E-Books            { Märchen, Mythen, MehrwertsteuerPeter Schmid-Meil
E-Books sind zu teuer, der Verlag hat ja keine Kosten - sagt der Kunde E-Books sind zu billig, der Inhalt ist ja gleich zu...
Ok, der Verlag muss keine 2.000 Bücher produzieren unddamit in Vorleistung und ins Risiko gehen. Aber:  Keine sicher planb...
Ansage Chef an Lektorat:"Wir machen jetzt E-Books, machen Sie mal, da sollsich am besten die Herstellung drum kümmern.“Net...
3. Bereitschaft. Noch besser: Lust   Aber es gibt oft eher Ängste: Widerstand im Vertrieb, da Provisions-   Bedenken / Wid...
Beispiele warum Printdenke nicht funktioniert: Break-Even-Rechnung statt Kalkulation! Klassische Kennzahlen versagen! 1:1 ...
BESTELLUNGBitte liefern Sie moeglichst schnell zu den vereinbarten Hoechst-Rabatten die untenaufgefuehrten Titel an unsere...
Der Widerspruch in sich: 7% Print vs. 19% E-Book. Warum eigentlich? Geschäftsverhinderung! Eine ISBN - mehrere Mehrwertste...
Mal ganz ehrlich: Wer heute Musik, Film, Buch oder Bild will, braucht nichts zu bezahlen. Macht aber nix. Die Nicht-Zahlun...
Hartes DRM ist noch böser. Dann kann der Kundenämlich nicht anständig lesen. Das ist Strafe, keineBelohnung! DRM ist nur d...
E-Book-Kunden sind Vielleser, wird häufig kolportiert. Ja, is klar, fürs Zweitbuch kauft doch keiner nen Reader! Kaufe ich...
Würde ich gerne E-Books in oder über eine Buchhandlung kaufen? Ja, aber sicher! Wer mir die Inspiration liefert, soll bitt...
Ein solches System sollte die USPs des Buchhändlers monetarisieren: Der Kunde kann sich a) im Laden inspirieren lassen und...
Peter Schmid-Meil Mail: pschmidmeil@gmx.de, psm@grin.com Twitter: @derlektor Blog: www.schmid-meil.de Ach ja, ab 1.7. gilt...
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Buchcamp2012: E-Books - Märchen, Mythen, Mehrwertsteuer

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Buchcamp2012: E-Books - Märchen, Mythen, Mehrwertsteuer

  1. 1. E-Books { Märchen, Mythen, MehrwertsteuerPeter Schmid-Meil
  2. 2. E-Books sind zu teuer, der Verlag hat ja keine Kosten - sagt der Kunde E-Books sind zu billig, der Inhalt ist ja gleich zum Print - sagt mancher Verlag (und mancher Buchhändler der Kannibalisierung befürchtet) Das Honorar ist zu niedrig, der Verlag hat ja keine Kosten - sagt der AutorE-Books und das liebe Geld
  3. 3. Ok, der Verlag muss keine 2.000 Bücher produzieren unddamit in Vorleistung und ins Risiko gehen. Aber: Keine sicher planbaren Erlöse im Vergleich zum Print Doppelte Arbeit, die Verwaltung eines E-Books ist genauso aufwendig wie die eines Print-Buches Herstellung: Datenaufbereitung und GUTE E-Book- Konvertierung kostet auch was Verkaufspreis in der Regel niedriger als bei der Printausgabe Honorar? Manchmal niedriger, manchmal gleich, manchmal höherE-Books und das liebe Geld
  4. 4. Ansage Chef an Lektorat:"Wir machen jetzt E-Books, machen Sie mal, da sollsich am besten die Herstellung drum kümmern.“Nette Idee. Aber es hapert oft an:1. Ahnung. Noch besser: Kompetenz. Technik: EPUB, PDF, DRM / Vertrieb: Marktplätze, Verträge, Aggregatoren Marketing: Social Media, SEO, Direktvermarktung, Arbeit mit E-Book- Marktplätzen / Lektorat/Redaktion: Möglichkeiten von E-Books nutzen2. Ressourcen. Und zwar in allen Verlagsbereichen! Lektorat, Vertrieb, Marketing, Grafik, ControllingE-Books anbieten ist einfach!
  5. 5. 3. Bereitschaft. Noch besser: Lust Aber es gibt oft eher Ängste: Widerstand im Vertrieb, da Provisions- Bedenken / Widerstand in Lektorat und Marketing, weil andere Kompetenzen gefordert / Widerstand aus Angst vor Veränderungen4. Mut. Zum Wandel! GF und Verantwortliche müssen das Ganze mit tragen, Anreize schaffen und Ängste nehmen. Was nur funktioniert, wenn entweder Vertrauen zu den E-Book-Treibern oder Überzeugung für E-Books vorhanden ist.GEFAHRENMELDUNG FÜR VERLAGE!SelfPublisher haben es bisweilen einfacher:Gute Tools, gute Marktplatz-Angebote, vielearbeitslose Lektoren und Korrektoren, fettes HonorarE-Books anbieten ist einfach!
  6. 6. Beispiele warum Printdenke nicht funktioniert: Break-Even-Rechnung statt Kalkulation! Klassische Kennzahlen versagen! 1:1 zum Print und das war‘s. Was für eine Vergeudung, E- Publishing bietet völlig neue Möglichkeiten. Projekte neu denken! Vertrieb: Neue Aktionen sind möglich. Ein Tag kostenlos. Zeitlich begrenzte Preisanpassungen. Internationaler Vertrieb. Vorinstallierte Bücher auf Readern. Etc.Print vs. E-Book: Die Denke
  7. 7. BESTELLUNGBitte liefern Sie moeglichst schnell zu den vereinbarten Hoechst-Rabatten die untenaufgefuehrten Titel an unsere u.g. Liefer- und Rechnungsadresse.Bitte die Anzahl und das Feld Bemerkungen beachten!Bitte unbedingt auf Rechnung/Lieferschein unser Bestellzeichen angeben!Lieferweg, soweit nichts anderes angegeben ueber KNV. Falls nicht moeglich dann PostversandNUR zu den tatsaechlichen Portokosten gem. der Verkehrsordnung des Deutschen Buchhandelsvom 09.Nov. 2006 S. 8, § 15, § 16. Verpackungskosten etc. sind vom Verlag zu tragen.Angaben zur gesamten Bestellung:================================Bestellzeichen: 100687 (unbedingt angeben!)Auslieferung per: KNVDatum: 2012-02-02 15:26:10Bemerkungen: Bitte Mengenangabe beachten!BITTE EBOOK LIEFERN, DANKE!Titelangaben:=============Titel 1 :-------------- Anzahl fest: 1 Autor: Saskia GieÍen, Hiroshi Nakanishi Titel: Excel 2010 - Formeln und Funktionen - eBook ISBN: 9783645200936 Bemerkungen: ----------------- Ende der Email
  8. 8. Der Widerspruch in sich: 7% Print vs. 19% E-Book. Warum eigentlich? Geschäftsverhinderung! Eine ISBN - mehrere Mehrwertsteuersätze. Verlagssysteme versagen Internationale Vermarktung, internationale Player: amazon und Apple bis Ende 2014 mit 3% auf Privatverkäufe in Luxemburg, früher eigene Steuersätze in USA, sogar nach Unternehmen unterschiedlich.Das kapiert kein Kunde!Und kein Verlagssystem!Die Märchensteuer
  9. 9. Mal ganz ehrlich: Wer heute Musik, Film, Buch oder Bild will, braucht nichts zu bezahlen. Macht aber nix. Die Nicht-Zahlungswilligen würden ohnehin nicht kaufen. Denn sie schätzen die Produkte nicht wert. Schlimm ist es, wenn für die Zahlungswilligen nichts zu kaufen da ist! Die Piratenseiten haben a) ein besseres Angebot, b) bessere SEO und c) bessere Usability als die legalen Angebote.Branche: Hausaufgaben machen!!!!Piraterie ist bööööööööse
  10. 10. Hartes DRM ist noch böser. Dann kann der Kundenämlich nicht anständig lesen. Das ist Strafe, keineBelohnung! DRM ist nur dann gut, wenn der Kundenichts davon merkt.Für was bezahlt der Kunde heute eigentlich? FürsAnbieten von Dateien? Nein. Aber für die treffsichereEmpfehlung. Das Nicht-Vergeuden von Zeit.Gute Angebote, gutes Empfehlungsmarketing, guteQualität  Piraterie wird für die Zahlungswilligenirrelevant. Und nur auf die kommt es an.Piraterie ist bööööööööse
  11. 11. E-Book-Kunden sind Vielleser, wird häufig kolportiert. Ja, is klar, fürs Zweitbuch kauft doch keiner nen Reader! Kaufe ich wegen meinem Reader mehr Bücher? Ja! Und kaufe ich deswegen weniger Printbücher? Ja sicher, wozu hab das Ding denn? Gehe ich deswegen seltener in eine Buchhandlung? Nein. Das liegt in erster Linie am schäbigen Ramsch auf den ersten 10 qm, den Diddl-Mäusen, dem Hello-Kitty- Mist und den öden, ent-emotionaliserten Buchkaufhäusern! Es leben die Läden, die das Gefühl Buch verkaufen! Aber die haben miese Öffnungszeiten.E-Books schaden demstationären Buchhandel
  12. 12. Würde ich gerne E-Books in oder über eine Buchhandlung kaufen? Ja, aber sicher! Wer mir die Inspiration liefert, soll bitte auch das Geld dafür bekommen. DAS ist das Problem. Nicht das E-Book an sich, sondern die fehlenden Systeme und Schnittstellen zu den Reader- gebundenen Shops. Hier sind wir wieder bei der Denke. Die klassischen Barsortimente haben oder bauen an Systemen, aber bei den paar Prozenten Vermittlungsgebühr hat doch kaum ein Buchhändler die Motivation, E-Books zu verkaufen.E-Books schaden demstationären Buchhandel
  13. 13. Ein solches System sollte die USPs des Buchhändlers monetarisieren: Der Kunde kann sich a) im Laden inspirieren lassen und b) bekommt Beratung durch jemanden, dem er vertraut und der sich auskennt. Stichwort Kuratierung, bitte auch online! Und es sollte Verleih- und Verschenkfunktionen bzw. Dinge bieten, die amazon nicht kann oder nicht können will. Amazon ist Meisterlogistiker - also vergesst es, dagegen anstinken wollen, konzentriert euch auf eure Stärken!E-Books schaden demstationären Buchhandel
  14. 14. Peter Schmid-Meil Mail: pschmidmeil@gmx.de, psm@grin.com Twitter: @derlektor Blog: www.schmid-meil.de Ach ja, ab 1.7. gilt:Kontaktdaten

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