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Direktkandidaten
 

Direktkandidaten

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Präsentation über den Einfluss der Medien auf die Direktkandidaten bei Bundestagswahlen

Präsentation über den Einfluss der Medien auf die Direktkandidaten bei Bundestagswahlen

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  • 1969 1972 1980 1983 Direktkandidaten ändern sich Werden aber auch zweimal aufgestellt
  • Zeitungen im Wahlkreis wurden ausgezählt Durchschnitttswert: 4,5 mögliche Kontakte Frage: welcher Zeitraum? Wie lange vor und während des Wahlkampfs?
  • Unterschiede in den Werten Staab <> Kepplinger
  • Informationsfragen (6) Wahrheitsfähige Sachverhalte (intersubjektiv prüfbar) z.B. Hat diese Zeitung ein Bild veröffentlicht? Als Indikatorfrage für "objektives" Verhalten Meinungsfragen (15) Nicht wahrheitsfähige Sachverhalte (nicht prüfbar) Fragen nach Formale Gestaltung (6) Sachliche Richtigkeit (5) Politische Tendenz (4) Berechnung: (Positive – negative) / Anzahl
  • Ein Ergebnis herausgegriffen CDU: Konstant SPD: Schwankend in den Wahljahren FDP: Ähnlich stabil wie CDU (außer 1969) Lesebeispiel: Partei + Wahljahr korrelieren zu XX mit der Bewertung
  • Wahlergebnisse + Änderungen
  • SPD / CDU – negativer Einfluss des Wahlerfolgs FDP – positiver Einfluss des Wahlerfolgs
  • Über alle Parteien hinweg
  • Unterschiedlich zwischen den Parteien / Jahren Gleich zwischen den Parteien
  • Schwerpunktsetzung Kepplinger
  • Wahlkampfveranstaltungen 57% aller Veranstaltungen berichtet Nur 30% richtig aufgemacht (nach Meinung der P.) 43% sachlich richtig, nur 28% alle Argumente Heisst: Eingangshürden werden überwunden, Darstellungshürden sind immens, starke Verkürzung Interviews Hohe Eingangshürden (nur 28%) Nicht wesentlich gekürzt (52%) 70% geben Ansichten korrekt wieder Eingangshürden hoch, Darstellungshürden niedriger, kleine Parteien leiden darunter
  • Andere Schwerpunktlegung bei Staab
  • Erstellte verschiedene Klassen
  • Weiteres: Unterschiede in den Tabellen Veränderung der Struktur / Zeitungsfusionen Geringe Basis bei nicht-etablierte Warum als profitieren die? Zwischen Hoch und Tief lag die längste Zeitspanne!!
  • Frage: Auch im Hinblick auf politische Tendenzen der Journalisten / Links-dreh / Konservatismus ?!?

Direktkandidaten Direktkandidaten Presentation Transcript

  • Der Einfluss der Medienauf die Direktkandidaten bei Bundestagswahlenm Johannes Gutenberg-Universität Mainz Institut für Publizistik Seminar: Politische / Internationale Kommunikation Leitung: Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger Wintersemester 2010 / 2011 David Peter und Farid Bouatra
  • Basis-Daten ● Befragung – Direktkandidaten in ihren Wahlkreisen – 3-4 Monate nach den Wahlen ● Vier Wahlkämpfe – Zeitraum 1969 bis 1983; 1976 nicht ● Zufallsauswahl: 25 von 248 Wahlkreisen – 576 Direktkandidaten – 53% Rücklauf (307 von 576)2
  • Kontakte ● Regionalzeitungen im jeweiligen Wahlkreis – Theoretische Kontakte: 4,5 Zeitungen (Durchschnitt) – Realisierte Kontakte: 3,6 Kontakte (Durchschnitt) – Basis: Theoretische Kontakte = 100% ● „Kontakt“ ● Initiative des Kandidaten – Interviews / Gespräche / Pressemitteilungen ● Initiative der Presse – Berichte / Bildveröffentlichung / Interview / Kommentar3
  • Ergebnisse – Kontakte Anteil realisierter an den theoretisch möglichen Zeitungskontakten (%) 1969 1972 1980 1983 Ø CDU / CSU 90 96 94 89 92 SPD 94 97 96 100 97 FDP 78 99 90 91 90 Grüne - - 78 69 74 DKP - 64 47 61 57 NPD 68 54 - 53 58 sonstige 59 67 59 69 64 Alle 77 82 80 80 804 vgl. Staab, 1986, S. 299.
  • Befragung ● 21 Fragen, zwei Fragetypen – Informationsfragen (6) – Meinungsfragen (15) ● Zusammenfassung in vier Dimensionen – Informationsgehalt (Vollständigkeit) – Sachliche Richtigkeit – Formale Gestaltung – Politische Tendenz ● Varianzanalyse – Parteizugehörigkeit, Wahljahr5
  • Ergebnisse – Informationsgehalt Mittelwerte, zweifache Varianzanalyse 1969 1972 1980 1983 CDU / CSU .60 .60 .62 .58 SPD .61 .55 .43 .67 FDP .34 .58 .61 .59 Grüne - - -.03 .16 DKP - -.13 -.24 -.11 NPD -.14 .02 - .08 sonstige -.02 -.10 -.12 .016 vgl. Staab, 1986, S.302.
  • Wahlergebnisse 1969 – 1983 60 +4,3 50 -1,2 +3,1 -0,4 -2,9 40 -4,7 30 20 +2,6 +2,2 -3,6 10 0 1969 1972 1980 1983 CDU / CSU SPD FDP Grüne7 Quelle: Statistisches Bundesamt.
  • Gegenüberstellung 60 50 40 30 20 Wahlergebnisse 10 0 1969 1972 1980 1983 70 60 50 40 Bewertung des Informationsgehalts 308 CDU / CSU SPD FDP
  • Ergebnisse – Gesamtbewertung Durchschnitte der Mittelwerte in den vier Beurteilungsdimensionen .70 .60 SPD .50 FDP .40 CDU / CSU .30 1969 1972 (1976) 1980 1983 .20 NPD .10 Grüne .00 -.10 DKP -.209 vgl. Staab, 1986, S. 304.
  • Ergebnisse – Übersicht ● Unterschiedliche Wahrnehmung – je nach Partei und Wahljahr (Schwankungen) – Etablierte Parteien: deutlich positivere Bewertung ● Bewertungskategorien unterschiedlich ● Alle Parteien zusammen genommen: – „Informationsgehalt“ und „Richtigkeit“ eher divers – „Formale Aspekte“ und „Tendenz“ eher ähnlich ● Wahlerfolg: Positiver Einfluss auf Bewertung10
  • Politik und Medien ● Medien berichten nicht alles ● Politik trifft auf zwei Zugangshürden ● Eingangshürden – Wird überhaupt berichtet? ● Darstellungshürden – Wird umfassend und unverfälscht berichtet?11
  • Fazit – nach Kepplinger ● Allgemein – Große Parteien haben niedrigere Hürden – Überwindung durch: Plakatives und Kritisches ● Berichte über ... ● Wahlkampfveranstaltungen – Eingangshürden niedrig, Darstellungshürden hoch – Es wird häufig berichtet, aber falsch ● Interviews – Eingangshürden hoch, Darstellungshürden niedrig – Es wird selten berichtet, aber richtig12
  • Wahlkreis-Veränderung ● Reduktion von 4,7 auf 4,5 Zeitungen ● Verschiebung der Fragestellung ● Medien als strukturelle Voraussetzung zum Sieg ● Quasi-experimentell – Änderung: Unabhängige Variable – Erfahrung der Befragten: Abhängige Variable – Konstante Struktur: Kontrollgruppe13
  • Einfluss der Pressestruktur ● Basis: Jahr 1969 ● Klassifikation ● Anhand Zahl publizistischer Einheiten (PE) – „einfache Struktur“: < 4 PE oder 6 Ausgaben – „komplexe Struktur“: > 4 PE oder 6 Ausgaben ● Ergebnis: 3 Klassen – Konstant komplex (11) – Konstant einfach (10) – Komplex zu einfach (4)14
  • Ergebnisse – Struktureinfluss .70 Kandidaten etablierter Parteien .60 .50 .40 .30 .20 1969 1972 (1976) 1980 1983 .10 .00 -.10 -.20 Kandidaten nicht-etablierter Parteien -.30 -.40 Konstant komplexe Struktur Veränderung von komplexer zu einfacher Struktur Konstant einfache Struktur15 vgl. Staab, 1986, S. 308.
  • Ergebnisse – Struktureinfluss ● Allgemein – Strukturänderung hat Einfluss auf die Bewertung – Negative Beurteilung nimmt zu ● Etablierte Parteien – Erst mehr, dann weniger Kontaktmöglichkeiten ● Nicht-etablierte Parteien – Erst leicht mehr, dann weniger Kontaktmöglichkeiten16
  • Fazit – nach Staab ● Kontaktmöglichkeiten ● Etablierte Parteien haben mehr Kontakte ● Nicht-etablierte werden ignoriert ● Bewertung der Berichterstattung ● Bewertungen nicht losgelöst, folgen einem Trend ● Strukturveränderungen ● Negativer Einfluss bei Reduktion der PE ● Nicht-etablierte profitieren zunächst17
  • Kritik ● Erinnerungsfehler (4 Monate nach der Wahl) ● Wahlgewinner: Mehr Rücklauf – Verzerrung zu einer positiven Einschätzung hin? ● Schmale Datenbasis (307 in 14 Jahren)18
  • Quellen Kepplinger, Hans-Mathias (2007): Kommunikationsbarrieren - Die Wege zu den Zeitungslesern bei Bundestagswahlen. In: Jackob, Nikolaus (Hrsg.): Wahlkämpfe in Deutschland. Fallstudien zur Wahlkampfkommunikation 1912 - 2005. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 164 – 177. Staab, Joachim-Friedrich (1986): Direktkandidaten in den Bundestags- wahlkämpfen 1969-1983. Erfahrungen im Umgang mit der lokalen und regionalen Presse. In: Publizistik, 31, S. 296 – 314.19
  • Diskussion CDU-Politiker waren im Schnitt unzufriedener als SPD-Politiker Sind SPDler weniger empfindlich oder wurde die SPD in der Berichterstattung tatsächlich bevorzugt? Wie müsste eine Untersuchung aussehen, die dies feststellen kann?20