, der als Indiz dafürgesehen werden kann, dass die Unternehmen zwarbereits einige Meilensteine bei der Implementie-rung von Mobile Business erreicht haben, trotzdemallerdings noch ein gutes Stück des Weges zu gehenhaben. Hier sind zielgerichtete, auf die Bedürfnisse
  • 44. 435 Ergebnisse nach Branchender einzelnen Branchen zugeschnittene Hilfestellun-gen eine wesentliche Determinante, um diesen Pro-zess voranzutreiben.Ein tendenziell höherer Zielerreichungsgrad kannim Rahmen erhöhter Kundenbindung festgestelltwerden. Hier bildet der Handel mit einem durch-schnittlichen Wert von 3,13 Skalenpunkten dasSchlusslicht, Industrie- und Dienstleistungsunter-nehmen bilden die Spitze. Gerade bei privaten Kon-sumenten kann jedoch eine stabile Kundenbindungein wesentliches Erfolgsmerkmal darstellen, so dassder Handel hier noch einen gewissen Nachholbedarfaufweist.Dienstleistungsunternehmen sprechen im Bran-chenvergleich mobilen Anwendungen mit 3,11 Ska-lenpunkten die höchste Bedeutung im Bereich derIntensivierung von Kooperationen zu. Darüberhinaus sehen sie das höchste Potenzial mobilerAnwendungen bei der Erfüllung der Anforderungenim Rahmen von Kooperationen.Die erfolgreiche Intensivierung von Kooperationenmittels der Verwendung von Mobile Business scheintbranchenübergreifend bereits teilweise zu gelingen,doch durchschnittliche Werte von 2,56 bis 2,93 Ska-lenpunkte deuten hier auch auf ein noch existieren-des Optimierungspotenzial hin. Dem gegenübersteht der schon heute höhere Zielerreichungsgradin Bezug auf die Anforderungserfüllung – der Pro-zess der Integration mobiler Anwendungen scheinthier schon weiter fortgeschritten zu sein, wie durch-schnittliche Werte zwischen 3,22 und 3,35 Skalen-punkten verdeutlichen (vgl. Abbildung 30).Abbildung 30: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen verfolgter Zieleim Bereich Kooperationen – Vergleich nach Branchen5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5HandwerkKooperationen intensivieren2,562,62Handel 2,882,94Dienstleistung 2,933,11Industrie 2,822,78HandwerkAnforderungen erfüllen3,223,31Handel 3,263,33Dienstleistung 3,303,55Industrie 3,353,32Bedeutung ZielerreichungLesebeispiel: Das Handwerk misst einer Intensivierung von Kooperationen mittels mobiler Anwendungen mit 2,62 Skalenpunkten eineunterdurchschnittliche Relevanz bei.
  • 45. 44 5 Ergebnisse nach BranchenDie Integration mobiler Lösungen in die bestehen-den Anwendungen von Unternehmen ist je nachStruktur mit einem hohen Aufwand verbunden. Ins-besondere „gewachsene“ Strukturen/technische Sys-teme, die, wie es bei KMU häufig der Fall ist, unter-schiedliche Schnittstellen aufweisen, erhöhen denAufwand (vgl. Abbildung 31).Mit Ausnahme der laufenden Kosten sehen sichIndustrieunternehmen im Vergleich zu den anderenBranchen in den Bereichen Mitarbeiterschulung,Informationssuche, Anschaffungskosten sowie Inte-gration in die unternehmensinterne IT-Infrastrukturdem größten Aufwand gegenüber.Handelsunternehmen müssen bei der Systemeinfüh-rung mobiler Applikationen im Allgemeinen inallen Punkten einen geringeren Aufwand erbringenals Handwerksbetriebe. Dieser Umstand kann alseine der Ursachen für den geringeren Verbreitungs-grad mobiler Anwendungen im Handwerk gesehenwerden.Den geringsten Aufwand in den Bereichen Anschaf-fungskosten, laufende Kosten und Mitarbeiterschu-lung müssen Dienstleistungsunternehmen betrei-ben. Die relevanten Komponenten des MobileBusiness verursachen im Branchenvergleich die mitdeutlichem Abstand geringsten laufenden Kosten inder Dienstleistungsbranche. Dieser komparativeVorteil begünstigt den höchsten Verbreitungsgradmobiler Applikationen im Dienstleistungsbereichgegenüber den anderen Zweigen.Handwerksbetriebe führen als primären Hinde-rungsgrund bezüglich der Verwendung mobilerApplikationen mit 38,1 Prozent das Fehlen vongeeigneten Geschäftsfeldern an (vgl. Abbildung32 auf Seite 45). Das erscheint sehr verwunderlich,bietet sich doch auch gerade das Handwerk mit sei-nen mobilen Einsatzfeldern vor Ort für den Einsatzmo­biler Lösungen, wie zum Beispiel mobiles Auf-maß, mobile Rechnung, mobiles Bezahlen, Flotten-management oder mobile Zeiterfassung, an. MitBlick auf die damit verbundenen Vorteile und dendaraus resultierenden Potenzialen mobiler Anwen-dungen wird jedoch deutlich, dass ein entsprechen-des Informationsangebot dringend notwendig ist.Abbildung 31: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen – Vergleich nach Branchen5 4 3 2 1 0Arbeitsaufwand aller KMU3,173,043,032,812,702,5 3 3,5Integration in bestehende SystemeAnschaffungskosten*Informationssuche vorabSchulung von MitarbeiternLaufende Kosten**Handwerk Handel Dienstleistung IndustrieLesebeispiel: Industrieunternehmen schätzen den Aufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen am höchsten ein.
  • 46. 455 Ergebnisse nach BranchenHandelsunternehmen führen als wichtigste Gründefehlendes Know-how (42,3 Prozent der relevantenUnternehmen) und mangelnde Informationen überkonkrete Anwendungen (39,4 Prozent) ins Feld. DieseStolpersteine lassen sich jedoch mit zielgerichtetenHilfestellungen zumindest partiell beseitigen, so dassauch im Handel tätige Unternehmen in verstärktemUmfang schon bald auf mobile Anwendungen setzenkönnten.Die Mehrheit der Dienstleistungs- und Industrie-unternehmen geben an, dass sie in keinem geeigne-ten Geschäftsfeld tätig sind (vgl. Abbildung 32).Weitere wesentliche Hinderungsgründe für die Ein-führung mobiler Anwendungen bei Industrieunter-nehmen sind mit jeweils 32,8 Prozent fehlendestechnisches Know-how und eine inadäquate Umset-zung in der Branche.Der Ausblick in die nähere Zukunft legt nahe, dassvor allem im Handels- und Dienstleistungssektor derVerwendungsgrad von Mobile Business überpropor-tional steigen wird (vgl. Abbildung 33 auf Seite 46).Von denjenigen Unternehmen, die im Jahr 2011 nochkeine mobilen Applikationen nutzen, geben 25,8Prozent der Handwerksbetriebe und 20,7 Prozentder Industrieunternehmen an, auch noch im Jahr2013 auf diese Hilfsmittel verzichten zu wollen.Der Großteil (59,8 bis 69,0 Prozent) der heute nochverzichtenden Unternehmen beabsichtigt jedoch, sichinnerhalb der kommenden zwei Jahre weiterhin zuinformieren und mögliche Anwendungen zu testen.Vor allem Handelsunternehmen lassen den amstärksten ausgeprägten Aufholdrang in SachenMobile Business erkennen – 10,6 Prozent der heutenoch ohne mobile Anwendungen arbeitendenUnternehmen wollen bis in zwei Jahren ein umfas-sendes mobiles System integriert haben.Abbildung 32: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen Top 4 – Vergleich nach BranchenKeine geeigneten GeschäftsfelderLesebeispiel: 39,1 Prozent der Industrieunternehmen führen ungeeignete Geschäftsfelder als Grund gegen mobile Anwendungen an.0 %20 %40 %60 %80 %100 %IndustrieDienstleistungHandelHandwerkMangelnde Informationen über AnwendungenFehlendes Know-how im Unternehmen Keine adäquate Umsetzung in der Branche38,1 %31,4 %26,7 %21,0 %42,3 %39,4 %16,9 %14,1 %37,8 %27,6 %24,4 %19,4 %39,1 %32,8 %32,8 %28,1 %
  • 47. 46 5 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 33: Prognostiziertes Nutzungsverhalten – Vergleich nach BranchenWir werden uns weiterhin informieren und mögliche Anwendungen testen.Lesebeispiel: 64,5 Prozent der Dienstleistungsunternehmen werden sich weiterhin über Mobile Business informieren undmögliche Anwendungen testen.0 %20 %40 %60 %80 %100 %IndustrieDienstleistungHandelHandwerkMobile Anwendungen kommen für uns auch in zwei Jahren nicht infrage.In zwei Jahren sollen erste Anwendungen integriert sein. In zwei Jahren soll ein umfassendes mobiles System integriert sein.59,8 %25,8 %13,4 %1,0 %68,2 %15,2 %10,6 %6,1 %64,5 %16,7 %12,8 %5,9 %69,0 %20,7 %10,3 %0,0 %HandwerkIm vorliegenden Kapitel ruht das Augenmerk aufden spezifischen Gegebenheiten des elektronischenGeschäftsverkehrs bei Handwerksbetrieben. DieErhebung erlaubt hier eine Identifikation vorhande-ner Unterschiede im Vergleich zu anderen Bran-chen.Insgesamt nahmen 318 Unternehmen aus der Hand-werksbranche an der diesjährigen NEG-Umfrage teil.Das entspricht einem Anteil an der Gesamtstichpro-be von 18,1 Prozent. Damit ist die Handwerksbranchebesser repräsentiert als in Gesamtdeutschland mitrund 10,8 Prozent (vgl. Abbildung 1 auf Seite 7). Mehrals die Hälfte der befragten Handwerksbetriebe sindKleinstunternehmen (53,8 Prozent). Kleine Unter-nehmen aus dem Handwerk sind mit 37,9 Prozentvertreten und mittlere Unternehmen mit 5,7 Pro-zent. Somit sind kleinere Unternehmen im Vergleichzur Gesamtstichprobe besser vertreten (vgl. Abbil-dung 2 auf Seite 8), mittlere Unternehmen unterre-präsentiert (14,5 Prozent). Rund zwei Drittel derBefragten sind entweder Inhaber aus dem Vorstandoder gehören der Geschäftsführung an, das sindrund zehn Prozent mehr als in der Gesamtstichprobe(vgl. Abbildung 3 auf Seite 9). 20,6 Prozent kommenaus dem kaufmännischen Bereich, was den 20,2 Pro-zent aus der Gesamtstichprobe relativ gut entspricht.Jedoch ist der IT-Bereich mit 2,8 Prozent im Gegen-satz zur Gesamtstichprobe mit 8,9 Prozent unterre-präsentiertMit Ausnahme von Online-Banking, -Beschaffungund Business-to-Government wird das Internetdurch das Handwerk weniger intensiv genutzt alsvon Unternehmen der anderen Wirtschaftszweige(vgl. Abbildung 34 auf Seite 48). Im Falle des Online-Bankings liegt der Wert für Handwerksbetriebe mit4,3 Skalenpunkten um 0,3 Skalenpunkte höher alsim Gesamtdurchschnitt. In den Bereichen Online-Beschaffung erfolgt seitens des Handwerks einedurchschnittliche Nutzung mit 2,5 Skalenpunkten(vgl. Abbildung 35 auf Seite 49). Trotz der im
  • 48. 475 Ergebnisse nach BranchenBranchenvergleich höheren Nutzung des Internetsim Bereich Business-to-Government wird dieseE-Business-Anwendung im Vergleich zu den ande-ren Optionen mit 1,7 Skalenpunkten (vgl. Abbildung36 auf Seite 50) eher wenig genutzt. Wie die anderenBranchen planen auch die befragten Handwerksbe-triebe, in ähnlichem Umfang das Internet verstärktim Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit nutzen zu wollen.Weiterführende Informationen: Femme digitaleFrauen nehmen in Handwerksbetrieben oft eine Schlüsselrolle ein. Sie entscheiden im Tagesgeschäft überviele Abläufe und Projekte. Gerade in KMU fehlt aber für gezielte Weiterbildungen häufig die Zeit.Mit seinem Projekt „Femme digitale“ unterstützt das NEG Frauen im Handwerk dabei, die Nutzung elektro-nischer Geschäftsprozesse in der täglichen Büroarbeit zu optimieren und das eigene Unternehmen gut imInternet zu präsentieren. So erleichtert „Femme digitale“ durch Beratung, Handlungsempfehlungen undVeranstaltungen Handwerksunternehmen den Einstieg in den elektronischen Geschäftsverkehr. Das Mate-rialangebot reicht von Broschüren, Online-Lernvideos und CD-ROMs zur idealen Büroorganisation bis hinzu Checklisten zur Auswahl einer passenden kaufmännischen Software.Weiterführende Informationen zum Thema „Femme digitale“ finden Unternehmen unterwww.femme-digitale.de und im Anhang auf Seite 123.
  • 49. 48 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Online-BeschaffungB2B: Business-to-BusinessAufwändige Website-GestaltungInformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenSchutzmaßnahmen zur DatensicherungE-Mail-KommunikationSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-Banking4,274,453,974,253,914,473,964,513,874,434,304,653,554,253,774,413,364,013,714,233,223,763,694,132,943,893,334,232,272,912,373,102,503,182,493,16Abbildung 34: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Die E-Mail-Kommunikation wird vom Handwerk mit einem Mittelwert von 3,87 bereits heute intensiv genutzt.Handwerk heute Handwerk in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 50. 495 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Web-ControllingInnovative TechnologienWissensmanagementLernprogramme mit Online-ElementenMöglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterB2C: Business-to-ConsumerElektronische RechnungslegungElektronische ZahlungssystemeMobile Business1,902,802,203,401,902,502,302,901,882,792,093,111,802,702,403,201,802,502,303,201,802,602,203,001,702,502,203,001,702,402,103,201,702,502,203,30Abbildung 35: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Web-Controlling wird vom Handwerk mit einem Mittelwert von 1,7 wenig intensiv genutzt.Handwerk heute Handwerk in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 51. 50 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Elektronische Unterstützung der LogistikWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteInnovative Web-AngeboteOnline-KundenserviceElektronische Unterstützung der RessourcenplanungElektronische VertriebsunterstützungOnline-VertriebB2G: Business-to-GovernmentOnline-Werbung1,702,802,103,301,702,621,662,441,642,392,072,921,572,132,043,011,562,051,882,541,542,331,852,521,532,342,073,091,412,271,853,041,351,761,532,11Abbildung 36: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Der Online-Vertrieb soll in zwei Jahren vom Handwerk mit einem Mittelwert von 2,39 intensiver genutzt werden.Handwerk heute Handwerk in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 52. 515 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Elektronische RechnungslegungInnovative TechnologienMobile BusinessOnline-KundenserviceB2C: Business-to-ConsumerInnovative Web-AngeboteWissensmanagementOnline-WerbungWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteWeb-Controlling18,6 %15,7 %14,8 %14,3 %14,5 %13,7 %13,5 %11,5 %11,6 %10,4 %11,6 %9,5 %11,0 %10,0 %10,4 %11,5 %9,4 %9,1 %11,8 %9,4 %Abbildung 37: Informationsbedarf Top 10 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.863 | nHandwerk= 318 | MehrfachnennungenLesebeispiel: 14,5 Prozent der Handwerksbetriebe geben Informationsbedarf zu Online-Werbung an.Handwerk Alle UnternehmenWie bereits herausgearbeitet, nutzt das Handwerkeinige Aspekte des elektronischen Geschäftsverkehrsnoch unterdurchschnittlich intensiv. Vor dem Hin-tergrund einer geplanten ansteigenden Nutzungs­intensität ergibt sich jedoch für die Handwerks­betriebe ein erhöhtes Informationsbedürfnis .(vgl. Abbildung 37).Der Informationsbedarf ist bezüglich Web-Control-ling, Wissensmanagement und im Bereich B2C über-durchschnittlich stark ausgeprägt – hier zeigen diebefragten Handwerksbetriebe ein reges Interesse.Anders gestaltet es sich in Bezug auf innovativeTechnologien und Mobile Business, denn hier ist dasInformationsdürfnis geringer als im Branchenver-gleich. Handwerksbetriebe stehen diesen Aspekten,relativ zur Gesamtheit der Unternehmen, noch eherreserviert gegenüber.
  • 53. 52 5 Ergebnisse nach Branchenkeine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %keine Nutzung33,1 %Nutzung66,9 %Abbildung 38: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.807 | nHandwerk= 317Lesebeispiel: 66,9 Prozent der befragten Unternehmen der Handwerksbranche nutzen mobile Anwendungen.Alle Unternehmen HandwerksbrancheWährend durchschnittlich 27,3 Prozent aller befrag-ten Unternehmen auf die Nutzung mobiler Anwen-dungen verzichten, ist es bei den Handwerksbetrie-ben bereits jeder Dritte (vgl. Abbildung 38).Am häufigsten kommen mobile Anwendungen beiHandwerksbetrieben im Rahmen der Kunden­akquisition oder des Kundenservice zum EinsatzMit 32,5 Prozent nutzen Handwerksunternehmendiese Option nur geringfügig seltener als andereUnternehmen (vgl. Abbildung 39 auf Seite 53).Die Einsatzgebiete Auftrags- oder Angebotsbe-arbeitung und Beschaffung oder Warenannah-me landen auf den Plätzen zwei und drei. 28,4 bzw.22,1 Prozent der befragten Handwerksbetriebe grei-fen auf die Unterstützung durch mobile Anwendun-gen in diesen Bereichen zurück und weisen somiteine überdurchschnittliche Nutzungshäufigkeit auf.Demgegenüber haben sich im Vergleich mit derGesamtheit aller betrachteten Branchen mobileAnwendungen zur Unterstützung von Werbungoder Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Manage-ment oder Intranetzugang weniger stark durchge-setzt. Hier bietet sich dem Handwerk bislang nochunerschlossenes Potenzial.Kaum genutzt wird Mobile Business im Handwerkim Bereich Personalmanagement/Weiterbildungbzw. Logistik/Transport (vgl. Abbildung 40 auf Seite53). Nur 5,7 bzw. 5,0 Prozent der Handwerksunter-nehmen geben diesen Verwendungszweck mobilerAnwendungen an. Die Ergebnisse zeigen, dass mobi-le Anwendungen in den Bereichen, die nicht zumunmittelbaren Geschäftszweck gehören, eher seltenVerwendung finden. Handwerksunternehmenschei­nen bislang noch nicht für alle Unternehmens-bereiche die Möglichkeiten und das Potenzial mobi-ler Anwendungen hinreichend erkannt zu haben.
  • 54. 535 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 39: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 –Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.845 | nHandwerk= 317 | MehrfachnennungLesebeispiel: 22,1 Prozent der Handwerksbetriebe setzen mobile Anwendungen zur Beschaffung oder Warenanahme ein.0 %20 %40 %60 %80 %100 %Management/IntranetzugangWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitBeschaffung/WarenannahmeAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungKundenakquisition/KundenserviceHandwerk Alle Unternehmen32,5 % 34,7 %28,4 %24,4 % 22,1 %15,1 %11,0 %17,5 %18,6 %28,1 %0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %keine NutzungSonstigeLogistik/TransportPersonalmanagement/WeiterbildungProduktion/LeistungserbringungWartung/InstandsetzungRechnungsstellung/ControllingManagement/IntranetzugangWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitBeschaffung/WarenannahmeAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungKundenakquisition/Kundenservice 32,5 %28,4 %22,1 %18,6 %11,0 %10,7 %8,8 %7,3 %5,0 %5,7 %2,5 %33,1 %Abbildung 40: Nutzung mobiler Anwendungen im HandwerkBasis: n = 317 | MehrfachnennungLesebeispiel: 8,8 Prozent der im Handwerk tätigen Unternehmen bringen mobile Anwendungen im Bereich Wartung oderInstandsetzung zum Einsatz.
  • 55. 54 5 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 41: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungen verfolgten Ziele –Vergleich der Handwerksbranche mit allen BranchenBedeutung HandwerkLesebeispiel: Mit 3,8 Skalenpunkten messen die Teilnehmer dem Ziel Zeiteinsparung die höchste Bedeutung zu.12345KooperationenintensivierenKunden-akquisitionKundenbindungerhöhenAnforderungenerfüllenKostenreduzierenZeit sparenBedeutung für alle UnternehmenZielerreichung Handwerk Zielerreichung alle Unternehmen3,803,773,653,493,713,593,453,343,453,313,303,223,513,283,253,183,323,183,092,952,922,852,622,56Außer der Zeiteinsparung und Kostenreduktionmessen Handwerksbetriebe den anderen Zielen, wieVereinfachung der Kundenakquisition, Erhöhungder Kundenbindung, Intensivierung der Kooperati-on und Anforderungserfüllung, in Relation zurGesamtheit aller Unternehmen eine unterdurch-schnittliche Bedeutung bei. Auf einer Skala von 1 fürsehr geringe Bedeutung bis 5 für sehr hohe Bedeu-tung wird Zeiteinsparung mit 3,8 Skalenpunkten alswichtigstes Ziel bei der Verwendung von mobilenAnwendungen gesehen (vgl. Abbildung 41). Diegeringste Bedeutung aus Sicht des Handwerkserlangt dabei der Aspekt der Intensivierung derKooperation mit einem durchschnittlichen Wertvon 2,62 Skalenpunkten. Hier geben im Handwerktätige Unternehmen auch den niedrigsten Zielerrei-chungsgrad mit 2,56 Skalenpunkten zu Protokoll.Dieser Wert steht auf einer Skala von 1 für sehr gerin-ge Zielerreichung bis 5 für sehr hohe Zielerreichungfür eine bisher teilweise erfolgreiche Verwendungvon Mobile Business, deren Effizienz jedoch nochgesteigert werden kann.Von den Handwerksbetrieben, die bereits heuteMobile Business betreiben, wird die Integration inbestehende Systeme als größte Herausforderunggesehen (vgl. Abbildung 42 auf Seite 55). HoheAnschaffungskosten und die Informationssuche vor-ab stellen den zweit- bzw. dritthöchsten Aufwandaus Sicht der befragten Handwerksunternehmendar. Mit einem durchschnittlichen Wert von 2,83Skalenpunkten werden die laufenden Kosten als dergeringste Aufwand empfunden.Die größte Herausforderung bei der Einführungmobiler Systeme im Handwerk sind konsequenter-weise weniger laufende Kosten im Betrieb, sondernvielmehr vorbereitende Maßnahmen, der Erwerbund die tatsächliche Einführung des Systems.
  • 56. 555 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 42: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen im HandwerkBasis: n = 173 | Skala von 1 bis 5: 1 = „sehr geringer Aufwand“; 5 = „sehr hoher Aufwand“Lesebeispiel: Den geringsten Aufwand sehen Handwerksunternehmen mit durchschnittlich 2,83 Skalenpunkten in den laufenden Kosten.12345LaufendeKostenSchulung vonMitarbeiternInformationssuchevorabAnschaffungs-kostenIntegration inbestehende Systeme3,203,133,022,88 2,830 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternMangelnde Akzeptanz derMitarbeiter/GeschäftsführungNicht kompatibel mit bestehenden SystemenVerwaltungsaufwand zu hochZu kompliziertKeine adäquate Umsetzung in der BrancheZu teuerFehlendes Know-how im UnternehmenMangelnde Informationen über AnwendungenKeine geeigneten GeschäftsfelderAbbildung 43: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen im HandwerkBasis: n = 105 | MehrfachnennungLesebeispiel: Zu hohe Kosten werden von 21,9 Prozent der Handwerksbetriebe als ein Hinderungsgrund für die Einführungmobiler Anwendungen gesehen.38,1 %31,4 %26,7 %21,9 %21,0 %20,0 %16,2 %14,3 %2,9 %11,4 %3,8 %
  • 57. 56 5 Ergebnisse nach BranchenDer meistgenannte Grund für das Drittel der Hand-werksunternehmen, das bislang auf Mobile Businessverzichtet, ist mit 38,1 Prozent das Fehlen einesgeeigneten Geschäftsfelds (vgl. Abbildung 43 aufSeite 55). Nicht vorhandenes Wissen und Informa­tionen stellen ebenfalls ausschlaggebende Hinde-rungsgründe dar. Die Kosten, fehlende branchen-spezifische Realisierung oder die Komplexität mo­­bilerSysteme werden jeweils von etwa 20 bis 22 Prozentder Befragten angeführt.Der Mangel an geeigneten externen Dienstleistern,die mobile Anwendungen in das System integrierenoder Unterstützung gewähren könnten, ist mit nur2,9 Prozent Nennung durch die Befragten der nach-rangigste Grund für eine ausbleibende Nutzung vonMobile Business.Knapp 60 Prozent der Handwerksunternehmen, diebisher über keine mobilen Anwendungen verfügen,wollen sich bis zum Jahr 2013 zumindest weiterhininformieren und mögliche Anwendungen testen(vgl. Abbildung 44). 13,4 Prozent geben an, ersteAnwendungen bereits innerhalb dieses zeitlichenIntervalls integrieren zu wollen. Lediglich ein Pro-zent erwartet, bis dahin schon ein umfassendesmobiles System in die IT-Architektur integriert zuhaben.Gut ein Viertel der befragten Handwerksunterneh-men schließt auch bis zum Jahr 2013 aus, mobileAnwendungen testen oder gar einführen zu wollen.Dieser Ablehnungsgrad ist der ausgeprägteste unterallen betrachteten Branchen (vgl. Abbildung 21 aufSeite 33).0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Mobile Anwendungen kommen für unsauch in zwei Jahren nicht infrageIn zwei Jahren soll ein umfassendesmobiles System integriert werdenIn zwei Jahren sollen ersteAnwendungen integriert werdenWir werden uns weiterhin informieren undmögliche Anwendungen testen59,8 %13,4 %1,0 %25,8 %Abbildung 44: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen im HandwerkBasis: n = 97Lesebeispiel: 13,4 Prozent der Handwerksbetriebe wollen bis 2013 erste mobile Anwendungen in das bestehende System integriert haben.
  • 58. 575 Ergebnisse nach BranchenHandel12,5 Prozent der befragten Unternehmen gehörender Handelsbranche an. Das entspricht 243 Unter-nehmen. 61, 8 Prozent der Befragten sind in Kleinst-unternehmen, 19,5 Prozent in kleinen und 13,7 Pro-zent in mittleren Unternehmen tätig. Im Vergleichzur Gesamtstichprobe mit 51,9 Prozent (vgl. Abbil-dung 2 auf Seite 8) werden vor allem die Kleinstun-ternehmen der Handelsbranche repräsentiert. DieTätigkeitsbereiche der Befragten sind dem Ergebnisder Gesamtstichprobe sehr ähnlich (vgl. Abbildung 3auf Seite 9). So gehören über 60 Prozent der Be­­frag­ten aus dem Handel zum Vorstand, in der Gesamt­stichprobe sind es 57,8 Prozent. Mit 19,1 Prozentkommen die Befragten vergleichsweise weniger ausdem kaufmännischen (-1,1 Prozent), dafür aber mit11,2 Prozent vermehrt aus dem IT-Bereich (+2,3 Pro-zent).Die Top 3 der Internetanwendungen, auf die sich derHandel im Geschäftsalltag stützt, sind E-Mail-Kom-munikation, Online-Banking und Schutzmaß-nahmen vor Angriffen aus dem Netz (vgl. Ab­­bildung 45 auf Seite 58). Schutzmaßnahmen zurSiche­rung von Geschäftsdaten rangieren in Bezugauf die Nutzungsintensität mit einem durchschnitt-lichen Wert von 3,61 Skalenpunkten auf dem viertenPlatz.Innerhalb der zehn heute am intensivsten genutzteninternetbasierten Anwendungen planen die befrag-ten Handelsunternehmen, vor allem im Bereichprofessioneller Website-Gestaltung und B2C dieVerwendungsmöglichkeiten erheblich und im Ver­­gleich zu anderen Branchen sogar überdurch-schnittlich stark ausbauen zu wollen. Dies legendurchschnittlich um einen Skalenpunkt ansteigendeWerte im Zeitraum von 2011 bis 2013 nahe.Zugleich zeichnet sich auch ein starker und über-durchschnittlicher Nutzungsanstieg in Bezug auf dieNutzung elektronischer Zahlungssysteme (vgl.Abbildung 46 auf Seite 59) und des Online-Ver-triebs (vgl. Abbildung 47 auf Seite 60) ab. Währenddie Gesamtheit der Branchen mit einem Anstieg derNutzungsintensität des Online-Vertriebs in dennächsten zwei Jahren rechnet, der einem Anstieg von2,1 auf 2,9 Skalenpunkte entspricht, so erwartet derHandel einen Anstieg von 2,9 auf 4,0 Skalenpunkte.Zusätzlich fällt auf, dass Handelsunternehmenbesonderes Augenmerk auf die intensivierte Nut-zung von internetbasierten Anwendungen legen,wenn diese der Konsumentenansprache und darausresultierenden Geschäftsoptionen dienlich sind.Hier setzt der Handel verstärkt auf das Potenzial desInternets, um Konsumenten anzusprechen und derenBedürfnissen entgegenzukommen, sei es durcherweiterte Online-Vertriebsoptionen, ein besseresInformationsangebot, die Verwendung innovativerWeb-Angebote, die Einbindung von Web 2.0-Elemen-ten oder vereinfachte Zahlungsverfahren.
  • 59. 58 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5B2C: Business-to-ConsumerOnline-VertriebAufwändige Website-GestaltungDatenaustausch mit ExternenInformationsbeschaffungSchutzmaßnahmen zur DatensicherungSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-BankingE-Mail-Kommunikation4,114,614,304,654,004,343,974,253,834,513,964,513,614,383,774,413,644,143,694,133,474,193,714,233,264,333,334,232,904,002,102,902,693,742,373,24Abbildung 45: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Online-Banking wird im Handel mit einem Mittelwert von 4,0 sehr intensiv genutzt.Handel heute Handel in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 60. 595 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Online-KundenserviceLernprogramme mit Online-ElementenMöglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterElektronische VertriebsunterstützungElektronische RechnungslegungWeb-ControllingB2B: Business-to-BusinessElektronische ZahlungssystemeOnline-Beschaffung2,603,402,503,202,513,442,292,932,403,182,373,102,443,582,243,252,203,302,103,102,203,202,003,002,193,082,313,162,143,042,152,992,103,201,902,50Abbildung 46: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen= „sehr intensive Nutzung“Lesebeispiel: Elektronische Zahlungssysteme werden im Handel mit einem Mittelwert von 2,51 Skalenpunkten weniger intensiv genutzt.Handel heute Handel in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 61. 60 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5B2G: Business-to-GovernmentElektronische Unterstützung der LogistikInnovative TechnologienWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteMobile BusinessElektronische Unterstützung der RessourcenplanungInnovative Web-AngeboteOnline-WerbungWissensmanagement2,052,892,183,032,023,452,123,282,003,302,103,102,002,801,902,501,993,312,243,371,903,301,903,001,903,102,103,201,702,501,502,101,502,301,702,40Abbildung 47: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Der Handel plant Online-Werbung mit einem Mittelwert von 3,45 Skalenpunkten in zwei Jahren intensiv zu nutzen.Handel heute Handel in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 62. 615 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %WissensmanagementElektronische RechnungslegungB2C: Business-to-ConsumerOnline-KundenserviceInnovative Web-AngeboteInnovative TechnologienMobile BusinessOnline-WerbungWeb-ControllingWeb 2.0-Elemente auf der Website20,2 %14,3 %17,7 %15,7 %16,0 %13,7 %15,2 %11,5 %14,8 %11,8 %13,6 %10,4 %12,3 %10,0 %12,3 %9,5 %12,3 %11,1 %9,4 %11,5 %Abbildung 48: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.863 | nHandel= 243 | MehrfachnennungLesebeispiel: 17,7 Prozent der Handelsunternehmen geben an, Informationsbedarf im Bereich Web-Controlling zu haben.Handel Alle UnternehmenMit Ausnahme des Wissensmanagements offenba-ren die Handelsunternehmen in allen Bereichen imDurchschnitt einen höheren Informationsbedarf alsdie Gesamtstichprobe (vgl. Abbildung 48). Am deut-lichsten wird der unterschiedliche Informationsbe-darf zum Thema Einbindung von Web 2.0-Elementenauf der Website und Mobile Business. Hier beträgtdie Differenz 5,9 bzw. 3,7 Prozentpunkte. Wie beiden Ausführungen zur Entwicklung der Nutzungs­intensität bereits aufgezeigt, planen die im Handeltätigen Unternehmen teilweise eine erheblich inten-sivere Nutzung ausgewählter Aspekte, vor allem derWeb 2.0-Elemente. Um zufriedenstellende Lösungenentwickeln zu können und den für das Unternehmengeeignetsten Realisierungsweg zu finden, bestehtim Voraus naheliegenderweise ein erhöhtes Infor-mationsbedürfnis.
  • 63. 62 5 Ergebnisse nach Branchen70,8 Prozent der Handelsunternehmen gaben an,bereits mobile Anwendungen zu nutzen. DieserWert liegt nah beim durchschnittlichen Nutzungs­niveau der Gesamtstichprobe von rund 73 Prozent(vgl. Abbildung 49).Sieht man von Management- oder Intranetzugangs-funktionen ab, so werden sämtliche Top-5- Funk­tions­­bereiche mobiler Anwendungen durch Handelsunter­nehmen überdurchschnittlich häufig abge­­deckt(vgl. Abbildung 50). Vor allem auf Kundenan­spracheausgerichtete Funktionen werden von Handels­unternehmen gerne unter Verwendung mobilerAnwendungen bedient. 37 Prozent der befragtenHandelsunternehmen nutzen Mobile Business imRahmen von Kundenakquisition oder -service,31,3 Prozent für Werbe- oder Öffentlichkeitsarbeits-zwecke.keine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %keine Nutzung29,2 %Nutzung70,8 %Abbildung 49: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.807 | nHandel= 243Lesebeispiel: 29,2 Prozent der Handelsunternehmen nutzen keine mobilen Anwendungen.Alle Unternehmen HandelsbrancheAbbildung 50: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.845 | nHandel= 243 | MehrfachnennungLesebeispiel: 28,8 Prozent der Handelsunternehmen nutzen mobile Anwendungen zur Auftrags- oder Angebotsbearbeitung.Handel Alle Unternehmen0 %20 %40 %60 %80 %100 %Management/IntranetzugangBeschaffung/WarenannahmeAuftrags-/Angebots-bearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice37,0 % 34,7 %31,3 %28,1 % 28,8 %24,4 %15,6 % 17,5 %22,6 %15,1 %
  • 64. 635 Ergebnisse nach BranchenAus naheliegenden Gründen kommen mobileAnwendungen primär in den für Handelsunterneh-men typischen Arbeitsbereichen zum Einsatz (vgl.Abbildung 51). Konsequenterweise finden mobileAnwendungen in den Bereichen, die nicht zumunmittelbaren Geschäftszweck gehören, eher seltenVerwendung. Der Aufwand, der mit der Implemen-tierung von Mobile Business verbunden ist, rechnetsich hauptsächlich in solchen Bereichen, in denensich regelmäßig wiederholte Arbeitsabläufe erheb-lich effizienter gestalten lassen. Dementsprechendspielen mobile Anwendungen in den BereichenWartung und Instandsetzung, Personalmanage-ment und Weiterbildung oder Produktion eineuntergeordnete Rolle. Mobile Anwendungen, diehingegen einer Verbesserung des Kundenservicedienen, führen das Feld mit 37 Prozent an. Gefolgtvon Öffentlichkeitsarbeit mit 31,3 Prozent undVertriebsapplikationen mit 28,8 Prozent.0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %keine NutzungSonstigeWartung/InstandsetzungProduktion/LeistungserbringungPersonalmanagement/WeiterbildungLogistik/TransportRechnungsstellung/ControllingManagement/IntranetzugangBeschaffung/WarenannahmeAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice 37,0 %31,3 %28,8 %22,6 %15,6 %14,0 %13,2 %6,6 %3,7 %6,6 %0,8 %29,2 %Abbildung 51: Nutzung mobiler Anwendungen im HandelBasis: n = 243 | MehrfachnennungLesebeispiel: 13,2 Prozent der Handelsunternehmen setzen bei Logistik- oder Transportaufgaben auf mobile Anwendungen.
  • 65. 64 5 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 52: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungen verfolgten Ziele –Vergleich der Handelsbranche mit allen BranchenBedeutung HandelLesebeispiel: Mit 3,83 Skalenpunkten misst der Handel mobilen Anwendungen das höchste Zeiteinsparungspotenzial bei.12345KooperationenintensivierenKunden-akquisitionKundenbindungerhöhenAnforderungenerfüllenKostenreduzierenZeit sparenBedeutung für alle UnternehmenZielerreichung Handel Zielerreichung alle Unternehmen3,833,773,543,493,633,593,423,343,593,513,283,133,533,323,183,183,453,333,303,262,942,922,882,85Im Wesentlichen misst der Handel den Zielen, diedurch Mobile Business erreicht werden sollen, einevergleichbar hohe Bedeutung bei (vgl. Abbildung52). Bei der Kundenakquise sehen Handelsunter-nehmen ein höheres Potenzial mobiler Anwendun-gen als die Gesamtstichprobe.Den höchsten Zielerreichungsgrad verzeichnen imHandel tätige Unternehmen mit einem durch-schnittlichen Wert von 3,54 Skalenpunkten in Bezugauf Zeiteinsparungen, den niedrigsten im BereichIntensivierung von Kooperationen mit anderenMarktakteuren.Ähnlich wie Unternehmen der Handwerksbranchekonstatieren auch Handelsunternehmen, dass dieSystemintegration, die Anschaffungskosten und dievorherige Informationssuche diejenigen Aktivitätenim Zuge der Einführung von mobilen Anwendun-gen sind, die den höchsten Aufwand erfordern (vgl.Abbildung 53 auf Seite 65). Mit einem durchschnitt-lichen Wert voncircadreivonfünfSkalenpunktenwirderkennbar, dass die Einführung von Mobile Businesszwar durchaus nicht vernachlässigbare Ressourcenerfordert, dabei jedoch keinen unverhältnismäßighohen und daher kaum schulterbaren Aufwand ver-ursacht.Mit großem Abstand werden fehlendes Know-howvon 42,3 Prozent und mangelnde anwendungsspezi-fische Informationen von 39,4 Prozent des Handelsals die beiden wichtigsten Gründe für den bisheri-gen Verzicht von Mobile Business angeführt (vgl.Abbildung 54 auf Seite 65). Hohe Kosten oder dieKomplexität des Systems werden nur von 21,1 bzw.18,3 Prozent der im Handel aktiven Unternehmengenannt. Mitarbeiter und Geschäftsführung stehensomit der mobilen Technologie recht aufgeschlos-sen gegenüber. Ebenfalls stellt ein mangelndesAngebot an geeigneten Dienstleistern kaum einenrelevanten Hinderungsgrund für die Mehrheit derbefragten bisher auf mobile Anwendungen verzich-tenden Handelsunternehmen dar.
  • 66. 655 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 53: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen im HandelBasis: n = 137 | Skala: 1 = sehr niedriger Aufwand; 5 = sehr hoher AufwandLesebeispiel: Der Arbeitsaufwand für die Schulung der Mitarbeiter wird mit 2,81 Skalenpunkten im mittleren Bereich eingeschätzt.12345LaufendeKostenSchulung vonMitarbeiternInformationssuchevorabAnschaffungs-kostenIntegration inbestehende Systeme3,133,102,932,81 2,770 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternMangelnde Akteptanz derMitarbeiter/GeschäftsführungNicht kompatibel mit bestehenden SystemenKeine adäquate Umsetzung in der BrancheVerwaltungsaufwand zu hochKeine geeigneten GeschäftsfelderZu kompliziertZu teuerMangelnde Informationen über AnwendungenFehlendes Know-how im Unternehmen 42,3 %39,4 %21,1 %18,3 %16,9 %15,5 %14,1 %12,7 %4,2 %5,6 %8,5 %Abbildung 54: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen im HandelBasis: n = 71 | MehrfachnennungLesebeispiel: 12,7 Prozent der Handelsunternehmen geben als Grund für den Verzicht auf mobile Anwendungen die Inkompatibilitätmit dem bestehenden System an.
  • 67. 66 5 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Mobile Anwendungen kommen für unsauch in zwei Jahren nicht infrageIn zwei Jahren soll ein umfassendesmobiles System integriert werdenIn zwei Jahren sollen ersteAnwendungen integriert werdenWir werden uns weiterhin informierenund mögliche Anwendungen testen68,2 %15,2 %10,6 %6,1 %Abbildung 55: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen im HandelBasis: n = 66Lesebeispiel: 15,2 Prozent der Handelsunternehmen, die bislang auf Mobile Business verzichten, wollen innerhalb der folgendenzwei Jahre erste Anwendungen intergrieren.Von den 29,2 Prozent der Handelsunternehmen, dieim Jahr 2011 ihr Geschäft noch ohne Unterstützungdurch Mobile Business-Applikationen betreiben,geben gut zwei Drittel an, sich bis zum Jahr 2013 wei-terhin diesbezüglich informieren zu wollen undgegebenenfalls einige Anwendungen zu testen (vgl.Abbildung 55). Etwa jedes sechste Unternehmenmöchte darüber hinaus bereits einige Anwendun-gen in das System integriert haben. Gut zehn Pro-zent wollen innerhalb der nächsten 24 Monate sogarein umfassendes mobiles System in die IT-Infrastruk-tur eingliedern. Nur 6,1 Prozent stehen der Thematikdes Mobile Business so skeptisch gegenüber, dass sieauch für das Jahr 2013 die Nutzung mobiler Anwen-dungen kategorisch ausschließen.DienstleistungFür eine Informations- oder Dienstleistungsgesell-schaft wie etwa die Bunderepublik Deutschland, dieeinen erheblichen Teil des Bruttoinlandsproduktsim Dienstleistungssektor generiert18,18 vgl.: Statistisches Bundesamt. Bruttoinlandsprodukt 2010 für Deutschland. 2011liefert eineAnalyse dieses Sektors wichtige Erkenntnisse zumStatus quo und zur Richtung, in die sich die Ökono-mie bewegen wird1919 http://blog.consilia-sozial.de/2011/01/wann-geht-es-deutschland-gut-die-suche-nach-einer-neuen-messgroesze (letzter Zugriff 07.10.2011). Will man den Puls des elektro-nischen Geschäftsverkehrs im Mittelstand erspüren,so muss man unbedingt das Verhalten und dieBedürfnisse der mittleren Unternehmen auf demDienstleistungssektor eruieren – nur so lässt sich einhinreichend präzises Bild des Mittelstands zeichnen,um gegebenenfalls konkrete Handlungsempfehlun-gen ableiten zu können.Die größte Gruppe der Gesamtstichprobe ist die Dienst­leistungsbranche mit 825 Befragten, was einemAnteil von 42,5 Prozent an der Gesamtstichprobeentspricht. Dies ist äquivalent zu den Angaben fürGesamtdeutschland (vgl. Abbildung 1 auf Seite 7).59,2 Prozent der befragten Dienstleistungsunter-nehmen sind Kleinstbetriebe, das sind rund acht Pro-zent mehr als in der Gesamtstichprobe (vgl. Abbil-dung 2 auf Seite 10). Aus den kleinen und mittlerenUnternehmen sind mit 24,8 bzw. 10,6 Prozent imVer­­gleich zur gesamten Stichprobe weniger Befragtevertreten.Unverzichtbares Medium für die Dienstleistungs-branche ist die E-Mail-Kommunikation; keine andereAnwendung wird so intensiv genutzt wie diese undkeine andere Branche verlässt sich in höherem Um­fang darauf (vgl. Abbildung 56 auf Seite 68).
  • 68. 675 Ergebnisse nach BranchenMit überdurchschnittlicher Intensität nutzen Unter-nehmen der Dienstleistungsbranche das Internetzur Informationsbeschaffung oder zum Datenaus-tausch mit Externen. Dienstleister erreichen hierjeweils 3,90 Skalenpunkte während im Durchschnittaller Unternehmen lediglich 3,71 Skalenpunkteerreicht werden. Auch in den Bereichen Mobile Busi-ness, Wissensmanagement und innovative Techno-logien bzw. Web 2.0-Elemente wollen die befragtenDienstleister überdurchschnittlich stark auf Inter-netanwendungen bis zum Jahr 2013 setzen. MobileBusiness-Applikationen erlauben vor allem Dienst-leistern einen flexibleren Geschäftsbetrieb, der demzugrundeliegenden Service-Charakter am ehestenentspricht. Wissensmanagement, also die Verwal-tung des wichtigsten „Produktionsfaktors“, wird fürDienstleister auch zukünftig von überdurchschnitt­licher Relevanz sein (vgl. Abbildung 57 auf Seite 69und Abbildung 58 auf Seite 70).
  • 69. 68 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Online-BeschaffungB2C: Business-to-ConsumerAufwändige Website-GestaltungSchutzmaßnahmen zur DatensicherungInformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzOnline-BankingE-Mail-Kommunikation4,484,694,304,653,974,233,974,254,034,513,964,513,904,303,714,233,874,243,694,133,844,423,774,413,424,293,334,232,533,322,373,242,423,012,493,16Abbildung 56: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Die E-Mail-Kommunikation wird in der Dienstleistungsbranche mit einem Mittelwert von 4,48 sehr intensiv genutzt.Dienstleistung heute Dienstleistung in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 70. 695 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Innovative TechnologienOnline-WerbungLernprogramme mit Online-ElementenB2B: Business-to-BusinessWeb-ControllingWissensmanagementMobile BusinessMöglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterElektronische Zahlungssysteme2,473,052,292,932,443,242,313,162,413,592,243,372,403,252,183,032,383,422,243,252,373,102,403,102,303,122,152,992,333,432,123,282,263,352,093,16Abbildung 57: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Lernprogramme mit Online-Elementen werden in der Dienstleistungsbranche mit einem Mittelwert von 2,30weniger intensiv genutzt.Dienstleistung heute Dienstleistung in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 71. 70 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Elektronische Unterstützung der LogistikB2G: Business-to-GovernmentElektronische Unterstützung der RessourcenplanungElektronische VertriebsunterstützungWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteOnline-VertriebOnline-KundenserviceElektronische RechnungslegungInnovative Web-AngeboteInnovative Technologien2,263,352,093,162,253,282,073,092,143,172,093,112,193,171,852,522,082,842,072,922,033,271,853,041,902,482,043,011,802,391,882,541,682,431,662,441,461,961,532,11Abbildung 58: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenLesebeispiel: Innovative Technologien sollen in der Dienstleistungsbranche mit einem Mittelwert von 3,35 in zwei Jahrenintensiver genutzt werden.Dienstleistung heute Dienstleistung in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 72. 715 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Elektronische RechnungslegungB2C: Business-to-ConsumerOnline-KundenserviceInnovative Web-AngeboteWissensmanagementMobile BusinessInnovative TechnologienOnline-WerbungWeb-ControllingWeb 2.0-Elemente auf der Website15,2 %14,3 %14,9 %15,7 %14,9 %13,7 %13,8 %11,8 %12,2 %11,5 %12,0 %11,5 %10,8 %10,4 %9,9 %10,0 %9,9 %9,1 %9,5 %9,4 %Abbildung 59: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.863 | nDienstleistung= 825 | MehrfachnennungLesebeispiel: 12,2 Prozent der Dienstleistungsunternehmen äußern Informationsbedarf zum Thema Mobile Business.Dienstleistung Alle UnternehmenEntsprechend der Zielsetzung, bis zum Jahr 2013 ver-stärkt auf E-Business zu setzen, gestaltet sich auchder Informationsbedarf innerhalb der Dienstleis-tungsbranche (vgl. Abbildung 59). Von besondererRelevanz sind diejenigen Themenfelder, die im Rah-men einer intensiveren Nutzung von E-Business fürDienstleister von herausgehobenem Interesse sind.Abgesehen von Web-Controlling, zu dem 14,9 Pro-zent der Dienstleister Informationsbedarf äußern,sowie den Themen Online-Kundenservice oder elek-tronische Rechnungslegung geben die befragtenUnternehmen der Dienstleistungsbranche ein über-durchschnittliches Informationsbedürfnis an. Dashöchste Informationsbedürfnis herrscht bei Web2.0-Elementen auf der Website vor, hier äußern15,2 Prozent der relevanten Unternehmen Interesse.
  • 73. 72 5 Ergebnisse nach Branchenkeine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %keine Nutzung26,5 %Nutzung73,5 %Abbildung 60: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.807 | nDienstleister= 824Lesebeispiel: 73,5 Prozent der befragten Unternehmen der Dienstleistungsbranche nutzen mobile Anwendungen.Alle Unternehmen DienstleistungsbrancheAbbildung 61: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Dienstleistungsbranchemit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.845 | nDienstleister= 824 | MehrfachnennungLesebeispiel: 12,7 Prozent der Dienstleistungsunternehmen setzen im Bereich Rechnungslegung/Controlling mobile Anwendungen ein.Dienstleistung Alle Unternehmen0 %20 %40 %60 %80 %100 %Rechnungsstellung/ControllingManagement/IntranetzugangAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice39,1 %34,7 % 34,2 %28,1 %23,9 % 24,4 %12,7 % 11,7 %20,9 %17,5 %Bezogen auf den Nutzungsgrad mobiler Anwendun-gen kommt Dienstleistungsunternehmen eine ArtVorreiterrolle zu: 73,5 Prozent nutzen bereits heuteMobile Business, lediglich 26,5 Prozent verzichtenbisher noch auf die Unterstützung durch mobileAnwendungen (vgl. Abbildung 60).Die Aufgeschlossenheit der Dienstleistungsunter-nehmen gegenüber Mobile Business lässt sich rechtdeutlich anhand der Top 5 der häufig verwendetenmobilen Anwendungen in einem direkten Vergleichmit der Gesamtstichprobe ablesen. 39,1 Prozent derDienstleister setzen zur Kundenakquisition oder
  • 74. 735 Ergebnisse nach Branchenbeim Kundenservice bereits heute auf mobileApplikationen, im Gesamtdurchschnitt sind dies nur34,7 Prozent. Ein ähnliches Gefälle zeigt sich auch imThemenfeld Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit– hier setzen 34,2 Prozent der im Dienstleistungssek-tor aktiven Unternehmen auf Mobile Business, imGesamtdurchschnitt sind dies nur 28,1 Prozent.Leicht unterdurchschnittliche Verwendung findenmobile Anwendungen zur Auftrags- oder Angebots-bearbeitung. Hier haben Unternehmen der anderenBranchen eine Nasenlänge Vorsprung (vgl. Abbil-dung 61 auf Seite 72).Branchenspezifisch bedingt erfahren mobile An­wendungen die am weitesten verbreitete Nutzungin den Bereichen mit Kundenbezug (vgl. Abbildung62). Interne Vorgänge oder unterstützende Tätigkei-ten werden in wesentlich geringerem Umfang durchden Einsatz mobiler Applikationen unterstützt.Lediglich zwischen zehn und 13 Prozent der Dienst-leister verlassen sich in den Bereichen Rechnungs-erstellung, Personalmanagement oder Logistik aufMobile Business-Lösungen.0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %keine NutzungSonstigeLogistik/TransportWartung/InstandsetzungProduktion/LeistungserbringungPersonalmanagement/WeiterbildungBeschaffung/WarenannahmeRechnungsstellung/ControllingManagement/IntranetzugangAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice 39,1 %34,2 %23,9 %20,9 %12,7 %11,2 %11,2 %9,8 %6,4 %9,5 %3,6 %26,5 %Abbildung 62: Nutzung mobiler Anwendungen in der DienstleistungsbrancheBasis: n = 824 | MehrfachnennungLesebeispiel: 23,9 Prozent der befragten Dienstleister setzen im Rahmen der Auftrags- oder Angebotsbearbeitung auf mobile Anwendungen.
  • 75. 74 5 Ergebnisse nach BranchenMit einem durchschnittlichen Wert von 3,79 bzw.3,55 Skalenpunkten messen die befragten Dienstleis-tungsunternehmen den Zielen Zeiteinsparung undKostenreduktion in etwa die gleiche Bedeutungwie Unternehmen anderer Branchen bei (vgl. Ab­­bildung 63). Ihr relativ zu den anderen Branchenstärker ausgeprägte Fokus beruht auf der Verein­fachung der Kundenakquisition, der Erhöhung derKundenbindung sowie der Intensivierung von Ko­­operationen. Hier setzen Dienstleistungsunterneh-men überdurchschnittlich stark auf die positivenEffekte von Mobile Business.Den höchsten Zielerreichungsgrad sehen die befrag-ten Unternehmen in Bezug auf die Zeitersparnis,das höchste Verbesserungspotenzial im Bereich derIntensivierung von Kooperationen.Im Vergleich mit den anderen Branchen ergebensich zwei augenscheinliche Unterschiede bezüglichdes Arbeitsaufwands bei der Realisierung mobilerLösungen (vgl. Abbildung 17 auf Seite 29). Zum einenschätzen die befragten Dienstleistungsunterneh-men die Informationssuche vorab als einen höhe-ren Aufwand ein (3,04 versus 3,03 Skalenpunkte) alsdie tatsächlichen Anschaffungskosten (2,99 versus3,04 Skalenpunkte; vgl. Abbildung 64 auf Seite 75).Zweitens werden die laufenden Kosten mit einemdurchschnittlichen Wert von 2,64 Skalenpunkten alserheblich geringerer Aufwand bewertet, als diesUnternehmen der anderen Branchen tun (2,70 Ska-lenpunkte).Abgesehen von der Systemintegration wird somitdie Informationsbeschaffung, also die Suche nacheiner passenden unternehmensspezifischen Lösung,als größte Hürde eingeschätzt. Hier legen die Dienst-leistungsunternehmen großen Wert auf detaillierteInformationen, bevor sie sich entscheiden, mobileApplikationen zu erwerben. Gerade dieses Informa-tionsbedürfnis könnte sich auch entscheidend aufdie Kostenentwicklung im Betrieb auswirken undlangfristig die laufenden Kosten im positiven Sinnebeeinflussen.Abbildung 63: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungen verfolgten Ziele –Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen BranchenBedeutung DienstleistungLesebeispiel: Die höchste Bedeutung messen die befragten Dienstleistungsunternehmen mit 3,79 von fünf möglichen Skalenpunkten dem ZielZeiteinsparung bei.12345KooperationenintensivierenKunden-akquisitionKostenreduzierenAnforderungenerfüllenKundenbindungerhöhenZeit sparenBedeutung für alle UnternehmenZielerreichung Dienstleistung Zielerreichung alle Unternehmen3,793,773,493,413,693,513,313,283,553,453,303,303,593,553,343,253,493,323,183,163,112,932,922,85
  • 76. 755 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 64: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen in der DienstleistungsbrancheBasis: n = 478 | Skala: 1 = „sehr niedriger Aufwand“; 5 = „sehr hoher Aufwand“Lesebeispiel: Mit einem durchschnittlichen Wert von 2,76 Skalenpunkten stellt die Mitarbeiterschulung den zweitgeringsten Aufwandbei der Einführung von mobilen Anwendungen dar.12345LaufendeKostenSchulung vonMitarbeiternAnschaffungs-kostenInformationssuchevorabIntegration inbestehende Systeme3,183,04 2,992,762,640 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternMangelnde Akteptanz derMitarbeiter/GeschäftsführungVerwaltungsaufwand zu hochZu kompliziertNicht kompatibel mit bestehenden SystemenZu teuerKeine adäquate Umsetzung in der BrancheFehlendes Know-how im UnternehmenMangelnde Informationen über AnwendungenKeine geeigneten GeschäftsfelderAbbildung 65: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen in der DienstleistungsbrancheBasis: n = 217 | MehrfachnennungLesebeispiel: 27,6 Prozent der auf mobile Anwendungen verzichtenden Unternehmen geben an, dies infolge mangelnder Informationen zu tun.37,8 %27,6 %24,4 %19,4 %13,4 %9,7 %9,2 %7,8 %4,6 %6,0 %8,3 %
  • 77. 76 5 Ergebnisse nach BranchenUngeeignete Geschäftsfelder, mangelnde Informa­tionen und fehlendes Know-how innerhalb desUnternehmens tauchen als die drei am häufigstengenannten Gründe für den Verzicht auf mobileAnwendungen auf (vgl. Abbildung 65 auf Seite 75).Immerhin jedes fünfte Unternehmen führt inad-äquate Umsetzungen in der Branche an, die zueinem Verzicht führen. Hier zeigt sich, dass auchexterne Faktoren einen wesentlichen Grund darstel-len können, der Unternehmen von der Einführungmobiler Systeme abhalten kann. Ein mangelndesAngebot an geeigneten Dienstleistern stellt mit4,6 Prozent für die wenigsten Unternehmen einenHindernisgrund dar und bildet das Schlusslicht.Im Großen und Ganzen stehen die heute noch aufMobile Business verzichtenden Dienstleister derThematik an sich recht aufgeschlossen gegenüber(vgl. Abbildung 66). Lediglich knapp 13 Prozentschließen auch für die nächsten zwei Jahre die Ein-führung eines solchen Systems aus. Knapp zweiDrittel wollen sich mindestens weiter informierenoder gar erste Tests mit mobilen Anwendungendurchführen. 16,7 Prozent beabsichtigen, erste An­­wendungen bis zum Jahr 2013 integriert zu haben,knapp sechs Prozent wollen die folgenden zweiJahre nutzen, um ein umfassendes Mobile-Busines­System zur Einsatzreife zu bringen.IndustrieDie Industrie ist mit 13,1 Prozent im Vergleich zurGesamtstichprobe leicht überrepräsentiert (vgl.Abbildung 1 auf Seite 7). Die Unternehmensgrößenunterscheiden sich hingegen deutlich zur NEG-Ge-samtstichprobe (vgl. Abbildung 2 auf Seite 8). Ausder Industrie haben wesentlich weniger Kleinstun-ternehmen (14,4 versus 51,9 Prozent) an der Befra-gung teilgenommen. Dafür sind prozentual mehrkleine (28,8 versus 26,9 Prozent) und mittlere (37,1versus 14,5 Prozent), aber auch Großunternehmen(19,7 versus 6,7 Prozent) vertreten. Auch die Tätig-keitsbereiche der Befragten unterscheiden sichwesentlich von der NEG-Gesamtstichprobe (vgl.Abbildung 3 auf Seite 9). So sind rund 22 Prozentweniger aus dem Bereich Geschäftsführung oderVorstand (36,1 versus 57,8 Prozent). Die Befragtender Industriebranche kommen vermehrt aus demkaufmännischen (29,2 Prozent) oder IT-Bereich (14Prozent).Wie nicht anders zu erwarten, weist das Internetnut-zungsverhalten produzierender Unternehmenebenfalls branchenbedingte Besonderheiten auf. Ander herausgehobenen Stelle von E-Mail-Kommuni-kation als meistgenutzte Anwendung rüttelt diesindessen keineswegs. Auf den Plätzen zwei und drei0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Mobile Anwendungen kommen für unsauch in zwei Jahren nicht infrageIn zwei Jahren soll ein umfassendesmobiles System integriert werdenIn zwei Jahren sollen ersteAnwendungen integriert werdenWir werden uns weiterhin informierenund mögliche Anwendungen testen64,5 %16,7 %5,9 %12,8 %Abbildung 66: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen in der DienstleistungsbrancheBasis: n = 203Lesebeispiel: 12,8 Prozent der Dienstleistungsunternehmen wollen auch in zwei Jahren nicht auf mobile Anwendungen setzen.
  • 78. 775 Ergebnisse nach Branchenlanden jedoch Schutzmaßnahmen vor Angriffenaus dem Netz sowie Schutzmaßnahmen zurDatensicherung (vgl. Abbildung 67 auf Seite 78).Gerade für Industrieunternehmen ist es essentiell,Produktions- oder Produktdetails zu schützen, sei esvor fremdem, unerlaubtem Zugriff oder sonstigemVerlust, wie beispielsweise Datenbanken durch Mit-arbeiter.Auch bei der Präsentation von Unternehmen undProdukten setzen Industrieunternehmen in beson-derem Maße auf eine professionelle Website-Ge­stal­tung, wie ein durchschnittlicher Wert von 3,5 Ska-lenpunkten erkennen lässt.Gerade aus der Perspektive von Industrieunterneh-men, die nicht ausschließlich Geschäftskontaktezum Endkonsumenten pflegen, ist der Bereich B2Bbesonders wichtig (vgl. Abbildung 68 auf Seite 79).Hier sind Industrieunternehmen bereits heute über-durchschnittlich stark engagiert und wollen diesenVorsprung auch in näherer Zukunft erhalten. Gleich-falls nutzen Industriebetriebe die Möglichkeiten, diedas Internet bietet, für Mitarbeiterschulungen über-durchschnittlich intensiv (vgl. Abbildung 67).Online-Werbung und Online-Vertrieb erfreuen sichseitens der Industrie eher geringerer Beliebtheit –hier scheinen die befragten Unternehmen eher aufaltbewährte Kanäle und direkten Kontakt zum rele-vanten Abnehmerkreis zu setzen. Hier könnten auchproduzierende Unternehmen im Laufe der nächstenJahre noch ein gewisses Potenzial erschließen (vgl.Abbildung 69 auf Seite 80). Den Potenzialen der elek-tronischen Unterstützung der Ressourcenplanungwird durch die Industrie besondere Aufmerksamkeitgeschenkt. Mit einer prognostizierten durchschnitt-lichen Nutzungsplanung von 3,3 Skalenpunkten(vgl. Abbildung 68 auf Seite 79) schafft diese Anwen-dung innerhalb der nächsten zwei Jahre sicherlichden Sprung von den hinteren Rängen ins Mittelfeldder genutzten E-Business-Lösungen.
  • 79. 78 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Möglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterOnline-BeschaffungAufwändige Website-GestaltungInformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenOnline-BankingSchutzmaßnahmen zur DatensicherungSchutzmaßnahmen vor Angriffen aus dem NetzE-Mail-Kommunikation4,374,754,304,654,054,553,694,513,924,513,774,413,724,103,974,253,654,233,714,233,614,143,694,133,494,243,334,232,633,362,493,162,603,602,303,20Abbildung 67: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Industrie mit allen BranchenLesebeispiel: Mit einem Mittelwert von 4,37 wird die E-Mail-Kommunikation sehr intensiv in der Industriebranche genutzt.Industrie heute Industrie in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 80. 795 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Online-KundenserviceInnovative TechnologienLernprogramme mit Online-ElementenB2C: Business-to-ConsumerMobile BusinessWeb-ControllingElektronische RechnungslegungElektronische Unterstützung der RessourcenplanungB2B: Business-to-Business2,553,342,373,102,443,341,882,542,112,962,093,112,103,002,203,302,103,102,203,402,072,882,373,242,002,902,203,001,983,072,093,161,922,931,852,52Abbildung 68: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Industrie mit allen BranchenLesebeispiel: Mit einem Mittelwert von 2,10 wird Web-Controlling weniger intensiv in der Industriebranche genutzt.Industrie heute Industrie in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 81. 80 5 Ergebnisse nach Branchen1 2 3 4 5Web 2.0-Elemente auf der WebsiteElektronische VertriebsunterstützungB2G: Business-to-GovernmentOnline-VertriebElektronische Unterstützung der LogistikOnline-WerbungInnovative Web-AngeboteWissensmanagementElektronische Zahlungssysteme1,902,502,302,901,902,802,203,001,882,792,073,091,803,002,103,301,782,641,532,111,732,632,072,921,722,381,662,441,682,302,043,011,602,641,853,04Abbildung 69: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Industrie mit allen BranchenLesebeispiel: Mit einem Mittelwert von 2,63 soll der Online-Vertrieb in zwei Jahren intensiver in der Industriebranche genutzt werden.Industrie heute Industrie in zwei Jahren Alle Unternehmen heute Alle Unternehmen in zwei Jahren
  • 82. 815 Ergebnisse nach Branchen0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %B2C: Business-to-ConsumerMobile BusinessOnline-KundenserviceElektronische RechnungslegungWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteInnovative Web-AngeboteInnovative TechnologienWissensmanagementOnline-WerbungWeb-Controlling15,7 %15,7 %13,9 %13,7 %11,3 %11,5 %9,6 %11,8 %9,1 %10,4 %9,1 %14,3 %8,7 %9,4 %8,7 %10,0 %8,3 %5,7 %11,5 %9,5 %Abbildung 70: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Industrie mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.863 | nIndustrie= 230 | MehrfachnennungLesebeispiel: Der Informationsbedarf zu neuen Technologien liegt in der Industrie mit 9,6 Prozent hinter dem aller Unternehmen.Industrie Alle UnternehmenIm Allgemeinen herrscht bei Industrieunternehmenein tendenziell geringer ausgeprägter Informations-bedarf als in der Gesamtheit aller Unternehmen (vgl.Abbildung 70).Teilweise greifen Industrieunternehmen auf einenetwas größeren Mitarbeiterpool zurück, daraus lässtsich ein höheres internes Informationsvolumenableiten, welches bereits durch das Unternehmengenutzt werden kann. Andererseits spielen gewisseThematiken, wie beispielsweise B2C, eine unterge-ordnete Rolle, so dass seitens der Industrieunterneh-men ein sehr differenziertes Informationsbedürfnisherrscht. Als Beispiel hierfür kann der Bereich B2Cdienen – nur 5,7 Prozent der Industrieunternehmenvermelden hier ein Informationsbedürfnis, in derGesamtheit aller Unternehmen sind dies 9,5 Prozent.Da die Industrie weniger direkte Konsumentenbe-ziehungen pflegt, ist für sie auch die Nutzung desInternets für diese Zwecke weniger relevant. Konse-quenterweise leitet sich daraus ein weitaus geringe-res Informationsbedürfnis ab (vgl. Abbildung 70).
  • 83. 82 5 Ergebnisse nach Branchenkeine Nutzung27,3 %Nutzung72,7 %keine Nutzung27,8 %Nutzung72,2 %Abbildung 71: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Industrie mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.941 | nIndustrie= 230Lesebeispiel: 27,8 Prozent der Industrieunternehmen nutzen heute noch keine mobilen Anwendungen.Alle Unternehmen IndustriebrancheAbbildung 72: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Industriebranche mit allen BranchenBasis: ngesamt= 1.845 | nIndustrie= 230 | MehrfachnennungLesebeispiel: 24,8 Prozent der Industrieunternehmen setzen mobile Anwendungen zur Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit ein.Industrie Alle Unternehmen0 %20 %40 %60 %80 %100 %Logistik/TransportBeschaffung/WarenannahmeWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungKundenakquisition/Kundenservice30,9 %34,7 %27,0 % 28,1 %24,8 % 24,4 %19,6 %11,7 %19,6 % 17,5 %Der Verbreitungsgrad mobiler Anwendungen inner-halb von Unternehmen des industriellen Sektors ent-spricht im Wesentlichen der Gesamtstichprobe (vgl.Abbildung 71). 27,8 Prozent der Industrieunterneh-men nutzen heute noch keine mobilen Applikatio-nen, in der Gesamtheit verzichten 27,3 Prozent derUnternehmen auf Unterstützung durch Mobile Busi-ness.Bezüglich der ersten drei Plätze der am häufigstengenutzten mobilen Anwendungen bietet sich einteilweise vergleichbares Bild zur Gesamtstichprobe:Kundenakquisiton oder -service, Auftrags- oderAngebotsbearbeitung sowie Werbung oder Öffent-lichkeitsarbeit sind diejenigen Themenfelder, indenen mobile Anwendungen auch in Industrie-unternehmen bevorzugt zum Einsatz kommen
  • 84. 835 Ergebnisse nach Branchen(vgl. Abbildung 72). Auf die Plätze vier und fünf schaf-fen es Bereiche, die für produzierende Unternehmeneine höhere Bedeutung haben: 19,6 Prozent der Indus­­­trieunternehmen erklären, mobile Anwendungenim Rahmen von Beschaffung oder Warenannahmezu nutzen, ebenso viele tun dies für Logistik- oderTransportaufgaben. Beide Anwendungs­bereichekommen bei Unternehmen des industriellen Sektorsüberdurchschnittlich häufig im Vergleich zurGesamtheit aller Unternehmen zum Einsatz.Mittlere Nutzungshäufigkeit erfahren mobile Appli-kationen in Industrieunternehmen zu Wartungs-oder Instandsetzungsaufgaben. Weniger Relevanzkommt dem Mobile Business in dieser Branche in­­nerhalb des eigentlichen Produktionsprozesses (7,8Prozent) oder dem Personalmanagement bzw. derWeiterbildung zu (6,5 Prozent, vgl. Abbildung 73).0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %keine NutzungSonstigePersonalmanagement/WeiterbildungProduktion/LeistungserbringungRechnungsstellung/ControllingWartung/InstandsetzungBeschaffung/WarenannahmeLogistik/TransportManagement/IntranetzugangWerbung/ÖffentlichkeitsarbeitAuftragsbearbeitung/AngebotsbearbeitungKundenakquisition/Kundenservice 30,9 %27,0 %24,8 %19,6 %19,6 %19,6 %13,0 %12,6 %6,5 %7,8 %3,9 %27,8 %Abbildung 73: Nutzung mobiler Anwendungen in der IndustrieBasis: n = 230 | MehrfachnennungLesebeispiel: : 19,6 Prozent der Industrieunternehmen setzen auf mobile Anwendungen zur Unterstützung von Beschaffung und Warenannahme.
  • 85. 84 5 Ergebnisse nach BranchenIm Vergleich mit allen Branchen setzen Industrie­unternehmen weniger hohe Erwartungen in mobileAnwendungen. Mit Ausnahme des Bereiches derKostenreduzierung messen die befragten Indus­trieunternehmen mobilen Anwendungen bei denerhobenen Zielen eine geringere Bedeutung bei(vgl. Abbildung 74). Die ausgeprägte Kostenorientie-rung des Industriesektors wird nicht nur relativ inBezug zu allen Branchen ersichtlich, sondern auchim Vergleich mit den anderen, durch mobile Appli-kationen realisierbaren Zielen. 3,67 Skalenpunktebei der Bedeutung des Ziels Kostenreduktion istzugleich der höchste absolute Wert innerhalb derbesagten Branche.Eine Analyse des Zielerreichungsgrads zeigt auf,dass im sonst wichtigen Bereich der Kundenakquisi-tion der Erfolg geringer als in anderen Bereichenausfällt, was mit Blick auf die Generierung langfristi-ger B2B-Kontakte geschuldet ist. Den Aspekt derIntensivierung von Kooperationen außen vor las-send, stellt der Wert von 3,08 Skalenpunkten denniedrigsten Zielerreichungsgrad dar. Trotz der rechtintensiven Internetnutzung im Allgemeinen scheintdie Bemühung einer vereinfachten Kundenanwer-bung mittels Mobile Business nur bedingt von Erfolggekrönt zu sein.Abbildung 74: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungen verfolgten Ziele –Vergleich der Industriebranche mit allen BranchenBedeutung IndustrieLesebeispiel: Mit 3,07 Skalenpunkten kommt der Kundenakquise mittels mobiler Applikationen eine mittlere Bedeutung zu.12345AnforderungenerfüllenKooperationenintensivierenKundenbindungerhöhenKundenakquisitionvereinfachenKostenreduzierenZeitsparenBedeutung für alle UnternehmenZielerreichung Industrie Zielerreichung alle Unternehmen3,773,643,493,463,673,593,433,343,323,183,073,083,323,513,303,282,922,852,822,783,453,353,323,30
  • 86. 855 Ergebnisse nach BranchenAbbildung 75: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen in der IndustrieBasis: n = 128 | Skala: 1 = „sehr niedriger Aufwand“; 5 = „sehr hoher Aufwand“Lesebeispiel: Die Integration mobiler Anwendungen in bestehende Systeme stellt mit 3,23 Skalenpunkten den größten Aufwand dar.12345LaufendeKostenSchulung vonMitarbeiternInformationssuchevorabAnschaffungs-kostenIntegration inbestehende Systeme3,23 3,17 3,162,952,790 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternZu kompliziertVerwaltungsaufwand zu hochMangelnde Akteptanz derMitarbeiter/GeschäftsführungZu teuerNicht kompatibel mit bestehenden SystemenMangelnde Informationen über AnwendungenFehlendes Know-how im UnternehmenKeine adäquate Umsetzung in der BrancheKeine geeigneten GeschäftsfelderAbbildung 76: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen in der IndustrieBasis: n = 64 | MehrfachnennungLesebeispiel: 39,1 Prozent nennen ungeeignete Geschäftsfelder als Grund für den Verzicht auf mobile Anwendungen.39,1 %32,8 %32,8 %28,1 %14,1 %14,1 %12,5 %12,5 %0 %9,4 %3,13 %
  • 87. 86 5 Ergebnisse nach BranchenSystemintegration, Anschaffungskosten sowie vor-herige Informationssuche repräsentieren die dreihöchsten Hürden auf dem Weg zur Einführungmobiler Applikationen für Industrieunternehmen.Ausgenommen von laufenden Kosten bewertenUnternehmen der Industriebranche alle Aspekte alsmit größerem Aufwand verbunden, als dies Unter-nehmen anderer Branchen tun (vgl. Abbildung 17auf Seite 29). Die spezifischen Anforderungen derIndustrie an mobile Anwendungen schlägt sichdamit auch im zu bewältigenden Aufwand bei derImplementierung nieder (vgl. Abbildung 75 aufSeite 85).Einer der Hauptgründe für eine ablehnende Hal-tung gegenüber mobilen Anwendungen ist miteiner Nennungshäufigkeit von 32,8 Prozent einenicht adäquate Umsetzung in der Branche. Dieauf dem Markt angebotenen Lösungen sind für eini-ge der Industrieunternehmen entweder nicht geeig-net oder stehen hinsichtlich ihres Nutzens in keinemVerhältnis zum Aufwand. Dieses Manko bestehttrotz der Tatsache, dass kein einziges der Unterneh-men, die noch keine mobilen Anwendungen nutzen,ein mangelndes Angebot an geeigneten Dienstleis-tern moniert. Somit scheint es theoretisch zwar aus-reichend viele Anbieter zu geben, praktisch sindderen angebotene Lösungen in zahlreichen Fällenjedoch aus Industriesicht nicht zufriedenstellend(vgl. Abbildung 76 auf Seite 85).Im Vergleich mit anderen Branchen zeigen sich diebisher auf Mobile Business verzichtenden Unterneh-men des produzierenden Gewerbes dieser Technolo-gie gegenüber grundsätzlich am offensten. Knapp70 Prozent planen, sich damit in den nächsten24 Monaten auseinanderzusetzen und erste Anwen-dungen zu testen. Jedes zehnte Unternehmen möch-te bis dahin erste Applikationen integrieren. Obwohldie heute noch zurückhaltenden Industriebetriebesich grundsätzlich aufgeschlossen zeigen, verhaltensie sich doch extrem skeptisch gegenüber einerkompletten Einführung eines umfassenden mobilenSystems – keines der befragten produzierenden Un­­ternehmen, welches heute noch auf mobile Anwen-dungen verzichtet, gibt an, in den nächsten zweiJahren bereits ein umfassendes System integrierenzu wollen beziehungsweise zu können (vgl. Abbil-dung 77).0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %Mobile Anwendungen kommen für unsauch in zwei Jahren nicht infrageIn zwei Jahren soll ein umfassendesmobiles System integriert werdenIn zwei Jahren sollen ersteAnwendungen integriert werdenWir werden uns weiterhin informieren undmögliche Anwendungen testen69,0 %10,3 %0 %20,7 %Abbildung 77: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen in der IndustrieBasis: n = 58Lesebeispiel: 10,3 Prozent der Industrieunternehmen beabsichtigen, bis 2013 erste mobile Anwendungen einzuführen.
  • 88. 876 Ergebnisse nach Unternehmensgröße6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeBesonderes Augenmerk richtet das Netzwerk elek­tronischer Geschäftsverkehr (NEG) auf kleine undmittlere Unternehmen (vgl. Tabelle 2).Strukturen und auch wirtschaftliche Potenziale sindabhängig von den in Unternehmen vorhandenenRessourcen – allen voran den Mitarbeitern. GroßeUnternehmen, die auf einen großen Mitarbeiterpoolzugreifen können, haben naturgemäß andere undvor allem umfassendere Möglichkeiten, auf aktuelleEntwicklungen zu reagieren. Im Falle von kleinenUnternehmen, mit einer dünnen Personaldecke,fehlen gegebenenfalls die nötigen Mitarbeiter, umsämtliche relevanten Aspekte der Internetnutzungoptimal und umfassend abdecken zu können.Vor diesem Hintergrund kann eine detaillierte Ana-lyse des Internetnutzungsverhaltens und des Ver-breitungsgrads mobiler Anwendungen abhängigvon der Unternehmensgröße wertvolle Einblickeliefern, um Hilfestellungen zur Reduzierung dieseskomparativen Nachteils anbieten zu können.Tabelle 2: Gruppierung der Unternehmen nach Anzahl der Vollzeitbeschäftigten20 Basis: n = 1.742 | keine Angaben: n = 199Bezeichnung Anzahl der Beschäftigten StichprobeAnzahl Anteil in %Kleinstunternehmen bis 9 904 51,9 %Kleinunternehmen 10 bis 49 469 26,9 %Mittlere Unternehmen 50 bis 249 253 14,5 %Großunternehmen 250 und mehr 116 6,7 %20 vgl. Statistisches Bundesamt, Unternehmensregister, Stand 30.04.20110 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %GroßunternehmenMittlere UnternehmenKleine UnternehmenKleinstunternehmen 80,7 % 3,9 % 8,5 % 6,9 %45,2 % 10,9 % 27,1 % 16,8 %21,3 % 17,9 % 35,3 % 25,4 %6,9 % 22,4 % 50,0 % 20,7 %Abbildung 78: Tätigkeitsbereich – Vergleich nach UnternehmensgrößeBasis: n = 1.742 | Fehlend: n = 199Lesebeispiel: 80,7 Prozent der Befragten aus Kleinstunternehmen sind in der Geschäftsführungsebene tätig.Inhaber(in)/Vorstand/Geschäftsführung IT-Bereich kaufmännischer Bereich andere Bereiche
  • 89. 88 6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeJe kleiner das Unternehmen, desto höher die Wahr-scheinlichkeit, dass unmittelbar am Entscheidungs-prozess teilnehmende Personen an der Umfrage teil-nehmen. Größere Unternehmen verfügen zumeistüber einen eigenständigen IT-Bereich, wie die mitder Unternehmensgröße ansteigende Beteiligungvon IT-Mitarbeitern nahelegt (vgl. Abbildung 78 aufSeite 87). Dies hat zweierlei wesentliche Konsequen-zen zur Folge: Zum einen verfügen größere Unter-nehmen damit eher über ausreichend Know-how inSpezialgebieten, wie beispielsweise E-Business undMobile Business. Darüber hinaus können die befrag-ten IT-Mitarbeiter als direkt involvierte Mitarbeiterauch relativ präzise Aussagen hinsichtlich der IT-Strukturen in ihren Unternehmen tätigen, währendbeispielsweise die Geschäftsführungen kleinererUnternehmen häufig mit Dienstleistern zusammen-arbeiten und auf externes oder weniger spezifischesWissen zurückgreifen.Nutzung des InternetsIm Großen und Ganzen lässt sich basierend auf denDaten die Faustregel ableiten, dass größere Unter-nehmen im Allgemeinen eine höhere Internetnut-zungsintensität aufweisen als kleinere. LediglichOnline-Banking und Informationsbeschaffungbilden hier eine Ausnahme (vgl. Abbildung 79 aufSeite 89). Die größten Unterschiede hinsichtlich derNutzungsintensität des Internets zwischen großenund Kleinstunternehmen treten in den Bereichender professionellen Website-Gestaltung, der Online-Beschaffung, den Schutzmaßnahmen gegen Angriffeaus dem Netz und der Datensicherung sowie im B2B-Bereich auf. Dieses Gefälle mag in einigen Bereicheneventuell keine allzu gravierenden negativen Konse-quenzen nach sich ziehen, doch gerade in den Berei-chen der Schutzmaßnahmen vor Angriffen oder inBezug auf Datensicherheit offenbart sich ein Defizit,welches sich auch schnell negativ auf die IT- undInformationssicherheit eines Unternehmens aus­wirken kann.Ein weiterer großer Unterschied der Nutzungsin­tensität des Internets zwischen größeren und kleine-ren Unternehmen besteht auch im Bereich derMitarbeiterschulung. Während große Unterneh-men mit über 250 Beschäftigten eine mittlere Nut-zung (3,15 Skalenpunkte) anzeigen, geben Kleinst-unternehmen mit unter zehn Beschäftigten einegeringe Nutzungsintensität (2,05 Skalenpunkte) zuProtokoll. Auch bei der Nutzung der elektronischenRechnungslegung oder innovativer Technologienhinken Kleinstunternehmen ihren größeren Wett-bewerbern noch etwas hinterher. Während großeUnternehmen hier jeweils einen durchschnittlichenWert von circa 2,40 Skalenpunkten angeben, liegtder korrrespondierende Wert von Kleinstunterneh-men bei zwei Skalenpunkten. Zwischen Unterneh-mensgrößen und Nutzungsintensität von E-Busi-ness-Anwendungen besteht somit ein signifikanterZusammenhang, der meist größere Unternehmenbegünstigt.Für die nächsten 24 Monate zeigt sich im größen­spezifischen Vergleich, dass die befragten Unterneh-men im Allgemeinen planen, das Internet über alleAnwendungsbereiche hinweg intensiver zu nutzen(vgl. Abbildung 80 auf Seite 90).Vor allem Großunternehmen sind einer intensiverenNutzung zugewandt – mehr noch als die KMU. Be­­son­­ders deutlich wird dies im Bereich Wissensmanage-ment, welches Großunternehmen mit einer Inten­sität von 3,48 Skalenpunkten im Gegensatz zu 2,94Skalenpunkten bei Kleinstunternehmen nutzen wol-len. Dies hängt aber auch mit der Tatsache zusammen,dass Kleinstunternehmen einen kürzeren Kommuni-kationsweg haben und sich nicht so sehr wie Groß-unternehmen auf elektronische Unterstützung imBereich Wissensmanagement angewiesen fühlen.Hingegen wollen Kleinstunternehmen im Bereichelektronischer Zahlungssysteme die Nutzungsin-tensität beträchtlich ausbauen und prognostizierenfür diese Anwendung eine stärkere Nutzung als alleanderen Unternehmen.Ebenso sagen die KMU im Vergleich zu den Groß-unternehmen eine intensivere Nutzung für denBereich Online-Banking in zwei Jahren voraus(KMU-Durchschnitt: 4,27; Großunternehmen 4,03Skalenpunkte).
  • 90. 896 Ergebnisse nach Unternehmensgröße1 2 3 4 5E-Mail-Kommunikation**Online-Banking**Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem NetzInformationsbeschaffung**Datenaustausch mit Externen**Schutzmaßnahmen zur Datensicherung**Aufwändige Website-Gestaltung**Elektronische Zahlungssysteme**Online-BeschaffungB2C: Business-to-Consumer**B2B: Business-to-BusinessMobile Business**Lernprogramme mit Online-Elementen**Web-Controlling**Wissensmanagement**Online-Werbung**Möglichkeiten zur Schulung der Mitarbeiter **Online-Vertrieb**Elektronische Rechnungslegung*Innovative Technologien**Abbildung 79: Internetnutzung – Vergleich21nach der UnternehmensgrößeLesebeispiel: Kleine Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten nutzen Online-Banking mit einem Mittelwert von 4,10 mit hoher Intensität.Kleinstunternehmen Kleine Unternehmen Mittlere Unternehmen Großunternehmen21 Test: ANOVA
  • 91. 90 6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeAbbildung 80: Internetnutzung in zwei Jahren – Vergleich22nach der UnternehmensgrößeLesebeispiel: Kleine Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten werden in den nächsten zwei Jahren Online-Banking mit einem Mittelwertvon 4,10 mit hoher Intensität nutzen.Kleinstunternehmen Kleine Unternehmen Mittlere Unternehmen Großunternehmen1 2 3 4 5E-Mail-Kommunikation**Schutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem Netz**Schutzmaßnahmen zur Datensicherung**Online-BankingDatenaustausch mit Externen**Aufwändige Website-Gestaltung**InformationsbeschaffungMobile BusinessOnline-WerbungB2C: Business-to-ConsumerWeb-ControllingInnovative Web-Angebote*Elektronische ZahlungssystemeElektronische RechnungslegungWeb 2.0-Elemente auf der WebsiteInnovative Technologien**Online-Beschaffung**Lernprogramme mit Online-Elementen**B2B: Business-to-Business**Wissensmanagement**22 Test: ANOVA
  • 92. 916 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeInformationsbedarfAbbildung 81: Informationsbedarf – Vergleich23nach der UnternehmensgrößeLesebeispiel: Der Informationsbedarf zu „B2G-Anwendungen“ (10,6 Prozent) ist bei Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigtenam größten.Kleinstunternehmen Kleine Unternehmen Mittlere Unternehmen Großunternehmen0 % 10 % 20 %Web 2.0-Elemente auf der Website*Web-ControllingOnline-WerbungInnovative TechnologienMobile BusinessWissensmanagementInnovative Web-AngeboteElektronische RechnungslegungOnline-KundenserviceAufwändige Website-GestaltungB2C: Business-to-ConsumerSchutzmaßnahmen zur DatensicherungSchutzmaßnahmen vorAngriffen aus dem NetzLernprogramme mit Online-ElementenMöglichkeiten zur Schulung der MitarbeiterElektronische Unterstützung der RessourcenplanungElektronische Zahlungssysteme**B2G: Business-to-GovermentOnline-Vertrieb**B2B: Business-to-BusinessElektronische Vertriebsunterstützung*Elektronische Unterstützung der Logistik*InformationsbeschaffungDatenaustausch mit ExternenOnline-BeschaffungOnline-BankingE-Mail-Kommunikation23 Test: ANOVA
  • 93. 92 6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeWie eingangs des sechsten Kapitels bereits erwähnt,verfügen kleinere Unternehmen, bedingt durch einegeringere Beschäftigtenzahl, naturgemäß überweniger internes Know-how. Die Betrachtung desInformationsbedarfs aufgeschlüsselt nach Unterneh­mensgröße zeigt unübersehbar, dass Kleinstunter-nehmeninallenBereichendenhöchstenInforma­tions­bedarf aufweisen. Trotz beinahe flächen­­deckenderNutzung von E-Mail-Kommunikation und Online-Banking haben auch hier kleinere Unternehmennoch einen gewissen Informationsbedarf (vgl. Ab­­bildung 81 auf Seite 91).Während die anderen Unternehmen in den Berei-chen B2B und elektronische Unterstützung derLogistik teilweise noch beträchtlichen Informations-bedarf offenbaren, sehen sich große Unternehmenbereits ausreichend und umfassend informiert. InPunc to Online-Vertrieb und elektronische Vertriebs-unterstützung schmilzt der Informationsvorsprunggroßer Unternehmen auf mittlere und kleine Unter-nehmen jedoch beinahe weg.Erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Informa­tionsbedarfs ergeben sich auch hinsichtlich derSchutzmaßnahmen, sei es zum Schutz gegenAngriffe aus dem Web oder zur Datensicherung. Soäußern zum Thema Schutz vor Angriffen aus demNetz 12,6 Prozent der Kleinst- und 7 Prozent derkleinen Unternehmen auch im Jahr 2011 noch Infor-mationsbedarf. In Bezug auf Schutzmaßnahmen zurDatensicherung verhält es sich ähnlich: Hier benö­tigen 12,6 Prozent der Kleinstunternehmen bzw.7,9 Prozent der kleinen Unternehmen nach eigenenAngaben weitere Informationen.Den durchschnittlich am stärksten ausgeprägtenInformationsbedarf geben die Unternehmen bei denThemen Web-Controlling, Online-Werbung undWeb 2.0-Elementen auf der Website an. Zur The-matik des Web-Controllings, bei der jedes fünfteKleinstunternehmen Informationsbedarf anzeigt,offenbaren selbst große Unternehmen mit mehr als250 Beschäftigten gewisse Wissenslücken. Immer-hin 9,5 Prozent dieser Gruppe geben an, Informations­bedarf hinsichtlich dieses Themas zu haben.Themenschwerpunkt: Mobile BusinessMobile Business, also die Nutzung mobiler Anwen-dungen, erfordert im Allgemeinen eine adäquateIntegration in die bereits bestehende IT-Infrastruk-tur. Nur wenn die Prozesse reibungslos ineinander-greifen, können Mobile Business-Lösungen effizientgenutzt werden. Technisches Know-how ist eine derwesentlichen Grundlagen für eine erfolgreicheImplementierung mobiler Anwendungen. Hiersehen sich im Besonderen kleine Unternehmeninfolge begrenzter Ressourcen einer großen Heraus-forderung gegenüber.33,4 %66,6 % 24,9 %75,1 % 20,6 %79,4 % 16,5 %83,5 %Abbildung 82: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach UnternehmensgrößeBasis: n = 1.742Lesebeispiel: 20,6 Prozent der mittleren Unternehmen nutzen keine mobilen Anwendungen.Kleinstunternehmen Kleine Unternehmen Mittlere Unternehmen GroßunternehmenNutzung Keine Nutzung
  • 94. 936 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeKlare Vorreiterrolle bei der Nutzung mobiler Appli-kationen sind große Unternehmen mit über 250Beschäftigten – nur jedes sechste Unternehmen ver-zichtet im Jahr 2011 noch auf mobile Anwendungen(vgl. Abbildung 82 auf Seite 92). Bei mittleren Unter-nehmen kommt bei einem Fünftel der Unterneh-men noch kein Mobile Business zum Einsatz undetwa jedes vierte kleine Unternehmen setzt heutenoch nicht auf mobile Applikationen im Geschäfts-alltag. In der Gruppe der Kleinstunternehmen mitweniger als zehn Beschäftigten ist Mobile Businessnoch etwas rarer: Ein Drittel der Kleinstunterneh-men übt sich aktuell noch in Verzicht. Damit zeigtsich, dass der Verbreitungsgrad mobiler Anwendun-gen unter anderem maßgeblich durch die Unterneh-mensgröße beeinflusst wird.Messbare Unterschiede zwischen den Unterneh-mensgrößen hinsichtlich der Nutzung von MobileBusiness lassen sich in den Bereichen Auftrags- undAngebotsbearbeitung, Wartung und Instandset-zung, Management und Intranetzugang sowie Lo­­gistik und Transport feststellen (vgl. Abbildung 83auf Seite 94).Erstaunlicherweise kommen mobile Applikationenin kleineren Unternehmen im Rahmen der Auftrags-und Angebotsbearbeitung tendenziell häufigerzum Einsatz als in großen. Mit 28,6 Prozent nutzenkleine Unternehmen mit zehn bis 49 BeschäftigtenMo­­bile Business hier am intensivsten, während gro-ße Unternehmen mit 20,9 Prozent hier das Schluss-licht bilden.In den anderen drei Bereichen mit messbaren Unter-schieden sind große Unternehmen in Bezug auf dieNutzung mobiler Anwendungen jeweils Spitzenrei-ter. Je kleiner das Unternehmen, desto weniger ver-breitet ist die Nutzung von Mobile Business in diesenBereichen. Im Rahmen von Managementfunktionenoder Intranetzugang kommt Mobile Business heutebereits bei jedem dritten großen Unternehmen zumEinsatz, demgegenüber greifen nur 13 Prozent derKleinstunternehmen auf diese Lösung zurück. ZuLogistik- und Transportzwecken findet Mobile Busi-ness bei 20,9 Prozent der großen Unternehmen Ver-wendung und nur bei 6,9 Prozent der Kleinstunter-nehmen.Messbare Unterschiede zwischen den Unterneh-mensgrößen hinsichtlich der Nutzung von MobileBusiness lassen sich in den Bereichen Auftrags- undAngebotsbearbeitung, Wartung und Instandset-zung, Management und Intranetzugang sowie Logis-tik und Transport feststellen (vgl. Abbildung 83 aufSeite 94).Erstaunlicherweise kommen mobile Applikationenin kleineren Unternehmen im Rahmen der Auftrags-und Angebotsbearbeitung tendenziell häufiger zumEinsatz als in großen. Mit 28,6 Prozent nutzen kleineUnternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten MobileBusiness am intensivsten, während große Unterneh-men mit 20,9 Prozent hier das Schlusslicht bilden.In den anderen drei Bereichen mit messbaren Unter-schieden sind große Unternehmen in Bezug auf dieNutzung mobiler Anwendungen jeweils Spitzenrei-ter. Je kleiner das Unternehmen, desto weniger ver-breitet ist die Nutzung von Mobile Business in diesenBereichen. Im Rahmen von Managementfunktionenoder Intranetzugang kommt Mobile Business heutebereits bei jedem dritten großen Unternehmen zumEinsatz, demgegenüber greifen nur 13 Prozent derKleinstunternehmen auf diese Lösung zurück. ZuLogistik- und Transportzwecken findet Mobile Busi-ness bei 20,9 Prozent der großen Unternehmen Ver-wendung und nur bei 6,9 Prozent der Kleinstunter-nehmen.
  • 95. 94 6 Ergebnisse nach Unternehmensgröße0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %keine NutzungSonstigeLogistik/Transport**Wartung/Instandsetzung*Personalmanagement/WeiterbildungProduktion/LeistungserbringungRechnungsstellung/ControllingManagement/Intranetzugang**Beschaffung/WarenannahmeAuftragsbearbeitung/Angebotsbearbeitung*Werbung/ÖffentlichkeitsarbeitKundenakquisition/Kundenservice34,8 %35,6 %38,2 %35,4 %30,4 %29,2 %30,3 %28,7 %20,9 %24,9 %28,6 %24,6 %16,5 %17,0 %15,6 %15,5 %33,0 %26,9 %20,7 %13,0 %13,9 %12,6 %11,1 %12,5 %12,2 %8,7 %7,5 %8,6 %11,3 %11,1 %9,2 %7,5 %14,8 %11,1 %9,6 %7,5 %20,9 %11,5 %9,6 %6,9 %5,2 %2,4 %2,1 %4,1 %16,5 %20,6 %24,9 %33,4 %Abbildung 83: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach UnternehmensgrößeLesebeispiel: Unter den Unternehmen mit über 250 Beschäftigten nutzen 20,9 Prozent Mobile Business zur Auftrags- oder Angebotsbearbeitung.Großunternehmen Mittlere Unternehmen Kleine Unternehmen Kleinstunternehmen24 Test: ANOVA
  • 96. 956 Ergebnisse nach Unternehmensgröße1 2 3 4 5Anforderungen erfüllenKooperationen intensivierenKundenbindung erhöhenKundenakquisition vereinfachenKosten reduzierenZeit sparen5 4 3 2 13,583,563,473,463,493,603,223,293,183,313,013,143,253,503,213,262,852,932,762,883,333,473,183,323,803,773,773,783,733,703,533,583,303,303,283,363,523,553,473,532,852,852,982,943,373,463,473,45Abbildung 84: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen verfolgten Ziele –Vergleich nach UnternehmensgrößeBedeutung ZielerreichungLesebeispiel: Kleinstunternehmen bewerten die Bedeutung des Ziels „Kostenreduktion“ mit 3,58 Skalenpunkten unddie Zielerreichung mit 3,29 Skalenpunkten.Großunternehmen Mittlere Unternehmen Kleine Unternehmen Kleinstunternehmen
  • 97. 96 6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeIm Großen und Ganzen ergeben sich nur relativgeringe Unterschiede in Bezug auf die Bedeutungder einzelnen Ziele, welche mittels Mobile Businesserreicht werden sollen (vgl. Abbildung 84 auf Seite95). Die größte Bedeutung erfährt Zeitersparnis imFalle der großen Unternehmen mit einem durch-schnittlichen Wert von 3,8 Skalenpunkten. Kosten-reduktion hat für mittlere und große Unternehmeneine etwas höhere Bedeutung als für kleine undKleinstunternehmen, die zunächst höhere Kostenerwarten und für die der Return on Investment (ROI)länger auf sich warten lässt. Eine Vereinfachungder Kundenakquisition oder eine Erhöhung derKundenbindung ist für Kleinstunternehmen jedochmindestens genauso bedeutend wie für größereUnternehmen.Bei der Zielerreichung wird ein heterogeneres Bilderkennbar, eine Besonderheit sticht jedoch heraus:Mit Ausnahme des Aspekts der Zeitersparnis gebenmittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigtenin jedem anderen Bereich den höchsten Zielerrei-chungsgrad an.Größenunabhängig sehen die befragten Unterneh-men die laufenden Kosten mit Werten zwischen 2,67und 2,84 Skalenpunkten als die geringste Hürde imRahmen der Nutzung von Mobile Business (vgl.Abbildung 85). Die Mitarbeiterschulung wird vonallen Unternehmen gleichfalls als weniger aufwän-dig eingeschätzt, was sich nach einer erfolgreichenImplementierung jedoch schnell auf Platz eins deshöchsten Arbeitsaufwands schieben kann und beiNeuerungen unterschätzt wird. Den größten Arbeits­aufwand verursacht für mittlere, kleine und Kleinst-unternehmen die Integration in bereits bestehendeSysteme, für große Unternehmen stellen nicht zuletztaufgrund der Quantität der erforderlichen Hard-ware, Softwarelizenzen usw. die Anschaffungskos-ten die höchste Hürde dar.Bemerkenswert ist, dass Kleinstunternehmen im All-gemeinen den geringsten Aufwand angeben. Ob­­wohl in dieser Gruppe die meisten Unternehmenvollständig auf den Einsatz von Mobile Business ver-zichten, scheint dem Rest die Einführung und Nut-zung solcher Systeme verhältnismäßig geringenAufwand zu verursachen. Hier wirken Kleinstunter-nehmen in besonderem Maße flexibel und scheinenentweder über ausreichend technisches Know-howzu verfügen oder mit Dienstleistern zusammenzu-arbeiten.Abbildung 85: Geschätzter Arbeitsaufwand mit mobilen Lösungen – Vergleich nach UnternehmensgrößeIntegration in bestehende SystemeLesebeispiel: Mittlere Unternehmen sehen bei der Integration in bestehende Systeme mit einem Wert von 3,39 Skalenpunktenden höchsten Aufwand.12345GroßunternehmenMittlere UnternehmenKleine UnternehmenKleinstunternehmenInformationssuche vorab Laufende KostenAnschaffungskosten Schulung von Mitarbeitern3,053,042,982,672,713,263,032,992,682,863,393,173,052,842,993,303,193,082,702,96
  • 98. 976 Ergebnisse nach Unternehmensgröße0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %SonstigeMangelndes Angebot angeeigneten DienstleisternMangelnde Akzeptanz derMitarbeiter/Geschäftsführung**Nicht kompatibel mit bestehenden SystemenVerwaltungsaufwand zu hochZu kompliziertKeine adäquate Umsetzung in der Branche*Zu teuerFehlendes Know-how im UnternehmenMangelnde Informationen über AnwendungenKeine geeigneten Geschäftsfelder33,3 %28,8 %34,2 %35,8 %27,8 %19,2 %30,8 %32,8 %33,3 %36,5 %26,5 %29,1 %5,6 %0,2 %13,7 %18,5 %33,3 %30,8 %25,6 %16,6 %0,0 %11,5 %13,7 %14,6 %0,0 %13,5 %14,5 %10,9 %11,1 %21,2 %9,4 %10,6 %33,3 %21,2 %5,1 %5,6 %0,0 %5,8 %3,4 %4,6 %11,1 %3,8 %6,8 %6,6 %Abbildung 86: Gründe gegen die Nutzung von mobilen Anwendungen – Vergleich25nach UnternehmensgrößeLesebeispiel: 18,5ProzentderKleinstunternehmenohnemobileAnwendungengebenan,dassdieKostenausschlaggebendfürdenVerzichtwaren.Großunternehmen Mittlere Unternehmen Kleine Unternehmen Kleinstunternehmen25 Test: ANOVA.
  • 99. 98 6 Ergebnisse nach UnternehmensgrößeJedes dritte große Unternehmen, welches bislang aufMobile Business verzichtet, führt eine inadäquateUmsetzung in der Branche an – bei den Kleinstunter-nehmen sind dies lediglich 16,6 Prozent (vgl. Ab­­bildung 86 auf Seite 97). Besonders auffällig gestaltetsich die Verteilung bei dem Grund der mangelndenAkzeptanz der Mitarbeiter oder der Geschäftsfüh-rung. Während nur je gut fünf Prozent der aufMo­bile Business verzichtenden Klein- oder Kleinst-unternehmen diesen Grund anführt, sind dies beimittleren Unternehmen 21,2 und bei großen Unter-nehmen sogar 33,3 Prozent. Je größer ein Unterneh-men, desto eher scheinen Skepsis bzw. mangelndeAkzeptanz den Einsatz mobiler Anwendungen zuverhindern. Hier scheinen kleine Unternehmen mitkurzen Wegen und flachen Hierarchie und wenigerkomplexen Unternehmensstrukturen begünstigt zusein.Abgesehen von Großunternehmen steigt mit derUnternehmensgröße auch der Anteil derjenigenUnternehmen, die auch im Jahr 2013 auf mobileAnwendungen verzichten wollen (vgl. Abbildung 85auf Seite 96). Immerhin 56,3 Prozent der großenUnternehmen wollen sich weiterhin informierenund gegebenenfalls erste Anwendungen testen.Gleichzeitig geben aus dieser Gruppe der großenUnternehmen 31,3 Prozent an, innerhalb der folgen-den 24 Monate sogar erste Anwendungen integrie-ren zu wollen. Bei den Kleinstunternehmen sind dieslediglich 13,8 Prozent, bei den kleinen Unternehmen16,8 Prozent und 12,5 Prozent der mittleren Unter-nehmen wollen bis zum Jahr 2013 ebenso verfahren.Ein differenziertes Bild ergibt sich bei der Implemen-tierung eines umfassenden mobilen Systems. Hiersind Kleinstunternehmen führend – 6,4 Prozent derheute noch verzichtenden Unternehmen wollen biszum Jahr 2013 nachziehen. Mit 6,3 Prozent zeigensich auch Großunternehmen recht aufgeschlossen.Kleine und mittlere Unternehmen verhalten sicheher abwartend (vgl. Abbildung 87).Abbildung 87: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen – Vergleich nach Unternehmensgröße0 %20 %40 %60 %80 %100 %Mobile Anwendungenkommen für uns auch inzwei Jahren nicht infrage.In zwei Jahren soll einumfassendes mobilesSystem integriert sein.In zwei Jahren sollenerste Anwendungenintegriert sein.Wir werden unsweiterhin informieren undmögliche Anwendungen testen.Lesebeispiel: 6,4 Prozent der Kleinstunternehmen wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre ein umfassendes mobiles System integrieren.Kleinstunternehmen Kleine Unternehmen Mittlere Unternehmen Großunternehmen64,5 %62,6 %66,7 %56,3 %13,8 %16,8 %12,5 %31,3 %6,4 %2,8 % 2,1 %6,3 %15,2 %17,8 %18,8 %6,3 %
  • 100. 997 Fazit7 FazitWie nutzen deutsche KMU das Internet für den elek-tronischen Geschäftsverkehr im Jahr 2011? WelcheEntwicklungen fanden statt und welche Tendenzenzeichnen sich für die nähere Zukunft ab? DiesenFragen geht die Studie „Netzwerk ElektronischerGeschäftsverkehr 2011“ auf den Grund. Basierend aufeiner Stichprobe von 1.941 KMU aus Handel, Indust-rie, Dienstleistung und Handwerk lässt sich eine prä-zise Status-quo-Analyse erstellen und ein Blick in dieZukunft wagen. Im Folgenden werden die wichtigs-ten Erkenntnisse zusammengefasst:1. Aktuelle Nutzung von E-Business-AnwendungenIm Allgemeinen gilt, dass größere Unternehmeneine höhere Nutzungsintensität internetbasier-ter Anwendungen aufweisen,als kleine oderKleinstunternehmen dies tun.E-Mail-Kommunikation und Online-Banking bele-gen branchen- und größenunabhängig weiterhindie Plätze eins und zwei der Internetanwendungenund werden dies nach Angaben der Befragten auchin den nächsten beiden Jahren beibehalten.IT-Sicherheit ist für alle Unternehmen ein zentralesThema, dem je nach Größe und Branche jedoch eindifferenziertes Maß an Aufmerksamkeit geschenktwird. Während diesem Thema in der Industriebereits heute ein Höchstmaß an Interesse geschenktwird, hat das Handwerk sich bislang wenig damitauseinandergesetzt, kündigt jedoch Informations-bedarf an.Auf eine professionell gestaltete Website möchteheute fast kein Unternehmen mehr verzichten. Ambedeutendsten ist dies für den Handel und Dienst-leister, die heute zur Neukundengenerierung kaumnoch auf eine entsprechende Website verzichtenmöchten bzw. können. Hier spielt auch die Unter-nehmensgröße nur eine untergeordnete Rolle.Am seltensten wird das Internet von KMU zur Unter-stützung der Logistik eingesetzt. Dies wird sichnach Angaben der Befragten auch innerhalb derbeiden kommenden Jahre nicht ändern.2. Zukünftige Nutzung von E-Business-AnwendungenUm anspruchsvollen Konsumenten gerecht werdenzu können, planen Unternehmen, verstärkt aufeine professionelle Gestaltung ihrer Websitezurückgreifen zu wollen; mit einem Wert von 3,19Skalenpunkten kristallisiert sich die Industrie dabeials eine Art Vorreiter heraus. Der durchschnittlicheWert steigt von 3,33 auf 4,23 Skalenpunkte im Jahr2013.Gleichzeitig gewinnt der Schutz vor Angriffen ausdem Netz in näherer Zukunft an Bedeutung – dieserAspekt schiebt sich im Rahmen der Internetnutzungvom dritten auf den zweiten Platz im Jahr 2013.Andere E-Business-Anwendungen wie Web 2.0-Ele-mente auf der Website, innovative Web-Angebote,elektronische Rechnungslegung, innnovative Tech-nologien und Online-Werbung sollen zukünftigauch wesentlich häufiger genutzt werden. Währendderen Nutzung heute noch in geringerem Umfangerfolgt, sollen diese zukünftig mit mittlerer Intensi-tät Anwendung finden.Während die Gesamtheit der Branchen mit einemAnstieg der Nutzungsintensität des Online-Ver-triebs rechnet, der einem Anstieg auf 2,90 Skalen-punkte entspricht, so erwartet der Handel eineZunahme, gleichbedeutend mit einem Anstieg aufvier Skalenpunkte.3. InformationsbedarfMeist gilt: Je kleiner ein Unternehmen, destohöher sein Informationsbedarf.Obwohl E-Business einen hohen Verbreitungs- undNutzungsgrad aufweist, herrscht zu manchenAspekten teilweise noch erheblicher Informations-bedarf. 15,7 Prozent der befragten Unternehmenäußern zum Thema Web-Controlling Informations-bedarf, 14,3 Prozent tun dies zum Thema Web2.0-Elemente auf der Website und 13,7 im BereichOnline-Werbung.
  • 101. 100 7 FazitIm Branchenvergleich zeigt sich, dass im Handels-,Dienstleistungs- und Industriesektor die Einbindungvon Web 2.0-Elementen auf der Website das Top-Thema im Hinblick auf den Informationsbedarf ist,wobei die Handelsunternehmen den mit Abstandhöchsten Informationsbedarf mit 20,2 Prozentanführen. Lediglich die befragten Handwerksunter-nehmen sehen bei dem Thema Web-Controlling(18,6 Prozent) den größten Informationsbedarf.Erhebliche unternehmensgrößenabhängigeUnterschiede hinsichtlich des Informationsbe-darfs ergeben sich auch in Bezug auf Schutzmaß-nahmen, sei es zum Schutz gegen Angriffe aus demWeb oder zur Datensicherung. So äußern zum The-ma Schutz vor Angriffen aus dem Netz 12,6 Prozentder Kleinst- und sieben Prozent der kleinen Unter-nehmen auch im Jahr 2011 noch Informationsbedarf,bei den mittleren und großen Unternehmen sind esdeutlich unter vier Prozent. In Bezug auf Schutzmaß-nahmen zur Datensicherung verhält es sich ähnlich:Hier benötigen 12,6 Prozent der Kleinstunterneh-men bzw. 7,9 Prozent der kleinen Unternehmennach eigenen Angaben weitere Informationen.4. Themenschwerpunkt Mobile BusinessIm Allgemeinen gilt, dass größere UnternehmenMobile Business-Anwendungen etwas intensivernutzen.Mobile Business wird mit einer Nutzungsintensitätvon 2,24 Skalenpunkten bislang im Vergleich zuanderen E-Business-Anwendungen unterdurch-schnittlich intensiv genutzt, erfährt jedoch nachAngabe der Unternehmen einen erheblichenBedeutungszuwachs in den nächsten zwei Jah-ren. Für das Jahr 2013 ergibt sich ein Wert von3,37 Skalenpunkten.34,7 Prozent der befragten Unternehmen nutzenmobile Anwendungen bereits heute im Bereich Kun-denakquisition und Kundenservice, 28,1 Prozentfür Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit und knappjedes vierte Unternehmen für die Auftrags- bzw.Angebotsbearbeitung. Bei primär intern ab­­lau­fen­den Geschäftsprozessen ist die Nutzung von mobilenAnwendungen weitaus schwächer ausgeprägt.Die größte Bedeutung wird mobilen Anwendungenim Rahmen der Prozessoptimierung zugesprochen.Gemäß dem Motto „Zeit ist Geld“ landen die AspekteZeitersparnis (3,77 Skalenpunkte) und Kostenre-duktion (3,59 Skalenpunkte) auf den Spitzenpositio-nen. Die durchschnittliche höchste Bedeutung ge­­winnt Zeiteinsparung durch mobile Anwendungenbei Handelsunternehmen (3,83 Skalenpunkte), wo­­hingegen Handwerksbetriebe (3,71 Skalenpunkte)der Kostenreduktion im Vergleich zu den anderenUnternehmen den höchsten Stellenwert einräumen.Zur Gänze verzichten heute noch 27,3 Prozentaller Unternehmen auf Mobile Business imGeschäftsalltag. Die bisher vergleichsweise skeptischeingestellte Branche ist das Handwerk, hier setzenaktuell 66,9 Prozent auf Mobile Business. Am aufge-schlossensten zeigen sich Unternehmen der Dienst-leistungsbranche: 73,5 Prozent der Dienstleisterhaben bereits erste mobile Anwendungen imple-mentiert.Die am häufigsten genannten Gründe für den bis-herigen Verzicht einer Integration mobiler Appli-kationen sind mit 34,8 Prozent die Tätigkeit ineinem ungeeigneten Geschäftsfeld, mit 30,6 Prozentmangelnde Informationen bezüglich der mobilenAnwendungen sowie mit 29 Prozent fehlendesKnow-how. Besonders auffällig gestaltet sich dieVerteilung bei dem Grund mangelnde Akzeptanzder Mitarbeiter oder der Geschäftsführung. Wäh-rend nur je gut fünf Prozent der auf Mobile Businessverzichtenden kleinen oder Kleinstunternehmendiesen Grund anführt, sind dies bei mittleren Unter-nehmen 21,2 und bei großen Unternehmen sogar33,3 Prozent. Je größer ein Unternehmen, desto eherscheinen Skepsis bzw. mangelnde Akzeptanz denEinsatz mobiler Anwendungen zu verhindern.Den geringsten Aufwand in den Bereichen An­­schaf­­fungskosten, laufende Kosten und Mitarbeiter-schulung sehen die befragten Dienstleistungsunter-nehmen. Dieser komparative Vorteil begünstigtden höchsten Verbreitungsgrad (73,5 Prozent) mobi-ler Applikationen im Dienstleistungsbereich gegen-über den anderen Zweigen.
  • 102. 1017 FazitAbbildungsverzeichnisTabellenverzeichnisAbbildungsverzeichnisAbbildung 1: Branchenzugehörigkeit..........................................................................................................................7Abbildung 2: Unternehmensgröße nach Anzahl beschäftigter MitarbeiterInnen..............................................8Abbildung 3: Tätigkeitsbereich im Unternehmen....................................................................................................9Abbildung 4: Kenntnisstand – Antwortmöglichkeit „Ist mir nicht bekannt“.......................................................11Abbildung 5: Internetnutzung 2011 – Ausgewählte E-Business-Anwendungen................................................. 13Abbildung 6: Top Ten-Internetanwendungen im Zeitvergleich........................................................................... 15Abbildung 7: Top Ten-Internetnutzung 2011 und 2013............................................................................................17Abbildung 8: Internetnutzung 2013 – Top-Aufsteiger der E-Business-Anwendungen...................................... 18Abbildung 9: Top Ten-Informationsbedarf zu E-Business-Themen in den Jahren 2010 und 2011.................... 19Abbildung 10: Informationsbedarf zu spezifischen E-Business-Themen in den Jahren 2010 und2011 Platz 11 bis 27................................................................................................................................... 21Abbildung 11: Top Ten – Hoher Informationsbedarf – Vergleich nach Tätigkeit................................................23Abbildung 12: Top Ten – Wenig Informationsbedarf – Vergleich nach Tätigkeit...............................................24Abbildung 13: Vergleich: Mobile Business und durchschnittliche Werte über alleE-Business-Anwendungen....................................................................................................................25Abbildung 14: Nutzung mobiler Anwendungen in Geschäftsprozessen...............................................................26Abbildung 15: Nutzung mobiler Anwendungen in Geschäftsprozessen – nach Tätigkeit.................................27Abbildung 16: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungenverfolgter Ziele.......................................................................................................................................28Abbildung 17: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen.................................29Abbildung 18: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen – Top 3.........................................................30Abbildung 19: Weitere Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen....................................................... 31Abbildung 20: Gründe gegen mobile Anwendungen – nach Tätigkeit..................................................................32Abbildung 21: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen..............................................33Abbildung 22: Tätigkeitsbereich – Vergleich nach Branchen..................................................................................34
  • 103. 102 7 FazitAbbildung 23: Internetnutzung Top Ten – Vergleich nach Branchen....................................................................36Abbildung 24: Prognostizierte Nutzungsintensität von ausgewählten E-Business-Anwendungenin zwei Jahren – Vergleich nach Branchen........................................................................................37Abbildung 25: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich nach Branchen..............................................................39Abbildung 26: Nutzung mobiler Anwendungen in Geschäftsprozessen – Vergleich nach Branchen.............40Abbildung 27: Keine Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach Branchen........................................... 41Abbildung 28: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungenverfolgter Ziele im Bereich Prozessoptimierung – Vergleich nach Branchen............................42Abbildung 29: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungenverfolgter Ziele im Bereich Kundengeschäft – Vergleich nach Branchen...................................42Abbildung 30: Bedeutung und Zielerreichungsgrad mit dem Einsatz von mobilen Anwendungenverfolgter Ziele im Bereich Kooperationen – Vergleich nach Branchen.....................................43Abbildung 31: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen –Vergleich nach Branchen.....................................................................................................................44Abbildung 32: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen Top 4 – Vergleich nach Branchen..........45Abbildung 33: Prognostiziertes Nutzungsverhalten – Vergleich nach Branchen................................................46Abbildung 34: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen..................48Abbildung 35: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen..............49Abbildung 36: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen............. 50Abbildung 37: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen............ 51Abbildung 38: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen...52Abbildung 39: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Handwerksbranchemit allen Branchen.................................................................................................................................53Abbildung 40: Nutzung mobiler Anwendungen im Handwerk..............................................................................53Abbildung 41: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungenverfolgten Ziele – Vergleich der Handwerksbranche mit allen Branchen..................................54Abbildung 42: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen im Handwerk.......55Abbildung 43: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen im Handwerk.............................................55
  • 104. 1037 FazitAbbildung 44: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen im Handwerk....................56Abbildung 45: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen........................58Abbildung 46: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen....................59Abbildung 47: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen................... 60Abbildung 48: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen................. 61Abbildung 49: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen.........62Abbildung 50: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Handelsbranchemit allen Branchen.................................................................................................................................62Abbildung 51: Nutzung mobiler Anwendungen im Handel....................................................................................63Abbildung 52: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungenverfolgten Ziele – Vergleich der Handelsbranche mit allen Branchen........................................64Abbildung 53: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen im Handel.............65Abbildung 54: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen im Handel...................................................65Abbildung 55: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen im Handel......................... 66Abbildung 56: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen Branchen...........68Abbildung 57: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen Branchen...... 69Abbildung 58: Internetnutzung Top 19–27 – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen Branchen......70Abbildung 59: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen Branchen.....71Abbildung 60: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allenBranchen..................................................................................................................................................72Abbildung 61: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Dienstleistungs­-branche mit allen Branchen.................................................................................................................72Abbildung 62: Nutzung mobiler Anwendungen in der Dienstleistungsbranche................................................73Abbildung 63: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungenverfolgten Ziele – Vergleich der Dienstleistungsbranche mit allen Branchen...........................74Abbildung 64: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen in derDienstleistungsbranche........................................................................................................................75Abbildung 65: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen in der Dienstleistungsbranche...............75
  • 105. 104 7 FazitAbbildung 66: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen in derDienstleistungsbranche........................................................................................................................76Abbildung 67: Internetnutzung Top 1–9 – Vergleich der Industrie mit allen Branchen.....................................78Abbildung 68: Internetnutzung Top 10–18 – Vergleich der Industrie mit allen Branchen.................................79Abbildung 69: Internetnutzung Top 19–27– Vergleich der Industrie mit allen Branchen..................................80Abbildung 70: Informationsbedarf Top Ten – Vergleich der Industrie mit allen Branchen............................... 81Abbildung 71: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich der Industrie mit allen Branchen.......................82Abbildung 72: Einsatzbereiche von mobilen Anwendungen Top 5 – Vergleich der Industriebranchemit allen Branchen.................................................................................................................................82Abbildung 73: Nutzung mobiler Anwendungen in der Industrie...........................................................................83Abbildung 74: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz mobiler Anwendungenverfolgten Ziele – Vergleich der Industriebranche mit allen Branchen......................................84Abbildung 75: Geschätzter Arbeitsaufwand bei der Einführung mobiler Anwendungen in der Industrie....85Abbildung 76: Gründe gegen die Nutzung mobiler Anwendungen in der Industrie..........................................85Abbildung 77: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen in der Industrie.................86Abbildung 78: Tätigkeitsbereich – Vergleich nach Unternehmensgröße.............................................................87Abbildung 79: Internetnutzung – Vergleich nach der Unternehmensgröße........................................................89Abbildung 80: Internetnutzung in zwei Jahren – Vergleich nach der Unternehmensgröße............................ 90Abbildung 81: Informationsbedarf – Vergleich nach der Unternehmensgröße.................................................. 91Abbildung 82: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach Unternehmensgröße..................................92Abbildung 83: Nutzung mobiler Anwendungen – Vergleich nach Unternehmensgröße..................................94Abbildung 84: Bedeutung und Zielerreichungsgrad der mit dem Einsatz von mobilenAnwendungen verfolgten Ziele – Vergleich nach Unternehmensgröße....................................95Abbildung 85: Geschätzter Arbeitsaufwand mit mobilen Lösungen – Vergleich nachUnternehmensgröße............................................................................................................................ 96Abbildung 86: Gründe gegen die Nutzung von mobilen Anwendungen – Vergleich nachUnternehmensgröße.............................................................................................................................97
  • 106. 1057 FazitAbbildung 87: Prognostiziertes Nutzungsverhalten von mobilen Anwendungen – Vergleich nachUnternehmensgröße.............................................................................................................................98TabellenverzeichnisTabelle 1: Top 3 meistgenutzte E-Business-Anwendungen – Vergleich nach Branchen............................35Tabelle 2: Gruppierung der Unternehmen nach Anzahl der Vollzeitbeschäftigten...................................87
  • 107. 106 7 FazitLiteraturverzeichnisƒ ATCA: Internetinduzierte Veränderung von Kaufentscheidung und Kaufverhalten, 2010ƒ Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW): Mobile Kompass 2010/2011ƒ Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM):.Zahl der Handy-besitzer steigt auf 61 Millionen, unter http://www.bitkom.org/de/presse/8477_69411.aspx(Zugriff am 10.10.2011)ƒ consilia::sozial: Wann geht es Deutschland gut? – Die Suche nach einer neuen Messgröße, unterhttp://blog.consilia-sozial.de/2011/01/wann-geht-es-deutschland-gut-die-suche-nach-einer-neuen-messgroesze (Zugriff am 07.10.2011)ƒ Eckstein, Aline/Winter, Elisabeth/Klees, Maria: Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand undHandwerk 2010, Köln 2010ƒ Hudetz, Kai/Eckstein, Aline: Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk 2008, Köln2008ƒ Hudetz, Kai/Eckstein, Aline/Strothmann, Sonja: Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand undHandwerk 2009, Köln 2009ƒ Hudetz, Kai/Mörsheim, Alexander/van Baal, Sebastian: Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand undHandwerk: Ergebnisse einer Befragung des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr im Auftrag desBundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Darmstadt 2005 (Hrsg.: Deutsches Zentrum für Luft- undRaumfahrt (DLR) e. V., Projektträger im DLR)ƒ Hudetz, K./Kaapke, A: Lexikon Handelsmanagement, Köln 2008ƒ Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG): Ratgeber „Website-Gestaltung für kleine und mittlereUnternehmen“, unter http://ratgeber.website-award.net (letzter Zugriff 28.09.2011)ƒ Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt 2010 für Deutschland, 2011ƒ Statistisches Bundesamt: Unternehmensregister, Stand 30.04.2011, unter http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/UnternehmenGewerbeInsolvenzen/Unternehmensregister/Tabellen/Content100/UnternehmenBeschaeftigtengroessenklassenWZ08,templateId=renderPrint.psml (Zugriff am 10.10.2011)
  • 108. 107AutorenAutorenAutorenDipl.-Kffr. Aline Eckstein ist seit September 2011 stellvertretende Bereichsleiterin an der IfH Institut für Han-delsforschung GmbH und dem dort angesiedelten E-Commerce-Center Handel (ECC Handel). Sie verantwortetdie Bereiche Social- und Mobile-Business. Als Projektmanagerin koordinierte sie seit dem Jahr 2008 zudem Pro-jekte aus den Bereichen Multi-Channel-Management, Zielgruppen- und Konsumentenverhalten.Schon während ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt amMain beschäftigte sie sich intensiv mit E-Commerce. Als Produktmanagerin eines pharmazeutischen Unter-nehmens sammelte sie praktische Erfahrungen in den Bereichen Shop-Gestaltung, Seitenoptimierung undSuchmaschinen-Marketing.Dipl.-Verwaltungsw. (FH), B.Sc. Reinhard Weisser ist studentischer Mitarbeiter an der IfH Institut für Han-delsforschung GmbH und dem dort angesiedelten ECC Handel. Derzeit absolviert er den Studiengang Masterof Science Economics mit den Schwerpunkten quantitative Verfahren, International Economics und Europa ander Universtät zu Köln. Davor erlangte er seinen Bachelor of Science Economics Business Administration inTübingen. Darüber hinaus schloss er ein Studium zum Dipl.-Verwaltungswirt (FH) ab. Erfahrungen im analyti-schen Bereich oder Reporting hat er durch diverse Praktika gesammelt.B.A. Claudia Winkelmann ist studentische Mitarbeiterin an der IfH Institut für Handelsforschung GmbH unddem dort angesiedelten ECC Handel. Ihr Studium in Bachelor of Arts Soziologie hat sie an der Universität Duis-burg-Essen absolviert. Seit Oktober 2010 studiert sie Master of Science Soziologie und Empirische Sozialfor-schung an der Universität zu Köln.
  • 109. 108 AnhangAnhang: Fragebogen140Anhang: FragebogenAnhang: Fragebogen
  • 110. 109Anhang141Anhang: Fragebogen
  • 111. 110 Anhang142Anhang: Fragebogen
  • 112. 111Anhang143Anhang: Fragebogen
  • 113. 112 Anhang144Anhang: Fragebogen
  • 114. 113Anhang145Anhang: Fragebogen
  • 115. 114 AnhangAnhang: Kooperationspartnerƒ ACC-EC – Aachener Competence Center – Electronic Commerceƒ begin – Beratungszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr in Niedersachsen –Region Hannover und Braunschweigƒ BIEG Hessen – Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehrƒ com.pas – Competenzzentrum Anwendung E-Business Sachsenƒ e.biz – bremer initiative für e- und m-businessƒ ECCN – eCommerce-Center-Nordhessenƒ ECCOM – Electronic Commerce Center Mecklenburg-Vorpommernƒ ECC S-H – Electronic Commerce Centrum Region Stuttgart-Heilbronnƒ ECKO – E-Commerce-Kompetenzzentrum Ostbayernƒ EC-M – Beratungszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr Mittelhessenƒ E-Com Hamburg – Hamburger Initiative für electronic commerce im Mittelstandƒ eCOMM Berlin – Kompetenzzentrum eCOMM Berlinƒ eCOMM Brandenburg – Kompetenzzentrum eCOMM Brandenburgƒ EC-Ruhr – Electronic Commerce-Kompetenzzentrum Ruhrƒ Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayernƒ It.emsland – Kompetenzzentrum für den elektronischen Geschäftsverkehr EMSƒ KEG Nord – Kompetenzzentrum für den Elektronischen Geschäftsverkehr Nord in Kielƒ KEGO – Kompetenzzentrum für den Elektronischen Geschäftsverkehr im Oderlandƒ KEGOM – Kompetenzzentrum für den Elektronischen Geschäftsverkehr in Ober- und Mittelfrankenƒ KEG SAAR – Kompetenzzentrum für elektronischen Geschäftsverkehr Saarƒ KeRN – Kompetenznetz E-Business Rhein-Neckarƒ KLICK Rheinland-Pfalz – Kompetenzzentrum für den elektronischen GeschäftsverkehrKaiserslautern/Ludwighafenƒ KLICK Rheinland-Pfalz – Kompetenzzentrum für den elektronischen Geschäftsverkehr Trierƒ KompEC Bonn/Rhein-Sieg – Kompetenzzentrum Electronic Commerce Bonn/Rhein-Sieg
  • 116. 115Anhangƒ mdc-ecomm – Mitteldeutsches Kompetenzzentrum für den elektronischen Geschäftsverkehrƒ MD-ECZ – Magdeburger Electronic Commerce Zentrumƒ MECK – Mainfränkisches Electronic Commerce Kompetenzzentrumƒ Mobile Businessƒ MÜKE – Münsterländer Kompetenzzentrum für den elektronischen Geschäftsverkehrƒ Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)ƒ RECO – Regionalcentrum für Electronic Commerce Anwendungen Osnabrückƒ SAGeG – Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kammern zur Unterstützung des elektronischenGeschäftsverkehrs in KMUsƒ TeleTrusT Deutschland e.V.ƒ TheCK – Thüringer Kompetenzzentrum eCommerce
  • 117. 116 AnhangAnhang: Ausgewählte Informationsangebotedes NEGUnter www.ec-net.de bietet das NEG neutrale und fundierte Informationen zum E-Business. Der Internetauf-tritt des NEG ist der erste Anlaufpunkt, um das Netzwerk und seine Leistungen kennenzulernen, erfolgreich insE-Business einzusteigen sowie das eigene Geschäft mit elektronischer Unterstützung weiterzuentwickeln. Hierfinden Unternehmen alle Kompetenzzentren, die Ansprechpartner und die Projekte des NEG. Darüber hinausstehen auf www.ec-net.de vielfältige weitere Informationen wie Broschüren, Leitfäden, Termine und Nach-richten rund um den elektronischen Geschäftsverkehr zur Verfügung. Auf www.ec-net.de finden Interessierte:ƒ Kontakt: Das nächste Kompetenzzentrum – mit persönlichen Ansprechpartnern und Kontaktdaten.ƒ E-Business-Bibliothek: Die Publikationen und Materialien des Netzwerks zum kostenlosen Herunterladen.ƒ Themen: Informationen zu den Schwerpunktthemen des Netzwerks.ƒ Experten: Persönliche Ansprechpartner zu jedem Schwerpunktthema.ƒ Termine: Aktuelle Veranstaltungen bundesweit und vor Ort.ƒ Aktuelles: Nachrichten zum Thema E-Business.ƒ Partner: Informationen über weitere thematisch verwandte Initiativen des Bundesministeriums fürWirtschaft und Technologie.Zudem verfügt jedes Kompetenzzentrum des NEG über eine eigene Webseite, auf der Unternehmen zumBeispiel aktuelle Veranstaltungen und Nachrichten finden können – regional bezogen und auf ihre Bedürfnisseabgestimmt. Eine Übersicht über alle Web-Adressen der Kompetenzzentren findet sich ebenfalls aufwww.ec-net.de. Damit bieten das Portal www.ec-net.de und insbesondere die E-Business-Bibliothek einumfassendes, umfangreiches Informationsangebot.
  • 118. 117AnhangI. Elektronische Unterstützung der LogistikRFID- und AutoID-Technologien sind längst nicht mehr nur für Großunternehmen ein Thema, sondern werdenauch im Mittelstand erfolgreich eingesetzt. Kleine und mittelständische Unternehmen aus den unterschied-lichsten Branchen profitieren vom Einsatz der Technologie in diversen Anwendungsfeldern. Zentrales Ele-ment des Begleitvorhabens bildet der Transfer von Erfahrungswissen und praktischen Beispielen der Techno-logien und damit implementierten Anwendungen an kleine und mittlere Unternehmen.Das NEG möchte kleine und mittlere Unternehmen für RFID- und andere Technologien der automatischenIdentifizierung (AutoID) wie zum Beispiel den QRCode sensibilisieren, sie über technische Grundlagen, Ein-satzgebiete und Potenziale informieren. Aber auch auf KMU-Anforderungen ausgerichtete Anwendungen ausder Praxis vermitteln, welche als beispielhafte Lösungen vorgestellt werden.Im Mittelpunkt des Transfers stehen konkrete Anwendungen im inner- und zwischenbetrieblichen Bereich,aktuelle Technologien, vorhandene Hemmnisse und Schwierigkeiten sowie vorhandene Lösungen am Markt.Literaturhinweise und Informationsangebot für KMUƒ Regionale Veranstaltungen zu RFID- und AutoID-Technologien mit unterschiedlicher thematischer Aus-richtung. Die Veranstaltungen werden individuell auf die Bedürfnisse in der jeweiligen Region konzipiert.ƒ Informationsmaterialien (Broschüren, Merkblätter)ƒ Auslobung des RFID-Mittelstandspreisesƒ Regionale ExpertenkreiseDas Thema „RFID“ wird im NEG von den Kompetenzzentren ECC Stuttgart-Heilbronn und EC-Ruhr betreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.ec-net.de/rfid sowie unter www.rfidatlas.de
  • 119. 118 AnhangII. Elektronische Unterstützung der RessourcenplanungKomplexe Abläufe im Betrieb machen es notwendig, das Ressourcenmanagement mit Hilfe von Computerneffizienter zu gestalten. Das sogenannte Enterprise Resource Planning (ERP) ermöglicht es auch kleinerenUnternehmen und Handwerksbetrieben, durch entsprechende Software ihre Effektivität erheblich zu steigern.Für die Industrie, aber auch den Handel oder Dienstleistungsunternehmen sind intelligente ERP-Lösungenunentbehrlich geworden. ERP-Lösungen haben sich aus Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen ent-wickelt: Sie sollten hier vor allem die Produktivität steigern und die Kapazitäten besser auslasten. Mittlerweilehat auch eine höhere Flexibilität für eine bedarfsgerechte Fertigung stark an Bedeutung gewonnen. WeitereBestandteile sind zu ERP-Systemen hinzugekommen: Finanz- und Personalwesen, Logistik und Vertrieb.Zunehmend werden auch Internetshops und Systeme für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ange-bunden, wodurch eine zeit- und kostenintensive doppelte Datenhaltung entfällt und sich die Effektivität deut-lich steigern lässt.Literaturhinweise für KMU:ERP-Lösungen auf Basis Freier Software – Marktübersicht und TestberichteDarstellung der Entwicklung und Funktionsbereiche von ERP-Systemen inkl. Marktübersicht© Meck WürzburgStand: August 2010Verfügbarkeit: Print und digitalBetriebswirtschaftliche Softwarelösungen für kleine und mittlere Unternehmen10 Lösungen für Handel, Dienstleistung, Produktion und Handwerksbetriebe© Meck WürzburgStand: September 2009Verfügbarkeit: Print und digitalBetriebswirtschaftliche Anwendungssoftware auf Basis freier Software – eine Auswahl© Kompetenzzentrum RECO OsnabrückStand: September 2011Verfügbarkeit: als PDF verfügbarDas Thema „ERP für den Mittelstand“ wird im NEG federführend von den Kompetenzzentren RECO Osnabrückund MECK Würzburg betreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.ec-net.de/erp
  • 120. 119AnhangIII. E-Mail-ManagementE-Mail-Management ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein Thema, bei dem eine großeUnsicherheit vorherrscht. Es gilt, verschiedene organisatorische, technische und rechtliche Aspekte zube­achten, um auf eingehende Kundenanfragen per E-Mail professionell und rechtssicher reagieren zu können.Um die Voraussetzungen und die Stellhebel für ein professionelles E-Mail-Management zu verdeutlichen, hatdas NEG einen Online-Ratgeber entwickelt. Dieser ermöglicht es, online und in wenigen Schritten eine kosten-lose und neutrale Einstiegsberatung zum professionellen Umgang mit E-Mails zu erhalten. Das Online-Toolgibt Unternehmen grundlegende Informationen darüber, was E-Mail-Management bedeutet und was anMindeststandards beachtet werden muss.Literaturhinweis für KMU:Online-Ratgeber und Leitfaden zum E-Mail-ManagementNach Beantwortung von zwölf Fragen zu den technischen, organisatorischen und juristischen Anforderungenan die E-Mail-Kommunikation erhalten die Teilnehmer kompakt formulierte Richtlinien. Darüber hinaus wirdein ausführlicher und kostenloser Leitfaden mit detaillierten Informationen zum Thema E-Mail-Managementzur Verfügung gestellt. Dieser soll einen tieferen Einblick geben, indem die organisatorischen, technischenund rechtlichen Anforderungen genau beleuchtet und anhand von klaren Checklisten Handlungsempfehlun-gen ausgesprochen werden.© ECC HandelStand: Juli 2009Verfügbarkeit: Online-Ratgeber ist unter www.emr.zetis.de verfügbar.Weiterführende Informationen zum Thema „E-Mail-Management“ finden Unternehmen unter www.ec-net.deund auf der Website des ECC Handel unter www.ecc-handel.de
  • 121. 120 AnhangIV. Website-GestaltungDas Internet bietet Unternehmen die Chance, durch den Einsatz von Webtechnologien neue Marktpotenzialefür sich zu erschließen. Oft fehlt es diesen aber an Wissen und Qualitätsbewusstsein, was einen professionellenWebauftritt auszeichnet. Kunden entscheiden schon nach wenigen Klicks, ob sie auf einer Website bleibenoder nicht. Eine ansprechende Gestaltung sowie eine hohe Leistungsfähigkeit des Online-Auftritts sind dahervon besonderer Bedeutung. Neben inhaltlich-gestalterischen Aspekten dürfen auch technische, organisatori-sche und insbesondere rechtliche Gesichtspunkte nicht unberücksichtigt bleiben.Literaturhinweise und Informationsangebot für KMU:NEG Website AwardIn dem vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr ins Leben gerufenen Wettbewerb werden Unterneh-men prämiert, die dieses Potenzial auf vorbildliche Weise für sich nutzen. Teilnehmen können Unternehmenmit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro nicht über-schreiten. Zusätzlich wird zusammen mit Medienpartnern ein Publikumspreis per Online-Abstimmung verge-ben.Die bisher ausgewählten Preisträger verdeutlichen, dass kreative und technisch anspruchsvolle Webseitenauch für kleine Unternehmen finanzierbar sind und einen großen Anteil zum wirtschaftlichen Erfolg beitra-gen können.Online-Ratgeber und Leitfaden „Website-Gestaltung für kleine und mittlere Unternehmen“Die onlinebasierte Anwendung liefert individualisierte Hinweise zur Gestaltung der eigenen Unternehmens-Website. Auf Basis von zwölf Fragen aus den Bereichen Gestaltung und Inhalt, Technik, Organisation sowieRecht erhalten die Nutzer wertvolle Erläuterungen und Verbesserungsvorschläge oder auch die Bestätigung,dass ihre Website bestimmten Mindeststandards genügt. Über den integrierten Fragebogen zur eigenen Web-site hinaus besteht die Möglichkeit, einen ausführlichen Leitfaden zur Website-Gestaltung downzuloaden, derweiterführende Hinweise sowie Literaturempfehlungen enthält.Stand: Oktober 2011Verfügbarkeit: Der Online-Ratgeber ist unter http://wgr.ecc-ratgeber.de verfügbar.Das Thema Website-Gestaltung wird im NEG von den Kompetenzzentren BIEG Hessen und ECC Handelbetreut.Weiterführende Informationen zum NEG Website Award sowie ein kostenfreies Online-Tool zur Website-Prüfung finden Sie auf www.neg-website-award.de
  • 122. 121AnhangV. Netz- und InformationssicherheitDie „Sicherheitskultur“ kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie des Handwerks hat in denletzten Jahren einen deutlichen Aufschwung genommen. Allerdings kann diese allein keine Antwort auf dieaufkommenden Herausforderungen, wie zum Beispiel die wachsende Mobilität der Mitarbeiter, die häufigeAuslagerung von Leistungen und die verstärkte Kooperation mit Externen, bieten. KMU und Handwerk arbei-ten infolge ihrer in etwa gleichwertigen IT-Anwendungen und ähnlicher IT-Abhängigkeit im gleichen Gefähr-dungsraum und sind in zunehmendem Maße und meist unbemerkt von Informations- und Kommunikations­kriminalität (Cybercrime) betroffen.Das NEG steht mit dem Verbundprojekt „Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk“ kleinen und mit-telständischen Unternehmen zur Seite, um sie durch geeignete, aktuelle Informationen praxisnah zu unter-stützen.Literaturhinweise für KMU:„IT-Informationsbroschüren für Einsteiger“Die Informationsbroschüren zur IT-Sicherheit befassen sich mit Themenschwerpunkten wie zum Beispiel„Mobile Business“ oder „Web 2.0“. Die Broschüren bieten eine verständliche Einführung in verschiedeneAspekte der IT-Sicherheit mit praktischen Tipps für den geschäftlichen Alltag.Stand: 2009, 2010, 2011Verfügbarkeit: digital als PDF-DokumentStudie „Netz-und Informationssicherheit in Unternehmen 2011“Die jährlich durchgeführte Studie liefert aktuelle Ergebnisse einer Online-Befragung von kleinen und mittel-ständischen Unternehmen in Deutschland. Die Studie zeigt Potenziale und Schwachstellen der Netz- undInformationssicherheit auf und gibt einen fundierten Einblick in die Sicherheit von Geschäftsdaten und-prozessen in Unternehmen.Stand: 2007, 2008, 2009, 2010, 2011Verfügbarkeit: digital als PDF-DokumentDas Thema „Netz- und Informationssicherheit“ wird im NEG federführend von den Kompetenzzentren SAGeG,ECC Handel, MECK Würzburg und der Fachhochschule Gelsenkirchen sowie mit Unterstützung desTeleTrusT e. V. betreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.kmu-sicherheit.de sowie unter www.ec-net.deunter dem Thema Netz- und Informationssicherheit.
  • 123. 122 AnhangVI. Regionales InternetmarketingDie Bedeutung des Internets bei der Auswahl und dem Kauf von Produkten bzw. Dienstleistungen steigt stetig.Immer mehr Kunden informieren sich vor einer Kaufentscheidung im Internet über Produkte und Händler.Insbesondere für KMU, die häufig speziell potenzielle Kunden aus ihrer Region ansprechen, ist es daher wich-tig, auch im Bereich des Online-Marketings einen regionalen Bezug herzustellen. Ziel des Projektes ist es daher,den kleinen und mittleren Unternehmen Unterstützung und Hilfestellung bei der Entwicklung und Optimie-rung eines regionalen Internetmarketing-Konzepts zu geben.Literaturhinweise und Informationsangebot für KMU:Leitfaden Regionales Internetmarketing – neue Wege der KundenanspracheDieser Leitfaden informiert über regionale Einsatzmöglichkeiten von klassischen und innovativen Internet-Marketinginstrumenten. Im Mittelpunkt steht dabei:ƒ Vorstellung von Marketinginstrumenten für kleine und mittlere Unternehmen im Internet und derenEigenschaftenƒ Methoden und Instrumente zur Regionalisierung von Marketingmaßnahmenƒ Schritte zur ganzheitlichen Planung und Umsetzung regionaler Marketingmaßnahmen im Internet.Online-Ratgeber für kleine und mittlere UnternehmenAuf Basis von zwölf Fragen aus den Bereichen Organisation, Technik, klassische und innova­tive Werbeformenerhalten die Nutzer wertvolle Erläuterungen und Verbesserungsvorschläge zur Optimierung ihrer regionalenInternetmarketing-Aktivitäten.Stand: Oktober 2011Verfügbarkeit: Online-Ratgeber ist unter www.rim.ecc-ratgeber.de verfügbar.Veranstaltungen:Bundesweite Roadshow zu Möglichkeiten und praktischen Anwendungen, Workshops und ExpertenrundenDas Thema „Regionales Internetmarketing“ wird im NEG von den Kompetenzzentren IT-Akademie Mainz, ECCStuttgart-Heilbronn und ECC Handel betreut.Weiterführende Informationen finden Sie unter www.ecc-stuttgart.de und www.rim.ecc-ratgeber.de
  • 124. 123AnhangVII. Femme digitaleBüroorganisation und EDV sind im Handwerk oft Frauensache. Als Mit-Chefinnen, Töchter oder Schwieger-töchter nehmen sie Aufträge entgegen, erstellen Kalkulationen und Rechnungen und betreuen die Außendar-stellung des Unternehmens. Frauen im Handwerk müssen deshalb souverän mit EDV und Internet umgehen.Im Alltagsgeschäft bleibt für die Erstellung der Internetseite, die professionelle Vernetzung der Firmenrechneroder die Überlegung, eine kaufmännische Software einzuführen, oft keine Zeit. Routinearbeiten werden wei-terhin mit altbekannten, aufwändigen Verfahren erledigt.Femme digitale unterstützt Frauen im Handwerk dabei, die PC-Nutzung zu optimieren und die eigene Firmagut im Internet zu präsentieren. Zu diesem Zweck werden kostenfreie Beratungen sowie Informationsveran-staltungen und -materialien angeboten.Literaturhinweis für KMU:Femme digitale – Elektronische Ausschreibungen im HandwerkEine Videohilfe mit PraxisbeispielenDas audiovisuelle Lernvideo gibt praktische Tipps zum Umgang mit der E-Vergabe. Außerdem wird die Teil-nahme an elektronischen Ausschreibungen anhand zweier zentraler Plattformen Subreport und Cosinexsimuliert und es werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen gegeben. Das Video stellt die Vorteilegegenüber der herkömmlichen Auftragsvergabe heraus und erklärt anhand von Beispielen, wie die Unterneh-men Online-Ausschreibungen von der Anmeldung über die Recherche bis hin zur Angebotsabgabe umsetzensollten.Stand: 2011Verfügbarkeit: http://www.ec-akademie.de/femme-digitale/e-vergabe/vip-cd.htmlDas Thema „Femme digitale“ wird im NEG von dem Kompetenzzentrum KLICK Trier, KEGO, mdc-ecomm,MÜKE und ECCN betreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.ec-net.de/femme-digitale sowie unterwww.femme-digitale.de
  • 125. 124 AnhangVIII. Elektronische RechnungsabwicklungSchätzungsweise 27 Milliarden Papierrechnungen werden derzeit pro Jahr in Europa versandt. Die Kostendafür sind erheblich, denn neben den Ausgaben für Porto und Papier auf der Seite des Rechnungsstellers ent-stehen bei der papierhaften Rechnungsabwicklung unnötige Medienbrüche. Die Folge sind zeit- und kosten-aufwändige sowie fehleranfällige manuelle Prozesse. Angesichts eines zunehmenden Kostendrucks entschei-den sich immer mehr Unternehmen für eine Umstellung auf die elektronische Rechnungsabwicklung. ImBegleitprojekt „Elektronische Rechnungsabwicklung“ werden deshalb umfassende und neutrale Informations­materialien entwickelt, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen sollen.Literaturhinweise für KMU:Informationsreihe „Elektronische Rechnungsabwicklung – einfach, effizient, sicher“Die Informationsreihe gibt praxisnah Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Elektronische Rechnungs-abwicklung und gibt einen leicht verständlichen Überblick. Die Informationsreihe gliedert sich in vier Teile:Teil I: Rahmenbedingungen und MarktüberblickDer erste Teil enthält grundlegende Informationen über die Voraussetzungen zur Nutzung der elektronischenRechnungsabwicklung sowie einen Überblick über in Deutschland verfügbare Lösungen.Teil II: Fallbeispiele erfahrener UnternehmenMit Hilfe von Fallbeispielen werden Umsetzungsmöglichkeiten sowie Herausforderungen und Nutzen derelektronischen Rechnungsabwicklung aus Sicht der Praxis anschaulich dargestellt.Teil III: Fakten aus der UnternehmenspraxisDer dritte Teil der Informationsreihe fasst die Ergebnisse der Befragung „Rechnungsbearbeitung im Mittel-stand – Wie läuft es in der Praxis wirklich?“ zusammen, die mit den derzeitigen und potenziellen Nutzern derelektronischen Rechnungsabwicklung durchgeführt wurde.Teil IV: Leitfaden zur EinführungAufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird ein Leitfaden entwickelt, der Hilfestellung bei derBeurteilung und einer möglichen Einführung elektronischer Rechnungsprozesse im Unternehmen geben soll.© ibi researchVerfügbarkeit: als PDF verfügbar unter www.elektronische-rechnungsabwicklung.de
  • 126. 125AnhangE-Commerce-Leitfaden – Elektronische Rechnungen speziell für Online-HändlerDer E-Commerce-Leitfaden gibt kompakt und aus einem Guss Antworten auf die wichtigsten Fragen rund umden elektronischen Handel. Er liefert Informationen zu Themen wie Shop-Software, rechtliche Pflichten, E-Pay-ment, elektronische Rechnungen, Risikomanagement, Inkasso, Forderungsmanagement, Adressprüfung,Bonitätsprüfung, Web-Controlling, Logistik, Verkauf ins Ausland und vieles mehr.© ibi researchVerfügbarkeit: online und als PDF verfügbar unter www.ecommerce-leitfaden.deWegweiser: Was beim Umgang mit elektronischen Rechnungen zu beachten ist!Mit Hilfe dieses Wegweisers erfahren Unternehmen, worauf sie beim Versand sowie beim Empfang elektro­nischer Rechnungen achten sollten.© ibi researchVerfügbarkeit: als PDF verfügbar unter www.elektronische-rechnungsabwicklung.deDas Thema „Elektronische Rechnungsabwicklung“ wird im NEG vom Kompetenzzentrum ECKO Regensburgbetreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.elektronische-rechnungsabwicklung.desowie www.ecommerce-leitfaden.de
  • 127. 126 AnhangIX. Customer Relationship ManagementZielgerichtetes Management von Kundenbeziehungen sowie strategisch angelegtes Marketing sind unver-zichtbare Bestandteile des Unternehmenserfolgs kleiner und mittlerer Unternehmen. CRM (Customer Rela­tionship Management) stellt einen integrierten Marketing-Ansatz zur konsequenten Ausrichtung einer Unter-nehmung und deren Geschäftsprozesse am Kunden dar. Dieser Prozess wird mittlerweile durch vielfältigeSoftware unterstützt. Dadurch können auf Basis einer entsprechenden Datenbank beispielsweise alle kunden-bezogenen Prozesse in Marketing, Vertrieb und Service (teils auch Produktion, zum Beispiel Produktverbesse-rung) systematisch und konsequent aufeinander abgestimmt sowie abteilungsübergreifend optimiert werden.Literaturhinweis:„Customer Relationship Management – eine Chance für den Mittelstand: Praktische Hinweise zur erfolgreichenEinführung sowie Optimierung von Kundenbeziehungsmanagement-Systemen“Diese umfangreiche Broschüre behandelt anschaulich die jeweiligen Stufen einer CRM-Einführung im Unter-nehmen – von der Analyse im Vorfeld über die Projektkonzeption bis zur Implementierung bzw. der perma-nenten Optimierung des Systems. Zudem gibt der kostenfreie Leitfaden u. a. Praxistipps zu Prozessreorganisa­tion,Schaffung einer förderlichen Unternehmenskultur, konkreten Entscheidungshilfen in Form von Schritt-­für-Schritt-Anleitungen, Checklisten und nützlichen Links. Ergänzt wird dies durch Verweise auf aktuelle Techno-logietrends wie Mobile oder Social CRM, Cloud Computing, ausgewählte Praxisbeispiele erfolgreicher CRM-Projekte in verschiedenen Branchen sowie Sicherheit und Datenschutz im CRM.© Kompetenzzentrum KEGOMStand: September 2011Verfügbarkeit: als PDF verfügbarDas Thema Kundenbeziehungsmanagement wird im NEG federführend von den Kompetenzzentren RECOund KEGOM betreut.Weiterführende Informationen finden Unternehmen unter www.ec-net.de/crm
  • 128. HerausgeberBundesministerium für Wirtschaft undTechnologie (BMWi)Öffentlichkeitsarbeit10119 BerlinText und RedaktionBundesministerium für Wirtschaft und Technologie(BMWi)Dipl.-Kffr. Aline Eckstein, Dipl.-Verwaltungsw. (FH),B.Sc. Reinhard Weisser, B.A. Claudia WinkelmannE-Commerce-Center Handel (ECC Handel) am Institutfür HandelsforschungStandOktober 2011Gestaltung und Produktion PRpetuum GmbH, MünchenBildnachweiswww.fotolia.deDruckHundt Druck GmbH, KölnDas Bundesministerium für Wirtschaft undTechnologie ist mit dem audit berufundfamilie®für seine familienfreundliche Personalpolitikausgezeichnet worden. Das Zertifikat wird vonder berufundfamilie gGmbH, einer Initiative derGemeinnützigen Hertie-Stiftung, verliehen.Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft undTechnologie herausgegeben. Sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Sie darfweder von Parteien noch von Wahlwerbern oder Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke derWahlwerbung verwendet werden. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen,an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Infor-mationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Drittel zum Zwecke der Wahlwer-bung. Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Schrift dem Empfänger zuge-gangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die alsParteinahme der Bundesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.

×