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2012 staudemeyer-fallbeispiel-web2.0 2012 staudemeyer-fallbeispiel-web2.0 Document Transcript

  • Beuth Hochschule für Technik Berlin Web 2.0 und die Gesellschaft Fallbeispiel Politik und Journalismus 2.0 von Dennis Staudemeyer Email: Dennis.Staudemeyer@gmx.de Matrikelnummer 778866 Berlin, den 31.01.2012
  • InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis1. Fallbeispiel – Newswiki 11.1 Allgemeine Informationen 11.2 Ziele und Motive der Einführung von Web 2.0 12. Lösungsszenario 22.1 Theoretischer Rahmen 22.2 Grundkonzept und Tools 22.3 Change Management 33. Erfolgsfaktoren 33.1 Akzeptanz 33.2 Nachhaltigkeit 44. Fazit 4 I
  • Fallbeispiel - Newswiki1. Fallbeispiel - Newswiki1.1 Allgemeine InformationenNachrichten basieren auf Journalismus und sind eine schnelllebige Sache. Jedes Medium kannverwendet werden, um Nachrichten zu generieren, die dazu dienen sollen, die Menschen überregionale, überregionale und auch globale Geschehnisse zu Informieren. Dabei zeigte sich,dass bei der Entwicklung des Nachrichtenmediums von der Zeitung, über das Fernsehen bishin zu Onlinenachrichten die zeitlichen Gegebenheiten und die Qualität der Nachrichten, bzw.deren Informationsgehalt stark beeinflussten. Es blieb immer weniger Zeit, um eine Nachrichtüber ein Geschehnis zu verfassen, weil jeder Nachrichtenanbieter zu den Ersten gehörenmöchte, die eine (wichtige) Nachricht verbreiten, da dies eine gewisse Reputation verspricht.Zur Reputation gehören aber auch Qualität und Verlässlichkeit über die Informationen, dievermittelt werden. Bleibt weniger Zeit für die journalistische Recherche, sinken fastzwangsweise Qualität und Sicherheit der Nachrichten. Fehlinformationen sind an derTagesordnung und Gerüchte sind zum Teil von handfesten Berichten nicht zu unterscheiden.Das bekannte Blog Bildblog, hat sich beispielsweise zur Aufgabe gemacht dieseFehlinformationen aufzudecken und zu dokumentieren.Nicht zuletzt aufgrund des Erfolgszuges der Smartphones, die vor allem auch zum Abrufenvon Nachrichtenportalen verwendet werden, ist es bedeutsam, verlässliche, journalistischanspruchsvolle Nachrichten zur Verfügung zu haben, da diese sich heutzutage rasend schnellverbreiten und Fehlinformationen erheblichen Schaden anrichten können.Dieses Fallbeispiel mit dem Namen Newswiki, soll versuchen eine Strategie zu entwickeln,die Möglichkeiten von Web 2.0 mit der geschilderten Problematik zu verknüpfen und einLösungsszenario zu skizzieren.1.2. Ziele und Motive der Einführung von Web 2.0Das Ziel liegt ganz klar darin, eine E-Partizipation, also eine Mitbeteiligung der Bürger imInternet zu unterstützen, um letztendlich die Qualität und Verlässlichkeit von Nachrichten zusteigern. Web 2.0 im Allgemeinen bietet jedem Internetnutzer die Möglichkeit teilzunehmenund das grundsätzlich ohne zusätzliche Kosten für den Nutzer. Es sind über diesen Wegenicht nur eigenes dafür ausgewählte Personen ermächtigt, die Richtung vorzugeben, sondernein jeder kann Nachrichten generierendes und Nachrichten kontrollierendes Organ zugleichsein. Dies verspricht eine gute Basis, um die Nachrichtenwelt zu unterstützen, zu fördern undeventuell sogar zu zentralisieren.Nachrichten sind heutzutage weitestgehend dezentral angelegt. Es gibt zahlloseNachrichtenportale, die z.B. auf Zeitungen oder Fernsehsendern basieren und zusätzlich einefast unbestimmbare Zahl von Blogs. Allen gemein ist, dass sie die Wahl ihrer Nachrichtenmehr oder weniger selektiv angehen. Egal ob sie den regionalen oder überregionalen Bereichabdecken und egal ob und wenn ja auf welchen Themenbereich sie spezialisiert sind, sicherist, dass sie niemals die gesamte Nachrichtenfülle abdecken können und daher versuchen,ihrem eigenen Credo unterordnend, wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen undzu veröffentlichen.Web 2.0 könnte helfen Nachrichten nichtselektiv und zentral zu generieren, bzw. zukontrollieren. 1
  • Lösungsszenario2. Lösungsszenario2.1 Theoretischer RahmenE-Partizipation, soll in diesem Rahmen, nicht als Teilhabe der Menschen an politisch-administrativen Prozessen, sondern als Teilhabe der Menschen an journalistischen-informierenden Prozessen verstanden werden. Es soll sich als loser Interessensverbanddarstellen, der dazu dient, die Bürger optimal zu informieren. Politikverdrossenheit ist eingroßes Problem unserer Gesellschaft in Deutschland. Die Menschen haben immer wenigerLust ihre Zeit dafür aufzuwenden, sich über die aktuellen Geschehnisse vor allem im Bereichder Politik zu informieren. Im Zuge dessen sinkt das allgemeine Interesse für Politik, was sichauch in einer grundsätzlich stetig sinkenden Wahlbeteiligung niederschlägt. Vor allemländliche Regionen sind davon stark betroffen. E-Partizipation im politischen Sinne kann nurfunktionieren, wenn (sich) der Bürger über das Geschehen informiert, bzw. austauscht undanschließend z.B. im Rahmen einer politischen Plattform Einfluss auf Basis derInformationen nehmen kann, abseits des Wahllokals.Dieses Fallbeispiel soll dazu dienen Journalismus 2.0, als einleitende Basis für Politik 2.0 zuverstehen. Bürgerjournalismus kann es schaffen, die medialen Strukturen aufzubrechen unddie Verquickung von Politik und Medien zu lösen, bzw. transparenter zu gestalten, um so dasInteresse der Bevölkerung an Politik zurückzugewinnen, bzw. zu intensivieren. Ohneadäquate unabhängige bürgernahe Nachrichten, kann möglicherweise eine E-Partizipation impolitischen Sinne nicht funktionieren. Der Bürger muss wissen, worüber ein Thema handelt,warum ein Thema für ihn relevant ist und was die sich daraus ergebenden jeweiligenKonsequenzen sein könnten. Dies setzt voraus, dass er für das jeweilige Thema sensibilisiertund vor allem informiert ist.2.2 Grundkonzept und ToolsAm Anfang einer solchen Entwicklung könnte ein Newswiki stehen, dass das verfügbarePotential des Bürgerjournalismus bündelt.Wikis bieten die Möglichkeit kollaborativ an Texten zu arbeiten, die zusätzlich medialunterstützt werden können. Ähnlich dem Credo von Wikipedia Wissen zu sammeln und zuverknüpfen, sollte das Credo eines Newswikis sein, Nachrichten und aktuelle Informationenzu sammeln, zu archivieren und ggf. miteinander zu verknüpfen. Wikis versprechen einfachenZugang, einfache Bedienung und gegenseitige Kontrolle der Benutzer.Im Grundkonzept ist eine Wikistruktur, die Nachrichten in Teilbereiche sortiert.Beispielsweise für deutsche Nutzer in regional (Stadt, Stadtbezirk) , überregional(Deutschland, Bundesland), Europa, global. Zusätzlich sollte eine Differenzierung inThemenbereiche erfolgen, mit den Schwerpunkten Allgemeines, Politik, Wirtschaft, Kulturund Sport. Letztgenannte sind vor allem sinnvoll, um Benutzer mit dem Konzeptanzufreunden und ggf. auch für die anderen Themenbereiche zu interessieren.Die Nachrichten selbst, sollten nur belegbare Fakten enthalten und keine Meinung des Autorszu dem Thema, um die Meinungsbildung der Leser nicht direkt zu beeinflussen.Ist die Quelle ein Nachrichtenportal, sollte deren Quelle nachrecherchiert und wenn möglichauf Richtigkeit überprüft werden. Ziel des Ganzen soll sein, idealerweise alleNachrichtenportale zu erfassen und zu einem Thema aufzuführen, sofern sie darüberberichten. Dies kann über eine Linksammlung erfolgen, die permanent aktualisiert undergänzt wird. 2
  • LösungsszenarioIn einem Diskussionsforum zur Meldung, sollen die Benutzer, die Richtigkeit und Qualitätder Meldung an sich bewerten und diskutieren können (Punktesystem).Separat sollte es einen Meinungsbereich geben, in dem die Nutzer die Nachricht interpretierenund ihre Meinung dazu abgeben können. Hierzu kann es ebenfalls einen Diskussionsbereichzum Meinungsaustausch im Sinne einer verpflichtenden Netiquette geben. Auch hier könnteman ein Punktesystem zum Bewerten von Meinungen in Erwägung ziehen.Ein weiterer Bereich könnte sich mit dem Aufdecken und Richtigstellen vonFehlinformationen von Newsmeldungen beschäftigen.Wichtig wäre weiterhin, dass jede Meldung bzw. Artikel z.B. durch ein Gremium von Usern,die sich durch gute Arbeitsweise im jeweiligen Themenbereich auszeichneten (evtl.Punktesystem) zertifiziert wird. Solange dies so ist, befindet sich eine Meldung im Status„Unter Vorbehalt“, um den Leser damit zu signalisieren, dass die Information zwarveröffentlicht, aber noch nicht durch genügend Querverweise belegt ist und weitereRecherche für ein Höchstmaß an journalistischer Qualität im Gange ist.2.3 Change ManagementUm diese Strategie erfolgreich einzuführen ist es notwendig viele Menschen von diesemKonzept zu überzeugen. Die Tatsache, dass die meisten Internetnutzer mehr als eineNachrichtenseite besuchen, um sich zu informieren (z.B. Tageschau.de, Spiegel.de, diverseBlogs, etc.) spricht grundsätzlich für dieses Konzept, da der Mensch gern bequem ist und allesauf einen Blick erfassen möchte. Eine Basis dafür könnte eine Userzahl von ~100 Personensein (am besten mit journalistischer Erfahrung), die regional und überregional Nachrichtenzusammentragen, verknüpfen und erweitern, um eine gewisse Qualität aufzubauen, dieweitere Nutzer anlockt und zum Mitmachen animiert.Einen guten Ruf im Internet aufzubauen, sollte das erste Ziel sein, da sich aufgrund vonMundpropaganda und Berichte anschließend die Zahl der Interessierten steigern dürfte, umdas Projekt voranzubringen.Weiterhin muss sich die Ansicht der Menschen bezüglich der Nachrichten ändern. EinUmdenken zu einer Akzeptanz, dass schnelle Nachrichten nicht unbedingt gut recherchierteNachrichten sind, wäre einer der angestrebten Nebeneffekte dieses Projekts. Zusätzliche wärees wünschenswert, das Gefühl zu vermitteln jeder könne einen Teil dazu beitragen und seidazu eingeladen.3. Erfolgsfaktoren3.1 AkzeptanzWichtig für die Akzeptanz der Lösung ist eine einfache, unkomplizierte und schnellverständliche Struktur des Projekts, ähnlich wie bei Wikipedia. Der Nutzer, sollte innerhalbvon wenigen Minuten verstehen, wie das Newswiki funktioniert und sich schnellzurechtfinden.Der journalistische Qualität und Verlässlichkeit sollte vom Start weg, höchstes Interessebeigemessen werden, um sich einen formidablen Ruf und eine gewisse Reputation zuerarbeiten. Man muss dabei mehr liefern und bieten, als ähnliche oder andere Newsmedien,um die Menschen für sich zu gewinnen. 3
  • ErfolgsfaktorenWeiterhin benötigt man eine sichere, stabile und unabhängige Serverstruktur, um für Nutzerpermanent erreichbar, schnell verfügbar zu sein und optimal gegen Störungen gesichert zusein.Besonders von den ersten Benutzern muss hohe Arbeitsbereitschaft und gute Arbeitsweisegefordert und gefördert werden, um einerseits die angesprochene Qualität zu gewährleistenund andererseits besonderes am Anfang eine hohe Aktivität zu erzeugen, die Aufmerksamkeiterregt.3.2 NachhaltigkeitUm Nachhaltigkeit zu erzeugen, muss ein finanzielles Konzept entwickelt werden, um dieArbeiten besonders Anfangs zu tragen. Anfangs, sind wenige Personen involviert, die jedocheine hohe Arbeitslast haben. Weiterhin muss das Projekt an sich, also die Serverkosten zumBetreiben finanziert werden. Auf Werbung und bestimme Arten des Sponsorings(Lobbyismus) sollte dabei verzichtet werden, damit die Unabhängigkeit, die sehr wichtig fürdie Konsumenten von Nachrichten ist, glaubhaft bleibt. Das finanzielle Konzept muss auchein Wachstum des Projektes in gewissem Maße berücksichtigen.Weiterhin müssen feste Regeln für das Verfassen von Artikeln bestehen, die auch konsequenteingehalten werden, ohne dabei interessierte Nutzer abzuschrecken.Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Qualitätskontrolle, die einerseits durch die Benutzer unddas dafür vorgesehene Gremium durchgeführt wird. Unter dem Gesichtspunkt derNachhaltigkeit, muss die Recherche immer weiter verbessert und geprüft werden. Copy-Paste-Artikel bringen keine Reputation und erwecken einen negativen Eindruck. Ebensoverhält es sich mit dem Verbreiten von Fehlinformationen. Daher muss jede Meldunggegengeprüft und bestmöglich abgesichert werden, bevor sie zertifiziert wird. Damit soll demNutzer gezeigt werden, dass gute Arbeit im Vordergrund steht und Meldungen auchnachhaltig gepflegt werden.Durch das chronologische Verknüpfen von themenverwandten Meldungen kann einenachhaltige Entwicklung des Projekts geschaffen werden.4. FazitNachrichten bestimmen die Welt und stillen den Durst der Menschen nach Informationen. Sielassen teilhaben am Geschehen, ob nun eine Straße weiter oder auf einem anderen Kontinent.Jede Nachricht hat ihre Bedeutung, die je nach Standpunkt für einen Menschen zwischenwichtig und unwichtig oder erfreulich und unerfreulich tendiert. Es ist daher erstrebenswertdiese Informationen unabhängig und nichtselektiv zusammenzutragen und auszuwerten.Dies kann nur über Crowdsourcing durch Web 2.0 Anwendungen und Plattformen geschehen,da der Arbeitsaufwand enorm und ein finanzieller Gewinn bei angestrebter Unabhängigkeiteher nicht zu erwarten ist. Das Ziel einen zentralen Platz für alle Nachrichten zu errichten, umden Menschen einen ersten Anlaufpunkt für Informationszwecke zu liefern, ist ein hehresZiel, dass die Gesellschaft eher weiterbringen soll, als die Menschen, die es geplant haben.Der Weg dorthin ist als schwer einzuschätzen, da die Menschen freiwillig aus eigenemAntrieb und ohne finanzielle Vergütung teilnehmen müssten, wie bei Wikipedia auch. Dochwenn er beschritten werden würde, könnte dadurch die Konkurrenz der einzelnenNachrichtenlieferanten hinsichtlich der Qualität forciert werden, da von ihren Meldungen nurder gut recherchierte Teil verwendet und zertifiziert wird. Es könnte ein Weg zu Journalismussein, der in erster Linie zu dazu dient zu informieren, der die Meinungsbildung dem Leserüberlässt und die Diskussion der Meinung in einen separaten Bereich abtrennt. 4